[0001] Die Erfindung betrifft ein Schiebesystem für Fenster oder Türen mit einem inneren
Flügel und einem äußeren Flügel, wobei mindestens ein Flügel horizontal zwischen einer
geschlossenen Stellung und einer offenen Stellung verschiebbar ist und wobei die Flügel
jeweils aus einem Flügelrahmen und mindestens einem Glaselement aufgebaut sind, sowie
mit einem ersten vertikalen Rahmenprofil, einem zweiten vertikalen Rahmenprofil und
einem horizontalen oberen Rahmenprofil, und einem horizontalen unteren Rahmenprofil,
die die Tür- oder Fensteröffnung bilden, in der der Flügel horizontal verschiebbar
ist, und mit mindestens einer an zumindest einem der Rahmenprofile und zumindest einem
dem Rahmenprofil gegenüberliegenden Flügelrahmen befestigten magnetischen Dichtung,
die ein bewegliches magnetisches Dichtelement und einen Haltemagneten aufweist, wobei
das bewegliche magnetische Dichtelement in einer Nut zwischen einer Dichtstellung
und einer Bewegungsstellung verschiebbar gelagert ist, und die magnetische Dichtung
ein Federelement aufweist, welches das bewegliche magnetische Dichtelement in die
Bewegungsstellung vorspannt.
[0002] Dabei ist vorgesehen, dass mindestens ein Flügel horizontal zwischen einer geschlossenen
Stellung und einer offenen Stellung verschiebbar ist und dass die Flügel jeweils aus
einem Flügelrahmen und mindestens einem Glaselement aufgebaut sind. Ein erstes vertikales
Rahmenprofil, ein zweites vertikales Rahmenprofil und ein oberes und unteres horizontales
Rahmenprofil bilden die Tür- oder Fensteröffnung, in der der Flügel horizontal verschiebbar
ist. Mindestens eine an einem Rahmenprofil befestigte erste magnetische Dichtung,
die am Flügelrahmen des horizontal beweglichen Flügels anliegt, gleitet beim Verschieben
an diesem entlang.
[0003] Die Begriffe innerer Flügel und äußerer Flügel beziehen sich hier auf die Einbaulage,
wobei es aber im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich ist, welcher Flügel
innen und welcher Flügel außen angeordnet ist. Die obige Unterscheidung dient primär
der leichteren Erklärung der Erfindung.
[0004] Die Abdichtung von Flügeln in Schiebesystemen ist generell problematisch. Mit Gummidichtungen
kann eine sehr gute Abdichtung erzielt werden, allerdings ist der Gleit-Widerstand
beim Verschieben der Flügel groß. Besonders störend ist dabei zuweilen der extrem
hohe Losbrech-Widerstand, insbesondere dann, wenn ein Flügel längere Zeit nicht bewegt
worden ist.
[0005] Bürstendichtungen ermöglichen eine Verschiebung von Flügeln mit geringem Kraftaufwand,
besitzen aber den Nachteil einer relativ geringen Dichtwirkung und verursachen beim
Verschieben häufig unerwünschte Geräusche.
[0006] Die oben dargestellten Probleme sind besonders im Fall von Hebe-Schiebetüren störend,
bei denen ein zu verschiebender Flügel zuerst angehoben werden muss, bevor eine Verschiebung
möglich ist. Beim Anheben muss in einem solchen Fall nicht nur das Gewicht des Flügels
überwunden werden sondern auch der Reibungswiderstand der Dichtungen.
[0007] Magnetische Dichtungen sind aus der
US 5 706 607 A bekannt. Dabei ist eine magnetische Dichtung in Verschieberichtung der Tür angeordnet.
Ein bewegliches magnetisches Dichtelement der magnetischen Dichtung ist in einer Nut
verschiebbar angeordnet und wird mittels der magnetischen Anziehungskraft zwischen
dem Dichtelement und einem gegenüberliegenden Haltemagnet der magnetischen Dichtung
aus der Nut gezogen. Nachteil dieser Ausführung ist, dass die Rückstellung des beweglichen
magnetischen Dichtelementes nicht gewährleistet ist. Weiters fehlt die Möglichkeit
zur Abdichtung der vertikalen Rahmenprofile. Darüber hinaus ist hier zu erwarten,
dass Undichtigkeiten zwischen der Nut und dem beweglichen magnetischen Dichtelement
auftreten.
