GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft einen Dämmstreifen für einen Rand und/oder eine Dehnfuge eines
eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Demnach umfasst der Dämmstreifen eine Dämmstreifendämmschicht und eine auf der
Dämmstreifendämmschicht angeordnete Decklage. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren
zum Dämmen eines Rands und/oder einer Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden
Fußbodenaufbaus nach Anspruch 9.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0002] Ein Fußbodenaufbau wird auf einem Rohboden angeordnet, beispielsweise mit einer Fußbodendämmschicht
und einem Estrich. Zwischen der Wand und dem Fußbodenaufbau wird eine Dehnfuge oder
eine Rand vorgesehen. Bei der Erstellung der Estrichschicht muss eine Sperrschicht
zwischen Wand, Fußbodendämmschicht und Rohboden erstellt werden, um das Eindringen
der Estrichmasse in die Fußbodendämmschicht und somit die Bildung störender Wärmebrücken
zwischen Dämmschicht und Wand zu verhindern. Dies leisten Dämmstreifen, wobei deren
Montage oft zeitaufwändig ist. Hier setzt die Erfindung ein.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Zur Vereinfachung und Verbesserung der Dämmung von Rändern und/oder Fugen eines Fußbodenaufbaus
schlägt die Erfindung einen Dämmstreifen nach Anspruch 1 vor. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Der Dämmstreifen ist für einen Rand
und/oder eine Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus
vorgesehen. Der Fußbodenaufbau umfasst zumindest eine Fußbodendämmschicht, welche
auf einem Rohboden anordbar ist. Der Fußbodenaufbau kann weitere Schichten respektive
Bestandteile umfassen, etwa eine Trittschalldämmung und/oder eine oder mehrere (Boden-)Isolationsplatten.
Bei dem Fußbodenaufbau können ferner ein Estrich und/oder ein Fußbodenbelag vorgesehen
sein.
[0004] Der erfindungsgemäße Dämmstreifen umfasst eine Dämmstreifendämmschicht im Bereich
der Kanten des Dämmstreifens und eine auf der Dämmstreifendämmschicht angeordnete
Decklage. Die Decklage und die Dämmstreifendämmschicht weisen die gleiche Länge und
Breite oder nahezu die gleiche Länge und Breite auf. Die Dämmstreifendämmschicht wird
seitlich, d. h. bezogen auf die Streifenbreite, durch die Kanten der Dämmstreifendämmschicht
begrenzt. Die Dicke respektive Materialstärke der Decklage kann sich von der Dicke/Stärke
der Dämmstreifendämmschicht unterscheiden. So kann die Decklage als, insbesondere
wasserundurchlässige und/oder reißfeste, Folie gebildet sein und eine Dicke in einem
Foliendickenbereich von etwa 0,1 mm bis etwa 0,8 mm aufweisen. Die Folie kann aus
einem Kunststoff, etwa aus einem thermoplastischen und somit verschweißbaren Kunststoff,
gebildet sein. Die Dämmstreifendämmschicht kann eine Dicke in einem Schichtdickenbereich
von etwa 5 mm bis etwa 20 mm aufweisen. Die Decklage und/oder die Dämmstreifendämmschicht
können eine Breite in einem Breitenbereich von etwa 40 mm bis etwa 250 mm aufweisen.
[0005] Erfindungsgemäß ist die Decklage an der Dämmstreifendämmschicht lösbar befestigt.
Bevorzugt sind die Decklage und die Dämmstreifendämmschicht miteinander abschnittsweise,
insbesondere punktweise, vorzugsweise an zumindest einer der Kanten der Dämmstreifendämmschicht,
thermisch verschweißt. Dabei kann eine regelmäßige oder eine unregelmäßige Anordnung
von Schweißpunkten oder Verbindungsstellen vorgesehen sein. Bezogen auf die Länge
des Dämmstreifens kann vorgesehen sein, dass die Länge sämtlicher Schweißverbindungsstellen
zwischen Decklage und Dämmstreifendämmschicht einen Dämmstreifen-Längenanteil von
etwa 20% bis zu etwa 50% ausmacht. Jeder der Schweißpunkte kann eine Breite in einem
Schweißpunktebreitenbereich von etwa 0,1 mm bis etwa 0,5 mm aufweisen. Der erfindungsgemäße
Dämmstreifen kann vereinfacht und schneller montiert werden, indem er zunächst in
der Fuge respektive am Fußbodenrand positioniert wird, und anschließend eine Lasche
der Decklage auf der Fußbodendämmschicht angeordnet wird. Das Positionieren wird durch
die Haftung zwischen Decklage und Dämmstreifendämmschicht vereinfacht, indem ein Herunterfallen
der Decklage auf den Rohboden vermieden wird. Nach dem Positionieren des Dämmstreifens
respektive der Dämmstreifendämmschicht kann eine Lasche der Decklage durch Lösen der
punktuellen Schweißverbindungen gebildet werden, so dass sich der Bereich der Decklage,
der nicht die Lasche bildet, an die Dicke der Dämmschicht anpasst.
[0006] Es kann eine Verbindungsnaht vorgesehen sein, welche zwischen der Dämmstreifendämmschicht
und der Decklage entlang der Länge respektive Längenausdehnung des Dämmstreifens angeordnete
ist. Die Verbindungsnaht bildet eine wasserundurchlässige oder nahezu wasserundurchlässige
Verbindung zwischen der Dämmstreifendämmschicht und der Decklage. Die Verbindungsnaht
ist insbesondere zu den Kanten der Dämmstreifendämmschicht beabstandet angeordnet.
Der Abstand zwischen einer der Kanten der Dämmstreifendämmschicht und der Verbindungsnaht
kann in einem Bereich zwischen etwa 10 mm und etwa 50 mm liegen. Die Verbindungsnaht
kann durch einen Hotmeltkleber und/oder mittels Thermokaschierung gebildet sein. Nach
dem Positionieren/Befestigen des Dämmstreifens in der Fuge befindet sich die Verbindungsnaht
zweckmäßigerweise im Bereich der Stirnseite der Fußbodendämmschicht.
[0007] Zur vereinfachten Anordnung des der Lasche der Decklage an der Fußbodendämmschicht
kann vorgesehen sein, dass an der Decklage zumindest ein Decklagenklebebereich angeordnet
ist, mit dem die von der Dämmstreifendämmschicht gelöste Decklage, insbesondere an
der Fußbodendämmschicht, klebend befestigbar ist. Es können ein erster und ein zweiter
Decklagenklebebereich vorgesehen sein, beispielsweise kann der erste Decklagenklebebereich
auf der (oberen oder äußeren) Seite der Decklage angeordnet sein, und der zweite Decklagenklebebereich
kann auf der gegenüberliegenden (unteren oder inneren) Seite der Decklage angeordnet
sein. Bei zwei Decklagenkelebereichen auf gegenüberliegenden Seiten der Decklage kann
ein klebendes Besfestigen der umgeschlagenen Decklagenlasche an mehreren Komponenten
des Fußbodenaufbaus erfolgen. Der Decklagenklebebereich kann als Klebeband gebildet
sein, welches sich entlang der Längsrichtung des Dämmstreifens erstreckt, und welches
an der Decklage, insbesondere klebend, befestigt ist. Die Klebeschicht des Klebebereichs
ist außen angeordnet, so dass die Lasche der Decklage umgeschlagen und auf der Oberseite
der Fußbodendämmschicht klebend befestigt werden kann.
[0008] Es kann ferner vorgesehen sein, dass an der Dämmstreifendämmschicht ein Dämmschichtklebebereich
angeordnet ist, mit dem der Dämmstreifen insbesondere an einer an den Fußboden angrenzenden
Wand (klebend) befestigbar ist. Der Dämmstreifenklebebereich kann als Klebeband gebildet
sein, welches sich entlang der Längsrichtung des Dämmstreifens erstreckt, und dessen
Klebefläche nach außen gerichtet ist, so dass der Dämmstreifen an einer den Fußboden
begrenzenden Wand klebend befestigbar ist. Die beschriebenen Klebebänder können jeweils
als Doppelklebeband gebildet sein, wobei eine Seite des Doppelklebebands mit der Decklage
respektive der Dämmstreifendämmschicht verklebt ist, und wobei die andere Seite des
Doppelklebebands mit einer ablösbaren Schutzlage versehen ist.
[0009] Die Dämmstreifendämmschicht kann aus einem elastischen oder thermoplastischen Material,
insbesondere aus einem Schaumstoff, vorzugsweise aus einem Polyethylen-Schaum (PE-Schaum)
oder einem Polystyrol-Schaum (PS-Schaum), gebildet sein. Die Decklage kann aus einer
Kunststofffolie, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff, gebildet sein.
Zweckmäßig wäre, wenn die Decklage und die Dämmstreifendämmschicht jeweils aus Materialien
oder Materialkombinationen gebildet sind, so dass Decklage und Dämmstreifendämmschicht
miteinander thermisch, also mittels thermischem Energieeintrag, verschweißbar sind.
[0010] Zur Anpassung der Dimension respektive Abmessung des Dämmstreifens an die bauliche
Beschaffenheit des Fußbodenaufbaus kann zumindest eine Trennstelle vorgesehen sein.
Vorzugsweise können mehrere Trennstellen vorgesehen sein, so dass bei der Montage
eine Auswahl getroffen werden kann, hinsichtlich der zu verwendenden Trennstelle.
Die Trennstellen können als parallel zu einer der Kanten verlaufenden Kerben gebildet
sein. An den Trennstellen ist ein Randbereich oder Randabschnitt des Dämmstreifens
abtrennbar. Die Trennstellen können wahlweise als Abriss-Einschlitzungen gebildet
sein, das heißt als schlitzförmige Materialschwächung im Bereich der Dämmstreifendämmschicht.
[0011] Zur vereinfachten Handhabung, insbesondere im Hinblick auf Transport und/oder Lagerung,
kann vorgesehen sein, dass der Dämmstreifen auf einer Dämmstreifenrolle aufgerollt
ist, wobei der Dämmstreifen zum Zweck der Anordnung am Fußbodenaufbau von der Dämmstreifenrolle
abrollbar ist. Der Dämmstreifen kann beim Montieren von der Rolle abgerollt werden,
was die Montage zusätzlich vereinfacht.
[0012] Zur Vereinfachung und Verbesserung der Dämmung von Rändern und/oder Fugen eines Fußbodenaufbaus
schlägt die Erfindung ferner ein Verfahren zum Dämmen eines Rands und/oder einer Dehnfuge
eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus vor. Das erfindungsgemäße
Verfahren umfasst den Verfahrensschritt, wonach eines Dämmstreifens im Bereich des
Rands und/oder im Bereich der Dehnfuge angeordnet wird. Das Anordnen des Dämmstreifens
erfolgt in der Regel vor dem Auslegen der Trittschalldämmung oder der Bodenisolationsplatten.
Die Fußbodendämmschicht wird bevorzugt nach dem Anordnen des Dämmstreifens eingesetzt.
Bei dem Dämmstreifen kann es sich um einen hier beschriebenen Dämmstreifen handeln,
d. h. der Dämmstreifen umfasst eine Decklage und eine Dämmstreifendämmschicht. Decklage
und Dämmstreifendämmschicht sind lösbar miteinander verbunden. Das Verfahren sieht
femer einen Verfahrensschritt vor, wonach die Decklage von der Dämmstreifendämmschicht
abgelöst wird. Außerdem sieht das Verfahren einen Verfahrensschritt vor, wonach zumindest
ein Bereich, insbesondere eine Lasche, der Decklage auf der Fußbodendämmschicht angeordnet
wird. Auch durch das erfindungsgemäße Verfahren wird das Montieren des Dämmstreifens
vereinfacht und beschleunigt.
[0013] Bevorzugt erfolgt eine Anpassung der Decklage an die Dicke respektive Stärke der
Fußbodendämmschicht durch Bilden einer Decklagenlasche, welche auf der Fußbodendämmschicht,
insbesondere klebend befestigt, angeordnet wird. Derjenige Bereich der Decklage, der
nicht die Lasche bildet, hat so eine Abmessung, die der der Dicke oder nahezu der
Dicke der Fußbodendämmschicht entspricht.
[0014] Das Anordnen des Dämmstreifens kann dadurch erfolgen, dass ein Dämmschichtklebebereich
des Dämmstreifens an einer Wand oder einer Fußbodenbegrenzung, insbesondere klebend,
befestigt wird. Das Anordnen der Decklage auf der Fußbodendämmschicht kann ferner
dadurch erfolgen, dass ein Decklagenklebebereich auf der Fußbodendämmschicht, insbesondere
klebend, befestigt wird. Es kann alternativ oder kumulativ vorgesehen sein, dass das
Anordnen der Decklage an dem Fußbodenaufbau respektive an einer oder mehreren Schichten/Komponenten
des Fußbodenaufbaus, insbesondere klebend, erfolgt, beispielsweise an einer Fußbodenaufbau-Komponente,
die auf der Fußbodendämmschicht angeordnet ist. So kann die Decklage beispielsweise
zwischen zwei benachbarten Schichten des Fußbodenaufbaus an beiden dieser benachbarten
Schichten (klebend) befestigt sein.
[0015] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können
[0016] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen
Zeichnung, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel eines Dämmstreifens dargestellt
ist. Auch einzelne Merkmale der Ansprüche oder der Ausführungsformen können mit anderen
Merkmalen anderer Ansprüche und Ausführungsformen kombiniert werden.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
In der Zeichnung zeigen
[0017]
- Fig. 1
- einen seitlichen Querschnitt durch einen Dämmstreifen,
- Fig. 2
- einen montierten Dämmstreifen und
- Fig. 3
- eine seitliche Ansicht einer Dämmstreifenrolle.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0018] Der Fig. 1 kann Querschnitt durch eine seitliche Ansicht eines hier beschriebenen
Dämmstreifens 20 entnommen werden. Der Dämmstreifen 20 wird durch den unteren Rand
10 (Kante 10) und den oberen Rand 11 (Kante 11) begrenzt. Der Abstand zwischen den
Rändern respektive Kanten 10, 11 bildet die Breite des Dämmstreifens 20. Der Dämmstreifen
20 kann eine Breite zwischen etwa 40 mm und etwa 250 mm haben. Die Länge des Dämmstreifens
20 verläuft senkrecht zur Zeichenebene gemäß Fig. 1. Der Dämmstreifen 20 kann beispielsweise
zwischen etwa 1 m und etwa 75 m. lang sein. Es kann auch ein Dämmstreifen 20 vorgesehen
sein, dessen Länge geringer als 1 m oder größer als 75 m ist. Der Dämmstreifen 20
gemäß Fig. 1 umfasst eine Dämmstreifendämmschicht 2, die aus einem Polyethylen-Schaum,
einem Polystyrol-Schaum oder einem anderen elastischen Material gebildet ist. Der
Dämmstreifen 20 umfasst ferner eine Decklage 1, welche aus einer Kunststofffolie gebildet
ist. Decklage 1 und Dämmstreifendämmschicht 2 haben die gleiche Breite (und die gleiche
Länge), jedoch unterschiedliche Stärken: Die Decklage 1 ist dünner als die Dämmstreifendämmschicht
2. Die Decklage 1 ist punktuell mit der Dämmstreifendämmschicht 2 thermisch verschweißt.
Durch das punktuelle Verschweißen der Dämmstreifendämmschicht 2 mit der Decklage 1
sind beide Dämmstreifenkomponenten vor der Montage und während des Anordnens des Dämmstreifens
20 in einer Fuge 12 oder einem Rand des Fußbodenaufbaus miteinander lösbar verbunden.
[0019] Der Fig. 1 kann entnommen werden, dass die Decklage 1 und die Dämmstreifendämmschicht
2 durch eine Verbindungsnaht 5 fest miteinander verbunden sind. Die Verbindungsnaht
5 ist von dem unteren Rand 10 des Dämmstreifens 20 beabstandet, der Abstand zwischen
unterem Rand 10 und der Verbindungsnaht 5 beträgt beispielsweise zwischen etwa 10
mm und etwa 50 mm. Die Verbindungnaht 5 ist so beschaffen, dass sie wasserundurchlässig
ist. Dies wird etwa dadurch erreicht, dass die Verbindungsnaht 5 mittels Thermokaschierung
oder mit einem Heißschmelzklebstoff gebildet ist.
[0020] Der Fig. 1 kann ferner entnommen werden, dass der Dämmstreifen 20 auf seiner Vorderseite
(in Fig. 1 die rechte Seite) ein Klebestreifen oder ein Klebeband 3 umfasst. Mit dem
Klebeband 3 wird eine Lasche 14 der Decklage 1, nachdem sie von der Dämmstreifendämmschicht
2 abgelöst wurde, auf einer Fußbodendämmschicht 7 klebend befestigt. Das Klebeband
3 ist so angeordnet, dass zwischen dem Klebeband und der Verbindungsnaht 5 ein Abstand
von etwa 10 mm bis etwa 30 mm vorgesehen ist. Das Klebeband 3 kann - je nach Ausführungsform
- auf der Oberund/oder der Unterseite der Folie (1) angeordnet sein. Bezogen auf die
Länge des Dämmstreifens kann das Klebeband 3 ununterbrochen verlaufen. Fig. 1 zeigt
ferner ein auf der (unkaschierten) Rückseite (linke Seite gem. Fig. 1) des Dämmstreifens
20 angeordnetes Klebeband 4. Das Klebeband 4 kann sich in etwa im Bereich der Mitte
zwischen den Kanten 10, 11 des Dämmstreifens 20 befinden. Mit dem Klebeband 4 ist
die Dämmstreifendämmschicht 2 an einer Wand 2 klebend befestigbar.
[0021] Fig. 1 zeigt ferner mehrere, nämlich drei, Trennstellen 6, welche als Einkerbungen
oder Abriss-Einschlitzungen in der Dämmstreifendämmschicht 2 gebildet sind. An einer
der Trennstellen 6 kann die Breite des Dämmstreifens 20 an die baulichen Erfordernisse
dadurch angepasst werden, dass die Breite des Dämmstreifens 20 um die Breite eines
abtrennbareren Randbereichs 13 reduziert wird.
[0022] Ein in einer Fuge 12 montierter Dämmstreifen 20 kann der seitlichen Einbauansicht
gemäß Fig. 2 entnommen werden. Die Dämmstreifendämmschicht 2 ist mit dem Klebeband
4 an der Wand 9 klebend befestigt. Eine Lasche 14 der Decklage 1 wurde von der Dämmstreifendämmschicht
2 des Dämmstreifens 20 abgelöst und mit Klebeband 3 an der Fußbodendämmschicht 8 klebend
befestigt. Die Fußbodendämmschicht 8 ist auf dem Rohboden 7 angeordnet. Die Fußbodendämmschicht
8 kann aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum oder aus Mineralwolle gebildet sein.
Die zwischen der Fußbodendämmschicht 8 und der Wand 9 gebildete Fuge 12 wird durch
den unteren Abschnitt des Dämmstreifens 20 ausgefüllt. Die Verbindungsnaht 5 des Dämmstreifens
20 ist im Bereich der Stirnseite 15 der Fußbodendämmschicht 8 angeordnet, so dass
eine wasserundurchlässige Sperrschicht gebildet wird.
[0023] Eine seitliche Ansicht eines zu einer Rolle 21 aufgerollten Dämmstreifens 20 kann
der Fig. 3 entnommen werden. Die Rolle ist einfach transportierbar und der Dämmstreifen
20 lässt sich zur vereinfachten Montage von der Rolle 21 abrollen. Die Rolle 21 kann
etwa 1 m bis etwa 75 m Dämmstreifen umfassen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0024]
- 1
- Decklage
- 2
- Dämmstreifendämmschicht
- 3
- Klebebereich, Klebeband
- 4
- Klebebereich, Klebeband
- 5
- Verbindungsnaht
- 6
- Trennstelle
- 7
- Rohboden
- 8
- Fußbodendämmschicht
- 9
- Wand
- 10
- Kante
- 11
- Kante
- 12
- Fuge
- 13
- Randbereich
- 14
- Lasche
- 15
- Stirnseite
- 20
- Dämmstreifen
- 21
- Rolle
1. Dämmstreifen (20) für einen Rand und/oder eine Dehnfuge (12) eines eine Fußbodendämmschicht
(8) umfassenden Fußbodenaufbaus, wobei der Dämmstreifen (20) eine Dämmstreifendämmschicht
(2) und eine auf der Dämmstreifendämmschicht (2) angeordnete Decklage (1) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dassdieDecklage(1)unddie Dämmstreifendämmschicht (2) die gleiche Länge und Breite
oder nahezu die gleiche Länge und Breite aufweisen, und dass die Decklage (1), insbesondere
im Bereich der Kanten (10, 11) des Dämmstreifens (20), an der Dämmstreifendämmschicht
(2) lösbar befestigt ist.
2. Dämmstreifen (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage (1) und die Dämmstreifendämmschicht (2) miteinander abschnittsweise,
insbesondere punktweise, vorzugsweise an zumindest einer der Kanten (10, 11) der Dämmstreifendämmschicht
(2), thermisch verschweißt sind.
3. Dämmstreifen (20) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine zwischen der Dämmstreifendämmschicht (2) und der Decklage (1) entlang der Länge
des Dämmstreifens (20) angeordnete Verbindungsnaht (5), welche eine wasserundurchlässige
oder nahezu wasserundurchlässige Verbindung zwischen Dämmstreifendämmschicht (2) und
Decklage (1) bildet, und welche insbesondere zu den Kanten (10, 11) der Dämmstreifendämmschicht
(2) beabstandet angeordnet ist.
4. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Decklage (1) zumindest ein Decklagenklebebereich (3), vorzugsweise ein erster
Decklagenklebebereich und ein an der gegenüberleiegenden Seite der Decklage (1) angeordneter
zweiter Decklagenklebebereich, angeordnet ist/sind, wobei mit dem Decklagenklebebereich
zumindest ein Abschnitt der von der Dämmstreifendämmschicht (2) gelösten Decklage
(1), insbesondere an der Fußbodendämmschicht (8), klebend befestigbar ist.
5. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Dämmstreifendämmschicht (2) ein Dämmschichtklebebereich (4) angeordnet ist,
mit dem die Dämmstreifendämmschicht (2) des Dämmstreifens (20), insbesondere an einer
an den Fußbodenaufbau angrenzenden Wand (9), befestigbar ist.
6. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmstreifendämmschicht (2) aus einem elastischen Material, insbesondere aus
einem Schaumstoff, vorzugsweise aus einem Polyethylen-Schaum oder einem Polystyrol-Schaum,
gebildet ist, und/oder dass die Decklage (1) aus einer Kunststofffolie, insbesondere
aus einem thermoplastischen Kunststoff, gebildet ist.
7. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine oder mehrere, insbesondere als parallel zu einer der Kanten (10, 11) verlaufenden
Kerben gebildeten, Trennstellen (6), an denen ein Randbereich (13) des Dämmstreifens
(20) abtrennbar ist.
8. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmstreifen (20) auf einer Dämmstreifenrolle (21) aufgerollt ist, wobei der
Dämmstreifen (20) zum Zweck der Anordnung am Fußbodenaufbau von der Dämmstreifenrolle
(21) abrollbar ist.
9. Verfahren zum Dämmen eines Rands und/oder einer Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht
umfassenden Fußbodenaufbaus, umfassen die Verfahrensschritte:
Anordnen eines Dämmstreifens, insbesondere eine Dämmstreifens nach einem der Ansprüche
1 bis 8, im Bereich des Rands und/oder im Bereich der Dehnfuge, wobei der Dämmstreifen
eine Decklage und eine Dämmstreifendämmschicht umfasst, und wobei Decklage und Dämmstreifendämmschicht
lösbar miteinander verbunden sind,
Lösen der Decklage von der Dämmstreifendämmschicht, und
Anordnen zumindest eines Bereichs, insbesondere einer Lasche, der Decklage auf der
Fußbodendämmschicht.
10. Verfahren nach Anspruche 9, wobei eine Anpassung der Decklage an die Dicke der Fußbodendämmschicht
durch Bilden einer Decklagenlasche erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Anordnen des Dämmstreifens dadurch erfolgt,
dass ein Dämmschichtklebebereich des Dämmstreifens an einer Wand oder einer Fußbodenbegrenzung
befestigt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das Anordnen der Decklage auf der
Fußbodendämmschicht dadurch erfolgt, dass ein Decklagenklebebereich auf der Fußbodendämmschicht
befestigt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das Anordnen der Decklage an dem
Fußbodenaufbau, insbesondere klebend, erfolgt.