[0001] Die Erfindung betrifft ein motorisch betätigtes Tor mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Demnach weist das Garagentor ein ein- oder mehrgliedriges Torblatt auf, das eine
Toröffnung zu verschließen und frei zugeben mag. Zum Verlagern des Torblattes von
einer etwa vertikalen Schließstellung in eine etwa horizontale Öffnungsstellung und
umgekehrt dienen, in der Regel zwei, Führungsschienen. Insbesondere können die Führungsschienen
mindestens ein etwa vertikales Führungsprofil, mindestens ein etwa horizontales Führungsprofil
und mindestens ein gebogenes, ein vertikales und horizontales Führungsschienenprofil
verbindendes Bogenprofil aufweisen. Mindestens ein Antriebselement, vorzugsweise ein
im mittleren Bereich der Torbreite sich erstreckenden Antriebselement, erstreckt sich
etwa horizontal in Richtung auf das Torblatt zu und von dem Torblatt fort; es erfolgt
einer etwa horizontalen Antriebsstrecke und dient dem Verlagern des Torblattes zwischen
dessen Öffnungsstellung und Schließstellung und umgekehrt und ist dazu mit dem Torblatt
gekoppelt oder koppelbar. Das Antriebselement ist mit mindestens einem das Antriebselement
bewegenden Antriebsmotor im Antriebssinne verbunden oder verbindbar.
[0002] Als "Tor" werden im Sinne der Erfindung jegliche heb- und senkbaren Verschlüsse von
Öffnungen der vorbezeichneten Art verstanden. Eingliedrige Torblätter, wie man sie
z. B. als Schwingtore für Garagen benutzt, fallen ebenso unter die Erfindung wie,
bevorzugt, mehrgliedrige Torblätter von sogenannten Sektionaltoren, wie sie etwa aus
der
DE 44 10 051 A1 oder der
DE 298 13 029 U1 bekannt sind, wobei die Höhe und damit die Anzahl der Sektionen frei wählbar ist.
Ebenso können, grundsätzlich, auch Rolltore unter die Erfindung fallen. Weiterhin
umfasst die Erfindung solche motorisch betätigten Tore unterschiedlichster Bauart,
die über eine Gewichtsausgleichseinrichtung verfügen, um das Gewicht des Tores vor
allem in dessen geschlossener oder teilgeschlossener Stellung in einem gewissen Umfang
auszubalancieren.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0003] Motorisch betätigte Tore können nur mit erheblichen Mühen als fertig vormontierte
Einheit an einer Toröffnung montiert werden; dies schon weil sie in der Regel breiter
und höher als die Toröffnung sind. Vielmehr werden gattungsgemäß Tore aus einer Mehrzahl
von Einzelkomponenten vor Ort nacheinander montiert, justiert und miteinander verbunden.
Dies erfordert einige praktische Erfahrung, u. A. schon deshalb, weil die Einbauverhältnisse
von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein können. Trotz weitgehender Vorfertigung
sind örtliche Anpassungen an die Gegebenheiten notwendig. Das ist nicht nur zeitaufwendig
sondern erfordert in der Regel eine Mehrzahl von Monteuren, die sehr koordiniert zusammen
arbeiten müssen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Tormontage zu verbessern
und insbesondere wirtschaftlicher zu gestalten. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt
die Erfindung ein motorisch betätigtes Tor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor.
Demnach ist bei einem gattungsgemäßen motorisch betätigten Tor mindestens ein Kopplungsmittel
vorgesehen. Das Kopplungsmittel ist mit dem Antriebselement verbunden oder verbindbar
und dient zum motorischen Heben des Torblattes oder der Torblattglieder und/oder einer
Gewichtsausgleichseinrichtung. Ferner ist mindestens ein Umlenkmittel vorgesehen,
das in einem Endbereich einer etwa horizontalen Antriebsstrecke, entlang der das Antriebsmittel
bewegbar ist, angeordnet. Weiterhin ist mindestens ein Hubelement vorgesehen, das
an dem Torblatt oder an den Torblattgliedern oder an einer etwa vorhandenen Gewichtsausgleichseinrichtung
vorgesehen oder anbringbar ist. Schließlich ist mindestens ein Zugmittel vorgesehen,
welches, einerseits, mit dem Kopplungsmittel und über dieses mit dem Antriebselement
verbunden oder verbindbar ist und, andererseits, mit dem Hubelement verbunden oder
verbindbar ist. Das mindestens eine Zugmittel wird über das mindestens eine Umlenkelement
nahe der Ebene der Schließstellung des Torblattes und/oder nahe der Montageposition
der etwa vorhandenen Gewichtsausgleichseinrichtung etwa rechtswinklig umgelenkt.
