[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe entsprechend
dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs und eine Vorrichtung zur Nutzung des Verfahrens.
[0002] Elektromagnetisch angetriebene Hubkolbenpumpen werden zur Förderung und Dosierung
von Brennstoffen und Reagenzien eingesetzt, sind kostengünstig herstellbar und können
wegen ihrer pulsierenden Arbeitsweise mit einstellbarer Fördermenge betrieben werden,
wenn die Frequenz der Pulse verändert wird.
[0003] Elektromagnetisch angetriebene Hubkolbenpumpen bestehen aus einem Elektromagneten
und einer fluidischen Verdrängereinheit, in der das Arbeitsfluid angesaugt, ausgestoßen
und unter Druck gesetzt wird. Elektromagnet und Verdrängereinheit sind meist durch
gemeinsame Bauteile untrennbar miteinander verbunden, und wenn die Bauform eines durchströmten
Elektromagneten gewählt wird, ist keine Stangendichtung zwischen dem Elektromagneten
und der Verdrängereinheit erforderlich.
[0004] Ein Nachteil der üblichen Betriebsweise dieser Hubkolbenpumpen liegt in der Bestromung
der Magnetspule bis zum Ende der Bewegung des Magnetankers und zeitlich sogar darüber
hinaus, was erforderlich ist, wenn ohne weitere Maßnahmen unter allen Betriebsbedingungen
ein vollständiger Hub erreicht werden soll.
Die beschriebene Bestromung bewirkt ein hartes Anschlagen des Magnetankers mit entsprechend
hohem Geräusch und einen geringen Wirkungsgrad des elektromagnetischen Antriebs. Entsprechend
ergibt sich auch ein hartes Anschlagen bei einer Rückkehr des Magnetankers in die
Ruheposition, wenn die Rückstellfeder den Magnetanker bei abgeschaltetem Elektromagnet
ungebremst zurückbewegt.
[0005] Aus der Patentliteratur sind verschiedene Verfahren zur Behebung der genannten Nachteile
bekannt, die aber teils sehr aufwändig und teils unbefriedigend sind.
[0006] Die
DE 100 33 923 A1 beschreibt ein Verfahren zur Positionsbestimmung eines Ankers in einem elektromagnetischen
Stellsystem. Es ist insbesondere für die Anwendung in Anordnungen geeignet, die durch
zwei gegeneinander arbeitenden Magneten mit einem gemeinsamen Anker und einem gemeinsamen
Rückstellfedersystem charakterisiert sind (Umkehrhubmagnete). Die Positionsbestimmung
erfolgt durch die Auswertung der durch die Bewegung des Ankers verursachten Strom-
und Spannungsänderungen an einer Erreger- oder Meßspule auf der Basis des vollständigen
nichtlinearen PSI (x, i)-Kennlinienfeldes, welches durch die geometrische Konstruktion
des elektromagnetischen Stellsystems einschließlich der verwendeten Materialien eindeutig
charakterisiert ist.
[0007] Die
DE 100 20 896 A1 beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Position eines Ankers eines Stellantriebs.
Hierzu wird der Strom und gegebenenfalls der Spannungsabfall an einer Erregerspule
ermittelt, daraus der magnetische Fluß durch die Erregerspule ermittelt und mittels
eines Kennfelds, das den Zusammenhang zwischen Fluß und Position abbildet, die Wegposition
bestimmt.
[0008] Die
DE 10 2011 088 699 A1 offenbart ein Verfahren zum Steuern einer elektrischen Hubkolbenpumpe, insbesondere
einer Hubkolbenmembranpumpe im Fördermodul eines SCR Dosiersystems, wobei die Position
des Hubkolbens der Hubkolbenpumpe aus der Änderung des Pumpenstromverlaufs ermittelt
wird. Ein Computerprogramm führt die Schritte des Verfahrens aus, wenn es auf einem
Rechengerät abläuft. Ein Computerprogrammprodukt mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren
Träger gespeichert ist, dient zur Durchführung des Verfahrens, wenn das Programm auf
einem Computer oder Steuergerät ausgeführt wird.
- Die Druckschrift DE 199 82 757 B4 beschreibt ein Verfahren zur Ansteuerung einer Brennstoffdosierpumpe, bei dem sowohl
elektrische als auch fluidische Zustandsgrößen gemessen werden und die Messwerte zur
Veränderung der Spannung am Elektromagneten verwendet werden.
- Die Druckschrift DE 10 2004 002 454 B4 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben einer Dosierpumpe, bei dem ein Tastverhältnis
für eine Modulation der Versorgungsspannung während eines Ansteuerintervalls verändert
wird.
- Die Druckschrift DE 101 27 996 A1 beschreibt eine Pumpvorrichtung und eine Regelvorrichtung, bei der aus einer Messung
des Verlaufs des Spulenstroms auf die Lage des Magnetankers geschlossen wird und lageabhängig
die Spannung geschaltet wird, um den Magnetanker vor Erreichen des Endanschlags abzubremsen.
[0009] Die bekannten Verfahren weisen alle mindestens die folgenden Nachteile auf:
- Die Änderungen der Umgebungsbedingungen der Steuerung und der Hubkolbenpumpe, insbesondere
Änderungen der Versorgungsspannung und der Spulentemperatur, werden unzureichend erfasst
und berücksichtigt, und das beeinträchtigt die Qualität des Steuerverfahrens.
- Dem Schätzverfahren für den Magnetankerhub liegt kein mathematisches Modell des antreibenden
Elektromagneten zugrunde, damit kann nur eine recht grobe Schätzung vorgenommen werden,
vor allem wegen des nichtlinearen Verhaltens von Elektromagneten.
- Vorhandene Kenntnisse über den verwendeten Elektromagneten, die sich an einem Prüfstand
mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen, werden nicht oder unzureichend erfasst
und berücksichtigt, wodurch wiederum die Qualität des Steuerverfahrens leidet.
[0010] In der Dissertation "Entwurf von magnetischen Mini- und Mikroaktoren mit stark nichtlinearem
Magnetkreis" von Dr. M. Kallenbach (TU Ilmenau) wird ein Verfahren zur Schätzung einer
Magnetposition aus Messwerten der Spannung, des Stroms und berechneten Werten des
verketteten Magnetflusses beschrieben, das auch für nichtlineare Magnetsysteme recht
genaue Werte für die Magnetposition ermittelt. Eine Anwendung des Verfahrens auf die
Steuerung einer Hubkolbenpumpe wird nicht beschrieben.
[0011] Dieser Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Steuerung einer elektromagnetisch
angetriebenen Hubkolbenpumpe zu beschreiben, die durch Schalten der den Elektromagneten
beaufschlagenden Spannung in Abhängigkeit von der Lage des Magnetankers die Geschwindigkeit
des Magnetankers beeinflusst. Dabei soll die Lage des Magnetankers nicht gemessen,
sondern aus anderen gemessenen oder berechneten Zustandsgrößen des Elektromagneten
bestimmt werden. Kenntnisse über wesentliche Eigenschaften des Elektromagneten, insbesondere
nichtlineare Eigenschaften, sollen vor dem bestimmungsgemäßen Betrieb ermittelt und
in geeigneter Form in der Steuerung abgelegt werden.
[0012] Die Lösung der Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten Patentanspruchs
und die weiteren Ansprüche beschrieben. Zwei Nebenansprüche beschreiben die Vorrichtung
zur Ausführung des erfinderischen Verfahrens näher.
[0013] Dem erfinderischen Verfahren liegt ein mathematisches Modell des antreibenden Elektromagneten
zugrunde, darin wird das Zeitverhalten des Elektromagneten durch die Zustandsgrößen
Spannung, Spulenstrom, Spulenwiderstand, verketteter Magnetfluss, Magnetankergeschwindigkeit
und Magnetankerweg beschrieben. Diese Zustandsgrößen sind bei einer simultanen Betrachtung
voneinander unabhängig, aber dynamisch beeinflussen sie sich gegenseitig.
Während die Spannung und der Spulenstrom mittels einer Messeinrichtung gemessen werden,
wird der Spulenwiderstand aus der Spannung und dem Spulenstrom berechnet. Der verkettete
Magnetfluss des Elektromagneten kann nicht simultan aus den anderen Zustandsvariablen
berechnet werden, es kann nur die erste zeitliche Ableitung des verketteten Magnetflusses
aus der Spannung, dem Spulenstrom und dem Spulenwiderstand simultan berechnet werden.
Als verketteter Magnetfluss wird das Integral über die Durchtrittsfläche aller örtlichen
magnetischen Flussdichten an dem aufgeschnitten gedachten Magnetkreis verstanden.
Der verkettete Magnetfluss wird vorzugsweise aus einem Anfangswert und seiner zeitlichen
ersten Ableitung durch eine numerische Integration berechnet, und mit einem ausreichend
leistungsfähigen Prozessor kann dies in Echtzeit, also während des Magnethubs, geschehen.
Alternativ zur numerischen Integration der Zustandsgrößen könnten andere mathematische
Verfahren zur Berechnung des zeitlichen Verlaufs dieser Zustandsgrößen auf der Basis
vereinfachter linearer Modelle verwendet werden, die weniger Rechenleistung erfordern,
aber weniger genau sind, weil lineare Modelle die wichtigen Nichtlinearitäten eines
Elektromagneten nicht ausreichend abbilden können.
In dieser numerischen Integration könnten bei einer Kenntnis des verketteten Magnetflusses
auch die Beschleunigung, die Geschwindigkeit und der Hub des Magnetankers berechnet
werden. Genauer und schneller lässt sich der Hub des Magnetankers aber aus einer vorher
ermittelten und abgespeicherten Tabelle entnehmen, in der der Hub des Magnetankers
als Funktion des Spulenstroms und des verketteten Magnetflusses aufgetragen ist. Eine
solche Tabelle zeigt die starke, aber nichtlineare Abhängigkeit des verketteten Magnetflusses
als Funktion des Spulenstroms von dem variablen Luftspalt und damit von dem Magnethub.
Die Anwendung dieser Tabelle ist zwar ein Schätzverfahren und insofern mit Ungenauigkeiten
behaftet, aber die Tabelle berücksichtigt die besonderen nichtlinearen Eigenschaften
des verwendeten Elektromagneten, wie sie für die Gattung dieses Elektromagneten bei
Messungen auf einem Prüfstand aufgenommen wurden, und ermöglicht deshalb eine erheblich
höhere Genauigkeit in der Gesamtheit.
Eine weitere Verbesserung der Schätzung des Magnetankerhubs erreicht man, wenn man
für unterschiedliche wirksame Spannungen und beide möglichen Richtungen der Spannungsänderung
an der Magnetspule jeweils Messungen auf einem Prüfstand vornimmt und damit unterschiedliche
Tabellen erstellt und verwendet. Dabei fließen dann die nichtlinearen Wirkungen der
Sättigung des Eisens, der Magnethysterese und der Wirbelströme in die Tabellen und
damit in das Schätzverfahren ein.
[0014] Die Berechnung des verketteten Magnetflusses kann hinsichtlich ihrer Genauigkeit
bei Bedarf noch verbessert werden, wenn bei der Berechnung des verketteten Magnetflusses
die Vormagnetisierung des Magnetankers und des Eisenrückschlusses aus der Vorgeschichte
des zeitlichen Verlaufs des verketteten Magnetflusses als Anfangswert der numerischen
Integration berücksichtigt wird. Der Eisenrückschluss besteht aus den magnetflussleitenden
Bauteilen Magnetpol, Gehäuse und Joch, bildet also zusammen mit dem Magnetanker einen
annähernd geschlossenen Magnetkreis, unterbrochen nur durch den Luftspalt zwischen
dem Magnetanker und dem Magnetpol.
[0015] Bei einer Kenntnis des Hubs des Magnetankers kann die wirksame Spannung an der Magnetspule
beispielsweise durch Ein- oder Abschalten oder eine geeignete Pulsweitenmodulation
oder Pulsdauermodulation durch die Steuerung so verändert werden, dass sowohl bei
der Arbeitsbewegung als auch der Rückstellbewegung des Magnetankers der Magnetanker
rechtzeitig vor dem Anschlagen an dem jeweiligen Endanschlag abgebremst wird. Als
wirksame Spannung wird die mittlere Gleichspannung gleicher Wirkung wie die durch
Modulation erzeugte Spannung verstanden.
[0016] Für den Rückhub des Magnetankers kann das beschriebene Berechnungs- und Schätzverfahren
mit geringen Abwandlungen ebenfalls verwendet werden. Auch beim Rückhub fließt Strom
durch die Magnetspule, denn die Spuleninduktivität lässt den Strom nur langsam abklingen.
Der Strom kann gemessen werden, und es kann auf den verketteten Magnetfluss geschlossen
werden. Wenn der durch das beschriebene Verfahren geschätzte Magnetankerhub einen
solchen Wert erreicht, der ein Abbremsen der Rückhubbewegung sinnvoll macht, erhöht
die elektrische Steuerung die wirksame Spannung auf einen Wert, der eine geeignete
Abbremsung bewirkt.
[0017] Bei der Schätzung des Magnetankerhubs ist eine Tabelle für den Hub, den Spulenstrom
und den verketteten Magnetfluss zu verwenden, die bei entsprechend kleinen Spannungen
und bei negativen Spannungsänderungen ermittelt wurde. Damit kann das nichtlineare
Verhalten der Magnetwerkstoffe angemessen berücksichtigt werden.
Zusammenfassend ist die Erfindung dadurch ausgezeichnet, dass so weit wie irgend möglich
vorhandenes Wissen über den Elektromagneten genutzt wird, um eine möglichst genaue
Schätzung des Magnetankerhubs anhand der zeitlichen Verläufe des Spulenstroms und
der Spannung vorzunehmen.
Hubkolbenpumpen der beschriebenen Art und ihre elektrischen Steuerungen werden zur
Förderung und/oder Dosierung von Brennstoffen und Reagenzien in Fahrzeugen und mobilen
Arbeitsmaschinen eingesetzt.
Bilder: Fig. 1 zeigt die Vorrichtung bestehend aus Hubkolbenpumpe und elektrischer
Steuerung.
Beispielhafte Ausführung.
[0018] Die Vorrichtung gemäß Fiq.1 besteht aus einer Hubkolbenpumpe (1) und einer elektrischen
Steuerung (10), wobei die Hubkolbenpumpe aus einem Elektromagneten (2) und einem durch
eine Feder (4) belasteten Verdränger (3) besteht.
Der Elektromagnet ist aus einer Magnetspule (5), einem Eisenrückschluss (6) und einem
Magnetanker (7) aufgebaut.
Eine Spannungsversorgung (9) stellt der Vorrichtung elektrische Leistung zur Verfügung,
wobei die Spannung in einem vorgegebenen Bereich schwanken kann, beispielsweise zwischen
9V und 16V. In einer elektrischen Steuerung (10) wird die elektrische Spannung mittels
einer Schalteinrichtung (12) geschaltet und in einer Messeinrichtung (13) werden die
wirksame Spannung und der sich ergebende Strom gemessen.
Die Magnetspule wird von der elektrischen Steuerung (10) mit gepulster elektrischer
Leistung versorgt, wobei die elektrische Steuerung (10) auch einen speicherprogrammierbaren
Prozessor (11) enthält.
Der Prozessor(11) berechnet
- den elektrischen Widerstand der Magnetspule (5) aus den von der Messeinrichtung (13)
gemessenen Werten der elektrischen Spannung und des elektrischen Stroms
- die zeitliche Änderung des verketteten Magnetflusses in dem Elektromagneten (2) aus
der elektrischen Spannung, dem elektrischen Strom und dem elektrischen Widerstand
der Magnetspule (5)
- den verketteten Magnetfluss in dem Elektromagneten (2) aus einem vorher berechneten
oder geschätzten Magnetfluss und der zeitlichen Änderung
Mittels des Rechenwerts des verketteten Magnetflusses und dem gemessenen elektrischen
Strom durch die Magnetspule (5) wird die Lage des Magnetankers (7) bestimmt.
In Abhängigkeit von der Lage des Magnetankers (7) wird die elektrische Spannung an
der Magnetspule (5) mittels der Schalteinrichtung (12) geschaltet.
Es wird aus einer vor dem bestimmungsgemäßen Betrieb der Steuerung (10) durch Messungen
und/oder Berechnungen ermittelten und in dem Prozessor (11) abgespeicherten Tabelle
mit zugeordneten Werten von dem elektrischen Strom, dem verketteten Magnetfluss und
der Lage des Magnetankers (7) durch den Prozessor (11) in der Steuerung (10) die gegenwärtige
Lage des Magnetankers (7) durch ein Schätzverfahren bestimmt.
[0019] Die Schätzung der Lage des Magnetanker (7) wird verbessert, indem bei unterschiedlichen
wirksamen Spannungen an der Magnetspule (5) der Spannung und/oder der Spannungsänderung
entsprechende vorher ermittelte Tabellen mit jeweils zugeordneten Werten von dem elektrischen
Strom, dem verketteten Magnetfluss und der Lage des Magnetankers (7) verwendet werden.
[0020] Die Bestimmung der gegenwärtigen Lage des Magnetankers wird in der Steuerung (11)
aus mindestens einer vor dem bestimmungsgemäßen Betrieb der Steuerung (10) berechneten
und in der Steuerung (11) abgespeicherten Tabelle mit zugeordneten Werten von dem
elektrischen Strom, dem verketteten Magnetfluss und der Lage des Magnetankers (7)
durch ein Schätzverfahren vorgenommen.
Vorteilhafterweise wird die Berechnung des verketteten Magnetflusses verbessert, indem
bei der Berechnung des verketteten Magnetflusses die Vormagnetisierung des Magnetankers
(7) und des Eisenrückschlusses (6) aus der Vorgeschichte des zeitlichen Verlaufs des
verketteten Magnetflusses mittels des Anfangswerts berücksichtigt wird.
[0021] Eine weitere Verbesserung der Schätzung der Lage des Magnetanker (7) wird erreicht,
indem bei unterschiedlichen wirksamen Spannungen und Spannungsänderungen an der Magnetspule
(5) entsprechende vorher ermittelte Tabellen für unterschiedliche Spannungen und Spannungsänderungen
mit jeweils zugeordneten Werten von dem elektrischen Strom, dem verketteten Magnetfluss
und der Lage des Magnetankers (7) verwendet werden. Dadurch fließen dann die Wirkungen
der Nichtlinearität der Materialeigenschaften, der Magnethysterese und der Wirbelströme
in das Schätzverfahren ein.
[0022] Die Bestimmung des verketteten Magnetflusses in dem Elektromagneten (2) erfolgt vorzugsweise
in dem speicherprogrammierbaren Prozessor (11) durch eine in Echtzeit ablaufende Berechnung
der elektrischen und magnetischen Zustandsgrößen des Elektromagneten durch eine numerische
Integration.
[0023] In Abhängigkeit von der Lage des Magnetankers (7) wird, wenn erforderlich, in der
elektrischen Steuerung (10) mittels der Schalteinrichtung (12) die elektrische Spannung
an der Magnetspule (5) abgeschaltet oder mehrfach aus- und eingeschaltet, so dass
die wirksame Spannung im Sinne einer Pulsweitenmodulation oder einer Pulsdauermodulation
im Vergleich zur Spannung einer Spannungsversorgung (9) im zeitlichen Mittel in ihrer
Wirkung vermindert wird.
Damit kann bei der Vorwärtsbewegung des Magnetankers (7) gegen die Kraft der Feder
(4) die Bewegung des Magnetankers so weit abgebremst werden, dass der Magnetanker
nur noch mit einer sehr geringen Restgeschwindigkeit in seinen vorderen Anschlag fährt.
Bei der Rückstellung des Magnetankers (7) durch die Feder (4) klingt der Strom durch
die Magnetspule aufgrund der Spuleninduktivität nur langsam ab. Auch dabei wird der
Strom durch die Magnetspule von der Messeinrichtung (13) gemessen und über die Berechnung
des verketteten Magnetflusses zur Bestimmung der Lage des Magnetankers genutzt, wobei
für den Magnetankerhub eine für kleine Spannungen und negative Spannungsänderungen
vorausberechnete Tabelle ausgewählt wird, die auch den Spulenstrom und den verketteten
Magnetfluss enthält.
In dieser Betriebsart wird die Information über die Lage des Magnetankers in der elektrischen
Steuerung (10) genutzt, um abhängig von der Lage des Magnetankers die wirksame mittlere
Spannung an der Magnetspule (5) zu erhöhen und damit die Bewegung des Magnetankers
abzubremsen.
Liste der Bezugszeichen
[0024]
- 1.
- Hubkolbenpumpe
- 2.
- Elektromagnet
- 3.
- Verdrängereinheit
- 4.
- Feder
- 5.
- Magnetspule
- 6.
- Eisenrückschluss
- 7.
- Magnetanker
- 9.
- Spannungsversorgung
- 10.
- Elektrische Steuerung
- 11.
- Speicherprogrammierbarer Prozessor
- 12.
- Schalteinrichtung
- 13.
- Messeinrichtung
1. Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe (1), bestehend aus einem Elektromagneten
(2) und einer durch eine Feder (4) belasteten Verdrängereinheit (3), wobei der Elektromagnet
aus einer Magnetspule (5), einem Eisenrückschluss (6) und einem Magnetanker (7) aufgebaut
ist, mittels einer elektrischen Steuerung (10), die einen speicherprogrammierbaren
Prozessor (11), eine Schalteinrichtung (12) und eine Messeinrichtung (13) aufweist,
wobei der Prozessor (11)
• den elektrischen Widerstand der Magnetspule (5) aus den von der Messeinrichtung
(13) gemessenen Werten der elektrischen Spannung und des elektrischen Stroms berechnet
und
• die zeitliche Änderung des verketteten Magnetflusses in dem Elektromagneten (2)
aus der elektrischen Spannung, dem elektrischen Strom und dem elektrischen Widerstand
der Magnetspule (5) berechnet und
• den verketteten Magnetfluss in dem Elektromagneten (2) aus einem vorher berechneten
oder geschätzten Magnetfluss und der zeitlichen Änderung berechnet und
• die Lage des Magnetankers (7) aus dem berechneten verketteten Magnetfluss in dem
Elektromagneten (2) und dem gemessenen elektrischen Strom durch die Magnetspule (5)
bestimmt und
• in Abhängigkeit von der Lage des Magnetankers (7) die wirksame elektrische Spannung
an der Magnetspule (5) mittels der Schalteinrichtung (12) beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass
• aus einer vor dem bestimmungsgemäßen Betrieb der Steuerung (10) durch Messungen
und/oder Berechnungen ermittelten und in dem Prozessor (11) abgespeicherten Tabelle
mit zugeordneten Werten von dem elektrischen Strom, dem verketteten Magnetfluss und
der Lage des Magnetankers (7) durch den Prozessor (11) in der Steuerung (10) die gegenwärtige
Lage des Magnetankers (7) durch ein Schätzverfahren bestimmt wird,
• die Schätzung der Lage des Magnetanker (7) verbessert wird, indem bei unterschiedlichen
wirksamen Spannungen an der Magnetspule (5) der Spannung und/oder der Spannungsänderung
entsprechende vorher ermittelte Tabellen mit jeweils zugeordneten Werten von dem elektrischen
Strom, dem verketteten Magnetfluss und der Lage des Magnetankers (7) verwendet werden.
2. Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung des verketteten Magnetflusses verbessert wird, indem bei der Berechnung
des verketteten Magnetflusses die Vormagnetisierung des Magnetankers (7) und des Eisenrückschlusses
(6) aus der Vorgeschichte des zeitlichen Verlaufs des verketteten Magnetflusses bei
der numerischen Integration mittels des Anfangswerts berücksichtigt wird.
3. Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung des verketteten Magnetflusses in dem Elektromagneten (2) durch eine
in Echtzeit ablaufende numerische Integration von elektrischen und magnetischen Zustandsgrößen
des Elektromagneten erfolgt.
4. Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Schalteinrichtung (12) die wirksame elektrische Spannung an der Magnetspule
(5) in Abhängigkeit von der Lage des Magnetankers (7) einfach ausgeschaltet oder mehrfach
aus- und eingeschaltet wird, so dass sie im Sinne einer durch Schalten bewirkten Modulation
im Vergleich zur Spannung einer Spannungsversorgung (9) im zeitlichen Mittel in ihrer
Wirkung vermindert wird.
5. Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass bei der Rückstellung des Magnetankers (7) durch die Feder (4) ein wegen der Spuleninduktivität
langsam abklingender elektrischer Strom durch die Magnetspule von der Messeinrichtung
(13) gemessen wird und über die Berechnung des verketteten Magnetflusses zur Bestimmung
der Lage des Magnetankers genutzt wird, wobei eine entsprechend einer geringen wirksamen
Spannung und einer negativen Spannungsänderung ausgewählte vorausberechnete Tabelle
mit zugeordneten Werten von dem elektrischen Strom, dem verketteten Magnetfluss und
der Lage des Magnetankers (7) verwendet wird.
6. Verfahren zur Steuerung einer Hubkolbenpumpe nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass bei der Rückstellung des Magnetankers (7) durch die Feder (4) die Information über
die Lage des Magnetankers in der elektrischen Steuerung (10) genutzt wird, um abhängig
von der Lage des Magnetankers die wirksame Spannung an der Magnetspule (5) zu erhöhen
und damit die Bewegung des Magnetankers abzubremsen.
7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei
die Vorrichtung aus einer Hubkolbenpumpe (1) und einer elektrischen Steuerung (10)
besteht und wobei die Hubkolbenpumpe aus einem Elektromagneten (2) und einer durch
eine Feder (4) belasteten Verdrängereinheit (3) besteht, wobei der Elektromagnet aus
einer Magnetspule (5), einem Eisenrückschluss (6) und einem Magnetanker (7) aufgebaut
ist, und wobei die elektrischen Steuerung (10) einen speicherprogrammierbaren Prozessor
(11), eine Schalteinrichtung (12) und eine Messeinrichtung (13) aufweist
dadurch gekennzeichnet, dass
der speicherprogrammierbare Prozessor (11) mindestens eine vor dem bestimmungsgemäßen
Betrieb der Steuerung (10) berechnete Tabelle enthält, mit zugeordneten Werten von
dem elektrischen Strom durch die Magnetspule (5), dem verketteten Magnetfluss in dem
Elektromagneten (2) und der Lage des Magnetankers (7), wobei diese Tabelle oder diese
Tabellen dem Prozessor (11) ermöglichen, aufgrund einer Mehrzahl von Messungen des
elektrischen Stroms mittels einer Messeinrichtung (13) die Lage des Magnetankers (7)
durch ein Schätzverfahren zu bestimmen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Steuerung (10) mittels eines speicherprogrammierbaren Prozessors
(11) und einer Schalteinrichtung (12) die wirksame mittlere elektrische Spannung an
der Magnetspule (5) ankerhubabhängig relativ zur Spannung einer Spannungsversorgung
(9) so absenkt, dass der Verlauf der Geschwindigkeit des Magnetankers in einer dem
Prozessor (11) vorgegebenen Weise beeinflusst wird, wobei die Spannungsversorgung
(9) elektrische Leistung an die Schalteinrichtung (12), darüber an die Messeinrichtung
(13) und darüber an die Magnetspule (5) abgibt.
1. A method for controlling a reciprocating piston pump (1), consisting of an electromagnet
(2) and a displacement unit (3) loaded by a spring (4), wherein the electromagnet
is built of a magnetic coil (5), a magnetic yoke (6) and a magnetic armature (7),
by means of an electrical controller (10), which has a memory-programmable processor
(11), a switching device (12) and a measuring device (13),
wherein the processor (11)
- calculates the electrical resistance of the magnetic coil (5) from the values of
the electrical voltage and of the electrical current measured by the measuring device
(13) and
- calculates the temporal change of the linked magnetic flux in the electromagnet
(2) from the electrical voltage, the electrical current and the electric resistance
of the magnetic coil (5) and
- calculates the linked magnetic flux in the electromagnet (2) from a previously calculated
or estimated magnetic flux and the temporal change and
- determines the location of the magnetic armature (7) from the calculated linked
magnetic flux in the electromagnet (2) and the measured electrical current through
the magnetic coil (5) and
- depending on the location of the magnetic armature (7) influences the effective
electrical voltage on the magnetic coil (5) by means of the switching device (12),
characterized in that
- the current location of the magnetic armature (7) is determined by means of an estimation
process from a table determined prior to the appropriate operation of the controller
(10) by measurements and/or calculations and stored in the processor (11) with assigned
values of the electrical current, the linked magnetic flux and the location of the
magnetic armature (7) by the processor (11) in the controller (10),
- the estimate of the location of the magnetic armature (7) is improved, by, in the
event of different effective voltages on the magnetic coil (5) of the voltage and/or
of the voltage change, using corresponding previously determined tables with respective
assigned values of the electrical current, the linked magnetic flux and the location
of the magnetic armature (7).
2. The method for controlling a reciprocal piston pump according to claim 1, characterized in that the calculation of the linked magnetic flux is improved in that in the calculation of the linked magnetic flux the premagnetization of the magnetic
armature (7) and of the magnetic yoke (6) from the previous history of the temporal
progression of the linked magnetic flux in the numerical integration by means of the
initial value is taken into account.
3. The method for controlling a reciprocal piston pump according to any of claims 1 to
2, characterized in that the calculation of the linked magnetic flux in the electromagnet (2) occurs by means
of a numerical integration of electric and magnetic state variables of the electromagnet
taking place in real time.
4. The method for controlling a reciprocal piston pump according to any of claims 1 to
3, characterized in that by means of the switching device (12) the effective electrical voltage on the magnetic
coil (5) is switched off once or switched on and off multiple times depending on the
location of the magnetic armature (7), so that it is lessened in its effect within
the sense of a modulation caused by switching in comparison to the voltage of a voltage
supply (9) in over time.
5. The method for controlling a reciprocal piston pump according to any of claims 1 to
4, characterized in that in the retracted position of the magnetic armature (7) by means of the spring (4)
an electrical current slowly subsiding due to the coil inductivity through the magnetic
coil is measured by the measuring device (13) and via the calculation of the linked
magnetic flux is used to determine the location of the magnetic armature, wherein
a previously calculated table selected corresponding to a low effective voltage and
a negative voltage change with assigned values of the electrical current, the linked
magnetic flux and the location of the magnetic armature (7) is used.
6. The method for controlling a reciprocal piston pump according to claim 5, characterized in that in the retracted position of the magnetic armature (7) by means of the spring (4)
the information about the location of the magnetic armature in the electrical controller
(10) is used in order to increase the effective voltage in the magnetic coil (5) depending
on the location of the magnetic armature and hence to slow down the movement of the
magnetic armature.
7. An apparatus for carrying out the method according to any of claims 1 to 6, wherein
the apparatus consists of a reciprocal piston pump (1) and an electrical controller
(10) and wherein the reciprocal piston pump consists of an electromagnet (2) and a
displacement unit (3) loaded by a spring (4), wherein the electromagnet is built of
a magnetic coil (5), a magnetic yoke (6) and a magnetic armature (7), and wherein
the electrical controller (10) has a memory-programmable processor (11), a switching
device (12) and a measurement device (13),
characterized in that
the memory-programmable processor (11) contains at least one table calculated prior
to the appropriate operation of the controller (10), with associated values of the
electrical current through the magnetic coil (5), the linked magnetic flux in the
electromagnet (2) and the location of the magnetic armature (7), wherein this table
or these tables enable the processor (11) to determine by means of a measuring device
(13) the location of the magnetic armature (7) by means of a estimation process on
the basis of a plurality of measurements of the electrical current.
8. The apparatus according to claim 7, characterized in that the electrical controller (10) reduces, by means of a memory-programmable processor
(11) and a switching device (12), the effective mean electrical voltage on the magnetic
coil (5) depending on the armature stroke relative to the voltage of a voltage supply
(9) such that the curve of the velocity of the magnetic armature is influenced in
a manner predetermined by the processor (11), wherein the voltage supply (9) emits
electrical power to the switching device (12), from there to the measurement device
(13) and from there to the magnetic coil (5).
1. Procédé de commande d'une pompe à piston (1), constituée d'un électro-aimant (2) et
d'une unité volumétrique (3) sollicitée par un ressort (4), dans lequel l'électro-aimant
est composé d'une bobine magnétique (5), d'une culasse en fer (6) et d'une armature
d'électro-aimant (7), au moyen d'une commande (10) électrique qui présente un processeur
(11) à mémoire programmable, un dispositif de commutation (12) et un dispositif de
mesure (13),
dans lequel le processeur (11)
- calcule la résistance électrique de la bobine magnétique (5) à partir des valeurs
de la tension électrique et du courant électrique mesurées par le dispositif de mesure
(13), et
- calcule la modification temporelle du flux magnétique concaténé dans l'électro-aimant
(2) à partir de la tension électrique, du courant électrique et de la résistance électrique
de la bobine magnétique (5), et
- calcule le flux magnétique concaténé dans l'électro-aimant (2) à partir d'un flux
magnétique précédemment calculé ou estimé et de la modification temporelle, et
- détermine la position de l'armature d'électro-aimant (7) à partir du flux magnétique
concaténé calculé dans l'électro-aimant (2) et du courant électrique mesuré par la
bobine magnétique (5), et
- en fonction de la position de l'armature d'électro-aimant (7), influe sur la tension
électrique agissante contre la bobine magnétique (5) au moyen du dispositif de commutation
(12),
caractérisé en ce que
- à partir d'une table établie avant le fonctionnement normal de la commande (10)
par des mesures et/ou des calculs et mémorisée dans le processeur (11), avec des valeurs
attribuées du courant électrique, du flux magnétique concaténé et de la position de
l'armature d'électro-aimant (7), la position actuelle de l'armature d'électro-aimant
(7) est déterminée par le processeur (11) dans la commande (10) via un procédé d'estimation,
- l'estimation de la position de l'armature d'électro-aimant (7) est améliorée en ce que, lors de tensions agissantes différentes contre la bobine magnétique (5), des tables
établies auparavant qui correspondent à la tension et/ou à la modification de tension
sont utilisées avec respectivement des valeurs attribuées du courant électrique, du
flux magnétique concaténé et de la position de l'armature d'électro-aimant (7).
2. Procédé de commande d'une pompe à piston selon la revendication 1, caractérisé en ce que le calcul du flux magnétique concaténé est amélioré en ce que, lors du calcul du flux magnétique concaténé, la pré-magnétisation de l'armature
d'électro-aimant (7) et de la culasse en fer (6) est prise en compte depuis l'antécédent
du déroulement dans le temps du flux magnétique concaténé lors de l'intégration numérique
au moyen de la valeur initiale.
3. Procédé de commande d'une pompe à piston selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le calcul du flux magnétique concaténé dans l'électro-aimant (2) s'effectue via une
intégration numérique qui se déroule en temps réel de grandeurs d'état électriques
et magnétiques de l'électro-aimant.
4. Procédé de commande d'une pompe à piston selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moyen du dispositif de commutation (12) la tension électrique agissante contre
la bobine magnétique (5) est simplement éteinte ou plusieurs fois éteinte et allumée
en fonction de la position de l'armature d'électro-aimant (7), de sorte qu'elle soit
réduite dans son action dans le moyen temporel dans le sens d'une modulation provoquée
par commutation par comparaison avec la tension d'une alimentation en tension (9).
5. Procédé de commande d'une pompe à piston selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, lors du rappel de l'armature d'électro-aimant (7) par le ressort (4), un courant
électrique qui s'atténue lentement à cause de l'inductance de bobine à travers la
bobine magnétique est mesuré par le dispositif de mesure (13) et est utilisé via le
calcul du flux magnétique concaténé pour déterminer la position de l'armature d'électro-aimant,
dans lequel est utilisée une table calculée au préalable et sélectionnée qui correspond
à une tension agissante réduite et à une modification de tension négative, avec des
valeurs attribuées du courant électrique, du flux magnétique concaténé et de la position
de l'armature d'électro-aimant (7).
6. Procédé de commande d'une pompe à piston selon la revendication 5, caractérisé en ce que, lors du rappel de l'armature d'électro-aimant (7) par le ressort (4), l'information
sur la position de l'armature d'électro-aimant dans la commande (10) électrique est
utilisée pour, en fonction de la position de l'armature d'électro-aimant, augmenter
la tension agissante contre la bobine magnétique (5) et ainsi freiner le mouvement
de l'armature d'électro-aimant.
7. Dispositif destiné à exécuter le procédé selon l'une des revendications 1 à 6, dans
lequel le dispositif est constitué d'une pompe à piston (1) et d'une commande (10)
électrique et dans lequel la pompe à piston est constituée d'un électro-aimant (2)
et d'une unité volumétrique (3) sollicitée par un ressort (4), dans lequel l'électro-aimant
est composé d'une bobine magnétique (5), d'une culasse en fer (6) et d'une armature
d'électro-aimant (7), et dans lequel la commande (10) électrique présente un processeur
(11) à mémoire programmable, un dispositif de commutation (12) et un dispositif de
mesure (13),
caractérisé en ce que
le processeur (11) à mémoire programmable contient au moins une table calculée avant
le fonctionnement normal de la commande (10), avec des valeurs attribuées du courant
électrique à travers la bobine magnétique (5), du flux magnétique concaténé dans l'électro-aimant
(2) et de la position de l'armature d'électro-aimant (7), dans lequel cette table
ou ces tables permettent au processeur, en raison d'une pluralité de mesures du courant
électrique au moyen d'un dispositif de mesure (13), de déterminer la position de l'armature
d'électro-aimant (7) via un procédé d'estimation.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la commande (10) électrique abaisse la tension électrique moyenne agissante contre
la bobine magnétique (5) au moyen d'un processeur (11) à mémoire programmable et d'un
dispositif de commutation (12), indépendamment du piston par rapport à la tension
d'une alimentation en tension (9), de telle sorte que l'évolution de la vitesse de
l'armature d'électro-aimant soit influencée d'une façon prédéfinie pour le processeur
(11), dans lequel l'alimentation en tension (9) envoie une tension électrique au dispositif
de commutation (12), là-dessus au dispositif de mesure (13) et là-dessus à la bobine
magnétique (5).