[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haarformgerät mit einem Griffteil, einem vorzugsweise
etwa stabförmigen Heizteil mit zumindest einer Heizfläche zum Erwärmen der Haare,
Formmitteln zum Formen der erwärmten Haare, sowie einem Kühlteil mit zumindest einer
Kühlfläche zum Abkühlen der geformten Haare.
[0002] Ein Haarformgerät der genannten Art zeigt beispielsweise die
EP 1 047 312 B1. Auf einem etwa stabförmigen Heizteil mit leicht bauchig gewölbter Heizfläche sitzt
ein beweglich gelagertes Klemmelement, mittels dessen die Haare auf die Heizfläche
drückbar sind. Auf der Rückseite des stabförmigen Heizteils sitzt ein ebenfalls stabförmiges
Kühlteil mit einer ebenfalls bauchig gewölbten Kühlfläche, mittels derer die von der
Heizfläche ablaufenden, erwärmten Haare wieder abgekühlt werden können. Durch die
jeweils bauchige Wölbung wird dabei den Haaren eine entsprechende Krümmung und damit
Locken eingeprägt, wenn die Haare durch Drehen des Haarformgeräts um die genannten
beiden Heiz- und Kühlflächen gewickelt werden.
[0003] Ein anderes Haarformgerät, das ebenfalls der eingangs genannten Gattung entspricht,
zeigt die
EP 0 897 275 B1, bei dem als Formmittel eine Formkante vorgesehen ist, um die die von der Heizfläche
erwärmten Haare umgelenkt werden, wenn die Haare entsprechend um die genannte Formkante
gelegt werden. An die genannte Formkante schließt eine Kühlfläche an, auf der quer
zur Längsrichtung des Haarformgeräts verlaufende Führungsrippen ausgebildet sind,
um die Haare besser über die Kühlfläche führen zu können.
[0004] Trotz der verschiedenerlei vorgeschlagenen Haarführungsmittel leidet der Wirkungsgrad
derartiger Haarformgeräte oftmals unter Fehlbedienungen, insbesondere dergestalt,
dass die zu formenden Haare nicht ausreichend in der bestimmungsgemäßen Weise über
die Kühlfläche geschlungen werden, so dass die Haare nach der Erwärmung und der im
erwärmten Zustand erfolgten Umformung nicht ausreichend abgekühlt werden, wodurch
die Umformung sozusagen nicht ausreichend eingefroren wird, was dem gewünschten Ergebnis
entgegenwirkt.
[0005] Insofern schlägt die vorgenannte
EP 1 047 312 B1 vor, zwischen der Kühlfläche und der Heizfläche einen ausreichend großen Temperaturunterschied
vorzusehen, um ein ausreichendes Abkühlen der Haare sicherstellen zu können. Hierzu
wird vorgeschlagen, das Kühlteil durch ein thermisches Isolationselement von dem Heizteil
thermisch abzukoppeln und überdies durch das stabförmige Kühlteil mittels eines Gebläses
Kühlluft hindurchzublasen, die über Öffnungen im Kühlluftteil wieder austreten kann.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Haarformgerät der genannten Art zu schaffen, das Nachteile des Standes der Technik
vermeidet und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Vorzugsweise soll eine
sachgerechtere Bedienung des Haarformgeräts ermöglicht werden, die ein ausreichendes
Abkühlen der Haare nach dem Formprozess ermöglicht, um eine effiziente und dauerhafte
Haarformung zu ermöglichen.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Haarformgerät gemäß Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird hierzu vorgeschlagen, dem Bediener
die korrekte Handhabung anzuzeigen und/oder die Funktion des Haarformgeräts an den
jeweils erfolgenden, mehr oder weniger korrekten Einsatz der Kühlfläche anzupassen.
Je nachdem, ob und wie stark der Benutzer die Kühlfläche tatsächlich zur Kühlung der
geformten Haare einsetzt, wird zumindest eine Gerätefunktion verändert. Erfindungsgemäß
umfasst das Haarformgerät Bestimmungsmittel zur Bestimmung der Umschlingung und/oder
Bedeckung der Kühlfläche durch die zu kühlenden Haare sowie Steuermittel zur Steuerung
zumindest einer Gerätefunktion in Abhängigkeit der bestimmten Umschlingung und/oder
Bedeckung der Kühlfläche durch die zu kühlenden Haare. Dabei können grundsätzlich
verschiedene Gerätefunktionen entsprechend gesteuert werden, beispielsweise kann eine
Einrichtung des Haarformgeräts betätigt werden, die dem Benutzer die korrekte bzw.
nicht korrekte Benutzung anzeigt. Insbesondere kann jedoch auch in den Betrieb des
Kühlvorgangs eingegriffen werden.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung kann insbesondere je nachdem, ob, wo und wie stark
die Kühlfläche vom zu kühlenden Haar umschlungen bzw. bedeckt wird, die Stärke der
Kühlwirkung gesteuert werden. Alternativ oder zusätzlich kann eine variierende Kanalisierung
der Kühlwirkung auf die Haare erfolgen dergestalt, dass die Kühlwirkung dort verstärkt
wird, wo Haare an der Kühlfläche anliegen, bzw. kann umgekehrt die Kühlwirkung dort
herabgefahren werden, wo keine Haare anliegen.
[0010] Vorteilhafterweise umfasst das Kühlteil dabei eine Kühlvorrichtung zur aktiven Kühlung
der Kühlfläche, deren Betrieb von den vorgenannten Steuermitteln in Abhängigkeit der
jeweils bestimmten Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche durch die Haare
gesteuert wird. Insbesondere kann die Kühlvorrichtung dabei eine Kühlluftvorrichtung
umfassen, die die Kühlfläche und/oder im Bereich der Kühlfläche befindliche Haare
durch Kühlluft kühlt. Die genannte Kühlluftvorrichtung ist dabei vorteilhafterweise
derart ausgebildet, dass durch die genannten Steuermittel die Luftmenge und/oder der
Ort des Lufteintritts und/oder -austritts in Abhängigkeit der jeweils bestimmten Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche variiert werden kann.
[0011] Die Kühlvorrichtung kann hierbei grundsätzlich verschiedene variable Funktionen besitzen.
Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann die Kühlvorrichtung zumindest
eine Kühlluftdurchtrittsöffnung in der genannten Kühlfläche aufweisen, der zumindest
ein Durchtrittssteuerelement vorzugsweise in Form eines Verschlusselements zugeordnet
ist, mittels dessen der Luftdurchtritt durch die genannte Kühlluftdurchtrittsöffnung
gesteuert werden kann. Insbesondere können Durchtrittssteuerelemente vorgesehen sein,
die den Luftdurchtrittsquerschnitt der genannten Luftdurchtrittsöffnungen verändern
können. Beispielsweise kann die zumindest eine Luftdurchtrittsöffnung verschlossen
werden, wenn keine Haare die Kühlfläche umschlingen, während die Kühlluftdurchtrittsöffnung
geöffnet wird, wenn ein entsprechender Haarbüschel die Kühlfläche umschlingt.
[0012] In besonders vorteilhafter Weise sind dabei mehrere Kühlluftdurchtrittsöffnungen
vorgesehen, denen entsprechende Durchtrittssteuerelemente zugeordnet sind, die vorteilhafterweise
unabhängig voneinander betätigbar sind, so dass im Bereich einer Kühlluftdurchtrittsöffnung
mehr Kühlluft durchgelassen wird als im Bereich einer anderen Kühlluftdurchtrittsöffnung
und umgekehrt. Die Steuerung der Luftmengenverteilung könnte dabei beispielsweise
auch mit nur einer größeren Luftdurchtrittsöffnung erreicht werden, die mittels entsprechender
Durchtrittssteuerelemente partiell unterschiedlich geöffnet bzw. verschlossen werden
kann. In jedem Fall sind die Durchtrittssteuerelemente dabei vorteilhafterweise derart
ausgebildet, dass je nach Ort und/oder Größe der Umschlingung bzw. Bedeckung der Kühlfläche
durch die zu kühlenden Haare verschiedene Luftmengenverteilungen erzielt werden können,
insbesondere dergestalt, dass im Bereich von mehr Haaren mehr Luft durchtreten kann
als in Bereichen, in denen weniger oder keine Haarsträhnen an der Kühlfläche anliegen.
[0013] Alternativ oder zusätzlich zu den genannten Durchtrittssteuerelementen kann die Kühlluftvorrichtung
ein Gebläse aufweisen, das von den genannten Steuermitteln in Abhängigkeit von der
Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche durch die Haare gesteuert werden kann.
Insbesondere kann ein in seiner Leistung veränderbares Gebläse Verwendung finden,
beispielsweise ein mehrstufiges Gebläse, das je nach Einsatz der Kühlfläche auf eine
stärkere Stufe oder gänzlich ausgestellt wird.
[0014] Das Gebläse kann dabei grundsätzlich an verschiedenen Positionen angeordnet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist das Gebläse im Griffteil des
Haarformgeräts angeordnet. Alternativ kann das Gebläse auch an einem dem Griffteil
gegenüberliegenden Ende des Haarformgeräts angeordnet sein, wobei ggf. auch zwei Gebläse
vorgesehen sein können. Alternativ zu am Haarformgerät selbst angeordneten Gebläsen
kann auch ein externes Gebläse Verwendung finden. In diesem Falle weist das Haarformgerät
selbst im wesentlichen nur einen Kühlluftkanal sowie einen Kühlluftkanalanschluss
auf, an den das externe Gebläse beispielsweise mittels eines Schlauchs angeschlossen
werden kann.
[0015] Grundsätzlich kann dabei vorgesehen sein, dass das Gebläse die Kühlluft aus dem Inneren
des Haarformgeräts durch die Kühlluftdurchtrittsöffnungen in der Kühlfläche nach außen
bläst. Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der besondere Vorteile
auch ohne die vorgenannten Steuermittel mit sich bringt, wird die Kühlluft durch zumindest
eine Kühlluftdurchtrittsöffnung in der Kühlfläche des Kühlteils eingesaugt bzw. angesaugt.
Die Kühlvorrichtung ist also als Ansaugvorrichtung ausgebildet. Dies bringt einerseits
den Vorteil mit sich, dass kühle Umgebungsluft zur Kühlung der Haare und/oder der
Kühlfläche verwendet wird, die im Vergleich zu aus dem Inneren des Haarformgeräts
heraus geblasener Kühlluft deutlich kühler ist. Zum andere bewirkt das Einsaugen der
Kühlluft gleichzeitig ein Ansaugen der Haare an die Kühlfläche, wodurch das Abkühlen
der Haare bedeutend effizienter wird. Das Ansaugen der Kühlluft bewirkt sozusagen
ein Einfangen der Haare und bringt diese in Anlage an die Kühlfläche.
[0016] Alternativ oder zusätzlich zu der vorgenannten Kühlluftvorrichtung können auch andere
aktive Kühlvorrichtung zur aktiven Kühlung der Kühlfläche und/oder der Haare Verwendung
finden, so z.B. eine Wasserkühlung der Kühlflächen, eine Eiskühlung vorzugsweise in
Form aufsetzbarer Kühlspeicher, die im Kühlschrank bzw. Eisfach vorgekühlt werden,
sowie eine Verdunstungskühlung oder Perrier-Elemente.
[0017] Um die Umschlingung bzw. Bedeckung der Kühlfläche durch Haare zu bestimmen, können
grundsätzlich verschiedene Bestimmungsmittel Verwendung finden. Gemäß einer vorteilhaften
Ausführung der Erfindung kann zumindest ein Haarkontaktelement vorgesehen sein, das
vorteilhafterweise im Bereich der Kühlfläche angeordnet ist und bei Haarkontakt entsprechend
reagiert, wobei insbesondere vorgesehen sein kann, daß das Haarkontaktelement beweglich
gelagert ist derart, daß es den Haarkontakt durch eine entsprechende Stellbewegung
anzeigt. Das Haarkontaktelement kann dabei wiederum verschiedene Gestaltungen aufweisen.
In Weiterbildung der Erfindung kann ein verschieblich gelagertes Mitnehmerelement
vorgesehen sein, das durch vorbei gleitende Haare verschoben bzw. bewegt wird. Vorteilhafterweise
umfasst ein solches Mitnehmerelement eine Oberfläche mit einem geeigneten Reibungskoeffizienten,
beispielsweise kann eine verschieblich und/oder kippbar gelagerte Rippe mit einer
Gummioberfläche vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann als Haarkontaktelement
auch ein in die Kühlfläche eindrückbares Druckelement vorgesehen sein. Umschlingt
eine Haarsträhne die Kühlfläche im Bereich des über die Kühlfläche vorstehenden Druckelements,
wird letzteres eingedrückt.
[0018] Sind in der zuvor beschriebenen Weise Kühlluftöffnungen mit zugeordneten Durchtrittssteuerelementen
vorgesehen, ist es besonders vorteilhaft, wenn das zumindest eine beweglich gelagerte
Haarkontaktelement mit den genannten Durchtrittssteuerelementen gekoppelt ist und
ein Betätigungselement zur Betätigung dieser Durchtrittssteuerelemente bildet. Insbesondere
kann das Haarkontaktelement mit den Durchtrittssteuerelementen verbunden sein dergestalt,
dass eine entsprechende Bewegung des Haarkontaktelements die Durchtrittssteuerelemente
in eine geöffnete oder weiter geöffnete Stellung bewegt, während in einer Ausgangsstellung
ohne Haarkontakt das Verschlusselement bzw. Durchtrittssteuerelement in seiner schließenden
Stellung bzw. seiner Stellung mit minimalem Luftdurchtritt ist. Vorteilhafterweise
kann hierbei eine Vorspannvorrichtung Verwendung finden, die die Durchtrittssteuerelemente
in die gewünschte Ausgangsstellung drückt.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann das genannte Haarkontaktelement auch mit den Steuermitteln
für das vorgenannte Gebläse gekoppelt sein beispielsweise dergestalt, dass das Gebläse
erst dann eingeschalten wird, wenn das Haarkontaktelement tatsächlich Haarsträhnen
erfasst.
[0020] Alternativ oder zusätzlich zu einem solchen mechanischen Haarkontaktelement können
auch berührungslos arbeitende Bestimmungsmittel vorgesehen sein, um die Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche zu bestimmen. Hierbei kann der Einsatz und die Verwendung
der Kühlfläche auch indirekt bestimmt werden, wobei insbesondere die Stellung und/oder
Bewegung des Haarformgeräts als Indikator verwendet werden kann. In Weiterbildung
der Erfindung kann ein Drehwinkel- und/oder -beschleunigungssensor vorgesehen sein,
der einen Drehwinkel bzw. eine Drehbeschleunigung des Haarformgeräts erfasst. Eine
solche Bestimmung der Umschlingung bzw. Bedeckung des Haarformgeräts geht von dem
Gedanken aus, dass das Haarformgerät vom Bediener gedreht wird, sobald eine Haarsträhne
eingefangen ist und geformt werden soll. Dabei ist der Drehwinkel ein Indikator, ob
die Haarsträhne weit genug um die Kühlfläche geschlungen wurde. Alternativ oder zusätzlich
kann auch ein Positionssensor beispielsweise auf Kreiselbasis Verwendung finden, um
einen Betriebszustand zu erfassen, der eine entsprechende Betätigung der jeweiligen
Gerätefunktion auslösen soll. Bevorzugt sind jedoch die zuvor genannten Bestimmungsmittel,
die die Umschlingung bzw. Bedeckung der Kühlfläche bzw. des Kühlteils durch die zu
kühlenden Haare direkt erfassen, da dies eine präzisere Bestimmung des korrekten Einsatzes
des Kühlteils ermöglicht und insbesondere eine sachgerechtere Steuerung der Kühlvorrichtung
ermöglicht.
[0021] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann das Haarformgerät
auch eine Anzeigevorrichtung aufweisen, die dem Benutzer anzeigt, ob die zu formenden
Haarsträhnen in der jeweils gewünschten Weise an dem Formteil, insbesondere dem Kühlteil,
angelegt sind. Die Anzeigevorrichtung kann hierbei von den genannten Steuermitteln
in Abhängigkeit der erfassten Umschlingung bzw. Bedeckung der Kühlfläche angesteuert
werden. Die Anzeigevorrichtung kann dabei verschieden ausgebildet sein. Beispielsweise
kann sie einen Akustikgeber umfassen, um ein akustisches Signal abzugeben, das die
Umschlingung bzw. Bedeckung anzeigt. Ist ein Kühlluftgebläse vorgesehen, das in Abhängigkeit
der genannten Umschlingung bzw. Bedeckung des Kühlteils durch die Haare oder in Abhängigkeit
eines anderen Betriebszustandsparameters gesteuert wird, kann auch das Kühlluftgebläse
als akustischen Anzeigevorrichtung dienen, da das Gebläsegeräusch, das beim Einschalten
auftritt und/oder auf verschiedenen Gebläasestufen unterschiedlich klingt, dem Benutzer
den jeweiligen Zustand anzeigt. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Vibrationsgeber
Verwendung finden und/oder es kann ein optischer Signalgeber, beispielsweise eine
Leuchte in Form einer oder mehrerer LEDs, vorgesehen sein, die dem Benutzer anzeigt,
ob die Haarsträhnen korrekt um die Kühlfläche geschlungen sind.
[0022] Die Heizfläche und/oder die Kühlfläche können grundsätzlich verschieden ausgebildet
sein. Um eine besonders effiziente Haarformung zu erreichen, kann das Heizteil eine
im wesentlichen ebene Heizfläche aufweisen, die seitlich von dem Kühlteil umgriffen
ist, wobei das Kühlteil mit seinen angrenzenden Flanken die genannte Heizfläche im
Übergangsbereich vorteilhafterweise mehr oder minder tangential bzw. kontinuierlich
fortsetzt, so dass es im Bereich der Ränder der Heizfläche zu keinem Einbrennen von
Knicken in die Haare kommen kann. Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung
umspannt dabei die Kühlfläche des Kühlteils den Heizteil bogenförmig, so dass das
Kühlteil insgesamt den Rücken des Heizteils abdeckt. Die Kühlfläche geht dabei vorteilhafterweise
im wesentlichen stetig in die ebene Heizfläche über, wobei die Heizfläche an ihren
Rändern ggf. seitliche Abschrägungen aufweisen kann, um eine stärkere Haarformung
zu ermöglichen. Die Verwendung einer bogenförmig gekrümmten Kühlfläche ermöglicht
ein gezieltes Einfrieren der entsprechend gekrümmten Haare. In Weiterbildung der Erfindung
sind beidseits der Heizfläche, d.h. in Haardurchzugsrichtung betrachtet vor und hinter
der Heizfläche, Kühlflächen vorgesehen, die die Haare vor und nach der Erwärnung abkühlen,
so daß die Wärmebehandlung eine entsprechend großen Temperaturunterschied mit sich
bringt, der eine dauerhafte Einprägung der gewünschten Form bewirkt.
[0023] Die zuvor genannten Kühlluftdurchtrittsöffnungen sind dabei vorteilhafterweise in
einem Abschnitt der genannten bogenförmigen Kühlfläche angeordnet, der an die Heizfläche
anschließt, so dass die frisch geformten Haare rasch abgekühlt werden. Um keine zu
starke Wechselwirkung zwischen Kühlluft und Heizfläche zu bewirken, kann es dabei
vorteilhaft sein, wenn zwischen den Kühlluftdurchtrittsöffnungen und dem Rand der
Heizfläche die Kühlfläche einen streifenförmigen, unmittelbar an den Heizflächenrand
angrenzenden Abschnitt aufweist, der keine Kühlluftdurchtrittsöffnungen besitzt.
[0024] Die Kühlluftdurchtrittsöffnungen können grundsätzlich verschieden angeordnet sein.
Nach einer vorteilhaften Ausführung können mehrere Reihen von Kühlluftöffnungen vorgesehen
sein, die vorteilhafterweise quer zur Längsrichtung des Haarformgeräts etwa in Umfangsrichtung
angeordnet sind. Um eine bessere Führung der Haarsträhnen über die Kühlluftdurchtrittsöffnungen
zu erreichen, können zwischen den genannten Reihen Führungskonturen beispielsweise
in Form vorspringender Rippen vorgesehen sein, die in Umfangsrichtung quer zur Längsrichtung
des Haarformgeräts verlaufen können.
[0025] Um eine links- und rechtshändische Bedienung gleichermaßen zu ermöglichen, sind die
Kühlluftöffnungen vorteilhafterweise symmetrisch zu einer Längsmittelebene beidseitig
der genannten Heizfläche angeordnet, so dass eine gleiche Kühlwirkung eintritt ungeachtet,
ob das Haarformgerät gegen die Uhr oder mit der Uhr gedreht wird.
[0026] Grundsätzlich könnte das Haarformgerät mit nur einem Heizteil und einem Kühlteil
auskommen. In bevorzugter Ausführung der Erfindung jedoch sind zwei Heizteile vorgesehen,
denen jeweils ein Kühlteil zugeordnet ist. Insbesondere können zwei vorzugsweise etwa
stabförmige Formelemente vorgesehen sein, die aufeinander zu und voneinander weg bewegbar,
insbesondere auf- und zuschwenkbar, gelagert sind. Dabei umfasst jedes Formelement
eine Heizfläche, die auf der jeweils dem anderen Formelement zugewandten Seite angeordnet
ist, so dass die Haarsträhnen zwischen den beiden Heizelementen eingeklemmt bzw. hindurchgeführt
werden können. Die Kühlteile bilden dabei den Rücken der genannten Formteile. Ihre
Kühlflächen umspannen die Heizflächen bogenförmig zur Außenseite hin.
[0027] Um das Haarformgerät besser führen zu können, ist es vorteilhaft, wenn es beidhändig
gegriffen werden kann. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Griffteil
hierzu einen großen Griffabschnitt und einen kleinen Griffabschnitt aufweisen, die
vorteilhafterweise in Gerätelängsrichtung betrachtet auf unterschiedlichen Seiten
des Heizteils angeordnet sind. Dabei kann der genannte kleinere Griffabschnitt, der
sozusagen einen Zusatzgriff bildet und an der Spitze des Geräts angeordnet ist, Mittel
zur Reduzierung des Wärmeübergangs aufweisen, die auch ein Greifen ganz in der Nähe
der Heizelemente ermöglichen. Insbesondere kann der kleinere Griffabschnitt eine Verrippung
zur Reduzierung der Berührungsfläche aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann der
kleinere Griffabschnitt als separates Bauteil ausgebildet sein, das vorteilhafterweise
von dem Heizteil thermisch isoliert ist, beispielsweise durch Zwischenschaltung eines
Isolationselements. Sind in der genannten Weise zwei zangen- bzw. scherenartige Formschenkel
vorgesehen, umfaßt der genannte kleiner Griffabschnitt dabei vorteilhafterweise an
jedem Formschenkel im Bereich dessen Spitze einen Griffabschnittsteil, so daß die
Formschenkel mit günstigem Hebelarm zusätzlich zusammengedrückt werden können.
[0028] Erfindungsgemäß ist vorgesehen (Die nachfolgend beschriebenen Merkmale können nacheinander
wie aufgelistet oder unabhängig von dieser Reihenfolge miteinander kombiniert werden.):
Ein Haarformgerät mit einem Griffteil, einem vorzugsweise etwa stabförmigen Heizteil
mit einer Heizfläche zum Erwärmen der Haare, Formmitteln zum Formen der erwärmten
Haare, sowie einem Kühlteil mit einer Kühlfläche zum Abkühlen der geformten Haare,
gekennzeichnet durch Bestimmungsmittel zur Bestimmung der Umschlingung und/oder Bedeckung
der Kühlfläche durch die zu kühlenden Haare, sowie Steuermittel zur Steuerung zumindest
einer Gerätefunktion in Abhängigkeit der bestimmten Umschlingung und/oder Bedeckung
der Kühlfläche.
Ein Haarformgerät, wobei das Kühlteil eine Kühlvorrichtung zur aktiven Kühlung der
Kühlfläche aufweist und die Steuermittel eine Kühlvorrichtungs-Steuereinrichtung zur
Steuerung des Betriebs der Kühlvorrichtung in Abhängigkeit der bestimmten Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche aufweisen.
Ein Haarformgerät, wobei die Kühlvorrichtung eine Kühlluftvorrichtung zur Kühlung
der Kühlfläche und/oder der geformten Haare aufweist und die Kühlvorrichtungs-Steuereinrichtung
Steuermittel zur Variierung der Luftmenge und/oder des Lufteintritts- und/oder -austrittsorts
der Kühlluftvorrichtung aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei die Kühlvorrichtung zumindest eine Kühlluftdurchtrittsöffnung
in der Kühlfläche aufweist, der zumindest ein Durchtrittssteuerelement vorzugsweise
in Form eines Verschlusselements zugeordnet ist, das in Abhängigkeit der Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche durch die zu kühlenden Haare betätigbar ist.
Ein Haarformgerät, wobei mehrere Durchtrittssteuerelemente vorgesehen sind, die je
nach Ort und/oder Größe der Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche durch die
zu kühlenden Haare verschieden, vorzugsweise unabhängig voneinander, betätigbar sind.
Ein Haarformgerät, wobei eine Ansaugvorrichtung zum Ansaugen der Haare an die Kühlfläche
und/oder zum Ansaugen von Kühlluft durch Kühlluftdurchtrittsöffnungen in der Kühlfläche
hindurch in das Innere des Kühlteils vorgesehen ist.
Ein Haarformgerät, wobei ein Kühlluftgebläse vorgesehen ist, das von den Steuermitteln
in Abhängigkeit von der Umschlingung und/oder der Bedeckung der Kühlfläche steuerbar
ist.
Ein Haarformgerät, wobei das Kühlluftgebläse verschiedene Gebläsestufen aufweist,
die von den Steuermitteln in Abhängigkeit von der Umschlingung und/oder Bedeckung
der Kühlfläche betätigbar sind.
Ein Haarformgerät, wobei das Kühlluftgebläse in oder an dem Griffteil angeordnet ist.
