[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Mascarabürste mit einer Seele aus mindestens
zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten und mit einem Borstenbesatz aus Borsten,
die von innen hohlen Filamenten, die jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten
geklemmt gehalten werden, gebildet werden.
[0002] Solche Applikatoren werden auch als Drahtkernapplikatoren bezeichnet.
[0003] Diese Applikatoren erfreuen sich bis heute hoher Wertschätzung, denn sie weisen nicht
nur Anwendungsvorteile auf, sondern besitzen auch verschiedene Herstellungsvorteile,
die sich mit den mit ihnen konkurrierenden, gespritzten Applikatoren nicht erreichen
lassen. So können z. B. auch kleine Serien recht effektiv gefertigt werden, da sich
auf den vorhandenen Fertigungsanlagen im Regelfall sehr unterschiedliche Drahtkernapplikatoren
herstellen lassen, ohne dass erhebliche Summen in neue Werkzeuge für den einen speziellen
Applikator investiert werden müssen, anders als bei spritzgegossenen Applikatoren.
[0004] Generell gilt auch für Drahtkernapplikatoren, dass sie insbesondere zwei Anforderungen
erfüllen sollen:
Ihr Borstenbesatz soll ein möglichst hohes Massespeichervermögen aufweisen, damit
der Applikator nur einmal oder nur wenige Male in den Kosmetikvorrat eingetaucht werden
muss, um die Wimpern mit einer hinreichend voluminösen Schicht Mascaramasse zu umhüllen.
[0005] Andererseits soll ihr Borstenbesatz ein möglichst gutes Separationsvermögen aufweisen,
d. h. die Fähigkeit, schräg übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens voneinander
zu trennen und weitgehend parallel auszurichten. Dies nicht zuletzt deshalb, weil
den Wimpern durch die Mascaramasse nur dann das gewünschte Volumen verliehen werden
kann, wenn sie jeweils einzeln rundum beschichtet werden und nicht schon zuvor büschelweise
verklebt mit Mascaramasse getränkt werden.
[0006] Generell gilt somit für Drahtkernapplikatoren, dass sie insbesondere hohe Anforderungen
an das Massespeichervermögen bezüglich der mit ihnen aufzutragenden Substanz erfüllen
müssen.
[0007] Im vorliegenden Fall geht es allerdings nicht nur darum, das Massespeichervermögen
soweit zu erhöhen, dass der Applikator beim Mascaraauftrag nicht allzu oft neu eingetaucht
und wieder beladen werden muss. Es geht geht primär ergänzend auch darum, dafür Sorge
zu tragen, dass eine Wimper in einem Auftragsdurchgang möglichst intensiv mit Mascaramasse
benetzt wird, um auf diese Art und Weise die Wimpern auf Anhieb möglichst voluminös
erscheinen zu lassen - ohne die Wimpern mehrfach beschichten zu müssen und dabei zu
riskieren, dass die Separation leidet und benachbarte Wimpern auf Grund des mehrfachen
Mascaraauftrags doch irgendwann miteinander verkleben.
[0008] Der Ansatzpunkt, um dies zu erreichen, liegt darin, den Mascaraapplikator mit Borsten
zu versehen, die, jede für sich, nach dem Eintauchen in den Mascaravorrat, einen möglichst
dicken Film aus Mascaramasse tragen.
[0009] Um dem Rechnung zu tragen, sind bereits die unterschiedlichsten Lösungen im Stand
der Technik vorgeschlagen worden.
[0010] So schlägt beispielsweise das
US-Patent 4 733 425 vor, Borsten zu verwenden, die innen hohl sind oder die einen sternförmigen, nicht
kreisrunden Querschnitt besitzen. Diesen Borsten wird ein hervorragendes Massespeichervermögen
zugesprochen, insbesondere den innen hohlen Borsten, da sie auf Grund ihrer Kapillarwirkung
bei entsprechender rheologischer Einstellung der Mascaramasse im Bereich ihres Inneren
Mascaramasse speichern können.
[0011] Die Patentanmeldung
US 2004/011375 A1 schlägt Borsten mit einer doppelt nach Art eines Meißels angeschrägten Spitze vor,
die ggf. auch innen hohl sein können. Eine solche nach Art eines Meißels doppelt angeschrägte
Spitze soll der Borste ein optimales Kämm- und Separationsvermögen verleihen. Ein
Zusammenhang zwischen der Art der Anschrägung und dem Massespeicher- und Masseabgabevermögen
wird hier nicht hergestellt. Gemäß
JP2008307304 hat das vordere Ende zumindest eines Teils der Borsten eine sich verjüngende Form,
die durch einen Erhitzungsprozess geschmolzen wurde.
[0012] Untersucht man hohle Borsten systematisch, dann stellt man fest, dass die Borsten
auf Grund der Kapillarwirkung ihres hohlen Innenbereichs in der Tat recht gut Mascaramasse
aufnehmen können. Dabei wird das Aufnehmen von Mascaramasse nicht zuletzt durch den
Umstand erleichtert, dass die Applikatoren zwischen zwei Anwendungen oft stundenlang
in den mit der Mascaramasse gefüllten Vorratsbehälter eingetaucht sind, so dass die
Kapillarwirkung, die naturgemäß ein vergleichsweise langsames "Ansaugen" zur Folge
hat, uneingeschränkt zum Tragen kommen kann.
[0013] Kritischer sieht die Bilanz bei der Wiederabgabe der Mascaramasse innerhalb der nur
einen kurzen Moment andauernden Applikation aus. Auch wenn die Borsten hin und her
gebogen werden und dadurch der in ihrem Inneren gespeicherte Vorrat unter Druck gesetzt
und nach außen befördert wird, stellt man bei systematischen Versuchen fest, dass
die Ausgabe der Mascaramasse ein "Nadelöhr" darstellt, so dass insoweit Verbesserungen
geboten sind.
[0014] Somit ist es die Aufgabe der Erfindung, eine mit hohlen Borsten bestückte Mascarabürste
anzugeben, bei der die Massenabgabe gegenüber den bekannten Applikatoren verbessert
ist.
[0015] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit einer Mascarabürste mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie mit einer Mascarabürste mit den Merkmalen des Anspruches 2.
[0016] Die erfindungsgemäße Mascarabürste besitzt eine Seele aus mindestens zwei miteinander
verdrillten Drahtabschnitten und einen Borstenbesatz aus innen hohlen Filamenten,
die jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten geklemmt gehalten werden. Die Filamente
bilden dabei Borsten, die zwar meist nicht mehr im Klemmbereich des Drahtkerns, aber
ansonsten innen hohl sind und somit die nötige Kapillarwirkung besitzen, um Mascaramasse
aufzunehmen. Dabei kommt es keineswegs darauf an, dass durch die Kapillarwirkung auf
ganzer oder überwiegender Länge Mascaramasse in die Borste hineingezogen wird, vielmehr
interessieren meist nur die Vorgänge am radial auswärtigen Ende der jeweiligen Borste.
[0017] Die erfindungsgemäße Mascarabürste zeichnet sich in einem ersten Aspekt dadurch aus,
dass die radial auswärtigen, freien Enden der Borsten nach Art eines einfachen Keils
schräg angeschnitten sind, so dass eine erste Seite der betreffenden Borste, vom Drahtkern
entlang der jeweiligen Borste gesehen, aus gesehen eine maximale Längenerstreckung
aufweist und die ihr diametral gegenüberliegende zweite Seite eine minimale Längenerstreckung
aufweist. Das bedeutet, dass die Borstenenden nicht etwa meißel- oder dachartig, d.
h. von zwei Seiten her angespitzt sind. Stattdessen ist am Ende der betreffenden Borste
eine einzige, keilartig-schräg zur Borstenlängsachse verlaufende Schnittfläche genannte
Stirnfläche vorgesehen, die, bildlich gesprochen, dem schräg angeschnittenen Ende
einer Schnittrose ähnelt.
[0018] Dabei ist der Begriff "schräg angeschnitten" im Sinne der Erfindung nicht so zu verstehen,
dass die Keilfläche durch einen Schneidvorgang, d. h. ein "schräges Abschneiden" des
Filaments entstanden sein muss, sie kann vielmehr auch durch ein entsprechendes Anschleifen
des Borstenendes entstanden sein, das ist sogar die bevorzugte Herstellungsart.
[0019] Der entscheidende Punkt ist, dass der Schräganschnitt bzw. die dadurch entstehende
Keilfläche die Mündung der Borste signifikant größer werden lässt und damit einen
größeren Bereich schafft, in dem Mascaramasse so gespeichert werden kann, dass sie
bei der Applikation sofort zur Abgabe zur Verfügung steht und dass über die größere
Mündungsfläche auch etwas tiefer im Borsteninneren gespeicherte Mascaramasse leichter
wieder abgegeben werden kann.
[0020] Zudem bildet die durch den Schräganschnitt entstehende Anschnittfläche der Borsten
einen großen Auflagebereich, den die einzelne Wimper geraume Zeit entlanggleiten kann,
bevor sie von der Stirnseite der Borste abrutscht und sich zwischen benachbarte Borsten
legt. Die Wimper hat währenddessen reichlich Gelegenheit, mit Mascaramasse benetzt
zu werden. Auch hierdurch unterscheidet sich die Erfindung vom Stand der Technik,
denn auf der kleinflächigen, im Wesentlichen senkrecht zur Borstenlängsachse verlaufenden
Stirnseite einer hohlen Borste ohne schräge Schnittfläche vermag die einzelne Wimper
nur wesentlich kürzer zu verweilen, bevor sie in die Borstenzwischenräume abrutscht.
[0021] Bei einer Mascarabürste der eingangs näher bezeichneten Art, die an ihren freien
Enden eine keilförmige Borstenspitze aufweisende Borsten mit mindestens einer einen
Keil ausbildende Anschnittfläche (4) aufweist, kann Oberflächenrauigkeit (Rz) der
jeweiligen Anschnittfläche (4) zwischen 0,2 µm und 6,3 µm, insbesondere zwischen 2,9
µm und 6,3 µm, liegen.
[0022] Die auch Rautiefe genannte Oberflächenrauheit Rz ist gemäß DIN EN ISO 4287/4288 zu
bestimmen.
[0023] Durch die Ausbildung von das Kämmen verbessernden keilförmigen Anschnittflächen mit
der angegeben Rauigkeit Rz zwischen 0,2 µm und 6,3 µm, insbesondere zwischen 2,9 µm
und 6,3 µm, wird das Mascaraaufnahmevermögen einer jeden keilförmig schräg angeschnittenen
Borste verbessert. Hierbei ist von besonderem Vorteil, dass die schräg verlaufenden
Anschnittflächen aufgrund der erfindungsgemäßen Rauigkeit ein gutes Mascaraaufnahmevermögen
und damit auch ein entsprechend gutes Mascaraabgabevermögen an die während des Kämmvorganges
daran zunächst entlanggleitenden Wimpernhaare besitzen. Die Anschnittflächen sind
insofern von besonderer Wichtigkeit als die Wimpern beim Schminkprozess zu Beginn
der Schminkbewegung zuerst entlang dieser Fläche geführt werden und entlang gleiten.
