[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines elektrisch betriebenen
in der Hand eines Nutzers haltbaren, mobilen Nietgerätes, sowie ein solches Nietgerät,
das ein Gehäuse aufweist, in dem eine Nietsetzmechanik aufgenommen ist, mit der Nietelemente
in zu verbindende Werkstücke gesetzt werden, wobei beim Setzen der Nietelemente Nietrestdorne
erzeugt werden, die durch einen Förderkanal in einen Auffangbehälter des Nietgerätes
befördert werden.
STAND DER TECHNIK
[0002] Ein pneumatisch betriebenes Nietgerät zeigt beispielsweise die
DE 81 19 147 U1. Das Nietgerät dient zum Setzen von Blindnieten in zu verbindende Werkstücke, und
während des Nietsetzens werden Teile des Nietdorns abgerissen, und zum Auffangen der
abgerissenen Restnietdorne dient der Auffangbehälter. Zum Überführen des Restnietdorns
vom vorderseitigen Mundstück der Nietsetzmechanik in den rückseitig am Gehäuse des
Nietgerätes angeordneten Auffangbehälter dient ein Förderkanal, wobei eine Vielzahl
von Restnietdornen bei hintereinander gesetzten Nietelementen durch den Förderkanal
geführt und im Auffangbehälter aufgenommen werden. Die meisten Auffangbehälter für
die Restnietdorne sind nicht einsichtig und beispielsweise aus einem nichttransparenten
Kunststoff hergestellt. Der Bediener des Nietgerätes muss regelmäßig prüfen, ob der
Auffangbehälter bereits voll ist. Selbst bei durchsichtigen Auffangbehältern wird
häufig das Entleeren unterlassen, und ist der Auffangbehälter voll, können die Restnietdorne
nicht mehr abgeführt werden und verstopfen den Förderkanal, so dass es häufig zu Verklemmungen
der Restnietdorne im Förderkanal oder auch im Auffangbehälter kommt, wobei sogar ein
nicht entleerter Auffangbehälter zum Totalschaden des Nietgerätes führen kann.
[0003] Die
DE 10 2011 111 535 A1 offenbart eine weitere Ausführungsform eines pneumatisch betriebenen Nietgerätes,
und rückseitig weist das Nietgerät einen am Gehäuse angeordneten Auffangbehälter auf,
und durch die Nietsetzmechanik erstreckt sich vom Mundstück beginnend ein Förderkanal,
der in den Auffangbehälter mündet und durch den die abgerissenen Restnietdorne bewegt
werden können. Der Auffangbehälter kann über einen rückseitigen Verschluss geöffnet
werden, um diesen zu entleeren, wobei bei einem nicht entleerten Auffangbehälter die
Gefahr besteht, dass sich der Auffangbehälter selbsttätig öffnet, und beispielsweise
bei Überkopf-Nietarbeiten kann es zu Verletzungen beispielsweise der Augen kommen.
[0004] Die
DE 78 19 059 U1 offenbart eine Vorrichtung zum Sammeln und Absaugen abgerissener Restnietdorne von
Blindnieten für pneumatisch betriebene Blindnietgeräte mit einem Durchlasskanal im
Gerätekopf, der als Förderkanal für die Restnietdorne dient. Das freie Ende des Auffangbehälters
weist dabei ein durch Druckluft betriebenes Vakuumsystem auf. Damit wird erreicht,
dass das Sammeln und Absaugen der abgerissenen Restnietdorne einfach und zuverlässig
funktioniert, wobei die Druckluft zum Transport der Restnietdorne dient. Bei elektrisch
betriebenen insbesondere handhaltbaren Nietgeräten ist ein derartiges Unterdrucksystem
allerdings nicht anwendbar.
[0005] Auch die
JP 2012-1210026 offenbart ein pneumatisch betriebenes Nietgerät, bei dem die anfallenden der Restnietdorne
regsitriert und dem Nutzer zur Kenntnis gebracht werden.
[0006] Die
DE 10 2013 012 075 A1 offenbart ein pneumatisch betriebenes Nietgerät, das von einem Roboterarm gehalten
ist und bei dem die Restnietdorne über einen Schlauch in einen separat angeordneten
Auffangbehälter befördert werden. Auch in diesem Fall wird die Anzahl der Restnietdorne
ermittelt.
[0007] Aus der
DE 10 2013 221 789 A1 ist ein für den Handbetrieb ausgebildetes Akkugerät zum Setzen von Nieten gezeigt,
bei dem Restnietdorne in einen koaxial zum Gerätekopf angeordneten Auffangbehälter
befördert werden. In der Achse zwischen Gerätekopf und Nietdornbehälter ist eine Kugelumlaufspindel
zum Betrieb des Gerätekopfes vorgesehen. Die Restnietdorne werden über einen Kanal
zum Nietdornbehälter befördert.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung eines Verfahrens zum Betrieb eines handhaltbaren
elektrisch betriebenen Nietgerätes sowie die Weiterbildung eines solchen Nietgerätes,
wobei die Sicherheit gegen ein Versagen des Nietgerätes durch das Verfahren zum Betrieb
des Nietgerätes und durch das Nietgerät selbst verringert werden soll. Insbesondere
soll ein Nietgerät geschaffen werden, das einen erhöhten Bedienkomfort aufweist.
[0009] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Verfahren zum Betrieb eines elektrisch betriebenen
handhaltbaren Nietgerätes gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ausgehend von
einem handhaltbaren Nietgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 7 mit den jeweils
kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Die Erfindung schlägt die technische Lehre vor, Mittel vorzusehen, mit denen die
Anzahl von Restnietdornen im Auffangbehälter bestimmt wird und dass einem Benutzer
die Information bereitgestellt wird, ob eine Entleerung des Auffangbehälters erforderlich
ist.
[0011] Der Kern der Erfindung liegt darin, den Benutzer des elektrisch betriebenen Nietgerätes,
das insbesondere als Akkugerät vorgesehene ist, darüber zu informieren, ob und wann
der Auffangbehälter mit Restnietdornen gefüllt ist und entleert werden muss. Um die
Information bereitzustellen, sind erfindungsgemäß Mittel vorgesehen, mit denen die
Anzahl von Restnietdornen im Auffangbehälter bestimmt wird. Erreicht die Anzahl der
Restnietdorne im Auffangbehälter eine maximal zulässig Aufnahmekapazität des Auffangbehälters,
so wird die Information an den Benutzer bereitgestellt, dass die Entleerung des Auffangbehälters
erforderlich ist. Im Rahmen der Erfindung beschränkt sich diese Information jedoch
nicht ausschließlich auf eine aktuell notwendige Entleerung des Auffangbehälters,
vielmehr kann der Benutzer erfindungsgemäß auch mit Informationen versorgt werden,
wann der Auffangbehälter entleert werden muss, beispielsweise wie viele Nieten noch
gesetzt werden können, bis der Auffangbehälter voll ist.
[0012] Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Mittel umfassen diese eine sensierende
Zähleinrichtung, mit der die Anzahl der in den Auffangbehälter beförderten Restnietdorne
gezählt wird und wobei eine Summe an Restnietdornen gebildet wird, so dass über die
gebildete Summe dem Benutzer die Information bereitgestellt wird, ob der Auffangbehälter
geleert werden muss. Hat die Summe der Restnietdorne die maximale Aufnahmekapazität
des Auffangbehälters noch nicht erreicht, wird die Information an den Benutzer im
Regelfall noch nicht bereitgestellt. Erst wenn der Auffangbehälter geleert werden
muss, erhält der Benutzer vom Nietgerät die Information, dass der Auffangbehälter
geleert werden muss. Beispielsweise kann als Information an den Benutzer auch eine
Anzahl von noch möglichen Nietsetzvorgängen vor dem Erreichen der Aufnahmekapazität
des Auffangbehälters ausgegeben werden, sodass der Benutzer das Setzen beispielsweise
eine Reihe von Nieten nicht unterbricht, aber eine neue Reihe nicht vor einer Entleerung
des Auffangbehälters beginnt.
