[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffpumpe und ein Einspritzsystem für einen Verbrennungsmotor.
[0002] Ein Kolben bzw. Stößel in einer Kraftstoffpumpe wird üblicherweise mechanisch starr
über einen Nocken angetrieben. Dabei sind der Kolben und der Nocken über eine sogenannte
Rollentasse miteinander verbunden. Hierbei wird ein Kontakt zwischen dem Nocken und
Rollen der Rollentasse über eine Feder, die sich zwischen der Rollentasse und einem
Gehäuse der Kraftstoffpumpe befindet, zu jeder Zeit sichergestellt.
[0003] Aus der Druckschrift
DE 36 42 883 A1 ist eine Kraftstoffeinspritzpumpe für eine Brennkraftmaschine mit einer beschleunigungsabhängigen
Spritzverstellung beschrieben. Hierbei ist vorgesehen, einen Druck des Kraftstoffs
in einem Innenraum der Kraftstoffeinspritzpumpe beschleunigungsabhängig zu variieren.
[0004] Eine Kraftstoffeinspritzpumpe der Verteilerbauart ist in der Druckschrift
US 5 161 509 A beschrieben. Die Kraftstoffeinspritzpumpe umfasst einen unter Steuerdruck stehenden
Pumpeninnenraum, in dem ein Drehzahlregler angeordnet ist, über den ein Betrieb der
Kraftstoffeinspritzpumpe lastabhängig einzustellen ist. Eine weitere Kraftstoffeinspritzpumpe
der Verteilerbauart ist aus der Druckschrift
US 5 243 943 A bekannt.
[0005] Vor diesem Hintergrund werden eine Kraftstoffpumpe und ein Einspritzsystem mit den
Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche vorgestellt. Ausgestaltungen der Kraftstoffpumpe
und des Einspritzsystems gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und der Beschreibung
hervor. Die erfindungsgemäße Kraftstoffpumpe, die auch als Hochdruckpumpe bezeichnet
werden kann, ist zum Fördern von Kraftstoff zu einem Kraftstoffspeicher eines Einspritzsystems
für einen Verbrennungsmotor, bspw. eines Kraftfahrzeugs, ausgebildet, wobei Kraftstoff
von der Kraftstoffpumpe unter Druck zu setzen und in dem Kraftstoffspeicher unter
Druck zu speichern ist. Von dem Kraftstoffspeicher aus ist der unter Druck gesetzte
und/oder stehende Kraftstoff in mindestens eine Brennkammer des Verbrennungsmotors
einzuspritzen.
[0006] Diese Kraftstoffpumpe umfasst mindestens eine Fördereinheit und steht mit mindestens
einem Kurvengetriebe, in der Regel mit einem Kurvengetriebe, in Kontakt. Die mindestens
eine Fördereinheit weist einen Kolben, eine als Förderfeder ausgebildete Feder, eine
innere Hülse und eine äußere Hülse, die in einem Zylinder zueinander koaxial angeordnet
sind, sowie einen innerhalb des Zylinders angeordneten Sperrbolzen auf. Dabei ist
die innere Hülse mit dem Kolben verbunden, wobei die äußere Hülse mit der Förderfeder
und einer Rolle des mindestens einen Kurvengetriebes in Kontakt steht und/oder verbunden
ist. Die innere Hülse und die äußere Hülse sind über den Sperrbolzen lösbar zu verbinden.
[0007] In Ausgestaltung sind die innere Hülse und die äußere Hülse miteinander verbunden,
wenn sich der Sperrbolzen in einer Grundposition befindet, wohingegen die innere Hülse
und die äußere Hülse voneinander gelöst bzw. getrennt sind, wenn sich der Sperrbolzen
in einer Ruheposition befindet. Befindet sich der Sperrbolzen in der Grundposition,
sind der Kolben und die Rolle über die innere und äußere Hülse miteinander mechanisch
verbunden. Dabei ist zwischen dem Kolben und der Rolle über die innere und äußere
Hülse eine Kraft zu übertragen. Falls sich der Sperrbolzen in der Ruheposition befindet
und die beiden Hülsen voneinander gelöst sind, ist eine mechanische Verbindung zwischen
dem Kolben und dem Bolzen unterbrochen.
[0008] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Rolle mit einem Nocken in Kontakt steht. Bei einer
Drehung des Nockens ist die Rolle zu bewegen. Falls sich der Sperrbolzen in der Grundposition
befindet, ist der Kolben ausgehend von dem Nocken über die Rolle indirekt zu bewegen.
Dabei ist möglich, dass der Nocken als Komponente des mindestens einen Kurvengetriebes
ausgebildet ist. Üblicherweise wirkt die Kraftstoffpumpe mit dem mindestens einen
Kurvengetriebe zusammen, wobei der Kolben abhängig davon, ob sich der Sperrbolzen
in der Grundposition oder in der Ruheposition befindet, ausgehend von einer Bewegung
des mindestens einen Kurvengetriebes zu bewegen ist oder nicht. Je nach Definition
ist mindestens eine Komponente des mindestens einen Kurvengetriebes, bspw. die Rolle,
auch als Komponente der Kraftstoffpumpe ausgebildet.
[0009] In Ausgestaltung ist dem Sperrbolzen eine als Sperrfeder ausgebildete Feder zugeordnet,
über die der Sperrbolzen zu belasten ist. Die Sperrfeder ist dazu ausgebildet, den
Sperrbolzen in der Grundposition zu beaufschlagen, wobei die innere Hülse und die
äußere Hülse über den Sperrbolzen miteinander zu verbinden sind.
[0010] Weiterhin ist die Sperrfeder mit Motorenöl, das unter Druck zu setzen ist, zu beaufschlagen.
Falls eine Kraft des Motorenöls aufgrund des Drucks des Motorenöls größer als ein
Grenzwert ist, ist die Sperrfeder in die innere Hülse zu drücken und der Sperrbolzen
in die Ruheposition zu versetzen, wobei die innere Hülse und die äußere Hülse voneinander
zu lösen sind.
[0011] Mit der mindestens einen Fördereinheit der Kraftstoffpumpe ist nur dann Kraftstoff
zu fördern, wenn die innere Hülse und die äußere Hülse miteinander verbunden sind.
Eine Förderung von Kraftstoff mit der mindestens einen Fördereinheit ist unterbrochen,
wenn die innere Hülse und die äußere Hülse in der Ruheposition des Sperrbolzens voneinander
gelöst sind.
[0012] Das mindestens eine Kurvengetriebe kann variabel ausgebildet sein, wobei eine Höhe
eines Hubs des Kolbens durch Einstellen des mindestens einen Kurvengetriebes zu verändern
ist.
[0013] Das erfindungsgemäße Einspritzsystem für einen Verbrennungsmotor weist mindestens
ein Modul mit zumindest einer vorgestellten Kraftstoffpumpe und einen Kraftstoffspeicher
auf, wobei die zumindest eine Kraftstoffpumpe des mindestens einen Moduls dem Kraftstoffspeicher
zugeordnet ist. Kraftstoff, der von der Kraftstoffpumpe unter Druck zu setzen ist,
ist von der Kraftstoffpumpe aus in den Kraftstoffspeicher zu fördern und darin unter
Druck zu speichern.
[0014] Bei dem Einspritzsystem weist die zumindest eine Kraftstoffpumpe mindestens eine
Fördereinheit mit einem Sperrbolzen auf, wobei mit der mindestens einen Fördereinheit
Kraftstoff zu dem Kraftstoffspeicher zu fördern ist, wenn sich der Sperrbolzen in
einer Grundposition befindet. Dagegen ist eine Förderung von Kraftstoff zu unterbrechen,
wenn sich der Sperrbolzen in einer Ruheposition befindet.
[0015] In Ausgestaltung weist das Einspritzsystem mehrere Fördereinheiten auf. Dabei ist
in dem Einspritzsystem abhängig von einem aktuellen Lastpunkt des Verbrennungsmotors
ein Teil sämtlicher Fördereinheiten zu aktivieren, wohingegen alle anderen Fördereinheiten
aus- bzw. abzuschalten sind. Somit ist eine Menge an Kraftstoff, die unter Druck zu
setzen und in dem Kraftstoffspeicher zu speichern ist, in Abhängigkeit einer Anzahl
an jeweils aktiven und ausgeschalteten Fördereinheiten zu regulieren.
[0016] Die vorgestellte Kraftstoffpumpe weist die mindestens eine Fördereinheit und somit
mindestens ein Aggregat auf, die bzw. das jeweils einen Kolben umfasst. Demnach ist
es möglich, dass die Kraftstoffpumpe nicht bloß eine Fördereinheit sondern in Ausgestaltung
mehrere Fördereinheiten und somit mehrere Kolben aufweist. Durch Integration eines
Sperrbolzens, der einem jeweiligen Kolben sowie der inneren und äußeren Hülse als
mechanisches Schaltelement zugeordnet ist, ist es möglich, auch bei laufendem Betrieb
der Kraftstoffpumpe einzelne Fördereinheiten bzw. Kolben oder sämtliche Fördereinheiten
auszuschalten und somit Kraftstoff nur über eine geringe Anzahl an eingeschalteten
Fördereinheiten unter Druck zu setzen sowie zu fördern.
[0017] Weiterhin ist durch Integration des bspw. vollvariablen Kurvengetriebes zusätzlich
eine Steuerung eines Hubs eines jeweiligen Kolbens möglich, wodurch eine Höhe des
Hubs des Kolbens bedarfsgerecht zu steuern ist, wodurch auf eine ansonsten übliche
Zumesseinheit zu verzichten und eine Menge an zu förderndem Kraftstoff allein durch
Verändern der Höhe des Hubs des Kolbens zu steuern ist.
[0018] In Ausgestaltung ist somit eine erforderliche Antriebsleistung der Kraftstoffpumpe
um einen Betrag einer Reibung mindestens eines aus- bzw. abgeschalteten Kolbens zu
reduzieren, wodurch in Teillasten ein Verbrauch an Kraftstoff reduziert werden kann.
Somit ist eine Anzahl an Hüben mindestens eines Kolbens und eine damit verbundene
Reibung nicht allein von einer Drehzahl des Verbrennungsmotors abhängig und die Kraftstoffpumpe
nicht allein auf einen Bedarf an Kraftstoff des Verbrennungsmotors auszulegen. Falls
bei Vorliegen einer Teillast für den Verbrennungsmotor weniger Kraftstoff erforderlich
ist, ist nunmehr möglich, lediglich einen Teil sämtlicher Fördereinheiten zu betreiben.
Dabei ist alternativ oder ergänzend möglich, einen betriebenen Kolben in Vollförderung
oder in Teilförderung zu betreiben.
[0019] Die Kraftstoffpumpe ist als sogenannte Steckpumpe ausgebildet und/oder zu bezeichnen.
Diese Kraftstoffpumpe umfasst in Ausgestaltung mehrere Kolben und ist bei laufendem
Betrieb teilweise stillzulegen, wenn ein Teil der Kolben der Kraftstoffpumpe abgestellt
ist. Dem Kraftstoffspeicher, der auch als Common-Rail bezeichnet wird, sind je nach
Definition mehrere Fördereinheiten mit Kolben als Komponenten mindestens einer Kraftstoffpumpe
zugeordnet. Bei dem Betrieb des Einspritzsystems ist nur eine für einen jeweiligen
Lastpunkt notwendige Anzahl an Fördereinheiten mit Kolben zu aktivieren und eine reduzierte
Menge an Kraftstoff unter Druck zu setzen und in dem Kraftstoffspeicher zu speichern.
[0020] Bei der vorgestellten Kraftstoffpumpe ist eine Hülse, die üblicherweise als Rollentasse
bezeichnet wird, und über die zwischen der Rolle, die mit einem Nocken in Kontakt
steht, und dem Kolben bzw. einem Stößel eine Verbindung herzustellen ist, durch Vorsehen
der inneren Hülse und der äußeren Hülse zweiteilig ausgeführt. Dabei ist die innere
Hülse von der und/oder in der äußeren Hülse geführt, wobei die äußere Hülse mit der
Rolle und der Förderfeder in Kontakt steht. Dagegen ist die innere Hülse mit dem Kolben
der Kraftstoffpumpe verbunden. Die Verbindung zwischen der inneren und der äußeren
Hülse wird mit dem beschriebenen Sperrbolzen bereitgestellt, der durch die Sperrfeder
federbelastet ist. In der Grundposition befindet sich der Sperrbolzen aufgrund einer
durch die Sperrfeder auf den Sperrbolzen wirkenden Kraft in einer Sperrposition. Dabei
sind die innere und die äußere Hülse miteinander starr verbunden. In diesem Fall ist
es möglich, dass sich der Kolben über die innere und die äußere Hülse, die hier miteinander
verbunden sind, in Wirkkontakt mit der Rolle und somit auch indirekt mit dem Nocken
befindet, wobei über den Kolben Kraftstoff zu führen und/oder unter Druck zu setzen
ist.
[0021] Alternativ ist möglich, den Kolben auszuschalten. Hierzu wird der Sperrbolzen von
außen mit Motorenöl, das unter hydraulischem Druck steht, beaufschlagt. Dabei wirkt
dieser Druck bzw. eine entsprechende Kraft entgegen einer Kraft der Sperrfeder, die
den Sperrbolzen ansonsten in seiner Grundposition hält. Aufgrund des Drucks des Motorenöls,
wird der Sperrbolzen in die innere Hülse gedrückt. Somit ergibt sich, dass die Verbindung
zwischen der äußeren und der inneren Hülse gelöst wird. In diesem Fall folgt die äußere
Hülse unter Einwirkung einer Kraft der Förderfeder über die Rolle einer Kontur des
Nockens. Alternativ befindet sich der Sperrbolzen in der Ruheposition. Dabei ist der
Kolben von der Rolle und somit auch von dem Nocken entkoppelt und somit ausgeschaltet
und fördert keinen Kraftstoff mehr. Weiterhin wird durch einen derart ausgeschalteten
Kolben für die Kraftstoffpumpe keine Reibung verursacht.
[0022] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der beiliegenden Zeichnung.
[0023] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0024] Die Erfindung ist anhand einer Ausführungsform in der Zeichnung schematisch dargestellt
und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung schematisch und ausführlich beschrieben.
[0025] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kraftstoffpumpe.
[0026] Die in Figur 1 schematisch dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kraftstoffpumpe
2 umfasst ein Gehäuse 4, das einen Zylinder 6 einer Fördereinheit umschließt. In diesem
Zylinder ist ein Kolben 8 bzw. Stößel der Kraftstoffpumpe 2 angeordnet. Hierbei ist
dieser Kolben 8 von einer ebenfalls innerhalb des Zylinders 6 angeordneten Förderfeder
10 umschlossen. Weiterhin zeigt Figur 1 eine innere Hülse 12 und eine äußere Hülse
14, die über einen Sperrbolzen 16 lösbar zu verbinden sind. Der Kolben 8 ist hierbei
mit der inneren Hülse 12 verbunden, wohingegen die äußere Hülse 14 einerseits mit
einer Rolle 18 und andererseits mit der Förderfeder 10 verbunden ist. Dabei ist die
Rolle 18 als Komponente von mindestens einem Kurvengetriebe ausgebildet. In Ausgestaltung
ist die Rolle 18 je nach Definition auch als Komponente der Kraftstoffpumpe 2 ausgebildet.
[0027] Ferner umfasst die Kraftstoffpumpe 2 ein Anschlussmodul 20 mit einem ersten Anschluss
22 und einem zweiten Anschluss 24, wobei einer dieser beiden Anschlüsse 22, 24 zum
Fördern von Kraftstoff zu der Fördereinheit ausgebildet ist. Der andere der beiden
Anschlüsse 22, 24 ist dagegen dazu ausgebildet, Kraftstoff, der von dem Kolben 8 in
dem Zylinder 6 der Fördereinheit unter Druck zu setzen ist, zu einem Kraftstoffspeicher
zu leiten. Hierbei ist vorgesehen, dass mindestens eine vorgestellte Kraftstoffpumpe
2 und der Kraftstoffspeicher als Komponenten eines Einspritzsystems eines Verbrennungsmotors
ausgebildet sind, wobei unter Druck stehender Kraftstoff ausgehend von dem Kraftstoffspeicher
wiederum in mindestens eine Brennkammer des Verbrennungsmotors einzuspritzen ist.
Da der Kraftstoff von der vorgestellten Kraftstoffpumpe 2 unter Druck gesetzt wird,
wird die Kraftstoffpumpe 2 auch als Hochdruckpumpe bezeichnet.
[0028] Bei der Kraftstoffpumpe 2 ist vorgesehen, dass die innere Hülse 12 und die äußerere
Hülse 14 über den Sperrbolzen 16 entweder zu koppeln oder zu entkoppeln sind. Dabei
ist vorgesehen, dass eine Stellung des Sperrbolzens 16 relativ zu den beiden Hülsen
12, 14 über eine hier nicht weiter dargestellte Sperrfeder, die dem Sperrbolzen 16
zugeordnet ist, einzustellen ist. Der Sperrbolzen 16 nimmt relativ zu den beiden Hülsen
12, 14 entweder eine Grundposition, die auch als Sperrposition bezeichnet werden kann,
oder eine Ruheposition ein.
[0029] In der Grundposition belastet die Sperrfeder den Sperrbolzen 16 und drückt diesen
gegen beide Hülsen 12, 14, wobei diese beiden Hülsen 12, 14 miteinander zu verbinden
sind. In diesem Fall bilden die innere Hülse 12 und die äußerere Hülse 14 eine mechanisch
zusammenhängende Einheit, wobei der Kolben 8 und die Rolle 18 über diese besagte mechanische
Einheit aus den beiden Hülsen 12, 14 miteinander mechanisch verbunden sind. Dreht
sich ein hier nicht dargestellter Nocken des mindestens einen Kurvengetriebes, welcher
mit der Rolle 18 in Kontakt steht, ist dessen Bewegung über die Rolle 18 und die miteinander
verbundenen Hülsen 12, 14 auf den Bolzen 8 zu übertragen, wobei der Bolzen 8 innerhalb
des Zylinders 6 in Bewegung zu versetzen ist. Dadurch wird Kraftstoff, der über einen
der beiden Anschlüsse 22, 24 zu der Fördereinheit gefördert wird, von dem sich bewegenden
Kolben unter Druck gesetzt und weiterhin zu dem Kraftstoffspeicher gefördert.
[0030] Das Einspritzsystem umfasst hier die mindestens eine Kraftstoffpumpe 2, wie sie anhand
von Figur 1 gezeigt ist, sowie mehrere Fördereinheiten mit mehreren ein- und ausschaltbaren
Kolben 8. Bei einem Betrieb des Verbrennungsmotors ist möglich, dass eine Menge an
Kraftstoff, der in dem Kraftstoffspeicher unter Druck gesetzt und in die mindestens
eine Brennkammer des Verbrennungsmotors einzuspritzen ist, zu reduzieren ist.
[0031] In diesem Fall ist vorgesehen, je nach Bedarf an Kraftstoff mindestens eine Fördereinheit
der mindestens einen Kraftstoffpumpe 2 auszuschalten. Hierzu ist vorgesehen, den Sperrbolzen
16 ausgehend von der Grundposition über die Sperrfeder in die Ruheposition zu versetzen.
Zudem ist vorgesehen, die Sperrfeder mit Motorenöl zu beaufschlagen, wobei eine Kraft,
die aus einem Druck des Motorenöls resultiert, einer Kraft entgegenwirkt, mit der
der Sperrbolzen 16 mit der Sperrfeder in die Grundposition zu drücken ist. Ist die
Kraft des Motorenöls größer als jene Kraft der Sperrfeder, ist der Sperrbolzen 16
in die innere Hülse 12 zu drücken, wodurch eine mechanische Verbindung zwischen der
inneren und der äußeren Hülse 12, 14 zu trennen ist. Dies bedeutet auch, dass eine
mechanische Verbindung zwischen dem Kolben 8 und der Rolle 18 zu unterbrechen bzw.
zu trennen ist. In diesem Fall wird eine Bewegung der Rolle 18 nicht mehr auf den
Kolben 8 übertragen, wodurch sich der Kolben 8 bewegungslos in Ruhe befindet und die
Steuereinheit ausgeschaltet ist.
[0032] Bei der Darstellung aus Figur 1 ist die äußere Hülse 14 in einem Schnitt durch eine
zylinderförmige Wandung der äußeren Hülse 14 gezeigt. Von der inneren Hülse 12 ist
eine Außenseite einer Wandung gezeigt. Eine Innenseite der Wandung der äußeren Hülse
14 ist in Figur 1 durch die innere Hülse 12, den Sperrbolzen 16 und die Rolle 18 teilweise
abgedeckt, wohingegen hier nur ein Abschnitt der Innenseite zwischen dem Sperrbolzen
16 und der Rolle 18 gezeigt ist. Außerdem zeigt Figur 1, dass die Wandung der äußeren
Hülse 14 ein Loch aufweist, in dem ein Ende des Sperrbolzens 16 angeordnet ist.
1. Kraftstoffpumpe zum Fördern von Kraftstoff, die mindestens eine Fördereinheit aufweist
und mit mindestens einem Kurvengetriebe in Kontakt steht, wobei die mindestens eine
Fördereinheit einen Kolben (8), eine Förderfeder (10), eine innere Hülse (12), eine
äußere Hülse (14) und einen Sperrbolzen (16) aufweist, die in einem Zylinder (6) angeordnet
sind, wobei die innere Hülse (12) mit dem Kolben (8) verbunden ist, wobei die äußere
Hülse (14) mit der Förderfeder (10) und einer Rolle (18) des mindestens einen Kurvengetriebes
in Kontakt steht, und wobei die innere Hülse (12) und die äußere Hülse (14) über den
Sperrbolzen (16) lösbar miteinander zu verbinden sind.
2. Kraftstoffpumpe nach Anspruch 1, bei der die innere Hülse (12) und die äußere Hülse
(14) miteinander verbunden sind, wenn sich der Sperrbolzen (16) in einer Grundposition
befindet, und bei der die innere Hülse (14) und die äußere Hülse (14) voneinander
gelöst sind, wenn sich der Sperrbolzen (16) in einer Ruheposition befindet.
3. Kraftstoffpumpe nach Anspruch 2, bei der dem Sperrbolzen (16) eine Sperrfeder zugeordnet
ist, über die der Sperrbolzen (16) zu belasten ist, wobei die Sperrfeder dazu ausgebildet
ist, den Sperrbolzen (16) in der Grundposition zu beaufschlagen, wobei die innere
Hülse (12) und die äußere Hülse (14) über den Sperrbolzen (16) miteinander zu verbinden
sind, und wobei die Sperrfeder mit Motorenöl, das unter Druck zu setzen ist, zu beaufschlagen
ist, wobei für den Fall, dass eine Kraft des Motorenöls aufgrund des Drucks des Motorenöls
größer als ein Grenzwert ist, die Sperrfeder in die innere Hülse (12) zu drücken und
der Sperrbolzen (16) in die Ruheposition zu versetzen ist, wobei die innere Hülse
(12) und die äußere Hülse (14) voneinander zu lösen sind.
4. Kraftstoffpumpe nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der mit der mindestens
einen Fördereinheit nur dann Kraftstoff zu fördern ist, wenn die innere Hülse (12)
und die äußere Hülse (14) miteinander verbunden sind, wobei eine Förderung von Kraftstoff
mit der mindestens einen Fördereinheit zu unterbrechen ist, wenn die innere Hülse
(14) und die äußere Hülse (14) voneinander gelöst sind.
5. Kraftstoffpumpe nach einem der voranstehenden Ansprüche, für die vorgesehen ist, dass
das mindestens eine Kurvengetriebe variabel ausgebildet ist, wobei eine Höhe eines
Hubs des Kolbens (8) zu verändern ist.
6. Einspritzsystem für einen Verbrennungsmotor, das mindestens ein Modul mit zumindest
einer Kraftstoffpumpe (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche und einen Kraftstoffspeicher
aufweist, wobei die zumindest eine Kraftstoffpumpe (2) des mindestens einen Moduls
dem Kraftstoffspeicher zugeordnet ist.
7. Einspritzsystem nach Anspruch 6, bei dem die zumindest eine Kraftstoffpumpe (2) mindestens
eine Fördereinheit mit einem Sperrbolzen (16) aufweist, wobei mit der mindestens einen
Fördereinheit Kraftstoff zu dem Kraftstoffspeicher zu fördern ist, wenn sich der Sperrbolzen
(16) in einer Grundposition befindet, und wobei eine Förderung von Kraftstoff zu unterbrechen
ist, wenn sich der Sperrbolzen (16) in einer Ruheposition befindet.
8. Einspritzsystem nach Anspruch 6 oder 7, bei dem abhängig von einem aktuellen Lastpunkt
des Verbrennungsmotors ein Anzahl an Fördereinheiten zu aktivieren ist, wohingegen
andere Fördereinheiten auszuschalten sind.