Die Oberflächenrauigkeit (Rz) kann insbesondere durch Anschleifen der Borstenenden
mittels einer Schleifscheibe hergestellt werden. Durch das Anschleifen werden die
Rauigkeit und damit einhergehend das Masseaufnahme- und Massespeichervermögen für
Mascaramasse verbessert. Insbesondere kann durch entsprechende Auswahl der Rauigkeit
der beim Schleifen verwendeten Schleifscheibe(n) die gewünschte Rauigkeit der schrägen
Anschnittfläche beeinflusst und festgelegt werden.
[0024] Die oben stehende Aufgabe wird also mit einer Mascarabürste mit einer Seele aus mindestens
zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten und einem Borstenbesatz aus von Filamenten
gebildeten Borsten gelöst. Die Filamente werden jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten
geklemmt gehalten. Die Borsten bestehen aus einem hohlen Kunststoffmaterial und tragen
an ihrem freien Ende eine keilförmige Spitze anstatt einer im Wesentlichen senkrecht
zur Borstenlängsachse verlaufenden Stirnfläche.
[0025] Zweckmäßig ist es daher, wenn die Gesamtheit an Borsten zum überwiegenden Teil eine
keilförmige Spitze mit zumindest einer Anschnittfläche aufweist und ein Teil der Borsten
eine durch einen Schräganschnitt gebildete keilförmige Spitze mit einer Anschnittfläche
aufweist.
[0026] Wie später noch näher erläutert wird, ermöglicht es die mindestens eine Keilfläche,
mit der eine Borste erfindungsgemäß ausgestattet sein kann, die Borste zu Beginn der
Applikation so zwischen die Wimpern zu schieben, dass die jeweilige Wimper besser
im Kontakt mit der Borste bleibt und zwar auch noch nach dem Abrutschen der Wimper
von der die Keilfläche bildenden Anschnittfläche in den Bereich des Borstenschafts
hinein. Hierdurch können der jeweilige Borstenschaft und die Anschnittflächen, die
auf Grund ihrer erhöhten Rauheit einen dickeren Film aus Mascaramasse gespeichert
halten, mehr von dieser Mascaramasse an die Wimper abgeben. Somit erfolgt eine bessere
Beschichtung der Wimper. Das kommt nicht zuletzt dem zu erreichenden Wimpernvolumen
zu Gute.
[0027] Erfindungsgemäß wird die keilförmige Spitze der jeweiligen Borste durch einen Schräganschnitt
nach Art eines einfachen Keils gebildet, so dass eine erste Seite der betreffenden
Borste eine maximale Längenerstreckung (L
MAX) aufweist und die ihr diametral gegenüberliegende zweite Seite eine minimale Längenerstreckung
(L
MIN) aufweist. Hierdurch lässt sich eine besonders lange und gegenüber der Borstenlängsachse
flach abfallende Keilfläche erzeugen, die den erfindungsgemäß zu nutzenden Effekt
begünstigt.
[0028] Für andere Anwendungsfälle, nicht Bestandteil der Erfindung, kann die keilförmige
Spitze durch einen Doppelschräganschnitt gebildet werden, der aus zwei aufeinander
zulaufenden Flächen besteht, die sich am freien Ende der Borste schneiden, jedenfalls
in ihrer gedachten Verlängerung. Auf diese Art und Weise kann die betreffende Borste
beidseitig wirken und so gleich zwei Wimpern beeinflussen, die sich von unterschiedlichen
Seiten her gegen die Borste angelegt haben. Ein Teil der Borsten kann eine durch einen
Doppelschräganschnitt gebildete keilförmige Spitze aufweisen, der zwei aufeinander
zulaufende Anschnittflächen umfasst, die sich oder deren gedachte Verlängerungen sich
am oder im Bereich des freien Endes einer jeweiligen Borste schneiden. Eine derart
ausgestaltete Borste kann Wimpern nach beiden Seiten hin verdrängen und damit separieren.
Anders als eine einfach nur schräg abgeschnittene Borste zeigt eine solche Borste
keine störende Vorzugsrichtung.
[0029] Besonders günstig ist es, wenn die Anschnittflächen im Wesentlichen in sich eben
sind. Idealerweise sind zwei sich am gleichen Borstenende gegenüberliegende Anschnittflächen
im Wesentlichen gleich groß.
[0030] Die Borsten können derart ausgerichtet sein, dass die eine oder die beiden an einer
Borstenspitze gegenüberliegenden Anschnittfläche(n) quer zur Drahtkernlängsachse angeordnet
sind, wobei dann insbesondere die Borsten, die mit nur einer einseitigen Anschnittfläche
ausgestattet sind, derart angeordnet und ausgerichtet sind, dass ein Teil der jeweiligen
Anschnittflächen mit Ausrichtung zur den Borstenbesatz tragenden Bürstenspitze hin
und ein Teil zum gegenüberliegenden Bürstenende hin ausgerichtet ist. Die Erfindung
zeichnet sich in weiterer Ausgestaltung daher dadurch aus, dass die Anschnittflächen
quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) ausgerichtet sind. Von
Vorteil ist es hierbei weiterhin, wenn die Anschnittflächen der Borsten mit einer
Anschnittfläche teilweise in Richtung zum Bürstenende und teilweise zur Bürstenspitze
hin ausgerichtet sind. Im Rahmen dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels ist demnach
vorgesehen, dass die durch den Schräganschnitt gebildete Anschnittfläche so ausgerichtet
ist, dass man, wenn man entlang der Drahtkernlängsachse (also bei einem Blick frontal
auf das freie Ende des Drahtkerns oder bei einem Blick frontal auf das zum Befestigen
am Stiel vorgesehene freie Ende des Drahtkerns) schaut, frontal auf die Anschnittfläche
blickt, während man nicht auf die Anschnittfläche schaut, wenn man in Umfangrichtung
blickt. Das gilt vorzugsweise für alle Borsten des Besatzes.
[0031] Eine Mascarabürste kann mehrere an ihrer Borstenspitze unterschiedlich ausgebildete
Borstenarten aufweisen. Beispielsweise kann ein Borstenbesatz in seiner Gesamtheit
Borsten mit einer nicht angespitzten und nicht keilförmig ausgebildeten Spitze und
Borsten mit einer keilförmig ausgebildeten und zwei gegenüberliegenden Anschnittflächen
aufweisenden Borstenspitze und Borsten mit einer keilförmig ausgebildeten, aber jeweils
nur einseitig eine Anschnittfläche aufweisenden Borstenspitze, wobei die Anschnittflächen
in unterschiedliche Richtungen, einmal zum Borstenende hin und einmal zur Borstenspitze
hin ausgerichtet sind, aufweisen. Es ist daher besonders zweckmäßig, wenn die einzelnen
Borstenarten systematisch im Borstenbesatz angeordnet und jeweils Bereichen, Zonen
oder Sektoren des Borstenbesatzes zugeordnet sind. Die Erfindung zeichnet sich in
Weiterbildung daher weiterhin dadurch aus, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche,
Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes quer, insbesondere
senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes
spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes
längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet
sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten und jeweils
eine gleichartig ausgebildete Borstenspitze aufweisenden Borsten bestehende Borstenreihe
umfassen oder von einer solchen Borstenreihe gebildet sind, und die jeweils in Umfangsrichtung
und/oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes benachbart zu einem/einer mehrere Borsten
umfassenden Bereich oder Sektor oder Zone angeordnet sind, dessen/deren Borsten eine
demgegenüber unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
[0032] Hierbei ist es aber auch möglich, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche, Sektoren
oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes quer, insbesondere
senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes
spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes
längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet
sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten Borsten
bestehende Borstenreihe umfassen, deren benachbarten Borsten jeweils eine unterschiedlich
ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
[0033] Insgesamt können also beispielsweise von den vorstehend beschriebenen oder den in
dieser Anmeldung insgesamt beschriebenen Borstenarten alle Borstenarten jeweils einzeln
abwechselnd benachbart zueinander in einem Bereich oder einer Zone oder einem Sektor
angeordnet sein und dadurch einen Bereich oder einer Zone oder einem Sektor ausbilden.
Es ist aber auch möglich, dass in einem Bereich oder einer Zone oder einem Sektor
jeweils nur eine Borstenart angeordnet ist und dann beispielsweise in Umfangsrichtung
des Borstenbesatzes abwechselnd jeweils ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor
mit jeweils einer anderen Borstenart aufeinander folgt. Vorzugsweise umfasst ein Bereich
oder eine Zone oder ein Sektor mindestens zwei Borsten. Es sind natürlich alle denkgesetzlich
möglichen Kombinationen von Borstenarten und Bereichen, Zonen und Sektoren möglich.
Beispielsweise müssen nicht alle vorstehend genannten oder alle insgesamt beschriebenen
Borstenarten in jeder Zone oder jedem Bereich oder jedem Sektor vorkommen oder grundsätzlich
in einem Borstenbesatz vorhanden sein.
[0034] Die Erstreckung einer Zone, eines Bereiches oder eines Sektors kann unterschiedlich
sein. In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung sieht die Erfindung daher vor, dass die
mehreren Bereiche, Sektoren oder Zonen in Umfangsrichtung quer oder längs zur Drahtkernlängsachse
(LD) einmal den Umfang oder einen Teilbereich des Umfangs des Borstenbesatzes überstreichen.
[0035] Grundsätzlich kann es so sein, dass ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor eine
Winkelstrecke überstreicht, die 1/8 bis 1/64 des Umfangs oder des Hüllkreises des
Borstenbesatzes und damit eine Winkelerstreckung zwischen 5,6° und 45° ausmacht.
[0036] Bezüglich der jeweils mit einer abgeschrägten Anschnittfläche ausgestatteten Borsten
kann es zweckmäßig sein, jeweils abwechselnd einen Bereich oder einen Sektor oder
eine Zone, bei welchem/welcher die Anschnittflächen aller Borsten in Richtung zur
Bürstenspitze zeigend ausgerichtet sind, und einen Bereich oder einen Sektor oder
eine Zone, bei welchem/welcher die Anschnittflächen aller Borsten in Richtung zum
Bürstenende zeigend ausgerichtet sind, vorzusehen. Dies lässt sich beispielsweise
dadurch herstellen, dass in einem ersten Schritt der Borstenbesatz zur Erzeugung der
Anschnittflächen mit einer Schleifscheibe von der Bürstenspitze parallel und längs
zur Drahtkernlängsachse bis zum Bürstenende befahren, dann der Borstenbesatz bzw.
die Mascarabürste um beispielsweise 1/8 Drehung, was einer 45°- Drehung entspricht,
gedreht wird und die Schleifscheibe dann entgegengesetzt zum vorhergehenden Schritt
in einem zweiten Schritt von vom Bürstenende parallel und längs zur Drahtkernlängsachse
bis zur Bürstenspitze gefahren wird. Diese Schrittfolge wird so oft durchgeführt,
bis der 360°-Umfang des Borstenbesatzes einmal komplett von der Schleifscheibe befahren
und überstrichen worden ist.
