TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Metallspänen. Beim Betreiben
von Drehmaschinen fallen regelmäßig große Mengen von Metallspänen an, beispielsweise
von Stahlspänen. Diese Metallspäne werden mittels eines Endlosförderers von der Drehmaschine
abtransportiert und in einen Container gefördert. Mittels einer Vorrichtung zum Zerkleinern
von Metallspänen kann das Volumen der Metallspäne deutlich reduziert werden, so dass
diese Container weniger häufig geleert werden müssen.
STAND DER TECHNIK
[0002] Insbesondere in der metallverarbeitenden Industrie fallen oft sehr lange, spiralförmige
und scharfkantige Metallspäne an, die einen großen Platzbedarf aufweisen. Verheddern
sich diese Späne miteinander, führt dies zur Bildung von Späneknäueln, die einen noch
größeren Platzbedarf aufweisen können. Bei den Metallspänen handelt es sich um einen
wiederverwertbaren Rohstoff, der zum Recycling in Containern gesammelt wird. Regelmäßig
ist das vorhandene Container-Volumen längst erreicht, obwohl gewichtsmäßig der Container
noch voller befüllt werden könnte. Daher ist es vorteilhaft, möglichst kleine Späne
zu erhalten, um den Volumenbedarf der Späne zu reduzieren und so eine möglichst große
Masse an Spänen in einem Container unterbringen zu können.
[0003] Die Späne sind regelmäßig sehr scharfkantig, so dass die Späne nicht mit bloßen Händen
zusammengedrückt werden können, um mehr Platz im Container zu schaffen. Das Verletzungsrisiko
für die Mitarbeiter wäre dabei zu groß. Zu diesem Zweck sind Vorrichtungen zum Zerkleinern
von Metallspänen bekannt, die eine oder mehrere rotierbare Wellen besitzen, die jeweils
mit Schneidmessern bestückt sind. Eine entsprechende Vorrichtung ist beispielsweise
aus der
DE 44 06 675 A1 bekannt. Auf die rotierbare Messerwelle werden mehrere scheibenförmige Schneidmesser
hintereinander aufgeschoben und in dieser aufgefädelten Reihenfolge an der Messerwelle
befestigt.
[0004] Die einzelnen Schneidzähne der Schneidmesser können im Betrieb stumpf werden oder
abbrechen, was ein Auswechseln der Schneidmesser notwendig macht. In diesem Fall muss
regelmäßig die Messerwelle mit allen Schneidmessern aus dem Gehäuse ausgebaut werden,
so dass die äußeren Schneidmesser bis zu dem auszuwechselnden Schneidmesser von der
Messerwelle entfernt werden können. Nach dem Auswechseln des defekten Schneidmessers
durch ein neues Schneidmesser müssen die entfernten, funktionsfähigen Schneidmesser
wieder an der Messerwelle befestigt werden und diese muss anschließend wieder in dem
Gehäuse eingebaut werden. Ein solcher Reparaturvorgang ist mit einem hohen Arbeits-
und Zeitaufwand verbunden und damit wirtschaftlich ungünstig. Darüber hinaus ist ein
Zerkleinern der Späne während des Reparaturvorgangs nicht möglich, was gegebenenfalls
auch einen Produktionsstopp der Drehmaschinen zur Folge haben kann.
[0005] Aus diesem Grund sind Vorrichtungen zum Zerkleinern von Metallspänen bekannt, bei
denen die rotierbaren Messerwellen jeweils mit mehreren Schneidmesser-Modulen bestückt
sind, die einzeln auf die Messerwellen aufgesetzt werden können und so lösbar an der
Messerwelle befestigt werden, dass in Rotationsrichtung der Messerwelle gesehen jeweils
zumindest zwei Schneidmodule vorhanden sind. Entsprechende Vorrichtungen sind beispielsweise
bereits aus der
DE 94 18 544 U1 oder der
DE 20 2009 017 062 U1 bekannt.