[0008] Aus der
DE 86 13 038 U1 ist eine horizontale magnetische Dichtung in einem normalen Schiebesystem bekannt,
bei der während eines Öffnungsvorgangs durchgehend das magnetische Dichtelement am
Haltemagneten anliegt.
[0009] Die Dichtwirkung ist bei dieser Anordnung zwar sehr gut, jedoch kommt es durch das
Schleifen des Dichtelements an einem Gegenstück während der Bewegung zur Abnutzung
der magnetischen Dichtung. Weiters ist durch den ständigen Kontakt der magnetischen
Dichtung mit der Dichtfläche der Widerstand gegen die Öffnungsbewegung erhöht.
[0010] Die
US 4 006 562 A und die
DE 81 26649 U1 zeigen magnetische Dichtungen mit einem federnden Balgelement für den Einsatz bei
einem Türflügel oder bei den feststehenden Seitenholmen einer Schiebetür.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine
Lösung anzugeben, die eine leichte Verschiebbarkeit gewährleistet und die Abnutzung
der Dichtelemente verringert.
[0012] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der horizontal bewegliche Flügel als Hebe-Schiebe-Flügel
ausgebildet ist. Dadurch kann die leichte Verschiebbarkeit garantiert werden. Vor
allem die horizontal angeordneten magnetischen Dichtungen des erfindungsgemäßen Schiebesystems
haben einen großen Vorteil gegenüber den bekannten Dichtungen. Durch das Anheben zu
Beginn wird das magnetische Dichtelement von der Dichtfläche durch die Kraft der Feder
wegbewegt. Dadurch kommt es während der gesamten Bewegung des Flügels nicht zu einem
Kontakt zwischen Dichtfläche und magnetischem Dichtelement. Der Widerstand ist dadurch
verringert. Abnutzung oder Beschädigung der magnetischen Dichtung durch die mehrmalige
Öffnung und das häufige Schließen des Schiebesystems werden verhindert.
[0013] Bei einem Schiebesystem für Fenster und Türen dieser Bauart muss der bewegliche Flügel
vor der Verschiebung zunächst angehoben werden, um in angehobenem Zustand in die geöffnete
Stellung gebracht zu werden. Bei einem solchen System können die waagerechten Dichtflächen
ausschließlich oder zusätzlich durch weiche Gummidichtungen abgedichtet werden, die
nicht notwendigerweise als magnetische Dichtungen auszubilden sind, da das Anheben
senkrecht zur Dichtebene erfolgt und danach keine Berührung mit den gegenüberliegenden
Bauteil mehr auftritt. Aus diesem Grund werden solche Schiebesysteme bevorzugt für
hohe Anforderungen eingesetzt.
[0014] Um den Widerstand während der Verschiebung noch weiter zu verringern, ist es günstig,
wenn der Haltemagnet in der geschlossenen Stellung von einer Dichtfläche aus gegenüber
dem magnetischen Dichtelement angeordnet ist, und dass der Haltemagnet in der offenen
Stellung gegenüber dem magnetischen Dichtelement versetzt ist.
[0015] Es ist günstig, wenn das bewegliche magnetische Dichtelement einen gasdichten Verbindungssteg
zur Nut aufweist, da die nunmehr vorgeschriebenen strengen Dichtheitswerte für Schiebetüren
erreicht werden können und dennoch eine extreme Leichtgängigkeit bei sehr geringer
Geräuschentwicklung erzielt wird, denn dieser Verbindungssteg lässt zwischen dem beweglichen
magnetischen Dichtelement und der Nut keine Undichtigkeiten zu.
[0016] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der das Federelement den Verbindungssteg
bildet, denn dadurch wird die Komplexität reduziert.
[0017] Um auch eine Dichtung für die vertikalen Rahmenprofile bereitzustellen ist es vorteilhaft,
wenn die magnetische Dichtung einen vertikalen Abschnitt aufweist, der senkrecht zu
einer Verschieberichtung und parallel zu einer Ebene des Flügels in zumindest einem
der vertikalen Rahmenprofile angeordnet ist.
