[0001] Die Erfindung betrifft ein Gestellmöbel mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
[0002] Ein derartiges Gestellmöbel ist aus der Praxis bekannt und umfasst eine Platte und
zwei die Platte tragende Beinelemente. Die Beinelemente sind beidseits einer vertikalen
Möbelmittelebene bzw. an zwei sich gegenüberliegenden Seiten des Gestellmöbels angeordnet.
Die beiden Beinelemente sind beweglich gelagert. Zum Stapeln des Gestellmöbels können
die Beinelemente beispielsweise verschwenkt werden, um an der Plattenunterseite zur
Anlage zu kommen. Ein gattungsgemäßes Gestellmöbel ist beispielsweise aus der
WO 2012/054799 A1 bekannt.
[0003] Zum Verschwenken der Beinelemente ist jedoch eine aufwändige Verstellmechanik notwendig.
Zudem muss ein derartiges Gestellmöbel zum Verschwenken der Beinelemente zumindest
gekippt werden, was gegebenenfalls mit hohem Kraftaufwand verbunden ist und auch zu
Beschädigungen des Gestellmöbels bzw. zu Verletzungen des Nutzers führen kann.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gestellmöbel der einleitend genannten
Gattung zu schaffen, der sich durch eine gute Stapelbarkeit und insbesondere auch
durch eine einfache Verstellmechanik der Beinelemente auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch das Gestellmöbel mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß wird also ein Gestellmöbel vorgeschlagen, umfassend eine Platte und
zwei die Platte tragende Beinelemente, die beidseits einer vertikalen Möbelmittelebene
angeordnet und beweglich gelagert sind. Die Beinelemente sind jeweils zwischen einer
Normalstellung, in der die Beinelemente von der Platte überdeckt sind, und einer Auszugsstellung
verstellbar, in der die Beinelemente nach oben frei gegeben sind, um das Gestellmöbel
über die Beinelemente stapelbar zu machen.
[0007] Mittels einer einfachen Verstellmechanik können damit Gestellmöbel gleicher Bauart
platzsparend gestapelt werden, und zwar dadurch, dass zum Stapeln der Gestellmöbel
bzw. zum Herstellen der Auszugsstellung der Beinelemente, die Beinelemente unter der
Platte hervorgezogen werden. Die Beinelemente sind in ihrer Auszugsstellung also neben
der Platte angeordnet und verlaufen daher beim Stapeln neben den Platten unterhalb
angeordneter Gestellmöbel. Das erfindungsgemäße Gestellmöbel ist damit einfach und
platzsparend stapelbar.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Gestellmöbels nach der Erfindung sind die
Beinelemente jeweils an einem Auszugträger angeordnet, der rechtwinklig zur Möbelmittelebene
verschiebbar ist. Somit können die Beinelemente geführt zwischen ihrer Normalstellung
und ihrer Auszugstellung verschoben werden. Damit ist eine einfache Verstellmechanik
realisiert, wobei die Beinelemente auch bei einer Stapelung von Gestellmöbeln gleicher
Bauart ihre Ausrichtung zur Platte im Wesentlichen beibehalten können.
[0009] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gestellmöbels nach der Erfindung
sind die Auszugträger an einem Trägergestell geführt, das an der Plattenunterseite
befestigt ist. Das Trägergestell bildet somit eine Basis für die Auszugträger und
kann zudem die Steifigkeit der Platte erhöhen.
[0010] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gestellmöbels nach der Erfindung
ist jedem Beinelement ein Klemmhebel zugeordnet, der zwischen einer Freigabestellung,
in welcher das entsprechende Beinelement verstellbar ist, und einer Sperrstellung
verstellbar, in welcher das entsprechende Beinelement verklemmt ist. Der Klemmhebel
kann somit die Normalstellung und die Auszugstellung des entsprechenden Beinelements
festlegen und verhindert dadurch ein ungewolltes Bewegen des jeweiligen Beinelements.
[0011] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gestellmöbels nach der Erfindung
ist der Klemmhebel als Exzenterhebel ausgeführt. Mit einem Exzenterhebel ist es möglich,
die Sperrstellung des Klemmhebels mit geringem Kraftaufwand sicher festzulegen oder
zu lösen.
[0012] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gestellmöbels nach der Erfindung
greift der Klemmhebel in eine Klemmkulisse des Auszugträgers ein, die je eine die
Auszugstellung und eine die Normalstellung definierende Klemmausnehmung aufweist.
Die Klemmkulisse ist somit zweistufig ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, mehrere
Stufen vorzusehen oder die Beinelemente stufenlos verstellbar auszuführen.
[0013] Erfindungsgemäß sind die Beinelemente jeweils aus einem Rohrelement gebildet, dass
so gebogen ist, dass es ein vorderes und ein hinteres Möbelbein bildet, wobei die
Rohrelemente jeweils einen elliptischen bzw. ovalen Querschnitt mit einer langen Hauptachse
und einer kurzen Nebenachse aufweisen und die Hauptachse und die Nebenachse die vertikale
Möbelmittelebene über die Erstreckung des jeweiligen Rohrelements in einem Winkel
kleiner 90° schneiden.
[0014] Der Kern der Erfindung besteht mithin darin, dass die gebogenen Rohrelemente einen
elliptischen bzw. ovalen, d. h. einen nicht kreisrunden Querschnitt haben und die
Biegung der Rohrelemente nicht über die Hauptachse oder die Nebenachse der vom Querschnitt
im Scheitelpunkt des Rohrelements gebildeten Ellipse, sondern über eine Achse erfolgt,
die zwischen der jeweiligen Nebenachse und der jeweiligen Hauptachse liegt. Diese
Achse ist dann bezogen auf die vertikale Möbelmittelebene, zumindest weitgehend in
Querrichtung ausgerichtet, wohingegen eine rechtwinklig zu dieser Achse ausgerichtete
Achse in einer Ebene liegt, die von der Hauptachse des betreffenden Rohrelements aufgespannt
ist. Damit kann ein guter Stapelabstand zwischen Gestellmöbeln gleicher Bauart geschaffen
werden. Gleichzeitig wirken die Rohrelemente als eine Art Konus, der die Gestellmöbel
im gestapelten Zustand exakt zueinander ausrichtet.
[0015] Der Begriff "elliptisch" ist im vorliegenden Fall in seinem weitesten Sinne, d.h.
nicht streng mathematisch zu verstehen. Vielmehr beschreibt dieser Begriff, dass das
Rohrelement keinen kreisrunden Querschnitt, sondern einen zumindest abgeflachten runden
Querschnitt hat. Der größte Durchmesser bildet die lange Hauptachse, wohingegen der
kleinste Durchmesser die kurze Nebenachse bildet, die rechtwinklig zu der langen Hauptachse
ausgerichtet ist.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gestellmöbels nach der Erfindung
weist die Hauptachse über die Erstreckung des jeweiligen Rohrelements in Richtung
der Möbelmittelebene nach oben und die Nebenachse über die Erstreckung des jeweiligen
Rohrelements in Richtung der Möbelmittelebene nach unten. Die von den beiden Beinelementen
gebildeten Anlageflächen beim Stapeln des Gestellmöbels weisen damit an der Rohrelementunterseite
nach innen, d.h. in Richtung der Mittelebene, und oben, d.h. an der Sichtseite, nach
außen weg von der Mittelebene.
[0017] Als besonders zweckmäßig hat sich hinsichtlich Stapelverhalten des Gestellmöbels
eine Hauptachse erwiesen, die die vertikale Mittelebene in einem Winkel zwischen 30°
und 60° schneidet.
[0018] Um eine möglichst klapperfreie Lagerung der Gestellmöbel gleicher Bauart im gestapelten
Zustand zu erreichen, kann ein Stapelpuffer vorgesehen sein, der zweckmäßigerweise
von dem Krümmungsabschnitt umgriffen ist, der einen Bereich des jeweiligen Rohrelements
bildet, welcher zwischen den beiden Möbelbeinen des jeweiligen Beinelements liegt.
[0019] Der Stapelpuffer kann ein Verkettungselement aufweisen, über das das Gestellmöbel
mit einem Gestellmöbel gleicher Bauart verkettet werden kann.
[0020] Um den Stapelvorgang zu erleichtern, können die Möbelbeine an ihren Endbereichen
jeweils eine Stapelführung aufweisen, die im gestapelten Zustand an einem Möbelbein
eines Gestellmöbels gleicher Bauart anliegt.
[0021] Das Gestellmöbel kann sowohl ein Tisch als auch eine Sitzbank sein.
[0022] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gestellmöbels nach der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
[0023] Ausführungsbeispiele eines Gestellmöbels nach der Erfindung sind in der Zeichnung
schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- eine ausschnittsweise perspektivische Ansicht von zwei Tischen nach der Erfindung
im gestapelten Zustand;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der beiden gestapelten Tische nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Seitenansicht eines Tisches mit einem Beinelement in Normalstellung im gesicherten
Zustand;
- Figur 4
- eine Seitenansicht eines Tisches mit einem Beinelement in Normalstellung im ungesicherten
Zustand;
- Figur 5
- eine Seitenansicht des Tisches mit einem Beinelementen in Auszugsstellung im ungesicherten
Zustand;
- Figur 6
- eine Seitenansicht des Tisches mit einem Beinelementen in Auszugsstellung im gesicherten
Zustand; und
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht von einer Sitzbank nach der Erfindung.
[0024] Figur 1 zeigt zwei Gestellmöbel in einer Ausführung als Tische 1,1' gleicher Bauart,
die gestapelt sind und jeweils eine Platte 2 aufweisen. Die Platten 2 werden jeweils
von zwei Beinelementen 4 getragen, die beidseits einer jeweiligen vertikalen Möbelmittelebene
bzw. Tischmittelebene angeordnet sind und von welchen vorliegend der Übersichtlichkeit
lediglich eines dargestellt ist. Die Beinelemente 4 sind in Figur 1 in Auszugsstellung
dargestellt und somit nicht von einer Platte 2 überdeckt, d.h. die Beinelemente 4
sind nach oben freigegeben, so dass eine Stapelung der Tische 1, 1' über die Beinelemente
möglich ist.
[0025] Auf der Plattenunterseite 10 der Platte 2 ist ein jeweiliges Trägergestell 8 befestigt,
an welchem für jedes Beinelement 4 ein Auszugträger 6 geführt ist, der senkrecht zur
Tischmittelebene verschiebbar ist. An dem Auszugträger 6 ist das jeweilige Beinelement
4 angeordnet, das aus einem gebogenen Rohrelement besteht, welches ein jeweiliges
vorderes Möbelbein 18A und ein jeweiliges hinteres Möbelbein 18B bildet. Die Möbelbeine
18A, 18B sind über einen oberen Krümmungsabschnitt 20 des jeweiligen Rohrelements
miteinander verbunden und laufen nach unten, d.h. in Richtung einer Stellfläche, V-förmig
auseinander, wobei von den Möbelbeinen 18A, 18B der beiden Beinelemente 4 eines Tisches
1, 1' parallele Ebenen aufgespannt sind.
[0026] Die Rohrelemente, aus denen die Möbelbeine 18A, 18B gebildet sind, haben jeweils
einen im weitesten Sinne elliptischen Querschnitt mit einer langen Hauptachse und
einer kurzen Nebenachse, wie die Figuren 3 bis 6 zeigen. Über die gesamte Erstreckung
des jeweiligen Rohrelements, d.h. auch im jeweiligen Krümmungsabschnitt 20, weist
die lange Hauptachse der von dem Querschnitt gebildeten Ellipse in Richtung der vertikalen
Tischmittelebene nach oben, so dass die beiden Beinelemente 4 eine Stapelhilfe nach
Art eines sich nach unten öffnenden Konus bilden. Durch das Aneinanderliegen der Beinelemente
4 auf der einen Tischseite und der Beinelemente 4 auf der anderen Tischseite sind
die aufeinander gestapelten Tische 1, 1' gesichert. Die Rohrelemente sind also über
eine Achse der im Scheitelpunkt angeordneten Querschnittsellipse gebogen, welche Achse
zwischen der jeweiligen Hauptachse und der jeweiligen Nebenachse liegt und mit der
Hauptachse vorzugsweise einen Winkel zwischen 45° und 60° aufspannt.
[0027] Die Hauptachse der elliptischen Rohrelementquerschnitte schneidet damit die vertikale
Tischmittelebene in einem Winkel von etwa 30° bis 45°, und zwar über die gesamte Erstreckung
der Rohrelemente.
[0028] Die Krümmungsabschnitte 20 der Beinelemente 4 umschließen jeweils einen Stapelpuffer
22, der im gestapelten Zustand mit einer Auflagefläche 28 auf einem Krümmungsabschnitt
20 eines Beinelements 4 eines darunter liegenden Tisches 1' aufliegt. Die Auflagefläche
28 hat eine Form, die der Außenfläche des jeweiligen Krümmungsabschnitts 20 angepasst
ist. Des Weiteren haben die Stapelpuffer 22 an ihrer der Tischmittelebene abgewandten
Seite jeweils ein Verkettungselement, das im vorliegenden Fall auf der Seite des Beinelements
4 als Vorsprung 30 und auf der gegenüberliegenden Seite des Beinelements 4 eines Tisches
1, 1' als Ausnehmung ausgebildet ist, die mit dem Vorsprung 30 korrespondiert.
[0029] Im Fußbereich weisen die Möbelbeine 18A, 18B jeweils einen aus Kunststoff gefertigten
Fußeinsatz 32 auf, an dem in einstückiger Weise eine an der jeweiligen Möbelbeininnenseite
anliegende Stapelführung 34 ausgebildet ist. Die Stapelführungen 34 liegen im gestapelten
Zustand der Tische 1, 1' an der Außenseite des jeweiligen Möbelbeins 18A, 18B an.
[0030] Die nach oben freigegebenen Beinelemente 4 von gestapelten Tischen 1,1' gleicher
Bauart zeigt Figur 2 in einer Seitenansicht. Die Beinelemente 4 sind in ihrer Auszugstellung
dargestellt und gegenüber ihrer jeweiligen Normalstellung bezogen auf die vertikale
Tischmittelebene um etwa 60 mm nach außen versetzt. Die Beinelemente 4 des oberen
Tisches 1 laufen somit an der Platte 2 des unteren Tisches 1' vorbei bzw. sind neben
der Platte 2 des unteren Tisches 1' angeordnet, um dessen jeweiliges Beinelement 4
zu übergreifen.
[0031] Figur 3 zeigt das Beinelement 4 in seiner Normalstellung, in welcher es vollständig
von der Platte 2 überdeckt ist. Das Beinelement 4 ist dabei so weit von der Platte
2 überdeckt, dass durch eine Verkettung mit einem weiteren Tisch gleicher Bauart über
den Vorsprung 30 und die entsprechende Ausnehmung eine weitgehend durchgängige Plattenfläche
gebildet werden kann.
[0032] Zum Herstellen der Auszugsstellung eines Beinelements 4 wird ein Klemmhebel 12 in
seine Freigabestellung von der Platte 2 weggeschwenkt, wie Figur 4 zeigt. Der Klemmhebel
12 ist als Exzenterhebel ausgeführt und greift in eine Klemmkulisse 14 des Auszugträgers
6 ein. Die Klemmkulisse 14 des Auszugträgers 6 weist je eine die Auszugsstellung und
die Normalstellung definierende Klemmausnehmung 16 auf, wobei Figur 4 lediglich die
die Normalstellung definierende Klemmausnehmung 16 zeigt. Sobald der Auszugträger
6 freigegeben bzw. nicht mehr verklemmt ist, kann er gemeinsam mit dem Beinelement
4 verschoben werden, wobei die Wegstrecke durch die Länge der Klemmkulisse 14 definiert
ist. Damit kann die Auszugs- bzw. Stapelstellung des Beinelements festgelegt werden
(vgl. Figur 5).
[0033] Zum Sichern der Auszugsstellung kann der Klemmhebel 12 in seine Sperrstellung in
Richtung der Platte 2 verschwenkt werden, um die mit der entsprechenden Klemmausnehmung
16 korrespondierende Normalstellung oder Auszugsstellung des jeweiligen Beinelements
4 festzulegen (vgl. Figur 6). Dabei greift der Klemmhebel 12 in die entsprechende
Klemmausnehmung 16 ein und verklemmt den Auszugträger 6 und somit auch das Beinelement
4, wodurch dieses gegen ein ungewolltes Verschieben gesichert ist.
[0034] Das Verstellen des Beinelements 4 aus der Auszugsstellung bzw. Stapelstellung in
die Normalstellung erfolgt in umgekehrter Weise.
[0035] Die in Figur 7 dargestellte Sitzbank 36 weist eine Platte 2 auf, die von zwei Beinelementen
4 getragen wird, welche beidseits einer vertikalen Möbelmittelebene bzw. Bankmittelebene
angeordnet sind. Die Beinelemente 4 der Sitzbank 36 sind kürzer ausgeführt als die
Beinelemente 4 des Tisches 1, 1'. Die Beinelemente 4 sind in Figur 7 in Normalstellung
dargestellt und somit von der Platte 2 überdeckt, d.h. die Beinelemente 4 sind nach
oben nicht freigegeben, so dass eine Stapelung der Sitzbank 36 über die Beinelemente
4 nicht möglich ist. Die Beinelemente 4 sind dabei so weit von der Platte 2 überdeckt,
dass durch eine Verkettung mit einer weiteren Sitzbank gleicher Bauart über einen
Vorsprung 30 und die entsprechende Ausnehmung eine weitgehend durchgängige Plattenfläche
bzw. Sitzfläche gebildet werden kann.
[0036] Auf der Plattenunterseite 10 der Platte 2 ist ein jeweiliges Trägergestell 8 befestigt,
an welchem für jedes Beinelement 4 ein Auszugträger 6 geführt ist, der senkrecht zur
Bankmittelebene verschiebbar ist. An dem Auszugträger 6 ist das jeweilige Beinelement
4 angeordnet, das aus einem gebogenen Rohrelement besteht, welches ein jeweiliges
vorderes Möbelbein 18A und ein jeweiliges hinteres Möbelbein 18B bildet. Die Möbelbeine
18A, 18B sind über einen oberen Krümmungsabschnitt 20 des jeweiligen Rohrelements
miteinander verbunden und laufen nach unten, d.h. in Richtung einer Stellfläche, V-förmig
auseinander, wobei von den Möbelbeinen 18A, 18B der beiden Beinelemente 4 der Sitzbank
36 parallele Ebenen aufgespannt sind.
[0037] Die Rohrelemente, aus denen die Möbelbeine 18A, 18B gebildet sind, haben jeweils
einen im weitesten Sinne elliptischen Querschnitt mit einer langen Hauptachse und
einer kurzen Nebenachse, wie in den Figuren 3 bis 6 im Zusammenhang mit einem Tisch
1,1' detailliert gezeigt ist. Über die gesamte Erstreckung des jeweiligen Rohrelements,
d.h. auch im jeweiligen Krümmungsabschnitt 20, weist die lange Hauptachse der von
dem Querschnitt gebildeten Ellipse in Richtung der vertikalen Bankmittelebene nach
oben, so dass die beiden Beinelemente 4 eine Stapelhilfe nach Art eines sich nach
unten öffnenden Konus bilden. Beim Stapeln von Sitzbänken 36 gleicher Bauart sind
durch das Aneinanderliegen der Beinelemente 4 auf der einen Bankseite und der Beinelemente
4 auf der anderen Bankseite die aufeinander gestapelten Sitzbänke 36 gesichert. Die
Rohrelemente sind also über eine Achse der im Scheitelpunkt angeordneten Querschnittsellipse
gebogen, welche Achse zwischen der jeweiligen Hauptachse und der jeweiligen Nebenachse
liegt und mit der Hauptachse vorzugsweise einen Winkel zwischen 45° und 60° aufspannt.
[0038] Die Hauptachse der elliptischen Rohrelementquerschnitte schneidet damit die vertikale
Bankmittelebene in einem Winkel von etwa 30° bis 45°, und zwar über die gesamte Erstreckung
der Rohrelemente.
[0039] Die Krümmungsabschnitte 20 der Beinelemente 4 umschließen jeweils einen Stapelpuffer
22, der im gestapelten Zustand mit einer Auflagefläche 28 auf einem Krümmungsabschnitt
20 eines Beinelements 4 einer darunter liegenden Sitzbank aufliegen kann. Die Auflagefläche
28 hat eine Form, die der Außenfläche des jeweiligen Krümmungsabschnitts 20 angepasst
ist. Des Weiteren haben die Stapelpuffer 22 an ihrer der Bankmittelebene abgewandten
Seite jeweils ein Verkettungselement, das im vorliegenden Fall auf der im Bildvordergrund
abgebildeten Seite des Beinelements 4 als Vorsprung 30 und auf der gegenüberliegenden
Seite des Beinelements 4 der Sitzbank 36 als Ausnehmung ausgebildet ist, die mit dem
Vorsprung 30 korrespondiert.
[0040] Im Fußbereich weisen die Möbelbeine 18A, 18B jeweils einen aus Kunststoff gefertigten
Fußeinsatz 32 auf, an dem in einstückiger Weise eine an der jeweiligen Möbelbeininnenseite
anliegende Stapelführung 34 ausgebildet ist. Die Stapelführungen 34 liegen im gestapelten
Zustand der Sitzbänke 36 an der Außenseite des jeweiligen Möbelbeins 18A, 18B an.
[0041] Die im Zusammenhang mit dem Tisch 1,1' beschriebene Verstellmechanik, umfassend den
Klemmhebel 12, die Klemmkulisse 14 und die Klemmausnehmungen 16, ist analog zum Tisch
1,1' auch bei der in Figur 7 dargestellten Sitzbank 36 realisiert.
[0042] Mit Bezugnahme auf den in den Figuren 4 bis 6 dargestellten Tisch 1 und die für diesen
verwendeten Bezugszeichen wird nachfolgend das Verstellen eines Beinelements 4 der
Sitzbank 36 erläutert. Zum Herstellen der Auszugsstellung eines Beinelements 4 einer
Sitzbank 36 wird ein Klemmhebel 12 in seine Freigabestellung von der Platte 2 weggeschwenkt,
wie bereits Figur 4 in Zusammenhang mit einem Tisch 1,1' zeigt. Der Klemmhebel 12
ist als Exzenterhebel ausgeführt und greift in eine Klemmkulisse 14 des Auszugträgers
6 ein. Die Klemmkulisse 14 des Auszugträgers 6 weist je eine die Auszugsstellung und
die Normalstellung definierende Klemmausnehmung 16 auf, wobei Figur 4 lediglich die
die Normalstellung definierende Klemmausnehmung 16 zeigt. Sobald der Auszugträger
6 freigegeben bzw. nicht mehr verklemmt ist, kann er gemeinsam mit dem Beinelement
4 verschoben werden, wobei die Wegstrecke durch die Länge der Klemmkulisse 14 definiert
ist und etwa 60 mm betragen kann. Damit kann die Auszugs- bzw. Stapelstellung des
Beinelements 4 festgelegt werden.
[0043] Zum Sichern der Auszugsstellung kann der Klemmhebel 12 in seine Sperrstellung in
Richtung der Platte 2 verschwenkt werden, um die mit der entsprechenden Klemmausnehmung
16 korrespondierende Normalstellung oder Auszugsstellung des jeweiligen Beinelements
4 festzulegen (vgl. Figur 6). Dabei greift der Klemmhebel 12 in die entsprechende
Klemmausnehmung 16 ein und verklemmt den Auszugträger 6 und somit auch das Beinelement
4, wodurch dieses gegen ein ungewolltes Verschieben gesichert ist.
[0044] Das Verstellen des Beinelements 4 aus der Auszugsstellung bzw. Stapelstellung in
die Normalstellung erfolgt in umgekehrter Weise.
1. Gestellmöbel, umfassend eine Platte (2) und zwei die Platte (2) tragende Beinelemente
(4), die beidseits einer vertikalen Möbelmittelebene angeordnet und beweglich gelagert
sind, wobei die Beinelemente (4) jeweils zwischen einer Normalstellung, in der die
Beinelemente (4) von der Platte (2) überdeckt sind, und einer Auszugsstellung verstellbar
sind, in der die Beinelemente (2) nach oben freigegeben sind, um das Gestellmöbel
über die Beinelemente (4) stapelbar zu machen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Beinelemente (4) jeweils aus einem Rohrelement gebildet sind, das so gebogen
ist, dass es ein vorderes Möbelbein (18A) und ein hinteres Möbelbein (18B) bildet,
wobei die Rohrelemente jeweils einen elliptischen bzw. ovalen Querschnitt mit einer
langen Hauptachse und einer kurzen Nebenachse aufweisen und die Hauptachse und die
Nebenachse die vertikale Möbelmittelebene über die Erstreckung des jeweiligen Rohrelements
in einem Winkel kleiner 90° schneiden.
2. Gestellmöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beinelemente (4) jeweils an einem Auszugträger (6) angeordnet sind, der rechtwinklig
zur Möbelmittelebene verschiebbar ist.
3. Gestellmöbel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auszugträger (6) an einem Trägergestell (8) geführt sind, das an der Plattenunterseite
(10) befestigt ist.
4. Gestellmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedem Beinelement (4) ein Klemmhebel (12) zugeordnet ist, der zwischen einer Freigabestellung,
in welcher das entsprechende Beinelement (4) zwischen der Normalstellung und einer
Auszugsstellung verstellbar ist, und einer Sperrstellung verstellbar ist, in welcher
das entsprechende Beinelement (4) verklemmt ist.
5. Gestellmöbel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Klemmhebel (12) als Exzenterhebel ausgeführt ist.
6. Gestellmöbel nach Anspruch 4 oder 5 in Kombination mit Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmhebel (12) in eine Klemmkulisse (14) des Auszugträgers (6) eingreift, die
je eine die Auszugsstellung und die Normalstellung definierende Klemmausnehmung (16)
aufweist.
7. Gestellmöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hauptachse über die Erstreckung des jeweiligen Rohrelements in Richtung der Möbelmittelebene
nach oben weist und die Nebenachse in Richtung der Möbelmittelebene nach unten weist.
8. Gestellmöbel nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hauptachse die vertikale Möbelmittelebene in einem Winkel zwischen 30° und 60°
schneidet.
9. Gestellmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Möbelbeinen (18A, 18B) des jeweiligen Rohrelements ein Krümmungsabschnitt
(20) des jeweiligen Rohrelements liegt, der vorzugsweise einen Stapelpuffer (22) umgreift.
10. Gestellmöbel nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stapelpuffer (22) ein Verkettungselement bildet, über das das Gestellmöbel mit
einem Gestellmöbel gleicher Bauart verkettet werden kann.
11. Gestellmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Möbelbeine (18A, 18B) an ihren Endbereichen jeweils eine Stapelführung (34) aufweisen,
die im gestapelten Zustand an einem Möbelbein (18A, 18B) eines Gestellmöbels gleicher
Bauart anliegt und die vorzugsweise einstückig mit einem jeweiligen Fußeinsatz (32)
gefertigt ist.
12. Gestellmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass es ein Tisch (1, 1') oder eine Sitzbank (36) ist.
1. A frame furniture comprising a furniture plate (2) and two leg elements (4) supporting
the furniture plate (2), said leg elements (4) being arranged on both sides of a vertical
furniture median plane and being movably mounted, wherein the leg elements (4) can
be moved between a normal position, in which the leg elements (4) are covered by the
furniture plate (2), and a pullout position, in which the leg elements (4) are uncovered
at the top, in order to enable a stacking of the frame furniture via the leg elements
(4),
characterized in that
each leg element (4) is formed by a tubular element curved in such a way that it forms
a front furniture leg (18A) and a back furniture leg (18B), wherein each tubular element
has an elliptic or oval cross-section having a long major axis and a short minor axis,
and the major axis and the minor axis intersect the vertical furniture median plane
over the length of the particular tubular element at an angle of less than 90°.
2. The frame furniture according to claim 1,
characterized in that
the leg elements (4) are each arranged on a pullout carrier (6) which is movable perpendicular
to the furniture median plane.
3. The frame furniture according to claim 2,
characterized in that
the pullout carriers (6) are guided along a support frame (8) which is mounted to
the furniture plate underside (10).
4. The frame furniture according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
each leg element (4) has an associated clamping lever (12), which is movable between
a releasing position, in which the respective leg element (4) is movable between the
normal position and the pullout position, and a locking position, in which the respective
leg element (4) is clamped.
5. The frame furniture according to claim 4,
characterized in that
the clamping lever (12) is realized as an eccentric lever.
6. The frame furniture according to claim 4 or 5 in combination with claim 2 or 3,
characterized in that
the clamping lever (12) engages with a clamping guide track (14) of the pullout carrier
(6), said clamping guide track (14) comprising a clamping recess (16) defining the
pullout position and a clamping recess (16) defining the normal position.
7. The frame furniture according to claim 1,
characterized in that
the major axis points upward in the direction of the furniture median plane over the
length of the corresponding tubular element and the minor axis points downward in
the direction of the furniture median plane.
8. The frame furniture according to claim 1 or 7,
characterized in that
the major axis intersects the vertical furniture median plane at an angle between
30° and 60°.
9. The frame furniture according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that
a curved section (20) of the respective tubular element is located between the furniture
legs (18A, 18B) of the respective tubular element, said curved section (20) preferably
encompassing a stacking bumper (22).
10. The frame furniture according to claim 9,
characterized in that
the stacking bumper (22) forms a linking element by which the frame furniture can
be linked with another frame furniture of the same type.
11. The frame furniture according to any one of claims 1 to 10,
characterized in that
the furniture legs (18A, 18B) each comprise a stacking guide (34) at their end sections,
said stacking guides (34) abutting against a furniture leg (18A, 18B) of a frame furniture
of the same type when stacked and preferably being manufactured in one piece with
a respective foot insert (32).
12. The frame furniture according to any one of claims 1 to 11,
characterized in that
it is a table (1, 1') or a bench (36).
1. Meuble à piètement, comprenant un plateau (2) et deux éléments de pied (4) portant
le plateau (2) et disposés de part et d'autre d'un plan médian vertical du meuble
et montés de manière mobile, lesdits éléments de pied (4) pouvant être déplacés chacun
entre une position normale, dans laquelle les éléments de pied (4) sont couverts du
plateau (2), et une position déployée, dans laquelle les éléments de pied (2) sont
exposés vers le haut, pour que le meuble à piètement puisse être empilé par les éléments
de pied (4), caractérisé en ce que chaque élément de pied (4) est réalisé à partir d'un élément de tube qui est courbé
de telle manière qu'il forme un pied de meuble avant (18A) et un pied de meuble arrière
(18B), lesdits éléments de tube présentant chacun une coupe transversale elliptique
ou ovale ayant un axe principal long et un axe secondaire court et l'axe principal
et l'axe secondaire coupant le plan médian vertical du meuble dans un angle inférieur
à 90° par l'extension de chaque élément de tube.
2. Meuble à piètement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les éléments de pied (4) sont disposés chacun sur un poutre de déploiement (6) qui
peut être décalé dans un angle droit par rapport au plan médian du meuble.
3. Meuble à piètement selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les poutres de déploiement (6) sont guidés sur un piètement porteur (8) qui est fixé
à la face inférieure (10) du plateau.
4. Meuble à piètement selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
un levier de serrage (12) est associé à chaque élément de pied (4), ledit levier de
serrage (12) pouvant être déplacé entre une position de déverrouillage, dans laquelle
l'élément de pied (4) correspondant peut être déplacé entre la position normale et
la position déployée, et une position de verrouillage, dans laquelle l'élément de
pied (4) correspondant est serré.
5. Meuble à piètement selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le levier de serrage (12) est réalisé comme levier excentrique.
6. Meuble à piètement selon la revendication 4 ou 5 en combinaison avec la revendication
2 ou 3,
caractérisé en ce que
le levier de serrage (12) s'engage dans une coulisse de serrage (14) du poutre de
déploiement (6), ladite coulisse de serrage (14) ayant un évidement de serrage (16)
définissant la position déployée et un évidement de serrage (16) définissant la position
normale.
7. Meuble à piètement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'axe principal est orienté vers le haut dans la direction du plan médian du meuble
par l'extension de l'élément de tube correspondant et l'axe secondaire est orienté
vers le bas dans la direction du plan médian du meuble.
8. Meuble à piètement selon la revendication 1 ou 7,
caractérisé en ce que
l'axe principal coupe le plan médian vertical du meuble avec un angle entre 30° et
60°.
9. Meuble à piètement selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'
entre les pieds de meuble (18A, 18b) de l'élément de tube correspondant se trouve
une section de courbure (20) de l'élément de tube correspondant qui entoure de préférence
un butoir d'empilement (22).
10. Meuble à piètement selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le butoir d'empilement (22) forme un élément d'enchaînement à travers lequel le meuble
à piètement peut être enchaîné à un autre meuble à piètement du même type de construction.
11. Meuble à piètement selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
les pieds de meuble (18A, 18B) ont un guidage d'empilement (34) à chacune de leurs
extrémités qui est en contact avec un pied de meuble (18A, 18B) d'un meuble à piètement
du même type de construction dans l'état empilé et qui est réalisé de préférence d'une
seule pièce avec un insert de pied (32) correspondant.
12. Meuble à piètement selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que c'est une table (1, 1') ou un banc (36).