[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zahnbürstenständer oder dergleichen zur
Aufnahme einer Zahnbürste, oder dergleichen. Insbesondere betrifft die Erfindung einen
Zahnbürstenständer, der geeignet ist, Zubehör aufzunehmen.
[0002] Zahnbürsten, zum Beispiel elektrische Zahnbürsten, werden nach der Benutzung beispielsweise
in einem Ständer aufgeräumt. Zur Zahnpflege gehört neben der Zahnbürste weiteres Zubehör.
Zum einen haben elektrische Zahnbürsten sogenannte Aufsteckbürsten, die auf einen
Bürstengriff aufgesteckt werden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um sogenannte
Schallzahnbürsten oder um Zahnbürsten mit rotierendem oder mit länglich schwingendem
Bürstenkopf handelt. Diese Aufsteckbürsten sind in regelmäßigen Abständen zu wechseln.
Es kann auch der gleiche Bürstengriff mit unterschiedlichen Aufsteckbürsten von mehreren
Personen verwendet werden. Es ist wünschenswert, die Aufsteckbürsten immer griffbereit
neben der Zahnbürste zu haben. Zum anderen umfasst Zahnpflege auch die Reinigung von
Zahnzwischenräumen mit Interdentalbürsten und/oder Zahnseide. Auch dies soll im Rahmen
der vorliegenden Anmeldung als Zubehör verstanden sein. Jegliches Zubehör sollte vor
Verschmutzung geschützt aufbewahrt aber jederzeit griffbereit sein.
[0003] Aus diesem und anderen Gründen besteht ein Bedarf an der vorliegenden Erfindung.
[0004] Die vorliegende Erfindung stellt einen Zahnbürstenständer nach dem Gegenstand des
unabhängigen Anspruches 1 zur Verfügung. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der
Zeichnung.
[0005] Die Erfindung kann auch bei anderen ähnlichen Geräten der Mundhygiene angewendet
werden, z.B. auch für Dentalcleaner oder Mundbrausen.
[0006] Die Ziele und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden außerdem deutlich in der
folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die mit Bezug auf die beigefügten
Figuren erfolgt, in denen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Zahnbürstenständers gemäß einer Ausführungsform
zeigt;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Zahnbürstenständers von Fig. 1 mit aufgeklappten
Seitenteilen zeigt, die ausgestaltet sind, Zubehör aufzunehmen;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines Zahnbürstenständers in einer Draufsicht
mit aufgeklappten Seitenteilen zeigt;
Fig. 4 eine Schnittansicht des Zahnbürstenständers von Fig. 3 entlang einer Schnittlinie
A-A' zeigt, bei dem die Zahnbürste gerade entfernt wird;
Fig. 5 den Zahnbürstenständer von Fig. 3 ebenfalls in einer Schnittansicht entlang
der Schnittlinie A-A' zeigt, wobei die Zahnbürste in dem Zahnbürstenständer gehalten
ist.
[0007] Im Folgenden sind Gesichtspunkte und Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben, worin gleiche Bezugszeichen im Allgemeinen benutzt werden, um durchgehend
auf gleiche Elemente zu verweisen. In der folgenden Beschreibung sind zu Erklärungszwecken
zahlreiche bestimmte Einzelheiten dargelegt, um ein gründliches Verständnis eines
oder mehrerer Gesichtspunkte der Ausführungsformen zu bieten. Einem Fachmann kann
jedoch offensichtlich sein, dass ein oder mehrere Gesichtspunkte der Ausführungsformen
mit einem geringeren Maß der bestimmten Einzelheiten ausgeführt werden können. In
weiteren Fällen sind bekannte Aufbauten und Elemente in schematischer Form gezeigt,
um das Beschreiben eines oder mehrerer Gesichtspunkte der Ausführungsformen zu erleichtern.
Die folgende Beschreibung soll daher nicht als beschränkend aufgefasst werden. Es
wird bemerkt, dass die Darstellung der verschiedenen Elemente in den Figuren nicht
notwendigerweise maßstabsgetreu ist.
[0008] In den Zeichnungen kann Richtungsterminologie wie etwa zum Beispiel "oben", "unten",
"Oberseite", "Unterseite", "links", "rechts", "Vorderseite", "Rückseite", "senkrecht",
"waagerecht" usw. unter Bezugnahme auf die Ausrichtung der beschriebenen Figuren verwendet
werden. Da Bestandteile von Ausführungsformen in einer Anzahl unterschiedlicher Ausrichtungen
positioniert werden können, wird die Richtungsterminologie zur Erläuterung verwendet
und ist keineswegs beschränkend. Es versteht sich, dass weitere Ausführungsformen
benutzt werden können und bauliche oder logische Veränderungen vorgenommen werden
können, ohne von dem Konzept der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
[0009] Zahnbürstenständer gemäß der vorliegenden Erfindung können einen Grundkörper, auch
Basis genannt, aufweisen. Der Grundkörper kann eine im Wesentlichen zylinderförmige
Ausgestaltung haben. Der Grundkörper kann eine im Wesentlichen quaderförmige Ausgestaltung
haben. Der Grundkörper kann im Wesentlichen hohl sein und eine Bodenplatte oder Sockel
und eine Deckplatte aufweisen. Die Bodenplatte und die obere Deckplatte können über
eine oder mehrere Seitenwände miteinander verbunden sein. Im Fall einer im Wesentlichen
quaderförmigen Basis können die Seitenwände zwei Seitenteile, ein Vorderteil und ein
Rückteil aufweisen. Das Vorderteil kann eine Frontplatte sein. Die Seitenwände können
konvex vorgewölbt sein. Der Grundkörper kann eine beliebige andere Form aufweisen.
[0010] Der Grundkörper kann aus Kunststoff gefertigt sein. Insbesondere kann der Grundkörper
aus spritzgegossenen Kunststoffteilen gefertigt sein. Der Grundkörper kann auch aus
anderen Materialien, wie beispielsweise Metall, Glas oder Holz angefertigt sein. Der
Grundkörper kann aus jedem anderen geeigneten Material gefertigt sein.
[0011] Ein Zahnbürstenständer gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Halterung umfassen,
die ausgestaltet ist, einen Griff einer Zahnbürste zu halten. Die Halterung kann durch
eine Ausnehmung in dem Oberteil der Basis gebildet sein. Die Halterung kann eine Ausnehmung
im Oberteil der Basis/des Grundkörpers und eine Ausnehmung in der Frontplatte des
Grundkörpers umfassen. Die Halterung kann Seitenwände aufweisen. Die Seitenwände der
Halterung können von der oder den Ausnehmungen der Basis ausgehen. Die Halterung kann
der Form des Zahnbürstengriffs der zu haltenden Zahnbürste angepasst sein. Die Halterung
kann den Griff der Zahnbürste formschlüssig aufnehmen. Die Halterung kann aus den
gleichen Materialien wie der Grundkörper gefertigt sein. Die Halterung kann auch aus
einem anderen Material als der Grundkörper gefertigt sein. Die Halterung kann integraler
Bestandteil des Grundkörpers sein. Insbesondere kann die Halterung zusammen mit dem
Oberteil des Grundkörpers als ein Gussteil hergestellt sein. Die Halterung kann mittig
im Grundkörper platziert sein. Die Halterung kann von der Mitte weg an einen Rand
des Grundkörpers, beispielsweise an den vorderen Rand gerückt sein. Die Vorderwand
kann eine Vorwölbung aufweisen, die die Halterung ganz oder teilweise aufnimmt.
[0012] Ein Zahnbürstenständer gemäß der vorliegenden Erfindung kann einen Behälter aufweisen,
das ausgestaltet ist, Zubehör aufzunehmen. Bei dem Zubehör kann es sich um Aufsteckbürsten
handeln, die auf die zu haltende Zahnbürste aufgesteckt werden können. Bei dem Zubehör
kann es sich um Zahnseide handeln, die zur Zahnpflege verwendet wird. Bei dem Zubehör
kann es sich um Interdentalbürsten handeln, die ebenfalls zur Pflege der Zahnzwischenräume
verwendet werden. Bei dem Zubehör kann es sich um Zahnpasta oder ähnliche Produkte
handeln. Der Behälter kann aus dem gleichen Material gefertigt sein wie der Grundkörper.
Insbesondere kann der Behälter ein Kunststoffgussteil sein. Der Behälter kann auch
aus einem anderen Material gefertigt sein.
[0013] Ein Zahnbürstenständer gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Öffnungs- und Schließvorrichtung
aufweisen, die so mit dem Behälter und mit der Halterung gekoppelt ist, dass der Behälter
in einem ersten, geschlossenen Zustand ist, wenn in der Halterung eine Zahnbürste
gehalten ist, und der Behälter in einem zweiten, geöffneten Zustand ist, wenn in der
Halterung keine Zahnbürste gehalten ist. In dem geschlossenen Zustand kann sich das
Zubehör, das im Behälter aufgenommen ist, im Inneren des Zahnbürstenständers befinden.
Es ist damit vor Verschmutzung geschützt. Das ist der Fall, wenn die Zahnbürste in
der Halterung aufgenommen ist, das heißt, wenn die Zahnbürste gerade nicht in Gebrauch
ist. In dem geöffneten Zustand ist ein Zugriff auf das Zubehör im Behälter möglich.
Das ist der Fall, wenn die Zahnbürste aus der Halterung entfernt ist, das heißt, benutzt
wird. Dann ist beispielsweise ein Wechsel der Aufsteckbürste notwendig und ein Zugriff
auf die Aufsteckbürsten im Behälter ist gegeben.
[0014] Der Behälter kann eine Außenseite aufweisen, die von der Halterung abgewandt ist.
Der Behälter kann eine Innenseite aufweisen, die der Halterung zugewandt ist und für
die Aufnahme des Zubehörs ausgestaltet ist. In dem geschlossenen Zustand kann die
Außenseite des Behälters eine Seitenwand des Zahnbürstenständers bilden. Der Behälter
kann im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet und nach zwei Seiten offen sein.
[0015] Die Öffnungs- und Schließvorrichtung kann einen Betätiger aufweisen, der von einer
in der Halterung befindlichen Zahnbürste betätigt wird. Der Betätiger kann sich im
Bodenbereich der Halterung befinden. Der Betätiger kann sich in einem oberen oder
mittleren Bereich der Halterung befinden.
[0016] In einer Ausführungsform kann das Zubehör im Wesentlichen im Grundkörper verbleiben
und der geöffnete Zustand gibt lediglich den Zugriff auf das Zubehör frei. In einer
Ausführungsform kann das Zubehör im geöffneten Zustand mit dem Behälter im Wesentlichen
aus dem Grundkörper herauskommen und so den Zugriff auf das Zubehör freigeben.
[0017] In Ausführungsformen des Zahnbürstenständers gemäß der Erfindung kann der Behälter
über eine Drehachse beweglich mit dem Grundkörper verbunden sein. Der erste, geschlossene
Zustand kann einer ersten Position entsprechen, die eine im Wesentlichen senkrechte
Position sein kann, wodurch die Außenseite des Behälters eine Verbindung zwischen
einer Bodenplatte und einer Oberseite des Grundkörpers herstellt. Der zweite Zustand
kann eine zweite Position sein, die einer aufgeklappten Position entspricht, so dass
der Behälter beispielsweise eine Öffnung nach oben zwischen der Oberseite des Grundkörpers
und der geöffneten weggeklappten Seitenwand freigibt.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Behälter über eine Drehachse beweglich
mit dem Grundkörper verbunden. Der Behälter kann über eine Drehachse beweglich mit
dem Bodenteil des Grundkörpers verbunden sein. Der Wechsel von der ersten Position,
d.h. der geschlossenen Position, in die zweite, geöffnete Position kann durch Einwirken
einer Gewichtskraft des Behälters erfolgen. Hierzu liegt der Schwerpunkt des Behälters
so oberhalb und seitlich versetzt zu der Drehachse, dass der Behälter nach außen aufklappt,
wenn er nicht daran gehindert wird. Der Behälter kann um etwa 30° nach außen aufklappen.
In der Ausführungsform erfolgt der Wechsel von der zweiten, d.h. der geöffneten Position,
in die erste, d.h. die geschlossene Position durch eine Gewichtskraft der Zahnbürste,
die in der Halterung gehalten ist. Das Gewicht der Zahnbürste und das Gewicht des
Behälters sind so aneinander angepasst, dass die eingesetzte, gehaltene Zahnbürste
ein Schließen des Behälters bewirkt.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform kann das Schließen des Behälters auch durch ein
Hochklappen des Behälters durch den Benutzer erfolgen. Bei Freigabe öffnet sich der
Behälter auf Grund des Eigengewichtes wieder automatisch. Es könnte aber durchaus
einen zusätzlichen Schließmechanismus geben, der die Behälter im geschlossenen Zustand
hält.
[0020] In einer Ausführungsform kann die Öffnungs- und Schließvorrichtung wenigstens eine
elastische Feder umfassen, die den Positionswechsel des Behälters unterstützt.
[0021] In einer Ausführungsform kann die Öffnungs- und Schließvorrichtung einen Vorsprung
des beweglich gelagerten Behälters und einen Betätiger umfassen. Der Betätiger kann
beweglich gelagert sein und mit dem Vorsprung in Eingriff stehen. Die Gewichtskraft
der Zahnbürste in der Halterung kann auf den Betätiger wirken, so dass sich dieser
nach unten bewegt. Der Betätiger wirkt dabei auf den Vorsprung des Behälters ein,
mit dem er in Eingriff steht. Wenn der Behälter nach außen in die zweite Position
kippt, drückt der Vorsprung des Seitenteils, bzw. des Behälters den Betätiger nach
oben.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Zahnbürstenständer zwei im Wesentlichen
symmetrisch zueinander angeordnete Behälter, die beide ausgelegt sind, von dem Betätiger
betätigt zu werden und beide ausgestaltet sind, Zubehör aufzunehmen.
[0023] Fig. 1 zeigt einen Zahnbürstenständer 10 mit einer Zahnbürste 12 gemäß einer ersten
Ausführungsform. Der Zahnbürstenständer 10 umfasst einen Grundkörper 14 mit einem
Bodenteil 16 und einer oberen Platte 18. Der Grundkörper 14 ist im Wesentlichen quaderförmig.
Das Bodenteil 16 und die obere Platte 18 sind durch eine Seitenwand miteinander verbunden.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Seitenwand durch zwei Seitenteile
20, ein Vorderteil 22 und ein Rückteil 24 ausgebildet. Zahnbürste 12 ist in dem Ausführungsbeispiel
eine elektrische Zahnbürste. Zahnbürste 12 umfasst einen Ein-/Ausschalter 26 und eine
Aufsteckbürste 28. Der Zahnbürstenständer 10 umfasst ferner eine Halterung 30. Die
Halterung 30 ist durch eine Aussparung in der oberen Platte 18 und eine Aussparung
in der Frontplatte 22 gebildet. Die Zahnbürste 12 ist in der Halterung 30 gehalten.
Die Halterung 30 ist bezüglich der Seitenteile 20 mittig angeordnet. Bezogen auf die
Frontplatte 22 und das Rückteil 24 ist die Halterung 30 nicht mittig. Sie ist zur
Frontplatte gerückt.
[0024] Die Begriffe Aufsteckbürste und aufstecken sollen in einem weiten Sinne verstanden
werden, das heißt, die Aufsteckbürste kann beispielsweise aufgesteckt, aufgeschraubt
oder in der Form von Bajonettverschlüssen an dem Griff der Zahnbürste befestigt sein.
[0025] Fig. 2 zeigt den Zahnbürstenständer 10 von Figur 1 mit der Zahnbürste 12, die aus
der Halterung 30 entfernt ist.
[0026] Die Seitenteile 20 sind herausgeklappt. In Fig. 2 ist sichtbar, dass die Seitenteile
20 durch eine jeweilige Außenseite von Behältern 32 gebildet sind. In Figur 2 sind
die Behälter 32 in einem geöffneten Zustand. In Fig. 1 hingegen sind die Behälter
32 in einem geschlossenen Zustand und es ist in der Fig. 1 nicht zu erkennen, dass
sich im Grundkörper 10 Zubehör befindet.
[0027] In Fig. 2 befinden sich die Behälter 32 in einer geöffneten Position und erlauben
Zugriff auf Zubehör 34. In der dargestellten Ausführungsform handelt es sich bei dem
Zubehör 34 um Aufsteckbürsten, die auf die Zahnbürste 12 anstelle der Aufsteckbürste
28 angebracht werden können. Die Außenseite der Behälter 32, d.h. die Seitenteile
20, können in der geöffneten Position einen Winkel mit der Senkrechten von etwa 30°
einschließen.
[0028] In der Halterung 30 ist am Boden ein Betätiger 36 zu erkennen, der von einer eingestellten,
gehaltenen Zahnbürste betätigt wird. In Fig. 2 ist der Betätiger 36 nicht betätigt,
da die Zahnbürste 12 aus der Halterung 30 entfernt ist. Die Funktionsweise des Betätigers
36 und das Zusammenwirken mit den Behältern 32 und der Zahnbürste 12 werden im Weiteren
näher erläutert.
[0029] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht eines Zahnbürstenständers 40 mit aufgeklappten Behältern
32 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Der Zahnbürstenständer 40 ähnelt dem Zahnbürstenständer
10 aus Fig. 1 und Fig. 2. Eine Frontplatte 42 ist stärker gewölbt als die Frontplatte
22 des Zahnbürstenständers 10. Auch das Rückteil 44 weist eine leichte Wölbung auf.
In den Behältern 32 ist Zubehör 34 in Form von Aufsteckbürsten aufgenommen. In Fig.
3 ist die Zahnbürste 12 ebenfalls in Draufsicht gezeigt. Sie ist in dem Zahnbürstenständer
40 jedoch nicht gehalten, sondern befindet sich wie in Fig. 2 lediglich über, bzw.
bereits in der Halterung, jedoch ohne, dass die Gewichtskraft der Zahnbürste 12 auf
den Betätiger einwirken kann. Daher sind die Behälter 32 in der geöffneten Position.
Ein Schnitt durch den Zahnbürstenständer 40 entlang einer Schnittlinie A-A' zeigt
Fig. 4.
[0030] Fig. 4 zeigt den Zahnbürstenständer 40 und die Zahnbürste 12 im Schnitt. Ein Pfeil
41 in Fig. 4 deutet an, dass die Zahnbürste 12 nicht in der Halterung 30 gehalten
ist, sondern gerade entfernt wird. Der Zahnbürstengriff der Zahnbürste 12 ist im Wesentlichen
als Hohlkörper dargestellt. Der Zahnbürstengriff nimmt bei einer elektrischen Zahnbürste
die Funktionsteile wie einen Akku oder eine Batterie und eine Mechanik zum Bewegen
des Bürstenkopfes auf. Für eine bessere Übersichtlichkeit sind diese Funktionsteile
im Zahnbürstengriff in Fig. 4 nicht dargestellt. Die Aufsteckbürste 28 ist als im
Wesentlichen kompaktes Teil dargestellt. Selbstverständlich enthält auch die Aufsteckbürste
28 Teile für die elektrische Bewegung des Bürstenkopfes, die in Fig. 4 nicht dargestellt
sind.
[0031] Der Schnitt A-A' verläuft unmittelbar vor den Seitenteilen 20, bzw. den Behältern
32, so dass die Behälter 32 nicht im Schnitt dargestellt sind. Ein Bodenteil 46 ist
geschnitten und lässt Stege erkennen. Das Bodenteil 46 kann ein Kunststoffteil sein,
das zur Erhöhung der Stabilität und gleichzeitig Verringerung des Materialverbrauchs
durch Stege verstärkt aufgebaut ist. Es ist zu verstehen, dass dies nur ein mögliches
Ausführungsbeispiel ist. Der Boden des Grundkörpers kann auch als kompakte Platte
ausgebildet sein. Das Bodenteil 46 weist Füße 48 auf, die beispielsweise aus Gummi
gefertigt sein können und für eine Rutschfestigkeit des Zahnbürstenständers 40 sorgen.
In den Behältern 32 ist Zubehör 34 in der Form von Aufsteckbürsten aufgenommen. Eine
obere Platte 43 ist ebenfalls geschnitten dargestellt. Sie ist einteilig gefertigt
mit Seitenwänden der Halterung 30, die formschlüssig mit dem Zahnbürstengriff ausgebildet
sind.
[0032] Der Zahnbürstenständer 40 umfasst eine Öffnungs- und Schließvorrichtung 50. Die Öffnungs-
und Schließvorrichtung 50 umfasst Vorsprünge 52, die jeweils ein Teil der Behälter
32 sind. Vorsprünge 52 können einstückig mit den Behältern 32 ausgebildet sein. Die
Öffnungs- und Schließvorrichtung 50 umfasst ferner einen Betätiger 54, der dem Betätiger
36 des Zahnbürstenständers 10 in Fig. 2 entsprechen kann. Der Betätiger 54 ist im
Wesentlichen zylinderförmig. Der Betätiger 54 weist an einem unteren Ende eine Auskragung
56 auf. Die Auskragung 56 kann vollständig um den zylinderförmigen Teil des Betätigers
54 herumführen. Die Auskragung 56 kann aus zwei Teilen bestehen, die sich gegenüber
liegen und in Richtung der Seitenteile 20, bzw. in Richtung der Behälter 32 weisen.
Die Auskragung 56 kann in Richtung Frontplatte 22 und Rückteil 44 im Wesentlichen
fehlen. Der Betätiger 54 hat eine axiale Ausnehmung 58. Der Betätiger 54 kann einen
im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, wie beispielsweise in Fig. 2
dargestellt. Der Betätiger 54 kann aber auch einen anderen Querschnitt von oben gesehen
aufweisen, beispielsweise einen quadratischen, einen ovalen oder in einer anderen
beliebigen Form.
[0033] Der Betätiger 54 ist beweglich gelagert. In dem Ausführungsbeispiel ist der beweglich
gelagerte Betätiger 54 über einen Stift 60 geführt. Der Stift 60 greift in die axiale
Ausnehmung 58 ein. Der Stift 60 kann einstückig mit der Bodenplatte 46 ausgeführt
sein. Der Stift 60 kann somit aus Kunststoff gefertigt sein. In anderen Ausführungsbeispielen
kann der Stift 60 ein in die Bodenplatte 46 eingesetzter Stift sein, der zum Beispiel
auch aus Metall oder Holz gefertigt sein kann. Auch die Verwendung anderer Materialien
ist möglich. In anderen Ausführungsformen kann zwischen dem Stift 60 und dem Betätiger
54 eine Feder, beispielsweise eine Spiralfeder, vorgesehen sein, die eine Aufwärtsbewegung
des Betätigers 54 unterstützt. Der Stift 60 und die Ausnehmung 58 können einen gleichen
Querschnitt haben. Der Stift 60 und die Ausnehmung 58 können einen kreisförmigen Querschnitt,
einen quadratischen, einen ovalen oder einen Querschnitt einer beliebigen anderen
Form aufweisen.
[0034] Vorzugsweise sind in dem Gehäuse weitere Federn oder andere Mechaniken unterhalb
der Behälter 32 angeordnet, welche die Bewegung unterstützen oder den Mechanismus
auslösen. In dem Gehäuse können auch Federn im oberen oder mittleren Bereich angebracht
sein, welche die Behälter 32 seitlich aus dem Gehäuse heraus drücken und somit die
Schwenkfunktion unterstützen.
[0035] Der Vorsprung 52 des in Fig. 4 rechten Behälters 32 beziehungsweise der Vorsprung
52 des in Fig. 4 linken Behälters 32 wirken mit der Auskragung 56 des Betätigers 54
zusammen.
[0036] Die Behälter 32 sind über jeweilige Drehachsen 62 drehbeweglich gelagert. Die Achsenlager
für die Drehachsen 62 können in der Frontplatte 42 und in dem Rückteil 44 vorgesehen
sein. Die Achsen 62 können durch stabförmige Vorsprünge an den Behältern 32, die in
entsprechende Löcher in der Frontplatte 42 und in dem Rückteil 44 eingreifen, gebildet
sein. Die Achsen 62 können durch stabförmige Vorsprünge an der Frontplatte 42 und
in dem Rückteil 44 gebildet sein, die in entsprechende Löcher in den Behältern 32
eingreifen. Die stabförmigen Vorsprünge können einstückig mit den Behältern 32, bzw.
mit der Frontplatte 42 und dem Rückteil 44 gefertigte Kunststoffvorsprünge sein. Die
Drehachsen 62 können aber auch durch separate Achsen, beispielsweise Metallachsen
realisiert werden.
[0037] Der Schwerpunkt der Behälter 32 liegt so, dass die Behälter 32 um ihre jeweilige
Drehachse 62 jeweils nach außen kippen, wenn kein Gegengewicht vorhanden ist. Wie
der Pfeil 41 andeutet, wird die Zahnbürste 12 gerade nach oben aus der Halterung 30
herausgenommen. Die Gewichtskraft der Zahnbürste 12 wirkt daher nicht auf die Öffnungs-
und Schließvorrichtung 50 ein. Genauer ausgedrückt, wirkt die Zahnbürste 12 in der
in Fig. 4 dargestellten Position nicht auf den Betätiger 54 ein. Die Zahnbürste 12
bildet daher kein Gegengewicht, und die Behälter 32 sind in ihrer zweiten Position,
d.h. in der geöffneten, aufgeklappten oder gekippten Position.
[0038] Die Kippbewegung nach außen endet in einer Ausführungsform, wenn die Behälter 32
an eine Begrenzung anstoßen. Die Begrenzung kann durch eine Ausbildung der Bodenplatte
46 gebildet sein. In einer Ausführungsform endet die Kippbewegung nach außen, wenn
der Betätiger 54 an eine Begrenzung anstößt. Die Begrenzung kann durch eine Ausbildung
der Seitenwände der Halterung 30 gebildet sein.
[0039] Die Kipp- bzw. Drehbewegung der Behälter 32 nach außen bewegt die Vorsprünge 52 nach
oben. Die Vorsprünge 52 drücken dabei auf die Auskragung 56 des Betätigers 54 und
schieben diesen nach oben. In Fig. 4 ist der Betätiger in seiner oberen Position.
[0040] Fig. 5 zeigt ebenfalls eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A' der
Fig. 3, jedoch mit den Behältern 32 in der ersten Position, d.h. in einer im Wesentlichen
senkrechten Position, in der die Behälter 32 geschlossen sind. Das Zubehör 34 ist
im Innern des Zahnbürstenständers 40 geschützt gelagert. Die geschlossene Position
in Fig. 5 ist erreicht durch das Einsetzen der Zahnbürste 12 in die Halterung 30.
Die Gewichtskraft der Zahnbürste 12 drückt auf den Betätiger 54. Der Betätiger 54
sitzt auf dem Stift 60 auf. In anderen Ausführungsformen sitzt der Betätiger 54 nicht
auf dem Stift 60 auf, wenn die geschlossene Position erreicht ist. Die Auskragung
56 des Betätigers 54 drückt auf die Vorsprünge 52 der Behälter 32. Durch diesen Druck
der Auskragung 56 auf die Vorsprünge 52 werden die Behälter 32 um ihre jeweilige Drehachse
62 in die geschlossene Position gedreht und dort gehalten. Die Zahnbürste 12 wirkt
als Gegengewicht. Die Gewichtskraft der Zahnbürste 12 und der Behälter 32 sowie die
Lagen der Achsen 62 sind so aufeinander abgestimmt, dass die Gewichtskraft der Behälter
32 bei eingesetzter und in der Halterung 30 gehaltener Zahnbürste 12 nicht ausreicht,
um die Behälter 32 gegen die Gewichtskraft der Zahnbürste nach außen klappen zu lassen.
Daher kann die Zahnbürste 12 die Behälter sicher oben im senkrechten Zustand halten
und das Zubehör ist vor Verschmutzung geschützt. Erst wenn die Zahnbürste 12 wieder
aus der Halterung 30 entfernt wird, entfällt die Gegenkraft, die durch die Zahnbürste
12 ausgeübt wird, und die Gewichtskraft der Behälter 32 dreht die Behälter 32 um die
Achsen 62 in die geöffnete Position. Dabei wird der Betätiger 54 durch die Vorsprünge
52 der Behälter 32 nach oben gedrückt.
[0041] Wenngleich spezifische Ausführungsformen dargestellt und beschrieben worden sind,
versteht der Durchschnittsfachmann, dass eine Vielzahl alternativer und/oder äquivalenter
Implementierungen für die gezeigten und beschriebenen spezifischen Ausführungsformen
substituiert werden können, ohne von der grundlegenden Idee der vorliegenden Erfindung
abzuweichen. Die vorliegende Anmeldung soll alle Adaptionen oder Variationen der hierin
erörterten spezifischen Ausführungsformen abdecken.
1. Zahnbürstenständer (10, 40) oder dergleichen, umfassend:
- einen Grundkörper (14),
- eine Halterung (30), die ausgestaltet ist, einen Griff einer Zahnbürste (12) zu
halten,
- einen Behälter (32), der ausgestaltet ist, Zubehör (34) aufzunehmen, und
- eine Öffnungs- und Schließvorrichtung (50), die so mit dem Behälter (32) und mit
der Halterung (30) gekoppelt ist, dass der Behälter (32) in einem ersten, geschlossenen
Zustand ist, wenn in der Halterung (30) eine Zahnbürste (12) oder dergleichen gehalten
ist, und der Behälter (32) in einem zweiten, geöffneten Zustand ist, wenn in der Halterung
(30) keine Zahnbürste (12) gehalten ist.
2. Zahnbürstenständer (10, 40) nach Anspruch 1, wobei
in dem ersten, geschlossenen Zustand des Behälters (32) das aufgenommene Zubehör (34)
sich in einem Inneren des Zahnbürstenständers (10, 40) befindet und eine Außenseite
des Behälters (32) eine Seitenwand des Zahnbürstenständers bildet.
3. Zahnbürstenständer (10, 40) nach Anspruch 1 oder 2, wobei
der Behälter (32) über eine Drehachse (62) beweglich mit dem Grundkörper (14) verbunden
ist und der erste Zustand einer im Wesentlichen senkrechten Position des Behälters
(32) entspricht und der zweite Zustand einer aufgeklappten Position des Behälters
(32) entspricht.
4. Zahnbürstenständer (10, 40) nach Anspruch 3, wobei
ein Wechsel von der ersten Position in die zweite Position durch eine Gewichtskraft
des Behälters (32) und ein Wechsel von der zweiten Position in die erste Position
durch eine Gewichtskraft der Zahnbürste (12) bewirkt wird.
5. Zahnbürstenständer (10, 40) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Öffnungs-
und Schließvorrichtung (50) wenigstens eine elastische Feder umfasst, die einen Positionswechsel
des Behälters (32) unterstützt.
6. Zahnbürstenständer (10, 40) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Öffnungs-
und Schließvorrichtung (50) folgendes umfasst:
- einen Vorsprung (52) am Behälter, und
- einen Betätiger (54), wobei der Betätiger (54) beweglich gelagert ist und mit dem
Vorsprung (52) in Eingriff steht.
7. Zahnbürstenständer (10, 40) nach Anspruch 6, wobei
eine Gewichtskraft der gehalterten Zahnbürste (12) den Betätiger (54) nach unten drückt,
und wobei der Vorsprung (52) des Behälters den Betätiger (54) nach oben drückt, wenn
der Behälter (32) in den zweiten Zustand wechselt bzw. in die zweite Position kippt.
8. Zahnbürstenständer (10, 40) nach einem der Ansprüche 6 und 7, wobei der Betätiger
(54) eine im Wesentlichen zylindrische Form mit einer Auskragung (56) an einem Ende
und mit einer axialen Ausnehmung (58) aufweist, und wobei der Betätiger (54) über
einen Stift (60) geführt wird, der in die axiale Ausnehmung (58) eingreift.
9. Zahnbürstenständer (10, 40) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend:
einen zweiten Behälter (32), der im Wesentlichen symmetrisch zum ersten Behälter (32)
auf einer gegenüberliegenden Seite des Zahnbürstenständers (10, 40) angeordnet ist
und ebenfalls von dem Betätiger (54) betätigt wird.