[0005] Ein motorisch betätigbares Tor ist auf diese Weise sehr einfach, schnell und gegebenenfalls
sogar durch einen einzigen Monteur montierbar, selbst wenn das Tor sehr breit ist.
Die zusätzlich zu einem gattungsgemäßen motorisch betätigten Tor verwendete Baugruppe
oder erforderlichen Bauteile sind nur sehr wenig kostenintensiv, können universell
eingesetzt werden und sind gewünschten falls mehrfach verwendbar, da sie nicht zwingend
dauerhaft am Tor verbleiben müssen. Sie stellen mithin eine gegebenenfalls wieder
verwendbare Montagehilfe dar.
[0006] Es ist nun auf verschiedene Weise möglich, die Erfindung auszuführen: bei einer Ausführungsform,
bei der die horizontale Antriebsstrecke nicht bis zur bevorzugten Position für das
Umlenkelement hinreicht, kann das Umlenkelement an einem gesonderten Halteprofil vorgesehen
sein und kann das Halteprofil mit dem Antriebsstrang, d.h. in der Regel mit einem
länglichen metallischen Profil, das das Antriebselement aufnimmt, verbunden werden.
Bevorzugt ist eine lösbare Verschraubung und/oder eine längenveränderliche Verbindung
zwischen dem Profil der Antriebsschiene und dem Halteprofil für das Umlenkelement.
[0007] Wenn das Halteprofil nach erfolgter Montage entfernbar sein soll und von der Antriebsschiene
relativ weit auskragt, kann eine wieder entfernbare Profilstütze vorgesehen sein,
die im Bereich der Toröffnung oder nahe der Toröffnung festsetzbar, insbesondere festklemmbar
ist.
[0008] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können
[0009] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen
Zeichnung, in der - beispielhaft - Ausführungsbeispiele motorisch betätigbarer Tor
nach der Erfindung dargestellt ist. Auch einzelne Merkmale der Ansprüche oder der
Ausführungsformen können mit anderen Merkmalen anderer Ansprüche und Ausführungsformen
kombiniert werden.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0010] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel mit
- Fig. 1A
- einem motorisch betätigten Tor im Vertikalschnitt - etwa tormittig;
- Fig. 1B
- ein vergrößertes Detail aus Fig. 1A;
- Fig. 1C
- von dem Detail Fig. 1B eine Ansicht von innen zum Tor hin;
- Fig. 1D
- die Detailansicht von Fig. 1B in einer anderen Torblatt-Montagesituation;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines motorisch betätigten Tores mit
- Fig. 2A
- eine Vertikalschnittdarstellung entsprechend Fig. 1A;
- Fig. 2B
- eine Detailvergrößerung ähnlich wie Fig. 1B;
- Fig. 2C
- eine weitere Detailansicht entsprechend der Detailansicht Fig. 1C;
- Fig. 2D
- eine weitere Detaildarstellung in einer zweiten Montagesituation - entsprechend Fig.
1D;
- Fig.3
- ein drittes Ausführungsbeispiel mit
- Fig. 3A
- einer Vertikalschnittdarstellung entsprechend Figuren 1A und 2A;
- Fig. 3B
- das Tor nach Fig. 3A in Innenansicht zum Tor hin;
- Fig. 3C
- eine Detailansicht entsprechend der von Fig. 1C und 2C;
- Fig. 3D
- eine vergrößerte Vertikalschnittdarstellung einer zweiten Montagesituation entsprechend
der Darstellung in Fig. 1D und 2D;
- Fig. 4
- ein viertes Ausführungsbeispiel mit
- Fig. 4A
- ein motorisch betätigtes Tor in Vertikalschnittdarstellung entsprechend Fig. 1A, 2A
und 3A;
- Fig. 4B
- aus Fig. 4A ein größer dargestelltes Detail, rechts oben aus Fig. 4A;
- Fig. 4C
- eine Ansicht von hinten zum Tor hin aus Fig. 4A ähnlich wie Fig. 1C, 2C, 3C sowie
- Fig. 4D
- das Tor nach Fig. 4A in weiterer vergrößerter Detaildarstellung, unten rechts in Fig.
