(19)
(11) EP 3 184 714 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.06.2017  Patentblatt  2017/26

(21) Anmeldenummer: 15003660.6

(22) Anmeldetag:  23.12.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 15/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(71) Anmelder: Alporit AG
4852 Rothrist (CH)

(72) Erfinder:
  • Flück, Stephan
    4852 Rothrist (CH)

(74) Vertreter: Grosse Schumacher Knauer von Hirschhausen 
Patent- und Rechtsanwälte Frühlingstrasse 43A
45133 Essen
45133 Essen (DE)

   


(54) DÄMMSTREIFEN UND VERFAHREN ZUM DÄMMEN DAFÜR


(57) Die Erfindung betrifft einen Dämmstreifen (20) für einen Rand und/oder eine Dehnfuge (12) eines eine Fußbodendämmschicht (8) umfassenden Fußbodenaufbaus. Der Dämmstreifen (20) umfasst eine Dämmstreifendämmschicht (2) und eine auf der Dämmstreifendämmschicht (2) angeordnete Decklage (1). Die Decklage (1) und die Dämmstreifendämmschicht (2) weisen die gleiche Länge und Breite oder nahezu die gleiche Länge und Breite auf. Die Decklage (1) ist an der Dämmstreifendämmschicht (2) lösbar befestigt.




Beschreibung

GEBIET DER ERFINDUNG



[0001] Die Erfindung betrifft einen Dämmstreifen für einen Rand und/oder eine Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Demnach umfasst der Dämmstreifen eine Dämmstreifendämmschicht und eine auf der Dämmstreifendämmschicht angeordnete Decklage. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Dämmen eines Rands und/oder einer Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus nach Anspruch 9.

TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND



[0002] Ein Fußbodenaufbau wird auf einem Rohboden angeordnet, beispielsweise mit einer Fußbodendämmschicht und einem Estrich. Zwischen der Wand und dem Fußbodenaufbau wird eine Dehnfuge oder eine Rand vorgesehen. Bei der Erstellung der Estrichschicht muss eine Sperrschicht zwischen Wand, Fußbodendämmschicht und Rohboden erstellt werden, um das Eindringen der Estrichmasse in die Fußbodendämmschicht und somit die Bildung störender Wärmebrücken zwischen Dämmschicht und Wand zu verhindern. Dies leisten Dämmstreifen, wobei deren Montage oft zeitaufwändig ist. Hier setzt die Erfindung ein.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



[0003] Zur Vereinfachung und Verbesserung der Dämmung von Rändern und/oder Fugen eines Fußbodenaufbaus schlägt die Erfindung einen Dämmstreifen nach Anspruch 1 vor. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Der Dämmstreifen ist für einen Rand und/oder eine Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus vorgesehen. Der Fußbodenaufbau umfasst zumindest eine Fußbodendämmschicht, welche auf einem Rohboden anordbar ist. Der Fußbodenaufbau kann weitere Schichten respektive Bestandteile umfassen, etwa eine Trittschalldämmung und/oder eine oder mehrere (Boden-)Isolationsplatten. Bei dem Fußbodenaufbau können ferner ein Estrich und/oder ein Fußbodenbelag vorgesehen sein.

[0004] Der erfindungsgemäße Dämmstreifen umfasst eine Dämmstreifendämmschicht im Bereich der Kanten des Dämmstreifens und eine auf der Dämmstreifendämmschicht angeordnete Decklage. Die Decklage und die Dämmstreifendämmschicht weisen die gleiche Länge und Breite oder nahezu die gleiche Länge und Breite auf. Die Dämmstreifendämmschicht wird seitlich, d. h. bezogen auf die Streifenbreite, durch die Kanten der Dämmstreifendämmschicht begrenzt. Die Dicke respektive Materialstärke der Decklage kann sich von der Dicke/Stärke der Dämmstreifendämmschicht unterscheiden. So kann die Decklage als, insbesondere wasserundurchlässige und/oder reißfeste, Folie gebildet sein und eine Dicke in einem Foliendickenbereich von etwa 0,1 mm bis etwa 0,8 mm aufweisen. Die Folie kann aus einem Kunststoff, etwa aus einem thermoplastischen und somit verschweißbaren Kunststoff, gebildet sein. Die Dämmstreifendämmschicht kann eine Dicke in einem Schichtdickenbereich von etwa 5 mm bis etwa 20 mm aufweisen. Die Decklage und/oder die Dämmstreifendämmschicht können eine Breite in einem Breitenbereich von etwa 40 mm bis etwa 250 mm aufweisen.

[0005] Erfindungsgemäß ist die Decklage an der Dämmstreifendämmschicht lösbar befestigt. Bevorzugt sind die Decklage und die Dämmstreifendämmschicht miteinander abschnittsweise, insbesondere punktweise, vorzugsweise an zumindest einer der Kanten der Dämmstreifendämmschicht, thermisch verschweißt. Dabei kann eine regelmäßige oder eine unregelmäßige Anordnung von Schweißpunkten oder Verbindungsstellen vorgesehen sein. Bezogen auf die Länge des Dämmstreifens kann vorgesehen sein, dass die Länge sämtlicher Schweißverbindungsstellen zwischen Decklage und Dämmstreifendämmschicht einen Dämmstreifen-Längenanteil von etwa 20% bis zu etwa 50% ausmacht. Jeder der Schweißpunkte kann eine Breite in einem Schweißpunktebreitenbereich von etwa 0,1 mm bis etwa 0,5 mm aufweisen. Der erfindungsgemäße Dämmstreifen kann vereinfacht und schneller montiert werden, indem er zunächst in der Fuge respektive am Fußbodenrand positioniert wird, und anschließend eine Lasche der Decklage auf der Fußbodendämmschicht angeordnet wird. Das Positionieren wird durch die Haftung zwischen Decklage und Dämmstreifendämmschicht vereinfacht, indem ein Herunterfallen der Decklage auf den Rohboden vermieden wird. Nach dem Positionieren des Dämmstreifens respektive der Dämmstreifendämmschicht kann eine Lasche der Decklage durch Lösen der punktuellen Schweißverbindungen gebildet werden, so dass sich der Bereich der Decklage, der nicht die Lasche bildet, an die Dicke der Dämmschicht anpasst.

[0006] Es kann eine Verbindungsnaht vorgesehen sein, welche zwischen der Dämmstreifendämmschicht und der Decklage entlang der Länge respektive Längenausdehnung des Dämmstreifens angeordnete ist. Die Verbindungsnaht bildet eine wasserundurchlässige oder nahezu wasserundurchlässige Verbindung zwischen der Dämmstreifendämmschicht und der Decklage. Die Verbindungsnaht ist insbesondere zu den Kanten der Dämmstreifendämmschicht beabstandet angeordnet. Der Abstand zwischen einer der Kanten der Dämmstreifendämmschicht und der Verbindungsnaht kann in einem Bereich zwischen etwa 10 mm und etwa 50 mm liegen. Die Verbindungsnaht kann durch einen Hotmeltkleber und/oder mittels Thermokaschierung gebildet sein. Nach dem Positionieren/Befestigen des Dämmstreifens in der Fuge befindet sich die Verbindungsnaht zweckmäßigerweise im Bereich der Stirnseite der Fußbodendämmschicht.

[0007] Zur vereinfachten Anordnung des der Lasche der Decklage an der Fußbodendämmschicht kann vorgesehen sein, dass an der Decklage zumindest ein Decklagenklebebereich angeordnet ist, mit dem die von der Dämmstreifendämmschicht gelöste Decklage, insbesondere an der Fußbodendämmschicht, klebend befestigbar ist. Es können ein erster und ein zweiter Decklagenklebebereich vorgesehen sein, beispielsweise kann der erste Decklagenklebebereich auf der (oberen oder äußeren) Seite der Decklage angeordnet sein, und der zweite Decklagenklebebereich kann auf der gegenüberliegenden (unteren oder inneren) Seite der Decklage angeordnet sein. Bei zwei Decklagenkelebereichen auf gegenüberliegenden Seiten der Decklage kann ein klebendes Besfestigen der umgeschlagenen Decklagenlasche an mehreren Komponenten des Fußbodenaufbaus erfolgen. Der Decklagenklebebereich kann als Klebeband gebildet sein, welches sich entlang der Längsrichtung des Dämmstreifens erstreckt, und welches an der Decklage, insbesondere klebend, befestigt ist. Die Klebeschicht des Klebebereichs ist außen angeordnet, so dass die Lasche der Decklage umgeschlagen und auf der Oberseite der Fußbodendämmschicht klebend befestigt werden kann.

[0008] Es kann ferner vorgesehen sein, dass an der Dämmstreifendämmschicht ein Dämmschichtklebebereich angeordnet ist, mit dem der Dämmstreifen insbesondere an einer an den Fußboden angrenzenden Wand (klebend) befestigbar ist. Der Dämmstreifenklebebereich kann als Klebeband gebildet sein, welches sich entlang der Längsrichtung des Dämmstreifens erstreckt, und dessen Klebefläche nach außen gerichtet ist, so dass der Dämmstreifen an einer den Fußboden begrenzenden Wand klebend befestigbar ist. Die beschriebenen Klebebänder können jeweils als Doppelklebeband gebildet sein, wobei eine Seite des Doppelklebebands mit der Decklage respektive der Dämmstreifendämmschicht verklebt ist, und wobei die andere Seite des Doppelklebebands mit einer ablösbaren Schutzlage versehen ist.

[0009] Die Dämmstreifendämmschicht kann aus einem elastischen oder thermoplastischen Material, insbesondere aus einem Schaumstoff, vorzugsweise aus einem Polyethylen-Schaum (PE-Schaum) oder einem Polystyrol-Schaum (PS-Schaum), gebildet sein. Die Decklage kann aus einer Kunststofffolie, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff, gebildet sein. Zweckmäßig wäre, wenn die Decklage und die Dämmstreifendämmschicht jeweils aus Materialien oder Materialkombinationen gebildet sind, so dass Decklage und Dämmstreifendämmschicht miteinander thermisch, also mittels thermischem Energieeintrag, verschweißbar sind.

[0010] Zur Anpassung der Dimension respektive Abmessung des Dämmstreifens an die bauliche Beschaffenheit des Fußbodenaufbaus kann zumindest eine Trennstelle vorgesehen sein. Vorzugsweise können mehrere Trennstellen vorgesehen sein, so dass bei der Montage eine Auswahl getroffen werden kann, hinsichtlich der zu verwendenden Trennstelle. Die Trennstellen können als parallel zu einer der Kanten verlaufenden Kerben gebildet sein. An den Trennstellen ist ein Randbereich oder Randabschnitt des Dämmstreifens abtrennbar. Die Trennstellen können wahlweise als Abriss-Einschlitzungen gebildet sein, das heißt als schlitzförmige Materialschwächung im Bereich der Dämmstreifendämmschicht.

[0011] Zur vereinfachten Handhabung, insbesondere im Hinblick auf Transport und/oder Lagerung, kann vorgesehen sein, dass der Dämmstreifen auf einer Dämmstreifenrolle aufgerollt ist, wobei der Dämmstreifen zum Zweck der Anordnung am Fußbodenaufbau von der Dämmstreifenrolle abrollbar ist. Der Dämmstreifen kann beim Montieren von der Rolle abgerollt werden, was die Montage zusätzlich vereinfacht.

[0012] Zur Vereinfachung und Verbesserung der Dämmung von Rändern und/oder Fugen eines Fußbodenaufbaus schlägt die Erfindung ferner ein Verfahren zum Dämmen eines Rands und/oder einer Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus vor. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst den Verfahrensschritt, wonach eines Dämmstreifens im Bereich des Rands und/oder im Bereich der Dehnfuge angeordnet wird. Das Anordnen des Dämmstreifens erfolgt in der Regel vor dem Auslegen der Trittschalldämmung oder der Bodenisolationsplatten. Die Fußbodendämmschicht wird bevorzugt nach dem Anordnen des Dämmstreifens eingesetzt. Bei dem Dämmstreifen kann es sich um einen hier beschriebenen Dämmstreifen handeln, d. h. der Dämmstreifen umfasst eine Decklage und eine Dämmstreifendämmschicht. Decklage und Dämmstreifendämmschicht sind lösbar miteinander verbunden. Das Verfahren sieht femer einen Verfahrensschritt vor, wonach die Decklage von der Dämmstreifendämmschicht abgelöst wird. Außerdem sieht das Verfahren einen Verfahrensschritt vor, wonach zumindest ein Bereich, insbesondere eine Lasche, der Decklage auf der Fußbodendämmschicht angeordnet wird. Auch durch das erfindungsgemäße Verfahren wird das Montieren des Dämmstreifens vereinfacht und beschleunigt.

[0013] Bevorzugt erfolgt eine Anpassung der Decklage an die Dicke respektive Stärke der Fußbodendämmschicht durch Bilden einer Decklagenlasche, welche auf der Fußbodendämmschicht, insbesondere klebend befestigt, angeordnet wird. Derjenige Bereich der Decklage, der nicht die Lasche bildet, hat so eine Abmessung, die der der Dicke oder nahezu der Dicke der Fußbodendämmschicht entspricht.

[0014] Das Anordnen des Dämmstreifens kann dadurch erfolgen, dass ein Dämmschichtklebebereich des Dämmstreifens an einer Wand oder einer Fußbodenbegrenzung, insbesondere klebend, befestigt wird. Das Anordnen der Decklage auf der Fußbodendämmschicht kann ferner dadurch erfolgen, dass ein Decklagenklebebereich auf der Fußbodendämmschicht, insbesondere klebend, befestigt wird. Es kann alternativ oder kumulativ vorgesehen sein, dass das Anordnen der Decklage an dem Fußbodenaufbau respektive an einer oder mehreren Schichten/Komponenten des Fußbodenaufbaus, insbesondere klebend, erfolgt, beispielsweise an einer Fußbodenaufbau-Komponente, die auf der Fußbodendämmschicht angeordnet ist. So kann die Decklage beispielsweise zwischen zwei benachbarten Schichten des Fußbodenaufbaus an beiden dieser benachbarten Schichten (klebend) befestigt sein.

[0015] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können

[0016] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel eines Dämmstreifens dargestellt ist. Auch einzelne Merkmale der Ansprüche oder der Ausführungsformen können mit anderen Merkmalen anderer Ansprüche und Ausführungsformen kombiniert werden.

KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN


In der Zeichnung zeigen



[0017] 
Fig. 1
einen seitlichen Querschnitt durch einen Dämmstreifen,
Fig. 2
einen montierten Dämmstreifen und
Fig. 3
eine seitliche Ansicht einer Dämmstreifenrolle.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN



[0018] Der Fig. 1 kann Querschnitt durch eine seitliche Ansicht eines hier beschriebenen Dämmstreifens 20 entnommen werden. Der Dämmstreifen 20 wird durch den unteren Rand 10 (Kante 10) und den oberen Rand 11 (Kante 11) begrenzt. Der Abstand zwischen den Rändern respektive Kanten 10, 11 bildet die Breite des Dämmstreifens 20. Der Dämmstreifen 20 kann eine Breite zwischen etwa 40 mm und etwa 250 mm haben. Die Länge des Dämmstreifens 20 verläuft senkrecht zur Zeichenebene gemäß Fig. 1. Der Dämmstreifen 20 kann beispielsweise zwischen etwa 1 m und etwa 75 m. lang sein. Es kann auch ein Dämmstreifen 20 vorgesehen sein, dessen Länge geringer als 1 m oder größer als 75 m ist. Der Dämmstreifen 20 gemäß Fig. 1 umfasst eine Dämmstreifendämmschicht 2, die aus einem Polyethylen-Schaum, einem Polystyrol-Schaum oder einem anderen elastischen Material gebildet ist. Der Dämmstreifen 20 umfasst ferner eine Decklage 1, welche aus einer Kunststofffolie gebildet ist. Decklage 1 und Dämmstreifendämmschicht 2 haben die gleiche Breite (und die gleiche Länge), jedoch unterschiedliche Stärken: Die Decklage 1 ist dünner als die Dämmstreifendämmschicht 2. Die Decklage 1 ist punktuell mit der Dämmstreifendämmschicht 2 thermisch verschweißt. Durch das punktuelle Verschweißen der Dämmstreifendämmschicht 2 mit der Decklage 1 sind beide Dämmstreifenkomponenten vor der Montage und während des Anordnens des Dämmstreifens 20 in einer Fuge 12 oder einem Rand des Fußbodenaufbaus miteinander lösbar verbunden.

[0019] Der Fig. 1 kann entnommen werden, dass die Decklage 1 und die Dämmstreifendämmschicht 2 durch eine Verbindungsnaht 5 fest miteinander verbunden sind. Die Verbindungsnaht 5 ist von dem unteren Rand 10 des Dämmstreifens 20 beabstandet, der Abstand zwischen unterem Rand 10 und der Verbindungsnaht 5 beträgt beispielsweise zwischen etwa 10 mm und etwa 50 mm. Die Verbindungnaht 5 ist so beschaffen, dass sie wasserundurchlässig ist. Dies wird etwa dadurch erreicht, dass die Verbindungsnaht 5 mittels Thermokaschierung oder mit einem Heißschmelzklebstoff gebildet ist.

[0020] Der Fig. 1 kann ferner entnommen werden, dass der Dämmstreifen 20 auf seiner Vorderseite (in Fig. 1 die rechte Seite) ein Klebestreifen oder ein Klebeband 3 umfasst. Mit dem Klebeband 3 wird eine Lasche 14 der Decklage 1, nachdem sie von der Dämmstreifendämmschicht 2 abgelöst wurde, auf einer Fußbodendämmschicht 7 klebend befestigt. Das Klebeband 3 ist so angeordnet, dass zwischen dem Klebeband und der Verbindungsnaht 5 ein Abstand von etwa 10 mm bis etwa 30 mm vorgesehen ist. Das Klebeband 3 kann - je nach Ausführungsform - auf der Oberund/oder der Unterseite der Folie (1) angeordnet sein. Bezogen auf die Länge des Dämmstreifens kann das Klebeband 3 ununterbrochen verlaufen. Fig. 1 zeigt ferner ein auf der (unkaschierten) Rückseite (linke Seite gem. Fig. 1) des Dämmstreifens 20 angeordnetes Klebeband 4. Das Klebeband 4 kann sich in etwa im Bereich der Mitte zwischen den Kanten 10, 11 des Dämmstreifens 20 befinden. Mit dem Klebeband 4 ist die Dämmstreifendämmschicht 2 an einer Wand 2 klebend befestigbar.

[0021] Fig. 1 zeigt ferner mehrere, nämlich drei, Trennstellen 6, welche als Einkerbungen oder Abriss-Einschlitzungen in der Dämmstreifendämmschicht 2 gebildet sind. An einer der Trennstellen 6 kann die Breite des Dämmstreifens 20 an die baulichen Erfordernisse dadurch angepasst werden, dass die Breite des Dämmstreifens 20 um die Breite eines abtrennbareren Randbereichs 13 reduziert wird.

[0022] Ein in einer Fuge 12 montierter Dämmstreifen 20 kann der seitlichen Einbauansicht gemäß Fig. 2 entnommen werden. Die Dämmstreifendämmschicht 2 ist mit dem Klebeband 4 an der Wand 9 klebend befestigt. Eine Lasche 14 der Decklage 1 wurde von der Dämmstreifendämmschicht 2 des Dämmstreifens 20 abgelöst und mit Klebeband 3 an der Fußbodendämmschicht 8 klebend befestigt. Die Fußbodendämmschicht 8 ist auf dem Rohboden 7 angeordnet. Die Fußbodendämmschicht 8 kann aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum oder aus Mineralwolle gebildet sein. Die zwischen der Fußbodendämmschicht 8 und der Wand 9 gebildete Fuge 12 wird durch den unteren Abschnitt des Dämmstreifens 20 ausgefüllt. Die Verbindungsnaht 5 des Dämmstreifens 20 ist im Bereich der Stirnseite 15 der Fußbodendämmschicht 8 angeordnet, so dass eine wasserundurchlässige Sperrschicht gebildet wird.

[0023] Eine seitliche Ansicht eines zu einer Rolle 21 aufgerollten Dämmstreifens 20 kann der Fig. 3 entnommen werden. Die Rolle ist einfach transportierbar und der Dämmstreifen 20 lässt sich zur vereinfachten Montage von der Rolle 21 abrollen. Die Rolle 21 kann etwa 1 m bis etwa 75 m Dämmstreifen umfassen.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0024] 
1
Decklage
2
Dämmstreifendämmschicht
3
Klebebereich, Klebeband
4
Klebebereich, Klebeband
5
Verbindungsnaht
6
Trennstelle
7
Rohboden
8
Fußbodendämmschicht
9
Wand
10
Kante
11
Kante
12
Fuge
13
Randbereich
14
Lasche
15
Stirnseite
20
Dämmstreifen
21
Rolle



Ansprüche

1. Dämmstreifen (20) für einen Rand und/oder eine Dehnfuge (12) eines eine Fußbodendämmschicht (8) umfassenden Fußbodenaufbaus, wobei der Dämmstreifen (20) eine Dämmstreifendämmschicht (2) und eine auf der Dämmstreifendämmschicht (2) angeordnete Decklage (1) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dassdieDecklage(1)unddie Dämmstreifendämmschicht (2) die gleiche Länge und Breite oder nahezu die gleiche Länge und Breite aufweisen, und dass die Decklage (1), insbesondere im Bereich der Kanten (10, 11) des Dämmstreifens (20), an der Dämmstreifendämmschicht (2) lösbar befestigt ist.
 
2. Dämmstreifen (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage (1) und die Dämmstreifendämmschicht (2) miteinander abschnittsweise, insbesondere punktweise, vorzugsweise an zumindest einer der Kanten (10, 11) der Dämmstreifendämmschicht (2), thermisch verschweißt sind.
 
3. Dämmstreifen (20) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine zwischen der Dämmstreifendämmschicht (2) und der Decklage (1) entlang der Länge des Dämmstreifens (20) angeordnete Verbindungsnaht (5), welche eine wasserundurchlässige oder nahezu wasserundurchlässige Verbindung zwischen Dämmstreifendämmschicht (2) und Decklage (1) bildet, und welche insbesondere zu den Kanten (10, 11) der Dämmstreifendämmschicht (2) beabstandet angeordnet ist.
 
4. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Decklage (1) zumindest ein Decklagenklebebereich (3), vorzugsweise ein erster Decklagenklebebereich und ein an der gegenüberleiegenden Seite der Decklage (1) angeordneter zweiter Decklagenklebebereich, angeordnet ist/sind, wobei mit dem Decklagenklebebereich zumindest ein Abschnitt der von der Dämmstreifendämmschicht (2) gelösten Decklage (1), insbesondere an der Fußbodendämmschicht (8), klebend befestigbar ist.
 
5. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Dämmstreifendämmschicht (2) ein Dämmschichtklebebereich (4) angeordnet ist, mit dem die Dämmstreifendämmschicht (2) des Dämmstreifens (20), insbesondere an einer an den Fußbodenaufbau angrenzenden Wand (9), befestigbar ist.
 
6. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmstreifendämmschicht (2) aus einem elastischen Material, insbesondere aus einem Schaumstoff, vorzugsweise aus einem Polyethylen-Schaum oder einem Polystyrol-Schaum, gebildet ist, und/oder dass die Decklage (1) aus einer Kunststofffolie, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff, gebildet ist.
 
7. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine oder mehrere, insbesondere als parallel zu einer der Kanten (10, 11) verlaufenden Kerben gebildeten, Trennstellen (6), an denen ein Randbereich (13) des Dämmstreifens (20) abtrennbar ist.
 
8. Dämmstreifen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmstreifen (20) auf einer Dämmstreifenrolle (21) aufgerollt ist, wobei der Dämmstreifen (20) zum Zweck der Anordnung am Fußbodenaufbau von der Dämmstreifenrolle (21) abrollbar ist.
 
9. Verfahren zum Dämmen eines Rands und/oder einer Dehnfuge eines eine Fußbodendämmschicht umfassenden Fußbodenaufbaus, umfassen die Verfahrensschritte:

Anordnen eines Dämmstreifens, insbesondere eine Dämmstreifens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, im Bereich des Rands und/oder im Bereich der Dehnfuge, wobei der Dämmstreifen eine Decklage und eine Dämmstreifendämmschicht umfasst, und wobei Decklage und Dämmstreifendämmschicht lösbar miteinander verbunden sind,

Lösen der Decklage von der Dämmstreifendämmschicht, und

Anordnen zumindest eines Bereichs, insbesondere einer Lasche, der Decklage auf der Fußbodendämmschicht.


 
10. Verfahren nach Anspruche 9, wobei eine Anpassung der Decklage an die Dicke der Fußbodendämmschicht durch Bilden einer Decklagenlasche erfolgt.
 
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Anordnen des Dämmstreifens dadurch erfolgt, dass ein Dämmschichtklebebereich des Dämmstreifens an einer Wand oder einer Fußbodenbegrenzung befestigt wird.
 
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das Anordnen der Decklage auf der Fußbodendämmschicht dadurch erfolgt, dass ein Decklagenklebebereich auf der Fußbodendämmschicht befestigt wird.
 
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das Anordnen der Decklage an dem Fußbodenaufbau, insbesondere klebend, erfolgt.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht