(19)
(11) EP 3 183 434 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.06.2018  Patentblatt  2018/26

(21) Anmeldenummer: 15774921.9

(22) Anmeldetag:  05.10.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F01K 13/02(2006.01)
F01K 23/16(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2015/072913
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/062530 (28.04.2016 Gazette  2016/17)

(54)

KUPPELN EINER GASTURBINE UND EINER DAMPFTURBINE MIT ZIELKUPPELWINKEL MIT VERSTELLEN DES POLRADWINKELS

COUPLING OF A GAS TURBINE AND A STEAM TURBINE WITH TARGET COUPLING ANGLE WITH ADJUSTMENT OF THE POLE WHEEL

COUPLAGE D'UNE TURBINE À GAZ ET D'UNE TURBINE À VAPEUR À UN ANGLE DE COUPLAGE CIBLE AVEC DÉPLACEMENT DE L'ANGLE DE ROTATION DE ROTOR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.10.2014 EP 14189509

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.06.2017  Patentblatt  2017/26

(73) Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • BERNING, Martin
    45481 Mülheim - Ruhr (DE)
  • DIEFENBACH, Marc
    45468 Mülheim an der Ruhr (DE)
  • LANGER, Marcel
    46149 Oberhausen (DE)
  • OPHEY, Martin
    47638 Straelen (DE)
  • SCHLÜTER, Dennis
    46569 Hünxe (DE)
  • WINKEL, Michael
    46284 Dorsten (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 911 939
   
  • HOFMANN W: "BLINDLEISTUNG - SICHTBAR GEMACHT", ELEKTROTECHNISCHE ZEITSCHRIFT - ETZ, VDE VERLAG GMBH, BERLIN, DE, Bd. 120, Nr. 10, 1. Mai 1999 (1999-05-01), Seite 18,20/21, XP000927072, ISSN: 0948-7387
  • STOLZLE K ET AL: "SYNCHRONISIERENDE, SELBSTSCHALTENDE KUPPLUNGEN FUR EIN-WELLEN- COGENERATION-KRAFTWERKE", ANTRIEBSTECHNIK, VEREINIGTE FACHVERLAGE, MAINZ, DE, Bd. 34, Nr. 8, 1. August 1995 (1995-08-01) , Seiten 46-49, XP000517052, ISSN: 0722-8546
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Beim Anfahren von Gasturbinenkraftwerken gilt es häufig die Dampfturbine zuzuschalten, sobald mit der Abwärme der Gasturbine genügend Dampf zum Antreiben der Dampfturbine bereitgestellt werden kann. Dazu werden die Gasturbine und die Dampfturbine mittels einer Kupplung gekuppelt. Besonders zur Vermeidung von Unwuchten werden Ansätze verfolgt, durch eine gezielte Regelung des Kuppelvorgangs bei einem Zielkuppelwinkel zu kuppeln. Dazu wird die Dampfturbine in geeigneter Weise beschleunigt. Die Frequenz der Gasturbine ist insoweit vorgegeben als diese mit der Frequenz des Stromnetzes, in das die Einspeisung erfolgt, übereinstimmen muss.

[0002] Aus der EP 1 911 939 A1 ist ein Verfahren zum Einkuppeln einer Antriebswelle einer Strömungsmaschine mit einer Abtriebswelle mittels einer Kupplung bekannt. Die Strömungsmaschine wird auf eine in Bezug auf die Abtriebswelle untersynchrone Drehzahl hochgefahren und auf dieser Haltedrehzahl gehalten, bevor ein Signal zum Start des Kuppelns gesetzt wird, um ein Kuppeln mit Zielkuppelwinkel zu erreichen. Bei der Strömungsmaschine handelt es sich im Regelfall um eine Dampfturbine und bei der Abtriebswelle um die Welle zum Antreiben des Generators.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es eine Möglichkeit zum verbesserten Kuppeln mit Zielkuppelwinkel bereitzustellen. Die Lösung dieser Aufgabe findet sich insbesondere in den unabhängigen Ansprüchen. Die abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterentwicklungen an. In der Beschreibung und in den Zeichnungen sind weitere Informationen enthalten.