[0018] Um eine Dichtungsmöglichkeit für das gesamte Schiebesystem bereitzustellen ist es
günstig, wenn die magnetische Dichtung einen horizontalen Abschnitt aufweist, der
in zumindest einem der horizontalen Rahmenprofile parallel zur Verschieberichtung
angeordnet ist.
[0019] Es ist vorteilhaft, wenn das Schiebesystem einen Öffnungsmagneten aufweist, der neben
dem Haltemagneten angeordnet ist, und der das bewegliche magnetische Dichtelement
abstößt. Dadurch entsteht der Effekt, dass nach begonnener Bewegung, eine weitere
Bewegung weniger Kraft bedarf und beim Anheben nicht mehr das gesamte Gewicht des
Flügels von der Person gehoben werden muss.
[0020] Der gleichen Vorteile lassen sich erzielen, wenn der Öffnungsmagnet in zumindest
einem der horizontalen Rahmenprofile so angeordnet ist, dass dieser in einer angehobenen
Stellung des Flügels das magnetische Dichtelement abstößt und in die Bewegungsstellung
verschiebt.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen,
dass die magnetischen Dichtungen als umlaufende Dichtungen ausgeführt sind. Auch wenn
es wie oben ausgeführt theoretisch möglich ist, die waagerechten Dichtflächen mit
herkömmlichen Gummidichtungen auszustatten, stellen die Eckbereiche stets Schwachpunkte
der Abdichtung dar. Mit umlaufend ausgeführten magnetischen Dichtungen können diese
Schwachpunkte in vorteilhafter Weise vermieden werden.
[0022] Vorzugsweise weist ein vertikales Rahmenprofil einen aufgesteckten Hilfsrahmen auf,
der die magnetische Dichtung trägt. Das Grundprofil des Rahmens kann dabei standardmäßig
ausgebildet werden, so dass nur in den relevanten Bereichen ein Hilfsrahmen vorgesehen
sein muss. Mit aufgesteckt soll hier jede übliche Art der form- und/ oder kraftschlüssigen
Verbindung gemeint sein, wie etwa aufgeklipst, verschraubt oder dergleichen.
[0023] In analoger Weise kann ebenso vorgesehen sein, dass das horizontale Rahmenprofil
einen aufgesteckten Hilfsrahmen aufweist, der die magnetische Dichtung trägt.
[0024] Besonders bevorzugt ist es in diesem Zusammenhang, wenn die magnetische Dichtung
einstückig ausgebildet ist. Aufgrund der Tatsache, dass die magnetische Dichtung umlaufend
ausgebildet ist, wird auch eine zuverlässige Abdichtung in den Eckbereichen erzielt.
[0025] Insbesondere ist es günstig, wenn sowohl der innere als auch der äußere Flügel horizontal
verschiebbar sind und dass jeder Flügel ein in Gebrauchslage senkrecht verlaufendes
zweites bewegliches magnetisches Dichtelement trägt, das am jeweils anderen Flügel
zumindest in der geschlossenen Stellung an einem zweiten Haltemagnet anliegt. Damit
kann auch zwischen den beiden Flügeln eine zuverlässige Abdichtung erreicht werden.
[0026] Vorzugsweise weist jeder Flügel an einem vertikal verlaufenden Abschnitt des Flügelrahmens
zumindest ein aufgestecktes Hilfsprofil auf, das das zweite magnetische Dichtelement
und/oder den zweiten Haltemagneten trägt.
[0027] In der Folge wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsvariante
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Schiebesystem in einer Ausführungsvariante;
- Fig. 2
- einen teilweisen waagrechten Schnitt eines seitlichen Bereichs des Schiebesystems
entsprechend der Linie I-I aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine magnetische Dichtung des Schiebesystems nach einem Detail aus Fig. 2;
- Fig. 4
- die magnetische Dichtung in einer Bewegungsstellung des Schiebesystems analog zu Fig.
