[0001] Die Erfindung betrifft ein Aufnahmeelement für eine Beschattungseinrichtung, insbesondere
für einen Sonnenschutz, welches Aufnahmeelement derart als Formkörper ausgestaltet
ist, dass es in eine an der Außenseite eines Gebäudes anbringbare Dämmstoffschicht
integrierbar ist, wobei der Formkörper ein in seiner Montagestellung sich in horizontaler
Richtung erstreckendes Basisteil und eine L-förmig damit verbundene Außenwand aufweist,
die von dem Basisteil derart nach unten hin absteht, dass das Basisteil und die Außenwand
einen nach unten offenen, sich entlang des Basisteils erstreckenden Aufnahmeraum begrenzen,
der zumindest einen Teil der Beschattungseinrichtung aufzunehmen vermag, wobei das
Basisteil einen Dämmstoffkörper und eine in diesen integrierte Aussteifung aufweist,
die sich derart am oberen Rand des Aufhahmeraums in Längserstreckungsrichtung des
Aufhahmeraums erstreckt, dass die Beschattungseinrichtung an der Aussteifung befestigbar
ist, wobei die Aussteifung einen in den Dämmstoffkörper eingelassenen ersten Schenkel
und einen in den Dämmstoffkörper eingelassenen zweiten Schenkel aufweist, die parallel
zueinander angeordnet sind und an ihrem unteren Ende durch einen an den Aufnahmeraum
angrenzenden Quersteg U-förmig miteinander verbunden sind. Ferner bezieht sich die
Erfindung auf ein Verfahren zum Befestigen eines Aufnahmeelements für eine Beschattungseinrichtung
an der Außenseite eines Gebäudes.
[0002] Ein derartiges Aufnahmeelement für eine Jalousie ist aus
EP 2 149 666 A2 und
DE 20 2014 008 384 U1 bekannt. Es hat zwei parallel zueinander beabstandete Dämmstoffplatten, zwischen
denen ein Dämmstoffkörper mit rechteckigem Querschnitt angeordnet ist, welcher die
Dämmstoffplatten U-förmig miteinander verbindet. Zwischen den Dämmstoffplatten ist
unterhalb des Dämmstoffkörpers ein nach unten hin offener Aufnahmeraum für zumindest
einen Teil der Jalousie gebildet. In den Dämmstoffkörper ist unterseitig eine als
U-Profil ausgestaltete Aussteifung integriert, die in horizontaler Richtung parallel
zu den Dämmstoffplatten verläuft. Das U-Profil hat zwei gleich lange, parallel zu
den Dämmstoffplatten angeordnete Schenkelteile, welche durch einen U-Quersteg miteinander
verbunden sind. Die Schenkelteile greifen derart in in die Unterseite des Dämmstoffkörpers
eingelassene Schlitze ein, dass die Unterseite des U-Querstegs flächenbündig an die
Unterseite des Dämmstoffkörpers anschließt. An dem U-Quersteg ist die Jalousie mit
Hilfe von Bauschrauben befestigt. Das aus
DE 20 2014 008 384 U1 bekannten Aufnahmeelement weist außerdem eine Absturzsicherung auf, die ein Stahlseil
hat, über das die Aussteifung mit einem Verankerungsteil verbunden ist, das in einer
Betondecke verankert ist. Die absturzsicherung soll im Brandfall ein Abstürzen des
Basisteils verhindern.
[0003] Aus
EP 2 072 748 A2 und
DE 20 2004 006 657 U1 sind ferner Aufnahmeelemente für eine Jalousie bekannt, die einen Formkörper aus
Dämmmaterial haben, der ein etwa quaderförmiges, sich in horizontaler Richtung erstreckendes
Basisteil und eine Außen- sowie eine Innenwand aufweist. Die Außenwand ist parallel
zu der Innenwand angeordnet und ist durch das Basisteil etwa U-förmig mit der Innenwand
verbunden. Zwischen der Außenwand und der Innenwand ist ein Aufnahmeraum für die Jalousie
gebildet, der nach oben hin durch das Basisteil begrenzt wird und an seiner Unterseite
eine schlitzförmige Öffnung für den Durchtritt der Lamellen der Jalousie aufweist.
Der Aufnahmeraum ist so bemessen, dass die Antriebseinheit und sämtliche Lamellen
der Jalousie in dem Aufnahmeraum aufgenommen werden können, wenn sich die Jalousie
in einem zusammengezogenen Zustand befindet.
[0004] Bei dem aus
EP 2 072 748 A2 bekannten Aufnahmeelement sind in dem Basisteil oberhalb des Aufhahmeraums zwei Aussteifungen
vorgesehen, von denen eine erste Aussteifung den oberen Rand des Aufhahmeraums begrenzt
und eine zweite Aussteifung oberhalb der ersten Aussteifung angeordnet und von dieser
vertikal beabstandet ist. Die Aussteifungen sind als flächige bzw. stegförmige Metallplatten
ausgestaltet, die in parallel zueinander verlaufenden Horizontalebenen angeordnet
sind. Die Jalousie ist an der ersten Aussteifung befestigt und diese ist über mehrere,
in Längsrichtung des Aufhahmeraums voneinander beabstandete vertikale Aussteifungsbolzen
an der zweiten Aussteifung aufgehängt. Die zweite Aussteifung ist mit mehreren Befestigungswinkeln
verbunden, die in Längsrichtung des Aufhahmeraums relativ zu den Aussteifungsbolzen
versetzt angeordnet sind und an einer Außenwand eines Gebäudes angedübelt sind. Dicke
des Aufhahmeelements entspricht der Dicke üblicher WDVS-Dämmstoffplatten, so dass
das Aufnahmeelement flächenbündig in eine WDVS-Schicht integriert werden kann.
[0005] Das Aufnahmeelement ermöglicht es zwar, trotz der relativ geringen Festigkeit der
Dämmstoffschicht auch breite und schwerere Beschattungseinrichtungen vollständig in
eine WDVS- Dämmstoffschicht zu integrieren und diese dennoch absturzsicher am Gebäude
zu verankern. Nachteilig ist dabei jedoch, dass die Montage des Aufnahmeelements an
der Außenseite eines Gebäudes relativ arbeits- und zeitaufwändig ist, insbesondere
weil mehrere Befestigungswinkel jeweils sowohl am Gebäude angedübelt als auch an der
zweiten Aussteifung angeschraubt werden müssen. Ungünstig ist außerdem, dass die Herstellung
des Aufnahmeelements arbeitsaufwändig und teuer ist.
