[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Steigeisensystem umfassend ein Steigeisen,
einen Schuh und eine Verbindungsanordnung, sowie Elemente dieses Steigeisensystems.
[0002] Steigeisen werden insbesondere im Kletter- und Wanderbereich dafür genutzt, um im
vereisten Gelände sicher voranzukommen. Hierzu wird üblicherweise das Steigeisen mit
Riemen oder Bügeln an einem Schuh befestigt, wobei eine sichere Handhabung derartiger
Verbindungsanordnungen, insbesondere wenn der Benutzer Handschuhe trägt, sich als
schwierig erweisen kann. Um das Halten des Vorderbereichs des Schuhs an dem Steigeisen
zu erleichtern, schlägt die
EP 1 254 611 A1 vor, den vorderen Bügel durch einen Haken zu ersetzen, welcher von vorne in ein Sackloch
in dem Schuh eingeführt wird. Das Sackloch kann sich jedoch mit Eis, Schnee und Schlamm
zusetzen und muss aufwendig von diesem Fremdmaterial befreit werden, bevor das Steigeisen
angebracht werden kann.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Steigeisensystem bereitzustellen,
welches eine vereinfachte Handhabung aufweist und/oder eine erhöhte Sicherheit aufweist.
[0004] Nach einem ersten Aspekt stellt die Erfindung ein Steigeisensystem bereit, umfassend
ein Steigeisen, einen Schuh und eine Verbindungsanordnung, welche an einem aus dem
Schuh und dem Steigeisen ein männliches Verbindungselement und an dem anderen aus
dem Schuh und dem Steigeisen ein weibliches Verbindungselement umfasst, wobei die
Verbindungsanordnung einen Durchschubraum aufweist, welcher dafür eingerichtet ist,
dass Fremdmaterial, welches sich an der Verbindungsanordnung befindet, bei einer Eingriffsbewegung
des männlichen Verbindungselements in das weibliche Verbindungselement durch den Durchschubraum
geschoben wird und sich von dem Steigeisensystem lösen kann. Das Vorsehen des Durchschubraums
verhindert, dass angelagertes Eis, Schnee, Schlamm oder sonstiges Fremdmaterial die
Verbindungsanordnung beeinträchtigt, sodass das Steigeisensystem komfortabel ohne
einen Putzschritt vor der Verbindung des Steigeisens mit dem Schuh benutzt werden
kann.
[0005] Ferner kann der Durchschubraum als eine Ausnehmung in einer Sohle des Schuhs, insbesondere
in einer Auftrittsfläche einer Sohle des Schuhs ausgebildet sein. Auf diese Weise
kann der Durchschubraum besonders einfach in einen bereits bestehenden Schuhteil eingebracht
werden, wobei die Anordnung in einer Auftrittsfläche der Schuhsohle die Länge des
Schuhs nicht beeinträchtigt, wodurch das Laufgefühl eines Benutzers nicht beeinträchtigt
wird.
[0006] Der Durchschubraum kann als eine entlang einer Schuhlängsrichtung verlaufende Kerbe
in einer Auftrittfläche einer Sohle des Schuhs ausgebildet sein. Hierdurch lässt sich
der Durchschubraum entlang einer die Handhabung des Steigeisensystems verbessernden
Eingriffsrichtung der Verbindungselemente anordnen, wodurch die Durchschubbewegung
des Fremdmaterials mit einer komfortabel auszuführenden Eingriffsbewegung der Verbindungselemente
entlang der Eingriffsrichtung zusammen fallen kann.
[0007] In einer Sohle des Schuhs kann eine Einführungsausnehmung ausgebildet sein, welche
dazu eingerichtet ist, eine Positionierungsbewegung des männlichen Verbindungselements
und des weiblichen Verbindungselements relativ zueinander zu führen, sodass deren
Eingreifen ineinander erleichtert ist. Das Vorsehen der Einführungsausnehmung erhöht
den Komfort der Handhabung des Steigeisensystems.
[0008] In dem Steigeisensystem kann der Durchschubraum als eine Ausnehmung in einer Sohle
des Schuhs ausgebildet sein und das weibliche Verbindungselement kann eine, vorzugsweise
an der Sohle verschraubte, Brücke umfassen, welche die Ausnehmung überbrückt. Dies
erlaubt ein Verbindungselement an der Sohle des Schuhs auszubilden, ohne dass das
Verbindungselement aus der Schuhsohle herausragt und die Tritteigenschaften des Schuhs
negativ beeinflusst. Wird die Brücke verschraubt, so kann sie auf eine besonders einfache
und kostengünstige Weise an der Schuhsohle angebracht werden.
[0009] Es kann daran gedacht werden, dass das weibliche Verbindungselement ein Insert des
Schuhs umfasst, welches eine Öse ausbildet oder einen Abschnitt einer Öse ausbildet
und wobei vorzugsweise der Durchschubraum als eine Ausnehmung in einer Sohle des Schuhs
ausgebildet ist und die Öse zumindest teilweise innerhalb der Ausnehmung angeordnet
ist. Wird in dem weiblichen Verbindungselement über ein Insert ein Abschnitt einer
Öse oder die Öse selbst ausgebildet, so wird hierdurch das weibliche Verbindungselement
besonders sicher und zuverlässig mit dem Schuh verbunden. Befindet sich die Öse zumindest
teilweise innerhalb der Ausnehmung, so kann Fremdmaterial, welches sich in der Öse
befindet, ohne weitere Widerstände in den Durchschubraum hindurchgeschoben werden.
