[0001] Die Erfindung betrifft eine Elektrokontaktkupplung mit Querverbinder für spurgeführte
Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge. Die Elektrokontaktkupplung weist ein Kupplungsgehäuse
auf, wobei innerhalb des Kupplungsgehäuses mindestens eine obere Kontaktbank vorgesehen
ist und mindestens eine vertikal unterhalb der oberen Kontaktbank angeordnete untere
Kontaktbank vorgesehen ist.
[0002] In der Schienenfahrzeugtechnik werden zur Übermittlung von Steuersignalen und zur
Leistungsübertragung zwischen zwei benachbarten Wagenkästen eines mehrgliedrigen Fahrzeuges
in der Regel Elektrokontaktkupplungen eingesetzt. Die Anordnung, Steuerung und Größe
der verwendeten Elektrokontaktkupplungen sind von dem zur Verfügung stehenden Bauraum
im Fahrzeug und von der Anzahl der zu übermittelnden Signale sowie den Anforderungen
des Wagonbauers bzw. des Bahnbetreibers abhängig.
[0003] In der Regel sind Elektrokontaktkupplungen derart ausgeführt, dass das Kuppeln und
Entkuppeln zweier Elektrokontaktkupplungen automatisch erfolgen kann. Dabei werden
die an den miteinander zu kuppelnden Fahrzeugen oder Wagenkästen angeordneten Elektrokontaktkupplungen
mit Hilfe von Zentriereinrichtungen präzise zusammengeführt und anschließend mit an
der Stirnseite der Elektrokontaktkupplungen angeordneten Dichtungsflächen so zusammengepresst,
dass eine zuverlässige Abdichtung gegenüber der Umwelt erreicht wird. Im ungekuppelten
Zustand deckt üblicherweise eine Schutzklappe die Stirnseite der Elektrokontaktkupplung
ab, um die Kupplungselemente oder gegebenenfalls unter Spannung stehende Kontaktelemente
der Elektrokontaktkupplung gegen Berührung und Verschmutzung zu schützen.
[0004] Üblicherweise befindet sich die Elektrokontaktkupplung an der Oberseite oder seitlich
des Kupplungskopfes einer mechanischen Kupplung und besteht aus einem Gehäuse mit
Klappe, einem Kontaktträger mit vorgesetzten Kontakten zur Übertragung von elektrischen
Signalen.
[0005] In diesem Zusammenhang wird auf die Darstellung in den Figuren 1a bis 1c verwiesen,
wo als Beispiel eine aus dem Stand der Technik bekannte Elektrokontaktkupplung 100
dargestellt ist, und zwar in ihrem geöffneten Zustand, so dass der Kontaktträger 102
mit den Kontakten 103 freiliegt.
[0006] Das Gehäuse 101 der Elektrokontaktkupplung 100 hat einen rechteckigen Querschnitt,
wobei sich auf der dem Kupplungskopf zugewandten Außenseite Führungen 105 und frontseitige
Zentrierelemente 106 befinden. Die Vorderseite des Gehäuses 101 der Elektrokontaktkupplung
100 ist mit dem Kontaktträger 102 dicht verschlossen. Der Kontaktträger 102 ist nach
vorn umschlossen von einer Profildichtung. Im Kontaktträger 102 sind Bohrungen angeordnet,
in denen Anschlussbolzen sitzen, wobei in die Anschlussbolzen vorderseitig die Kontakte
103 geschraubt sind. Die Rückseite des Gehäuses 101 ist mit einem Deckel dicht verschlossen.
Im Deckel befinden sich die Kabelverschraubungen und die Antriebslasche.
[0007] Die Klappe 104 der Elektrokontaktkupplung 100, mit welcher bedarfsweise die Kontakte
103 auf dem Kontaktträger 102 geschützt werden können, ist im vorderen Bereich des
Gehäuses 101 der Elektrokontaktkupplung 100 schwenkbar gelagert angeordnet. Die Klappe
104 schützt in ungekuppelter Stellung die Kontakte 103 vor Verschmutzung, Wasser und
mechanischen Beschädigungen und verhindert ein unbeabsichtigtes Berühren durch Personen.
[0008] Um die Elektrokontaktkupplungen 100 zweier benachbart zueinander angeordneter Wagenkästen
bzw. Fahrzeuge zu kuppeln, werden die zu kuppelnden Elektrokontaktkupplungen 100 relativ
zu der mechanischen Kupplung nach vorne in die gemeinsame Kuppelebene verschoben.
Die Zentrierelemente 106 der sich gegenüberliegenden Gehäuse 101 der Elektrokontaktkupplungen
100 gleiten ineinander und richten die Gehäuse 101 zueinander aus. Dadurch treffen
die entsprechenden Kontakte 103 der Elektrokontaktkupplungen 100 passgenau aufeinander
und die Dichtungsrahmen werden gegeneinander gepresst.
[0009] Beim Entkuppeln werden die Kontakte 103 der Elektrokontaktkupplungen 100 wieder getrennt,
und zwar indem die Elektrokontaktkupplungen 100 nach hinten aus der Kuppelebene heraus
verschoben werden.
[0010] Üblicherweise ist jede Elektrokontaktkupplung mit einer entsprechenden Mechanik versehen,
damit die Klappe beim Kuppeln und Entkuppeln automatisch geöffnet bzw. geschlossen
wird.
[0011] Aus der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
10 2013 108 515 ist eine Elektrokontaktkupplung bekannt und in Fig. 2 gezeigt, bei der das Kupplungsgehäuse
11 nicht relativ zu dem Kupplungskopf einer mechanischen Kupplung verschiebbar ist
sondern vielmehr fest mit der mechanischen Kupplung, insbesondere einer Mittel- oder
Mittelpufferkupplung, verbunden ist. Bei dieser Elektrokontaktkupplung kann eine Kontaktzunge
40 aus dem Kupplungsgehäuse 11 in Richtung der Kupplungsebene K und somit in Richtung
einer Gegenkupplung geschoben werden, und dadurch eine Verbindung zwischen der Elektrokontaktkupplung
und einer Gegenkupplung hergestellt werden.
