TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anreisshilfe zur Anbringung einer Montagemarkierung
auf einen Gegenstand, insbesondere einem Gebäudeteil. Die Anreisshilfe eignet sich
vorzugsweise als Hilfsmittel zur Anbringung einer Montagemarkierung für die Montage
eines Fingerschutzrollos und/oder einer Fingerschutz-Bandabdeckung an einem Türrahmen
und/oder an einem Türflügel.
STAND DER TECHNIK
[0002] Um ein Bauteil an einem anderen Bauteil, insbesondere an einem Gebäudeteil, positionsgenau
zu montieren, wird üblicherweise zuerst gemessen, an welcher Stelle die Befestigungslöcher
gebohrt bzw. die Nägel eingeschlagen bzw. die Klebemittel angebracht werden sollen.
Um die Montage zu erleichtern, sind sogenannte Anreisshilfen bekannt. Derartige Anreisshilfen
erlauben das Anbringen einer Markierung, üblicherweise mit einem Bleistift, auf dem
Bauteil, z.B. dem Gebäudeteil.
[0003] DE 195 04 770 offenbart eine Anreisshilfe, welche auf einem Zollstock aufsteckbar ist.
DE 8410488 U zeigt eine Anreisshilfe in Form eines rechtwinkligen Dreiecks mit einem beweglichen
Griff.
DE 10 2007 010 565 beschreibt eine Anreisshilfe in der Kombination eines Schiebers mit einem Anlagewinkel.
[0004] Anreisshilfen sollten nicht zu kompliziert aufgebaut sein, damit sie auf einfache
Weise und möglichst fehlerfrei verwendet werden können. Zudem sollten sie auch in
beengten Raumverhältnissen einsetzbar sein. Dies gilt insbesondere im Bereich von
Türen.
[0005] Es ist bekannt, an Türen nachträglich Fingerschutzvorrichtungen zu befestigen, um
Kleinkinder vor Unfällen zu schützen. In einer Lösungsvariante wird der Spalt zwischen
der gegenbandseitigen Nebenschliesskante des Türflügels und dem Türrahmen mit einem
textilen Schutzrollo überdeckt, welcher einerseits am Türrahmen und andererseits am
Türflügel befestigt ist. Des Weiteren ist bekannt, die Bandseite der Tür mit Deckleisten
zu schützen, welche die Zwischenräume der Türbänder überbrückt.
[0006] "Bandseitig" ist diejenige Seite des Türflügels, auf welcher das Türband, d.h. das
Türscharnier angeordnet ist. Die "Gegenbandseite" liegt auf der dazu gegenüberliegenden
Seite des Türblatts. Die Schlossseite des Türflügels befindet sich am anderen Ende
der Tür, nämlich beim Türschloss und bei der Türklinke.
[0007] Die Montage derartiger Fingerschutzvorrichtungen muss möglichst schnell und kostengünstig
erfolgen. Trotzdem muss die Montage fehlerfrei sein.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Anreisshilfe zu schaffen, welche
möglichst einfach aufgebaut ist.
[0009] Diese Aufgabe löst eine Anreisshilfe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0010] Die erfindungsgemässe Anreisshilfe zum Anbringen einer Montagemarkierung auf einen
Gegenstand, insbesondere einem Gebäudeelement, weist mindestens eine Anschlagfläche
zur definierten Anlage der Anreisshilfe an den Gegenstand sowie mindestens eine erste
Durchführungsöffnung zur Aufnahme eines Markierungswerkzeugs auf. Die Anreisshilfe
weist einen Grundkörper und einen ersten Querbalken auf. Die mindestens eine erste
Durchführungsöffnung durchsetzt den Grundkörper. Der erste Querbalken ist an einem
ersten Ende des Grundkörpers angeordnet und verläuft in einem rechten Winkel zum Grundkörper,
wobei der erste Querbalken den Grundkörper auf mindestens einer Seite überragt, vorzugsweise
auf zwei und noch bevorzugter auf drei Seiten überragt. Der erste Querbalken bildet
mit seiner dem Grundkörper abgewandten Seite eine erste Anschlagfläche der mindestens
einen Anschlagfläche. Diese erste Anschlagfläche dient vorzugsweise zur genauen Positionierung
der mindestens einen ersten Durchführungsöffnung.
[0011] Vorteilhaft ist vor allem, dass die Anreisshilfe zur Anbringung von Montagemarkierungen
für Fingerschutzvorrichtungen bei Türen geeignet ist. Die erfindungsgemässe Anreisshilfe
lässt sich für Markierungen am Türflügel wie auch am Türrahmen (d.h. an der Zarge)
verwenden.
[0012] Die Anreisshilfe lässt sich klein ausbilden und kann auch in beengten Platzverhältnissen
optimal eingesetzt werden. Ihre einfache Form erlaubt eine einstückige Ausgestaltung
und somit eine kostengünstige Herstellung. Insbesondere lässt sie sich im Spritzgussverfahren
aus Kunststoff herstellen. Die Anreisshilfe kann beispielsweise auch aus Holz oder
Metall bestehen.
[0013] Die Anreisshilfe lässt sich am Grundkörper gut halten, wobei gleichzeitig das Markierungswerkzeug,
insbesondere ein Bleistift, mit derselben Hand gehalten werden kann.
[0014] Der Querbalken ermöglicht eine relativ grosse Auflagefläche und somit ein genaues
Positionieren der Anreisshilfe.
[0015] Vorteilhaft ist ferner, dass die Anreisshilfe relativ klein ausgebildet sein kann
und das Markierungswerkzeug erst bei Gebrauch in die Anreisshilfe eingesteckt werden
muss. Zudem lässt sich ein handelsüblicher Bleistift als Markierungswerkzeug verwenden,
ohne dass er mit zusätzlichen Hilfsmitteln an der Anreisshilfe befestigt werden muss.
Die Anreisshilfe kann somit im Hosensack oder in der Jackentasche des Handwerkers
transportiert werden und steht jederzeit sofort zur Verfügung.
[0016] Vorzugsweise überragt der erste Querbalken den Grundkörper auf mindestens zwei Seiten,
wodurch er eine gegenüber dem Grundkörper verbreiterte Basis bildet. Dies erhöht die
Genauigkeit beim Anbringen der Markierung und verhindert ein Abkippen der Anreisshilfe.
Die Anreisshilfe kann zudem auch in gedrehter Position eingesetzt werden. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist der Grundkörper im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet
und weist eine Vorderseite, eine Rückseite sowie zwei Stirnseiten auf. Vorzugsweise
überragt der erste Querbalken die Vorderseite und die Rückseite des Grundkörpers.
Diese T-Form mit der schlanken Ausgestaltung des Grundkörpers optimiert die Handhabung
und sichere Haltung der Anreisshilfe.
[0017] In einer bevorzugten Variante überragt der erste Querbalken eine der zwei Stirnseiten
des Grundkörpers. Dies erhöht die Grösse der ersten Anschlagfläche. Zudem kann die
überragende Stirnseite des Querbalkens als weitere Anschlagfläche dienen.
[0018] Vorzugsweise ist zusätzlich zur ersten Anschlagfläche mindestens eine weitere Anschlagfläche
vorhanden. Vorzugsweise weist der Grundkörper ein dem ersten Ende gegenüberliegendes
zweites Ende auf, wobei ein zweiter Querbalken am zweiten Ende des Grundkörpers angeordnet
ist und in einem rechten Winkel zum Grundkörper und parallel zum ersten Querbalken
verläuft. Der zweite Querbalken überragt den Grundkörper auf mindestens einer Seite,
wobei der zweite Querbalken mindestens eine der weiteren Anschlagflächen bildet. Der
zweite Querbalken überragt vorzugsweise die Vorderseite und die Rückseite des Grundkörpers,
wodurch er eine gegenüber dem Grundkörper verbreiterte Basis bildet.
[0019] Durch die Ausbildung des zweiten Querbalkens, welcher eine zweite Anschlagfläche
und vorzugsweise noch weitere Anschlagflächen anbietet, lässt sich die Anreisshilfe
auf vielfältige Art und Weise verwenden. Insbesondere lassen sich den unterschiedlichen
Anschlagflächen unterschiedliche Durchführungsöffnungen für die Halterung des Markierungswerkzeugs
zuordnen. Dies erhöht die Flexibilität im Gebrauch.
[0020] Die erfindungsgemässe Anreisshilfe kann insbesondere bei beengten Platzverhältnissen
oder speziellen Raumanordnungen gedreht und gewendet werden, bis sie mit einer geeigneten
Anschlagfläche am Bauteil anliegt.
[0021] Vorzugsweise weist der zweite Querbalken eine dem Grundkörper abgewandte plane Seite
auf, welche eine Anschlagfläche der mindestens einen weiteren Anschlagfläche bildet.
[0022] Diese Anschlagfläche wird im Folgenden als zweite Anschlagfläche bezeichnet.
[0023] Vorzugsweise weist der zweite Querbalken eine dem Grundkörper mindestens eine plane
Stirnseite auf, welche eine Anschlagfläche der mindestens einen weiteren Anschlagfläche
bildet. Die Stirnseite verläuft vorzugsweise senkrecht zur ersten Anschlagfläche und
vorzugsweise in einem rechten Winkel zur zweiten Anschlagfläche. Sie dient vorzugsweise
gemeinsam mit der oben genannten zweiten Anschlagfläche als Referenz zur Positionierung
von zweiten Durchführungsöffnungen.
[0024] Vorzugsweise weist auch der erste Querbalken plane Stirnseiten auf, welche als Anschlagflächen
dienen. Vorzugsweise sind alle Stirnseiten der Anreisshilfe plan ausgebildet und dienen
als Anschlagflächen und/oder als Lineal für die Strichführung des Markierungswerkzeugs.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen der erste und der zweite Querbalken je
eine Stirnseite auf, welche miteinander und gemeinsam mit einer Stirnseite des Grundkörpers
fluchten und eine plane vierte Anschlagfläche bilden. Auch diese gemeinsame plane
Fläche kann somit eine Anschlagfläche bilden.
[0026] Vorzugsweise weist die Anreisshilfe eine Doppel-T-Form auf, wobei der erste Querbalken
beidseitig kürzer ausgebildet ist als der zweite Querbalken. Die Querbalken, d.h.
die T-Balken, sind vorzugsweise gleich lang, d.h. spiegelsymmetrisch zum Grundkörper.
Vorzugsweise fluchtet der zweite Querbalken mit beiden seiner Stirnseiten mit den
Stirnseiten des Grundkörpers, wobei der erste Querbalken nur mit einer Stirnseite
fluchtet und die andere Stirnseite den Grundkörper überragt. Vorzugsweise sind mindestens
alle Stirnseiten, vorzugsweise sämtliche Oberflächen mit Ausnahme der Innenseiten
der Durchführungsöffnungen, plan ausgebildet, so dass sie als Anschlagflächen dienen
können. Dadurch ist eine Anreisshilfe geschaffen, welche sich optimal zur Anbringung
von Fingerschutzvorrichtungen an Türen, insbesondere zur Anbringung von Fingerschutzrollos
sowie Bandabdeckungen, einsetzen lässt. Sie lässt sich jedoch auch als Anreisshilfe
für andere Elemente und Bauteile verwenden.
[0027] Vorzugsweise verläuft die mindestens eine erste Durchführungsöffnung parallel zur
ersten
[0028] Anschlagfläche und zwischen zwei senkrecht zur ersten Anschlagfläche verlaufenden
Oberflächen des Grundkörpers, d.h. der Vorder- und der Rückseite des Grundkörpers.
Sie ist vorzugsweise in einem definierten und unveränderbaren Abstand zur ersten Anschlagfläche
angeordnet. Vorzugsweise ist die genaue Distanz von der Durchführungsöffnung zur ersten
Anschlagfläche auf der Anreisshilfe mit einer entsprechenden optischen Markierung
angegeben.
[0029] In bevorzugten Ausführungsformen sind mehrere erste Durchführungsöffnungen vorhanden,
welche im Grundkörper entlang einer ersten geraden Linie nebeneinander angeordnet
sind. Ihre Positionen sind vorzugsweise unveränderbar und ihre genauen Distanzen zur
ersten Anschlagfläche sind vorzugsweise auf der Anreisshilfe dargestellt. Dadurch
lässt sich das Markierungswerkzeug, insbesondere der Bleistift, im gewünschten Abstand
der Anschlagfläche durch die Öffnung stecken und die Markierung lässt sich so einfach
und fehlerfrei anbringen.
[0030] Die mehreren ersten Durchführungsöffnungen überlappen einander vorzugsweise, wobei
sie in ihren überlappenden Bereichen verjüngt ausgebildet sind. Dadurch lassen sich
die Abstände zwischen möglichen Markierungspunkten minimieren. Sie können insbesondere
kleiner sein als der äussere Durchmesser des Markierungswerkzeugs. Das Markierungswerkzeug
lässt sich trotzdem optimal, insbesondere kippsicher, halten.
[0031] Vorzugsweise weist die mindestens eine erste Durchführungsöffnung einen durchgehenden
sechseckigen, insbesondere wabenförmigen Querschnitt auf, welcher in Grösse und Form
dem Querschnitt eines Bleistifts entspricht. Die Form und Grösse der mindestens einen
ersten Durchführungsöffnung ist entsprechend der Art des zu verwendenden Markierungswerkzeugs
ausgestaltet.
[0032] Dank der Dicke des Grundkörpers, durch welchen sich die mindestens eine Durchführungsöffnung
erstreckt, weist die mindestens eine erste Durchführungsöffnung eine genügende Länge
auf, um das Markierungswerkzeug kippsicher zu halten.
[0033] In bevorzugten Ausführungsformen ist mindestens eine zweite Durchführungsöffnung
vorhanden, welche den Grundkörper durchsetzt, wobei sie in einem rechten Winkel zur
mindestens einen ersten Durchführungsöffnung und vorzugsweise parallel zur ersten
Anschlagfläche verläuft. Vorzugsweise verläuft die mindestens zweite Durchführungsöffnung
senkrecht zur zweiten Anschlagfläche. Dadurch lassen sich weitere Markierungen mit
derselben Anreisshilfe anbringen. Referenzfläche ist dabei vorzugsweise die zweite
Anschlagfläche. Vorzugsweise ist auch hier die zweite Durchführungsöffnung mit einer
Markierung gekennzeichnet, welche die Distanz zu einer Anschlagfläche, insbesondere
der zweiten Anschlagfläche, zeigt. Die Markierung kann sich aber auch auf einen Durchmesser
einer anzubringenden Bohrung beziehen, wobei die Lage der Durchführungsöffnung den
notwendigen Abstand zu einer Kante oder Ecke des Bauteils berücksichtigt.
[0034] Vorzugsweise sind mehrere zweite Durchführungsöffnungen vorhanden, welche im Grundkörper
entlang einer zweiten Geraden angeordnet sind, wobei die zweite Gerade in einem Winkel
ungleich 90° zu einer Längsrichtung der mindestens einen ersten Durchführungsöffnung
verläuft. Auch bei den zweiten Durchführungsöffnungen sind Überlappungen möglich.
Auch die Form und Grösse ist vorzugsweise wieder der Form und Grösse des Markierungswerkzeugs
angepasst.
[0035] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0036] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässe Anreisshilfe;
- Figur 2
- eine Ansicht der Anreisshilfe gemäss Figur 1 von hinten;
- Figur 3
- eine Ansicht der Anreisshilfe gemäss Figur 1 von oben;
- Figur 4
- eine erste Darstellung einer Verwendung der erfindungsgemässen Anreisshilfe gemäss
Figur 1 zur Montage von Fingerschutzvorrichtungen an einer Tür mit Türflügel und Türrahmen
bzw. Zarge;
- Figur 5
- eine zweite Darstellung der Verwendung gemäss Figur 4;
- Figur 6
- eine dritte Darstellung der Verwendung gemäss Figur 4 und
- Figur 7
- eine vierte Darstellung der Verwendung gemäss Figur 4.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0037] In den Figuren 1 bis 3 ist eine erfindungsgemässe Anreisshilfe dargestellt. Sie ist
einstückig ausgebildet und insbesondere aus Kunststoff, Holz oder Metall gefertigt.
Sie weist einen Grundkörper 1, einem am ersten Ende des Grundkörpers 1 angeformten
ersten Querbalken 2 und einen am zweiten, dem ersten gegenüberliegenden Ende des Grundkörpers
1 angeformten zweiten Querbalken 3 auf.
[0038] Der Grundkörper 1 ist quaderförmig ausgebildet, mit einer Vorderseite 10, einer ersten
Stirnseite 11, einer zweiten Stirnseite 12 und einer Rückseite 13. Alle Seiten sind
plan ausgebildet. Einander gegenüberliegende Seiten verlaufen parallel zueinander.
[0039] Die zwei Querbalken 2, 3 sind ebenfalls quaderförmig ausgebildet. Grundkörper 1 sowie
die zwei Querbalken 2, 3 sind relativ schmal ausgebildet.
[0040] Die Oberflächen der zwei Querbalken 2, 3 sind ebenfalls vorzugsweise alle plan ausgebildet
und einander gegenüberliegende Seiten verlaufen vorzugsweise alle parallel zueinander.
[0041] Die zwei Querbalken 2, 3 sind in einem rechten Winkel zum Grundkörper 1 angeordnet,
so dass der Querschnitt der Anreisshilfe die Form eines doppelten T's aufweist. Der
Grundkörper 1 bildet den Fuss des T's, die zwei Querbalken 2, 3 die jeweiligen Schenkel
der T's. Der Grundkörper 1 ist vorzugsweise mittig in Bezug auf die zwei Querbalken
2, 3 angeordnet, d.h. die jeweiligen zwei Schenkel der jeweiligen T's der Querbalken
2, 3 sind spiegelsymmetrisch in Bezug auf den Grundkörper 1. Die Schenkel des zweiten
Querbalkens 3 sind vorzugsweise länger ausgebildet als die Schenkel des ersten Querbalkens
2.
[0042] Der erste Querbalken 2 weist eine plane Fläche auf, welche dem Grundkörper 1 abgewandt
ist. Diese Fläche bildet eine erste Anschlagfläche 20. Die Rückseite des ersten Querbalkens
2, welche dem Grundkörper 1 zugewandt ist, ist in den Figuren mit dem Bezugszeichen
21 versehen. Zwei erste Stirnseiten 22 sind ebenfalls plan ausgebildet. Eine zweite
Stirnseite 23 steht dem Grundkörper 1 vor; d.h. der erste Querbalken 2 ist länger
ausgebildet als der Grundkörper 1. Eine plane dritte Stirnseite 24, welche der zweiten
Stirnseite 23 gegenüber liegt, fluchtet mit der ersten Stirnseite bzw. -fläche 11
des Grundkörpers 1. Vorzugsweise können bis auf die Rückseite 21 des ersten Querbalkens
2 alle diese Seiten bzw. Flächen als Anschlagflächen dienen.
[0043] Der zweite Querbalken 3 ist ähnlich ausgebildet. Eine dem Grundkörper 1 abgewandte
Seite und parallel zur ersten Anschlagfläche 20 verlaufende plane Oberfläche trägt
in den Figuren das Bezugszeichen 30. Sie dient als zweite Anschlagfläche 30. Eine
gegenüberliegende, dem Grundkörper 1 zugewandte plane Rückseite ist in den Figuren
mit dem Bezugszeichen 31 versehen. Zwei erste parallel zur Vorderseite 10 und Rückseite
13 des Grundkörpers verlaufende plane Stirnseiten dienen als zweite Anschlagflächen
31. Eine plane zweite Stirnseite 33 fluchtet mit der ersten Stirnseite 11 des Grundkörpers
1. Eine der zweiten Stirnseite 33 gegenüberliegende plane dritte Stirnseite 34 des
zweiten Querbalkens 3 fluchtet mit der zweiten Stirnseite 12 des Grundkörpers 1. Die
Oberflächen des zweiten Querbalkens 3 verlaufen entweder parallel oder senkrecht zu
den Oberflächen des Grundkörpers 1 und können, bis auf die Rückseite 31 des zweiten
Querbalkens 3, alle als Anschlagflächen dienen.
[0044] Im Grundkörper 1 sind Durchgangsöffnungen 4, 5 zur Durchführung und Halterung eines
Markierungswerkzeugs vorhanden. Die hier dargestellte Anreisshilfe wird mit einem
Bleistift als Markierungswerkzeug verwendet, welcher einen sechseckigen Querschnitt
aufweist. Derartige Bleistifte sind weit verbreitet und praktisch jeder Handwerker
führt ihn in seiner Tasche mit.
[0045] Die Form und Grösse der Durchführungsöffnungen 4, 5 sind entsprechend der Form und
Grösse des Markierungswerkzeugs angepasst. Hier sind sie deshalb ebenfalls sechseckig.
[0046] Erste Durchführungsöffnungen 4 erstrecken sich geradlinig von der ersten Stirnseite
11 des Grundkörpers 1 bis zur zweiten Stirnseite 12. Es sind hier mehrere erste Durchführungsöffnungen
4 in einer geraden Linie nebeneinander bzw. hintereinander angeordnet, wobei sie sich
überlappen. Dank ihrer sechseckigen Form verjüngen sie sich in ihrem Überlappungsbereich,
so dass der Bleistift trotzdem kippsicher in einer einzigen Durchgangsöffnung gehalten
ist.
[0047] Der Bleistift lässt sich einfach bei Gebrauch in die jeweilige Durchführungsöffnung
4 einführen. Er muss nicht ständig darin montiert bleiben.
[0048] Zweite Durchführungsöffnungen 5 erstecken sich von der Vorderseite 10 zur Rückseite
13 des Grundkörpers 1. Vorzugsweise durchsetzen die zweiten Durchführungsöffnungen
5 die ersten Durchführungsöffnungen 4 nicht. Erste und zweite Durchführungsöffnungen
4, 5 verlaufen vorzugsweise geradlinig durch den Grundkörper 1.
[0049] Auch hier verlaufen mehrere zweite Durchführungsöffnungen 5 entlang einer Geraden.
Diese Gerade verläuft jedoch entlang der Vorderseite 10, d.h. in einem Winkel zu den
Querbalken 2, 3. Auch hier überlappen sich die Öffnungen 5 und sie weisen wiederum
eine sechseckige bzw. eine dem Markierungswerkzeug angepasste Form auf.
[0050] Benachbart zu den ersten und zweiten Durchführungsöffnungen 4, 5 sind vorzugsweise
Angaben auf dem Grundkörper 1 vermerkt, z.B. aufgedruckt oder eingeritzt. In diesem
Beispiel wird für die ersten Durchführungsöffnungen 4 die Distanz zur ersten Anschlagfläche
20 in mm angegeben. Es sind in den Figuren 1 und 2 die entsprechenden Zahlen 10, 15,
20, 25, 30, 35 und 40 erkennbar. Benachbart zu den zweiten Durchführungsöffnungen
5 stehen die Bezeichnungen U16, U18, U20, U22. Dies entspricht verschiedenen Produktetypen
von Fingerschutzvorrichtungen, insbesondere von Bandabdeckungen.
[0051] In den Figuren 4 bis 7 ist ein Anwendungsbeispiel zur Verwendung einer derartigen
Anreisshilfe dargestellt. An einer Tür soll an einen Türrahmen R ein Fingerschutzrollo
6, 7 sowie ein weiterer Fingerschutz in Form einer Bandabdeckung 8 montiert werden.
Der Türflügel T ist dabei geschlossen.
[0052] In Figur 4 ist ein Gehäuse 6 zur Aufnahme eines aufgerollten textilen Rollos dargestellt.
Das textile Rollo ist in den Zeichnungen nicht dargestellt. Das Gehäuse 6 weist eine
Montageleiste 60 auf. Die erfindungsgemässe Anreisshilfe A ist mit ihrer ersten Anschlagfläche
20 des ersten Querbalkens 2 am geschlossenen Türflügel T angelegt. Das Markierungswerkzeug,
hier ein Bleistift B, ist durch eine der ersten Durchführungsöffnungen 4 durchgesteckt
und kann somit zur Markierung der Lage der vorderen Kante der Montageleiste 60 dienen.
Hier beträgt die gewünschte Distanz zum Türflügel 15 mm. Des Weiteren kann das Markierungswerkzeug
B auch bei unveränderter Lage der Anreisshilfe entfernt und durch eine andere Durchführungsöffnung
neu durchgeführt werden, um eine weitere Markierung anzubringen, z.B. die Position
einer Bohrung. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.
[0053] Ebenfalls in Figur 4 dient die erfindungsgemässe Anreisshilfe, hier mit dem Bezugszeichen
A' versehen, zur Positionierung der Bandabdeckung 8. Die in diesem Beispiel dargestellte
Bandabdeckung 8 weist eine oder mehrere Klammern 80 auf, auf welche ein Schutzprofil
81 aufsteckbar ist. Die Anreisshilfe A' wird mit der zweiten Anschlagfläche 30 an
den geschlossenen Türflügel T gelegt und mit der dritten Anschlagfläche 32 des zweiten
Querbalkens 3 an den Türrahmen R. Der Bleistift B wird durch eine der zweiten Durchführungsöffnungen
5 gesteckt, so dass der gewünschte Abstand der Bohrung zur Ecke, gebildet durch Türflügel
T und Türrahmen R, bezeichnet werden kann. Da die Schenkel des ersten Querbalkens
2 kürzer ausgebildet sind als diejenigen des zweiten Querbalkens 3, stören diese bei
dieser Art der Markierung nicht. Diese Verwendung der Anreisshilfe A' ist auch in
Figur 7 dargestellt.
[0054] In Figur 5 ist nochmals die Markierung für die Positionierung des Gehäuses 6 dargestellt,
wobei hierzu die Anreisshilfe A dient. Die Anreisshilfe A" dient zur Positionierung
einer Einhängeleiste 7 des hier nicht dargestellten Fingerschutzrollos. Diese Einhängeleiste
7 wird am Türflügel T befestigt und dient zum Einhängen des textilen Rollos. Wie in
Figur 6 gut erkennbar ist, wird auch hier bei geschlossenem Türflügel T markiert.
Die Anreisshilfe A" liegt nun mit der ersten Anschlagfläche 20 des ersten Querbalkens
2 am Türrahmen T an und der Bleistift B ist wiederum durch eine gewünschte erste Durchführungsöffnung
4 durchgeführt.
[0055] Bei den hier dargestellten Anreisshilfen A, A', A" handelt es sich stets um dieselbe
Anreisshilfe, welche nacheinander zur Positionierung der einzelnen Elemente der Fingerschutzvorrichtungen
verwendet wird. Sie ist somit sehr flexibel und universell einsetzbar. Sie lässt sich
insbesondere auch für anders ausgestaltete Fingerschutzvorrichtungen einsetzen oder
zur Positionierung oder Markierung anderer Elemente oder Bauteile.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Grundkörper |
4 |
erste Durchführungsöffnung |
| 10 |
Vorderseite |
|
|
| 11 |
erste Stirnseite |
5 |
zweite |
| 12 |
zweite Stirnseite |
|
Durchführungsöffnung |
| 13 |
Rückseite |
|
|
| |
|
6 |
Gehäuse |
| 2 |
erster Querbalken |
60 |
Montageleiste |
| 20 |
erste Anschlagfläche |
|
|
| 21 |
Rückseite |
7 |
Einhängeleiste |
| 22 |
erste Stirnseite |
|
|
| 23 |
zweite Stirnseite |
8 |
Bandabdeckung |
| 24 |
dritte Stirnseite |
80 |
Klammer |
| |
|
81 |
Schutzprofil |
| 3 |
zweiter Querbalken |
|
|
| 30 |
zweite Anschlagfläche |
A |
erste Anreisshilfe |
| 31 |
Rückseite |
A' |
zweite Anreisshilfe |
| 32 |
dritte Anschlagfläche/erste |
A" |
dritte Anreisshilfe |
| |
Stirnseite |
B |
Bleistift |
| 33 |
zweite Stirnseite |
T |
Türflügel |
| 34 |
dritte Stirnseite |
R |
Türrahmen |
1. Anreisshilfe zum Anbringen einer Montagemarkierung auf einen Gegenstand, insbesondere
einem Gebäudeelement, wobei die Anreisshilfe mindestens eine Anschlagfläche (20) zur
definierten Anlage der Anreisshilfe an den Gegenstand sowie mindestens eine erste
Durchführungsöffnung (4) zur Aufnahme eines Markierungswerkzeugs (B) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anreisshilfe einen Grundkörper (1) und einen ersten Querbalken (2) aufweist,
dass die mindestens eine erste Durchführungsöffnung (4) den Grundkörper (1) durchsetzt,
dass der erste Querbalken (2) an einem ersten Ende des Grundkörpers (1) angeordnet
ist und in einem rechten Winkel zum Grundkörper (1) verläuft, wobei der erste Querbalken
(2) den Grundkörper (1) auf mindestens einer Seite überragt, und dass der erste Querbalken
(2) mit seiner dem Grundkörper (1) abgewandten Seite eine erste Anschlagfläche (20)
der mindestens einen Anschlagfläche bildet.
2. Anreisshilfe nach Anspruch 1, wobei der erste Querbalken (2) den Grundkörper (1) auf
mindestens zwei Seiten überragt, wodurch er eine gegenüber dem Grundkörper (1) verbreiterte
Basis bildet.
3. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Grundkörper (1) im Wesentlichen
quaderförmig ausgebildet ist und eine Vorderseite (10), eine Rückseite (13) sowie
zwei Stirnseiten (11, 12) aufweist.
4. Anreisshilfe nach Anspruch 3, wobei der erste Querbalken (2) die Vorderseite (10)
und die Rückseite (13) des Grundkörpers (1) überragt.
5. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei der erste Querbalken (2) eine
der zwei Stirnseiten (11, 12) des Grundkörpers (1) überragt.
6. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zusätzlich zur ersten Anschlagfläche
mindestens eine weitere Anschlagfläche ist, wobei der Grundkörper (1) ein dem ersten
Ende gegenüberliegendes zweites Ende aufweist, wobei ein zweiter Querbalken (3) am
zweiten Ende des Grundkörpers (1) angeordnet ist und in einem rechten Winkel zum Grundkörper
(1) und parallel zum ersten Querbalken (2) verläuft, wobei der zweite Querbalken (3)
den Grundkörper (1) auf mindestens einer Seite überragt und wobei der zweite Querbalken
(3) mindestens eine der weiteren Anschlagflächen (30, 32, 33, 34) bildet.
7. Anreisshilfe nach den Ansprüchen 3 und 6, wobei der zweite Querbalken (3) die Vorderseite
(10) und die Rückseite (13) des Grundkörpers (1) überragt, wodurch er eine gegenüber
dem Grundkörper (1) verbreiterte Basis bildet.
8. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei der zweite Querbalken (3) eine
dem Grundkörper (1) abgewandte plane Seite aufweist, welche eine Anschlagfläche (30)
der mindestens einen weiteren Anschlagfläche bildet.
9. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei der zweite Querbalken (3) mindestens
eine plane Stirnseite aufweist, welche eine Anschlagfläche (32, 33, 34) der mindestens
einen weiteren Anschlagfläche bildet.
10. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei der erste und der zweite Querbalken
(2, 3) je eine Stirnseite (24, 34) aufweisen, welche miteinander und gemeinsam mit
einer Stirnseite (11) des Grundkörpers (1) fluchten und eine plane vierte Anschlagfläche
bilden.
11. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die mindestens eine erste Durchführungsöffnung
(4) parallel zur ersten Anschlagfläche (20) und zwischen zwei senkrecht zur ersten
Anschlagfläche verlaufenden Oberflächen (11, 12) des Grundkörpers (1) verläuft.
12. Anreisshilfe nach Anspruch 11, wobei mehrere erste Durchführungsöffnungen (4) vorhanden
sind, welche im Grundkörper (1) entlang einer ersten Geraden nebeneinander angeordnet
sind.
13. Anreisshilfe nach Anspruch 12, wobei die mehreren ersten Durchführungsöffnungen (4)
einander überlappen, wobei sie in ihren überlappenden Bereichen verjüngt ausgebildet
sind.
14. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei mindestens eine zweite Durchführungsöffnung
(5) vorhanden ist, welche den Grundkörper (1) durchsetzt, wobei sie in einem rechten
Winkel zur mindestens einen ersten Durchführungsöffnung (4) verläuft.
15. Anreisshilfe nach Anspruch 14, wobei mehrere zweite Durchführungsöffnungen (4) vorhanden
sind, welche im Grundkörper (1) entlang einer zweiten Geraden angeordnet sind, wobei
die zweite Gerade in einem Winkel ungleich 90° zu einer Längsrichtung der mindestens
einen ersten Durchführungsöffnung (4) verläuft.
16. Anreisshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Anreisshilfe einstückig
ausgebildet ist.