[0010] Es ist möglich, dass das männliche Verbindungselement an dem Schuh ausgebildet ist,
vorzugsweise angeschraubt ist, und eine Lasche und/oder einen Haken umfasst, wobei
vorzugsweise ein weiterer Durchschubraum als eine Ausnehmung in einer Sohle des Schuhs
ausgebildet ist und das männliche Verbindungselement sich mit dem weiteren Durchschubraum
in einer Sohlenaufsicht überlappt. Ein Einschrauben ist eine besonders einfache und
kostengünstige Anbringungsmethode des männlichen Verbindungselements an dem Schuh.
Laschen bzw. Haken sind besonders günstige und einfache männliche Verbindungselemente.
Überlappt sich ein männliches Verbindungselement in einer Sohlenaufsicht mit einem
weiteren Durchschubraum, so kann nicht nur das männliche Verbindungselement an dem
weiblichen Verbindungselement angelagertes Fremdmaterial herausschieben, sondern das
weibliche Verbindungselement kann auch das Fremdmaterial, welches sich an dem männlichen
Verbindungselement angesammelt hat, in den weiteren Durchschubraum schieben, von wo
aus es sich vom Schuh lösen kann.
[0011] Das männliche Verbindungselement kann ein Insert des Schuhs umfassen, an welchern
vorzugsweise eine Lasche und/oder ein Haken ausgebildet ist. Hierdurch wird das männliche
Verbindungselement besonders sicher und zuverlässig an den Schuh angebracht. Laschen
bzw. Haken sind dabei besonders günstige und einfache männliche Verbindungselemente.
[0012] Werden in dem Steigeisensystem Inserts verwendet, so kann das Insert ferner Kontaktbereiche
für eine Skibindung, insbesondere zwei an gegenüberliegenden Seiten des Inserts angeordnete,
im Wesentlichen quer zu einer Schuhlängsrichtung ausgerichtete Öffnungen aufweisen.
Hierdurch weist das Insert eine Doppelfunktion als Verbindungselement/Kontaktelement
für einerseits ein Steigeisensystem und andererseits für eine Skibindung, insbesondere
eine Tourenskibindung, auf.
[0013] Die Inserts können aus Metall ausgebildet sein oder Metall umfassen und sind Funktionselemente,
die in an sich bekannter Weise in einen Schuh integriert, beispielsweise eingegossen
werden können.
[0014] Weiterhin kann das weibliche Verbindungselement an dem Steigeisen als eine Durchgangsöffnung
ausgebildet sein. Ein derartiges weibliches Verbindungselement lässt sich besonders
einfach mit einem männlichen Verbindungselement verbinden, und das Fremdmaterial kann
besonders einfach durch die Durchgangsöffnung hindurch geschoben werden.
[0015] Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung, welcher mit dem ersten Aspekt der Erfindung
kombiniert werden kann, wird ein Steigeisensystem bereitgestellt, umfassend ein Steigeisen,
einen Schuh und eine Verbindungsanordnung, welche an einem aus dem Schuh und dem Steigeisen
ein männliches Verbindungselement und an dem anderen aus dem Schuh und dem Steigeisen
ein weibliches Verbindungselement umfasst, wobei das Verbindungselement des Steigeisens
in einer Eingriffsposition der Verbindungsanordnung von unten durch eine Auftrittsfläche
des Schuhs hindurch in einen Sohlenbereich des Schuhs hineinragt und wobei eine Richtung
einer Eingriffsbewegung des männlichen Verbindungselements in das weibliche Verbindungselement
einen Winkel mit der Auftrittsfläche einschließt, welcher kleiner oder gleich 60°
und größer oder gleich 0° ist. Dadurch, dass das Verbindungselement durch die Auftrittsfläche
des Schuhs in einen Sohlenbereich hineinragt, werden aus der Schuhsohle herausragende
Verbindungselemente nicht benötigt, welche das Gehgefühl des Schuhs beeinträchtigen
würden. Schließt die Richtung der Eintrittsbewegung einen Winkel mit der Auftrittsebene
ein, welcher kleiner oder gleich 60° und größer oder gleich 0° ist, so kann die Verbindung
zwischen dem Steigeisen und dem Schuh komfortabel durch eine bequeme Einstiegsbewegung
ausgeführt werden.
[0016] Es ist möglich, dass das Steigeisen ein Schuhhalteelement aufweist, welches dafür
eingerichtet ist, an dem Schuh anzugreifen, vorzugsweise von oben, und eine Lösebewegung
des männlichen Verbindungselements aus dem weiblichen Verbindungselement zu unterbinden,
wobei besonders bevorzugt eine Richtung dieser Lösebewegung einen Winkel mit der Auftrittsebene
einschließt, welcher kleiner oder gleich 60° und größer oder gleich 0° ist. Auf diese
Art und Weise kann die Verbindung des männlichen und weiblichen Verbindungselements
nicht sperrend sein, was ein einfaches Einsteigen des Schuhs in das Steigeisen erlaubt,
während eine sichere Haltung des Steigeisens an dem Schuh durch das Schuhhalteelement
erreicht wird.
[0017] Nach einem dritten Aspekt der Erfindung wird ein Insert für einen Schuh bereitgestellt,
welches vorzugsweise in einem der oben beschriebenen Steigeisensysteme verwendet werden
kann, wobei das Insert eine Bindungskopplungsanordnung und ein Verbindungselement
einer Verbindungsanordnung eines Steigeisensystems umfasst. Die Bindungskopplungsanordnung
kann zwei an gegenüberliegenden Seiten des Inserts angeordnete, im Wesentlichen quer
zu einer Schuhlängsrichtung ausgerichtete Öffnungen umfassen. Alternativ kann die
Bindungskopplungsanordnung zwei an gegenüberliegenden Seiten des Inserts angeordnete
herauskragende Stifte umfassen, welche im Wesentlichen quer zu einer Schuhlängsrichtung
ausgerichtet sind, wobei die Stifte dafür eingerichtet sind, in entsprechende Öffnungen
oder Gegenlager einer Skibindung einzugreifen. Die Stifte können starr, vorzugsweise
als integraler Bestandteil des Inserts an dem Insert ausgebildet sein. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform sind die Stifte federnd gelagert. So können die Stifte
in einer Führung oder in jeweiligen Führungen aufgenommen sein, wobei die eine Führung
oder die jeweiligen Führungen vorzugsweise im Wesentlichen quer zu einer Schuhlängsrichtung
ausgerichtet sind. Mindestens einer, vorzugsweise beide, der Stifte können mit einem
elastischen Element der Führung, z. B. einer Feder, derart zusammenwirken, dass zumindest
einer der Stifte, vorzugsweise beide Stifte, nach innen zu einer Schuhmittelachse
hin gegen eine Kraft in das Insert hineingedrückt werden können. Sind die einzelnen
Stifte in jeweiligen Führungen vorgesehen, so wird vorzugsweise für mindestens einen,
vorzugsweise jeden, Stift ein einzelnes zugehörendes elastisches Element, z. B. eine
Feder, vorgesehen, sodass auch in dieser Ausführungsform zumindest einer der Stifte,
vorzugsweise beide Stifte, nach innen zu einer Schuhmittelachse hin gegen eine Kraft
in das Insert hineingedrückt werden können. Hierbei beziehen sich Ausdrücke wie "Schuhlängsrichtung",
"Schuhmittellinie" und "nach innen" jeweils auf einen gedachten montierten Zustand
des Inserts in einem Schuh. Derartige Inserts weisen die Doppelfunktion eines Verbindungselements
eines Steigeisensystems und einer Skibindung auf.
[0018] Nach einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Steigeisen bereitgestellt,
welches in einem der oben beschriebenen Steigeisensysteme vorzugsweise verwendet werden
kann, wobei das Steigeisen umfasst: mindestens eine Bodenplatte mit mindestens einem
in Auftrittrichtung und/oder in Vorwärtsrichtung weisenden Zacken, und einen Riemen,
welcher dafür eingerichtet ist, einen Abschnitt eines an dem Steigeisen zu haltenden
Schuhs zu umgreifen, wobei der Riemen als gerafftes Band oder gerafftes Seilmaterial
ausgebildet ist oder/und ein elastisches Element enthält. Ein derartiger Riemen kann
als Fangriemen fungieren, mit welchem das Steigeisen an dem Schuh befestigt wird.
Durch seine Ausbildung als gerafftes Band, welches ein elastisches Material aufweisen
kann, erlaubt ein derartiger Riemen, wenn er am Schuh angebracht ist, um ein Verlieren
des Steigeisens zu verhindern, ausreichend viel Spielraum für ein weiteres Anbringen
des Steigeisens am Schuh.
[0019] Ferner kann das Steigeisen ein Koppelelement umfassen, wobei der Riemen an dem Koppelelement
angebracht sein kann. Aufgrund der Raffung des Riemens oder des elastischen Materials
kann der Riemen das Koppelelement in einer Koppelposition halten und bei kleinen Auslenkungen
des Koppelelements auch wieder in die Koppelposition zurückziehen.
[0020] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf
die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Steigeisensystems gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 2
- eine Sohlenaufsicht des Steigeisensystems aus Fig. 1;
- Fig. 3
- einen A-A - Schnitt des Steigeisensystems aus Fig.2;
- Fig. 4
- ein Steigeisen gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5
- eine Sohlenaufsicht eines Steigeisensystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6
- einen A'-A' - Schnitt des Steigeisensystems aus Fig.5;
- Fig. 7
- eine Ansicht des Steigeisensystems aus Fig.5;
- Fig. 8a
- eine Aufsicht eines Steigeisensystems gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 8b
- eine skizzierte Aufsicht eines Abschnitts der Schuhsohle aus Fig. 8a mit teilweise
freigelegtem Insert;
- Fig. 9
- einen A"-A" - Schnitt des Steigeisensystems aus Fig.8a;
- Figs. 10a, 10c und 10d
- Ansichten eines in dem Steigeisensystem aus Fig. 8a verwendeten Inserts;
- Fig. 10b
- einen B-B - Schnitt des Inserts aus Fig.10a;
- Fig. 11 a
- Ansichten eines alternativ ausgebildeten Inserts;
- Fig.11 b
- einen B'-B' - Schnitt des Inserts aus Fig.11a;
Erste Ausführungsform
[0021] Fig. 1 zeigt ein Steigeisensystem 2 mit einem Steigeisen 4 und einem Schuh 6, wobei
von dem Schuh 6 teilweise in den Figuren nur die Sohle 8 explizit dargestellt ist.
