[0001] Die Erfindung betrifft eine Kochfeldvorrichtung, insbesondere eine Induktionskochfeldvorrichtung,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit einer Kochfeldvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14. Aus dem Stand der Technik sind bereits Induktionskochfeldvorrichtungen
bekannt, die eine beliebige Positionierung von Gargeschirr auf einer Kochfeldplatte
erlauben. Teilweise weisen diese mobile Induktionsspulen auf, die lateral unter der
Kochfeldplatte zu einer Aufstellposition des Gargeschirrs bewegt werden können. Eine
Bestimmung der Aufstellposition findet dabei durch ein Rastern der Kochfeldplatte
durch die mobilen Induktionsspulen statt, welches zumindest einige in Anspruch nimmt,
in denen die Induktionskochfeldvorrichtung noch nicht für ein Erhitzen des Gargeschirrs
bereitsteht.
[0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit vorteilhaften Eigenschaften hinsichtlich einer kapazitiven Erkennung eines Gegenstands
bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
der Patentansprüche 1 und 14 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Kochfeldvorrichtung, insbesondere einer Induktionskochfeldvorrichtung,
mit zumindest einer kapazitiven Sensoreinheit.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass die Sensoreinheit zumindest eine Sensorfläche mit zumindest
einer offenen Leiterbahn aufweist.
[0005] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
Unter einer "Kochfeldvorrichtung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest
ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe, eines Kochfelds, insbesondere eines Induktionskochfelds,
verstanden werden. Insbesondere kann die Kochfeldvorrichtung auch das gesamte Kochfeld,
insbesondere das gesamte Induktionskochfeld, umfassen. Unter einer "Sensoreinheit"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit verstanden werden, die dazu
vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße und/oder eine physikalische Eigenschaft aufzunehmen,
wobei die Aufnahme aktiv, wie insbesondere durch Erzeugen und Aussenden eines elektrischen
Messsignals, und/oder passiv, wie insbesondere durch eine Erfassung von Eigenschaftsänderungen
eines Sensorbauteils, stattfinden kann. Unter einer "kapazitiven Sensoreinheit" soll
insbesondere eine Sensoreinheit mit zumindest einer Elektrode verstanden werden, die
zu einer Erzeugung eines Sensorsignals ausgehend von einer elektrischen Feldänderung
und/oder einer Kapazitätsänderung vorgesehen ist. Vorteilhaft ist die kapazitive Sensoreinheit
zu einer Erkennung einer Annäherung zumindest eines Gegenstands, insbesondere eines
Fingers eines Bedieners und/oder vorteilhaft eines Gargeschirrs, und/oder einer Berührung
durch zumindest einen Gegenstand, insbesondere durch einen Finger eines Bedieners
und/oder vorteilhaft durch ein Gargeschirr, vorgesehen. Besonders vorteilhaft generiert
die Sensoreinheit dabei ein insbesondere elektronisches Signal, insbesondere ein digitales
Signal, das zu einer Weiterverarbeitung durch eine Recheneinheit vorgesehen ist. Vorzugsweise
ist die kapazitive Sensoreinheit zu einer Erkennung eines auf und/oder oberhalb der
Sensoreinheit abgestellten oder abgelegten Gegenstands, insbesondere eines Gargeschirrs,
vorgesehen.
[0006] Unter einer "Sensorfläche" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Sensoruntereinheit
verstanden werden, die zumindest einen physikalischen Parameter aufweist, der sich
bei einem direkten Kontakt mit einem zu erkennenden Gegenstand und/oder bei einer
Annäherung eines zu erkennenden Gegenstands messbar ändert. Vorteilhaft ändert sich
in Abhängigkeit einer Annäherung zumindest eines Gegenstands, insbesondere eines Fingers
eines Bedieners und/oder vorteilhaft eines Gargeschirrs, und/oder in Abhängigkeit
einer Berührung durch zumindest einen Gegenstand, insbesondere durch einen Finger
eines Bedieners und/oder vorteilhaft durch ein Gargeschirr zumindest die Kapazität
zumindest eines Kondensators, der zumindest teilweise von zumindest einem Teil der
Sensorfläche gebildet ist. Besonders vorteilhaft bildet der Teil der Sensorfläche
oder die gesamte Sensorfläche eine Elektrode des Kondensators. Insbesondere wird die
Sensorfläche von der Leiterbahn und durch die Leiterbahn eingeschlossenen Zwischenräumen
gebildet. Vorteilhaft ist die Sensorfläche zumindest im Wesentlichen flach ausgebildet.
Besonders vorteilhaft folgt die Sensorfläche zumindest im Wesentlichen der Form einer
Ellipse, insbesondere eines Kreises, oder der Form eines Rechtecks, insbesondere eines
Quadrats, oder der Form eines Sechsecks, insbesondere eines regelmäßigen Sechsecks.
Insbesondere beträgt die Fläche der Sensorfläche höchstens 400 cm
2, vorzugsweise höchstens 100 cm
2, besonders bevorzugt höchstens 25 cm
2, vorteilhaft höchstens 1 cm
2, besonders vorteilhaft höchstens 1 mm
2. Unter einer "Leiterbahn" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein elektrisch
leitfähiges Element verstanden werden, welches insbesondere in einem gedachten, abgewickelten
Zustand eine Länge aufweist, welche zumindest 10-mal, vorzugsweise zumindest 100-mal
und besonders vorteilhaft zumindest 1000-mal größer ist als eine Breite und Dicke.
Besonders vorteilhaft weist die Leiterbahn einen zumindest im Wesentlichen konstanten
Querschnitt auf, dessen Flächeninhalt sich entlang der Länge insgesamt insbesondere
maximal um 20 %, vorzugsweise höchstens um 10 % und besonders vorteilhaft maximal
um 5 % verändert, insbesondere einen zumindest im Wesentlichen konstanten zumindest
im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt. Vorzugsweise verläuft die Leiterbahn zumindest
im Wesentlichen in einer Leiterbahnebene. Besonders bevorzugt erstreckt sich die Dicke
der Leiterbahn dabei parallel zu einer Flächennormalen der Leiterbahnebene. Weiterhin
erstreckt sich die Breite der Leiterbahn insbesondere senkrecht zu der Flächennormalen
der Leiterbahnebene. Insbesondere ist die Leiterbahn zumindest teilweise und vorzugsweise
vollständig aus Metall ausgebildet. Vorzugsweise ist die Leiterbahn als Bahn auf einer
elektrischen Platine ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass die Leiterbahn insbesondere
als metallischer Draht ausgebildet ist. Ferner wäre denkbar, dass die Leiterbahn als
eine Beschichtung auf und/oder unter einer Kochfeldplatte der Kochfeldvorrichtung
ausgebildet ist. Unter einer "offenen Leiterbahn" soll insbesondere eine Leiterbahn
verstanden werden, entlang deren Verlauf lediglich offene Trajektorien einschreibbar
sind. Bevorzugt entspricht ein Durchmesser einer größten, in eine Projektion der Leiterbahn
auf die Leiterbahnebene einschreibbaren kreisförmigen Trajektorie einer maximalen
Breite der Leiterbahn. Insbesondere weist die Leiterbahn zumindest ein offenes Ende
auf. Vorzugsweise ist die Leiterbahn an zumindest einem anderen Ende elektrisch kontaktiert,
insbesondere durch zumindest einen Teil der Sensoreinheit, vorzugsweise durch einen
permanenten elektrischen Kontakt.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird insbesondere eine schnelle Erkennung
von Gegenständen bei gleichzeitig reduzierten elektrischen Leistungsverlusten ermöglicht.
Insbesondere erlaubt eine erfindungsgemäße Kochfeldvorrichtung eine schnelle Erkennung
von auf einem Haushaltsgerät abgestellten oder abgelegten Gegenständen. Vorteilhaft
kann eine Aufstellposition von abgestelltem Gargeschirr während eines Betriebs einer
Induktionsspule detektiert werden. Besonders vorteilhaft können Leistungsverluste
während des Betriebs der Induktionsspule reduziert werden. Insbesondere können Aufstellpositionen
mehrerer abgestellter Gegenstände gleichzeitig erfasst werden. Vorteilhaft kann eine
Art der Gegenstände erkannt werden. Insbesondere kann erkannt werden, ob es sich bei
einem Gegenstand um ein Gargeschirr handelt. Vorzugsweise ist eine gezielte Erhitzung
der erkannten Gegenstände möglich, insbesondere eine Erhitzung lediglich von geeignetem
Gargeschirr. Insbesondere kann hierdurch eine Induktion von Wirbelströmen in der Sensorfläche
durch das magnetische Wechselfeld von Induktionsheizeinheiten reduziert werden. Vorteilhaft
kann eine Beeinflussung einer Impedanz einer Induktionsspule durch die Sensoreinheit
vermieden werden.
[0008] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Leiterbahn zumindest einen ersten Leiterbahnabschnitt
und zumindest einen zweiten Leiterbahnabschnitt aufweist, die in einem zumindest im
Wesentlichen konstanten Abstand zueinander verlaufen. Unter einem "Leiterbahnabschnitt"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Teilstück der Leiterbahn verstanden werden,
insbesondere ein mit der Leiterbahn einteilig ausgebildetes Teilstück. Vorzugsweise
weist der Leiterbahnabschnitt einen linearen Verlauf auf oder ist als ein Kreisstück
oder als ein von einem Wendepunkt freies Kurvenstück ausgebildet. Es ist insbesondere
auch denkbar, dass der Leiterbahnabschnitt zumindest teilweise einem spiralförmigen
Verlauf folgt. Bevorzugt folgt der Leiterbahnabschnitt dann einer Krümmung von insgesamt
höchstens 360° wobei eine Verbindung zweier Leiterbahnabschnitte insbesondere an einem
Schnittpunkt der Leiterbahn mit einer konzentrisch zu der Spirale verlaufenden gedachten
Linie besteht. Unter "zumindest im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere
verstanden werden, dass eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger
als 15 %, vorzugsweise weniger als 10 % und besonders bevorzugt weniger als 5 % des
vorgegebenen Werts abweicht. Hierdurch kann vorteilhaft eine baulich einfache Anordnung
der Leiterbahn erzielt werden. Weiterhin vorteilhaft kann von der Leiterbahn eine
flächenartige Struktur gebildet werden.
[0009] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Leiterbahn zumindest einen ersten Leiterbahnabschnitt
und zumindest einen zweiten Leiterbahnabschnitt aufweist, welcher den ersten Leiterbahnabschnitt
bei einer Betrachtung parallel zu einer Flächennormalen der Sensorfläche zumindest
teilweise umgreift. Insbesondere existiert zu zumindest einem Großteil an Punkten
auf einer Projektion des ersten Leiterbahnabschnitts auf die Sensorfläche jeweils
eine Gerade durch den entsprechenden Punkt, die senkrecht auf eine Tangente an einen
Verlauf des Leiterbahnabschnitts an dem Punkt und senkrecht auf eine Flächennormale
der Sensorfläche an dem Punkt steht, und die durch zumindest einen Punkt auf einer
Projektion des zweiten Leiterbahnabschnitts auf die Sensorfläche verläuft. Vorteilhaft
verlaufen die beiden Leiterbahnabschnitte in einer gemeinsamen Ebene. Besonders vorteilhaft
folgt die Leiterbahn einem verschlungenen Pfad. Insbesondere kann die Leiterbahn labyrinthartig
ausgebildet sein. Hierdurch kann vorteilhaft eine flächenartige Elektrode eines Kondensators
von einer einzelnen Leiterbahn gebildet werden. Insbesondere können hierdurch in einem
magnetischen Wechselfeld Leistungsverluste durch induzierte Wirbelströme verringert
werden.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Leiterbahn
zumindest eine Verzweigung aufweist. Unter einer "Verzweigung" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere ein Bereich der Leiterbahn verstanden werden, in welchem sich mindestens
zwei voneinander verschiedene Leiterbahnabschnitte berühren und/oder kreuzen. Vorzugsweise
kreuzen sich Tangenten der Leiterbahnabschnitte an der Verzweigung. Hierdurch kann
vorteilhaft eine Fläche von einem Verlauf der Leiterbahn gerastert werden. Weiterhin
können insbesondere Leistungsverluste bei einem Betrieb in einem magnetischen Wechselfeld
reduziert werden.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
eine Gesamtfläche einer Projektion der Leiterbahn auf die Sensorfläche zumindest 5
%, insbesondere zumindest 10%, vorzugsweise zumindest 20%, bevorzugt zumindest 30
%, besonders bevorzugt zumindest 40 %, vorteilhaft zumindest 50 % und besonders vorteilhaft
zumindest 60 % einer Gesamtfläche eines kleinsten die Projektion umgebenden Vierecks,
eines kleinsten die Projektion umgebenden Sechsecks oder einer kleinsten die Projektion
umgebenden Ellipse beträgt. Vorzugsweise rastert der Verlauf der Leiterbahn zumindest
teilweise eine Ellipse, insbesondere einen Kreis, oder einen Ellipsensektor, insbesondere
einen Kreissektor, oder ein Rechteck, insbesondere ein Quadrat, oder ein Sechseck,
insbesondere ein regelmäßiges Sechseck. Hierdurch kann vorteilhaft eine Fläche einer
ebenen nicht-überschlagenen geometrischen Figur von der Leiterschleife gebildet werden.
Weiterhin vorteilhaft kann hierdurch eine einfach zu verbauende Kondensatorelektrode
realisiert werden. Insbesondere vorteilhaft können mehrere Sensorflächen in einer
Ebene dicht gepackt werden.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass eine maximale Breite der Leiterbahn 4 mm, insbesondere
2 mm, bevorzugt 1 mm, besonders bevorzugt 500 µm und vorteilhaft 100 µm beträgt. Ferner
beträgt eine maximale Dicke der Leiterbahn insbesondere 4 mm, vorteilhaft 2 mm, bevorzugt
1 mm, besonders bevorzugt 500 µm und besonders vorteilhaft 100 µm. Hierdurch kann
vorteilhaft eine Induktion großer Wirbelströme vermieden werden. Weiterhin vorteilhaft
können Leistungsverluste durch Induktionsströme reduziert werden.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die zumindest
eine Sensorfläche zumindest eine offene weitere Leiterbahn aufweist. Vorteilhaft verlaufen
die Leiterbahn und die weitere Leiterbahn zumindest im Wesentlichen in einer gemeinsamen
Ebene. Insbesondere kann die weitere Leiterbahn als Abschirmungsleiterbahn ausgebildet
sein, welche insbesondere zu einer Abschirmung vor elektromagnetischen Störungen vorgesehen
ist. Vorzugsweise ist die weitere Leiterbahn dazu vorgesehen, durch eine Umgebung
hervorgerufene Schwankungen in einem Potential der Leiterbahn zu reduzieren. Hierdurch
kann vorteilhaft eine bauliche Einfachheit einer Sensorfläche mit einer hohen Messgenauigkeit
erreicht werden.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die weitere
Leiterbahn in zumindest einem Betriebszustand auf einem anderen Potential liegt als
die Leiterbahn. Vorteilhaft ist die weitere Leiterbahn mit einer Erdung elektrisch
verbunden. Insbesondere wird bei einer Berührung der Sensorfläche und/oder einem Druck
auf die Sensorfläche eine Kapazitätsmessung durchgeführt, bei welcher die Leiterbahn
als erste Elektrode eines Messkondensators fungiert, welche von der weiteren Leiterbahn
gegenüber Störsignalen aus der Umgebung abgeschirmt wird. Hierdurch kann vorteilhaft
eine Genauigkeit einer Kapazitätsmessung verbessert werden. Weiterhin vorteilhaft
können hierdurch fehlerhafte Berührungs- oder Druckmessungen vermieden werden.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
die weitere Leiterbahn die Leiterbahn bei einer Betrachtung parallel zu einer Flächennormalen
der zumindest einen Sensorfläche zumindest im Wesentlichen umgibt. Insbesondere schneidet
eine radial von einem Mittelpunkt eines kleinsten gemeinsamen Umkreises der Projektion
der Leiterbahn und der Projektion der weiteren Leiterbahn auf die Sensorfläche nach
außen durch einen Punkt auf dem Umkreis verlaufende Halbgerade für zumindest einen
Großteil aller Punkte auf dem Umkreis vom Mittelpunkt her betrachtet zuletzt die weitere
Leiterbahn. Hierdurch kann vorteilhaft eine besonders wirksame Abschirmwirkung erzielt
werden. Weiterhin vorteilhaft kann hierdurch eine einfach verbindbare Gesamtabschirmung
einer Anordnung mit mehreren Sensorflächen erzielt werden.
[0016] Vorteilhaft beträgt eine Gesamtfläche einer Projektion der Leiterbahn und der weiteren
Leiterbahn auf die Sensorfläche zumindest 5 %, insbesondere zumindest 10 %, vorzugsweise
zumindest 20 %, bevorzugt zumindest 30 %, besonders bevorzugt zumindest 40 %, vorteilhaft
zumindest 50 % und besonders vorteilhaft zumindest 60 % einer Gesamtfläche der Sensorfläche.
Hierdurch kann vorteilhaft eine Sensorfläche wesentlich von Leiterbahnen gebildet
werden. Weiterhin vorteilhaft kann hierdurch eine elektromagnetisch abgeschirmte Sensorfläche
zu einem verlustarmen Betrieb in einem magnetischen Wechselfeld bereitgestellt werden.
[0017] Vorteilhaft umfasst die Kochfeldvorrichtung zumindest eine Kochfeldplatte, welche
zu einem Aufstellen wenigstens eines Gargeschirrs vorgesehen ist, und zumindest eine
unterhalb der Kochfeldplatte angeordnete Induktionsspule, wobei die Sensorfläche in
zumindest einem Betriebszustand zwischen dem Gargeschirr und der Induktionsspule angeordnet
ist. Unter einer "Kochfeldplatte" soll insbesondere eine Platteneinheit verstanden
werden, auf der Gargeschirr, insbesondere ein Topf, eine Pfanne und/oder Ähnliches,
vorzugsweise zu einer Erwärmung, aufgestellt werden kann. Insbesondere weist die Kochfeldplatte
eine hohe Temperaturbeständigkeit, insbesondere zumindest bis 300 °C, vorteilhaft
zumindest bis 400 °C, auf. Insbesondere weist die Kochfeldplatte einen betragsmäßig
niedrigen linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten, insbesondere kleiner als 1·10
-6K
-1, vorteilhaft kleiner als 5·10
-5 K
-1, vorzugsweise kleiner als 1·10
-5 K
-1, auf. Unter einer "Induktionsspule" soll insbesondere ein gewickelter elektrischer
Leiter verstanden werden, vorzugsweise in Form einer Kreisscheibe, der in zumindest
einem Betriebszustand von hochfrequentem Wechselstrom durchflossen wird. Die Induktionsspule
ist vorzugsweise dazu vorgesehen, unter einer Umwandlung von elektrischer Energie
ein magnetisches Wechselfeld zu erzeugen, das dazu vorgesehen ist, in einem metallischen,
vorzugsweise zumindest teilweise ferromagnetischen, Heizmittel, insbesondere einem
Gargeschirr, Wirbelströme und/oder Ummagnetisierungseffekte hervorzurufen, die in
Wärme umgewandelt werden. Insbesondere weist die Kochfeldvorrichtung mehrere nebeneinander
angeordnete Sensorflächen auf. Vorteilhaft weist die Sensoreinheit ein von mehreren
regelmäßig nebeneinander angeordneten Sensorflächen gebildetes Sensorarray auf, dessen
Gesamtfläche zumindest im Wesentlichen der Gesamtfläche der Kochfeldplatte entspricht.
Vorteilhaft sind die Sensorflächen des Arrays zumindest im Wesentlichen dicht gepackt.
Insbesondere ist das Sensorarray zu einer Erkennung einer Position und/oder Form eines
auf der Kochfeldplatte abgestellten und/oder abgelegten Gegenstands vorgesehen. Bevorzugt
ist die Kochfeldvorrichtung dazu vorgesehen, ein an einer beliebigen Stelle der Kochfeldplatte
aufgestelltes Gargeschirr zu erhitzen. Hierdurch kann vorteilhaft eine Aufstellposition
des Gargeschirrs auf der Kochfeldplatte erkannt werden. Weiterhin vorteilhaft kann
hierdurch ein Bereich der Kochfeldplatte erkannt werden, in welchem ein Erhitzen stattfinden
soll. Insbesondere kann hierdurch ein Erhitzen von versehentlich abgestellten oder
abgelegten, von Gargeschirr verschieden ausgebildeten Gegenständen, wie beispielsweise
Messern, Kochlöffeln etc., vermieden werden.
[0018] Vorzugsweise umfasst die Kochfeldvorrichtung zumindest eine Transporteinheit, die
dazu vorgesehen ist, die zumindest eine Induktionsspule zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Kochfeldplatte zu bewegen. Insbesondere kann jeweils zumindest eine
Induktionsspule unter zumindest einen Großteil aller Punkte der Kochfeldplatte bewegt
werden. Alternativ ist aber insbesondere auch denkbar, dass unter der Kochfeldplatte
ein Induktionsspulenarray aus mehreren Induktionsspulen angeordnet ist, welches zu
einem möglichen Heizen an zumindest einem Großteil aller Punkte der Kochfeldplatte
vorgesehen ist. Insbesondere kann hierdurch vorteilhaft ein Heizen an einer beliebigen
Position der Kochfeldplatte mit einem hohen Wirkungsgrad erfolgen. Weiterhin vorteilhaft
kann hierdurch sehr schnell nach einem Aufstellen eines Gargeschirrs mit einem Heizen
begonnen werden.
[0019] Es wird vorgeschlagen, dass eine Aufstellposition des Gargeschirrs auf der Kochfeldplatte
mittels der Sensoreinheit bestimmt wird. Insbesondere ist die Sensoreinheit zu einer
Erkennung der Form eines auf der Kochfeldplatte abgestellten und/oder abgelegten Gegenstands
vorgesehen. Insbesondere beträgt eine Ortsauflösung dabei zumindest 10 cm, vorzugsweise
zumindest 5 cm, besonders bevorzugt zumindest 2 cm, vorteilhaft zumindest 1 cm, besonders
vorteilhaft zumindest 1 mm.
[0020] Durch ein erfindungsgemäßes Verfahren wird insbesondere eine schnelle Erkennung von
Gegenständen bei gleichzeitig reduzierten elektrischen Leistungsverlusten ermöglicht.
Vorteilhaft kann hierdurch erkannt werden, ob es sich bei einem abgestellten und/oder
abgelegten Gegenstand um ein Gargeschirr handelt. Weiterhin vorteilhaft kann ein zu
einem Erhitzen eines aufgestellten Gargeschirrs nötiger Bereich der Kochfeldplatte
schnell aktiviert werden. Weiterhin vorteilhaft kann ein unnötiger betrieb der Kochfeldplatte
vermieden werden. Hierdurch kann insbesondere ein hoher Wirkungsgrad erzielt werden.
[0021] Die Kochfeldvorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und
Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Kochfeldvorrichtung zu einer
Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten
Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
[0022] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teil eines Induktionskochfelds mit einer Kochfeldvorrichtung in einer schematischen
Schnittdarstellung,
- Fig. 2
- eine Sensorarray einer kapazitiven Sensoreinheit der Kochfeldvorrichtung in einer
schematischen Draufsicht,
- Fig. 3a
- eine Sensorfläche eines kapazitiven Sensors des Sensorarrays mit zumindest einer offenen
Leiterbahn in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 3b
- einen Ausschnitt der Sensorfläche eines kapazitiven Sensors in einer schematischen
Draufsicht,
- Fig. 4
- eine Sensorfläche einer alternativen Kochfeldvorrichtung in einer schematischen Draufsicht.
[0024] Figur 1 zeigt einen Teil eines als Induktionskochfeld ausgebildeten Kochfelds 36a
mit einer Kochfeldvorrichtung in einer seitlichen Schnittdarstellung. Die Kochfeldvorrichtung
weist eine Kochfeldplatte 24a auf, auf welcher ein als Topf ausgebildetes Gargeschirr
26a aufgestellt ist. Im vorliegenden Fall ist die Kochfeldplatte 24a als eine Glaskeramikplatte
ausgebildet. Die Kochfeldvorrichtung umfasst eine unterhalb der Kochfeldplatte 24a
angeordnete kapazitive Sensoreinheit 10a, mittels welcher eine Aufstellposition des
Gargeschirrs 26a ortsaufgelöst erkannt werden kann, mit einer Grundplatine 70a. Unterhalb
der Sensoreinheit 10a ist eine Induktionsspule 60a der Kochfeldvorrichtung angeordnet,
die mit einer Transporteinheit 62a der Kochfeldvorrichtung verbunden ist, die einen
Schwenkarm 68a aufweist. Mittels der Transporteinheit 62a kann die Induktionsspule
60a in einer Ebene parallel zu der Kochfeldplatte 24a bewegt werden. Die Kochfeldvorrichtung
kann insbesondere mehrere solcher Induktionsspulen und Transporteinheiten aufweisen,
so dass zumindest über einen wesentlichen Teil einer Flächenerstreckung der Kochfeldplatte
24a eine Beheizung möglich ist. Dadurch kann ein an einer beliebigen Aufstellposition
auf die Kochfeldplatte 24a aufgestelltes Gargeschirr 26a nach einer Bewegung einer
Induktionsspule 60a zu der Aufstellposition an der Aufstellposition erhitzt werden.
Insbesondere kann auch verschiedenes an verschiedenen Aufstellpositionen aufgestelltes
Gargeschirr gleichzeitig erkannt und erhitzt werden.
[0025] Figur 2 zeigt eine schematische Draufsicht der Sensoreinheit 10a, die im vorliegenden
Fall ein Sensorarray 56a mit 120 Sensorflächen 12a aufweist. Das Sensorarray 56a weist
eine Fläche von etwa 800×660 mm
2 auf. Durch eine Auswertung der Messsignale der verschiedenen Sensorflächen 12a ist
eine relative Positionsbestimmung einer Annäherung eines Gegenstands auf dem Sensorarray
56a möglich. Ferner können eine Größe sowie eine Form eines aufgestellten Gegenstands
erkannt werden. Eine Ortsauflösung ist dabei insbesondere abhängig von einer Anzahl
von Sensorflächen 12a pro Flächeneinheit des Sensorarrays 56a. Es sind andere Anzahlen
von Sensorflächen 12a des Sensorarrays 56a denkbar, beispielsweise eine Anzahl von
etwa 200, oder beispielsweise eine Anzahl von etwa 500, oder beispielsweise eine Anzahl
von etwa 1000, oder beispielsweise eine Anzahl von etwa 5000 Sensorflächen. Die Sensorflächen
12a können dabei auch auf eine andere als auf die gezeigte Art und Weise auf dem Sensorarray
56a angeordnet sein, beispielsweise nach Art einer dichtesten Kreispackung im Fall
von kreisförmigen Sensorflächen, oder nach Art eines rechtwinkligen Rasters im Fall
von rechteckigen Sensorflächen, oder nach Art einer Bienenwabenstruktur im Fall von
sechseckigen Sensorflächen.
[0026] Figur 3a zeigt eine der Sensorflächen 12a, die eine offene Leiterbahn 14a aufweist,
in einer schematischen Draufsicht. Im vorliegenden Fall ist die Sensorfläche 12a zumindest
im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet. Es sind aber auch andere Formen der Sensorfläche
denkbar, wie beispielsweise eine elliptische Sensorfläche, oder eine rechteckige Sensorfläche,
insbesondere eine quadratische Sensorfläche, oder eine sechseckige Sensorfläche, insbesondere
eine Sensorfläche in Form eines regelmäßigen Sechsecks. Im vorliegenden Fall weist
die Sensorfläche 12a einen Durchmesser von etwa 5 cm auf. Weiterhin beträgt im vorliegenden
Fall eine maximale Breite der Leiterbahn 14a etwa 1 mm und eine maximale Dicke der
Leiterbahn 14a etwa 100 µm. Es ist aber auch denkbar, dass die Sensorfläche 12a einen
anderen Durchmesser und entsprechend die Leiterbahn 14a eine andere Breite bei ansonsten
im Wesentlichen unveränderter Geometrie aufweisen. Der Durchmesser der Sensorfläche
12a könnte beispielsweise 1 cm betragen und die Breite der Leiterbahn 14a entsprechend
200 µm. Weiterhin ist denkbar, dass auch die maximale Dicke der Leiterbahn 14a von
100 µm verschieden ausgebildet ist. So könnte die maximale Dicke der Leiterbahn 14a
beispielsweise 50 µm oder 10 µm betragen. Ein Querschnitt der Leiterbahn 14a kann
somit insbesondere entsprechend einer Gesamtfläche der Sensorfläche 12a angepasst
sein. Im vorliegenden Fall ist die Leiterbahn 14a zumindest im Wesentlichen aus Kupfer
hergestellt. Es sind aber auch Leiterbahnen aus anderen Metallen, wie beispielsweise
aus Aluminium, Messing, Eisen, Edelstahl, Magnesium, Silber, Gold oder verschiedenen
Kupferlegierungen, denkbar. Insbesondere sind auch Leiterbahnen aus einem leitfähigen
Polymer wie beispielsweise PEDOT:PSS denkbar, insbesondere durch eine Drucktechnik
aufgebrachte Leiterbahnen.
[0027] Die Leiterbahn 14a folgt abschnittsweise einem spiralartigen Pfad, der zumindest
im Wesentlichen die Form zweier mittig verbundener Kreissektoren 48a, 50a beschreibt.
Die Leiterbahn 14a ist auf einer Grundplatine 70a der Sensoreinheit 10a angeordnet
und weist eine Kontaktstelle 64a auf, über welche die Leiterbahn 14a durch die Grundplatine
70a hindurch kontaktierbar ist. Die Leiterbahn 14a weist zumindest einen ersten Leiterbahnabschnitt
16a und zumindest einen zweiten Leiterbahnabschnitt 18a auf, die in einem zumindest
im Wesentlichen konstanten Abstand zueinander verlaufen. Der zweite Leiterbahnabschnitt
18a umgreift den ersten Leiterbahnabschnitt 16a bei einer Betrachtung parallel zu
einer Flächennormalen der Sensorfläche 12a zumindest teilweise. Im vorliegenden Fall
beschreiben der erste Leiterbahnabschnitt 16a sowie der zweite Leiterbahnabschnitt
18a jeweils eine Kurve, wobei der Kurvenradius des zweiten Leiterbahnabschnitts 18a
in einem Maße größer ist als der Kurvenradius des ersten Leiterbahnabschnitts 16a,
dass die beiden Leiterbahnabschnitte 16a, 18a in einem zumindest im Wesentlichen konstanten
Abstand zueinander verlaufen. Insbesondere folgt im vorliegenden Fall ein Verlauf
der beiden Leiterbahnabschnitte 16a, 18a jeweils einem Kreisstück jeweils eines von
zwei konzentrischen Kreisen.
[0028] Eine Gesamtfläche einer Projektion der Leiterbahn 14a auf die Sensorfläche 12a beträgt
in etwa 10 % einer Gesamtfläche eines kleinsten die Projektion umgebenden nichtüberschlagenen
ebenen Sechsecks 74a (Figur 3b). Das Sechseck 74a weist im Bereich der Kontaktstelle
64a zwei gegenüberliegende nichtkonvexe Ecken auf und umschließt jeden der beiden
Kreissektoren 48a, 50a mit jeweils drei Seiten, wobei sich im Bereich der außenliegenden
Ecken der Kreissektoren 48a, 50a jeweils eine konvexe Ecke des Sechsecks 74a befindet.
Die Leiterbahn 14a bildet demnach einen wesentlichen Teil einer ersten Elektrodenfläche
72a. Bei einer Annäherung eines Gegenstands kann somit bewerkstelligt werden, dass
sich eine Gesamtkapazität zuverlässig ändert und eine Kapazitätsänderung detektierbar
ist.
[0029] Die Sensorfläche 12a weist eine offene weitere Leiterbahn 22a auf, die in zumindest
einem Betriebszustand auf einem anderen Potential liegt als die Leiterbahn 14a. Im
vorliegenden Fall folgt die weitere Leiterbahn 22a ebenfalls einem spiralartigen Verlauf
und ist über einen nicht gezeigten Kontaktpunkt mit einer Erdung verbunden. Die weitere
Leiterbahn 22a fungiert während einer Kapazitätsmessung als eine Abschirmung der Leiterbahn
14a. Bei einer solchen Kapazitätsmessung liegt die Leiterbahn 14a dann auf einem von
dem Erdpotential verschiedenen Potential. Bei einer Betrachtung parallel zu einer
Flächennormalen der zumindest einen Sensorfläche 12a, umgibt die weitere Leiterbahn
22a die Leiterbahn 14a zumindest im Wesentlichen. Die Leiterbahn 14a und die weitere
Leiterbahn 22a verlaufen zumindest im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene. Die
weitere Leiterbahn 22a weist einen ringförmigen Leiterbahnabschnitt 52a auf, der die
Leiterbahn 14a zumindest im Wesentlichen umgibt und die Sensorfläche 12a zumindest
im Wesentlichen nach außen hin begrenzt. Der ringförmige Leiterbahnabschnitt 52a weist
eine Unterbrechung 54a auf, sodass eine Induktion von Wirbelströmen in demringförmigen
Leiterbahnabschnitt 52a, beispielsweise durch magnetische Wechselfelder einer Induktionskochfeldspule,
unterdrückt werden kann. Die Unterbrechung 54a ist jedoch klein im Vergleich zum Durchmesser
der Sensorfläche 12a, sodass die weitere Leiterbahn 22a die Leiterbahn 14a wirksam
gegen elektromagnetische Störungen abschirmen kann.
[0030] Im vorliegenden Fall beträgt eine maximale Breite der weiteren Leiterbahn 22a etwa
1 mm und eine maximale Dicke der weiteren Leiterbahn 22a etwa 100 µm. Es ist aber
auch denkbar, dass die weitere Leiterbahn 22a eine andere Breite bei ansonsten im
Wesentlichen unveränderter Geometrie aufweist. Die Breite der weiteren Leiterbahn
22a könnte beispielsweise 500 µm oder 100 µm betragen. Weiterhin ist denkbar, dass
auch die maximale Dicke der weiteren Leiterbahn 22a von 100 µm verschieden ausgebildet
ist. So könnte die maximale Dicke der weiteren Leiterbahn 22a beispielsweise 50 µm
oder 10 µm betragen. Ein Querschnitt der weiteren Leiterbahn 22a kann somit, insbesondere
entsprechend der Gesamtfläche der Sensorfläche 12a, angepasst sein. Im vorliegenden
Fall ist die weitere Leiterbahn 22a zumindest im Wesentlichen aus Kupfer hergestellt.
Es sind aber auch Leiterbahnen aus anderen Metallen wie beispielsweise aus Aluminium,
Messing, Eisen, Edelstahl, Magnesium, Silber, Gold oder verschiedenen Kupferlegierungen
denkbar. Insbesondere sind auch Leiterbahnen aus einem leitfähigen Polymer wie beispielsweise
PEDOT:PSS denkbar, insbesondere durch eine Drucktechnik aufgebrachte Leiterbahnen.
[0031] Eine Gesamtfläche einer Projektion der Leiterbahn 14a und der weiteren Leiterbahn
22a auf die Sensorfläche 12a beträgt im vorliegenden Fall etwa 10 % der Gesamtfläche
der Sensorfläche 12a. Die Sensorfläche 12a wird demnach zu einem wesentlichen Teil
von der Leiterbahn 14a und der weitern Leiterbahn 22a gebildet. Die Leiterbahn 14a
und die weitere Leiterbahn 22a bilden jeweils einen wesentlichen Teil jeweils einer
flächenartigen Elektrode und erlauben somit eine präzise Detektion einer Annäherung
eines Gegenstands. Aufgrund der Ausgestaltung der Sensorflächen 12a des Sensorarrays
56a können durch ein bei einem Betrieb der Induktionsspule 60a auftretendes magnetisches
Wechselfeld induzierte Kreisströme in den Sensorflächen 12a des Sensorarrays 56a vermieden
werden. Die Aufstellposition des Gargeschirrs 26a kann somit auch während eines Heizens
des Gargeschirrs 26a fehlerfrei detektiert werden. Weiterhin werden elektrische Verluste
reduziert und ein Wirkungsgrad erhöht.
[0032] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden
Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den
Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen
auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 3 verwiesen werden
kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 3 durch den Buchstaben b in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels der Figur 4 ersetzt. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile,
insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, kann grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren
1 bis 3 verwiesen werden.
[0033] Figur 4 zeigt eine alternative Sensorfläche 12b in einer schematischen Draufsicht.
Die Sensorfläche 12b weist eine offene Leiterbahn 14b auf, die eine im Wesentlichen
kreisförmige Fläche abdeckt und eine Kontaktstelle 64b aufweist, über welche die Sensorfläche
12b durch eine Grundplatine 70b hindurch kontaktierbar ist. Ferner weist die Leiterbahn
14b zumindest eine Verzweigung 20b auf. Im vorliegenden Fall weist die Leiterbahn
14b zumindest einen ersten Leiterbahnabschnitt 16b und zumindest einen zweiten Leiterbahnabschnitt
18b auf, die zumindest im Wesentlichen den Verläufen zweier konzentrischer Kreise
folgen. Der Verlauf des ersten Leiterbahnabschnitts 16b und der Verlauf des zweiten
Leiterbahnabschnitts 18b sind von geschlossenen Kreisen verschieden ausgebildet. Insbesondere
weisen die Leiterbahnabschnitte 16b, 18b Unterbrechungen 58b, 66b auf, sodass eine
Induktion von Wirbelströmen in den Leiterbahnabschnitten 16b, 18b, beispielsweise
durch magnetische Wechselfelder einer Induktionskochfeldspule, vermieden werden können.
[0034] Die Sensorfläche 12b weist eine weitere offene Leiterbahn 22b auf, welche bei einer
Kapazitätsmessung als geerdete Elektrode dient. Die Leiterbahn 22b ist mehrfach verzweigt
ausgebildet und umgibt die Leiterbahn 14b bei einer Betrachtung parallel zu einer
Flächennormalen der Sensorfläche 12b zumindest im Wesentlichen, sodass eine effektive
Abschirmung der Leiterbahn 14b gegen elektromagnetische Störsignale erzielt werden
kann.
Bezugszeichen
[0035]
- 10
- Sensoreinheit
- 12
- Sensorfläche
- 14
- Leiterbahn
- 16
- Leiterbahnabschnitt
- 18
- Leiterbahnabschnitt
- 20
- Verzweigung
- 22
- Weitere Leiterbahn
- 24
- Kochfeldplatte
- 26
- Gargeschirr
- 36
- Kochfeld
- 48
- Kreissektor
- 50
- Kreissektor
- 52
- Leiterbahnabschnitt
- 54
- Unterbrechung
- 56
- Sensorarray
- 58
- Unterbrechung
- 60
- Induktionsspule
- 62
- Transporteinheit
- 64
- Kontaktstelle
- 66
- Unterbrechung
- 68
- Schwenkarm
- 70
- Grundplatine
- 72
- Elektrodenfläche
- 74
- Sechseck
1. Kochfeldvorrichtung, insbesondere Induktionskochfeldvorrichtung, mit zumindest einer
kapazitiven Sensoreinheit (10a; 10b), dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (10a; 10b) zumindest eine Sensorfläche (12a; 12b) mit zumindest
einer offenen Leiterbahn (14a; 14b) aufweist.
2. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahn (14a; 14b) zumindest einen ersten Leiterbahnabschnitt (16a; 16b) und
zumindest einen zweiten Leiterbahnabschnitt (18a; 18b) aufweist, die in einem zumindest
im Wesentlichen konstanten Abstand zueinander verlaufen.
3. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahn(14a; 14b) zumindest einen ersten Leiterbahnabschnitt (16a; 16b) und
zumindest einen zweiten Leiterbahnabschnitt (18a; 18b) aufweist, welcher den ersten
Leiterbahnabschnitt (16a; 16b) bei einer Betrachtung parallel zu einer Flächennormalen
der Sensorfläche (12a; 12b) zumindest teilweise umgreift.
4. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahn (14b) zumindest eine Verzweigung (20b) aufweist.
5. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gesamtfläche einer Projektion der Leiterbahn (14a; 14b) auf die Sensorfläche
(12a; 12b) zumindest 5 % einer Gesamtfläche eines kleinsten die Projektion umgebenden
nicht-überschlagenen ebenen Vierecks, eines kleinsten die Projektion umgebenden nicht-überschlagenen
ebenen Sechsecks (74a) oder einer kleinsten die Projektion umgebenden ebenen Ellipse
beträgt.
6. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine maximale Breite der Leiterbahn (14a; 14b) 4 mm beträgt.
7. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorfläche (12a; 12b) zumindest eine offene weitere Leiterbahn (22a; 22b) aufweist.
8. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Leiterbahn (22a; 22b) in zumindest einem Betriebszustand auf einem anderen
Potential liegt als die Leiterbahn (14a; 14b).
9. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Leiterbahn (22a; 22b) die Leiterbahn (14a; 14b) bei einer Betrachtung
parallel zu einer Flächennormalen der zumindest einen Sensorfläche (12a; 12b) zumindest
im Wesentlichen umgibt.
10. Kochfeldvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gesamtfläche einer Projektion der Leiterbahn (14a; 14b) und der weiteren Leiterbahn
(22a; 22b) auf die Sensorfläche (12a; 12b) zumindest 5 % einer Gesamtfläche der Sensorfläche
(12a; 12b) beträgt.
11. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Kochfeldplatte (24a), welche zu einem Aufstellen wenigstens eines
Gargeschirrs (26a, 28a, 30a) vorgesehen ist, und zumindest eine unterhalb der Kochfeldplatte
(24a) angeordnete Induktionsspule (60a), wobei die Sensorfläche (12a; 12b) in zumindest
einem Betriebszustand zwischen dem Gargeschirr (26a, 28a, 30a) und der Induktionsspule
(60a) angeordnet ist.
12. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch zumindest eine Transporteinheit (62a), die dazu vorgesehen ist, die zumindest eine
Induktionsspule (60a) zumindest im Wesentlichen parallel zu der Kochfeldplatte (24a)
zu bewegen.
13. Kochfeld (36a) mit zumindest einer Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
14. Verfahren mit einer Kochfeldvorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis
12, mit zumindest einer Kochfeldplatte (24a), die zu einem Aufstellen wenigstens eines
Gargeschirrs (26a, 28a, 30a) vorgesehen ist, mit zumindest einer unterhalb der Kochfeldplatte
(24a) angeordnete Induktionsspule (60a), und mit zumindest einer kapazitiven Sensoreinheit
(10a; 10b) mit zumindest einer Sensorfläche (12a; 12b), die zumindest eine offene
Leiterbahn (14a; 14b) aufweist, wobei die Sensorfläche (12a; 12b) in zumindest einem
Betriebszustand zwischen dem Gargeschirr (26a, 28a, 30a) und der Induktionsspule (60a)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufstellposition des Gargeschirrs (26a, 28a, 30a) auf der Kochfeldplatte (24a)
mittels der Sensoreinheit (10a; 10b) bestimmt wird.