[0006] Bei dem aus
DE 20 2004 006 657 U1 bekannten Aufnahmeelement sind an der Unterseite des Basisteil zwei Aussteifungen
vorgesehen, die durch aufeinanderliegende Metallplatten gebildet sind. Die obere Metallplatte
ist einstückig mit einer ersten Verkleidungsplatte verbunden, welche die dem Aufnahmeraum
zugewandte Innenfläche der Außenwand vollflächig verkleidet. An ihrem unteren Rand
weist die erste Verkleidungsplatte eine U-förmige Abwinklung auf, die mit dem unteren
Randbereich der Außenwand verhakt ist. An der dem Aufnahmeraum zugewandten Innenfläche
der Innenwand ist die obere Metallplatte mittels eines um 90° nach oben abgewinkelten
Verbindungsabschnitt bis zur Oberseite des Aufnahmeelements hin verlängert und dort
mittels eines Verhakungsabschnitts mit einer Dämmmaterialschicht der Innenwand verhakt.
Die untere Metallplatte ist einstückig mit einer zweiten Verkleidungsplatte verbunden,
welche die dem Aufnahmeraum zugewandte Innenfläche der Innenwand vollflächig verkleidet.
An ihrem unteren Rand die zweite Verkleidungsplatte mit dem unteren Rand der Dämmmaterialschicht
verhakt. Zwischen der Dämmmaterialschicht und der zweiten Verkleidungsplatte sowie
zwischen der Dämmmaterialschicht und dem Verbindungsabschnitt ist ein Vakuum-Isolationspanel
angeordnet.
[0007] Da der gesamte Aufnahmeraum mit Metall ausgekleidet ist, ermöglicht das Aufnahmeelement
zwar einen biegesteifen Aufbau. Nachteilig ist dabei jedoch, dass die Metallauskleidung
aufwändig und teuer ist. Die bis zu der gebäudeseitigen Dämmmaterialschicht verlängerte
Metalauskleidung ermöglicht zwar eine stabile Abstützung des Gewichts der Beschattungseinrichtung
an der Dämmmaterialschicht, hat aber den Nachteil, dass die Metalaushleidung zum Gebäude
hin Wärmebrücken bildet, die das Vakuum-Isolationspanel überbrücken. Außerdem ist
die Verankerung der Dämmmaterialschicht am Gebäude schwierig, weil im Bereich des
Vakuum-Isolationspanels keine Dübel in die Dämmmaterialschicht eingebracht werden
dürfen.
[0008] Es besteht deshalb die Aufgabe, ein kostengünstig herstellbares Aufnahmeelement der
eingangs genannten Art zu schaffen, das vollständig in eine übliche WDVS-Dämmstoffschicht
integriert werden kann, bei dem die Aussteifung fest mit dem Dämmstoffkörper verbunden
ist und das es auf einfache Weise ermöglicht, in dem Aufnahmeraum eine Beschattungseinrichtung
absturzsicher zu montieren. Ferner besteht die Aufgabe, ein Verfahren zum Befestigen
eines solchen Aufnahmeelements an der Außenseite eines Gebäudes anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird bezüglich des Aufnahmeelements mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Diese sehen vor, dass der erste Schenkel in vertikale Richtung eine größere
Abmessung aufweist als der zweite Schenkel und mit einem Überstandsbereich über diesen
übersteht.
[0010] In vorteilhafter Weise ermöglicht das Aufnahmeelement eine einfache und sichere Montage
an der Außenseite einer Gebäudewand. Dazu wird das Aufnahmeelement zunächst an einer
dafür vorgesehenen Montagefläche der Gebäudewand mit Klebemörtel, Klebeschaum oder
dergleichen positioniert, um danach oberhalb des zweiten Schenkels durch das Aufnahmeelement
hindurch eine horizontale Bohrung derart in die Montagefläche bzw. die Gebäudewand
einzubringen, dass die Bohrung den Überstandsbereich des ersten Schenkels vorzugsweise
mit Abstand zu dessen Rändern durchsetzt. Anschließend wird ein WDVS-Dübel oder dergleichen
Verankerungselement in die Bohrung eingebracht, um das Aufhahmeelement und die darin
integrierte Aussteifung am Gebäude zu verankern. Bei Bedarf kann in entsprechender
Weise mit seitlichem Abstand von dem WDVS-Dübel mindestens ein weiterer WDVS-Dübel
durch den Überstandsbereich hindurch in das Gebäude eingebracht werden, beispielsweise
im Abstand von 30 Zentimetern. Das Aufnahmeelement kann also wie eine handelsübliche
Wärmedämmplatte am Gebäude fixiert werden. Nach der Montage des Aufnahmeelements am
Gebäude kann in dem Aufnahmeraum die Beschattungseinrichtung an der Aussteifung absturzsicher
befestigt werden.
[0011] Der erste Schenkel und/oder der zweite Schenkel sind bevorzugt mit dem Dämmstoffkörper
des Basisteils verklebt. Dies ermöglicht eine mechanisch stabile, flächige Verbindung
zwischen der Aussteifung und dem Dämmstoffkörper. Da bei der Montage des Aufnahmeelements
am Gebäude nur der erste Schenkel durchbohrt wird, wird die Klebeverbindung des zweiten
Schenkels durch den Bohrvorgang nicht geschwächt. Bei der Herstellung des Aufnahmeelements
können an den Stellen, an denen die beiden Schenkel der Aussteifung sein sollen, Nuten
in den Dämmstoffkörper des Basisteils eingebracht und danach können die Schenkel in
die Nuten eingesetzt und mit dem Dämmstoff verklebt werden. Die beidseits des als
Montagefläche für die Beschattungseinrichtung dienenden U-Querstegs angeordneten Schenkel
ermöglichen eine feste Verankerung der Aussteifung im Dämmstoffkörper. Die beiden
beidseits des Querstegs angeordneten Schenkel sind vorzugsweise einstückig mit dem
U-Quersteg verbunden. Die Aussteifung kann dann als Biegestanzteil kostengünstig hergestellt
werden.