[0006] Bei diesen Vorrichtungen handelt es sich um separate Geräte, die oftmals nicht direkt
neben der Drehmaschine vorhanden sind. Sofern kein Endlosförderer von der Drehmaschine
zu der Vorrichtung zum Zerkleinern von Metallspänen vorhanden ist, müssen die Späne
manuell zu der Vorrichtung transportiert und dort häufig ebenfalls manuell der Vorrichtung
zugeführt werden. Auch hierbei besteht wieder die Möglichkeit von Verletzungen an
den scharfkantigen Spänen.
[0007] Insbesondere bei sehr langen Spänen kann es darüber hinaus bereits auf dem Endlosförderer
zu einem Verheddern der Metallspäne kommen. Dies kann dazu führen, dass die Späne
nicht mehr vom Endlosförderer in die Vorrichtung zum Zerkleinern von Metallspänen
fallen, sondern am Endlosförderer hängen bleiben und von diesem wieder zurück zur
Drehmaschine transportiert werden. Dadurch kann es zu einem Verstopfen des Endlosförderers
und/oder der Drehmaschine kommen, was einen Produktionsstopp nach sich führen kann.
In einem solchen Fall muss der Endlosförderer und/oder die Drehmaschine geöffnet werden
und die eingezogenen Späne müssen entfernt werden, bevor ein Betrieb von Drehmaschine
und Endlosförderer wieder möglich ist. Derartige Instandhaltungsarbeiten sind sehr
zeitaufwändig und damit wirtschaftlich nachteilig. Auch muss das Entfernen der Metallspäne
in der Regel manuell vorgenommen werden, was eine erhöhte Verletzungsgefahr an den
scharfkantigen Metallspänen mit sich bringt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zum Zerkleinern von Metallspänen anzugeben,
die einen möglichst wartungsarmen Betrieb ermöglicht.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Zerkleinern von Metallspänen ist durch die Merkmale
des Hauptanspruchs 1 gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
von sich an den Hauptanspruch anschließenden weiteren Ansprüchen.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Zerkleinern von Metallspänen besitzt zumindest
eine rotierbar gelagerte Messerwelle. An jeder Messerwelle können zumindest zwei Schneidmoldule
lösbar befestigt sein, die mit zumindest einer feststehenden Messerleiste zusammenwirken
und dadurch ein Zerkleinern der Späne bewirken. Die Schneidmodule können dabei jeweils
einzeln auf die Messerwelle aufgesetzt und so lösbar an der Messerwelle befestigt
werden, dass in Rotationsrichtung der Messerwelle gesehen jeweils zumindest zwei Schneidmodule
vorhanden sind. Darüber hinaus kann die Vorrichtung so positioniert werden, dass die
von einem Endlosförderer transportierten Metallspäne durch die an der Messerwelle
befestigten Schneidmodule von dem Endlosförderer abstreifbar sind. Die Messerwelle
und der Endlosförderer werden erfindungsgemäß durch denselben motorischen Antrieb
angetrieben.
[0011] Der Endlosförderer kann gemeinsam mit der Messerwelle produziert und verkauft werden.
Es wäre jedoch auch möglich, einen bereits existierenden und in einem Betrieb eingesetzten
Endlosförderer entsprechend nachzurüsten.
[0012] Die Verwendung eines gemeinsamen Antriebs für Messerwelle und Endlosförderer führt
dazu, dass beide Bauteile gemeinsam in Betrieb genommen und damit auch wieder gestoppt
werden können. Sollte es daher zu einem Verstopfen des Spänehäckslers kommen, so dass
die Rotation der Messerwelle gestoppt werden muss, wird gleichzeitig auch die Bewegung
des Endlosförderers angehalten, so dass keine weiteren Metallspäne mehr in den Spänehäcksler
hineinfallen können, was die Verstopfung des Spänehäckslers verschlimmern würde. Bislang
musste der Endlosförderer separat gestoppt werden, was mit einer gewissen Zeitverzögerung
verbunden war, da die Steuerungen für die beiden Bauteile nicht unmittelbar nebeneinander
angeordnet waren. Es konnte auch vorkommen, dass der Endlosförderer eine gewisse Zeit
lang gar nicht gestoppt wurde, da der zuständige Mitarbeiter zunächst hoffte, die
Verstopfung des Spänehäckslers so schnell beheben zu können, dass er sich den Weg
zur Steuerung des Endlosförderers sparen konnte. Dies führte dann häufig dazu, dass
die Verstopfung deutlich schlimmer wurde und die Beseitigung derselben viel länger
dauerte, als es eigentlich nötig gewesen wäre. Auch können mit der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung sowohl Spänehäcksler als auch Endlosförderer gleichzeitig und gemeinsam
reversiert werden, sollte dies einmal nötig sein, um eine Verstopfung aufzuheben oder
zu verhindern. Eine solche kurzzeitige Reversion der Messerwelle kann bereits ausreichend
sein, um eine Verstopfung zu verhindern, sofern während der Reversion keine weiteren
Metallspäne in den Spalt zwischen Messerwelle und feststehender Messerleiste fallen.
