Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein brennkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen
in einen Untergrund, mit mindestens einer Hauptbrennkammer für einen Brennstoff, mit
einem Treibkolben, der über exandierbare Gase aus der Hauptbrennkammer in Setzrichtung
antreibbar ist, und mit einer Vorkammer, der eine Zündeinrichtung zugeordnet ist und
in der vor der Zündung eines Brennstoff-Luft-Gemischs in der Hauptbrennkammer ein
auf die Hauptbrennkammer wirkender Druck aufbaubar ist. Die Erfindung betrifft des
Weiteren ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Setzgeräts.
Stand der Technik
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 32 035 A1 ist ein brennkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen
in einen Untergrund bekannt, mit wenigstens einer Hauptbrennkammer für einen Brennstoff,
mit einem in einer Kolbenführung gelagerten Treibkolben, der über expandierende Gase
aus der Hauptbrennkammer in Setzrichtung antreibbar ist, und mit einer Vorkammer,
in der vor der Zündung eines Brennstoff-Luftgemischs in der Hauptbrennkammer ein auf
die Hauptbrennkammer einwirkender Druck aufbaubar ist, wobei die Vorkammer von einem
sich an die der Hauptbrennkammer abgewandten Unterseite des sich in seiner Ausgangsstellung
befindlichen Treibkolbens anschließenden Raum innerhalb der Kolbenführung gebildet
wird, und wobei die Vorkammer über eine Passage mit der Hauptbrennkammer wenigstens
zeitweise in Verbindung steht, wobei in der Hauptbrennkammer ein Mittel zur Detektion
des Drucks vorgesehen ist, welches mit der Zündeinrichtung für die Hauptbrennkammer
zusammenwirkt. Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 42 43 36 17 A1 ist ein tragbares, brennkraftbetriebenes Arbeitsgerät, insbesondere ein Setzgerät
für Befestigungselemente bekannt, mit einer insbesondere zylinderförmigen Brennkammer
zur Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemischs, wodurch über einen durch den Brennkammerzylinder
geführten Kolben ein Stößel antreibbar ist, wobei eine mit der Brennkammer abgekehrten
Unterfläche des Kolbens in Verbindung stehende Vorkammer vorgesehen ist, in der zur
insbesondere im Wesentlichen isentropen Kompression des Luft-Brennstoff-Gemischs in
der Brennkammer ein zündungsinduzierter Verbrennungsprozess eines Luft-Brennstoff-Gemischs
auslösbar ist.
Darstellung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die Effektivität und/oder die Funktionalität beim Eintreiben
von Befestigungselementen mit einem brennkraftbetriebenen Setzgerät, mit mindestens
einer Hauptbrennkammer für einen Brennstoff, mit einem Treibkolben, der über exandierbare
Gase aus der Hauptbrennkammer in Setzrichtung antreibbar ist, und mit einer Vorkammer,
der eine Zündeinrichtung zugeordnet ist und in der vor der Zündung eines Brennstoff-Luft-Gemischs
in der Hauptbrennkammer ein auf die Hauptbrennkammer wirkender Druck aufbaubar ist,
zu verbessern.
[0004] Die Aufgabe ist bei einem brennkraftbetriebenen Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen
in einen Untergrund, mit mindestens einer Hauptbrennkammer für einen Brennstoff, mit
einem Treibkolben, der über exandierbare Gase aus der Hauptbrennkammer in Setzrichtung
antreibbar ist, und mit einer Vorkammer, der eine Zündeinrichtung zugeordnet ist und
in der vor der Zündung eines Brennstoff-Luft-Gemischs in der Hauptbrennkammer ein
auf die Hauptbrennkammer wirkender Druck aufbaubar ist, dadurch gelöst, dass das Setzgerät
durch eine Energieverstellung in unterschiedlichen Energieklassen betrieben werden
kann. Dadurch wird der Anwendungsbereich eines Setzgeräts mit Vorverbrennung deutlich
erweitert.
[0005] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Vorkammer über mindestens eine Durchtrittsöffnung, die durch
eine Steuereinrichtung verschließbar ist, mit einer Umgebung der Vorkammer verbunden
beziehungsweise verbindbar ist, wobei ein Strömungsquerschnitt der Durchtrittsöffnung
zur Energieverstellung verstellbar ist. Durch die Verstellbarkeit des Strömungsquerschnitts
der Durchtrittsöffnung kann vorteilhaft Energie in Form von Strömungsverlusten effektiv
abgebaut werden. Darüber hinaus kann durch die Verstellbarkeit des Strömungsquerschnitts
der Durchtrittsöffnung unerwünschte Verlustenergie bei einem Auffahren des Treibkolbens
auf ein Gaspolster in der Vorkammer deutlich reduziert werden. Dabei liefert die Verstellbarkeit
des Strömungsquerschnitts der Durchtrittsöffnung den Vorteil, dass ansonsten keine
großen Änderungen an dem Setzgerät vorgenommen werden müssen. Die Veränderung des
Strömungsquerschnitts der Durchtrittsöffnung der Vorkammer kann entweder von einem
Anwender mechanisch oder elektromechanisch vorgenommen werden.
