[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Mascarabürste mit einer Seele aus mindestens
zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten und einem Borstenbesatz aus aus Filamenten,
die jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten geklemmt gehalten werden, gebildeten
Borsten, wobei die Borsten an ihren freien Enden eine keilförmige Anspitzung (3) tragen.
[0002] Solche Applikatoren werden auch als Drahtkernapplikatoren bezeichnet.
[0003] Diese Applikatoren erfreuen sich bis heute hoher Wertschätzung, denn sie weisen nicht
nur Anwendungsvorteile auf, sondern besitzen auch verschiedene Herstellungsvorteile,
die sich mit den mit ihnen konkurrierenden, gespritzten Applikatoren nicht erreichen
lassen. So können z. B. auch kleine Serien recht effektiv gefertigt werden, da sich
auf den vorhandenen Fertigungsanlagen im Regelfall sehr unterschiedliche Drahtkernapplikatoren
herstellen lassen, ohne dass erhebliche Summen in neue Werkzeuge für den einen speziellen
Applikator investiert werden müssen, anders als bei spritzgegossenen Applikatoren.
[0004] Generell gilt auch für Drahtkernapplikatoren, dass sie insbesondere zwei Anforderungen
erfüllen sollen:
Ihr Borstenbesatz soll ein möglichst hohes Massespeichervermögen aufweisen, damit
der Applikator nur einmal oder nur wenige Male in den Kosmetikvorrat eingetaucht werden
muss, um die Wimpern mit einer hinreichend voluminösen Schicht Mascaramasse zu umhüllen.
[0005] Andererseits soll ihr Borstenbesatz ein möglichst gutes Separationsvermögen aufweisen,
d. h. die Fähigkeit, schräg übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens voneinander
zu trennen und weitgehend parallel auszurichten. Dies nicht zuletzt deshalb, weil
den Wimpern durch die Mascaramasse nur dann das gewünschte Volumen verliehen werden
kann, wenn sie jeweils einzeln rundum beschichtet werden und nicht schon zuvor büschelweise
verklebt mit Mascaramasse getränkt werden. Generell gilt somit für Drahtkernapplikatoren,
dass sie insbesondere hohe Anforderungen an das Massespeichervermögen bezüglich der
mit ihnen aufzutragenden Substanz erfüllen müssen.
[0006] Um dem Rechnung zu tragen, sind bereits die unterschiedlichsten Lösungen im Stand
der Technik vorgeschlagen worden. In
US2004011375 werden keilförmige Elemente aus zwei Materialien vorgeschlagen. So schlägt die
EP 1 264 562 u.a. vor, auf der Außenoberfläche der Borsten eine Gelschicht vorzusehen, die für
eine bessere Benetzung und Gleitwirkung sorgen soll. Demgegenüber schlägt die
DE 102 32 589 A1 angespitzte Borsten vor, um eine verbesserte Separierwirkung zu erreichen.
[0007] So schlägt beispielsweise das
US-Patent 4 733 425 vor, Borsten zu verwenden, die innen hohl sind oder die einen sternförmigen, nicht-kreisrunden
Querschnitt besitzen. Solche Borsten haben ein hervorragendes Massespeichervermögen,
leisten aber keinen Beitrag dazu, das Separationsvermögen des Applikators signifikant
zu verbessern. Dies insbesondere deshalb, weil diese Borstenquerschnitte zu Borsten
führen, die, verglichen mit zylindrischen Borsten aus Vollmaterial, deutlich knickanfälliger
sind und daher schlechter zwischen übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens
einzudringen vermögen. Denn sobald solche Borsten mit ihrer Stirnseite gegen eine
oder mehrere Wimpern stoßen, neigen sie dazu auszuknicken, anstatt die Wimpern mit
Nachdruck beiseite zu stoßen und dadurch zu separieren.
[0008] Demgegenüber schlägt das
US-Patent 5 161 555 die Verwendung stark gekräuselter Filamente vor, um einen verbesserten Drahtkernapplikator
herzustellen. Hierdurch lässt sich ein sehr gleichmäßiger Borstenbesatz erreichen,
genauso wie nach der Lehre des
US-Patents 5 161 554, welches vorschlägt, Filamente mit starken Durchmesserschwankungen zu verwenden,
das heißt, Filamente, die örtlich einen sehr kleinen Durchmesser aufweisen und gleich
darauf, in unmittelbarer Nachbarschaft, wieder einen deutlich größeren Durchmesser.
Beide der zuletzt genannten Patente vermögen aber keinen wesentlichen Beitrag zur
Verbesserung des Separationsvermögens zu leisten.
[0009] Am Rande sei noch erwähnt, dass aus dem
US-Patent 4 964 429 ein Applikator mit gespritzten Borsten bekannt ist, der sich dadurch auszeichnet,
dass die Borsten deutlich kegelig ausgestaltet und mit nicht unerheblichem, definiertem
Abstand voneinander aufgestellt sind. Solche Borsten zeigen in der Tat ein gutes Separationsvermögen.
Die von diesem Patent empfohlene Borstenkonfiguration lässt sich allerdings nur bei
spritzgegossenen Applikatoren verwirklichen, nicht bei Drahtkernapplikatoren. Daher
vermag auch dieses Patent nicht zur Verbesserung von Drahtkernapplikatoren beizutragen.
[0010] In der Praxis sind bereits Drahtkernapplikatoren mit Borsten bekannt geworden, deren
Spitzen angeschliffen sind, so dass sie sich signifikant verjüngen.
[0011] Die Verwendung solcher Borsten führt bei Drahtkernapplikatoren zu einer wesentlichen
Verbesserung des Separationsvermögens.
[0012] Allerdings besteht nach wie vor Optimierungsbedarf, insbesondere dann, wenn der Drahtkernapplikator
einen besonders dichten Borstenbesatz zeigt. Dabei ist vom Grundsatz her klar, dass
das Separationsvermögen solcher Borsten dadurch weiter gesteigert werden kann, dass
die Borsten aus einem möglichst harten Material hergestellt werden, welches der Borste
bei gleichem Durchmesser eine höhere Steifigkeit bzw. Knickfestigkeit verleiht und
daher zwei positive Effekte bewirkt:
Eine steife Borste kann von Haus aus besser zwischen übereinanderliegende Wimpern
des Wimpernbogens eindringen.
Eine steife Borste zeigt zudem eine wesentlich geringere Tendenz, der Schleifscheibe
auszuweichen, und bietet daher die Möglichkeit eines stärkeren Spitzenanschliffs als
eine weichere Borste.
[0013] Beim Versuch, harte Materialien und insbesondere harte Kunststoffmaterialien zu verwenden,
zeigt sich allerdings das Problem, dass beim Anschliff die Güte der außenliegenden
Kante der angeschliffenen Fläche nachlässt, das heißt, dass die Kante nicht mehr eine
saubere, durchgehende Linie bildet, sondern nicht selten eine zackige Kontur zeigt.
Das behindert das Abgleiten der Wimpern entlang der Kante und ist daher nachteilhaft.
[0014] Angesichts dessen ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Drahtkernapplikator zu
schaffen, der mit Borsten besetzt ist, die ein weiter verbessertes Separationsvermögen
besitzen.
[0015] Die Lösung dieser Aufgabe ist eine Mascarabürste mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0016] Diese Bürste zeichnet sich dadurch aus, dass die Filamente, die bei ihr die Borsten
bilden, an ihren freien Enden keilförmig angespitzt sind und auf diese Art und Weise
besser dazu in der Lage sind, den Wimpernbesatz zu teilen und die einzelnen Wimpern
zu separieren, d. h. zur Seite zu drängen. Die erfindungsgemäße Besonderheit ist dabei
die, dass das jeweilige Filament bzw. die durch das Filament gebildeten Borsten nicht
einheitlich aus ein und demselben härteren oder weicheren Material bestehen, sondern
dass das Filament einen Mantel aus einem weicheren Material und einen Kern aus einem
demgegenüber härteren Material besitzt. Die Erfindung ist in den beigefügten Ansprüchen
dargelegt.
US2004011375 offenbart den Oberbegriff von Anspruch 1.
[0017] Da für das möglichst effiziente Separieren von Wimpern möglichst harte und gleichzeitig
schlanke Borsten von Vorteil sind, hätte es an sich nahe gelegen, den Mantel des Filaments
bzw. den Mantel der Borsten aus dem härteren Material herzustellen und nicht den Kern.
Dies deshalb, weil die radial auswärtigen Bereiche eines Zylinders bekanntlich um
ein Vielfaches mehr zur Biegesteifigkeit beitragen als der nahe der neutralen Faser
liegende Zentral- bzw. Kernbereich eines Zylinders.
