[0001] Die Erfindung betrifft einen Treibscheibenaufzug in Rucksackbauweise, der vorzugsweise
in Gebäuden eingesetzt wird, wo Vibrationen unerwünscht sind, kein Maschinenraum vorhanden
ist und der Fahrkorb im Verhältnis zu den Schachtabmessungen groß ausgeführt werden
soll.
[0002] Bei starrer Verbindung zwischen Antrieb und Antriebsträger sowie Antriebsträger und
Gebäude werden die vom Antrieb erzeugten Schwingungen ungedämpft in das Gebäude übertragen.
Im Gebäude werden diese als störend wahrgenommen. Bei der hier beschriebenen Aufzugsanordnung
wird die Übertragung derartiger Schwingungen in das Gebäude durch eine doppelt elastische
Lagerung zwischen dem Antriebsträger und dem Gebäude deutlich verringert.
[0003] Der Antriebsträgers liegt auf Dämpfungselementen auf, die jeweils aus zwei Dämpfungsschichten
und dazwischenliegender Beruhigungsmasse bestehen, wobei die zwei Dämpfungsschichten
eines Dämpfungselementes unterschiedliche Dämpfungscharakteristiken besitzen können.
Durch diesen Aufbau wird ein breites Frequenzspektrum wirkungsvoll gedämpft. Bekannt
ist diese Art der Lagerung beispielsweise aus VDI 2566 Blatt 1, Ausgabe Dezember 2001.
Dort ist auf Seite 8 beschrieben, dass eine doppelt elastische Lagerung auch für Aufzugsanlagen
einsetzbar ist.
[0004] Für die Realisierung einer doppelt elastischen Lagerung sind verschiedene Lösungen
bekannt. Bei Aufzügen mit Maschinenraum über dem Aufzugsschacht wird ein Antrieb-Trägergestell
zum Maschinenraumboden isoliert, indem zwei Stützträger am Antriebsträger befestigt
und bei den Auflagepunkten zum Maschinenraumboden Dämpfungselemente beigelegt werden.
Nachteilig daran ist, dass Platz oberhalb des Aufzugsschachtes für den Maschinenraum
benötigt wird.
[0005] Eine Lösung für maschinenraumlose Aufzüge sieht vor, dass die sich im Aufzugsschacht
befindlichen Stützträger in Wandnischen aufgelegt und mittels doppelt elastischen
Dämpfungselementen zur Schachtwand entkoppelt werden. Will man auf die Wandnischen
verzichten, können Konsolen an der Schachtwand befestigt werden, die die Auflage für
die Stützträger erzeugen. Fig. 1 zeigt einen Maschinenträger mit Stützträgern eines
maschinenraumlosen Aufzugs, wobei die Dämpfungselemente in einer Bildhälfte in Wandnischen
aufgelegt und in der anderen Bildhälfte auf Konsolen befestigt sind.
[0006] Die bei diesen Lösungen verwendeten Stützträger sind erforderlich, um das vom Antrieb
erzeugte Drehmoment, welches ein Kippen des Antriebsträgers hervorruft, abzuleiten
und in Vertikalkräfte in den Auflagern zu wandeln, die von der Aufzugsschachtwand,
dem Schachtgerüst oder dem Maschinenraumboden aufgenommen werden. Die Varianten mit
Stützträgern sind aufwändig und teuer. Es werden viel Stahl und mindestens vier Dämpfungsselemente
benötigt.
[0007] Bei der Variante mit Maschinenraum wird ein separater Raum über dem Aufzugsschacht
benötigt. Da die meisten Aufzüge bis in die oberste Etage des Gebäudes fahren sollen,
bedeutet dies, dass die Gebäudehaut durchdrungen werden muss. Aus architektonischen
Gründen ist das meist nicht gewollt und wäre ebenfalls mit Kosten verbunden.
[0008] Bei der Variante mit im Aufzugsschacht befindlichen Maschinen- und Stützträgern können
die Stützträger so angeordnet sein, dass sie sich über dem Fahrkorb befinden. Nachteilig
ist hierbei, dass der Fahrkorb nicht an den Stützträgern vorbeifahren kann. Der Schachtkopf
muss sehr hoch ausgeführt werden, damit der Fahrkorb bis in die oberste Etage fahren
kann.
[0009] Alternativ können die Stützträger so weit auseinandergerückt werden, dass sie außerhalb
der Projektion des Fahrkorbes liegen und der Fahrkorb daran vorbeifahren kann. Bei
dieser Lösung kann die Höhe des Schachtkopfes im Vergleich zur Fahrkorbhöhe klein
sein. Seitlich neben der Fahrkorbprojektion muss jedoch genügend Raum für die Stützträger
vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, so kann in diesen Schacht nur ein kleiner
Fahrkorb eingebaut werden. Sind die Schachttüren bei einer kleinen Schachtkopfhöhe
sehr weit oben, so passen die Stützträger nicht in den Schacht.
[0010] Bei der Lösung mit Nischen ist zusätzlicher Arbeitsaufwand für deren Errichtung erforderlich.
Leider wird durch die Nischen die Schachtwand durchdrungen oder zumindest in der Dicke
reduziert, was für die Entkoppelung des Schachtes zum Gebäude kontraproduktiv ist.
[0011] Die Verwendung von Konsolen bedeutet ebenfalls zusätzlichen Material- und Arbeitsaufwand
und deren Tragfähigkeit ist geringer, als die der Schachtwand oder Führungsschienen.
[0012] Eine weitere bekannte Lösung sieht vor, dass auf die Stützträger verzichtet wird,
indem zwei Antriebsträger verwendet werden, die außerhalb der Projektion der Treibscheibe
liegen. Dadurch erhöhen sich durch das Motordrehmoment die Vertikalkräfte in den Auflagepunkten
der zwei Antriebsträger, aber es kommt nicht zum Kippen. Bei dieser Lösung ist der
Antriebsträger breiter als der Treibscheibendurchmesser, und damit i.d.R. auch breiter,
als der Antrieb. Dies ist hinderlich, wenn der Fahrkorb bei kleinen Schachtkopfhöhen
am Antriebsträger und Antrieb vorbeifahren soll. Das Verhältnis von Fahrkorbbreite
zu Schachtbreite wird ungünstiger.
[0013] Alternativ könnten Treibscheiben mit kleinerem Durchmesser eingesetzt werden, was
die Lebensdauer der Tragmittel reduziert. Bei kleinen Treibscheibendurchmessern würden
auch Antriebe mit kleinerer Breite verwendet werden, da das erforderliche Antriebsdrehmoment
kleiner ist. Den Vorteil der kleineren Antriebsbaumaße für das Verhältnis zwischen
Fahrkorb- und Schachtbreite könnte aber durch die seitlich angeordneten Maschinenträger
nicht genutzt werden.
[0014] Ein Treibscheibenaufzug mit einfach elastischer Lagerung des Maschinenträgers mit
Ableitung des Antriebsdrehmomentes über eine Fahrkorb- und eine dieser diagonal gegenüberliegenden
Gegengewichtsschiene mit einem zwischen der Fahrkorb- und der Gegengewichtsschienen
liegendem Antrieb ist aus
DE20320004U1 bekannt.
[0015] Dieser Aufbau wurde gewählt, um die am Antrieb anliegenden vertikalen Kräfte gleichmäßig
in eine Fahrkorb- und eine Gegengewichtsschiene abzuleiten. Nachteilig ist hierbei,
dass die normalerweise sehr schwach dimensionierte Gegengewichtsschiene deutlich größer
ausfallen muss, als dies der Fall ist, wenn die Vertikalkräfte von den Fahrkorbschienen
oder der Schachtwand aufgenommen werden.
