[0001] Die Erfindung betrifft ein Messer mit einer Klingenaufnahme und einer eine Klingenebene
aufweisenden Klinge, wobei die Klinge an zwei voneinander beabstandeten Punkten, d.h.
einem ersten Punkt und einem zweiten Punkt, in der Klingenaufnahme gehalten, angeordnet
ist.
[0002] Ein Problem bei Messern mit einer derartigen Klingenaufnahme ist, die Klinge möglichst
spielarm in der Klingenaufnahme festzulegen, damit die Klinge im Gebrauch des Messers
nicht in der Klingenaufnahme "wackelt", d.h. sich relativ zu der Klingenaufnahme bewegt.
Je stärker das Spiel ist, desto unsicherer und ungenauer kann der Schnitt werden und
desto größer kann die Gefährdung des Nutzers sein. Übliche flache Klingen mit Klingenebene
werden in ihrer Produktion mit eventuell vorgesehenen Öffnungen und Profil aus einem
Band oder Blech ausgestanzt und anschließend gehärtet. Infolge des Härtungsprozesses
tritt üblich ein sogenannter Härteverzug auf, der, da er unter anderem ein Vielfaches
üblicher Klingentoleranzen betragen kann, bei der Anordnung der Punkte mit eventuellen
Befestigungsmitteln berücksichtigt werden muss. Dieser Ausgleich des Härteverzuges
kann im Rahmen der Klingentoleranzen nur unzureichend erfolgen, da dieser in der Regel
mehrfach überdimensioniert wird, um einen Ausschuss an Klingen zu minimieren. Dies
hat zur Folge, dass derartige Klingen dann zumindest bezüglich der Klingenebene "wacklig",
d.h. mit großem Spiel in der Klingenaufnahme angeordnet sind.
[0003] In der
WO9855273A1 wird ein gattungsgemäßes Messer mit Klinge und Klingenaufnahme beschrieben, wobei
die Klinge zwei in Schneidrichtung fluchtende Langlöcher aufweist, durch die zwei
bezüglich des Querschnitts formkongruente Vorsprünge senkrecht zur Klingenebene eingreifen.
Hierdurch wird zwar ein verbesserter Sitz der Klinge in der Klingenaufnahme erzielt,
das Problem des Härteverzuges jedoch nicht gelöst.
[0004] Die
US 4,005,525 und
US 2010/0269348 A1 offenbaren jeweils ein gattungsgemäßes Messer, bei dem die Klinge von drei bzw. vier
Vorsprüngen in der Klingenaufnahme gehalten wird. Damit wird ebenfalls ein verbesserter
Sitz der Klinge in der Klingenaufnahme erzielt. Das Problem des Härteverzuges wird
aber nicht gelöst.
[0005] BE 489 295 A beschreibt eine Klinge mit mehreren Öffnungen zu ihrer Halterung in einem Messer
sowie die Herstellung der Klinge.
[0006] Aus
EP 1 579 815 A2 und
GB 2 412 343 A ist jeweils ein Messer, insbesondere ein chirurgisches Messer mit Klinge und Halter
bekannt. Zudem ist zusätzlich jeweils ein Schutz für die Klinge vorgesehen.
[0007] US 2 432 345 A lehrt eine Klinge, die zwischen zwei Laschen gepresst ist, wobei die Klinge an zwei
voneinander beabstandeten Punkten durch jeweils einen die Klinge durchragenden Zapfen
gehalten wird.
[0008] US 3 314 148 A ist ein Messer entnehmbar, dessen Klinge in einem Schieber so gelagert ist, dass
deren Schneide seitlich partiell freigegeben ist, wobei der Schieber seinerseits in
einem schienenartigen Gehäuse zwischen einer Bereitstellungsposition, in die Klinge
geschützt in dem Gehäuse ist, und einer Schneidposition, in der der Schieber unter
partieller Freigabe der Schneide aus dem Gehäuse herausragt, verschieblich gelagert
ist.
[0009] In
GB 566 233 A und
FR 1 060 411 A ist die Klinge jeweils an zwei Zapfen angelagert, um in der Schneidposition über
das Gehäuse hinaus zu ragen. Gemäß
FR 1 060 411 A sind hier mehrere alternativen Positionen der Klinge vorgesehen.
[0010] Eine Aufgabe der Erfindung ist, ein gattungsgemäßes Messer bereitzustellen, bei dem
das Problem des Härteverzuges gelöst ist, ohne die Gefahr, dass sich die Klinge in
Klingenebene in der Klingenaufnahme relativ zu derselben bewegt. Zudem sollten die
Art und/oder der Aufbau der Halterung möglichst unaufwändig sein.
[0011] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen werden in den Unteransprüchen beschrieben. Die gestellte
Aufgabe wird bereits dadurch gelöst, dass die Klinge, bezüglich der Klingenebene,
an dem ersten Punkt verschiebungsfest und an dem zweiten Punkt in einer Verschiebungsrichtung
verschieblich gehalten ist, wobei der kürzeste Abstand der durch den zweiten Punkt
gehenden Verschiebungsrichtung zu dem ersten Punkt größer Null ist.
