| (19) |
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(11) |
EP 3 178 997 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2019 Patentblatt 2019/34 |
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Anmeldetag: 13.10.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
VENTILEINHEIT FÜR SCHNELLWECHSLER SOWIE SCHNELLWECHSELSYSTEM
VENTILEINHEIT FÜR SCHNELLWECHSLER SOWIE SCHNELLWECHSELSYSTEM
VENTILEINHEIT FÜR SCHNELLWECHSLER SOWIE SCHNELLWECHSELSYSTEM
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
07.12.2015 DE 102015015809
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.06.2017 Patentblatt 2017/24 |
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Patentinhaber: Liebherr-Hydraulikbagger GmbH |
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88457 Kirchdorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Meier, Simon
87700 Amendingen (DE)
- Zitterbart, Thomas
89165 Dietenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Laufhütte, Dieter |
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Lorenz Seidler Gossel
Rechtsanwälte Patentanwälte
Partnerschaft mbB
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 548 943 DE-U1-202008 015 191
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DE-A1-102014 200 469 JP-A- 2015 200 104
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventileinheit zur hydraulischen Betätigung des Verriegelungsmittels
eines mechanischen Schnellwechslers für Anbaugeräte einer Baumaschine sowie ein Schnellwechselsystem
mit einer derartigen Ventileinheit sowie einem Schnellwechseladapter.
[0002] Schnellwechselsysteme dienen dazu, Anbauwerkzeuge einer Baumaschine schnell und unkompliziert
wechseln zu können. Dies verlangt eine schnelle Konnektierung mechanischer als auch
hydraulischer Verbindungen zwischen Anbauwerkzeug und Baumaschine, insbesondere dem
Auslegersystem der Maschine. Zunehmende Beliebtheit erfahren sogenannte Schnellwechseladapter,
die bei Bedarf baumaschinenseitig montiert werden und die notwendigen Komponenten
für die schnelle Verbindungsherstellung mit dem Anbauwerkzeug beinhalten. Die mechanische
Sicherung des Anbauwerkzeuges am Adapter wird über ein Verrieglungsmittel des Adapters
erreicht. Oftmals wird hierbei auf einen hydraulisch betätigbaren Bolzmechanismus
zurückgegriffen, dessen Bolzen durch ein oder mehrere Hydraulikzylinder betätigbar
und dadurch automatisch in die zugeordneten Bolzenaufnahmen am Anbauwerkzeug steckbar
ist/sind.
[0003] Für die Betätigung des Verriegelungsmittels respektive des Hydraulikzylinders muss
der Schnellwechseladapter aus einem Schnellwechselkreislauf der Baumaschine mit Hydraulikfluid
versorgt werden. Ein Beispiel für die Verschaltung eines konventionellen Schnellwechselkreislaufs
ist der Figur 1 zu entnehmen. Der Schnellwechseladapter 5 umfasst das besagte Verriegelungsmittel
in Form eines Hydraulikzylinders 6, dessen Kolbenstange über einen Kupplungsmechanismus
die hier nicht dargestellten Verriegelungsbolzen betätigt, und zwar derart, dass beim
Ausfahren der Kolbenstange diese gesteckt, d.h. das Anbauwerkzeug verriegelt, und
beim Einfahren der Kolbenstange die Verriegelungsbolzen gezogen und das Anbauwerkzeug
entriegelt wird.
[0004] Der Schnellwechseladapter 5 ist lösbar an der Baumaschine, vorzugsweise deren Auslegersystem
montierbar. Die Hydraulikversorgung des Hydraulikzylinders 6 erfolgt aus dem Oberwagen
der Baumaschine, wozu am Adapter 5 Anschlüsse für die Verriegelungs- und Entriegelungsdruckleitung
vorgesehen sind. Im Adapter selbst sind die Verriegelungs- und Entriegelungsdruckleitung
über Wegeventile 2, 3 mit der Kolbenkammer bzw. Ringkammer des Zylinders 6 verschaltet,
um die Verriegelung/Entriegelung per Wegeventil auszulösen. Die Hydraulikversorgung
im Oberwagen sieht ein zentrales 4/3 Wegeventil 1 vor, durch das eine Druckversorgung
für den Schnellwechseladapter 5 als auch für weitere Verbraucher wie die Greiferansteuerung
4 bereitgestellt und gesteuert wird. Infolgedessen ist das 4/3 Wegeventil 1 zur Ausübung
bestimmter Arbeitsvorgänge mit einer Mittelsperrstellung ausgeführt, womit sich die
Greiferbewegung sperren lässt. Der Rückgriff auf ein zentrales, für mehrere Verbraucher
genutztes Wegeventil 1 erfordert die Integration der Steuerventile 2, 3 im Schnellwechseladapter
5, der Aufbau des Schnellwechseladapters wird damit ungleich komplexer. Dies erschwert
jedoch gerade den Betrieb des Schnellwechseladapters 5 an Fremdgeräten, d.h. an Baumaschinen
anderer Hersteller.