[0037] Es kann weiterhin von Vorteil sein, wenn der Borstenbesatz aus Borsten oder Filamenten
mit keilförmiger Anspitzung besteht und aus weiteren Borsten oder Filamenten ohne
keilförmige Anspitzung besteht, wobei der Borstenbesatz vorzugsweise so gestaltet
ist, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung einen oder mehrere
Sektor(en) des Borstensatzes bilden und die weiteren Borsten oder Filamente einen
oder mehrere weitere(n) Sektor(en) bilden, wobei der oder die Sektor(en) und der oder
die weitere(n) Sektor(en) vorzugsweise und idealerweise in Umfangsrichtung abwechselnd
auf einander folgen, was die Erfindung in Ausgestaltung auch vorsieht.
[0038] Zweckmäßig ist es gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung, dass zwischen 1 bis
8 Sektoren und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren vorhanden sind.
[0039] Hierbei kann es weiterhin von Vorteil sein, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger
Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Borsten oder Filamenten bestehenden Borstenbesatz
so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes
verlaufende Bahn bilden, was die Erfindung ebenfalls vorsieht.
[0040] Zweckmäßig kann es weiterhin sein, dass die weiteren Borsten oder Filamente aus dem
gleichen Material bestehen, wie die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung.
[0041] Von Vorteil ist es auch hierbei, dass die Meißelflächen der Borsten oder Filamente
mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum
Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
[0042] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Winkel (α), um den die vom Schräganschnitt
oder vom Doppelschräganschnitt gebildete Anschnittfläche(n) gegenüber der Borstenlängsachse
geneigt ist bzw. sind, die Beziehung α ≤ 55° und idealerweise sogar α ≤ 35° einhält.
Hierdurch ergibt sich jeweils eine besonders lange, gut nutzbare, weil nur flach gegenüber
der Borstenlängsachse abfallende Anschnittfläche. Als ganz ideal hat sich das Einhalten
der Beziehung α ≤ 20° erwiesen. Vorzugsweise geht das mit einem sog. Doppelanschliff
einher, d. h. ein und dieselbe Anschnittfläche wird ein erstes und anschließend, in
einem separaten Arbeitsgang, noch ein zweites Mal angeschliffen, wodurch ein derart
steiler Winkel erreicht werden kann. Die Erfindung zeichnet sich daher weiterhin dadurch
aus, dass für den Winkel, um den die vom Schräganschnitt oder dem Doppelschräganschnitt
gebildete Anschnittfläche(n) gegenüber der Borstenlängsachse geneigt ist/sind, die
Beziehung α ≤ 55°, vorzugsweise α ≤ 35°, insbesondere α ≤ 20°, ist.
[0043] Die die Borsten bildenden Filamente können einen nicht-runden Querschnitt und vorzugsweise
einen mehreckigen bzw. einen Vierkant-Querschnitt aufweisen.
[0044] Überraschenderweise hat es sich als besonders günstig herausgestellt, die Borsten
oder Filamente erfindungsgemäß rohrförmig, innen hohl auszubilden, vorzugsweise auf
ganzer Länge (vor dem Verdrillen). Hierdurch ergibt sich ein besonders günstiger,
synergistischer Effekt, gerade dann, wenn der Schräganschnitt durch Anschleifen der
Borsten hergestellt wird. Ist die Borste innen hohl, kann sie mit ihrem Hohlraum Mascaramasse
speichern, die im Zuge der Applikation über die Mündung des Hohlraums nach außen abgegeben
wird, der mitten im Zentrum der Anschnittfläche liegt. Somit werden die Wimpern bei
ihrem Entlanggleiten auf der Anschnittfläche schon vorbeschichtet, was den Mascaraauftrag
insgesamt weiter verbessert. Ein wesentlicher Punkt hierbei ist, dass der Schräganschnitt
bzw. die dadurch entstehende Keilfläche die Mündung der innenhohlen Borste signifikant
größer werden lässt und damit einen größeren Bereich schafft, in dem Mascaramasse
so gespeichert werden kann, dass sie bei der Applikation sofort zur Abgabe zur Verfügung
steht und dass über die größere Mündungsfläche auch etwas tiefer im Borsteninneren
gespeicherte Mascaramasse leichter wieder abgegeben werden kann. Zudem bildet die
durch den Schräganschnitt entstehende Anschnittfläche der Borsten einen großen Auflagebereich,
den die einzelne Wimper geraume Zeit entlanggleiten kann, bevor sie von der Stirnseite
der Borste abrutscht und sich zwischen benachbarte Borsten legt. Die Wimper hat währenddessen
reichlich Gelegenheit, mit Mascaramasse benetzt zu werden. Auf einer kleinflächigen,
im Wesentlichen senkrecht zur Borstenlängsachse verlaufenden Stirnseite einer hohlen
Borste vermag die einzelne Wimper nur wesentlich kürzer zu verweilen, bevor sie in
die Borstenzwischenräume abrutscht. Die Erfindung ist daher dadurch gekennzeichnet,
dass die Borsten oder Filamente rohrförmig und innen hohl sowie vorzugsweise in Richtung
entlang ihrer
[0045] Längsachse durchgehend geschlitzt ausgebildet sind. Es ist günstig, die Borsten oder
Filamente in Richtung entlang ihrer Längsachse durchgehend geschlitzt auszubilden.
Die Borsten oder Filamente werden auf diese Art und Weise in sich etwas instabiler,
bzw. ihre Stabilität kann besser gesteuert werden, so dass sich die Borsten bei der
Applikation stärker derart verformen, dass in ihrem Hohlraum gespeicherte Mascaramasse
über dessen Mündung im Bereich des Schräganschnitts ausgegeben wird.
[0046] Vorzugsweise beträgt der Außendurchmesser kreisrund ausgeführter Borsten 1 ≥ 115
µm und besser noch ≥ 215 µm. In der überwiegenden Zahl der Fälle beträgt der Außendurchmesser
der bei der Erfindung verwendeten, kreisrund ausgeführten Borsten 1 ≤ 320 µm. Die
Erfindung zeichnet sich in Ausgestaltung daher auch dadurch aus, dass der Außendurchmesser
kreisrund ausgebildeter Borsten ≥ 115 µm, vorzugsweise ≥ 215 µm, und ≤ 320 µm beträgt.
[0047] Wo die Borsten nicht-kreisrund sind, gilt, dass der außenseitige Hüllkreis von im
Querschnitt nicht-kreisrund ausgeführten Borsten einen Hüllkreisdurchmesser besitzt,
der ≥ 100 µm und besser noch ≥ 200 µm ist. In der überwiegenden Zahl der Fälle beträgt
der außenseitige Hüllkreis der bei der Erfindung verwendeten, im Querschnitt nicht-kreisrund
ausgeführten Borsten ≤ 340 µm und besser noch ≤ 320 µm. Die Erfindung zeichnet sich
schließlich auch noch dadurch aus, dass der außenseitige Hüllkreis nicht-kreisrund
ausgeführter Borsten einen Hüllkreisdurchmesser besitzt, der ≥ 100 µm, vorzugsweise
≥ 200 µm, und ≤ 340 µm, insbesondere ≤ 320 µm, ist. Als Hüllkreis ist hier derjenige
Kreis zu verstehen, in den der jeweilige Querschnitt der Borste bestmöglich passend
eingeschrieben werden kann.
[0048] Sowohl der Außendurchmesser der Borsten als auch der Hüllkreisdurchmesser sind ≤
340 µm, insbesondere ≤ 320 µm, ausgebildet, weil die Borsten andernfalls so grob werden,
dass ihr Vermögen, die Wimpern zu separieren, zu weit eingeschränkt wird.
[0049] Dort, wo die Borsten hohl sind, kann die senkrecht zur Außenoberfläche gemessene
Wandstärke der verwendeten Borsten zwischen 15 µm und 100 µm betragen. Die Wandstärke
der Borsten bzw. ihres Borstenmantels, der den Hohlraum im Inneren der Borste umgrenzt,
ist jeweils so gewählt, dass die hohle Borste unter dem Einfluss der bei der Applikation
typischerweise auftretenden Kräfte hinreichend starke Verformungen erfährt, um die
in ihrem Inneren gespeicherte Masse nach außen zu drücken.
[0050] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn erfindungsgemäß die Ecken der radial
auswärtigen Borstenspitzen verrundet sind. Ergänzend können dem Kunststoffmaterial
auch Partikel beigemischt sein oder kann ein ergänzender, das Masseaufnahmevermögen
verbessernde Effekt auch durch sog. Indentations, d.h. punktuelle Vertiefungen, statt
durch über die Oberfläche lokal herausragende Partikel erreicht werden, d. h. durch
eine Vielzahl von örtlichen Vertiefungen in der Borstenoberfläche, die (mikroskopisch
oder stark vergrößert gesehen die Borstenoberfläche nach Art eines Knäckebrots profilieren
und dadurch aufnahmefähiger machen). Vorteilhafterweise beträgt die Anzahl der über
eine jeweilige Borste hinweg verteilten Indentations oder punktuellen Vertiefungen
oder Eindrücken mehr als 200.
[0051] Weiterer Optimierungsbedarf kann insbesondere dann bestehen, wenn der Drahtkernapplikator
einen besonders dichten Borstenbesatz zeigt. Dabei ist dann vom Grundsatz her klar,
dass das Separationsvermögen der Borsten dadurch weiter gesteigert werden kann, dass
die Borsten aus einem möglichst harten Material hergestellt werden, welches der Borste
bei gleichem Durchmesser eine höhere Steifigkeit bzw. Knickfestigkeit verleiht und
daher zwei positive Effekte bewirkt. Eine steife Borste kann von Haus aus besser zwischen
übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens eindringen. Eine steife Borste zeigt
zudem eine wesentlich geringere Tendenz, der Schleifscheibe auszuweichen und bietet
daher die Möglichkeit eines stärkeren Spitzenanschliffs als eine weichere Borste.
Beim Versuch, harte Materialien und insbesondere harte Kunststoffmaterialien zu verwenden,
zeigt sich allerdings das Problem, dass beim Anschliff die Güte der außenliegenden
Kante der angeschliffenen Fläche nachlassen kann. Es kann das Problem auftreten, dass
die Kante nicht mehr eine saubere, durchgehende Linie bildet, sondern ggf. eine zackige
Kontur zeigt, was das Abgleiten der Wimpern entlang der Kante behindern kann. Um dies
zu vermeiden, kann vorgesehen sein, dass die Borsten aus zwei unterschiedlichen Kunststoffen
bestehen einen Borstenmantel aus einem ersten, weicheren Material und einen mit dem
Borstenmantel verbundenen Borstenkern aus einem zweiten, härteren Material aufweisen.