[0012] Dass der kürzeste Abstand der durch den zweiten Punkt gehenden Verschiebungsrichtung
zu dem ersten Punkt größer Null ist, bedeutet, dass diese durch den zweiten Punkt
gehende Verschiebungsrichtung nicht durch den ersten Punkt verläuft, dass der erste
Punkt nicht auf einer Gerade liegt, die die Verschiebungsrichtung enthält, bzw. dass
die beiden Punkte nicht auf einer gemeinsamen Geraden liegen, die die Verschiebungsrichtung
enthält.
[0013] Die Klinge ist in dem ersten Punkt verschiebungsfest in der Klingenaufnahme lagefixiert.
In dem zweiten Punkt ist eine Relativverschiebung von Klinge und Klingenaufnahme in
Verschiebungsrichtung zugelassen, wodurch ein Längenausgleich zur Kompensierung des
Härteverzuges in Verschiebungsrichtung erfolgen kann. D.h., es können ein Verzug der
Klinge durch den Härtevorgang und auch mögliche Dimensionstoleranzen der Klinge und/oder
der Klingenaufnahme ausgeglichen werden.
[0014] Ferner hat die Klinge einen festen Sitz in der Klingenaufnahme. Hierbei ist die Klinge
bezüglich einer Richtung senkrecht zur Verschiebungsrichtung verschiebungsfest in
dem zweiten Punkt an der Klingenaufnahme angelagert. Somit wird die Klinge unter Ausbildung
eines festen Hebelarms, der sich zwischen dem ersten Punkt und dem zweiten Punkt der
Klingenaufnahme erstreckt, in der Klingenaufnahme gehalten. Mit dem ersten Punkt als
Drehpunkt für die Klinge, wird über den Hebel ein Drehmoment mit einer Hebelkraft
auf die Klinge übertragen, wobei die Hebelkraft senkrecht zum Hebelarm auf den zweiten
Punkt wirkt. Da der kürzeste Abstand der durch den zweiten Punkt gehenden Verschiebungsrichtung
zu dem ersten Punkt größer Null ist, wirkt eine Kraftkomponente der Hebelkraft senkrecht
zur Verschiebungsrichtung und somit in die Richtung, in der die Klinge verschiebungsfest
gehalten ist. Damit wird die Klinge bezüglich des ersten Punktes verdrehfest gehalten.
Somit können die Abmessungen von Klinge und Klingenaufnahme bzw. die relative Lage
der beiden Punkte an Klinge und Klingenaufnahme so übereinstimmend in Klinge bzw.
Klingenaufnahme eingebracht werden, dass die Klinge spielfrei in der Klingenaufnahme
an den beiden Punkten gelagert werden kann.
[0015] Ferner wird mit der Lösung der Aufgabe eine sehr einfache Konstruktion mit lediglich
zwei Punkten vorgeschlagen, in denen die Klinge in der Klingenaufnahme angelagert
ist.
[0016] Der Härteverzug tritt in der Regel beim Härten dadurch auf, dass, um ein ordnungsgemäßes
Durchlaufen eines Klingenbandes, aus dem später die Klingen ausgestanzt werden, durch
einen Härtungsofen zu gewährleisten, das Klingenband auf Zug gehalten wird. Infolge
der Glühtemperaturen im Härtungsofen verformt sich das Klingenband vornehmlich axial,
d.h. in Richtung der anliegenden Zugspannung. Bei einer Herstellung hochwertiger Klingen
sind zwar durchaus Fertigungstoleranzen von wenigen 1/100-stel Millimeter üblich,
während der Verzug durch die Härtung der Klingen im Bereich von 1/10-tel Millimeter,
also etwa dem 10-fachen der Fertigungstoleranzen betragen kann. Dennoch kann der Härteverzug
dazu führen, dass die Klinge in einer üblichen Klingenaufnahme einen unsicheren Sitz
aufweist oder sogar nicht in die Klingenaufnahme ordnungsgemäß eingesetzt werden kann.
[0017] Vorzugsweise stimmen die Hauptrichtung des zu erwartenden Verzuges und die Verschiebungsrichtung
der Klinge in der Klingenaufnahme überein. Hierdurch kann die Änderung der Abmessung
der Klinge infolge des Härteverzuges bei der Härtung allein durch die Lageveränderung
des zweiten Punktes der Klinge zu dem der Klingenaufnahme kompensiert werden.
[0018] Die Klinge kann bezüglich dieser Schmalseiten frei in der Klingenaufnahme gehalten
angeordnet sein. Da die Klinge, an den beiden Punkten in der Aufnahme gehalten, bezüglich
der Klingenebene verschiebungsfest in der Klingenaufnahme gelagert werden kann, ist
es möglich, die Klinge bezüglich ihrer Schmalseiten beabstandet zu Wandungen der Aufnahme
zu halten. Dies ist insbesondere hinsichtlich ihrer üblich an einer Schmalseite angeordneten
Schneide vorteilhaft, da deren Schneidkante in der Klingenaufnahme durch diese Maßnahme
unbelastet bleiben und damit nichts an Schärfe verlieren kann.