5;
- Fig. 5
- die magnetische Dichtung in einer Dichtstellung des Schiebesystems nach einem Detail
aus Fig. 6;
- Fig. 6
- einen teilweisen vertikalen Schnitt des Schiebesystems entsprechend der Linie VI -
VI in Fig. 1;
- Fig. 7
- einen teilweisen horizontalen Schnitt des Schiebesystems in geschlossener Position
entsprechend der Linie VII - VII in Fig. 1; und
- Fig. 8
- einen teilweisen horizontalen Schnitt des Schiebesystems in geöffneter Position analog
zu Fig. 7.
[0028] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Schiebesystem 1 für Fenster und Türen in einer
Ausführungsvariante gezeigt. Sie weist eine Tür- oder Fensteröffnung 2 auf, die durch
ein erstes vertikales Rahmenprofil 3a, ein zweites vertikales Rahmenprofil 3b und
ein oberes horizontales 4 und ein unteres horizontales Rahmenprofil 5 gebildet ist.
Ein äußerer Flügel 6 und ein innerer Flügel 7 weisen jeweils ein Glaselement 8 auf,
das in den Rahmenprofilen 9, die einen Flügelrahmen 10 bilden, fest gehalten werden.
[0029] In der gezeigten Ausführungsvariante sind beide Flügel 6, 7 horizontal gegeneinander
verschiebbar. Allerdings ist es denkbar, dass in einer anderen Ausführungsform nur
ein Flügel 6, 7 verschiebbar gelagert ist.
[0030] Im Schnitt in Fig. 2 sind das vertikale Rahmenprofil 3a, 3b und der innere Flügel
7 zu sehen. Dabei hat das Schiebesystem 1 mehrere magnetische Dichtungen 11. Diese
magnetische Dichtungen 11 weisen je einen Haltemagneten 12 und ein bewegliches magnetisches
Dichtelement 13 auf.
[0031] In der gezeigten Ausführungsform sind die magnetischen Dichtungen 11 am vertikalen
Rahmenprofil 3 mithilfe von aufgesteckten Hilfsrahmen 14 fixiert. Dabei sind die Hilfsrahmen
14 mit Klipps 15 und Schrauben 16 außen und mithilfe von Schrauben 16 innen mit dem
Rahmenprofil 9 verbunden, es ist aber auch eine Verbindung mithilfe von anderen üblichen
stoff- oder formschlüssige Verbindungen möglich.
[0032] Die magnetischen Dichtungen 11 werden in weiterer Folge anhand der äußeren magnetischen
Dichtung 11 näher erläutert. Dabei weist der Hilfsrahmen 14 eine Nut 17 auf, in der
das magnetische Dichtelement 13 verschiebbar gelagert ist. Das magnetische Dichtelement
13 ist mithilfe eines Federelementes 18, das einen gasdichten Verbindungssteg zwischen
magnetischem Dichtelement 13 und Nut 17 darstellt, in eine Bewegungsstellung 19 vorgespannt.
[0033] Das bewegliche magnetische Dichtelement 13 ist im Hilfsrahmen 9 angeordnet und der
Haltemagnet 12 im Flügelrahmen 10. Es ist auch möglich, dass der Haltemagnet 12 analog
zum magnetischen Dichtelement 13 in einem angesteckten Hilfsprofil am Flügelrahmen
10 montiert ist.
[0034] Die Anordnung der magnetischen Dichtung 11 kann bei einer nicht dargestellten Ausführung
so gestaltet sein, dass sich der Haltemagnet 12 am nicht bewegten Rahmenprofil 9 oder
Hilfsrahmen 14 befindet und das magnetische Dichtelement 13 am Flügelrahmen 10, oder
am Hilfsprofil 28.
[0035] Das magnetische Dichtelement 13 ist in der Nut 17 zwischen einer Dichtstellung 20
und der Bewegungsstellung 19 verschiebbar. Die magnetische Dichtung 11 ist eine aktive
Dichtung. Das heißt, dass sich diese in einer geschlossenen Stellung 50 des Flügels
7 in der Dichtstellung 20 befindet und in einer offenen Stellung 51 in der Bewegungsstellung
19.
[0036] Die Verschiebung wird mithilfe der magnetischen Anziehungskraft zwischen Haltemagnet
12 und magnetischem Dichtelement 13 bewerkstelligt. In der Bewegungsstellung 19 überwiegt
eine Federkraft von dem Federelement 18 gegenüber der magnetischen Anziehungskraft,
da der Haltemagnet 12 durch die Verschiebung des Flügels 7 keine wesentliche magnetische
Anziehungskraft mehr auf das bewegliche magnetische Dichtelement 13 mehr hat.
[0037] In der Dichtstellung 20 überwiegt die magnetische Anziehungskraft gegenüber der Federkraft.
Dabei liegt das magnetische Dichtelement 13 mit einer Dichtfläche 21 direkt am Flügel
7 an. Dadurch ergibt sich eine dichte Verbindung zwischen dem inneren Flügel 7 und
dem Rahmenprofil 9.
[0038] Die Wirkungsweise der magnetischen Dichtung 11 ist in Fig. 3 dargestellt. Dabei ist
ein Fluidstrom 22 gezeigt, der die magnetische Dichtung 11 nicht passieren kann.
[0039] Die magnetischen Dichtungen 11 sind in dieser Ausführungsvariante durchlaufend und
einstückig ausgebildet.
[0040] Das Schiebesystem 1 der gezeigten Ausführung weist einen Hebe-Schiebe-Flügel auf.
Dabei weist die magnetische Dichtung 11 nicht nur einen vertikalen Abschnitt 22 auf,
sondern auch einen horizontalen Abschnitt 23 auf.
[0041] Hier weist die magnetische Dichtung 11 noch zusätzlich einen Öffnungsmagneten 24
auf, wie in Fig. 4 und Fig. 5 gezeigt. Dieser ist neben dem Haltemagneten 12 angeordnet
und sorgt in einer angehobenen Stellung 52 des Flügels 7 für eine Abstoßung des beweglichen
magnetischen Dichtelementes 13. In einer abgesenkten 53, geschlossenen Stellung 50
hat der Öffnungsmagnet 24 keinen Einfluss.
[0042] Durch die Abstoßung des magnetischen Dichtelementes 13 in die Bewegungsstellung 19
kann, nach Überwindung der Kraft, die notwendig ist, um in die angehobene Stellung
52 zu kommen, der Flügel 6, 7 einfacher verschoben werden.
[0043] Die Anordnung eines zusätzlichen Öffnungsmagneten 24 kann in einer nicht dargestellten
Ausführung analog dazu, auch im vertikalen Abschnitt 22 angeordnet sein um in einer
offenen Stellung 51 des inneren Flügels 7 nach horizontaler Verschiebung in eine Verschieberichtung
25 für eine Abstoßung des magnetischen Dichtelementes 13 zu sorgen.
[0044] In Fig. 6 ist die Einbausituation des Öffnungsmagneten 24 näher gezeigt.
[0045] In Fig. 7 und in Fig. 8 weisen der innere 7 und der äußere Flügel 8 jeweils ein in
Gebrauchslage senkrecht verlaufendes zweites bewegliches magnetisches Dichtelement
26 auf. An dieses liegt am jeweils anderen gegenüberliegenden Flügel 6, 7 in der geschlossenen
Stellung 50 ein zweiter Haltemagnet 27 an.
[0046] Dabei ist an jedem Flügel 6, 7 an einem senkrecht verlaufenden Abschnitt 29 des Flügelrahmens
ein Hilfsprofil 28 aufgesteckt. Das aufgesteckte Hilfsprofil 28 trägt das zweite magnetische
Dichtelement 13 und den zweiten Haltemagneten 27.
[0047] Die Funktion des Öffnungsmagneten 24 zwischen den vertikalen Abschnitten 29 des Flügelrahmens
10 ist in den Figuren 7 und 8 detailliert dargestellt. Die Funktion ist analog zu
der des Hebe-Schiebe-Mechanismus.
