[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochfeld für eine Arbeitsfläche einer Küche, welches in
einer in der Arbeitsplatte vorgesehenen Aussparung eingelassen ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass in sog. Küchenarbeitsflächen Aussparungen
vorgesehen sind, in denen beispielsweise ein Kochfeld eingelassen ist, welches aus
einem Ceranfeld mit Induktionskochfeldern besteht. Das Kochfeld liegt hierbei bündig
in der Arbeitsplattenfläche, wobei die Bedienelemente entweder im Bereich des Ceranfeldes
als Touch oder aber auch unterhalb des Ceranfeldes im Korpusbereich vorgesehen sein
können. So bildet die Arbeitsplatte die Arbeitsfläche in der Küche, in die zumindest
Spülbecken und Kochfelder als Arbeitsbereiche eingelassen sind.
[0003] Die Oberfläche eines Glaskeramikkochfeldes, auch Cerankochfeld genannt, wird dagegen
durch eine Glaskeramik gebildet, die die Heizenergie der Kochstelle nahezu ohne Wärmeverlust
an das Kochgefäß lässt und dabei kaum Wärme zu den Seiten ableitet. Eine solche Glaskeramikoberfläche
ist jedoch sehr empfindlich gegenüber mechanischen Belastungen in der Küche und Küchenpraxis.
Trotz sachgerechter Handhabung können bereits durch kleine Sandkörner tiefe Kratzer
auf der Oberfläche der Glaskeramik entstehen. Um einen schonenden Umgang mit dem Kochfeld
bereitzustellen, ist aus der
DE 20 2012 102 534 U1 eine Schutzklappe für eine Arbeitsplatte bekannt, mit der das begrenzte in der Arbeitsfläche
eingelassene Kochfeld abgedeckt werden kann, um so das empfindliche Glaskeramikkochfeld
zu schützen.
[0004] Als nachteilig bei den bekannten Ausführungen wird es angesehen, dass das in der
Arbeitfläche vorgehaltene Kochfeld von einer auftragenden Abdeckung geschützt wird,
die die Nutzfläche der Arbeitsplatte einschränkt. Zudem weist das abgedeckte Kochfeld
eine begrenzte Kochnutzfläche auf.
[0005] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Kochfeld für eine Arbeitsfläche
einer Küche derart weiterzubilden, welches einerseits eine Abdeckung des Kochfeldes
ermöglicht, die nicht störend in der Arbeitsfläche ist, wobei das begrenzte Kochfeld
vergrößerbar ausgebildet ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird dieses Problem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen.
[0007] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen darin, dass das erfindungsgemäße
Kochfeld eine bessere Nutzung der Küchenarbeitsfläche durch eine in der Arbeitsplatte
eingelassene Kochmulde zulässt. Die Kochmulde kann anhand einer Klappvorrichtung in
die Arbeitsplatte bündig versenkt werden und ist somit abgedeckt. Ferner ist mit der
Klappvorrichtung je nach Größe eine Erweiterung der Kochzonen von vier auf acht Kochfelder
möglich.
[0008] Die besonderen Vorteile der Erfindung sind somit zusätzliche Nutzung der Arbeitsfläche
in der Küche, wobei das Kochfeld in der Arbeitsfläche verschwinden kann und somit
nicht mehr sichtbar ist, wenn es nicht gebraucht wird. Die erfindungsgemäße Abdeckung
des Ceranfeldes bzw. Induktionsfeldes stellt somit auch den geforderten Kratzschutz
bereit. Weiterhin ergeben sich Vorteile für Kleinküchen, wobei durch einfaches Verschwenken
der Klappelemente eine Erweiterung der Kochfelder gegeben ist. Zudem ergibt sich für
das erfindungsgemäße Kochfeld ein besonderer Vorteil dadurch, dass bereits Dunstabzugshauben
vorhanden sind, die in der Arbeitsfläche versenkt werden können, so dass in Verbindung
mit dem versenkbaren Kochfeld eine sog. Kochstelle in der Küchenarbeitsfläche verschwinden
kann.
[0009] Gemäß der Erfindung wird somit merkmalsgemäß vorgeschlagen, dass das Kochfeld in
eine in der Aussparung der Arbeitsplatte angeordnete Wanne versenkbar angeordnet ist,
wobei mittels eines Klappelementes die Kochfeldfläche erweiterbar ist. Nach einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist das Kochfeld mittels einer Klappeinrichtung
in die Wanne versenkbar. Die Klappeinrichtung als solches liegt im eingeschwenkten
Zustand bündig zu der Arbeitsfläche in der Wanne. Die Klappeinrichtung als solches
umfasst hierbei wenigstens ein Klappelement. Das Klappelement ist zur Verdoppelung
des Kochfeldes mit zusätzlichen Kochzonen versehen.
[0010] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung wirkt das Klappelement mit einer
Hebevorrichtung für das Kochfeld zusammen. In Weiterbildung besteht die Hebevorrichtung
für das Kochfeld aus in der Arbeitsfläche im Korpus oder der Wanne gelagerten Winkel-
oder Bogensegmenten, die insbesondere beim Aufschwenkvorgang das in der Wanne eingelassene
Kochfeld anheben oder das Kochfeld beim Zurückschwenken wieder versenken.
[0011] Dabei nimmt das Klappelement mit den Kochzonen im aufgeschwenkten Zustand eine bündige
Lage mit dem aus der Wanne angehobenen Kochfeld ein. Somit ergibt sich insbesondere
eine bündige Kochfläche mit entsprechend verdoppelten Kochzonen.
[0012] In Weiterbildung besteht die Klappeinrichtung aus zwei Klappsegmenten, die mit den
Längsseiten des versenkbaren Kochfeldes in Wirkverbindung stehen. Um insbesondere
eine Reinigung des Kochfeldes vorzusehen, ist das Kochfeld mittels an einem der Querseiten
der Wanne vorgesehenen Scharnieren aus der Wanne herausschwenkbar. Somit kann auch
das Kochfeld von unten gereinigt werden bzw. die Wanne. An den Klappelementen und
an dem versenkbaren Kochfeld sind Bedienelemente vorgesehen, so dass jede Kochzone
auf den einzelnen Bereichen des Kochfeldes bedienbar ausgestaltet ist.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der einzigen Figur rein schematisch
dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben.
[0014] Hierbei zeigt die einzige Figur das erfindungsgemäße Kochfeld mit einem ausgeschwenkten
Klappsegment und einem teilweise eingeschwenkten Klappsegment.
[0015] Die einzige Figur zeigt ein Kochfeld 1 für eine Arbeitsfläche 2 einer nicht näher
dargestellten Küche. Das dargestellte Kochfeld 1 ist in einer in der Arbeitsplatte
3 vorgesehenen Aussparung 4 eingelassen und hierbei in eine in der Aussparung 4 der
Arbeitsplatte 3 angeordneten Wanne 5 versenkbar angeordnet. Die Kochfeldfläche 6 lässt
sich mittels eines Klappelementes 7 vergrößern. Das Kochfeld 1 ist hierbei mittels
einer die Klappelemente 7.1 und 7.2 umfassenden Klappeinrichtung 8 in die Wanne 5
versenkbar angeordnet, wobei die Klappeinrichtung 8 im eingeschwenkten Zustand bündig
mit der Fläche der Arbeitsplatte 3 in der Wanne 5 liegt. Die Klappeinrichtung 8 umfasst
hierbei wenigstens ein Klappelement 6.1 wobei zur Verdoppelung der Kochfeldfläche
7 dies mit zusätzlichen Kochzonen 9 versehen ist.