[0005] Neben einer verbesserten Anbaumöglichkeit an Fremdgeräten ist es zudem wünschenswert,
das Sicherheitsniveau des Schnellwechselsystems bestehend aus Adapter und Hydraulikversorgung
zu erhöhen, da solche Systeme aufgrund ihres Verwendungszweckes bei einer Fehlfunktion
ein hohes Risikopotenzial für Leib und Leben des Menschen darstellen können. Bisher
lag der sicherheitsspezifische Fokus entsprechender Steuerungen überwiegend auf der
Elektronik bzw. der Bedienung und infolgedessen auf der elektrischen Ansteuerung oder
der Stellungsüberwachung des entsprechenden Verriegelungs-/Entriegelungsventils. Dies
hat dazu geführt, dass zwar hinreichende Maßnahmen gegen ein unbeabsichtigtes Entriegeln
bzw. Betätigen seitens der Maschinenbediener ergriffen wurden, ein einzelner Ausfall
bzw. eine Fehlfunktion etwaiger hydraulischer Komponenten, so z.B.der Verriegelungs-
bzw. Entriegelungsventile, blieb bei bisherigen Untersuchungen und Entwicklungen unbeachtet.
Jedoch kann bereits die Fehlfunktion eines einzelnen Ventils zum Entriegeln und Lösen
des Anbauwerkzeuges im Betrieb führen.
[0006] Aus der
DE 195 48 943 A1 ist eine Ventilanordnung bekannt, die der Ansteuerung eines Verbrauchers mit steuerbarer
Hydraulikzufuhr dient, wobei ein weiterer Arbeitsanschluss möglich ist. Die Zufuhr
wird dabei mittels einer Hintereinanderschaltung eines Wegeventils und eines weiteren
Schaltventils reguliert.
[0007] Die
JP 2015 200 104 A offenbart eine Schnellwechselsteuereinrichtung für Arbeitsmaschinen. Dabei wird durch
die Verwendung von einem Rückschlagventil und von zwei hintereinandergeschalteten
Wegeventilen die Druckregulierung in dem Ver- oder Entriegelungsdruckraum erreicht.
[0008] In der
DE 20 2008 015 191 U1 ist eine Schnellwechseleinrichtung gezeigt, die der Aufnahme und Ablage von Arbeitsgeräten
dient, wobei das Ver- und Entriegeln des Schnellwechslers durch Druckregulierung des
Ver- und Entriegelungsdruckraums erreicht wird. Hierbei sind weitere Arbeitsanschlüsse
vorgesehen.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht aus diesem Grund darin, einen gattungsgemäßen
Schnellwechsler so weiterzubilden, sodass neben bisherigen Sicherheitsvorkehrungen
auch hydraulische Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Ventileinheit zur hydraulischen Betätigung des
Verriegelungsmittels eines mechanischen Schnellwechslers für Anbaugeräte einer Baumaschine
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Ventileinheit
sind Gegenstand der sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüche.
[0011] Erfindungsgemäß wird eine Ventileinheit vorgeschlagen, die ausschließlich zur hydraulischen
Betätigung des Verriegelungsmittels eines mechanischen Schnellwechseladapters für
Anbaugeräte dient. Mittels der Ventileinheit wird damit eine separate hydraulische
Ausführung für die Ansteuerung des Schnellwechseladapters geschaffen. Die Ventileinheit,
die unmittelbar mit einer Versorgungsleitung verbindbar ist, dient damit ausschließlich
zur Schaltung/Steuerung und damit zur Druckversorgung des Schnellwechseladapters.
Anderweitige Verbraucher lassen sich gewollt nicht mehr anschließen.
[0012] Dazu umfasst die Ventileinheit einen Speisedruckanschluss zum Anschluss an den Systemdruck
der Baumaschine. Zudem sind ein erster sowie ein zweiter Ventileinheitausgang vorgesehen,
wobei der erste Ventileinheitausgang zum Anschluss einer Entriegelungsdruckleitung
dient, während der zweite Ventileinheitausgang für den Anschluss einer Verriegelungsdruckleitung
vorgesehen ist. Damit umfasst die Ventileinheit lediglich diese beiden Ventileinheitausgänge
für die Ansteuerung des Schnellwechseladapters, darüber hinausgehende Ausgänge für
die Steuerung etwaiger abweichender Hydraulikkomponenten sind bewusst nicht existent.
Ferner ist wenigstens eine Entlastung zum Tank vorgesehen.
[0013] Die auf den Schnellwechseladapter zugeschnittene Konstruktion der Ventileinheit erlaubt
einen stark vereinfachten Aufbau des Adapters selbst, da insbesondere die separaten
Wegeventile für Entriegelungs- und Verriegelungsdruckleitung ersatzlos entfallen können.
Die Kompatibilität des Schnellwechseladapters mit Fremdgeräten wird verbessert.
[0014] Zur Erhöhung der Betriebssicherheit des Schnellwechselsystems umfasst die Ventileinheit
zudem wenigstens zwei schaltbare Wegeventile, wobei der Speisedruckanschluss mit dem
ersten Ventileinheitausgang über eine Reihenschaltung der wenigstens zwei schaltbaren
Wegeventile verbunden bzw. verschaltbar ist. Der erste Ventileinheitausgang dient
zur Ansteuerung der sicherheitskritischen Entriegelungsdruckleitung. Die Verschaltung
der wenigstens zwei Wegeventile in Reihe erfordert dadurch eine entsprechende Schaltstellung
beider Wegeventile, um das notwendige Druckniveau an der Entriegelungsdruckleitung
bereitzustellen. Aus der Fehlfunktion eines Wegeventils folgt nicht unmittelbar die
Entriegelung des Anbauwerkzeuges, vielmehr verbleibt das System in einem sicheren
verriegelten Zustand.
[0015] Ferner ist erfindungsgemäß ein erstes Wegeventil als Schieberventil und ein zweites
Wegeventil als Sitzventil ausgeführt. Dabei ist das zweite Wegeventil zwischen dem
ersten Wegeventil und dem ersten Ventileinheitausgang geschaltet.
[0016] Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Wegeventile im System sind diese divers zueinander,
wodurch ein gleichzeitiges Ausfallen bzw. eine Fehlfunktion beider Ventile in Folge
einer gemeinsamen Ursache ausgeschlossen ist.
[0017] Erfindungsgemäß ist zwischen dem ersten Wegeventil und dem zweiten Ventileinheitausgang
ein Druckabschaltventil geschaltet ist, das den Durchfluss vom ersten Wegeventil zum
zweiten Ventileinheitausgang sperrt, wenn das Druckniveau am zweiten Ventileinheitausgang
einen Grenzdruck übersteigt.
[0018] Da lediglich die Entriegelungsausgangsleitung den sicherheitskritischen Aspekt des
Gesamtsystems darstellt, ist es vorzugsweise ausreichend, wenn der zweite Ventileinheitausgang
für den Verriegelungsdruck mit dem Speisedruckanschluss nur über ein Wegeventil verbindbar
ist. Der Schaltvorgang eines Wegeventils ist ausreichend für die Verriegelung des
Anbauwerkzeuges.
[0019] Die beiden Wegeventile können beispielsweise elektrisch betätigbar sein, wobei idealerweise
zwei getrennte Steuerkanäle zur Ansteuerung der Wegeventile vorgesehen sind.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erste Wegeventil mit zwei
Schaltzuständen konstruiert, wobei der erste Schaltzustand den Speisedruckanschluss
der Ventileinheit mit dem zweiten Wegeventil verbindet und der zweite Schaltzustand
den Speisedruckanschluss mit dem zweiten Ventileinheitausgang verbindet. Demnach kann
über das erste Wegeventil entweder der Entriegelungsals auch der Verriegelungsprozess
angestoßen werden. Im zweiten Schaltzustand des ersten Wegeventils ist es zudem denkbar,
dass das zweite Wegeventil über das erste Wegeventil mit dem Tank verbunden ist. Dadurch
kann auf der Entriegelungsleitung ein Volumenrückfluss zum Tank gewährleistet werden.
[0021] Ebenfalls denkbar ist eine Ausstattung des zweiten Wegeventils mit zwei Schaltzuständen,
um die Verbindung des ersten Wegeventils mit dem ersten Ventileinheitausgang wahlweise
freizugeben oder zu sperren. Beispielsweise ist in einem ersten Schaltzustand der
Volumenstrom vom ersten Wegeventil zum ersten Ventileinheitausgang freigegeben. Der
zweite Schaltzustand sperrt den Volumenfluss vom ersten Wegeventil zum ersten Ventileinheitausgang.
Besser ist es jedoch, wenn in diesem zweiten Schaltzustand der Volumenstrom lediglich
in einer Richtung gesperrt ist, d.h. vom ersten Wegeventil zum ersten Ventileinheitausgang,
und ein Rückfluss vom ersten Ventileinheitausgang über das zweite und gegebenenfalls
das erste Wegeventil zum Tank möglich bleibt.
[0022] Zweckmäßig ist zudem eine Überwachung der Ventileinheit bzw. des Gesamtsystems. Insbesondere
sieht die Ventileinheit dazu ein oder mehrere Drucksensoren bzw. Anschlussstellen
für die Anbindung externer Drucksensoren vor. Sinnvoll ist die Anbindung der Drucksensoren
im Bereich des Systemdrucks, d.h. entweder am Speisedruckeingang bzw. an einer Messstelle
kurz vor dem ersten Wegeventil. Weitere Messpunkte bieten sich beispielsweise im Bereich
des ersten und/oder zweiten Ventileinheitausgangs für die Entriegelungsleitung und/oder
Verriegelungsleitung an.
[0023] Neben der erfindungsgemäßen Ventileinheit betrifft die vorliegende Erfindung ein
Schnellwechselsystem mit wenigstens einem Schnellwechseladapter zur Montage eines
Anbaugerätes und mit wenigstens einer Ventileinheit gemäß der vorliegenden Erfindung.
Damit ergeben sich für das erfindungsgemäße Schnellwechselsystem offensichtlich dieselben
Vorteile und Eigenschaften, wie sie bereits anhand der erfindungsgemäßen Ventileinheit
beschrieben wurden. Eine wiederholende Beschreibung wird aus diesem Grund für nicht
notwendig erachtet.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform des Schnellwechselsystems umfasst der Schnellwechseladapter
ein Verriegelungsmittel, insbesondere wenigstens einen Hydraulikzylinder, und Anschlüsse
für eine Verriegelungs- und Entriegelungsdruckleitung zur Betätigung der entsprechenden
Zylinderkammern des Hydraulikzylinders. Weiterhin ist es zweckmäßig, dass die Verriegelungsdruckleitung
mit dem Verriegelungsmittel über wenigstens ein Rückschlagventil verbunden ist, vorzugsweise
über wenigstens ein steuerbares Rückschlagventil zur bedarfsweisen Freigabe eines
Volumendruckrückflusses vom Verriegelungsmittel in Richtung des Anschlusses der Verriegelungsdruckleitung.
Idealerweise ist das wenigstens eine Rückschlagventil hydraulisch gesteuert, wobei
als hydraulischer Steuerdruck ein Druckabzweig von der Entriegelungsdruckleitung genutzt
wird.
[0025] Neben dem erfindungsgemäßen Schnellwechselsystem betrifft die vorliegende Erfindung
ebenfalls eine Baumaschine, insbesondere einen Hydraulikbagger, mit wenigstens einer
Ventileinheit gemäß der vorliegenden Erfindung bzw. einem Schnellwechselsystem gemäß
der vorliegenden Erfindung. Bevorzugst ist die Ventileinheit in den Oberwagen integriert
und der Schnellwechseladapter ist lösbar mit der Baumaschine, bevorzugt einem Auslegersystem
der Baumaschine verbindbar. Alternativ kann die Ventileinheit auch in den Schnellwechseladapter
integriert sein.
[0026] Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen im Folgenden anhand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine hydraulische Ansteuerung eines Schnellwechseladapters gemäß dem Stand der Technik
und
- Figur 2:
- ein hydraulisches Schaltbild der erfindungsgemäßen Ventileinheit mit angeschlossenem
Schnellwechseladapter.
[0027] Die konventionelle Ausführung eines Schnellwechseladapters bzw. des dazu benötigten
Hydraulikkreises gemäß Figur 1 wurde eingangs während der Diskussion des Standes der
Technik eingehend erläutert.
[0028] Figur 2 zeigt ein hydraulisches Schaltbild der erfindungsgemäßen Ventileinheit 10.
Die Ventileinheit 10 umfasst einen Speisedruckeingang P, sowie die beiden Ventileinheitausgänge
A, B, an die ein ebenfalls modifizierter Schnellwechseladapter anschließbar ist. Die
Ventileinheit 10 ist ausschließlich für die Steuerung und Druckversorgung des Schnellwechseladapters
konstruiert, aus Sicherheitsgründen sollen keine weiteren Verbraucher durch die Ventileinheit
10 gesteuert bzw. gespeist werden.
[0029] Um die Ventileinheit 10 unmittelbar an den Systemdruck P der Baumaschine anschließen
zu können, ist eingangsseitig eine Drossel 11 in Kombination mit dem Druckminderventil
12 vorgesehen. Dadurch kann der Systemdruck P der Baumaschine auf den für den Betrieb
des Schnellwechseladapters notwendigen Systemdruck M innerhalb der Ventileinheit 10
gedrosselt und geregelt werden. Das Druckminderventil 12 lässt insbesondere eine variable
Einstellung des Systemdruckes M zu.
[0030] Der Ventileinheitausgang A dient zum Anschluss einer Entriegelungsdruckleitung des
Schnellwechseladapters, während der Ventileinheitausgang B für den Anschluss der Verriegelungsdruckleitung
gedacht ist. An diesen beiden Anschlussstellen A, B ist der konstruktiv vereinfachte
Schnellwechseladapter angeschlossen, der aus einem Hydraulikzylinder 30 zur Betätigung
eines Verriegelungsmittels sowie dem Rückschlagventil 31 aufgebaut ist. Die Entriegelungsdruckleitung
A ist mit der Stangenseite des Zylinders 30 verbunden, während die Verriegelungsdruckleitung
B mit der Bodenseite in Verbindung steht. Das Rückschlagventil 31 sorgt in seiner
Normalstellung dafür, dass kein Hydraulikmedium stangenseitig aus dem Zylinder 30
entweichen kann, solange kein entsprechender Steuerbefehl zur Ventilöffnung am Rückschlagventil
31 vorliegt. Die Steuerung des Rückschlagventils 31 erfolgt hydraulisch, indem als
Steuerdruck ein Abzweig der Entriegelungsdruckleitung A verwendet wird. Der Anschluss
der erfindungsgemäßen Ventileinheit kann auch in umgekehrter Weise erfolgen.
[0031] Um eine gewisse Redundanz bzw. Diversität in der hydraulischen Ansteuerung des Schnellwechseladapters
zu erreichen, ist die Ventileinheit 10 mit zwei Wegeventilen 13, 14 ausgestattet,
die über separate Steuerkanäle elektrisch betätigbar sind. Das erste Ventil 13 ist
ein 4/2-Wegeventil und steht eingangsseitig mit dem Ausgang des Druckminderventils
12 in Verbindung, d.h. der Systemdruck M liegt am Eingang des Ventils 13 an. Die zwei
Schaltzustände a, b des Wegeventils 13 ermöglichen ein Verschalten des Systemdrucks
M entweder mit dem Ventileingang des zweiten Wegeventils 14 und damit mittelbar mit
der Entriegelungsdruckleitung A (Schaltzustand a) oder alternativ mit dem Ventileinheitausgang
B zur Anbindung an die Verriegelungsdruckleitung (Schaltzustand b). Das zweite Wegeventil,
das als 2/2-Wegeventil ausgeführt ist, umfasst also zwei Schaltzustände a', b', wobei
in einem Schaltzustand a' der Ausgang des Wegeventils 13 mit dem Ventileinheitausgang
A verschaltet ist. Im zweiten Schaltzustand b' blockiert das Ventil 14 nur den Volumenstrom
vom Ventil 13 zum Ventileinheitausgang A, ein Rückfluss vom Ventileinheitausgang A
zum Ventil 13 ist jedoch freigegeben.
[0032] Beide Wegeventile 13, 14 umfassen ein Vorsteuerventil mit elektromagnetischer Betätigung
gegen Federvorspannung, sodass bei Nichtbetätigung des Elektromagnetes beide Wegeventile
13, 14 in der zweiten Schaltstellung b, b' wie in Figur 2 dargestellt verbleiben bzw.
in diesen Zustand geschaltet werden. In diesem Ventilzustand wird der Systemdruck
M auf den Ventileinheitausgang B für die Verriegelungsdruckleitung gelegt, um ein
ausreichendes Druckniveau für die Beibehaltung der Verriegelungsposition des Hydraulikzylinders
30 sicherzustellen. In diesem Zustand ist die Entriegelungsdruckleitung A über das
Wegeventil 14 mit dem Wegeventil 13 verbunden, wobei das Wegeventil 13 einen Rückfluss
der Entriegelungsdruckleitung A in den Hydrauliktank T gewährleistet. Für die verriegelnde
Betätigung des Schnellwechseladapters ist es somit ausreichend, dass Wegeventil 13
in den zweiten Schaltzustand b zu verbringen.
[0033] Im ersten Schaltzustand a des ersten Wegeventils 13 liegt der Systemdruck M auch
am Wegeventil 14 an. Befindet sich das Wegeventil 14 ebenfalls im ersten Schaltzustand
a, wird der Systemdruck M über beide Wegeventile 13, 14 am Ventileinheitausgang A
für den Entriegelungsdruck angelegt und der Schnellwechseladapter wird durch Druckbeaufschlagung
der Ringkammer des Hydraulikzylinders 30 entriegelt.
[0034] Aus sicherheitstechnischen Gründen ist zudem zwischen dem Wegeventil 13 und dem Ausgang
der Verriegelungsdruckleitung B ein Druckabschaltventil 15 integriert, dass die Verbindung
zwischen dem Wegeventil 13 und dem Ausgang B unterbricht, falls das Druckniveau der
Verriegelungsdruckleitung B einen bestimmten Grenzwert übersteigt. Als Grenzwert dient
in diesem Fall der Druck der Verriegelungsdruckleitung B in Verbindung mit der verstellbaren
Vorspannung der Feder des Druckabschaltventils 15.
[0035] Im andere Fall soll durch das Druckabschaltventil 15 der Durchfluss vom Wegeventil
13 zum Ausgang B geöffnet werden, wenn das Druckniveau am ersten Ventileinheitsausgang
A einen Grenzdruck übersteigt. Dies ist auch notwendig, um bei eingeleiteter Entriegelung
keinen Druckstau zu verursachen. In dieser Konstellation wirkt das Druckabschaltventil
15 redundant zum Rückschlagventil 31 des Schnellwechseladapters.
[0036] Ergänzend kann die Ventileinheit 10 einen Druckspeicher 20 umfassen, um bei Ausfall
der Hydraulikpumpe 1 den dadurch bedingten Abfalls des Systemdrucks M ausgleichen
zu können, sodass der Hydraulikzylinder 30 in der verriegelten Position verbleibt.
Zu Überwachungszwecken können etwaige Drucksensoren 21, 22, 23 bzw. Messpunkte in
die Ventileinheit 10 integriert sein, so z.B. im Bereich des Systemdrucks M als auch
im Bereich der Entriegelungsdruckleitung A und der Verriegelungsdruckleitung B.
[0037] Gegenüber dem Aufbau des Schnellwechselsystems gemäß Figur 1 kann auf die beiden
dort gezeigten Ventile 2, 3 im Schnellwechseladapter verzichtet und nur ein Rückschlagventil
31 auf der Verriegelungsdruckleitung B angebracht werden. Zu diesem Zweck wird die
Ventileinheit 10 im Oberwagen der Baumaschine umgesetzt, wodurch sich hinsichtlich
der Verriegelungssicherheit und universalen Funktionalität des Schnellwechseladapters
mehr Vorteile bieten.
[0038] Die in der vorgeschlagenen Ventileinheit 10 verwendeten Steuerventile 13, 14 sind
als Schieberventil (Ventil 13) und als Sitzventil (Ventil 14) ausgeführt. Aufgrund
des unterschiedlichen Bautyps und der Ansteuerung der beiden Ventile 13, 14 über separate
Kanäle ergibt sich eine Diversität in der Ventilanordnung 10. Ein zeitgleicher Ausfall
bzw. eine zeitgleiche Fehlfunktion beider Ventile 13, 14 in Folge einer gemeinsamen
Ursache (Konstruktionsfehler, etc.) wird dadurch ausgeschlossen.
[0039] Weiterhin sind diese in Reihe verschalteten Ventile 13, 14 so aufgebaut, dass bei
einem Verriegeln des Schnellwechslers das Druckmedium nur mithilfe des Ventils 13
hinreichend gesteuert wird. Beim Entriegeln müssen hingegen beide Ventile 13, 14 in
die dafür notwendige Stellung, d.h. die erste Schaltstellung a, a' verbracht werden.
Nach der Verriegelung des Schnellwechseladapters verbleibt das Ventil 13 in der zweiten
Schaltposition b, wodurch die Druckbeaufschlagung auf der Verriegelungsseite (Bodenseite)
des Zylinders 30 weiterhin aufrecht erhalten wird und eine Entriegelung deshalb nicht
stattfinden kann, selbst dann nicht, wenn das Ventil 14 in der Schaltstellung a' (entriegeln)
hängen bleiben sollte bzw. in dieser Schaltung verklemmt ist. Somit ist das Verriegelungssystems
des Schnellwechselsystems nicht nur divers sondern auch redundant.
[0040] Die diesbezügliche Verriegelungsredundanz ergibt sich hierbei sowohl aus der Verschaltung
der Steuerventile 13, 14 als auch der Positionierung des Druckbegrenzungsventils 15,
welches redundant zum Rückschlagventil 31 wirkt. Aufgrund dessen, dass das System
im Falle eines Fehlers automatisch in den sicheren Zustand schaltet (verriegelt),
ist das System zusätzlich noch fail-safe. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn ein Problem
in der Elektrik entsteht. In diesem Fall würden die Schaltventile 13 und 14 aufgrund
der Vorspannung in die stromlosen Zustände (zweite Schaltstellungen b, b') geschaltet,
und automatisch der sichere Zustand (verriegelt) herbeigefügt werden.
[0041] Zusammenfassend ermöglicht die offenbarte Ventilanordnung 10 eine redundante, diverse
als auch unfallsichere Verschaltung des Schnellwechseladapters.
1. Ventileinheit (10) zur ausschließlichen hydraulischen Betätigung des Verriegelungsmittels
eines mechanischen Schnellwechslers für Anbaugeräte einer Baumaschine, wobei die Ventileinheit
(10) einen Speisedruckanschluss (P) zum Anschluss an den Systemdruck der Baumaschine,
einen ersten Ventileinheitausgang (A) zum Anschluss einer Entriegelungsdruckleitung,
einen zweiten Ventileinheitausgang (B) zum Anschluss einer Verriegelungsdruckleitung,
wenigstens eine Entlastung zum Tank (T) sowie wenigstens zwei schaltbare Wegeventile
(13, 14) umfasst, wobei der Speisedruckanschluss (P) mit dem ersten Ventileinheitausgang
(A) über eine Reihenschaltung der wenigstens zwei schaltbaren Wegeventile (13, 14)
verbunden bzw. verschaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Wegeventil (13) als Schieberventil und das zweite Wegeventil (14) als Sitzventil
ausgeführt ist, wobei das zweite Wegeventil (14) zwischen dem ersten Wegeventil (13)
und dem ersten Ventileinheitausgang (A) geschaltet ist und wobei zwischen dem ersten
Wegeventil (13) und dem zweiten Ventileinheitausgang (B) ein Druckabschaltventil (15)
geschaltet ist, das den Durchfluss vom ersten Wegeventil (13) zum zweiten Ventileinheitausgang
(B) sperrt, wenn das Druckniveau am zweiten Ventileinheitausgang (B) einen Grenzdruck
übersteigt.
2. Ventileinheit (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ventileinheitausgang (B) mit dem Speisedruckanschluss (P) nur über ein
Wegeventil (13) verbindbar ist.
3. Ventileinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Wegeventile (13, 14) elektrisch betätigbar sind, insbesondere
über zwei getrennte Steuerkanäle steuerbar sind.
4. Ventileinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Wegeventil (13) zwei Schaltzustände (a, b) umfasst, wobei der erste Schaltzustand
(a) den Speisedruckanschluss (P) der Ventileinheit (10) mit dem zweiten Wegeventil
(14) verbindet und der zweite Schaltzustand (b) den Speisedruckanschluss (P) mit dem
zweiten Ventileinheitausgang (B) verbindet.
5. Ventileinheit (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil (14) zwei Schaltzustände umfasst, um die Verbindung des ersten
Wegeventils (13) mit dem ersten Ventileinheitausgang (A) in einem ersten Schaltzustand
(a') freizugeben oder in einem zweiten Schaltzustand (b') zu sperren, idealerweise
in Flussrichtung des ersten Ventileinheitausgangs (A) zu sperren, so dass ein Rückfluss
vom ersten Ventileinheitausgang (A) über das zweite (14) und gegebenenfalls erste
(13) Wegeventil in den Tank (T) möglich ist, wobei das zweite Wegeventil (14) vorzugsweise
im zweiten Schaltzustand (b') über das erste Wegeventil (13) mit dem Tank (T) verbunden
ist.
6. Ventileinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grenzdruck durch den Druck am zweiten Ventileinheitausgang (B) und/oder einem
verstellbaren Druckanteil definierbar ist.
7. Ventileinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckabschaltventil (15) den Durchfluss vom ersten Wegeventil (13) zum zweiten
Ventileinheitausgang (B) öffnet, wenn das Druckniveau am ersten Ventileinheitausgang
(B) einen Grenzdruck übersteigt, wobei der Grenzdruck vorzugsweise durch den Druck
am ersten Ventileinheitausgang (A) und/oder einem verstellbaren Druckanteil definierbar
ist.
8. Ventileinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileinheit ein oder mehrere Drucksensoren (21, 22, 23) bzw. Anschlüsse für
externe Drucksensoren umfasst, wobei Drucksensoren (21, 22, 23) bzw. Anschlussstellen
zur Erfassung des Systemdruckes und/oder des Druckes am ersten und/oder zweiten Ventileinheitausgang
(A, B) vorgesehen sind.
9. Schnellwechselsystem mit wenigstens einem Schnellwechseladapter zur Montage eines
Anbaugerätes und wenigstens einer Ventileinheit (10) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche.
10. Schnellwechselsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellwechseladapter ein Verriegelungsmittel, insbesondere wenigstens einen
Hydraulikzylinder (30), und Anschlüsse (A, B) für eine Verriegelungs- und Entriegelungsdruckleitung
umfasst, wobei der Verriegelungsdruckanschluss (B) mit dem Verriegelungsmittel über
wenigstens ein Rückschlagventil (31) verbunden ist, vorzugsweise über wenigstens ein
steuerbares Rückschlagventil (31) zur bedarfsweisen Freigabe eines Volumendruckrückflusses
vom Verrieglungsmittel, besonders bevorzugt ein hydraulisch gesteuertes Rückschlagventil
(31), dessen hydraulische Steuerleitung mit der Entriegelungsdruckleitung verbunden
ist.
11. Baumaschine, insbesondere Hydraulikbagger, mit wenigstens einer Ventileinheit (10)
gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8 bzw. einem Schnellwechselsystem gemäß
einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die Ventileinheit (10) vorzugsweise in einem
Oberwagen der Baumaschine integriert ist.
1. A valve unit (10) for the exclusive hydraulic actuation of the locking means of a
mechanical quick-changer for attachments of a construction machine, wherein the valve
unit (10) comprises a feed pressure connector (P) for connecting to the system pressure
of the construction machine, a first valve unit outlet (A) for connecting an unlocking
pressure line, a second valve unit outlet (B) for connecting a locking pressure line,
at least one discharge to the tank (T), and at least two switchable directional valves
(13, 14), with the feed pressure connector (P) being connected or connectable to the
first valve unit outlet (A) via a serial connection of the at least two switchable
directional valves (13, 14),
characterized in that
the first directional valve (13) is configured as a gate valve and the second directional
valve (14) is configured as a poppet valve, with the second directional valve (14)
being switched between the first directional valve (13) and the first valve unit outlet
(A) and with a pressure shut-off valve (15) being switched between the first directional
valve (13) and the second valve unit outlet (B) that blocks the flow from the first
directional valve (13) to the second valve unit outlet (B) when the pressure level
at the second valve unit outlet (B) exceeds a limit pressure.
2. A valve unit (10) in accordance with claim 1, characterized in that the second valve unit outlet (B) can only be connected to the feed pressure connector
(P) via a directional valve (13).
3. A valve unit (10) in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the at least two directional valves (13, 14) are electrically actuable and are in
particular controllable via two separate control channels.
4. A valve unit (10) in accordance with one of the preceding claims, characterized in that a first directional valve (13) comprises two switching states (a, b), with the first
switching state (a) connecting the feed pressure connector (P) of the valve unit (10)
to the second directional valve (14) and the second switching state (b) connecting
the feed pressure connector (P) to the second valve unit outlet (B).
5. A valve unit in accordance with claim 4, characterized in that the second directional valve (14) comprises two switching states to release the connection
of the first directional valve (13) to the first valve unit outlet (A) in a first
switching state (a') or to block it in a second switching state (b'), ideally to block
it in the direction of flow of the first valve unit outlet (A), such that a backflow
from the first valve unit outlet (A) via the second directional valve (14), and optionally
the first directional valve (13), into the tank (T) is possible, with the second directional
valve (14) preferably being connected to the tank (T) via the first directional valve
(13) in the second switching state (b').
6. A valve unit (10) in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the limit pressure can be defined by the pressure at the second valve unit outlet
(B) and/or an adjustable pressure portion.
7. A valve unit (10) in accordance with one of the preceding claims, characterized in that a pressure shut-off valve (15) opens the flow from the first directional valve (13)
to the second valve unit outlet (B) when the pressure level at the first valve unit
outlet (B) exceeds a limit pressure, with the limit pressure preferably being able
to be defined by the pressure at the first valve unit outlet (A) and/or an adjustable
pressure portion.
8. A valve unit (10) in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the valve unit comprises one or more pressure sensors (21, 22, 23) or connectors
for external pressure sensors, with pressure sensors (21, 22, 23) or connector points
being provided for detecting the system pressure and/or the pressure at the first
and/or second valve unit outlets (A, B).
9. A quick-change system having at least one quick-change adapter for installing an attachment
and having at least one valve unit (10) in accordance with one of the preceding claims.
10. A quick-change system in accordance with claim 9, characterized in that the quick-change adapter comprises a locking means, in particular at least one hydraulic
cylinder (30), and connectors (A, B) for a locking pressure line and an unlocking
pressure line, with the locking pressure connector (B) being connected to the locking
means via at least one check valve (31), preferably via at least one controllable
check valve (31) for the release as required of a volume pressure backflow from the
locking means, particularly preferably a hydraulically controlled check valve (31)
whose hydraulic control line is connected to the unlocking pressure line.
11. A construction machine, in particular a hydraulic excavator, having at least one valve
unit (10) in accordance with one of the preceding claims 1 to 8 or having a quick-change
system in accordance with one of the claims 9 or 10, wherein the valve unit (10) is
preferably integrated in a superstructure of the construction machine.
1. Unité de soupapes (10) destinée à l'actionnement hydraulique exclusif du moyen de
verrouillage d'un dispositif de changement rapide mécanique pour outils portés d'une
machine de chantier, l'unité de soupapes (10) comprenant un raccord de pression d'alimentation
(P) destiné à être raccordé à la pression du système de la machine de chantier, une
première sortie d'unité de soupapes (A) destinée au raccordement d'une conduite sous
pression de déverrouillage, une seconde sortie d'unité de soupapes (B) destinée au
raccordement d'une conduite sous pression de verrouillage, au moins une décharge vers
le réservoir (T) ainsi qu'au moins deux distributeurs (13, 14) commutables, le raccord
de pression d'alimentation (P) étant raccordé à ou pouvant être commuté avec la première
sortie d'unité de soupapes (A) par le biais d'un branchement en série des au moins
deux distributeurs (13, 14) commutables,
caractérisée en ce que
le premier distributeur (13) est réalisé sous la forme d'une soupape à coulisse et
le second distributeur (14) sous la forme d'une soupape à siège, le second distributeur
(14) étant monté entre le premier distributeur (13) et la première sortie d'unité
de soupapes (A) et une soupape de coupure de pression (15) étant montée entre le premier
distributeur (13) et la seconde sortie d'unité de soupapes (B), laquelle soupape de
coupure de pression bloque le flux du premier distributeur (13) à la seconde sortie
d'unité de soupapes (B) quand le niveau de pression à la seconde sortie d'unité de
soupapes (B) dépasse une pression limite.
2. Unité de soupapes (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la seconde sortie d'unité de soupapes (B) peut être raccordée au raccord de pression
d'alimentation (P) uniquement par le biais d'un distributeur (13).
3. Unité de soupapes (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les au moins deux distributeurs (13, 14) peuvent être actionnés électriquement, et
peuvent en particulier être commandés par le biais de deux canaux de commande séparés.
4. Unité de soupapes (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un premier distributeur (13) comprend deux états de commutation (a, b), le premier
état de commutation (a) raccordant le raccord de pression d'alimentation (P) de l'unité
de soupapes (10) au second distributeur (14) et le second état de commutation (b)
raccordant le raccord de pression d'alimentation (P) à la seconde sortie d'unité de
soupapes (B).
5. Unité de soupapes (10) selon la revendication 4, caractérisée en ce que le second distributeur (14) comprend deux états de commutation pour, dans un premier
état de commutation (a'), libérer le raccordement du premier distributeur (13) à la
première sortie d'unité de soupapes (A) ou, dans un second état de commutation (b'),
le bloquer, le bloquer de manière idéale dans le sens d'écoulement de la première
sortie d'unité de soupapes (A), de sorte qu'un retour de la première sortie d'unité
de soupapes (A) au réservoir (T) par le biais du second (14) et le cas échéant du
premier (13) distributeur est possible, le second distributeur (14) étant de préférence
raccordé au réservoir (T) par le biais du premier distributeur (13) dans le second
état de commutation (b').
6. Unité de soupapes (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pression limite peut être définie par la pression à la seconde sortie d'unité
de soupapes (B) et/ou par une part de pression réglable.
7. Unité de soupapes (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la soupape de coupure de pression (15) ouvre le flux du premier distributeur (13)
à la seconde sortie d'unité de soupapes (B) quand le niveau de pression à la première
sortie d'unité de soupapes (B) dépasse une pression limite, la pression limite pouvant
de préférence être définie par la pression à la première sortie d'unité de soupapes
(A) et/ou par une part de pression réglable.
8. Unité de soupapes (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de soupapes comprend un ou plusieurs capteurs de pression (21, 22, 23) ou
raccords pour des capteurs de pression externes, des capteurs de pression (21, 22,
23) ou des points de raccordement étant prévus pour détecter la pression du système
et/ou la pression à la première et/ou à la seconde sortie d'unité de soupapes (A,
B).
9. Système de changement rapide comprenant au moins un adaptateur de changement rapide
destiné au montage d'un outil porté et au moins une unité de soupapes (10) selon l'une
des revendications précédentes.
10. Système de changement rapide selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'adaptateur de changement rapide comprend un moyen de verrouillage, en particulier
au moins un vérin hydraulique (30), et des raccords (A, B) pour une conduite sous
pression de verrouillage et de déverrouillage, le raccord de pression de verrouillage
(B) étant raccordé au moyen de verrouillage par le biais d'au moins une soupape de
non-retour (31), de préférence par le biais d'au moins une soupape de non-retour (31)
pouvant être commandée pour la libération, si nécessaire, d'un retour de débit volumétrique
de pression provenant du moyen de verrouillage, de manière particulièrement préférée
une soupape de non-retour (31) à commande hydraulique, dont la conduite de commande
hydraulique est raccordée à la conduite sous pression de déverrouillage.
11. Machine de chantier, en particulier pelle hydraulique, comprenant au moins une unité
de soupapes (10) selon l'une des revendications précédentes 1 à 8, ou un système de
changement rapide selon l'une des revendications 9 et 10, l'unité de soupapes (10)
étant de préférence intégrée dans un châssis tournant de la machine de chantier.


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