[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung zur Sicherung einer zur Bewegung
einer Last vorgesehenen Bewegungseinrichtung gegen unkontrolliert ausgeführte Bewegungen
der Last bei Abweichung von zumindest einer vorgesehenen Betriebsbedingung der Bewegungseinrichtung,
wobei die Sicherungseinrichtung ein Sicherungselement umfaßt, das bei Abweichung von
der zumindest einen vorgesehenen Betriebsbedingung, insbesondere einer Abweichung
einer vorgesehenen Größe einer auf die Sicherungseinrichtung einwirkenden Kraft, eine
Notstopp-Arretierung durch Betätigung des Sicherungselements auslöst.
[0002] Insbesondere schwere oder auch wertvolle Lasten sollen stets sicher und vor allem
absturzsicher bewegt werden können, unter anderem, um Personenschäden und Beschädigungen
der Last zu verhindern. Es ist deshalb erwünscht, Sicherungen vorzusehen, durch welche
eine unkontrollierte Bewegung verhindert wird. In vielen Fällen weisen solche Lastsicherungen
Seile, Ketten oder andere Anschlagmittel auf, mit denen die entsprechende Last kontrolliert
auf und ab bzw. hin und her bewegt werden kann. Für den Fall, daß das entsprechende
Anschlagmittel versagt, beispielsweise reißt, können zusätzliche Sicherungseinrichtungen
vorgesehen sein, welche die jeweilige Last vor einem Absturz oder einer sonstigen
unkontrollierten Bewegung, insbesondere einer unkontrollierten Bewegung mit einer
hohen Geschwindigkeit bzw. hoher Masse hindern. Solche Sicherungseinrichtungen reagieren
üblicherweise auf das Versagen von beispielsweise eines Anschlagmittels und bremsen
als Reaktion auf das Versagen die Last ab.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind vor allem Sicherungseinrichtungen bekannt, die entweder
mit Rastmitteln versehen sind und damit nur an vorbestimmten Raststellen stoppen können,
oder aber bei einem Stopp beschädigt oder gar zerstört werden, so daß sie ohne eine
Reparatur nicht weiter verwendbar sind. Solche vorbekannten Sicherungseinrichtungen
weisen somit die Nachteile auf, daß sie aufgrund der Rasterung nicht unmittelbar bei
Eintritt eines Auslöseereignisses stoppen oder aber wegen einer erforderliche Reparatur
die Last vorerst nicht weiter bewegt werden kann und zudem Kosten für die Reparatur
anfallen.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, durch geeignete Maßnahmen die Funktionssicherheit
von Sicherungseinrichtungen der eingangs genannten Art zu verbessern, so daß sie bei
Eintritt eines Notstoppereignisses möglichst unmittelbar stoppt und hierbei möglichst
gering beschädigt wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Sicherungseinrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß das Sicherungselement das Führungselement umgibt und dabei derart
angeordnet ist, daß das Sicherungselement bei Einhaltung von zumindest einer bestimmten
vorgesehenen Einsatzbedingung der Bewegung zumindest im wesentlichen in der vorgesehenen
Bewegungsrichtung frei beweglich relativ zum Führungselement angeordnet und entlang
einer Längsachse der vorgesehenen Bewegungsrichtung zusammen mit einem Gehäuse oder
Träger der Sicherungseinrichtung bewegbar ist, und Mittel vorgesehen sind, aufgrund
denen bei einer Abweichung von der zumindest einen Einsatzbedingung, das Sicherungselement
bezüglich einer Längsachse der vorgesehenen Bewegungsrichtung eine Kippbewegung ausführt,
durch die das Sicherungselement verkantet bzw. verkippt in Anlage gegen das Führungselement
angeordnet wird. Die Aufgabe wird zudem durch eine Bewegungseinrichtung gemäß den
Ansprüchen 13 bis 15 gelöst.
[0006] Durch die Kippbewegung des Sicherungselements und einer Verkantung des Sicherungselements
gegen das Führungselement ist es mit einer erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung
möglich, praktisch unmittelbar nach Eintritt der Abweichung von zumindest einer der
vorbekannten Einsatzbedingungen eine Relativbewegung zwischen der Sicherungseinrichtung
und dem Führungselement zu stoppen. Vorzugsweise kann der Träger der Sicherungseinrichtung
an dem zu bewegenden Objekt befestigt sein und führt damit in Bezug auf das Führungselement
ebenfalls die bei Eintritt einer Notstopp-Situation zu stoppende Längsbewegung aus.
Da die die Bremswirkung auslösende Aktion eine Verkantung von einem Gegenstand an
einer Fläche eines anderen Gegenstand ist, kann im Gegensatz zu vorbekannten Lösungen
die Sicherungseinrichtung nicht nur in bestimmten Positionen sondern an jeder beliebigen
Stelle entlang des Führungselements gestoppt werden, zumindest entlang eines bestimmten
Abschnitts des Führungselements. Das Führungselement weist zumindest in dem Bereich
bzw. Abschnitt, entlang dem das Sicherungselement solange es nicht ausgelöst ist,
parallel zum Führungselement bewegbar ist, vorzugsweise eine ebene Oberfläche, möglichst
ohne Vorsprünge und ohne Hinterschneidungen auf. Zu einem sehr schnellen und nahezu
verzögerungsfreien Anhalten trägt bei der erfindungsgemäßen Lösung auch bei, daß der
für den Verzögerungsvorgang durch das Sicherungselement erforderliche Weg sehr kurz
ist. Bereits Kippbewegungen mit wenigen Winkelgraden können die erwünschte Verkantung
zwischen dem Sicherungselement und dem Führungselement bewirken. Im Unterschied zu
Bremswirkungen, die rein auf Reibung zwischen zwei ebenen Flächen beruhen, kann die
Verkantung zu einem äußerst schnellen Stoppvorgang führen.
