Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kreuzelement für einen Stahlpilz zum zumindest teilweisen
Anordnen innerhalb eines durchstanzgefährdeten Bereiches eines Betonbauteiles nach
den Merkmalen im Obergriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner einen Stahlpilz
nach Merkmalen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7 und eine Stahlpilzanordnung nach
den Merkmalen gemäß dem Oberbegriff des Auspruchs 10. Weiterhin betrifft die Erfindung
eine Verstärkungsanordnung zur zumindest teilweisen Anordnung innerhalb eines durchstanzgefährdeten
Bereiches eines Betonbauteils mit wenigstens einem Stahlpilz gemäß Anspruch 14. Die
Erfindung betrifft außerdem einen Montagesatz zum Montieren einer Durchstanzbewehrung
für ein Betonbauteil gemäß Anspruch 15 sowie ein Verfahren zum Bewehren eines durchstanzgefährdeten
Bereichs in einem Betonbauteil gemäß Anspruch 16.
Technologischer Hintergrund
[0002] Im Betonbau gelten insbesondere solche Bereiche eines Bauteils als durchstanzgefährdet,
welche einer im Wesentlichen senkrecht zu ihrer Erstreckung wirkenden konzentrierten
Lasteinleitung unterliegen. Dies ist in der Praxis beispielsweise bei schlanken Decken-
oder Boden- bzw. Fundamentplatten relevant. Konzentrierte Lasteinleitungen ergeben
sich dabei beispielsweise im Skelettbau durch tragende Stützelemente, auf welchen
das jeweilige Bauteil aufliegt oder von diesen belastet wird. In diesem Zusammenhang
durchzuführende statische Bemessungen dienen dem Nachweis, dass die beispielsweise
punktuell einwirkende Querkraft die im Lasteinleitungsbereich des Bauteils aufnehmbare
Querkraft nicht übersteigt.
[0003] Um den Widerstand in einem durchstanzgefährdeten Bereich eines Betonbauteils zu erhöhen,
sind bereits diverse Möglichkeiten bekannt. Da der Widerstand insbesondere von der
Lasteinleitungsfläche abhängig ist, kann beispielsweise ein als Einzelstütze ausgebildetes
Stützelement so ausgestaltet sein, dass dieses insgesamt oder zumindest zum durchstanzgefährdeten
Betonbauteilbereich hin einen vergrößerten Querschnitt aufweist. Aufgrund der sich
aus solchen Querschnittsvergrößerungen ergebenden optischen wie auch räumlichen Einschränkungen
werden allerdings Lösungen bevorzugt, welche sich quasi "unsichtbar" auf den durchstanzgefährdeten
Bereich des aufliegenden oder belasteten Betonbauteils beschränken. Neben einer Erhöhung
der mitunter erforderlichen Schubbewehrung kommen dabei auch spezielle Lösungen zum
Einsatz, welche eigens hierfür konzipierte Durchstanzbewährungselemente beinhalten.
[0004] Eine überaus praktikable Möglichkeit stellt hierbei der im Stand der Technik bekannte
und in
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht gezeigte klassische Stahlpilz 1' dar. Dieser umfasst
einen in sich geschlossenen viereckigen Rahmen 2' und ein Kreuzelement 3', welches
innerhalb des Rahmens 2' angeordnet ist. Vorliegend umfasst das Kreuzelement 3' insgesamt
vier Arme 3a' - 3d', welche in einem gemeinsamen Zentrum z1' miteinander verbunden
sind, von wo aus sie sich zu dem Rahmen 2' hin erstrecken. Zwei der Arme 3a', 3c'
werden vorliegend durch ein gemeinsames Bauteil in Form eines Flachstahls gebildet,
welcher sich zwischen dem offenen Innenquerschnitt des Rahmens 2' erstreckt. Demgegenüber
sind die beiden anderen Arme 3b', 3d' als einzelne Teile ausgeführt, wobei das Kreuzelement
3' insgesamt als Schweißkonstruktion ausgeführt ist. Im bestimmungsgemäßen Gebrauch
wird der Stahlpilz 1' in einem durchstanzgefährdeten Bereich eines Betonbauteils eingegossen,
bei dem es sich vorliegend um eine Betondecke 4' bzw. Stahlbetondecke handelt. Hierzu
ist der Stahlpilz 1' vollständig innerhalb der sich in einer Längs- und Querrichtung
x, y ausdehnenden Ebene der Betondecke 4' oberhalb einer sich senkrecht hierzu in
eine Hochrichtung z erstreckende Stütze 5' angeordnet, so dass die Betondecke 4' über
den Stahlpilz 1' auf der Stütze 5' aufgelagert ist.
[0005] Fig. 2 veranschaulicht eine im Stand der Technik bekannte alternative Ausgestaltung eines
Stahlpilzes 1' in einer Aufsicht, dessen über der Stütze 5' angeordnetes Kreuzelement
3' insgesamt sechs Arme 3a' - 3f umfasst. Von dem ebenfalls als Schweißkonstruktion
ausgeführten Stahlpilz 1' erstrecken sich insgesamt vier seiner Arme 3b', 3d' parallel
zur Längsrichtung x, während die restlichen Arme 3a', 3c' in Querrichtung y verlaufen.
Erkennbar sind auch hier die beiden Arme 3a', 3c' aus einem zusammenhängenden Flachstahl
gebildet, während die anderen Arme 3b', 3d' über zwei in Querrichtung y zueinander
beabstandete Zentren z1' an diesen angeschweißt sind.
[0006] Aus der
DE 20 2008 012 547 U1 geht ein Stahlpilz hervor, welcher sich im Wesentlichen ebenfalls aus einem Rahmen
und wenigstens einem innerhalb des Rahmens angeordneten Kreuzelement zusammensetzt.
Der Rahmen wird dabei aus miteinander verschweißten U-Profilen gebildet, dessen Innenbereich
durch die Arme des Kreuzelements ausgekreuzt ist. Die Arme des Kreuzelements sind
sowohl untereinander als auch mit dem Rahmen aufwändig verschweißt, wodurch Herstellung
und Transport ebenfalls aufwändig werden. Dies umso mehr, als die Vielzahl der notwendigen
Schweißverbindungen neben deren Erstellung auch entsprechende Prüfungen erfordert.
Hier setzt die Erfindung ein:
Beschreibung der Erfindung
[0007] Um Durchstanzbewehrungsmaßnahmen zu vereinfachen und (kosten-)effizienter zu machen,
insbesondere im Hinblick auf Herstellungs- und Vertriebskosten der Bewehrungskomponenten,
schlägt die Erfindung ein, insbesondere rahmenloses, Kreuzelement für einen Stahlpilz
mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 vor. Eine Vereinfachung und Verbesserung von Durchstanzbewehrungsmaßnahmen
ergibt sich ferner durch einen Stahlpilz gemäß Anspruch 7, durch eine Stahlpilzanordnung
gemäß Anspruch 11, durch eine Verstärkungsanordnung nach Anspruch 14, durch einen
Montagesatz nach Anspruch 15 und durch ein Verfahren zum Bewehren eines durchstanzgefährdeten
Bereichs eines Betonbauteils nach Anspruch 16. Weitere Einzelheiten, Merkmale und
Vorteile der Gegenstände der Erfindung ergeben sich jeweils aus den Unteransprüchen.
[0008] Zumindest ein Aspekt der Erfindung basiert darauf, dass das Kreuzelement, insbesondere
im Bereich respektive in der nahen Umgebung des Zentrums des Elements, als ein schweißnahtloses
Bauteil und insofern materialeinheitlich respektive einstückig ausgebildet ist. Das
Kreuzelement ist zudem rahmenlos, kann aber in einen geeigneten Rahmen einsetzbar
sein. Das Kreuzelement selbst umfasst keine Schweißnaht(-verbindung). Der sich hieraus
ergebende Vorteil ist in der nunmehr bereits fertigen Ausbildung des Kreuzelements
zu sehen, wobei dessen Arme aufgrund der materialeinheitlichen respektive einstückigen
Ausbildung bereits miteinander verbunden sind. Hiernach entfällt aufwändiges Verschweißen
der einzelnen Arme im Bereich des Zentrums des Kreuzelements und der Arme untereinander,
wodurch im Ergebnis die Notwendigkeit einer weiteren Prüfung der Schweißnähte aufgrund
der Vorfertigung entfallen kann. Indem das Herstellungsverfahren zum Herstellen des
(einstückigen respektive materialeinheitlichen) Kreuzelements keines Schweißens bedarf,
ist eine gesicherte Reproduzierbarkeit des Kreuzelements erreichbar, wodurch auch
dessen Zulassung erleichtert sein kann. Dabei kann eine Ausgestaltung des Kreuzelements
etwa stegartige Arme vorsehen. Aufgrund der Belastungsrichtung sind diese in vorteilhafter
Weise so innerhalb des Rahmens orientiert, dass deren sich senkrecht des aufliegenden
oder belasteten Betonbauteils erstreckende Höhe deren Dicke übersteigt. Das Kreuzelement
kann aus einem Metall gebildet sein oder aus einer Metalllegierung. Zweckmäßigerweise
wird das Kreuzelement geschmiedet, gegossen oder gepresst. Es kann vorgesehen sein,
dass das Kreuzelement gehärtet und/oder beschichtet wird. Gemäß einer vorteilhaften
Variante ist das Kreuzelement aus einem (Bau-)Stahl gefertigt.
[0009] Es kann vorgesehen sein, dass das Kreuzelement wenigstens bereichsweise aus geschmiedetem
Stahl gebildet ist. Alternativ oder in Ergänzung hierzu kann das Kreuzelement zumindest
bereichsweise aus gegossenem Stahl gebildet sein. Insbesondere die zumindest bereichsweise
Herstellung des Kreuzelements aus gegossenem Stahl ermöglicht dessen überaus einfache
Fertigung mittels bekannter Gießverfahren. Durch den Einsatz geschmiedeten Stahls
kann dessen Dichte und somit auch dessen Festigkeit zumindest bereichsweise erhöht
sein, wodurch Kräfte in das bewehrte Betonbauteil einleitbar sind.
[0010] Das Kreuzelement für einen Stahlpilz zum Bewehren eines Betonbauteils kann bevorzugt
symmetrisch ausgebildet sein. Dies meint, dass dessen Arme eine einheitliche Länge
und Form besitzen. Durch die symmetrische Ausbildung des Kreuzelements wird eine gleichbleibende
Lastverteilung erreicht. Gemäß einer Alternativenausgestaltung hierzu kann das Kreuzelement
auch asymmetrisch ausgebildet sein. Hiernach können dessen Arme beispielsweise eine
voneinander unterschiedliche Länge und/oder Form besitzen. Eine derart asymmetrische
Ausgestaltung des Kreuzelements kann beispielsweise dann von Vorteil sein, wenn sich
der Stahlpilz insgesamt in seiner Form an örtliche Gegebenheiten anpassen muss. Dies
ist beispielsweise in etwaigen Eckbereichen und/oder bei Durchbrüchen innerhalb des
durchstanzgefährdeten Bereiches der Fall. Etwa in Zusammenhang mit einem ovalen Betonbauteil,
etwa bei einer ovalen Säule, kann ein Kreuzelement zweckmäßig sein, dass in eine (Gesamt-)Breite
hat, die geringer ist als die (Gesamt-)Länge.
[0011] Eine Vereinfachung von Durchstanzbewehrungsmaßnahmen ergibt sich durch den Stahlpilz
gemäß Anspruch 7. Der Stahlpilz umfasst ein hierin beschriebenes (rahmenloses) Kreuzelement,
welches in einem Rahmen anzuordnen respektive angeordnet ist. In besonders bevorzugter
Weise ist das Kreuzelement über wenigstens einen seiner Arme unmittelbar mit dem Rahmen
fest verbunden. Nach der Erfindung kann diese Verbindung bevorzugt durch Formschluss
erfolgen oder etwa durch Verschweißen. Hierdurch ist beispielsweise ein einfacher
Transport sowie Einbau ermöglicht, da Kreuzelement und Rahmen eindeutig zueinander
lagebestimmt und/oder lagefixiert sind. Sofern eine Schweißverbindung zwischen Kreuzelement
und Rahmen vorgesehen ist, wäre die Schweißverbindung so ausgestaltet, dass durch
diese eine gesicherte Kraftweiterleitung zwischen dem Kreuzelement und dem Rahmen
ermöglicht ist. Selbstverständlich sind auch hiervon abweichende oder diese ergänzende
Ausgestaltungen denkbar, welche eine ausreichende Verbindung und somit Lasteinleitung
über das Kreuzelement in den Rahmen hinein unter Verzicht auf eine stoffschlüssige
Verbindung ermöglichen. Zu nennen wäre hierbei beispielsweise die zumindest bereichsweise
Ausbildung geeigneter Hinterschneidungen, welche mit Teilen des Rahmens und/oder der
Arme korrespondieren.
[0012] Eine weitere Vereinfachung von Durchstanzbewehrungen ergibt sich durch die Stahlpilzanordnung
nach Anspruch 11, wobei mehrere der hierin beschriebenen Kreuzelemente vorgesehen
sind, die etwa untereinander verbindbar sind. Die Stahlpilzanordnung kann einen Rahmen
umfassen. Innerhalb des Rahmens sind mehrere der hierin beschriebenen Kreuzelemente
angeordnet.
[0013] Nach einer bevorzugten Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Stahlpilzes respektive
der Stahlpilzanordnung kann ein Kreuzelement unter Eingliederung wenigstens einer
Zwischenstrebe innerhalb des Rahmens angeordnet sein. Dies meint, dass sich die wenigstens
eine Zwischenstrebe dabei zwischen einem der Arme des Kreuzelements und dem Rahmen
erstreckt. Besonders bevorzugt kann die Zwischenstrebe dabei eine Verlängerung des
zugehörigen Armes ausbilden, wobei sich Zwischenstrebe und Arm in einer gemeinsamen
Richtung erstrecken. Über eine geeignete Formanpassung der Zwischenstrebe an den zugehörigen
Arm kann so dessen starke Achse in vorteilhafter Weise über die Zwischenstrebe hinaus
verlängert werden. Die Zwischenstrebe ermöglicht damit den Einsatz des Kreuzelements
in Form eines Baukastensystems, so dass ein formgleiches Kreuzelement mit unterschiedlich
ausgestalteten Rahmen kombinierbar ist. Auf diese Weise sind auch große Abstände zwischen
dem freien Ende eines Armes des Kreuzelements und dem Rahmen durch eine entsprechend
lang ausgestaltete Zwischenstrebe überbrückbar.
[0014] Basierend auf dem Aspekt des Baukastensystems kann das Kreuzelement des Stahlpilzes
oder der Stahlpilzanordnung auch unter Eingliederung mehrerer Zwischenstreben innerhalb
des Rahmens angeordnet sein. Dabei entspricht die Anzahl der Zwischenstreben in bevorzugter
Weise der Anzahl der Arme des Kreuzelements. Mit anderen Worten können die jeweiligen
Enden der Arme des Kreuzelements dabei insgesamt von dem sie umgebenden Rahmen beabstandet
sein, sodass sich die einzelnen Zwischenstreben jeweils zwischen einem der Arme und
dem Rahmen erstrecken. Insbesondere vor dem Hintergrund einer standardisierten Fertigung
des Kreuzelements kann dieses so in vorteilhafter Weise für verschiedenartig dimensionierte
Rahmen Verwendung finden, ohne dass es zwingend einer Anpassung des Kreuzelements
selbst an die jeweilige Rahmengeometrie erfordert.
[0015] Im Zusammenhang mit dem Einsatz wenigstens einer Zwischenstrebe wird es als besonders
vorteilhaft angesehen, wenn die wenigstens eine Zwischenstrebe mit dem Rahmen und
dem zugehörigen Arm des Kreuzelements verschweißt ist. Dies gilt auch für den Einsatz
mehrer Zwischenstreben, welche dann ebenfalls in besonders bevorzugter Weise sowohl
mit dem zugehörigen Arm des Kreuzelements als auch mit dem Rahmen verschweißt sind.
Im Ergebnis reduziert sich die notwendige Schweißarbeit lediglich auf die Verbindung
des Kreuzelements mit dem Rahmen direkt oder mit den zuvor erwähnten Zwischenstrebe/n
und dem Rahmen. Hiernach entfällt die Notwendigkeit einer Verschweißung der Arme des
Kreuzelements selbst gänzlich, wodurch der Herstellungsaufwand insgesamt reduziert
und auch die Sicherheit des mitunter hochbelasteten Kreuzelements erhöht ist.
[0016] Im Rahmen der Erfindung wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die wenigstens
eine Zwischenstrebe aus Flachstahl gebildet ist. Bei Anordnung von zwei oder mehr
Zwischenstreben sind diese bevorzugt ebenfalls aus Flachstahl gebildet. Der Vorteil
in der Verwendung von Flachstahl liegt insbesondere in dessen genormten Verfügbarkeit
in Bezug auf die Ausgestaltung des Stahlpilzes, näherhin dessen Kreuzelements. Weiterhin
ist eine sofortige Verschweißung einer Zwischenstrebe aus Flachstahl mit dem Rahmen
und dem Kreuzelement durchführbar.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens kann die Stahlpilzanordnung
zwei oder mehr Kreuzelemente umfassen, welche zusammen innerhalb eines gemeinsamen
Rahmens angeordnet sind. Auf diese Weise ist die so ausgestaltete Stahlpilzanordnung
nicht auf ein einzelnes Zentrum eines einzelnen Kreuzelements zur Lasteinleitung bzw.
Lastweiterleitung reduziert. Durch die Erhöhung der Anzahl der Kreuzelemente des Stahlpilzes
erhöht sich natürlicherweise auch die Anzahl der Arme, wodurch eine gleichbleibende
Lastverteilung und Belastungsreduzierung ermöglicht ist. Im Zusammenhang mit der Anordnung
von zwei oder mehr Kreuzelementen ist vorgesehen, dass diese bevorzugt über wenigstens
einen ihrer Arme untereinander verbunden sein können. In besonders bevorzugter Weise
können die Kreuzelemente dabei über ihre Arme, insbesondere an den Enden der Arme,
miteinander verschweißt sein. Vorteilhafterweise können die Kreuzelemente dabei so
zueinander ausgerichtet sein, dass zumindest zwei Arme miteinander fluchten. Alternativ
oder in Ergänzung hierzu können einzelne Kreuzelemente auch nur unmittelbar unter
Zwischenschaltung einer Zwischenstrebe miteinander verbunden, insbesondere verschweißt,
sein. Unabhängig von der jeweiligen Verbindungsart der einzelnen Kreuzelemente untereinander
können diese entweder unmittelbar über (die Enden) der jeweiligen Arme mit dem Rahmen
oder unter entsprechender Zwischenschaltung von Zwischenstreben mit diesen verbunden,
insbesondere verschweißt, sein.
[0018] Grundsätzlich kann der Rahmen des Stahlpilzes respektive der Stahlpilzanordnung unterschiedliche
Formgebungen besitzen, wodurch dieser an die jeweiligen Belastungen und/oder insbesondere
auch an örtliche Gegebenheiten angepasst sein kann. Denkbar hierbei sind beispielsweise
runde oder eckige Ausgestaltungen, von denen letztere beispielsweise eine viereckige
oder eine rechteckige Form aufweisen können. Unabhängig davon sieht die Erfindung
vor, dass der Rahmen aus einem einzelnen Stahlprofil oder bevorzugt aus mehreren miteinander
verbundenen Stahlprofilen gebildet sein kann. Bei der Verwendung mehrerer Stahlprofile
sind diese in vorteilhafter Weise miteinander verschweißt. Als mögliche Stahlprofile
eignen sich beispielsweise U-, L- oder I-Profile.
[0019] In Bezug auf das Kreuzelement des erfindungsgemäßen Stahlpilzes sieht eine bevorzugte
Weiterentwicklung vor, dass dieses sich zu den freien Enden seiner Arme hin verjüngen
kann. Mit anderen Worten können dessen Arme sich in ihrer Erstreckung verschlanken,
wodurch eine vorteilhafte Querschnittsanpassung an die jeweiligen Belastungen ermöglicht
ist. Dies ist beispielsweise aufgrund der mitunter erforderlichen Dimensionen eines
Stahlpizes und des damit einhergehende Gewichts relevant.
[0020] Mit Blick auf ein möglichst einfaches Verbinden (Verschweißen) des Kreuzelements
mit einem weiteren dazu (benachbarten) Kreuzelement und/oder dem Rahmen wird es als
besonders vorteilhaft angesehen, wenn wenigstens einer der Arme der Kreuzelementes
an seinem freien Ende eine, etwa an einer Längsseite eines Arms, d. h. einseitig,
angeordnete, Fase besitzt. Vorliegend wird unter einer Fase eine am Endabschnitt des
jeweiligen Arms gelegene Fläche verstanden, welche gegenüber der zugehörigen Seitenfläche
des Arms geneigt ist (Ecke ist "gebrochen"). Es kann, insbesondere demnach, vorgesehen
sein, dass sich der Endabschnitt des Armes zu dessen freiem Ende hin verschlankt.
[0021] Der zwischen der Seitenfläche des Armes und der Fase eingeschlossene Winkel kann
dabei in Abhängigkeit der vorzunehmenden Schweißnaht bestimmt werden. Die Fase ist
dazu vorgesehen, um die jeweilige Schweißnaht zwischen den Armen zweier Kreuzelemente
oder einem Arm eines Kreuzelements und dem Rahmen des Stahlpilzes oder der Stahlpilzanordnung
als vorteilhafte V-Naht auszubilden. Auf diese Weise können die zu verbindenden Bauteile
auf Stoß miteinander verschweißt werden, wodurch etwaige negative Einflüsse aus Querschnittssprüngen
oder Formänderungen, beispielsweise durch eine zumindest bereichsweise Überlappung,
vermieden werden.
[0022] Der erfindungsgemäße Stahlpilz respektive die Stahlpilzanordnung können dergestalt
sein, dass wenigstens einer der Arme des Kreuzelements an seinem freien Ende beidseitig
angeordnete Fasen besitzt. Dies meint, dass der Endabschnitt des entsprechenden Armes
zu seinem freien Ende hin an beiden gegenüberliegenden Seitenflächen derart abgeschrägt
ist, dass sich hieraus ein im Wesentlichen keilförmiger Querschnitt ergibt. Die beiden
Fasen schließen dabei einen Winkel von 180° oder weniger als 180° (≤ 180 Grad) zwischen
sich ein. Der sich aus einem so ausgestalten freien Ende bzw. Endabschnitt eines Armes
ergebende Vorteil besteht in der Möglichkeit zur Anordnung zweier gegenüberliegender
V-Nähte, um so die miteinander zu verbindenden Bauteile stumpf zu stoßen.
[0023] In diesem Zusammenhang ist weiter angedacht, dass die beiden Fasen eine in ihrer
jeweiligen Größe gleiche oder aber voneinander abweichende Schrägfläche besitzen.
Dies kann beispielsweise dadurch bedingt sein, dass die beiden Fasen gegenüber der
Längsrichtung des Armes unterschiedlich geneigt sind, so dass beispielsweise eine
Fase flach verläuft, während die gegenüberliegende Fase steil zum Ende des Armes hin
ausgestaltet ist.
[0024] Nach einer vorteilhaften Weiterentwicklung können die Arme des jeweiligen Kreuzelements
einen ausgerundeten Übergangsbereich zwischen sich aufweisen. Ein solcher auch als
"Kehle" bezeichneter Übergangsbereich weist den Vorteil einer verbesserten Kraftweiterleitung
auf, da so eine unvorteilhafte Spannungskonzentration an etwaigen rechtwinklig zueinander
stehenden Flächen oder gar Querschnittssprüngen wirksam vermieden wird.
[0025] Im Rahmen der Erfindung wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn der Stahlpilz
eine im Zentrum des Kreuzelements angeordnete Koppelstelle besitzt. Eine solche Koppelstelle
ist dazu vorgesehen, um den Stahlpilz direkt oder beispielsweise unter Eingliederung
eines geeigneten Verbindungsmittels zu transportieren. Da derartige Stahlpilze mitunter
groß dimensioniert sind und ein entsprechend hohes Gewicht aufweisen können, werden
diese in der Praxis mittels eines Kranes an ihren mitunter weit über dem Baugrund
gelegenen Einsatzort bewegt. Hierzu wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn
die Verbindung beispielsweise mit einem solchen Kran über die zuvor erwähnte Koppelstelle
erfolgen kann. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Sicherheitsrisiko und/oder
eine etwaige Beschädigung des Stahlpilzes durch dessen unvorteilhafte Verbindung mit
einem Kran sicher vermieden werden. Überdies kann die Koppelstelle dabei so angeordnet
sein, dass der Stahlpilz frei hängend waagerecht ausgerichtet ist. Hierdurch wird
dessen Einbau insgesamt erleichtert.
[0026] Gemäß einer Fortbildung der Koppelstelle ist vorgesehen, dass diese als eine ein
Innengewinde aufweisende Öffnung ausgebildet sein kann. Hierdurch kann der erfindungsgemäße
Stahlpilz in vorteilhafter Weise beispielsweise mit einem ein korrespondierendes Außengewinde
aufweisendes Verbindungsmittel gekoppelt werden. Bei diesem kann es sich beispielsweise
um ein einschraubbares Hakenelement handeln, welches seinerseits beispielsweise mit
einem Kran verbindbar ist.
[0027] Der nunmehr vorgestellte erfindungsgemäße Stahlpilz ermöglicht aufgrund seiner Ausgestaltung
seine überaus wirtschaftliche Herstellungsweise. Insbesondere die materialeinheitlich
einstückige Ausbildung des zentralen Kreuzelements des wenigstens einen Kreuzelements
in Form eines schweißnahtlosen Bauteils erleichtert dessen einfache Reproduzierbarkeit
sowie Verwendung für unterschiedliche Geometrien des Rahmes. Besonders hervorzuheben
ist dabei die Verwendbarkeit des so ausgebildeten Kreuzelements im Sinne eines einfach
anpassbaren Stahlpilz-Baukastensystems respektive Montagesatzes. Dabei finden ein
oder mehrere solcher Kreuzelemente Verwendung, welche dann in geeigneter Weise entweder
direkt oder über entsprechende Zwischenstreben mit dem Rahmen verbindbar sind.
[0028] Weiterhin ist die Erfindung auf eine Verstärkungsanordnung gerichtet, welche sich
zur zumindest teilweisen Anordnung innerhalb eines durchstanzgefährdeten Bereiches
eines Betonbauteils eignet. Hierzu umfasst die Verstärkungsanordnung wenigstens einen
Stahlpilz, bei dem es sich in besonders vorteilhafter Weise um einen wie zuvor aufgezeigten
erfindungsgemäßen Stahlpilz handeln kann. Neben der Verwendung wenigstens eines Stahlpilzes
weißt die erfindungsgemäße Verstärkungsanordnung zumindest ein zusätzliches Durchstanzbewährungselement
auf, welches um den Stahlpilz herum anordenbar ist. Naturgemäß ist das wenigstens
eine Durchstanzbewährungselement dafür vorgesehen, zumindest bereichsweise zusätzlich
innerhalb des durchstanzgefährdeten Bereiches des Betonbauteils angeordnet zu werden.
Durch den Einsatz des wenigstens einen Durchstanzbewährungselements kann der Widerstand
des so ausgestatteten Betonbauteils gegenüber einem Schubversagen aufgrund Durchstanzen
über die Verwendung wenigstens eines Stahlpilzes hinaus erhöht werden. Die sich aus
der Verwendung des Stahlpilzes ergebenen Vorteile wurden bereits zuvor im Zusammenhang
mit der Vorstellung des erfindungsgemäßen Stahlpilzes näher erläutert, so dass zur
Vermeidung von Widerholungen an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen
hierzu verwiesen wird.
[0029] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Gegenstände der Erfindung ergeben
sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen,
in denen - beispielhaft - einige Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Stahlpilzes
dargestellt sind.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0030] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 3 - Fig. 6
- vier Ausführungsformen eines Stahlpilzes zur zumindest teilweisen Anordnung innerhalb
eines durchstanzgefährdeten Bereiches eines nicht näher dargestellten Betonbauteils
in einer Draufsicht;
- Fig. 7
- ein Detail des in den Fig. 3 - Fig. 6 gezeigten Stahlpilzes in Alleinstellung in einer
Draufsicht;
- Fig. 8
- das Detail aus Figur 7 in einer Seitenansicht;
- Fig. 9 - Fig. 13
- fünf Ausführungsformen des Details aus Figur 7 in selber Darstellungsweise; und
- Fig. 14 - Fig. 17
- vier beispielhafte Ausführungsformen eines Endabschnitts des in Fig. 7 - Fig. 13 gezeigten Details.
Detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0031] Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Stahlpilz 1, welcher einen Rahmen
2 und ein innerhalb des Rahmens 2 angeordnetes Kreuzelement 3 umfasst. Das Kreuzelement
selbst hat keinen Rahmen. Vorliegend weist der Rahmen 2 die Form eines Vierecks (Rechteck,
Quadrat) auf, welches sich aus einzelnen, miteinander verbundenen Stahlprofilen 2a-2d
zusammensetzt. Bei den Stahlprofilen 2a-2d kann es sich bevorzugt um U-Profile handeln,
deren jeweils offene Seite dem Kreuzelement 3 abgewandt ist. Die Stahlprofile 2a-2d
sind dabei so zueinander orientiert, dass jeweils eine ihrer Stirnseiten mit einem
seitlichen Endabschnitt eines benachbarten Stahlprofils 2a-2d in Kontakt stehen. Bevorzugt
sind die Stahlprofile 2a-2d dabei in ihre jeweiligen Kontaktbereichen in nicht näher
gezeigter Weise miteinander verschweißt. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das
Kreuzelement in entsprechende Aufnahmen der Rahmenteile eingesteckt wird (nicht dargestellt
in Fig. 3).
[0032] Mit Blick auf das innerhalb des Rahmens 2 angeordnete Kreuzelement 3 wird deutlich,
dass dieses vorliegend insgesamt 4 Arme 3a-3d besitzt. Dabei sind die Arme 3a-3d in
einem gemeinsamen Zentrum z1 miteinander verbunden. Hierzu ist das Kreuzelement 3
als ein schweißnahtloses Bauteil materialeinheitlich einstückig ausgebildet. Jeweils
zwei der sich in einer Linie gegenüberliegenden Arme 3a-3d sind fluchtend zueinander
orientiert, von denen sich die Arme 3a, 3c in einer Längsrichtung x und die Arme 3b,
3d in einer Querrichtung y des Stahlpilzes 1 erstrecken. Vorliegend befindet sich
das Zentrum z1 des Kreuzelements 3 mittig innerhalb des Rahmens 2 und erstreckt sich
in eine Hochrichtung z des Stahlpilzes 1. Aufgrund der symmetrischen Ausbildung des
Kreuzelements 3 schließen jeweils zwei der unmittelbar benachbarten Arme 3a-3d jeweils
einen Winkel von 90° zwischen sich ein. Ersichtlich ist das Kreuzelement 3 so auf
den Rahmen 2 abgestimmt, dass dessen Arme 3a-3d jeweils endseitig mit den inneren
Seitenflächen des Rahmens 2 in Kontakt stehen oder nahezu in Kontakt stehen.
[0033] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Stahlpilzes 1 aus
Fig. 3. Im Unterschied zu diesem weist der hier gezeigte Stahlpilz 1 einen deutlich größeren
Rahmen 2 oder ein in Bezug auf den Rahmen 2 deutlich kleineres Kreuzelement 3 auf,
dessen Arme 3a-3d selbst nicht bis an die inneren Seitenfläche des Rahmens 2 heranreichen.
Zur Überbrückung des so vorhandenen Abstandes ist das Kreuzelement 3 unter Eingliederung
mehrerer Zwischenstreben 4a-4d innerhalb des Rahmens 2 angeordnet. Ersichtlich orientiert
sich die Anzahl der Zwischenstreben 4a-4d an der Anzahl der Arme 3a-3d des Kreuzelements
3. Dabei erstreckt sich jeweils eine der insgesamt vier Zwischenstreben 4a-4d zwischen
jeweils einem der Arme 3a-3d und einer zugehörigen inneren Seitenfläche des Rahmens
2. In vorteilhafter Weise können die Zwischenstreben 4a-4d in Form einer Verlängerung
der zugehörigen Arme 3a-3d des Kreuzelements 3 sowohl mit dem Rahmen 2 als auch mit
dem jeweils zugehörigen Arm 3a-3d in nicht näher gezeigter Weise verschweißt sein.
Bevorzugt sind die Zwischenstreben 4a-4d dabei aus Flachstahl gebildet.
[0034] Fig. 5 zeigt eine zweite Variante des Stahlpilzes 1 aus
Fig. 3 und
Fig. 4, welcher vorliegend insgesamt zwei Kreuzelemente 3 besitzt. Die beiden Kreuzelemente
3 sind dabei so innerhalb des Rahmens 2 angeordnet, dass diese sich mit einem Ihrer
Arme 3b, 3d stirnseitig entlang der Hochrichtung z des Stahlpilzes 1 berühren. Weiterhin
sind die so miteinander verbundenen Arme 3b, 3d fluchtend zueinander orientiert, während
die übrigen Arme 3a, 3c über jeweils eine Zwischenstrebe 4a, 4c, 4e zu den inneren
Seitenflächen des Rahmens 2 hin verlängert sind. Da die in Querrichtung y des Stahlpilzes
1 verlaufenden Arme 3b, 3d der beiden Kreuzelemente 3 naturgemäß näher an den Rahmen
2 heranreichen, sind die sich ebenfalls in Querrichtung y erstreckenden Zwischenstreben
4e gegenüber den sich parallel zur Längsrichtung x erstreckenden Zwischenstreben 4a,
4c entsprechend kürzer ausgebildet. Im Ergebnis sind somit auch hier die beiden Kreuzelemente
3 unter Eingliederung der Zwischenstreben 4a, 4c, 4e innerhalb des Rahmens 2 angeordnet.
[0035] Fig. 6 zeigt eine weitere alternative Ausgestaltung in Form einer dritten Variante des Stahlpilzes
1. Wie zu erkennen, umfasst dieser nun insgesamt vier Kreuzelemente 3, welche über
jeweils zwei Ihrer aneinander zugewandten Arme 3a-3d untereinander in Kontakt stehen.
Der zu den inneren Seitenflächen des Rahmens 2 bestehende Abstand einzelner Arme 3a-3d
der Kreuzelemente 3 ist dabei ebenfalls durch Zwischenstreben 4e überbrückt, welche
nunmehr allesamt kürzer als beispielsweise die Zwischenstreben 4a-4d aus
Fig. 4 ausgebildet sind.
[0036] Fig. 7 ist ein einzelnes Kreuzelement 3 in Alleinstellung zu entnehmen. Das als schweißnahtloses
Bauteil materialeinheitlich einstückig ausgebildete Kreuzelement 3 ist in der hier
gezeigten Form derart ausgebildet, dass dessen voneinander weg weisenden, identisch
ausgebildeten Armen 3a-3d sich zu Ihren jeweiligen Enden 5a-5d hin insgesamt verjüngen.
Hierzu sind die sich jeweils gegenüberliegenden Wangen der einzelnen Armen 3a-3d um
einen Winkel a gegenüber der Längsrichtung x bzw. Querrichtung y geneigt. Vorliegend
beträgt der Winkel a = 7°. Zusätzlich weisen die einzelnen Arme 3a-3d beidseitig an
Ihren jeweiligen freien Enden 5a-5d angeordnete Fasen 6a, 6b auf. Hierdurch besitzen
die freien Enden 5a-5d der Arme 3a-3d zusätzlich zu deren ohnehin geneigten Wangen
keilförmig ausgestaltete Endabschnitte. Die beiden Fasen, 6a, 6b sind hierzu um einen
Winkel b parallel zur Längsrichtung x bzw. Querrichtung y geneigt. Vorliegend beträgt
der Winkel b = 40°, so dass die beiden sich gegenüberliegenden Fasen 6a, 6b des jeweiligen
Armes 3a-3d einen Winkel von 100° zwischen sich einschließen. Aufgrund der vorliegend
symmetrischen Ausgestaltung des Kreuzelements 3 weisen dessen Arme 3a-3d eine einheitliche
Form und Länge L auf. Ersichtlich sind die jeweils benachbarten Arme 3a-3d weiterhin
so ausgestaltet, dass diese einen ausgerundeten Übergangsbereich 7a-7d in Form einer
Kehle zwischen sich aufweisen.
[0037] Das Kreuzelement 3 kann grundsätzlich eine im Bereich seines Zentrums z1 angeordnete
Koppelstelle 8 besitzen, welche beispielsweise dem Transport des Stahlpilzes 1 dienen
kann.
[0038] Fig. 8 zeigt nochmals das Kreuzelement 3 der
Fig. 7 in einer Seitenansicht. Ersichtlich erstreckt sich dieses in Hochrichtung z, wobei
dessen Höhe H eine Breite d der einzelnen Arme 3a-3d übersteigt (vgl.
Fig. 7).
[0039] Die
Fig. 9 bis
Fig. 13 zeigen alternative Ausgestaltungsformen des Kreuzelements 3 aus
Fig. 7. Beginnend mit
Fig. 9 weist das hier gezeigte Kreuzelement 3 symmetrisch angeordnete Arme 3a-3d auf, deren
jeweilige Breite d über Ihre Länge L hinweg gleichbleibend ist. Die freien Enden 5a-5d
der Arme 3a-3d sind dabei stumpf ausgebildet, so dass die Stirnseiten (freie Enden
5a-5d) der Arme 3a-3d rechtwinklig zu deren Wangen verlaufen.
[0040] Fig. 10 veranschaulicht nochmals die keilförmige Ausgestaltung der freien Enden 5a-5d der
Arme 3a-3d des Kreuzelements 3, wie bereits aus
Fig. 7 bekannt.
[0041] Die
Fig. 11 bis
Fig. 13 zeigen asymmetrische Ausgestaltungsformen des Kreuzelements 3, welche sich insbesondere
in der Länge L einiger ihrer Arme 3a-3d unterscheiden. Beginnend mit
Fig. 11 sind dessen sich in Längsrichtung x erstreckenden Arme 3a, 3c gegenüber den sich
in Querrichtung y erstreckenden Armen 3b, 3d deutlich kürzer ausgestaltet. Darüber
hinaus weisen die einzelnen Arme 3a-3d an ihren jeweiligen freien Enden 5a-5d beidseitig
angeordnete Fasen 6a, 6b auf, wie bereits aus
Fig. 7 und
Fig. 10 ersichtlich.
[0042] Fig. 12 ist gegenüber dem in
Fig. 11 gezeigten Kreuzelement 3 dergestalt, das dieses nunmehr Arme 3a-3d mit insgesamt
drei verschiedenen Längen L zeigt. Im direkten Vergleich zu dem Kreuzelement 3 auf
Fig. 11 ist erkennbar, dass einer der sich in Längsrichtung x erstreckende Arm 3a, 3c so
ausgestaltet ist, dass dessen Länge L zwischen den Längen L des kürzesten Armes 3a
und der beiden längsten Armen 3b, 3d liegt.
[0043] Fig. 13 zeigt eine Ausgestaltung des Kreuzelementes 3, welches im Wesentlichen einer Kombination
zweier Kreuzelemente 3 aus
Fig. 11 entspricht. Besagte Kombination ist dabei nur in Bezug auf dessen Form zu verstehen,
da auch das hier gezeigt Kreuzelement 3 als schweißnahtloses Bauteil materialeinheitlich
einstückig ausgebildet ist. Wie zu erkennen, umfasst dieses insgesamt vier sich parallel
zur Längsrichtung x erstreckenden Arme 3a, 3c, welchen gegenüber den beiden sich in
Querrichtung y erstreckenden Armen 3b, 3d kürzer ausgestaltet sind (vgl.
Fig. 11).
[0044] Aus
Fig. 14 bis
Fig. 17 gehen alternative Ausgestaltungsformen für die freien Enden 5a-5d der Arme 3a-3d
eines Kreuzelements 3 hervor. Am Beispiel des Armes 3d zeigt
Fig. 14 eine Ausgestaltung seines freien Endes 5d, sowie sie bereits aus
Fig. 7 und
Fig. 10 bis
Fig. 13 hervorgeht. Hiernach weist dessen freies Ende 5d beidseitig angeordnete Fasen 6a,
6b auf, wodurch sich eine keilförmige Ausgestaltung ergibt. Aufgrund der symmetrischen
Anordnung der beiden Fasen 6a, 6b weisen deren jeweiligen Schrägflächen die gleiche
Größe auf.
[0045] Fig. 15 ist eine nur einseitig angeordnete Fase 6a zu entnehmen, wodurch die Spitze des freien
Endes 5d quasi an den Rand des Armes 3d wandert.
[0046] Fig. 16 ist eine veränderte Anordnung der Fasen 6a, 6b zu der aus
Fig. 14 bekannten. Im Unterschied hierzu weisen die beiden Fasen 6a, 6a unterschiedliche
Neigungen auf, sodass deren jeweiligen Schrägflächen voneinander unterschiedliche
Größen besitzen. Unabhängig davon verbleibt die Spitze des freien Endes 5d und des
Armes 3d auf dessen Systemachse (vgl. Querrichtung y).
[0047] Gegenüber der Ausgestaltung in
Fig. 16 zeigt
Fig. 17 eine weitere alternative Ausgestaltung, welche ebenfalls zwei beidseitig angeordnete
Fasen 6a, 6b umfasst. Im Unterschied zu der Darstellung in
Fig. 16 liegt vorliegend allerdings die Spitze des freien Endes 5d außerhalb der Systemachse
des Armes 3d (vgl. Querrichtung y).
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1, 1'
- Stahlpilz
- 2, 2'
- Rahmen
- 2a-2d
- Stahlprofil
- 3, 3'
- Kreuzelement
- 3a-3d, 3a'-3d'
- Arm (von 3, 3')
- 4a-4e
- Zwischenstrebe
- 4'
- Betonbauteil (hier Betondecke bzw. Stahlbetondecke)
- 5a-5d
- freies Ende
- 5'
- Stütze
- 6a
- Fase
- 6b
- Fase
- 7a-7d
- Übergangsbereich
- 8
- Koppelstelle
- a
- Winkel
- b
- Winkel
- d
- Breite
- H
- Höhe
- L
- Länge
- x
- Längsrichtung
- y
- Querrichtung
- z
- Hochrichtung
- z1
- Zentrum
1. Kreuzelement für einen Stahlpilz, wobei der Stahlpilz zum Anordnen innerhalb eines
durchstanzgefährdeten Bereiches eines Betonbauteils (4') vorgesehen ist, umfassend
mindestens drei in einem gemeinsamen Zentrum (z1) miteinander verbundene Arme (3a-3d),
welche sich in voneinander unterschiedliche Richtungen von dem Zentrum (z1) zu dem
Rahmen (2) hin erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreuzelement (3) als ein im Bereich des Zentrums (z1) schweißnahtloses Bauteil
materialeinheitlich ausgebildet ist, wobei Arme (3a-3d) und Zentrum (z1) einstückig
gebildet sind.
2. Kreuzelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreuzelement (3) aus einem Metall oder aus einer Metalllegierung geschmiedet
oder gegossen ist, insbesondere aus Stahl.
3. Kreuzelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreuzelement (3) symmetrisch ausgebildet ist, wobei dessen Arme (3a-3d) eine
einheitliche Länge (L) und Form besitzen, oder
dass das Kreuzelement (3) asymmetrisch ausgebildet ist, wobei dessen Arme (3a-3d)
eine voneinander unterschiedliche Länge (L) und/oder Form besitzen.
4. Kreuzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreuzelement (3) sich zu deren freien Enden (5a-5d) hin, zumindest abschnittsweise,
verjüngende Arme (3a-3d) aufweist, wobei wenigstens einer der Arme (3a-3d) des Kreuzelementes
(3) an seinem freien Ende (5a-5d) insbesondere eine einseitig angeordnete Fase (6a,
6b), vorzugsweise beidseitig angeordnete Fasen (6a, 6b), besitzt, wobei die beiden
beidseitig angeordneten Fasen (6a, 6b) bevorzugt einen Winkel von etwa 180° oder weniger
als 180° (≤ 180°) zwischen sich einschließen, und wobei die Fase (6a, 6b) oder die
beiden Fasen (6a, 6b) insbesondere zumindest eine in ihrer jeweiligen Größe gleiche
oder voneinander abweichende Schrägflächen besitzen.
5. Kreuzelement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrum (z1) des Kreuzelements (3) und/oder die Arme (3a-3d) des Kreuzelements
(3) zumindest einen ausgerundeten Übergangsbereich (7a-7d) zwischen sich aufweisen.
6. Kreuzelement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine im Zentrum (z1) des Kreuzelements (3) angeordnete Koppelstelle (8), wobei die
Koppelstelle (8) vorzugsweise als eine ein Innengewinde aufweisende Öffnung ausgebildet
ist.
7. Stahlpilz (1) zum Anordnen innerhalb eines durchstanzgefährdeten Bereichs eines Betonbauteils
(4'), wobei der Stahlpilz (1) einen, insbesondere rechteckigen, Rahmen (2) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rahmen (2) des Stahlpilzes (1) ein Kreuzelement (3) nach einem der Ansprüche
1 bis 6 angeordnet ist.
8. Stahlpilz (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreuzelement (3) über wenigstens einen seiner Arme (3a-3d) unmittelbar mit dem
Rahmen (2) verschweißt ist.
9. Stahlpilz nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreuzelement (3) unter Eingliederung wenigstens einer Zwischenstrebe (4a-4e)
innerhalb des Rahmens (2) angeordnet ist, wobei die Zwischenstrebe (4a-4e) sich zwischen
einem der Arme (3a-3d) des Kreuzelements (3) und dem Rahmen (2) erstreckt, oder dass
das Kreuzelement (3) unter Eingliederung mehrerer Zwischenstreben (4a-4e) innerhalb
des Rahmens (2) angeordnet ist, deren Anzahl der Anzahl der Arme (3a-3d) des Kreuzelements
(3) entspricht, wobei die Zwischenstreben (4a-4e) sich jeweils zwischen einem der
Arme (3a-3d) und dem Rahmen (2) erstrecken, wobei die Zwischenstrebe/n (4a-4e) mit
dem Rahmen (2) und dem zugehörigen Arm (3a-3d) des Kreuzelements (3) insbesondere
verschweißt ist/sind und/oder wobei
die Zwischenstrebe/n (4a-4e) insbesondere aus Flachstahl gebildet ist/sind.
10. Stahlpilz nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) aus einem oder mehreren miteinander verbundenen, insbesondere verschweißten,
Stahlprofilen (2a-2d) gebildet ist.
11. Stahlpilzanordnung gekennzeichnet durch zwei oder mehr innerhalb des Rahmens (2) angeordnete Kreuzelemente (3) nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Kreuzelemente (3) über wenigstens einen ihrer Arme
(3a-3d) unmittelbar untereinander oder unter Zwischenschaltung einer Zwischenstrebe
(4a-4e) verbunden, insbesondere verschweißt, sind.
12. Stahlpilzanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass dass zumindest ein Kreuzelement (3) unter Eingliederung wenigstens einer Zwischenstrebe
(4a 4e) innerhalb des Rahmens (2) angeordnet ist, wobei die Zwischenstrebe (4a 4e)
sich zwischen einem der Arme (3a 3d) des Kreuzelements (3) und dem Rahmen (2) erstreckt,
oder
dass zumindest ein Kreuzelement (3) unter Eingliederung mehrerer Zwischenstreben (4a 4e)
innerhalb des Rahmens (2) angeordnet ist, deren Anzahl der Anzahl der Arme (3a 3d)
des Kreuzelements (3) entspricht, wobei die Zwischenstreben (4a 4e) sich jeweils zwischen
einem der Arme (3a 3d) und dem Rahmen (2) erstrecken,
wobei die Zwischenstrebe/n (4a 4e) mit dem Rahmen (2) und dem zugehörigen Arm (3a
3d) des zumindest einen Kreuzelements (3) insbesondere verschweißt ist/sind und/oder
wobei die Zwischenstrebe/n (4a 4e) insbesondere aus Flachstahl gebildet ist/sind.
13. Stahlpilzanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) aus einem oder mehreren miteinander verbundenen, insbesondere verschweißten,
Stahlprofilen (2a-2d) gebildet ist.
14. Verstärkungsanordnung zum Anordnen innerhalb eines durchstanzgefährdeten Bereiches
eines Betonbauteils (4'), umfassend wenigstens einen Stahlpilz (1) nach einem der
Ansprüche 7 bis 10 oder umfassend eine Stahlpilzanordnung nach einem der Ansprüche
11 bis 13,
sowie wenigstens ein um den Stahlpilz (1) oder um die Stahlpilzanordnung herum anordenbares
Durchstanzbewehrungselement.
15. Montagesatz zum Montieren einer Durchstanzbewehrung für ein Betonbauteil (4'), wobei
das montieren am Ort stattfindet, wo sich das Betonbauteil (4') befindet, wobei der
Montagesatz zumindest ein Kreuzelement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 umfasst
und zumindest einen mehrere Stahlprofile (2a-2d) umfassenden Stahlprofilsatz, aus
denen erforderlichenfalls ein Rahmen (2) für das Kreuzelement (3) fertigbar ist, wobei
zumindest ein Kreuzelement (3) in den aus den Stahlprofilen (2a-2d) bildbaren Rahmen
(2) hineinpasst, und wobei insbesondere Zwischenstreben (4a-4e), und/oder zumindest
ein Durchstanzbewehrungselement als erforderlichenfalls anordbare Zusatzkomponenten
vorgesehen sind. B: Stahlprofilsatz erster Länge, zweiter Länge...
16. Verfahren zum Bewehren eines durchstanzgefährdeten Bereichs in einem Betonbauteil,
bei dem zumindest ein Kreuzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder ein Stahlpilz
nach einem der Ansprüche 7 bis 10 oder eine Stahlpilzanordnung nach einem der Ansprüche
11 bis 13 oder eine Verstärkungsanordung nach Anspruch 14 verwendet wird.