Durch die Verwendung eines gemeinsamen motorischen Antriebs kann darüber hinaus ein
motorischer Antrieb mit entsprechender Steuerung eingespart werden, was wirtschaftlich
vorteilhaft ist. Auch muss nur ein Antrieb gewartet werden, was den Wartungsaufwand
reduziert.
[0013] Vorzugsweise kann der Endlosförderer eine Antriebswelle aufweisen, die mit der zumindest
einen rotierbar gelagerten Messerwelle verbunden ist. Dies kann in konstruktiv besonders
einfacher Weise über einen Zahnriemen oder eine Kette erfolgen.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform kann die zumindest eine Messerwelle in einem
Lagerblock rotierbar gelagert sein. An diesem Lagerblock kann auch der Endlosförderer
über zumindest einen Abstandshalter befestigt sein. Endlosförderer und Messerwelle
sind somit in einem definierten Abstand zueinander vorhanden und in unmittelbarer
Nähe zueinander angeordnet. Diese räumliche Nähe von der eigentlichen Zerkleinerungseinheit
zu dem Endlosförderer führt dazu, dass diejenigen Späne, die nicht selbständig vom
Endlosförderer abfallen, durch die an der Messerwelle befestigten Schneidmodule von
dem Endlosförderer abgestreift werden können. Durch einen entsprechenden Schliff der
Schneidzähne der Schneidmodule können sich diese an den Spänen festhaken und die Späne
vom Endlosförderer weg, hin zu den feststehenden Messerleisten transportieren, wo
die Späne zerkleinert werden können.
[0015] Um das Verletzungsrisiko für die Mitarbeiter weiter zu reduzieren, kann die zumindest
eine rotierbar gelagerte Messerwelle und der der Messerwelle benachbarte Endbereich
des Endlosförderers durch eine gemeinsame Haube abgedeckt werden.
[0016] Die modulare Art der Befestigung der einzelnen Schneidmodule ermöglicht es, ein defektes
Schneidmodul einzeln von der Messerwelle zu lösen und auszutauschen, ohne dass andere,
benachbarte Schneidmodule mit betroffen wären. Auch ist es nicht notwendig, die Messerwelle
aus dem Gehäuse auszubauen. Das Auswechseln der einzelnen Schneidmodule ist somit
unkompliziert und rasch möglich, so dass es nur zu einer kurzen Standzeit der Vorrichtung
während einer Wartung kommt.
[0017] Die Befestigung der Schneidmodule an der Messerwelle kann über zumindest eine Schraubverbindung
erfolgen. Vorzugsweise können die einzelnen Schneidmodule jeweils mit zumindest zwei
Schrauben an der Messerwelle festgeschraubt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
kann die rotierbar gelagerte Messerwelle in ihrer Mantelfläche mehrere Taschen aufweisen,
in denen jeweils ein Schneidmodul positioniert werden kann. Dadurch kann neben der
Befestigung auch ein einfaches Positionieren der einzelnen Schneidmodule an der Messerwelle
ermöglicht werden, was insbesondere für die Erstmontage der einzelnen Schneidmodule
wünschenswert sein kann. Die Schneidmodule können exakt in die Taschen eingesetzt
werden und haben eine genau definierte Position in Bezug auf benachbarte Schneidmodule
inne, so dass ein optimales Schneidergebnis erzielt werden kann. Die Montage und das
Auswechseln der Schneidmodule kann nach wie vor rasch erfolgen, so dass sowohl bei
der Erstmontage als auch beim Auswechseln eines oder mehrerer Schneidmodule nur eine
geringe Montagezeit benötigt wird. Die Taschen können vorzugsweise in die Mantelfläche
eingefräst sein.