[0016] Durch eine Ableitrolle nahe des Maschinenträgers wird eine doppelte Umschlingung
bewirkt. Leider wirkt sich diese negativ auf die Seillebensdauer aus und beansprucht
zusätzlichen Platz, der beim Vorbeifahren des Fahrkorbes an der Antriebseinheit nicht
immer zur Verfügung steht bzw. das Verhältnis zwischen Fahrkorbbreite und Schachtbreite
verschlechtert.
[0017] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen kostengünstigen Aufzug mit einem
hohen Fahrkomfort vorzuschlagen, bei dem eine gute Schallentkoppelung zum Gebäude
realisiert wird. Bei dem Aufzug soll der Antriebsträger in einer derart kompakten
Bauweise ausgeführt sein, dass kein Maschinenraum benötigt wird. Es soll ein Vorbeifahren
des Fahrkorbes am Antrieb und dem Antriebsträger ermöglicht werden. Außerdem soll
ein sehr günstiges Verhältnis zwischen Fahrkorb- und Schachtbreite sowie zwischen
Fahrkorb- und Schachttiefe entstehen.
[0018] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0019] Der erfindungsgemäße Aufzug ist mit einer doppelt elastischen Lagerung des Antriebsträgers
sowie seitlichen Anschlägen am Antriebsträger, welche das vom Motor erzeugte Drehmoment
in starre Gegenlager ableiten, ausgestattet, wobei die seitlichen Anschläge elastisch
von den Gegenlagern isoliert sind. Die Gegenlager sind fest mit den Führungsschienen
des Fahrkorbs und/oder des Gegengewichtes und/oder der Schachtwand und/oder dem Schachtgerüst
verbunden.
[0020] Der Treibscheibenaufzug in Rucksackbauweise besitzt mindestens einen Antrieb, der
aus einem Motor, einer Treibscheibe sowie einer Bremse besteht. Der Antrieb ist an
mindestens einem Antriebsträger befestigt. Zu seiner Abstützung liegt mindestens einer
der Antriebsträger auf mindestens zwei Dämpfungselementen A auf. Jedes Dämfungselement
A ist mittels je einer Konsole oder einer andersartigen Halterung an den Schienenrücken
der beiden Führungsschienen für den Fahrkorb befestigt, wobei ein Dämpfungselement
A aus mindestens zwei Dämpfungsschichten besteht, die durch mindestens eine Beruhigungsmasse
voneinander getrennt sind.
[0021] Die Schienenrücken der beiden Führungsschienen für den Fahrkorb sind zueinander ausgerichtet.
Mindestens ein Antriebsträger ist über seitlich angeordnete Anschlagflächen mit mindestens
einem festen Gegenlager verbunden und gegen Verdrehen gesichert. Dabei sind zwischen
den seitlich angeordneten Anschlagflächen und dem Gegenlager elastische Dämpfungselemente
B angeordnet.
[0022] In einer besonderen Ausführung können die Dämpfungsschichten eines Dämpfungselementes
A unterschiedlich hart ausgebildet sein oder unterschiedliche Dämpfungscharakteristiken
aufweisen. Die Dämpfungsschichten werden entsprechend der am Antriebsträger wirkenden
Massen und der Erregerfrequenzen aufeinander abgestimmt, um ein breites Frequenzspektrum
wirkungsvoll zu dämpfen. Der Maschinenträgers ist ideal zum Gebäude entkoppelt, die
Körperschallübertragung ins Gebäude wird deutlich reduziert.
[0023] Damit die Schachtkopfhöhe in Relation zur Kabinenhöhe klein ausgeführt werden kann,
sollten der Fahrkorb und der Fahrkorb-Tragrahmen am Antrieb vorbeifahren können. Um
dies zu erreichen, werden in einer bevorzugten Ausführung die Führungsschienen für
den Fahrkorb nach oben derart lang ausgeführt, dass sie am Antrieb vorbei reichen.
Der Antrieb findet Platz zwischen den Führungsschienen für den Fahrkorb und der Antrieb,
der Antriebsträger und die Dämpfungselemente A sind außerhalb der Projektionsfläche
des Fahrkorbes.