[0012] Aufgrund dessen, dass das Kuppeln zwischen der Elektrokontaktkupplung und der Gegenkupplung
von beiden Seiten des Schienenfahrzeugs aus ermöglicht werden soll, ist die Elektrokontaktkupplung
und die im Regelfall baugleich ausgeführte Gegenkupplung so ausgelegt, dass die Kontaktzunge
40 von einer Kontaktbank 20 in Richtung der Gegenkupplung geschoben wird und in eine
Kontaktbank der Gegenkupplung geschoben wird. Hierdurch kann bei elektrischem Bewegungsmechanismus
die Gegenkupplung mit Strom versorgt werden und die Gegenkupplung ihrerseits kann
ihre Kontaktzunge in eine Kontaktbank 21 der Elektrokontaktkupplung schieben. In anderen
Worten weist jede Elektrokontaktkupplung eine Kontaktzunge 40 mit korrespondierender
Kontaktbank 20 sowie eine weitere Kontaktbank 21 auf, wobei in die zweite Kontaktbank
21 die Kontaktzunge der Gegenkupplung geschoben wird.
[0013] Nachteilig bei den aus dem Stand der Technik bekannten und vorstehend beschriebenen
Elektrokontaktkupplungen ist, dass jeder einzelne Kontakt 50, der an der ersten Kontaktbank
20 bzw. korrespondierend an der Kontaktzunge 40 vorgesehen ist, über von einem Fahrzeug
kommenden Leitungen kontaktiert werden muss und darüber hinaus auch jeder einzelne
Kontakt 51 der zweiten Kontaktbank 21 bzw. korrespondierend jeder einzelne Kontakt
der Kontaktzunge der Gegenkupplung ebenfalls mit von dem selben Fahrzeug kommenden
Leitungen kontaktiert werden muss, um zu gewährleisten, dass alle Kontakte der ersten
Kontaktbank
und alle Kontakte der zweiten Kontaktbank mit dem zugeordneten, angrenzenden Fahrzeug
verbunden sind und hierdurch, unabhängig davon, von welcher Seite die Elektrokontaktkupplung
bzw. die Gegenkupplung angesteuert wird, alle Kontakte mit dem jeweiligen Fahrzeug
verbunden sind.
[0014] Das Dokument
EP 2 746 129 A1 beschreibt eine Steckerverbindungseinheit geeignet für den Einsatz in einer Elektrokontakt-Kupplung
eines schienengebundenen Fahrzeugs, insbesondere eines Zugs, zur Verbindung einer
Vielzahl von Kabeln zweier Fahrzeugteile, zur Übertragung elektrischer Impulse und/oder
Leistungen, umfassend einen Träger und eine Vielzahl daran befestigter Kontakte, wobei
zumindest eine Verbindung redundant ausgeführt ist, deren Kontakte links und rechts
einer Mittelachse angeordnet und komplementär ausgeführt sind. Zur Reduzierung des
Verkabelungsaufwands wird vorgeschlagen, auf dem Träger zumindest eine Leiterbahn
vorzusehen, mittels der die redundant ausgeführten Kontakte elektrisch verbunden sind.
[0015] In anderen Worten ist aufgrund dessen, dass die Elektrokontaktkupplung und die entsprechende
Gegenkupplung von beiden Seiten des Zuges aus ansteuerbar sein müssen eine Vielzahl
von Leitungen notwendig, nämlich zu jedem einzelnen Kontakt beider Kontaktbänke innerhalb
der Elektrokontaktkupplung bzw. der Gegenkupplung.
[0016] Ausgehend von den angesprochenen Nachteilen und Problemen, die im Zusammenhang mit
den herkömmlichen Elektrokontaktkupplungen entstehen, liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Elektrokontaktkupplung für ein spurgeführtes Fahrzeug,
insbesondere Schienenfahrzeug, dahingehend zu optimieren, dass die Anzahl der Leitungen
innerhalb der Elektrokontaktkupplung deutlich reduziert werden kann.
[0017] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Elektrokontaktkupplung sind in
den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0018] Demgemäß wird insbesondere eine Elektrokontaktkupplung mit Querverbindern für spurgeführte
Fahrzeuge, vorzugsweise Schienenfahrzeuge angegeben, wobei die Elektrokontaktkupplung
ein Kupplungsgehäuse aufweist. Darüber hinaus weist die Elektrokontaktkupplung mindestens
eine obere Kontaktbank auf, die innerhalb des Kupplungsgehäuses angeordnet ist. Weiterhin
ist eine untere Kontaktbank vorgesehen, die bezüglich der Vertikalen unterhalb der
oberen Kontaktbank angeordnet ist und ebenso innerhalb des Kupplungsgehäuses vorgesehen
ist. Zwischen der oberen Kontaktbank und der unteren Kontaktbank ist eine Kontaktzunge
vorgesehen, wobei sich oberhalb der Kontaktzunge obere Kontakte befinden und unterhalb
der Kontaktzunge untere Kontakte befinden. Die oberen Kontakte befinden sich somit
zwischen der oberen Kontaktbank und der Kontaktzunge und die unteren Kontakte befinden
sich zwischen der unteren Kontaktbank und der Kontaktzunge. Über die oberen und unteren
Kontakte kann Energie und/oder Signale von einem angrenzenden, zugeordneten Fahrzeug
über entsprechende Leitungen und über die Kontaktzunge zu einer Gegenkupplung übertragen
werden. Ein Querverbinder ist an mindestens einer der Kontaktbänke derart vorgesehen,
dass die einzelnen oberen und unteren Kontakte der Kontaktzunge über diesen Querverbinder
paarweise verbunden sind mit korrespondierenden Kontakten der Kontaktzunge der Gegenkupplung,
die im gekuppelten Zustand der Kupplungen in die Elektrokontaktkupplung geschoben
ist.