[0016] Die Klappelemente 7.1 und 7.2 wirken hierbei mit einer Hebeeinrichtung 10 für das
Kochfeld 1 zusammen. Die Hebevorrichtung 10 für das Kochfeld 1 besteht aus in der
Arbeitsfläche 2 im Korpus oder an der Wanne 5 gelagerten Winkel- oder Bogenelementen
12. Dabei nimmt das Klappelement 7.1 und 7.2 mit den Kochzonen 9 im aufgeschwenkten
Zustand eine bündige Lage mit dem aus der Wanne 5 angehobenem Kochfeld 1 ein.
[0017] Die Klappeinrichtung 8 als solches besteht aus den zwei Klappelementen 7.1 und 7.2,
die mit den Längsseiten des versenkbaren Kochfeldes 1 in Wirkverbindung stehen, wie
dies insbesondere in der Figur zu erkennen ist. Das Kochfeld 1 ist hierbei mittels
an einem der Querseiten 12 der Wanne 5 vorgesehenen Scharnieren 13 aus der Wanne 5
schwenkbar angeordnet. Dies bringt den Vorteil, dass die gesamte Kocheinrichtung hier
zusammen aus der Wanne 5 herausgehoben werden kann, um so im unteren Bereich des Kochfeldes
1 eine Reinigung vorzunehmen. Wie aus der einzigen Figur ersichtlich sind an den Klappelementen
7.1 und 7.2 und an dem versenkbaren Kochfeld 1 Bedienelemente 14 angeordnet.
Bezugszeichenliste:
[0018]
- 01
- Kochfeld
- 02
- Arbeitsfläche
- 03
- Arbeitsplatte
- 04
- Aussparung
- 05
- Wanne
- 06
- Kochfeldfläche
- 07
- Klappelement 7.1, 7.2
- 08
- Klappeinrichtung
- 09
- Kochzonen
- 10
- Hebeeinrichtung
- 11
- Winkel- oder Bogenelemente
- 12
- Querseite
- 13
- Scharnier
- 14
- Bedienelemente
1. Kochfeld (1) für eine Arbeitsfläche (2) einer Küche, welches in einer in der Arbeitsplatte
(3) vorgesehenen Aussparung (4) eingelassen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kochfeld (1) in eine in der Aussparung (4) der Arbeitspatte (3) angeordneten
Wanne (5) versenkbar angeordnet ist, wobei zumindest mittels eines Klappelementes
(7.1, 7.2) die Kochfeldfläche (6) erweiterbar ist.
2. Kochfeld nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kochfeld (1) mittels einer Klappeinrichtung (8) in die Wanne (5) versenkbar ist.
3. Kochfeld nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappeinrichtung (8) im eingeschwenkten Zustand bündig mit der Fläche der Arbeitsplatte
(3) in der Wanne (5) liegt.
4. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappeinrichtung (8) wenigstens ein Klappelement (7.1, oder 7,2) umfasst.
5. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klappelement (7.1, 7.2) zur Verdoppelung des Kochfeldes (1) mit zusätzlichen
Kochzonen (9) versehen ist.
6. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Klappelement (7.1, 7.2) mit einer Hebeeinrichtung (10) für das Kochfeld (1) zusammenwirkt.
7. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hebeeinrichtung (10) für das Kochfeld (1) aus in der Arbeitsfläche (2), im Korpus
oder der Wanne (5) gelagerten Winkel- oder Bogenelementen (11) besteht.
8. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappelemente (7.1) und (7.2) mit den Kochzonen (9) im aufgeschwenkten Zustand
eine bündig Lage mit dem aus der Wanne (5) angehobenen Kochfeld (1) einnehmen.
9. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappeinrichtung (8) aus zwei Klappsegmenten (7.1) und (7,2) besteht, die mit
den Längseiten des versenkbaren Kochfeldes (1) in Wirkverbindung stehen.
10. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kochfeld (1) mittels an einem der Querseiten (12) der Wanne (5) vorgesehenen
Scharnieren (13) aus der Wanne (5) schwenkbar angeordnet ist
11. Kochfeld nach den Ansprüchen 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Klappelementen (7.1, 7.2) und an dem versenkbarem Kochfeld (1) Bedienelemente
(14) angeordnet sind.