[0007] Im Zusammenhang mit erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtungen kann schließlich bevorzugt
sein, daß zur Bewegung der Last das Sicherungselement vom Führungselement kontaktfrei
gestellt ist, beispielsweise durch Einwirkung einer Kraft auf das Sicherungselement,
und zur Abbremsung der Last das Sicherungselement durch die Kippbewegung in Anlage
gegen das Führungselement gebracht ist bzw. wird.
[0008] Ein besonderer Vorteil erfindungsgemäßer Sicherungseinrichtungen kann darin bestehen,
daß bei einer Notstopp-Auslösung der Sicherungseinrichtung diese nicht zerstört wird.
Insbesondere weder das Sicherungselement noch das Führungselement werden zumindest
bei geeigneten Werkstoffpaarungen hierbei nicht derart beschädigt, als daß sie nicht
weiterverwendet werden könnten. Geeignete Werkstoffe sind insbesondere, aber nicht
ausschließlich, metallische Werkstoffe, wie sie im Maschinenbau üblich sind.
[0009] Ein weiterer bedeutsamer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß erfindungsgemäße
Sicherungseinrichungen bzw. Bewegungseinrichtungen nach einem Notstopp auf technisch
einfache Weise und sehr schnell wieder für die vorgesehene Bewegung einer Last einsatzbereit
sein können. Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung kann hierzu vorzugsweise derart
ausgebildet sein, daß nach einer Auslösung eines Notstopps, hierfür lediglich eine
Rückstellung des Sicherungselements in seine Ausgangsposition erforderlich ist, beispielsweise
dadurch, daß die Last oder eine sonstige Prozesskraft auf das Sicherungselement wieder
wie vorgesehen einwirkt. Beispielsweise dadurch, daß durch die Rückstellung, das Sicherungselement
wieder wie zuvor mit der Längsachse seiner Ausnehmung konzentrisch zur Längsachse
des Führungselements ausgerichtet ist, wird der Kontakt und insbesondere die Verkantung
des Sicherungselements am Führungselement wieder aufgehoben und die Sicherungseinrichtung
ist frei bewegbar.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Sicherungselement
ringförmig ausgebildet sein, wobei sich das Führungselement innerhalb der Ausnehmung
der Ringform des Sicherungselements befindet. Prinzipiell sind jedoch beliebige Querschnittsformen
möglich. Vorzugsweise weisen die Ausnehmung des Sicherungselements und das Führungselement
in bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zumindest nahezu gleiche geometrische
Querschnittsformen mit unterschiedlichen Größen und damit unterschiedlich großen Querschnittsflächen
auf. Ein Abstand zwischen dem Führungselement und dem Sicherungselement in seiner
nicht ausgelösten Lage, in der kein Kontakt zwischen den beiden besteht und keine
Brems- oder Stoppwirkung erzielt wird, kann so gewählt sein, daß er möglichst gering
ist, damit bei Auslösung des Sicherungselements möglichst schnell eine Bremswirkung
eintritt ein. Nichtsdestotrotz sollte aber bei Einhaltung der vorgesehenen Einsatzbedingungen,
zumindest während der Ausführung der Relativbewegung, zwischen dem Sicherungselement
und dem Führungselement vorzugsweise möglichst kein Kontakt bestehen, zumindest kein
Kontakt der Reibung erzeugt. Hierdurch kann daraus bedingter Verschleiß und Reibung
verhindert werden.
[0011] Eine Höhe des vorzugsweise ringförmigen Sicherungselements kann in einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung nur so groß sein, wie dies aus Festigkeitsgründen erforderlich
ist, damit bei den zu erwartenden Kräften und Belastungen aufgrund einer Bremsung
das Sicherungselement nicht versagt und sich möglichst auch nicht plastisch verformt.
In der Regel kann das Sicherungselement in bevorzugten Ausführungsformen ein konstruktiv
einfacher Ring oder ein Bauteil mit anderer geometrischer Form sein, das eine Ausnehmung
zur Anordnung des Führungselements innerhalb dieser Ausnehmung aufweist. Die geometrische
Form des Sicherungselements sollte es vorzugsweise ermöglichen, daß das Sicherungselement
bei einer Auslösung an zwei sich gegenüberliegenden Seiten des dem Sicherungselement
zugeordneten Führungselements gegen dieses in Anlage geraten kann, um hierdurch die
Klemmwirkung zu erzielen.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Sicherungselement
mit einer aus der zu bewegenden Last oder einem Gegengewicht zur Last abgeleitete
Prozess- bzw. Einsatzkraft belastet sein, um durch die Einwirkung der Prozesskraft
das Sicherungselement kontaktfrei mit dem Führungselement zu stellen und hierdurch
die Last frei bewegen zu können. Durch einen betriebsbedingten Wegfall oder zumindest
eine Reduzierung der Prozesskraft kann die Kippbewegung des Sicherungselements ausgelöst
und hierdurch der Kontakt des Sicherungselements mit dem Führungselement erzeugt werden.
Ein solcher Wegfall bzw. eine solche Reduzierung einer physikalischen Größe, die zu
einer Auslösung der Sicherungseinrichtung führt, kann im Sinne der vorliegenden Erfindung
als Betätigung der Sicherungseinrichtung verstanden werden.
[0013] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung kann beim Einwirken der Prozesskraft
mit einem vorbestimmten Betrag eine Ausrichtung einer Ausnehmung des Sicherungselements
vorsehen, die konzentrisch zu einer Längsachse des Führungselements verläuft. Ist
das Sicherungselement als Ring ausgebildet, so kann dieser hierdurch zumindest im
wesentlichen orthogonal zur Ausrichtung der Längsachse des Führungselements ausgerichtet
sein. Bei einer Abweichung der Größe der Einsatzkraft von einer vorgesehenen Größe
kann das Sicherungselement gegen das Führungselement gekippt und gegen dieses verkantet
werden. Bei einem Ring als Sicherungselement wird der Ring hierdurch in eine von einer
orthogonalen Ausrichtung abweichenden Ausrichtung überführt und Stellen einer Begrenzungsfläche
der Ausnehmung des Rings werden in Anlage an zumindest zwei zueinander zumindest näherungsweise
diametral gegenüberliegenden Stellen der Umfangsfläche des Führungselements gebracht.
[0014] Eine besonders bevorzugte Anwendung der erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung sind
Hubtüren, Fenster, Rollo oder dergleichen. Bei solchen oftmals schweren und an Gebäuden
zum Verschliessen von Gebäudeöffnungen angebrachten Einrichtungen, befinden sich oftmals
Personen im Bereich der jeweiligen Einrichtung. Ein Versagen einer Bewegungseinrichtung
von beispielsweise einer schweren Hubtüre kann eine Person ernsthaft verletzen oder
sogar erschlagen. Da eine Hubtüre oder dergleichen mittels einer erfindungsgemäßen
Sicherungseinrichtung unmittelbar nach Eintritt eines Auslösegrundes automatisch arretiert
werden kann, kommen die Vorteile der Erfindung hier besonders zum Tragen. Ferner ist
es für diese Anwendungsfälle ebenfalls besonders vorteilhaft, dass weder zum Auslösen
der Arretierung der Sicherheitseinrichtung noch für die Arretierung selbst zwingend
die Zuführung von Energie erforderlich ist. Da vorzugsweise die Betätigung der Sicherheitseinrichtung
durch eine Reduzierung bzw. ein Wegfall einer im Zusammenhang mit dem Anwendungsfall
stehenden und auf die Sicherungseinrichtung einwirkenden Prozesskraft, beispielsweise
einer Gewichtskraft, ausgelöst wird, ergibt sich eine besondere hohe Funktionssicherheit.
[0015] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung.
[0016] Die Erfindung wird anhand von in den Figuren rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, es zeigen:
- Fig. 1 a
- eine stark schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung
als Bestandteil einer Bewegungseinrichtung insbesondere zur Bewegung einer Hubtüre
in vertikaler Richtung, wobei sich die Sicherungseinrichtung in einer Betriebslage
befindet, in welcher die Sicherungseinrichtung Bewegungen zulässt;
- Fig. 1b
- eine Draufsicht auf die Sicherungseinrichtung aus Fig. 1 a;
- Fig. 2a
- eine stark schematisierte Darstellung der Sicherungseinrichtung aus Fig. 1a, bei der
ein Sicherungselement gegen ein Führungselement verkantet angeordnet ist und in zumindest
einer Richtung Relativbewegungen zwischen dem Sicherungselement und Führungselement
verhindert;
- Fig. 2b
- eine Draufsicht auf die Sicherungseinrichtung aus Fig. 2a;
- Fig.3a
- eine stark schematisierte Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung
als Bestandteil einer Bewegungseinrichtung, wobei sich die Sicherungseinrichtung in
einer Betriebslage befindet, in welcher die Sicherungseinrichtung Bewegungen zulässt;
- Fig. 3b
- eine Draufsicht auf die Sicherungseinrichtung aus Fig. 1 a;
- Fig. 4a
- eine stark schematisierte Darstellung der Sicherungseinrichtung aus Fig. 1a, bei der
ein Sicherungselement gegen ein Führungselement verkantet angeordnet ist und in zumindest
einer Richtung Relativbewegungen zwischen dem Sicherungselement und Führungselement
verhindert;
- Fig. 4b
- eine Draufsicht auf die Sicherungseinrichtung aus Fig. 4a;
- Fig. 5
- eine stark schematisierte Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung
als Bestandteil einer Bewegungseinrichtung, wobei sich die Sicherungseinrichtung in
einer Betriebslage befindet, in welcher die Sicherungseinrichtung Bewegungen zulässt;
- Fig. 6
- eine stark schematisierte Darstellung der Sicherungseinrichtung aus Fig. 5, bei der
ein Sicherungselement gegen ein Führungselement verkantet angeordnet ist und in zumindest
einer Richtung Relativbewegungen zwischen dem Sicherungselement und Führungselement
verhindert;
[0017] In Fig. 1 ist ein möglicher prinzipieller Aufbau einer erfindungsgemäßen Bewegungseinrichtung
1 gezeigt, wie sie im Zusammenhang mit einer vertikal auf und ab bewegbaren Last vorgesehen
sein kann. Im Fall von Fig. 1 ist die Last eine in nicht näher dargestellten Schienen
geführte Hubtüre, die zum Öffnen und Verschliessen einer Türöffnung auf- und ab bewegt
werden kann. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist jedoch nicht auf Hubtüren beschränkt,
es kann prinzipiell zusammen mit jeder bewegbaren Last verwendet werden, bei der es
möglich ist, ein sich entlang der vorgesehenen Bewegungsrichtung der Last erstreckendes
Führungselement 3 anzuordnen. Im Ausführungsbeispiel ist sowohl die Last als auch
das Sicherungelement vertikal auf- und ab bewegbar, in anderen Ausführungsbeispielen
der Erfindung können auch hiervon abweichende Bewegungsrichtungen vorgesehen sein.
In weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung können auch Führungselemente mit einer
Ausrichtung vorgesehen sein, die nicht parallel zur vorgesehenen Bewegungsrichtung
der Last verläuft.
[0018] Im Ausführungsbeispiel ist das Führungselement 3 als eine in vertikaler Richtung
längserstreckte und damit parallel zur vorgesehenen Bewegungsrichtung verlaufende
Stange ausgebildet. Der Querschnitt der als Führungselement 3 vorgesehenen Stange
ist im Fall des Ausführungsbeispiels von Fig. 1 ein Kreisquerschnitt 4 (Fig. 1 b).
Im Zusammenhang mit erfindungsgemäßen Bewegungseinrichtungen können für das Führungselement
3 anstelle eines Kreisquerschnitts 4 auch andere symmetrische oder auch unsymmetrische
Querschnittformen vorgesehen sein. Vorzugsweise weist das Führungselement 3 entlang
der vorgesehen Bewegung eines Sicherungselements eine bezüglich Größe und Form konstante
Querschnittsform auf. Im Ausführungsbeispiel ist das nachfolgend noch näher erörterte
Sicherungselement am, bzw. relativ zum, Führungselement 3 geführt. Gleichzeitig ist
auch die Last, nämlich, hier die Hubtüre, ebenfalls in Bezug auf ihre Bewegung am
Führungselement 3 geführt. In anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung, können
das Sicherungselement und die Last auch jeweils eigene Führungselemente aufweisen,
die jeweils nur der Last bzw. nur dem Sicherungselement zugeordnet sind.
[0019] Als Sicherungselement 5 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Ring mit seiner
kreisrunden Ausnehmung 6 auf das Führungselement aufgeschoben, also einer Ausnehmung
6, deren geometrische Querschnittsform der Querschnittsform des Führungselements 3
entspricht. Die Größe der Fläche der Ausnehmung 6 weicht von der Größe der Querschnittsfläche
des Führungselements 3 ab. Die Fläche der Ausnehmung 6 ist größer als die Querschnittsfläche
4. Hierdurch kann das Sicherungselement 5 derart angeordnet werden, daß es entlang
der Umfangsfläche 3a des Führungselements 3 mit Abstand, insbesondere mit konstantem
Abstand, angeordnet ist.
[0020] Wie ebenfalls aus Fig. 1 a hervorgeht, ist das Sicherungselement 5 Bestandteil einer
zur Bewegungseinrichtung 1 gehörenden Sicherungseinrichtung 8, die ein Gehäuse 9 aufweist.
Das Gehäuse 9 der Sicherungeinrichtung 8 hat die Funktion eines Trägers für die Aufnahme
von Komponenten der Sicherungseinrichtung inne und ist zur Längsbewegung entlang des
feststehenden Führungselements 3 in Abhängigkeit der Bewegung der Last, hier der Hubtüre,
vorgesehen. Das Gehäuse 9 kann deshalb an der Hubtüre angeordnet sein und bewegt sich
somit zusammen mit der Hubtüre.
[0021] Das Sicherungselement 5 ist innerhalb des Gehäuses 9 angeordnet und hier an einer
Stelle 10 seines Rings mittels geeigneten Lagermittel 11 kippbar gelagert. An einer
der Lagerungsstelle 10 des Sicherungselements zumindest im wesentlichen diametral
gegenüberliegenden Stelle 12 des Rings wirkt die Kraft einer Feder 13 auf das Sicherungselement
5 ein. Die Federkraft ist hierbei zumindest im wesentlichen parallel zur vorgesehenen
Bewegungsrichtung ausgerichtet und wirkt gegen eine der Ringflächen 5a, 5b, hier gegen
die Unterseite 5a. Ebenfalls im wesentlichen diametral gegenüber der Lagerungsstelle
10 wirkt eine aus der zu bewegenden Last zumindest indirekt abgeleitete Prozesskraft
auf den Ring. Im Ausführungsbeispiel kann die Prozesskraft aus einer der Gewichtskraft
der Last vollständig oder zumindest nur teilweise entsprechenden Gewichtskraft eines
Gegengewichts 2 zur Gewichtskraft der Hubtüre abgeleitet sein, die über ein Seil oder
Kette 14 oder ein anderes Anschlagmittel auf die Sicherungseinrichtung 8 übertragen
wird. Durch das Gegen-oder Ausgleichsgewicht 2 soll die zur Bewegung der Hubtüre aufzuwendende
Kraft bzw. die Kraft, die bei einer Absenkung der Hubtüre letztere nach unten bewegt,
zumindest reduziert oder sogar zumindest näherungsweise aufgehoben werden. Diese Anordnung
kann außer bei Hubtüren auch bei jeder anderen beliebigen Last vorgesehen sein, bei
der eine oder mehrere Lasten gegen ihre Gewichtskraft gesichert und/oder bewegt werden
sollen.
[0022] Im Ausführungsbeispiel wirkt die Gewichtskraft des Gegengewichts 2 auf einen schwenkbar
gelagerten Hebel 16, der wiederum auf den Ring 5 drückt. Die mittels des Hebels 16
auf den Ring aufgebrachte Prozesskraft wirkt in Bezug auf die Einwirkstelle der Feder
13, auf der anderen Seite des Rings auf letzteren ein. Mittels dieser Prozeßkraft
wird der Ring in seiner Freigabeposition bzw. neutrale Position gebracht, in welcher
der Ring 5 keinen Kontakt mit dem Führungselement hat. Die Bewegung des Hebels 16
oder des Sicherungselements 5 ist beispielsweise mittels eines Anschlags begrenzt,
mit dem die Bewegung des Rings 5 aufgrund der auf ihn übertragenen Prozesskraft bei
einer bestimmten Stellung des Rings gestoppt wird, insbesondere unabhängig von der
weiterhin auf den Ring einwirkenden Prozesskraft. Im Ausführungsbeispiel kann diese
Stellung mit Vorteil die neutrale Stellung sein, in welcher die Längsachse 3b der
Ausnehmung koaxial mit der Längsachse 3b des Führungselements 3 verläuft und somit
die Begrenzungsfläche der Ausnehmung keinen Kontakt mit dem Führungselement hat.
[0023] Die Prozesskraft wirkt insbesondere der Federkraft der Feder 13 entgegen. Anstelle
einer Feder 13 können selbstverständlich auch beliebige andere Mittel vorgesehen sein,
mit denen eine Vorspannkraft für das Sicherungselement erzeugt und ausgeübt werden
kann. Die Größe der Federkraft sowie der mögliche Federweg sind dabei so gewählt,
daß sie bei einer stark reduzierten, insbesondere bei Wegfall der auf das Sicherungselement
5 einwirkenden, Prozesskraft, das Sicherungselement aus seiner neutralen Position
bewegt. Diese durch die Feder 13 bewirkte Bewegung ist im Ausführungsbeispiel eine
Kippbewegung des Sicherungselements 5 um seine Lagerstelle 10, durch die das Sicherungselement
in Bezug auf die Längsachse 3b des Führungselements 3 schräg gestellt wird und an
zwei sich gegenüberliegenden Seiten des Führungselements in Anlage gegen das Führungselement
3 gelangt.
[0024] Die Prozesskraft kann sich vor allem dadurch ändern, daß die Kette oder das Seil
(Anschlagmittel) 14 reißt, an der die Last und das Gegengewicht 2 befestigt ist, wie
dies schematisch in Fig. 2a dargestellt ist. Ebenso ist es denkbar, daß das Gegengewicht
auf einem Hindernis aufsitzt bzw. gegen ein solches anschlägt und damit nicht mehr
mit seiner vollständigen Gewichtskraft auf die Sicherungseinrichtung 8 wirken kann.
Fällt die Gewichtskraft des Gegengewichts 2 ganz oder teilweise aus, so besteht am
Sicherungselement ein Übergewicht der Federkraft und diese führt zu einer Kipp- oder
Schwenkbewegung des Sicherungselements 5. Im gezeigten Ausführungsbeispiel findet
eine Kippbewegung um die Lagerungsstelle 10 statt, wobei in der Darstellung von Fig.
2a die Kippachse senkrecht zur Zeichenebene ausgerichtet ist.
[0025] Als Folge der Kippbewegung gelangt das ringförmige Sicherungselement 5 mit Stellen
seiner Begrenzungsfläche 6a der Ausnehmung 6 gegen Stellen der Umfangsfläche 3a des
Führungselements 3. Im Ausführungsbeispiel mit kreisrunder Ausnehmung 6 und kreisrundem
Querschnitt des Führungselements 3 sind dies sich diametral gegenüberliegende Stellen
der Begrenzungsfläche 6a. Eine dieser Stellen befindet sich im Bereich der Lagerungsstelle
10, die andere Stelle befindet sich im Bereich des Kontakts der Feder 13 mit dem Sicherungselement
5. Aufgrund der in Bezug auf die Längsachse des Führungselements 3 und seiner ursprünglichen
Lage nun gekippten Anordnung liegt das Sicherungselement 5 an einer Stelle seiner
Umfangsfläche vor allem mit einem Bereich der unteren Kante der Begrenzungsfläche
6a und an der gegenüberliegenden Stelle vor allem mit einem Bereich der oberen Kante
der Begrenzungsfläche 6a der Ausnehmung 6 an. Das Sicherungselement 5 verkantet sich
hierdurch gegen das Führungselement 3 und macht unmittelbar nach Wegfall oder ausreichend
großer Reduzierung der Prozesskraft eine Längsbewegung des Sicherungselements 5 und
damit auch des Gehäuses 9 parallel zum Längsverlauf des Führungselements 3 unmöglich.
Da das Gehäuse 9 der Sicherungseinrichtung an der Hubtüre angebracht ist, wird auch
die Hubtüre gestoppt.
[0026] In den Fig. 3a, 3b ist ein pneumatischer oder hydraulischer Antrieb 30 dargestellt
mit dessen bewegtem Kolben 31 eine Funktion ausgeübt und/oder eine nicht näher gezeigte
Last bewegt werden kann. Am Kolben 31 ist zudem das Gehäuse 39 einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung 38 angebracht. Die Sicherungseinrichtung
38 kann bis auf die Art und Weise der Einleitung der Prozesskraft entsprechend dem
Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ausgebildet sein. Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3
wird als Prozesskraft oder -last eine vom Druckmittel des Zylinders 32 abgeleitete
Kraft benutzt, die auch zur Bewegung des Kolbens 31 in den Druckzylinder 32 eingeleitet
wird. Hierzu ist ein einfach wirkender weiterer Zylinder 37 vorgesehen. Durch die
Druckbelastung des Kolbens 37a mit dem Druckmedium wird der Kolben 37a in eine bestimmte
Position aus dem Zylinder 37 ausgefahren. In dieser Position ist der Kolben 37a mit
einer bestimmten Kraft druckbelastet und drückt hierdurch über einen schwenkbar gelagerten
Hebel 45 auf eine Seite des Sicherungselements 35. Auch hier ist die durch die Prozesskraft
auf das Sicherungselement 35 wirkende Kraft so bestimmt, daß sie die Federkraft der
entgegen gesetzt wirkenden Feder 43 aufhebt und den Sicherungsring gegen die Federkraft
in die neutrale Position überführt bzw. in dieser hält. Gemäß der Darstellung von
Fig. 3a erzeugt der Hebel 45 ein Drehmoment um die Lagerstelle 40. Durch einen nicht
näher dargestellten Anschlag, entweder für den Sicherungsring oder den Hebel, wird
eine Bewegung des Rings in seiner neutralen Position gestoppt. Das an einer der Stelle
der Krafteinleitung diametral gegenüberliegenden Seite, nämlich an der Lagerstelle
40 kipp- bzw. schwenkbar gelagerte ringförmige Sicherungselement 35, wird hierdurch
in einer Lage gehalten, in der es nicht gegen das Führungselement 33 anliegt und dessen
Ausnehmung 36 koaxial zur Längsachse 33b des Führungselements 33 ausgerichtet ist.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3a, 3b ist das Führungselement mit Abstand zum Kolben
31 parallel zu diesem ausgerichtet. Die Funktionsweise der Sicherungseinrichtung ist
unabhängig von einer Gewichtskraft, weshalb die Sicherungseinrichtung in jeder beliebigen
Raumlage angeordnet werden kann.
[0027] In Fig. 4a ist die Bewegungseinrichtung aus Fig. 3a in einem Zustand gezeigt, in
dem im Zylinder 32 und in der Druckmittelversorgung ein unvorhergesehener Druckabfall
stattfindet. Die sich hierdurch auch im Zylinder 37 der Sicherungseinrichtung 38 einstellende
Druckminderung bzw. Druckwegfall reduziert zumindest die Prozesskraft und damit die
am Sicherungselement 35 gegen die Federkraft wirkende Kraft. Als Folge davon drückt
die Feder 43 das Sicherungselement 35 in eine um die Lagerungsstelle 40 gekippte Position,
in der Stellen von Kantenbereichen der Begrenzungsflächen 36a gegen das Führungselement
33 anliegen. Die Verkantung der Begrenzungswand 36a der Ausnehmung 36 mit der Mantelfläche
des Führungselements 33 stoppt abrupt die Längsbewegung des Sicherungselements 35
und damit auch die des Gehäuses 39 der Sicherungseinrichtung. Jede weiterhin in der
Richtung der zuvor ausgeführten Längsbewegung wirkende Antriebskraft verstärkt sogar
die Verkantung des Sicherungselements 35 gegen das Führungselement 33 und damit die
Brems- und Arretierwirkung des Sicherungselements 35. Da das Gehäuse 39 der Sicherungseinrichtung
38 am Kolben 31 angebracht ist, wird durch die Arretierung des Sicherungselements
35 am Führungselement 33 auch der Kolben 31 mittelbar am Führungselement 33 arretiert.
Hierdurch wird zum Beispiel verhindert, daß eine Last den Kolben 31 unkontrolliert
bewegt und dadurch Beschädigungen an einer mit dem Kolben angetriebenen Maschine/Anlage
oder aber Personenschäden eintreten.
[0028] In den Fig. 5, 6 ist eine erfindungsgemäße Ausführung einer Bewegungseinrichtung
mit einer Sicherungseinrichtung gezeigt, bei der die Sicherungseinrichtung wiederum
auf einem Führungselement angeordnet ist. Die Bewegungseinrichtung ist ähnlich jener
aus den Fig. 4a und 4b ausgebildet. Gleiches gilt für die Sicherungseinrichtung 68,
auch diese ist bezüglich ihres konstruktiven Aufbaus, mit dem Aufbau der Sicherungseinrichtung
aus Fig. 3a und 3b zumindest im wesentlichen identisch. Nachfolgend wird deshalb vor
allem auf die Unterschiede zur erfindungsgemäßen Ausführungsform gemäß den Fig. 4a
und 4b eingegangen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß bei der erfindungsgemäßen
Ausführungsform gemäß den Figuren 5 und 6 als Führungselement ein Element benutzt
wird, mit dem gleichzeitig die Antriebsbewegung für die Last erzeugt wird. Dieses
Funktionsprinzip ist unabhängig von der hier konkret gezeigten Anwendung mit einem
Druckzylinder und der hier vorgesehenen konkreten Ausgestaltung der Sicherungseinrichtung
und kann auch zusammen mit anderen Antriebsarten zum Einsatz kommen.
[0029] Beim Einsatz der Bewegungseinrichtung wird der Druckzylinder 60 über die Druckleitung
60a mit einem Druckmedium versorgt. Durch den variierbaren Druck kann eine Position
des Kolbens bzw. dessen Kolbenstange 61 in deren axialer Richtung verändert werden.
Bei einem unvorhergesehenen Druckabfall findet aufgrund der gemeinsamen Druckmittelversorgung
dieser Druckabfall auch im Druckzylinder 67 der Sicherungseinrichtung 68 statt. Der
Druckabfall führt somit zu einer unkontrollierten Einfahrbewegung des Kolbens 61 in
den Druckzylinder 60. Als Folge davon kann gegebenenfalls die vom Druckzylinder 60
angetriebene Last nicht mehr wie vorgesehen bewegt oder gehalten werden und diese
sogar durch unkontrollierte Bewegungen Beschädigungen und Verletzungen herbeiführen.
[0030] Da gleichzeitig mit dem Druckabfall im Druckzylinder 60 auch im Zylinder 67 der Sicherungseinrichtung
der Druck abfällt, wird auch die durch die Kraft des Kolbens 67a des Zylinders 67
zur Verfügung gestellte Prozesskraft zumindest reduziert oder sie fällt vollständig
weg. Der Kolben 67a kann beispielsweise aufgrund der Kraft einer Feder 67b in den
Zylinder 67 eingefahren und der Hebel 75 geschwenkt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
führt die durch den Kolben 67a nun ausgeübte zumindest reduzierte Kraft (bzw. Drehmoment),
zu einer zumindest geringeren Belastung des Sicherungselements 65 durch den Hebel
75 oder zu einer vollständigen Aufhebung der durch den Hebel 75 bedingten Belastung
des Sicherungselements 65. Soweit der Hebel 75 noch gegen das Sicherungselement 65
drückt, führt die der Kraft des Hebels 75 entgegenwirkende Federkraft dazu, daß die
Kraft des Hebels 75 neutralisiert wird, das Sicherungselement aus seiner neutralen
Position bewegt und aufgrund einer Schwenk- bzw. Kippbewegung um seine Lagerungsstelle
70 in Anlage gegen das Führungselement gebracht wird. Der Ring 65 wird hierdurch vom
Hebel 75 freigegeben und die auf der Kolbenstange 61 angeordnete Sicherungseinrichtung
wird hierdurch ausgelöst. Das Sicherungselement 65 wird somit von seiner neutralen
Position in seine gekippte Position überführt, in welcher das Sicherungselement klemmend
gegen das Führungselement anliegt und hierdurch das Gehäuse 69 bzw. Träger der Sicherungseinrichtung
am Führungselement, hier der Kolbenstange 61, arretiert und blockiert wird.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Bewegungseinrichtung |
36 |
Ausnehmung |
| 2 |
Gegengewicht |
36a |
Begrenzungsfläche |
| 3 |
Führungselement |
37 |
Zylinder |
| 3a |
Umfangsfläche |
37a |
Kolbenstange |
| 3b |
Längsachse |
38 |
Sicherungseinrichtung |
| 4 |
Kreisquerschnitt |
39 |
Gehäuse |
| 5 |
Sicherungselement |
40 |
Stelle |
| 5a |
Unterseite |
43 |
Feder |
| 5b |
Oberseite |
45 |
Hebel |
| 6 |
Ausnehmung |
60 |
Druckzylinder |
| 6a |
Begrenzungsfläche |
60a |
Leitung |
| 8 |
Sicherungseinrichtung |
61 |
Kolbenstange |
| 9 |
Gehäuse |
62 |
Ritzel |
| 10 |
Stelle |
65 |
Sicherungselement |
| 11 |
Lagermittel |
66 |
Ausnehmung |
| 12 |
Stelle |
66a |
Begrenzungsfläche |
| 13 |
Feder |
67 |
Zylinder |
| 14 |
Seil, Kette |
67a |
Kolbenstange |
| 15 |
|
67b |
Feder |
| 16 |
Hebel |
68 |
Sicherungseinrichtung |
| 30 |
Antrieb |
69 |
Gehäuse |
| 31 |
Kolbenstange |
70 |
Stelle |
| 32 |
Zylinder |
73 |
Feder |
| 33 |
Führungselement |
75 |
Hebel |
| 33b |
Längsachse |
|
|
| 35 |
Sicherungselement |
|
|
1. Sicherungseinrichtung zur Sicherung einer zur Bewegung einer Last vorgesehenen Bewegungseinrichtung
gegen unkontrolliert ausgeführte Bewegungen der Last bei Abweichung von zumindest
einer vorgesehenen Betriebsbedingung der Bewegungseinrichtung, wobei die Sicherungseinrichtung
ein Sicherungselement umfaßt, das bei Abweichung von der zumindest einen vorgesehenen
Betriebsbedingung, insbesondere einer Abweichung einer vorgesehenen Größe einer auf
die Sicherungseinrichtung einwirkenden Kraft, eine Notstopp-Arretierung durch Betätigung
des Sicherungselements auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sicherungselement ein Führungselement umgibt und dabei derart angeordnet ist,
dass das Sicherungselement bei Einhaltung der zumindest einen vorgesehenen Betriebsbedingung
zumindest im wesentlichen in der vorgesehenen Bewegungsrichtung relativ zum Führungselement
frei beweglich angeordnet und entlang oder zumindest parallel zu einer Längsachse
der vorgesehenen Bewegungsrichtung zusammen mit einem Träger der Sicherungseinrichtung,
an dem das Sicherungselement gelagert ist, bewegbar ist, und Mittel vorgesehen sind,
aufgrund denen bei einer Abweichung von der zumindest einen Betriebsbedingung, das
Sicherungselement eine Kippbewegung ausführt, aufgrund der das Sicherungselement verkantet
gegen das Führungselement angeordnet wird.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement die Kippbewegung bezüglich einer Lagerungsstelle des Sicherungselements
am Träger ausführt.
3. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung der Last das Sicherungselement vom Führungselement kontaktfrei gestellt
ist und zur Abbremsung der Last das Sicherungselement durch die Kippbewegung in Anlage
gegen das Führungselement gebracht ist.
4. Sicherungeinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement innerhalb der Sicherungseinrichtung angeordnet ist und die
Sicherungseinrichtung zur längsverschieblichen Anordnung auf dem Führungselement vorgesehen
ist.
5. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel zu einer Kraftbeaufschlagung des Sicherungselements, durch welche das Sicherungselement bei Einhaltung der zumindest einen vorgesehenen Betriebsbedingung
frei beweglich relativ zum Führungselement angeordnet ist.
6. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Mittel zur Kraftbeaufschlagung auf das Sicherungselement eine Kraft und
eine der Kraft entgegen wirkende Gegenkraft wirkt, um das Führungselement vom Sicherungselement
kontaktfrei zu stellen, wobei bei einer Veränderung der Gegenkraft, insbesondere bei einer Reduzierung oder bei Wegfall der Gegenkraft, das Sicherungselement aufgrund
einer resultierenden Kraft in Anlage gegen das Führungselement zu kippen.
7. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel, durch die bei einer Veränderung der Kraftbeaufschlagung des Sicherungselements, das Sicherungselement
in eine Kipplage bezüglich des Führungselements überführt wird, die zur Verkantung
des Sicherungselements gegen das Führungselement führt.
8. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftbeaufschlagung des Sicherungselements an zumindest einer Stelle des Sicherheitselements
erfolgt, und diese zumindest eine Stelle mit Abstand zur Lagerungsstelle des Sicherungselements
angeordnet ist.
9. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Stelle der Kraftbeaufschlagung am Sicherungselement zumindest
im wesentlichen der Lagerungssstelle diametral gegenüberliegend angeordnet ist.
10. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Anschlag, gegen den das Sicherungselement bei Einhaltung der zumindest einen
Betriebsbedingung mit den Mitteln zur Kraftbeaufschlagung in Anlage bringbar ist.
11. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement ringförmig ausgebildet ist.
12. Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umfangsfäche des Führungselements mit welcher das Sicherheitselement durch dessen
gekippte Anordnung in Kontakt bringbar ist, eine glatte Fläche ist.
13. Bewegungseinrichtung zur kontrollierten Bewegung, insbesondere kontrollierten Absenkung
oder Hebebewegung, einer Last, wobei die Bewegungseinrichtung an einem Führungselement
zur Vorgabe der Bewegungsrichtung der Last geführt ist, die Bewegungseinrichtung mit
einer Sicherungseinrichtung versehen ist, die bei Eintritt einer Abweichung von zumindest
einer vorgesehenen Betriebsbedingung zu einem Notstop der Bewegung der Bewegungseinrichtung
durch mechanische Einwirkung der Sicherungseinrichtung auf das Führungselement führt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
10 ausgebildet ist.
14. Bewegungseinrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch Mittel, durch welche die Last für auf und ab ausgerichtete Bewegungen vorgesehen ist, die Beaufschlagung
des Sicherungselements mit einer Kraft mittels zumindest eines Teils der Gewichtskraft
der Last erfolgt und bei Ausfall von zumindest eines Teils der Kraft dieser Kraftbeaufschlagung
das Sicherungselement aus einer mit dem Führungselement zumindest im wesentlichen
kontaktfreien Lage in eine hierzu gekippte Lage innerhalb der Sicherungseinrichtung
überführt wird, in welcher das Sicherungselement klemmend gegen das Führungselement
anliegt.
15. Bewegungseinrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Last eine vertikal auf und ab bewegbare Hubtüre, Fenster, Rollo oder dergleichen
ist, wobei die Last mittels eines Anschlagmittels gesichert ist.
16. Hubtüre, Fenster, Rollo oder dergleichen, die mit einer Bewegungseinrichtung zum Absenken
oder Anheben der Hubtüre, Fenster, Rollo oder dergleichen versehen ist, gekennzeichnet durch eine Bewegungseinrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 13 bis 15.