[0019] Vorzugsweise sind die Punkte bezüglich der Klingenebene in einem ersten Abstand parallel
zur Verschiebungsrichtung und in einem zweiten Abstand senkrecht zum ersten Abstand
voneinander beabstandet. Hierbei ist der zweite Abstand gleich dem zuvor beschriebenen
kürzesten Abstand.
[0020] Je größer der erste Abstand ist, desto geringer ist der Hebel zur Verschiebungsrichtung
geneigt. Ferner ist der Hebel dadurch entsprechend verlängert. Beides bewirkt, dass
die in dem zweiten Punkt übertragenden und damit ein Verschleiß in der Lagerung in
dem zweiten Punkt bewirkenden Kräfte kleiner werden.
[0021] Weist die über den Hebel übertragene Hebelkraft exakt in Verschieberichtung, d.h.
ist der erste Abstand genau Null, so ist die senkrecht zur Verschiebungsrichtung weisende
Kraftkomponente gleich Null, um jedoch, gleich einer Sinusfunktion, bereits bei einer
minimalen Drehung der Klinge um den ersten Punkt größer Null zu werden und hierüber
die Klinge an den Punkten festzusetzen.
[0022] Konstruktiv einfach kann die Klinge in dem ersten Punkt bezüglich der Klingenebene
formschlüssig gehalten sein. Die Klinge kann in dem zweiten Punkt senkrecht zur Verschiebungsrichtung
und damit in Richtung des zweiten Abstandes formschlüssig gehalten sein.
[0023] Ebenfalls konstruktiv einfach kann die Klinge in einer Weiterbildung des Messers
an den Punkten jeweils mittels einer Steck- und/oder Rastverbindung gehalten sein.
[0024] Zur Halterung der Klinge kann die Klingenaufnahme an den beiden Punkten jeweils einen
Vorsprung aufweisen, der vorzugsweise senkrecht zur Klingenebene in eine an der Klinge
vorgesehene zugeordnete Öffnung eingreift. Hierbei kann der Vorsprung bzw. können
die Vorsprünge jeweils die zugeordnete Öffnung durchgreifen. Dieses Durchgreifen des
Vorsprunges bzw. der Vorsprünge kann soweit erfolgen, dass er bzw. sie jeweils endseitig,
vorzugsweise unter Ausbildung einer Steck- und/oder Rastverbindung in eine in der
Klingenaufnahme vorgesehene Ausnehmung eingreift bzw. eingreifen.
[0025] In einer Weiterbildung des Messers kann die dem zweiten Punkt zugeordnete Öffnung
als Führung, bevorzugt als lineare Führung ausgebildet sein. Hierzu kann diese Öffnung
als erstes Langloch ausgebildet sein.
[0026] Das erste Langloch kann einen ersten Durchmesser d1 in Längsrichtung und einen zweiten
Durchmesser d2 quer zur Längsrichtung aufweisen, wobei der erste Durchmesser d1 größer
als der zweite Durchmesser d2 ist. Das Verhältnis des ersten Durchmessers zu dem zweiten
Durchmesser kann somit größer 1 sein. Insbesondere kann das Verhältnis einen Wert
in einem Bereich 1,01 ≤ d1/d2 ≤ 2,0 und mehr, bevorzugt 1,1 ≤ d1/d2 ≤ 1,4 oder idealerweise
1,15 ≤ d1/d2 ≤ 1,2 aufweisen. Damit werden relativ geringe Verhältnisse vorgeschlagen,
die vornehmlich darauf abgestimmt sind, einen möglichen Härteverzug der Klinge auszugleichen.
Es versteht sich, dass die Verhältnisse auch darauf ausgelegt sein können, weitere
Dimensionsabweichungen, wie beispielsweise zu große Toleranzen oder Konstruktionsfehler,
auszugleichen.
[0027] Das erste Langloch kann an einem Ende gegen Verschiebungsrichtung geöffnet ausgebildet
sein. Somit kann das erste Langloch auch als seitlicher in Verschiebungsrichtung verlaufender
Schlitz ausgeführt sein. Hierdurch kann das Einführen der Klinge in die Klingenaufnahme
erleichtert werden.
[0028] In weiterer Vereinfachung des Messers können die Vorsprünge jeweils als Zapfen mit
rundem, vorzugsweise kreisrundem Querschnitt ausgebildet sein. Die dem ersten Punkt
zugeordnete Öffnung kann als zum Zapfen formkongruente Öffnung, insbesondere als Kreisöffnung
ausgebildet sein. Dies hat zur Folge, dass der der ersten Öffnung zugeordnete Zapfen
mit seinem Zylindermantel, d.h. umfänglich radial außen, an der zugeordneten Öffnung
anliegen kann. Durch diese Maßnahme kann ein möglicher Verschleiß bei der Kraftübertragung
zwischen Klinge und Zapfen vermindert werden. Insbesondere dann, wenn das Gehäuse
mit den Zapfen aus einem weicheren Werkstoff als der Werkstoff der Klinge gefertigt
ist, ist es zur Verschleißminderung des Zapfens in dem Langloch vorteilhaft, diesen
nicht ganz kreisrund auszulegen, damit der Zapfen nicht linienhaft sondern über eine
schmale Fläche innenseitig am Langloch anliegt.