Das Steigeisensystem 2 umfasst eine Verbindungsanordnung 10 wobei an dem Steigeisen
4 in dieser Ausführungsform ein mit einer Lasche 12 ausgebildetes männliches Verbindungselement
14 der Verbindungsanordnung 10 vorgesehen ist und entsprechend ist in dieser Ausführungsform
an dem Schuh 6 ein weibliches Verbindungselement 16 vorgesehen. Die Verbindungsanordnung
10 umfasst einen Durchschubraum 18, welcher als eine Ausnehmung 20 in der Sohle 8,
insbesondere in einer Auftrittsfläche 22 der Sohle 8, ausgebildet sein kann. Die Ausnehmung
20 kann, wie in Fig. 2 gezeigt, als eine Kerbe in der Auftrittsfläche 22 ausgebildet
sein und im Wesentlichen entlang einer Schuhlängsrichtung L verlaufen (die Schuhlängsrichtung
L ist in Fig, 2 in der Zeichenebene, entlang der Schnittebene A-A durch die gestrichelte
Linie angedeutet). Das weibliche Verbindungselement 16 kann ferner eine Brücke 24
umfassen, welche die Ausnehmung 20 überbrückt. In einer besonders einfachen Ausführungsform
ist die Brücke 24 mittels Schrauben 26 an der Schuhsohle 8 verschraubt, wobei für
die Brücke 24 in der Schuhsohle 8 vorzugsweise eine Aussparung 28 derart vorgesehen
ist, dass die Schrauben 26 nicht über die Auftrittsfläche 22 herausragen. Anstelle
der Schrauben 26 können Nieten, Stifte oder ähnliche Verbindungselemente verwendet
werden, welche vorzugsweise nicht über die Auftrittsfläche 22 herausragen.
[0022] Das weibliche Verbindungselement 16 kann insbesondere eine Durchgangsöffnung 32 aufweisen,
welche von Wänden der Ausnehmung 20 und der Brücke 24 ausgebildet sein kann. In diese
Öffnung 32 kann die Lasche 12 des Steigeisens 4 eingeführt werden, wobei dann sich
in dieser Öffnung 32 befindliches Fremdmaterial wie Eis, Schnee oder Schlamm in den
Durchschubraum 20 hineingeschoben, oder durch diesen hindurchgeschoben, wird und sich
dann vom Steigeisensystem 2 lösen kann. Das Einführen der Lasche 12 in diese Öffnung
32 ist ein Beispiel einer Einführbewegung des männlichen Verbindungselements 14 in
das weibliche Verbindungselement 16. Um das Einführen der Lasche 12 in diese Öffnung
32 zu erleichtern, kann an der Sohle 8 des Schuhs 6 eine vorzugsweise trichterförmige
Einführungsausnehmung 30 ausgebildet sein, um eine Positionierungsbewegung der Lasche
12, bzw. des männlichen Verbindungselements 14, relativ zu dem weiblichen Verbindungselement
16 zu führen.
[0023] Die Schnittdarstellung A-A in Fig. 3 zeigt, dass das männliche Verbindungselement
14 des Steigeisens, hier die Lasche 12 als dessen Teil, von unten durch eine Auftrittsfläche
22 des Schuhs hindurch in einer in Fig. 3 gezeigten Eingriffsposition der Verbindungsanordnung
10 in einen Sohlenbereich 34 des Schuhs hineinragen kann. Um in diese Eingriffsposition
zu gelangen, kann das männliche Verbindungselement 12 eine Eingriffsbewegung in das
weibliche Verbindungselement 16 derart führen, dass die Lasche 12 sich zumindest abschnittsweise
unter einem Winkel von etwa 35° gegenüber der Auftrittsfläche 22 bewegt. Diese Eingriffsbewegung
bleibt für den Benutzer aufgrund einer nicht zu vernachlässigenden Vorwärtskomponente
komfortabel, solange dieser Winkel kleiner als 60° ist. Die Eingriffsbewegung und/oder
eine entgegengesetzt gerichtete Lösebewegung kann durch einen Bodenabschnitt 36 der
Einführungsausnehmung oder einen Brückenabschnitt 37 der Brücke 24 abschnittsweise
unter einem Winkel von weniger als 60°, vorzugsweise von etwa 35°, gegenüber der Auftrittsfläche
22 geführt werden. Dies wird dadurch bewirkt, dass der Bodenabschnitt 36 der Einführungsausnehmung
und/oder der Brückenabschnitt 37 abschnittsweise unter einem Winkel von weniger als
60°, vorzugsweise von etwa 35°, gegenüber der Auftrittsfläche 22 angeordnet sind.