[0012] Der WDVS-Dübel weist bevorzugt einen Kern aus einem schwer entflammbaren und vorzugsweise
nicht brennbarem Material, insbesondere einen Metallkern auf, der den Überstandsbereich
des ersten Schenkels durchsetzt und sich bis in den im Gebäude befindlichen Abschnitt
der Bohrung erstreckt. Über den WDVS-Dübel ist der innerhalb der Dämmstoffschicht
angeordnete Überstandsbereich der Aussteifung fest und formschlüssig am Gebäude verankert,
so dass eine an der Aussteifung befestigte Beschattungseinrichtung, wie z.B. eine
Jalousie, ein Raffstore, ein Sonnensegel oder ein Rollladen, absturzsicher mit dem
Gebäude verbunden ist. Somit können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Aufnahmeelements
auch breite und schwere Beschattungseinrichtungen auf einfache Weise in die WDVS-Schicht
integriert und dennoch fest mit dem Gebäude verbunden werden. Die Aussteifung besteht
bevorzugt aus einem schwerentflammbaren und vorzugsweise nicht brennbarem Material,
insbesondere aus Metall und vorzugsweise aus Aluminium. Die Aussteifung kann auch
aus einem Verbundwerkstoff bestehen.
[0013] Der Dämmstoffkörper kann einen Hartschaumstoff aufweisen, insbesondere Polyurethane-Schaum,
Phenolharz-Hartschaum und/oder extrudierten Polystyrol-Hartschaum. Der Dämmstoffkörper
kann aber auch ein mineralisches Material aufweisen, wie z.B. Steinwolle oder Glaswolle.
Ferner kann der Dämmstoff einen ein Aerogel, Holzfasern und/oder ein Vakuum enthalten.
Auch Kombinationen sind möglich.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung steht der Überstandsbereich des
ersten Schenkels um mindestens 1 cm, insbesondere um mindestens 1,5 cm, gegebenenfalls
um mindestens 2 cm und bevorzugt um mindestens 2,5 cm über den zweiten Schenkel über.
Dies ermöglich kompakte Abmessungen der Aussteifung. Dennoch kann das Aufnahmeelement
sicher am Gebäude montiert werden.
[0015] Vorteilhaft ist, wenn der erste Schenkel der Aussteifung weiter von der Außenwand
des Aufnahmeelements beabstandet ist als der zweite Schenkel. Der erste Schenkel ist
dann nach der Montage des Aufnahmeelements an der Außenseite des Gebäudes näher am
Gebäude angeordnet als der zweite Schenkel, so dass die über den ersten Schenkel am
WDVS-Dübel angreifende Gewichtskraft der Beschattungseinrichtung nur ein entsprechend
geringes Biegemoment auf den WDVS-Dübel ausübt.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist der erste Schenkels zumindest in seinem
Überstandsbereich eine Perforation auf und/oder hat lokale Materialschwächungen, die
über die Fläche, in der sich der Überstandsbereich erstreckt, verteilt angeordnet
sind. Der Überstandsbereich kann dadurch auch mit einem Stein- oder Betonbohrer leicht
durchbohrt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Bohrer an dem Überstandsbereich
seitlich abrutscht. Dabei ist es sogar möglich, eine Schlagbohrmaschine oder einen
Bohrhammer zu verwenden, mit welcher der Überstandsbereich an der Perforation oder
den Materialschwächungen durchschlagen werden kann, ohne dass die Gefahr besteht,
dass die Klebeverbindung zwischen dem ersten Schenkel und dem Dämmstoffkörper derart
geschwächt wird, dass sich der erste Schenkel von dem Dämmstoffkörper ablöst. Bei
Bedarf kann die Perforation Perforationslöcher aufweisen, die in der vom ersten Schenkel
aufgespannten Fläche in Längserstreckungsrichtung des Aufnahmeraums eine größere Abmessung
haben als in vertikaler Richtung. Dadurch ergibt sich im Überstandsbereich in vertikaler
Richtung ein größerer Wärmewiderstand.
[0017] Vorteilhaft ist, wenn die Aussteifung in einer quer zu ihrer Längserstreckung aufgespannten
Vertikalebene eine geringere horizontale Breite aufweist als der Aufhahmeraum und
von der Außenwand beabstandet ist. Dies ermöglicht eine materialsparende und damit
kostengünstige Ausgestaltung der Aussteifung.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung hat der Formkörper eine parallel
zu der Außenwand angeordnete, von dem Basisteil nach unten hin abstehende, vorzugsweise
von der Aussteifung beabstandete Innenwand, wobei der Aufnahmeraum zwischen der Außenwand
und der Innenwand angeordnet ist. Ein solches Aufnahmeelement kann insbesondere an
einer Montagefläche angebracht werden, die an der Außenseite einer Gebäudeaußenwand
und/oder an einer äußeren Stirnseite einer Gebäudedecke angeordnet ist, wobei die
Montagefläche durch die Innenwand des Aufnahmeelement wärmeisoliert wird. Bei Bedarf
kann das Material der Innenwand eine höhere Wärmeisolierung aufweisen als der Dämmstoff
des im Vergleich zu der Innenwand dickeren Basisteils. Die Außen- und die Innenwand
können gleich oder unterschiedlich weit nach unten vom Basisteil abstehen. Insbesondere
kann die Außenwand weiter nach unten reichen als die Innenwand. Diese Ausgestaltung
kann beispielweise bei einem Gebäude zum Einsatz kommen, bei dem die Gebäudewand am
unteren Ende der Innenwand des Aufnahmeelements einen Absatz oder Vorsprung aufweist.
[0019] Der Dämmstoffkörper ist bevorzugt derart zwischen der Innenwand und der Außerwand
angeordnet ist, dass die Innenwand und die Außerwand den Dämmstoffkörper überdecken.
