(19)
(11) EP 3 174 434 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.01.2022  Patentblatt  2022/01

(21) Anmeldenummer: 15750011.7

(22) Anmeldetag:  31.07.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A46D 1/00(2006.01)
A46B 9/02(2006.01)
A46B 3/18(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A46B 2200/1053; A46D 1/0238; A46D 1/0246; A46B 9/021; A46D 1/0261; A46D 1/023; A46B 3/18; A46D 1/0276
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2015/067703
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/016440 (04.02.2016 Gazette  2016/05)

(54)

DRAHTKERNAPPLIKATOR MIT MEHRMATERIALBORSTEN

WIRE-CORE APPLICATOR HAVING MULTI-MATERIAL BRISTLES

APPLICATEUR À ÂME EN FIL MÉTALLIQUE COMPRENANT DES POILS À PLUSIEURS MATÉRIAUX


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 31.07.2014 DE 202014103564 U
31.07.2014 DE 202014103565 U
31.07.2014 DE 202014103567 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.06.2017  Patentblatt  2017/23

(73) Patentinhaber: GEKA GmbH
91572 Bechhofen (DE)

(72) Erfinder:
  • KAMM, Wolfgang
    90599 Dietenhofen (DE)

(74) Vertreter: Misselhorn, Hein-Martin 
Patent- und Rechtsanwalt Am Stein 10
85049 Ingolstadt
85049 Ingolstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 250 680
EP-A1- 1 264 562
US-A1- 2004 011 375
EP-A1- 1 264 562
US-A1- 2004 011 375
US-A1- 2004 112 400
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Mascarabürste mit einer Seele aus mindestens zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten und einem Borstenbesatz aus aus Filamenten, die jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten geklemmt gehalten werden, gebildeten Borsten, wobei die Borsten an ihren freien Enden eine keilförmige Anspitzung (3) tragen.

    [0002] Solche Applikatoren werden auch als Drahtkernapplikatoren bezeichnet.

    [0003] Diese Applikatoren erfreuen sich bis heute hoher Wertschätzung, denn sie weisen nicht nur Anwendungsvorteile auf, sondern besitzen auch verschiedene Herstellungsvorteile, die sich mit den mit ihnen konkurrierenden, gespritzten Applikatoren nicht erreichen lassen. So können z. B. auch kleine Serien recht effektiv gefertigt werden, da sich auf den vorhandenen Fertigungsanlagen im Regelfall sehr unterschiedliche Drahtkernapplikatoren herstellen lassen, ohne dass erhebliche Summen in neue Werkzeuge für den einen speziellen Applikator investiert werden müssen, anders als bei spritzgegossenen Applikatoren.

    [0004] Generell gilt auch für Drahtkernapplikatoren, dass sie insbesondere zwei Anforderungen erfüllen sollen:
    Ihr Borstenbesatz soll ein möglichst hohes Massespeichervermögen aufweisen, damit der Applikator nur einmal oder nur wenige Male in den Kosmetikvorrat eingetaucht werden muss, um die Wimpern mit einer hinreichend voluminösen Schicht Mascaramasse zu umhüllen.

    [0005] Andererseits soll ihr Borstenbesatz ein möglichst gutes Separationsvermögen aufweisen, d. h. die Fähigkeit, schräg übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens voneinander zu trennen und weitgehend parallel auszurichten. Dies nicht zuletzt deshalb, weil den Wimpern durch die Mascaramasse nur dann das gewünschte Volumen verliehen werden kann, wenn sie jeweils einzeln rundum beschichtet werden und nicht schon zuvor büschelweise verklebt mit Mascaramasse getränkt werden. Generell gilt somit für Drahtkernapplikatoren, dass sie insbesondere hohe Anforderungen an das Massespeichervermögen bezüglich der mit ihnen aufzutragenden Substanz erfüllen müssen.

    [0006] Um dem Rechnung zu tragen, sind bereits die unterschiedlichsten Lösungen im Stand der Technik vorgeschlagen worden. In US2004011375 werden keilförmige Elemente aus zwei Materialien vorgeschlagen. So schlägt die EP 1 264 562 u.a. vor, auf der Außenoberfläche der Borsten eine Gelschicht vorzusehen, die für eine bessere Benetzung und Gleitwirkung sorgen soll. Demgegenüber schlägt die DE 102 32 589 A1 angespitzte Borsten vor, um eine verbesserte Separierwirkung zu erreichen.

    [0007] So schlägt beispielsweise das US-Patent 4 733 425 vor, Borsten zu verwenden, die innen hohl sind oder die einen sternförmigen, nicht-kreisrunden Querschnitt besitzen. Solche Borsten haben ein hervorragendes Massespeichervermögen, leisten aber keinen Beitrag dazu, das Separationsvermögen des Applikators signifikant zu verbessern. Dies insbesondere deshalb, weil diese Borstenquerschnitte zu Borsten führen, die, verglichen mit zylindrischen Borsten aus Vollmaterial, deutlich knickanfälliger sind und daher schlechter zwischen übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens einzudringen vermögen. Denn sobald solche Borsten mit ihrer Stirnseite gegen eine oder mehrere Wimpern stoßen, neigen sie dazu auszuknicken, anstatt die Wimpern mit Nachdruck beiseite zu stoßen und dadurch zu separieren.

    [0008] Demgegenüber schlägt das US-Patent 5 161 555 die Verwendung stark gekräuselter Filamente vor, um einen verbesserten Drahtkernapplikator herzustellen. Hierdurch lässt sich ein sehr gleichmäßiger Borstenbesatz erreichen, genauso wie nach der Lehre des US-Patents 5 161 554, welches vorschlägt, Filamente mit starken Durchmesserschwankungen zu verwenden, das heißt, Filamente, die örtlich einen sehr kleinen Durchmesser aufweisen und gleich darauf, in unmittelbarer Nachbarschaft, wieder einen deutlich größeren Durchmesser. Beide der zuletzt genannten Patente vermögen aber keinen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Separationsvermögens zu leisten.

    [0009] Am Rande sei noch erwähnt, dass aus dem US-Patent 4 964 429 ein Applikator mit gespritzten Borsten bekannt ist, der sich dadurch auszeichnet, dass die Borsten deutlich kegelig ausgestaltet und mit nicht unerheblichem, definiertem Abstand voneinander aufgestellt sind. Solche Borsten zeigen in der Tat ein gutes Separationsvermögen. Die von diesem Patent empfohlene Borstenkonfiguration lässt sich allerdings nur bei spritzgegossenen Applikatoren verwirklichen, nicht bei Drahtkernapplikatoren. Daher vermag auch dieses Patent nicht zur Verbesserung von Drahtkernapplikatoren beizutragen.

    [0010] In der Praxis sind bereits Drahtkernapplikatoren mit Borsten bekannt geworden, deren Spitzen angeschliffen sind, so dass sie sich signifikant verjüngen.

    [0011] Die Verwendung solcher Borsten führt bei Drahtkernapplikatoren zu einer wesentlichen Verbesserung des Separationsvermögens.

    [0012] Allerdings besteht nach wie vor Optimierungsbedarf, insbesondere dann, wenn der Drahtkernapplikator einen besonders dichten Borstenbesatz zeigt. Dabei ist vom Grundsatz her klar, dass das Separationsvermögen solcher Borsten dadurch weiter gesteigert werden kann, dass die Borsten aus einem möglichst harten Material hergestellt werden, welches der Borste bei gleichem Durchmesser eine höhere Steifigkeit bzw. Knickfestigkeit verleiht und daher zwei positive Effekte bewirkt:

    Eine steife Borste kann von Haus aus besser zwischen übereinanderliegende Wimpern des Wimpernbogens eindringen.

    Eine steife Borste zeigt zudem eine wesentlich geringere Tendenz, der Schleifscheibe auszuweichen, und bietet daher die Möglichkeit eines stärkeren Spitzenanschliffs als eine weichere Borste.



    [0013] Beim Versuch, harte Materialien und insbesondere harte Kunststoffmaterialien zu verwenden, zeigt sich allerdings das Problem, dass beim Anschliff die Güte der außenliegenden Kante der angeschliffenen Fläche nachlässt, das heißt, dass die Kante nicht mehr eine saubere, durchgehende Linie bildet, sondern nicht selten eine zackige Kontur zeigt. Das behindert das Abgleiten der Wimpern entlang der Kante und ist daher nachteilhaft.

    [0014] Angesichts dessen ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Drahtkernapplikator zu schaffen, der mit Borsten besetzt ist, die ein weiter verbessertes Separationsvermögen besitzen.