[0006] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung zur Energieverstellung eine
Stellhülse mit mindestens einer Stellöffnung aufweist, die mehr oder weniger zur Deckung
mit der Durchtrittsöffnung gebracht werden kann, um den Strömungsquerschnitt der Durchtrittsöffnung
zu verändern. Die Stellöffnung hat vorzugsweise die gleiche Gestalt und die gleiche
Größe wie die Durchtrittsöffnung. Bei einer vollen Überdeckung zwischen der Stellöffnung
und der Durchtrittsöffnung ist der effektive Strömungsquerschnitt maximal. Durch eine
Bewegung der Stellhülse relativ zu der Durchtrittsöffnung der Vorkammer kann der effektive
Strömungsquerschnitt stufenlos verstellt werden, insbesondere bis auf null reduziert
werden. Dadurch wird eine besonders komfortable Energieverstellung ermöglicht.
[0007] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stellhülse zur Energieverstellung relativ zu
einem Vorkammerzylinder, der die Durchtrittsöffnung aufweist, bewegbar geführt ist.
Die Durchtrittsöffnung und die Stellöffnung haben vorzugsweise im Wesentlichen die
Gestalt von kreisrunden Löchern. Durch eine Bewegung der Stellhülse relativ zu dem
Vorkammerzylinder, insbesondere durch eine Drehung oder Längsbewegung der Stellhülse
relativ zu dem Vorkammerzylinder, kann der effektive Strömungsquerschnitt stufenlos
verstellt werden.
[0008] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stellhülse elektromotorisch bewegbar ist. Ein
elektromotorischer Stellantrieb für die Stellhülse umfasst zum Beispiel einen Elektromotor.
Der Elektromotor ist vorteilhaft an dem Vorkammerzylinder befestigt. Zur Kraftübertragung
von dem Elektromotor auf die Stellhülse dient zum Beispiel ein Zahnrad, das über eine
Welle des Elektromotors angetrieben wird. Das Zahnrad befindet sich vorteilhaft in
Eingriff mit einer Verzahnung, insbesondere einer sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Verzahnung, an der Stellhülse.
[0009] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stellhülse zur Energieverstellung mit einer Steuerhülse
kombiniert ist, die so ausgeführt und relativ zu der Durchtrittsöffnung der Vorkammer
bewegbar ist, dass die Durchtrittsöffnung der Vorkammer in Abhängigkeit von dem Hauptbrennkammerdruck
von der Steuerhülse freigegeben oder verschlossen wird. Die Steuerhülse hat zum Beispiel
im Wesentlichen die Gestalt eines geraden Kreiszylindermantels, der relativ zu einem
Gehäuse oder einem Zylinder, das beziehungsweise der die Vorkammer begrenzt, zwischen
einer Öffnungsstellung, in welcher die Durchtrittsöffnung der Vorkammer freigegeben
oder geöffnet ist, und einer Schließstellung, in welcher die Durchtrittsöffnung der
Vorkammer freigegeben ist, bewegbar ist.
[0010] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mindestens eine Steuerdruckfläche
aufweist, die mit dem Hauptbrennkammerdruck beaufschlagt ist und mechanisch mit einer
hin und her bewegbaren Steuerhülse gekoppelt ist, deren maximaler Hub zur Energieverstellung
variiert werden kann. Die Bewegung der Steuerhülse wird vorteilhaft über den Hauptbrennkammerdruck
gesteuert, der auf die Steuerdruckfläche wirkt. Die Bewegung der Steuerhülse zwischen
der Öffnungsstellung und der Schließstellung wird zum Beispiel durch eine Führung
der Steuerhülse an dem Gehäuse beziehungsweise dem Zylinder ermöglicht, der die Vorkammer
begrenzt. Durch die Variation des maximalen Verstellhubs der Steuerhülse wird auf
einfache Art und Weise eine Verstellung des Strömungsquerschnitts zur Entlüftung der
Vorkammer ermöglicht.
[0011] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mindestens eine Steuerdruckfläche
aufweist, die mit dem Hauptbrennkammerdruck beaufschlagt ist und mechanisch mit einer
Steuerhülse gekoppelt ist, die so ausgeführt und relativ zu der Durchtrittsöffnung
der Vorkammer bewegbar ist, dass die Durchtrittsöffnung der Vorkammer in Abhängigkeit
von dem Hauptbrennkammerdruck von der Steuerhülse mehr oder weniger freigegeben oder
verschlossen wird, wobei die Steuerdruckfläche über ein Kopplungselement mechanisch
mit der Steuerhülse gekoppelt ist, wobei die Steuerdruckfläche über mindestens eine
Federeinrichtung an einem Anschlag abgestützt ist, der zur Energieverstellung verstellbar
ist, um eine Vorspannkraft der Federeinrichtung zu verstellen. Durch eine Reduktion
der Federvorspannung der Steuerhülse wird bei einem geringen Hauptbrennkammerdruck
ein Öffnen der Durchtrittsöffnung, also ein Entlüften der Vorkammer, früher stattfinden.
Dadurch kann die Energie besonders vorteilhaft auf einfache Art und Weise verstellt
werden. Die Verstellung der Federvorspannung der Steuerhülse wird zum Beispiel durch
ein Gewinde zwischen dem Vorkammerzylinder und dem Anschlag ermöglicht.
[0012] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des brennkraftbetriebenen Setzgeräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt mindestens einer Überströmöffnung
zwischen der Vorkammer und der Hauptbrennkammer zur Energieverstellung variabel ist.
Der Strömungsquerschnitt der Überströmöffnung kann zum Beispiel mit Hilfe einer Ventileinrichtung
variiert beziehungsweise verändert werden. Durch das Verändern des Strömungsquerschnitts
der Überströmöffnung verändert sich auch ein Auflagedruck in der Hauptbrennkammer.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es gegebenenfalls vorteilhaft, der Hauptbrennkammer
eine weitere Zündeinrichtung zuzuordnen.
[0013] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Betreiben eines vorab beschriebenen
brennkraftbetriebenen Setzgeräts.
[0014] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass
der Strömungsquerschnitt der Durchtrittsöffnung zur Energieverstellung mechanisch
durch einen Benutzer des Setzgeräts eingestellt wird. Zu diesem Zweck kann an dem
Setzgerät eine entsprechende Stelleinrichtung vorgesehen sein. Die Stelleinrichtung
kann zum Beispiel als Stellrad ausgeführt sein, das zur Energieverstellung manuell
verdreht werden kann.
[0015] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Strömungsquerschnitt der Durchtrittsöffnung zur Energieverstellung über mindestens
ein Bedienelement, das mit einer beziehungsweise der Steuereinrichtung verbunden ist,
elektrisch eingestellt wird. Das Bedienelement kann zum Beispiel als Stellrad ausgeführt
sein, das an dem Setzgerät drehbar angebracht ist. Zur elektrischen Verstellung des
Strömungsquerschnitts der Durchtrittsöffnung kann zum Beispiel der vorab beschriebene
elektromotorischer Stellantrieb für die Stellhülse verwendet werden.
[0016] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Strömungsquerschnitt der Durchtrittsöffnung zur Energieverstellung durch
Zu-/Abschalten und/oder Regeln von mindestens einer Ventileinrichtung eingestellt
wird. Dabei handelt es sich vorteilhaft um eine elektromechanische Ventileinrichtung.
Die Ventileinrichtung zur Energieverstellung ist zum Beispiel einer Überströmöffnung
zwischen der Vorkammer und der Hauptbrennkammer zugeordnet.
[0017] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass eine Öffnungsmechanik der Steuerhülse zur Energieverstellung manuell eingestellt
wird. Die Steuerhülse ist zum Beispiel über eine Getriebeeinrichtung mit einem Bedienelement,
insbesondere einem Stellrad, außen an dem Setzgerät gekoppelt.
[0018] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass eine effektive Größe der Steuerdruckfläche der Steuereinrichtung verändert wird.
Dadurch kann eine Verstellung der Steuerhülse der Steuereinrichtung auf einfache Art
und Weise variiert werden.
[0019] Die Erfindung betrifft gegebenenfalls auch ein Computerprogrammprodukt mit einem
Programmcode zum Durchführen eines vorab beschriebenen Verfahrens, insbesondere wenn
das Programm in der Steuerung des Setzgeräts ausgeführt wird.
[0020] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Steuereinrichtung, eine Stellhülse, einen
Vorkammerzylinder, eine Steuerhülse und/oder eine Ventileinrichtung für ein vorab
beschriebenes brennkraftbetriebenes Setzgerät. Die genannten Teile sind separat handelbar.
[0021] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele
im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:
Figur 1 ein brennkraftbetriebenes Setzgerät mit mindestens einer Steuerdruckfläche,
die durch eine Federeinrichtung an einem Anschlag abgestützt ist, der zur Energieverstellung
relativ zu einem Vorkammerzylinder verstellbar ist im Längsschnitt;
Figur 2 das Setzgerät aus Figur 1 mit verstellten Anschlägen im Längsschnitt;
Figur 3 ein ähnliches Setzgerät wie in Figur 1 im Längsschnitt mit einer Stellhülse
zur Energieverstellung kurz nach einer Zündung in einer Vorkammer;
Figur 4 das Setzgerät aus Figur 3 mit geöffneten Durchtrittsöffnungen, wobei die Stellhülse
einen Betrieb mit geringer Energie kurz nach einer Zündung in einer Hauptkammer ermöglicht;
Figur 5 das Setzgerät aus Figur 4, wobei die Stellhülse einen Betrieb mit hoher Energie
kurz nach der Zündung in einer Hauptkammer ermöglicht;
Figur 6 das Setzgerät aus den Figuren 3 bis 5, wobei sich ein Treibkolben mit hoher
Energie in Setzrichtung bewegt hat;
Figur 7 eine perspektivische Darstellung der Stellhülse mit einem verkleinerten effektiven
Strömungsquerschnitt, um einen Betrieb mit geringer Energie zu ermöglichen;
Figur 8 die Stellhülse aus Figur 7 mit einem maximalen effektiven Strömungsquerschnitt,
um einen Betrieb des Setzgeräts mit hoher Energie zu ermöglichen, und
Figur 9 die Stellhülse aus den Figuren 7 und 8 mit einem elektromotorischen Antrieb
zur Energieverstellung.
[0022] In den Figuren 1 bis 6 ist ein Setzgerät 1 stark vereinfacht in einem Längsschnitt
gemäß verschiedenen Ausführungsbeispielen und in verschiedenen Betriebszuständen dargestellt.
Das in den Figuren 1 bis 6 dargestellte Setzgerät 1 kann mit einem Brenngas oder mit
einem verdampfbaren Flüssigbrennstoff betrieben werden. Das Setzgeräts 1 umfasst ein
Gehäuse 3 mit einem Hauptzylinder 5, der eine Hauptbrennkammer 6 begrenzt. Der Hauptbrennkammer
6 kann über eine Einlasseinrichtung 8 Gas und/oder Luft zugeführt werden. Bei nicht
gezeigten Ausführungsbeispielen befindet sich ein Turbulenzerzeuger, insbesondere
ein von einem Lüftermotor angetriebenes Lüfterrad in der Hauptbrennkammer.
[0023] In dem Gehäuse 3 des Setzgeräts 1 ist ein Treibkolben 10 in den Figuren 1 bis 6 hin
und her bewegbar nach unten und nach oben geführt. Der Treibkolben 10 umfasst eine
Kolbenstange 11, die von einem Kolbenkopf 12 ausgeht. Ein dem Kolbenkopf 12 abgewandtes
Setzende 14 der Kolbenstange 11 ist in einer (nicht dargestellten) Bolzenführung angeordnet,
die zum Führen von Befestigungselementen dient, die auch als Bolzen bezeichnet werden.
In Figur 6 ist das Setzende 14 der Kolbenstange 11 des Treibkolbens 10 abgeschnitten
dargestellt.
[0024] Die Bolzenführung mit der darin angeordneten Kolbenstange 11 des Treibkolbens 10
wird auch als Setzwerk bezeichnet. Über das Setzwerk kann ein Befestigungselement,
wie ein Nagel, Bolzen oder dergleichen, in einen (nicht dargestellten) Untergrund
eingetrieben werden. Vor dem Setzen eines Befestigungselements wird das Setzgerät
1 mit seiner Bolzenführung an den Untergrund angepresst und ausgelöst. Zum Auslösen
eines Setzvorgangs dient zum Beispiel ein (nicht dargestellter) Schalter, der auch
als Triggerschalter bezeichnet wird. Der Schalter ist zum Beispiel an einem (ebenfalls
nicht dargestellten) Handgriff des Setzgeräts 1 vorgesehen.
[0025] Durch einen Pfeil 15 ist in den Figuren 1 bis 6 eine Setzrichtung angedeutet. Beim
Setzen eines Befestigungselements wird der Treibkolben 10 mit der Kolbenstange 11
in der Setzrichtung 15 stark beschleunigt, um das Befestigungselement in den Untergrund
einzutreiben. Beim Setzvorgang wird der Treibkolben 10 aus seiner in den Figuren 1
bis 5 dargestellten Ausgangsstellung, die einem oberen Totpunkt entspricht, in eine
Endstellung bewegt, die einem unteren Totpunkt entspricht.
[0026] Eine Bewegung des Treibkolbens 10 in den Figuren 1 bis 6 nach oben wird durch einen
zylinderfesten Kolbenanschlag 16 begrenzt. Durch den Kolbenanschlag 16 wird der obere
Totpunkt des Treibkolbens 10 definiert. Der Kolbenanschlag 16 kann mit einer Magneteinrichtung
17 kombiniert sein. Die Magneteinrichtung 17 dient zum Beispiel dazu, den Treibkolben
10 mit einer vorbestimmten Haltekraft in seiner in den Figuren 1 bis 5 dargestellten
Ausgangsstellung zu halten.
[0027] Eine Bewegung des Treibkolbens 10 nach unten wird durch Anschlag- und/oder Dämpfungselemente
28, 29 begrenzt. Die Anschlag- und/oder Dämpfungselemente 28 sind zum Beispiel als
Puffer ausgeführt.
[0028] Der Kolbenkopf 12 umfasst eine erste Kolbenfläche 21, die der Hauptbrennkammer 6
zugewandt ist. Eine zweite Kolbenfläche 22, die der Hauptbrennkammer 6 abgewandt ist,
begrenzt eine Vorkammer 25 in einem Vorkammerzylinder 24. Der Vorkammerzylinder 24
ist beispielsweise Teil des Gehäuses 3 des Setzgeräts 1.
[0029] Die Vorkammer 25 stellt eine Vorbrennkammer dar, der eine Zündeinrichtung 26 und
eine Einlasseinrichtung 27 zugeordnet sind. Darüber hinaus sind die Anschlag- und/oder
Dämpfungselemente 28, 29 in der Vorkammer 25 angeordnet. Über die Einlasseinrichtung
27 wird der Vorkammer oder Vorbrennkammer 25 Luft oder ein Brenngas-Luft-Gemisch zugeführt,
das mit Hilfe der Zündeinrichtung 26 in der Vorkammer 25 gezündet wird, wie in den
Figuren 1 bis 3 durch ein Symbol 60 angedeutet ist.
[0030] Der Vorkammerzylinder 24 umfasst zwei Durchtrittsöffnungen 31, 32, die zum Beispiel
den Austritt von Abgasen aus der Vorkammer 25 ermöglichen. Die Durchtrittsöffnungen
31, 32 sind durch eine Steuereinrichtung 30 bedarfsabhängig verschließbar. Die Steuereinrichtung
30 umfasst eine Steuerhülse 34, die zwei oder mehr Durchtrittsöffnungen 37, 38 aufweist.
[0031] Wenn die Durchtrittsöffnungen 37, 38 der Steuerhülse 34 mit den Durchtrittsöffnungen
31, 32 in Überdeckung gebracht werden, dann sind die Durchtrittsöffnungen 31, 32,
wie man in den Figuren 4 und 5 sieht, geöffnet. In den Figuren 1 bis 3 sind die Durchtrittsöffnungen
31, 32 durch die Steuerhülse 34 verschlossen. Die Steuerhülse 34 hat im Wesentlichen
die Gestalt eines geraden Zylindermantels, insbesondere Kreiszylindermantels, und
ist in den Figuren 1 bis 6 nach unten und nach oben bewegbar.
[0032] Zwischen der Vorkammer 25 und der Hauptbrennkammer 6 sind eine oder mehrere Überströmöffnungen
41, 42 vorgesehen. Den Überströmöffnungen 41, 42 ist jeweils eine Ventileinrichtung
43, 44 zugeordnet. Bei den Ventileinrichtungen 43, 44 handelt es sich zum Beispiel
um Ventilklappen, die in den Figuren 1 bis 3 geöffnet sind, um einen Durchtritt des
gezündeten Luft-Brennstoff-Gemischs aus der Vorkammer 25 in die Hauptbrennkammer 6
zu ermöglichen. In den Figuren 4 und 5 sind die Ventileinrichtungen 43, 44 geschlossen.
[0033] Die Steuereinrichtung 30 umfasst eine Steuerdruckfläche 45, die steuerdruckmäßig
mit der Hauptbrennkammer 6 verbunden ist. Die Steuerdruckfläche 45 ist als Ringfläche
46 ausgeführt, die radial außerhalb des Vorkammerzylinders 24 der Hauptbrennkammer
6 zugewandt ist. Die Steuerdruckfläche 45 ist über ein Kopplungselement 48 mechanisch
mit der Steuerhülse 34 gekoppelt.
[0034] Das Kopplungselement 48 ist als Schieber 50 ausgeführt, der in den Figuren 1 bis
6 nach unten und nach oben hin und her bewegbar an dem Vorkammerzylinder 24 geführt
ist. An einem in den Figuren 1 bis 6 oberen Ende 51 des Schiebers 50 ist die als Ringfläche
46 ausgeführte Steuerdruckfläche 45 vorgesehen. An einem in den Figuren 1 bis 6 unteren
Ende 52 des Schiebers 50 ist die Steuerhülse 34 befestigt.
[0035] Die Steuereinrichtung 30 umfasst des Weiteren Federeinrichtungen 54, 55, die zum
Beispiel als Schraubendruckfedern ausgeführt sind. Den in den Figuren 1 bis 6 unteren
Enden der Federeinrichtungen 54, 55 ist jeweils ein Anschlag 56, 57 zugeordnet. Die
Anschläge 56, 57 sind an den Vorkammerzylinder 24 vorgesehen. In den Figuren 3 bis
6 sind die Anschläge 56, 57 zylinderfest ausgeführt.
[0036] Die Federeinrichtungen 54, 55 sind zwischen den Anschlägen 56, 57 und dem oberen
Ende 51 des Schiebers 50 mit der Steuerdruckfläche 45 eingespannt. Somit ist der Schieber
50 über die Federeinrichtungen 54, 55 an den Anschlägen 56, 57 abgestützt.
[0037] In den Figuren 1 bis 3 ist das Setzgerät 1 kurz nach der Zündung 60 in der Vorkammer
25 dargestellt. Durch die Pfeile 61, 62 ist angedeutet, dass das gezündete Gemisch
über die geöffneten Ventileinrichtungen 43, 44 durch die Überströmöffnungen 41, 42
in die Hauptbrennkammer 6 gelangt. Die Durchtrittsöffnungen 31, 32 der Vorkammer 25
sind durch die Steuerhülse 34 verschlossen.
[0038] Im Betrieb des in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Setzgeräts 1 wird die Hauptbrennkammer
6 in einem nicht angepressten Zustand des Setzgeräts 1, zum Beispiel über nicht dargestellte
Spülöffnungen, zum Spülen der Hauptbrennkammer 6 geöffnet. Beim Spülen wird zum Beispiel
mit Hilfe eines (nicht dargestellten) Ventilators Umgebungsluft durch die Hauptbrennkammer
6 hindurch geblasen. Die dazu benötigten (nicht dargestellten) Spülöffnungen werden
durch ein Anpressen des Setzgeräts an einen Untergrund geschlossen. Das Spülen der
Hauptbrennkammer 6 dient dem Ausblasen von Verbrennungsgasen einer vorherigen Setzung
und/oder zur Kühlung des Setzgeräts mittels Konvektion.
[0039] Vor einer Zündung durch die Zündeinrichtung 26 in der Vorkammer 25 wird in die Vorkammer
25 und in die Hauptbrennkammer 6 Brenngas über die Einlasseinrichtungen 8 und 27 eingespritzt.
Dadurch wird ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch gebildet. Bei einer Zündung wird das
die Zündeinrichtung 26 der Vorkammer 25 umgebende zündfähige Gas-Luft-Gemisch gezündet.
Beim Zünden entsteht eine Flammfront, die durch die Vorkammer 25 wandert und durch
den entstehenden Verbrennungsdruck einen Teil des Gemischs durch die Überströmöffnungen
41, 42 an den geöffneten Ventileinrichtungen 43, 44 vorbei in die Hauptbrennkammer
6 presst, wie in den Figuren 1 und 2 durch Pfeile 61, 62 angedeutet ist. Die Zündung
in der Vorkammer 25 ist durch ein Symbol 60 angedeutet.
[0040] Die Durchtrittsöffnungen 31, 32 der Vorkammer 25 sind durch die Steuerhülse 34 verschlossen.
Im geschlossenen System bildet sich eine laminare Flammfront aus, die durch den steigenden
Druck beschleunigt wird, und das räumlich vorangehende Gemisch teilweise in die Hauptbrennkammer
6 befördert. Die Flammfront in der Vorkammer 25 erzeugt einen erhöhten Druck in der
Hauptbrennkammer 6. Die Flammen schlagen durch die Ventileinrichtungen 43, 44 beziehungsweise
die Überströmöffnungen 41, 42 und zünden das Gemisch in der Hauptbrennkammer 6. Die
Ventileinrichtungen 43, 44 können als einfache Bohrungen mit federnden Klappen ausgeführt
sein.
[0041] Die Verbrennung des Gemischs in der Hauptbrennkammer 6 hat einen hohen Druckanstieg
zur Folge, was dazu führt, dass die Ventileinrichtungen 43, 44 schließen. Der hohe
Druck in der Hauptbrennkammer 6 wirkt über die Steuerdruckfläche 45 auf die Federeinrichtungen
54, 55. Über das Kopplungselement 48 wirkt der Druck auf die Steuerhülse 34, so dass
die Durchtrittsöffnungen 31, 32 der Vorkammer 25 freigegeben werden und ein Entweichen
der Abgase bei einer Bewegung des Treibkolbens 10 mit dem Kolbenkopf 12, der auch
als Druckteller bezeichnet wird, nach unten ermöglichen.
[0042] In Figur 1 ist das Setzgerät 1 kurz nach der Zündung 60 der Vorkammer 25 dargestellt.
Die Federeinrichtungen 54, 55 sind relativ gering vorgespannt. Die Anschläge 56, 57
der Federeinrichtungen 54, 55 sind bei dem in den Figuren 3 bis 6 dargestellten Setzgerät
1 zylinderfest ausgeführt. Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Setzgerät
1 sind die Anschläge 56, 57 parallel zur Setzrichtung 15, also in den Figuren 1 und
2 nach unten und nach oben, bewegbar.
[0043] Die Bewegbarkeit der Anschläge 56, 57 relativ zu dem Vorkammerzylinder 24 wird auf
einfache Art und Weise durch ein Gewinde erreicht. Das Gewinde umfasst zum Beispiel
ein Außengewinde an dem Vorkammerzylinder 24 im Bereich der Anschläge 56, 57. Die
Anschläge 56, 57 sind zum Beispiel an einem Ringkörper ausgebildet, der radial innen
ein Innengewinde aufweist, das mit dem Außengewinde an dem Vorkammerzylinder 24 kämmt.
[0044] In Figur 2 sind die Anschläge 56', 57' im Vergleich zu Figur 1 weiter oben angeordnet.
Dadurch werden die Fehlereinrichtungen 54, 55 stärker als in Figur 1 vorgespannt.
Bei einer verringerten Federvorspannung, wie sie in Figur 1 dargestellt ist, wird
bei einem geringeren Hauptbrennkammerdruck eine Entlüftung der Vorkammer 25 früher
stattfinden. Somit kann über die verstellbaren Anschläge 56, 57 auf einfache Art und
Weise eine Energieverstellung durchgeführt werden.
[0045] In Figur 3 ist durch ein Rechteck 75 eine Ventileinrichtung angedeutet, die zum Beispiel
zum Entlüften der Hauptbrennkammer 6 dient. Durch ein Rechteck 76 ist eine weitere
Zündeinrichtung angedeutet, die der Hauptbrennkammer 6 zugeordnet ist. Durch die weitere
Zündeinrichtung 76 werden weitere Betriebsarten des Setzgeräts 1 ermöglicht. In den
Figuren 4 bis 6 sieht man, dass das Setzgerät 1 aber auch nur mit der Zündeinrichtung
26 der Vorkammer 25, also ohne die weitere Zündeinrichtung 76 der Hauptbrennkammer
6, betrieben werden kann.
[0046] Das in den Figuren 3 bis 6 dargestellte Setzgerät 1 umfasst zur Energieverstellung
eine Stellhülse 80 mit Stellöffnungen 81, 82. Die Stellöffnungen 81, 82 dienen zum
Verstellen eines effektiven Strömungsquerschnitts durch die Durchtrittsöffnungen 31,
32 der Vorkammer 25.
[0047] Das in Figur 3 dargestellte Setzgerät 1 entspricht, abgesehen von der Stellhülse
80, dem Setzgerät 1 in Figur 1. Das Setzgerät 1 ist kurz nach der Zündung 60 der Vorkammer
25 dargestellt. Die Durchtrittsöffnungen 31, 32 der Vorkammer 25 sind durch die Steuerhülse
34 verschlossen.
[0048] In Figur 4 ist durch ein Symbol 85 angedeutet, dass die Zündung der Hauptbrennkammer
6, die verkürzt auch als Hauptkammer bezeichnet wird, erfolgt ist. Das Zünden des
Gasgemischs in der Hauptbrennkammer 6 ist durch die voranschreitende Flammfront aus
der Vorkammer 25 ausgelöst worden. Der durch die Zündung 85 der Hauptbrennkammer 6
erzeugte Druck wirkt über die Steuerdruckfläche 45 auf die Federeinrichtungen 54,
55, wodurch diese zusammengedrückt werden. Gleichzeitig wird die Bewegung der Steuerdruckfläche
45 nach unten über das Kopplungselement 48 auf die Steuerhülse 34 übertragen, was
zu einer Öffnung der Durchtrittsöffnungen 31, 32 der Vorkammer 25 durch die Steuerhülse
34 führt. Die Stellhülse 80 ist so eingestellt, dass der effektive Strömungsquerschnitt
verkleinert wird, was einer Einstellung für eine Setzung mit geringer Energie entspricht.
[0049] In Figur 5 ist die Stellhülse 80 im Unterschied zu Figur 4 so verstellt, dass der
effektive Strömungsquerschnitt durch die Durchtrittsöffnungen 31, 32 maximal ist.
Dadurch wird eine Setzung mit hoher Energie ermöglicht.
[0050] In Figur 6 ist das Setzgerät 1 etwas später nach der Zündung 85 in der Hauptkammer
6 dargestellt. Der effektive Strömungsquerschnitt durch die Durchtrittsöffnungen 31,
32 ist, wie in Figur 5, maximal. Es erfolgt also eine Setzung mit hoher Energie. Durch
Pfeile 91, 92 ist angedeutet, dass der Treibkolben 10 mit dem Kolbenkopf 12 in Setzrichtung
15 mit hoher Geschwindigkeit nach unten bewegt wird. Dabei können, wie durch die Pfeile
91, 92 in Figur 6 angedeutet ist, Verbrennungsabgase aus der Vorkammer 25 durch die
Durchtrittsöffnungen 31, 32 entweichen, so dass die Bewegung des Treibkolbens 10 nicht
durch einen Gegendruck in der Vorkammer 25 gebremst wird.
[0051] In den Figuren 7 und 8 ist die Stellhülse 80 mit einem Abschnitt der Vorkammerzylinderwand
24 perspektivisch dargestellt. Die Stellhülse 80 hat im Wesentlichen die Gestalt eines
geraden Kreiszylindermantels, der, wie in den Figuren 7 und 8 durch einen Pfeil 101
angedeutet ist, relativ zu dem Vorkammerzylinder 24 verdrehbar ist. Durch Verdrehen
der Stellhülse 80 relativ zu dem Vorkammerzylinder 24 kann ein effektiver Strömungsquerschnitt
103 durch die Durchtrittsöffnung 31 in dem Vorkammerzylinder 24 variiert werden.
[0052] Die Stellöffnung 81 der Stellhülse 80 hat vorzugsweise die gleiche Gestalt und Größe
wie die Durchtrittsöffnung 31 des Vorkammerzylinders 24. Der Vorkammerzylinder 24
umfasst eine oder mehrere insbesondere in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnete
Durchtrittsöffnungen, die nicht mit Bezugszeichen versehen sind. In gleicher Art und
Weise weist die Stellhülse 80 in Umfangsrichtung verteilt gleichmäßig angeordnete
Stellöffnungen auf, die ebenfalls nicht mit Bezugszeichen versehen sind.
[0053] In Figur 7 ist die Stellhülse 80 mit den Stellöffnungen 81 relativ zu dem Vorkammerzylinder
24 so verdreht, dass der effektive Strömungsquerschnitt durch die Durchtrittsöffnung
31 des Vorkammerzylinders 24 verkleinert ist. Dadurch wird eine Einstellung zum Betrieb
mit geringer Energie ermöglicht.
[0054] In Figur 8 ist die Stellhülse 80 mit den Stellöffnungen 81 so verdreht, dass eine
maximale Überdeckung mit der Durchtrittsöffnung 31 des Vorkammerzylinders 24 erreicht
wird. So ist der effektive Strömungsquerschnitt 103 maximal. Dadurch wird eine Setzung
mit hoher Energie ermöglicht.
[0055] In Figur 9 ist dargestellt, dass das Verdrehen der Stellhülse 80 relativ zu dem Vorkammerzylinder
24 durch einen Stellantrieb 110 mit einem Elektromotor 112 erfolgen kann. Der Elektromotor
112 ist an dem Vorkammerzylinder 24 befestigt. Über eine Welle 113 treibt der Elektromotor
112 ein Zahnrad 114 an, wie durch einen Pfeil 115 angedeutet ist. Das Zahnrad 114
kämmt mit einer Verzahnung 116, die zahnstangenartig in einer Umfangrichtung oben
an der Stellhülse 80 vorgesehen ist.
1. Brennkraftbetriebenes Setzgerät (1) zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen
Untergrund, mit mindestens einer Hauptbrennkammer (6) für einen Brennstoff, mit einem
Treibkolben (10), der über exandierbare Gase aus der Hauptbrennkammer (6) in Setzrichtung
(15) antreibbar ist, und mit einer Vorkammer (25), der eine Zündeinrichtung (26) zugeordnet
ist und in der vor der Zündung eines Brennstoff-Luft-Gemischs in der Hauptbrennkammer
(6) ein auf die Hauptbrennkammer (6) wirkender Druck aufbaubar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Setzgerät (1) durch eine Energieverstellung in unterschiedlichen Energieklassen
betrieben werden kann.
2. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkammer (25) über mindestens eine Durchtrittsöffnung (31,32), die durch eine
Steuereinrichtung (30) verschließbar ist, mit einer Umgebung der Vorkammer (25) verbunden
beziehungsweise verbindbar ist, wobei ein Strömungsquerschnitt (103) der Durchtrittsöffnungen
(31,32) zur Energieverstellung verstellbar ist.
3. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) zur Energieverstellung ein Stellschieber oder eine Stellhülse
(80) mit mindestens einer Stellöffnung (81,82) aufweist, die mehr oder weniger zur
Deckung mit der Durchtrittsöffnung (31,32) gebracht werden kann, um den Strömungsquerschnitt
(103) der Durchtrittsöffnung (31,32) zu verändern.
4. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellhülse (80) zur Energieverstellung relativ zu einem Vorkammerzylinder (24),
der die Durchtrittsöffnung (31,32) aufweist, bewegbar geführt ist.
5. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellhülse (80) elektromotorisch bewegbar ist.
6. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellhülse (80) zur Energieverstellung mit einer Steuerhülse (34) kombiniert
ist, die so ausgeführt und relativ zu der Durchtrittsöffnung (31,32) der Vorkammer
(25) bewegbar ist, dass die Durchtrittsöffnung (31,32) der Vorkammer (25) in Abhängigkeit
von dem Hauptbrennkammerdruck von der Steuerhülse (34) freigegeben oder verschlossen
wird.
7. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) mindestens eine Steuerdruckfläche (45) aufweist, die mit
dem Hauptbrennkammerdruck beaufschlagt ist und mechanisch mit einer hin und her bewegbaren
Steuerhülse (34) gekoppelt ist, deren maximaler Hub zur Energieverstellung variiert
werden kann.
8. Brennkraftbetriebenes Setzgeräts nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) mindestens eine Steuerdruckfläche (45) aufweist, die mit
dem Hauptbrennkammerdruck beaufschlagt ist und mechanisch mit einer Steuerhülse (34)
gekoppelt ist, die so ausgeführt und relativ zu der Durchtrittsöffnung (31,32) der
Vorkammer (25) bewegbar ist, dass die Durchtrittsöffnung (31,32) der Vorkammer (25)
in Abhängigkeit von dem Hauptbrennkammerdruck von der Steuerhülse (34) mehr oder weniger
freigegeben oder verschlossen wird, wobei die Steuerdruckfläche (45) über ein Kopplungselement
(48) mechanisch mit der Steuerhülse (34) gekoppelt ist, wobei die Steuerdruckfläche
(45) über mindestens eine Federeinrichtung (54,55) an einem Anschlag (56,57) abgestützt
ist, der zur Energieverstellung verstellbar ist, um eine Vorspannkraft der Federeinrichtung
(54,55) zu verstellen.
9. Brennkraftbetriebenes Setzgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt mindestens einer Überströmöffnung (41,42) zwischen der Vorkammer
(25) und der Hauptbrennkammer (6) zur Energieverstellung variabel ist.
10. Verfahren zum Betreiben eines brennkraftbetriebenen Setzgeräts (1) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt (103) der Durchtrittsöffnung (31,32) zur Energieverstellung
mechanisch durch einen Benutzer des Setzgeräts (1) eingestellt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt (103) der Durchtrittsöffnung (31,32) zur Energieverstellung
über mindestens ein Bedienelement, das mit einer beziehungsweise der Steuereinrichtung
(30) verbunden ist, elektrisch eingestellt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt (103) der Durchtrittsöffnung (31,32) zur Energieverstellung
durch Zu-/Abschalten und/oder Regeln von mindestens einer Ventileinrichtung eingestellt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnungsmechanik der Steuerhülse (34) zur Energieverstellung manuell eingestellt
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine effektive Größe der Steuerdruckfläche (103) der Steuereinrichtung (30) verändert
wird.
16. Steuereinrichtung (30), Stellhülse (80), Vorkammerzylinder (24), Steuerhülse (34)
und/oder Ventileinrichtung (43,44) für ein brennkraftbetriebenes Setzgerät (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 9.