Dies ermöglicht eine flächige Verbindung zwischen der Innenwand bzw. Außerwand und
dem Dämmstoffkörper des Basisteils und somit einen mechanisch stabilen Aufbau des
Aufnahmeelements. Die Innenwand und die Außerwand sind vorzugsweise mit dem Basisteil
verklebt.
[0020] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Außenwand
über das von dem Aufnahmeraum abgewandte obere Ende des Basisteils übersteht. Der
Überstand der Außenwand kann dann bei am Gebäude montiertem Aufnahmeelement eine über
dem Aufnahmeelement angeordnete Dämmstoffplatte bereichsweise überdecken, was eine
noch bessere Verankerung des Aufnahmeelements in einer WDVS-Dämmstoffschicht ermöglicht.
Die über dem Aufnahmeelement befindliche Dämmstoffplatte kann dann im Bereich des
Überstands der Außenwand an ihrer Vorderseite eine zu dem Überstand passende Ausklinkung
haben. Dadurch wird zwischen dem Aufnahmeelement und der darüber befindlichen Dämmstoffplattenreihe
eine ebene Trennfläche vermieden, an der bei breiteren Aufnahmeelementen Risse auftreten
könnten. Die Ausklinkung kann bei einer Dämmplatte aus Hartschaumstoff- oder Styropor
mit Hilfe eines Heißdrahts auf der Baustelle in die Dämmplatte eingebracht werden.
Die Höhe, um welche die Außenwand über das Basisteil übersteht entspricht bevorzugt
etwa der halben Höhe der über dem Aufnahmeelement befindlichen Dämmstoffplatte(n),
beispielsweis 30 cm.
[0021] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Innenwand des Aufnahmeelements und/oder
die Außenwand des Aufnahmeelements durch eine Sandwichplatte gebildet, die einen Schaumstoffkern
aufweist, der zumindest an seiner dem Aufnahmeraum abgewandten Oberfläche, an seiner
dem Aufnahmeraum zugewandten Oberfläche, und an seiner in der Montagestellung nach
unten weisenden Oberfläche mit einer vorzugsweise ein Glasfaservlies aufweisenden,
mineralischen Putzträgerschicht beschichtet sind, die jeweils über eine intumeszierende
Klebstoffschicht vollflächig mit dem Schaumstoffkern verklebt ist. Eine solches Aufnahmeelement
kann unter Beibehaltung seiner geometrischen Form über längere Zeit einem Brand standhalten,
ohne das es zu einem Abtropfen des von dem Glasfaservlies umhüllten Schaumstoffkerns
kommt.
[0022] Vorteilhaft ist, wenn an der in Montagestellung unten an der Außenwand angeordneten,
dem Aufnahmeraum abgewandten Außenkante der Außenwand ein Putzanschlussprofil angeordnet
ist, das mit einem die dem Aufnahmeraum abgewandte Außenfläche der Außenwand überdeckenden
Gewebelappen verbunden ist. Nach der Montage des Aufnahmeelements am Gebäude kann
dann die dem Aufnahmeraum abgewandte Außenfläche der Außenwand des Aufnahmeelements
zusammen mit den daran angrenzenden Dämmstoffplatten des Wärmedämmverbundsystems verputzt
werden, wobei der mit der Außenwand verbundene Gewebelappen in den Putz eingeputzt
wird. Bei Bedarf kann der Putz nach dem Auftragen auf die Außenwand des Aufnahmeelements
über das Putzanschlussprofil abgezogen werden.
[0023] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist an der dem Aufnahmeraum abgewandten Außenfläche
der Außenwand in Höhe des Überstandsbereichs mindestens eine Markierung für eine Stelle
zum Einbringen einer normal zu der von der Außenwand aufgespannten Ebene verlaufenden
Bohrung in das Aufnahmeelement vorgesehen, die oberhalb des zweiten Schenkels angeordnet
ist, den Überstandsbereich durchsetzt und zum Einsetzen eines WDVS-Dübels dient. Die
Markierung kann beispielsweise einen konzentrisch zu einer Sollposition der Bohrung
angeordneten Kreis, ein Kreuz oder eine durchgezogene oder Unterbrechungen aufweisende
horizontale Linie umfassen. Bei der Montage des Aufhahmeelements kann der Monteur
den Bohrer auf einfache Weise an der Markierung ansetzen, um in das Basisteil normal
zu der Außenfläche der Außenwand eine den Überstandsbereich des ersten Schenkels durchsetzende,
bis in das dahinter befindliche Mauerwerk oder dergleichen Gebäudeteil reichende Bohrung
für den WDVS-Dübel oder dergleichen Verankerungsteil einzubringen.
[0024] Erwähnt werden soll noch, dass das Aufnahmeelement mindestens einen Kabelkanal für
ein zu einem elektrischen Antrieb der Beschattungseinrichtung führendes Strom- und/oder
Steuerkabel aufweist kann, dass der Kabelkanal eine an den Aufnahmeraum angrenzende
erste Kabelhanalöffnung mit einer an einer in Montagestellung einem benachbarten Dämmstoffelement
zugewandten Seitenfläche, der Oberseite, und/oder dem Gebäude zugewandten Rückseitenfläche
befindlichen zweiten Kabelkanalöffnung verbindet, und dass mindestens eine der Kabeikanalöffnungen
mit einer direkt mit dem Kabel oder einem Schraubenzieher oder dergleichen Handwerkzeug
durchstoßbaren luftdichten Membran verschlossen ist. Dabei ist es sogar möglich, das
Aufnahmeelement mehrere dieser Kabelkanäle aufweist, deren Kabelkanalöffnungen an
unterschiedlichen Stellen angeordnet sind, so dass in Abhängigkeit von den örtlichen
Gegebenheiten am Montageort das Strom- und/oder Steuerkabel an unterschiedlichen Stellen
durch den Dämmstoff des Aufnahmeelements hindurch in den Aufnahmeraum geführt werden
kann.
