[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorratsbehälter und eine Dosiereinrichtung zum Dosieren
eines Waschmittels oder eines Wasch- oder Spülzusatzes in einem wasserführenden Haushaltsgerät.
[0002] Dosiereinrichtungen in Waschmaschinen erlauben eine präzise Dosierung des Waschmittels,
die an die Größe und Art der Waschladung und gegebenenfalls auch an den Verschmutzungsgrad
in Abhängigkeit vom eingestellten Waschprogramm automatisch angepasst werden kann.
Der Benutzer einer mit einer solchen Dosiereinrichtungen bestückten Waschmaschine
muss lediglich einen oder mehrere Vorratsbehälter in eine Aufnahmeeinrichtung der
Waschmaschine platzieren, und braucht sich um die Dosierung nicht mehr zu kümmern.
[0003] Eine Ausführungsform für eine Dosiereinrichtung wird in
EP 2479335 A1 offenbart. Die dort beschriebene Dosiereinrichtung umfasst eine in der Waschmaschine
angeordnete Aufnahmeeinrichtung, in welche zwei Vorratsbehälter mit Waschmittel eingeschoben
werden können. Die Vorratsbehälter werden entweder schubladenartig in die Aufnahmeeinrichtung
eingeschoben oder in ein schubladenartiges Fach eingesteckt, welches dann in die Aufnahmeeinrichtung
eingeschoben wird. Ferner ist eine Koppeleinrichtung vorgesehen, die aus einem gerätseitigen
Hohldorn und einem behälterseitigen Kolben besteht. Beim Einschieben des Vorratsbehälters
in die Aufnahmeeinrichtung wird der Hohldorn in eine rohrförmige Öffnung des Vorratsbehälters
hineingeschoben und schiebt den Kolben zurück, um so einen Durchfluss für die Waschmittel
aus dem Vorratsbehälter in die Waschmaschine bereitzustellen.
[0004] Nachteil einer derartigen Anordnung ist, dass der Vorratsbehälter entweder nicht
sicher genug in der Aufnahmeeinrichtung gehalten wird oder zu fest sitzt und nur mit
Mühe herausgezogen werden kann. Ersteres kann dazu führen, dass der Vorratsbehälter
beispielsweise aufgrund von Vibrationen bei einem Schleudergang unbeabsichtigt aus
der Aufnahmeeinrichtung teilweise hinaus befördert wird. Das kann dazu führen, dass
Waschmittel aus dem Vorratsbehälter fließt und die Koppeleinrichtung nachhaltig verschmutzt.
[0005] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Vorratsbehälter und eine Dosiereinrichtung
bereitzustellen, die ein sicheres Koppeln zwischen dem Vorratsbehälter in einem wasserführenden
Haushaltsgerät gewährleisten. Zugleich soll ein einfaches Entnehmen des Vorratsbehälters
ermöglicht werden.
[0006] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Vorratsbehälter mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 und durch eine Dosiereinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
14 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0007] Der erfindungsgemäße Vorratsbehälter weist ein Gehäuse auf, in dem eine Flüssigkeit
wie Waschmittel oder Wasch- oder Spülzusatz gefüllt ist oder gefüllt werden kann.
Es bildet also eine Art Kartusche zum Halten der Flüssigkeit. Das Gehäuse ist derart
ausgebildet, dass es in eine Einschubrichtung bewegt werden kann, um es in eine Aufnahmeeinrichtung
eines wasserführenden Haushaltsgerätes einzuschieben. Bei dem wasserführenden Haushaltsgerät
kann es sich insbesondere um eine Spülmaschine oder eine Waschmaschine handeln. An
dem Gehäuse ist ferner ein Rastelement vorgesehen, welches ausgebildet ist, beim Einschieben
des Gehäuses in die Aufnahmeeinrichtung mit einem in der Aufnahmeeinrichtung angeordneten
Rastgegenelement des Haushaltsgerätes eine Rastverbindung zu bilden, welche das Gehäuse
in der Aufnahmeeinrichtung lösbar fixiert.
[0008] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Rastelement um eine Erhebung, welche in eine
als Rastgegenelement dienende Ausnehmung in einer Wand der Aufnahmeeinrichtung eingreift,
um die Rastverbindung herzustellen. Zum Lösen der Rastverbindung kann in einer bevorzugten
Ausführungsform ein Druckbetätiger vorgesehen sein, der beim Ausüben einer Druckkraft
die Erhebung freigibt, beispielsweise indem die Wand oder ein Wandabschnitt mit der
Ausnehmung durch die Druckkraft verbogen wird.
[0009] Außerdem ist an dem Gehäuse des Vorratsbehälters ein behälterseitiges Koppelelement
vorgesehen, welches ausgebildet ist, mit einem in der Aufnahmeeinrichtung angeordneten
aufnahmeseitigen Koppelelement zu einer Koppeleinrichtung derart mit dem Haushaltsgerät
gekoppelt zu werden, dass das Zusatzmittel über die Koppeleinrichtung in das Haushaltsgerät
fließen kann. Die Koppeleinrichtung bildet sich somit aus dem behälterseitigen Koppelelement
und dem aufnahmeseitigen Koppelelement, nachdem das Gehäuse des Vorratsbehälters in
die Aufnahmeeinrichtung eingeschoben und die Rastverbindung gebildet wurde.
[0010] Vorzugsweise geschieht dies derart, dass das behälterseitige Koppelelement einen
Kolben und das aufnahmeseitige Koppelelement einen Hohldorn aufweisen. Beim Bilden
der Koppeleinrichtung setzt der Kolben auf dem Hohldorn auf und wird von diesem in
das Gehäuse gedrückt. So bewegt sich der Kolben von einer Geschlossenposition in eine
Offenposition. Der Kolben ist in einem Rohabschnitt des Gehäuses angeordnet. Wenn
es in der Offenposition ist, wird ein Durchfluss der Flüssigkeit aus dem Gehäuse durch
den Rohabschnitt zum Haushaltsgerät geöffnet. Der Durchfluss wird bevorzugterweise
durch an einer Innenwand des Rohabschnittes gebildete Schlitze oder Vertiefungen gebildet.
Die Flüssigkeit fließt in jedem Fall vorzugsweise durch den Hohldorn. In der Geschlossenposition
verschließt der Kolben den Durchfluss der Flüssigkeit aus dem Gehäuse. Wenn das Gehäuse
wieder aus der Aufnahmeeinrichtung entnommen wird, dann bewegt sich der Kolben, beispielsweise
aufgrund einer vorgespannten Feder, wieder in die Geschlossenposition, so dass der
Durchfluss wieder verschlossen ist.
[0011] Der Kolben ist also in dem Gehäuse vorzugsweise mit einer Feder oder einem anderen
geeigneten Rückstellelement verbunden, der den Kolben von der Offenposition in die
Geschlossenposition drückt. Vorzugsweise weist das behälterseitige Koppelelement zusätzlich
eine Ringdichtung auf, welche in der Geschlossenposition des Kolbens den Durchfluss
der Flüssigkeit aus dem Gehäuse zusätzlich abdichtet.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Gehäuse in einer Querschnittsebene
parallel zu der Einschubrichtung einen Querschnittsumriss aufweist, wobei das behälterseitige
Koppelelement und das Rastelement auf dem Querschnittsumriss in der gleichen Querschnittsebene
am Gehäuse angeordnet sind. Vorzugsweise verläuft diese Querschnittsebene zudem parallel
zu einer vertikalen oder horizontalen äußeren Gehäusewand des Gehäuses. Wenn man also
das Gehäuse in Einschubrichtung betrachtet, dann sind das behälterseitige Koppelelement
und das Rastelement auf einer gemeinsamen Horizontalen oder Vertikalen angeordnet,
wobei sich die genannten Orientierungen an der Aufstellung des Haushaltsgerätes in
einem Raum orientieren. Die Einschubrichtung ist vorzugsweise parallel zu einer Längserstreckungsrichtung
des Gehäuses ausgerichtet.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Koppelelement und das
Rastelement im Wesentlichen auf einer Diagonale beziehungsweise auf entgegengesetzten
Enden einer Diagonale des Querschnittsumrisses am Gehäuse angeordnet sind. Mit anderen
Worten sind diese beiden Elemente entlang der Querschnittsumrisses so weit wie möglich
voneinander entfernt. Die Diagonale verläuft bevorzugterweise in einem Winkel beziehungsweise
quer zur Einschubrichtung. Wenn das aufnahmeseitige Koppelelement eine Kraft entgegen
der Einschubrichtung auf das Gehäuse ausübt, dann führt diese Kraft in Zusammenwirken
mit dem Rastelement dazu, dass ein Drehmoment auf das Gehäuse einwirkt. Dieses Drehmoment
führt dazu, dass das Rastelement weiter in Richtung eines Verrastens mit dem Rastgegenelement
gedrückt wird, so dass die Rastverbindung verbessert wird. Dies führt insbesondere
bei Vibrationen, beispielsweise während eines Schleudergangs in einer Waschmaschine,
zu einer sicheren Fixierung des Gehäuses in der Aufnahmeeinrichtung.
[0014] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Querschnittsumriss
des Gehäuses in der Querschnittsebene parallel zu der Einschubrichtung im Wesentlichen
rechteckförmig oder quadratisch ist. Bevorzugterweise ist eine sich in Einschubrichtung
erstreckende Seitenoberfläche des Gehäuses im Wesentlichen rechteckförmig oder quadratisch.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist ferner vorgesehen, dass das Gehäuse senkrecht
zur Einschubrichtung einen im Wesentlichen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt
aufweist. Bevorzugterweise ist das Gehäuse insgesamt im Wesentlichen quaderförmig
oder würfelförmig. Ein rechteckförmiger oder quadratischer Querschnitt entlang einer
Ebene hat den Vorteil, dass das Gehäuse entlang dieser Ebene sicher gestapelt werden
kann. Zudem bietet ein solches Gehäuse eine Platzersparnis, wenn zwei oder mehrere
Vorratsbehälter solcher Art in einer Aufnahmeeinrichtung angeordnet werden sollen.
[0015] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, dass auf einer Führungsoberfläche
des Gehäuses eine Führungserhöhung angeordnet ist, welche ausgebildet ist, beim Einschieben
des Gehäuses in die Aufnahmeeinrichtung zur sicheren Führung des Gehäuses in eine
Führungsnut der Aufnahmeeinrichtung einzugreifen. Die Führungserhöhung dient dazu,
ein sicheres Einführen des Gehäuses in die Aufnahmeeinrichtung zu gewährleisten. Beim
Einführen des Gehäuses kann der Benutzer sich zunächst an der Führungsoberfläche des
Gehäuses orientieren und sicherstellen, dass diese Führungsoberfläche auf eine Kante
oder eine Innenoberfläche der Aufnahmeeinrichtung aufgesetzt wird. Als nächstes muss
er die Führungserhöhung in die Führungsnut platzieren und dann das Gehäuse bis zum
Anschlag in die Aufnahmeeinrichtung hineinschieben. Die Führungserhöhung dient somit
dazu, eine optimale Lage und gegebenenfalls auch Orientierung des Gehäuses beim Einschieben
in die Aufnahmeeinrichtung sicherzustellen.
[0016] Bei der Führungserhöhung handelt es sich daher vorzugsweise um eine Erhebung aus
einer ansonsten (d.h. gegebenenfalls bis auf weitere Führungs- oder Justierelemente)
planen oder ebenen Führungsoberfläche des Gehäuses. Zumindest in der unmittelbaren
Umgebung der Führungserhöhung ist die Führungsoberfläche vorzugsweise plan oder eben
ausgebildet. In bevorzugten Ausführungen kann die Führungserhöhung stiftförmig oder
stutzenförmig im Wesentlichen senkrecht aus der Führungsoberfläche herausragen. Alternativ
kann die Führungserhöhung auch entlang der Führungsoberfläche gestreckt sein, um beim
Einführen des Gehäuses in die Aufnahmeeinrichtung auch die Orientierung des Gehäuses
vorzugeben.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Führungserhöhung am
Gehäuse benachbart zum behälterseitigen Koppelelement oder zusammen mit dem behälterseitigen
Koppelelement in einer gleichen Querschnittsebene parallel zu der Einschubrichtung
angeordnet ist. Diese Querschnittsebene kann vorzugsweise parallel zu einer Seitenwand
des Gehäuses verlaufen. Wenn die Führungserhöhung am Gehäuse benachbart zum behälterseitigen
Koppelelement angeordnet ist, dann muss auch die Führungsnut der Aufnahmeeinrichtung
benachbart zum aufnahmeseitigen Koppelelement angeordnet sein beziehungsweise auf
das aufnahmeseitigen Koppelelement zulaufen. Dies hat den Vorteil, dass mithilfe der
in der Führungsnut geführten Führungserhöhung das behälterseitige Koppelelement auf
das aufnahmeseitigen Koppelelement zugeführt wird, um die beiden Koppelelemente zu
der Koppeleinrichtung zu verbinden.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Rastelement auf einer
der Führungsoberfläche gegenüber liegenden Seite des Gehäuses angeordnet ist. Auf
diese Weise können die Führungsoberfläche und insbesondere die Führungserhöhung das
Gehäuse gegen eine Innenwand beziehungsweise gegen die Führungsnut abstützen, um die
Rastverbindung zu sichern.
[0019] Im letzteren Fall bilden also die Führungserhöhung und die Führungsnut eine definierte
Passform für das Gehäuse mit wenig Toleranz, so dass die Rastverbindung nicht versehentlich
gelöst wird. Alternativ oder zusätzlich können für diesen Zweck auch Justiernoppen
zum Eingreifen in Justiernuten in der Aufnahmeeinrichtung vorgesehen sein. Vorteilhafterweise
ist vorgesehen, dass die Justiernoppen auf der Führungsoberfläche am Gehäuse im Wesentlichen
in einer gemeinsamen senkrecht zur Einschubrichtung angeordneten Querschnittsebene
angeordnet sind. Diese Justiernoppen stellen also sicher, dass das Rastelement für
die Rastverbindung optimal positioniert wird und bleibt.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Rastelement, das behälterseitige
Koppelelement und/oder die Führungserhöhung senkrecht auf eine Stirnseite beziehungsweise
Stirnfläche des Gehäuses betrachtet im Wesentlichen horizontal mittig angeordnet ist/sind.
Das bedeutet, dass diese Elemente entlang einer vertikalen Linie angeordnet sind,
wenn man auf die Stirnseite schaut. Alternativ können die genannten Elemente auch
im Wesentlichen vertikal mittig angeordnet. Auch hier beziehen sich die genannten
Orientierungen horizontal und vertikal an der Lage des Haushaltsgerätes in einem Raum.
Vorzugsweise ist die Stirnseite beziehungsweise Stirnfläche im Wesentlichen senkrecht
zur Einschubrichtung ausgebildet. Bei einem quaderförmigen Gehäuse handelt es sich
vorzugsweise um die Schmalseite, die zweckmäßigerweise quadratisch ist. Eine horizontal
oder vertikal mittige Anordnung hat den Vorteil, dass die Kräfteverteilung beim Halten
des Gehäuses in der Aufnahmeeinrichtung symmetrisch ist. Ferner lässt sich das Gehäuse
einfacher in die Aufnahmeeinrichtung einfädeln, da beispielsweise der Benutzer beim
Einführen des Gehäuses in die Aufnahmeeinrichtung das Gehäuse so halten kann, dass
das Rastgegenelement mittig über der Stirnseite des Gehäuses erscheint.
[0021] Bevorzugterweise ist vorgesehen, dass das Gehäuse eine Länge zwischen etwa 100mm
und 500mm, eine Breite zwischen etwa 50mm bis 150mm und/oder eine Höhe zwischen etwa
50mm bis 150mm aufweist. Derartige Abmessungen erlauben eine einfache und sichere
Handhabung des Gehäuses und garantieren eine sichere Rastverbindung mit geringen Anforderungen
an die Materialien aus denen Rastelement und Rastgegenelement gebildet sind.
[0022] Der hierin beschriebene Vorratsbehälter kann bereits ab Werk gefüllt sein und/oder
mit einer Füllöffnung am Gehäuse versehen sein, um ihn erstmalig zu Füllen oder nach
Gebrauch nachzufüllen.
[0023] Der Vorratsbehälter ist Teil einer Dosiereinrichtung für ein wasserführendes Haushaltsgerät,
insbesondere für eine Waschmaschine oder für eine Spülmaschine, das neben dem Vorratsbehälter
eine Aufnahmeeinrichtung aufweist, welche entsprechend ausgebildet ist, das Gehäuse
aufzunehmen und zu halten.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1
- ein wasserführendes Haushaltsgerät, nämlich eine Waschmaschine, mit einer Dosiereinrichtung,
- Fig. 2
- eine Dosiereinrichtung mit zwei Vorratsbehältern,
- Fig. 3
- die Dosiereinrichtung aus Fig. 2 mit einem ausgezogenen Vorratsbehälter,
- Fig. 4
- die Dosiereinrichtung aus Fig. 2 mit einem eingesteckten und einem ausgezogenen Vorratsbehälter,
und
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht der Dosiereinrichtung aus Fig. 2 mit Vorratsbehälter.
[0025] In der Fig. 1 ist ein wasserführendes Haushaltsgerät 1, nämlich eine Waschmaschine
1, dargestellt, in dessen unterem Bereich eine Aufnahmeeinrichtung 3 vorgesehen ist.
In der Aufnahmeeinrichtung 3 sind ein Vorratsbehälter 2 und ein weiterer Vorratsbehälter
2 angeordnet, wobei der linke Vorratsbehälter 2 etwas herausgezogen ist. Zusammen
mit den Vorratsbehältern 2, bildet die Aufnahmeeinrichtung 3 eine Dosiereinrichtung
zum Dosieren einer Flüssigkeit, insbesondere eines Waschmittels oder eines Waschzusatzes.
Beispielsweise kann in dem Vorratsbehälter 2 ein Waschmittel oder ein Waschzusatz
enthalten sein, während in dem weiteren Vorratsbehälter 2 ein anderes Waschmittel
oder ein anderer Waschzusatz vorliegt, oder der weitere Vorratsbehälter 2 dient als
Reservebehälter für das gleiche Waschmittel beziehungsweise für den gleichen Waschzusatz.
[0026] Eine Detailansicht der Dosiereinrichtung wird in der Fig. 2 dargestellt. In der Aufnahmeeinrichtung
3 sind die zwei im Wesentlichen identischen Vorratsbehälter 2 nebeneinander eingeschoben
und eingerastet. Die Rastelemente an den Vorratsbehältern 2 sind in der Fig. 2 nicht
sichtbar, da sie von den Rastgegenelementen 32 verdeckt werden. Jedes Rastgegenelement
32 ist biegsam und weist einen Druckbetätiger 322 auf, der als eine Vertiefung ausgebildet
ist. Bei Ausübung eines Drucks auf den Druckbetätiger 322 wird das Rastgegenelement
32 nach oben gedrückt, so dass die Rastverbindung, die den Vorratsbehälter 2 hält,
gelöst wird. Jeder Vorratsbehälter 2 weist zudem an seiner hier sichtbaren Stirnseite
ein Griffelement 24 mit einer Fingeröffnung 241 auf. Durch Einführen eines Fingers
oder Daumens in die Fingeröffnung 241 kann das Griffelement 24 gegriffen werden, um
den Vorratsbehälter 2 aus der Aufnahmeeinrichtung 3 zu ziehen. Somit kann der Vorratsbehälter
2 einhändig gelöst und herausgezogen werden, indem der Benutzer beispielsweise mit
seinem Daumen gegen den Druckbetätiger 322 drückt und die Rastverbindung löst und
gleichzeitig mit seinem Zeigefinger in die Fingeröffnung 241 des Griffelementes 24
greift und den Vorratsbehälter 2 herauszieht.
[0027] In der Fig. 2 ist auch eine Einrichtungsklappe 34 sichtbar, welche die Aufnahmeeinrichtung
3 verschließt, so dass die Vorratsbehälter 2 hinter der Einrichtungsklappe 34 geschützt
und gleichzeitig versteckt sind. Besser sichtbar ist diese Einrichtungsklappe 34 in
der perspektivischen Darstellung der Dosiereinrichtung in der Fig. 3. Hier sind beide
Vorratsbehälter 2 aus der Aufnahmeeinrichtung 3 entnommen. Ein Vorratsbehälter 2 ist
dargestellt, wie er gerade in die Aufnahmeeinrichtung 3 geschoben wird.
[0028] Der Vorratsbehälter 2 wird in einer mittels eines Pfeils 4 veranschaulichten Einschubrichtung
4 in die Aufnahmeeinrichtung 3 geschoben. Der Vorratsbehälter 2 ist hierbei in Form
eines Quaders ausgebildet. Senkrecht zur Einschubrichtung 4 weist er einen im Wesentlichen
quadratischen Querschnitt mit abgerundeten Ecken auf, während er entlang der Einschubrichtung
4 gestreckt ist beziehungsweise entlang der Einschubrichtung 4 seine größte Abmessung
hat. Der Vorratsbehälter 2 ist in der Fig. 3 so positioniert, dass er nur noch in
Einschubrichtung bewegt werden muss, um in die Aufnahmeeinrichtung 3 eingeschoben
zu werden. Die gleiche Situation wie in Fig. 3 bezüglich der Position des Vorratsbehälters
2 ist in der Fig. 4 aus einer anderen Perspektive dargestellt, wobei in der Fig. 4
zusätzlich ein weiterer Vorratsbehälter 2 bereits in der Aufnahmeeinrichtung 3 angeordnet
ist.
[0029] Zum Einschieben des Vorratsbehälters 2 in die Aufnahmeeinrichtung 3 wird der Vorratsbehälter
2 so angeordnet, dass eine Führungserhebung 231, die auf einer Führungsoberfläche
23 des Gehäuses 20 gebildet ist, in eine Führungsnut 331 eingreift. Die auf einer
unteren Aufnahmeoberfläche 33 der Aufnahmeeinrichtung 3 entlang der Einschubrichtung
4 gebildete Führungsnut 331 führt auf ein aufnahmeseitiges Koppelelement 31 zu. Da
die Führungserhebung 231 behälterseitig unmittelbar benachbart zu einem behälterseitigen
Koppelelement angeordnet ist, erlaubt es diese Führungshilfe aus Führungserhebung
231 und Führungsnut 331, eine einfache und sichere Kopplung zu bilden.
[0030] Sobald das Gehäuse 20 vollständig in die Aufnahmeeinrichtung 3 eingeschoben ist,
rastet ein auf einer der Führungsoberfläche 23 gegenüberliegenden Oberfläche des Gehäuses
20 gebildete Rastelement 22 in ein Rastgegenelement 32 in der Aufnahmeeinrichtung
3 ein und bildet damit eine Rastverbindung. Um ein Druck auf das Rastelement 22 auszuüben
und das Rastelement 22 weiter in das Rastgegenelement 32 zu drücken, sind auf der
Führungsoberfläche 23 zudem zwei Justiernoppen 232 vorgesehen, die in Justiernuten
332 auf der Aufnahmeoberfläche 33 eingreifen. Durch die Justiernoppen 232 wird auch
sichergestellt, dass das Gehäuse 20 nicht seitlich gekippt wird. Die Justiernoppen
232 und das Rastelement 22 befinden sich in der vorliegenden Ausführungsform in einer
gemeinsamen Querschnittsebene senkrecht zur Einschubrichtung 4 beziehungsweise zu
einer Erstreckungsrichtung des Gehäuses 20.
[0031] Eine Querschnittsansicht durch die Aufnahmeeinrichtung 3 mit einem eingeführten und
eingerasteten Vorratsbehälter 2 ist in der Fig. 5 dargestellt. Hier ist deutlich sichtbar,
wie das Rastelement 22 in das Rastgegenelement 32 eingeführt ist. Zudem ist das aufnahmeseitige
Koppelelement 31 in eine rohrförmige Öffnung des Gehäuses 20 eingeschoben, die einen
Kolben 211 mit einer Ringdichtung 212 enthält. Mittels des aufnahmeseitigen Koppelelements
31, das hier die Form eines Hohldorns hat, wird der Kolben 211 von einer Geschlossenposition,
in der er mithilfe der Ringdichtung 212 einen Durchfluss der Flüssigkeit aus dem Gehäuse
verschließt, entgegen der Einschubrichtung 4 in eine Offenposition geschoben. Hierdurch
wird der Durchfluss für die Flüssigkeit geöffnet, die dann durch den Hohldorn hindurch
in die Waschmaschine 1 gesaugt werden kann.
[0032] Der Kolben 211 ist mit einem Rückstellelement 213, nämlich einer Feder, gegen das
Gehäuse 20 vorgespannt. Deshalb wird in diesem eingerasteten Zustand am behälterseitigen
Koppelelement 21 eine Vorspannkraft in entgegengesetzter Richtung zur Einschubrichtung
4 auf das Gehäuse 20 ausgeübt. Weil das Rastelement 22 in der hier sichtbaren Querschnittsebene
diagonal entgegengesetzt zum Koppelelement 21 angeordnet ist, resultiert diese Vorspannkraft
in ein Drehmoment, welches das Rastelement 22 gegen das Rastgegenelement 32 drückt.
Hierdurch wird ein sich Lösen der Rastverbindung erschwert, so dass das Gehäuse 20
auch bei einem Rütteln der Waschmaschine 1, beispielsweise aufgrund eines Schleuderprozesses
in der Waschmaschine 1, sicher in der Aufnahmeeinrichtung 3 gehalten wird und die
Koppelverbindung zwischen dem behälterseitigen Koppelelement 21 und dem aufnahmeseitigen
Koppelelement 31 sich hierbei nicht löst.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- wasserführendes Haushaltsgerät (Waschmaschine)
- 2
- Vorratsbehälter
20 Gehäuse
21 behälterseitiges Koppelelement
211 Kolben
212 Ringdichtung
213 Rückstellelement
22 Rastelement
23 Führungsoberfläche
231 Führungserhebung
232 Justiernoppen
24 Griffelement
241 Fingeröffnung
- 3
- Aufnahmeeinrichtung
31 aufnahmeseitiges Koppelelement
32 Rastgegenelement
322 Druckbetätiger
33 Aufnahmeoberfläche
331 Führungsnut
332 Justiernuten
34 Einrichtungsklappe
- 4
- Einschubrichtung
1. Vorratsbehälter (2) zur Aufnahme einer Flüssigkeit wie Waschmittel oder Wasch- oder
Spülzusatz, aufweisend:
- ein Gehäuse (20), welches ausgebildet ist, entlang einer Einschubrichtung (4) in
eine Aufnahmeeinrichtung (3) eines wasserführenden Haushaltsgerätes (1), insbesondere
einer Waschmaschine, eingeschoben zu werden, und
- ein behälterseitiges Koppelelement (21), welches ausgebildet ist, mit einem in der
Aufnahmeeinrichtung (3) angeordneten aufnahmeseitigen Koppelelement (31) zu einer
Koppeleinrichtung derart mit dem Haushaltsgerät (1) gekoppelt zu werden, dass die
Flüssigkeit über die Koppeleinrichtung in das Haushaltsgerät (1) fließen kann,
gekennzeichnet durch
- ein Rastelement (22), welches ausgebildet ist, beim Einschieben des Gehäuses (20)
in die Aufnahmeeinrichtung (3) mit einem in der Aufnahmeeinrichtung (3) angeordneten
Rastgegenelement (32) des Haushaltsgerätes (1) eine Rastverbindung zu bilden, welche
das Gehäuse (20) in der Aufnahmeeinrichtung (3) lösbar fixiert, und
- ein Rückstellelement (213), mit welchem das behälterseitige Koppelelement (21) gegen
das Gehäuse (20) derart vorgespannt ist, dass im eingerasteten Zustand am behälterseitigen
Koppelelement (21) eine Vorspannkraft in entgegengesetzter Richtung zur Einschubrichtung
(4) auf das Gehäuse (20) ausgeübt wird.
2. Vorratsbehälter (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (20) in einer Querschnittsebene parallel zu der Einschubrichtung (4)
einen Querschnittsumriss aufweist, wobei das behälterseitige Koppelelement (21) und
das Rastelement (22) auf dem Querschnittsumriss in der gleichen Querschnittsebene
am Gehäuse (20) angeordnet sind.
3. Vorratsbehälter (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das behälterseitige Koppelelement (21) und das Rastelement (22) im Wesentlichen auf
entgegengesetzten Enden einer Diagonale des Querschnittsumrisses am Gehäuse (20) angeordnet
sind.
4. Vorratsbehälter (2) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnittsumriss des Gehäuses (20) in der Querschnittsebene parallel zu der
Einschubrichtung (4) im Wesentlichen rechteckförmig ist.
5. Vorratsbehälter (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (20) senkrecht zur Einschubrichtung (4) einen rechteckigen oder quadratischen
Querschnitt aufweist.
6. Vorratsbehälter (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Führungsoberfläche (23) des Gehäuses (20) eine Führungserhöhung (231) angeordnet
ist, welche ausgebildet ist, beim Einschieben des Gehäuses (20) in die Aufnahmeeinrichtung
(3) zur sicheren Führung des Gehäuses (20) in eine Führungsnut (331) der Aufnahmeeinrichtung
(3) einzugreifen.
7. Vorratsbehälter (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungserhöhung (231) am Gehäuse (20) benachbart zum behälterseitigen Koppelelement
(21) und/oder gemeinsam mit dem behälterseitigen Koppelelement (21) in einer gleichen
Querschnittsebene parallel zu der Einschubrichtung (4) angeordnet ist.
8. Vorratsbehälter (2) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (22) auf einer der Führungsoberfläche (23) gegenüberliegenden Seite
des Gehäuses (20) angeordnet ist.
9. Vorratsbehälter (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Führungsoberfläche (23) am Gehäuse (20) im Wesentlichen in einer gemeinsamen
senkrecht zur Einschubrichtung (4) angeordneten Querschnittsebene mit dem Rastelement
(21) Justiernoppen (232) zum Eingreifen in Justiernuten (332) in der Aufnahmeeinrichtung
(3) angeordnet sind.
10. Vorratsbehälter (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das behälterseitige Koppelelement (21) einen Kolben (211) aufweist, welcher in einem
im Gehäuse (20) gebildeten Rohabschnitt zwischen einer Offenposition und einer Geschlossenposition
bewegbar angeordnet ist, wobei der Kolben (211) in der Offenposition einen Durchfluss
der Flüssigkeit aus dem Gehäuse (20) durch den Rohabschnitt zum Haushaltsgerät offen
lässt und in der Geschlossenposition den Durchfluss der Flüssigkeit aus dem Gehäuse
(20) verschließt.
11. Vorratsbehälter (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das behälterseitige Koppelelement (21) eine Ringdichtung (212) aufweist, welche in
der Geschlossenposition des Kolbens (211) den Durchfluss der Flüssigkeit aus dem Gehäuse
(20) abdichtet.
12. Vorratsbehälter (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (22), das behälterseitige Koppelelement (21) und/oder die Führungserhebung
(231) senkrecht auf eine Stirnseite des Gehäuses (20) betrachtet im Wesentlichen horizontal
mittig angeordnet ist/sind.
13. Vorratsbehälter (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (20) eine Länge zwischen etwa 100mm und 500mm, eine Breite zwischen etwa
50mm und 150mm und/oder eine Höhe zwischen etwa 50mm und 150mm aufweist.
14. Dosiereinrichtung für ein wasserführendes Haushaltsgerät (1), insbesondere eine Waschmaschine,
aufweisend eine Aufnahmeeinrichtung (3) und einen Vorratsbehälter (2) nach einem der
vorangehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (20) des Vorratsbehälters (2) ausgebildet
ist, entlang der Einschubrichtung (4) in die Aufnahmeeinrichtung (3) eingeschoben
zu werden.