[0019] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung liegen auf der Hand. Dadurch, dass ein Querverbinder
an der Kontaktbank vorgesehen ist, werden die Kontakte der Kontaktzunge und die Kontakte
der Kontaktzunge der Gegenkupplung jeweils paarweise miteinander verbunden und dadurch
wird erreicht, dass die Anzahl der Leitungen, die zur Verbindung der Kontakte mit
dem Fahrzeug erforderlich sind, stark reduziert wird. Im Idealfall wird die Anzahl
der Leitungen genau halbiert. Während bei den herkömmlichen Elektrokontaktkupplungen
Kabel oder Leitungen für die Querverbinder verwendet werden müssen, ist es nunmehr
lediglich notwendig, die Kontakte über Leitungen mit dem Fahrzeug zu verbinden, die
mittels des Querverbinders bereits miteinander verbunden sind. Im Normalfall bedeutet
dies eben, dass nur die Hälfte der Leitungen notwendig ist, die bei bereits bekannten
Elektrokontaktkupplungen notwendig waren.
[0020] Durch eine Reduzierung der Anzahl der Leitungen lässt sich natürlich die Geometrie
des Kupplungsgehäuses dahingehend modifizieren, dass das Gehäuse der Kupplung und
somit die ganze Elektrokontaktkupplung kleiner ausgeführt werden kann. Außerdem sinkt
durch die reduzierte Anzahl an Leitungen die Gefahr von Störungen. Des Weiteren sinken
die Kosten der Herstellung der Elektrokontaktkupplung, da weniger Leitungen verbaut
werden müssen. Auch eine Wartung der Elektrokontaktkupplung wird vereinfacht.
[0021] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass der Querverbinder als Leiterplatte,
vorzugsweise als gedruckte und noch bevorzugter als mehrlagige Leiterplatte ausgebildet
ist.
[0022] Das Ausbilden des Querverbinders als Leiterplatte und besonders als gedruckte und
insbesondere mehrlagige Leiterplatte weist die Vorteile auf, das hierdurch die vielen
Kontakte der Kontaktzunge mit den vielen Kontakten der Kontaktzunge der Gegenkupplung
mittels eines einzigen Bauteils, nämlich gerade dem gedruckten und vorzugsweise mehrlagigen
Querverbinders ermöglicht wird. Eine derartige Leiterplatte kann trotz der Vielzahl
von elektrischen Kontaktwegen sehr klein ausgebildet werden. Außerdem stellt die Tatsache,
dass lediglich wenige Bauteile hergestellt werden müssen (oder ein Bauteil, falls
nur eine Leiterplatte verwendet wird) sicher, dass die Kosten der Herstellung gesenkt
werden können.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist darüber hinaus vorgesehen, dass der
Querverbinder an der oberen Kontaktbank ausgebildet ist und durch den Querverbinder
die oberen Kontakte der Kontaktzunge mit korrespondierenden Kontakten der Kontaktzunge
der Gegenkupplung paarweise elektrisch oder optisch verbunden sind und zusätzlich
ein weiterer Querverbinder derart an der unteren Kontaktbank ausgebildet ist, dass
die unteren Kontakte der Kontaktzunge mit korrespondierenden Kontakten der Kontaktzunge
der Gegenkupplung paarweise elektrisch und/oder optisch verbunden sind.
[0024] Hierdurch wird gewährleistet, dass sowohl die oberen Kontakte der Kontaktzunge als
auch die unteren Kontakte der Kontaktzunge separat genutzt werden können, da die Kontakte
jeweils über Querverbinder mit den korrespondierenden Kontakten der Kontaktzunge der
Gegenkupplung verbunden sind. Die Anzahl der Leitungen wird hierbei ebenso drastisch,
im Idealfall um die Hälfte, reduziert. Dadurch, dass ein Querverbinder an der oberen
Kontaktbank ausgebildet ist und ein weiterer Querverbinder an der unteren Kontaktbank
ausgebildet ist, kann das kombinierte Bauteil obere Kontaktbank-Kontaktzunge-untere
Kontaktbank sehr kompakt und platzsparend ausgebildet werden.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass Leiterplattenverbinder
derart auf die Kontaktbänke aufsteckbar sind, dass die unteren Kontakte mit einem
einzigen Querverbinder elektrisch und/oder optisch verbunden sind und darüber hinaus
die oberen Kontakte mit demselben Querverbinder elektrisch und/oder optisch verbunden
sind. Der Querverbinder ist hierbei an der oberen Kontaktbank vorgesehen und durch
den Querverbinder sind die Kontakte der Kontaktzunge mit den korrespondierenden Kontakten
der Gegenkupplung elektrisch und/oder optisch verbunden.
[0026] Durch die Leiterplattenverbinder wird also ermöglicht, dass nicht ein Querverbinder
an der oberen Kontaktbank und ein weiterer Querverbinder an der unteren Kontaktbank
ausgebildet werden müssen, sondern lediglich ein einzelner Querverbinder an der oberen
Kontaktbank ausgebildet werden muss. Hierdurch wird ermöglicht, dass die untere Kontaktbank
unterbrochen werden kann, was in dem Fall, in dem an der unteren Kontaktbank ein Querverbinder
vorgesehen ist, nicht möglich ist. Durch eine derartige Unterbrechung der unteren
Kontaktbank wird zusätzlicher Bauraum in der Elektrokontaktkupplung frei. Beispielsweise
können Elemente zur kabellosen Übertragung von Signalen zwischen der Elektrokontaktkupplung
und der Gegenkupplung in diesem Bauraum untergebracht werden.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens ein Steckverbinder
an den Kontaktbänken aufsteckbar ist und mindestens ein mehrpoliges Kabel vorgesehen
ist, das mit dem Steckverbinder derart elektrisch und/oder optisch verbunden ist,
dass die Kontakte der Kontaktzunge über den Querverbinder der Kontaktbank, den Steckverbinder
und über das Kabel mit den Kontakten der Kontaktzunge der Gegenkupplung paarweise
elektrisch und/oder optisch verbunden sind.
[0028] Hierdurch lässt sich erreichen, dass sowohl die obere Kontaktbank als auch die untere
Kontaktbank unterbrochen sein können, da das mehrpolige Kabel dafür sorgt, dass die
paarweise Kontaktierung der Kontakte der Kontaktzunge mit den Kontakten der Kontaktzunge
der Gegenkupplung ermöglicht wird. Somit entsteht ein weiterer, größerer Bauraum innerhalb
der Elektrokontaktkupplung, der frei genutzt werden kann. Dieser Bauraum kann dadurch,
dass die wie oben beschriebene Kontaktierung über ein mehrpoliges Kabel sichergestellt
wird, sehr flexibel gestaltet werden. Es ist sogar denkbar, das mehrpolige Kabel aus
der Elektrokontaktkupplung heraus zu führen und somit die Querverbindungen an einem
anderen Ort als dem der Elektrokontaktkupplung zu erzeugen.
[0029] Nachfolgend werden exemplarische Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lösung anhand
der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer herkömmlichen aus dem Stand der Technik bekannten
Elektrokontaktkupplung mit geöffneter Klappe;
- Fig. 2:
- eine Draufsicht auf eine bereits bekannte Elektrokontaktkupplung mit entferntem Kupplungsgehäusedeckel,
wobei die Kontaktzunge der Elektrokontaktkupplung in Richtung der Kupplungsebene geschoben
wurde;
- Fig. 3:
- eine Ansicht aus der Kupplungsebene auf die Kontaktbänke sowie die Kontaktzungen der
Elektrokontaktkupplung im gekuppelten Zustand mit einer Gegenkupplung.
[0031] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Ansicht eine herkömmliche aus der Schienenfahrzeugtechnik
allgemein bekannte Elektrokontaktkupplung 100 dargestellt. Die Elektrokontaktkupplung
100 ist ausgebildet, um an der Oberseite oder seitlich oder an der Unterseite eines
mechanischen Kupplungskopfes einer Mittel- oder Mittelpufferkupplung angeordnet zu
werden und besteht im Wesentlichen aus einem Kupplungsgehäuse 101 mit einer relativ
hierzu verschwenkbaren Klappe 104. Des Weiteren ist ein parallel zur Kuppelebene angeordneter
Kontaktträger 102 vorgesehen, der stirnseitig das Kupplungsgehäuse 101 schließt, und
in welchem Stiftkontakte 103 eingesetzt sind, über die mit der Elektrokontaktkupplung
100 elektrische Signale
oder Energie zu entsprechend komplementär ausgebildeten Kontaktträgern einer in Fig.
1 nicht dargestellten Gegenkupplung übertragbar sind.
[0032] Das Kupplungsgehäuse 101 hat einen rechteckigen Querschnitt, wobei auf der dem Kupplungsgehäuse
101 zugewandten Außenseite Führungen 105 sowie frontseitige Zentrierelemente 106 vorgesehen
sind. Die Führungen 105 dienen dazu, eine Verschiebung des Kupplungsgehäuses 101 relativ
zu dem Kupplungsgehäuse einer mechanischen Kupplung, insbesondere Mittel- oder Mittelpufferkupplung
(nicht dargestellt) zu führen. Dies ist insofern bei der herkömmlichen, aus dem Stand
der Technik bekannten Elektrokontaktkupplung 100 notwendig, inwiefern diese erst dann
mit einer entsprechenden Gegenkupplung gekuppelt werden kann, wenn die Elektrokontaktkupplung
100 zuvor in die gemeinsame (vertikale) Kuppelebene verschoben wurde. Insofern muss
die herkömmliche Elektrokontaktkupplung 100 mit einem entsprechenden Verschiebemechanismus
107 versehen sein, was den Aufbau der Elektrokontaktkupplung 100 insgesamt verkompliziert
und insbesondere zu einer relativ großen Abmessung der Elektrokontaktkupplung 100
führt. Ein beispielhafter Verschiebemechanismus 107, welcher sich insbesondere an
der Außenseite des bekannten Kupplungsgehäuses 101 befindet, ist in den Figuren 1a
bis 1c dargestellt.
[0033] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht einer bereits bekannten Elektrokontaktkupplung, wobei
in dieser Darstellung der Kupplungsgehäusedeckel der Elektrokontaktkupplung entfernt
wurde, um eine Einsicht in den inneren Aufbau der Elektrokontaktkupplung zu ermöglichen.
[0034] In Fig. 2 zu sehen sind zwei obere Kontaktbänke 20, 21, die jeweils seitlich von
einer weiteren Einrichtung der Elektrokontaktkupplung vorgesehen sein. Bei dieser
weiteren Einrichtung handelt es sich beispielsweise um eine Einrichtung zur kabellosen
Übertragung von Signalen zwischen der Elektrokontaktkupplung und einer Gegenkupplung.
Aufgrund der Draufsicht sind keine unteren Kontaktbänke zu erkennen. Diese befinden
sich allerdings unterhalb der oberen Kontaktbänke 20, 21, d.h. in der Zeichnungsebene
hinter den oberen Kontaktbänken 20, 21. Zwischen der oberen Kontaktbank 21 und der
korrespondierenden unteren Kontaktbank ist eine Kontaktzunge 40 vorgesehen. Diese
Kontaktzunge 40 befindet sich hier natürlich nur zwischen einem Paar der Kontaktbänke.
Bei der Kontaktierung der Elektrokontaktkupplung mit einer Gegenkupplung wird die
Kontaktzunge 40, wie in Fig. 2 gezeigt, mittels z.B. eines Linearmotors in Richtung
der Gegenkupplung (in Richtung der Kupplungsebene K) geschoben und dadurch zwischen
die Kontaktbänke der entsprechend ausgebildeten Gegenkupplung geschoben. Ebenso wird
die Kontaktzunge der Gegenkupplung zwischen die obere Kontaktbank 21 und die korrespondierende
untere Kontaktbank der Elektrokontaktkupplung geschoben.
[0035] Schematisch dargestellt sind in Fig. 2 eine Vielzahl von oberen Kontakten 50, wobei
die Leitungen, die die oberen Kontakte 50 mit einem angrenzenden, zugeordneten Fahrzeug
verbinden, nicht gezeigt sind. Hierbei ist allerdings vorgesehen, dass jeder einzelne
der Kontakte 50, ... mittels einer eigenen Leitung entsprechend mit dem Fahrzeug verbunden
ist. Hierbei laufen die Leitungen zu Kontakten, die auf den Kontaktbänken aufgebracht
sind, wobei die Kontakte 50 der Kontaktzunge 40 korrespondierend zu den Kontakten
der Kontaktbänke ausgebildet sind.
[0036] Fig. 3 zeigt schließlich die erfindungsgemäße Elektrokontaktkupplung, bei der in
der oberen Darstellung A Kontaktbänke 2, 3, Kontaktzungen 4, 4' sowie obere und unteren
Kontakte 5, 6 aus der Sicht der Kupplungsebene dargestellt werden.
[0037] In Fig. 3 ist der Zustand gezeigt, in dem die Elektrokontaktkupplung mit der Gegenkupplung
gekuppelt ist. Daher ist die Kontaktzunge 4' der Gegenkupplung entsprechend in die
Elektrokontaktkupplung hineingeschoben.
[0038] Erfindungsgemäß und im Unterschied zu der Elektrokontaktkupplung, die in Fig. 2 dargestellt
ist, ist vorgesehen, dass die obere Kontaktbank 2 und die untere Kontaktbank 3 sich
jeweils ununterbrochen über die Kontakte 5 der Kontaktzunge 4 und die Kontakte 5'
der Kontaktzunge 4' erstrecken. An der oberen Kontaktbank 2 und der unteren Kontaktbank
3 ist vorzugsweise ein Querverbinder vorgesehen, so dass die einzelnen Kontakte 5.1,
5.2, ..., 6.1, 6.2, ... der Kontaktzunge 4 jeweils paarweise mit den einzelnen Kontakten
5.1', 5.2', ..., 6.1', 6.2', ... der Kontaktzunge 4' der Gegenkupplung elektrisch
und/oder optisch verbunden sind. Die verbundenen Kontakte korrespondieren hierbei,
was bedeutet, dass der Kontakt 5.1 mit dem Kontakt 5.1', der Kontakt 5.2 mit dem Kontakt
5.2' usw. verbunden ist. Der Querverbinder, der an der oberen Kontaktbank 2 und/oder
an der unteren Kontaktbank 3 vorgesehen ist, ist nicht in Fig. 3 dargestellt. Bei
einem solchen Querverbinder handelt es sich erfindungsgemäß vorzugsweise um eine Leiterplatte.
[0039] Vorzugsweise weist sowohl die obere Kontaktbank 2 wie auch die untere Kontaktbank
3 jeweils einen Querverbinder auf. Somit können, wie oben beschrieben, die Kontakte
5.1, 5.2, ... mit den jeweiligen Kontakten 5.1', 5.2', ... und darüber hinaus die
unteren Kontakte 6.1, 6.2, ... der Kontaktzunge 4 paarweise korrespondierend mit den
Kontakten 6.1', 6.2', ... der Kontaktzunge 4' der Gegenkupplung elektrisch und/oder
optisch verbunden werden. Somit wird insgesamt sichergestellt, dass alle Kontakte
der Kontaktzunge 4 und der Kontaktzunge 4' jeweils korrespondierend paarweise miteinander
verbunden sind und somit die Anzahl der Leitungen zwischen den Kontakten der Kontaktzunge
4 bzw. der Kontaktzunge 4' zu dem angrenzenden, zugeordneten Fahrzeug reduziert und
im Idealfall halbiert werden können.
[0040] Auch ist denkbar, und in der Darstellung B in Fig. 3 dargestellt, dass die untere
Kontaktbank 3 unterbrochen ist.
[0041] Eine derartige Unterbrechung ermöglicht die Unterbringung weiterer Bauteile der Elektrokontaktkupplung
in dem nun entstehenden, größeren Hohlraum.
[0042] Um zu gewährleisten, dass weiterhin auch alle unteren Kontakte 6.1, 6.2, ... mit
den korrespondieren Kontakten 6.1', 6.2', ... verbunden sind, ist gemäß dieser Ausführungsform
vorgesehen, dass Leiterplattenverbinder 7 jeweils die unteren Kontakte 6.1, 6.2, ...
der Kontaktzunge 4 mit dem Querverbinder verbinden, der in der oberen Kontaktbank
2 vorgesehen ist und Leiterplattenverbinder 7.1 die Verbindung zwischen den Kontakten
6.1', 6.2', ... der Kontaktzunge 4' der Gegenkupplung und dem Querverbinder in der
oberen Kontaktbank 2 sicherstellen. Der Querverbinder, der in der oberen Kontaktbank
2 vorgesehen ist, weist somit im Vergleich zur oben beschriebenen Ausführungsform
doppelt so viele Leitungswege auf, um sicherzustellen, dass alle Kontakte 5, 6 der
Kontaktzunge 4 mit den entsprechenden Kontakten 5', 6' der Kontaktzunge 4' der Gegenkupplung
verbunden sind.
[0043] Da der Querverbinder als Leiterplatte ausgebildet ist und vorzugsweise in Form einer
gedruckten, mehrlagigen Leiterplatte ausgebildet ist, ist es technisch einfach zu
realisieren, die vielen nötigen Leitungen zur paarweisen Kontaktierung der Kontakte
5, 6 mit den Kontakten 5', 6' zu erzeugen.
[0044] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen und in der Darstellung C in Fig.
3 dargestellt, die Querverbindung zwischen den Kontakten 5, 6 und den Kontakten 5',
6' über mindestens ein mehrpoliges Kabel zu realisieren. In diesem Fall ist sowohl
die obere Kontaktbank 2 als auch die untere Kontaktbank 3 zweigeteilt. Trotzdem verfügen
beide oberen Kontaktbänke 2 und beide unteren Kontaktbänke 3 jeweils über Querverbinder,
die jeweils die entsprechenden Kontakte 5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2, ..., 5.1', 5.2',
..., 6.1', 6.2', ... kontaktieren. Erfindungsgemäß sind dann Steckverbinder 8, 8.1
vorgesehen, die jeweils die Querverbinder so kontaktieren, dass alle Leitungen der
Querverbinder mit entsprechenden Leitungen des Steckverbinders 8, 8.1 verbunden sind.
Dann wird ein mehrpoliges Kabel 9, 9.1 mit den Steckverbindern 8, 8.1 so verbunden,
dass jeder einzelne Pol des Kabels 9, 9.1 über eine entsprechende Leitung des Steckverbinders
8, 8.1 mit einem entsprechenden Kontakt 5.1, 5.2, ..., 5.1', 5.2', ..., 6.1, 6.2,
..., 6.1', 6.2', ... verbunden ist derart, dass wiederum paarweise die Kontakte 5.1,
5.2, ... korrespondierend mit den Kontakten 5.1', 5.2', ... bzw. die Kontakte 6.1,
6.2, ... korrespondieren mit den Kontakten 6.1', 6.2', ... verbunden sind.
[0045] In anderen Worten wird eine Kontaktierung paarweise korrespondierend zueinander der
Kontakte wie in der unter der Darstellung A in Fig. 3 beschriebenen Ausführungsform
sichergestellt, wobei ein nochmals vergrößerter Bauraum für andere Komponenten sichergestellt
wird.
[0046] Außerdem können die mehrpoligen Kabel 9, 9.1 beliebig geführt werden, so dass das
Gehäuse der Elektrokontaktkupplung und die Anordnung der einzelnen Komponenten innerhalb
der Elektrokontaktkupplung wiederum flexibel und anforderungsgerecht, insbesondere
kompakt, ausgebildet werden kann.
[0047] Vorzugsweise und in Fig. 3C gezeigt verbindet ein Kabel 9 die oberen Kontaktbänke
2 und ermöglicht damit über die Querverbinder, die an den oberen Kontaktbänken 2 vorgesehen
sind und über die Steckverbinder 8 die paarweise korrespondierende Kontaktierung der
Kontakte 5.1, 5.2, ... der Kontaktzunge 4 mit den Kontakten 5.1', 5.2', ... der Kontaktzunge
4' der Gegenkupplung. Ein zweites Kabel 9.1 verbindet die unteren Kontaktbänke 3 und
ermöglicht damit über die Querverbinder, die an den unteren Kontaktbänken 3 vorgesehen
sind und über die Steckverbinder 8.1 die paarweise korrespondierende Kontaktierung
der Kontakte 6.1, 6.2, ... der Kontaktzunge 4 mit den Kontakten 6.1', 6.2', ... der
Kontaktzunge 4' der Gegenkupplung.
[0048] In Abwandlung der in Fig. 3C gezeigten Ausführungsform ist alternativ denkbar, die
Kabel 9, 9.1 wegzulassen, und die entsprechende Kontaktierung der Querverbinder, die
an den oberen sowie unteren Kontaktbänken 2, 3 vorgesehen sind, im angrenzenden Fahrzeug
herzustellen statt die Kontaktierung, wie in Fig. 3C dargestellt, mittels der Kabel
9, 9.1 innerhalb des Gehäuses der Elektrokontaktkupplung herzustellen. Abgesehen davon,
dass die Kontaktierung an einem vom Innenraum der Elektrokontaktkupplung verschiedenen
Ort durchgeführt wird, bleibt die Wirkung der Kontaktierung, d.h. insbesondere die
Reduzierung der benötigten Kabel/Leitungen, die gleiche. Somit lässt sich die bauliche
Freiheit innerhalb des Gehäuses der Elektrokontaktkupplung nochmals erhöhen, da die
Verbindung der Querverbinder erst im Fahrzeug erfolgt. Der Raum zwischen den Kontaktbänken
2, 3 steht in diesem Fall vollständig für weitere Komponenten der Elektrokontaktkupplung
zur Verfügung.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Elektrokontaktkupplung beschränkt, sondern ergibt sich aus den
Ansprüchen.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Kupplungsgehäuse
- 2, 20, 21
- obere Kontaktbank
- 3
- untere Kontaktbank
- 4, 4', 40
- Kontaktzunge
- 5, 5.1, 5.2, ..., 5', 5.1', 5.2', ..., 50, 51
- obere Kontakte
- 6, 6.1, 6.2, ..., 6', 6.1', 6.2', ...
- untere Kontakte
- 7, 7.1
- Leiterplattenverbinder
- 8, 8.1
- Steckverbinder
- 9, 9.1
- mehrpoliges Kabel
1. Elektrokontaktkupplung mit Querverbinder für spurgeführte Fahrzeuge, vorzugsweise
Schienenfahrzeuge, wobei die Elektrokontaktkupplung folgendes aufweist:
- ein Kupplungsgehäuse (1);
- mindestens eine obere Kontaktbank (2), die innerhalb des Kupplungsgehäuses (1) angeordnet
ist;
- mindestens eine untere Kontaktbank (3), die vertikal unterhalb der oberen Kontaktbank
(2) und innerhalb des Kupplungsgehäuses (1) angeordnet ist; und
- eine Kontaktzunge (4), die zwischen der oberen Kontaktbank (2) und der unteren Kontaktbank
(3) angeordnet ist, wobei an der Kontaktzunge (4) obere Kontakte (5) und untere Kontakte
(6) vorgesehen sind, über die Energie und/oder Signale über die Kontaktzunge (4) zu
einer Gegenkupplung übertragbar ist/sind,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an einer Kontaktbank (2, 3) ein Querverbinder derart vorgesehen ist, dass
die einzelnen Kontakte (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2, ...) der Kontaktzunge (4) über den
Querverbinder paarweise mit korrespondierenden Kontakten (5.1', 5.2', ..., 6.1', 6.2',...)
einer Kontaktzunge (4') einer vorzugsweise baugleich ausgeführten Gegenkupplung im
gekuppelten Zustand der Kupplungen elektrisch und/oder optisch verbunden sind.
2. Elektrokontaktkupplung nach Anspruch 1,
wobei der Querverbinder als Leiterplatte, vorzugsweise als gedruckte und noch bevorzugter
als mehrlagige Leiterplatte ausgebildet ist.
3. Elektrokontaktkupplung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei der Querverbinder an der oberen Kontaktbank (2) ausgebildet ist und die oberen
Kontakte (5.1, 5.2, ...) der Kontaktzunge (4) über den Querverbinder an der oberen
Kontaktbank (2) mit korrespondierenden Kontakten (5.1', 5.2', ...) der Kontaktzunge
(4') der Gegenkupplung paarweise elektrisch oder optisch verbunden sind, und wobei
ein Querverbinder an der unteren Kontaktbank (3) ausgebildet ist, und die unteren
Kontakte (6.1, 6.2,...) der Kontaktzunge (4) über den Querverbinder an der unteren
Kontaktbank (2) mit korrespondierenden Kontakten (6.1', 6.2', ...) der Kontaktzunge
(4') der Gegenkupplung paarweise elektrisch und/oder optisch verbunden sind.
4. Elektrokontaktkupplung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei Leiterplattenverbinder (7) derart auf die Kontaktbänke (2, 3) aufsteckbar sind,
dass die unteren Kontakte (6.1, 6.2, ...) und die oberen Kontakte (5.1, 5.2, ...)
mit einem Querverbinder elektrisch und/oder optisch verbunden sind, der an der oberen
Kontaktbank (2) vorgesehen ist derart, dass durch den Querverbinder die Kontakte (5.1,
5.2, ..., 6.1, 6.2, ...) der Kontaktzunge (4) mit korrespondierenden Kontakten (5.1',
5.2', ..., 6.1', 6.2', ...) der Kontaktzunge (4') der Gegenkupplung elektrisch und/oder
optisch verbunden sind.
5. Elektrokontaktkupplung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei mindestens zwei Steckverbinder
(8, 8.1) an den Kontaktbänken (2, 3) derart aufsteckbar sind und mindestens ein mehrpoliges
Kabel (9, 9.1) mit den Steckverbindern (8, 8.1) derart elektrisch und/oder optisch
verbunden ist, dass die Kontakte (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2, ...) der Kontaktzunge (4)
über Querverbinder der Kontaktbänke (2, 3), über die Steckverbinder (8, 8.1) und über
das Kabel (9, 9.1) mit den Kontakten (5.1', 5.2', ..., 6.1', 6.2', ...) der Kontaktzunge
(4') der Gegenkupplung paarweise elektrisch und/oder optisch verbunden sind.
6. Elektrokontaktkupplung nach Anspruch 5,
wobei zwei Steckverbinder (8) an den oberen Kontaktbänken (2) aufsteckbar sind und
mit einem Kabel (9) derart elektrisch und/oder optisch verbunden sind, dass die oberen
Kontakte (5.1, 5.2, ...) der Kontaktzunge (4) über Querverbinder der oberen Kontaktbänke
(2), über die Steckverbinder (8) und über das Kabel (9) mit den Kontakten (5.1', 5.2'...)
der Kontaktzunge (4') der Gegenkupplung paarweise elektrisch und/oder optisch verbunden
sind, und
wobei zwei Steckverbinder (8.1) an den unteren Kontaktbänken (3) aufsteckbar sind
und mit einem Kabel (9.1) derart elektrisch und/oder optisch verbunden sind, dass
die unteren Kontakte (6.1, 6.2, ...) der Kontaktzunge (4) über Querverbinder der unteren
Kontaktbänke (3), über die Steckverbinder (8.1) und über das Kabel (9.1) mit den Kontakten
(6.1', 6.2'...) der Kontaktzunge (4') der Gegenkupplung paarweise elektrisch und/oder
optisch verbunden sind.
1. An electrical contact coupling with cross-connectors for track-guided vehicles, in
particular rail vehicles, wherein the electrical contact coupling comprises the following:
- a coupling housing (1);
- at least one upper contact bank (2) arranged within the coupling housing (1);
- at least one lower contact bank (3) arranged vertically below the upper contact
bank (2) and within the coupling housing (1); and
- a contact tongue (4) arranged between the upper contact bank (2) and the lower contact
bank (3), wherein upper contacts (5) and lower contacts (6) are provided on the contact
tongue (4), by means of which the energy and/or signals can be transmitted to a counter-coupling
via the contact tongue (4),
characterized in that
a cross-connector is provided on at least one contact bank (2, 3) such that the individual
contacts (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2, ...) of the contact tongue (4) are electrically
and/or optically connected in pairs to the corresponding contacts (5.1', 5.2', ...,
6.1', 6.2', ...) of a contact tongue (4') of a preferably structurally identical counter-coupling
in the coupled state of the couplings by means of the cross-connector.
2. The electrical contact coupling according to claim 1,
wherein the cross-connector is configured as a circuit board, preferably as a printed,
and more preferentially a multi-layer circuit board.
3. The electrical contact coupling according to one of claims 1 or 2,
wherein the cross-connector is formed on the upper contact bank (2) and the upper
contacts (5.1, 5.2, ...) of the contact tongue (4) are electrically and/or optically
connected in pairs to corresponding contacts (5.1', 5.2', ...) of the contact tongue
(4') of the counter-coupling by means of the cross-connector on the upper contact
bank (2), and wherein
a cross-connector is formed on the lower contact bank (3) and the lower contacts (6.1,
6.2, ...) of the contact tongue (4) are electrically and/or optically connected in
pairs to corresponding contacts (6.1', 6.2', ...) of the contact tongue (4') of the
counter-coupling by means of the cross-connector on the lower contact bank (2).
4. The electrical contact coupling according to one of claims 1 or 2,
wherein circuit board connectors (7) can be attached to the contact banks (2, 3) in
such a manner that the lower contacts (6.1, 6.2, ...) and the upper contacts (5.1,
5.2, ...) are electrically and/or optically connected to a cross-connector provided
on the upper contact bank (2) such that the cross-connector electrically and/or optically
connects the contacts (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2, ...) of the contact tongue (4) to
corresponding contacts (5.1', 5.2', ..., 6.1', 6.2', ...) of the contact tongue (4')
of the counter-coupling.
5. The electrical contact coupling according to one of claims 1 or 2,
wherein at least two plug connectors (8, 8.1) can be attached to the contact banks
(2, 3) and at least one multipolar cable (9, 9.1) electrically and/or optically connected
to the plug connectors (8, 8.1) such that the contacts (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2, ...)
of the contact tongue (4) are electrically and/or optically connected in pairs via
the plug connectors (8, 8.1) and via the cable (9, 9.1) to the contacts (5.1', 5.2',
..., 6.1', 6.2', ...) of the contact tongue (4') of the counter-coupling by means
of the cross-connector of the contact banks (2, 3).