[0004] Es wird ein Verfahren zum Kuppeln einer mit einem Generator verbundenen Gasturbine und einer Dampfturbine bereitgestellt, wobei der Generator eine Erregerwicklung aufweist. Die Erregung der Erregerwicklung kann durch Veränderung eines durch die Erregerwicklung fließenden Erregungsstroms verändert werden. Das Verfahren weist folgende Schritte auf:
  1. a) Beschleunigen und/oder Verzögern der Dampfturbine derart, dass das Kuppeln mit einem Zielkuppelwinkel erfolgt;
  2. b) bei Bedarf Veränderung des Erregungsstroms, so dass die dadurch veränderte Erregung der Erregerwicklung zu einem veränderten Polradwinkel führt, wobei der Polradwinkel derart verändert wird, dass das Erreichen des Zielkuppelwinkels unterstützt wird.


[0005] Es ist klar, dass Schritt a) und Schritt b) zeitlich zumindest teilweise überlappen. Schritt b) wird immer dann erfolgen, wenn es nicht oder nur erschwert, etwa nicht in kurzer Zeit, möglich ist, mit Schritt a) den Zielkuppelwinkel zu erreichen. Schritt a) ist bekannt, so dass hierzu keine weiteren Ausführungen erfolgen.

[0006] Schritt b) soll näher erläutert werden. Es gibt einen Freiheitsgrad beim Erregungsstrom, der die Erregung der Erregerwicklung hervorruft. Dadurch kann der sogenannte Polradwinkel beeinflusst werden. Unter dem Polradwinkel, auch Lastwinkel genannt, ist allgemein der Winkel zu verstehen, unter dem das Polrad einer Synchronmaschine dem Synchrondrehfeld voreilt. Auf die Einzelheiten soll hier nicht eingegangen werden, da sie dem einschlägigen Fachmann bekannt sind. Wichtig ist zu verstehen, dass durch eine Veränderung des Polradwinkels sich die Blindleistung ändert, aber es möglich bleibt die geforderte Wirkleistung bereit zu stellen. Durch die Veränderung des Polradwinkels ist es möglich, der Forderung zu genügen, dass der Generator sich mit Netzfrequenz dreht und zugleich eine Veränderung der Winkellage des Generators und damit der Gasturbine erreichbar ist. Die Erfindung gestattet also, nicht nur die Winkellage der Dampfturbine, sondern auch die Winkellage der Gasturbine zu beeinflussen. Wenngleich im Regelfall nur eine Beeinflussung um wenige Grad möglich ist, wird doch ein zusätzlicher Freiheitsgrad geschaffen, der das Kuppeln mit Zielkuppelwinkel bei Bedarf sehr erleichtern und beschleunigen kann.

[0007] Der Polradwinkel ist vom Verhältnis von Wirkleistung und Blindleistung abhängig. Da das Verhältnis von Wirkleistung und Blindleistung von der Erregung, also vom Erregungsstrom abhängt, ist die entsprechende Wahl der Blindleistung bei gegebener Wirkleistung grundsätzlich gleichbedeutend mit der Aussage den Erregungsstrom entsprechend zu wählen. Die Zusammenhänge machen deutlich, dass es nicht erforderlich ist, den Polradwinkel unmittelbar zu erfassen. Es genügt im Grunde bei gegebener Wirkleistung die Blindleistung entsprechend zu ändern. Damit kann bei der Regelung auf die ohnehin erfassten Größen Wirkleistung und Blindleistung zurückgegriffen werden. Die Zusammenhänge zwischen Wirkleistung, Blindleistung und Polradwinkel können einem sogenannten Leistungsdiagramm entnommen werden, wie später noch näher erläutert wird.