[0029] Die Zapfen können nach Durchgang durch die ihnen jeweils zugeordnete Öffnung hinter
der Öffnung beispielsweise an dem Öffnungsrand vorzugsweise federbelastet verrasten.
Damit kann eine Steck- und Rastverbindung zwischen Klinge und Klingenaufnahme hergestellt
werden. Dies hat den Vorteil, dass die Klinge lediglich an einer Auflagefläche flächig
anstatt, wie üblicherweise, beidseitig zwischen zwei Auflageflächen einklemmt gehalten
werden kann.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform des Messers kann die Klinge ein zweites Langloch
aufweisen. Das zweites Langloch kann bezüglich einer Spiegelsymmetrieebene, die senkrecht
zur Verschiebungsrichtung verläuft und insbesondere den zweiten Punkt enthält, spiegelsymmetrisch
zu dem ersten Langloch angeordnet sein. Ferner kann dieses zweite Langloch bezüglich
dieser Spiegelsymmetrieebene spiegelsymmetrisch ausgebildet sein. Damit kann die Klinge
in zwei Langlöchern und somit insgesamt an drei Punkten gehalten werden. Diese drei
Punkte können somit in einem symmetrischen Dreieck angeordnet sein. Durch diese Maßnahme
kann die Lagestabilität der Klinge in der Klingenaufnahme erhöht werden.
[0031] Vorzugsweise bildet die Symmetrieebene zugleich eine Quermittelachse der Klinge und/oder
der Klingenaufnahme in dem Bereich, in dem die Klinge zumindest mit einer ihrer flachen
Seitenflächen anliegt. Damit kann die Klinge in zwei um 180° versetzten Einsetzpositionen
in die Klingenaufnahme eingesetzt und benutzt werden. Bei einer üblichen und auch
hier verwendbaren Trapezklinge mit einer Schneide parallel zur Verschiebungsrichtung,
bildet die Schneide in und gegen Verschiebungsrichtung jeweils eine Schneidenecke
aus, von denen jeweils eine in einer der beiden Einsetzpositionen in Verschiebungsrichtung
schneidwirksam aus der Klingenaufnahme herausragen kann.
[0032] Bezüglich der ersten Langöffnung liegt der Zapfen über zwei bezüglich einer Zapfenachse
axiale linienartige Bereiche innenseitig an der Langöffnung an, wodurch der Verschleiß
des Zapfens in diesen linienartigen Bereichen erhöht sein kann.
[0033] Die Klingenaufnahme kann für die beiden Langlöcher jeweils einen Zapfen aufweisen.
Die damit zwei Zapfen können gleich den Langlöchern spiegelsymmetrisch angeordnet
sein. Damit kann die Klinge in beiden Langlöchern von zugeordneten beiden Zapfen gehalten
werden. Mit dem zusätzlichen Zapfen wird die Anzahl der axialen linienartigen Bereiche
verdoppelt, wodurch ein möglicher Verschleiß der Zapfen in den Langlöchern entsprechend
vermindert werden kann. Ferner kann durch den zusätzlichen Zapfen die Lagestabilität
der Klinge in der Klingenaufnahme erhöht werden.
[0034] In einer weiteren Ausbildungsform des Messers zu dem ersten und zu dem zweiten Punkt
kann ein weiterer erster bzw. ein weiterer zweiter Punkt vorgesehen sein, wobei diese
Punkte spiegelsymmetrisch zu einer weiteren Spiegelsymmetrieebene senkrecht zu der
zuvor genannten Spiegelsymmetrieeben angeordnet sind. Diese weitere Spiegelsymmetrieebene
kann Platz sparend in halber Höhe des kürzesten Abstandes angeordnet sein. Damit kann
eine Klinge mit zwei parallelen Klingen beispielweise nach Abnutzung der einen Schneide
zur Nutzung der anderen Schneide um 180° verdreht in die Klingenaufnahme eingesetzt
werden. In einer Kombination beider zuvor beschriebenen Ausführungsformen können im
dritten Punkt ein zweites Langloch und, zu der weiteren Spiegelsymmetrieebene spiegelsymmetrisch,
drei weitere Punkte vorgesehen sein. Hiermit kann eine Klinge mit zwei parallelen
Schneiden schneidwirksam in insgesamt vier Einsetzpositionen in das Messer eingesetzt
werden.
[0035] Es kann für ein Messer gemäß einer der zuvor oder nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen
eine Klinge bereitgestellt werden, die ausgelegt ist, bezüglich der Klingenebene,
an dem ersten Punkt verschiebungsfest und an dem zweiten Punkt in einer Verschiebungsrichtung
verschieblich in einer Klingenaufnahme des Messers gehaltert zu werden. Hierzu kann
der kürzeste Abstand der Verschiebungsrichtung zu dem ersten Punkt größer Null sein.
Die Klinge kann zu ihrer Festlegung in der Klingenaufnahme an dem ersten Punkt eine
runde, insbesondere kreisrunde erste Öffnung und in dem zweiten Punkt eine Öffnung
aufweisen, die als sich in Verschiebungsrichtung längserstreckendes erstes Langloch
ausgebildet ist.
[0036] In einer Weiterbildung kann das erste Langloch der Klinge in Verschiebungsrichtung
an einer Seite seitlich geöffnet ausgebildet sein. Somit kann das Langloch schlitzartig
ausgeformt sein.
[0037] Die Klinge kann ein zweites Langloch aufweisen, das bezüglich einer Spiegelsymmetrieebene,
die senkrecht zur Verschiebungsrichtung verläuft und den zweiten Punkt enthält, spiegelsymmetrisch
zu dem ersten Langloch angeordnet ist. Das zweite Langloch kann zu dieser Spiegelsymmetrieebene
spiegelsymmetrisch zum ersten Langloch ausgebildet sein. Das zweite Langloch kann
ebenfalls schlitzartig ausgebildet sein.
[0038] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand einer in einer Zeichnung dargestellten
Ausführungsform des Messers und der Klinge näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig.1
- eine Draufsicht auf eine erste Ausführung eines Messers mit Klingenaufnahme und eingelegter
Klinge, wobei die Klingenaufnahme geöffnet ist,
- Fig.2
- eine Einzeldarstellung der in Figur 1 dargestellten Klinge,
- Fig.3
- eine Einzeldarstellung der in Figur 1 dargestellten Klingenaufnahme mit Zapfen,
- Fig.4
- eine Einzeldarstellung der Klingenaufnahme gemäß Figur 3, jedoch mit einem zusätzlichen
Zapfen,
- Fig.5
- eine Einzeldarstellung der in Figur 1 dargestellten Klinge mit eingesteckten Zapfen
und
- Fig.6
- eine Einzeldarstellung einer weiteren Ausführungsform der Klinge.
[0039] In Figur 1 wird eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines Messers 1 mit
einer Klingenaufnahme 2 und einer Klinge 3 gezeigt. Die Klinge 3 ist flach mit einer
Klingenebene E ausgebildet, die in den Figuren gleich der Zeichenebene ist. Von dem
Messer 1 ist lediglich der Bereich der Klingenaufnahme 2 gezeigt, da andere Bereiche
des Messers 1 nicht erfindungsrelevant sind. Ferner ist die Kontur der Klingenaufnahme
2 auch nur beispielhaft zu nehmen, da sie auch beliebig anders ausgebildet sein kann.
Zur klareren Darstellung ist die Klingenaufnahme 2 geöffnet gezeigt. Die hier gezeigte
Klingenaufnahme 2 wird von zwei Gehäusehälften gebildet, von denen lediglich eine
hier untere Gehäusehälfte 2.1 gezeigt ist, wobei die Klinge 3 in der Klingenaufnahme
2 flächig an den Gehäusehälften 2.1 aufliegt. Die Figuren 2-5 zeigen Einzeldarstellungen
der Klinge 3 bzw. der Klingenaufnahme 2.
[0040] Die Klinge 3 wird an zwei voneinander beanstanden Punkten, das heißt an einem ersten
Punkt P1 und an einem zweiten Punkt P2, bezüglich der Klingenebene E verschiebungsfest
in der Klingenaufnahme 2 gehalten. Hierbei ist die Klinge 3 bezüglich der Klingenebene
E an dem ersten Punkt P1 verschiebungsfest und an dem zweiten Punkt P2 in einer Verschiebungsrichtung
v verschieblich gehalten. Bezüglich der Klingenebene E ist hierbei der kürzeste Abstand
a der durch den zweiten Punkt B2 gehenden Verschiebungsrichtung v zu dem ersten Punkt
P1 größer Null.
[0041] Die Punkte P1, P2 sind bezüglich der Klingenebene E in einem ersten Abstand a1 parallel
zur Verschiebungsrichtung V und in einem zweiten Abstand a2 senkrecht zum ersten Abstand
a1 voneinander beabstandet, wobei der zweite Abstand a2 gleich dem kürzesten Abstand
a ist. Die Klinge 3 ist in dem ersten Punkt P1 bezüglich der Klingenebene E formschlüssig
und in dem zweiten Punkt P2 senkrecht zur Verschiebungsrichtung v und damit in Richtung
des zweiten Abstands a2 formschlüssig gehalten. Dadurch bildet sich ein sich zwischen
den beiden Punkten P1, P2 erstreckender fester Hebel h (Figuren 1, 3 und 4) aus, über
den die Klinge 3 in der Klingenaufnahme 2 verschiebungsfest und verdrehfest gehalten
wird. Mit dem ersten Punkt P1 als Drehpunkt wird über den Hebel h eine Hebelkraft
F bzw. -F mit einer Kraftkomponente senkrecht zur Verschieberichtung v auf die Klinge
3 ausgeübt, die die Klinge senkrecht zur Verschieberichtung v innenseitlich gegen
die Wandung des Langlochs 5.1 drückt, wodurch die Klinge 3 verdrehfest im ersten Punkt
P1 gehalten wird.
[0042] Die Klingenaufnahme 2 gemäß den Figuren 1 und 3 weist an dem beiden Punkten P1 und
P2 jeweils einen Vorsprung hier in Form eines Zapfens 4 mit kreisrunden Querschnitt
auf, der unter Ausbildung einer Steckverbindung senkrecht zur Klingenebene E in eine
korrespondierende Öffnung 5 der Klinge 3 eingreift. Die zum ersten Punkt P1 zugeordnete
Öffnung 5 weist einen gleichen Querschnitt wie der des Zapfens 4 auf, wodurch die
Klinge 3 im Punkt P1 formschlüssig an der Klingenaufnahme 2 festgelegt ist. Nicht
dargestellt, aber hier vorgesehen ist, dass die Zapfen 4 unter Durchgreifen der Öffnungen
5 und Ausbildung einer Steckverbindung in eine vorgesehene Ausnehmung der hier nicht
dargestellten anderen Gehäusehälfte eingreifen.
[0043] Die dem zweiten Punkt P2 zugeordnete Öffnung ist als erstes Langloch 5.1 ausgebildet,
das sich in Verschiebungsrichtung v längserstreckt. Es weist einen ersten Durchmesser
d1 in Verschiebungsrichtung v und einen zweiten Durchmesser d2 quer zur Verschiebungsrichtung
v auf. Die Differenz beider Durchmesser d1, d2 gibt einen Weg an, über den die Klinge
3 in Verschiebungsrichtung v relativ zum Zapfen 4 verschoben werden kann. Da, wie
weiter oben ausgeführt, ein hier zu kompensierender Härteverzug der Klinge 3 einige
Zehntel eines Millimeters beträgt, ist der erste Durchmesser d1 nur etwas größer als
der zweite Durchmesser d2, wobei das Verhältnis der beiden Durchmesser d1/d2 hier
rein beispielgebend etwa 1,16 beträgt.
[0044] In allen hier gezeigten Ausführungsformen weist die Klinge 3 ein zweites Langloch
5.2 auf, das bezüglich einer Spiegelsymmetrieebene S, die senkrecht zur Verschiebungsrichtung
v verläuft und den zweiten Punkt P2 enthält, spiegelsymmetrisch zu dem ersten Langloch
5.1 angeordnet und ausgebildet ist. Das zweite Langloch 5.2 ist fluchtend zu dem ersten
Langloch und in einem doppelten ersten Abstand a1 zu dem ersten Langloch 5.1 angeordnet.
[0045] Entsprechend hierzu weist die Klingenaufnahme 2 gemäß Figur 4 in einem dritten Punkt
P3 einen zusätzlichen Zapfen 4 auf, der zur Spiegelsymmetrieebene E spiegelsymmetrisch
zu dem zweiten Punkt P2 zugeordneten Zapfen 4 angeordnet und ausgebildet ist. Damit
wird die Klinge 3 an drei Punkten P1-P3 gehalten, wobei diese Punkte P1-P3 bezüglich
zu dem ersten Punkt P1 in einem gleichschenkligen Dreieck angeordnet sind. Damit wird
die Klinge 3 mechanisch stabil gehalten werden. Es herrschen mechanisch günstig symmetrische
Kräfteverhältnisse mit zwei spiegelsymmetrisch angeordneten Hebeln h, die ein stabiles
Kräftedreieck bilden und mit Verschiebung der Klinge 3 synchron auf die Klinge 3 einwirken.
Bei einem über die Verschiebungsrichtung v der Klinge 3 gleichmäßigen Härteverzug
unter Schwindung greifen die Hebel h von der Symmetrieebene E verschoben in die Langlöcher
ein.
[0046] In Figur 5 werden anhand einer Einzeldarstellung der Klinge 3 mit eingesteckten Zapfen
4 die wesentlichen Dimensionsänderungen infolge des Härteverzuges rein qualitativ
gezeigt, wobei insbesondere die Dimensionsänderungen der Deutlichkeit halber stark
übertrieben, d.h. um ein Vielfaches größer als die tatsächlich auftretenden Dimensionsänderungen
dargestellt sind. Die ursprünglichen Körperlinien K der Klinge 3 und damit der auftretende
Härteverzug sind gestrichelt wiedergegeben. Wie der Figur 6 entnehmbar, ist, bezüglich
der Klingenebene E, der axiale Verzug des Klingenbandes, aus dem die Klingen gestanzt
werden, deutlich größer als der Verzug senkrecht hierzu. Dieser axiale Verzug wird
dadurch vollständig kompensiert, dass der Zapfen 4 in Verschiebungsrichtung entsprechend
versetzt im zweiten Punkt P2 in das erste Langloch 5.1 (und, gemäß Figur 2 und 4 in
das zweite Langloch 5.2) eingreift.
[0047] In Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform der Klinge 3 gezeigt, bei der die beiden
Langlöcher 5.1, 5.2 in Verschiebungsrichtung v seitlich geöffnet und somit schlitzartig
ausgebildet sind. Diese Ausführungsform erlaubt ein leichteres und sicheres Einführen
der Klinge 3 in die Klingenaufnahme 2.
[0048] Zurück zu Figur 1, so ist dieser deutlich entnehmbar, dass es möglich ist, die Schneide
6 der Klinge 3 dank der stabilen Halterung der Klinge 3 über einen ersten Spalt b1
zu der ihr benachbarten Wandung 7 der Klingenaufnahme 2 anzuordnen. Damit wird die
Schneide 6 mit ihrer hier nicht eigens dargestellten Schneidkante nicht durch Anlagerung
an der Wandung 7 ungünstig mechanisch belastet. Ebenfalls ist die Klinge 3 auch oben
zu der ihr benachbarten Wandung 7 der Klingenaufnahme 2 über einen zweiten Spalt b2
beabstandet angeordnet, wobei die beiden Spalten b1, b2 hier etwa gleich breit sind.
Diese Maßnahme macht es möglich, dass auch bestimme Maßtoleranzen der Klingenaufnahme
und/oder der Klinge quer zur Schneide problemlos ausgeglichen werden können.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Messer
- 2
- Klingenaufnahme
- 2.1
- untere Gehäusehälfte
- 3
- Klinge
- 4
- Zapfen
- 5
- Öffnung
- 5.1
- erstes Langloch
- 5.2
- zweites Langloch
- 6
- Schneide
- 7
- Wandung
- a
- kürzester Abstand
- a1
- erster Abstand
- a2
- zweiter Abstand
- b1
- erster Spalt
- b2
- zweiter Spalt
- d1
- erster Durchmesser
- d2
- zweiter Durchmesser
- h
- Hebel
- v
- Verschiebungsrichtung
- E
- Klingenebene
- K
- Körperlinie
- P1
- erster Punkt
- P2
- zweiter Punkt
- P3
- dritter Punkt
1. Messer mit einer Klingenaufnahme (2) und einer eine Klingenebene (E) aufweisenden
Klinge (3), wobei die Klinge (3) an zwei voneinander beabstandeten Punkten, d.h. einem
ersten Punkt (P1) und einem zweiten Punkt (P2), in der Klingenaufnahme (2) gehalten
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (3), bezüglich der Klingenebene (E), an dem ersten Punkt (P1) verschiebungsfest
und an dem zweiten Punkt (P2) in einer Verschiebungsrichtung (v) verschieblich gehalten
ist, wobei der kürzeste Abstand (a) der durch den zweiten Punkt (P2) gehenden Verschiebungsrichtung
(v) zu dem ersten Punkt (P1) größer Null ist.
2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Punkte (P1, P2) bezüglich der Klingenebene (E) in einem ersten Abstand (a1) parallel
zur Verschiebungsrichtung (v) und in einem zweiten Abstand (a2) senkrecht zum ersten
Abstand (a1) voneinander beabstandet sind.
3. Messer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (3), bezüglich der Klingenebene (E), in dem ersten Punkt (P1) formschlüssig
und in dem zweiten Punkt (P2) senkrecht zur Verschiebungsrichtung (v) formschlüssig
gehalten ist.
4. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (3) an den Punkten (P1, P2, P3) jeweils mittels einer Steck- und/oder
Rastverbindung gehalten angeordnet ist.
5. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingenaufnahme (2) an den beiden Punkten (P1, P2) jeweils einen Vorsprung aufweist,
der eine zugeordnete an der Klinge (3) vorgesehene Öffnung (5) durchgreift.
6. Messer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zum zweiten Punkt (P2) zugeordnete Öffnung (5) als erstes Langloch (5.1) ausgebildet
ist.
7. Messer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Langloch (5.1) einen ersten Durchmesser (d1) in Verschiebungsrichtung (v)
und einen zweiten Durchmesser (d2) quer zur Verschiebungsrichtung (v) aufweist und
dass sich das Verhältnis des ersten Durchmessers (d1) zu dem zweiten Durchmesser (d2)
einen Wert in einem Bereich 1,05≤d1/d2≤2,0, bevorzugt 1,1≤d1/d2≤1,4 oder 1,15≤d1/d2≤1,2
aufweist.
8. Messer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Langloch (5.1) an einem Ende gegen Verschiebungsrichtung (v) geöffnet ausgebildet
ist.
9. Messer nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge jeweils als Zapfen (4) mit rundem, vorzugsweise kreisrundem Querschnitt
sowie die Öffnung (5) des ersten Punktes (P1) als zum Zapfen (4) formkongruente Kreisöffnung
ausgebildet sind.
10. Messer nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (3) ein zweites Langloch (5.2) aufweist, das bezüglich einer Spiegelsymmetrieebene
(s), die senkrecht zur Verschiebungsrichtung (v) verläuft und den zweiten Punkt (P2)
enthält, spiegelsymmetrisch zu dem ersten Langloch (5.1) angeordnet und ausgebildet
ist.