Ein Haarformgerät, wobei das Kühlluftgebläse an einem dem Griffteil gegenüberliegenden
Ende des Haarformgeräts angeordnet ist.
Ein Haarformgerät, wobei zur Bestimmung der Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche
durch die Haare ein beweglich gelagertes Haarkontaktelement im Bereich der Kühlfläche
vorgesehen ist.
Ein Haarformgerät, wobei das Haarkontaktelement ein verschieblich gelagertes Mitnehmerelement
aufweist, das durch vorbei gleitende Haare bewegbar ist.
Ein Haarformgerät, wobei das Haarkontaktelement ein in die Kühlfläche eindrückbares
Druckelement aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei das Haarkontaktelement mit dem zumindest einen Durchtrittssteuerelement
gekoppelt ist und ein Betätigungselement zur Betätigung des genannten Durchtrittssteuerelements
bildet.
Ein Haarformgerät, wobei zur Bestimmung der Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche
durch die Haare ein Drehwinkel- und/oder -beschleunigungssensor zur Erfassung eines
Drehwinkels und/oder einer Drehbeschleunigung des Griffteils, des Heizteils und/oder
des Kühlteils vorgesehen ist.
Ein Haarformgerät, wobei eine Anzeigevorrichtung zur Abgabe eines die Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche durch die Haare anzeigenden Betriebssignals vorgesehen
ist, wobei die Anzeigevorrichtung von den genannten Steuermitteln ansteuerbar ist.
Ein Haarformgerät, wobei die Anzeigevorrichtung einen Akustikgeber zur Abgabe eines
akustischen Signals aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei die Anzeigevorrichtung einen Vibrationsgeber aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei die Anzeigevorrichtung einen optischen Signalgeber zur Abgabe
eines optischen Betriebssignals aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei das Heizteil eine im wesentlichen ebene Heizfläche aufweist,
die seitlich von dem Kühlteil umgriffen ist, wobei zwischen der Heizfläche und den
angrenzenden Flanken des Kühlteils ein im wesentlichen tangentialer, vorzugsweise
stetiger und/oder gerundeter Übergang vorgesehen ist.
Ein Haarformgerät, wobei die Heizfläche seitliche Abschrägungen aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei die Kühlfläche den Heizteil bogenförmig umspannt.
Ein Haarformgerät, wobei ein bogenförmig gekrümmter, seitlich an die Heizfläche des
Heizteils anschließender Kühlflächenabschnitt mit Kühlluftdurchtrittsöffnungen versehen
ist.
Ein Haarformgerät, wobei ein unmittelbar an die Heizfläche des Heizteils angrenzender
Kühlflächenstreifen frei von Kühlluftöffnungen ausgebildet ist.
Ein Haarformgerät, wobei mehrere Reihen von Kühlluftdurchtrittsöffnungen vorgesehen
sind, wobei vorzugsweise zwischen den Reihen quer zur Längsrichtung des Haarformgeräts
verlaufende Haarführungskonturen vorgesehen sind.
Ein Haarformgerät, wobei beidseits der Heizfläche (4) des Heizteils Kühlluftdurchtrittsöffnungen
vorzugsweise symmetrisch zu einer Längsmittelebene des Haarformgeräts angeordnet sind.
Ein Haarformgerät, wobei zwei Heizteile vorgesehen sind, denen jeweils ein Kühlteil
zugeordnet ist.
Ein Haarformgerät, wobei zwei vorzugsweise etwa stabförmige Formelemente vorgesehen
sind, die aufeinander zu und voneinander weg bewegbar gelagert sind, wobei jedes Formelement
eine Heizfläche, die dem jeweils anderen Formelement zugeordnet ist, sowie eine Kühlfläche
aufweist, die die jeweilige Heizfläche bogenförmig umspannt.
Ein Haarformgerät, wobei die Kühlfläche eine größere Länge in Umfangsrichtung als
die Heizfläche (4), vorzugsweise eine mehr als doppelt so große Länge, besitzt.
Ein Haarformgerät, wobei der Griffteil einen größeren Griffabschnitt und einen kleineren
Griffabschnitt aufweist, die in Gerätelängsrichtung betrachtet auf unterschiedlichen
Seiten des Heizteils angeordnet sind.
Ein Haarformgerät, wobei der kleinere Griffabschnitt eine Verrippung zur Reduzierung
der Berührfläche und/oder zur Reduzierung des Wärmeübergangs auf den Griffabschnitt
greifende Finger aufweist.
Ein Haarformgerät, wobei der kleinere Griffabschnitt als separates Bauteil ausgebildet
ist, das vorzugsweise thermisch von dem Heizteil entkoppelt ist.
Ein Haarformgerät, wobei den beiden Formelementen ein Verschluss zum Zusammenhalten
der beiden Formelemente in der aufeinander zu bewegten Stellung zugeordnet ist, wobei
der Verschluss derart ausgebildet ist, dass zwischen den beiden Formelementen eingeklemmte
Haare reibschlüssig gehalten werden.
Ein Haarformgerät, wobei der Verschluss derart ausgebildet ist, dass er in seiner
verschlossenen Stellung ein weiteres Zusammendrücken der beiden Formelemente zulässt.
[0029] Diese obigen und weitere Merkmale der Erfindung, die in Kombination und Unterkombination
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder ihrer obigen aufgelisteten
[0030] Reihenfolge sowie auch für sich den Gegenstand der vorliegenden Erfindung oder bevorzugte
Ausführungen hiervon bilden können, gehen außer aus den Ansprüchen, auch aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele und den zugehörigen Zeichnungen hervor.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische, perspektivische Gesamtansicht des Haarformgeräts nach einer bevorzugten
Ausführung der Erfindung, wobei dessen beiden stabförmigen Formelemente in der geschlossenen
Stellung gezeigt sind,
- Fig. 2:
- eine perspektivische Ansicht des Haarformgeräts aus Fig. 1 in der geöffneten Stellung,
- Fig. 3:
- einen Querschnitt durch eines der stabförmigen Formelemente im Bereich des Heizteiles,
- Fig. 4:
- einen Querschnitt durch eines der Formteile im Bereich des Heizteiles nach einer alternativen
Variante der Erfindung,
- Fig. 5:
- eine perspektivische, ausschnittsweise Schnittansicht durch eines der Formelemente
im Bereich des Heizteiles und des Kühlteiles, dessen Kühlluftdurchtrittsöffnungen
teilweise geöffnet und teilweise geschlossen dargestellt sind,
- Fig. 6:
- eine schematische, ausschnittsweise Schnittansicht des Kühlteiles im Bereich dessen
Kühlluftdurchtrittsöffnungen, die eine zum Öffnen der Kühlluftdurchtrittsöffnungen
noch nicht ausreichende Umschlingung der Haare zeigt,
- Fig. 7:
- eine ausschnittsweise Schnittansicht des Kühlteiles im Bereich der Kühlluftdurchtrittsöffnungen,
die den bestimmungsgemäßen Umschlingungszustand zeigt, in dem die Haare die Kühlluftdurchtrittsöffnungen
öffnen,
- Fig. 8:
- eine ausschnittsweise Schnittansicht des Kühlteiles im Bereich der Kühlluftdurchtrittsöffnungen
ähnlich Fig. 6, wobei bei dieser Ausführungsform nur ein Betätigungselement zum Öffnen
der Kühlluftdurchtrittsöffnungen vorgesehen ist.
[0031] Das in den Figuren 1 und 2 gezeigte Haarformgerät 1 besteht im wesentlichen aus zwei
stabförmigen Korpus- oder Formelementen 17, die an ihren einen Enden durch eine Schwenkachse
22 schwenkbar miteinander verbunden sind, so dass sie zangen- bzw. scherenartig auf-
und zugeschwenkt werden können, wie dies die Figuren 1 und 2 zeigen. In dem an die
genannte Schwenkachse 22 angrenzenden Abschnitt bilden die genannten Formelemente
17 einen Griffteil 2, an dem das Haarformgerät 1 nach Art einer Grillzange gegriffen
werden kann. Die beiden Formelemente 17 können durch eine nicht gezeigte Federeinrichtung
in ihre offene, in Figur 2 gezeigte Stellung vorgespannt sein, so dass die Formelemente
17 einhändig in einfacher Weise auf- und zugemacht werden können.
[0032] Beabstandet von der genannten Schwenkachse 22 weist jedes Formelement 17 einen Formbereich
23 auf, in dem an jedem Formelement 17 ein Heizteil 3 mit einer Heizfläche 4 sowie
dazu korrespondierend ein Kühlteil 6 mit einer Kühlfläche 7 vorgesehen ist. Wie die
Figur 2 sowie die Figuren 3 und 4 zeigen, besteht jedes Heizteil 3 im wesentlichen
aus einer Heizplatte mit einer - grob gesprochen - ebenen Heizfläche 4, die auf der
Innenseite der Formelemente 17 angeordnet ist, so dass die beiden Heizteile 3 der
beiden Formelemente 17 einander gegenüberliegen. Die Heizteile 3 können dabei nach
unterschiedlichen Prinzipien beheizt werden, beispielsweise gasbetrieben. In der gezeichneten
Ausführung sind die Heizteile 3 elektrisch beheizbar, wobei das Haarformgerät 1 ein
Netzteil 24 aufweisen kann. Vorteilhafterweise ist dabei das Kabel 25 im Bereich der
Schwenkachse 22 aus dem Korpus des Haarformgeräts 1 herausgeführt und über ein Drehgelenk
26 gegenüber dem genannten Korpus im wesentlichen um dessen Längsachse verdrehbar.
Zumindest ein Teil der Steuerungselektronik des Geräts kann in das Steckergehäuse
ausgelagert sein, wobei die Komponenten im Bereich der Korpuselemente im Niedrigvoltbereich
betrieben werden können.
[0033] Das Kühlteil 6 bildet im Bereich der Heizteile 3 sozusagen den Rücken der stabförmigen
Formelemente 17. Wie die Figuren 3 und 4 zeigen, umspannt das Kühlteil 6 dabei die
Heizteile 3, so dass deren Ränder von dem Kühlteil 6 umgriffen bzw. eingefasst sind,
vgl. Figuren 3 und 4. Die Kühlfläche 7 der Kühlteile 6 umspannt das jeweilige Heizteil
3 bogenförmig, wobei die Kühlflächen 7 die Kontur der Heizfläche 4 im wesentlichen
stetig fortsetzen, so dass ein tangentialer Übergang gegeben ist, vgl. Figur 3 und
4. Während bei der Ausführung gemäß Figur 3 die Heizfläche 4 völlig eben ist, so dass
die Kühlfläche 7 letztlich einen Winkel von 360° umspannt, besitzt die Heizfläche
4 bei der Ausführung nach Figur 4 seitlich abhängende Schrägflächen, die dann von
der angrenzenden Kühlfläche 7 fortgesetzt wird. Die Kühlfläche 7 ist dort bogenförmig
gekrümmt, um die von den Heizflächen 4 erwärmten Haare bogenförmig aufwickeln zu können
und in der gewünschten Krümmung sozusagen "einzufrieren". Die Heizflächen 4 zusammen
mit den daran angrenzenden Kühlflächen 7 bilden die Formmittel 5 des Haarformgeräts,
mittels derer Haare lockenförmig geformt werden können.
[0034] Wie Figur 1 zeigt, sind in den Kühlflächen 7 der Kühlteile 6 mehrere in Umfangsrichtung
quer zur Längsachse des Haarformgeräts verlaufende Reihen von Kühlluftdurchtrittsöffnungen
11 vorgesehen, die, wie die Figuren 5 bis 8 zeigen, insbesondere in den seitlichen
Flanken der Kühlflächen 7 angeordnet sind, die an die Heizflächen 4 angrenzen und
den kleinsten Krümmungsradius der Kühlfläche 7 definieren. Dabei ist zwischen den
Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 und den Rändern der Heizfläche 4 ein streifenförmiger
Abschnitt der Kühlfläche 7 ohne solche Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 ausgebildet,
vgl. Figur 5.
[0035] Die genannten Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 sind über einen im Inneren der Kühlteile
6 vorgesehenen Kühlluftkanal mit einem Kühlluftgebläse 13 verbunden, das in der gezeichneten
Ausführung gemäß Figur 2 im Bereich des Griffteiles 2 angeordnet ist. Alternativ oder
zusätzlich könnte ein solches Kühlluftgebläse 13 jedoch auch im Bereich der auskragenden
Spitzen der Formelemente 17 oder auch extern angeordnet sein, wobei in diesem letzteren
Fall im Korpus des Haarformgeräts 1 im wesentlichen nur ein Kühlluftkanal mit einem
entsprechenden Anschluss vorgesehen wäre.
[0036] Das Kühlluftgebläse 13 arbeitet vorteilhafterweise als Ansaugvorrichtung, so dass
die Kühlluft, wie dies Figur 7 verdeutlicht, von der Umgebung her durch die Kühlluftdurchtrittsöffnungen
11 tritt, so dass ein frischer, vom Korpus des Haarformgeräts 1 noch nicht erwärmter
Luftstrom als Kühlluft dient.
[0037] Wie die Figuren 5 bis 7 zeigen, sind den Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 Durchtrittssteuerelemente
12 in Form von Verschlusselementen zugeordnet, die die Kühlluftdurchtrittsöffnungen
11 flächig abdecken, wenn sie in ihrer schließenden Stellung sind. Die genannten Durchtrittssteuerelemente
12 sind dabei vorteilhafterweise mit Haarkontaktelementen 14 verbunden, die in Form
von Bügeln über die Oberfläche der Kühlfläche 7 vorstehen und in der gezeichneten
Ausführung durch die Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 selbst hindurchtreten. Durch
Eindrücken der genannten Haarkontaktelemente 14 werden die plattenförmigen Durchtrittssteuerelemente
12 von den Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 weggedrückt, so dass letztere geöffnet
bzw. freigegeben werden, wie dies Figur 7 verdeutlicht.
[0038] In der gezeichneten Ausführung sind dabei die Durchtrittssteuerelemente 12 in Form
von schalenförmigen, gebogenen Platten ausgebildet, die an die Kontur der Kühlfläche
7 angepasst sind, wobei gemäß der Ausführung nach den Figuren 5 bis 7 mehrere vorstehende
Haarkontaktelemente 14 zur Betätigung der Durchtrittssteuerelemente 12 vorgesehen
sind. Insbesondere ist dabei ein Haarkontaktelement 14 näher zur Heizfläche 4 angeordnet
und ein weiteres Haarkontaktelement 14 von der genannten Heizfläche 4 weiter weg beabstandet,
vgl. Figur 5, so dass die Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 partiell freigegeben werden,
je nachdem, wie weit eine Haarsträhne um die Kühlfläche 7 herumgewickelt bzw. -geschlungen
wird, wie dies die Figuren 6 und 7 verdeutlichen. Bei zunächst nur partiellem Umwickeln
öffnen nur die näher an der Heizfläche 4 gelegenen Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11,
während die weiter weg gelegenen Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 erst bei vollständigem
Umschlingen der Kühlfläche 7 öffnen. Dies besitzt nicht nur den Vorteil, dass die
Leistung des Kühlluftgebläses 13 effizient genutzt wird, da immer nur die tatsächlich
wirksamen Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 belüftet werden müssen. Darüber hinaus kann
die Betätigung der gestaffelt angeordneten Haarkontaktelemente 14 auch dazu genutzt
werden, dem Bediener des Geräts anzuzeigen, ob er die Haarsträhnen bestimmungsgemäß
vollständig um das Gerät schlingt. Dies kann in verschiedener Art und Weise erfolgen.
Zum einen kann das Haarformgerät 1 eine Anzeigevorrichtung 15 beispielsweise in Form
von am Rand des Griffteils 2 angeordneten LEDs aufweisen, die von den Haarkontaktelementen
14 gesteuert werden, beispielsweise dergestalt, dass beim Eindrücken der näher an
der Heizfläche 4 angeordneten Haarkontaktelemente 14 die LEDs schwach und/oder in
einer ersten, blasseren Farbe, beispielsweise gelb, beleuchtet werden, während dann,
wenn sämtliche Haarkontaktelemente 14 eingedrückt werden, die LEDs hell und kräftig
bzw. in einer anderen Farbe, beispielsweise grün, beleuchtet werden.
[0039] Alternativ oder zusätzlich kann als Gerätefunktion auch das Kühlluftgebläse 13 in
Abhängigkeit von der Stellung der Haarkontaktelemente 14 gesteuert werden, beispielsweise
kann beim Eindrücken der näher an der Heizfläche 4 gelegenen Haarkontaktelemente 14
das Kühlluftgebläse 13 eingeschaltet und bei Eindrücken aller Haarkontaktelemente
14, d.h. auch der weiter beabstandeten Haarkontaktelemente 14, das Kühlluftgebläse
13 auf eine erhöhte Leistungsstufe geschaltet werden. Die Betätigung des Kühlluftgebläses
13 durch die Haarkontaktelemente 14 steuert dabei nicht nur die Kühlluftfunktion an
sich, sondern bildet auch eine akustische Anzeige für den Benutzer, die durch das
Geräusch bzw. den Ton des Kühlluftgebläses 13 die Umschlingung der Kühlfläche 7 durch
Haarsträhnen anzeigt.
[0040] Die genannten Haarkontaktelemente 14 bilden insofern Bestimmungsmittel 8, mittels
derer die Umschlingung und/oder die Bedeckung der Kühlfläche 7 durch Haarsträhnen
bestimmt wird. Die Koppelung der genannten Haarkontaktelemente 14 mit den Durchtrittssteuerelementen
12 bzw. mit geeigneten Schaltelementen zur Betätigung des Kühlluftgebläses 13 und/oder
der Anzeigevorrichtung 15 bildet zudem die eingangs der Beschreibung genannten Steuermittel,
mittels derer eine Gerätefunktion des Haarformgeräts 1 in Abhängigkeit der Umschlingung
bzw. Bedeckung der Kühlfläche 7 durch zu kühlende Haare gesteuert wird.
[0041] Alternativ zu der in den Figuren 5 bis 7 gezeigten Ausführung können die Durchtrittssteuerelemente
12 in Form der Verschlusselemente auch nur durch ein einzelnes Haarkontaktelement
14 betätigt werden, das, wie Figur 8 zeigt, vorteilhafterweise bezüglich der Durchtrittssteuerelemente
12 vorteilhafterweise etwa mittig angeordnet ist und in der vorgenannten Weise durch
die Kühlluftdurchtrittsöffnungen 11 hindurchtritt und über die Kühlfläche 7 vorsteht.
Wie Figur 8 zeigt, können dem jeweils schalenförmigen Durchtrittssteuerelement 12
Endanschläge zugeordnet sein, so dass auch in diesem Falle trotz nur eines Haarkontaktelements
14 eine definierte Endstellung erreicht werden kann, in der sämtliche Kühlluftdurchtrittsöffnungen
11 geöffnet sind.
[0042] Die Funktions- und Wirkungsweise des Haarformgerätes 1 ist dabei folgende: In das
gemäß Figur 2 geöffnete Haarformgerät 1 werden zu formende Haarsträhnen 27 im Bereich
des Haaransatzes quer zur Längsrichtung der Formelemente 17 zwischen die Heizteile
3 eingelegt. Sodann werden die Formelemente 17 aufeinander zu bewegt, bis die in Figur
1 gezeigte geschlossene Stellung erreicht ist. Vorteilhafterweise ist dabei den Formelementen
17 ein Verschluss 21 zugeordnet, der die Formelemente 17 in der geschlossenen Stellung
hält, und zwar vorteilhafterweise dergestalt, dass die Haare zwischen den Heizflächen
4 gehalten werden, jedoch durch festeres Zusammendrücken des Griffteiles 3 noch zusätzlicher
Druck auf die eingeklemmten Haarsträhnen 27 gegeben werden kann, falls dies gewünscht
wird. Der Verschluss 21 hat also in seiner geschlossenen Stellung zu einer noch fester
geschlossenen Stellung der Formelemente 17 hin noch Spiel. Der Verschluss 21 kann
dabei beispielsweise durch einen Betätigungsknopf 28 im Bereich des Griffteiles 2
gelöst werden, wobei er vorteilhafterweise beim Schließen selbstverriegelnd ausgebildet
ist.
[0043] Ist eine Haarsträhne 27 zwischen den Heizflächen 4 eingefangen, wird das Haarformgerät
1 insgesamt um seine Längsachse verdreht, wie dies die Figuren 6 und 7 zeigen, so
dass sich die Haarsträhne 27 um die Kühlfläche 7 schlingt, vgl. Figur 7. Hierdurch
werden die Haarkontaktelemente 14 eingedrückt und dementsprechend die Durchtrittssteuerelemente
12 in ihrer öffnenden Stellung bewegt. Gleichzeitig wird das Kühlluftgebläse 13 eingeschaltet
und die Anzeigevorrichtung 15 betätigt.
[0044] Vorteilhafterweise kann dabei das Haarformgerät 1 zusätzlich zum Griffteil 2 auch
noch an der Spitze der Formelemente 17 gegriffen werden. Hierzu ist dort noch ein
kleinerer Griffabschnitt 18 vorgesehen, der im Vergleich zu dem größeren Griffabschnitt
18 des Griffteils 2 kleiner ist. Um durch die Nähe zur Heizfläche 4 keine übermäßige
Erwärmung des genannten Griffabschnitts 19 zu erleiden bzw. einen solchen zu kompensieren,
ist der Griffabschnitt 19 vorteilhafterweise mit einer Verrippung 20 zur Reduzierung
der Kontaktfläche versehen. Zudem kann er als separates Bauteil ausgebildet sein,
dass thermisch gegenüber den Heizteilen 3 entkoppelt ist, beispielsweise durch Zwischenschaltung
isolierender Elemente.
1. Haarformgerät mit einem Griffteil (2), einem vorzugsweise etwa stabförmigen Heizteil
(3) mit einer Heizfläche zum Erwärmen der Haare, Formmitteln (5) zum Formen der erwärmten
Haare, sowie einem Kühlteil (6) mit einer Kühlfläche (7) zum Abkühlen der geformten
Haare, gekennzeichnet durch Bestimmungsmittel (8) zur Bestimmung der Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche
(7) durch die zu kühlenden Haare, sowie Steuermittel (9) zur Steuerung zumindest einer Gerätefunktion
in Abhängigkeit der bestimmten Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche (7).
2. Haarformgerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Kühlteil (6) eine Kühlvorrichtung
(10) zur aktiven Kühlung der Kühlfläche (7) aufweist und die Steuermittel (9) eine
Kühlvorrichtungs-Steuereinrichtung zur Steuerung des Betriebs der Kühlvorrichtung
(10) in Abhängigkeit der bestimmten Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche
(7) aufweisen.
3. Haarformgerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Kühlvorrichtung (10) eine
Kühlluftvorrichtung zur Kühlung der Kühlfläche (7) und/oder der geformten Haare aufweist
und die Kühlvorrichtungs-Steuereinrichtung Steuermittel zur Variierung der Luftmenge
und/oder des Lufteintritts- und/oder -austrittsorts der Kühlluftvorrichtung aufweist.
4. Haarformgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kühlvorrichtung (10)
zumindest eine Kühlluftdurchtrittsöffnung (11) in der Kühlfläche (7) aufweist, der
zumindest ein Durchtrittssteuerelement (12) vorzugsweise in Form eines Verschlusselements
zugeordnet ist, das in Abhängigkeit der Umschlingung und/oder Bedeckung der Kühlfläche
(7) durch die zu kühlenden Haare betätigbar ist.
5. Haarformgerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei mehrere Durchtrittssteuerelemente
(12) vorgesehen sind, die je nach Ort und/oder Größe der Umschlingung und/oder Bedeckung
der Kühlfläche (7) durch die zu kühlenden Haare verschieden, vorzugsweise unabhängig
voneinander, betätigbar sind.
6. Haarformgerät nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 oder einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei eine Ansaugvorrichtung zum Ansaugen der Haare an die Kühlfläche (7)
und/oder zum Ansaugen von Kühlluft durch Kühlluftdurchtrittsöffnungen (11) in der
Kühlfläche (7) hindurch in das Innere des Kühlteils (6) vorgesehen ist.
7. Haarformgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Kühlluftgebläse (13)
vorgesehen ist, das von den Steuermitteln (9) in Abhängigkeit von der Umschlingung
und/oder der Bedeckung der Kühlfläche (7) steuerbar ist.
8. Haarformgerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Kühlluftgebläse (13) verschiedene
Gebläsestufen aufweist, die von den Steuermitteln (9) in Abhängigkeit von der Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche (7) betätigbar sind.
9. Haarformgerät nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kühlluftgebläse
(13) in oder an dem Griffteil (2) angeordnet ist.
10. Haarformgerät nach einem der beiden Ansprüche 7 oder 8, wobei das Kühlluftgebläse
(13) an einem dem Griffteil (2) gegenüberliegenden Ende des Haarformgeräts (1) angeordnet
ist.
11. Haarformgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Bestimmung der Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche (7) durch die Haare ein beweglich gelagertes Haarkontaktelement
(14) im Bereich der Kühlfläche (7) vorgesehen ist.
12. Haarformgerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Haarkontaktelement (14)
ein verschieblich gelagertes Mitnehmerelement aufweist, das durch vorbei gleitende
Haare bewegbar ist.
13. Haarformgerät nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haarkontaktelement
(14) ein in die Kühlfläche (7) eindrückbares Druckelement aufweist.
14. Haarformgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haarkontaktelement
(14) mit dem zumindest einen Durchtrittssteuerelement (12) gekoppelt ist und ein Betätigungselement
zur Betätigung des genannten Durchtrittssteuerelements (12) bildet.
15. Haarformgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Bestimmung der Umschlingung
und/oder Bedeckung der Kühlfläche (7) durch die Haare ein Drehwinkelund/oder -beschleunigungssensor
zur Erfassung eines Drehwinkels und/oder einer Drehbeschleunigung des Griffteils (2),
des Heizteils (3) und/oder des Kühlteils (6) vorgesehen ist.