6. The electrical contact coupling according to claim 5,
wherein two plug connectors (8) can be attached to the upper contact banks (2) and
electrically and/or optically connected to a cable (9) such that the upper contacts
(5.1, 5.2, ...) of the contact tongue (4) are electrically and/or optically connected
in pairs via the plug connectors (8) and via the cable (9) to the contacts (5.1',
5.2', ...) of the contact tongue (4') of the counter-coupling by means of the cross-connector
of the upper contact banks (2), and
wherein two plug connectors (8.1) can be attached to the lower contact banks (3) and
electrically and/or optically connected to a cable (9.1) such that the lower contacts
(6.1, 6.2, ...) of the contact tongue (4) are electrically and/or optically connected
in pairs via the plug connectors (8.1) and via the cable (9.1) to the contacts (6.1',
6.2', ...) of the contact tongue (4') of the counter-coupling by means of the cross-connector
of the lower contact banks (3).
1. Coupleur à contacts électriques comportant un connecteur transversal pour véhicules
guidés sur voie, de préférence pour véhicules ferroviaires, le coupleur à contacts
électriques comprenant ce qui suit :
- un boîtier de coupleur (1) ;
- au moins un banc de contact supérieur (2) disposé à l'intérieur du boîtier de coupleur
(1) ;
- au moins un banc de contact inférieur (3) disposé verticalement au-dessous du banc
de contact supérieur (2) et à l'intérieur du boîtier de coupleur (1) ; et
- une languette de contact (4) qui est disposée entre le banc de contact supérieur
(2) et le banc de contact inférieur (3), des contacts supérieurs (5) et des contacts
inférieurs (6) étant prévus sur la languette de contact (4), par lesquels de l'énergie
et/ou des signaux est/sont transmissible(s) à un coupleur antagoniste via la languette
de contact (4),
caractérisé en ce que
il est prévu un connecteur transversal au moins sur un banc de contact (2, 3) de telle
sorte que les contacts individuels (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2,...) de la languette de
contact (4) sont connectés par voie électrique et/ou optique par paire à des contacts
correspondants (5.1', 5.2', ..., 6.1', 6.2', ...) d'une languette de contact (4')
d'un coupleur antagoniste réalisé de préférence de construction identique par l'intermédiaire
du connecteur transversal, dans l'état couplé des coupleurs.
2. Coupleur à contacts électriques selon la revendication 1,
dans lequel
le connecteur transversal est réalisé sous forme de carte à circuits, de préférence
sous forme de carte à circuits imprimés ou encore, de manière encore plus préférée,
sous forme de carte à circuits multicouche.
3. Coupleur à contacts électriques selon l'une des revendications 1 ou 2,
dans lequel
le connecteur transversal est réalisé sur le banc de contact supérieur (2), et les
contacts supérieurs (5.1, 5.2, ...) de la languette de contact (4) sont connectés
par voie électrique ou optique par paire à des contacts correspondants (5.1', 5.2',
...) de la languette de contact (4') du coupleur antagoniste par l'intermédiaire du
connecteur transversal sur le banc de contact supérieur (2), et
un connecteur transversal est réalisé sur le banc de contact inférieur (3), et les
contacts inférieurs (6.1, 6.2, ...) de la languette de contact (4) sont connectés
par voie électrique et/ou optique par paire à des contacts correspondants (6.1', 6.2',
...) de la languette de contact (4') du coupleur antagoniste par l'intermédiaire du
connecteur transversal sur le banc de contact inférieur (3).
4. Coupleur à contacts électriques selon l'une des revendications 1 ou 2,
dans lequel
des connecteurs de carte à circuits (7) sont enfichables sur les bancs de contact
(2, 3) de telle sorte que les contacts inférieurs (6.1, 6.2, ...) et les contacts
supérieurs (5.1, 5.2, ...) sont connectés par voie électrique et/ou optique à un connecteur
transversal qui est prévu sur le banc de contact supérieur (2), de telle sorte que
les contacts (5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2,...) de la languette de contact (4) sont connectés
par voie électrique et/ou optique à des contacts correspondants (5.1', 5.2', ...,
6.1', 6.2', ...) de la languette de contact (4') du coupleur antagoniste par l'intermédiaire
du connecteur transversal.
5. Coupleur à contacts électriques selon l'une des revendications 1 ou 2,
dans lequel
au moins deux connecteurs d'enfichage (8, 8.1) sont enfichables sur les bancs de contact
(2, 3) et au moins un câble multipolaire (9, 9.1) est connecté par voie électrique
et/ou optique aux connecteurs d'enfichage (8, 8.1) de telle sorte que les contacts
(5.1, 5.2, ..., 6.1, 6.2,...) de la languette de contact (4) sont connectés par voie
électrique et/ou optique par paire aux contacts correspondants (5.1', 5.2', ..., 6.1',
6.2', ...) de la languette de contact (4') du coupleur antagoniste par l'intermédiaire
de connecteurs transversaux des bancs de contact (2, 3), par les connecteurs d'enfichage
(8, 8.1) et par le câble (9, 9.1).
6. Coupleur à contacts électriques selon la revendication 5,
dans lequel
deux connecteurs d'enfichage (8) sont enfichables sur les bancs de contact supérieurs
(2) et sont connectés par voie électrique et/ou optique à un câble (9) de telle sorte
que les contacts supérieurs (5.1, 5.2, ...) de la languette de contact (4) sont connectés
par voie électrique et/ou optique par paire aux contacts correspondants (5.1', 5.2',
...) de la languette de contact (4') du coupleur antagoniste par l'intermédiaire de
connecteurs transversaux des bancs de contact supérieurs (2), par les connecteurs
d'enfichage (8) et par le câble (9),
deux connecteurs d'enfichage (8.1) sont enfichables sur les bancs de contact inférieurs
(3) et sont connectés par voie électrique et/ou optique à un câble (9.1) de telle
sorte que les contacts inférieurs (6.1, 6.2, ...) de la languette de contact (4) sont
connectés par voie électrique et/ou optique par paire aux contacts (6.1', 6.2', ...)
de la languette de contact (4') du coupleur antagoniste par l'intermédiaire de connecteurs
transversaux des bancs de contact inférieurs (3), par les connecteurs d'enfichage
(8.1) et par le câble (9.1).