1. Knife with a blade receptacle (2) and a blade (3) that has a blade plane (E), wherein
the blade (3) is placed held in the blade receptacle (2) at two points spaced from
each other, i.e. at a first point (P1) and at a second point (P2), characterized in that the blade (3) is held fixed against displacement with respect to the blade plane
(E) at the first point (P1) and displaceable in a displacement direction (v) at the
second point (P2), wherein the shortest space (a) of the displacement direction (v)
that goes through the second point (P2) to the first point (P1) is greater than zero.
2. Knife according to claim 1, characterized in that the points (P1, P2) are spaced from each other with respect to the blade plane (E)
in a first space (a1) parallel to the displacement direction (v) and in a second space
(a2) perpendicularly to the first space (a1).
3. Knife according to claim 2, characterized in that the blade (3) is held in a form fitting manner in the first point (P1) with respect
to the blade plane (E) and in a form fitting manner in the second point (P2) perpendicularly
to the displacement direction (v).
4. Knife according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the blade (3) is placed held at the points (P1, P2, P3) respectively by means of
a plugged and/or a snap connection.
5. Knife according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the blade receptacle (2) has a projection at each of the two points (P1, P2) that
passes through an associated opening (5) provided on the blade (3).
6. Knife according to claim 5, characterized in that the opening (5) associated to the second point (P2) is designed as a first elongate
hole (5.1).
7. Knife according to claim 6, characterized in that the first elongate hole (5.1) has a first diameter (d1) in the displacement direction
(v) and a second diameter (d2) transversely to the displacement direction (v) and
that the ratio of the first diameter (d1) to the second diameter (d2) has a value
in a range 1,05≤d1/d2≤2,0, preferably 1,1≤d1/d2≤1,4 or 1,15≤d1/d2≤1,2.
8. Knife according to claim 6 or 7, characterized in that the first elongate hole (5.1) is designed opened at an end against the displacement
direction (v).
9. Knife according to one of the claims 5 to 8, characterized in that the projections are designed respectively as trunnions (4) with a round, preferably
with a circular cross-section, and in that the opening (5) of the first point (P1) is designed as a circular opening with a
shape congruent to that of the trunnion (4).
10. Knife according to one of the claims 6 to 9, characterized in that the blade (3) has a second elongate hole (5.2) that is designed and placed mirror-symmetrically
to the first elongate hole (5.1.) with respect to a mirror symmetry plane (s) that
extends perpendicularly to the displacement direction (v) and that contains the second
point (P2).
1. Couteau avec un logement pour la lame (2) et une lame (3) qui présente un plan de
lame (E), la lame (3) étant placée maintenue dans le logement pour la lame (2) à deux
points espacés l'un de l'autre, c'est-à-dire à un premier point (P1) et à un second
point (P2), caractérisé en ce que la lame (3) est maintenue fixe en translation au premier point (P1) par rapport au
plan de lame (E) et mobile en translation au second point (P2) dans un sens de translation
(v), l'espacement le plus court (a) du sens de translation (v) qui passe par le second
point (P2) vers le premier point (P1) étant supérieur à zéro.
2. Couteau selon la revendication 1, caractérisé en ce que les points (P1, P2) sont espacés l'un de l'autre par rapport au plan de lame (E)
dans un premier espacement (a1) parallèlement au sens de translation (v) et dans un
second espacement (a2) perpendiculairement au premier espacement (a1).
3. Couteau selon la revendication 2, caractérisé en ce que la lame (3) est maintenue par complémentarité de forme dans le premier point (P1)
pour ce qui est du plan de la lame (E) et par complémentarité de forme dans le second
point (P2) perpendiculairement au sens de translation (v).
4. Couteau selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la lame (3) est placée maintenue aux points (P1, P2, P3) respectivement au moyen
d'un assemblage par emboîtement et/ou par encliquetage.
5. Couteau selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le logement pour la lame (2) présente à chacun des deux points (P1, P2) une saillie
qui traverse une ouverture(5) associée prévue sur la lame (3).
6. Couteau selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'ouverture (5) associée au second point (P2) est configurée comme un premier trou
oblong (5.1).
7. Couteau selon la revendication 6, caractérisé en ce que le premier trou oblong (5.1) présente un premier diamètre (d1) dans le sens de translation
(v) et un second diamètre (d2) transversalement au sens de translation (v) et que
le rapport du premier diamètre (d1) au second diamètre (d2) présente une valeur dans
une plage 1,05≤d1/d2≤2,0, de préférence 1,1≤d1/d2≤1,4 ou 1,15≤d1/d2≤1,2.
8. Couteau selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le premier trou oblong (5.1) est configuré ouvert à une extrémité à l'encontre du
sens inverse de translation (v).
9. Couteau selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que les saillies sont configurées respectivement comme des tourillons (4) avec une section
ronde, de préférence circulaire, et que l'ouverture (5) du premier point (P1) est
configurée comme une ouverture circulaire congruente de par la forme avec le tourillon
(4).
10. Couteau selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que la lame (3) présente un second trou oblong (5.2) qui est configuré et placé en symétrie
spéculaire par rapport au premier trou oblong (5.1) par rapport à un plan de symétrie
spéculaire (s) qui est perpendiculaire au sens de translation (v) et qui contient
le second point (P2).