Da für das möglichst effiziente Separieren von Wimpern möglichst harte und gleichzeitig
schlanke Borsten von Vorteil sind, hätte es an sich nahe gelegen, den Mantel des Filaments
bzw. den Mantel der Borsten aus dem härteren Material herzustellen und nicht den Kern.
Dies deshalb, weil die radial auswärtigen Bereiche eines Zylinders bekanntlich um
ein Vielfaches mehr zur Biegesteifigkeit beitragen als der nahe der neutralen Faser
liegende Zentral- bzw. Kernbereich eines Zylinders. Indes hat sich gezeigt, dass auch
der Kern dem Filament bzw. den durch das Filament gebildeten Borsten eine größere
Biegesteifigkeit verleiht und zwar auch gerade dann noch, wenn die Borstenenden großzügig
angeschliffen werden und dabei im Anschliffbereich den überwiegenden Teil ihres ursprünglichen
Mantels verlieren. Der auch beim Anschleifen zu einem guten Teil erhalten bleibende
harte Kern vereinfacht das möglichst flache Anspitzen der freien Borstenenden durch
Anschleifen derselben, denn er verhindert, dass die Borsten der Schleifscheibe allzu
leicht ausweichen können und daher nicht intensiv genug mit der Schleifscheibe in
Kontakt kommen, um effizient und vor allem über eine beträchtliche Länge hinweg angeschliffen
zu werden. Somit macht es die beschriebene Ausgestaltung der Borsten wesentlich einfacher,
das jeweilige Borstenende mit einem möglichst flachen Keilwinkel und mindestens einer
möglichst langen Keilfläche zu versehen.
[0052] Andererseits verhält sich der durch den harten Kern gestützte weiche Mantel beim
Anschleifen ausgesprochen gutmütig und bildet überraschenderweise eine wohldefinierte
Außenkante aus, frei von Ausfransungen und/oder Ausbrüchen, d. h. Unregelmäßigkeiten,
an denen sich die einzelnen Wimpern beim Eindringen des angespitzten Borstenendes
in den Wimpernbesatz verhaken könnten, was das Separationsergebnis negativ beeinflussen
könnte.
[0053] Es kann vorteilhaft sein, wenn der überwiegende Teil der Filamente oder Borsten des
Borstenbesatzes aus einem solchen Materialmix und Aufbau besteht. So kann sich z.
B. unter den den Borstenbesatz oder Bürstenbesatz bildenden Filamenten beispielsweise
auch eine gewisse, oft eine Minderheit bildende Anzahl von Filamenten, z. B. dünneren
Filamenten, befinden, die jeweils nur aus einem einzigen Material bestehen. Vorzugsweise
sind das Filamente, die durchgehend aus dem auch für die angeschliffenen Filamente
verwendeten weicheren Material bestehen.
[0054] Es kann vorgesehen sein, dass mindestens 75 % aller Filamente und idealerweise sogar
alle für einen Mascaraapplikator zum Einsatz kommenden Filamente aus dem beanspruchten
Materialmix bestehen.
[0055] Das erste und vorzugsweise auch das zweite Material kann ein Kunststoff sein, idealerweise
ein thermoplastischer Kunststoff.
[0056] Die beiden Kunststoffe können durch Coextrusion fest miteinander verbunden sein und
die Filamente können Teilstücke eines endlos coextrudierten Fadens oder mehrerer endlos
coextrudierter Fäden sein. Die Coextrusion ist dann dabei nicht einfach nur irgendein
beliebiges, austauschbares Verfahren, sondern prägt dem endlosen Faden und damit auch
den aus ihm geschnittenen Filamenten und den wiederum daraus gebildeten Borsten seine
besondere Mikrostruktur auf. Diese Mikrostruktur zeichnet sich einerseits dadurch
aus, dass die beiden unterschiedlichen Kunststoffmaterialien besonders innig miteinander
verklebt oder verschweißt oder verschmolzen sind und andererseits dadurch, dass ihre
Kunststoffmolekülketten eine signifikante Orientierung in Richtung der Längsachse
aufweisen, die später die Borstenlängsachse bildet. Ein Hohlraum kann beispielsweise
nach der Coextrusion eines solchen Filamentes durch Schlitzen und teilweises Entkernen
geschaffen werden.
[0057] Zu bevorzugen ist als das zweites Material, ein solches, das einen Elastizitätsmodul
(E-Modul) von zumindest ≥ 1300 N/mm
2 besitzt. Deutlich besser ist, wenn das zweite Material mindestens einen E-Modul von
≥ 1700 N/mm
2 besitzt. Für die meisten Anwendungsfälle ist es ratsam, wenn der E-Modul des zweiten
Materials 2700 N/mm
2 nicht übersteigt.
[0058] Es kann günstig sein, als erstes Material Polyamid 6.12 in den Borstenkern einzubauen.
Hierbei kann das erste Material eine Shore-D-Härte ≤ 80 aufweist. Das Verfahren für
die Messung der Shore-Härte D ist genormt, die maßgeblichen Normen sind die Normen
DIN EN ISO 868 und DIN ISO 7619-1.
[0059] Im Rahmen eines bevorzugten Ausführungsbeispiels ist vorgesehen, dass die Filamente
im nichtgeklemmten Zustand, d. h. vor ihrem Einklemmen zwischen den miteinander verdrillten
Drahtschenkeln auf ganzer Länge einen nicht-runden Querschnitt und vorzugsweise einen
Vierkant-Querschnitt aufweisen. Einen dementsprechenden Querschnitt weisen die Borsten
auf, die aus diesen Filamenten nach dem Verdrillen gebildet werden.
[0060] Im Rahmen eines bevorzugten Ausführungsbeispiels ist vorgesehen, dass der Winkel
a, um den die vom Schräganschnitt gebildete Anschnittfläche gegenüber der Borstenlängsachse
L geneigt ist, die Beziehung α ≤ 55° und idealerweise sogar α ≤ 35° einhält. Insbesondere
bei Einhaltung des Vorzugswertes ergibt sich ein langer Schräganschnitt, über den
ein signifikanter Teil der von der betreffenden Borste gespeicherten Mascaramasse
auch wieder abgegeben werden kann. Im Rahmen eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels,
das in der überwiegenden Zahl der Fälle durch einen zweiten Anschliff hergestellt
wird, ist ein Winkel α ≤ 20° vorgesehen, was zu besonders schlanken Borsten führt.
[0061] Es hat sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Anschnittfläche des Schräganschnitts
so ausgerichtet ist, dass man bei Blick entlang der Applikatorlängsachse (also bei
einem Blick frontal auf das freie Ende des Drahtkerns oder bei einem Blick frontal
auf das zum Befestigen am Stiel vorgesehene Ende des Drahtkerns) auf die Anschnittfläche
schaut und nicht bei Blick entlang der Umfangsrichtung. Bei einer solchen Ausrichtung
der Anschnittfläche ist die Fläche in Bewegungsrichtung sich in radial einwärtiger
Richtung in den Borstenbesatz hineinbewegender Wimpern von maximaler Größe, so dass
die Chance, dass einzelne Wimpern geradewegs auf die Anschnittfläche auftreffen, besonders
groß ist.
[0062] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die Ecken erfindungsgemäß der radial
auswärtigen Borstenspitzen verrundet sind.
[0063] Vorzugsweise gilt für den Außendurchmesser der erfindungsgemäßen, kreisrund ausgeführten
Borsten, dass der Außendurchmesser größer oder gleich 115 µm und besser noch größer
oder gleich 215 µm ist. Dabei ist es für viele Anwendungsfälle vorzugsweise so, dass
der Außendurchmesser vorzugsweise 320 µm nicht übersteigen sollte, weil die Borsten
andernfalls so grob werden, dass ihr Vermögen, die Wimpern zu separieren, zu weit
eingeschränkt wird.
[0064] Ähnliche Größenordnungen sollten bei Einsatz von Borsten mit einem nicht-runden Querschnitt
eingehalten werden.
[0065] Hier gilt bevorzugt, dass der außenseitige Hüllkreis der erfindungsgemäßen, nicht-kreisrund
ausgeführten Borsten einen Hüllkreisdurchmesser besitzt, der größer oder gleich 100
µm und besser noch größer oder gleich 200 µm ist. Als Hüllkreis ist hier derjenige
Kreis zu verstehen, in den der jeweilige Querschnitt der Borste bestmöglich passend
eingeschrieben werden kann. Vorzugsweise gibt es auch hier eine Obergrenze für den
Hüllkreisdurchmesser, die eingehalten werden sollte, um zu grobe Borsten mit einem
unzulänglichen Separationsvermögen zu vermeiden. Daher ist es auch hier für viele
Anwendungsfälle vorzugsweise so, dass der Hüllkreisdurchmessser 350 µm und besser
320 µm nicht übersteigen sollte.
[0066] Die Wandstärke der Borsten bzw. ihres Borstenmantels, der den Hohlraum im Inneren
der Borste umgrenzt, muss so gewählt werden, dass die Borste unter dem Einfluss der
bei der Applikation typischerweise auftretenden Kräfte hinreichend starke Verformungen
erfährt, um in ihrem Inneren gespeicherte Masse nach außen zu drücken. Vorzugsweise
beträgt die senkrecht zur Außenoberfläche gemessene Wandstärke der erfindungsgemäßen
Borsten daher zwischen 15 µm und 100 µm, die Grenzwerte jeweils eingeschlossen.
[0067] Weitere Wirkungsweisen, Vorteile und erfindungsgemäße Ausgestaltungs- bzw. Abwandlungsmöglichkeiten
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele anhand
der Figuren.
Die Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Borste von vorn, d.
h. in Draufsicht auf die Anschnittfläche, die die gewünschte Keilfläche bildet.
Die Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Borste gem. Fig. 1 in Seitenansicht ihrer Keilfläche.
Die Fig. 3 zeigt die Fig. 2 im Schnitt entlang der Borstenlängsachse und beladen mit
Mascaramasse.
Die Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Borste von
vorn, d. h. in Draufsicht auf die Keilfläche.
Die Fig. 4a zeigt einen Schnitt durch den Borstenschaft der Borste gem. Fig. 4, der
unterhalb der Keilfläche entlang einer Ebene senkrecht zur Borstenlängsachse ausgeführt
ist.
Die Fig. 5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Borste von
vorn, d. h. in Draufsicht auf die Keilfläche.
Die Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch die Borste gem. Fig. 5, der entlang einer Ebene
senkrecht zur Borstenlängsachse ausgeführt ist.
Die Fig. 7 zeigt ein weiteres, abgewandeltes Ausführungsbeispiel, das eng an das von
den Fig. 1 bis 3 beschriebene Ausführungsbeispiel anlehnt.
Die Fig. 8 zeigt eine Gesamtschau eines mit den erfindungsgemäßen Borsten bestückten
Drahtkernapplikators.
Die Fig. 9 zeigt die Ausrichtung der Anschnittfläche des Schräganschnitts, die so
ausgerichtet ist, dass man bei Blick entlang der Applikatorlängsachse auf die Anschnittfläche
schaut.
Die Fig. 10 zeigt abermals die Ausrichtung der Anschnittfläche des Schräganschnitts,
die so ausgerichtet ist, dass man bei Blick entlang der Applikatorlängsachse auf die
Anschnittfläche schaut.
Die Fig. 11 zeigt eine Variante der Erfindung mit wechselweise angespitzten und nicht
angespitzten Borsten
Die Fig. 12 zeigt eine Ausschnittvergrößerung aus Fig. 6
Die Fig. 13 zeigt einen Ausschnitt der von Fig. 6 gezeigten Variante, frontal von
vorne gesehen.
Die Fig. 14 zeigt einen Ausschnitt einer zu den in den Fig. 11 und 12 dargestellten
Borstenvariante alternativen Ausführungsform.
[0068] Ein solcher Applikator bzw. eine solche Mascarabürste 18, wie ihn/sie die Fig. 8
zeigt, wird im Regelfall dadurch hergestellt, dass zwischen mindestens einer Drahtklammer
11 mit zwei geraden Drahtabschnitten 12, 13 eine Vielzahl von zunächst meist geraden
Filamenten eingelegt wird. Als Filament im Sinne der Erfindung bezeichnet man vorzugsweise
einen Abschnitt einer endlos extrudierten Faser. Die Filamente werden im Regelfall
so zwischen die Drahtabschnitte 12, 13 der Drahtklammer 11 eingelegt, dass sie beidseitig
der Drahtklammer 11 bzw. ihrer Drahtabschnitte 12, 13 im Wesentlichen (bevorzugt maximal
+/- 10 %) gleich weit hervorstehen.
[0069] Die Drahtabschnitte 12, 13 werden dann miteinander verdrillt, wodurch sich die Filamente
verteilen und schließlich fest zwischen den Drahtabschnitten eingeklemmt werden. Jedes
Filament bildet i. d. R. dann zwei Borsten 1 aus. Nach dem Verdrillen wird die Bürstenkontur
mit einem Fräser und Gegenmesser, während die Bürste rotiert, so geschnitten, dass
die Vielzahl der radial abstehenden Borsten genau nach Zeichnung einem vorgegebenen
Bürstenkörper entsprechen. Sodann erfolgt in einem nächsten Schritt die erfindungsgemäße
Anschrägung der Borsten, meist durch Beschleifen.
[0070] Insoweit werden im Rahmen dieser Beschreibung lediglich "unterschiedliche Seiten
ein und derselben Medaille" angesprochen, wenn einmal der Begriff "Filament" und ein
andermal der Begriff "Borste" verwendet wird.
[0071] Fig. 1 und 2 zeigen die Einzelheiten eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Borste 1.
[0072] Bei diesem Ausführungsbeispiel besitzt die Borste einen kreisrunden Querschnitt und
die Borste ist innen vorzugsweise auf ihrer ganzen Länge bis zu ihrem fußseitigen
Verankerungspunkt zwischen den miteinander verdrillten Drähten hohl, vgl. Fig. 1.
Die Borste bildet also ein Rohr aus, dessen Innenraum zumindest im Nahbereich seiner
Mündung nach außen Mascaramasse aufnehmen und speichern kann.
[0073] An ihrem radial auswärtigen, freien Ende besitzt die Borste 1 einen Schräganschnitt
3 nach Art eines einfachen Keils. Das bedeutet, dass eine erste Seite der betreffenden
Borste, in Richtung entlang der Borstenlängsachse L gesehen, eine maximale Längenerstreckung
L
MAX aufweist und die ihr diametral gegenüberliegende zweite Seite eine minimale Längenstreckung
L
MIN aufweist. Eine Seite der Borste ist also länger als die ihr diametral gegenüberliegende
Seite, vgl. Fig. 2.
[0074] Dabei ist die Borste in jedem Fall nicht nur "ein wenig" schräg angeschnitten, sondern
zeigt einen deutlich erkennbaren Schräganschnitt 3. Vorzugsweise gilt für den Winkel,
um den die vom Schräganschnitt 3 gebildete Anschnittfläche 4 gegenüber der Borstenlängsachse
L geneigt ist, die Beziehung α ≤ 55° und idealerweise sogar α ≤ 35°. Besonders vorteilhaft
wirkt sich ein zusätzlicher Anschliff auf den Schlankheitsgrad des Keils aus, mit
dem man einen Winkel α ≤ 20° erreichen kann.
[0075] Auf diese Art und Weise wird sichergestellt, dass die Anschnittfläche groß genug
ist, um den mit der Erfindung bezweckten Effekt zu erreichen, vgl. nochmals Fig. 2.
[0076] Nicht zuletzt hierdurch ergibt sich eine sehr ausgeprägte Anschnittfläche 4, die
vorzugsweise so lang ist, dass sie sich mindestens über 1/10, besser noch über mindestens
1/6 der Gesamtlänge einer Borste hinweg erstreckt. Etwas anders ausgedrückt kann man
sagen, dass es für viele Anwendungsfälle besonders günstig ist, die folgende Beziehung
einzuhalten: L
MAX ≤ L
MIN + ½-facher Filamentdurchmesser bis L
MIN + 2-facher Filamentdurchmesser. Mit dem besagten, zusätzlichem Anschliff lässt sich
das noch steigern bis zu L
MAX ≤ L
MIN + 4-facher Filamentdurchmesser - so, wie das bei der insoweit nicht maßstäblich gezeichneten
Figur 2 anhand der dort bemaßten Anschnittflächenlänge AFL zu erkennen ist.
[0077] Anzumerken ist noch, dass die Fig. 1 und 2 ein optionales Ausführungsbeispiel zeigen,
dessen Anschnittfläche 4 im Wesentlichen plan, d. h. in sich eben ist. Eine andere,
für bestimmte Anwendungsfälle nochmals deutlich bevorzugte Ausführungsform wird durch
die Fig. 7 figürlich dargestellt.
[0078] Diese Ausführungsform entspricht der von den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform
vollständig und unterscheidet sich hiervon nur dadurch, dass die Anschnittfläche 4
zumindest bereichsweise, meist überwiegend, konvex nach außen gekrümmt ist. Idealerweise
ist die Anschnittfläche (etwa nach Art eines Taschenuhrglases) in zwei aufeinander
senkrechten Richtungen konvex gekrümmt. Versuche haben überraschenderweise ergeben,
dass eine solche konvexe Krümmung die Abgabe der gespeicherten Mascaramasse und die
Benetzung der vorbeigleitenden Wimpern hiermit nochmals deutlich verbessert.
[0079] Der mit der Erfindung erreichte Effekt lässt sich am besten anhand der Fig. 3 erläutern.
Die hier schwarz dargestellte Mascaramasse dringt vollständig oder zumindest ein Stück
weit in den hohlen Borstenkern 5 ein und wird dort gespeichert. Werden die Borsten
bewegt bzw. umgebogen, z. B. bei ihrem Durchgang durch den Abstreifer und/oder im
Zuge der eigentlichen Applikation, entsteht in dem hohlen Borstenkern ein gewisser
Überdruck, der jedenfalls die im Nahbereich der Mündung gespeicherte Mascaramasse
etwas nach außen herausdrückt, so dass die Mascaramasse zur Abgabe an die Wimpern
bereitsteht.
[0080] Durch den erfindungsgemäßen Schräganschitt 3 mit seiner Anschnittfläche 4 wird nun
die Fläche, auf der Mascaramasse zur Abgabe an die Wimpern bereitsteht, wesentlich
vergrößert, was die Fig. 3 deutlich erkennbar macht.
[0081] Hinzukommt, dass die Anschnittfläche 4 besser (i. d. R. länger und intensiver) mit
den Wimpern in Kontakt kommen kann als eine kleine, in etwa senkrecht zur Borstenlängsachse
L verlaufende Stirnfläche. Denn eine derartige kleine Stirnfläche ist von den Wimpern
schwerer zu treffen und wenn sich eine Wimper auf diese kleine Stirnfläche aufgelegt
hat, dann wird die weitere Bewegung der Wimper in besatzeinwärtiger Richtung behindert,
so dass sich alsbald eine Spannung aufbaut, die die Wimper von der kleinen Stirnfläche
abspringen lässt, oft noch bevor ein Großteil der an der Borstenmündung zur Verfügung
stehenden Mascaramasse an sie abgegeben werden kann. Bei den erfindungsgemäß gestalteten
Borsten ist das anders. Hier wird die Bewegung der Wimpern W in besatzeinwärtiger
Richtung nicht wesentlich behindert. Stattdessen kann die Wimper W nach und nach die
große Anschnittfläche 4 in besatzeinwärtiger Richtung entlanggleiten und dabei intensiv
Mascaramasse aufnehmen. Somit wird die Beladung der Wimpern mit Mascaramasse verbessert
und gleichzeitig wird dabei die Fähigkeit der Borsten verbessert, zwischen die Wimpern
einzudringen.
[0082] Wendet man sich nochmals der Fig. 1 zu, dann findet man dort den Borstenaußendurchmesser
9 eingezeichnet, der bei kreisrunden Borsten vorzugsweise mindestens 115 µm und besser
noch mindestens 215 µm betragen sollte.
[0083] Ferner findet man in Fig. 1 die Wandstärke 7 der erfindungsgemäßen Borsten eingezeichnet,
die vorzugsweise zwischen 15 µm und 100 µm liegen sollte, jeweils einschließlich.
[0084] Mit Blick auf die Fig. 2 ist noch bemerkenswert, dass die Anschnittfläche 4 vorzugsweise
nicht scharfkantig in die Außenumfangsfläche der Borste übergeht, sondern unter Ausbildung
einer Verrundung, die naturgemäß nicht kreisförmig sein muss.
[0085] Vorzugsweise wird der Schräganschnitt nicht durch entsprechend schräges Abschneiden
beim Zerteilen des Endlosfadens in einzelne Filamente hergestellt, sondern durch Beschleifen
der radial auswärtigen Enden der Borsten, die zwischen den bereits miteinander verdrillten
Drahtabschnitten gehalten werden.
[0086] Auf diese Art und Weise lässt sich bei entsprechender Bewegung und Positionierung
der Schleifscheibe relativ zu der zu beschleifenden Borste diejenige bevorzugte Ausführungsform
verwirklichen, bei der die Anschnittflächen 4 der Schräganschnitte 3 so ausgerichtet
sind, dass man bei Blick entlang der Längsachse LD des Drahtkerns bzw. der Bürste
als Ganzes auf sie blickt. Das verbessert den Kontakt zwischen den Wimpern und den
Borsten erheblich, denn die Anschnittflächen 4 präsentieren sich dann in der Richtung
gesehen, in der sich die Wimpern relativ zu den Borsten bewegen, mit maximaler Fläche.
[0087] In welchem Winkel die Schleifscheibe zu diesem Zweck relativ zu der Bürste gehalten
und entlangbewegt werden muss, das lässt sich wegen der starken Abhängigkeit von der
Steifigkeit und Länge der konkret verwendeten Borsten nicht allgemeingültig zahlenmäßig
definieren, der Fachmann kann das aber durch fachübliche Versuche an den konkret von
ihm eingesetzten Borsten herausfinden, sobald er darüber belehrt ist, was er systematisch
erreichen soll.
[0088] Die Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem es sich um eine Abwandlung
des ersten Ausführungsbeispiels handelt. Der einzige Unterschied liegt darin, dass
die erfindungsgemäße Borste bei diesem Ausführungsbeispiel in Richtung der Borstenlängsachse
geschlitzt ist.
[0089] Der Schlitz wird vorzugsweise so ausgeführt, wie das die Fig. 4a veranschaulicht.
Der Schlitz ist dann so ausgeführt, dass er "klafft", d. h. dass sich die Schlitzränder
bei unbelasteter Borste nicht aneinander anlegen, dass der freie Querschnitt des Schlitzes
praktisch zu Null wird. Darüber hinaus ist der Schlitz vorzugsweise so ausgeführt,
dass er zwischen 7 % und 21 % der Gesamtfläche des Wandquerschnitts einnimmt, den
eine identische, aber ungeschlitzte Borste aufweist. Diese Festlegungen für den Schlitz
gelten auch für Borsten mit nicht-rundem Querschnitt.
[0090] Für Borsten mit rundem Querschnitt gilt vorzugsweise, dass der den Schlitz beschreibende
Ausschnittwinkel β folgende Beziehung einhält: 15° ≤ β ≤ 50°β.
[0091] Der beschriebene Schlitz ist das Ergebnis des Einsatzes der Länge nach durchgehend
geschlitzter Filamente. Diese Filamente werden natürlich im Bereich ihrer Klemmstelle
zwischen den miteinander verdrillten Drahtabschnitten "zusammengequetscht", so dass
sie Borsten bilden, die von ihrem radial auswärtigen Ende bis an den Klemmbereich
zwischen den miteinander verdrillten Drahtabschnitten heran geschlitzt sind.
[0092] Der Schlitz bringt den Vorteil mit sich, dass die Borsten tendenziell leichter verformbar
werden, so dass auch schon die geringen, während der eigentlichen Applikation auftretenden
Kräfte ausreichen können, um die Borsten derart zu verformen, dass die zunächst in
ihrem hohlen Borstenkern 5 gespeicherte Mascaramasse durch die Mündung an der Anschnittfläche
4 und/oder den Schlitz 8 nach außen tritt und dann dort für die Aufnahme durch die
Wimpern zur Verfügung steht.
[0093] Die Fig. 5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel, bei dem es sich um eine Abwandlung
der zuvor beschriebenen Ausfügungsbeispiele in Gestalt von Borsten mit kreisrundem
Querschnitt handelt. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die erfindungsgemäße
Borste bei diesem Ausführungsbeispiel keinen runden, sondern einen nicht-runden bzw.
bevorzugt einen polygonalen bzw. viereckigen, idealerweise quadratischen Querschnitt
aufweist.
[0094] Daher gilt das zuvor für die anderen Ausführungsbeispiele Gesagte auch für dieses
Ausführungsbeispiel, sofern nicht gerade wegen seines nicht-runden Querschnitts etwas
anderes definiert ist.
[0095] Der entscheidende Punkt ist, dass sich Borsten mit einem nicht-runden Querschnitt
in vielen Fällen noch wesentlich besser für die Verwirklichung der Erfindung eignen
als Borsten mit rundem Querschnitt. Denn bei Borsten mit nicht-rundem Querschnitt
kann den Borsten eine sog. Vorzugsrichtung verliehen werden, d. h. eine Richtung,
in der die Borsten eine erhöhte Biegesteifigkeit aufweisen. Die Vorzugsrichtung kann
so mit dem Anschnitt 3 verknüpft werden, dass die an der Keilfläche entstehenden und
tendenziell die Borsten "beiseite biegenden" Kräfte besonders gut aufgefangen werden,
so dass die Borste eben nicht vorzeitig ausweicht, sondern lange und intensiv mit
der gegen die Anschnittfläche 4 anliegenden Wimper in Kontakt bleibt.
[0096] Das soeben Gesagte gilt verstärkt dann, wenn die Borste in Richtung der Längsachse
geschlitzt ist, weil dann die sich seitlich an die geschlitzte Fläche anschließenden,
nichtgeschlitzten Flächen so dimensioniert werden können, dass die schwächende Wirkung
des Schlitzes genau so weit kompensiert werden kann, wie das im Einzelfall notwendig
erscheint, um ein optimales Anwendungsergebnis zu erreichen.
[0097] Darüber hinaus gilt, dass es für eine ganze Reihe von Anwendungsfällen - und zwar
gerade auch solchen, in denen geschlitzte Filamente zum Einsatz kommen - besonders
vorteilhaft ist, den Borstenquerschnitt nicht nur nicht-rund zu wählen, sondern polygonal
bzw. so, dass er Knicke aufweist. Insbesondere wird er rechteckig ausgeführt.
[0098] Wie man gut anhand der Fig. 5 nachvollziehen kann, führt ein solcher Querschnitt,
bei dem die Wand der Borste Knicke aufweist, zu einer Stabilisierung der Borste, ähnlich,
wie sie durch Sicken oder Abkantungen in einem Blech erreicht wird. Auf diese Art
und Weise kann ebenfalls eine übermäßige Schwächung der Borste durch den Schlitz vermieden
werden. Das bedeutet, dass die Borste zwar einerseits nicht zuletzt unter dem Einfluss
der bei der Applikation auftretenden Kräfte so "arbeiten" bzw. sich verformen kann,
dass im Kern der Borste gespeicherte Mascaramasse nach außen ausgegeben wird, dass
aber andererseits sicher vermieden wird, dass die Borste bei der Applikation regelmäßig
so überlastet wird, dass sie wegen des Schlitzes kollabiert bzw. ausknickt und dann
keinen weiteren wirklich sinnvollen Beitrag zum Schminkergebnis mehr zu leisten vermag,
sondern stattdessen zu "schmieren" beginnt, bis sie sich nach Beendigung der Überlastung
wieder aufgerichtet hat.
[0099] Die Fig. 6 veranschaulicht einige Kenngrößen dieses Ausführungsbeispiels gemäß Fig.
5. So ist hier der strichpunktiert dargestellte Hüllkreis zu erkennen, der den Außenumfang
des Borstenprofils einhüllt. Der Durchmesser des Borstenprofils ist vorzugsweise so
gewählt, dass für den Hüllkreisdurchmesser 9* gilt: 9* ≥ 100 µm und besser 9* ≥ 200
µm.
[0100] Für die Wandstärke 7 gilt hingegen vorzugsweise das Gleiche wie für die Borsten mit
kreisrundem Querschnitt. Abschließend sei festgehalten, dass der Borstenbesatz der
erfindungsgemäßen Applikatoren vollständig aus Hohlfilamenten besteht. Für andere,
meist speziellere Anwendungsfälle ist ein Mix aus den erfindungsgemäßen Hohlfilamenten
und massiven, vorzugsweise gleichermaßen angeschliffenen Filamenten bevorzugt, wobei
die Hohlfilamente zumeist in der Mehrheit sind.
[0101] Die Fig. 11, 12 und 13 verdeutlichen eine Variante der erfindungsgemäßen Mascarabürste
mit außerordentlich vorteilhafter Auftrags- und Separationswirkung.
[0102] Wie man sieht besteht hier der Borstenbesatz aus durch Filamente gebildeten Borsten
1a mit Schräganschnitt, wie oben beschrieben, und aus weiteren, ebenfalls aus Filamenten
gebildeten Borsten 1b ohne Schräganschnitt.
[0103] Dabei ist der der Borstenbesatz so gestaltet, dass die Borsten 1a mit Schräganschnitt
mehrere Sektoren 100 des Borstensatzes bilden und die weiteren Borsten 1b einen weiteren
Sektoren 101 bilden. Bei dem figürlich dargestellten Beispiel folgen die Sektoren
und die weiteren Sektoren in Umfangsrichtung abschließend sich in einem Muster wiederholend
abwechselnd auf einander.
[0104] Die Zahl der Sektoren hängt vom individuellen Einsatzfall und den rheologischen Eigenschaften
des eingesetzten Kosmetikums ab. Vorzugsweise sind zwischen 1 bis 8 Sektoren und zwischen
1 bis 8 weitere Sektoren vorhanden.
[0105] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Filamente bzw. Borsten mit Schräganschnitt
in dem ansonsten aus weiteren Filamenten bestehenden Borstenbesatz so angeordnet sind,
dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes verlaufende
Bahn bilden, was hier nicht figürlich dargestellt ist.
[0106] Idealerweise ist es so, dass die weiteren Filamente aus dem gleichen Material bestehen,
wie die Filamente mit Schräganschnitt.
[0107] Bei einer anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen und daher beanspruchten Variante der
bisher an Hand der Figuren erläuterten Mascaraapplikators ist der Besatz so gestaltet,
dass die schrägen Flächen der Filamente mit Schräganschnitt, bei Vernachlässigung
ihres Keil- bzw. Anschrägungswinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse
der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
[0108] Die Fig. 14 verdeutlicht eine Variante der erfindungsgemäßen Mascarabürste mit außerordentlich
vorteilhafter Auftrags- und Separationswirkung.
[0109] Wie man sieht besteht hier der Borstenbesatz 26 aus durch Filamente gebildeten Borsten
1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung und aus weiteren, ebenfalls aus Filamenten gebildeten
Borsten 1b ohne keilförmige Anspitzung, wobei sich die Borsten 1a, 1c nur hinsichtlich
der Ausrichtung ihrer Anschnittfläche 4 unterscheiden. Die Anschnittfläche 4 jeder
der Borsten 1a zeigt zum Bürstenende 16 und die Anschnittfläche 4 jeder der Borsten
1c zeigt zur Bürstenspitze 15.
[0110] Dabei ist der Borstenbesatz 26 so gestaltet ist, dass die Borsten 1a mit keilförmiger
Anspitzung zu mehreren benachbart in einer Borstenreihe 17 angeordnet einen Sektor
100 des Borstenbesatzes 26 ausbilden, die Borsten 1c mit keilförmiger Anspitzung zu
mehreren benachbart in einer Borstenreihe 17' angeordnet einen Sektor 102 des Borstenbesatzes
26 ausbilden, und die weiteren Borsten 1b in einer Borstenreihe 17" angeordnet einen
weiteren Sektor 101 des Borstenbesatzes 26 ausbilden. Bei dem figürlich in Fig. 14
dargestellten Beispiel folgen die Sektoren 100 und 102 und der weitere Sektor 101
in Umfangsrichtung abwechselnd auf einander. An den Sektor 102 schließt sich wieder
ein Sektor 101 an. Die Sequenz an Sektoren setzt sich fort bis über den Umfang des
Borstenbesatzes 26 ein 360° Kreisbogen geschlossen ist.