Es ist zu beachten, dass die Lasche 12 einen Knick 38 aufweisen kann, sodass sie in
der Seitenansicht betrachtet auch als ein Haken bezeichnet werden kann.
[0024] Die in dieser ersten Ausführungsform gezeigte Verbindungsanordnung 10 kann eine lose
Verbindung des Steigeisens 4 dem Schuh 6 herbeiführen. Um das Steigeisen 4 verliersicher
an dem Schuh 6 zu befestigen, kann ein weiteres Schuhhalteelement notwendig sein,
welches beispielsweise als ein Riemen ausgebildet ist und das Steigeisen 4 an dem
Schuh 6 vorzugsweise von oben hält.
[0025] Ist das Steigeisen 4 nicht nur auf den Vorderfußbereich des Schuhs 6 beschränkt,
sondern ist wie in Fig. 4 gezeigt, mit einem Vorderbereich 40 und einem Fersenbereich
42 ausgebildet, welche durch eine Brücke 44 verbunden sein können, so kann das Schuhhalteelement
als eine ggf. mehrteilige Bügelanordnung 46 ausgebildet sein. Derartige Schuhhalteelemente
greifen vorzugsweise von oben an dem Schuh 6 an und können eine Lösebewegung des männlichen
Verbindungselements 14 aus dem weiblichen Verbindungselement 16 verhindern, wobei
diese Lösebewegung vorzugsweise entgegengesetzt zu der Richtung der Eingriffsbewegung
verläuft. Der Vorderbereich 40 kann eine vordere Bodenplatte 41 mit mindestens einem
in Auftrittrichtung weisenden Zacken 41 a und/oder mit mindestens einem in Vorwärtsrichtung
weisenden Zacken 41 b umfassen. Der Fersenbereich 42 kann eine hintere Bodenplatte
43 mit mindestens einem in Auftrittrichtung weisenden Zacken 43a umfassen. Derartige
Vorderbereiche 40 und Fersenbereiche 42 können einzeln oder gemeinsam in Steigeisen
aller Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, wobei eine Vorbindungsanordnung
nach dem ersten oder zweiten Aspekt der Erfindung vorzugsweise in einem Vorderbereich
angeordnet ist.
Zweite Ausführungsform
[0026] Unter Bezugnahme auf Figuren 5 bis 7 wird nachfolgend eine zweite Ausführungsform
der Erfindung beschrieben. Im Folgenden wird nur auf die Unterschiede der zweiten
Ausführungsform zur ersten Ausführungsform eingegangen und im Übrigen ausdrücklich
auf die Beschreibung der ersten Ausführungsform verwiesen.
[0027] Die zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ähnelt der ersten Ausführungsform,
wobei jedoch in dem Steigeisensystem 102 das männliche Verbindungselement 114 der
Verbindungsanordnung 110 an dem Schuh 106 ausgebildet ist und das weibliche Verbindungselement
116 der Verbindungsanordnung 110 an dem Steigeisen 104 ausgebildet ist.
[0028] In der zweiten Ausführungsform ist das weibliche Verbindungselement 116 als eine
Durchgangsöffnung 148 in dem Steigeisen 104 ausgebildet, wobei eine Lasche 112 oder
ein Haken des männlichen Verbindungselements 114 nur an einem Stegabschnitt 150 der
Durchgangsöffnung 148 angreifen kann, es kann jedoch auch daran gedacht werden, dass
das männliche Verbindungselement im Wesentlichen die gesamte Durchgangsöffnung ausfüllt.
Ein Durchschubraum des Steigeisenssystems 102 kann in der in den Figs. 5 bis 7 gezeigten
Ausführungsform aufgrund der relativen Größenverhältnisse die Durchgangsöffnung 148
selbst sein, sowie ein Abschnitt einer Einführungsausnehmung 130, welche eine Positionierungsbewegung
des männlichen Verbindungselements 114 gegenüber dem Stegabschnitt 150, welcher aufgrund
einer Verkippung in die Einführungsausnehmung 130 hineinragen kann, führen kann. Hat
sich nämlich an dem männlichen Verbindungselement 114 Schnee, Eis oder anderes Fremdmaterial
angesammelt, so schiebt der Stegabschnitt 150 diesen in Seitenbereiche 130a, 130b
der Einführungsausnehmung 130. Um dies zu erleichtern, kann das männliche Verbindungselement
114 in einer Aufsicht auf eine Sohle 108 Abschnitte der Einführungsausnehmung 130
überlappen. Die Einführungsausnehmung 130 mit den Seitenbereichen 130a, 130b übernimmt
die Funktion eines weiteren Durchschubraums.
[0029] Der Stegabschnitt 150 kann derart angewinkelt angeordnet sein, dass er in der in
Fig. 6 gezeigten Eingriffsposition der Verbindungsanordnung 110 gegenüber einer Auftrittsfläche
122 des Schuhs einen Winkel von weniger als 60°, vorzugsweise von etwa 35°, aufweist,
wodurch eine Eingriffsbewegung und/oder eine Lösebewegung des männlichen Verbindungselements
114 in das, bzw. aus dem, weiblichen Verbindungselement 116 unter diesem Winkel geführt
werden kann. Diese Führung kann alternativ durch eine Anordnung der Lasche 112 unter
einem Winkel von weniger als 60°, vorzugsweise von etwa 35°, gegenüber der Auftrittsfläche
122 des Schuhs bewirkt werden, oder die oben erwähnte Führung kann durch diese Anordnung
der Lasche 112 unterstützt werden.
[0030] Das männliche Verbindungselement 114 kann im Wesentlichen als eine Platte ausgebildet
sein, an welcher die Lasche 112 bzw. ein Haken ausgebildet ist, wobei diese Platte
vorzugsweise in einer Ausnehmung 128 der Sohle 108 mittels Schrauben 126 an der Sohle
108 befestigt ist, wobei die Schrauben 126, oder alternative Befestigungselemente
(siehe erste Ausführungsform), vorzugsweise nicht aus der Auftrittsfläche 122 des
Schuhs 106 herausstehen.
Dritte Ausführungsform
[0031] Unter Bezugnahme auf die Figuren 8a bis 11 b wird nachfolgend eine dritte Ausführungsform
der Erfindung beschrieben. Im Folgenden wird nur auf die Unterschiede der dritten
Ausführungsform zu den beiden vorangehenden Ausführungsformen eingegangen und im Übrigen
ausdrücklich auf die Beschreibung der ersten und zweiten Ausführungsform verwiesen.
[0032] Während in den vorangehenden Ausführungsformen der Erfindung die Verbindungselemente
der Verbindungsanordnung an dem Schuh über Schrauben oder Ähnliches befestigt worden
sind, können diese Verbindungselemente, wie in der dritten Ausführungsform beschrieben
wird, über ein Insert in der Sohle selbst integriert sein, wobei das Insert von dem
Sohlenmaterial umgeben ist, beispielsweise im Herstellungsprozess von dem Sohlenmaterial
umspritzt wird.
[0033] In einem Steigeisensystem 202 umfasst das an dem Schuh 206 ausgebildete Verbindungselement
der Verbindungsanordnung 210 ein Insert 252 in der Sohle 208. Das Insert 252 kann
eine Durchgangsöffnung 254 aufweisen, welche abschnittsweise von einem Steg 256 begrenzt
werden kann. Das Insert 252 ist vorzugsweise in der Sohle 208 des Schuhs 206 derart
vorgesehen, dass der Steg 256 sich innerhalb einer Ausnehmung 220 in der Sohle 208,
vorzugsweise in der Auftrittsfläche 222 der Sohle 208 befindet. Das Insert kann derart
angeordnet sein, dass die Durchgangsöffnung 254 eine Öse der Verbindungsanordnung
210 derart ausbildet, dass die Öse von dem Innenumfang der Durchgangsöffnung 254 begrenzt
ist. Alternativ bzw. zusätzlich kann die Öse durch Wände der Ausnehmung 220 sowie
den Steg 256 begrenzt sein. In beiden Fällen kann die die Öse, zumindest teilweise,
innerhalb der Ausnehmung 220 angeordnet sein.
[0034] Um eine mögliche Anordnung des Inserts 252 zu verdeutlichen, ist in Fig. 8b eine
skizzierte Aufsicht auf einen Abschnitt der Sohle 208 gezeigt, wobei das Insert 252
teilweise freigelegt worden ist. Die auf der gegenüberliegenden Seite der Sohle 208
angeordnete Ausnehmung 220 der Sohle 208 sowie im oder unterhalb des Sohenmaterials
verlaufende Abschnitte des Inserts 252 sind jeweils gestrichelt angedeutet. Der Steg
256 kann eine der Brücke 24 der ersten Ausführungsform analoge Funktion wahrnehmen.
[0035] Das Insert 252 weist vorzugsweise zwei auf gegenüberliegenden Seiten des Inserts
252 angeordnete Öffnungen 258l, 258r auf, welche im montierten Zustand quer zur Schuhlängsrichtung
L ausgerichtet sind, sodass die Öffnungen 2581, 258r zumindest einen Teil einer Bindungskopplungsanordnung
des Inserts 252 ausbilden. Anstelle der Öffnungen 258r, 2581 kann das Insert in einer
nicht gezeigten Ausführungsform als Elemente der Bindungskopplungsanordnung die eingangs
beschriebenen Stifte umfassen, welche in entsprechende Öffnungen oder Gegenlager einer
Skibindung eingreifen können. Wird ein Schuh mit einem solchen Insert versehen, so
kann er über diese Kontaktbereiche an einer Tourenbindung von Pin-Typ gehalten werden.
Das Steigeisen des Steigeisensystems kann dann entsprechend der ersten Ausführungsform
ausgebildet sein.
[0036] In einer alternativen Ausführungsform kann das Insert 252' der dritten Ausführungsform
(umfassend die oben beschriebene nicht gezeigte Ausführungsform) anstelle der Durchgangsöffnung
254 des Inserts 252 einen Haken 260' aufweisen, welcher eine der Lasche 112 der zweiten
Ausführungsform analoge Funktion wahrnehmen kann. Ansonsten ist das Insert 252' wie
das Insert 252 aufgebaut, sodass die mit einem" ' " versehenen Bezugszeichen von Bauelementen
des Inserts 252' Bauelementen mit Bezugszeichen mit gleichem Zahlenwert des Insert
252, jedoch ohne" ' ", entsprechen. Das Steigeisen des Steigeisensystems kann dann
entsprechend der zweiten Ausführungsform ausgebildet sein.
[0037] Die Inserts 252, 252' können aus Metall hergestellt sein.
[0038] Um den Verlust des Steigeisens im Gelände beim Anlegen zu verhindern, kann an einem
Steigeisen, vorzugsweise einem Steigeisen, wie es in dem oben beschriebenen Steigeisensystem
verwendet wird, ein Riemen 362 vorgesehen sein, welcher vorzugsweise mit einem Verschlussmechanismus
364, beispielsweise einer Schnalle, versehen ist (vergleiche Figur 4). Dieser Riemen
kann beim Anziehen des Steigeisens um den Schuh 6 gelegt werden, um einen Abschnitt
des Schuhs 6 zu umgreifen. Hierdurch wird ein Verlieren des Steigeisens beim weiteren
Anlegen verhindert. Um die nötige Bewegungsfreiheit zu gewährleisten, ist der Riemen
362 als ein gerafftes Band oder als ein gerafftes Seilmaterial ausgebildet, sodass
seine Länge variieren kann. Alternativ oder zusätzlich kann der Riemen 362 ein elastisches
Material enthalten, sodass die Form des gerafften Bandes oder des gerafften Seilmaterials
ohne eine zusätzliche elastische Hülle oder ähnlichen Elemente in die ursprüngliche
Form zurückkehren kann.
[0039] Der Riemen 362 kann an einem Koppelelement 366 angebracht sein, welches in der in
Fig. 4 gezeigten Stellung an den Schuh 6 angreift. Das Koppelelement 366 kann Teil
der Bügelanordnung 46 sein. Das Koppelelement 366 löst bei einer Verschwenkung in
Richtung W die Kopplung mit dem Schuh 6. Geschieht diese Verschwenkung unabsichtlich
und nur in einem kleinen Winkelbereich, so kann der Riemen 362 das Koppelelement 366
in eine in Fig. 4 gezeigte Koppelstellung des Koppelelements 366 mit dem Schuh 6 zurückstellen,
insbesondere wenn er ein elastisches Material enthält.
[0040] Um zu verhindern, dass das Koppelelement 366 sich durch Vibrationen oder Belastungen
selbstständig in Richtung W verschwenkt, muss der Riemen 362 nicht unter einer hohen
Spannung stehen, denn seine Raffung bzw. seine elastische Eigenschaften spannt das
Koppelelement 366 vorzugsweise entgegengesetzt der Drehrichtung W vor.
1. Steigeisensystem (2; 102; 202) umfassend
ein Steigeisen (4; 104; 106),
einen Schuh (6; 106; 206) und
eine Verbindungsanordnung (10; 110), welche an einem aus dem Schuh (6; 106; 206) und
dem Steigeisen (4; 104; 106) ein männliches Verbindungselement (14; 114) und an dem
anderen aus dem Schuh (6; 106; 206) und dem Steigeisen (4; 104; 106) ein weibliches
Verbindungselement umfasst (16; 116),
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsanordnung (10; 110) einen Durchschubraum (20; 148) aufweist, welcher
dafür eingerichtet ist, dass Fremdmaterial, welches sich an der Verbindungsanordnung
(10; 110) befindet, bei einer Eingriffsbewegung des männlichen Verbindungselements
(14; 114) in das weibliche Verbindungselement (16; 116) durch den Durchschubraum (20;
148) geschoben wird und sich von dem Steigeisensystem (2; 102; 104) lösen kann.
2. Steigeisensystem (2; 202) nach Anspruch 1, wobei der Durchschubraum (20) als eine
Ausnehmung in einer Sohle des Schuhs (6; 206), insbesondere in einer Auftrittfläche
(22) einer Sohle (8; 208) des Schuhs (6; 206) ausgebildet ist.
3. Steigeisensystem (2; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Durchschubraum
(20) als eine entlang einer Schuhlängsrichtung (L) verlaufende Kerbe (18) in einer
Auftrittfläche (22) einer Sohle (8, 208) des Schuhs (6; 206) ausgebildet ist.
4. Steigeisensystem (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in einer
Sohle (8; 108; 208) des Schuhs (6; 106; 206) eine Einführungsausnehmung (30; 130)
ausgebildet ist, welche dazu eingerichtet ist, eine Positionierungsbewegung des männlichen
Verbindungselements (14; 114) und des weiblichen Verbindungselements (16; 116) relativ
zueinander zu führen, sodass deren Eingreifen ineinander erleichtert ist.
5. Steigeisensystem (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Durchschubraum
(18) als eine Ausnehmung (20) in einer Sohle (8) des Schuhs (6) ausgebildet ist und
das weibliche Verbindungselement (16) eine vorzugsweise an der Sohle (6) verschraubte
Brücke (24) umfasst, welche die Ausnehmung (20) überbrückt.
6. Steigeisensystem (202) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das weibliche Verbindungselement
ein Insert (252) des Schuhs (206) umfasst, welches eine Öse ausbildet oder einen Abschnitt
einer Öse ausbildet und wobei vorzugsweise der Durchschubraum als eine Ausnehmung
(220) in einer Sohle (208) des Schuhs (206) ausgebildet ist und die Öse zumindest
teilweise innerhalb der Ausnehmung (202) angeordnet ist.
7. Steigeisensystem (102; 202) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das männliche
Verbindungselement (114) an dem Schuh (6; 206) ausgebildet ist, vorzugsweise angeschraubt
ist, und eine Lasche (112) und/oder einen Haken (112; 260') umfasst, wobei vorzugsweise
ein weiterer Durchschubraum (130, 130a, 130b) als eine Ausnehmung in einer Sohle (108)
des Schuhs (106) ausgebildet ist und das männliche Verbindungselement (114) sich mit
dem weiteren Durchschubraum (130, 130a, 130b) in einer Sohlenaufsicht überlappt.
8. Steigeisensystem (202) nach Anspruch 7, wobei das männliche Verbindungselement ein
Insert (252') des Schuhs (206) umfasst, an welchem vorzugsweise eine Lasche und/oder
ein Haken (260') ausgebildet ist.
9. Steigeisensystem (202) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei das Insert (252; 252')
ferner Kontaktbereiche (258l, 258r; 258l', 258r') für eine Skibindung, insbesondere
zwei an gegenüberliegenden Seiten des Inserts angeordnete, im Wesentlichen quer zu
einer Schuhlängsrichtung ausgerichtete Öffnungen (258l, 258r; 258l', 258r'), aufweist.
10. Steigeisensystem (102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das weibliche
Verbindungselement an dem Steigeisen (104; 106) als eine Durchgangsöffnung (148) ausgebildet
ist.
11. Steigeisensystem (2; 102; 202), vorzugsweise nach einem der vorangehenden Ansprüche,
umfassend
ein Steigeisen (4; 104; 106),
einen Schuh (6; 106; 206), und
eine Verbindungsanordnung (10; 210), welche an einem aus dem
Schuh (6; 106; 206) und dem Steigeisen (4; 104; 106) ein männliches Verbindungselement
(14; 114) und an dem anderen aus dem Schuh (6; 106; 206) und dem Steigeisen (4; 104;
106) ein weibliches Verbindungselement (16; 116) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (14, 16; 114, 116) des Steigeisens (4; 104; 106) in einer
Eingriffsposition der Verbindungsanordnung von unten durch eine Auftrittsfläche (22)
des Schuhs (6; 106; 206) hindurch in einen Sohlenbereich (34) des Schuhs hineinragt
und
dass eine Richtung einer Eingriffsbewegung des männlichen Verbindungselements (14;
114) in das weibliche Verbindungselement (16; 116) einen Winkel mit der Auftrittsfläche
(22) einschließt, welcher kleiner oder gleich 60° und größer oder gleich 0° ist.
12. Steigeisensystem (2; 102; 202) nach Anspruch 11, wobei das Steigeisen (4; 104; 204)
ein Schuhhalteelement (46) aufweist, welches dafür eingerichtet ist, an dem Schuh
(6; 106; 206) anzugreifen, vorzugsweise von oben, und eine Lösebewegung des männlichen
Verbindungselements (14; 114) aus dem weiblichen Verbindungselement (16; 116) zu unterbinden,
wobei besonders bevorzugt eine Richtung dieser Lösebewegung einen Winkel mit der Auftrittsebene
(22) einschließt, welcher kleiner oder gleich 60° und größer oder gleich 0° ist.
13. Insert (252; 252') für einen Schuh, welches vorzugsweise dafür eingerichtet ist, in
einem Steigeisensystem (202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche verwendet zu
werden, umfassend
eine Bindungskopplungsanordnung (2581, 258r; 258l', 258r'), dadurch gekennzeichnet, dass das Insert (252, 252')
ein Verbindungselement einer Verbindungsanordnung eines Steigeisensystems (200) umfasst.
14. Steigeisen, vorzugsweise dafür eingerichtet, in einem Steigeisensystem nach einem
der Ansprüche 1 bis 12 verwendet zu werden, umfassend
mindestens eine Bodenplatte (41, 43) mit mindestens einem in Auftrittrichtung (41
a, 43a) und/oder in Vorwärtsrichtung (41 b) weisenden Zacken, und
einen Riemen (362), welcher dafür eingerichtet ist, einen Abschnitt eines an dem Steigeisen
zu haltenden Schuhs (6) zu umgreifen,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Riemen (362) als gerafftes Band- oder gerafftes Seilmaterial ausgebildet ist oder/und
ein elastisches Element enthält.
15. Steigeisen nach Anspruch 14, ferner umfassend ein Koppelelement (366), wobei der Riemen
(362) an dem Koppelelement (366) angebracht ist.