[0024] Bei großen Nennlasten und/oder Kabinenmassen können eine oder beide Konsolen als
zusätzliche Abstützung mit mindestens einer Schachtwand verbunden sein, um die Führungsschienen
für den Fahrkorb zu entlasten.
[0025] Das vom Motor erzeugte Drehmoment kann über mindestens ein Gegenlager in mindestens
eine Führungsschiene für den Fahrkorb eingeleitet werden, wobei das Gegenlager am
Schienenrücken mindestens einer Führungsschiene für den Fahrkorb befestigt ist. Die
in einer bevorzugten Variante am Antrieb vorbeigeführten Führungsschienen für den
Fahrkorb können als Gegenlager genutzt werden. Hierfür wird ein zusätzlicher Schienenbügel
über dem Antrieb an der Führungsschiene für den Fahrkorb montiert, damit dieser zusammen
mit dem Schienenbügel unter dem Antrieb das Motordrehmoment in die Schachtwand als
Horizontalkräfte abführt. Besonders von Vorteil bei dieser Anordnung ist, dass nur
eine tragende Schachtwand benötigt wird und daher einen großen gestalterischen Freiraum
lässt.
[0026] Können die Führungsschienen für den Fahrkorb z.B. aufgrund der Antriebslänge nicht
am Antrieb vorbei nach oben verlängert werden, so ist es ggf. sinnvoll, den Antriebsträger
in Längsrichtung bis zur Schachtwand oder bis zum Schachtgerüst zu verlängern und
das Motordrehmoment dort abzuführen.
[0027] Um den für den Fahrgast nicht nutzbaren Bereich zwischen Fahrkorb- und Schachtwand
so gering wie möglich zuhalten, sollte der Antriebsträger nicht seitlich neben dem
Antrieb oder der Treibscheibe aufbauen, sondern in der Projektionsebene der Treibscheibe
angeordnet sein.
[0028] Vorzugsweise wird ein solcher Aufzug als maschinenraumloser Treibscheibenaufzug ausgeführt,
da in diesem Fall die Vorteile der platzsparenden Bauweise in besonderem Maße genutzt
werden können.
[0029] Durch die Erfindung wird ein kompakter Maschinenträger verwendet, der vorzugsweise
schmaler als der Treibscheibendurchmesser ist. Durch Abstützung an den Führungsschienen
für den Fahrkorb werden die am Maschinenträger wirkenden Gewichtskräfte in die Schachtgrube
abgeleitet. In die Gegengewichtsschienen werden keine Kräfte eingeleitet. Das Drehmoment
vom Antrieb wird vorzugsweise über die Führungsschienen für den Fahrkorb ohne den
Einsatz von Stützträgern aufgenommen.
[0030] In einer Ausführungsvariante kann der Maschinenträger sowohl an der Führungsschiene
für den Fahrkorb als auch der Schachtwand abgestützt werden.
[0031] Das vom Motor erzeugte Drehmoment wird vom Antriebsträger über seitliche Anschläge
am Antriebsträger in starre Gegenlager abgeleitet. Die Gegenlager sind starr mit den
Führungsschienen für den Fahrkorb und/oder dem Aufzugsschacht oder dem Schachtgerüst
verbunden. Die seitlichen Anschläge sind zu den Gegenlagern elastisch isoliert. Das
Antriebssystem ist so angeordnet, dass ein Vorbeifahren des Fahrkorbes am Antrieb,
Antriebsträger und der doppelt elastischen Lagerung möglich ist. Die seitliche Auslenkung
des Antriebs ist ausreichend begrenzt, um einen guten Fahrkomfort und eine gute Anhaltegenauigkeit
zu gewährleisten. Der Antriebsträger kann aus einem oder mehreren Profilstahlträgern,
aus einer Blech-Tragstruktur oder aus einer Kombination aus beiden bestehen.
