[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement, das als Etikett oder Sicherheitsmerkmal
für Wertdokumente, Gegenstände, Verpackungen und dergleichen verwendbar ist und das
auf einfache Weise mit individuellen Informationen versehen werden kann.
[0002] Patentdokument
WO 01/62509 A1, in der Beschreibung auf Seite 1 zitiert, offenbart ein Personalisierbares Sicherheitselement
die eine Trägerschicht, eine Klebeschicht und eine Flüssigkristallschicht aufweist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es ein Sicherheitselement bereitzustellen, das nach seiner
Herstellung auf einfache Weise mit individuellen Informationen versehen werden kann
und das ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild aufweist. Gegenstand der Erfindung
ist daher ein personalisierbares Sicherheitselement gemäß Anspruch 1.
[0004] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren gemäß Anspruch 4.
[0005] Gegebenenfalls kann das erste Trägersubstrat auf der, der laserbeschreibbaren schwarzen
metallischen Beschichtung gegenüberliegenden Oberfläche mit einer Selbstklebebeschichtung
versehen werden.
[0006] Als erstes Trägersubstrat kommen beispielsweise flexible Kunststofffolien, beispielsweise
aus PI, PP, MOPP, PE, PPS, PEEK, PEK, PEI, PSU, PAEK, LCP, PEN, PBT, PET, PA, PC,
COC, POM, ABS, PVC, PTFE, ETFE (Ethylentetrafluorethylen), PFA (Tetrafluorethylen-Perfluorpropylvinylether-Fluorcopolymer),
MFA (Tetrafluor-methylen-Perfluorpropylvinylether-Fluorcopolymer), PTFE (Polytetra-fluorethylen),
PVF (Polyvinylfluorid), PVDF (Polyvinylidenfluorid), und EFEP (Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer)
in Frage.
Bevorzugt werden Trägersubstrate aus PET vewendet.
Die Trägerfolien weisen vorzugsweise eine Dicke von 5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200
µm, besonders bevorzugt 5 - 50 µm auf.
[0007] Das erste Tägersubstrat weist eine laserbeschreibbare schwarze metallische Beschichtung,
beispielsweise aus nichtstöchiometrischem Metalloxiden oder Mischungen aus Metallen
und Metalloxiden auf.
Eine geeignete laserbeschreibbare schwarze Metallisierung ist beispielsweise in der
EP 1 567 363 B beschreiben.
[0008] Auf ein zweites Trägersubstrat aus einer flexiblen Kunststofffolie wird eine Schicht
eines ggf. transparenten Farbkippeffektlacks aufgebracht.
[0009] Alternativ kann der Farbkippeffektlack auch direkt auf die, auf dem ersten Trägersubstrat
vorhandene, Beschichtung aufgebracht werden.
[0010] Dabei kann die Kunststofffolie aus demselben Material bestehen wie das erste Trägersubstrat
oder aber auch aus einem anderen Material bestehen als das erste Trägersubstrat.
[0011] Unter Farbkippeffektlack wird eine Druckfarbe verstanden, die Pigmente aufweist,
die einen Farbkippeffekt zeigen, also sog. Interferenzpigmente.
[0012] Die beiden Trägersubstrate können anschließend ggf. mittels eines Kaschierklebers
gegeneinander kaschiert werden, wobei die auf den jeweiligen Trägersubstraten vorhandenen
Schichten aneinander angrenzen.
[0013] Anschließend kann ggf. eine Selbstklebebeschichtung auf die der Beschichtung des
zweiten Trägersubstrats gegenüber liegende Oberfläche dieses Trägersubstrats aufgebracht
werden. Mit Hilfe dieser Selbstklebebeschichtung kann das Sicherheitselement als Etikett
auf dem zu sichernden Gegenstand fixiert werden.
[0014] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann anschließend oder zu einem späteren
Zeitpunkt personalisiert werden.
Dadurch ist es möglich die Bedruckung jeweils an die gewünschten Erfordernisse anzupassen
und auch kundenspezifisch zu gestalten.
[0015] Die Bedruckung kann in Form von Zeichen, Buchstaben, Zahlen, Symbolen Bildern oder
auch in Form einer Codierung, wie eines Barcodes vorliegen.
[0016] Die Bedruckung kann beispielsweise sicherheitsrelevante Informationen, wie beispielsweise
eine Codierung, produktspezifische Daten, Herstellungsdaten, Chargenkennzeichnungen
und dergleichen enthalten.
[0017] In dem Fall in dem das Sicherheitselement eine laserbeschreibbare schwarze Beschichtung
aufweist, wird das Sicherheitselement mit Hilfe eines Lasers beschrieben. Dabei ist
der Farbkippeffekt vorerst auf dem gesamten Sicherheitselement sichtbar, nach der
Behandlung mittels eines Lasers wird in den beschriebenen Bereichen der Farbkippeffekt
ausgelöscht. Eine geeignete laserbeschreibbare schwarze Metallisierung ist beispielsweise
in der
EP 1 567 363 B beschreiben.
[0018] In den Figuren 1 und 3 sind nicht vom Schutzumfang umfasste Ausführungsformen gezeigt
und in der Figur 2 ist ein erfindungsgemäßer Aufbau des Sicherheitsetiketts dargestellt.
Darin bedeuten
[0019]
- 1 ein Papiersubstrat, das eine Beschichtung aus einem thermoaktivierbaren Farbstoff
aufweist
- 1a eine Kunststofffolie, die eine Beschichtung aus einem thermoaktivierbaren Farbstoff
aufweist
- 2 eine Kaschierklebeschicht
- 3 eine Schicht aus einem flüssigkristallinen Material
- 3 a eine Schicht aus einem Farbkippeffektlack
- 4 eine Kunststofffolie
- 5 eine schwarze Metallisierung
- 6 eine Selbstklebebeschichtung
- 7 den zu sichernden Gegenstand
- 8 einen Bereich, in dem das Sicherheitselement eine Bedruckung aufweist
- 9 einen Bereich, in dem das Sicherheitselement keine Bedruckung aufweist
- 10 einen Bereich, in dem das Sicherheitselement eine Laserbeschriftung aufweist
- 11 einen Bereich, in dem das Sicherheitselement keine Laserbeschriftung aufweist
- 12 die Bedruckung
- 13 die Laserbeschriftung
[0020] Figur 1 zeigt eine nicht vom Schutzumfang umfasste Ausführungsform eines Sicherheitselements
bei dem ein Papiersubstrat 1, das eine Beschichtung mit einem thermoaktivierbaren
Farbstoff aufweist mit einer über eine Kaschierklebeschicht 2 verbundene Schicht aus
einem flüssigkristallinem Material 3 versehen ist.
Anschließend wird das Sicherheitselement in einem Thermodirektverfahren von der Seite
der Schicht aus flüssigkristallinen Material 3 bedruckt.
Figur 1 a zeigt den Zustand nach der Bedruckung des Sicherheitselements aus Fig. 1.
Im Bereich 8 ist das Sicherheitselement mit einer Bedruckung 12 versehen.
Durch den dabei entstehenden dunklen Hintergrund im Bereich der Bedruckung wird der
Farbkippeffekt im Bereich der Bedruckung 12 (Buchstaben H und F) deutlich und brillant
erkennbar. Außerhalb des bedruckten Bereichs, also im Bereich 9 ist der Farbkippeffekt
nur äußerst schwach bis gar nicht erkennbar.
[0021] Dies ist in der, in Figur 1b gezeigten, Aufsicht des Sicherheitselementes aus Fig.
1a dargestellt.
[0022] In Figur 2 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sicherheitselements dargestellt,
bei dem eine Kunststofffolie 4 mit einer laserbeschreibbaren schwarzen metallischen
Schicht 5 versehen ist. Auf diese Schicht 5 ist direkt eine Schicht aus einem Farbkippeffektlack
3a aufgebracht.
Das Sicherheitselement weist dabei einen vollflächigen Farbkippeffekt auf.
[0023] Anschließend wird das Sicherheitselement mittels eines Lasers beschrieben. In Figur
2a ist das Sicherheitselement nach der Laserbeschriftung dargestellt.
Dabei wird im Bereich 10 die schwarze Metallisierung zerstört, der Farbkippeffekt
in diesem Bereich im Wesentlichen beinahe zur Gänze ausgelöscht. Der Farbkippeffekt
ist im Bereich 10 (Buchstaben H und F) kaum bis gar nicht erkennbar, innerhalb des
Bereichs 11 ist der Farbkippeffekt deutlich und brillant erkennbar.
[0024] Figur 2b zeigt das Sicherheitselement aus Figur 2a in Aufsicht nach der Laserbeschriftung.
[0025] Figur 3 zeigt eine weitere nicht vom Schutzumfang umfasste Ausführungsform des eines
Sicherheitselements, das beispielsweise in Form eines Sicherheitsetiketts verwendbar
ist.
Dabei ist auf einem Trägersubstrat aus einer mit einer Beschichtung aus einem thermoaktivierbaren
Farbstoff versehenen Kunststofffolie 1a, eine über eine Kaschierklebeschicht 2 verbundene
Schicht aus einem flüssigkristallinen Material 3 aufgebracht. Auf der diesem Schichtaufbau
gegenüberliegenden Oberfläche ist eine Selbstklebebeschichtung 6 aufgebracht.
[0026] Das Sicherheitselement wird dann, wie zu Figur 1 ausgeführt mittels eines Thermodirektverfahrens
bedruckt.
[0027] Anschließend kann das Sicherheitselement mittels der Selbstklebebeschichtung 6 mit
dem zu sichernden Gegenstand 7 verbunden werden.
[0028] Die erfindungsgemäßen Sicherheitselemente sind gegebenenfalls nach entsprechender
Konfektionierung in oder auf Datenträgern, insbesondere Wertdokumenten wie Ausweisen,
Karten, Banknoten oder Etiketten, Siegeln und dergleichen geeignet, aber auch als
Verpackungsmaterial beispielsweise in der pharmazeutischen, der Elektronik- und/oder
Lebensmittelindustrie, beispielsweise in Form von Blisterfolien, Faltschachteln, Abdeckungen,
Folienverpackungen und dergleichen geeignet.
[0029] Für die Anwendung als Sicherheitselemente auf Datenträgern werden die Substrate bzw.
Folienmaterialien bevorzugt in Streifen oder Fäden oder Patches geschnitten, wobei
die Breite der Streifen oder Fäden vorzugsweise 0,05 - 10 mm beträgt und die Patches
vorzugsweise mittlere Breiten bzw. Längen von 0,3 - 20 mm aufweisen
[0030] Für die Anwendung in oder auf Verpackungen wird das Folienmaterial bevorzugt in Streifen,
Bänder, Fäden oder Patches geschnitten, wobei die Breite der Fäden, Streifen bzw.
Bänder vorzugsweise 0,05 - 50 mm beträgt und die Patches vorzugsweise mittlere Breiten
und Längen von 2 - 30 mm aufweisen.
[0031] Mit einer Selbstklebebeschichtung versehen, werden die erfindungsgemäßen Sicherheitselemente
als Etiketten zur Sicherung von Datenträgern, Produkten oder Verpackungen verwendet.
1. Personalisierbares Sicherheitselement aufweisend ein Trägersubstrat und eine optisch
variable Schicht, wobei das Sicherheitselement folgende Schichtenfolge aufweist:
a) ein Trägersubstrat bestehend aus einer flexiblen Kunststofffolie, die eine laserbeschreibbare
schwarze metallische Beschichtung aufweist,
b) ggf. eine Kaschierklebeschicht
c) eine Schicht aus einem Farbkippeffektlack,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement eine Laserbeschriftung aufweist, wobei in einem Bereich (10),
in dem das Sicherheitselement die Laserbeschriftung aufweist, die schwarze metallische
Beschichtung zerstört und ein Farbkippeffekt des Farbkippeffektlackes kaum bis gar
nicht erkennbar ist, wobei innerhalb eines Bereiches (11), in dem das Sicherheitselement
keine Laserbeschriftung aufweist, der Farbkippeffekt deutlich und brillant erkennbar
ist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die laserbeschreibbare metallische Beschichtung aus nichtstöchiometrischem Metalloxiden
oder Mischungen aus Metallen und Metalloxiden besteht.
3. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbkippeffektlack aus einer Druckfarbe, die Interferenzpigmente enthält, besteht.
4. Verfahren zur Herstellung eines personalisierbaren Sicherheitsetiketts,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) Bereitstellen eines ersten Trägersubstrats aus einer flexiblen Kunststofffolie,
die auf einer Oberfläche eine laserbeschreibbare schwarze metallische Beschichtung
aufweist
b) Bereitstellen eines zweiten Trägersubstrats aus einer flexiblen Kunststofffolie
b1) Aufbringen einer Farbkippeffektlackschicht auf das zweite Trägersubstrat
c1) ggf. Aufbringen einer Kaschierklebeschicht auf die Farbkippeffektlackschicht
d1) Kaschieren des Schichtaufbaus des ersten Trägersubstrats gegen die auf dem zweiten
Trägersubstrat vorhandene Schicht,
e1) Abziehen des zweiten Trägersubstrats
f1) Beschreiben des Sicherheitselements mit einem Laserstrahl, wodurch der Farbkippeffekt
der Farbkippeffektlackschicht im Bereich der Bedruckung ausgelöscht wird.
5. Verwendung der Sicherheitselemente nach einem der Ansprüche 1 bis 3 als Sicherheitselemente
oder Sicherheitsetikett in oder auf Datenträgern, Produkten oder Verpackungen.
1. A personalizable security element comprising a carrier substrate and an optically
variable layer, wherein the security element has the following layer sequence:
a) a carrier substrate consisting of a flexible plastic film having a laser-writeable
black metal coating,
b) optionally a laminating adhesive layer
c) a layer of color-shifting effect lacquer,
characterized in that the security element has a laser writing, wherein the black metallic coating is destroyed
and a color-shifting effect of the color-shifting effect lacquer is barely or not
at all discernible in a region (10) in which the security element has the laser marking,
wherein the color-shifting effect is clearly and brilliantly discernible inside a
region (11) in which the security element has no laser marking.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the laser-writeable metallic coating consists of non-stoichiometric metal oxides
or mixtures of metals and metal oxides.
3. The security element according to one of claims 1 or 2, characterized in that the color-shifting effect lacquer consists of a printing ink containing interference
pigments.
4. A method for producing a personalizable security element,
characterized by the following method steps:
a) providing a first carrier substrate made of a flexible plastic film, which hast
a laser-writeable black metallic coating on a surface
b) providing a second carrier substrate made of a flexible plastic film
b1) applying a color-shifting effect lacquer layer to the second carrier substrate
c1) optionally applying a laminating adhesive layer to the color-shifting effect lacquer
layer
d1) laminating the layer structure of the first carrier substrate to the layer present
on the second carrier substrate
e1) removing the second carrier substrate
f1) writing the security element with a laser beam, whereby the color-shifting effect
of the color-shifting effect lacquer layer is eliminated in the region of printing.
5. A use of the security elements according to one of claims 1 to 3 as security elements
or security labels in or on data carriers, products, or packaging.
1. Élément de sécurité personnalisable présentant un substrat de support et une couche
optiquement variable, dans lequel l'élément de sécurité présente la succession de
couches suivante :
a) un substrat de support constitué d'une feuille plastique flexible, qui présente
un revêtement métallique noir inscriptible au laser
b) le cas échéant une couche adhésive contrecollée
c) une couche en un vernis avec effet de changement de couleur,
caractérisé en ce que l'élément de sécurité présente un marquage au laser, dans lequel dans une zone (10)
dans laquelle l'élément de sécurité présente le marquage au laser, détruit le revêtement
métallique noir et un effet de changement de couleur du vernis avec effet de changement
de couleur n'est presque pas ou pas du tout perceptible, dans lequel à l'intérieur
d'une zone (11) dans laquelle l'élément de sécurité ne présente aucun marquage au
laser, l'effet de changement de couleur est nettement perceptible et brillant.
2. Élément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que le revêtement métallique inscriptible au laser est constitué d'oxydes métalliques
non stœchiométriques ou de mélanges de métaux et d'oxydes métalliques.
3. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le vernis avec effet de changement de couleur se compose d'une encre, qui contient
des pigments d'interférence.
4. Procédé de fabrication d'une étiquette de sécurité personnalisable,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
a) mise à disposition d'un premier substrat de support en une feuille plastique flexible,
qui présente sur une surface un revêtement métallique noir inscriptible au laser
b) mise à disposition d'un deuxième substrat de support en une feuille plastique flexible
b1) application d'une couche de vernis avec effet de changement de couleur sur le
deuxième substrat de support
c1) le cas échéant application d'une couche adhésive contrecollée sur la couche de
vernis avec effet de changement de couleur
d1) contrecollage de la structure en couches du premier substrat de support contre
la couche présente sur le deuxième substrat de support,
e1) retrait du deuxième substrat de support
f1) inscription sur l'élément de sécurité avec un faisceau laser, ce par quoi l'effet
de changement de couleur de la couche de vernis avec effet de changement de couleur
est détruit dans la zone de l'impression.
5. Utilisation des éléments de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à
3 en tant qu'éléments de sécurité ou étiquette de sécurité dans ou sur des supports
de données, produits ou emballages.