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(11) |
EP 3 181 260 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.09.2019 Patentblatt 2019/39 |
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Anmeldetag: 17.12.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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SCHLUPFERKENNUNG
SLIP DETECTION
IDENTIFICATION D'UN PATINAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.06.2017 Patentblatt 2017/25 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Scharfenberg, Andreas
71540 Murrhardt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thürer, Andreas |
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Bosch Rexroth AG
DC/IPR
Zum Eisengiesser 1 97816 Lohr am Main 97816 Lohr am Main (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 382 406 WO-A1-2009/074312 US-A- 5 661 887
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WO-A1-03/059551 DE-A1-102013 221 789
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hand-Blindnietsetzgerät und ein Verfahren zu dessen Betrieb.
Stand der Technik
[0003] Das Blindnieten ist ein mechanisches Fügeverfahren, bei dem ein Blindniet in ein
vorgefertigtes Loch an zwei miteinander zu verbindenden Bauteilen eingeführt und mit
dem Blindnietsetzgerät plastisch verformt wird. Die Verformung des Blindniet erfolgt
durch einen Nietdorn, der von dem Blindnietsetzgerät gezogen wird. Sobald die Verformung
abgeschlossen ist, reißt der Nietdorn an einer Sollbruchstelle ab. Auf diese Weise
entsteht eine kraftschlüssige Verbindung beider Bauteile. Der Blindniet umfasst demnach
zwei Teile, eine Niethülse und einen Nietdorn.
[0004] Industrielle Blindnietsetzgeräteanordnungen werden in der Regel mittels folgender
Einrichtungen realisiert: Übergeordnete Steuerung (z.B. Basisstation, Nietcontroller)
für eines oder mehrere Nietsetzgeräte, ein Leistungsteil je nach Anforderung an die
Leistungsabgabe der Nietsetzgeräte, ein oder mehrere Nietsetzgeräte. Die Nietsetzgeräte
umfassen üblicherweise mindestens eine Zugvorrichtung zum Ziehen des Nietdorns, welche
mittels eines Antriebs (pneumatisch, hydraulisch, elektrisch) antreibbar ist. Der
Nietdorn wird mittels Spannbacken während des Setzvorgangs gehalten. Beim Setzvorgang
können die Spannbacken mehr oder weniger stark auf dem Nietdorn abrutschen. Mit größerem
Verschleiß der Spannbacken und mit stärkerer Verschmutzung der Nietausrüstung vermindert
sich der Reibkontakt und erhöht sich der Schlupf zwischen Spannbacken und Nietdorn.
Dies kann sogar dazu führen, dass bei zu großer Verschmutzung der Nietdorn nicht mehr
ausreichend von den Spannbacken gehalten werden und der Nietdorn somit nicht mehr
von der Niethülse abgerissen werden kann.
[0005] Wünschenswert ist es, solche verschleißbehafteten Gerätezustände rechtzeitg zu erkennen,
um qualitativ minderwertigen Nietverbindungen vorzubeugen. Auch wäre es zu bevorzugen,
wenn das Nietsetzgerät autark arbeiten könnte, das heißt ohne das Erfordernis einer
übergeordneten Steuerung.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Erfindungsgemäß wird ein elektrisches Hand-Nietsetzgerät und ein Verfahren zum Betrieb
eines solchen Hand-Nietsetzgerätes vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
Gegenstand der Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.
[0007] Bei dem Hand-Nietsetzgerät handelt es sich um ein Gerät mit Gehäuse, welches die
beanspruchten Merkmale umfasst. Das Gerät ist vorgesehen als selbstmessendes und prozessüberwachendes
Gerät mit vollständig integrierter Gerätesteuerung. Dies bedeutet, dass das Gerät
selbsttätig den vom Gerät ausgeführten Setzvorgang überwacht und vorzugsweise auch
qualitativ beurteilt, ohne dass es einer übergeordneten Instanz bedarf.
[0008] Das Gerät ist derart realisiert, dass es als kompaktes und in sich abgeschlossenes
Gerät leicht in der Hand zu halten ist und somit leicht transportiert und geführt
werden kann. Vorzugsweise ist ein Akkubetrieb vorgesehen, was das Gerät unabhängig
von einer externen Energieversorgung macht. Das Gehäuse umfasst vorzugsweise auch
ein Mittel zur automatischen Abführung eines abgerissenen Nietdorns nach dem Setzvorgang,
so dass unabhängig von der aktuellen Position des Gerätes der abgerissene Nietdorn
sicher mittels einer kanalartig ausgebildeten Nietdornabführung zu einem ebenfalls
am Gerät angeordneten Nietdornbehälter abführbar ist. Vorzugsweise wird die Nietdornabführung
mittels eines Luftstromes realisiert.
[0009] Das Nietsetzgerät ist erfindungsgemäß dazu eingerichtet, die mittels der geräteinternen
Elektronik und Sensorik erfassten Kraft-Daten bezüglich der während eines Setzvorgangs
auf den Nietdorn ausgeübten Zugkraft und die mittels der geräteinternen Elektronik
und Sensorik erfassten Wege-Daten bezüglich des während eines Setzvorgangs vom Nietdorn
zurückgelegten Weges zu protokollieren und geräteintern abzuspeichern, so dass zu
jedem vom Gerät ausgeführten Setzvorgang ein Kraft-Wege-Datensatz vom Gerät bereitgestellt
wird, welcher es erlaubt einen Graphen bezüglich des Kraft-Wege-Verlaufes darzustellen
insbesondere auch nach dem Setzvorgang, aber auch während des Setzvorgangs. Die Abszisse
eines Koordinatensystems zur Darstellung des Graphen entspricht dabei vorzugsweise
dem Weg und die Oridnate des Koordinatensystems entspricht dabei vorzugsweise der
Kraft. Denkbar wäre es auch alternativ dazu die Kraft auf der Abszisse und den Weg
auf der Ordinate des Koordinatensystems abzutragen. Die Daten werden geräteintern
als Kraft-Werg-Datenpaare in einem Geräte-Speicher abgelegt und mit dem zugehörigen
Setzvorgang verlinkt.
[0010] Das Nietsetzgerät umfasst Vergleichsmittel, vorzugsweise computerimplementiert auf
der Gerätesteuerung, auf welcher eine Software ablauffähig ist, welche den Vergleich
durchzuführen vermag. Das Vergleichsmittel ist vorgesehen, um mindestens zwei vorhandene
Kraft-Wege-Verläufe, welche unterschiedlichen Setzvorgängen zugeordnet sein können,
miteinander zu vergleichen, und aus dem Vergleichsergebnis eine für das Nietsetzgerät
spezifische Aktion abzuleiten.
Vorteile der Erfindung
[0011] Durch eine geeignete Auswertung der Kraft-Wege-Verläufe kann ein erforderlicher Austausch
oder eine erforderliche Reinigung des Nietsetzgerätes vom Nietsetzgerät selbsttätig
und rechtzeitig erkannt und angezeigt werden.
[0012] Die vom Gerät automatisch einander zugeordneten Datenpaare bestehend aus Kraftdaten
und Wegedaten, welche während eines Setzvorgangs von den Sensoren erfasst werden und
den Graphen eines Setzvorgangs repräsentieren, bilden einen Kurvenverlauf, der auch
als Nietkurve bezeichnet wird. Dies ermöglicht eine softwaremäßige Verschleißüberwachung
mittels der Analyse des Kurvenverlaufes sowie eine Überwachung auf Verschmutzung der
vom Gehäuse des Neitsetzgerätes umfassten Gerätekomponenten, insbesondere des Mechanismus
zum Greifen und/oder Ziehen des Nietdorns. Speziell der Greifmechanismus ist üblicherweise
einer hohen Verschmutzung unterworfen, beispielsweise durch Metallabrieb vom Nietdorn
während der Setzvorgänge.
[0013] Mittels einer solchen vom Gerät selbsttätig durchgeführten proaktiven Eigenüberwachung
kann eine Reduzierung der Reinigungs- und Wartungsintervalle bei hoher Prozesssicherheit
der Vernietung sichergestellt werden.
[0014] Ein erster Kraft-Wege-Verlauf wird in einer ersten Geräte-Betriebsart als Referenzverlauf
für den Vergleich mit allen weiteren Kraft-Wege-Verläufen vorgehalten. Dieser Referenzverlauf
stammt vorzugsweise von einem Referenz-Nietsetzvorgang, welcher kurz nach Inbetriebnahme
eines neuen, überholten oder eines kürzlich erst instandgesetzten oder gereinigten
Neitsetzgerätes bereitgestellt wurde. Der Referenzverlauf schafft für alle darauffolgenden
Setzvorgänge einen Beurteilungsmaßstab für den Zustand der geräteinternen Komponenten.
Während des zweiten Setzvorgangs, das heißt einem dem Referenz-Nietsetzvorgang folgenden
Setzvorgangang, wird der zweite Kraft-Wege-Verlauf erfasst und im Geräte-Speicher
bereitgestellt, bevorzugt inklusive Verlinkung zum entsprechenden Setzvorgang. Bei
weiteren nachfolgenden Setzvorgängen wird dies für jeden dieser Setzvorgänge wiederholt,
das heißt ebenfalls ein während des Setzvorgangs erfasster Kraft-Wege-Verlauf von
der Sensorik erfasst und im Geräte-Speicher gespeichert und bevorzugt verlinkt, so
dass eine Vielzahl von Kraft-Wege-Verläufen mit dem Referenzverlauf vergleichbar und
im Geräte-Speicher für Vergleichszwecke mit dem Referenzverlauf abgelegt ist. Die
Ablage im Geräte-Speicher ist bevorzugt mittels einer Datenbank realisiert, kann jedoch
auch proprietär realisiert sein. Je weiter die erfassten Kraft-Wege-Verläufe vom Referenzverlauf
im Rahmen des Vergleiches abweichen, desto mehr hat sich der Zustand der geräteinternen
Komponenten seit dem Referenz-Nietsetzvorgang verändert. Dies kann ein Indiz für anstehende
Wartungsarbeiten oder Reinigungsarbeiten an den Komponenten sein, von der ein Geräte-Benutzer
Kenntnis haben sollte.
[0015] Eine Vielzahl von Kraft-Wege-Verläufen wird in einer zweiten alternativen oder zusätzlich
bereitgestellten Geräte-Betriebsart zum Vergleich untereinander vorgehalten. Im Gegensatz
zum Referenz-Nietsetzvorgang werden hierbai sukzessive die bei jedem Setzvorgang aufeinanderfolgend
bereitgestellten Kraft-Wege-Verläufe miteinander vergleichen, das heißt der aktuell
bereitgestellte Kraft-Wege-Verlauf wird jeweils mit dem vorhergehenden Kraft-Wege-Verlauf
verglichen und so weiter. Die Vegleichsergebnisse aller bisher erfolgten Vergleiche
gelten als ein Indiz für möglicherweise anstehende Wartungsarbeiten oder Reinigungsarbeiten
an den Komponenten. Der zum aktuellen Nietsetzvorgang vorhergehende Nietsetzvorgang
stellt daher einen temporären Referenzverlauf dar, welcher jedoch nach Abschluss und
Vergleich mit dem aktuellen Nietsetzvorgang wiederum durch diesen ersetzt wird. Für
den bevorstehenden Nietsetzvorgang fungiert dann wieder der aktuell abgeschlossene
Nietsetzvorgang als temporärer Referenzverlauf und so weiter. Rückblickend werden
demnach eine Anzahl von X Kraft-Wege-Verläufe, sogenannte Nietkurven, nacheinander
betrachtet und bei einer erkennbaren sukzessiven Wegeverlängerung oder sukzessiven
Krafterhöhung während des zugehörigen Nietsetzvorganges wird die Aktion abgeleitet
und somit eine tendenzielle Verschlechterung des Gerätezustandes für den Bediener
sichtbar gemacht. Es ist insbesondere auch computerimplementiert, eine Vielzahl von
aufeinanderfolgenden, vorzugsweise geräteintern, abgespeicherten Kraft-Wege-Verläufen
entsprechend der zeitlichen Reihenfolgen Ihrer Bereitstellung hinsichtlich einer Verschiebung
des mittels der Kraft-Wege-Daten definierten Graphen zu untersuchen, speziell mittels
Vergleich der Graphen untereinander in Kraft-Richtung und/oder Wegerichtung.
[0016] Ein bevorzugt vorgesehenes und toleranzabhängiges Auslösen der Aktion ermöglicht
Veränderungen des Kraft-Wege-Verlaufes, welche nicht auf interne Veränderungen der
Komponenten hindeuten oder tolerierbar sind, beim Auslösen der Aktion auszublenden.
Durch eine besonders bevorzugte abschnittsweise Vergabemöglichkeit von Toleranzbereichen
lassen sich gezielt ganz bestimmte Abschnitte des Kraft-Wege-Verlaufes beim Auslösen
der Aktion ausblenden und einblenden.
[0017] In einer bevorzugten Betriebsart des Gerätes ist insbesondere vorgesehen, den Graphen
eines Kraft-Wege-Verlaufes bezüglich seiner geometischen Eigenschaften, vorzugsweise
geräteintern mittels der vom Gerät umfassten Gerätesteuerung, zu analysieren, insbesondere
bezüglich der Steilheit eines, vorzugsweise auswählbaren, Graphen-Abschnittes oder
zur Erkennung sägezahnartiger Verläufe am Graphen. Am Graphen selbst wird weiter bevorzugt
auch eine Kurvendiskussion oder eine sonstige mathematische Analyse durchgeführt,
welche rückwirkende Rückschlüsse auf den Setzvorgang zulassen, welcher dem Graphen
zugrunde liegt.
[0018] Erfindungsgemäß ist vorgesehen mittels des Vergleichs einen Schlupf zwischen den
Spannbacken des Nietsetzgerätes und dem Nietdorn während eines Ziehvorgangs zu ermitteln,
solange die Spannbacken den Nietdorn festhalten. Die bei einem Setzvorgang aufgetretene
Weglänge bis zum Abreißen des Nietdorns und die dabei aufgebrachte Ziehkraft lässt
Rückschlüsse auf den Schlupf zwischen den Spannbacken und dem Nietdorn zu. Je länger
beispielsweise der Weg, desto größer der Schlupf. Dies kann auf verschmutzte Spannbacken
hindeuten, bei denen die Riffelung zum Greifen des Nietdorns durch Materialablagerungen
verunreinigt und damit weniger griffig geworden ist.
[0019] Als bevorzugte Aktion ist ein Benutzerhinweis vorgesehen, insbesondere hinsichtlich
einer Verschiebung der Kraft-Wege-Verläufe untereinander in Kraftrichtung und/oder
in Wegerichtung, wobei insbesondere vorgesehen ist, den Benutzerhinweis an einem Anzeigemittel
zu visualisieren, welches vorzugsweise vom Nietsetzgerät umfasst ist. Der Werker erhält
somit frühzeitig ein Wartungssignal und kann das Gerät beim nächsten Schichtwechsel
austauschen oder zur Inspektion geben. Der Werker selbst kann sofortige Maßnahmen
ergreifen, je nach Dringlichkeit des aktuellen Gerätezustandes.
[0020] Mittels einer vom Nietsetzgerät umfassten Netzwerkanbindung wird die Aktion vorzugsweise
an eine entfernte Instanz weitergeleitet, beispielsweise an einen zentralen Wartungsserver
oder an eine ähnlichen Einrichtung. Die Aktion ist vorzugsweise drahtlos, beispielsweise
mittels WLAN oder Bluetooth weitergeleitet. Solche Instanzen können dann sofortige
Maßnahmen ergreifen. Beispielsweise ist bevorzugt vorgesehen, dass das Nietsetzgerät
oder einzelne Gerätefunktionen abhängig von dem Vergleichsergebnis steuerbar ist,
beispielsweise freischaltbar oder sperrbar für den weiteren Betrieb. Dies wäre mittels
der Netzwerkanbindung beispielsweise auch aus der Ferne realisierbar.
[0021] Es ist besonders zweckmäßig, wenn die Zugvorrichtung abhängig von dem Vergleichsergebnis
regelbar ist, so dass die Zugkraft, vorzugsweise schlupfabhängig, veränderbar ist.
Diese Maßnahmen ermöglichen es das Nietsetzgerät auch bei bereits kritisch zu betrachtenden
Verschleißzuständen oder Verschmutzungszuständen dennoch ohne Qualitätseinbußen bezüglich
hinsichtlich der Nietverbindung weiter zu betreiben, weil diese Zustände nun leicht
ausregelbar sind und ein Werker beispielsweise eine noch laufende Arbeitsschicht ohne
Unterbrechung so noch leicht beenden kann.
[0022] Die zuvor genannten Vorteile greifen auch für das erfindungsgemäße computerimplementierte
Verfahren. Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachfolgend noch
zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern
auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0023] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen schematisch
dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ausführlich beschrieben.
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Merkmale mit denselben Bezugszeichen
versehen, sofern nichts anderes angegeben ist.
Figurenbeschreibung
[0024]
- Figur 1
- zeigt grob schematisch ein erfindungsgemäßes Gerät;
- Figur 2
- zeigt grob schematisch eine Nietkurve;
- Figur 3
- zeigt grob schematisch die Nietkurve in Abschnitten;
- Figur 4
- zeigt Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Das in Figur 1 gezeigte Nietwerkzeug dient zum Setzen von aus einer Niethülse und
einem abreißbaren Nietdorn bestehenden Blindnieten oder Blindmuttern. Es handelt sich
um ein Ackugerät für den Handbetrieb. Stationäre Geräte wäre ebenfalls denkbar. Vorgesehen
ist ein Gerätekopf 10 mit Mundstück zum Halten des Nietdorns. Entlang einer gemeinsamen
Achse sind angrenzend zueinander der Gerätekopf 10 und/oder ein Kraftsensor mit Nietdorndurchführung
9 und/oder eine Trapez- oder Kugelumlaufspindel 7 mit Nietdorndurchführung und/oder
vorzugsweise ein Nietdornbehälter 12 angeordnet. Ein während des Betriebs von den
Spannbacken des Mundstückes eingeklemmter Nietdorn kann nach dessen Abriss durch die
zuvor genannten Komponenten 10, 9, 7 hindurch mittels eines Nietdornabführungskanals
(nicht gezeigt) bis zum Nietdornbehälter 12 durch geeignete Bewegungen des Nietwerkzeuges
oder einen Luftzug abgeführt werden.
[0026] Die Trapez- oder Kugelumlaufspindel 7 wird mittels eines Elektromotors 5, vorzugsweise
in Verbindung mit einem Getriebe 6 angetrieben. An der Trapez- oder Kugelumlaufspindel
7 ist ein Wegesensor 8 angeordnet, welcher den von der Trapez- oder Kugelumlaufspindel
7 zurückgelegten Weg direkt oder indirekt, mittels des von der Trapez- oder Kugelumlaufspindel
7 zurückgelegten Drehwinkels erfasst. Alternativ könnte der Wegesensor 8 auch am Motor
5 angeordnet sein und dessen Drehwinkel erfassen.
[0027] Bezugszeichen 11 kennzeichnet eine geräteinterne Gerätesteuerung 11 mit Kommunikationsmodul
und Display (nicht gezeigt), welche zumindest teilweise auch vom Gehäuse des Nietwerkzeuges
umfasst sein kann. Der Nietdornbehälter 12 kann auch zumindest teilweise von demselben
Gehäuse umfasst sein.
[0028] Elektrisch versorgt wird die gesamte zuvor genannte Anordnung hier mittels eines
Akkus 1, dazu ist ein Kabelbaum 3 vorgesehen, welcher sich innerhalb des Gehäuses
erstreckt. Zum Ein- und Ausschalten des Nietgerätes dient der Startschalter 4. Bezugszeichen
2 kennzeichnet die Schnittstelle mit Leistungselektronik zur Ansteuerung des Motors
5.
[0029] Zumindest die Komponenten 2, 3, ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 sind in dieser bevorzugten Ausführungsform
vollständig vom Gehäuse des Nietwerkzeuges umschlossen, vorzugsweise auch noch die
Gerätesteuerung 11. Die Gerätesteuerung 11 ist in der Lage ohne übergeordnete Steuerung
völlig autark Nietsetzvorgänge prozesssicher zu steuern oder zu regeln und zu protokollieren
oder zu analysieren. Die Gerätesteuerung 11 ist derart mit den Sensoren 8, 9 verbunden,
so dass diese die von den Sensoren während eines Setzvorgangs kontinuierlich gelieferte
Datenmenge abspeichern kann. Die Kraft-Wege-Daten werden hierzu in einem geräteinternen
Kraft-Wege-Daten-Speicher 13 abgelegt. Dieser Kraft-Wege-Daten-Speicher 13 kann von
der Gerätesteuerung 11 umfasst sein. Vergleichsmittel 14 für Kraft-Wege-Daten können
ebenfalls von der Gerätesteuerung 11 umfasst sein. Bevorzugt handelt es sich bei der
Gerätesteuerung 11 um einen Mikroprozessor, insbesondere mit Echtzeitbetriebssystem,
wobei die Gerätefunktionen inklusive der Vergleichsvorgänge und der Nietkurvenanalysen
bevorzugt mittels eines im Geräte-Speicher abgelegten und auf dem Mikroprozessor oder
dem Betriebssystem ablauffähigen computerimplementierten Programmes realisiert sind.
Mittels dieses Programmes ist das erfindungsgemäße Verfahren wie beansprucht implementiert,
bevorzugt mittels einzeln ablauffähiger Programm-Threads.
[0030] Eine Qualitätsanalyse der Nietverbindungen kann auch unter Heranziehung der Referenzdatensätzen
und/oder Kraft-Weg-Datensätze. Im Display der vorzugsweise Gerätesteuerung 111 können
neben einer reinen OK/NOK - Information (OK = Kein Fehler, NOK = Fehler) an den Benutzer
auch Kraft-Weg-Kurven oder darauf bezogene Analyseergebnisse visuell angezeigt werden.
Das erfindungsgemäße Nietsetzgerät ist derart eingerichtet, dass es die Nietkurven
auch an eine übergeordnete Einrichtung übermittel kann. Eine solche würde sich zu
Visualisierungszwecken eines Monitors bedienen. Die hier vorgestellte bevorzugte Lösung
erlaubt es, die Kraft-Weg-Diagramme einer jeden einzelnen Nietverbindung, welche innerhalb
einer Fertigungslinie realisiert wurde, nachträglich zu bewerten. Auch eine geräteinterne
Zuordnung von Nietkurven zu einzelnen Bauteilen ist möglich, hierzu hat ist das erfindungsgemäße
Nietsetzgerät zur Anbindung an komplexe Bauteiledatenbanken vorgesehen. Derartige
Datenbanken können bevorzugt auch im Geräte-Speicher abgelegt sein.
[0031] Um eine Nietschlupferkennung durchzuführen, stellt die Erfindung unterschiedliche
Strategien bereit, die bevorzugt von einem Geräte-Benutzer auch miteinander verknüpfbar
sind:
In einer ersten Variante muss die Referenzkurve mittels eines Referenz-Nietsetzvorganges
ermittelt werden und kann bevorzugt mit einer Toleranz versehen werden. Die Referenzkurve
kann auch eingelesen oder manuell am Gerät eingegeben werden und eine Toleranz kann
ebenfalls eingegeben werden. Optional können die einzelnen Punkte der Referenzkurve
editiert werden, beispielsweise mittels eines vom Gerät umfassten Bedienmittels mit
Tastatur und Display. Eine zweite Variante ermöglich das Arbeiten ohne Referenzkurve,
indem die Nietkurven untereinander verglichen werden, um Tendenzen festzustellen,
das heißt Veränderungen bezüglich des Weges und/oder der Kraft.
[0032] In einer erfindungsgemäßen Variante kann man auch ein maximales Toleranzband für
die Amplitude zulässiger Unregelmäßigkeiten des Verlaufes der Nietkurve vorgeben,
zur Erkennung eines sägezahnförmigen Verlaufes oder von sprungförmigen, unstetigen
Verläufen, welche auch auf mechanische Fehler hindeuten können. Das erfindungsgemäße
Nietsetzgerät ist vorgesehen, um selbsttätig einen Sägezahnverlauf innerhalb einer
Nietkurve zu erkennen. Die Amplitude des Sägezahnverlauf auf der Nietkurve weist auf
ein Abrutschen des Nietdorns zwischen den Spannbacken hin, das heißt ein Abrutschen
wird über eine zulässige, insbesondere eine maximale, vertikale Streubreite der Nietkurve
erkannt und zu einem Wartunghinweis als Aktion führen. Aufgrund einer vorzugsweise
vorgebbaren maximal zulässigen Toleranzverlaufes oder auch Toleranzabschnittes für
die Nietkurve in Wege-Richtung oder in Kraft-Richtung, wird eine Grenzkurve für den
Weg oder die Kraft vorgebbar. Wenn diese Grenzkurve überschritten wird, kann das Nietergebnis
immer noch OK sein, das Nietgerät gibt jedoch bevorzugt einen Wartungshinweis. Jeder
einzelne Nietkurvenpunkt kann bevorzugt mit individuellen Abweichungstoleranzen versehen
werden.
[0033] Figur 2 zeigt grob schematisch eine Nietkurve 28 (Kraft-Wege-Verlauf) ganz allgemein,
die während eines Blindnietsetzvorgangs vom Blindnietsetzgerät bereitgestellt wird.
Insbesondere ist in der Kurve zu sehen, der Beginn des Nietprozesseses 21, gefolgt
vom Einknicken der Niethülse 22 (Kraftspitze und anschließender Einbruch), dem Zusammenschieben
der Bleche durch den Niet 23, bis die Bleche aneinader liegen 24, sowie einen Kraftanstieg
25 in der Nietverbindung selbst, welcher die Bleche weiter zusammenpresst, bis zur
Maximalkraft 26 und zum Abbruch 27 des Nietdorns an seiner Sollbruchstelle, inklusive
Sägezahnbereiche 30. Auf der Ordinate ist der Weg abgetragen, welcher bis zum Abbruch
zurückkgelegt wurde und auf der Abszisse die entsprechende Kraft, welche auf den Nietdorn
eingewirkt hat. Die Daten stammen von der Geräte-Sensorik 8,9.