1. Schiebesystem (1) für Fenster oder Türen mit einem inneren Flügel (7) und einem äußeren
Flügel (6), wobei mindestens ein Flügel (6, 7) horizontal zwischen einer geschlossenen
Stellung (50) und einer offenen Stellung (51) verschiebbar ist und wobei die Flügel
(6, 7) jeweils aus einem Flügelrahmen (10) und mindestens einem Glaselement (8) aufgebaut
sind, sowie mit einem ersten vertikalen Rahmenprofil (3a), einem zweiten vertikalen
Rahmenprofil (3b) und einem horizontalen oberen Rahmenprofil (4), und einem horizontalen
unteren Rahmenprofil (5), die die Tür- oder Fensteröffnung (2) bilden, in der der
Flügel (6, 7) horizontal verschiebbar ist, und mit mindestens einer an zumindest einem
der Rahmenprofile (3a, 3b) und zumindest einem dem Rahmenprofil (3a, 3b) gegenüberliegenden
Flügelrahmen (10) befestigten magnetischen Dichtung (11), die ein bewegliches magnetisches
Dichtelement (13) und einen Haltemagneten (12) aufweist, wobei das bewegliche magnetische
Dichtelement (13) in einer Nut (17) zwischen einer Dichtstellung (20) und einer Bewegungsstellung
(19) verschiebbar gelagert ist, und die magnetische Dichtung (11) ein Federelement
(18) aufweist, welches das bewegliche magnetische Dichtelement (13) in die Bewegungsstellung
(19) vorspannt, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontal bewegliche Flügel (6, 7) als Hebe-Schiebe-Flügel ausgebildet ist.
2. Schiebesystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltemagnet (12) in der geschlossenen Stellung (50) von einer Dichtfläche (21)
aus gegenüber dem magnetischen Dichtelement (13) angeordnet ist, und dass der Haltemagnet
(12) in der offenen Stellung (51) gegenüber dem magnetischen Dichtelement (13) versetzt
ist.
3. Schiebesystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche magnetische Dichtelement (13) einen gasdichten Verbindungssteg zur
Nut (17) aufweist.
4. Schiebesystem (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (18) den Verbindungssteg bildet.
5. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Dichtung (11) einen vertikalen Abschnitt (22) aufweist, der senkrecht
zu einer Verschieberichtung (25) und parallel zu einer Ebene des Flügels (29) in zumindest
einem der vertikalen Rahmenprofile (3a, 3b) angeordnet ist.
6. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Dichtung (11) einen horizontalen Abschnitt (23) aufweist, der in
zumindest einem der horizontalen Rahmenprofile (4, 5) parallel zur Verschieberichtung
(25) angeordnet ist.
7. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebesystem (1) einen Öffnungsmagneten (24) aufweist, der neben dem Haltemagneten
(12) angeordnet ist, und der das bewegliche magnetische Dichtelement (13) abstößt.
8. Schiebesystem (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsmagnet (24) in zumindest einem der horizontalen Rahmenprofile (4, 5)
so angeordnet ist, dass dieser in einer angehobenen Stellung (52) des Flügels (6,
7) das magnetische Dichtelement (13) abstößt und in die Bewegungsstellung (19) verschiebt.
9. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Dichtung (11) als umlaufende Dichtung ausgeführt ist.
10. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein vertikales Rahmenprofil (3a, 3b) einen aufgesteckten Hilfsrahmen (14) aufweist,
der die magnetische Dichtung (11) trägt.
11. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das horizontale Rahmenprofil (4 ,5) einen aufgesteckten Hilfsrahmen (14) aufweist,
der die magnetische Dichtung (11) trägt.
12. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Dichtung (11) einstückig ausgebildet ist.
13. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der innere (7) als auch der äußere Flügel (6) horizontal verschiebbar sind
und dass jeder Flügel (6, 7) ein in Gebrauchslage senkrecht verlaufendes zweites bewegliches
magnetisches Dichtelement (13) trägt, das am jeweils anderen Flügel (6, 7) zumindest
in der geschlossenen Stellung (50) gegen einen zweiten Haltemagnet (27) anliegt.
14. Schiebesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Flügel (6, 7) an einem senkrecht verlaufenden Abschnitt des Flügelrahmens (10)
zumindest ein aufgestecktes Hilfsprofil (28) aufweist, das das zweite magnetische
Dichtelement (26) und/oder den zweiten Haltemagneten (27) trägt.