[0001] Die Erfindung betrifft eine Phasenschiene gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bekannt, beispielweise aus der
EP 1 667 286 A2, sind Phasenschienen mit einem isolierenden Gehäuse und wenigstens einer in dem isolierenden
Gehäuse angeordneten elektrisch leitenden Polschiene, an welcher wenigstens zwei Anschlussfahnen
angeordnet sind, welchem mit einem Anschlussbereich aus dem isolierenden Gehäuse herausgeführt
sind. An den Anschlussbereichen der Anschlussfahnen werden üblicherweise Geräte angeschlossen.
Dies geschieht in der Regel mittels eines Schraubklemmkontakts, wobei es somit erforderlich
ist, zum Anschluss an jeder einzelnen anzuschließenden Anschlussfahne eine Schraube
festzudrehen und zum Lösen der vollständigen Phasenschiene an jeder einzelnen angeschlossenen
Anschlussfahne die entsprechende Schraube wieder zu lösen.
Neben den bekannten Schraubklemmkontakten sind auch Federklemmkontakte bekannt, in
welche ein elektrischer Leiter, beispielsweise ein Kabel mit seinem abisolierten Ende,
gegen die Kraft einer Feder einschiebbar ist und durch die Federkraft in dem Federklemmkontakt
sowohl elektrisch leitend kontaktiert als auch mechanisch fixiert ist. Soll der elektrische
Leiter aus dem Federklemmkontakt wieder gelöst werden, ist es erforderlich, die Feder
gegen die Federkraft derart auszulenken, dass der elektrische Leiter freigegeben wird
und aus dem Federklemmkontakt abgezogen werden kann. Dazu kann entweder ein separater
Schraubendreher verwendet werden, welcher durch eine Öffnung in dem Gehäuse des Federklemmkontaktes
derart eingeführt wird, dass die Feder gegen die Federkraft verschwenkt wird und den
elektrischen Leiter freigibt. Alternativ kann auch an dem Gehäuse des Federklemmkontakts
ein entsprechendes Betätigungselement angeordnet sein, das bei Betätigung die Klemmfeder
derart verschwenkt, dass der geklemmte elektrische Leiter wieder freigegeben wird.
[0003] Phasenschienen weisen wenigstens zwei, in der Regel mehrere, insbesondere deutlich
mehr als zwei, starre Anschlussfahnen auf. Wünschenswert ist es, auch eine Phasenschiene
an Federklemmkontakten anschließen zu können, da die Montage deutlich einfacher erfolgen
könnte, wenn nicht für jede einzelne Anschlussfahne eine Schraube zur elektrischen
Kontaktierung und mechanischen Fixierung angezogen werden muss. Problematisch ist
bislang, dass eine Phasenschiene zwar mit den mehreren Anschlussfahnen in mehrere
entsprechende Federklemmkontakte eingeschoben werden kann und die Anschlussfahnen
durch die in den Federklemmkontakten angeordneten Federn auch sowohl elektrisch leitend
kontaktiert als auch mechanisch fixiert werden können. Allerdings ist es kaum möglich,
eine derartige Phasenschiene aus den mehreren Federklemmkontakten wieder zu lösen,
da es dazu nötig ist, sämtliche Federn gleichzeitig gegen ihre Federkraft auszulenken,
sodass sämtliche eingeklemmte Anschlussfahnen gleichzeitig freigegeben werden und
dann abgezogen werden können. Dazu müsste der Benutzer jedoch beispielsweise mindestens
zwei, insbesondere jedoch deutlich mehr als zwei, Schraubendreher in die entsprechenden
Betätigungsöffnungen einführen, was einem einzelnen Benutzer mit zwei Händen nicht
möglich ist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Phasenschiene derart weiterzubilden,
dass sie auch in Verbindung mit Federklemmkontakten verwendbar ist, insbesondere an
diese angeschlossen und einfach von diesen wieder gelöst werden kann.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Phasenschiene mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0007] Die erfindungsgemäße Phasenschiene mit einem isolierenden Gehäuse und wenigstens
einer in dem isolierenden Gehäuse angeordneten elektrisch leitenden Polschiene, an
welcher wenigstens zwei Anschlussfahnen, vorzugsweise mehrere Anschlussfahnen, angeordnet
sind, welche mit einem Anschlussbereich aus dem isolierenden Gehäuse herausgeführt
sind, zeichnet sich dadurch aus, dass für jede der Anschlussfahnen ein Lösemittel
an der Phasenschiene angeordnet ist, welches zwischen einer neutralen Position und
einer Löseposition bewegbar ist, und dass an dem Gehäuse ein Betätigungselement angeordnet
ist, mittels welchem bei Betätigung die Lösemittel aus der neutralen Position in die
Löseposition überführbar sind.
[0008] Mittels der Lösemittel sind in der Löseposition Klemmfedern von Federklemmkontakten
derart auslenkbar, dass die Anschlussfahne aus dem entsprechenden Federklemmkontakt
abgezogen werden kann. Dazu greifen insbesondere die Lösemittel in der Löseposition
entsprechend in die Federklemmkontakte, in welche die Anschlussfahnen der Phasenschiene
eingeschoben sind, ein. In der neutralen Position haben die Lösemittel keinen Einfluss
auf den klemmenden Anschluss der Anschlussfahnen in dem Federklemmkontakt.
[0009] Die grundlegende Idee der Erfindung besteht somit darin, Lösemittel zum Lösen eines
Klemmfeder-Anschlusses statt an dem Federklemmkontakt an der Phasenschiene selbst
anzuordnen. Ein weiterer grundlegender Gedanke der Erfindung liegt darin, ein Betätigungselement
vorzusehen, mittels welchem die Lösemittel aus der neutralen Position in die Löseposition
überführbar sind, sodass bei Betätigung des Betätigungselementes die klemmenden Anschlüsse
vorzugsweise aller Anschlussfahnen der Phasenschiene gelöst werden können, sodass
die Phasenschiene aus den mehreren Federklemmkontakten abgezogen werden kann.
[0010] Vorteilhafterweise weisen die Lösemittel jeweils einen keilförmigen Abschnitt auf,
welcher nach Art eines Schraubendrehers in den Federklemmkontakt in die Löseposition
einschiebbar ist, um die Klemmfeder gegen ihre Federkraft aus der klemmenden Position
derart herauszubewegen, dass ein eingeklemmter elektrischer Leiter, insbesondere die
entsprechende Anschlussfahne, freigegeben wird.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Lösemittel parallel
zur Längsrichtung der zugehörigen Anschlussfahne bewegbar an dem Gehäuse gelagert.
Dies kann eine gute Kraftübertragung der Betätigung des Betätigungselementes auf die
Bewegung der Lösemittel ermöglichen.
[0012] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind bei Betätigung
des Betätigungselementes alle Lösemittel gleichzeitig aus der neutralen Position in
die Löseposition überführbar. Dadurch wird es ermöglicht, mit einem einzigen Betätigungselement
gleichzeitig die klemmenden Anschlüsse an allen Anschlussfahnen zu lösen und anschließend
die Phasenschiene abzuziehen.
[0013] Vorteilhafterweise ist das Betätigungselement gegen die Kraft eines Rückstellmittels
betätigbar. Dadurch wird ermöglicht, dass nach Betätigung des Betätigungselementes
das Betätigungselement wieder in die ursprüngliche Position zurückgeführt wird, in
welcher insbesondere auch die Lösemittel sich wieder in der neutralen Position befinden,
um sicherzustellen, dass die Phasenschiene anschließend erneut an Federklemmkontakte
anschließbar ist. Das Rückstellmittel kann beispielsweise als Federelement ausgebildet
sein.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Betätigungselement
als Schieber oder als Kipphebel ausgebildet ist, wodurch eine besonders benutzerfreundliche
Bedienung ermöglicht wird.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Phasenschiene
ein Rastelement aufweist, welches derart angeordnet ist, dass es mit einem an einem
an der Phasenschiene anzuschließenden Gerät angeordneten Geräte-Rastelement bei Anschluss
des Gerätes an der Phasenschiene zusammenwirkt. Ein derartiges Rastelement stellt
eine zusätzlich mechanische Fixierung zwischen der Phasenschiene und dem anzuschließenden
Gerät bereit, um die Phasenschiene gegen Verschiebungen relativ zu den anzuschließenden
Geräten zu sichern.
Das Rastelement ist vorteilhafterweise an dem Gehäuse der Phasenschiene oder an dem
Betätigungselement der Phasenschiene angeordnet.
[0014] Erfindungsgemäß sind mittels des Betätigungselementes sowohl die Lösemittel aus der
neutralen Position in die Löseposition überführbar als auch die Rastverbindung zwischen
dem Rastelement und der Phasenschiene und dem Geräte-Rastelement, vorzugsweise gleichzeitig,
lösbar. Dadurch wird ermöglicht, mit einer einzigen Betätigung sämtliche mechanischen
Fixierungen zwischen der Phasenschiene und den angeschlossenen Geräten, welche insbesondere
die Federklemmkontakte aufweisen, zu lösen und die Phasenschiene auf einfache Art
und Weise abziehen zu können.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren ausführlich
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Phasenschiene,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die in Figur 1 dargestellte Phasenschiene mit den Lösemitteln
in der neutralen Position und
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die Phasenschiene gemäß Figur 1 mit den Lösemitteln in der Löseposition.
[0016] Die Figuren 1 bis 3 zeigen verschiedene Ansichten einer Phasenschiene 10, welche
ein isolierendes Gehäuse 20 aufweist. Zur besseren Übersicht sind nicht sämtliche
Bezugszeichen in jeder der Figuren angegeben.
[0017] Das isolierende Gehäuse 20 weist eine Bodenwand 21a, zwei gegenüberliegende, im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnete Seitenwände 21b, 21c, zwei gegenüberliegende, im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnete Stirnwände 21d, 21e und eine der Bodenwand 21a gegenüberliegende,
im Wesentlichen parallel zu dieser angeordnete Deckwand 21f auf. Das Gehäuse 20 kann
aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. Beispielsweise kann ein Teil die Bodenwand
21a umfassen, während ein zweites Teil die beiden Seitenwände 21b, 21c und die Deckwand
21f umfasst, wobei diese beiden Teile ineinander steckbar sind. Diese beiden Teile
können beispielsweise als Strang-Pressprofil aus isolierendem Material gefertigt sein.
Die Stirnwände 21d, 21e können anschließend auf die offenen Flächen der ineinandergesteckten
Teile aufgesetzt werden.
[0018] In dem Gehäuse 20 ist mindestens eine Polschiene 30, vorzugsweise mehrere Polschienen,
beispielsweise zwei, drei oder vier Polschienen, angeordnet. Mehrere Polschienen können
durch in dem Gehäuse 20 angeordnete isolierende Stege 25a einerseits gegeneinander
isoliert und andererseits in ihrer Position fixiert werden. Auch bei nur einer in
dem Gehäuse 20 angeordneten Polschiene 30 kann diese mittels des Stegs 25a in ihrer
Position fixiert werden.
[0019] Die Polschiene 30 ist aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt und beispielsweise
als langgestrecktes, im Wesentlichen rechteckiges Element ausgebildet, deren Längsrichtung
beispielsweise in den Figuren 2 und 3 senkrecht zur Papierebene verläuft. An der Polschiene
30 sind in Längsrichtung der Polschiene 30 beabstandet mindestens zwei, vorzugsweise
mehrere, in dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen beispielsweise
sechs, Anschlussfahnen 32 angeordnet. Die Anschlussfahnen 32 können einstückig an
der Polschiene 30 angeordnet sein. Die Anschlussfahnen 32 sind ebenfalls aus elektrisch
leitendem Material gefertigt und können beispielsweise im Wesentlichen eine rechteckige
langgestreckte Form mit einer Längsrichtung aufweisen, wobei die Längsrichtung insbesondere
im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Polschiene 30 verläuft. Die Anschlussfahnen
32 sind bevorzugt derart an der Polschiene 30 angeordnet, dass sie mit ihrem Anschlussbereich
34 im Wesentlichen in einer Ebene liegen. Wenn mehrere Polschienen in dem Gehäuse
20 angeordnet sind, können die an unterschiedlichen Polschienen 30 angeordneten Anschlussfahnen
34 vorteilhafterweise derart abgekröpft sein, dass die Anschlussbereiche 34 sämtlicher
Anschlussfahnen 32 in einer Ebene angeordnet sind. Die Anschlussbereiche 34 der Anschlussfahnen
32 sind durch in der Deckwand 21f des Gehäuses 20 angeordnete Öffnungen 22 aus dem
Gehäuse 20 herausgeführt.
[0020] In den Figuren 2 und 3 ist schematisch ein Ausschnitt aus einem Gerät 70 dargestellt,
welches an die Phasenschiene 10 angeschlossen werden soll. Dabei ist insbesondere
der Ausschnitt des Kontaktes des Geräts 70 dargestellt, welcher als Federklemmkontakt
ausgebildet ist. Der Federklemmkontakt weist eine Klemmfeder 72 mit einem Federschenkel
72a und einem Befestigungsabschnitt 72b auf. Weiterhin weist der Federklemmkontakt
des Gerätes 70 eine Einführöffnung 74 auf, in welche der anzuschließende elektrische
Leiter, vorliegend eine der Anschlussfahnen 32, einführbar ist. Die Klemmfeder 72
ist derart angeordnet, dass der Federschenkel 72a in den Bereich der Einführöffnung
74 hineinragt. Der Befestigungsabschnitt 72b ist in dem Federklemmkontakt geeignet
festgelegt. In der Regel erfolgt über den Befestigungsabschnitt 72b die elektrisch
leitende Verbindung in das Gerät 70.
[0021] In Figur 2 ist dargestellt, dass eine der Anschlussfahnen 32 der Phasenschiene 10
in die Einführöffnung 74 des Federklemmkontakts des Geräts 70 eingeführt wurde. Der
Federschenkel 72a der Klemmfeder 72 liegt an der Anschlussfahne 32 an und stellt damit
die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Klemmfeder 72 und der Anschlussfahne
32 her. In der Regel wird durch diese Federbeaufschlagung die Anschlussfahne 32 auch
in der Einführöffnung 74 mechanisch gegen Herausziehen fixiert.
[0022] Um den in die Einführöffnung 74 eingeführten elektrischen Leiter, vorliegend die
Anschlussfahne 32, von dem Gerät 70 wieder lösen zu können, muss der Federschenkel
72a gegen seine Federkraft derart verschwenkt werden, dass er den in die Einführöffnung
74 eingeführten elektrischen Leiter wieder freigibt.
[0023] Die erfindungsgemäße Phasenschiene 10 weist dazu ein an dem Gehäuse 20 angeordnetes
Lösemittel 40 auf. Das Lösemittel 40 weist eine Anschlagfläche 44 auf, welche insbesondere
innerhalb des Gehäuses 20 gelagert ist. An der Anschlagfläche 44 ist ein keilförmiger
Abschnitt 42 angeordnet, welcher durch eine Öffnung 23 aus dem Gehäuse 20 herausgeführt
ist. Das Lösemittel 40 ist an dem Gehäuse 20 bewegbar gelagert, insbesondere zwischen
einer neutralen Position (vergleiche insbesondere Figur 2) und einer Löseposition
(vergleiche insbesondere Figur 3). Die Bewegung des Lösemittels 40 erfolgt vorzugsweise
parallel zur Längsrichtung der Anschlussfahnen 32. Gemäß einer Ausführungsform ist
pro Anschlussfahne 32 jeweils ein Lösemittel 40 vorgesehen. Das Lösemittel 40 ist
derart relativ zu der Anschlussfahne 32 angeordnet, dass bei Anschließen der Anschlussfahne
32 an dem Gerät 70, wobei die Anschlussfahne 32 in die Einführöffnung 74 eingeführt
wird, der keilförmige Abschnitt 42 vor einer Betätigungsöffnung 76 des Federklemmkontakts
des Geräts 70 zu liegen kommt oder bereits teilweise in diese eingeführt wird. In
der neutralen Position hat das Lösemittel 40 jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf
die klemmende Verbindung zwischen dem Federschenkel 72a der Klemmfeder 72 und der
Anschlussfahne 32 (vergleiche Figur 2).
[0024] An der Phasenschiene 10 ist ein Betätigungselement 50 angeordnet, mit welchem das
Lösemittel 40 aus der neutralen Position in die Löseposition überführbar ist. Bei
Überführen des Lösemittels 40 aus der neutralen Position in die Löseposition wird
gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der keilförmige Abschnitt 42 derart weit
in die Betätigungsöffnung 76 hineingeschoben, dass er den Federschenkel 72a gegen
die Kraft der Klemmfeder 72 derart auslenkt, dass der Federschenkel 72a die Anschlussfahne
32 freigibt (vergleiche Figur 3). Damit ist ein Abziehen der Anschlussfahne 32 aus
dem Gerät 70 mit dem Federklemmkontakt möglich. Ein Herausschieben des Lösemittels
40 aus dem Gehäuse 20 wird dabei dadurch verhindert, dass die Anschlagfläche 44 an
einer Anschlagkante oder Anschlagfläche des Gehäuses 20, beispielsweise der Deckwand
21f, anschlägt.
[0025] Insbesondere überführt das Betätigungselement 50 sämtliche an der Phasenschiene 10
angeordnete Lösemittel 40 vorteilhafterweise gleichzeitig aus der neutralen Position
in die Löseposition, sodass auch bei Anschluss von mehreren Geräten 70 an der Phasenschiene
10, beispielsweise von sechs verschiedenen Geräten 70 an den sechs verschiedenen Anschlussfahnen
32, ein Abziehen der Phasenschiene 10 aus sämtlichen Geräten 70 auf einfache Art und
Weise möglich ist, sobald das Betätigungselement 50 betätigt wird.
[0026] Das Betätigungselement 50 kann im Querschnitt etwa T-förmig ausgebildet sein. Das
Betätigungselement 50 weist beispielsweise eine Betätigungsfläche 52 und eine etwa
im rechten Winkel dazu angeordnete Druckfläche 54 auf. Die Betätigungsfläche 52 ist
außerhalb des Gehäuses 20 angeordnet und kann sich über nahezu die gesamte Länge der
Phasenschiene 10 erstrecken. Die Druckfläche 54 kann sich in einer Ausführungsform
ebenfalls über nahezu die gesamte Länge der Phasenschiene 10 erstrecken und gleichzeitig
alle Lösemittel 40 beaufschlagen. Es ist jedoch alternativ auch möglich, dass für
jede der Anschlussfahnen 32 eine einzelne Druckfläche 54 an dem Betätigungselement
50 angeordnet ist. Die Druckfläche 54 ist durch eine Öffnung 24 aus dem Inneren des
Gehäuses 20 auf die Außenseite geführt. Die Öffnung 24 ist insbesondere in einer der
Seitenwände, beispielsweise der Seitenwand 21c, angeordnet. Die Betätigungsfläche
52 kann im Wesentlichen parallel zur Seitenwand 21c angeordnet sein. Die Betätigungsfläche
52 kann eine oder mehrere Rillen 58 aufweisen, um eine bessere Griffsicherheit zu
ermöglichen.
[0027] Das Betätigungselement 50 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kipphebel ausgebildet
und insbesondere in der Öffnung 24 kippbar angeordnet. Bei Druck auf die Betätigungsfläche
52 kippt das von der Betätigungsfläche 52 abgewandte Ende der Druckfläche 54 und übt
damit einen Druck auf das Lösemittel 40 derart aus, dass es von der neutralen Position
in die Löseposition überführt wird. Insbesondere wird das freie Ende der Druckfläche
54 auf die Deckwand 21f zubewegt und schiebt das Lösemittel 40 mit dem keilförmigen
Abschnitt 42 durch die Öffnung 23 teilweise aus dem Gehäuse 20 heraus und weiter in
die Einführöffnung 74 des Gerätes 70 hinein.
[0028] Das Betätigungselement 50 kann einen Rückstellmechanismus aufweisen. Beispielsweise
kann bei Betätigung des Betätigungselementes 50 ein Federelement 60 gespannt werden,
welches das Betätigungselement 50 in die Ausgangsposition zurücküberführt, sobald
kein Druck mehr auf die Betätigungsfläche 52 des Bestätigungselementes 50 ausgeübt
wird. Dabei wird insbesondere auch das Lösemittel 40 wieder in die neutrale Position
überführt.
[0029] Um die Fixierung in der Phasenschiene 10 an dem Gerät 70 zu verbessern, kann zwischen
dem Gerät 70 und der Phasenschiene 10 ein Rastmechanismus vorgesehen sein. Beispielsweise
weist das Gerät 70 ein Geräte-Rastelement 78 auf, welches beispielsweise als Rasthaken
ausgebildet ist. An der Phasenschiene 10, beispielsweise dem Betätigungselement 50,
kann ein mit diesem Geräte-Rastelement 78 korrespondierendes Rastelement 56 angeordnet
sein, welches beispielsweise als Rastausnehmung ausgebildet sein kann. Wird das Gerät
70 auf die Phasenschiene 10 aufgesteckt, rastet das Geräte-Rastelement 78 des Gerätes
70 in das Rastelement 56 der Phasenschiene 10 ein (vergleiche Figur 2). Das Rastelement
56 ist insbesondere derart an dem Betätigungselement 50 angeordnet, dass die Rastverbindung
zu dem Geräte-Rastelement 78 gelöst wird, sobald das Betätigungselement 50 betätigt
wird. Damit kann gleichzeitig bei Überführen der Lösemittel 40 aus der neutralen Position
in die Löseposition die Rastverbindung zwischen der Phasenschiene 10 und dem Gerät
70 gelöst werden, sodass die Phasenschiene 10 auf einfache Art und Weise von den Geräten
70 abgezogen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Phasenschiene
- 20
- Gehäuse
- 21a
- Bodenwand
- 21b, 21c
- Seitenwand
- 21d, 21e
- Stirnwand
- 21f
- Deckwand
- 22
- Öffnung
- 23
- Öffnung
- 24
- Öffnung
- 25a
- Steg
- 30
- Polschiene
- 32
- Anschlussfahne
- 34
- Anschlussbereich
- 40
- Lösemittel
- 42
- keilförmiger Abschnitt
- 44
- Anschlagsfläche
- 50
- Betätigungselement
- 52
- Betätigungsfläche
- 54
- Druckfläche
- 56
- Rastelementausnehmung
- 58
- Rille
- 60
- Federelement
- 70
- Gerät
- 72
- Klemmfeder
- 72a
- Federschenkel
- 72b
- Befestigungsabschnitt
- 74
- Einführöffnung
- 76
- Betätigungsöffnung
- 78
- Geräte-Rastelement
1. Phasenschiene (10) mit einem isolierenden Gehäuse (20) und wenigstens einer in dem
isolierenden Gehäuse (20) angeordneten elektrisch leitenden Polschiene (30), an welcher
wenigstens zwei Anschlussfahnen (32) angeordnet sind, welche mit einem Anschlussbereich
(34) aus dem isolierenden Gehäuse (20) herausgeführt sind, wobei die Anschlussfahnen
(32) in Federklemmkontakte eines Gerätes (70)um einen Klemmfeder-Anschluss zu bilden
einschiebbar sind, wobei für jede der Anschlussfahnen (32) ein Lösemittel (40) zum
Lösen des Klemmfeder-Anschlusses an der Phasenschiene (10) angeordnet ist, welches
zwischen einer neutralen Position und einer Löseposition bewegbar ist, und wobei an
dem Gehäuse (20) ein Betätigungselement (50) angeordnet ist, mittels welchem bei Betätigung
die Lösemittel (40) aus der neutralen Position in die Löseposition überführbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Betätigungselements (50) auch eine Rastverbindung zwischen einem Rastelement
(56) der Phasenschiene (10) und einem Geräte-Rastelement (78) des Gerätes (70) lösbar
ist.
2. Phasenschiene (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lösemittel (40) jeweils einen keilförmigen Abschnitt (42) aufweisen.
3. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lösemittel (40) parallel zur Längsrichtung der zugehörigen Anschlussfahne (32)
bewegbar an dem Gehäuse (20) gelagert sind.
4. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei Betätigung des Betätigungselements (50) alle Lösemittel (40) gleichzeitig aus
der neutralen Position in die Löseposition überführbar sind.
5. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungselement (50) gegen die Kraft eines Rückstellmittels betätigbar ist.
6. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rückstellmittel als Federelement (60) ausgebildet ist.
7. Phasenschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungselement (50) als Schieber oder als Kipphebel ausgebildet ist.
8. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an jeder Polschiene (30) mehrere Anschlussfahnen (32) angeordnet sind.
9. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Phasenschiene (10) ein Rastelement (56) aufweist, welches derart angeordnet ist,
dass es mit einem an einem an der Phasenschiene (10) anzuschließenden Gerät (70) angeordneten
Geräte-Rastelement (78) bei Anschluss des Geräts (70) an der Phasenschiene (10) zusammenwirkt.
10. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastelement (56) an dem Gehäuse (20) oder an dem Betätigungselement (50) angeordnet
ist.
11. Phasenschiene (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels des Betätigungselements (50) die Lösemittel (40) aus der neutralen Position
in die Löseposition überführbar sind und gleichzeitig die Rastverbindung zwischen
dem Rastelement (56) der Phasenschiene (10) und dem Geräte-Rastelement (78) lösbar
ist.
1. Phase bar (10) comprising an insulating housing (20) and at least one electrically
conductive pole bar (30) which is arranged in the insulating housing (20) and on which
are arranged at least two terminal lugs (32) which, with a terminal region (34), lead
out of the insulating housing (20), wherein the terminal lugs (32) can be inserted
into spring clamp contacts of a device (70) in order to form a clamping spring connector,
wherein for each of the terminal lugs (32) a releasing means (40) for releasing the
clamping spring connector, which is movable between a neutral position and a release
position, is arranged on the phase bar (10), and wherein an actuating element (50)
is arranged on the housing (20), and by means of this actuating element, upon actuation,
the releasing means (40) can be transferred from the neutral position into the release
position, characterised in that a latching connection between a latching element (56) of the phase bar (10) and a
device latching element (78) of the device (70) can be released by means of the actuating
element (50) .
2. Phase bar (10) according to claim 1, characterised in that the releasing means (40) in each case have a wedge-shaped portion (42).
3. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the release means (40) are mounted movably on the housing (20) parallel to the longitudinal
direction of the associated terminal lug (32).
4. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that upon actuation of the actuating element (50) all releasing means (40) can be simultaneously
transferred from the neutral position into the release position.
5. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the actuating element (50) can be actuated against the force of a restoring means.
6. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the restoring means is designed as a spring element (60).
7. Phase bar according to one of the preceding claims, characterised in that the actuating element (50) is designed as a slider or as a rocking lever.
8. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that a plurality of terminal lugs (32) are arranged on each pole bar (30).
9. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the phase bar (10) has a latching element (56) which is arranged in such a way that
upon connection of the device (70) to the phase bar (10) the latching element interacts
with a device latching element (78) arranged on a device (70) to be connected to the
phase bar (10) .
10. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the latching element (56) is arranged on the housing (20) or on the actuating element
(50).
11. Phase bar (10) according to one of the preceding claims, characterised in that by means of the actuating element (50) the releasing means (40) can be simultaneously
transferred from the neutral position into the release position and simultaneously
the latching connection between the latching element (56) of the phase bar (10) and
the device latching element (78) can be released.
1. Rail de phase (10) comprenant un boîtier isolant (20) et au moins un rail polaire
électriquement conducteur (30) monté dans le boîtier isolant (20) et sur lequel sont
montées au moins deux barrettes de connexion (32) dépassant du boîtier isolant (20)
par une zone de connexion (34), les barrettes de connexion (32) pouvant être introduites
par glissement dans des contacts de serrage par ressort d'un appareil (70) pour former
une connexion par ressort de serrage, pour chaque barrette de connexion (32) étant
monté sur le rail de phase (10) un moyen de dégagement (40) permettant de dégager
la connexion par ressort de serrage, qui peut être déplacé entre une position neutre
et une position de dégagement, et sur le boîtier (20) étant monté un élément d'actionnement
(50), lors de l'actionnement duquel les moyens de dégagement (40) peuvent être transférés
de la position neutre dans la position de dégagement,
caractérisé en ce que
au moyen de l'élément d'actionnement (50), une liaison par encliquetage entre un élément
d'encliquetage (56) du rail de phase (10) et un élément d'encliquetage (78) de l'appareil
(70) peut également être dégagée.
2. Rail de phase (10) conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens de dégagement (40) comportent chacun un segment en forme de coin (42).
3. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les moyens de desserrage (40) sont montés mobiles sur le boîtier (20) parallèlement
à la direction longitudinale de la barrette de connexion (32) associée.
4. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
lors de l'actionnement de l'élément d'actionnement (50) tous les moyens de desserrage
(40) peuvent être transférés simultanément de la position neutre à la position de
dégagement.
5. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'élément d'actionnement (50) peut être actionné contre la force d'un moyen de rappel.
6. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le moyen de rappel est réalisé sous la forme d'un élément formant ressort (60).
7. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'élément d'actionnement (50) est réalisé sous la forme d'un coulisseau ou d'un levier
basculant.
8. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
sur chaque rail polaire (30) sont montées plusieurs barrettes de connexion (32).
9. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le rail de phase (10) comporte un élément d'encliquetage (56) qui est monté de sorte
qu'il coopère avec un élément d'encliquetage (78) monté sur un appareil (70) devant
être connecté au rail de phase (10) lors de la connexion de cet appareil (70) sur
le rail de phase (10).
10. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'élément d'encliquetage (56) est monté sur le boîtier (20) ou sur l'élément d'actionnement
(50).
11. Rail de phase (10) conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'élément d'actionnement (50) permet de transférer les moyens de dégagement (40) de
la position neutre dans la position de dégagement, et, simultanément, la liaison par
encliquetage entre l'élément d'encliquetage (56) du rail de phase (10) et l'élément
d'encliquetage (78) de l'appareil peut être dégagée.