[0025] Bezüglich des Verfahrens wird die vorstehend genannte Aufgabe mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 12 gelöst. Diese sehen vor, dass ein Aufnahmeelement nach einem der
Ansprüche 1 bis 11 bereitgestellt und derart an einer Montagefläche des Gebäudes positioniert
wird, dass sich das Basisteil in horizontale Richtung erstreckt, die mit dem Basisteil
verbundene Außenwand nach unten hin von dem Basisteil absteht und der Aufnahmeraum
für die Beschattungseinrichtung zwischen der Außenwand und der Montagefläche oder
deren gerader Verlängerung angeordnet ist, dass quer zu der Ebene, in der sich die
Außenwand erstreckt durch das Aufnahmeelement hindurch mindestens ein WDVS-Dübel oder
dergleichen stabförmiges Verankerungselement derart in das Gebäude eingebracht und
an diesem verankert wird, dass der WDVS-Dübel oder das Verankerungselement oberhalb
des zweiten Schenkels angeordnet ist und den Überstandsbereich des ersten Schenkels
durchsetzt.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird nach dem Positionieren des
Aufnahmeelements an der Montagefläche des Gebäudes mindestens eine, den Überstandsbereich
quer zu der von der Außenwand aufgespannten Ebene durchsetzende, oberhalb des zweiten
Schenkels verlaufende Bohrung durch das Aufnahmeelement hindurch in das Gebäude eingebracht
wird, wobei in diese Bohrung der WDVD-Dübel oder das stabförmige Verankerungselement
eingesetzt und am Gebäude verankert wird. Vor dem Durchbohren des Aufnahmeelements
wird der Bohrer bevorzugt an der an der dem Aufnahmeraum abgewandten Außenfläche der
Außenwand des Aufnahmeelements vorgesehenen Markerung positioniert.
[0027] Erwähnt werden soll noch, dass der der Dämmstoffkörper, die Außenwand und ggf. die
Innenwand jede Art von Dämmmaterial aufweisen kann, beispielsweise EPS (expandiertes
Polystyrol), XPS (extrudierter Polystyrol-Hartschaum), PU (Polyurethane), Mineralwolle,
RESOL (Phenolharz-Hartschaum) und/oder Holzfaser usw.
[0028] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines als Schürze ausgestalteten Aufhahmeelements für
eine Beschattungseinrichtung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein an einem Gebäude in einer WDVS-Schicht montiertes, als
Schürze ausgestaltetes Aufnahmeelement für die Beschattungseinrichtung, wobei das
Gebäude nur teilweise dargestellt ist,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch ein als Schürze ausgestaltetes Aufnahmeelement, das mit WDVS-Dübeln
an einem Gebäude verankert ist, wobei das Gebäude nur teilweise dargestellt ist,
- Fig. 4
- eine perspektivische Teilansicht einer Aussteifung der Beschattungseinrichtung,
- Fig. 5
- eine Vorderansicht der Aussteifung, wobei die Aussteifung nur abschnittweise dargestellt
ist,
- Fig. 6
- einen Stirnseitenansicht der Aussteifung,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines kastenförmigen Aufnahmeelements für eine Beschattungseinrichtung,
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch ein an einem Gebäude in einer WDVS-Schicht montiertes kastenförmiges
Aufnahmeelement für die Beschattungseinrichtung, wobei das Gebäude nur teilweise dargestellt
ist, und
- Fig. 9
- einen Querschnitt durch ein kastenförmiges Aufnahmeelement, das mit WDVS-Dübeln an
einem Gebäude verankert ist, wobei das Gebäude nur teilweise dargestellt ist.
[0029] Ein in Fig. 1 im Ganzen mit 1 bezeichnetes, als Raffstoreschürze ausgebildetes Aufnahmeelement
für eine Jalousie 2 ist als Formkörper ausgestaltet, der flächenbündig in eine an
der Außenseite eines Gebäudes 3 anbringbare WDVS-Dämmstoffschicht 4 integrierbar ist.
Wie in Fig. 2 erkennbar ist, entspricht die Dicke des Aufnahmeelements 1 der Dicke
daran angrenzenden Dämmstoffplatten 5 der WDVS-Dämmstoftschicht 2. Das Aufnahmeelement
1 und die Dämmstoffplatten 5 sind derart an einer Gebäudeaußenwand angebracht, dass
sie in gerader Verlängerung zueinander fluchten.
[0030] Das Aufnahmeelement 1 hat ein etwa quaderförmiges Basisteil, das mit seiner Längsachse
horizontal und parallel zu der Gebäudeaußenwand angeordnet ist, wenn das Aufnahmeelement
1 am Gebäude 3 montiert ist. Das Basisteil hat einen Dämmstoffkörper 6 aus einem wärmedämmenden
Material, beispielsweise aus einem Hartschaum oder aus Mineralwolle.
[0031] Das Aufnahmeelement 1 weist ferner eine Außenwand 7 auf, die L-förmig mit dem Dämmstoffkörper
6 verbunden ist und parallel von Gebäudeaußenwand beabstandet ist, wenn das Aufnahmeelement
1 am Gebäude 3 montiert ist. Das Basisteil und die Außenwand 7 begrenzen einen nach
unten offenen, sich entlang des Basisteils erstreckenden Aufnahmeraum für die Jalousie
2. Wie in Fig. 2 zu sehen ist, ist der Aufnahmeraum 8 so bemessen, dass eine Antriebseinheit
9 und sämtliche Lamellen 10 der Jalousie 2 in dem Aufnahmeraum 8 aufgenommen werden
können, wenn sich die Jalousie 2 in einem zusammengezogenen Zustand befindet.
[0032] Die Außenwand 7 ist als Sandwichplatte ausgebildet, die einen Schaumstoffkern aufweist,
der an seiner dem Dämmstoffkörper 6 zugewandten Innenfläche, an seiner Außenfläche
und an seiner in Montagestellung nach unten weisenden Oberfläche mit einer ein Glasfaservlies
aufweisenden, mineralischen Putzträgerschicht beschichtet sind. Dabei ist die Putzträgerschicht
über eine intumeszierende Klebstoffschicht vollflächig mit dem Schaumstoffkern verklebt.
