[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Türgriffanordnung eines Kraftfahrzeugs, die einen
innenseitig an einer Tür oder Klappe des Kraftfahrzeugs befestigbaren und rahmenartig
ausgebildeten Träger, eine außenseitig an der Tür oder Klappe des Kraftfahrzeugs anordenbare
Handhabe, die von einem Benutzer hintergreifbar ist, ein Türschloss der Tür oder Klappe
des Kraftfahrzeugs, das sowohl mechanisch als auch elektrisch angesteuert und geöffnet
werden kann, und eine Sensorelektronik zur Detektion einer durch einen Benutzer bewirkten
Betätigung der Handhabe, wobei ein erstes Längsende der Handhabe schwenkbar an dem
Träger gelagert ist und ein zweites Längsende der Handhabe auslenkbar von dem Träger
weg mit dem Träger gekoppelt ist.
[0002] Türaußengriffe weisen als Teil der gesamten Türgriffanordnung Handhaben auf, die
von einem Benutzer umgriffen oder hintergriffen werden können. So kann der Benutzer
Kraft auf die Handhabe ausüben, um die Tür zu öffnen oder zu schließen oder diese
über ihren Schwenkbereich zu bewegen. Fahrzeugtürgriffe sind mit Kopplungsmitteln
versehen, die eine Montage des Fahrzeugtürgriffes an der Fahrzeugtür ermöglichen.
[0003] Derartige Fahrzeugtürgriffe sind in unterschiedlichen Gestaltungen bekannt und verfügbar.
So sind Türgriffanordnungen mit bewegbarer Handhabe als auch Türgriffanordnungen mit
einer sogenannten feststehenden Handhabe bekannt. Während bei bewegbaren Handhaben
ein vom Benutzer zu untergreifender oder hintergreifender Handhabeteil der Fahrzeugtürgriffanordnung
durch Krafteinwirkung geschwenkt oder translatorisch bewegt wird, ist die Handhabe
bei feststehenden Türgriffen nicht schwenkbar oder translatorisch bewegbar. Bei Fahrzeugtürgriffen
mit feststehender Handhabe ist die Handhabe gegenüber der Tür weitgehend unbeweglich.
Bei Türgriffen mit feststehenden Handhaben wird mangels eines mechanischen Verstellweges
keine durchgehende mechanische Wirkungskette vom Türgriff auf ein Türschloss ausgebildet.
Stattdessen wird das Türschloss in Abhängigkeit von einer detektierten Betätigung
elektrisch angesteuert, so dass die mechanische Hardware reduziert werden kann und
Kosten und Gewicht bei der Türgriffanordnung eingespart werden können.
[0004] In Kombination mit solchen feststehenden Handhaben und Fahrzeugtürgriffanordnungen
kommen elektrisch angesteuerte Türschlösser zum Einsatz. Solche elektrisch angesteuerten
Türschlösser sind allgemein unter der Bezeichnung "E-latch" bekannt. Ein Beispiel
für ein solches Türsystem ist in der
EP 0 584 499 A1 beschrieben.
[0005] Auf welche Weise Fahrzeugtürgriffanordnungen mit feststehender Handhabe die Betätigung
der Handhabe detektieren, ist im Stand der Technik unterschiedlich gelöst. Am oder
im Fahrzeugtürgriff können Schalter oder kapazitive Sensoren verwendet werden. Auch
die Verwendung von induktiven Sensoren ist möglich. Im Sinne der Erfindung ist unter
der verwendeten Bezeichnung "Sensorelektronik" sowohl ein Schalter, eine Taste, ein
kapazitiver Sensor oder ein induktiver Sensor zu verstehen, welche zur Detektion einer
durch einen Benutzer bewirkten Betätigung der Handhabe dienen.
[0006] Bei elektrisch ansteuerbaren und öffenbaren Schließsystemen besteht das Problem,
dass bei einem Systemausfall oder Stromausfall der Zugang zum Kraftfahrzeug verwehrt
bleibt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Lösung zu schaffen, die auf konstruktiv
einfache Weise eine Türgriffanordnung bereitstellt, die kostengünstig in ihrer Herstellung
und einfach zu montieren ist und bei der darüber hinaus im Fall eines Systemausfall
(zum Beispiel infolge eines Fahrzeugunfalls) oder eines Stromausfalls (zum Beispiel
infolge einer schwachen Batterie) dennoch der Zugang zum Inneren des Kraftfahrzeugs
ermöglicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Türgriffanordnung eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen
des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Wie die gattungsgemäßen und vorstehend beschriebenen Türgriffanordnungen weist auch
die erfindungsgemäße Türgriffanordnung einen innenseitig an einer Tür oder Klappe
des Kraftfahrzeugs befestigbaren und rahmenartig ausgebildeten Träger, eine außenseitig
an der Tür oder Klappe des Kraftfahrzeugs anordenbare Handhabe, die von einem Benutzer
hintergreifbar ist, ein Türschloss der Tür oder Klappe des Kraftfahrzeugs, das sowohl
mechanisch als auch elektrisch angesteuert und geöffnet werden kann, und eine Sensorelektronik
zur Detektion einer durch einen Benutzer bewirkten Betätigung der Handhabe auf. Dabei
ist ein erstes Längsende der Handhabe schwenkbar an dem Träger gelagert und ein zweites
Längsende der Handhabe ist auslenkbar von dem Träger weg mit dem Träger gekoppelt.
[0010] Ein mechanisches und am Träger festgelegtes Rückhalteelement übt auf das zweite Längsende
der Handhabe eine vorbestimmte Rückhaltekraft in Richtung des Trägers aus, so dass
das Rückhalteelement die Handhabe in einer unausgelenkten Normalbetätigungsposition
hält. In der Normalbetätigungsposition kann ein Benutzer die Handhabe betätigen, ohne
dass dabei die Handhabe ausgelenkt wird. Dabei öffnet die Sensorelektronik bei Detektion
einer Betätigung der Handhabe durch einen Benutzer mit einer von dem Träger weg gerichteten
Normalbetätigungskraft, die kleiner als die vorbestimmte Rückstellkraft ist, die Tür
oder Klappe elektrisch. Dadurch, dass die Normalbetätigungskraft, die kleiner als
die vorbestimmte Rückstellkraft ist, verbleibt die Handhabe in ihrer Normalbetätigungsposition
angeordnet. Die Handhabe wird also bei normaler Betätigung durch einen Benutzer nicht
ausgelenkt, weil die übliche Normalbetätigungskraft kleiner als die Rückstellkraft
des Rückhalteelements ist. Die Handhabe erweckt dabei für den Benutzer den Anschein
einer feststehenden Handhabe, was durch die vorliegende Erfindung erwünscht ist.
[0011] Kommt es zu einem Notfall, entweder infolge eines Systemausfalls oder eines Stromausfalls,
so besteht bei der erfindungsgemäßen Türgriffanordnung die Möglichkeit einer Notöffnung.
Dies wird dadurch ermöglicht, weil die Handhabe bei einer Betätigung der Handhabe
mit einer von dem Träger weg gerichteten Notbetätigungskraft, die größer als die vorbestimmte
Rückstellkraft ist, in eine Notbetätigungsposition auslenkbar ist, in welcher die
Auslenkbewegung der Handhabe die Tür oder Klappe mechanisch öffnet. Es versteht sich
von selbst, dass die Notbetätigungskraft deutlich größer sein muss als die Normalbetätigungskraft,
so dass ein Benutzer wirklich nur in einem Notfall mit entsprechend großer Kraft auf
die Handhabe einwirkt und an ihr zieht. Die erfindungsgemäße Türgriffanordnung ist
somit weder der Gruppe der Türgriffanordnungen mit bewegbarer Handhabe noch der Gruppe
der Türgriffanordnungen mit feststehender Handhabe zuzuordnen. Vielmehr verwendet
die erfindungsgemäße Türgriffanordnung Aspekte beider Gruppen und zeichnet sich folglich
durch eine pseudo-feststehende Handhabe aus, die bei Normalbetätigung feststehend
in ihrer Normalbetätigungsposition verbleibt und die nur bei einer Notbetätigung mit
einer entsprechend großen Notbetätigungskraft in eine Notbetätigungsposition auslenkbar
ist, in der die Tür bzw. das Türschloss mechanisch geöffnet wird.
[0012] Die Erfindung sieht in Ausgestaltung der Türgriffanordnung vor, dass ein Klammerelement
verschiebbar an dem Träger gelagert ist und einen zur mechanischen Entriegelung eines
Türschlosses der Tür oder Klappe dienenden Schließzylinder oder eine Schließzylinderattrappe
am Träger fixiert, wobei die Handhabe in der unausgelenkten Normalbetätigungsposition
eine Abdeckung für den Schließzylinder oder die Schließzylinderattrappe bildet, und
wobei das Klammerelement zwischen einer Montageposition, in welcher das Klammerelement
mit dem Schließzylinder oder der Schließzylinderattrappe außer Eingriff steht, und
einer Betriebsposition, in welcher das Klammerelement den Schließzylinder oder die
Schließzylinderattrappe am Träger fixiert, bewegbar ist. Das Klammerelement kann nicht
nur allein zur Fixierung des Schließzylinders dienen, sondern gleichzeitig auch bei
entsprechender Ausgestaltung als Einbruchschutz zur Sicherung des Schließzylinders.
Der Handhabe wird bei dieser Ausgestaltung gleichzeitig als Abdeckung für den Schließzylinder
genutzt.
[0013] Gemäß einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Türgriffanordnung ist es
konstruktiv besonders günstig, wenn das mechanische Rückhalteelement ein elastisches
Federelement umfasst, das an dem Klammerelement und mit diesem mitbewegbar befestigt
ist, wobei sich ein erster Schenkel des elastischen Federelements an einem Stützansatz
des Klammerelements oder an einem am Träger angeformten Stützansatz abstützt. Durch
die Ausbildung als elastisches Federelement ist die Rückstellkraft sehr genau einstellbar,
was sich auf die im Notfall aufzubringende Rückstellkraft positiv auswirkt. Darüber
hinaus ist die Verwendung eines elastischen Federelements wirtschaftlich günstig.
Im Betrieb der Türgriffanordnung ist es wesentlich, dass sich der erste Schenkel an
einem im Hinblick auf die Handhabe ortsfesten Stützansatz abstützt, damit das elastische
Federelement entsprechend seiner vorgeschriebenen Wirkungsweise komprimiert werden
kann, um seine vorgegebene Kraft entsprechend des Betriebszustandes der Türgriffanordnung
zu entfalten. Entsprechend kann der Stützansatz entweder an dem Träger oder an dem
im Betrieb ortsfest zum ortsfesten Träger angeordneten Klammerelement ausgebildet
sein.
[0014] In Ausgestaltung der ersten Ausführungsform sieht die Erfindung vor, dass ein zweiter
Schenkel des elastischen Federelements in Montageposition an einem Montageansatz des
Klammerelements abstützend angeordnet ist und in Betriebsposition an einem am zweiten
Längsende der Handhabe ausgebildeten Rückhalteanschlag angreifend angeordnet ist,
wobei in der Betriebsposition das elastische Federelement mit der vorbestimmten Rückstellkraft
die Handhabe über den Rückhalteanschlag in ihre Normalbetätigungsposition drängt.
Alternativ dazu ist es aber auch möglich, dass ein zweiter Schenkel des elastischen
Federelements in Montageposition an dem Träger vorfixiert ist und in Betriebsposition
an einem am zweiten Längsende der Handhabe ausgebildeten Rückhalteanschlag angreifend
angeordnet ist, wobei in der Betriebsposition das elastische Federelement mit der
vorbestimmten Rückstellkraft die Handhabe über den Rückhalteanschlag in ihre Normalbetätigungsposition
drängt. Das Rückhalteelement in Form des Federelements wirkt somit auf die Handhabe
direkt ein und hält diese auch während einer normalen Betätigung in der Normalbetätigungsposition,
so dass der Benutzer das Gefühl hat, er betätigt eine feststehende Handhabe. Für die
Montage ist es besonders von Vorteil, dass das Rückhalteelement an dem Klammerelement
angeordnet ist und während der Montage mit dem Klammerelement am Träger entlang verschoben
wird, wodurch der zweite Schenkel des Federelements in Anlage an das zweite Längsende
der Handhabe gelangt und auf das zweite Längsende seine Rückstellkraft aufbringt.
[0015] Für eine Notbetätigung bei der ersten Ausführungsform ist es von besonderem Vorteil,
wenn das zweite Längsende der Handhabe eine Einrastausnehmung aufweist, in welche
der zweite Schenkel des elastischen Federelements bei einer Betätigung der Handhabe
mit einer von dem Träger weg gerichteten Notbetätigungskraft derart einrastbar ist,
dass die Handhabe in der Notbetätigungsposition gehalten angeordnet ist und ein mechanischer
Schlüssel in den Schließzylinder einschiebbar ist. Die Handhabe ist demnach von dem
Träger abgehoben angeordnet und erlaubt einen ungehinderten Zugang zu dem Schließzylinder,
ohne dass dabei ein Benutzer die Handhabe mit hohem Kraftaufwand in der Notbetätigungsposition
halten muss, um zur Entriegelung den Schlüssel in den Schließzylinder einzuführen.
[0016] Bei der ersten Ausführungsform ist es schließlich konstruktiv besonders günstig,
wenn die Handhabe über einen Bowdenzug mit dem Türschloss mechanisch gekoppelt ist.
Durch diese Ausgestaltung wirkt im Notfall die auf die Handhabe aufgebrachte Kraft,
die größer als die vorbestimmte Rückstellkraft des Rückhalteelements bzw. des Federelements
sein muss, direkt auf das Türschloss.
[0017] Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Handhabe über einen
am Träger drehbar gelagerten Umlenkhebel und einen mit dem Umlenkhebel verbundenen
Bowdenzug mit dem Türschloss mechanisch verbunden ist.
[0018] Dementsprechend ist bei der zweiten Ausführungsform aufgrund des Umlenkhebels eine
andere Lagerung des Rückhalteelements vorzusehen. Die Erfindung sieht dementsprechend
für die zweite Ausführungsform der Türgriffanordnung vor, dass das mechanische Rückhalteelement
ein elastisches Federelement umfasst, das über eine an dem Träger und dem Umlenkhebel
gelagerte Federachse zwischen dem Träger und dem Umlenkhebel angeordnet ist, wobei
sich ein erstes Federende des Federelements an dem Träger abstützt. Durch die Ausbildung
als elastisches Federelement ist die Rückstellkraft sehr genau einstellbar, was sich
auf die im Notfall aufzubringende Rückstellkraft positiv auswirkt. Darüber hinaus
ist die Verwendung eines elastischen Federelements wirtschaftlich günstig.
[0019] Für die weitere Lagerung des elastischen Federelements sieht die Erfindung gemäß
der zweiten Ausführungsform vor, dass sich ein zweites Federende des elastischen Federelements
sowohl in Montageposition als auch in Betriebsposition an dem Umlenkhebel abstützt,
wobei das Klammerelement bei seiner Bewegung aus der Montageposition in die Betriebsposition
den Umlenkhebel in Eingriff mit dem zweiten Längsende der Handhabe bringt. Der Umlenkhebel
ist bei der zweiten Ausführungsform folglich mit dem Klammerelement bewegungsgekoppelt,
so dass eine Bewegung des Klammerelements aus der Montageposition in die Betriebsposition
nicht nur den Schließzylinder am Träger fixiert, sondern auch die Handhabe und den
Umlenkhebel in Eingriff bringt.
[0020] Entsprechend der andersartigen Lagerung bei der zweiten Ausführungsform sieht die
Erfindung in weiterer Ausgestaltung für diese vor, dass in der Betriebsposition das
elastische Federelement mit der vorbestimmten Rückstellkraft die Handhabe über den
Umlenkhebel in ihre Normalbetätigungsposition drängt, wobei das elastische Federelement
dabei den Umlenkhebel mit der Handhabe in Eingriff gedrückt hält. Primär wirkt das
zweite Federende derart auf den Umlenkhebel ein, dass dieser in einer Ausgangsposition
gehalten ist, in welcher die mit dem Umlenkhebel gekoppelte Handhabe in der Normalbetätigungsposition,
also unausgelenkt wie eine feststehende Handhabe, gehalten ist.
[0021] Um im Notfall die Tür entriegeln zu können, sieht die Erfindung bei der zweiten Ausführungsform
vor, dass die Handhabe an ihrem zweiten Längsende eine in Flucht zu dem Schließzylinder
demontierbar angebrachte Verschlusskappe aufweist, durch welche hindurch bei Demontage
der Verschlusskappe ein mechanischer Schlüssel in den Schließzylinder einschiebbar
ist.
[0022] Zur Demontage der Verschlusskappe ist es dann von Vorteil, wenn die Handhabe an ihrem
zweiten Längsende eine Öffnung aufweist, durch die hindurch ein mechanischer Schlüssel
zur Demontage der Verschlusskappe einschiebbar ist.
[0023] Sowohl für die erste als auch für die zweite Ausführungsform ist in Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die vorbestimmte Rückstellkraft des mechanischen Rückhalteelements
zwischen wenigstens sechzig Newton und höchstens einhundert Newton beträgt. Besonders
bevorzugt ist es, wenn die vorbestimmte Rückstellkraft des mechanischen Rückhalteelements
fünfundachtzig Newton (85N) beträgt. Daraus wird ersichtlich, dass bei einer Normalbetätigungskraft
der Handhabe von wenigstens zehn Newton die Handhabe als feststehend anzusehen ist.
Die Sensorelektronik ist so ausgelegt und ausgebildet, dass sie eine Normalbetätigungskraft
von mindestens zehn Newton erfasst. Eine darunter liegende Kraft wird von der Sensorelektronik
nicht detektiert, so dass dementsprechend auch nicht die Tür elektrisch geöffnet wird.
[0024] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehenden noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.
[0025] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit der Zeichnung, in der
beispielhafte bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. In der
Zeichnung zeigt:
Figur 1 eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs mit mehreren erfindungsgemäßen Türgriffanordnungen,
Figur 2 eine Tür des Kraftfahrzeugs mit einer Türgriffanordnung,
Figur 3 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf eine erfindungsgemäße
Türgriffanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform mit einer Handhabe in Normalbetätigungsposition,
von Ansicht auf eine Sperrvorrichtung der Türgriffanordnung,
Figur 4 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf die Türgriffanordnung
gemäß der ersten Ausführungsform für einen ersten Montageschritt der Handhabe an einem
Träger,
Figur 5 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf die Türgriffanordnung
gemäß der ersten Ausführungsform für einen zweiten Montageschritt der Handhabe an
dem Träger,
Figur 6 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf die Türgriffanordnung
gemäß der ersten Ausführungsform für einen dritten Montageschritt der Handhabe an
dem Träger,
Figur 7 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf die Türgriffanordnung
gemäß der ersten Ausführungsform mit der Handhabe in Notbetätigungsposition,
Figur 8 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf eine Türgriffanordnung
gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einem Klammerelement in Betriebsposition,
Figur 9 eine schematische Draufsicht in Schnittdarstellung auf die Türgriffanordnung
gemäß der zweiten Ausführungsform mit dem Klammerelement Montageposition und
Figur 10 eine schematische Schnittansicht quer zu der Tür des Kraftfahrzeugs auf die
Türgriffanordnung gemäß der zweiten Ausführungsform.
[0026] In Figur 1 ist ein Fahrzeug bzw. Kraftfahrzeug 1 in Form eines PKWs exemplarisch
dargestellt, welches in dem Beispiel über vier Türen 2 (zwei davon sind aus Figur
1 ersichtlich) verfügt, die über eine Türgriffanordnung 3 und insbesondere mit Hilfe
eines Türgriffs bzw. einer Handhabe 4 geöffnet werden können. Mit Bezug auf die Figuren
1 und 2 werden die Türen 2 über jeweilige Türschlösser 5 verschlossen und können von
außen über eine jeweilige Betätigung der Handhabe 4 geöffnet werden. Die Handhabe
4 weist ein hintergreifbares Griffteil auf, dass zum Öffnen des Türschlosses 5 betätigt
werden kann, wobei die Betätigung in den dargestellten Ausführungsbeispielen der Figuren
1 bis 12 eine auf die Handhabe 4 ausgeübte Ziehkraft eines Benutzers ist, die von
einer in der Handhabe 4 eingebauten Sensorelektronik 6 detektiert wird. Zum Öffnen
der Tür 2 wird dann im normalen Betrieb ein elektromechanisches Schließsystem 7 aktiviert,
mit dessen Hilfe das Türschloss 2 geöffnet oder auch geschlossen werden kann. Die
Sensorelektronik 6 detektiert eine auf das Griffteil der Handhabe 4 ausgebübte Kraft
von wenigstens 10N (zehn Newton) und öffnet bei Detektion einer solchen Kraft das
Türschloss 2, wobei bei dieser Betätigung die Handhabe 4 unausgelenkt an der Tür 2
verbleibt und für den Benutzer den Eindruck erweckt, als würde es sich um eine feststehende
Handhabe 4 handeln, die trotz Aufbringung einer Ziehkraft feststehend in ihrer Position
verbleibt. Für die Sensorelektronik 7 sind aus dem Stand der Technik die verschiedensten
Lösungen bekannt, die auch bei der erfindungsgemäßen Türgriffanordnung 3 zum Einsatz
kommen können. So können beispielsweise an oder in der Handhabe 4 ein Schalter oder
Taster sowie ein kapazitiver oder induktiver Sensoren verwendet werden. Da es sich
hierbei um bekannte Maßnahmen handelt, wird auf eine detaillierte Beschreibung der
Sensorelektronik 7 verzichtet.
[0027] Aus der Figur 2 ist ersichtlich, dass die Handhabe 4 außenseitig an der Tür 2 des
Kraftfahrzeugs 1 angeordnet ist, wobei sie von einem Benutzer hintergreifbar ist.
Zur Kopplung der Handhabe 4 an der Tür 2 ist ein rahmenartig ausgebildeter Träger
8 vorgesehen, der in Figur 2 gestrichelt gezeichnet ist, da er innenseitig an der
Tür 2 und damit in Figur 2 verdeckt von der Tür 2 angeordnet ist. Der Träger 8 ist
über bekannte Befestigungsmittel innenseitig an der Tür 2 befestigt und lagert die
außenseitig an der Tür 2 angeordnete Handhabe 4. Mit anderen Worten dient der Träger
8 bekanntermaßen der Anbringung der Handhabe 4 und ist mittels nicht näher dargestellter
Schraubverbindungen an der Türinnenseite der Tür 2 befestigt, wobei die Handhabe 4
auf der Türaußenseite angeordnet ist. Dabei ist der Träger 8 aus Gründen der Materialeinsparung
überwiegend aus einer Rahmenstruktur gebildet, die über verschiedene Aufnahme- und
Lagerräume verfügt, um neben der Handhabe 4, die an dem Träger 7 zum Öffnen einer
entsprechenden Tür 2 des Kraftfahrzeugs 1 durch einen Benutzer gelagert ist, einen
Schließzylinder 9 aufnehmen zu können. Dabei bildet die Handhabe 4 in ihrer unausgelenkten
Stellung, welche eine Normalbetätigungsposition der Handhabe 4 ist, eine Abdeckung
für den Schließzylinder 9 und überdeckt diesen. Aus diesem Grund ist der Schließzylinder
9 in der Figur 2 ebenfalls wie der Träger 8 gestrichelt gezeichnet. Anstatt des in
den Figuren dargestellten Schließzylinders 9 kann aber auch eine Schließzylinderattrappe
bei der Türgriffanordnung 3 eingesetzt werden.
[0028] Während in den Figuren 1 und 2 die Türgriffanordnung 3 gemäß der vorliegenden Erfindung
in sehr allgemeiner Form gezeigt ist, ist in den Figuren 3 bis 7 eine erste Ausführungsform
anhand konkreter Merkmale gezeigt, durch welche die erfindungsgemäße Türgriffanordnung
3 charakterisiert ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in den Figuren 3 bis
8 der Träger 8 und auch das Türschloss 5, welches gemäß der Erfindung sowohl mechanisch
als auch elektrisch geöffnet werden kann, nicht gezeigt.
[0029] Die Figur 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf die Türgriffanordnung 3 gemäß
der ersten Ausführungsform, wobei sich die Türgriffanordnung 3 im montierten Zustand
an der Tür 2 des Kraftfahrzeugs 1 befindet. In diesem montierten Zustand ist ein erstes
Längsende 10 der Handhabe 4 schwenkbar an dem Träger 8 gelagert, wohingegen ein zweites
Längsende 11 der Handhabe 4 derart mit dem Träger 8 gekoppelt ist, dass das zweite
Längsende 11 auslenkbar von dem Träger 8 bewegbar mit dem Träger 8 gekoppelt ist.
Ferner nimmt die Handhabe 4 in diesem montierten Zustand eine Normalbetätigungsposition
ein, in welcher sie von einem mechanischen Rückhalteelement 12 gehalten ist. Das mechanische
Rückhalteelement 12 ist bei der ersten Ausführungsform über ein Klammerelement 14
verschiebbar an dem Träger 8 gelagert, wobei das Klammerelement 14 den Schließzylinder
9 am Träger 8 fixiert. Um die Handhabe 4 in ihrer Normalbetätigungsposition, die in
Figur 3 gezeigt ist, zu halten, übt das mechanische Rückhalteelement 12 auf das zweite
Längsende 11 der Handhabe 4 eine vorbestimmte Rückhaltekraft in Richtung des Trägers
8 aus, welche die Handhabe 4 in der unausgelenkten Normalbetätigungsposition hält.
[0030] Das Klammerelement 14 ist zwischen einer Montageposition, in welcher das Klammerelement
14 mit dem Schließzylinder 9 außer Eingriff steht (siehe Figur 4), und einer Betriebsposition,
in welcher das Klammerelement 14 den Schließzylinder 9 am Träger 8 fixiert (siehe
Figur 3), bewegbar. Die Bewegung des Klammerelements 14 am Träger 8 erfolgt durch
Verstellung eines Stellmittels 15, welches als Schraube ausgebildet ist und sich am
Schließzylinder 9 abstützt, so dass zur Montage oder Demontage eine Drehung des Stellmittels
15, welches über eine Gewindeverbindung mit dem Klammerelement 14 gekoppelt ist, das
Klammerelement 14 relativ zum Stellmittel 15 bewegt.
[0031] Wie den Figuren 3 bis 7 zu entnehmen ist, umfasst das mechanische Rückhalteelement
12 ein elastisches Federelement 16, das an dem Klammerelement 14 und mit diesem mitbewegbar
befestigt ist. Ein erster Schenkel 17 des elastischen Federelements 16 stützt sich
an einem Stützansatz 18 des Klammerelements 14 ab. Selbstverständlich ist es auch
vorstellbar, dass der Stützansatz 18 nicht an dem Klammerelement 14 sondern an dem
Träger 8 ausgebildet ist. In der in Figur 4 gezeigten Montageposition ist ein zweiter
Schenkel 19 des elastischen Federelements 16 an einem Montageansatz 20 des Klammerelements
14 abstützend angeordnet, wohingegen in der in Figur 3 gezeigten Betriebsposition
der zweite Schenkel 19 an einem am zweiten Längsende 11 der Handhabe 4 ausgebildeten
Rückhalteanschlag 21 angreifend angeordnet ist. Zur Montage kann der zweite Schenkel
19 des Federelements 16 alternativ auch an dem Träger 8 vorfixiert sein, solange gesichert
ist, dass in der Betriebsposition der zweite Schenkel 19 an dem zweiten Längsende
11 der Handhabe 4 angreift. Genauer gesagt drückt der zweite Schenkel 19 des Federelements
16 gegen den Rückhalteanschlag 21, der an einem hakenförmigen Ansatz der Handhabe
ausgebildet ist. Auf diese Weise drängt das elastische Federelement, welches um eine
am Klammerelement 14 angeformte Achse 22 gewunden und dort gelagert ist, mit seiner
Rückstellkraft die Handhabe 4 über den Rückhalteanschlag 21 in ihre Normalbetätigungsposition.
[0032] Bei einem normalen Betrieb der Türgriffanordnung 3 hintergreift ein Benutzer die
Handhabe 4 und wird an dieser mit einer Normalbetätigungskraft 23 ziehen (siehe Figur
3), um die Tür 2 öffnen zu können. Die Sensorelektronik 6 wird diese von dem Benutzer
bewirkte Betätigung der Handhabe 4, auf welche die vom Träger 8 weg gerichtete Normalbetätigungskraft
wirkt, detektieren. Weil die vorbestimmte Rückstellkraft 24 des Rückhalteelements
12 bzw. des Federelements 16 derart hoch gewählt ist, dass sie wesentlich größer als
die Normalbetätigungskraft ist, verbleibt die Handhabe 4 bei Betätigung der Handhabe
4 durch einen Benutzer in ihrer Normalbetätigungsposition angeordnet.
[0033] Anhand der Figuren 4, 5 und 6 soll nachstehend kurz die Montage der erfindungsgemäßen
Türgriffanordnung 3 beschrieben werden, wodurch deren Funktions- und Wirkungsweise
besser verdeutlicht werden.
[0034] Die Figur 4 zeigt einen ersten Montageschritt für die Türgriffanordnung 3. Bei diesem
ersten Montageschritt wird das erste Längsende 10 der Handhabe 4 in einen am Träger
8 ausgebildeten Lagerabschnitt eingeschoben (siehe Pfeil 26 in Figur 4), wohingegen
das hakenförmig ausgebildete zweite Längsende 11 der Handhabe 4 lediglich in den Träger
8 eingesteckt wird. Ferner wird ein Ende eines für einen Notfall dienenden Bowdenzugs
25, der mit dem Türschloss 5 mechanisch gekoppelt ist, in eine entsprechende Aufnahme,
die in dem zweiten Längsende 11 der Handhabe 4 ausgeformt ist, eingehangen. Das Klammerelement
14 befindet sich in Figur 4 in seiner Montageposition, die es durch Verstellung des
Stellmittels 15 einnimmt. In der Montageposition steht das Klammerelement 14 mit dem
Schließzylinder 9 außer Eingriff, indem eine an dem Klammerelement 14 angeformte Verriegelungsnase
27 aus einer in der Außenseite des Schließzylinders 9 ausgeformten Verriegelungsnasenaufnahme
28 ausgerückt ist. Ferner ist das elastische Federelement 16 bzw. das Rückhalteelement
12 in der Montageposition des Klammerelements 14 ausschließlich an diesem gehalten
und mit dem Klammerelement 14 verschiebbar, denn der zweite Schenkel 19 liegt an dem
Montageansatz 20 an.
[0035] In Figur 5 ist ein zweiter Montageschritt gezeigt, der durch eine Ziehbewegung an
der Handhabe 4 in Richtung des Pfeils 29, also einer Ausschwenkbewegung der Handhabe
4, gekennzeichnet ist. Das Ziehen an der Handhabe 4 bewirkt, dass ein Federmechanismus,
welcher dem Bowdenzug 25 zur Montage eine gewisse Bewegungsfreiheit verlieh, gelöst
wird, so dass der Bowdenzug 25 nun unter einer gewissen Vorspannung steht und dadurch
in die für ihn vorgesehene Aufnahme gezogen wird, die an dem zweiten Längsende 11
der Handhabe 4 ausgebildet ist.
[0036] Bedingt durch diese Vorspannung wird die Handhabe 4 nun in ihre Normalbetätigungsposition
gezogen, wie es in Figur 6 gezeigt ist. Wenn nun entsprechend der in Figur 6 dargestellten
Stellungen der einzelnen beschriebenen Bauteile das Stellmittel 15 verstellt wird,
wird das Klammerelement 14 in Richtung des Pfeils 30 am Träger 8 entlang verschoben
und nimmt seine Betriebsposition ein, welche in Figur 3 gezeigt ist und in welcher
der Schließzylinder 9 mit dem Klammerelement 14 in Eingriff steht, weil die an dem
Klammerelement 14 angeformte Verriegelungsnase 27 in die im Schließzylinder 9 ausgeformte
Verriegelungsnasenaufnahme 28 eingerückt ist. Aber nicht nur der Schließzylinder 9
wird bei der Bewegung des Klammerelements 14 aus dessen Montageposition in die Betriebsposition
am Träger 8 fixiert, sondern auch das Rückhalteelement 12, welches als elastisches
Federelement 16 und genauer gesagt als Schenkelfeder ausgeführt ist, gelangt in Eingriff
mit dem Rückhalteanschlag 21 der Handhabe 4 an deren zweiten Längsende 11. Mit anderen
Worten wird bei der Bewegung des Klammerelements 14 aus dessen Montageposition in
die Betriebsposition der zweite Schenkel 19 des Federelements 16 in Anlage an den
Rückhalteanschlag 21 gebracht, wodurch die Montage der Türgriffanordnung 3 abgeschlossen
ist und die Türgriffanordnung 3 die in Figur 3 gezeigten Anordnung der vorstehend
beschriebenen Bauteile aufweist.
[0037] In einem Notfall, bei welchem das gesamte Fahrzeugsystem des Kraftfahrzeugs 1 stromlos
ist und das elektromechanische Schließsystem 7 nicht mehr funktionstüchtig ist, kann
durch eine Betätigung der Handhabe 4 eine mechanische Öffnung der Tür 2 bewirkt werden.
Dazu muss die Handhabe 4 mit einer von dem Träger 8 weg gerichteten Notbetätigungskraft
(siehe Pfeil 31) betätigt werden, die größer als die vorbestimmte Rückstellkraft 12
ist, wie es in Figur 7 dargestellt ist. Durch Auslenkung der Handhabe 4 mit der Notbetätigungskraft
gelangt die Handhabe 4 in die in Figur 7 gezeigte Notbetätigungsposition, wobei bei
dieser Bewegung der Handhabe 4 über den Bowdenzug 25 auf das Türschloss 5 eingewirkt
und damit die Tür 2 mechanisch geöffnet werden. Im Fall eines Fahrzeugcrashs ist ein
Sicherheitsmechanismus vorgesehen, welcher dafür sorgt, dass der Schließzylinder 9
automatisch entriegelt ist. Sollte aber lediglich ein stromloser und crashfreier Zustand
vorliegen, so muss der Schließzylinder 9 mit Hilfe eines mechanischen Notschlüssels
32 zuerst entriegelt werden, bevor die Tür 2 geöffnet werden kann. Um die Handhabe
4 nicht mit der Notbetätigungskraft 31 halten zu müssen, um einen ungehinderten Zugang
zu dem Schließzylinder 9 zu erlangen, kann die Handhabe 4 in der Notbetätigungsposition
mechanisch gehalten werden. Zu diesem Zweck weist das zweite Längsende 12 der Handhabe
4 eine Einrastausnehmung 33 auf, in welche der zweite Schenkel 19 des elastischen
Federelements 16 bei einer Betätigung der Handhabe 4 mit der von dem Träger 8 weg
gerichteten Notbetätigungskraft 31 derart einrastbar ist, dass die Handhabe 4 in der
Notbetätigungsposition gehalten angeordnet ist, wie es in Figur 7 gezeigt ist. In
der Notbetätigungsposition kann dann ein mechanischer Notschlüssel 32 bequem in den
Schließzylinder 9 eingeschoben werden und der Schließzylinder 9 entriegelt werden,
um dann in einem zweiten Schritt die Handhabe 4 wieder in Richtung des Träger 4 zu
drücken, um dann erneut die Handhabe 4 mit der Notbetätigungskraft 31 auszulenken,
um über den Bowdenzug 25 die Tür 2 mechanisch zu öffnen.
[0038] Die Figuren 8, 9 und 10 zeigen eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Türgriffanordnung 3. Soweit bei den Figuren der zweiten Ausführungsform gleiche Bezugszeichen
wie bei der ersten Ausführungsform verwendet werden, betreffen diese jeweils identische
oder gleiche Elemente oder Bauteile, so dass auf die vorstehende Beschreibung für
die erste Ausführungsform verwiesen sei und diese Beschreibung auch Gültigkeit für
die zweite Ausführungsform besitzt.
[0039] In Figur 8 ist eine schematische Draufsicht auf die Türgriffanordnung 3 gemäß der
zweiten Ausführungsform gezeigt, wobei sich die Türgriffanordnung 3 hierbei im montierten
Zustand an der Tür 2 des Kraftfahrzeugs 1 befindet. Wie bei der ersten Ausführungsform,
so ist auch hier für den montierten Zustand ein erstes Längsende 10 der Handhabe 4
schwenkbar an dem Träger 8 gelagert, wohingegen ein zweites Längsende 11 der Handhabe
4 derart mit dem Träger 8 gekoppelt ist, dass das zweite Längsende 11 auslenkbar von
dem Träger 8 bewegbar mit dem Träger 8 gekoppelt ist. Auch nimmt hier die Handhabe
4 in diesem montierten Zustand eine Normalbetätigungsposition ein, in welcher sie
von einem mechanischen Rückhalteelement 12 gehalten ist und eine Abdeckung für den
Schließzylinder 9 bildet. Das verschiebbar am Träger 8 gelagerte Klammerelement 14
fixiert auch hier bei der zweiten Ausführungsform den Schließzylinder 9 am Träger
8.
[0040] Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform ist das mechanische Rückhalteelement
12 bei der zweiten Ausführungsform um eine Achse 40 herum angeordnet, die an dem Träger
8 angeformt ist. Ferner unterscheidet sich die zweite Ausführungsform von der ersten
Ausführungsform dadurch, dass die Handhabe 4 über einen am Träger 8 drehbar gelagerten
Umlenkhebel 41 und einen mit dem Umlenkhebel 41 verbundenen Bowdenzug 42 (siehe Figur
10) mit dem Türschloss 5 mechanisch verbunden ist. Jedoch übt auch bei der zweiten
Ausführungsform das mechanische Rückhalteelement 12 auf das zweite Längsende 11 der
Handhabe 4 die vorbestimmte Rückhaltekraft in Richtung des Trägers 8 aus, welche die
Handhabe 4 in der unausgelenkten Normalbetätigungsposition hält.
[0041] Das verschiebbar an dem Träger 8 gelagerte Klammerelement 14, von dem in den Figuren
8, 9 und 10 nur jeweils die für den gezeigten Schnitt sichtbaren Ansätze dargestellt
sind, ist in Figur 8 in seiner Betriebsposition angeordnet, in welcher es den Schließzylinder
9 am Träger 8 fixiert, indem die Verriegelungsnase 27 des Klammerelements 14 in Eingriff
mit der in dem Schließzylinder 9 ausgeformten Verriegelungsnasenaufnahme 28 steht.
Die Figur 9 zeigt das Klammerelement 14 in seiner Montageposition, in welcher es bzw.
seine Verriegelungsnase 27 mit dem Schließzylinder 9 bzw. dessen Verriegelungsnasenaufnahme
28 außer Eingriff steht.
[0042] Ein weiterer Unterschied besteht bei der zweiten Ausführungsform im Vergleich zu
der ersten Ausführungsform darin, dass das mechanische Rückhalteelement 12 als ein
elastisches Federelement 43 ausgeführt ist, das über die an dem Träger 8 gehaltene
Federachse 40 aufgeschoben ist und zwischen dem Träger 8 und dem Umlenkhebel 41 angeordnet
ist. Dabei stützt sich ein erstes Federende 44 des Federelements 43 an dem Träger
8 ab. Das zweite Federende 45 des elastischen Federelements 43 stützt sich ferner
sowohl in der Montageposition des Klammerelements 14 (siehe Figur 9) als auch in der
Betriebsposition des Klammerelements 14 (siehe Figur 8) an dem Umlenkhebel 41 ab,
wobei das Klammerelement 14 bei seiner Bewegung aus der Montageposition in die Betriebsposition
den Umlenkhebel 41 in Eingriff mit hakenförmigen Ansatz, der an dem zweiten Längsende
11 der Handhabe 4 angeformt ist, bringt.
[0043] Wie aus der Zusammenschau der Figuren 8, 9 und 10 ersichtlich ist, drängt bei der
zweiten Ausführungsform das elastische Federelement 43 dann, wenn das Klammerelement
14 in der Betriebsposition angeordnet ist (siehe Figur 8), mit der vorbestimmten Rückstellkraft
24 die Handhabe 4 über den Umlenkhebel 41 in die Normalbetätigungsposition. Dabei
hält das elastische Federelement 43 zusätzlich den Umlenkhebel 41 mit der Handhabe
4 in Eingriff gedrückt. Wie aus dem Vergleich der Figuren 8 und 9 hervorgeht, ist
die Achse 40 relativ zu dem Umlenkhebel 41 verschiebbar, wobei der Umlenkhebel 41
ferner mit dem Klammerelement 14 bewegungsgekoppelt ist, denn bei der Bewegung des
Klammerelements 14 aus der Montageposition in die Betriebsposition wird lediglich
der Umlenkhebel 41 gemeinsam mit dem Klammerelement 14 verschoben, nicht aber die
Achse 40 oder das Federelement 43.
[0044] Die Wirkungsweise der Türgriffanordnung 3 der zweiten Ausführungsform ist im Wesentlichen
identisch zu der Wirkungsweise der ersten Ausführungsform. Der wesentliche Unterschied
ist der, dass das elastische Federelement 43 nicht direkt auf die Handhabe 4 einwirkt,
sondern die Handhabe 4 indirekt über den Umlenkhebel 41 in der Notbetätigungsposition
hält, so dass in einem Notfall die Handhabe 4 erst dann von dem Träger 8 weg ausgelenkt
und die Tür 2 rein mechanisch geöffnet werden können, wenn mit einer Notbetätigungskraft
an der Handhabe 4 gezogen wird, welche größer als die von dem elastischen Federelement
43 auf die Handhabe 4 ausgeübte Rückstellkraft 24 ist. Denn in einem Notfall bei stromlosem
Fahrzeugsystem kann durch eine Betätigung der Handhabe 4 eine mechanische Öffnung
der Tür 2 bewirkt werden, während im Normalbetrieb die Handhabe 4 bei Betätigung mit
der Normalbetätigungskraft 23 feststehend an der Tür und damit unbewegt verbleibt.
Auch bei der zweiten Ausführungsform muss im Notfall die Handhabe 4 mit der von dem
Träger 8 weg gerichteten Notbetätigungskraft (siehe Pfeil 31) betätigt werden, die
größer als die vorbestimmte Rückstellkraft 12 ist, wie es in Figur 8 dargestellt ist.
Durch Auslenkung der Handhabe 4 mit der Notbetätigungskraft gelangt die Handhabe 4
in eine für die zweite Ausführungsform nicht dargestellte Notbetätigungsposition.
Bei dieser Bewegung wirkt die Handhabe 4 über den am Umlenkhebel 41 angebrachten Bowdenzug
42 auf das Türschloss 5 ein, wodurch die Tür 2 mechanisch geöffnet werden kann. Zur
Entriegelung des Schließzylinders 9 mit Hilfe eines mechanischen Schlüssels 32 weist
die Handhabe 4 an ihrem zweiten Längsende 11 eine in Flucht zu dem Schließzylinder
9 demontierbar angebrachte Verschlusskappe 46 auf. Wenn die Verschlusskappe 46 von
der Handhabe 4 entfernt bzw. demontiert ist, kann zur Entriegelung durch den freigegebenen
Durchlass in der Handhabe 4 ein mechanischer Schlüssel 32 in den Schließzylinder 9
eingeführt werden. Als Hilfe zur Demontage der Verschlusskappe 46 weist die Handhabe
4 an ihrem zweiten Längsende 11 zusätzlich eine Öffnung 47 auf, welche von außen für
einen Benutzer zugänglich ist und durch die hindurch der mechanischer Schlüssel 32
zur Demontage der Verschlusskappe 46 einschiebbar ist. Nach Entriegelung kann dann
die Handhabe 4 mit der Notbetätigungskraft 31 ausgelenkt werden, um über den Umlenkhebel
41 und den Bowdenzug 42 die Tür 2 mechanisch zu öffnen.
[0045] Sowohl für die erste als auch für die zweite Ausführungsform beträgt die vorbestimmte
Rückstellkraft 24 des mechanischen Rückhalteelements 12 zwischen wenigstens sechzig
Newton und höchstens einhundert Newton, wobei die Normalbetätigungskraft der Handhabe
4 wenigstens zehn Newton beträgt.
[0046] Zusammenfassend wird mit der vorliegenden Erfindung eine Türgriffanordnung 3 für
ein Kraftfahrzeug 1 beschrieben, die sich durch eine pseudo-feststehende Handhabe
4 auszeichnet. Der Ausdruck "pseudo-feststehend" meint im Zusammenhang mit der Erfindung,
dass die Handhabe 4 bei normaler Betätigung keine mechanische Wirkungskette zum Entriegeln
aufweist, sondern die Entriegelung allein durch das elektromechanische Schließsystem
7 erfolgt, welches aufgrund der Detektion einer Betätigung der Handhabe 4 durch die
Sensorelektronik 6 angesteuert wird. Die Handhabe 4 ist nur in einem Notfall, bei
welchem eine strombetriebene Öffnung der Tür nicht möglich ist, auslenkbar, wobei
dazu eine Betätigungskraft erforderlich ist, die weit über der Normalbetätigungskraft
liegt und die die Rückstellkraft 24 des Rückhalteelements 12 überwindet. Dementsprechend
ist es für die vorliegende Erfindung kennzeichnend, dass das mechanische Rückhalteelement
12 auf das zweite Längsende 11 der Handhabe 4 die vorbestimmte Rückhaltekraft 24 in
Richtung des Trägers 8 ausübt und die Handhabe 4 in der unausgelenkten Normalbetätigungsposition
hält, wobei die Sensorelektronik 6 bei Detektion einer Betätigung der Handhabe 4 durch
einen Benutzer mit einer von dem Träger 8 weg gerichteten Normalbetätigungskraft 23,
die kleiner als die vorbestimmte Rückstellkraft 24 ist, die Tür 2 oder Klappe elektrisch
öffnet und dabei die Handhabe 4 in ihrer Normalbetätigungsposition angeordnet verbleibt.
Die Handhabe 4 ist bei einer Betätigung der Handhabe 4 mit einer von dem Träger 8
weg gerichteten Notbetätigungskraft 31, die größer als die vorbestimmte Rückstellkraft
24 ist, in eine Notbetätigungsposition auslenkbar ist, in welcher die Auslenkbewegung
der Handhabe 4 die Tür 2 oder Klappe mechanisch öffnet.
[0047] Die vorstehend beschriebene Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beschriebenen
und dargestellten Ausführungsformen beschränkt. Es ist ersichtlich, dass an den in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen zahlreiche, dem Fachmann entsprechend
der beabsichtigten Anwendung naheliegende Abänderungen vorgenommen werden können,
ohne dass dadurch der Bereich der Erfindung verlassen wird. Dabei gehört zur Erfindung
alles dasjenige, was in der Beschreibung enthalten und/oder in der Zeichnung dargestellt
ist, einschließlich dessen, was abweichend von den konkreten Ausführungsbeispielen
für den Fachmann naheliegt.
