[0001] Die Erfindung betrifft einen Kartuschenstreifen für eine Eintreibvorrichtung sowie
ein Befestigungssystem mit einer Eintreibvorrichtung und einem Kartuschenstreifen.
[0002] Bekannte Eintreibvorrichtungen sind beispielsweise als pulverbetriebene Bolzensetzgeräte
im Einsatz und umfassen üblicherweise eine Brennkammer, in welcher zur Übertragung
von Energie auf ein Befestigungselement ein meist als feste Treibladung ausgebildeter
Brennstoff verbrennbar ist, ein Kartuschenlager sowie einen Verschluss. Das Kartuschenlager
weist eine in einer Öffnungsrichtung zu der Brennkammer hin offene Aufnahmekammer
für eine den Brennstoff enthaltende Kartusche auf, so dass sich eine in der Aufnahmekammer
aufgenommene Kartusche zu der Brennkammer hin öffnen kann, sobald die Kartusche gezündet
wird. Während eines solchen Zündens begrenzt der Verschluss in einer geschlossenen
Stellung die Aufnahmekammer, so dass die Kartusche senkrecht zur Öffnungsrichtung
durch das Kartuschenlager und entgegen der Öffnungsrichtung durch den Verschluss abgestützt
ist. Durch diese Kammerung soll gewährleistet werden, dass sich die Kartusche während
der Zündung nur zur Brennkammer hin öffnet.
[0003] Ausserdem sind die Kartuschen häufig in einem Kartuschenstreifen magaziniert und
werden der Aufnahmekammer nach und nach entlang einer Streifendurchführung zugeführt.
Die Kammerung einer Kartusche in der Aufnahmekammer ist jedoch unvollständig, da im
Bereich des Verschlusses eine Abstützung der Kartusche senkrecht zur Öffnungsrichtung
fehlt. Wenn nun der zumeist aus Kunststoff bestehende Kartuschenstreifen dem Verbrennungsdruck
während einer Zündung der Kartusche nicht widersteht, besteht die Gefahr, dass die
Kartusche im Bereich der Streifendurchführung, also an ihrem entgegen die Öffnungsrichtung
weisenden Ende aufplatzt und sich dort entlädt. Um diese Gefahr gering zu halten,
sind bekannte Eintreibvorrichtungen und Kartuschen auf einen begrenzten Verbrennungsdruck
ausgelegt.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Kartuschenstreifen sowie ein Befestigungssystem
zur Verfügung zu stellen, mit denen hohe Verbrennungsdrücke erreichbar sind, ohne
die Gefahr unerwünschter Kartuschenplatzer zu erhöhen.
[0005] Gemäss einem Aspekt der Erfindung umfasst ein für die Verwendung in einer Eintreibvorrichtung
geeigneter Kartuschenstreifen eine einen Brennstoff enthaltende Kartusche und einen
die Kartusche tragenden sowie eine Transportrichtung definierenden Trägerstreifen.
Der Trägerstreifen weist dabei eine eine Öffnungsrichtung definierende Kartuschenaufnahme
auf, in welcher die Kartusche derart aufgenommen ist, dass sich die Kartusche in der
Öffnungsrichtung öffnen kann, wenn der Brennstoff gezündet wird. Der Trägerstreifen
weist auf seiner in die Öffnungsrichtung weisenden Vorderseite eine um die Kartuschenaufnahme
herumlaufende und die Kartuschenaufnahme vollständig umschliessende Vertiefung auf.
Dadurch wird eine verbesserte Abstützung der Kartusche quer zur Öffnungsrichtung ermöglicht.
Bevorzugt weist die Vertiefung die Form eines Kreisrings auf.
[0006] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vertiefung als Nut ausgebildet.
Bevorzugt ist die Vertiefung über den gesamten Umfang um die Kartuschenaufnahme als
Nut ausgebildet.
[0007] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Vertiefung und die einer benachbarten
Kartuschenaufnahme zugeordnete Vertiefung derart miteinander verbunden, dass sie eine
gemeinsame Vertiefung bilden. Bevorzugt hat die gemeinsame Vertiefung die Form der
Ziffer "8".
[0008] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Vertiefung und die einer benachbarten
Kartuschenaufnahme zugeordnete Vertiefung vollständig voneinander getrennt. Bevorzugt
weist der Trägerstreifen einen Trennsteg auf, welcher die zueinander benachbarten
Vertiefungen voneinander trennt.
[0009] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Befestigungssystem eine Vorrichtung
zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen Untergrund und einen erfindungsgemässen
Kartuschenstreifen auf, wobei die Vorrichtung eine Brennkammer, in welcher zur Übertragung
von Energie auf ein Befestigungselement ein Brennstoff verbrennbar ist, ein Kartuschenlager,
welches eine in einer Öffnungsrichtung zu der Brennkammer offene Aufnahmekammer für
eine den Brennstoff enthaltende Kartusche aufweist, einen Verschluss, welcher in einer
geschlossenen Stellung des Verschlusses die Aufnahmekammer entgegen der Öffnungsrichtung
begrenzt, und eine eine Transportrichtung definierende und in die Aufnahmekammer mündende
Streifendurchführung für den Kartuschenstreifen aufweist.
[0010] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform greift das Kartuschenlager in die Vertiefung
des Kartuschenstreifens ein, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer angeordnet ist.
Bevorzugt füllt das Kartuschenlager die Vertiefung des Kartuschenstreifens vollständig
aus, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer angeordnet ist.
[0011] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist der Kartuschenstreifen in der geschlossenen
Stellung des Verschlusses senkrecht zur Öffnungsrichtung und senkrecht zur Transportrichtung
von dem Verschluss abstützbar.
[0012] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist eine in der Aufnahmekammer angeordnete
Kartusche in der geschlossenen Stellung des Verschlusses auf ihrer gesamten in der
Öffnungsrichtung gemessenen Länge senkrecht zur Öffnungsrichtung von dem Kartuschenlager
und/oder dem Verschluss unmittelbar oder mittelbar über einen Trägerstreifen des Kartuschenstreifens
abstützbar. Besonders bevorzugt ist die Kartusche dort nur von dem Kartuschenlager
abstützbar.
[0013] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist der Verschluss eine Zündstiftführung
auf, welche in der geschlossenen Stellung des Verschlusses in die Aufnahmekammer mündet,
und in welcher ein Zündstift zur Zündung einer gegebenenfalls in der Aufnahmekammer
angeordneten Kartusche auf die Aufnahmekammer zu bewegbar ist.
[0014] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung einen Anpressfühler,
welcher eine Kartusche eines Kartuschenstreifens entlang der Streifendurchführung
in der Transportrichtung in die Aufnahmekammer befördert, wenn die Vorrichtung an
einen Untergrund angepresst wird und/oder wenn ein Eintreibvorgang beendet ist. Bevorzugt
umfasst der Anpressfühler einen Transporthebel zur Beförderung der Kartusche in die
Aufnahmekammer.
[0015] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform hat der Trägerstreifen einen der Kartusche
zugeordneten Streifenabschnitt mit in Öffnungsrichtung gesehen teilweise kreisförmigem
Umfang.
[0016] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist der Streifenabschnitt einen senkrecht
zur Öffnungsrichtung über die übrige Kreisform des Streifenabschnitts hinausragenden
Transportvorsprung auf, der aber senkrecht zur Transportvorrichtung nicht über die
übrige Kreisform des Streifenabschnitts hinausragt. Bevorzugt weicht der Umfang des
Streifenabschnitts nur im Bereich des Transportvorsprungs und gegebenenfalls im Bereich
eines Übergangs zu einem benachbarten weiteren Streifenabschnitt von der Kreisform
ab.
[0017] Eine Ausführungsform des Kartuschenstreifens ist dadurch gekennzeichnet, dass der
Trägerstreifen Transportvorsprünge aufweist, an welchen der Kartuschenstreifen von
einer Transporteinrichtung der Eintreibvorrichtung, bevorzugt einem Transporthebel
der Transporteinrichtung, durch eine Streifendurchführung der Eintreibvorrichtung
beförderbar ist.
[0018] Der Trägerstreifen ist bevorzugt aus einem Kunststoff hergestellt. Die Kartusche
und insbesondere eine Kartuschenwand der Kartusche sind bevorzugt aus einem Metall
oder einer Legierung, alternativ aus einem Kunststoff hergestellt. Das Kartuschenlager
und/oder der Verschluss sind vorzugsweise aus einem Metall oder einer Legierung hergestellt.
[0019] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform füllt der Kartuschenstreifen die Aufnahmekammer
vollständig aus und die Kartusche ist in der geschlossenen Stellung des Verschlusses
ausser zur Brennkammer hin allseitig abgestützt, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer
angeordnet ist.
[0020] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Eintreibvorrichtung ausschnittsweise in einem Längsschnitt,
- Fig. 2
- einen Trägerstreifen ausschnittsweise in einem Querschnitt, und
- Fig. 3
- ausschnittsweise einen Trägerstreifen.
[0021] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt einer Eintreibvorrichtung 100 zum Eintreiben von nicht
gezeigten Befestigungselementen in einen nicht gezeigten Untergrund in einem Längsschnitt
dargestellt. Die Befestigungselemente sind beispielsweise Nägel, Stifte, Bolzen, Niete
und/oder Stifte, welche in einen ebenen oder unebenen Untergrund aus Metall, einer
Legierung wie Stahl, Beton, Holz oder ähnlichem eingetrieben werden. Hierzu wird ein
bevorzugt kolbenförmiges Eintreibelement 110 auf ein in einer nicht gezeigten Elementeführung
angeordnetes Befestigungselement zu bewegt, welches zuvor von einem nicht gezeigten
Magazin oder einzeln durch einen Benutzer der Eintreibvorrichtung 100 der Elementeführung
zugeführt wurde.
[0022] Die Eintreibvorrichtung 100 umfasst ein Kartuschenlager 120 mit einer Aufnahmekammer
130 für eine Kartusche 170. Das Eintreibelement 110 ist in seiner Ausgangsstellung,
also vor einem Eintreibvorgang, gegenüber dem Kartuschenlager 120 angeordnet, liegt
insbesondere an dem Kartuschenlager 120 an, und weist auf seiner dem Kartuschenlager
120 zugewandten Stirnseite eine bevorzugt kreis- oder ringförmige Aussparung 140 auf.
Das Kartuschenlager 120 weist seinerseits in seiner dem Eintreibelement 110 zugewandten
Fläche eine bevorzugt napfförmige Vertiefung 150 auf, welche in der Ausgangsstellung
des Eintreibelements gegenüber der Aussparung 140 angeordnet ist und zusammen mit
der Aussparung 140 und einem gegebenenfalls vorhandenen Spalt zwischen dem Eintreibelement
110 und dem Kartuschenlager 120 eine Brennkammer 160 bildet. In der Brennkammer 160
ist zur Beschleunigung des Eintreibelements 110 und somit zur Übertragung von Energie
auf ein Befestigungselement ein Brennstoff verbrennbar. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen
ist die Brennkammer nur durch eine Aussparung in dem Eintreibelement oder nur durch
eine Vertiefung in dem Kartuschenlager, jeweils insbesondere zusammen mit einem gegebenenfalls
vorhandenen Spalt zwischen dem Eintreibelement und dem Kartuschenlager, gebildet.
Während des Eintreibvorgangs verlässt das Eintreibelement 110 den in Fig. 1 dargestellten
Bereich (in Fig. 1 nach oben), so dass das Eintreibelement in seiner Eintreibstellung,
also unmittelbar nach dem Eintreibvorgang, ausserhalb des in Fig. 1 dargestellten
Bereichs angeordnet ist.
[0023] Der nicht näher gezeigte Brennstoff ist bevorzugt fest, besonders bevorzugt pulverförmig,
und wird von der Kartusche 170, in welcher er angeordnet ist, zur Verfügung gestellt.
Die Kartusche 170 ist ihrerseits in der Aufnahmekammer 130 aufgenommen und liegt insbesondere
umlaufend an einem Wandabschnitt 135 der Aufnahmekammer 130 an. Der Wandabschnitt
135 hat dabei die Form eines sich auf die Brennkammer 160 zu verjüngenden Trichters
oder Kegelstumpfs, wobei die Aufnahmekammer 130 zur Brennkammer 160 hin offen ist,
damit der Brennstoff im Falle einer Zündung von der sich in einer Öffnungsrichtung
180 öffnenden Kartusche 170 zur Brennkammer 160 hin expandieren und in der Brennkammer
160 Verbrennungsdruck erzeugen kann, wodurch schliesslich das Eintreibelement 110
auf das nicht gezeigte Befestigungselement zu beschleunigt wird.
[0024] Die Kartusche 170 ist Teil eines Kartuschenstreifens 200 und wird von einem Trägerstreifen
210 getragen, indem sie in einer Kartuschenaufnahme 220 des Trägerstreifens 210 derart
aufgenommen ist, dass sich die Kartusche 170 in der Öffnungsrichtung 180 öffnen kann,
wenn der Brennstoff gezündet wird. Die Kartuschenaufnahme 220 ist hierzu in der Öffnungsrichtung
180 auf die Brennkammer 160 zu offen. Der Kartuschenstreifen 200 wird in Längsrichtung
des Trägerstreifens 210 durch eine nicht weiter gezeigte und eine Transportrichtung
230 definierende Streifendurchführung der Eintreibvorrichtung 100 transportiert. Die
Streifendurchführung mündet dabei in die Aufnahmekammer 130, so dass die Kartuschen
170 nacheinander in der Aufnahmekammer 130 platziert und gezündet werden können.
[0025] Die Eintreibvorrichtung 100 umfasst weiterhin einen Verschluss 190, welcher in Fig.
1 in einer geschlossenen Stellung dargestellt ist, welche einer eintreibbereiten Stellung
der Eintreibvorrichtung 100 entspricht. In der geschlossenen Stellung begrenzt der
Verschluss 190 die Aufnahmekammer 130 entgegen der Öffnungsrichtung 180. Insbesondere
klemmt der Verschluss 190 die Kartusche 170 und/oder den Trägerstreifen 210 zwischen
sich und dem Kartuschenlager 120 ein, so dass die Kartusche 170 in der Aufnahmekammer
130 gekammert ist und bei einer Zündung des Brennstoffs nur in der Öffnungsrichtung
180 öffnet. Dies wird dadurch unterstützt, dass die Kartusche 170 an ihrem in die
Öffnungsrichtung 180 weisenden Ende eine Sollbruchstelle 175 aufweist, welche bevorzugt
durch eine Unterbrechung der Kartuschenwand 171 gebildet ist. Weiterhin weist die
Kartusche an ihrem entgegen der Öffnungsrichtung weisenden Ende einen Kartuschenboden
174 und seitlich davon einen insbesondere umlaufenden Vorsprung 172 auf, welcher bevorzugt
durch einen Falz 173 der Kartuschenwand 171 gebildet ist.
[0026] Der Verschluss 190 weist eine Zündstiftführung 191 auf, welche auf der entgegen die
Öffnungsrichtung weisenden Seite der Aufnahmekammer 130 in die Aufnahmekammer 130
mündet, so dass ein nicht gezeigter Zündstift zur Zündung der in der Aufnahmekammer
130 angeordneten Kartusche 170 derart auf die Aufnahmekammer 130 zu bewegbar ist,
dass der Zündstift auf den Kartuschenboden 174 aufschlägt und den Brennstoff zündet,
insbesondere über einen in der Kartusche 170 angeordneten Zündsatz. Der Zündsatz ist
bevorzugt an einem Rand des Kartuschenbodens 174 und besonders bevorzugt in dem Falz
173 angeordnet und wird beispielsweise durch Kompression gezündet. Die Kartusche 170
ist also bevorzugt als Randfeuerkartusche ausgebildet. Für einen Transport des Kartuschenstreifens
200 werden das Kartuschenlager 120 und der Verschluss 190 so weit in der Öffnungsrichtung
voneinander weg bewegt, dass der Kartuschenstreifen 200 mit den Kartuschen in der
Transportrichtung 230 zwischen dem Kartuschenlager 120 und dem Verschluss 190 hindurch
bewegt werden können. Der Transport des Kartuschenstreifens 200 wird mit Hilfe eines
nicht gezeigten Anpressfühlers, insbesondere eines Transporthebels bewerkstelligt,
welcher betätigt wird, wenn die Eintreibvorrichtung 100 an den Untergrund angepresst
wird und/oder wenn ein Eintreibvorgang beendet ist. Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung
wird der Transporthebel durch den aufgrund des Eintreibvorgangs hervorgerufenen Rückstoss
betätigt, nachdem der Eintreibvorgang beendet ist. Gemäss einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung wird beim Anpressen der Eintreibvorrichtung an einen Untergrund eine
Anpressfeder gespannt, welche beim Abheben vom Untergrund wieder entspannt wird und
besonders vorteilhaft den Transport des Kartuschenstreifens bewerkstelligt oder unterstützt.
[0027] In der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Stellung des Verschlusses 190 ist die
Kartusche 170 im Bereich der Aufnahmekammer 130 durch das Kartuschenlager 120 quer
zur Öffnungsrichtung 180 abgestützt, und zwar bereichsweise unmittelbar durch direkten
Kontakt zwischen der Kartusche 170 und dem Kartuschenlager 120 und bereichsweise mittelbar
über einen insbesondere umlaufend um die Kartusche 170 angeordneten Streifenfortsatz
240 des Trägerstreifens 210. Um im übrigen Bereich der Kartusche 170, insbesondere
auf Höhe des Trägerstreifens 210, eine Abstützung der Kartusche 170 quer zur Öffnungsrichtung
180 zu gewährleisten, sind mehrere im Folgenden beschriebene Massnahmen möglich, wobei
die Massnahmen einzeln oder in beliebiger Kombination unter Umständen zu einer verbesserten
Abstützung der Kartusche beitragen. Insbesondere wenn der Trägerstreifen 210 aus Kunststoff
hergestellt ist, kann der Trägerstreifen 210 eine ausreichende Abstützung der Kartusche
170 unter Umständen nicht alleine gewährleisten.
[0028] Der Verschluss 190 weist einen Stützvorsprung 195, welcher zumindest in der geschlossenen
Stellung des Verschlusses 190 in eine am Trägerstreifen 210 vorgesehene rückseitige
Streifenausnehmung 250 eingreift. Bevorzugt weist der Stützvorsprung 195 eine Stützfläche
196 auf, welche besonders bevorzugt parallel zur Öffnungsrichtung 180, nämlich zur
Abstützung der Kartusche 170 senkrecht zur Öffnungsrichtung 180, ausgerichtet ist.
Die rückseitige Streifenausnehmung 250 weist eine mit der Stützfläche 196 korrespondierende
Abstützfläche 260 auf, welche gegebenenfalls ebenfalls parallel zur Öffnungsrichtung
180 ausgerichtet ist und in der geschlossenen Stellung des Verschlusses 190 an der
Stützfläche 196 anliegt. Zwischen der rückseitigen Streifenausnehmung 250 und der
Kartuschenaufnahme 220 weist der Trägerstreifen 210 einen Steg 270 auf, über welchen
die Kartusche 170 insbesondere im Bereich des Falzes 173 und/oder des Kartuschenbodens
174 quer zur Öffnungsrichtung 180 mittelbar an dem Verschluss 190, insbesondere dessen
Stützvorsprung 195, abgestützt ist. Der Steg 270 fluchtet in der Transportrichtung
230 mit dem Kartuschenboden 174.
[0029] Die rückseitige Streifenausnehmung 250 ist als Einsenkung ausgebildet und damit nur
auf der Rückseite des Trägerstreifens 210 angeordnet. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen
ist die rückseitige Streifenausnehmung als Durchbruch ausgebildet und erstreckt sich
bis zu einer Vorderseite des Trägerstreifens. Bei weiteren nicht gezeigten Ausführungsbeispielen
weist der Verschluss keinen derartigen Stützvorsprung auf, so dass auch die rückseitige
Streifenausnehmung des Trägerstreifens entfällt.
[0030] Weiterhin weist das Kartuschenlager 120 einen Kartuschenlagervorsprung 125 auf, welcher
die Kartuschenaufnahme 130 entgegen der Öffnungsrichtung 180 verlängert, so dass die
Kartusche 170 über einen grossen Bereich ihrer in der Öffnungsrichtung gemessenen
Länge senkrecht zur Öffnungsrichtung abgestützt ist. Der Trägerstreifen 210 weist
eine mit dem Kartuschenlagervorsprung 125 korrespondierende Vertiefung 280 auf, in
welche der Kartuschenlagervorsprung 125 in der geschlossenen Stellung des Verschlusses
190 eingreift, um die Kartusche 170 abzustützen. Der Kartuschenlagervorsprung 125
füllt die Vertiefung 280 vollständig aus, so dass eine unerwünschte Verformung des
Trägerstreifens 210 erschwert ist. Zwischen den Vertiefungen 280 jeweils zweier unmittelbar
benachbarter Kartuschen 170 weist der Trägerstreifen 210 jeweils einen Trennsteg 290
auf. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform greift das Kartuschenlager in die Vertiefung
des Kartuschenstreifens ein, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer angeordnet ist.
Bevorzugt füllt das Kartuschenlager die Vertiefung des Kartuschenstreifens vollständig
aus, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer angeordnet ist.
[0031] Weiterhin sind der Kartuschenlagervorsprung 125, die vorderseitige Streifenausnehmung
280, der Versteifungssteg 290, der Stützvorsprung 195, die rückseitige Streifenausnehmung
250, die Stützfläche 196, die Abstützfläche 260 und/oder der Steg 270 in einer Ebene
quer zur Öffnungsrichtung 180, insbesondere senkrecht zur Öffnungsrichtung 180, ringförmig,
besonders bevorzugt kreisförmig, umlaufend um die Kartusche 170, insbesondere den
Kartuschenboden 174, angeordnet. Die Kartusche 170 wird dann insbesondere im Bereich
des Kartuschenbodens 174 in allen Richtungen senkrecht zur Öffnungsrichtung 180 von
dem Verschluss 190 abgestützt.
[0032] In Fig. 2 ist ein Querschnitt eines Trägerstreifens 410 eines Kartuschenstreifens
dargestellt. Ein um eine Öffnungsrichtung 380 umlaufender Steg 425 bildet eine Kartuschenaufnahme
420 des Trägerstreifens 410, in welcher eine nicht gezeigte Kartusche derart aufnehmbar
ist, dass sich die Kartusche in der Öffnungsrichtung 380 öffnen kann, wenn ein Brennstoff
in der Kartusche gezündet wird. Die Kartuschenaufnahme 420 ist hierzu in der Öffnungsrichtung
380 auf eine nicht gezeigte Brennkammer einer Eintreibvorrichtung zu offen. Der Kartuschenstreifen
wird in Längsrichtung des Trägerstreifens 410 durch eine nicht gezeigte und eine senkrecht
zur Zeichenebene orientierte Transportrichtung definierende Streifendurchführung der
Eintreibvorrichtung transportiert. Der Trägerstreifen 410 ist aus einem Kunststoff
hergestellt.
[0033] Um ein Einführen des Kartuschenstreifens in eine Aufnahmekammer der Eintreibvorrichtung
zu ermöglichen oder zu erleichtern, weist der Trägerstreifen 410 auf seiner in die
Öffnungsrichtung 380 weisenden Vorderseite eine Einführschräge 430 auf, welche unter
Umständen auch eine Materialersparnis bewirkt. Die Einführschräge 430 ist kegelstumpfförmig
und erstreckt sich bis zum Rand des Trägerstreifens 410 beziehungsweise des Kartuschenstreifens.
[0034] Der Trägerstreifen 410 weist auf seiner in die Öffnungsrichtung 380 weisenden Vorderseite
eine um die Kartuschenaufnahme 420 herumlaufende und die Kartuschenaufnahme 420 vollständig
umschliessende Vertiefung 440 auf, welche als kreisförmige Ringnut ausgebildet ist.
Auf eine in der Öffnungsrichtung 380 verlaufende Zentralachse der Kartuschenaufnahme
420 projiziert, reicht die Vertiefung 440, und somit auch ein in die Vertiefung 440
eingreifendes Kartuschenlager einer Eintreibvorrichtung, bis an einen Kartuschenboden
der nicht dargestellten Kartusche heran. Dadurch trägt das Kartuschenlager zu einer
Abstützung des Kartuschenbodens in allen Richtungen senkrecht zur Öffnungsrichtung
bei. Um einen umlaufenden Vorsprung des Kartuschenbodens aufzunehmen, weist die Kartuschenaufnahme
420 eine ebenfalls umlaufende Ausnehmung 470 auf. Ein vorzugsweise ebenfalls umlaufender
Vorsprung 490 erleichtert unter Umständen einen Materialfluss in umlaufender Richtung
während der Herstellung des Trägerstreifens 410 mittels Spritzgiessens, wohingegen
die Vertiefung 440 einen Materialfluss in radialer Richtung von dem Kartuschenboden
weg während des Zündens der Kartusche erschwert.
[0035] In Fig. 3 ist ein Trägerstreifen 500 aus Kunststoff teilweise dargestellt, welcher
zusammen mit nicht gezeigten Kartuschen einen Kartuschenstreifen bildet. Der Trägerstreifen
500 definiert durch seine längliche Form eine Transportrichtung 510. Entlang der Transportrichtung
510 sind als Durchbrüche ausgebildete und von jeweils einem ringförmigen Steg 525
eingefasste Kartuschenaufnahmen 520 hintereinander angeordnet, wobei die Stege 525
von einer in eine Öffnungsrichtung 580 weisenden Vorderseite des Trägerstreifens 500
abragen. Die Öffnungsrichtung 580 weist dabei schräg aus der Zeichenebene heraus.
In den Kartuschenaufnahmen 520 ist jeweils eine nicht gezeigte Kartusche aufgenommen.
[0036] An seinem Rand weist der Trägerstreifen 500 auf seiner Vorderseite eine Einführschräge
545 auf. Die Einführschräge 545 ist auf Transportvorsprüngen 550 angeordnet und erstreckt
sich dort bis zum äussersten Rand des Trägerstreifens 500 beziehungsweise des Kartuschenstreifens.
Die Transportvorsprünge 550 dienen dem Eingriff eines Transporthebels eines Eintreibgeräts,
in welches der Kartuschenstreifen einsetzbar ist. Am gegenüberliegenden Rand ist ebenfalls
eine Einführschräge 540 vorgesehen. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen weist
der gegenüberliegende Rand keine Einführschräge auf, so dass der Kartuschenstreifen
nur in der korrekten Orientierung in ein Eintreibgerät einsetzbar ist.
[0037] Durch die asymmetrische Form der Transportvorsprünge 550 in Bezug auf die Kreisform
des jeweiligen Streifenabschnitts kann der Transporthebel des Eintreibgeräts bei seiner
Rückbewegung nach dem Transport des Kartuschenstreifens sanft über die Kreisform des
nachfolgenden Streifenabschnitts abgleiten. Senkrecht zur Transportrichtung 510 ragen
die Transportvorsprünge 550 nicht über die übrige Kreisform des jeweiligen Streifenabschnitts
hinaus, was einen schmalen Streifen ermöglicht und Platz spart. Bei nicht gezeigten
Ausführungsbeispielen ist die Einführschräge an jedem Streifenabschnitt ringförmig
ausgebildet, so dass sie sich auch zwischen jeweils zwei Kartuschenaufnahmen fortsetzt.
[0038] Jeder Kartusche beziehungsweise Kartuschenaufnahme 520 ist ein Streifenabschnitt
des Trägerstreifens mit in der Öffnungsrichtung gesehen teilweise kreisförmigem Umfang
und bevorzugt kegelstumpfförmiger Kontur zugeordnet. Eine Aufnahmekammer eines nicht
gezeigten Eintreibgeräts, in welches der Kartuschenstreifen eingesetzt wird, hat auf
Höhe der Abschrägung und/oder auf Höhe ihrer Begrenzung durch einen Verschluss des
Eintreibgeräts einen teilweise kreisförmigen Umfang, so dass die Kartuschen in einer
geschlossenen Stellung des Verschlusses in der Aufnahmekammer vollständig gekammert
werden. Wenn die Kartuschen abgefeuert werden, breitet sich in dem Material des Trägerstreifens
500 ein Druck radial aus. Durch die teilweise kreisförmige Kammerung wird dieser radiale
Druck verbessert aufgenommen.
[0039] Der Trägerstreifen 500 weist auf seiner in die Öffnungsrichtung 580 weisenden Vorderseite
um die Kartuschenaufnahmen 520 jeweils herumlaufende und die Kartuschenaufnahmen 520
jeweils vollständig umschliessende Vertiefungen 560, 565 auf, welche jeweils als kreisförmige
Ringnuten ausgebildet sind. Ein ebenfalls umlaufender Vorsprung 590 bildet einen Trennsteg
600, welcher zwei zueinander benachbarte Vertiefungen 560, 565 voneinander trennt.
[0040] Die vorliegende Erfindung wurde am Beispiel eines Kartuschenstreifens für Kartuschen
dargestellt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemässe Vorrichtung
auch für andere Anwendungszwecke geeignet ist. Darüber hinaus können die beschriebenen
Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele auch beliebig innerhalb eines einzigen
Ausführungsbeispiels kombiniert werden, soweit sie sich nicht gegenseitig ausschliessen.
1. Kartuschenstreifen für eine Eintreibvorrichtung, mit einer einen Brennstoff enthaltenden
Kartusche und einem die Kartusche tragenden sowie eine Transportrichtung definierenden
Trägerstreifen, wobei der Trägerstreifen eine eine Öffnungsrichtung definierende Kartuschenaufnahme
aufweist, in welcher die Kartusche derart aufgenommen ist, dass sich die Kartusche
in der Öffnungsrichtung öffnen kann, wenn der Brennstoff gezündet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstreifen auf seiner in die Öffnungsrichtung weisenden Vorderseite eine
um die Kartuschenaufnahme herumlaufende und die Kartuschenaufnahme vollständig umschliessende
Vertiefung aufweist.
2. Kartuschenstreifen nach Anspruch 1, wobei die Vertiefung die Form eines Kreisrings
aufweist.
3. Kartuschenstreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vertiefung als
Nut ausgebildet ist.
4. Kartuschenstreifen nach Anspruch 3, wobei die Vertiefung über den gesamten Umfang
um die Kartuschenaufnahme als Nut ausgebildet ist.
5. Kartuschenstreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer einen weiteren
Brennstoff enthaltenden weiteren Kartusche, wobei der Trägerstreifen eine weitere
Kartuschenaufnahme aufweist, in welcher die weitere Kartusche derart aufgenommen ist,
dass sich die weitere Kartusche in der Öffnungsrichtung öffnen kann, wenn der weitere
Brennstoff gezündet wird, wobei der Trägerstreifen auf seiner in die Öffnungsrichtung
weisenden Vorderseite eine um die weitere Kartuschenaufnahme herumlaufende weitere
Vertiefung aufweist, und wobei die Vertiefung und die weitere Vertiefung derart miteinander
verbunden sind, dass sie eine gemeinsame Vertiefung bilden.
6. Kartuschenstreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer einen weiteren Brennstoff
enthaltenden weiteren Kartusche, wobei der Trägerstreifen eine weitere Kartuschenaufnahme
aufweist, in welcher die weitere Kartusche derart aufgenommen ist, dass sich die weitere
Kartusche in der Öffnungsrichtung öffnen kann, wenn der weitere Brennstoff gezündet
wird, wobei der Trägerstreifen auf seiner in die Öffnungsrichtung weisenden Vorderseite
eine um die weitere Kartuschenaufnahme herumlaufende weitere Vertiefung aufweist,
und wobei die Vertiefung und die weitere Vertiefung vollständig voneinander getrennt
sind, insbesondere durch einen Trennsteg, welchen der Trägerstreifen aufweist.
7. Kartuschenstreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Trägerstreifen
einen der Kartusche zugeordneten Streifenabschnitt mit in Öffnungsrichtung gesehen
teilweise kreisförmigem Umfang hat.
8. Kartuschenstreifen nach Anspruch 7, wobei der Umfang des Streifenabschnitts nur im
Bereich des Transportvorsprungs und im Bereich eines Übergangs zu einem benachbarten
weiteren Streifenabschnitt von der Kreisform abweicht.
9. Befestigungssystem, mit einer Vorrichtung zum Eintreiben von Befestigungselementen
in einen Untergrund und mit einem Kartuschenstreifen nach einem der Ansprüche 1 bis
8, wobei die Vorrichtung eine Brennkammer, in welcher zur Übertragung von Energie
auf ein Befestigungselement ein Brennstoff verbrennbar ist, ein Kartuschenlager, welches
eine in einer Öffnungsrichtung zu der Brennkammer offene Aufnahmekammer für eine den
Brennstoff enthaltende Kartusche aufweist, einen Verschluss, welcher in einer geschlossenen
Stellung des Verschlusses die Aufnahmekammer entgegen der Öffnungsrichtung begrenzt,
und eine eine Transportrichtung definierende und in die Aufnahmekammer mündende Streifendurchführung
für den Kartuschenstreifen umfasst.
10. Befestigungssystem nach Anspruch 9, wobei das Kartuschenlager in die Vertiefung des
Kartuschenstreifens eingreift, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer angeordnet
ist.
11. Befestigungssystem nach Anspruch 10, wobei das Kartuschenlager die Vertiefung des
Kartuschenstreifens vollständig ausfüllt, wenn die Kartusche in der Aufnahmekammer
angeordnet ist.