[0032] Die hier dargelegte Erfindung offenbart eine sehr einfache und kostengünstige Anordnung,
bei der, im Vergleich zu Lösungen ohne doppelt elastischer Lagerung, kein zusätzlicher
Platzbedarf über oder im Aufzusschacht erforderlich ist. Der Fahrkorb kann am Antriebsträger
vorbeifahren, die Fahrkorbhöhe steht in einem sehr guten Verhältnis zur Schachtkopfhöhe.
Ein Durchdringen der Gebäudehaut ist nicht erforderlich. Die Fahrkorbtiefe steht in
einem sehr guten Verhältnis zur Schachttiefe und auch die Fahrkorbbreite ist im Vergleich
zur Schachtbreite groß. Stützträger werden nicht benötigt.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Stand der Technik
- Fig. 2
- Treibscheibenaufzug in Rucksackbauweise
- Fig. 3
- Detail A aus Fig. 2
[0034] Fig. 1 zeigt einen Motor 9 auf einem Antriebsträger 4 mit Stützträgern 19 eines maschinenraumlosen
Aufzugs, bei dem die Dämpfungselemente A 1 in einer Bildhälfte in Wandnischen 21 einer
Schachtwand 14 aufgelegt und in der anderen Bildhälfte auf Konsolen 20 befestigt sind.
[0035] Ein Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 2 und 3 ersichtlich, wobei die Fig. 3 eine
Detailansicht A aus der Fig. 2 darstellt. Die beiden Figuren zeigen einen Aufzug in
Rucksackbauweise, bei dem der Antriebsträger 4 auf doppelt elastischen Dämpfungselementen
A 1 aufliegt, die ihrerseits beidseitige Befestigungsbleche 7 besitzen und auf Konsolen
16 stehen. Die Dämpfungselemente A 1 besitzen zwei Dämpfungsschichten 2 sowie eine
dazwischen liegende Beruhigungsmasse 3.
[0036] Die Konsolen 16 sind über Schienenplatten 23 mit den Führungsschienen 10 verbunden,
wobei die Schienenrücken 17 der beiden Führungsschienen 10 für den auf einem Fahrkorb-Tragrahmen
11 stehenden Fahrkorb 18 zueinander ausgerichtet sind.
[0037] Weiterhin sind an beiden Seiten des Antriebsträgers 4 insgesamt 4 seitliche Anschlagflächen
5, die durch Interaktion mit einem festen Gegenlager 8 ein Kippen des Antriebsträgers
4 verhindern. Zwischen den beidseitigen Anschlagflächen 5 und den 4 Gegenlagern 8
ist ein Dämpfungselement B 6 befestigt, welches der seitlichen Dämpfung dient. Dieses
Dämpfungselement B 6 ist einfach elastisch ausgebildet. Die Gegenlager 8 sind an den
Führungsschienen 10 für den Fahrkorb 18 befestigt.
[0038] Die Führungsschienen 10 für den Fahrkorb 18 reichen bis über den Antrieb. Im oberen
Bereich der Führungsschienen 10 für den Fahrkorb 18 ist ein Paar Schienenbügel 24
angeordnet, das das Drehmoment der Gegenlager als Horizontalkräfte in die Schachtwand
14 weiterleitet. Die Führungsschienen 12 für das Gegengewicht 13 enden unterhalb des
Antriebsträgers 4. Der Fahrkorb 18 fährt am aus Motor 9, Treibscheibe 15 und Bremse
bestehenden Antrieb vorbei. Dadurch muss der Schachtkopf nur unwesentlich größer ausgeführt
werden, als die Fahrkorbhöhe.
[0039] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das gesamte Antriebspaket bestehend aus Antrieb,
Antriebsträger 4, Konsolen 16 und Gegenlager 8 nicht breiter, als der Motor 9. Erreicht
wird dies, indem sich der Antriebsträger 4 in der Projektionsebene der Treibscheibe
15 befindet. Der Antrieb steht zwischen den am Antrieb nach oben vorbeigeführten Führungsschienen
10 für den Fahrkorb 18. Zur Reduzierung der Motorbaugröße wurde eine 2:1 - Aufhängung
gewählt und der Seilstrang wird in zwei Teilstränge aufgeteilt, die mit zwei schmalen
Umlenkrollen umgelenkt und zurück zum Antriebsträger 4 geführt werden. Die Tragmittel
22 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nur teilweise dargestellt
[0040] Der vom Fahrgast nicht nutzbare Raum zwischen Fahrkorb 18 und Schachtwand 14 ist
durch diesen Aufbau minimal und der Fahrkorb kann am Antriebspaket vorbeifahren. Es
wird für die Doppelt-Elastische-Lagerung von der Schachtbreite kein größerer Platz
beansprucht, als für den Antrieb ohnehin benötigt wird.
