| (19) |
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(11) |
EP 3 180 475 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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03.11.2021 Patentblatt 2021/44 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.10.2018 Patentblatt 2018/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.08.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/067917 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/023791 (18.02.2016 Gazette 2016/07) |
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| (54) |
STREICHAGGREGAT
COATING DEVICE
DISPOSITIF DE COUCHAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.08.2014 DE 102014216256
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.06.2017 Patentblatt 2017/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HENNINGER, Christoph
89522 Heidenheim (DE)
- MEINEL, Jochen
89522 Heidenheim (DE)
- THIEL, Gerd
89551 Königsbronn-Zang (DE)
- APPRICH, Jan
89551 Königsbronn-Zang (DE)
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| (74) |
Vertreter: Voith Patent GmbH - Patentabteilung |
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St. Pöltener Straße 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2010/112388 DE-A1- 4 432 178 US-A1- 2013 273 253
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WO-A1-2012/118438 US-A- 5 820 935
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum direkten oder indirekten Auftragen eines
flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn,
wie Papier-, Karton- oder Tissuebahn, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Mit solchen Vorrichtungen, oftmals auch Streichaggregate genannt, wird ein flüssiges
oder pastöses Medium in Form von Stärke, Leim oder Streichfarbe auf die laufende Faserstoffbahn
aufgetragen. Solche Streichaggregate sind im Stand der Technik hinreichend bekannt
und umfassen verschiedene Ausgestaltungen und Auftragsverfah ren.
[0003] Beim sog. direkten Auftrag wird bei einer Variante das flüssige oder pastöse Medium
im Überschuss direkt auf die Faserstoffbahn aufgebracht und anschließend zur Herstellung
einer definierten Schichtdicke des Mediums mittels einer Klinge oder eines Rakels
teilweise abgetragen. Beim sog. indirekten Auftrag wird bei einer Variante das flüssige
oder pastöse Medium im Überschuss direkt auf eine Walze, sog. Auftragswalze, aufgebracht
und anschließend zur Herstellung einer definierten Schichtdicke des Mediums mittels
einer Klinge oder eines Rakels teilweise wieder von der Auftragswalze abgetragen bevor
das Medium in einem Übertragungsspalt von der Auftragswalze auf die Faserstoffbahn
übertragen wird.
[0004] Zur gleichmäßigen Verteilung des Mediums in Maschinenquerrichtung weisen solche Streichaggregate
ein sog. Mediumverteilrohr auf mittels dem das flüssige oder pastöse Medium zuerst
in Maschinenquerrichtung verteilt wird, bevor dieses durch eine Austrittsöffnung einer
Mediumaustragskammer tritt und auf die Walze oder Materialbahn aufgebracht wird.
[0005] Solche Mediumverteilrohre sind bei den heute bekannten Streichaggregaten oftmals
entweder durch geometrisch komplexe und aufwändige Schweißkonstruktionen oder durch
geometrisch komplexe und noch aufwändigere aus dem Vollmaterial gebildete Grundkörper
aufgebaut, die in der Herstellung teuer sind. Ferner übernehmen die Mediumverteilrohre
bei den heute bekannten Streichaggregaten lediglich die Aufgabe der Querverteilung
bzw. Verteilung in Maschinenquerrichtung des Mediums. Auch die Schrift
WO 2012/118438 beschreibt eine Auftragsvorrichtung mit einem Medienverteilrohr. Aufgrund von stetigem
Kostendruck in der Papierindustrie ist es notwendig bei gleicher oder sogar verbesserter
Performance nach kostengünstigeren als den bekannten Lösungen zu suchen, um wettbewerbsfähig
zu bleiben.
[0006] Es ist somit die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine kostengünstigere Lösung
für ein solches Streichaggregat vorzuschlagen.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Dadurch dass das Mediumverteilrohr durch einen hohlzylindrischen Grundkörper mit
einer ovalen, insbesondere kreisrunden oder elliptischen Querschnittsform ausgeführt
ist, kann der Grundkörper des Mediumverteilrohrs durch ein oder mehrere frei im Handel
verfügbare(s) Norm-Rohr(e) kostengünstig bereitgestellt werden.
[0009] Dadurch dass der hohlzylindrische Grundkörper recht dickwandig ausgeführt ist, d.h.
eine Wandstärke zwischen 3 Millimetern und 25 Millimetern hat, kann dieser zusätzlich
zur Aufgabe der Querverteilung -d.h. Verteilung in Maschinenquerrichtung- des Mediums
zumindest einen Teil der Dimensionsstabilität der Auftragseinheit gegenüber Durchbiegung
in Maschinenquerrichtung bereitstellen. Hierdurch kann der sonst für die Dimensionsstabilität
zuständige Tragbalken deutlich einfacher ausgeführt sein oder es kann auf diesen vollständig
verzichtet werden.
[0010] Durch die Wandstärke des hohlzylindrischen Grundkörpers zwischen 3 Millimetern und
25 Millimetern können ferner die Ausströmkanäle komplett durch Bohrungen im Hohlkörper
bereitgestellt werden ohne dass diese bspw. durch separate Zylinderhülsen mit einer
definierten Länge bereitgestellt werden müssen, was bei den bekannten dünnwandigen
Mediumverteilrohren notwendig ist, um den über die Ausströmkanäle notwendigen Druckabfall
bereitzustellen, was für eine gleichmäßige Ausströmung des Mediums über die Länge
des Mediumverteilrohrs in Maschinenquerrichtung notwendig ist.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Ein Kriterium zur Auswahl der Wandstärke des hohlzylindrischen Grundkörpers kann
dessen Länge in Maschinenquerrichtung sein, wodurch unterschiedliche Anforderungen
zur Bereitstellung der Dimensionsstabilität erwachsen. Als weiteres Kriterium für
die Festlegung der Wandstärke des hohlzylindrischen Grundkörpers kann der benötigte
Druckabfall durch die Abströmkanäle herangezogen werden. Untersuchungen der Anmelderin
ergeben in diesem Zusammenhang, dass der hohlzylindrische Grundkörper vorzugsweise
eine Wandstärke im Bereich von 4 - 25 Millimeter, bevorzugt 8 - 20 Millimeter hat.
Vorzugsweise sind die Wandstärke des Mediumverteilrohrs und dessen Länge derart aufeinander
abgestimmt, dass die Dimensionsstabilität der Auftragseinheit gegenüber Durchbiegung
entlang der Maschinenquerrichtung im Wesentlichen durch das Mediumverteilrohr bereitgestellt
wird.
[0013] Der hohlzylindrische Grundkörper kann ferner einen Durchmesser im Bereich von 70-200
Millimeter, insbesondere 100-150 Millimeter haben, wodurch in Verbindung mit der gegenüber
dem Stand der Technik erhöhten Wandstärke, dessen Dimensionsstabilität gegenüber Durchbiegung
in Maschinenquerrichtung deutlich erhöht wird. Hat der Grundkörper keine kreisrunde
Querschnittsform, sondern ist dieser bspw. elliptisch ausgebildet, so hat dieser vorzugsweise
eine Querschnittsfläche die der bei kreisrunder Querschnittsform im oben angegebenen
Durchmesserbereich entspricht.
[0014] Gemäß der Erfindung ist der hohlzylindrische Grundkörper durch mehrere metallische
Rohre mit einer ovalen, insbesondere kreisrunden oder elliptischen Querschnittsform
gebildet. Hierdurch wird der Grundkörper durch mehrere Norm-Rohre, bspw. aus Edelstahl,
bereitgestellt.
[0015] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Grundkörper aus mehreren Rohren geringerer
Länge als der Grundkörper gebildet ist, die ihrer Länge nach in Maschinenquerrichtung
orientiert hintereinander angeordnet und an ihren zueinander gewandten Stirnseiten
miteinander verbunden, insbesondere miteinander verschweißt, sind.
[0016] Zur Bereitstellung einer definierten Strömung im Mediumverteilrohr und zur Reduktion
von Ablagerungen ist vorgesehen, dass die radial innen liegende Mantelfläche des hohlzylindrischen
Grundkörpers geschliffen und/oder poliert ist. Dabei hat die radial innen liegende
Mantelfläche eine Rauigkeit im Bereich von 0,1-3,0 mm Ra, bevorzugt im Bereich von
0,2-1,6 mm Ra, besonders bevorzugt im Bereich von 0,3-0,9 mm Ra.
[0017] Wie bereits vorher erwähnt, sind die Abströmkanäle vorzugsweise durch Bohrungen im
hohlzylindrischen Grundkörper gebildet. Hierdurch können weiter Fertigungsauswand
und Materialkosten gesenkt werden, da die Abströmkanäle nicht durch separate hohlzylindrische
Hülsen bereitgestellt werden müssen. Um den Fertigungsaufwand weiter zu reduzieren
ist es insbesondere von Vorteil, wenn die Bohrungen in den hohlzylindrischen Grundkörper
eingebracht werden, bevor dieser geschliffen und/oder poliert wird. Hierdurch können
Grate die beim Bohren entstehen gleich mit dem nachfolgenden Schleifen und/oder Polieren
entfernt werden.
[0018] Die Bohrungen haben an der minimalen Querschnittsfläche vorzugsweise einen Durchmesser
im Bereich von 4-15 Millimeter.
[0019] Das Mediumverteilrohr wird in der Regel an einer seiner Stirnseiten durch zumindest
eine, insbesondere eine Zuströmleitung mit dem flüssigen oder pastösen Medium versorgt.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die zumindest eine Zuströmleitung eine ovale, insbesondere
kreisrunde oder elliptische Querschnittsform hat. Vorzugsweise hat die Zuströmleitung
insbesondere die gleiche Querschnittsform wie das Mediumverteilrohr. Hierdurch kann
der Übergang zwischen Mediumverteilrohr und Zuströmleitung besonders einfach gestaltet
werden und weist zudem keine "toten Winkel" auf in denen sich ungewünschte Ablagerungen
des Mediums ansammeln können, wie dies bspw. der Fall ist, wenn die sich Querschnittsformen
von Zuströmleitung und Mediumverteilrohr voneinander unterscheiden.
[0020] Weiter ist es in diesem Zusammenhang insbesondere von Vorteil, wenn die Zuströmleitung
am Übergang zum Mediumverteilrohr die gleich große Querschnittsfläche und die gleiche
Querschnittsform wie das Mediumverteilrohr hat. Dies ist insbesondere dann möglich,
wenn sich die Querschnittsfläche der Zuströmleitung von einer vom Übergang weiter
entfernten Stelle zum Übergang zum Mediumverteilrohr hin konisch erweitert oder verjüngt.
[0021] Um eine in Maschinenquerrichtung gleichmäßige Ausströmung des Mediums durch die Ausströmkanäle
zu erreichen ist es insbesondere sinnvoll, wenn die Summe der minimalen Querschnittsflächen
der Abströmkanäle, die Wandstärke des Grundkörpers und die Summe der Querschnittsflächen
des zumindest einen Zuströmkanals, insbesondere die Querschnittsfläche des stirnseitig
eingeführten einen einzigen Zuströmkanals, sowie der Abstand vom in Maschinenquerrichtung
ersten zum letzten Abströmkanal derart aufeinander abgestimmt sind, dass der in Maschinenquerrichtung
betrachtete Druckabfall des flüssigen oder pastösen Mediums vom ersten zum letzten
Abströmkanal geringer ist als der Druckabfall des flüssigen oder pastösen Mediums
durch jeden der Abströmkanäle. Vorzugsweise ist hier der Abstand zwischen dem ersten
und letzten Abströmkanal in Maschinenquerrichtung gleich der Bahnbreite. Ist bspw.
die Bahnbreite 10 000 Millimeter, so ist der Abstand zwischen dem ersten und letzten
Abströmkanal in Maschinenquerrichtung auch 10 000 Millimeter.
[0022] Denkbar ist ferner, dass die Vorrichtung zusätzlich einen Tragbalken umfasst, wobei
das Mediumverteilrohr gegenüber dem Tragbalken einen Teil, z.B. zumindest 25%, insbesondere
den größeren Teil, d.h. mehr als 50%, der Dimensionsstabilität bereitstellt.
[0023] Üblicherweise umfasst die Auftragseinheit zusätzlich noch eine Egalisierungseinrichtung,
mittel der das auf die Materialbahn oder Walze aufgebrachte flüssige oder pastöse
Medium teilweise abgetragen und/oder vergleichmäßigt wird, um schlussendlich auf der
Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn, eine aus dem Medium gebildete Schicht mit
in Maschinenrichtung und Maschinenquerrichtung gleicher und definierter Dicke bereitzustellen.
[0024] In vorteilhaften Ausführungen beträgt die Länge des Mediumverteilrohrs mehr als 1m,
bevorzugt mehr als 2m, besonders bevorzugt mehr als 3m. In einer weiteren besonders
bevorzugten Ausführung der Erfindung erstreckt sich das Mediumverteilrohr über die
gesamte Maschinenquerrichtung, bzw. die gesamte Breite der Materialbahn.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung weiter erläutert.
Es zeigt die einzige Figur eine Auftragseinheit 2 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf
eine laufende Materialbahn im Querschnitt. Vorliegend erstreckt sich die Maschinenquerrichtung
senkrecht zur Zeichnungsebene.
[0026] Die Auftragseinheit 2 hat ein sich in seiner Länge in Maschinenquerrichtung der Vorrichtung
erstreckendes Mediumverteilrohr 3, welches über eine Vielzahl von in Maschinenquerrichtung
hintereinander angeordneten Abströmkanälen 4 mit einer sich in ihrer Länge in Maschinenquerrichtung
erstreckenden Mediumaustragskammer 5 derart kommuniziert, dass das flüssige oder pastöse
Medium zuerst im Mediumverteilrohr 3 in Maschinenquerrichtung verteilt und durch die
Abströmkanäle 4 der Mediumaustragskammer 5 zugeführt wird, bevor dieses durch eine
Austrittsöffnung 6 der Mediumaustragskammer 5 tritt und vorliegend auf die Walze 7
aufgebracht wird. Die Mediumaustragskammer 5 umfasst vorliegend eine vordere und eine
hintere Lippe 8, 9 sowie einen vorderen Kammerboden 10 und einen hinteren Kammerboden
11.
[0027] Das Mediumverteilrohr 3 ist vorliegend durch einen hohlzylindrischen Grundkörper
mit einer kreisrunden Querschnittsform und einer Wandstärke von 8-14 Millimeter gebildet
ist.
[0028] Der hohlzylindrische Grundkörper hat einen Durchmesser im Bereich 120-150 Millimeter
und ist durch ein Edelstahlrohr oder mehrere Edelstahlrohre gebildet, wobei das Edelstahlrohr
oder die mehreren Edelstahlrohre nahtlos ist bzw. sind. Des Weiteren ist die radial
innen liegende Mantelfläche des Edelstahlrohrs oder der Edelstahlrohre auf eine Rauigkeit
von 0,4-0,7 µm Ra geschliffen und/oder poliert.
[0029] Wie zu erkennen ist, sind die Abströmkanäle 4 durch Bohrungen im hohlzylindrischen
Grundkörper 3 gebildet.
[0030] Die Länge des Mediumverteilrohrs 3 in Maschinenquerrichtung beträgt üblicherweise
mehr als 1m. Bei modernen Anlagen kann diese Länge auch deutlich darüber liegen, z.B.
mehr als 2m, bis hin zu 10m oder mehr. Gerade bei derart großen Längen des Medienverteilrohrs
wird der hohlzylindrische Grundkörper stets durch mehrere Rohre, speziell Edelstahlrohre
gebildet, welche z.B. durch Schweißen miteinander verbunden sind. Hier ist vorgesehen,
dass die gesamte radial innen liegende Mantelfläche des hohlzylindrischen Grundkörpers,
insbesondere auch im Bereich der Verbindungsstellen der Rohre eine Rauigkeit im Bereich
von 0,1-3,0 mm Ra, insbesondere im Bereich von 0,3-0,9 mm Ra hat.
1. Vorrichtung zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums
auf eine laufende Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn, wie Papier-, Karton-
oder Tissuebahn, mit wenigstens einer Auftragseinheit mittels der das flüssige oder
pastöse Medium auf eine Walze oder die Materialbahn aufbringbar ist, und die Auftragseinheit
ein sich in seiner Länge in Maschinenquerrichtung der Vorrichtung erstreckendes Mediumverteilrohr
hat, welches über eine Vielzahl von in Maschinenquerrichtung hintereinander angeordneten
Abströmkanälen mit einer sich in ihrer Länge in Maschinenquerrichtung erstreckenden
Mediumaustragskammer derart kommuniziert, dass das flüssige oder pastöse Medium zuerst
im Mediumverteilrohr in Maschinenquerrichtung verteilt und durch die Abströmkanäle
der Mediumaustragskammer zugeführt wird, bevor dieses durch eine Austrittsöffnung
der Mediumaustragskammer tritt und auf die Walze oder Materialbahn aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mediumverteilrohr durch einen hohlzylindrischen Grundkörper mit einer ovalen,
insbesondere kreisrunden oder elliptischen Querschnittsform und einer Wandstärke im
Bereich von 3 - 25 Millimeter gebildet ist, wobei der Grundkörper aus mehreren Rohren
geringerer Länge als der Grundkörper gebildet ist, die ihrer Länge nach in Maschinenguerrichtung
orientiert hintereinander angeordnet und an ihren zueinander gewandten Stirnseiten
miteinander verbunden, insbesondere miteinander verschweißt, sind, und wobei die radial
innen liegende Mantelfläche des hohlzylindrischen Grundkörpers geschliffen und/oder
poliert ist, so dass die radial innen liegende Mantelfläche eine Rauigkeit im Bereich
von 0,1-3,0 µm Ra, insbesondere im Bereich von 0,3-0,9 um Ra hat.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylindrische Grundkörper eine Wandstärke im Bereich von 4 - 25 Millimeter,
bevorzugt 8 - 20 Millimeter hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylindrische Grundkörper einen Durchmesser im Bereich von 70-200 Millimeter,
insbesondere 100-150 Millimeter hat.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylindrische Grundkörper durch zumindest ein metallisches Rohr mit einer
ovalen, insbesondere kreisrunden oder elliptischen Querschnittsform gebildet ist gebildet
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine metallische Rohr ein geschweißtes Rohr oder ein nahtloses Rohr
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Abströmkanäle durch Bohrungen im hohlzylindrischen Grundkörper gebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass das Mediumverteilrohr an einer seiner Stirnseiten durch eine Zuströmleitung mit dem
flüssigen oder pastösen Medium versorgt wird, welches eine ovale, insbesondere kreisrunde
oder elliptische Querschnittsform hat.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Zuströmleitung am Übergang Abstand zum Mediumverteilrohr eine gleich große Querschnittsfläche
und die gleiche Querschnittsform wie das Mediumverteilrohr hat und sich die Querschnittsfläche
der Zuströmleitung insbesondere von einer vom Übergang weiter entfernten Stelle zum
Übergang hin konisch erweitert oder verjüngt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der minimalen Querschnittsflächen der Abströmkanäle, die Wandstärke des
Grundkörpers und die Querschnittsfläche des Zuströmkanals sowie der Abstand vom in
Maschinenquerrichtung ersten zum letzten Abströmkanal derart aufeinander abgestimmt
sind, dass der in Maschinenquerrichtung betrachtete Druckabfall des flüssigen oder
pastösen Mediums vom ersten zum letzten Abströmkanal geringer ist als der Druckabfall
des flüssigen oder pastösen Mediums durch jeden der Abströmkanäle.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Mediumverteilrohrs und dessen Länge derart aufeinander abgestimmt
sind, dass die Dimensionsstabilität der Auftragseinheit gegenüber Durchbiegung entlang
der Maschinenquerrichtung im Wesentlichen durch das Mediumverteilrohr bereitgestellt
wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zusätzlich einen Tragbalken umfasst, wobei das Mediumverteilrohr
gegenüber dem Tragbalken zumindest 25%, insbesondere den größeren Teil, d.h. mehr
als 50%, der Dimensionsstabilität bereitstellt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragseinheit zusätzlich noch eine Egalisierungseinrichtung umfasst, zum teilweisen
Abtrag und/oder zur Vergleichmäßigung des auf die Materialbahn oder Walze aufgebrachten
flüssigen oder pastösen Mediums.
1. Apparatus for the direct or indirect application of a liquid or pasty medium to a
moving material web, in particular a fibrous web, such as a paper, board or tissue
web, having at least one application unit by means of which the liquid or pasty medium
can be applied to a roll or the material web, and the application unit has a medium
distribution tube which extends in its length in the cross-machine direction of the
apparatus and communicates via a multiplicity of outflow channels arranged one behind
the other in the cross-machine direction with a medium discharge chamber extending
in its length in the cross-machine direction of the apparatus in such a way that the
liquid or pasty medium is first distributed in the medium distribution tube in the
cross-machine direction and is fed through the outflow channels to the medium discharge
chamber before it is discharged through an outlet opening of the medium discharge
chamber, in that the liquid or pasty medium is first distributed in the medium distribution
pipe in the transverse direction of the machine and is fed through the outflow channels
to the medium discharge chamber before it passes through an outlet opening of the
medium discharge chamber and is applied to the roll or material web, characterized in that the medium distribution pipe is formed by a hollow cylindrical basic body having
an oval, in particular circular or elliptical cross-sectional shape and a wall thickness
in the range from 3 to 25 millimeters, the base body being formed by a plurality of
tubes of shorter length than the base body, which tubes are arranged one behind the
other with their length oriented in the transverse direction of the machine and are
connected to one another, in particular welded to one another, at their end faces
facing one another, and the radially inner circumferential surface of the hollow-cylindrical
base body being ground and/or polished so that the radially inner circumferential
surface has a roughness in the range of 0.1-3.0 µm Ra, in particular in the range
of 0.3-0.9 µm Ra.
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the hollow cylindrical base body has a wall thickness in the range of 4 - 25 millimeters,
preferably 8 - 20 millimeters.
3. Apparatus according to claim 1 or 2 characterized in that the hollow cylindrical base body has a diameter in the range of 70-200 millimeters,
in particular 100-150 millimeters.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterized in that the hollow cylindrical base body is formed by at least one metallic tube with an
oval, in particular circular or elliptical cross-sectional shape.
5. device according to one of claims 1 to 4, characterized in that the at least one metallic Apparatus is a welded tube or a seamless tube.
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5, characterized in that the outflow channels are formed by bores in the hollow cylindrical base body.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6, characterized in that the medium distribution pipe is supplied with the liquid or pasty medium at one of
its end faces by an inflow line, which has an oval, in particular circular or elliptical
cross-sectional shape.
8. Apparatus according to claim 7, characterized in that the inflow line at the transition has a distance from the medium distribution pipe
of the same cross-sectional area and the same cross-sectional shape as the medium
distribution pipe, and the cross-sectional area of the inflow line widens or tapers
conically, in particular from a point further away from the transition, towards the
transition.
9. Apparatus according to one of claims 1 to 8, characterized in that the sum of the minimum cross-sectional areas of the outflow channels, the wall thickness
of the base body and the cross-sectional area of the inflow channel as well as the
distance from the first to the last outflow channel in the cross-machine direction
are matched to one another in such a way that the pressure drop of the liquid or pasty
medium from the first to the last outflow channel, as considered in the cross-machine
direction, is lower than the pressure drop of the liquid or pasty medium through each
of the outflow channels.
10. Apparatus according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the wall thickness of the medium distribution tube and the length thereof are matched
such that the dimensional stability of the applicator unit against deflection along
the transverse direction of the machine is substantially provided by the medium distribution
tube.
11. Apparatus according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the device additionally comprises a support beam, the medium distribution pipe providing
at least 25%, in particular the greater part, i.e. more than 50%, of the dimensional
stability relative to the support beam.
12. Apparatus according to one of claims 1 to 11, characterized in that the application unit additionally comprises an equalizing device for partial removal
and/or equalization of the liquid or pasty medium applied to the material web or roll.
1. Dispositif pour l'application directe ou indirecte d'un milieu liquide ou pâteux sur
une bande de matériau en mouvement, en particulier une bande fibreuse, telle qu'une
bande de papier, de carton ou de tissu, avec au moins une unité d'application, au
moyen de laquelle le milieu liquide ou pâteux peut être appliqué sur un rouleau ou
sur la bande de matériau, et l'unité d'application présente un tube de distribution
de milieu, qui s'étend dans sa longueur dans la direction transversale de la machine
du dispositif et qui communique par une pluralité de canaux d'écoulement disposés
les uns derrière les autres dans la direction transversale de la machine avec une
chambre d'évacuation de milieu s'étendant dans sa longueur dans la direction transversale
de la machine, de telle sorte que le milieu liquide ou pâteux est d'abord réparti
dans le tube de distribution de milieu dans la direction transversale de la machine
et est amené par les canaux d'écoulement à la chambre d'évacuation de milieu avant
d'être évacué par une ouverture de sortie de la chambre d'évacuation de milieu, en
ce que le milieu liquide ou pâteux est d'abord réparti dans le tube de distribution
du milieu dans la direction transversale de la machine et est amené par les canaux
d'écoulement à la chambre de décharge du milieu avant de passer par une ouverture
de sortie de la chambre de décharge du milieu et d'être appliqué sur le rouleau ou
la bande de matériau, caractérisé en ce que le tube de distribution du milieu est formé par un corps de base cylindrique creux
ayant une forme ovale, en particulier circulaire ou elliptique en section transversale
et une épaisseur de paroi dans la gamme de 3 à 25 millimètres, le corps de base étant
formé par une pluralité de tubes de longueur inférieure à celle du corps de base,
qui sont disposés les uns derrière les autres, orientés longitudinalement dans la
direction transversale de la machine, et sont reliés les uns aux autres, en particulier
soudés les uns aux autres, sur leurs faces frontales tournées les unes vers les autres,
et la surface latérale radialement intérieure du corps de base cylindrique creux étant
meulée et/ou polie, de sorte que la surface latérale radialement intérieure présente
une rugosité dans la plage de 0,1-3,0 µm Ra, en particulier dans la plage de 0,3-0,9
µm Ra.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de base cylindrique creux a une épaisseur de paroi comprise entre 4 et 25
millimètres, de préférence entre 8 et 20 millimètres.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps de base cylindrique creux a un diamètre dans la gamme de 70-200 millimètres,
en particulier 100-150 millimètres.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le corps de base cylindrique creux est formé par au moins un tube métallique de forme
ovale, notamment circulaire ou elliptique, en section transversale.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le au moins un tube métallique est un tube soudé ou un tube sans soudure.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les canaux d'écoulement sont formés par des alésages dans le corps de base cylindrique
creux.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le tube de distribution du milieu est alimenté en milieu liquide ou pâteux à l'une
de ses faces frontales par une conduite d'amenée qui présente une forme ovale, notamment
circulaire ou elliptique en section transversale.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la conduite d'arrivée a une surface de section transversale de la même taille et
de la même forme de section transversale que le tuyau de distribution du milieu à
la transition à une distance du tuyau de distribution du milieu, et la surface de
section transversale de la conduite d'arrivée s'élargit ou se rétrécit de manière
conique vers la transition, en particulier à partir d'un point plus éloigné de la
transition.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la somme des surfaces minimales de section transversale des canaux d'écoulement,
l'épaisseur de paroi du corps de base et la surface de section transversale du canal
d'entrée ainsi que la distance du premier au dernier canal d'écoulement dans la direction
transversale de la machine sont adaptées les unes aux autres de telle sorte que la
chute de pression du milieu liquide ou pâteux du premier au dernier canal d'écoulement,
considérée dans la direction transversale de la machine, est inférieure à la chute
de pression du milieu liquide ou pâteux à travers chacun des canaux d'écoulement.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'épaisseur de paroi du tube de distribution du milieu et sa longueur sont adaptées
de telle sorte que la stabilité dimensionnelle de l'unité d'application contre la
déviation le long de la direction transversale de la machine est sensiblement assurée
par le tube de distribution du milieu.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif comprend en outre une poutre de support, dans lequel le tuyau de distribution
du milieu assure au moins 25%, en particulier la plus grande partie, c'est-à-dire
plus de 50%, de la stabilité dimensionnelle par rapport à la poutre de support.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'unité d'application comprend en outre un dispositif d'égalisation pour l'élimination
partielle et/ou l'égalisation du milieu liquide ou pâteux appliqué sur la bande de
matériau ou le rouleau.

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