[0008] In einer Ausführungsform wird bei einem Vorauseilen der Gasturbine in Bezug auf den Zielkuppelwinkel der Erregungsstrom erhöht und bei einem Nacheilen der Gasturbine der Erregungsstrom gesenkt. Im Regelfall kann durch Erhöhung der Erregung der Polradwinkel gesenkt werden. Es wird also der Winkel um den das Polrad dem Synchrondrehfeld vorauseilt, gesenkt. Der Generator und damit die Gasturbine werden also gleichsam etwas zurückgedreht, so dass das Vorauseilen der Gasturbine in Bezug auf den Zielkuppelwinkel beseitigt.

[0009] In einer Ausführungsform wird die Veränderung des Erregungsstroms eingesetzt um Schwankungen der Netzfrequenz, welche das Erreichen des Zielkuppelwinkels erschweren, auszugleichen. Wenngleich grundsätzlich angestrebt wird, die Netzfrequenz möglichst konstant zu halten, in Deutschland beispielsweise wird ein Wert von 50 Hertz angestrebt, so treten dennoch kleine Schwankungen auf. Treten diese während des Kuppelns, also gerade auch im Vorfeld des eigentlichen Kuppelns, während die Dampfturbine beschleunigt oder verzögert wird, auf, ist es oft nicht mehr möglich die Beschleunigung der Dampfturbine entsprechend anzupassen. In diesem Fall ist die Veränderung des Erregungsstroms und die damit einhergehende Veränderung des Polradwinkels und somit die Veränderung der Winkellage der Gasturbine sehr wichtig, wenn nicht unverzichtbar, um zügig mit Zielkuppelwinkel einzukuppeln.

[0010] In einer Ausführungsform ist durch die Veränderung des Erregungsstroms der Winkel der Gasturbine um bis zu 5° veränderbar. Wie bereits erläutert ist die erreichbare Winkeländerung zwar überschaubar, aber eben dennoch wichtig. Es bleibt dabei, dass der wesentliche Freiheitsgrad beim Kuppeln durch die geeignete Beschleunigung der Dampfturbine und den Wahl des Kuppelzeitpunkts gegeben ist.

[0011] In einer Ausführungsform wird zur Veränderung des Erregungsstroms die Erregerspannung verändert. Dies gestattet eine Beeinflussung des Erregerstroms in einfacher Weise.

[0012] Die obigen Überlegungen können auch für ein Verfahren zum Auskuppeln einer Dampfturbine und einer mit einem Generator verbundenen Gasturbine genutzt werden. Der Generator weist wiederum eine Erregerwicklung auf, deren Erregung durch Veränderung eines durch die Erregerwicklung fließenden Erregungsstroms verändert werden kann. Beim Auskuppeln wird der Erregungsstrom derart verändert, dass die dadurch veränderte Erregung der Erregerwicklung zu einem veränderten Polradwinkel führt, der ein Auskuppeln erleichtert. Wie bereits oben beim Kuppeln beschrieben erlaubt die Veränderung des Polradwinkels eine Verdrehung der Gasturbine. In bestimmten Situationen kann dies beim Auskuppeln, also beim Lösen der Kupplung zwischen Gasturbine und Dampfturbine vorteilhaft sein. Vor allem ist es oft möglich, das Auskuppeln zu beschleunigen. Dies senkt den Verschleiß der Kupplung.

[0013] Es wird ebenfalls eine Regelungseinrichtung für einen Einwellen-Turbosatz mit einer Gasturbine, einer Dampfturbine und einem Generator bereit gestellt. Die Regelungseinrichtung ist derart eingerichtet, dass das oben beschriebene Verfahren zum Kuppeln und/oder Auskuppeln durchführbar ist. Dabei genügen oft marginale Änderungen der ohnehin vorhandenen Regelungseinrichtung. In vielen Fällen kann man sich auf eine andere Programmierung beschränken. Die Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfordert somit nur sehr überschaubaren Aufwand. Im Normalfall ist auch eine Nachrüstung bestehender Einwellen-Turbosätze, genau genommen der zugehörigen Regelungseinrichtung problemlos möglich.

[0014] Weitere Einzelheiten sollen anhand der Figur 1 beschrieben werden, die ein Leistungsdiagramm zeigt, in dem die Zusammenhänge zwischen Blindleistung, Wirkleistung und Polradwinkel dargestellt sind.

[0015] Auf der Rechtswertachse von Figur 1 ist die Wirkleistung in MW aufgetragen. Auf der Hochwertachse ist die Blindleistung im Mvar eingetragen. Die Linie 1 verläuft bei der Blindleistung 0. Bei den auf der Linie 1 liegenden Betriebspunkten wird also nur Wirkleistung bereitgestellt. Bei den unterhalb der Linie 1 liegenden Betriebspunkten ist die Blindleistung negativ, bei den oberhalb liegenden positiv. Die am Rand endenden Geraden stehen für bestimmte Werte vom Cos phi, wobei phi der Winkel zwischen der im Generator induzierten Spannung und dem daraus resultierenden Strom im Zeigerdiagramm ist.

[0016] Vorliegend bedeutend sind die von einem links unten liegenden Ursprung 2 ausgehenden Pfeile 3, 4 und 5. Wie ersichtlich enden diese an Betriebspunkten mit derselben Wirkleistung, aber unterschiedlicher Blindleistung. Die Strecke 6 welche die beiden Endpunkte der Pfeile 3 und 5 verbindet, ist ein typischer Bereich in dem die Blindleistung verstellt werden kann, während die Wirkleistung gleich bleibt.

[0017] Der Winkel zwischen den Pfeilen 3, 4 sowie 5 und der Hochwertachse ist der jeweilige Polradwinkel. Die Lage des Ursprungs 2 ist messtechnisch bestimmt. Allgemein kann der Polradwinkel im Leistungsdiagramm abgelesen werden, in dem ein Pfeil vom Ursprung 2 zum jeweiligen Betriebspunkt gezogen wird und der Winkel dieses Pfeils zur Hochwertachse bestimmt wird.

[0018] Wird etwa beim Betriebspunkt, der am Ende von Pfeil 4 liegt, gekuppelt und von der Regelung festgestellt, dass die Gasturbine für ein Kuppeln mit dem Zielkuppelwinkel um 2° vorauseilt, dann gilt es den Polradwinkel um 2° zu senken. Wie im Leistungsdiagramm nach Figur 1 ersichtlich, ist hierzu die Blindleistung zu erhöhen. Dafür gilt es die Erregung, also die Erregerspannung und damit den Erregungsstrom soweit abzusenken, bis der Polradwinkel 42° beträgt. Es ist also in einfacher Weise möglich durch eine Änderung der Blindleistung, die durch geänderte Erregung herbeigeführt werden kann, den Polradwinkel zu beeinflussen und damit in verbesserter Weise den Zielkuppelwinkel zu beeinflussen.


Ansprüche

1. Verfahren zum Kuppeln einer mit einem Generator verbundenen Gasturbine und einer Dampfturbine,
wobei der Generator eine Erregerwicklung aufweist, deren Erregung durch Veränderung eines durch die Erregerwicklung fließenden Erregungsstroms verändert werden kann, mit folgenden Schritten:

a) Beschleunigen und/oder Verzögern der Dampfturbine derart, dass das Kuppeln mit einem Zielkuppelwinkel erfolgt;

b) bei Bedarf Veränderung des Erregungsstroms, so dass die dadurch veränderte Erregung der Erregerwicklung zu einem veränderten Polradwinkel führt,

wobei der Polradwinkel derart verändert wird, dass das Erreichen des Zielkuppelwinkels unterstützt wird.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Vorauseilen der Gasturbine in Bezug auf den Zielkuppelwinkel der Erregungsstrom erhöht wird und bei einem Nacheilen der Gasturbine der Erregungsstrom gesenkt wird.
 
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Veränderung des Erregungsstroms eingesetzt wird um Schwankungen der Netzfrequenz, welche das Erreichen des Zielkuppelwinkels erschweren, auszugleichen.
 
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch die Veränderung des Erregungsstroms der Winkel der Gasturbine um bis zu 5° veränderbar ist.
 
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Veränderung des Erregungsstroms die Erregerspannung verändert wird.
 
6. Verfahren zum Auskuppeln einer Dampfturbine und einer mit einem Generator verbundenen Gasturbine,
wobei der Generator eine Erregerwicklung aufweist, deren Erregung durch Veränderung eines durch die Erregerwicklung fließenden Erregungsstroms verändert werden kann,
wobei der Erregungsstrom derart verändert wird, dass die dadurch veränderte Erregung der Erregerwicklung zu einem veränderten Polradwinkel führt, der ein Auskuppeln erleichtert.
 
7. Regelungseinrichtung für einen Einwellen-Turbosatz mit einer Gasturbine, einer Dampfturbine und einem Generator, derart eingerichtet, dass ein Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche durchführbar ist.
 


Claims

1. Method for coupling a gas turbine connected to a generator and a steam turbine,
the generator having an excitation winding, the excitation of which can be changed by changing an excitation current flowing through the excitation winding, comprising the following steps:

a) accelerating and/or decelerating the steam turbine in such a way that the coupling takes place with a target coupling angle;

b) if necessary, changing the excitation current, so that the thus-changed excitation of the excitation winding leads to a changed polar wheel angle,

the polar wheel angle being changed in such a way as to be conducive to achieving the target coupling angle.
 
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
when the gas turbine is leading with respect to the target coupling angle, the excitation current is raised and, when the gas turbine is lagging, the excitation current is lowered.
 
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the changing of the excitation current is used to compensate for fluctuations of the grid frequency that make it more difficult for the target coupling angle to be achieved.
 
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the changing of the excitation current allows the angle of the gas turbine to be variable by up to 5°.
 
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the excitation voltage is changed to change the excitation current.
 
6. Method for uncoupling a steam turbine and a gas turbine connected to a generator,
the generator having an excitation winding, the excitation of which can be changed by changing an excitation current flowing through the excitation winding,
the excitation current being changed in such a way that the thus-changed excitation of the excitation winding leads to a changed polar wheel angle, which facilitates uncoupling.
 
7. Control device for a single-shaft turbo set with a gas turbine, a steam turbine and a generator, designed in such a way that a method according to one or more of the preceding claims can be carried out.
 


Revendications

1. Procédé de couplage d'une turbine à vapeur et d'une turbine à gaz relié à une génératrice,
dans lequel la génératrice a un enroulement d'excitation, dont l'excitation peut être modifiée par modification d'un courant d'excitation passant dans l'enroulement d'excitation, comprenant les stades suivants :

a) accélération et/ou décélération de la turbine à vapeur, de manière à effectuer le couplage à un angle de couplage cible;

b) en cas de besoin, modification du courant d'excitation, de manière à ce que la modification de l'excitation de l'enroulement d'excitation donne une modification de l'angle de roue polaire,

dans lequel on modifie l'angle de roue polaire, de manière à faciliter l'atteinte de l'angle de couplage cible.
 
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que,
si la turbine à gaz est en avance par rapport à l'angle de couplage cible, on augmente le courant d'excitation et, si la turbine à gaz est en retard, on diminue le courant d'excitation.
 
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on utilise la modification du courant d'excitation pour compenser des fluctuations de la fréquence du réseau, qui rendent plus difficile d'atteindre l'angle de couplage cible.
 
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, par la modification du courant d'excitation, l'angle de la turbine à gaz peut être modifié de jusqu'à 5°.
 
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour modifier le courant d'excitation, on modifie la tension d'excitation.
 
6. Procédé de découplage d'une turbine à vapeur et d'une turbine à gaz relié à une génératrice,
dans lequel la génératrice a un enroulement d'excitation, dont l'excitation peut être modifiée par modification d'un courant d'excitation passant dans l'enroulement d'excitation,
dans lequel on modifie le courant d'excitation de manière à ce que l'excitation ainsi modifiée de l'enroulement d'excitation donne une modification de l'angle de roue polaire, qui facilite un découplage.
 
7. Dispositif de régulation pour un turboalternateur à un arbre, comprenant une turbine à gaz, une turbine à vapeur et une génératrice, conçu pour pouvoir effectuer un procédé suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes.
 




Zeichnung








Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente