[0001] Die Erfindung betrifft ein Gepäckstück nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie
ein Verfahren zur Verriegelung eines Gepäckstücks nach Anspruch 15.
[0002] Es sind Gepäckstücke, insbesondere Koffer, bekannt, die einen Gepäckstückkörper mit
zumindest einem ersten und einem zweiten Gepäckstückteil aufweisen, wobei das erste
und das zweite Gepäckstückteil zueinander verschwenkbar sind, so dass der Gepäckstückkörper
geöffnet oder geschlossen werden kann. Es ist ferner häufig zumindest ein Handgriff
vorgesehen, der mit dem zweiten Gepäckstückteil verbunden ist. Es ist häufig ein erstes
und ein zweites Rahmenelement vorgesehen, wobei das erste Rahmenelement an einer Kante
des ersten Gepäckstückteils angeordnet ist und das zweite Rahmenelement an einer Kante
des zweiten Gepäckstückteils angeordnet ist, wobei zumindest das erste Rahmenelement
eine erste Vertiefung aufweist. Das erste und das zweite Rahmenelement greifen im
geschlossenen Zustand in einander ein und grenzen im geschlossenen Zustand einander
an.
[0003] Bei den bisherigen Gepäckstücken besteht häufig das Problem, dass insbesondere bei
einem beladenen angehobenen Gepäckstück ein Spalt zwischen erstem und zweitem Gepäckstückteil
entsteht.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Gepäckstück und ein Verfahren
zu schaffen, bei dem verhindert wird, dass ein Spalt zwischen erstem und zweitem Gepäckstückteil
entsteht, wenn das Gepäckstück im geschlossenen und beladenen Zustand angehoben wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale der Ansprüche 1 und 15.
[0006] Die Erfindung sieht in vorteilhafterer Weise vor, dass an dem zweiten Gepäckstückteil
zumindest ein Hakenelement angeordnet ist, das im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers
über das erste Rahmenelement reicht und in einem Zustand, in dem das Gepäckstück beladen
und an dem Handgriff angehoben ist, in die erste Vertiefung eingreift, wobei das Hakenelement
in einem Zustand, in dem das Gepäckstück nicht angehoben ist, nicht in die Vertiefung
eingreift.
[0007] Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass das Hakenelement in die erste Vertiefung
des ersten Rahmenelements eingreift, wenn der beladene und geschlossene Gepäckstückkörper
angehoben wird. Dadurch kann kein Spalt zwischen erstem und zweitem Gepäckstückteil
entstehen. Ferner hat die vorliegende Erfindung den Vorteil, dass im nicht angehobenen
Zustand und/oder im nicht beladenen Zustand, der Gepäckstückkörper einfach geöffnet
werden kann, da das Hakenelement nicht in die erste Vertiefung eingreift.
[0008] Das Hakenelement kann mit dem zweiten Rahmenelement verbunden, insbesondere verschraubt
und/oder verklebt sein.
[0009] Das Hakenelement kann ferner mit dem Handgriff verbunden sein. Insbesondere kann
das Hakenelement mit dem Handgriff verschraubt sein.
[0010] Das erste und das zweite Rahmenelement können im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers
aneinander grenzen und zumindest teilweise ineinander greifen.
[0011] Im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers kann ein Dichtungselement zwischen
erstem und zweitem Rahmenelement angeordnet sein.
[0012] Das zweite Rahmenelement kann eine zweite Vertiefung aufweisen, wobei das Hakenelement
teilweise in der zweiten Vertiefung angeordnet und mit dem zweiten Rahmenelement verbunden
sein kann.
[0013] Die erste und/oder die zweite Vertiefung im ersten und/oder zweiten Rahmenelement
kann eine Nut im Rahmenelement sein. Das erste und/oder zweite Rahmenelement kann
ein im ersten und/oder zweiten Gepäckstückteil umlaufendes Element sein.
[0014] Es kann zumindest ein Schloss vorgesehen sein, mit dem das erste und das zweite Gepäckstückteil
im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers miteinander verbindbar sind.
[0015] Der Gepäckstückkörper kann zumindest eine Innen- und zumindest eine Außenseite aufweisen,
wobei das Hakenelement auf der zumindest einen Innenseite angeordnet ist.
[0016] Der Handgriff kann auf der zumindest einen Außenseite angeordnet sein, wobei die
erste Innenseite, an der das Hakenelement angeordnet ist, die entsprechende Innenseite
der ersten Außenseite ist, an der der Handgriff angeordnet ist, so dass das mindestens
eine Hakenelement dem Handgriff gegenüber liegt.
[0017] Das mindestens ein Schloss kann an der mindestens einen Außenseite angeordnet sein,
an der auch der Handgriff angeordnet ist.
[0018] Der Gepäckstückkörper kann zumindest zwei Hauptseiten, zwei Längsseiten, eine Ober-
und eine Unterseite aufweisen, wobei die eine erste Außenseite eine der Längsseiten
des Gepäckstückkörpers ist.
[0019] Das Hakenelement und/oder das Rahmenelement können aus einem Material bestehen, das
Metall aufweist.
[0020] Das erste Rahmenelement kann mit dem ersten Gepäckstückkörper und das zweite Rahmenelement
kann mit dem zweiten Gepäckstückkörper über eine Klebeschicht und/oder Schrauben und/oder
Nieten verbunden sein.
[0021] Der Handgriff kann über Schrauben und/oder Nieten mit dem Hakenelement verbunden
sein.
[0022] Das Hakenelement kann ferner mit weiteren Bauteilen einstückig verbunden sein.
[0023] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ferner ein Verfahren zur Verriegelung eines
zumindest ein erstes und ein zweites Gepäckstückteil aufweisenden Gepäckstückkörpers
eines Gepäckstücks vorgesehen sein, wobei folgende Schritte vorgesehen sind:
- Vorsehen eines Hakenelements an einem zweiten Gepäckstückkörper, wobei
- das Hakenelement beim Anheben des geschlossenen, beladenen Gepäckstückkörpers an einem
Handgriff des Gepäckstücks das erste und zweite Gepäckstückteil miteinander verriegelt,
so dass kein Spalt zwischen erstem und zweitem Gepäckstückteil entsteht.
[0024] Beim Verriegeln kann das Hakenelement in eine erste Vertiefung eines ersten Rahmenelements
eingreifen, das am ersten Gepäckstückteil angeordnet ist.
[0025] Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0026] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- zeigt einen erfindungsgemäßen Koffer,
- Fig. 2
- zeigt einen Teil des zweiten Gepäckstückteils im geöffneten Zustand,
- Fig. 3
- zeigt das erste und zweite Rahmenelement mit Hakenelement,
- Fig. 4
- zeigt das erste und zweite Rahmenelement mit Hakenelement im geöffneten Zustand,
- Fig. 5
- zeigt einen Eingriff des Hakenelements in die erste Vertiefung.
[0027] Fig. 1 zeigt ein Gepäckstück gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Gepäckstück ist
im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Koffer. Das Gepäckstück weist vorzugsweise
einen Gepäckstückkörper 2 auf, der zumindest ein erstes und ein zweites Gepäckstückteil
4,6 aufweist. Das erste und das zweite Gepäckstückteil 4,6 sind zueinander verschwenkbar,
so dass der Gepäckstückkörper 2 geöffnet und geschlossen werden kann. Das erste und
das zweite Gepäckstückteiln 4,6 sind vorzugsweise mittels nicht dargestellter Scharniere
zueinander verschwenkbar.
[0028] Das Gepäckstück 1 weist ferner zumindest einen Handgriff 22 auf, der mit dem zweiten
Gepäckstückteil 6 verbunden ist. Das Gepäckstück 1 weist zumindest ein erstes und
ein zweites Rahmenelement 28,31 auf, wobei das erste Rahmenelement 28 an einer Kante
27 des ersten Gepäckstückteils 4 angeordnet ist und das zweite Rahmenelement 31 an
einer Kante 29 des zweiten Gepäckstückteils 6 angeordnet ist. Das Gepäckstück 1 kann
vorzugsweise Rollen 18 aufweisen, so dass das Gepäckstück 1 über einen Boden rollbar
ist. Ferner kann das Gepäckstück 1 auch einen Teleskopgriff 20 aufweisen.
[0029] Das Gepäckstück 1 weist zwei Hauptseiten 11, zwei Längsseiten 10, eine Oberseite
13 und eine Unterseite 12 auf.
[0030] In Fig. 2 ist das zweite Gepäckstückteil 6 im geöffneten Zustand dargestellt. Es
ist insbesondere eine erste Innenseite 48 sichtbar. Diese Innenseite 48 ist die entsprechende
Innenseite zu der ersten Außenseite 10, an der der Handgriff 22 angeordnet ist. Die
Außenseite 10 kann, wie im dargestellten Ausführungsbeispiel, die Längsseite 10 sein.
Der Handgriff 22 ist mit dem zweiten Gepäckstückteil 6 verbunden.
[0031] An dem zweiten Gepäckstückteil 6 ist zumindest ein Hakenelement 30 angeordnet. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sogar zwei Hakenelemente 30 dargestellt. Aus
Fig. 2 kann ferner entnommen werden, dass die Vertiefungen 24 für die Schlösser 12
ebenfalls an der Außenseite 10 angeordnet sind, an der auch der Handgriff 22 angeordnet
ist. Das mindestens eine Hakenelement 30 kann vorzugsweise mit dem Handgriff 22 verbunden
sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Hakenelement 30 mit dem Handgriff
verschraubt.
[0032] Das zweite Rahmenelement 31 kann ferner zumindest eine zweite Vertiefung 50 aufweisen,
in der ein Teil des Hakenelements 30 angeordnet ist und mit dem zweiten Rahmenelement
31 verbunden ist. Durch die Anordnung in der zweiten Vertiefung 50 kann die Stabilität
der Verbindung zwischen Hakenelement 30 und zweiten Rahmenelement 31 erhöht werden.
[0033] In Fig. 3 ist das Hakenelement 30 mit erstem und zweitem Rahmenelement 28,31 und
erstem und zweitem Gepäckstückteil 4,6 dargestellt. Es ist ein Zustand dargestellt,
bei dem das Gepäckstück nicht angehoben ist oder nicht beladen ist. Das erste Rahmenelement
28 weist eine erste Vertiefung 32 auf. Das an dem zweiten Gepäckstückteil 6 angeordnete
Hakenelement 30 reicht im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers 2 über das
erste Rahmenelement 31.
[0034] In einem Zustand, in dem das Gepäckstück 1 nicht angehoben ist, greift das Hakenelement
30 nicht in die erste Vertiefung 32 ein. Dies ist in Fig. 3 dargestellt. Das Gepäckstück
1 kann somit in diesem Zustand leicht geöffnet werden. Der Zustand des Öffnens ist
in Fig. 4 dargestellt. Aus Fig. 3 geht ferner hervor, dass das erste und das zweite
Rahmenelement 28,31 im geschlossenen Zustand mindestens teilweise ineinander greifen.
Es greift beispielsweise der Vorsprung 36 des zweiten Rahmenelements 31 in eine Vertiefung
38 des ersten Rahmenelements 28 ein. In der Vertiefung 40 kann ferner ein Dichtungselement
vorgesehen sein. Dies ist im dargestellten Ausführungsbeispiel nicht dargestellt.
[0035] Aus Fig. 5 kann entnommen werden, dass das Hakenelement 30 in einem Zustand, in dem
das Gepäckstück beladen und an dem Handgriff 22 angehoben ist, in die erste Vertiefung
32 eingreift. Auf diese Weise wird verhindert, dass ein Spalt zwischen erstem und
zweitem Gepäckstückteil 4,6 entsteht. In Fig. 5 ist dargestellt, dass aufgrund des
beladenen Koffers eine Kraft 46 auf das erste Gepäckstückteil 4 im angehobenen Zustand
wirkt, wohingegen eine Kraft 44 über den Griff auf das zweite Gepäckstückteil 6 wirkt.
Dadurch wird der Vorsprung 48 des Hakenelements 30 in die erste Vertiefung 32 eingeführt.
[0036] Das Hakenelement 30 kann mit dem zweiten Rahmenelement 31 verbunden, insbesondere
festgeschraubt und/oder festgeklebt, sein. Das erste und das zweite Rahmenelement
28,31 können jeweils mit dem ersten und dem zweiten Gepäckstückteil 4,6 verklebt,
verschraubt und/oder vernietet sein. Das erste und/oder das zweite Rahmenelement 28,31
können aus Metall bestehen.
1. Gepäckstück, mit
- einem Gepäckstückkörper, der zumindest ein erstes und ein zweites Gepäckstückteil
aufweist, wobei das erste und das zweite Gepäckstückteil zueinander verschwenkbar
sind, so dass der Gepäckstückkörper geöffnet oder geschlossen werden kann,
- zumindest einem Handgriff, der mit dem zweiten Gepäckstückteil verbunden ist,
- zumindest einem ersten und einem zweiten Rahmenelement, wobei das erste Rahmenelement
an einer Kante des ersten Gepäckstückteils angeordnet ist und das zweite Rahmenelement
an einer Kante des zweiten Gepäckstückteils angeordnet ist, wobei zumindest das erste
Rahmenelement eine erste Vertiefung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem zweiten Gepäckstückteil zumindest ein Hakenelement angeordnet ist, das im
geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers über das erste Rahmenelement reicht und
in einem Zustand, in dem der Gepäckstückkörper beladen und an dem Handgriff angehoben
ist, in die erste Vertiefung eingreift, wobei das Hakenelement in einem Zustand, in
dem der Gepäckstückkörper nicht angehoben ist, nicht in die Vertiefung eingreift.
2. Gepäckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenelement mit dem zweiten Rahmenelement verbunden, insbesonder verschraubt
und/oder vergeklebt ist.
3. Gepäckstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenelement mit dem Handgriff verbunden ist.
4. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Rahmenelement im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers
aneinander grenzen und zumindest teilweise ineinander greifen.
5. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers ein Dichtungselement zwischen ersten
und zweitem Rahmenelement angeordnet ist.
6. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rahmenelement eine zweite Vertiefung aufweist, wobei das Hakenelement
teilweise in der zweiten Vertiefung angeordnet und mit dem zweiten Rahmenelement verbunden
ist.
7. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schloss vorgesehen ist, mit dem das erste und das zweite Gepäckstückteil
im geschlossenen Zustand des Gepäckstückkörpers miteinander verbindbar sind.
8. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gepäckstückkörper zumindest eine Innen- und zumindest eine Außenseite aufweist,
wobei das Hakenelement auf der zumindest einen Innenseite angeordnet ist.
9. Gepäckstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff auf der zumindest einen Außenseite angeordnet ist, wobei die erste
Innenseite, an der das Hakenelement angeordnet ist, die entsprechende Innenseite der
ersten Außenseite ist, an der der Handgriff angeordnet ist, so dass das mindestens
eine Hakenelement dem Handgriff gegenüberliegt.
10. Gepäckstück nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens ein Schloss an der mindestens einen Außenseite angeordnet ist, an
der auch der Handgriff angeordnet ist.
11. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gepäckstückkörper zumindest zwei Hauptseiten, zwei Längsseiten, eine Ober- und
eine Unterseite aufweist, wobei die eine erste Außenseite eine der Längsseiten des
Gepäckstückkörpers ist.
12. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenelement und/oder das Rahmenelement aus einem Material besteht, das Metall
oder Kunststoff aufweist.
13. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass erste Rahmenelement mit dem ersten Gepäckstückkörper und das zweite Rahmenelement
mit dem zweiten Gepäckstückkörper über eine Klebeschicht und/oder Schrauben und/oder
Nieten verbunden ist.
14. Gepäckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff über Schrauben und/oder Nieten mit dem Hakenelement verbunden ist.
15. Verfahren zur Verriegelung eines zumindest ein erstes und ein zweites Gepäckstückteil
aufweisenden Gepäckstückkörpers eines Gepäckstücks, durch
- Vorsehen eines Hakenelements an dem zweiten Gepäckstückkörper, wobei
- das Hakenelement beim Anheben des geschlossenen, beladenen Gepäckstückkörpers an
einem Handgriff des Gepäckstücks das erste und das zweite Gepäckstückteil miteinander
verriegelt, so dass kein Spalte zwischen erstem und zweitem Gepäckstückteil entsteht.