[0111] Die Zahl der Sektoren hängt vom individuellen Einsatzfall und den rheologischen Eigenschaften
des eingesetzten Kosmetikums ab. Vorzugsweise sind zwischen 1 bis 8 Sektoren 100,
102 und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren 101 vorhanden.
[0112] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Filamente oder Borsten 1a, 1c mit keilförmiger
Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Filamenten oder Borsten 1, 1b bestehenden
Borstenbesatz 26 so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche
des Borstenbesatzes 26 verlaufende Bahn bilden, was hier nicht figürlich dargestellt
ist.
[0113] Idealerweise ist es so, dass die weiteren Filamente oder Borsten 1b aus dem gleichen
Material bestehen, wie die Filamente oder Borsten 1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung.
[0114] Bei einer anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen und daher beanspruchten Variante der
bisher an Hand der Figuren erläuterten Mascaraapplikators ist der Besatz so gestaltet,
dass die Meißelflächen der Filamente oder Borsten mit keilförmiger Anspitzung, bei
Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse
der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
[0115] Während im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 14 alle Borsten 1a, 1b, 1c einer jeweiligen
Borstenreihe 17, 17', 17" gleichartig bezüglich der Ausbildung der Borstenspitze ausgebildet
sind, kann eine Borstenreihe natürlich auch aus Borsten gebildet sein, die jeweils
unterschiedlich ausgebildete Borstenspitzen aufweisen. So ist es möglich, dass in
einer Borstenreihe nebeneinander und benachbart zueinander Borsten 1a, 1b, 1c ausgebildet
sind, die in einem wiederkehrenden Muster zueinander angeordnet sind, wobei das Muster
einen Sektor, einen Bereich oder eine Zone ausbildet. Es sind alle denkgesetzlich
möglichen Kombinationen ausführbar. Auch können Sektoren, Bereiche oder Zonen spiralförmig
über den Umfang des Borstenbesatzes 26 verlaufen oder in Längsrichtung der Drahtkernlängsachse
LD verlaufend angeordnet, ausgebildet und ausgerichtet sein.
Bezugszeichenliste
[0116]
- 1
- Borste
- 1a, 1c
- Borsten, die keilförmig angespitzt sind (Variante)
- 2 1b
- Borsten, die nicht keilförmig angespitzt sind (Variante)Borstenschaft
- 3
- Schräganschnitt
- 4
- Anschnittfläche
- 5
- Borstenkern, hohl
- 6
- Borstenmantel
- 7
- Wandstärke des Borstenmantels
- 8
- Schlitz
- 9
- Borstenaußendurchmesser
- 9*
- Hüllkreisdurchmesser
- 10
- Borstenlänge
- 11
- Drahtklammer
- 12
- Erster Drahtabschnitt der Drahtklammer
- 13
- Zweiter Drahtabschnitt der Drahtklammer
- 100, 102...
- Sektoren aus Borsten, die keilförmig angespitzt sind
- 101
- Sektoren aus Borsten, die nicht keilförmig angespitzt sind
- α
- Keilwinkel
- β
- Öffnungswinkel des Schlitzes
- L
- Borstenlängsachse
- LD
- Längsachse des Drahtkerns
- LMAX
- maximale Längenerstreckung
- LMIN
- minimale Längenerstreckung
- AFL
- Anschnittflächenlänge
- W
- Wimper
- M
- Mascaramasse
1. Mascarabürste mit einer Seele aus mindestens zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten
(12, 13) und mit einem Borstenbesatz (26) aus Borsten (1), die von innen hohlen Filamenten,
die jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten geklemmt gehalten werden, gebildet
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die radial auswärtigen, freien Enden der Borsten einen Schräganschnitt (3) nach Art
eines einfachen Keils besitzen, so dass eine erste Seite der betreffenden Borste eine
maximale Längenerstreckung (LMAX) aufweist und die ihr diametral gegenüberliegende zweite Seite eine minimale Längenerstreckung
(LMIN) aufweist, und dass die Ecken der radial auswärtigen Borstenspitzen verrundet sind.
2. Mascarabürste mit einer Seele aus mindestens zwei längs einer Drahtkernlängsachse
(LD) miteinander verdrillten Drahtabschnitten (12, 13) und einem Borstenbesatz (26)
aus von Filamenten gebildeten Borsten (1) aus Kunststoff, die jeweils zwischen den
beiden Drahtabschnitten (12, 13) geklemmt gehalten werden und die an ihren freien
Enden mit einer keilförmigen oder ohne eine keilförmige Borstenspitze ausgebildet
sind, wobei die Borsten, insbesondere zumindest teilweise, aus innen hohlen Filamenten
gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere zumindest, die innen hohl ausgebildeten Borsten an ihren radial auswärtigen,
freien Enden einen Schräganschnitt (3) nach Art eines einfachen Keils aufweisen und
eine keilförmige Borstenspitze mit mindestens einer einen Keil ausbildende Anschnittfläche
(4) umfassen, und dass die Ecken der radial auswärtigen Borstenspitzen verrundet sind.
3. Mascarabürste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschnittflächen (4) der Borsten (1) teilweise in Richtung zum Bürstenende (16)
und teilweise zur Bürstenspitze (15) hin ausgerichtet sind.
4. Mascarabürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen (100, 102) aufweist, die
in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse
(LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) spiralförmig zur Drahtkernlängsachse
(LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes (26) längs, insbesondere parallel,
zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens
eine aus mehreren zueinander benachbarten und jeweils eine gleichartig ausgebildete
Borstenspitze aufweisenden Borsten (1a, 1c) bestehende Borstenreihe (17, 17') umfassen
oder von einer solchen Borstenreihe (17, 17') gebildet sind, und die jeweils in Umfangsrichtung
und/oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes benachbart zu einem/einer mehrere Borsten
(1b) umfassenden Bereich oder Sektor oder Zone (101) angeordnet sind, dessen/deren
Borsten (1b) eine demgegenüber unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
5. Mascarabürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung
des Borstenbesatzes (26) quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD)
oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) spiralförmig zur Drahtkernlängsachse
(LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes (26) längs, insbesondere parallel,
zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens
eine aus mehreren zueinander benachbarten Borsten (1) bestehende Borstenreihe umfassen,
deren benachbarten Borsten (1) jeweils eine unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze
aufweisen.
6. Mascarabürste (18) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Bereiche, Sektoren oder Zonen (100, 101, 102) in Umfangsrichtung quer
oder längs zur Drahtkernlängsachse (LD) einmal den Umfang oder einen Teilbereich des
Umfangs des Borstenbesatzes (26) überstreichen.
7. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) aus Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamenten (1') mit
keilförmiger Anspitzung und aus weiteren Borsten (1b) oder Filamenten (1') ohne keilförmige
Anspitzung besteht, wobei der Borstenbesatz (26) vorzugsweise so gestaltet ist, dass
die Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamente (1') mit keilförmiger Anspitzung einen
oder mehrere Sektor(en) (100, 102) des Borstensatzes (26) bilden und die weiteren
Borsten (1b) oder Filamente (1') einen oder mehrere weitere(n) Sektor(en) (101) bilden,
wobei der oder die Sektor(en) (100, 102) und der oder die weitere(n) Sektor(en) (101)
vorzugsweis in Umfangsrichtung abwechselnd auf einander folgen.
8. Mascarabürste (18) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamente (1') mit keilförmiger Anspitzung
in dem ansonsten aus weiteren Borsten (1b) oder Filamenten (1') bestehenden Borstenbesatz
(26) so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes
(26) verlaufende Bahn bilden.
9. Mascarabürste (18) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Borsten (1b) oder Filamente (1') aus dem gleichen Material bestehen,
wie die Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamente (1') mit keilförmiger Anspitzung.
10. Mascarabürste (18) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Meißelflächen (4a) der Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamente (1') mit keilförmiger
Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten
Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
11. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor eine Winkelstrecke überstreicht, die 1/8
bis 1/64 des 360°-Umfangs oder des 360°-Hüllkreises des Borstenbesatzes ausmacht.
12. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils abwechselnd ein Bereich oder ein Sektor oder eine Zone, bei welchem/welcher
die Anschnittflächen (4) aller Borsten in Richtung zur Bürstenspitze (15) zeigend
ausgerichtet sind, und ein Bereich oder ein Sektor oder eine Zone, bei welchem/welcher
die Anschnittflächen (4) aller Borsten in Richtung zum Bürstenende (16) zeigend ausgerichtet
sind, ausgebildet ist.
13. Mascarabürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filamente (1)der Länge nach geschlitzte Filamente (1) sind und/oder dass die
Borsten oder Filamente rohrförmig und innen hohl sowie in Richtung entlang ihrer Längsachse
durchgehend geschlitzt ausgebildet sind.
14. Mascarabürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α), um den die vom Schräganschnitt (3) gebildete Anschnittfläche (4)
gegenüber der Borstenlängsachse (L) geneigt ist, die Beziehung α ≤ 55° und vorzugsweise
sogar α ≤ 35° und idealerweise α ≤ 20° einhält, wobei die Mascarabürste letzterenfalls
vorzugsweise zweimal nacheinander angeschliffen worden ist, in zwei aufeinander folgenden
Arbeitsgängen.
15. Mascarabürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die den einfachen Keil bildenden Schräganschnitte (3) so zur Längsachse (LD) des
Drahtkerns orientiert sind, dass man bei Blick entlang der Längsachse auf die Schräganschnitte
blickt.
1. A mascara brush comprising an inner core of at least two wire portions (12, 13) twisted
together, and a bristle covering (26) of bristles (1) formed by internally hollow
filaments that are each held clamped between the two wire portions, characterized in that the radially outward free ends of the bristles have an oblique cut (3) like a simple
wedge, so that a first side of said bristle has a maximum longitudinal extent (LMAX) and the second side diametrically opposite to the first side has a minimum longitudinal
extent (LMIN), and that the corners of the radially outward bristle tips are rounded.
2. A mascara brush comprising an inner core of at least two wire portions (12, 13) twisted
together along a longitudinal wire core axis (LD), and a bristle covering (26) of
bristles (1) of plastic formed by filaments that are each held clamped between the
two wire portions (12, 13) and that are configured at their free ends with a wedge-shaped
or without a wedge-shaped bristle tip, wherein the bristles, in particular at least
partially, are formed by internally hollow filaments, characterized in that, in particular at least, the bristles that are internally hollow have at their radially
outward free ends an oblique cut (3) like a simple wedge and a wedge-shaped bristle
tip with at least one cut face (4) forming a wedge, and that the corners of the radially
outward bristle tips are rounded.
3. The mascara brush according to claim 1 or 2, characterized in that the cut faces (4) of the bristles (1) are, in part, orientated in a direction towards
the brush end (16) and, in part, towards the brush tip (15).