[0018] Vorzugsweise kann die rotierbar gelagerte Messerwelle zylinderförmig ausgebildet
sein. Der Querschnitt der rotierbar gelagerten Messerwelle wäre in diesem Fall - abgesehen
von den in der Mantelfläche vorhandenen Taschen - kreisförmig.
[0019] Auch die feststehende Messerleiste kann modular ausgebildet sein. Dazu kann die Messerleiste
mehrere Messereinheiten besitzen, die beispielsweise an einem gemeinsamen Messerhalter
befestigt werden können. Dadurch können auch die einzelnen Module der feststehenden
Messerleiste einfach ausgetauscht werden, sofern eine der Messereinheiten defekt ist.
Die Befestigung der einzelnen Messereinheiten kann beispielsweise über eine oder mehrere
Schrauben erfolgen.
[0020] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner angegebenen
Merkmalen sowie dem nachstehenden Ausführungsbeispiel zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der noch keine
Schneidmodule in die Messerwelle eingesetzt wurden und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung mit eingesetzten Schneidmodulen.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zum Zerkleinern von Metallspänen 12 ist schematisch
in Fig. 1 und 2 dargestellt. Die Vorrichtung 10 weist eine Messerwelle 20 auf, die
in einem Lagerblock 22 rotierbar gelagert ist. Die Messerwelle 20 kann mittels eines
nicht dargestellten motorischen Antriebs um die Drehachse 24 rotierbar angetrieben
werden. Die Rotationsrichtung 26 verläuft im vorliegenden Beispielsfall mit dem Uhrzeigersinn.
Um die Messerwelle 20 antreiben zu können, ist die Messerwelle 20 mit einer Antriebswelle
28 ausgestattet, die durch den motorischen Antrieb angetrieben werden kann.
[0023] Die Messerwelle 20 besitzt im vorliegenden Beispielsfall einen kreisförmigen Querschnitt.
In der Mantelfläche 30 sind im vorliegenden Beispielsfall mehrere Taschen 32 vorhanden.
In jeder der Taschen 32 kann ein Schneidmodul 34 eingesetzt und befestigt werden.
Die Schneidmodule 34 weisen dazu jeweils zumindest eine Bohrung auf, in die eine Schraube
eingreifen kann, um die Schneidmodule 34 mittels einer Schraubverbindung an der Messerwelle
20 zu befestigen. Jedes Schneidmodul 34 ist mit einem Schneidzahn ausgestattet.
[0024] Die Schneidmodule 34 können einzeln von der Messerwelle 20 entfernt werden. Nach
dem Lösen der Befestigungsschraube kann das auszuwechselnde Schneidmodul 34 von der
Messerwelle 20 entfernt werden. Die Messerwelle 20 selbst muss dazu nicht aus dem
Lagerblock 22 ausgebaut werden. Auch müssen keine weiteren Schneidmodule 34, die nicht
ausgetauscht werden sollen, entfernt werden. Die Auswechslung defekter Schneidmodule
34 gestaltet sich somit rasch und unproblematisch und ist daher wirtschaftlich vorteilhaft.
[0025] Die Schneidzähne der Schneidmodule 34 wirken mit einer feststehenden Messerleiste
40 zusammen, um die Metallspäne 12 zu zerkleinern. Die feststehende Messerleiste 40
ist mittels eines Messerhalters 42 an dem Unterbau 44 der Vorrichtung 10 befestigt.
An diesem Unterbau 44 ist auch der Lagerblock 22 für die Messerwelle 20 befestigt.
[0026] Die Messerleiste 40 ist im vorliegenden Beispielsfall modular aufgebaut und besitzt
mehrere Messereinheiten 46. Die Anzahl der Messereinheiten 46 kann der Anzahl der
Schneidmodule 34 in Längsrichtung der Messerwelle 20 gesehen entsprechen. Die einzelnen
Messereinheiten 46 sind über eine oder mehrere Schrauben an dem Messerhalter 42 befestigt.
Durch den modularen Aufbau der feststehenden Messerleiste 40 können die einzelnen
Messereinheiten 46 im Fall eines Defekt ebenfalls leicht ausgetauscht werden.
[0027] Die Vorrichtung 10 besitzt darüber hinaus einen Endlosförderer 50 für Metallspäne
12, dessen Endbereich 52 so nahe an der rotierbar gelagerten Messerwelle 20 platziert
ist, dass die einzelnen Schneidmodule 34 als Abstreifer für solche Metallspäne 12
dienen können, die nicht von selbst von dem Endlosförderer 50 abfallen. Auf diese
Weise kann verhindert werden, dass einige Späne 12 vom Endlosförderer 50 wieder zurück
in Richtung einer hier nicht dargestellten Drehmaschine transportiert werden, was
zu Verstopfungen der Drehmaschine führen kann.
[0028] Es hat sich dabei als ausreichend nahe herausgestellt, wenn der Abstand 54 zwischen
den Schneidzähnen der Schneidmodule 34 und dem Förderband 56 des Endlosförderers zwischen
drei und vier Zentimeter beträgt. Bei diesem Abstand 54 kann sichergestellt werden,
dass die Schneidzähne das Förderband 56 nicht beschädigen können, gleichzeitig können
die regelmäßig sehr langen Metallspäne 12 auf diese Weise verlässlich von den Schneidmodulen
34 mitgenommen werden.
[0029] Der Endlosförderer 50 ist in einem Gehäuse 60 angeordnet, das mittels mehrerer Abstandshalter
62 an dem Unterbau 44 des Lagerblocks 22 der Messerwelle 20 befestigt ist. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass der voreingestellte Abstand 54 zwischen Förderband
56 und Schneidzähnen eingehalten und nicht versehentlich verändert wird.
[0030] Die Antriebswelle 64 des Endlosförderers 50 ist in dem Gehäuse 60 rotierbar gelagert.
Die Antriebswelle 64 des Endlosförderers 50 und die Antriebswelle 28 der Messerwelle
20 sind im vorliegenden Beispielsfall über einen Zahnriemen 70 miteinander verbunden.
Aus diesem Grund sind beide Antriebswellen 64, 28 mit jeweils einem Zahnrad 72, 74
versehen. Der Zahnriemen 70 verbindet die beiden Zahnräder 72, 74 und damit auch die
beiden Antriebswellen 28, 64 miteinander. Der Endlosförderer 50 wird somit über denselben
motorischen Antrieb angetrieben wie auch die Messerwelle 20. Somit ist nur ein gemeinsamer
motorischer Antrieb erforderlich, was die Herstellungs- und Wartungskosten der Vorrichtung
10 deutlich reduziert.
[0031] Darüber hinaus ist es durch den gemeinsamen motorischen Antrieb möglich, beide Antriebswellen
28, 64 gemeinsam in Betrieb zu nehmen und auch gemeinsam zu stoppen. Auf diese Weise
kann sichergestellt werden, dass bei einer drohenden Verstopfung im Bereich der feststehenden
Messerleiste 40 nicht lediglich die Rotation der Messerwelle 20 gestoppt wird, sondern
gleichzeitig auch das Förderband 56 des Endlosförderers angehalten wird. Darüber hinaus
ist auch eine gleichzeitige Reversion von Messerwelle 28 und Endlosförderer 50 möglich,
also das gleichzeitige Ändern der Rotationsrichtung. Eine solche Reversion kann erforderlich
sein, um eine beginnende Verstopfung im Bereich der Messerleiste 40 zu verhindern
oder wieder aufzulösen. Sofern in diesem Fall jedoch lediglich die Rotation der Messerwelle
20 gestoppt wird, während nach wie vor Metallspäne 12 vom Endlosförderer 50 in den
Bereich der Messerleiste 40 transportiert werden, wird die Verstopfung in der Regel
nicht aufgelöst sondern vielmehr weiter verschlimmert. Daher müsste eigentlich auch
der Endlosförderer 50 angehalten und reversiert werden. Dies ist bei separaten Steuerungen
und separaten motorischen Antrieben jedoch häufig nicht so rasch möglich, da längere
Wege zurückgelegt werden müssen, um von einem motorischen Antrieb zum nächsten zu
gelangen.
[0032] Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnten die beiden Zahnräder
72, 74 auch mittels einer Kette miteinander verbunden werden. Es wäre auch möglich
die Zahnräder 72, 74 direkt ineinander greifen zu lassen.
[0033] Um zu verhindern, dass es bei einer Rotation der Messerwelle 20 zu Verletzungen der
Mitarbeiter durch die rotierenden Schneidzähne 36 kommt, ist die Vorrichtung 10 im
vorliegenden Beispielsfall in einem Gehäuse 80 angeordnet. Das Gehäuse 80 wird im
Bereich der Messerwelle 20 und des Endbereichs 52 des Endlosförderers 50 von einer
Haube 82 verschlossen. Die Haube 82 kann vorzugsweise transparent ausgebildet sein,
um den Zerkleinerungsvorgang beobachten zu können.
[0034] Solange die Messerwelle 20 rotiert, kann die Haube 82 nicht geöffnet werden, so dass
es nicht möglich ist, mit den Händen in den Bereich der feststehenden Messerleiste
40 zu greifen, was zu schwerwiegenden Verletzungen führen könnte. Erst nach dem Stoppen
der Messerwelle 20 kann die Haube 82 geöffnet werden, so dass der Zerkleinerungsbereich
frei zugänglich ist. Bei angehaltener Messerwelle 20 kann somit vorsichtig versucht
werden, eine drohende Verstopfung wieder aufzulösen. Auch bei einer Reversion der
Messerwelle 20 kann ein Öffnen der Haube 82 möglich sein. Umgekehrt setzt eine Inbetriebnahme
der Vorrichtung 10 voraus, dass die Haube 82 geschlossen ist. Bei geöffneter Haube
82 ist dagegen keine Rotation der Messerwelle 20 im Uhrzeigersinn möglich.
1. Vorrichtung (10) zum Zerkleinern von Metallspänen (12)
- mit zumindest einer rotierbar gelagerten Messerwelle (20), an der zumindest zwei
Schneidmodule (34) lösbar befestigt sind, wobei die Schneidmodule (34) jeweils einzeln
auf die zumindest eine Messerwelle (20) aufgesetzt und so lösbar befestigt sind, dass
in Rotationsrichtung (26) der Messerwelle (20) gesehen jeweils zumindest zwei Schneidmodule
(34) vorhanden sind,
- mit einem motorischen Antrieb zur Rotation der zumindest einen Messerwelle (20),
- mit zumindest einer mit den Schneidmodulen (34) der zumindest einen Messerwelle
(20) zusammenwirkenden feststehenden Messerleiste (40),
- mit zumindest einem Endlosförderer (50) für Metallspäne (12), wobei die von dem
Endlosförderer (50) transportierten Metallspäne (12) durch die an der Messerwelle
(20) befestigten Schneidmodule (34) von dem Endlosförderer (50) abstreifbar sind,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Endlosförderer (50) durch den motorischen Antrieb der Messerwelle (20) antreibbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Endlosförderer (50) eine Antriebswelle (64) aufweist,
- die zumindest eine rotierbar gelagerte Messerwelle (20) mit der Antriebswelle (64)
des Endlosförderers (50) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zumindest eine rotierbar gelagerte Messerwelle (20) über eine Kette oder einen
Zahnriemen (70) mit der Antriebswelle (64) des Endlosförderers (50) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zumindest eine Messerwelle (20) in einem Lagerblock (22) rotierbar gelagert
ist.
- der Endlosförderer (50) über zumindest einen Abstandshalter (62) an dem Lagerblock
(22) befestigt ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zumindest eine rotierbar gelagerte Messerwelle (20) und der Endbereich (52)
des Endlosförderers (50) durch eine gemeinsame Haube (82) abdeckbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die rotierbar gelagerte Messerwelle (20) in ihrer Mantelfläche (30) mehrere Taschen
(32) aufweist,
- in die Taschen (32) jeweils ein Schneidmodul (34) einsetzbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die rotierbar gelagerte Messerwelle (20) zylinderförmig ausgebildet ist.