1. Türgriffanordnung (3) eines Kraftfahrzeugs (1), aufweisend:
einen innenseitig an einer Tür (2) oder Klappe des Kraftfahrzeugs (1) befestigbaren
und rahmenartig ausgebildeten Träger (8),
eine außenseitig an der Tür (2) oder Klappe des Kraftfahrzeugs (1) anordenbare Handhabe
(4), die von einem Benutzer hintergreifbar ist,
ein Türschloss (5) der Tür (2) oder Klappe des Kraftfahrzeugs (1), das sowohl mechanisch
als auch elektrisch angesteuert und geöffnet werden kann, und
eine Sensorelektronik (6) zur Detektion einer durch einen Benutzer bewirkten Betätigung
der Handhabe (4),
wobei ein erstes Längsende (10) der Handhabe (4) schwenkbar an dem Träger (8) gelagert
ist und ein zweites Längsende (11) der Handhabe (4) auslenkbar von dem Träger (8)
weg mit dem Träger (8) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mechanisches und am Träger (8) festgelegtes Rückhalteelement (12) auf das zweite
Längsende (11) der Handhabe (4) eine vorbestimmte Rückhaltekraft (24) in Richtung
des Trägers (8) ausübt und die Handhabe (4) in einer unausgelenkten Normalbetätigungsposition
hält,
wobei die Sensorelektronik (6) bei Detektion einer Betätigung der Handhabe (4) durch
einen Benutzer mit einer von dem Träger (8) weg gerichteten Normalbetätigungskraft
(23), die kleiner als die vorbestimmte Rückstellkraft (24) ist, die Tür (2) oder Klappe
elektrisch öffnet und dabei die Handhabe (4) in ihrer Normalbetätigungsposition angeordnet
verbleibt, und
wobei die Handhabe (4) bei einer Betätigung der Handhabe (4) mit einer von dem Träger
(8) weg gerichteten Notbetätigungskraft (31), die größer als die vorbestimmte Rückstellkraft
(24) ist, in eine Notbetätigungsposition auslenkbar ist, in welcher die Auslenkbewegung
der Handhabe (4) die Tür (2) oder Klappe mechanisch öffnet.
2. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klammerelement (14) verschiebbar an dem Träger (8) gelagert ist und einen zur
mechanischen Entriegelung eines Türschlosses (5) der Tür (2) oder Klappe dienenden
Schließzylinder (9) oder eine Schließzylinderattrappe am Träger (8) fixiert,
wobei die Handhabe (4) in der unausgelenkten Normalbetätigungsposition eine Abdeckung
für den Schließzylinder (9) oder die Schließzylinderattrappe bildet, und
wobei das Klammerelement (14) zwischen einer Montageposition, in welcher das Klammerelement
(14) mit dem Schließzylinder (9) oder der Schließzylinderattrappe außer Eingriff steht,
und einer Betriebsposition, in welcher das Klammerelement (14) den Schließzylinder
(9) oder die Schließzylinderattrappe am Träger (8) fixiert, bewegbar ist.
3. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Rückhalteelement (12) ein elastisches Federelement (16) umfasst,
das an dem Klammerelement (14) und mit diesem mitbewegbar befestigt ist, wobei sich
ein erster Schenkel (17) des elastischen Federelements (16) an einem Stützansatz (18)
des Klammerelements (14) oder an einem am Träger (8) angeformten Stützansatz abstützt.
4. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Schenkel (19) des elastischen Federelements (16) in Montageposition an
einem Montageansatz (20) des Klammerelements (14) abstützend angeordnet ist und in
Betriebsposition an einem am zweiten Längsende (11) der Handhabe (4) ausgebildeten
Rückhalteanschlag (21) angreifend angeordnet ist, wobei in der Betriebsposition das
elastische Federelement (16) mit der vorbestimmten Rückstellkraft (24) die Handhabe
(4) über den Rückhalteanschlag (21) in ihre Normalbetätigungsposition drängt.
5. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Schenkel (19) des elastischen Federelements (16) in Montageposition an
dem Träger (8) vorfixiert ist und in Betriebsposition an einem am zweiten Längsende
(11) der Handhabe (4) ausgebildeten Rückhalteanschlag (21) angreifend angeordnet ist,
wobei in der Betriebsposition das elastische Federelement (16) mit der vorbestimmten
Rückstellkraft (24) die Handhabe (4) über den Rückhalteanschlag (21) in ihre Normalbetätigungsposition
drängt.
6. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Längsende (11) der Handhabe (4) eine Einrastausnehmung (33) aufweist,
in welche der zweite Schenkel (19) des elastischen Federelements (16) bei einer Betätigung
der Handhabe (4) mit einer von dem Träger (8) weg gerichteten Notbetätigungskraft
(31) derart einrastbar ist, dass die Handhabe (4) in der Notbetätigungsposition gehalten
angeordnet ist und ein mechanischer Schlüssel (32) in den Schließzylinder (9) einschiebbar
ist.
7. Türgriffanordnung (3) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) über einen Bowdenzug (25) mit dem Türschloss (5) mechanisch gekoppelt
ist.
8. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) über einen am Träger (8) drehbar gelagerten Umlenkhebel (41) und
einen mit dem Umlenkhebel (41) verbundenen Bowdenzug (42) mit dem Türschloss (5) mechanisch
verbunden ist.
9. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Rückhalteelement (12) ein elastisches Federelement (43) umfasst,
das über eine an dem Träger (8) und dem Umlenkhebel (41) gelagerte Federachse (40)
zwischen dem Träger (8) und dem Umlenkhebel (41) angeordnet ist, wobei sich ein erstes
Federende (44) des Federelements (43) an dem Träger (8) abstützt.
10. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein zweites Federende (45) des elastischen Federelements (43) sowohl in Montageposition
als auch in Betriebsposition an dem Umlenkhebel (41) abstützt, wobei das Klammerelement
(14) bei seiner Bewegung aus der Montageposition in die Betriebsposition den Umlenkhebel
(41) in Eingriff mit dem zweiten Längsende (11) der Handhabe (4) bringt.
11. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Betriebsposition das elastische Federelement (43) mit der vorbestimmten Rückstellkraft
(24) die Handhabe (4) über den Umlenkhebel (41) in ihre Normalbetätigungsposition
drängt, wobei das elastische Federelement (3) dabei den Umlenkhebel (41) mit der Handhabe
(4) in Eingriff gedrückt hält.
12. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) an ihrem zweiten Längsende (11) eine in Flucht zu dem Schließzylinder
(9) demontierbar angebrachte Verschlusskappe (46) aufweist, durch welche hindurch
bei Demontage der Verschlusskappe (46) ein mechanischer Schlüssel (32) in den Schließzylinder
(9) einschiebbar ist.
13. Türgriffanordnung (3) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) an ihrem zweiten Längsende (11) eine Öffnung (47) aufweist, durch
die hindurch ein mechanischer Schlüssel (32) zur Demontage der Verschlusskappe (46)
einschiebbar ist.
14. Türgriffanordnung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Rückstellkraft (24) des mechanischen Rückhalteelements (12) zwischen
wenigstens sechzig Newton und höchstens einhundert Newton beträgt.
15. Türgriffanordnung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Normalbetätigungskraft (23) der Handhabe (4) wenigstens zehn Newton beträgt.