4. The mascara brush according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering has a plurality of areas, sectors or zones (100, 102), which
are orientated to extend, in the circumferential direction of the bristle covering
(26), transversely, in particular perpendicularly, to the longitudinal wire core axis
(LD), or, in the circumferential direction of the bristle covering (26), spiral-shaped
to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the longitudinal direction of the
bristle covering (26), alongside, in particular parallel, to the longitudinal wire
core axis (LD), and which respectively comprise at least one bristle row (17, 17')
consisting of a plurality of adjacent bristles (1a, 1c) that each have an identically
configured bristle tip, or are formed by such a bristle row (17, 17'), and which,
in the circumferential direction and/or in the longitudinal direction of the bristle
covering, are respectively disposed adjacent to one area or sector or zone (101) which
comprises a plurality of bristles (1b) each having a differently configured bristle
tip.
5. The mascara brush according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) has a plurality of areas, sectors or zones, which are orientated
to extend, in the circumferential direction of the bristle covering (26), transversely,
in particular perpendicularly, to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the
circumferential direction of the bristle covering (26), spiral-shaped to the longitudinal
wire core axis (LD), or, in the longitudinal direction of the bristle covering (26),
alongside, in particular parallel, to the longitudinal wire core axis (LD), and which
respectively comprise at least one bristle row which consists of a plurality of adjacent
bristles (1) each having a differently configured bristle tip.
6. The mascara brush (18) according to claim 4 or 5, characterized in that the plurality of areas, sectors or zones (100, 101, 102), in the circumferential
direction, transversely or longitudinally to the longitudinal wire core axis (LD),
sweep over the circumference or a partial area of the circumference of the bristle
covering (26) once.
7. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) consists of bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments
(1') with a wedge-shaped pointed portion and of further bristles (1b) or filaments
(1') without a wedge-shaped pointed portion, wherein the bristle covering (26) is
preferably designed such that the bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments (1')
with a wedge-shaped pointed portion form one or more sector(s) (100, 102) of the bristle
covering (26) and the further bristles (1b) or filaments (1') form one or more further
sector(s) (101), wherein the sector(s) (100, 102) and the further sector(s) (101)
preferably follow each other alternately in the circumferential direction.
8. The mascara brush (18) according to claim 7, characterized in that the bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments (1') with a wedge-shaped pointed portion
are disposed in such a way in the bristle covering (26) that otherwise consists of
further bristles (1b) or filaments (1') that they form a track extending in a spiral
shape on a circumferential enveloping surface of the bristle covering (26).
9. The mascara brush (18) according to one of claims 6 to 8, characterized in that the further bristles (1b) or filaments (1') are made of the same material as the
bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments (1') with a wedge-shaped pointed portion.
10. The mascara brush (18) according to claim 8 or 9, characterized in that the chisel faces (4a) of the bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments (1') with
a wedge-shaped pointed portion, neglecting their wedge angel, are orientated perpendicularly
to a course of an imaginary longitudinal axis of the spiral-shaped track.
11. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that an area or a zone or a sector sweeps over an angular distance that constitutes ⅛
to 1/64 of the 360° circumference or of the 360° enveloping circle of the bristle
covering.
12. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that an area or a sector or a zone in which the cut faces (4) of all bristles are orientated
to point in a direction towards the brush tip (15), and an area or a sector or a zone
in which the cut faces (4) of all bristles are orientated to point in a direction
towards the brush end, are configured respectively alternately.
13. The mascara brush according to one of the preceding claims, characterized in that the filaments (1) are slit along their length and/or that the bristles or filaments
are tube-shaped and internally hollow, as well as continuously slit in a direction
along their longitudinal axis.
14. The mascara brush according to one of the preceding claims, characterized in that the angle (α) by which the cut face (4) formed by the oblique cut (3) is inclined
relative to the longitudinal bristle axis (L), satisfies the relationship α ≤ 55°
and preferably even α ≤ 35° and ideally α ≤ 20°, wherein the mascara brush in the
latter case preferably has been sharpened twice in succession, in two consecutive
operations.
15. The mascara brush according to one of the preceding claims, characterized in that the oblique cuts (3) forming the simple wedge are orientated to the longitudinal
axis (LD) of the wire core such that the oblique cuts are visible when viewed along
the longitudinal axis.
1. Une brosse à mascara avec un noyau intérieur constitué d'au moins deux tronçons de
fil (12, 13) torsadés l'un avec l'autre, et une garniture de poils (26) constituée
de poils (1) formés par des filaments creux à l'intérieur qui sont chacun maintenus
serrés entre les deux tronçons de fil, caractérisée en ce que les extrémités radialement extérieures et libres des poils ont une coupe oblique
(3) à la manière d'une simple cale de sorte qu'un premier côté du poil en question
a une dimension longitudinale maximale (Lmax) et le second côté diamétralement opposé à celui-ci a une dimension longitudinale
minimale (LMIN), et que les coins des pointes de poils radialement extérieurs sont arrondis.
2. Une brosse à mascara avec un noyau intérieur constitué d'au moins deux tronçons de
fil (12, 13) torsadés l'un avec l'autre le long d'un axe longitudinal du noyau en
fil (LD), et une garniture de poils (26) constituée de poils (1) en matière plastique
formés par des filaments qui sont chacun maintenus serrés entre les deux tronçons
de fil (12, 13) et qui ont une pointe de poil en forme de cale (3) à leurs extrémités
libres ou qui sont conçus sans pointe de poil en forme de cale, les poils étant formés,
en particulier au moins partiellement, de filaments creux à l'intérieur, caractérisés en ce que, en particulier au moins, les poils conçus de manière creuse à l'intérieur ont une
coupe oblique (3) à la manière d'une simple cale à leurs extrémités radialement extérieures
et libres et comportent une pointe de poil en forme de cale avec au moins une surface
de coupe (4) formant une cale et que les coins des pointes de poils radialement extérieurs
sont arrondis.
3. La brosse à mascara selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les surfaces de coupe (4) des poils (1) sont partiellement orientées en direction
de l'extrémité de brosse (16) et partiellement en direction de la pointe de brosse
(15).
4. La brosse à mascara selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils comporte une pluralité de régions, de secteurs ou de zones
(100, 102), qui sont alignés de manière à s'étendre, dans la direction circonférentielle
de la garniture de poils (26), transversalement, en particulier perpendiculairement,
par rapport à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) ou, dans la direction circonférentielle
de la garniture de poils (26), de manière spiralée par rapport à l'axe longitudinal
du noyau en fil (LD), ou, dans la direction longitudinale de la garniture de poils
(26), longitudinalement, en particulier parallèlement, par rapport à l'axe longitudinal
du noyau en fil (LD) et qui comprennent chacun(e) au moins une rangée de poils (17,
17') constituée d'une pluralité de poils adjacents (1a, 1c) qui ont chacun une pointe
de poils de configuration identique, ou sont formés par une telle rangée de poils
(17, 17'), et qui, dans la direction circonférentielle et/ou dans la direction longitudinale
de la garniture de poils, sont chacun(e) disposés adjacents à une région ou un secteur
ou une zone (101) qui comprend une pluralité de poils (1b) ayant chacun une pointe
de poils configurée différemment.
5. La brosse à mascara selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) comporte une pluralité de régions, de secteurs ou de zones,
qui sont alignés de manière à s'étendre dans la direction circonférentielle de la
garniture de poils (26) transversalement, en particulier perpendiculairement, par
rapport à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) ou, dans la direction circonférentielle
de la garniture de poils (26), de manière spiralée par rapport à l'axe longitudinal
du noyau en fil (LD), ou, dans la direction longitudinale de la garniture de poils
(26), longitudinalement, en particulier parallèlement, par rapport à l'axe longitudinal
du noyau en fil (LD) et qui comprennent chacun(e) au moins une rangée de poils constituée
d'une pluralité de poils adjacents (1) ayant chacun une pointe de poils configurée
différemment.
6. La brosse à mascara (18) selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la pluralité de régions, de secteurs ou de zones (100, 101, 102) couvrent, dans la
direction circonférentielle, transversalement ou longitudinalement par rapport à l'axe
longitudinal du noyau en fil (LD), une fois la circonférence ou une région partielle
de la circonférence de la garniture de poils (26).
7. La brosse à mascara (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) est constituée de poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou de filaments
(1') avec une partie pointue en forme de cale et d'autres poils (1b) ou filaments
(1') sans partie pointue en forme de cale, la garniture de poils (26) étant de préférence
conçue de telle sorte que les poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou les filaments (1') avec
une partie pointue en forme de cale forment un ou plusieurs secteur(s) (100, 102)
de la garniture de poils (26) et les autres poils (1b) ou filaments (1') forment un
ou plusieurs d'autres secteur(s) (101), le ou les secteurs (100, 102) et le ou les
autres secteurs (101) se succédant de préférence en alternance dans la direction circonférentielle.
8. La brosse à mascara (18) selon la revendication 7, caractérisée en ce que les poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou les filaments (1') avec une partie pointue en forme
de cale sont disposés dans la garniture de poils (26) - qui par ailleurs est constituée
d'autres poils (1b) ou filaments (1') - de manière à former une trajectoire s'étendant
en forme de spirale sur la surface enveloppante de la circonférence de la garniture
de poils (26).
9. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que les autres poils (1b) ou filaments (1') sont constitués du même matériau que les
poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou filaments (1') avec une partie pointue en forme de cale.
10. La brosse à mascara (18) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'en négligeant leur angle de cale, les surfaces de burin (4a) des poils (1a, 1c, 1d,
1e, 1f) ou des filaments (1') avec une partie pointue en forme de cale sont alignés
de manière à s'étendre perpendiculairement par rapport à l'axe longitudinal imaginaire
de la trajectoire en forme de spirale.
11. La brosse à mascara (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une région ou une zone ou un secteur couvre une distance angulaire qui représente
1/8 à 1/64 de la circonférence de 360° ou du cercle enveloppant de 360° de la garniture
des poils.
12. La brosse à mascara (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que respectivement une région ou un secteur ou une zone dans laquelle/lequel les surfaces
de coupe (4) de tous les poils sont alignées en direction de la pointe de la brosse
(15) et une région ou un secteur ou une zone dans laquelle/lequel les surfaces de
coupe (4) de tous les poils sont alignés en direction de l'extrémité de la brosse
(16) sont conçus en alternance.
13. La brosse à mascara selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les filaments (1) sont des filaments (1) rainurés longitudinalement et/ou que les
poils ou filaments sont tubulaires et creux à l'intérieur et rainurés continûment
en direction le long de leur axe longitudinal.
14. La brosse à mascara selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'angle (a) dont la surface de coupe (4) formée par la coupe oblique (3) est inclinée
par rapport à l'axe longitudinal des poils (L), respecte la relation α ≤ 55° et de
préférence même α ≤ 35° et idéalement α ≤ 20°, dans ce dernier cas la brosse à mascara
étant de préférence poncée deux fois de suite, en deux opérations successives.
15. La brosse à mascara selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les coupes obliques (3) formant la cale simple sont orientées par rapport à l'axe
longitudinal (LD) du noyau en fil de sorte que les coupes obliques soient visibles
en regardant le long de l'axe longitudinal.