[0041] Alle am Antriebsträger 4 auftretenden Kräfte und Drehmomente werden von den Führungsschienen
10 für den Fahrkorb 18 aufgenommen und in die Schachtgrube und in eine Schachtwand
abgeleitet.
Bezugszeichenaufstellung
[0042]
- 1
- Dämpfungselement A (doppelt elastisch)
- 2
- Dämpfungsschicht
- 3
- Beruhigungsmasse
- 4
- Antriebsträger
- 5
- Anschlagfläche
- 6
- Dämpfungselement B (einfach elastisch)
- 7
- Befestigungsblech
- 8
- Gegenlager
- 9
- Motor
- 10
- Führungsschiene für den Fahrkorb
- 11
- Fahrkorb-Tragrahmen
- 12
- Führungsschiene für das Gegengewicht
- 13
- Gegengewicht
- 14
- Schachtwand
- 15
- Treibscheibe
- 16
- Konsole
- 17
- Schienenrücken
- 18
- Fahrkorb
- 19
- Stützträger
- 20
- Konsole
- 21
- Wandnische
- 22
- Tragmittel
- 23
- Schienenplatte
- 24
- Schienenbügel
1. Treibscheibenaufzug in Rucksackbauweise mit folgenden Merkmalen:
- mindestens ein Antrieb, bestehend aus Motor (9), Treibscheibe (15) und Bremse ist
an mindestens einem Antriebsträger (4) befestigt,
- zu seiner Abstützung liegt mindestens einer der Antriebsträger (4) auf mindestens
zwei Dämpfungselementen A (1) auf,
- jedes Dämfungselement A (1) ist mittels je einer Konsole (16) an den Schienenrücken
(17) der beiden Führungsschienen (10) für den Fahrkorb (18) befestigt, wobei
- ein Dämpfungselement A (1) aus mindestens zwei Dämpfungsschichten (2) besteht, die
durch mindestens eine Beruhigungsmasse (3) voneinander getrennt sind,
- die Schienenrücken (17) der beiden Führungsschienen (10) für den Fahrkorb (18) sind
zueinander ausgerichtet,
- mindestens ein Antriebsträger (4) ist über seitlich angeordnete Anschlagflächen
(5) mit mindestens einem festen Gegenlager (8) verbunden und gegen Verdrehen gesichert,
wobei
- zwischen den seitlich angeordneten Anschlagflächen (5) und den Gegenlagern (8) elastische
Dämpfungselemente B (6) angeordnet sind.
2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsschichten (2) eines Dämpfungselementes A (1) unterschiedlich hart ausgebildet
sind.
3. Aufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsschichten (2) eines Dämpfungselementes A (1) unterschiedliche Dämpfungscharakteristiken
aufweisen.
4. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Antrieb zwischen den Führungsschienen (10) für den Fahrkorb (18) befindet.
5. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsschienen (10) für den Fahrkorb (18) nach oben verlängert sind
und am Motor (9) vorbei reichen.
6. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Konsole (16) mit mindestens einer Schachtwand (14) verbunden ist.
7. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufzug als maschinenraumloser Treibscheibenaufzug ausgeführt ist.
8. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Antriebsträger (4) in Projektionsebene der Treibscheibe (15) angeordnet
ist.
9. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb, der Antriebsträger (4) und die Dämpfungselemente A (1) außerhalb der
Projektionsfläche des Fahrkorbes (18) angeordnet sind.