[0033] Wie in Fig. 1 und 2 erkennbar ist, überdeckt die Außenwand 7 die in Montagestellung
dem Gebäude 3 abgewandt gegenüberliegende Außenfläche des Dämmstoffkörpers 6. An der
Überdeckungsstelle ist die Außenwand 7 flächig mit dem Dämmstoffkörper 6 verklebt.
[0034] Der Aufnahmeraum 8 kann an den seitlichen Stirnseiten des Aufnahmeelements 1 offen
sein, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist, oder das Aufnahmeelement 1 hat Seitenwände
11, die den Aufnahmeraum 8 seitlich begrenzen (Fig. 2 und 3). Die Seitenwände 11 sind
jeweils mit ihrer vorderen Stirnseitenfläche mit der dem Gebäude 3 zugewandten Innenfläche
der Außenwand 7 und mit ihrem oberen Randbereich mit der Unterseite des Basisteils
verklebt. Die Seitenwände 11 sind als Sandwichplatte ausgebildet, die einen Schaumstoffkern
aufweist, der an seiner dem Aufhahmeraum 8 zugewandten Innenfläche und an seiner Unterseite
mit einer ein Glasfaservlies aufweisenden, mineralischen Putzträgerschicht beschichtet
ist. Dabei ist die Putzträgerschicht über eine intumeszierende Klebstoffschicht vollflächig
mit dem Schaumstoffkern verklebt.
[0035] Wie in Fig. 3 besonders gut erkennbar ist, ist in den Dämmstoffkörper 6 des Basisteils
eine Aussteifung 12 integriert, die als U-Profil mit einem ersten Schenkel 13, einem
parallel dazu angeordneten zweiten Schenkel 14 und einem Quersteg 15 ausgestaltet
ist, der das untere Ende des ersten Schenkels 13 mit dem unteren Ende des zweiten
Schenkels 14 verbindet. Der erste Schenkel 13 ist weiter von der Außenwand 7 des Aufnahmeelements
1 beabstandet als der zweite Schenkel 14.
[0036] Die Schenkel 13, 14 sind parallel zu der von der Außenwand 7 aufgespannten Ebene
in Schlitzen angeordnet, die in dem Dämmstoffkörper 6 des Basisteils vorgesehenen
sind. Die Querschnittsabmessungen der Schlitze entsprechen etwa den Querschnittsabmessungen
der Schenkel 13, 14 und die Schenkel 13, 14 sind flächig mit den Wandungen der Schlitze
verklebt. Die Aussteifung 12 erstreckt sich über die gesamte Länge des Aufhahmeraums
8.
[0037] Der Quersteg 15 grenzt direkt an den Aufnahmeraum 8 an und dient als Montagesteg
zum Befestigen der Antriebseinheit 9 der Jalousie 2. An dem Quersteg 15 kann die Jalousie
2 beispielsweise mittels Blechschrauben, die mit den Quersteg 1 5 durchsetzenden Lochungen
verschraubt sind, befestigt werden. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist der
Quersteg 15 derart in die unterseitige Oberfläche des Dämmstoffkörpers 6 des Basisteils
eingelassen, dass die dem Aufnahmeraum 8 zugewandte Unterseite des Querstegs 15 in
der von der unterseitigen Oberfläche des Dämmstoffkörpers 6 aufgespannten Ebene liegt.
Selbstverständlich kann anstelle der Jalousie auch eine andere Beschattungseinrichtung,
wie zum Beispiel ein Sonnensegel, in den Aufnahmeraum 8 eingebaut werden. Erwähnt
werden soll noch, dass die Aussteifung 12 in einer quer zu ihrer Längserstreckung
aufgespannten, der Zeichenebene in Fig. 3 entsprechenden Vertikalebene eine geringere
horizontale Breite aufweist als der Aufnahmeraum 8. Die Aussteifung 12 ist sowohl
von der Außenwand 7 als auch der dieser diametral gegenüberliegenden Rückseitenfläche
des Dämmstoffkörpers 6 beabstandet.
[0038] Wie anhand von Fig. 3 bis 6 ersichtlich ist, weist der erste Schenkel 13 in vertikale
Richtung eine größere Abmessung auf als der zweite Schenkel 14. Deutlich ist erkennbar
dass der erste Schenkel 13 mit einem Überstandsbereich 16 über den zweiten Schenkel
14 übersteht. Das Überstandsmaß a, um das der erste Schenkel 13 den zweiten Schenkel
14 überragt, beträgt etwa 15 bis 30 mm. Damit der Überstandsbereich auf einfache Weise
auf einer Baustelle mit einem Stein- oder Betonbohrer durchbohrt werden kann, weist
der Überstandsbereich eine Perforation mit einer Vielzahl von in mehreren Reihen und
Spalten nebeneinander angeordneten Perforationslöchern 17 auf. Wie in Fig. 4 und 5
erkennbar ist, sind die Perforationslöcher 17 von zueinander benachbart übereinander
angeordneten Lochreihen auf Lücke zueinander versetzt.
[0039] Wie in Fig. 1 erkennbar ist, weist die Außenwand 7 an ihrer dem Dämmstoffkörper 6
abgewandten Außenfläche mehrere Markierungen 18 auf, die jeweils in Höhe des Überstandsbereichs
16 des ersten Schenkels 13 angeordnet und in Längserstreckungsrichtung des Aufhahmeraums
8 voneinander beabstandet sind. Die Markierungen 18 sind jeweils durch eine Bedruckung
gebildet, die auf die Putzträgerschicht der Außenwand 7 aufgebracht ist. Bei dem in
Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Markierungen 18 Kreise, deren Mittelpunkte
in einer Ebene liegen, die durch die Längsmittelachse des Überstandsbereichs 16 und
die Normale auf die Erstreckungsebene der Außenwand 7 aufgespannt wird. Die Mittelpunkte
der Markierungen 18 sind in einem festen Rastermaß, das beispielsweise 30 cm betragen
kann, auf einer gemeinsamen Gerade angeordnet.