[0034] Figur 3 zeigt grob schematisch die Nietkurve aus Figur 2, wobei um den Sägezahnbereich
30 ein Toleranzfenster vorgegeben ist. Das Toleranzfenster bewirkt, dass ein Sägezahn
innerhalb des Toleranzfensters zu keiner Aktion führt, lediglich Verläufe außerhalb
des Toleranzbereiches lösen eine Aktion aus. Ein Grenzkurvenabschnitt im Kraftanstiegsbereich
24 ist ebenfalls gezeigt. Der Grenzkurvenabschnitt 29 bewirkt, dass ein Verlauf innerhalb
des Grenzkurvenabschnittes 29 zu keiner Aktion führt, lediglich Verläufe rechts des
Grenzkurvenabschnittes 29 lösen ein Aktion aus.
[0035] Figur 4 zeigt die wesentliche Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens, nämlich
ein Erfassen S0 eines zurückgelegten Weges; ein Erfassen S1 einer wegeabhängigen aufgebrachten
Kraft; ein Bereitstellen S2 eines ersten Kraft-Wege-Verlaufes durch paarweise Zuordnung
der Werte eines ersten Kraft-Datensatzes, welcher einem ersten Setzvorgang zuordenbar
ist, zu den Werten eines ersten Wege-Datensatzes, welcher auch dem ersten Setzvorgang
zuordenbar ist und ein Bereitstellen S3 eines zweiten Kraft-Wege-Verlaufes durch Zuordnung
der Werte eines zweiten Kraft-Datensatzes, welche einem zweiten Setzvorgang zuordenbar
sind, zu den Werten eines zweiten Wege-Datensatzes, welcher dem zweiten Setzvorgang
zuordenbar ist; sowie ein Vergleichen S4 beider Kraft-Wege-Verläufe miteinander und
Ableiten einer Aktion S5 aus dem Vergleichsergebnis. Das Verfahren ist mittels eines
auf der GeräteSteuerung 11 abfluffähigen Programms computerimplementiert und bevorzugt
vom Nietsetzgerät drahtlos von einem Intersetserver abrufbar. Programmaktualisierungen
erfolgen auf Wunsch des Benutzers automatisch oder auf Knopfdruck durch das Nietsetzgerät
selbst.
Bezugszeichenliste
| Akku |
1 |
| Akkuschnittstelle mit Leistungselektronik |
2 |
| Kabelbaum |
3 |
| Startschalter |
4 |
| Motor |
5 |
| Getriebe (mit Versatz) |
6 |
| Trapez/Kugelumlaufspindel + Dornführung |
7 |
| Wegesensor |
8 |
| Kraftsensor mit Nietdorndurchführung |
9 |
| Nietausrüstung zum Halten des Nietdorns |
10 |
| Steuerelektronik/Kommunikation/Display |
11 |
| Nietdornbehälter |
12 |
| Kraft-Wege-Daten-Speicher |
13 |
| Vergleichsmittel für Kraft-Wege-Daten |
14 |
| |
|
| Beginn Nietprozess |
21 |
| Einknicken der Niethülse |
22 |
| Zusammenschieben der Bleche |
23 |
| Bleche liegen zusammen |
24 |
| Elastischer und plastischer Kraftanstieg |
25 |
| Maximalkraft |
26 |
| Abbruch des Nietdorns |
27 |
| Kraft-Wege-Verlauf, Grap, Nietkurve |
28 |
| Toleranzbereiche |
29 |
| Ruckeln, Sägezahn |
30 |
| |
|
| Verfahrensschritte |
S0 bis S5 |
1. Elektrisches Hand-Nietsetzgerät, insbesondere mit abnehmbarem Akku, zum Setzen von
Nietmitteln mit einem abreißbaren Nietdorn, umfassend einen Gerätekopf (10) mit Mechanismus
zum Greifen des Nietdorns, eine Zugvorrichtung (7) zum Ziehen am Nietdorn und einen
Antrieb (5) zum Antreiben der Zugvorrichtung (7), wobei vorzugsweise zwischen Antrieb
(5) und Zugvorrichtung (7) ein, insbesondere versetztes, Getriebe (6) vorgesehen ist,
wobei ein erster Sensor (8) zur Erfassung eines zurückgelegten Weges derart im Gerät
angeordnet ist, dass mittels des ersten Sensors (8) der zurückgelegte Weg der Zugvorrichtung
(7) erfassbar ist, und dass ein zweiter Sensor (9) zur Erfassung einer aufgebrachten
Kraft derart im Gerät angeordnet ist, dass mittels des zweiten Sensors (9) die von
der Zugvorrichtung (7) aufgebrachte Zugkraft erfassbar ist, wobei das Hand-Nietsetzgerät
zudem einen Geräte-Speicher (13) und ein Vergleichsmittel (14) aufweist und dazu eingerichtet
ist, die mittels der Sensoren (8, 9) erfassten Daten für einen ersten Kraft-Wege-Verlauf
(28) und einen zweiten Kraft-Wege-Verlauf (28) in dem Geräte-Speicher bereitzustellen
(13) und mit dem Vergleichsmittel (14) beide Verläufe miteinander zu vergleichen (14)
und aus dem Vergleichsergebnis eine Aktion abzuleiten, wobei Spannbacken zum Greifen
des Nietdorns vom Gerätekopf (10) umfasst sind, welche mittels der Zugvorrichtung
(7) ansteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass als Aktion vorgesehen ist, einen Schlupf zwischen den Spannbacken und dem Nietdorn
während eines Ziehvorgangs zu ermitteln, wobei das Nietsetzgerät für eine Nietschlupferkennung
vorgesehen ist, selbsttätig einen Sägezahnverlauf innerhalb einer Nietkurve zu erkennen,
die auf ein Abrutschen des Nietdorns zwischen den Spannbacken hinweist, wobei ein
Abrutschen über eine zulässige, insbesondere eine maximale, vertikale Streubreite
der Nietkurve erkannt wird und zu einem Wartungshinweis als Aktion führt, und wobei
eine Grenzkurve für den Weg oder die Kraft vorgebbar ist, und wobei jeder einzelne
Nietkurvenpunkt mit individuellen Abweichungstoleranzen versehbar ist.
2. Nietsetzgerät gemäß Anspruch 1, wobei der erste Kraft-Wege-Verlauf (28) als Referenzverlauf
für den Vergleich vorgehalten wird, um weitere bereitgestellte Kraft-Wege-Verläufe
(28) mit diesem Referenzverlauf zu vergleichen.
3. Nietsetzgerät gemäß Anspruch 1, wobei eine Vielzahl von Kraft-Wege-Verläufen (28)
zum Vergleich vorgehalten werden, um vorzugsweise aufeinanderfolgend erfasste Kraft-Wege-Verläufen
(28) untereinander zu vergleichen, vorzugsweise gemäß der Reihenfolge der Erfassung.
4. Nietsetzgerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vorgesehen ist, wähernd
des Vergleichs einen Toleranzbereich (29) zu berücksichtigen, welcher zulässige Vergleichstoleranzen
definiert.
5. Nietsetzgerät gemäß Anspruch 4, wobei der Toleranzbereich (29) entlang des Kraft-Wege-Verlaufes
(28) abschnittsweise definierbar ist, insbesondere auch einzeln für, vorzugsweise
alle, Einzelwertepaare von Kraft und Weg, um entlang des Kraft-Wege-Verlaufes (28)
mehrere voneinander unabhängige Toleranzverläufe (29) bereitzustellen.
6. Nietsetzgerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vorgesehen ist, den
Graphen eines Kraft-Wege-Verlaufes (28) bezüglich seiner geometrischen Eigenschaften,
vorzugsweise geräteintern mittels einer vom Gerät umfassten Niet-Gerätesteuerung (11),
zu analysieren, insbesondere bezüglich der Steilheit eines, vorzugsweise auswählbaren
Graphen-Abschnittes, oder insbesondere zur Erkennung von für das Nieten charakteristischen
Verläufen (30).
7. Nietsetzgerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Erkennung des Schlupfs
zwischen den Spannbacken und dem Nietdorn während eines Ziehvorgangs die nacheinander
in dem Geräte-Speicher bereitgestellten Kraft-Wege-Verläufe (28) mit dem Vergleichsmittel
untereinander verglichen werden, um Tendenzen festzustellen, das heißt Veränderungen
bezüglich des Weges und/oder der Kraft.
8. Nietsetzgerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Aktion ein Benutzerhinweis
vorgesehen ist, insbesondere hinsichtlich einer Verschiebung der Kraft-Wege-Verläufe
untereinander in Kraftrichtung und/oder in Wegerichtung und/oder gegenüber eines Referenzverlaufes,
wobei vorgesehen ist, den Benutzerhinweis an einem Anzeigemittel (11) zu visualisieren,
welches vorzugsweise vom Nietsetzgerät selbst umfasst ist.
9. Nietsetzgerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Aktion vorgesehen
ist, den Betrieb des Nietsetzgerätes oder einzelner Nietsetzgerätefunktionen abhängig
von dem Vergleichsergebnis zu steuern, beispielsweise ein Freigeben oder ein Sperren
einzuleiten.
10. Nietsetzgerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Aktion vorgesehen
ist, den Betrieb der Zugvorrichtung (7) abhängig von dem Vergleichsergebnis zu regeln,
beispielsweise die Zugkraft schlupfabhängig zu verändern, vorzugsweise anzuheben und/oder
abzusenken.
11. Computerimplementiertes Verfahren zum Betrieb eines Hand-Nietsetzgerätes zum Setzen
von Nietmitteln, welche einen abreißbaren Nietdorn umfassen, vorzugsweise ein Nietsetzgerät
gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit den Schritten: Erfassen (S0) eines von
einer Nietdorn-Zugvorrichtung zurückgelegten Weges während eines Niet-Setzvorgangs
in Form von Wege-Daten; Erfassen (S1) einer von der Nietdorn-Zugvorrichtung aufgebrachten
Kraft während des Setzvorgangs in Form von Kraft-Daten; Bereitstellen (S2) der Daten
als ein dem Setzvorgang zuordenbarer Kraft-Wege-Verlauf (28) in einem Geräte-Speicher
(13) des Hand-Nietsetzgerätes, und Bereitstellen (S3) eines zweiten Kraft-Wege-Verlaufes
(28) in dem Geräte-Speicher (13) durch Erfassung der Werte eines zweiten Kraft-Datensatzes,
welche einem zweiten Setzvorgang zuordenbar sind, und Erfassung der Werte eines zweiten
Wege-Datensatzes, welche ebenfalls dem zweiten Setzvorgang zuordenbar sind; Vergleichen
(S4) beider Kraft-Wege-Verläufe (28) miteinander mit einem Vergleichsmittel (14) des
Hand-Nietsetzgerätes und Ableiten (S5) einer für das Hand-Nietgerät spezifischen Aktion
aus dem Vergleichsergebnis, wobei Spannbacken zum Greifen des Nietdorns vom Gerätekopf
(10) umfasst sind, welche mittels der Zugvorrichtung (7) ansteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass als Aktion ein Schlupf zwischen den Spannbacken und dem Nietdorn während eines Ziehvorgangs
ermittelt wird, wobei das Nietsetzgerät für eine Nietschlupferkennung selbsttätig
einen Sägezahnverlauf innerhalb einer Nietkurve erkennt, die auf ein Abrutschen des
Nietdorns zwischen den Spannbacken hinweist, wobei ein Abrutschen über eine zulässige,
insbesondere eine maximale, vertikale Streubreite der Nietkurve erkannt wird und zu
einem Wartungshinweis als Aktion führt, und wobei eine Grenzkurve für den Weg oder
die Kraft vorgegeben wird, und wobei jeder einzelne Nietkurvenpunkt mit individuellen
Abweichungstoleranzen versehbar ist.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei der erste Kraft-Wege-Verlauf (28) als Referenzverlauf
zum Vergleich mit einer Vielzahl von weiteren vom Nietsetzgerät bereitstellbaren Kraft-Wege-Verläufen
(28) vorgehalten wird.
13. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei der erste und der zweite Kraft-Wege-Verlauf (28)
untereinander verglichen werden gemäß der zeitlichen Reihenfolge ihrer Erfassung.
14. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei die Spannbacken
mittels der Zugvorrichtung (7) während des Setzens angesteuert werden.
15. Verfahren gemäß Anspruch 14, wobei die Zugvorrichtung (7) während des Setzens schlupfabhängig
verändert wird.
1. Handheld electric rivet setting device, in particular with removable battery, for
setting riveting means with a tear-off rivet pin, comprising a device head (10) with
a mechanism for gripping the rivet pin, a pulling device (7) for pulling on the rivet
pin and a drive (5) for driving the pulling device (7), an in particular offset gear
mechanism (6) preferably being provided between drive (5) and pulling device (7),
a first sensor (8) for detecting a travel covered being arranged in the device in
such a way that, by means of the first sensor (8), the travel covered by the pulling
device (7) can be detected, and in that a second sensor (9) for detecting an applied
force being arranged in the device in such a way that, by means of the second sensor
(9), the pulling force applied by the pulling device (7) can be detected, the handheld
rivet setting device additionally having a device memory (13) and a comparison means
(14) and being configured to provide the data detected by means of the sensors (8,
9) for a first force-travel curve (28) and a second force-travel curve (28) in the
device memory (13), and to compare (14) the two curves with each other by using the
comparison means (14) and to derive an action from the comparison result, the device
head (10) comprising clamping jaws, which can be activated by means of the pulling
device (7), for gripping the rivet pin, characterized in that the action provided is to determine slip between the clamping jaws and the rivet
pin during a pulling operation, wherein the rivet setting device is provided for rivet
slip detection, for automatic detection of a saw-tooth curve within a riveting curve
which indicates slippage of the rivet pin between the clamping jaws, wherein slippage
beyond a permissible, in particular a maximum, vertical range of scatter of the riveting
curve is detected and leads to a maintenance indication as the action, and wherein
a limiting curve for the travel or the force can be predefined, and wherein each individual
riveting curve point can be provided with individual deviation tolerances.
2. Rivet setting device according to Claim 1, wherein the first force-travel curve (28)
is reserved as a reference curve for the comparison, in order to compare further force-travel
curves (28) that are provided with this reference curve.
3. Rivet setting device according to Claim 1, wherein a multiplicity of force-travel
curves (28) are reserved for the comparison, in order preferably to compare successively
detected force-travel curves (28) with one another, preferably in accordance with
the order of the detection.
4. Rivet setting device according to one of the preceding claims, wherein provision is
made, during the comparison, to take into account a tolerance range (29) which defines
permissible comparison tolerances.
5. Rivet setting device according to Claim 4, wherein the tolerance range (29) can be
defined section by section along the force-travel curve (28), in particular also individually
for preferably all individual value pairs of force and travel, in order to provide
a plurality of mutually independent tolerance curves (29) along the force-travel curve
(28) .
6. Rivet setting device according to one of the preceding claims, wherein provision is
made to analyse the graphs of a force-travel curve (28) with respect to its geometric
properties, preferably within the device by means of a rivet device controller (11)
comprised by the device, in particular with respect to the slope of a preferably selectable
graph section, or in particular for detecting characteristic curves (30) for the riveting.
7. Rivet setting device according to one of the preceding claims, wherein, to detect
the slip between the clamping jaws and the rivet pin during a pulling operation, the
force-travel curves (28) provided one after another in the device memory are compared
with one another by the comparison means in order to determine trends, i.e. changes
with respect to the travel and/or the force.
8. Rivet setting device according to one of the preceding claims, wherein the action
provided is a user reference, in particular with regard to a displacement of the force-travel
curves among one another in the force direction and/or in the travel direction and/or
with respect to a reference curve, wherein provision is made to visualise the user
reference on a display means (11), which is preferably comprised by the rivet setting
device itself.
9. Rivet setting device according to one of the preceding claims, wherein the action
provided is to control the operation of the rivet setting device or individual rivet
setting device functions, depending on the comparison result, for example to initiate
enablement or blockage.
10. Rivet setting device according to one of the preceding claims, wherein the action
provided is to control the operation of the pulling device (7), depending on the comparison
result, for example to change, preferably to raise and/or lower, the pulling force
as a function of slip.
11. Computer-implemented method for operating a handheld rivet setting device for setting
riveting means, which comprise a tear-off rivet pin, preferably a rivet setting device
according to one of the preceding claims, comprising the steps: detecting (S0) travel
covered by a rivet pin pulling device during a rivet setting operation in the form
of travel data, detecting (S1) a force applied by the rivet pin pulling device during
the setting operation in the form of force data, providing (S2) the data as a force-travel
curve (28) that can be assigned to the setting operation in a device memory (13) of
the handheld rivet setting device, and providing (S3) a second force-travel curve
(28) in the device memory (13) by detecting the values from a second force dataset,
which can be assigned to a second setting operation, and detecting the values of a
second travel dataset, which can likewise be assigned to the second setting operation,
comparing (S4) the two force-travel curves (28) with each other by a comparison means
(14) of the handheld rivet setting device, and deriving (S5) an action specific to
the handheld riveting device from the comparison result, the device head (10) comprising
clamping jaws, which can be activated by means of the pulling device (7), for gripping
the rivet pin, characterized in that the action provided is to determine slip between the clamping jaws and the rivet
pin during a pulling operation, wherein the rivet setting device for rivet slip detection
automatically detects a saw-tooth curve within a riveting curve which indicates slippage
of the rivet pin between the clamping jaws, wherein slippage beyond a permissible,
in particular a maximum, vertical range of scatter of the riveting curve is detected
and leads to a maintenance indication as the action, and wherein a limiting curve
for the travel or the force can be predefined, and wherein each individual riveting
curve point can be provided with individual deviation tolerances.
12. Method according to Claim 11, wherein the first force-travel curve (28) is reserved
as a reference curve for comparison with a multiplicity of further force-travel curves
(28) that can be provided by the rivet setting device.
13. Method according to Claim 11, wherein the first and the second force-travel curve
(28) are compared with each other in accordance with the chronological order of their
detection.
14. Method according to one of the preceding method claims, wherein the clamping jaws
are activated by means of the pulling device (7) during the setting.
15. Method according to Claim 14, wherein the pulling device (7) is changed as a function
of slip during the setting.
1. Outil de pose de rivets électrique à main, en particulier avec batterie amovible,
pour la pose de moyens de rivetage avec un mandrin à rivet cassable, comprenant une
tête d'outil (10) doté d'un mécanisme pour saisir le mandrin à rivet, un dispositif
de traction (7) pour exercer une traction sur le mandrin à rivet et un dispositif
d'entraînement (5) pour entraîner le dispositif de traction (7), dans lequel il est
de préférence prévu un engrenage (6), en particulier un engrenage décalé, entre le
dispositif d'entraînement (5) et le dispositif de traction (7), dans lequel un premier
capteur (8) destiné à détecter un trajet de déplacement est disposé dans l'outil de
telle sorte que le trajet parcouru par le dispositif de traction (7) puisse être détecté
au moyen du premier capteur (8), et en ce qu'un deuxième capteur (9) destiné à détecter
une force exercée est disposé dans l'outil de telle sorte que la force de traction
exercée par le dispositif de traction (7) puisse être détectée au moyen du deuxième
capteur (9),
dans lequel l'outil de pose de rivets à main comprend en outre une mémoire d'outil
(13) et un moyen de comparaison (14) et est conçu pour fournir (13) les données détectées
au moyen des capteurs (8, 9) afin d'obtenir une première courbe force-trajet (28)
et une deuxième courbe force-trajet (28) dans la mémoire d'outil et pour comparer
(14) les courbes l'une à l'autre à l'aide du moyen de comparaison (14) et pour déterminer
une action à partir du résultat de la comparaison, dans lequel des mâchoires de serrage
permettant au mandrin à rivet d'être saisi font partie de la tête d'outil (10), lesquelles
peuvent être commandées au moyen du dispositif de traction (7), caractérisé en ce qu'il est prévu en tant qu'action le fait de déterminer un glissement entre les mâchoires
de serrage et le mandrin à rivet pendant une opération de traction, dans lequel l'outil
de pose de rivets est prévu pour une identification d'un glissement des rivets, pour
identifier automatiquement une courbe en dents de scie au sein d'une courbe de rivetage,
qui signale un glissement du mandrin à rivet entre les mâchoires de serrage, dans
lequel un dérapage sur une largeur de dispersion verticale maximale admissible, en
particulier une largeur de dispersion verticale maximale de la courbe de rivetage,
est détecté et conduit à une suggestion de maintenance en tant qu'action, et dans
lequel une courbe limite pour le trajet ou la force peut être prédéterminée, et dans
lequel chaque point individuel de la courbe de rivetage peut présenter des tolérances
d'écart individuelles.
2. Outil de pose de rivets selon la revendication 1, dans lequel la première courbe force-trajet
(28) est prédéfinie en tant que courbe de référence aux fins de la comparaison afin
de comparer d'autres courbes force-trajet (28) à ladite courbe de référence.
3. Outil de pose de rivets selon la revendication 1, dans lequel une pluralité de courbes
force-trajet (28) sont prédéfinies pour la comparaison afin de comparer les unes aux
autres des courbes force-trajet (28), de préférence détectées successivement, de préférence
dans l'ordre de la détection.
4. Outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il
est prévu de prendre en compte lors de la comparaison une plage de tolérance (29)
qui définit des tolérances de comparaison admissibles.
5. Outil de pose de rivets selon la revendication 4, dans lequel la plage de tolérance
(29) peut être définie par sections le long de la courbe force-trajet (28), en particulier
également individuellement, de préférence pour toutes les paires de valeurs individuelles
de force et de trajet, afin de fournir une pluralité de courbes de tolérance (29)
mutuellement indépendantes le long de la courbe force-trajet (28).
6. Outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu d'analyser le graphique d'une courbe force-trajet (28) en ce qui concerne
ses propriétés géométriques, de préférence dans l'outil, au moyen d'une commande interne
(11) de l'outil de pose de rivets faisant partie de l'outil, notamment en ce qui concerne
la pente d'une partie du graphique, de préférence sélectionnable, ou en particulier
pour identifier des courbes caractéristiques (30) pour le rivet.
7. Outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, pour
identifier le glissement entre les mâchoires de serrage et le mandrin à rivet pendant
une opération de traction, les courbes force-trajet (28) successivement fournies dans
la mémoire d'outil sont comparées les unes aux autres par le moyen de comparaison
afin de déterminer des tendances, c'est-à-dire des variations du trajet et/ou de la
force.
8. Outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes, dans lequel une
information utilisateur est fournie en tant qu'action, en particulier en ce qui concerne
un décalage des courbes force-trajet les unes par rapport aux autres dans la direction
de la force et/ou dans la direction du trajet et/ou par rapport à une courbe de référence,
dans lequel il est prévu de visualiser l'information utilisateur sur un moyen d'affichage
(11) faisant de préférence partie de l'outil de pose de rivets lui-même.
9. Outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il
est prévu en tant qu'action de commander le fonctionnement de l'outil de pose de rivets
ou de fonctions individuelles de l'outil de pose de rivets en fonction du résultat
de la comparaison, par exemple pour déclencher une libération ou un verrouillage.
10. Outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il
est prévu en tant qu'action de réguler le fonctionnement du dispositif de traction
(7) en fonction du résultat de la comparaison, par exemple pour modifier, de préférence
pour augmenter et/ou diminuer la force de traction en fonction du glissement.
11. Procédé mis en oeuvre par ordinateur pour faire fonctionner un outil de pose de rivets
à main pour la pose de moyens de rivetage, comprenant un mandrin à rivet cassable,
de préférence un outil de pose de rivets selon l'une des revendications précédentes,
comprenant les étapes suivantes : la détection (S0) d'un trajet parcouru par un dispositif
d'extraction de mandrin lors d'une opération de pose de rivets, sous forme de données
de trajet ; la détection (S1) d'une force exercée par le dispositif de traction de
mandrin pendant l'opération de pose sous la forme de données de force ; la fourniture
(S2) des données sous la forme d'une courbe force-trajet (28) pouvant être associée
à l'opération de pose dans une mémoire d'outil (13) de l'outil de pose de rivets à
main, et la fourniture (S3) d'une deuxième courbe trajet-force (28) dans la mémoire
d'outil (13) par détection des valeurs d'un deuxième ensemble de données de force
pouvant être associées à une deuxième opération de pose, et la détection des valeurs
d'un deuxième ensemble de données de trajet pouvant également être associées à la
deuxième opération de pose ; la comparaison (S4) des deux courbes force-trajet (28)
l'une à l'autre à l'aide d'un moyen de comparaison (14) de l'outil de pose de rivets
à main et la détermination (S5) d'une action spécifique pour l'outil de pose de rivets
à main, sur la base dudit résultat de comparaison,
dans lequel les mâchoires de serrage destinées à saisir le mandrin à rivet font partie
de la tête d'outil (10) et peuvent être commandées au moyen du dispositif de traction
(7),
caractérisé en ce qu'en tant qu'action, un glissement entre les mâchoires de serrage et le mandrin à rivet
pendant une opération de traction est déterminé, dans lequel l'outil de pose de rivets,
pour une identification d'un glissement des rivets, identifie lui-même une courbe
en dents de scie au sein d'une courbe de rivetage qui signale un glissement du mandrin
à rivet entre les mâchoires de serrage, dans lequel un dérapage sur une largeur de
dispersion verticale maximale admissible, en particulier une largeur de dispersion
verticale maximale de la courbe du rivet, est détecté et conduit à une suggestion
de maintenance en tant qu'action, et dans lequel une courbe limite pour le trajet
ou la force est spécifiée, et dans lequel chaque point individuel de la courbe de
rivetage peut présenter des tolérances d'écart individuelles.
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel la première courbe force-trajet (28)
est prédéfinie en tant que courbe de référence à des fins de comparaison avec une
pluralité d'autres courbes force-trajet (28) pouvant être fournies par l'outil de
pose de rivets.
13. Procédé selon la revendication 11, dans lequel les première et deuxième courbes force-trajet
(28) sont comparées l'une à l'autre dans l'ordre chronologique de leur détection.
14. Procédé selon l'une des revendications de procédé précédentes, dans lequel les mâchoires
de serrage sont commandées au moyen du dispositif de traction (7) pendant la pose.
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel le dispositif de traction (7) est modifié
pendant la pose en fonction du glissement.
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