[0018] Indes zeigt die Erfindung, dass auch der Kern dem Filament bzw. den durch das Filament
gebildeten Borsten eine größere Biegesteifigkeit verleiht und zwar auch gerade dann
noch, wenn die Borstenenden großzügig angeschliffen werden und dabei im Anschliffbereich
den überwiegenden Teil ihres ursprünglichen Mantels verlieren. Der auch beim Anschleifen
zu einem guten Teil erhalten bleibende harte Kern vereinfacht das möglichst flache
Anspitzen der freien Borstenenden durch Anschleifen derselben, denn er verhindert,
dass die Borsten der Schleifscheibe allzu leicht ausweichen können und daher nicht
intensiv genug mit der Schleifscheibe in Kontakt kommen, um effizient und vor allem
über eine beträchtliche Länge hinweg angeschliffen zu werden. Somit macht es die Erfindung
wesentlich einfacher, das jeweilige Borstenende mit einem möglichst flachen Keilwinkel
und mindestens einer möglichst langen Keilfläche zu versehen.
[0019] Andererseits verhält sich der durch den harten Kern gestützte weiche Mantel beim
Anschleifen ausgesprochen gutmütig und bildet überraschenderweise eine wohldefinierte
Außenkante aus, frei von Ausfransungen und/oder Ausbrüchen, d. h. Unregelmäßigkeiten,
an denen sich die einzelnen Wimpern beim Eindringen des angespitzten Borstenendes
in den Wimpernbesatz verhaken können, was das Separationsergebnis negativ beeinflussen
könnte.
[0020] Erfindungsgemäß reicht es aus, wenn der überwiegende Teil der Filamente aus dem beanspruchten
Materialmix besteht, so kann sich z. B. unter den den Besatz bildenden Filamenten
beispielsweise auch eine gewisse, oft eine Minderheit bildende Anzahl von Filamenten,
z. B. dünneren Filamenten befinden, die jeweils nur aus einem einzigen Material bestehen.
Vorzugsweise sind das Filamente, die durchgehend aus dem auch für die angeschliffenen
Filamente verwendeten weicheren Material bestehen.
[0021] Dennoch hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn mindestens 75
% aller Filamente und idealerweise sogar alle für einen Mascaraapplikator zum Einsatz
kommenden Filamente aus dem beanspruchten Materialmix bestehen. Besonders günstig
ist es, wenn das erste und vorzugsweise auch das zweite Material ein Kunststoff ist,
idealerweise ein thermoplastischer Kunststoff.
[0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die beiden Kunststoffe durch Coextrusion fest
miteinander verbunden sind und die Filamente Teilstücke eines oder mehrerer endlos
coextrudierter Fäden sind. Die Coextrusion ist dabei hier nicht einfach nur irgendein
beliebiges, austauschbares Verfahren, sondern prägt dem endlosen Faden und damit auch
den aus ihm geschnittenen Filamenten seine besondere Mikrostruktur auf. Diese Mikrostruktur
zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass die beiden unterschiedlichen Kunststoffmaterialien
besonders innig miteinander verklebt oder verschweißt sind und andererseits dadurch,
dass ihre Kunststoffmolekülketten eine signifikante Orientierung in Richtung der Längsachse
aufweisen, die später die Borstenlängsachse bildet.
[0023] Als besonders günstig hat es sich herausgestellt, wenn die keilförmige Anspitzung
aus zwei schräg zur Filament-Längsachse verlaufenden, relativ zueinander geneigten
und sich am distalen Ende oder sogar jenseits des distalen Endes des Filaments schneidenden
Meißelflächen besteht, also eine Art "dachförmige Struktur" bildet, die stirnseitig
entweder eine Schneide ausbildet oder jedenfalls nur eine sehr schmale Stirnfläche
aufweist. Eine derart ausgestaltete Borste kann Wimpern nach beiden Seiten hin verdrängen
und damit separieren. Anders als eine einfach nur schräg abgeschnittene Borste zeigt
eine solche Borste keine störende Vorzugsrichtung.
[0024] Besonders günstig ist es, wenn die Meißelflächen im Wesentlichen in sich eben sind.
Idealerweise sind zwei sich am gleichen Borstenende gegenüberliegende Meißelflächen
im Wesentlichen gleich groß.
[0025] Idealerweise ist die Oberflächenrauheit der Meißelflächen größer als die Oberflächenrauheit
des unangeschrägten Schaftbereichs des Filaments. Das begünstigt das gewünschte Abgleiten
der einzelnen Wimpern entlang der jeweiligen Borstenschäfte und damit die Separation.
[0026] Besonders günstig ist es, wenn die Oberflächenrauheit Rz der die Anspitzung bildenden,
schräg zur Längsachse L verlaufenden Oberfläche oder Oberflächen ≤ 6,3 µm ist und
vorzugsweise im Bereich zwischen 0,2 µm und 6,3 µm liegt, die genannten Grenzwerte
jeweils eingeschlossen.
[0027] Die auch Rautiefe genannte Oberflächenrauheit Rz ist gemäß DIN EN ISO 4287/4288 zu
bestimmen.
[0028] Zu bevorzugen ist ein zweites Material, das einen Elastizitätsmodul (E-Modul) von
zumindest ≥ 1300 N/mm2 besitzt. Deutlich besser ist, wenn das zweite Material mindestens
einen E-Modul von ≥ 1700 N/mm2 besitzt. Für die meisten Anwendungsfälle ist es ratsam,
wenn der E-Modul des zweiten Materials 2700 N/mm2 nicht übersteigt.
[0029] Es kann günstig sein, Polyamid 6.12 in den Borstenkern einzubauen.
[0030] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Material
eine Shore-D-Härte ≤ 80 aufweist. Das Verfahren für die Messung der Shore-Härte D
ist genormt, die maßgeblichen Normen sind die Normen DIN EN ISO 868 und DIN ISO 7619-1.
[0031] Bei einem aus zwei unterschiedlichen, die vorstehenden Kenngrößen aufweisenden Kunststoffen
coextrudierten Filament oder coextrudierter Borsten stellt sich zudem der Vorteil
ein, dass sich beim Schleifen der Anschnittflächen mit ein und derselben Schleifscheibe
unterschiedliche Rauigkeiten im genannten Rautiefenbereich an der Mantel- und der
Kernkomponente der coextrudierten Borsten aufgrund der unterschiedlichen E-Module
ergeben, wobei aber diese unterschiedlichen Rautiefen weiterhin die beiden wichtigsten
Funktionen einer Borste, nämlich das Separieren und Kämmen der Wimpern und das gleichzeitige
Benetzen der Wimpern während einer Applikationsbewegung erfüllen.
[0032] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Durchmesser
der Filamente bei ≥ 115 µm liegt. Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn
die erfindungsgemäßen Filamente einen Durchmesser aufweisen, der im Bereich zwischen
300 µm und 500 µm liegt.
[0033] Im Rahmen einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die in radialer
Richtung gemessene Wandstärke des Mantels im Bereich zwischen 15 µm und 100 µm liegt.
[0034] Durch die Ausbildung einer das Kämmen verbessernden keilförmigen Anschnittfläche
mit einer Rauigkeit Rz zwischen 0,2 µm und 6,3 µm, insbesondere zwischen 2,9 µm und
6,3 µm, wird das Mascaraaufnahmevermögen einer jeden keilförmig schräg angeschnittenen
Borste verbessert. Hierbei ist von besonderem Vorteil, dass die schräg verlaufenden
Anschnittflächen aufgrund der erfindungsgemäßen Rauigkeit ein gutes Mascaraaufnahmevermögen
und damit auch ein entsprechend gutes Mascaraabgabevermögen an die während des Kämmvorganges
daran zunächst entlanggleitenden Wimpernhaare besitzen. Die Anschnittflächen sind
insofern von besonderer Wichtigkeit als die Wimpern beim Schminkprozess zu Beginn
der Schminkbewegung zuerst entlang dieser Fläche geführt werden und entlang gleiten.
[0035] Die Oberflächenrauigkeit (Rz) wird durch Anschleifen der Borstenenden mittels einer
Schleifscheibe hergestellt. Insbesondere kann durch entsprechende Auswahl der Rauigkeit
der beim Schleifen verwendeten Schleifscheibe(n) die gewünschte Rauigkeit der schrägen
Anschnittfläche beeinflusst und festgelegt werden.
[0036] Das besondere Kennzeichen der erfindungsgemäßen Bürste ist, dass ihr Borstenbesatz
Borsten aufweist, die an ihrem freien Ende eine keilförmige Spitze tragen anstatt
einer im Wesentlichen senkrecht zur Borstenlängsachse verlaufenden Stirnfläche.
[0037] Zweckmäßig ist es daher, dass die Gesamtheit an Borsten zum überwiegenden Teil eine
keilförmige Spitze mit zumindest einer Anschnittfläche aufweist. Vorteilhafterweise
weist dann ein Teil der Borsten eine durch einen Schräganschnitt gebildete keilförmige
Spitze mit einer Anschnittfläche auf.
[0038] Wie später noch näher erläutert wird, ermöglicht es die mindestens eine Keilfläche,
mit der eine Borste erfindungsgemäß ausgestattet sein kann, die Borste zu Beginn der
Applikation so zwischen die Wimpern zu schieben, dass die jeweilige Wimper besser
im Kontakt mit der Borste bleibt und zwar auch noch nach dem Abrutschen der Wimper
von der die Keilfläche bildenden Anschnittfläche in den Bereich des Borstenschafts
hinein. Hierdurch können der jeweilige Borstenschaft und die Anschnittflächen mehr
von der Mascaramasse an die Wimper abgeben. Somit erfolgt eine bessere Beschichtung
der Wimper. Das kommt nicht zuletzt dem zu erreichenden Wimpernvolumen zu Gute.
[0039] Vorzugsweise wird die keilförmige Spitze der jeweiligen Borste durch einen Schräganschnitt
nach Art eines einfachen Keils gebildet, so dass eine erste Seite der betreffenden
Borste eine maximale Längenerstreckung (L
MAX) aufweist und die ihr diametral gegenüberliegende zweite Seite eine minimale Längenerstreckung
(L
MIN) aufweist. Hierdurch lässt sich eine besonders lange und gegenüber der Borstenlängsachse
flach abfallende Keilfläche erzeugen, die den erfindungsgemäß zu nutzenden Effekt
begünstigt.
[0040] Für andere Anwendungsfälle kann die keilförmige Spitze durch einen Doppelschräganschnitt
gebildet werden, der aus zwei aufeinander zulaufenden Flächen besteht, die sich am
freien Ende der Borste schneiden, jedenfalls in ihrer gedachten Verlängerung. Auf
diese Art und Weise kann die betreffende Borste beidseitig wirken und so gleich zwei
Wimpern beeinflussen, die sich von unterschiedlichen Seiten her gegen die Borste angelegt
haben. Ein Teil Borsten kann eine durch einen Doppelschräganschnitt gebildete keilförmige
Spitze aufweisen, der zwei aufeinander zulaufende Anschnittflächen umfasst, die sich
oder deren gedachte Verlängerungen sich am oder im Bereich des freien Endes einer
jeweiligen Borste schneiden. Eine derart ausgestaltete Borste kann Wimpern nach beiden
Seiten hin verdrängen und damit separieren. Anders als eine einfach nur schräg abgeschnittene
Borste zeigt eine solche Borste keine störende Vorzugsrichtung.
[0041] Besonders günstig ist es, wenn die Anschnittflächen im Wesentlichen in sich eben
sind. Idealerweise sind zwei sich am gleichen Borstenende gegenüberliegende Anschnittflächen
im Wesentlichen gleich groß.
[0042] Die Borsten können derart ausgerichtet sein, dass die eine oder die beiden an einer
Borstenspitze gegenüberliegenden Anschnittfläche(n) quer zur Drahtkernlängsachse angeordnet
sind, wobei dann insbesondere die Borsten, die mit nur einer einseitigen Anschnittfläche
ausgestattet sind, derart angeordnet und ausgerichtet sind, dass ein Teil der jeweiligen
Anschnittflächen mit Ausrichtung zur den Borstenbesatz tragenden Bürstenspitze hin
und ein Teil zum gegenüberliegenden Bürstenende hin ausgerichtet ist. Die Erfindung
zeichnet sich in weiterer Ausgestaltung daher dadurch aus, dass die Anschnittflächen
quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) ausgerichtet sind.
[0043] Von Vorteil ist es hierbei weiterhin, wenn die Anschnittflächen der Borsten mit einer
Anschnittfläche teilweise in Richtung zum Bürstenende und teilweise zur Bürstenspitze
hin ausgerichtet sind. Im Rahmen dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels ist demnach
vorgesehen, dass die durch den Schräganschnitt gebildete Anschnittfläche so ausgerichtet
ist, dass man, wenn man entlang der Drahtkernlängsachse (also bei einem Blick frontal
auf das freie Ende des Drahtkerns oder bei einem Blick frontal auf das zum Befestigen
am Stiel vorgesehene freie Ende des Drahtkerns) schaut, frontal auf die Anschnittfläche
blickt, während man nicht auf die Anschnittfläche schaut, wenn man in Umfangrichtung
blickt. Das gilt vorzugsweise für alle Borsten des Besatzes.
[0044] Eine Mascarabürste kann mehrere an ihrer Borstenspitze unterschiedlich ausgebildete
Borstenarten aufweisen. Beispielsweise kann ein Borstenbesatz in seiner Gesamtheit
Borsten mit einer nicht angespitzten und nicht keilförmig ausgebildeten Spitze und
Borsten mit einer keilförmig ausgebildeten und zwei gegenüberliegenden Anschnittflächen
aufweisenden Borstenspitze und Borsten mit einer keilförmig ausgebildeten, aber jeweils
nur einseitig eine Anschnittfläche aufweisenden Borstenspitze, wobei die Anschnittflächen
in unterschiedliche Richtungen, einmal zum Borstenende hin und einmal zur Borstenspitze
hin ausgerichtet sind, aufweisen. Es ist daher besonders zweckmäßig, wenn die einzelnen
Borstenarten systematisch im Borstenbesatz angeordnet und jeweils Bereichen, Zonen
oder Sektoren des Borstenbesatzes zugeordnet sind. Die Erfindung zeichnet sich in
Weiterbildung daher weiterhin dadurch aus, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche,
Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes quer, insbesondere
senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes
spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes
längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet
sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten und jeweils
eine gleichartig ausgebildete Borstenspitze aufweisenden Borsten bestehende Borstenreihe
umfassen oder von einer solchen Borstenreihe gebildet sind, und die jeweils in Umfangsrichtung
und/oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes benachbart zu einem/einer mehrere Borsten
umfassenden Bereich oder Sektor oder Zone angeordnet sind, dessen/deren Borsten eine
demgegenüber unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
[0045] Hierbei ist es aber auch möglich, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche, Sektoren
oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes quer, insbesondere
senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes
spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes
längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet
sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten Borsten
bestehende Borstenreihe umfassen, deren benachbarten Borsten jeweils eine unterschiedlich
ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
[0046] Insgesamt können also beispielsweise von den vorstehend beschriebenen oder den in
dieser Anmeldung insgesamt beschriebenen Borstenarten alle Borstenarten jeweils einzeln
abwechselnd benachbart zueinander in einem Bereich oder einer Zone oder einem Sektor
angeordnet sein und dadurch einen Bereich oder einer Zone oder einem Sektor ausbilden.
Es ist aber auch möglich, dass in einem Bereich oder einer Zone oder einem Sektor
jeweils nur eine Borstenart angeordnet ist und dann beispielsweise in Umfangsrichtung
des Borstenbesatzes abwechselnd jeweils ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor
mit jeweils mindestens einer anderen Borstenart aufeinander folgt. Vorzugsweise umfasst
ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor mindestens zwei Borsten. Es sind natürlich
alle denkgesetzlich möglichen Kombinationen von Borstenarten und Bereichen, Zonen
und Sektoren möglich. Beispielsweise müssen nicht alle vorstehend genannten oder alle
insgesamt beschriebenen Borstenarten in jeder Zone oder jedem Bereich oder jedem Sektor
vorkommen oder grundsätzlich in einem Borstenbesatz vorhanden sein.
[0047] Die Erstreckung einer Zone, eines Bereiches oder eines Sektors kann unterschiedlich
sein. In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung sieht die Erfindung daher vor, dass die
mehreren Bereiche, Sektoren oder Zonen in Umfangsrichtung quer oder längs zur Drahtkernlängsachse
(LD) einmal den Umfang oder einen Teilbereich des Umfangs des Borstenbesatzes überstreichen.
[0048] Grundsätzlich kann es so sein, dass ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor eine
Winkelstrecke überstreicht, die 1/8 bis 1/64 des Umfangs oder des Hüllkreises des
Borstenbesatzes und damit eine Winkelerstreckung zwischen 5,6° und 45° ausmacht.
[0049] Bezüglich der jeweils mit einer abgeschrägten Anschnittfläche ausgestatteten Borsten
kann es zweckmäßig sein, jeweils abwechselnd einen Bereich oder einen Sektor oder
eine Zone, bei welchem/welcher die Anschnittflächen aller Borsten in Richtung zur
Bürstenspitze zeigend ausgerichtet sind, und einen Bereich oder einen Sektor oder
eine Zone, bei welchem/welcher die Anschnittflächen aller Borsten in Richtung zum
Bürstenende zeigend ausgerichtet sind, vorzusehen. Dies lässt sich beispielsweise
dadurch herstellen, dass in einem ersten Schritt der Borstenbesatz zur Erzeugung der
Anschnittflächen mit einer Schleifscheibe von der Bürstenspitze parallel und längs
zur Drahtkernlängsachse bis zum Bürstenende befahren, dann der Borstenbesatz bzw.
die Mascarabürste um beispielsweise 1/8 Drehung, was einer 45°- Drehung entspricht,
gedreht wird und die Schleifscheibe dann entgegengesetzt zum vorhergehenden Schritt
in einem zweiten Schritt von vom Bürstenende parallel und längs zur Drahtkernlängsachse
bis zur Bürstenspitze gefahren wird. Diese Schrittfolge wird so oft durchgeführt,
bis der 360°-Umfang des Borstenbesatzes einmal komplett von der Schleifscheibe befahren
und überstrichen worden ist.
[0050] Es kann weiterhin von Vorteil sein, wenn der Borstenbesatz aus Borsten oder Filamenten
mit keilförmiger Anspitzung besteht und aus weiteren Borsten oder Filamenten ohne
keilförmige Anspitzung besteht, wobei der Borstenbesatz vorzugsweise so gestaltet
ist, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung einen oder mehrere
Sektor(en) des Borstensatzes bilden und die weiteren Borsten oder Filamente einen
oder mehrere weitere(n) Sektor(en) bilden, wobei der oder die Sektor(en) und der oder
die weitere(n) Sektor(en) vorzugsweise und idealerweise in Umfangsrichtung abwechselnd
auf einander folgen, was die Erfindung in Ausgestaltung auch vorsieht.
[0051] Zweckmäßig ist es gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung, dass zwischen 1 bis
8 Sektoren und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren vorhanden sind.
[0052] Hierbei kann es weiterhin von Vorteil sein, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger
Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Borsten oder Filamenten bestehenden Borstenbesatz
so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes
verlaufende Bahn bilden, was die Erfindung ebenfalls vorsieht.
[0053] Zweckmäßig kann es weiterhin sein, dass die weiteren Borsten oder Filamente aus dem
gleichen Material bestehen, wie die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung.
[0054] Von Vorteil ist es auch hierbei, dass die Meißelflächen der Borsten oder Filamente
mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum
Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
[0055] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Winkel (α), um den die vom Schräganschnitt
oder vom Doppelschräganschnitt gebildete Anschnittfläche(n) gegenüber der Borstenlängsachse
geneigt ist bzw. sind, die Beziehung α ≤ 55° und idealerweise sogar α ≤ 35° einhält.
Hierdurch ergibt sich jeweils eine besonders lange, gut nutzbare, weil nur flach gegenüber
der Borstenlängsachse abfallende Anschnittfläche. Als ganz ideal hat sich das Einhalten
der Beziehung α ≤ 20° erwiesen. Vorzugsweise geht das mit einem sog. Doppelanschliff
einher, d. h. ein und dieselbe Anschnittfläche wird ein erstes und anschließend, in
einem separaten Arbeitsgang, noch ein zweites Mal angeschliffen, wodurch ein derart
steiler Winkel erreicht werden kann. Es kann daher vorgesehen sein, dass für den Winkel,
um den die vom Schräganschnitt oder dem Doppelschräganschnitt gebildete Anschnittfläche(n)
gegenüber der Borstenlängsachse geneigt ist/sind, die Beziehung α ≤ 55°, vorzugsweise
α ≤ 35°, insbesondere α ≤ 20°, ist.
[0056] Die die Borsten bildenden Filamente können einen nicht-runden Querschnitt und vorzugsweise
einen mehreckigen bzw. einen Vierkant-Querschnitt aufweisen.
[0057] Überraschenderweise hat es sich als besonders günstig herausgestellt, zumindest einen
Teil der Borsten oder Filamente rohrförmig, innen hohl auszubilden, vorzugsweise auf
ganzer Länge (vor dem Verdrillen). Hierdurch ergibt sich ein besonders günstiger,
synergistischer Effekt, gerade dann, wenn der Schräganschnitt durch Anschleifen der
Borsten hergestellt wird. Ist die Borste innen hohl, kann sie mit ihrem Hohlraum Mascaramasse
speichern, die im Zuge der Applikation über die Mündung des Hohlraums nach außen abgegeben
wird, der mitten im Zentrum der Anschnittfläche liegt. Somit werden die Wimpern bei
ihrem Entlanggleiten auf der Anschnittfläche schon vorbeschichtet, was den Mascaraauftrag
insgesamt weiter verbessert. Ein wesentlicher Punkt hierbei ist, dass der Schräganschnitt
bzw. die dadurch entstehende Keilfläche die Mündung der innenhohlen Borste signifikant
größer werden lässt und damit einen größeren Bereich schafft, in dem Mascaramasse
so gespeichert werden kann, dass sie bei der Applikation sofort zur Abgabe zur Verfügung
steht und dass über die größere Mündungsfläche auch etwas tiefer im Borsteninneren
gespeicherte Mascaramasse leichter wieder abgegeben werden kann. Zudem bildet die
durch den Schräganschnitt entstehende Anschnittfläche der Borsten einen großen Auflagebereich,
den die einzelne Wimper geraume Zeit entlanggleiten kann, bevor sie von der Stirnseite
der Borste abrutscht und sich zwischen benachbarte Borsten legt. Die Wimper hat währenddessen
reichlich Gelegenheit, mit Mascaramasse benetzt zu werden. Auf einer kleinflächigen,
im Wesentlichen senkrecht zur Borstenlängsachse verlaufenden Stirnseite einer hohlen
Borste vermag die einzelne Wimper nur wesentlich kürzer zu verweilen, bevor sie in
die Borstenzwischenräume abrutscht. Die Borsten oder Filamente, die rohrförmig und
innen hohl ausgebildet sind, können in Richtung entlang ihrer Längsachse durchgehend
geschlitzt ausgebildet sein. Es ist günstig, die Borsten oder Filamente in Richtung
entlang ihrer Längsachse durchgehend geschlitzt auszubilden. Die Borsten oder Filamente
werden auf diese Art und Weise in sich etwas instabiler, bzw. ihre Stabilität kann
besser gesteuert werden, so dass sich die Borsten bei der Applikation stärker derart
verformen, dass in ihrem Hohlraum gespeicherte Mascaramasse über dessen Mündung im
Bereich des Schräganschnitts ausgegeben wird.
[0058] Vorzugsweise beträgt der Außendurchmesser kreisrund ausgeführter Borsten 1 ≥ 115
µm und besser noch ≥ 215 µm. In der überwiegenden Zahl der Fälle beträgt der Außendurchmesser
der bei der Erfindung verwendeten, kreisrund ausgeführten Borsten 1 ≤ 320 µm.
[0059] Wo die Borsten nicht-kreisrund sind, gilt, dass der außenseitige Hüllkreis von im
Querschnitt nicht-kreisrund ausgeführten Borsten einen Hüllkreisdurchmesser besitzt,
der ≥ 100 µm und besser noch ≥ 200 µm ist. In der überwiegenden Zahl der Fälle beträgt
der außenseitige Hüllkreis der bei der Erfindung verwendeten, im Querschnitt nicht-kreisrund
ausgeführten Borsten ≤ 340 µm und besser noch ≤ 320 µm. Als Hüllkreis ist hier derjenige
Kreis zu verstehen, in den der jeweilige Querschnitt der Borste bestmöglich passend
eingeschrieben werden kann.
[0060] Sowohl der Außendurchmesser der Borsten als auch der Hüllkreisdurchmesser sind ≤
340 µm, insbesondere ≤ 320 µm, ausgebildet, weil die Borsten andernfalls so grob werden,
dass ihr Vermögen, die Wimpern zu separieren, zu weit eingeschränkt wird.
[0061] Dort, wo die Borsten hohl sind, kann die senkrecht zur Außenoberfläche gemessene
Wandstärke der verwendeten Borsten 1 zwischen 15 µm und 100 µm betragen. Die Wandstärke
der Borsten bzw. ihres Borstenmantels, der den Hohlraum im Inneren der Borste umgrenzt,
ist jeweils so gewählt, dass die hohle Borste unter dem Einfluss der bei der Applikation
typischerweise auftretenden Kräfte hinreichend starke Verformungen erfährt, um die
in ihrem Inneren gespeicherte Masse nach außen zu drücken.
[0062] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die Ecken der radial auswärtigen
Borstenspitzen verrundet sind.
[0063] Alternativ, aber nicht bevorzugt, oder ergänzend kann ein das Masseaufnahmevermögen
verbessernde Effekt auch durch sog. Indentations, d.h. punktuelle Vertiefungen, oder
durch über die Oberfläche lokal herausragende Partikel erreicht werden, d. h. durch
eine Vielzahl von örtlichen Vertiefungen in der Borstenoberfläche, die (mikroskopisch
oder stark vergrößert gesehen die Borstenoberfläche nach Art eines Knäckebrots profilieren
und dadurch aufnahmefähiger machen)oder durch dem Kunststoffmaterial beigemischte
Partikel. Vorteilhafterweise beträgt die Anzahl der über eine jeweilige Borste hinweg
verteilten Indentations oder punktuellen Vertiefungen oder Eindrücken mehr als 200.
[0064] Weitere Vorteile, Wirkungsweisen und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren.
[0065] Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Borste in Seitenansicht ihrer Meißelfläche.
[0066] Die Fig. 2 zeigt die Borste gem. Fig. 1, aber in der Blickrichtung, die in Fig. 1
durch den Pfeil P markiert wird.
[0067] Die Fig. 2a zeigt eine vergrößerte Stirnansicht der Borste gemäß Fig. 2.
[0068] Die Fig. 3 zeigt einen mit den erfindungsgemäßen Borsten gem. Fig. 1 ausgerüsteten
Applikator beim erstmaligen Ansetzen an und Eindringen in den Wimpernbogen.
[0069] Die Fig. 4 zeigt den mit den erfindungsgemäßen Borsten gem. Fig. 1 ausgerüsteten
Applikator, nachdem er den Wimpernbogen nahezu fertig gekämmt/separiert hat.
[0070] Die Fig. 5 zeigt eine Gesamtschau eines mit den erfindungsgemäßen Borsten bestückten
Drahtkernapplikators.
[0071] Die Fig. 6 zeigt eine Variante der Erfindung mit wechselweise angespitzten und nicht
angespitzten Borsten.
[0072] Die Fig. 7 zeigt eine Ausschnittvergrößerung aus Fig. 6.
[0073] Die Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt der von Fig. 6 gezeigten Variante, frontal von
vorne gesehen.
[0074] Die Fig. 9 zeigt einen Ausschnitt einer zu den in den Fig. 6 und 7 dargestellten
Borstenvariante alternativen Ausführungsform.
[0075] Ein solcher Applikator, wie ihn die Fig. 5 zeigt, wird im Regelfall dadurch hergestellt,
dass zwischen mindestens einer Drahtklammer 11 mit zwei geraden Drahtabschnitten 12,
13 eine Vielzahl von zunächst meist geraden Filamenten eingelegt wird. Als Filament
im Sinne der Erfindung bezeichnet man vorzugsweise einen Abschnitt einer endlos extrudierten
Faser. Die Filamente werden im Regelfall so zwischen die Drahtabschnitte 12, 13 der
Drahtklammer 11 eingelegt, dass sie beidseitig der Drahtklammer 11 bzw. ihrer Drahtabschnitte
12, 13 im Wesentlichen (bevorzugt maximal +/- 10 %) gleich weit hervorstehen.
[0076] Die Drahtabschnitte 12, 13 werden dann miteinander verdrillt, wodurch sich die Filamente
verteilen und schließlich fest zwischen den Drahtabschnitten eingeklemmt werden. Jedes
Filament bildet i. d. R. dann zwei Borsten 1 aus. Insoweit werden im Rahmen dieser
Beschreibung lediglich "unterschiedliche Seiten ein und derselben Medaille" angesprochen,
wenn einmal der Begriff "Filament" und ein andermal der Begriff "Borste" verwendet
wird.
[0077] Das der Erfindung zu Grunde liegende Problem lässt sich am besten anhand der Figur
3 erklären. Figur 3 zeigt den typischen Zustand eines Wimpernbogens. Die einzelnen
Wimpern W liegen von Natur aus nicht "eine neben der anderen", sondern einzelne Wimpern
W verlaufen schräg und überlappen sich mit einer oder mehreren benachbarten Wimpern.
[0078] Demgegenüber zeigt die Figur 4 den Idealzustand nach der Behandlung des Wimpernbogens
mit einem Mascaraapplikator. Die Wimpern W sind gekämmt und idealerweise so ausgerichtet,
dass sie annähernd parallel nebeneinanderliegen und leicht sternförmig verlaufen,
so dass die freien Enden benachbarter Wimpern W etwas weiter voneinander entfernt
sind als die Wurzelbereiche dieser Wimpern.
[0079] Um mit einem Applikator auf die von Figur 3 gezeigten Wimpern einzuwirken, führt
man den Applikator mit seinen unmittelbar mit den Wimpern W in Eingriff zu bringenden
Borsten 1 bis dicht an das Augenlid heran und versucht dann, die Borsten 1 in die
Zwischenräume zwischen benachbarten Wimpern W einzuschieben. Dabei stehen in dieser
Situation die Borstenlängsachsen L und die Längsachsen der Wimpern in etwa senkrecht
aufeinander, so, wie in Figur 3 gezeigt.
[0080] Relativ dicke Borsten sind steif und knicken nicht sofort aus, wenn sie auf Wimpern
und damit auf Widerstand stoßen.
[0081] Allerdings zeigt sich, dass eine in etwa gerade und in etwa senkrecht zur Borstenlängsachse
L verlaufende Borstenstirnfläche, wie sie durch simples "Abschneiden" eines Filaments
von einem endlosen Faden entsteht, nachteilig ist - und zwar umso mehr, je größer
der Borstendurchmesser ist, das heißt, je steifer die Borste ausgelegt worden ist.
[0082] Warum dies so ist, lässt sich relativ einfach anhand der Figur 3 nachvollziehen:
Die Stirnfläche trifft bei dem Versuch, die betreffende Borste zwischen die Wimpern
zu schieben, unter Umständen stumpf auf eine oder mehrere Wimpern auf. Die Wimpern
werden dann erst einmal hochgehoben anstatt zur Seite verdrängt. Hierdurch leidet
unter Umständen das Separationsergebnis, da nicht gesagt ist, dass eine solche, zunächst
erst einmal hochgehobene Wimper am Ende auf die Seite der Borste zurückschnappt, auf
der sie eigentlich zu liegen kommen sollte, um ein optimales Separationsergebnis zu
erreichen.
[0083] Hier sind nun die erfindungsgemäßen Borsten klar im Vorteil.
[0084] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel solcher erfindungsgemäßen Borsten
1. Wie man am besten anhand der Figur 1 sieht, lässt sich jede der erfindungsgemäßen
Borsten 1 in zwei Abschnitte unterteilen, nämlich in den Borstenschaft 2 und in eine
keilförmige Anspitzung 3. Die keilförmige Anspitzung 3 kann im einfachsten Fall durch
einen einzigen Schrägschnitt durch die Borste hindurch gebildet werden und sieht dann
so aus wie das schräg angeschnittene Ende einer Schnittrose - eine Lösung, die hier
nicht figürlich dargestellt ist.
[0085] Idealerweise wird die keilförmige Anspitzung durch 2 Meißelflächen 4 gebildet, die
relativ zueinander schräg verlaufen und sich meist am freien Ende der Borste schneiden
oder jedenfalls am nächsten kommen. Meist sind die beiden Meißelflächen hierbei gleich
groß. Hierdurch ergibt sich im Bereich der keilförmigen Anspitzung 3 diejenige, sozusagen
dachförmige Gestalt, die die Figur 2 zeigt.
[0086] An den Meißelflächen, in deren Bereich der Borstenkern über eine lange Strecke hinweg
schräg angeschnitten ist, lässt sich der Aufbau einer erfindungsgemäßen Borste aus
einem Borstenkern 5, der aus einem härteren Material bzw. Kunststoff besteht, und
aus einem Borstenmantel 6, der aus einem weicheren Material bzw. Kunststoff besteht,
sehr gut erkennen, vgl. Fig. 1.
[0087] Wie man sieht, bildet der Borstenkern 5 nur entlang der Firstlinie des freien Borstenendes
eine freie Außenkante in Gestalt der Meißelschneide 4a aus. An allen anderen Stellen
schmiegt sich der Borstenkern 5 ungeachtet der keilförmigen Anspitzung 3 überall an
den Borstenmantel 6 an und wird von diesem stabilisiert. Ebenfalls gut zu erkennen
ist, dass der Borstenkern 5 trotz des erheblichen Materialabtrags im Bereich der keilfömigen
Anspitzung 3 überwiegend erhalten bleibt und daher seine Stützfunktion beibehält.
Dadurch lässt sich mit den üblichen Methoden eine noch stärkere keilförmige Anspitzung
erreichen, was wiederum den Separationeseffekt verbessert.
[0088] Vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen Borsten 1 so gestaltet, dass die Meißelflächen
4 unter einem Winkel α ≥ 80° gegenüber der Horizontalen geneigt sind. Nicht zuletzt
hierdurch ergeben sich sehr ausgeprägte Meißelflächen 4, die vorzugsweise so lang
sind, dass sie sich mindestens über 1/4, besser noch über mindestens 1/3 der Gesamtlänge
einer Borste hinweg erstrecken - so, wie das bei der Figur 2 anhand der dort bemaßten
Meißelflächenlänge MFL zu erkennen ist, wo sich die Meißelflächen 4 über mehr als
40 % der Gesamtlänge der Borste erstrecken.
[0089] Die im Rahmen der Erfindung zum Einsatz kommenden Filamente sind bevorzugt Filamente
aus mindestens einem endlos coextrudierten Faden. Um solche Fäden herzustellen, werden
zwei mit unterschiedlichen Kunststoffmaterialien gespeiste Düsen koaxial angeordnet,
so dass synchron ein endloser Zylinder (der spätere Borstenkern) und ein ihn umgebendes,
zunächst meist noch geschlitztes Rohr (der spätere Borstenmantel) extrudiert werden,
die nachfolgend miteinander verkleben bzw. verschweißen. Durch die Extrusion kommt
es zu einer signifikanten Verstreckung/Ausrichtung der Kunststoffmolekülketten, weshalb
der so hergestellte Faden und daher auch die daraus geschnittenen Filamente hervorragende
Anwendungseigenschaften aufweisen, allen voran ein hervorragendes Bend-Recovery-Vermögen.
[0090] Anzumerken ist noch, dass die Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel zeigen, dessen
Meißelflächen 4 im Wesentlichen plan, d. h. in sich eben und zumeist auch gleich groß
sind.
[0091] Alternativ kann es in manchen Fällen so sein, dass die Meißelflächen in Richtung
entlang der Längsachse L fortschreitend konkav gekrümmt sind, so dass sich ein in
axialer Richtung längerer Bereich ergibt, in dem die Spitze schmal ist.
[0092] Die Fig. 6, 7 und 8 verdeutlichen eine Variante der erfindungsgemäßen Mascarabürste
18 mit außerordentlich vorteilhafter Auftrags- und Separationswirkung.
[0093] Wie man sieht besteht hier der Borstenbesatz aus durch Filamente gebildeten Borsten
1a mit keilförmiger Anspitzung und aus weiteren, ebenfalls aus Filamenten gebildeten
Borsten 1b ohne keilförmige Anspitzung.
[0094] Dabei ist der der Borstenbesatz so gestaltet ist, dass die Borsten 1a mit keilförmiger
Anspitzung eine Sektor 100 des Borstensatzes 26 bilden und die weiteren Borsten 1b
einen weiteren Sektor 101 bilden. Bei dem figürlich dargestellten Beispiel folgen
die Sektoren 100 und die weiteren Sektoren 101 in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinander
.
[0095] Die Zahl der Sektoren 100, 101 hängt vom individuellen Einsatzfall und den rheologischen
Eigenschaften des eingesetzten Kosmetikums ab. Vorzugsweise sind zwischen 1 bis 8
Sektoren und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren vorhanden.
[0096] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Filamente mit keilförmiger Anspitzung
in dem ansonsten aus weiteren Filamenten bestehenden Borstenbesatz so angeordnet sind,
dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes verlaufende
Bahn bilden, was hier nicht figürlich dargestellt ist.
[0097] Idealerweise ist es so, dass die weiteren Filamente aus dem gleichen Material bestehen,
wie die Filamente mit keilförmiger Anspitzung.
[0098] Bei einer anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen und daher beanspruchten Variante der
bisher an Hand der Figuren erläuterten Mascaraapplikators ist der Besatz so gestaltet,
dass die Meißelflächen der Filamente mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung
ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen
Bahn ausgerichtet sind.
[0099] Die Fig. 9 verdeutlicht eine Variante der erfindungsgemäßen Mascarabürste mit außerordentlich
vorteilhafter Auftrags- und Separationswirkung.
[0100] Wie man sieht, besteht hier der Borstenbesatz 26 aus durch Filamente gebildeten Borsten
1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung und aus weiteren, ebenfalls aus Filamenten gebildeten
Borsten 1b ohne keilförmige Anspitzung, wobei sich die Borsten 1a, 1c nur hinsichtlich
der Ausrichtung ihrer Anschnittfläche 4 unterscheiden. Die Anschnittfläche 4 jeder
der Borsten 1a zeigt zum Bürstenende 16 und die Anschnittfläche 4 jeder der Borsten
1c zeigt zur Bürstenspitze 15.
[0101] Dabei ist der Borstenbesatz 26 so gestaltet ist, dass die Borsten 1a mit keilförmiger
Anspitzung zu mehreren benachbart in einer Borstenreihe 17 angeordnet einen Sektor
100 des Borstenbesatzes 26 ausbilden, die Borsten 1c mit keilförmiger Anspitzung zu
mehreren benachbart in einer Borstenreihe 17' angeordnet einen Sektor 102 des Borstenbesatzes
26 ausbilden, und die weiteren Borsten 1b in einer Borstenreihe 17" angeordnet einen
weiteren Sektor 101 des Borstenbesatzes 26 ausbilden. Bei dem figürlich in Fig. 14
dargestellten Beispiel folgen die Sektoren 100 und 102 und der weitere Sektor 101
in Umfangsrichtung abwechselnd auf einander. An den Sektor 102 schließt sich wieder
ein Sektor 101 an. Die Sequenz an Sektoren setzt sich fort bis über den Umfang des
Borstenbesatzes 26 ein 360° Kreisbogen geschlossen ist.
[0102] Die Zahl der Sektoren hängt vom individuellen Einsatzfall und den rheologischen Eigenschaften
des eingesetzten Kosmetikums ab. Vorzugsweise sind zwischen 1 bis 8 Sektoren 100,
102 und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren 101 vorhanden.
[0103] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Filamente oder Borsten 1a, 1c mit keilförmiger
Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Filamenten oder Borsten 1, 1b bestehenden
Borstenbesatz 26 so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche
des Borstenbesatzes 26 verlaufende Bahn bilden, was hier nicht figürlich dargestellt
ist.
[0104] Idealerweise ist es so, dass die weiteren Filamente oder Borsten 1b aus dem gleichen
Material bestehen, wie die Filamente oder Borsten 1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung.
[0105] Bei einer anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen und daher beanspruchten Variante der
bisher an Hand der Figuren erläuterten Mascaraapplikators ist der Besatz so gestaltet,
dass die Meißelflächen der Filamente oder Borsten mit keilförmiger Anspitzung, bei
Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse
der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
[0106] Während im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 9 alle Borsten 1a, 1b, 1c einer jeweiligen
Borstenreihe 17, 17', 17" gleichartig bezüglich der Ausbildung der Borstenspitze ausgebildet
sind, kann eine Borstenreihe natürlich auch aus Borsten gebildet sein, die jeweils
unterschiedlich ausgebildete Borstenspitzen aufweisen. So ist es möglich, dass in
einer Borstenreihe nebeneinander und benachbart zueinander Borsten 1a, 1b, 1c ausgebildet
sind, die in einem wiederkehrenden Muster zueinander angeordnet sind, wobei das Muster
einen Sektor, einen Bereich oder eine Zone ausbildet. Es sind alle denkgesetzlich
möglichen Kombinationen ausführbar. Auch können Sektoren, Bereiche oder Zonen spiralförmig
über den Umfang des Borstenbesatzes 26 verlaufen oder in Längsrichtung der Drahtkernlängsachse
LD verlaufend angeordnet, ausgebildet und ausgerichtet sein.
Bezugszeichenliste
[0107]
1 Borste
1a, 1c Borsten, die keilförmig angespitzt sind (Variante)
1b Borsten, die nicht keilförmig angespitzt sind (Variante)
2 Borstenschaft
3 Keilförmige Anspitzung
4 Meißelfläche
4a Meißelschneide
5 Borstenkern
6 Borstenmantel
7 Wandstärke des Borstenmantels
8 Borstenkerndurchmesser
9 Borstendurchmesser
10 Borstenlänge
11 Drahtklammer
12 Erster Drahtabschnitt der Drahtklammer
13 Zweiter Drahtabschnitt der Drahtklammer
100, 102 Sektoren aus Borsten, die keilförmig angespitzt sind
101 Sektoren aus Borsten, die nicht keilförmig angespitzt sind
α Keilwinkel
L Borstenlängsachse
MFL Meißelflächenlänge
WSM Wandstärke des Borstenmantels
W Wimper
1. Mascarabürste (18) mit einer Seele aus mindestens zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten
(12, 13) und einem Borstenbesatz aus aus Filamenten, die jeweils zwischen den beiden
Drahtabschnitten (12, 13) geklemmt gehalten werden, gebildeten Borsten (1), wobei
die Borsten (1) an ihren freien Enden eine keilförmige Anspitzung (3) tragen, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten einen Borstenmantel (6) aus einem ersten, weicheren Material und einen
mit dem Borstenmantel (6) verbundenen Borstenkern (5) aus einem zweiten, demgegenüber
härteren Material besitzen, wobei das erste als auch das zweite Material ein Kunststoff
ist und die beiden Kunststoffe durch Coextrusion fest miteinander verbunden sind.
2. Mascarabürste (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die besagten Borsten (1) zumindest teilweise an ihren radial auswärtigen, freien
Enden einen einseitigen oder zweiseitigen Schräganschnitt (3) nach Art eines einfachen
Keils aufweisen und eine keilförmige Borstenspitze mit mindestens einer einen Keil
ausbildende Anschnittfläche (4) umfassen.
3. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmige Anspitzung (3) aus zwei schräg zur Borstenlängsachse (L) verlaufenden,
relativ zueinander geneigten und sich am distalen Ende des Filaments schneidenden
Meißelflächen oder Anschnittflächen(4) besteht.
4. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Meißelflächen oder Anschnittflächen(4) im Wesentlichen in sich eben und vorzugsweise
zwei sich am gleichen Borstenende gegegenüberliegende Meißelflächen oder Anschnittflächen
(4) im Wesentlichen gleich groß sind.
5. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenrauheit der Meißelflächen oder Anschnittflächen (4) größer ist als
die Oberflächenrauheit des unangeschrägten Schaftbereichs der Borste (1) oder des
Filaments.
6. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Material einen E-Modul von ≥ 1300 N/mm2, besser von ≥ 1700 N/mm2 besitzt, wobei der E-Modul vorzugsweise 2700 N/mm2 nicht übersteigt.
7. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material eine Shore-D-Härte ≤ 80 aufweist.
8. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in radialer Richtung gemessene Wandstärke (WSM) des Mantels im Bereich zwischen
15 µm und 100 µm liegt.
9. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) aus Borsten (1) oder Filamenten mit keilförmiger Anspitzung
besteht und aus weiteren Borsten oder Filamenten ohne keilförmige Anspitzung, wobei
der Borstenbesatz (26) vorzugsweise so gestaltet ist, dass die Borsten oder Filamente
mit keilförmiger Anspitzung mehrere Sektoren (100, 102) des Borstensatzes bilden und
die weiteren Filamente mehrere weitere Sektoren (101) bilden, wobei die Sektoren (100,
102) und die weiteren Sektoren (101) idealerweise in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinander
folgen.
10. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen (100, 102) aufweist,
die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) quer, insbesondere senkrecht, zur
Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) spiralförmig
zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes (26) längs,
insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind,
und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten und jeweils eine
gleichartig ausgebildete Borstenspitze aufweisenden Borsten (1a, 1c) bestehende Borstenreihe
(17, 17') umfassen oder von einer solchen Borstenreihe (17, 17') gebildet sind, und
die jeweils in Umfangsrichtung und/oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes benachbart
zu einem/einer mehrere Borsten (1b) umfassenden Bereich oder Sektor oder Zone (101)
angeordnet sind, dessen/deren Borsten (1b) eine demgegenüber unterschiedlich ausgebildete
Borstenspitze aufweisen.
11. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung
des Borstenbesatzes (26) quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD)
oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) spiralförmig zur Drahtkernlängsachse
(LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes (26) längs, insbesondere parallel,
zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens
eine aus mehreren zueinander benachbarten Borsten (1) bestehende Borstenreihe umfassen,
deren benachbarten Borsten (1) jeweils eine unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze
aufweisen.
12. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) aus Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamenten (1') mit
keilförmiger Anspitzung und aus weiteren Borsten (1b) oder Filamenten (1') ohne keilförmige
Anspitzung besteht, wobei der Borstenbesatz (26) vorzugsweise so gestaltet ist, dass
die Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamente (1') mit keilförmiger Anspitzung einen
oder mehrere Sektor(en) (100, 102) des Borstensatzes (26) bilden und die weiteren
Borsten (1b) oder Filamente (1') einen oder mehrere weitere(n) Sektor(en) (101) bilden,
wobei der oder die Sektor(en) (100, 102) und der oder die weitere(n) Sektor(en) (101)
vorzugsweis in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinander folgen.
13. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren
Borsten oder Filamenten bestehenden Borstenbesatz (26) so angeordnet sind, dass sie
eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes verlaufende Bahn bilden.
14. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Borsten oder Filamente aus dem gleichen Material bestehen, wie die Borsten
oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung.
15. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Meißelflächen der Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung
ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen
Bahn ausgerichtet sind.
16. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Borsten (1) durch Coextrusion aus einem ersten Kunststoffmaterial
und einem demgegenüber unterschiedlichen zweiten Kunststoffmaterial hergestellt ist,
wobei sich die beiden Kunststoffmaterialien bezüglich ihres Elastizitätsmoduls und/oder
ihrer Shore-D-Härte unterscheiden und wobei das erste Kunststoffmaterial eine Shore-D-Härte
≤ 80 und/oder das zweite Kunststoffmaterial ein Elastizitätsmodul von ≥ 1300 N/mm2 aufweist,
und dass nach einem zur Herstellung einer jeweiligen Anschnittfläche (4) durchgeführten
Beschleifen der aus jeweils einem dieser unterschiedlichen Kunststoffe bestehenden
Bereiche Borstenkern (5) und Borstenmantel 6) mit ein und derselben Schleifscheibe
im Bereich des Borstenkerns (5) und im Bereich des Borstenmantels (6) unterschiedliche
Rauigkeiten entstehen, die jeweils eine Oberflächenrauigkeit (Rz) zwischen 0,2 µm
und 6,3 µm, insbesondere zwischen 2,9 µm und 6,3 µm, aufweisen.
1. Mascara brush (18) with an inner core of at least two wire portions (12, 13) twisted
together, and a bristle covering of bristles formed by filaments that are each held
clamped between the two wire portions (12, 13), wherein the bristles have a wedge-shaped
pointed portion (3) at their free ends, characterized in that the bristles have a bristle jacket (6) formed of a first, softer material and a bristle
core (5), which is connected to the bristle jacket (6) and formed of a second, in
contrast, harder material, wherein the first and the second material are made of plastic
and the two plastics are firmly connected to one another by coextrusion.
2. The mascara brush (18) according to claim 1, characterized in that said bristles (1), at least partially, have at their radially outward free ends a
unilateral or bilateral oblique cut (3) like a simple wedge, and comprise a wedge-shaped
bristle tip with at least one cut face (4) forming a wedge.
3. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the wedge-shaped pointed portion (3) consists of two chisel faces or cut faces (4)
that extend obliquely to the longitudinal bristle axis (L), and are inclined relative
to one another and intersect at a distal end of the filament.
4. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the chisel faces or cut faces (4) are substantially planar in themselves and preferably
two chisel faces or cut faces (4) that are opposite to each other at the same bristle
end are substantially of the same size.
5. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the surface roughness of the chisel faces or cut faces (4) is greater than the surface
roughness of the non-beveled shaft region of the bristle (1) or filament.
6. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the second material has an E modulus of ≥1300 N/mm2, better of ≥1700 N/mm2, wherein the E modulus preferably does not exceed 2700 N/mm2
7. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the first material has a Shore D hardness of ≤ 80.
8. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the wall thickness (WSM) of the jacket measured in the radial direction is between
15 µm and 100 µm.
9. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) consists of bristles (1) or filaments with a wedge-shaped
pointed portion and of further bristles or filaments without a wedge-shaped pointed
portion, wherein the bristle covering (26) is preferably designed in such a way that
the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion form a plurality of
sectors (100, 102) of the bristle covering and the further filaments form a plurality
of further sectors (101), wherein the sectors (100, 102) and, ideally, the further
sectors (101) follow each other alternately in the circumferential direction.
10. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) has a plurality of areas, sectors or zones (100, 102),
which are oriented to extend, in the circumferential direction of the bristle covering
(26), transversely, in particular perpendicularly, to the longitudinal wire core axis
(LD), or, in the circumferential direction of the bristle covering (26), spiral-shaped
to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the longitudinal direction of the
bristle covering (26), alongside, in particular parallel, of the longitudinal wire
core axis (LD), and which respectively comprise at least one bristle row (17, 17')
consisting of a plurality of adjacent bristles (1a, 1c) that each have an identically
configured bristle tip, or are formed by such a bristle row (17, 17'), and which,
in the circumferential direction and/or in the longitudinal direction of the bristle
covering, are respectively disposed adjacent to one area or sector or zone (101) which
comprises a plurality of bristles (1b) each having a differently configured bristle
tip.
11. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) has a plurality of areas, sectors or zones, which are oriented
to extend, in the circumferential direction of the bristle covering (26), transversely,
in particular perpendicularly, to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the
circumferential direction of the bristle covering (26), spiral-shaped to the longitudinal
wire core axis (LD), or, in the longitudinal direction of the bristle covering (26),
alongside, in particular parallel, of the longitudinal wire core axis (LD), and which
respectively comprise at least one bristle row which consists of a plurality of adjacent
bristles (1) and whose adjacent bristles (1) each have a differently configured bristle
tip.
12. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) consists of bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments
(1') with a wedge-shaped pointed portion and of further bristles (1b) or filaments
(1') without a wedge-shaped pointed portion, wherein the bristle covering (26) is
preferably designed in such a way that the bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments
(1') with a wedge-shaped pointed portion form one or a plurality of sectors (100,
102) of the bristle covering (26) and the further bristles (1b) or filaments (1')
form one or a plurality of further sectors (101), wherein the sector(s) (100, 102)
and the further sector(s) (101) follow each other preferably alternately in the circumferential
direction.
13. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion are disposed in the
bristle covering (26) that otherwise consists of further bristles or filaments in
such a way that they form a track extending in a spiral shape on the circumferential
enveloping surface of the bristle covering.
14. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the further bristles or filaments are made of the same material as the bristles or
filaments with a wedge-shaped pointed portion.
15. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the chisel faces of the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion,
neglecting their wedge angle, are oriented perpendicularly to an imaginary longitudinal
axis of the spiral-shaped track.
16. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that at least a part of the bristles (1) is produced by co-extrusion from a first plastic
material and a second plastic material different from the first plastic material,
wherein the two plastic materials differ with regard to their modulus of elasticity
and/or their Shore D hardness, and wherein the first plastic material has a Shore
D hardness ≤80 and/or the second plastic material has a modulus of elasticity of ≥1300
N/mm2, and that after a grinding process of the areas respectively consisting of one of
these different plastic materials, namely the bristle core (5) and the bristle jacket
(6), with one and the same grinding disk, which is carried out for producing the respective
cut face (4), different roughnesses are produced in the area of the bristle core (5)
and in the area of the bristle jacket (6) that respectively have a surface roughness
(Rz) between 0.2 µm and 6.3 µm, in particular between 2.9 µm and 6.3 µm.
1. Une brosse à mascara (18) avec un noyau intérieur constitué d'au moins deux tronçons
de fil (12, 13) torsadés l'un avec l'autre, et une garniture de poils constituée de
poils qui sont formés par des filaments qui sont chacun maintenus serrés entre les
deux tronçons de fil (12, 13), dans laquelle les poils (1) ont une partie pointue
en forme de coin (3) à leurs extrémités libres, caractérisée en ce que les poils ont une enveloppe de poils (6) formée d'un premier matériau plus doux et
un noyau de poils (5) qui est relié à l'enveloppe de poils (6) et formé d'un deuxième
matériau, qui est plus dur que le premier matériau, dans laquelle le premier et le
deuxième matériaux sont des matières plastiques et les deux matières plastiques sont
solidement reliées l'une à l'autre par co-extrusion.
2. La brosse à mascara (18) selon la revendication 1, caractérisée en ce que lesdits poils (1) comportent, au moins partiellement, à leurs extrémités radialement
libres vers l'extérieur, une coupe oblique (3) unilatérale ou bilatérale à la manière
d'un simple coin et comportent une pointe de poils en forme de coin avec au moins
une surface de coupe (4) formant un coin.
3. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie pointue en forme de coin (3) est constituée de deux surfaces de burin ou
surfaces de coupe (4) qui s'étendent obliquement par rapport à l'axe longitudinal
des poils (L), et sont inclinées l'une par rapport à l'autre et se coupent à l'extrémité
distale du filament.
4. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) sont essentiellement planes en elles-mêmes
et de préférence deux surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) opposées l'une à
l'autre à la même extrémité des poils sont essentiellement de la même taille.
5. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la rugosité de surface des surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) est supérieure
à la rugosité de surface de la zone de tige non biseautée du poil (1) ou du filament.
6. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le deuxième matériau a un module d'élasticité de ≥1300 N/mm2, mieux de ≥1700 N/mm2, dans laquelle de préférence le module d'élasticité n'excède pas 2700 N/mm2.
7. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier matériau a une dureté Shore D de ≤ 80.
8. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'épaisseur de paroi (WSM) de l'enveloppe mesurée dans la direction radiale est comprise
entre 15 µm et 100 µm.
9. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) est constituée de poils (1) ou de filaments avec une partie
pointue en forme de coin et d'autres poils ou filaments sans partie pointue en forme
de coin, dans laquelle la garniture de poils (26) est de préférence conçue de telle
sorte que les poils ou les filaments ayant une partie pointue en forme de coin forment
une pluralité de secteurs (100, 102) de la garniture de poils et les autres filaments
forment une pluralité d'autres secteurs (101), dans laquelle, idéalement, les secteurs
(100, 102) et les autres secteurs (101) se succèdent en alternance dans la direction
circonférentielle.
10. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) comporte une pluralité de régions, de secteurs ou de zones
(100, 102), qui sont alignés de manière à s'étendre dans la direction circonférentielle
de la garniture de poils (26) transversalement, en particulier perpendiculairement,
à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) ou, dans la direction circonférentielle
de la garniture de poils (26), de manière spiralée par rapport à l'axe longitudinal
du noyau en fil (LD), ou, dans la direction longitudinale de la garniture de poils
(26), longitudinalement, en particulier parallèlement, à l'axe longitudinal du noyau
en fil (LD) et qui comprennent chacun(e) au moins une rangée de poils (17, 17') constituée
d'une pluralité de poils adjacents (1a, 1c) qui ont chacun une pointe de poils de
configuration identique, ou sont formés par une telle rangée de poils (17, 17'), et
qui, dans la direction circonférentielle et/ou dans la direction longitudinale de
la garniture de poils, sont chacun(e) disposés adjacents à une région ou un secteur
ou une zone (101) qui comprend une pluralité de poils (1b) ayant chacun une pointe
de poils configurée différemment.
11. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) comporte une pluralité de régions, de secteurs ou de zones,
qui sont alignés de manière à s'étendre dans la direction circonférentielle de la
garniture de poils (26) transversalement, en particulier perpendiculairement, à l'axe
longitudinal du noyau en fil (LD) ou, dans la direction circonférentielle de la garniture
de poils (26), de manière spiralée par rapport à l'axe longitudinal du noyau en fil
(LD), ou, dans la direction longitudinale de la garniture de poils (26), longitudinalement,
en particulier parallèlement, à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) et qui comprennent
chacun(e) au moins une rangée de poils constituée d'une pluralité de poils adjacents
(1) ayant chacun une pointe de poils configurée différemment.
12. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) est constituée de poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou de filaments
(1') avec une partie pointue en forme de coin et d'autres poils (1b) ou filaments
(1') sans partie pointue en forme de coin, dans laquelle la garniture de poils (26)
est de préférence conçue de telle sorte que les poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou les
filaments (1') avec une partie pointue en forme de coin forment un secteur ou une
pluralité de secteurs (100, 102) de la garniture de poils (26) et les autres poils
(1b) ou filaments (1') forment un autre secteur ou une pluralité d'autres secteurs
(101), dans laquelle le(s) secteur(s) (100, 102) et le(s) autre(s) secteur(s) (101)
se suivent de préférence en alternance dans la direction circonférentielle.
13. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les poils ou les filaments avec une partie pointue en forme de coin sont disposés
dans la garniture de poils (26) qui par ailleurs est constituée d'autres poils ou
filaments de manière à former une trajectoire s'étendant en forme de spirale sur la
surface enveloppante de circonférence de la garniture de poils.
14. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les autres poils ou filaments sont constitués du même matériau que les poils ou filaments
avec une partie pointue en forme de coin.
15. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'en négligeant leur angle de coin, les surfaces de burin des poils ou des filaments
avec une partie pointue en forme de coin sont alignés perpendiculairement à un axe
longitudinal imaginaire de la trajectoire en forme de spirale.
16. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une partie des poils (1) est produite par coextrusion à partir d'une première
matière plastique et d'une deuxième matière plastique différente de la première matière
plastique, dans laquelle les deux matières plastiques se diffèrent en ce qui concerne
leur module d'élasticité et/ou leur dureté Shore D, et dans laquelle la première matière
plastique a une dureté Shore D ≤80 et/ou la deuxième matière plastique a un module
d'élasticité ≥1300 N/mm2,
et qu'après un processus d'affûtage des zones constituées respectivement de l'une
des matières plastiques différentes, à savoir le noyau de poils (5) et l'enveloppe
de poils (6), ledit processus étant effectué au moyen d'une seule et même meule et
destiné à produire une surface de coupe respective (4), différentes rugosités sont
produites dans la zone du noyau de poils (5) et dans la zone de l'enveloppe de poils
(6) qui ont respectivement une rugosité de surface (Rz) comprise entre 0,2 µm et 6,3
µm, en particulier entre 2,9 µm et 6,3 µm.