4A.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0011] Aus den Figuren 1A bis 1D ist ein motorisch betätigtes, insgesamt mit ein 100 bezeichnetes
Tor ersichtlich bei dem eine Toröffnung 1 eines ansonsten ausschnittweise und schraffiert
dargestellten Gebäudes von einem Torblatt 2 verschließbar ist, welches im dargestellten
und soweit bevorzugten Ausführungsbeispiel mehrgliedrig ist und aus, auch als Torsektionen
bezeichneten, Torblattgliedern 2A bis 2D besteht und sich in einer ersten Montageposition
befindet, bei der das unterste Torblattglied 2A bereits eingebaut ist und die übrigen
drei Torblattglieder 2B bis 2D noch auf einem fahrbaren Bock ruhen. Führungsschienen
befinden sich in bekannter Weise nahe der Seitenränder der Toröffnung 1. In den Figuren
ist die Führungsschiene 3A sichtbar, welche in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einem vertikalen, einem horizontalen und einer beide verbindenden gebogenen Führungsschienenabschnitt
besteht. Die Führungsschienen dienen zum Verlagern eines mehrgliedrigen Torblatts
in einem Hebe-/Schwenk-/Schiebe-vorgang von einer etwa vertikalen Schließstellung
C (siehe Figuren 1A und 1D) in eine etwa horizontale Öffnungsstellung, d. h. in etwa
parallel zum horizontalen Teil der Führungsschienen und umgekehrt.
[0012] Unterhalb der Decke des die Toröffnung 1 aufweisenden Raumes erstreckt sich, etwa
in der Tormitte, eine Antriebsschiene 4A, die eine etwa horizontale Antriebsstrecke
L definiert, deren Endbereiche toröffnungsseitig mit 8A und rauminnenseitig mit 8B
bezeichnet sind. Entlang der Antriebsstrecke L ist ein Antriebselement 4 in Richtung
auf die Toröffung hin und von der Toröffnung fort etwa horizontal bewegbar. Das Antriebselement
ist in an sich bekannterweise mit dem Torblatt gekoppelt oder koppelbar, um das Torblatt
zwischen seinen beiden Extremstellungen, d.h. zwischen der Schließstellung C und der
Öffnungsstellung O, motorisch verlagerbar. Dazu wird das Antriebselement 4 von einem
Antriebsmotor 5 angetrieben. Derartige Torantriebssysteme sind in verschiedenen Ausführungen
bekannt.
[0013] Um nun die Torblattglieder 2A bis 2D in vertikaler Lage bei der Montage in Position
zu bringen, miteinander zu verbinden und an den Führungsschiene anbringen zu können,
ist mindestens ein Kopplungsmittel 7A vorgesehen, das mit dem Antriebselement 4 verbunden
oder verbindbar ist und dem Heben des Torblattes 2 bzw. der Torblattglieder 2A bis
2D durch motorische Betätigung des Antriebselementes dient. Mindestens ein mit dem
Kopplungsmittel 7A verbundenes oder verbindbares, vorzugsweise doppelsträngiges, Zugmittel
10; 10A, 10B ist über mindestens ein Umlenkelement 9A, wie mindestens eine horizontal
gelagerte Umlenkrolle oder - wie dargestellt - ein Umlenkrollenpaar umgelenkt. Das
Umlenkelement befindet sich mehr oder minder nahe der Ebene der Schließstellung C,
sodass ein auf dem Bock gelagertes Torblattglied nahe seiner zukünftigen Einbauebene
anhebbar ist. Zu diesem Zweck ist mindestens ein, vorzugsweise traversenartiges, Hubelement
11A vorgesehen, welches mit dem jeweiligen Torblattglied so verbindbar ist, dass das
Torblattglied bei etwa waagerechter Querausrichtung senkrecht hängend anhebbar ist.
[0014] Die Funktionsweise ist folgende: Zur Montage des Tors nach Fig. 1 ist es zunächst
erforderlich, die bevorzugt beidseitig vorzusehenden Führungsschienen 3A; 3B und die
motorische Antriebseinheit 4, 4A, 5 in Position zu bringen und zu befestigen. Dies
geschieht in gewohnter Weise und bedarf keiner detaillierten Beschreibung.
[0015] Falls nur eine einzige Antriebseinheit installiert zu werden braucht, wird die das
Antriebselement 4 in der Regel aufnehmende Antriebsschiene 4A etwa in der Tormitte
oberhalb der Toröffnung 1 in geeigneter Weise stationär befestigt. Je nach Antriebssystem
wird der Antriebsmotor 5 im Bereich des toröffnungsfernen Endes der Antriebsschiene
4A montiert, wie in den Ausführungsbeispielen aus den Figuren 2A, 3A und 4A ersichtlich
ist. In diesen Fällen trägt die Antriebsschiene 4A z. B. eine um (nicht dargestellte)
vordere und hintere Umlenkungen umlaufende Kette oder ein umlaufendes Seil, an dem
das eigentliche Antriebselement 4 befestigt ist. Seil oder Kette treibt der Antriebsmotor
5 an, sodass das Antriebselement 4 entlang der Antriebsstrecke L vor und zurück bewegbar
ist. Bei mechanischer Koppelung des Antriebselementes 4 mit dem Torblatt 2 über ein
Gestänge, eine Kette oder ein Seil kann das Torblatt 2 dann später zwischen der Schließstellung
und der Öffnungsstellung hin und her verlagert werden.
[0016] Der Antriebsmotor 5 muss allerdings nicht ortsfest montiert sein, sondern kann sich
auch entlang der Antriebsschiene 4A vor und zurück bewegen, wie dies beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1A-D der Fall ist. Dazu weist der Antriebsmotor geeignete Kraftübertragungselemente
auf, mittels derer er sich entlang der Antriebsschiene 4 vor und zurück bewegen kann.
Eine typische Lösung hierfür ist ein Zahnrad, ein Reibrad oder dergleichen, das mit
einem entsprechenden Gegenstück an der Antriebsschiene 4A im Antriebssinne zusammenwirkt.
In diesem Fall dient als Antriebselement 4 ein einfaches Kopplungsstück am Antriebsmotor
5, an dessen Chassis oder an dessen Gehäuse, das mit dem Torblatt 2 im Antriebssinne
verbindbar ist.
[0017] Grundsätzlich ist es auch möglich, mehrere parallel wirkende Antriebsstränge auf
die Torbreite zu verteilen oder nahe der Torränder anzubringen und wirken zu lassen.
Hierzu können die gleichen oder ähnliche Antriebsschienen 4A wie sie zuvor beschrieben
wurden, verwendet werden. Es ist aber auch möglich, als Antriebselement eine Wickeltrommel
für ein Zugseil zu verwenden, das mit dem Torblatt dessen Heben und Senken verbunden
wird. Eine solche Seiltrommel ist grundsätzlich auch für tormittige Antriebe verwendbar.
[0018] Für das Anheben des gesamten Torblattes oder der einzelnen Torblattglieder in eine
senkrechte Position, wie sie in etwa der vertikalen Schließstellung entspricht, die
es zu erreichen gilt, wird das Torblatt oder das zu montierende Torblattglied nahe
seiner in der späteren Schließstellung oberen Kante mit einem Hubelement verbunden.
Als Hubelement 11A kann eine Hubtraverse sein, die an einer, vorzugsweise an mehreren
geeigneten Stellen im Bereich der oberen Kante des Torblattes oder Torblattgliedes
mit diesen lösbar verbunden wird. Das Hubelement oder die Hubtraverse befindet sich
am unteren Ende des ein- oder mehrsträngigen Zugmittels 10; 10A, 10B, wie eines Zugseils
oder Zugseilpaares, welches um das nahe und/oder oberhalb der oberen Toröffnungskante
angeordnete Umlenkelement 9A umgelenkt wird und nach Umlenkung um etwa 90° mittels
des an seinem zweiten Ende vorgesehenen Koppelmittels 7 mit dem Antriebselement 4,
insbesondere lösbar, verbunden ist/wird.
[0019] Bei noch am Boden sich befindenden Torblatt oder Torblattglied befindet sich das
Antriebselement 4 des motorischen Torantriebes - bezogen auf die horizontale Antriebsstrecke
L - in der Nähe seiner toröffnungsnächsten Position. Um nun das Torblatt oder Torblattglied
von einer z. B. ursprünglich liegenden Position aufzurichten, wird der Antriebsmotor
5 im Toröffnungssinne betätigt und somit das Antriebselement 4 von seiner tornahen
Position in eine torferne Position verlagert, bis das Torblatt oder Torblattglied
sich mit seiner Oberkante in der gewünschten Höhe befindet. Sodann kann das Torblatt
oder Torblattglied mit den Führungsschienen 3A; 3B bzw. den in den Führungsschienen
bereits befindlichen Führungselementen, wie Führungsrollen, verbunden werden. Wenn
das Torblatt oder Torblattglied obere und untere Führungsglieder zu dessen Führung
in den Führungsschienen aufweist, ist es auch möglich, die oberen Führungsglieder
bei noch nicht angehobenem Torblatt oder Torblattglied mit der/den Führungsschiene/n
zu verbinden wohingegen die unteren Führungsglieder erst nach erfolgtem Anheben mit
der/den Führungsschiene/n verbunden werden.
[0020] Bei mehrgliedrigen Torblättern, werden, wie in den Figuren 1 bis 3 dargestellt, sukzessive
die Torblattglieder 2A bis 2D bzw. 2E mit dem Hubelement 11A verbunden, auf ihre Sollhöhe
angehoben und dann mit den Führungsschienen und dem darunter befindlichen Torblattglied
in an sich bekannter Weise gekoppelt. Danach kann das Hubelement 11 A von der Torblattgliedoberkante
wieder gelöst und für die nächste Hubaktion durch Bewegen des Antriebselementes 4
zur Toröffnung 1 hin gesenkt werden. Dieser Vorgang wiederholt sich bis alle Torblattglieder
in Position gebracht und mit den Führungsschienen und dem benachbarten unteren Torblattglied
verbunden sind. Wenn die Torblattglieder in der Antriebsebene oder beidseitig der
Antriebsebene Gelenkmittel aufweisen, mit denen sie mit den benachbarten Torblattgliedern
gelenkig verbindbar sind, so kann das Hubelement 11A zur Montage an betreffenden Gelenkstücken
angebracht werden.
[0021] Das Zugmittel 10 besteht aus einer oder mehreren, insbesondere zwei parallel zueinander
verlaufenden Zugmittelsträngen 10A; 10B, wie aus Figuren 1C, 2C und 3C ersichtlich
ist. Dies ermöglicht ein kippfreies Anheben der oberen Kant des Torblatts bzw. der
Torblattglieder 2A bis 2E. Dem entsprechend sind das Hubelement 11A und das Kopplungsmittel
7A zur Aufnahme beider Zugmittelstränge 10A und 10B ausgestattet. Dem entsprechend
kann auch das Umlenkelement 9A nicht nur als ein Einzel- sondern auch als ein Doppel-Umlenkelement,
wie aus den Figuren 1C, 2C und 3C ersichtlich, ausgeführt sein.
[0022] Das Umlenkelement 9A kann nun auf verschiedene Weise im tornahen Endbereich 8A der
Antriebsstrecke L angeordnet werden. Hierzu kann grundsätzlich der vordere Endbereich
oder das vordere Ende der Antriebsschiene 4A dienen. Grundsätzlich kann das Umlenkelement
9A aber auch am Gebäude fest verankert werden. Soll das Umlenkelement 9A wieder verwendbar
sein, wird es lösbar befestigt oder ist an einem gesonderten Halteprofil 20 vorgesehen,
welches länglich ausgebildet sein kann und über Fixiermittel 20A lösbar mit der Antriebsschiene
4A verbindbar sein kann. Dadurch ist nicht nur eine einfache Befestigung des Umlenkelementes
9A möglich sondern praktisch auch eine gedachte Verlängerung der Antriebsschiene 4A,
falls diese für den normalen Torbetrieb nicht bis in die Ebene der Schließstellung
C hinreicht. Das Halteprofil 20 oder das Umlenkelement 9A kann gewünschtenfalls, insbesondere
entlang der Antriebsstrecke L, und/oder in der Höhe verstellbar sein, um das Umlenkmittel
9A an einer bestimmten Stelle in Position zu bringen, mit der der Hubvorgang bei der
Torblattmontage optimiert wird.
[0023] Wie aus Figur 1D, 2D und 3D ersichtlich ist, ermöglicht es das Umlenkmittel im Verein
mit dem Zugmittel 10, die Torblattglieder während ihres mortorischen Anhebens ausreichend
zu verschwenken, um sie gewünschtenfalls in leichter Schrägstellung anheben zu können.
Hierzu wird eine vergleichsweise geringe Kraft F auf das Torblattglied ausgeübt.
[0024] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 2 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach
Figur 1, dadurch, dass der Antriebsmotor fest am torfernen Ende der Antriebsschiene
4A montiert ist und das Antriebsmittel 4 in der Antriebsschiene 4A hin und her bewegt
wird. Hierzu kann das Antriebselement 4 mit Führungsrollen 4B ausgestattet sein. Ferner
ist bei diesem Ausführungsbeispiel ersichtlich, dass das Umlenkelement 9A unterschiedlich
weit von der Ebene der Schließstellung C entfernt montiert sein/werden kann.
[0025] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 3 unterscheidet sich von den vorangehenden beiden
Ausführungsbeispielen dadurch, dass das Halteprofil 20 an seinem tornahen Ende mittels
einer Stütze 12 abstützbar ist und das Halteprofil 20 somit selbst bei hohen Torblattgewichten
auskragend an der Antriebsschiene 4A befestigt sein kann.
[0026] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 4 betrifft die Nutzung der zuvor geschriebenen
Montagehilfe für das Anheben einer Gewichtsausgleichseinrichtung 6 in seine Arbeitsposition
mit Hilfe des motorischen Torantriebes, wozu das Umlenkelement 9B in ähnlicher Weise
befestigt und benutzt wird wie bei den vorangehenden Ausführungsbeispielen, jedoch
im torfernen Endbereich 8B der Antriebsstrecke L montiert wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0027]
- 1
- Toröffnung
- 2
- Torblatt
- 2A,...
- Torblattglieder
- 3A,B
- Führungsschienen
- 4
- Antriebselement
- 4A
- Antriebsschiene
- 4B
- Führungsglieder
- 5
- Antriebsmotor
- 5A
- Steuerung
- 6
- Gewichtsausgleichseinrichtung
- 7
- Kopplungsmittel
- 8A;B
- Endbereiche
- 9A;B
- Umlenkelemente
- 10
- Zugmittel
- 10A,B
- Zugmittelstränge
- 11 A;B
- Hubelemente
- 12
- Stütze
- 20
- Halteprofil
- 20A
- Fixiermittel
- 100
- Tor
- C
- Schließstellung
- O
- Offenstellung
- M
- Montageposition
- L
- Antriebsstrecke
1. Motorisch betätigtes Tor (100) mit einem eine Toröffnung (1) verschließenden und freigebenden
ein- oder mehrgliedrigen Torblatt (2; 2A, 2B, ...),
mit Führungsschienen (3A; 3B) zum Verlagern des Torblattes von einer etwa vertikalen
Schließstellung (C) in eine etwa horizontale Öffnungsstellung (O) und umgekehrt,
mit mindestens einem etwa horizontal in Richtung auf das Torblatt zu und von dem Torblatt
fort bewegbaren oder wirkenden und mit dem Torblatt gekoppelten oder koppelbaren und
dem Verlagern des Torblattes dienenden, vorzugsweise einer etwa horizontalen Antriebsstrecke
(L) folgenden, Antriebselement (4),
mit mindestens einem das Antriebselement bewegenden Antriebsmotor (5)
gekennzeichnet durch
mindestens ein mit dem Antriebselement (4) zum Heben des Torblattes oder Torblattglieder
und/oder zum Heben einer etwa vorhandenen Gewichtsausgleichseinrichtung (6) verbundenes
oder verbindbares Kopplungsmittel (7),
mindestens ein in einem der Endbereiche (8A; 8B) der Antriebsstrecke (L) angeordnetes
oder anordbares Umlenkelement (9A; 9B),
mindestens ein mit dem Kopplungsmittel (7) verbundenes oder verbindbares, über das
mindestens eine Umlenkelement nahe der Ebene der Schließstellung (C) und/oder der
Montageposition (M) der etwa vorhandenen Gewichtsausgleichseinrichtung (6) etwa rechtswinklig
umgelenktes Zugmittel (10) und
mindestens ein Hubelement (11A; 11 B), insbesondere eine Hubtraverse, zum Verbinden
des Zugmittels mit dem Torblatt oder wenigstens einem der Torblattglieder und/oder
einer etwa vorhandenen Gewichtsausgleichseinrichtung.
2. Motorisch betätigtes Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement an einem gesonderten Halteprofil vorgesehen ist.
3. Motorisch betätigtes Tor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil mit dem Antriebsstrang oder mit einem länglichen metallischen Profil,
das das Antriebselement aufnimmt, verbunden oder verbindbar ist.
4. Motorisch betätigtes Tor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung eine lösbare Verschraubung umfasst.
5. Motorisch betätigtes Tor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung längenveränderlich ist.
6. Motorisch betätigtes Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein entfernbare Stütze (12) für das Halteprofil.
7. Motorisch betätigtes Tor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die entfernbare Stütze (12) im Bereich der Toröffnung (1) oder nahe der Toröffnung
festsetzbar, insbesondere festklemmbar ist