[0013] Gemäß einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
umfassen die Mittel eine elektronische Zähleinrichtung, mit der die Anzahl der Betätigungen
des Nietgerätes mittels eines Aktivierungsschalters durch den Benutzer gezählt wird,
woraus auf vorteilhafte Weise die Anzahl der Restnietdorne bestimmt wird, die in den
Auffangbehälter befördert werden. Beispielsweise weist das Nietgerät eine Steuereinheit
auf, insbesondere wenn das Nietgerät als elektrisch betriebenes Nietgerät ausgeführt
ist und insbesondere wenn der Aktivierungsschalter elektrisch wirkend ausgebildet
ist. Somit kann auf einfache Weise und ohne zusätzliche Hardwarekomponenten mit der
Steuereinheit bestimmt werden, welchen Füllungsgrad der Auffangbehälter aufweist,
so dass eine aktuelle Füllstandinformation des Auffangbehälters an den Benutzer des
Nietgerätes ausgegeben werden kann. Beispielsweise weist das Nietgerät zusätzlich
ein Anzeigemittel auf, und mit der Steuereinheit kann auf dem Anzeigemittel angezeigt
werden, nach wie vielen Nietsetzvorgängen der Auffangbehälter geleert werden muss.
Dadurch wird der Benutzer in die Lage versetzt, zu entscheiden, ob eine Nietsetzfolge
noch vorgenommen werden kann oder nicht, bevor der Auffangbehälter geleert wird.
[0014] Mit besonderem Vorteil weist das handhaltbare Nietgerät einen Entnahmesensor auf,
mit dem eine Entnahme des Auffangbehälters vom Gehäuse des Nietgerätes erkannt wird,
und wobei nach einer Entnahme des Auffangbehälters vom Gehäuse die Zählung der Restnietdorne
im Auffangbehälter genullt wird. Insbesondere kann die Steuereinheit mit dem Entnahmesensor
gekoppelt sein, so dass beispielsweise nach einer vorübergehenden Entnahme des Auffangbehälters
davon ausgegangen wird, dass dieser entleert wurde, und mit der Steuereinheit kann
die Zählung der in den Auffangbehälter beförderten Restnietdorne von vorne beginnen.
Dabei ist erforderlich, dass der Benutzer den Auffangbehälter auch tatsächlich leert,
wenn der Auffangbehälter vom Gehäuse gelöst wird.
[0015] Gemäß einer noch weiteren Ausführungsform ist das Nietgerät zur Kommunikation mit
einem Mobiltelefon über eine Drahtlosverbindung ausgebildet ist, sodass vom Nietgerät
an das Mobiltelefon eine Information wenigstens umfassend die Restanzahl von verbleibenden
Nietvorgängen und/oder die Notwendigkeit einer Entleerung des Auffangbehälters übermittelt
wird und mittels einer App dem Benutzer auf dem Mobiltelefon angezeigt wird. Beispielsweise
kann das Mobiltelefon vibrieren oder akustische Signale erzeugen, wenn eine Handlung
des Benutzers des Nietgerätes insbesondere in Bezug auf den Auffangbehälter notwendig
ist.
[0016] Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin gelöst durch ein handhaltbares Nietgerät
mit einem Gehäuse, in dem eine Nietsetzmechanik aufgenommen ist, mit der Nietelemente
in zu verbindende Werkstücke setzbar sind, und mit einem Förderkanal, durch den beim
Setzen der Nietelemente erzeugte Restnietdorne in einen Auffangbehälter des Nietgerätes
beförderbar sind. Erfindungsgemäß sind Mittel vorgesehen, mit denen die Anzahl von
Restnietdornen im Auffangbehälter bestimmbar ist, und es ist vorgesehen, dass einem
Benutzer die Information bereitstellbar ist, ob eine Entleerung des Auffangbehälters
erforderlich ist.
[0017] Mit Vorteil umfassen die Mittel eine sensierende Zähleinrichtung, mit der die Anzahl
der in den Auffangbehälter beförderten Restnietdorne zählbar ist. Zusätzlich oder
alternativ umfassen die Mittel eine elektronische Zähleinrichtung, mit der die Häufigkeit
der Betätigung des Nietgerätes mittels eines Aktivierungsschalters zählbar ist.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Nietgerät einen Entnahmesensor
auf, mit dem eine Entnahme des Auffangbehälters vom Gehäuse des Nietgerätes erkennbar
ist. Derartige Entnahmesensoren dienen gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des
handhaltbaren Nietgerätes dazu, die Anordnung des Auffangbehälters zu erkennen, so
dass in Wechselwirkung mit der Steuereinheit des Nietgerätes dieses nur bedient werden
kann, wenn der Entnahmesensor das Vorhandensein eines Auffangbehälters erkennt. Damit
wird die Sicherheit geschafften, dass die Restnietdorne nicht über die Hinterseite
des Gehäuses des Nietgerätes durch den Förderkanal ins Freie gelangen, und beispielsweise
beim Benutzer eine Augenverletzung hervorrufen. Erfindungsgemäß können solche in an
sich bekannter Weise vorgesehene Entnahmesensoren dazu dienen, die Zählung der Anzahl
der Restnietdorne im Auffangbehälter zu nullen, wenn davon ausgegangen wird, dass
bei einer vorübergehenden Entnahme der Auffangbehälter auch geleert wird.
[0019] Mit weiterem Vorteil weist das handhaltbare Nietgerät ein Anzeigemittel auf, das
dazu ausgebildet ist, eine verbleibende Anzahl von Nietvorgängen anzuzeigen, bis eine
Entleerung des Auffangbehälters erforderlich ist. Das Anzeigemittel ist beispielsweise
in Fensterform am Gehäuse des Nietgerätes angeordnet, beispielsweise und insbesondere
im Bereich des Handgriffes, im Seitenbereich oder im Dachbereich eines oberen Gehäuseteils,
in dem die Nietsetzmechanik aufgenommen ist.
[0020] Eine noch weitere Ausgestaltung des handhaltbaren Nietgerätes sieht ein Entriegelungsmittel
zur manuellen Entriegelung vor, mittels dem eine Entnahme des Auffangbehälters erfolgt,
wobei bei einer erforderlichen Entleerung des Auffangbehälters das Entriegelungsmittel
leuchtet oder blinkt. Damit wird einem Benutzer selbsterklärend und insbesondere intuitiv
die Information bereitgestellt, welche Handgriffe notwendig sind, um die Entleerung
des Auffangbehälters vorzunehmen. Mit besonderem Vorteil ist dabei das Nietgerät zum
autarken Betrieb mit einem Akkumulator ausgebildet. Der Akkumulator des Nietgerätes
stellt dabei eine elektrische Energieversorgung dar, mit der das erfindungsgemäße
Verfahren zum Betrieb des handhaltbaren Nietgerätes ausgeführt werden kann.
[0021] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figur
näher dargestellt.
- Die Figur zeigt
- eine schematisierte Ansicht eines elektrisch betriebenen Nietgerätes zum Setzen von
Blindnieten mit dem Merkmal der vorliegenden Erfindung.
[0022] Das elektrisch betriebene Nietgerät 1 weist ein Gehäuse 10 auf, in dem eine Nietsetzmechanik
11 aufgenommen ist, und die Nietsetzmechanik 11 umfasst ein vorderseitiges Mundstück
21, in dem beispielhaft ein Nietelement 12 aufgenommen ist. Das Nietelement 12 dient
dabei zur Verbindung der Werkstücke 13, die lediglich schematisch angedeutet sind.
Unterseitig des Gehäuses 10 befindet sich als Teil desselben der Handgriff 24 zur
handhaltbaren Aufnahme des Nietgerätes 1, und an den Handgriff 24 schließt sich ein
Akkumulator 22 an. Das Nietgerät 1 ist damit als autark arbeitendes elektrisches Nietgerät
ausgeführt, das von einem Nutzer in der Hand gehalten und bedient wird.
[0023] Am Gehäuse 10 befindet sich auf der dem Mundstück 21 gegenüberliegenden hinteren
Seite ein Auffangbehälter 16, und der Auffangbehälter 16 dient zur Aufnahme von Restnietdornen
14. Die Restnietdorne 14 entstehen beim Nietsetzen, indem ein Teil des Nietdornes
oder Nietstiftes abgeschert wird, welcher anschließend vom Mundstück 21 über einen
koaxial zum Mundstück ausgerichteten Förderkanal 15 in den Auffangbehälter 16 überführt
wird. Hierfür erstreckt sich der Förderkanal 15 koaxial durch das Gehäuse 10 und durch
die Nietsetzmechanik 11 hindurch und bildet eine geradlinige kanalartige Verbindung
zwischen dem Mundstück 21 und dem Auffangbehälter 16. Beispielhaft ist ein Restnietdorn
14 im Förderkanal 15 angeordnet gezeigt, der in dargestellter Pfeilrichtung durch
den Förderkanal 15 zum Auffangbehälter 14 befördert wird.
[0024] Am Förderkanal 15 befindet sich eine sensierende Zähleinrichtung 17, mit der erkannt
werden kann, wie viele Restnietdorne 14 in den Auffangbehälter 16 überführt werden.
Im Bereich der Anordnung des Auffangbehälters 16 am Gehäuse 10 befindet sich ein Entnahmesensor
20, der zur Sensierung der Anordnung des Auffangbehälters 16 am Gehäuse 10 dient.
Mittels des Entnahmesensors 20 ist erkennbar, ob der Auffangbehälter 16 am Gehäuse
10 angeordnet ist oder ob dieser entnommen wurde. Derartige Entnahmesensoren 20 dienen
in an sich bekannter Weise dazu, die Aktivierung des Nietgerätes 1 über den Aktivierungsschalter
19 zu unterbinden, sofern sich kein Auffangbehälter 16 rückseitig am Gehäuse 10 befindet.
Eine derartige Sicherheitseinrichtung ist dafür vorgesehen, den Betrieb des Nietgerätes
1 ohne Auffangbehälter 16 zu unterbinden, um Verletzungen des Benutzers vorzubeugen,
beispielsweise indem die Restnietdorne 14 nicht rückseitig aus dem Gehäuse 10 herausgelangen
können.
[0025] Weiterhin ist eine Steuereinheit 23 schematisch gezeigt, die ebenfalls in an sich
bekannter Weise Bestandteil eines Nietgerätes 1 ist, und zur Steuerung der Nietsetzmechanik
11 dient. Die Ausgestaltung zeigt, dass die sensierende Zähleinrichtung 17 und der
Entnahmesensor 20 mit der Steuereinheit 23 verbunden sind. Beispielhaft ist eine weitere
elektronische Zähleinrichtung 18 als Bestandteil der Steuereinheit 23 gezeigt, mit
welcher die Anzahl der gesetzten Nietelemente 12 zählbar ist. Ein Wechselwirkungspfeil
deutet dabei eine Wirkverbindung mit einem Anzeigemittel 25 an, das beispielhaft im
Handgriff 24 angeordnet ist. Über das Anzeigemittel 25 kann dem Benutzer des Nietgerätes
1 beispielsweise angezeigt werden, für welche Klassifikation von Nietelementen 12
der Betriebsmodus des Nietgerätes 1 eingestellt ist, ferner kann über das Anzeigemittel
25 angezeigt werden, wie viele Restnietdorne 14 bereits im Auffangbehälter 16 vorhanden
sind und ob oder wann dieser gewechselt werden muss.
[0026] Mit den Zähleinrichtungen 17 und 18 werden beispielhaft Mittel aufgezeigt, mit denen
die Anzahl von Restnietdornen 14 im Auffangbehälter 16 bestimmt wird, und es kann
dem Benutzer die Information bereitgestellt werden, ob eine Entleerung des Auffangbehälters
16 erforderlich ist. Diese Information kann beispielsweise über das Anzeigemittel
25 dem Benutzer angezeigt werden, oder es ertönt ein akustisches Signal, ferner kann
ein zusätzliches Lichtsignal gegeben werden oder es erfolgt eine haptische Information
an den Nutzer, beispielsweise durch eine Vibrationseinrichtung im Nietgerät 1.
[0027] Die Zähleinrichtung 17 liefert dabei die Information über die Anzahl der Restnietdorne
14 an die Steuereinheit 23, wobei die Erkennung der Anzahl beispielsweise am Förderkanal
15 erfolgt. Die Erkennung über die sensierende Zelleinrichtung 17 kann dabei auch
an einer anderen Stelle beispielsweise innerhalb der Nietsetzmechanik 11 erfolgen.
Die Erkennung der Anzahl an Restnietdornen 14 im Auffangbehälter 16 über die elektronische
Zähleinrichtung 18 erfolgt über die Anzahl der Betätigungen des Aktivierungsschalters
19, so dass insbesondere keine weiteren Sensormittel erforderlich sind, da durch eine
einfache elektronische Zählung in der Steuereinheit 23 die Anzahl von gesetzten Nietelementen
12 gezählt werden kann. Die Zählung kann beispielsweise genullt werden, wenn der Entnahmesensor
20 die Entnahme des Auffangbehälters 16 erkennt, wenn davon ausgegangen wird, dass
bei einem entnommenen Auffangbehälter 16 dieser auch geleert wird. Weiterführend kann
der Entnahmesensor 20 auch einen metallischen Detektor umfassen, mit dem erkennbar
ist, ob sich auch tatsächlich keine Restnietdorne 14 mehr im Auffangbehälter 16 befinden.
[0028] Gemäß einer noch weiteren Variante der erfindungsgemäßen Ausführung des Nietgerätes
1 ist es denkbar, dass die Steuereinheit 23 die Annahme einer Aktivierung des Aktivierungsschalters
19 unterbindet, wenn der Auffangbehälter 16 voll ist und entleert werden muss. Dieser
Zustand kann dem Benutzer mittels des Anzeigemittels 25 angezeigt werden, sodass dieser
erst den Auffangbehälter 16 leeren muss, um das Nietgerät 1 weiter zu benutzen.
[0029] Weiterhin gezeigt ist ein Mobiltelefon 26, und das Nietgerät 1 kann zur Kommunikation
mit dem Mobiltelefon 26 über eine Drahtlosverbindung 28 ausgebildet sein, sodass vom
Nietgerät 1 an das Mobiltelefon 26 eine Information wenigstens umfassend die Restanzahl
von verbleibenden Nietvorgängen und/oder die Notwendigkeit einer Entleerung des Auffangbehälters
16 übermittelt wird und mittels einer App 27 dem Benutzer auf dem Mobiltelefon 26
angezeigt wird.
[0030] Über das Anzeigemittel 25 besteht zudem die Möglichkeit, dem Benutzer eine Information
darüber bereitzustellen, wie viele Nietelemente 12 noch gesetzt werden können, bis
eine Entleerung des Auffangbehälters 16 erfolgen muss. Diese Information kann beispielsweise
durch eine Rückzählung von noch verbleibenden Nietsetzvorgängen erfolgen, die im Anzeigemittel
25 zur Anzeige gebracht wird.
[0031] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten
oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Nietgerät
- 10
- Gehäuse
- 11
- Nietsetzmechanik
- 12
- Nietelement
- 13
- Werkstück
- 14
- Restnietdorn
- 15
- Förderkanal
- 16
- Auffangbehälter
- 17
- sensierende Zähleinrichtung
- 18
- elektronische Zähleinrichtung
- 19
- Aktivierungsschalter
- 20
- Entnahmesensor
- 21
- Mundstück
- 22
- Akkumulator
- 23
- Steuereinheit
- 24
- Handgriff
- 25
- Anzeigemittel
- 26
- Mobiltelefon
- 27
- App
- 28
- Drahtlosverbindung
1. Verfahren zum Betrieb eines elektrisch betriebenen handhaltbaren Nietgerätes (1),
das ein Gehäuse (10) aufweist, in dem eine Nietsetzmechanik (11) aufgenommen ist,
mit der Nietelemente (12) in zu verbindende Werkstücke (13) gesetzt werden, wobei
beim Setzen der Nietelemente (12) Restnietdorne (14) erzeugt werden, die durch einen
Förderkanal (15) des Nietgerätes (1) in einen Auffangbehälter (16) des Nietgerätes
(1) befördert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
- Mittel vorgesehen sind, mit denen die Anzahl von Restnietdornen (14) im Auffangbehälter
(16) bestimmt wird und dass
- einem Benutzer die Information bereitgestellt wird, ob eine Entleerung des Auffangbehälters
(16) erforderlich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine sensierende Zähleinrichtung (17) umfassen, mit der die Anzahl der
in den Auffangbehälter (16) beförderten Restnietdorne (14) gezählt wird und eine Summe
an Restnietdornen (14) gebildet wird, wobei über die gebildete Summe dem Benutzer
die Information bereitgestellt wird, ob der Auffangbehälter (16) geleert werden muss.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine elektronische Zähleinrichtung (18) umfassen, mit der die Anzahl der
Betätigungen des Nietgerätes (1) mittels eines Aktivierungsschalters (19) durch den
Benutzer gezählt wird, woraus die Anzahl der Restnietdorne (14) bestimmt wird, die
in den Auffangbehälter (16) befördert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Entnahmesensor (20) vorgesehen ist, mit dem eine Entnahme des Auffangbehälters
(16) vom Gehäuse (10) des Nietgerätes (1) erkannt wird, und wobei nach einer Entnahme
des Auffangbehälters (16) vom Gehäuse (10) die Zählung der Restnietdorne (14) im Auffangbehälter
(16) genullt wird.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Nietgerät (1) vorhandenes Anzeigemittel (25) vorgesehen ist, wobei mit dem
Anzeigemittel (25) dem Benutzer zur Anzeige gebracht wird, ob und/oder wann eine Entleerung
des Auffangbehälters (16) erforderlich ist bzw. wird und/oder wobei dem Benutzer mit
dem Anzeigemittel (25) eine Restanzahl von Nietvorgängen angezeigt wird, bis eine
Entleerung des Auffangbehälters (16) erforderlich wird.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Nietgerät (1) zur Kommunikation mit einem Mobiltelefon (26) über eine Drahtlosverbindung
(28) ausgebildet ist, sodass vom Nietgerät (1) an das Mobiltelefon (26) eine Information
wenigstens umfassend die Restanzahl von verbleibenden Nietvorgängen und/oder die Notwendigkeit
einer Entleerung des Auffangbehälters (16) übermittelt wird und mittels einer App
(27) dem Benutzer auf dem Mobiltelefon (26) angezeigt wird.
7. Elektrisch betriebenes handhaltbares Nietgerät (1) mit einem Gehäuse (10), in dem
eine Nietsetzmechanik (11) aufgenommen ist, mit der Nietelemente (12) in zu verbindende
Werkstücke (13) setzbar sind, und mit einem Förderkanal (15), durch den beim Setzen
der Nietelemente (12) erzeugte Restnietdorne (14) in einen Auffangbehälter (16) des
Nietgerätes (1) beförderbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- Mittel vorgesehen sind, mit denen die Anzahl von Restnietdornen (14) im Auffangbehälter
(16) bestimmbar ist und dass
- einem Benutzer die Information bereitstellbar ist, ob eine Entleerung des Auffangbehälters
(16) erforderlich ist.
8. Handhaltbares Nietgerät (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine sensierende Zähleinrichtung (17) umfassen, mit der die Anzahl der
in den Auffangbehälter (16) beförderten Restnietdorne (14) zählbar ist.
9. Handhaltbares Nietgerät (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine elektronische Zähleinrichtung (18) umfassen, mit der die Häufigkeit
der Betätigung des Nietgerätes (1) mittels eines Aktivierungsschalters (19) zählbar
ist.
10. Handhaltbares Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Entnahmesensor (20) vorgesehen ist, mit dem eine Entnahme des Auffangbehälters
(16) vom Gehäuse (10) des Nietgerätes (1) erkennbar ist.
11. Handhaltbares Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anzeigemittel (25) vorgesehen ist und das dazu ausgebildet ist, eine verbleibende
Anzahl von Nietvorgängen anzuzeigen, bis eine Entleerung des Auffangbehälters (16)
erforderlich ist.
12. Handhaltbares Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass optische, akustische und/oder haptische Signalmittel vorgesehen sind, mit denen einem
Benutzer des Nietgerätes (1) signalisierbar ist, ob eine Entleerung des Auffangbehälters
(16) erforderlich ist.
13. Handhaltbares Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (23) vorgesehen ist, die das Nietgerät (1) außer Betrieb setzt,
wenn Entleerung des Auffangbehälters (16) erforderlich ist.
14. Handhaltbares Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungsmittel zur manuellen Betätigung vorgesehen ist, mittels dem eine Entnahme
des Auffangbehälters (16) erfolgt, wobei bei einer Erforderlichen Entleerung des Auffangbehälters
(16) das Betätigungsmittel leuchtet oder blinkt.
15. Handhaltbares Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Nietgerät (1) zur autarken Betrieb mit einem Akkumulator (22) ausgebildet ist.