[0040] In Fig. 3 ist noch erkennbar, dass an der Außenkante, die bei am Gebäude 3 montiertem
Aufnahmeelement 1 unten an der Außenwand 7 angeordnet ist und dem Aufnahmeraum 8 abgewandt
ist, ein Putzanschlussprofil 19 angeordnet ist, das mit einem Gewebelappen 20 verbunden
ist, der in Montagestellung an der dem Aufnahmeraum 8 abgewandte Außenfläche der Außenwand
7 angeordnet ist. Der Gewebelappen 19 wird in eine dünne Mörtelschicht eingeputzt,
die nach der Montage des Aufnahmeelements 1 am Gebäude 3 auf die Außenwand 7 und die
Dämmstoffplatten 5 aufgetragen wird. Das Putzanschlussprofil 19 ist als Einsteckprofil
ausgestaltet, das in einen unterseitig in die Außenwand 7 eingelassenen Schlitz eingeklebt
ist.
[0041] Nachfolgend wird die Montage des Aufnahmeelements 1 am Gebäude 3 näher erläutert.
Zunächst wird das Aufnahmeelement 1 derart an einer an einer Außenwand des Gebäudes
3 über einem Fenster befindlichen Montagefläche positioniert, dass sich das Basisteil
in horizontale Richtung erstreckt, die mit dem Basisteil verbundene Außenwand 7 nach
unten hin von dem Basisteil absteht und der Aufnahmeraum 8 für die Jalousie 2 zwischen
der Außenwand 7 und einem Rahmenteil 21 des Fensters angeordnet ist. Danach werden
quer zu der Ebene, in der sich die Außenwand 7 erstreckt, durch das Aufnahmeelement
1 hindurch mehrere Bohrungen in das Gebäude 2 eingebracht, die oberhalb des zweiten
Schenkels 14 verlaufen und den Überstandsbereich 16 mit Abstand zu dessen oberem Rand
durchsetzen. Dazu wird ein von einer Bohrmaschine oder einem Bohrhammer angetriebener
Bohrer jeweils an der entsprechenden Markierung 18 der Außenwand 7 positioniert und
horizontal bis in die Gebäudewand vorgetrieben. Der Durchmesser des Bohrers wird passend
zu einem in die Bohrung einzubringenden WDVS-Dübel 22 gewählt. Anschließend wird ein
WDVS-Dübel 22 in die Bohrung eingebracht und am Gebäude 3 verankert derart, dass ein
an dem freien Ende des WDVS-Dübels 22 befindlicher Teller an der dem Gebäude 2 abgewandten
Außenseite der Außenwand 7 zur Auflage kommt. Der WDVS-Dübel 22 hat einen mit Kunststoff
ummantelten Metallkern, der den Überstandsbereich durchsetzt und sich bis zu der Verankerungsstelle
am Gebäude 3 erstreckt. Nachdem die WDVS-Dübel 22 auf diese Weise am Gebäude 3 verankert
wurden, ist die Aussteifung 12 absturzsicher mit dem Gebäude verbunden. Dies ist sogar
dann noch der Fall, wenn in dem Gebäude einmal ein Brand auftreten sollte, der den
Dämmstoffkörper 6 des Basisteils und/oder die Dämmstoffplatten 5 erweicht.
[0042] Wie in Fig. 7 bis 9 zu sehen ist, kann das Aufnahmeelement 1 auch eine Innenwand
24 haben, parallel zu der Außenwand 7 angeordnet ist und von dem Basisteil bzw. dem
Dämmstoffkörper 6 nach unten hin absteht. Dabei ist der Aufnahmeraum 8 für die Jalousie
2 zwischen der Außenwand 7 und der Innenwand 24 vorgesehen. Die Innenwand 24 liegt
in Montagestellung an der Außenseite einer Wand des Gebäudes 3 an und isoliert diese
thermisch. Die Innenwand 24 ist als Sandwichplatte ausgebildet, die einen Schaumstoffkern
aufweist, der an seiner dem Dämmstoffkörper 6 zugewandten Innenfläche, an seiner dem
Gebäude 3 zugewandten Rückseitenfläche und an seiner in Montagestellung nach unten
weisenden Oberfläche mit einer ein Glasfaservlies aufweisenden, mineralischen Putzträgerschicht
beschichtet sind. Dabei ist die Putzträgerschicht über eine intumeszierende Klebstoffschicht
vollflächig mit dem Schaumstoffkern verklebt.
[0043] Der Aufnahmeraum 8 kann an den seitlichen Stirnseiten des Aufnahmeelements 1 offen
sein, wie dies in Fig. 7 zu sehen ist, oder das Aufnahmeelement 1 hat Seitenwände
11, die den Aufnahmeraum 8 seitlich begrenzen (Fig. 8 und 9). Die Seitenwände 11 sind
jeweils mit ihrer vorderen Stirnseitenfläche mit der dem Gebäude 3 zugewandten Innenfläche
der Außenwand 7, mit ihrer rückseitigen Stirnseitenfläche mit der dem Gebäude 3 abgewandten
Innenfläche der Innenwand 24 und mit ihrem oberen Randbereich mit der Unterseite des
Basisteils verklebt. Die Seitenwände 11 sind als Sandwichplatte ausgebildet, die einen
Schaumstoffkern aufweist, der zumindest an seiner dem Aufnahmeraum 8 zugewandten Innenfläche
und an seiner Unterseite mit einer ein Glasfaservlies aufweisenden, mineralischen
Putzträgerschicht beschichtet ist. Dabei ist die Putzträgerschicht über eine intumeszierende
Klebstoffschicht vollflächig mit dem Schaumstoffkern verklebt.
[0044] Im Übrigen entsprechen die in den Fig. 7 bis 9 gezeigten Ausführungsbeispielen den
in Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispielen, so dass die Beschreibung der Fig.
1 bis 3 für die Fig. 7 bis 9 entsprechend gilt.
1. Aufnahmeelement (1) für eine Beschattungseinrichtung, insbesondere für eine Jalousie
(2), welches Aufnahmeelement (1) derart als Formkörper ausgestaltet ist, dass es in
eine an der Außenseite eines Gebäudes (3) anbringbare Dämmstoffschicht (4) integrierbar
ist, wobei der Formkörper ein in seiner Montagestellung sich in horizontaler Richtung
erstreckendes Basisteil und eine L-förmig damit verbundene Außenwand (7) aufweist,
die von dem Basisteil derart nach unten hin absteht, dass das Basisteil und die Außenwand
einen nach unten offenen, sich entlang des Basisteils erstreckenden Aufhahmeraum (8)
begrenzen, der zumindest einen Teil der Beschattungseinrichtung aufzunehmen vermag,
wobei das Basisteil einen Dämmstoffkörper (6) und eine in diesen integrierte Aussteifung
(12) aufweist, die sich derart am oberen Rand des Aufhahmeraums (8) in Längserstreckungsrichtung
des Aufnahmeraums (8) erstreckt, dass die Beschattungseinrichtung an der Aussteifung
(12) befestigbar ist, wobei die Aussteifung (12) einen in den Dämmstoffkörper (6)
eingelassenen ersten Schenkel (1 3) und einen in den Dämmstoffkörper (6) eingelassenen
zweiten Schenkel (14) aufweist, die parallel zueinander angeordnet sind und an ihrem
unteren Ende durch einen an den Aufnahmeraum (8) angrenzenden Quersteg (15) U-förmig
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (1 3) in vertikale Richtung eine größere Abmessung aufweist als
der zweite Schenkel (14) und mit einem Überstandsbereich (16) über diesen übersteht.
2. Aufnahmeelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstandsbereich (16) des ersten Schenkels (1 3) um mindestens 1 cm, insbesondere
um mindestens 1,5 cm, gegebenenfalls um mindestens 2 cm und bevorzugt um mindestens
2,5 cm über den zweiten Schenkel (14) übersteht.
3. Aufnahmeelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (1 3) der Aussteifung weiter von der Außenwand (7) des Aufnahmeelements
(1) beabstandet ist als der zweite Schenkel (14).
4. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (1 3) zumindest in seinem Überstandsbereich (16) eine Perforation
aufweist und/oder lokale Materialschwächungen hat, die über die Fläche, in der sich
der Überstandsbereich (16) erstreckt, verteilt angeordnet sind.
5. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussteifung (12) in einer quer zu ihrer Längserstreckung aufgespannten Vertikalebene
eine geringere horizontale Breite aufweist als der Aufnahmeraum (8) und von der Außenwand
(7) beabstandet ist.
6. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper eine parallel zu der Außenwand (7) angeordnete, von dem Basisteil
nach unten hin abstehende, vorzugsweise von der Aussteifung (12) beabstandete Innenwand
(24) aufweist, und dass der Aufnahmeraum (8) zwischen der Außenwand (7) und der Innenwand
(24) angeordnet ist.
7. Aufnahmeelement (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmstoffkörper (6) derart zwischen der Innenwand (24) und der Außenwand (7)
angeordnet ist, dass die Innenwand (24) und die Außerwand (7) den Dämmstoffkörper
(6) überdecken.
8. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (7) über das von dem Aufnahmeraum (8) abgewandte obere Ende des Basisteils
übersteht.
9. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (24) des Aufnahmeelements (1) und/oder die Außenwand (7) des Aufnahmeelements
(1) durch eine Sandwichplatte gebildet ist, die einen Schaumstoffkern aufweist, der
zumindest an seiner dem Aufnahmeraum (8) abgewandten Oberfläche, an seiner dem Aufhahmeraum
(8) zugewandten Oberfläche, und an seiner in der Montagestellung nach unten weisenden
Oberfläche mit einer vorzugsweise ein Glasfaservlies aufweisenden, mineralischen Putzträgerschicht
beschichtet sind, die jeweils über eine intumeszierende Klebstoffschicht vollflächig
mit dem Schaumstoffkern verklebt ist.
10. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der in Montagestellung unten an der Außenwand (7) angeordneten, dem Aufnahmeraum
(8) abgewandten Außenkante der Außenwand (7) ein Putzanschlussprofil (19) angeordnet
ist, das mit einem die dem Aufnahmeraum (8) abgewandte Außenfläche der Außenwand (7)
überdeckenden Gewebelappen (20) verbunden ist.
11. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Aufnahmeraum (8) abgewandten Außenfläche der Außenwand (7) in Höhe des
Überstandsbereichs (16) mindestens eine Markierung (18) für eine Stelle zum Einbringen
einer normal zu der von der Außenwand (7) aufgespannten Ebene verlaufenden Bohrung
in das Aufnahmeelement (1) vorgesehen, die oberhalb des zweiten Schenkels (14) angeordnet
ist, den Überstandsbereich (16) durchsetzt und zum Einsetzen eines WDVS-Dübels (22)
dient.
12. Verfahren zum Befestigen eines Aufnahmeelements (1) für eine Beschattungseinrichtung
an der Außenseite eines Gebäudes (3), dadurch gekennzeichnet, dass ein Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 bereitgestellt und derart
an einer Montagefläche des Gebäudes (3) positioniert wird, dass sich das Basisteil
in horizontale Richtung erstreckt, die mit dem Basisteil verbundene Außenwand (7)
nach unten hin von dem Basisteil absteht und der Aufnahmeraum (8) für die Beschattungseinrichtung
zwischen der Außenwand (7) und der Montagefläche oder deren gerader Verlängerung angeordnet
ist, dass quer zu der Ebene, in der sich die Außenwand (7) erstreckt durch das Aufnahmeelement
(1) hindurch mindestens ein WDVS-Dübel (22) oder dergleichen stabförmiges Verankerungselement
derart in das Gebäude (3) eingebracht und an diesem verankert wird, dass der WDVS-Dübel
(22) oder das Verankerungselement oberhalb des zweiten Schenkels (14) angeordnet ist
und den Überstandsbereich (16) des ersten Schenkels (1 3) durchsetzt.
13. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Positionieren des Aufnahmeelements (1) an der Montagefläche des Gebäudes
(3) mindestens eine, den Überstandsbereich (16) quer zu der von der Außenwand (7)
aufgespannten Ebene durchsetzende, oberhalb des zweiten Schenkels (14) verlaufende
Bohrung durch das Aufnahmeelement (1) hindurch in das Gebäude (3) eingebracht wird,
und dass in diese Bohrung der WDVD-Dübel (22) oder das stabförmige Verankerungselement
eingesetzt und am Gebäude (3) verankert wird.