    [0015] Die Lösung dieser Aufgabe ist eine Mascarabürste mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

    [0016] Diese Bürste zeichnet sich dadurch aus, dass die Filamente, die bei ihr die Borsten bilden, an ihren freien Enden keilförmig angespitzt sind und auf diese Art und Weise besser dazu in der Lage sind, den Wimpernbesatz zu teilen und die einzelnen Wimpern zu separieren, d. h. zur Seite zu drängen. Die erfindungsgemäße Besonderheit ist dabei die, dass das jeweilige Filament bzw. die durch das Filament gebildeten Borsten nicht einheitlich aus ein und demselben härteren oder weicheren Material bestehen, sondern dass das Filament einen Mantel aus einem weicheren Material und einen Kern aus einem demgegenüber härteren Material besitzt. Die Erfindung ist in den beigefügten Ansprüchen dargelegt. US2004011375 offenbart den Oberbegriff von Anspruch 1.

    [0017] Da für das möglichst effiziente Separieren von Wimpern möglichst harte und gleichzeitig schlanke Borsten von Vorteil sind, hätte es an sich nahe gelegen, den Mantel des Filaments bzw. den Mantel der Borsten aus dem härteren Material herzustellen und nicht den Kern. Dies deshalb, weil die radial auswärtigen Bereiche eines Zylinders bekanntlich um ein Vielfaches mehr zur Biegesteifigkeit beitragen als der nahe der neutralen Faser liegende Zentral- bzw. Kernbereich eines Zylinders.

    [0018] Indes zeigt die Erfindung, dass auch der Kern dem Filament bzw. den durch das Filament gebildeten Borsten eine größere Biegesteifigkeit verleiht und zwar auch gerade dann noch, wenn die Borstenenden großzügig angeschliffen werden und dabei im Anschliffbereich den überwiegenden Teil ihres ursprünglichen Mantels verlieren. Der auch beim Anschleifen zu einem guten Teil erhalten bleibende harte Kern vereinfacht das möglichst flache Anspitzen der freien Borstenenden durch Anschleifen derselben, denn er verhindert, dass die Borsten der Schleifscheibe allzu leicht ausweichen können und daher nicht intensiv genug mit der Schleifscheibe in Kontakt kommen, um effizient und vor allem über eine beträchtliche Länge hinweg angeschliffen zu werden. Somit macht es die Erfindung wesentlich einfacher, das jeweilige Borstenende mit einem möglichst flachen Keilwinkel und mindestens einer möglichst langen Keilfläche zu versehen.

    [0019] Andererseits verhält sich der durch den harten Kern gestützte weiche Mantel beim Anschleifen ausgesprochen gutmütig und bildet überraschenderweise eine wohldefinierte Außenkante aus, frei von Ausfransungen und/oder Ausbrüchen, d. h. Unregelmäßigkeiten, an denen sich die einzelnen Wimpern beim Eindringen des angespitzten Borstenendes in den Wimpernbesatz verhaken können, was das Separationsergebnis negativ beeinflussen könnte.

    [0020] Erfindungsgemäß reicht es aus, wenn der überwiegende Teil der Filamente aus dem beanspruchten Materialmix besteht, so kann sich z. B. unter den den Besatz bildenden Filamenten beispielsweise auch eine gewisse, oft eine Minderheit bildende Anzahl von Filamenten, z. B. dünneren Filamenten befinden, die jeweils nur aus einem einzigen Material bestehen. Vorzugsweise sind das Filamente, die durchgehend aus dem auch für die angeschliffenen Filamente verwendeten weicheren Material bestehen.

    [0021] Dennoch hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn mindestens 75 % aller Filamente und idealerweise sogar alle für einen Mascaraapplikator zum Einsatz kommenden Filamente aus dem beanspruchten Materialmix bestehen. Besonders günstig ist es, wenn das erste und vorzugsweise auch das zweite Material ein Kunststoff ist, idealerweise ein thermoplastischer Kunststoff.

    [0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die beiden Kunststoffe durch Coextrusion fest miteinander verbunden sind und die Filamente Teilstücke eines oder mehrerer endlos coextrudierter Fäden sind. Die Coextrusion ist dabei hier nicht einfach nur irgendein beliebiges, austauschbares Verfahren, sondern prägt dem endlosen Faden und damit auch den aus ihm geschnittenen Filamenten seine besondere Mikrostruktur auf. Diese Mikrostruktur zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass die beiden unterschiedlichen Kunststoffmaterialien besonders innig miteinander verklebt oder verschweißt sind und andererseits dadurch, dass ihre Kunststoffmolekülketten eine signifikante Orientierung in Richtung der Längsachse aufweisen, die später die Borstenlängsachse bildet.

    [0023] Als besonders günstig hat es sich herausgestellt, wenn die keilförmige Anspitzung aus zwei schräg zur Filament-Längsachse verlaufenden, relativ zueinander geneigten und sich am distalen Ende oder sogar jenseits des distalen Endes des Filaments schneidenden Meißelflächen besteht, also eine Art "dachförmige Struktur" bildet, die stirnseitig entweder eine Schneide ausbildet oder jedenfalls nur eine sehr schmale Stirnfläche aufweist. Eine derart ausgestaltete Borste kann Wimpern nach beiden Seiten hin verdrängen und damit separieren. Anders als eine einfach nur schräg abgeschnittene Borste zeigt eine solche Borste keine störende Vorzugsrichtung.

    [0024] Besonders günstig ist es, wenn die Meißelflächen im Wesentlichen in sich eben sind. Idealerweise sind zwei sich am gleichen Borstenende gegenüberliegende Meißelflächen im Wesentlichen gleich groß.

    [0025] Idealerweise ist die Oberflächenrauheit der Meißelflächen größer als die Oberflächenrauheit des unangeschrägten Schaftbereichs des Filaments. Das begünstigt das gewünschte Abgleiten der einzelnen Wimpern entlang der jeweiligen Borstenschäfte und damit die Separation.

    [0026] Besonders günstig ist es, wenn die Oberflächenrauheit Rz der die Anspitzung bildenden, schräg zur Längsachse L verlaufenden Oberfläche oder Oberflächen ≤ 6,3 µm ist und vorzugsweise im Bereich zwischen 0,2 µm und 6,3 µm liegt, die genannten Grenzwerte jeweils eingeschlossen.

    [0027] Die auch Rautiefe genannte Oberflächenrauheit Rz ist gemäß DIN EN ISO 4287/4288 zu bestimmen.

    [0028] Zu bevorzugen ist ein zweites Material, das einen Elastizitätsmodul (E-Modul) von zumindest ≥ 1300 N/mm2 besitzt. Deutlich besser ist, wenn das zweite Material mindestens einen E-Modul von ≥ 1700 N/mm2 besitzt. Für die meisten Anwendungsfälle ist es ratsam, wenn der E-Modul des zweiten Materials 2700 N/mm2 nicht übersteigt.

    [0029] Es kann günstig sein, Polyamid 6.12 in den Borstenkern einzubauen.

    [0030] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Material eine Shore-D-Härte ≤ 80 aufweist. Das Verfahren für die Messung der Shore-Härte D ist genormt, die maßgeblichen Normen sind die Normen DIN EN ISO 868 und DIN ISO 7619-1.

    [0031] Bei einem aus zwei unterschiedlichen, die vorstehenden Kenngrößen aufweisenden Kunststoffen coextrudierten Filament oder coextrudierter Borsten stellt sich zudem der Vorteil ein, dass sich beim Schleifen der Anschnittflächen mit ein und derselben Schleifscheibe unterschiedliche Rauigkeiten im genannten Rautiefenbereich an der Mantel- und der Kernkomponente der coextrudierten Borsten aufgrund der unterschiedlichen E-Module ergeben, wobei aber diese unterschiedlichen Rautiefen weiterhin die beiden wichtigsten Funktionen einer Borste, nämlich das Separieren und Kämmen der Wimpern und das gleichzeitige Benetzen der Wimpern während einer Applikationsbewegung erfüllen.

    [0032] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Durchmesser der Filamente bei ≥ 115 µm liegt. Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die erfindungsgemäßen Filamente einen Durchmesser aufweisen, der im Bereich zwischen 300 µm und 500 µm liegt.

    [0033] Im Rahmen einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die in radialer Richtung gemessene Wandstärke des Mantels im Bereich zwischen 15 µm und 100 µm liegt.

    [0034] Durch die Ausbildung einer das Kämmen verbessernden keilförmigen Anschnittfläche mit einer Rauigkeit Rz zwischen 0,2 µm und 6,3 µm, insbesondere zwischen 2,9 µm und 6,3 µm, wird das Mascaraaufnahmevermögen einer jeden keilförmig schräg angeschnittenen Borste verbessert. Hierbei ist von besonderem Vorteil, dass die schräg verlaufenden Anschnittflächen aufgrund der erfindungsgemäßen Rauigkeit ein gutes Mascaraaufnahmevermögen und damit auch ein entsprechend gutes Mascaraabgabevermögen an die während des Kämmvorganges daran zunächst entlanggleitenden Wimpernhaare besitzen. Die Anschnittflächen sind insofern von besonderer Wichtigkeit als die Wimpern beim Schminkprozess zu Beginn der Schminkbewegung zuerst entlang dieser Fläche geführt werden und entlang gleiten.

    [0035] Die Oberflächenrauigkeit (Rz) wird durch Anschleifen der Borstenenden mittels einer Schleifscheibe hergestellt. Insbesondere kann durch entsprechende Auswahl der Rauigkeit der beim Schleifen verwendeten Schleifscheibe(n) die gewünschte Rauigkeit der schrägen Anschnittfläche beeinflusst und festgelegt werden.

    [0036] Das besondere Kennzeichen der erfindungsgemäßen Bürste ist, dass ihr Borstenbesatz Borsten aufweist, die an ihrem freien Ende eine keilförmige Spitze tragen anstatt einer im Wesentlichen senkrecht zur Borstenlängsachse verlaufenden Stirnfläche.

    [0037] Zweckmäßig ist es daher, dass die Gesamtheit an Borsten zum überwiegenden Teil eine keilförmige Spitze mit zumindest einer Anschnittfläche aufweist. Vorteilhafterweise weist dann ein Teil der Borsten eine durch einen Schräganschnitt gebildete keilförmige Spitze mit einer Anschnittfläche auf.

    [0038] Wie später noch näher erläutert wird, ermöglicht es die mindestens eine Keilfläche, mit der eine Borste erfindungsgemäß ausgestattet sein kann, die Borste zu Beginn der Applikation so zwischen die Wimpern zu schieben, dass die jeweilige Wimper besser im Kontakt mit der Borste bleibt und zwar auch noch nach dem Abrutschen der Wimper von der die Keilfläche bildenden Anschnittfläche in den Bereich des Borstenschafts hinein. Hierdurch können der jeweilige Borstenschaft und die Anschnittflächen mehr von der Mascaramasse an die Wimper abgeben. Somit erfolgt eine bessere Beschichtung der Wimper. Das kommt nicht zuletzt dem zu erreichenden Wimpernvolumen zu Gute.

    [0039] Vorzugsweise wird die keilförmige Spitze der jeweiligen Borste durch einen Schräganschnitt nach Art eines einfachen Keils gebildet, so dass eine erste Seite der betreffenden Borste eine maximale Längenerstreckung (LMAX) aufweist und die ihr diametral gegenüberliegende zweite Seite eine minimale Längenerstreckung (LMIN) aufweist. Hierdurch lässt sich eine besonders lange und gegenüber der Borstenlängsachse flach abfallende Keilfläche erzeugen, die den erfindungsgemäß zu nutzenden Effekt begünstigt.

    [0040] Für andere Anwendungsfälle kann die keilförmige Spitze durch einen Doppelschräganschnitt gebildet werden, der aus zwei aufeinander zulaufenden Flächen besteht, die sich am freien Ende der Borste schneiden, jedenfalls in ihrer gedachten Verlängerung. Auf diese Art und Weise kann die betreffende Borste beidseitig wirken und so gleich zwei Wimpern beeinflussen, die sich von unterschiedlichen Seiten her gegen die Borste angelegt haben. Ein Teil Borsten kann eine durch einen Doppelschräganschnitt gebildete keilförmige Spitze aufweisen, der zwei aufeinander zulaufende Anschnittflächen umfasst, die sich oder deren gedachte Verlängerungen sich am oder im Bereich des freien Endes einer jeweiligen Borste schneiden. Eine derart ausgestaltete Borste kann Wimpern nach beiden Seiten hin verdrängen und damit separieren. Anders als eine einfach nur schräg abgeschnittene Borste zeigt eine solche Borste keine störende Vorzugsrichtung.

    [0041] Besonders günstig ist es, wenn die Anschnittflächen im Wesentlichen in sich eben sind. Idealerweise sind zwei sich am gleichen Borstenende gegenüberliegende Anschnittflächen im Wesentlichen gleich groß.

    [0042] Die Borsten können derart ausgerichtet sein, dass die eine oder die beiden an einer Borstenspitze gegenüberliegenden Anschnittfläche(n) quer zur Drahtkernlängsachse angeordnet sind, wobei dann insbesondere die Borsten, die mit nur einer einseitigen Anschnittfläche ausgestattet sind, derart angeordnet und ausgerichtet sind, dass ein Teil der jeweiligen Anschnittflächen mit Ausrichtung zur den Borstenbesatz tragenden Bürstenspitze hin und ein Teil zum gegenüberliegenden Bürstenende hin ausgerichtet ist. Die Erfindung zeichnet sich in weiterer Ausgestaltung daher dadurch aus, dass die Anschnittflächen quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) ausgerichtet sind.

    [0043] Von Vorteil ist es hierbei weiterhin, wenn die Anschnittflächen der Borsten mit einer Anschnittfläche teilweise in Richtung zum Bürstenende und teilweise zur Bürstenspitze hin ausgerichtet sind. Im Rahmen dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels ist demnach vorgesehen, dass die durch den Schräganschnitt gebildete Anschnittfläche so ausgerichtet ist, dass man, wenn man entlang der Drahtkernlängsachse (also bei einem Blick frontal auf das freie Ende des Drahtkerns oder bei einem Blick frontal auf das zum Befestigen am Stiel vorgesehene freie Ende des Drahtkerns) schaut, frontal auf die Anschnittfläche blickt, während man nicht auf die Anschnittfläche schaut, wenn man in Umfangrichtung blickt. Das gilt vorzugsweise für alle Borsten des Besatzes.

    [0044] Eine Mascarabürste kann mehrere an ihrer Borstenspitze unterschiedlich ausgebildete Borstenarten aufweisen. Beispielsweise kann ein Borstenbesatz in seiner Gesamtheit Borsten mit einer nicht angespitzten und nicht keilförmig ausgebildeten Spitze und Borsten mit einer keilförmig ausgebildeten und zwei gegenüberliegenden Anschnittflächen aufweisenden Borstenspitze und Borsten mit einer keilförmig ausgebildeten, aber jeweils nur einseitig eine Anschnittfläche aufweisenden Borstenspitze, wobei die Anschnittflächen in unterschiedliche Richtungen, einmal zum Borstenende hin und einmal zur Borstenspitze hin ausgerichtet sind, aufweisen. Es ist daher besonders zweckmäßig, wenn die einzelnen Borstenarten systematisch im Borstenbesatz angeordnet und jeweils Bereichen, Zonen oder Sektoren des Borstenbesatzes zugeordnet sind. Die Erfindung zeichnet sich in Weiterbildung daher weiterhin dadurch aus, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten und jeweils eine gleichartig ausgebildete Borstenspitze aufweisenden Borsten bestehende Borstenreihe umfassen oder von einer solchen Borstenreihe gebildet sind, und die jeweils in Umfangsrichtung und/oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes benachbart zu einem/einer mehrere Borsten umfassenden Bereich oder Sektor oder Zone angeordnet sind, dessen/deren Borsten eine demgegenüber unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.

    [0045] Hierbei ist es aber auch möglich, dass der Borstenbesatz mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten Borsten bestehende Borstenreihe umfassen, deren benachbarten Borsten jeweils eine unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.

    [0046] Insgesamt können also beispielsweise von den vorstehend beschriebenen oder den in dieser Anmeldung insgesamt beschriebenen Borstenarten alle Borstenarten jeweils einzeln abwechselnd benachbart zueinander in einem Bereich oder einer Zone oder einem Sektor angeordnet sein und dadurch einen Bereich oder einer Zone oder einem Sektor ausbilden. Es ist aber auch möglich, dass in einem Bereich oder einer Zone oder einem Sektor jeweils nur eine Borstenart angeordnet ist und dann beispielsweise in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes abwechselnd jeweils ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor mit jeweils mindestens einer anderen Borstenart aufeinander folgt. Vorzugsweise umfasst ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor mindestens zwei Borsten. Es sind natürlich alle denkgesetzlich möglichen Kombinationen von Borstenarten und Bereichen, Zonen und Sektoren möglich. Beispielsweise müssen nicht alle vorstehend genannten oder alle insgesamt beschriebenen Borstenarten in jeder Zone oder jedem Bereich oder jedem Sektor vorkommen oder grundsätzlich in einem Borstenbesatz vorhanden sein.

    [0047] Die Erstreckung einer Zone, eines Bereiches oder eines Sektors kann unterschiedlich sein. In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung sieht die Erfindung daher vor, dass die mehreren Bereiche, Sektoren oder Zonen in Umfangsrichtung quer oder längs zur Drahtkernlängsachse (LD) einmal den Umfang oder einen Teilbereich des Umfangs des Borstenbesatzes überstreichen.

    [0048] Grundsätzlich kann es so sein, dass ein Bereich oder eine Zone oder ein Sektor eine Winkelstrecke überstreicht, die 1/8 bis 1/64 des Umfangs oder des Hüllkreises des Borstenbesatzes und damit eine Winkelerstreckung zwischen 5,6° und 45° ausmacht.

    [0049] Bezüglich der jeweils mit einer abgeschrägten Anschnittfläche ausgestatteten Borsten kann es zweckmäßig sein, jeweils abwechselnd einen Bereich oder einen Sektor oder eine Zone, bei welchem/welcher die Anschnittflächen aller Borsten in Richtung zur Bürstenspitze zeigend ausgerichtet sind, und einen Bereich oder einen Sektor oder eine Zone, bei welchem/welcher die Anschnittflächen aller Borsten in Richtung zum Bürstenende zeigend ausgerichtet sind, vorzusehen. Dies lässt sich beispielsweise dadurch herstellen, dass in einem ersten Schritt der Borstenbesatz zur Erzeugung der Anschnittflächen mit einer Schleifscheibe von der Bürstenspitze parallel und längs zur Drahtkernlängsachse bis zum Bürstenende befahren, dann der Borstenbesatz bzw. die Mascarabürste um beispielsweise 1/8 Drehung, was einer 45°- Drehung entspricht, gedreht wird und die Schleifscheibe dann entgegengesetzt zum vorhergehenden Schritt in einem zweiten Schritt von vom Bürstenende parallel und längs zur Drahtkernlängsachse bis zur Bürstenspitze gefahren wird. Diese Schrittfolge wird so oft durchgeführt, bis der 360°-Umfang des Borstenbesatzes einmal komplett von der Schleifscheibe befahren und überstrichen worden ist.

    [0050] Es kann weiterhin von Vorteil sein, wenn der Borstenbesatz aus Borsten oder Filamenten mit keilförmiger Anspitzung besteht und aus weiteren Borsten oder Filamenten ohne keilförmige Anspitzung besteht, wobei der Borstenbesatz vorzugsweise so gestaltet ist, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung einen oder mehrere Sektor(en) des Borstensatzes bilden und die weiteren Borsten oder Filamente einen oder mehrere weitere(n) Sektor(en) bilden, wobei der oder die Sektor(en) und der oder die weitere(n) Sektor(en) vorzugsweise und idealerweise in Umfangsrichtung abwechselnd auf einander folgen, was die Erfindung in Ausgestaltung auch vorsieht.

    [0051] Zweckmäßig ist es gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung, dass zwischen 1 bis 8 Sektoren und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren vorhanden sind.

    [0052] Hierbei kann es weiterhin von Vorteil sein, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Borsten oder Filamenten bestehenden Borstenbesatz so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes verlaufende Bahn bilden, was die Erfindung ebenfalls vorsieht.

    [0053] Zweckmäßig kann es weiterhin sein, dass die weiteren Borsten oder Filamente aus dem gleichen Material bestehen, wie die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung.

    [0054] Von Vorteil ist es auch hierbei, dass die Meißelflächen der Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.

    [0055] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Winkel (α), um den die vom Schräganschnitt oder vom Doppelschräganschnitt gebildete Anschnittfläche(n) gegenüber der Borstenlängsachse geneigt ist bzw. sind, die Beziehung α ≤ 55° und idealerweise sogar α ≤ 35° einhält. Hierdurch ergibt sich jeweils eine besonders lange, gut nutzbare, weil nur flach gegenüber der Borstenlängsachse abfallende Anschnittfläche. Als ganz ideal hat sich das Einhalten der Beziehung α ≤ 20° erwiesen. Vorzugsweise geht das mit einem sog. Doppelanschliff einher, d. h. ein und dieselbe Anschnittfläche wird ein erstes und anschließend, in einem separaten Arbeitsgang, noch ein zweites Mal angeschliffen, wodurch ein derart steiler Winkel erreicht werden kann. Es kann daher vorgesehen sein, dass für den Winkel, um den die vom Schräganschnitt oder dem Doppelschräganschnitt gebildete Anschnittfläche(n) gegenüber der Borstenlängsachse geneigt ist/sind, die Beziehung α ≤ 55°, vorzugsweise α ≤ 35°, insbesondere α ≤ 20°, ist.

    [0056] Die die Borsten bildenden Filamente können einen nicht-runden Querschnitt und vorzugsweise einen mehreckigen bzw. einen Vierkant-Querschnitt aufweisen.

    [0057] Überraschenderweise hat es sich als besonders günstig herausgestellt, zumindest einen Teil der Borsten oder Filamente rohrförmig, innen hohl auszubilden, vorzugsweise auf ganzer Länge (vor dem Verdrillen). Hierdurch ergibt sich ein besonders günstiger, synergistischer Effekt, gerade dann, wenn der Schräganschnitt durch Anschleifen der Borsten hergestellt wird. Ist die Borste innen hohl, kann sie mit ihrem Hohlraum Mascaramasse speichern, die im Zuge der Applikation über die Mündung des Hohlraums nach außen abgegeben wird, der mitten im Zentrum der Anschnittfläche liegt. Somit werden die Wimpern bei ihrem Entlanggleiten auf der Anschnittfläche schon vorbeschichtet, was den Mascaraauftrag insgesamt weiter verbessert. Ein wesentlicher Punkt hierbei ist, dass der Schräganschnitt bzw. die dadurch entstehende Keilfläche die Mündung der innenhohlen Borste signifikant größer werden lässt und damit einen größeren Bereich schafft, in dem Mascaramasse so gespeichert werden kann, dass sie bei der Applikation sofort zur Abgabe zur Verfügung steht und dass über die größere Mündungsfläche auch etwas tiefer im Borsteninneren gespeicherte Mascaramasse leichter wieder abgegeben werden kann. Zudem bildet die durch den Schräganschnitt entstehende Anschnittfläche der Borsten einen großen Auflagebereich, den die einzelne Wimper geraume Zeit entlanggleiten kann, bevor sie von der Stirnseite der Borste abrutscht und sich zwischen benachbarte Borsten legt. Die Wimper hat währenddessen reichlich Gelegenheit, mit Mascaramasse benetzt zu werden. Auf einer kleinflächigen, im Wesentlichen senkrecht zur Borstenlängsachse verlaufenden Stirnseite einer hohlen Borste vermag die einzelne Wimper nur wesentlich kürzer zu verweilen, bevor sie in die Borstenzwischenräume abrutscht. Die Borsten oder Filamente, die rohrförmig und innen hohl ausgebildet sind, können in Richtung entlang ihrer Längsachse durchgehend geschlitzt ausgebildet sein. Es ist günstig, die Borsten oder Filamente in Richtung entlang ihrer Längsachse durchgehend geschlitzt auszubilden. Die Borsten oder Filamente werden auf diese Art und Weise in sich etwas instabiler, bzw. ihre Stabilität kann besser gesteuert werden, so dass sich die Borsten bei der Applikation stärker derart verformen, dass in ihrem Hohlraum gespeicherte Mascaramasse über dessen Mündung im Bereich des Schräganschnitts ausgegeben wird.

    [0058] Vorzugsweise beträgt der Außendurchmesser kreisrund ausgeführter Borsten 1 ≥ 115 µm und besser noch ≥ 215 µm. In der überwiegenden Zahl der Fälle beträgt der Außendurchmesser der bei der Erfindung verwendeten, kreisrund ausgeführten Borsten 1 ≤ 320 µm.

    [0059] Wo die Borsten nicht-kreisrund sind, gilt, dass der außenseitige Hüllkreis von im Querschnitt nicht-kreisrund ausgeführten Borsten einen Hüllkreisdurchmesser besitzt, der ≥ 100 µm und besser noch ≥ 200 µm ist. In der überwiegenden Zahl der Fälle beträgt der außenseitige Hüllkreis der bei der Erfindung verwendeten, im Querschnitt nicht-kreisrund ausgeführten Borsten ≤ 340 µm und besser noch ≤ 320 µm. Als Hüllkreis ist hier derjenige Kreis zu verstehen, in den der jeweilige Querschnitt der Borste bestmöglich passend eingeschrieben werden kann.

    [0060] Sowohl der Außendurchmesser der Borsten als auch der Hüllkreisdurchmesser sind ≤ 340 µm, insbesondere ≤ 320 µm, ausgebildet, weil die Borsten andernfalls so grob werden, dass ihr Vermögen, die Wimpern zu separieren, zu weit eingeschränkt wird.

    [0061] Dort, wo die Borsten hohl sind, kann die senkrecht zur Außenoberfläche gemessene Wandstärke der verwendeten Borsten 1 zwischen 15 µm und 100 µm betragen. Die Wandstärke der Borsten bzw. ihres Borstenmantels, der den Hohlraum im Inneren der Borste umgrenzt, ist jeweils so gewählt, dass die hohle Borste unter dem Einfluss der bei der Applikation typischerweise auftretenden Kräfte hinreichend starke Verformungen erfährt, um die in ihrem Inneren gespeicherte Masse nach außen zu drücken.

    [0062] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die Ecken der radial auswärtigen Borstenspitzen verrundet sind.

    [0063] Alternativ, aber nicht bevorzugt, oder ergänzend kann ein das Masseaufnahmevermögen verbessernde Effekt auch durch sog. Indentations, d.h. punktuelle Vertiefungen, oder durch über die Oberfläche lokal herausragende Partikel erreicht werden, d. h. durch eine Vielzahl von örtlichen Vertiefungen in der Borstenoberfläche, die (mikroskopisch oder stark vergrößert gesehen die Borstenoberfläche nach Art eines Knäckebrots profilieren und dadurch aufnahmefähiger machen)oder durch dem Kunststoffmaterial beigemischte Partikel. Vorteilhafterweise beträgt die Anzahl der über eine jeweilige Borste hinweg verteilten Indentations oder punktuellen Vertiefungen oder Eindrücken mehr als 200.

    [0064] Weitere Vorteile, Wirkungsweisen und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren.

    [0065] Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Borste in Seitenansicht ihrer Meißelfläche.

    [0066] Die Fig. 2 zeigt die Borste gem. Fig. 1, aber in der Blickrichtung, die in Fig. 1 durch den Pfeil P markiert wird.

    [0067] Die Fig. 2a zeigt eine vergrößerte Stirnansicht der Borste gemäß Fig. 2.

    [0068] Die Fig. 3 zeigt einen mit den erfindungsgemäßen Borsten gem. Fig. 1 ausgerüsteten Applikator beim erstmaligen Ansetzen an und Eindringen in den Wimpernbogen.

    [0069] Die Fig. 4 zeigt den mit den erfindungsgemäßen Borsten gem. Fig. 1 ausgerüsteten Applikator, nachdem er den Wimpernbogen nahezu fertig gekämmt/separiert hat.

    [0070] Die Fig. 5 zeigt eine Gesamtschau eines mit den erfindungsgemäßen Borsten bestückten Drahtkernapplikators.

    [0071] Die Fig. 6 zeigt eine Variante der Erfindung mit wechselweise angespitzten und nicht angespitzten Borsten.

    [0072] Die Fig. 7 zeigt eine Ausschnittvergrößerung aus Fig. 6.

    [0073] Die Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt der von Fig. 6 gezeigten Variante, frontal von vorne gesehen.

    [0074] Die Fig. 9 zeigt einen Ausschnitt einer zu den in den Fig. 6 und 7 dargestellten Borstenvariante alternativen Ausführungsform.

    [0075] Ein solcher Applikator, wie ihn die Fig. 5 zeigt, wird im Regelfall dadurch hergestellt, dass zwischen mindestens einer Drahtklammer 11 mit zwei geraden Drahtabschnitten 12, 13 eine Vielzahl von zunächst meist geraden Filamenten eingelegt wird. Als Filament im Sinne der Erfindung bezeichnet man vorzugsweise einen Abschnitt einer endlos extrudierten Faser. Die Filamente werden im Regelfall so zwischen die Drahtabschnitte 12, 13 der Drahtklammer 11 eingelegt, dass sie beidseitig der Drahtklammer 11 bzw. ihrer Drahtabschnitte 12, 13 im Wesentlichen (bevorzugt maximal +/- 10 %) gleich weit hervorstehen.

    [0076] Die Drahtabschnitte 12, 13 werden dann miteinander verdrillt, wodurch sich die Filamente verteilen und schließlich fest zwischen den Drahtabschnitten eingeklemmt werden. Jedes Filament bildet i. d. R. dann zwei Borsten 1 aus. Insoweit werden im Rahmen dieser Beschreibung lediglich "unterschiedliche Seiten ein und derselben Medaille" angesprochen, wenn einmal der Begriff "Filament" und ein andermal der Begriff "Borste" verwendet wird.

    [0077] Das der Erfindung zu Grunde liegende Problem lässt sich am besten anhand der Figur 3 erklären. Figur 3 zeigt den typischen Zustand eines Wimpernbogens. Die einzelnen Wimpern W liegen von Natur aus nicht "eine neben der anderen", sondern einzelne Wimpern W verlaufen schräg und überlappen sich mit einer oder mehreren benachbarten Wimpern.

    [0078] Demgegenüber zeigt die Figur 4 den Idealzustand nach der Behandlung des Wimpernbogens mit einem Mascaraapplikator. Die Wimpern W sind gekämmt und idealerweise so ausgerichtet, dass sie annähernd parallel nebeneinanderliegen und leicht sternförmig verlaufen, so dass die freien Enden benachbarter Wimpern W etwas weiter voneinander entfernt sind als die Wurzelbereiche dieser Wimpern.

    [0079] Um mit einem Applikator auf die von Figur 3 gezeigten Wimpern einzuwirken, führt man den Applikator mit seinen unmittelbar mit den Wimpern W in Eingriff zu bringenden Borsten 1 bis dicht an das Augenlid heran und versucht dann, die Borsten 1 in die Zwischenräume zwischen benachbarten Wimpern W einzuschieben. Dabei stehen in dieser Situation die Borstenlängsachsen L und die Längsachsen der Wimpern in etwa senkrecht aufeinander, so, wie in Figur 3 gezeigt.

    [0080] Relativ dicke Borsten sind steif und knicken nicht sofort aus, wenn sie auf Wimpern und damit auf Widerstand stoßen.

    [0081] Allerdings zeigt sich, dass eine in etwa gerade und in etwa senkrecht zur Borstenlängsachse L verlaufende Borstenstirnfläche, wie sie durch simples "Abschneiden" eines Filaments von einem endlosen Faden entsteht, nachteilig ist - und zwar umso mehr, je größer der Borstendurchmesser ist, das heißt, je steifer die Borste ausgelegt worden ist.

    [0082] Warum dies so ist, lässt sich relativ einfach anhand der Figur 3 nachvollziehen:
    Die Stirnfläche trifft bei dem Versuch, die betreffende Borste zwischen die Wimpern zu schieben, unter Umständen stumpf auf eine oder mehrere Wimpern auf. Die Wimpern werden dann erst einmal hochgehoben anstatt zur Seite verdrängt. Hierdurch leidet unter Umständen das Separationsergebnis, da nicht gesagt ist, dass eine solche, zunächst erst einmal hochgehobene Wimper am Ende auf die Seite der Borste zurückschnappt, auf der sie eigentlich zu liegen kommen sollte, um ein optimales Separationsergebnis zu erreichen.

    [0083] Hier sind nun die erfindungsgemäßen Borsten klar im Vorteil.

    [0084] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel solcher erfindungsgemäßen Borsten 1. Wie man am besten anhand der Figur 1 sieht, lässt sich jede der erfindungsgemäßen Borsten 1 in zwei Abschnitte unterteilen, nämlich in den Borstenschaft 2 und in eine keilförmige Anspitzung 3. Die keilförmige Anspitzung 3 kann im einfachsten Fall durch einen einzigen Schrägschnitt durch die Borste hindurch gebildet werden und sieht dann so aus wie das schräg angeschnittene Ende einer Schnittrose - eine Lösung, die hier nicht figürlich dargestellt ist.

    [0085] Idealerweise wird die keilförmige Anspitzung durch 2 Meißelflächen 4 gebildet, die relativ zueinander schräg verlaufen und sich meist am freien Ende der Borste schneiden oder jedenfalls am nächsten kommen. Meist sind die beiden Meißelflächen hierbei gleich groß. Hierdurch ergibt sich im Bereich der keilförmigen Anspitzung 3 diejenige, sozusagen dachförmige Gestalt, die die Figur 2 zeigt.

    [0086] An den Meißelflächen, in deren Bereich der Borstenkern über eine lange Strecke hinweg schräg angeschnitten ist, lässt sich der Aufbau einer erfindungsgemäßen Borste aus einem Borstenkern 5, der aus einem härteren Material bzw. Kunststoff besteht, und aus einem Borstenmantel 6, der aus einem weicheren Material bzw. Kunststoff besteht, sehr gut erkennen, vgl. Fig. 1.

    [0087] Wie man sieht, bildet der Borstenkern 5 nur entlang der Firstlinie des freien Borstenendes eine freie Außenkante in Gestalt der Meißelschneide 4a aus. An allen anderen Stellen schmiegt sich der Borstenkern 5 ungeachtet der keilförmigen Anspitzung 3 überall an den Borstenmantel 6 an und wird von diesem stabilisiert. Ebenfalls gut zu erkennen ist, dass der Borstenkern 5 trotz des erheblichen Materialabtrags im Bereich der keilfömigen Anspitzung 3 überwiegend erhalten bleibt und daher seine Stützfunktion beibehält. Dadurch lässt sich mit den üblichen Methoden eine noch stärkere keilförmige Anspitzung erreichen, was wiederum den Separationeseffekt verbessert.

    [0088] Vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen Borsten 1 so gestaltet, dass die Meißelflächen 4 unter einem Winkel α ≥ 80° gegenüber der Horizontalen geneigt sind. Nicht zuletzt hierdurch ergeben sich sehr ausgeprägte Meißelflächen 4, die vorzugsweise so lang sind, dass sie sich mindestens über 1/4, besser noch über mindestens 1/3 der Gesamtlänge einer Borste hinweg erstrecken - so, wie das bei der Figur 2 anhand der dort bemaßten Meißelflächenlänge MFL zu erkennen ist, wo sich die Meißelflächen 4 über mehr als 40 % der Gesamtlänge der Borste erstrecken.

    [0089] Die im Rahmen der Erfindung zum Einsatz kommenden Filamente sind bevorzugt Filamente aus mindestens einem endlos coextrudierten Faden. Um solche Fäden herzustellen, werden zwei mit unterschiedlichen Kunststoffmaterialien gespeiste Düsen koaxial angeordnet, so dass synchron ein endloser Zylinder (der spätere Borstenkern) und ein ihn umgebendes, zunächst meist noch geschlitztes Rohr (der spätere Borstenmantel) extrudiert werden, die nachfolgend miteinander verkleben bzw. verschweißen. Durch die Extrusion kommt es zu einer signifikanten Verstreckung/Ausrichtung der Kunststoffmolekülketten, weshalb der so hergestellte Faden und daher auch die daraus geschnittenen Filamente hervorragende Anwendungseigenschaften aufweisen, allen voran ein hervorragendes Bend-Recovery-Vermögen.

    [0090] Anzumerken ist noch, dass die Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel zeigen, dessen Meißelflächen 4 im Wesentlichen plan, d. h. in sich eben und zumeist auch gleich groß sind.

    [0091] Alternativ kann es in manchen Fällen so sein, dass die Meißelflächen in Richtung entlang der Längsachse L fortschreitend konkav gekrümmt sind, so dass sich ein in axialer Richtung längerer Bereich ergibt, in dem die Spitze schmal ist.

    [0092] Die Fig. 6, 7 und 8 verdeutlichen eine Variante der erfindungsgemäßen Mascarabürste 18 mit außerordentlich vorteilhafter Auftrags- und Separationswirkung.

    [0093] Wie man sieht besteht hier der Borstenbesatz aus durch Filamente gebildeten Borsten 1a mit keilförmiger Anspitzung und aus weiteren, ebenfalls aus Filamenten gebildeten Borsten 1b ohne keilförmige Anspitzung.

    [0094] Dabei ist der der Borstenbesatz so gestaltet ist, dass die Borsten 1a mit keilförmiger Anspitzung eine Sektor 100 des Borstensatzes 26 bilden und die weiteren Borsten 1b einen weiteren Sektor 101 bilden. Bei dem figürlich dargestellten Beispiel folgen die Sektoren 100 und die weiteren Sektoren 101 in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinander .

    [0095] Die Zahl der Sektoren 100, 101 hängt vom individuellen Einsatzfall und den rheologischen Eigenschaften des eingesetzten Kosmetikums ab. Vorzugsweise sind zwischen 1 bis 8 Sektoren und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren vorhanden.

    [0096] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Filamente mit keilförmiger Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Filamenten bestehenden Borstenbesatz so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes verlaufende Bahn bilden, was hier nicht figürlich dargestellt ist.

    [0097] Idealerweise ist es so, dass die weiteren Filamente aus dem gleichen Material bestehen, wie die Filamente mit keilförmiger Anspitzung.

    [0098] Bei einer anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen und daher beanspruchten Variante der bisher an Hand der Figuren erläuterten Mascaraapplikators ist der Besatz so gestaltet, dass die Meißelflächen der Filamente mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.

    [0099] Die Fig. 9 verdeutlicht eine Variante der erfindungsgemäßen Mascarabürste mit außerordentlich vorteilhafter Auftrags- und Separationswirkung.

    [0100] Wie man sieht, besteht hier der Borstenbesatz 26 aus durch Filamente gebildeten Borsten 1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung und aus weiteren, ebenfalls aus Filamenten gebildeten Borsten 1b ohne keilförmige Anspitzung, wobei sich die Borsten 1a, 1c nur hinsichtlich der Ausrichtung ihrer Anschnittfläche 4 unterscheiden. Die Anschnittfläche 4 jeder der Borsten 1a zeigt zum Bürstenende 16 und die Anschnittfläche 4 jeder der Borsten 1c zeigt zur Bürstenspitze 15.

    [0101] Dabei ist der Borstenbesatz 26 so gestaltet ist, dass die Borsten 1a mit keilförmiger Anspitzung zu mehreren benachbart in einer Borstenreihe 17 angeordnet einen Sektor 100 des Borstenbesatzes 26 ausbilden, die Borsten 1c mit keilförmiger Anspitzung zu mehreren benachbart in einer Borstenreihe 17' angeordnet einen Sektor 102 des Borstenbesatzes 26 ausbilden, und die weiteren Borsten 1b in einer Borstenreihe 17" angeordnet einen weiteren Sektor 101 des Borstenbesatzes 26 ausbilden. Bei dem figürlich in Fig. 14 dargestellten Beispiel folgen die Sektoren 100 und 102 und der weitere Sektor 101 in Umfangsrichtung abwechselnd auf einander. An den Sektor 102 schließt sich wieder ein Sektor 101 an. Die Sequenz an Sektoren setzt sich fort bis über den Umfang des Borstenbesatzes 26 ein 360° Kreisbogen geschlossen ist.

    [0102] Die Zahl der Sektoren hängt vom individuellen Einsatzfall und den rheologischen Eigenschaften des eingesetzten Kosmetikums ab. Vorzugsweise sind zwischen 1 bis 8 Sektoren 100, 102 und zwischen 1 bis 8 weitere Sektoren 101 vorhanden.

    [0103] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Filamente oder Borsten 1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Filamenten oder Borsten 1, 1b bestehenden Borstenbesatz 26 so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes 26 verlaufende Bahn bilden, was hier nicht figürlich dargestellt ist.

    [0104] Idealerweise ist es so, dass die weiteren Filamente oder Borsten 1b aus dem gleichen Material bestehen, wie die Filamente oder Borsten 1a, 1c mit keilförmiger Anspitzung.

    [0105] Bei einer anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen und daher beanspruchten Variante der bisher an Hand der Figuren erläuterten Mascaraapplikators ist der Besatz so gestaltet, dass die Meißelflächen der Filamente oder Borsten mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.

    [0106] Während im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 9 alle Borsten 1a, 1b, 1c einer jeweiligen Borstenreihe 17, 17', 17" gleichartig bezüglich der Ausbildung der Borstenspitze ausgebildet sind, kann eine Borstenreihe natürlich auch aus Borsten gebildet sein, die jeweils unterschiedlich ausgebildete Borstenspitzen aufweisen. So ist es möglich, dass in einer Borstenreihe nebeneinander und benachbart zueinander Borsten 1a, 1b, 1c ausgebildet sind, die in einem wiederkehrenden Muster zueinander angeordnet sind, wobei das Muster einen Sektor, einen Bereich oder eine Zone ausbildet. Es sind alle denkgesetzlich möglichen Kombinationen ausführbar. Auch können Sektoren, Bereiche oder Zonen spiralförmig über den Umfang des Borstenbesatzes 26 verlaufen oder in Längsrichtung der Drahtkernlängsachse LD verlaufend angeordnet, ausgebildet und ausgerichtet sein.

    Bezugszeichenliste



    [0107] 

    1 Borste

    1a, 1c Borsten, die keilförmig angespitzt sind (Variante)

    1b Borsten, die nicht keilförmig angespitzt sind (Variante)

    2 Borstenschaft

    3 Keilförmige Anspitzung

    4 Meißelfläche

    4a Meißelschneide

    5 Borstenkern

    6 Borstenmantel

    7 Wandstärke des Borstenmantels

    8 Borstenkerndurchmesser

    9 Borstendurchmesser

    10 Borstenlänge

    11 Drahtklammer

    12 Erster Drahtabschnitt der Drahtklammer

    13 Zweiter Drahtabschnitt der Drahtklammer

    100, 102 Sektoren aus Borsten, die keilförmig angespitzt sind

    101 Sektoren aus Borsten, die nicht keilförmig angespitzt sind

    α Keilwinkel

    L Borstenlängsachse

    MFL Meißelflächenlänge

    WSM Wandstärke des Borstenmantels

    W Wimper




    Ansprüche

    1. Mascarabürste (18) mit einer Seele aus mindestens zwei miteinander verdrillten Drahtabschnitten (12, 13) und einem Borstenbesatz aus aus Filamenten, die jeweils zwischen den beiden Drahtabschnitten (12, 13) geklemmt gehalten werden, gebildeten Borsten (1), wobei die Borsten (1) an ihren freien Enden eine keilförmige Anspitzung (3) tragen, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten einen Borstenmantel (6) aus einem ersten, weicheren Material und einen mit dem Borstenmantel (6) verbundenen Borstenkern (5) aus einem zweiten, demgegenüber härteren Material besitzen, wobei das erste als auch das zweite Material ein Kunststoff ist und die beiden Kunststoffe durch Coextrusion fest miteinander verbunden sind.
     
    2. Mascarabürste (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die besagten Borsten (1) zumindest teilweise an ihren radial auswärtigen, freien Enden einen einseitigen oder zweiseitigen Schräganschnitt (3) nach Art eines einfachen Keils aufweisen und eine keilförmige Borstenspitze mit mindestens einer einen Keil ausbildende Anschnittfläche (4) umfassen.
     
    3. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmige Anspitzung (3) aus zwei schräg zur Borstenlängsachse (L) verlaufenden, relativ zueinander geneigten und sich am distalen Ende des Filaments schneidenden Meißelflächen oder Anschnittflächen(4) besteht.
     
    4. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Meißelflächen oder Anschnittflächen(4) im Wesentlichen in sich eben und vorzugsweise zwei sich am gleichen Borstenende gegegenüberliegende Meißelflächen oder Anschnittflächen (4) im Wesentlichen gleich groß sind.
     
    5. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenrauheit der Meißelflächen oder Anschnittflächen (4) größer ist als die Oberflächenrauheit des unangeschrägten Schaftbereichs der Borste (1) oder des Filaments.
     
    6. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Material einen E-Modul von ≥ 1300 N/mm2, besser von ≥ 1700 N/mm2 besitzt, wobei der E-Modul vorzugsweise 2700 N/mm2 nicht übersteigt.
     
    7. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material eine Shore-D-Härte ≤ 80 aufweist.
     
    8. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in radialer Richtung gemessene Wandstärke (WSM) des Mantels im Bereich zwischen 15 µm und 100 µm liegt.
     
    9. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) aus Borsten (1) oder Filamenten mit keilförmiger Anspitzung besteht und aus weiteren Borsten oder Filamenten ohne keilförmige Anspitzung, wobei der Borstenbesatz (26) vorzugsweise so gestaltet ist, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung mehrere Sektoren (100, 102) des Borstensatzes bilden und die weiteren Filamente mehrere weitere Sektoren (101) bilden, wobei die Sektoren (100, 102) und die weiteren Sektoren (101) idealerweise in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinander folgen.
     
    10. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen (100, 102) aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes (26) längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten und jeweils eine gleichartig ausgebildete Borstenspitze aufweisenden Borsten (1a, 1c) bestehende Borstenreihe (17, 17') umfassen oder von einer solchen Borstenreihe (17, 17') gebildet sind, und die jeweils in Umfangsrichtung und/oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes benachbart zu einem/einer mehrere Borsten (1b) umfassenden Bereich oder Sektor oder Zone (101) angeordnet sind, dessen/deren Borsten (1b) eine demgegenüber unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
     
    11. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) mehrere Bereiche, Sektoren oder Zonen aufweist, die in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) quer, insbesondere senkrecht, zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Umfangsrichtung des Borstenbesatzes (26) spiralförmig zur Drahtkernlängsachse (LD) oder in Längsrichtung des Borstenbesatzes (26) längs, insbesondere parallel, zur Drahtkernlängsachse (LD) verlaufend ausgerichtet sind, und die jeweils mindestens eine aus mehreren zueinander benachbarten Borsten (1) bestehende Borstenreihe umfassen, deren benachbarten Borsten (1) jeweils eine unterschiedlich ausgebildete Borstenspitze aufweisen.
     
    12. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (26) aus Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamenten (1') mit keilförmiger Anspitzung und aus weiteren Borsten (1b) oder Filamenten (1') ohne keilförmige Anspitzung besteht, wobei der Borstenbesatz (26) vorzugsweise so gestaltet ist, dass die Borsten (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) oder Filamente (1') mit keilförmiger Anspitzung einen oder mehrere Sektor(en) (100, 102) des Borstensatzes (26) bilden und die weiteren Borsten (1b) oder Filamente (1') einen oder mehrere weitere(n) Sektor(en) (101) bilden, wobei der oder die Sektor(en) (100, 102) und der oder die weitere(n) Sektor(en) (101) vorzugsweis in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinander folgen.
     
    13. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung in dem ansonsten aus weiteren Borsten oder Filamenten bestehenden Borstenbesatz (26) so angeordnet sind, dass sie eine spiralförmig an der Umfangshüllfläche des Borstenbesatzes verlaufende Bahn bilden.
     
    14. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Borsten oder Filamente aus dem gleichen Material bestehen, wie die Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung.
     
    15. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Meißelflächen der Borsten oder Filamente mit keilförmiger Anspitzung, bei Vernachlässigung ihres Keilwinkels, senkrecht zum Verlauf der gedachten Längsachse der spiralförmigen Bahn ausgerichtet sind.
     
    16. Mascarabürste (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Borsten (1) durch Coextrusion aus einem ersten Kunststoffmaterial und einem demgegenüber unterschiedlichen zweiten Kunststoffmaterial hergestellt ist, wobei sich die beiden Kunststoffmaterialien bezüglich ihres Elastizitätsmoduls und/oder ihrer Shore-D-Härte unterscheiden und wobei das erste Kunststoffmaterial eine Shore-D-Härte ≤ 80 und/oder das zweite Kunststoffmaterial ein Elastizitätsmodul von ≥ 1300 N/mm2 aufweist,
    und dass nach einem zur Herstellung einer jeweiligen Anschnittfläche (4) durchgeführten Beschleifen der aus jeweils einem dieser unterschiedlichen Kunststoffe bestehenden Bereiche Borstenkern (5) und Borstenmantel 6) mit ein und derselben Schleifscheibe im Bereich des Borstenkerns (5) und im Bereich des Borstenmantels (6) unterschiedliche Rauigkeiten entstehen, die jeweils eine Oberflächenrauigkeit (Rz) zwischen 0,2 µm und 6,3 µm, insbesondere zwischen 2,9 µm und 6,3 µm, aufweisen.
     


    Claims

    1. Mascara brush (18) with an inner core of at least two wire portions (12, 13) twisted together, and a bristle covering of bristles formed by filaments that are each held clamped between the two wire portions (12, 13), wherein the bristles have a wedge-shaped pointed portion (3) at their free ends, characterized in that the bristles have a bristle jacket (6) formed of a first, softer material and a bristle core (5), which is connected to the bristle jacket (6) and formed of a second, in contrast, harder material, wherein the first and the second material are made of plastic and the two plastics are firmly connected to one another by coextrusion.
     
    2. The mascara brush (18) according to claim 1, characterized in that said bristles (1), at least partially, have at their radially outward free ends a unilateral or bilateral oblique cut (3) like a simple wedge, and comprise a wedge-shaped bristle tip with at least one cut face (4) forming a wedge.
     
    3. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the wedge-shaped pointed portion (3) consists of two chisel faces or cut faces (4) that extend obliquely to the longitudinal bristle axis (L), and are inclined relative to one another and intersect at a distal end of the filament.
     
    4. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the chisel faces or cut faces (4) are substantially planar in themselves and preferably two chisel faces or cut faces (4) that are opposite to each other at the same bristle end are substantially of the same size.
     
    5. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the surface roughness of the chisel faces or cut faces (4) is greater than the surface roughness of the non-beveled shaft region of the bristle (1) or filament.
     
    6. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the second material has an E modulus of ≥1300 N/mm2, better of ≥1700 N/mm2, wherein the E modulus preferably does not exceed 2700 N/mm2
     
    7. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the first material has a Shore D hardness of ≤ 80.
     
    8. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the wall thickness (WSM) of the jacket measured in the radial direction is between 15 µm and 100 µm.
     
    9. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) consists of bristles (1) or filaments with a wedge-shaped pointed portion and of further bristles or filaments without a wedge-shaped pointed portion, wherein the bristle covering (26) is preferably designed in such a way that the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion form a plurality of sectors (100, 102) of the bristle covering and the further filaments form a plurality of further sectors (101), wherein the sectors (100, 102) and, ideally, the further sectors (101) follow each other alternately in the circumferential direction.
     
    10. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) has a plurality of areas, sectors or zones (100, 102), which are oriented to extend, in the circumferential direction of the bristle covering (26), transversely, in particular perpendicularly, to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the circumferential direction of the bristle covering (26), spiral-shaped to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the longitudinal direction of the bristle covering (26), alongside, in particular parallel, of the longitudinal wire core axis (LD), and which respectively comprise at least one bristle row (17, 17') consisting of a plurality of adjacent bristles (1a, 1c) that each have an identically configured bristle tip, or are formed by such a bristle row (17, 17'), and which, in the circumferential direction and/or in the longitudinal direction of the bristle covering, are respectively disposed adjacent to one area or sector or zone (101) which comprises a plurality of bristles (1b) each having a differently configured bristle tip.
     
    11. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) has a plurality of areas, sectors or zones, which are oriented to extend, in the circumferential direction of the bristle covering (26), transversely, in particular perpendicularly, to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the circumferential direction of the bristle covering (26), spiral-shaped to the longitudinal wire core axis (LD), or, in the longitudinal direction of the bristle covering (26), alongside, in particular parallel, of the longitudinal wire core axis (LD), and which respectively comprise at least one bristle row which consists of a plurality of adjacent bristles (1) and whose adjacent bristles (1) each have a differently configured bristle tip.
     
    12. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle covering (26) consists of bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments (1') with a wedge-shaped pointed portion and of further bristles (1b) or filaments (1') without a wedge-shaped pointed portion, wherein the bristle covering (26) is preferably designed in such a way that the bristles (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) or filaments (1') with a wedge-shaped pointed portion form one or a plurality of sectors (100, 102) of the bristle covering (26) and the further bristles (1b) or filaments (1') form one or a plurality of further sectors (101), wherein the sector(s) (100, 102) and the further sector(s) (101) follow each other preferably alternately in the circumferential direction.
     
    13. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion are disposed in the bristle covering (26) that otherwise consists of further bristles or filaments in such a way that they form a track extending in a spiral shape on the circumferential enveloping surface of the bristle covering.
     
    14. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the further bristles or filaments are made of the same material as the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion.
     
    15. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that the chisel faces of the bristles or filaments with a wedge-shaped pointed portion, neglecting their wedge angle, are oriented perpendicularly to an imaginary longitudinal axis of the spiral-shaped track.
     
    16. The mascara brush (18) according to one of the preceding claims, characterized in that at least a part of the bristles (1) is produced by co-extrusion from a first plastic material and a second plastic material different from the first plastic material, wherein the two plastic materials differ with regard to their modulus of elasticity and/or their Shore D hardness, and wherein the first plastic material has a Shore D hardness ≤80 and/or the second plastic material has a modulus of elasticity of ≥1300 N/mm2, and that after a grinding process of the areas respectively consisting of one of these different plastic materials, namely the bristle core (5) and the bristle jacket (6), with one and the same grinding disk, which is carried out for producing the respective cut face (4), different roughnesses are produced in the area of the bristle core (5) and in the area of the bristle jacket (6) that respectively have a surface roughness (Rz) between 0.2 µm and 6.3 µm, in particular between 2.9 µm and 6.3 µm.
     


    Revendications

    1. Une brosse à mascara (18) avec un noyau intérieur constitué d'au moins deux tronçons de fil (12, 13) torsadés l'un avec l'autre, et une garniture de poils constituée de poils qui sont formés par des filaments qui sont chacun maintenus serrés entre les deux tronçons de fil (12, 13), dans laquelle les poils (1) ont une partie pointue en forme de coin (3) à leurs extrémités libres, caractérisée en ce que les poils ont une enveloppe de poils (6) formée d'un premier matériau plus doux et un noyau de poils (5) qui est relié à l'enveloppe de poils (6) et formé d'un deuxième matériau, qui est plus dur que le premier matériau, dans laquelle le premier et le deuxième matériaux sont des matières plastiques et les deux matières plastiques sont solidement reliées l'une à l'autre par co-extrusion.
     
    2. La brosse à mascara (18) selon la revendication 1, caractérisée en ce que lesdits poils (1) comportent, au moins partiellement, à leurs extrémités radialement libres vers l'extérieur, une coupe oblique (3) unilatérale ou bilatérale à la manière d'un simple coin et comportent une pointe de poils en forme de coin avec au moins une surface de coupe (4) formant un coin.
     
    3. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie pointue en forme de coin (3) est constituée de deux surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) qui s'étendent obliquement par rapport à l'axe longitudinal des poils (L), et sont inclinées l'une par rapport à l'autre et se coupent à l'extrémité distale du filament.
     
    4. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) sont essentiellement planes en elles-mêmes et de préférence deux surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) opposées l'une à l'autre à la même extrémité des poils sont essentiellement de la même taille.
     
    5. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la rugosité de surface des surfaces de burin ou surfaces de coupe (4) est supérieure à la rugosité de surface de la zone de tige non biseautée du poil (1) ou du filament.
     
    6. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le deuxième matériau a un module d'élasticité de ≥1300 N/mm2, mieux de ≥1700 N/mm2, dans laquelle de préférence le module d'élasticité n'excède pas 2700 N/mm2.
     
    7. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier matériau a une dureté Shore D de ≤ 80.
     
    8. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'épaisseur de paroi (WSM) de l'enveloppe mesurée dans la direction radiale est comprise entre 15 µm et 100 µm.
     
    9. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) est constituée de poils (1) ou de filaments avec une partie pointue en forme de coin et d'autres poils ou filaments sans partie pointue en forme de coin, dans laquelle la garniture de poils (26) est de préférence conçue de telle sorte que les poils ou les filaments ayant une partie pointue en forme de coin forment une pluralité de secteurs (100, 102) de la garniture de poils et les autres filaments forment une pluralité d'autres secteurs (101), dans laquelle, idéalement, les secteurs (100, 102) et les autres secteurs (101) se succèdent en alternance dans la direction circonférentielle.
     
    10. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) comporte une pluralité de régions, de secteurs ou de zones (100, 102), qui sont alignés de manière à s'étendre dans la direction circonférentielle de la garniture de poils (26) transversalement, en particulier perpendiculairement, à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) ou, dans la direction circonférentielle de la garniture de poils (26), de manière spiralée par rapport à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD), ou, dans la direction longitudinale de la garniture de poils (26), longitudinalement, en particulier parallèlement, à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) et qui comprennent chacun(e) au moins une rangée de poils (17, 17') constituée d'une pluralité de poils adjacents (1a, 1c) qui ont chacun une pointe de poils de configuration identique, ou sont formés par une telle rangée de poils (17, 17'), et qui, dans la direction circonférentielle et/ou dans la direction longitudinale de la garniture de poils, sont chacun(e) disposés adjacents à une région ou un secteur ou une zone (101) qui comprend une pluralité de poils (1b) ayant chacun une pointe de poils configurée différemment.
     
    11. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) comporte une pluralité de régions, de secteurs ou de zones, qui sont alignés de manière à s'étendre dans la direction circonférentielle de la garniture de poils (26) transversalement, en particulier perpendiculairement, à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) ou, dans la direction circonférentielle de la garniture de poils (26), de manière spiralée par rapport à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD), ou, dans la direction longitudinale de la garniture de poils (26), longitudinalement, en particulier parallèlement, à l'axe longitudinal du noyau en fil (LD) et qui comprennent chacun(e) au moins une rangée de poils constituée d'une pluralité de poils adjacents (1) ayant chacun une pointe de poils configurée différemment.
     
    12. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la garniture de poils (26) est constituée de poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou de filaments (1') avec une partie pointue en forme de coin et d'autres poils (1b) ou filaments (1') sans partie pointue en forme de coin, dans laquelle la garniture de poils (26) est de préférence conçue de telle sorte que les poils (1a, 1c, 1d, 1e, 1f) ou les filaments (1') avec une partie pointue en forme de coin forment un secteur ou une pluralité de secteurs (100, 102) de la garniture de poils (26) et les autres poils (1b) ou filaments (1') forment un autre secteur ou une pluralité d'autres secteurs (101), dans laquelle le(s) secteur(s) (100, 102) et le(s) autre(s) secteur(s) (101) se suivent de préférence en alternance dans la direction circonférentielle.
     
    13. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les poils ou les filaments avec une partie pointue en forme de coin sont disposés dans la garniture de poils (26) qui par ailleurs est constituée d'autres poils ou filaments de manière à former une trajectoire s'étendant en forme de spirale sur la surface enveloppante de circonférence de la garniture de poils.
     
    14. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les autres poils ou filaments sont constitués du même matériau que les poils ou filaments avec une partie pointue en forme de coin.
     
    15. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'en négligeant leur angle de coin, les surfaces de burin des poils ou des filaments avec une partie pointue en forme de coin sont alignés perpendiculairement à un axe longitudinal imaginaire de la trajectoire en forme de spirale.
     
    16. La brosse à mascara (18) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une partie des poils (1) est produite par coextrusion à partir d'une première matière plastique et d'une deuxième matière plastique différente de la première matière plastique, dans laquelle les deux matières plastiques se diffèrent en ce qui concerne leur module d'élasticité et/ou leur dureté Shore D, et dans laquelle la première matière plastique a une dureté Shore D ≤80 et/ou la deuxième matière plastique a un module d'élasticité ≥1300 N/mm2,
    et qu'après un processus d'affûtage des zones constituées respectivement de l'une des matières plastiques différentes, à savoir le noyau de poils (5) et l'enveloppe de poils (6), ledit processus étant effectué au moyen d'une seule et même meule et destiné à produire une surface de coupe respective (4), différentes rugosités sont produites dans la zone du noyau de poils (5) et dans la zone de l'enveloppe de poils (6) qui ont respectivement une rugosité de surface (Rz) comprise entre 0,2 µm et 6,3 µm, en particulier entre 2,9 µm et 6,3 µm.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente