| (19) |
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(11) |
EP 3 189 674 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2019 Patentblatt 2019/46 |
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Anmeldetag: 01.09.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/069900 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/034560 (10.03.2016 Gazette 2016/10) |
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MEMS-LAUTSPRECHERANORDNUNG MIT EINEM SCHALLERZEUGER UND EINEM SCHALLVERSTÄRKER
MEMS SPEAKER COMPRISING A SOUND DRIVER AND A SOUND AMPLIFIER
MEMS HAUT-PARLEUR COMPRENANT UN GÉNERATEUR DE SON ET UN AMPLIFICATEUR DE SON
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
05.09.2014 DE 102014112841
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.07.2017 Patentblatt 2017/28 |
| (73) |
Patentinhaber: Usound GmbH |
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8020 Graz (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RUSCONI CLERICI BELTRAMI, Andrea
AT-1130 Wien (AT)
- BOTTONI, Ferruccio
8020 Graz (AT)
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| (74) |
Vertreter: Bergmeier, Werner |
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Canzler & Bergmeier
Patentanwälte Partnerschaft mbB
Friedrich-Ebert-Straße 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102012 216 996
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US-A1- 2012 328 142
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine MEMS-Lautsprecheranordnung zum Erzeugen von
Schallwellen im hörbaren Wellenlängenspektrum mit einem Gehäuse, das einen Schallleitkanal
und eine am Ende des Schallleitkanals angeordnete Schallaustrittsöffnung aufweist,
mit zumindest zwei MEMS-Lautsprechern, die derart im Inneren des Gehäuses angeordnet
sind, dass die von den MEMS-Lautsprechern erzeugten Schallwellen über den gemeinsamen
Schallleitkanal zu der gemeinsamen Schallaustrittsöffnung führbar sind, und mit einer
Steuereinheit zum Ansteuern der beiden MEMS-Lautsprecher. Des Weiteren betrifft die
vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen MEMS-Lautsprecheranordnung.
[0002] Die Bezeichnung MEMS steht für mikroelektromechanische Systeme. MEMS-Lautsprecher
bzw. Mikrolautsprecher ist beispielsweise aus der
DE 10 2012 220 819 A1 bekannt. Die Schallerzeugung erfolgt über eine schwingbar gelagerte Membran des MEMS-Lautsprechers.
Ein derartiger Mikrolautsprecher muss in der Regel eine hohe Luftvolumenverschiebung
erzeugen, um einen signifikanten Schalldruckpegel zu erreichen. Bekannte MEMS-Lautsprecher
weisen den Nachteil auf, dass diese ein relativ großes Bauvolumen aufweisen müssen,
um einen ausreichenden Schalldruckpegel erreichen zu können.
[0003] DE 10 2012 216 996 A1 zeigt einen MEMS Lautsprecher, der eine Vertiefungen und Erhebungen aufweisende Oberflächenstruktur
hat und der gegebenenfalls als ein Array vieler Lautsprecher ausgeführt werden kann.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des Stands der Technik zu
beseitigen.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine MEMS-Lautsprecheranordnung sowie mit einem Verfahren
zum Betreiben einer derartigen MEMS-Lautsprecheranordnung mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche.
[0006] Vorgeschlagen wird eine MEMS-Lautsprecheranordnung zum Erzeugen von Schallwellen
im hörbaren Wellenlängenspektrum. Sie umfasst ein Gehäuse, das einen Schallleitkanal
und eine am Ende des Schallleitkanals angeordnete Schallaustrittsöffnung aufweist.
Des Weiteren umfasst die MEMS-Lautsprecheranordnung zumindest zwei MEMS-Lautsprecher.
Diese sind derart im Inneren des Gehäuses angeordnet, dass die von den MEMS-Lautsprechern
erzeugten Schallwellen über den gemeinsamen Schallleitkanal zu der gemeinsamen Schallaustrittsöffnung
führbar sind. Auch umfasst die MEMS-Lautsprecheranordnung eine Steuereinheit zum Ansteuern
der MEMS-Lautsprecher. Von den zumindest zwei MEMS-Lautsprechern ist einer der beiden
dem anderen in Richtung der Schallaustrittsöffnung nachgelagert. Hierdurch kann der
nachgelagerte MEMS-Lautsprecher auf die vom vorgelagerten MEMS-Lautsprecher erzeugten
Schallwellen Einfluss nehmen, da diese aufgrund des gemeinsamen Schallleitkanals an
ihm vorbeigeführt werden. Die Steuereinheit ist derart ausgebildet, dass mittels dieser
zur Erhöhung der Maximallautstärke der MEMS-Lautsprecheranordnung die beiden MEMS-Lautsprecher
derart ansteuerbar sind, dass der erste der zumindest zwei MEMS-Lautsprecher - d.h.
derjenige MEMS-Lautsprecher, dessen Schallwellen den längeren Weg bis zur gemeinsamen
Schallaustrittsöffnung zurücklegen müssen - als Schallerzeuger zum Erzeugen einer
Anfangswelle und der diesem nachgelagerte zweite MEMS-Lautsprecher - d.h. derjenige
MEMS-Lautsprecher dessen Schallwellen im Vergleich zum ersten MEMS-Lautsprecher einen
kürzeren Weg bis zur Schallaustrittsöffnung zurücklegen müssen - als Schallverstärker
zum Verstärken dieser Anfangswelle ausgebildet ist. Hierdurch kann vorteilhafterweise
der Schalldruck der MEMS-Lautsprecheranordnung erhöht werden, wodurch die Maximallautstärke
gesteigert werden kann. Neben dieser Leistungssteigerung kann durch eine derartige
Ausbildung der MEMS-Lautsprecheranordnung ferner ihr Bauvolumen klein gehalten werden.
Die Folge ist demnach eine kompakte MEMS-Lautsprecheranordnung mit einer sehr guten
akustischen Leistungsfähigkeit.
[0007] Vorteilhaft ist es, wenn sich eine Membranauslenkungsachse zumindest eines MEMS-Lautsprechers
quer zum Schallleitkanal und/oder zu einer Längsachse des Gehäuses erstreckt. Hierdurch
kann die MEMS-Lautsprecheranordnung sehr kompakt ausgebildet werden. Des Weiteren
können beliebig viele MEMS-Lautsprecher in Reihe geschalten werden.
[0008] Auch ist es vorteilhaft, wenn die Länge des Schallleitkanals vom Schallerzeuger bis
zur gemeinsamen Schallaustrittsöffnung größer ist als vom Schallverstärker bis zur
Schallaustrittsöffnung. Hierdurch müssen die vom Schallerzeuger erzeugten Schallwellen
einen längeren Weg im gemeinsamen Schallleitkanal zurücklegen als die vom Schallverstärker
erzeugten Schallwellen. Des Weiteren werden die vom Schallerzeuger erzeugten Schallwellen
hierdurch am nachgelagerten Schallverstärker vorbeigeführt, so dass über diesen auf
die vom Schallerzeuger erzeugten Schallwellen Einfluss genommen werden kann. Infolgedessen
kann durch entsprechende Ansteuerung des Schallverstärkers eine Amplitudenerhöhung
der vom Schallerzeuger ausgesendeten Anfangswelle bewirkt werden.
[0009] Um die Beeinflussung der in den Schallleitkanal eingebrachten Schallwellen durch
die Raumgeometrie des Schallleitkanals möglichst gering zu halten, ist es vorteilhaft,
wenn sich der Schallleitkanal in Längsrichtung der MEMS-Lautsprecheranordnung erstreckt
und/oder zumindest im Bereich der MEMS-Lautsprecher geradlinig, insbesondere mit ebenen
und/oder zueinander parallelen Seitenwänden, ausgebildet ist. Diesbezüglich ist es
insbesondere vorteilhaft, wenn der Schallleitkanal im Wesentlichen eine quaderförmige
Geometrie aufweist. In diesem Fall sind die MEMS-Lautsprecher vorzugsweise, insbesondere
an derselben, Seitenwand des quaderförmigen Schallleitkanals angeordnet.
[0010] Die MEMS-Lautsprecheranordnung kann sehr kompakt und konstruktiv einfach ausgebildet
werden, wenn die gemeinsame Schallaustrittsöffnung an einem Ende, insbesondere an
einer Stirnseite, des Gehäuses ausgebildet ist.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn der Schallerzeuger und der Schallverstärker nebeneinander
angeordnet sind. Auch ist es vorteilhaft, wenn diese derart zueinander angeordnet
sind, dass sich ihre Membranauslenkungsachsen zueinander parallel und/oder lotrecht
zu einer Längsachse des Gehäuses erstrecken. Hierdurch können störende Einflussfaktoren
auf die Schallausbreitung im Schallleitkanal reduziert werden.
[0012] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen der Schallerzeuger und
der zumindest eine Schallverstärker, insbesondere auf ihrer dem Schallleitkanal abgewandten
Seite, eine gemeinsame Kavität auf. Diese ist vorzugsweise zumindest teilweise durch
einen Gehäusehohlraum ausgebildet. Zusätzlich kann die Kavität durch einen Trägersubstrathohlraum
des jeweiligen MEMS-Lautsprechers erweitert sein.
[0013] Ferner erstreckt sich diese gemeinsame Kavität vorzugsweise über die gesamte Breite
aller entlang des Schallleitkanals angeordneter MEMS-Lautsprecher. Dadurch, dass sich
mehrere MEMS-Lautsprecher eine gemeinsame Kavität teilen, kann vorteilhafterweise
die Federwirkung der Luft innerhalb der Kavität reduziert werden, da das Kavitätsvolumen
jedes einzelnen MEMS-Lautsprechers auf das gesamte Volumen der gemeinsamen Kavität
vergrößert ist.
[0014] Zur Erzeugung einer konstruktiven Interferenz, bei der die Amplitude einer Schallwelle
erhöht wird, ist es vorteilhaft, wenn der Schallerzeuger und der zumindest eine Schallverstärker
im selben Frequenzbereich arbeiten.
[0015] Ferner ist es zur Steuerung einer optimalen Überlagerung zweier Schallwellen vorteilhaft,
wenn der Schallerzeuger und der zumindest eine Schallverstärker zueinander unterschiedliche
akustische Eigenschaften aufweisen. Demnach ist es insbesondere vorteilhaft, wenn
diese zueinander unterschiedliche Membrangrößen und/oder maximale Membranauslenkbarkeiten
aufweisen.
[0016] Vorteilhaft ist es, wenn der Schallerzeuger und der Schallverstärker als separate
Bauteile ausgebildet sind. In diesem Fall weist jeder von diesen vorzugsweise eine
eigene Membran auf. Diese ist ferner insbesondere durch einen Trägerrahmen entlang
ihrer Membranauslenkungsachse schwingbar gehalten.
[0017] Alternativ oder zusätzlich ist es ebenso vorteilhaft, wenn zumindest zwei MEMS-Lautsprecher
als ein einziges Bauteil mit einer gemeinsamen Membran ausgebildet sind, wobei vorzugsweise
jedem dieser MEMS-Lautsprecher ein separat ansteuerbarer und/oder voneinander schwingungsentkoppelter
Membranbereich zugeordnet ist.
[0018] Vorteilhaft ist es, wenn der Schallerzeuger mittels der Steuereinheit zu einem ersten
Zeitpunkt derart ansteuerbar ist, dass in den Schallleitkanal eine Anfangswelle einbringbar
ist. Diesbezüglich ist es ferner vorteilhaft, wenn mittels der Steuereinheit die Membran
oder alternativ der Membranbereich des Schallerzeugers zum Erzeugen der Anfangswelle
in den Schallleitkanal hineinbewegbar ist.
[0019] Um eine möglichst genaue Überlagerung zweier Schallwellen zur Erzeugung einer konstruktiven
Interferenz sicherstellen zu können, ist es vorteilhaft, wenn mittels der Steuereinheit
- insbesondere in Abhängigkeit des ersten Zeitpunktes und/oder der Schallleitkanallänge
zwischen Schallerzeuger und Schallverstärker - ein zweiter Zeitpunkt zum Ansteuern
des nachgelagerten Schallverstärkers, d.h. insbesondere dessen Membran, bestimmter
ist.
[0020] Zur Verstärkung der Lautstärke ist es vorteilhaft, wenn mittels der Steuereinheit
der Schallverstärker, insbesondere zu dem zuvor von der Steuereinheit bestimmten zweiten
Zeitpunkt, derart ansteuerbar ist, dass mittels diesem eine Überlagerungswelle erzeugbar
ist, so dass aus der Anfangswelle und der Überlagerungswelle eine resultierende Welle
mit im Vergleich zur Anfangswelle höherer Amplitude erzeugbar ist. Diesbezüglich ist
es ferner vorteilhaft, wenn bei entsprechender Ansteuerung des Schallverstärkers dessen
Membran und/oder zugeordneter Membranbereich zum Erzeugen der Überlagerungswelle in
den Schallleitkanal hineinbewegbar ist.
[0021] Auch ist es vorteilhaft, wenn mittels der Steuereinheit zum zweiten Zeitpunkt auch
noch die Membran des Schallerzeugers in den Schallleitkanal hineingedrückt bleibt,
so dass vermieden wird, dass beim Auslenken des Schallverstärkers Luft zurück in Richtung
des Schallerzeuger gedrückt wird. Hierdurch kann vorteilhafterweise das in Richtung
der Schallaustrittsöffnung bewegte Luftvolumen erhöht werden.
[0022] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die MEMS-Lautsprecheranordnung
einen zweiten Schallverstärker auf. Hierdurch kann die bereits durch den ersten Schallverstärker
verstärkte Schallwelle nochmals verstärkt werden. Diesbezüglich ist es insbesondere
vorteilhaft, wenn der zweite Schallverstärker dem ersten Schallverstärker in Richtung
der Schallaustrittsöffnung nachgelagert ist. Hierdurch kann der zweite Schallverstärker
auf die durch den ersten Schallverstärker verstärkten Schallwellen Einfluss nehmen.
[0023] Vorteilhaft ist es, wenn mittels der Steuereinheit zu einem, insbesondere von ihr
bestimmten, dritten Zeitpunkt der Schallerzeuger derart ansteuerbar sind, dass dessen
Membran wieder in ihre Ruhelage zurückbewegbar ist. Zusätzlich oder alternativ ist
es ferner vorteilhaft, wenn die Membran des zweiten Schallverstärkers zum Erzeugen
einer zweiten Überlagerungswelle in den Schallleitkanal hineinbewegbar ist, so dass
aus der ersten resultierenden Welle und der zweiten Überlagerungswelle eine zweite
resultierende Welle mit im Vergleich zur ersten resultierenden Welle höherer Amplitude
erzeugbar ist. Zur Erzielung einer Blockadewirkung bleibt zum dritten Zeitpunkt der
erste Schallverstärker vorzugsweise angesteuert.
[0024] Zur Erzielung einer konstruktiven Interferenz ist es vorteilhaft, wenn die Anfangswelle,
die zumindest eine Überlagerungswelle und die zumindest eine resultierende Welle die
gleiche Frequenz aufweisen.
[0025] Vorgeschlagen wird ferner ein Verfahren zum Betreiben einer MEMS-Lautsprecheranordnung
gemäß der vorangegangenen Beschreibung, wobei die genannten Verfahrensmerkmale einzeln
oder in beliebiger Kombination vorhanden sein können.
[0026] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigt:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch eine MEMS-Lautsprecheranordnung mit einem als Schallerzeuger
und zwei als Schallverstärker ausgebildeten MEMS-Lautsprechern und
- Figuren 2a - 2c
- die Funktionsweise der in Figur 1 dargestellten MEMS-Lautsprecheranordnung zur Erhöhung
der Maximallautstärke.
[0027] Figur 1 zeigt eine MEMS-Lautsprecheranordnung 1, mittels der Schallwellen im hörbaren
Wellenlängenspektrum erzeugbar sind. Sie umfasst ein Gehäuse 2, das vorzugsweise zumindest
teilweise aus Silizium hergestellt ist. Im Inneren des Gehäuses 2 sind mehrere MEMS-Lautsprecher
3 angeordnet, von denen zur Wahrung der Übersichtlichkeit lediglich einer mit Bezugszeichen
versehen ist.
[0028] Das Gehäuse 2 ist vorzugsweise mehrteilig ausgebildet, um die Montage der MEMS-Lautsprecher
3 zu erleichtern. Diesbezüglich ist es beispielsweise denkbar, dass das Gehäuse 2
ein insbesondere aus Silizium gefertigtes Gehäusemittelteil und/oder einen Gehäuserahmen
umfasst, in dem die MEMS-Lautsprecher 3 form-, kraft- und/oder stoffschlüssig befestigt
sind. Um einen geschlossenen Gehäuseinnenraum zu schaffen, kann das Gehäusemittelteil
und/oder der Gehäuserahmen auf seiner Ober- und/oder Unterseite mit einem Deckel verschlossen
sein. Um eine akustische Anregung des zumindest einen Deckels vermeiden zu können,
ist es vorteilhaft, wenn dieser aus einem im Vergleich zum Gehäusemittelteil und/oder
Gehäuserahmen steiferen Material, insbesondere einem Metall, einer Keramik und/oder
einem Verbundwerkstoff, hergestellt ist.
[0029] Gemäß dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist die MEMS-Lautsprecheranordnung
13 insgesamt drei MEMS-Lautsprecher 3 auf, wobei ebenso auch Varianten mit nur zwei
oder aber auch mehr als drei MEMS-Lautsprechern 3 denkbar sind. Wie aus Figur 1 ersichtlich
ist, sind diese MEMS-Lautsprecher 3 als separate Bauteile ausgebildet. So umfasst
jeder dieser MEMS-Lautsprecher 3 einen, insbesondere aus Silizium gefertigten, Trägerrahmen
4. Dieser nimmt eine Membran 5 derart auf, dass diese durch eine elektrische Ansteuerung
entlang einer Membranauslenkungsachse 6 ausgelenkt werden kann. Die MEMS-Lautsprecher
3 arbeiten alle im selben Frequenzbereich. Sie können jedoch entgegen der vorliegenden
exemplarischer Darstellung unterschiedlich große Membranflächen aufweisen. Des Weiteren
können die MEMS-Lautsprecher 3 zueinander auch unterschiedlich stark auslenkbare Membrane
5 aufweisen.
[0030] Auch ist es denkbar, dass zumindest zwei MEMS-Lautsprecher 3 nicht als, wie in Figur
1 dargestellt, separate Bauteile, sondern als ein einziges Bauteil ausgebildet sind.
In diesem Fall würden die MEMS-Lautsprecher eine gemeinsame Membran aufweisen, wobei
jedem dieser MEMS-Lautsprecher ein separat ansteuerbarer und/oder voneinander schwingungsentkoppelter
Membranbereich zugeordnet wäre.
[0031] Die MEMS-Lautsprecher 3 sind gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nebeneinander
angeordnet. Ihre Membranen 5 sind somit in dieselbe Richtung auslenkbar. Des Weiteren
weisen die MEMS-Lautsprecher 3 zueinander äquidistante Abstände auf. Ihre jeweiligen
Membranauslenkungsachsen 6, von denen zur Wahrung der Übersichtlichkeit jeweils nur
eine dargestellt ist, sind zueinander parallel ausgerichtet. Des Weiteren sind die
MEMS-Lautsprecher 3 derart im Inneren des Gehäuses 2 angeordnet, dass deren jeweilige
Membranauslenkungsachse 6 lotrecht zur Längsachse 7 des Gehäuses 2 ausgerichtet ist.
[0032] Die MEMS-Lautsprecher 3 weisen einen gemeinsamen Schallleitkanal 8 auf. Dieser erstreckt
sich gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel parallel zur Längsachse 7 des Gehäuses
2. Der Schallleitkanal 8 ist geradlinig ausgebildet und/oder parallel zur Längsachse
7 ausgerichtet. Des Weiteren ist der Schallleitkanal 8 vorzugsweise im Wesentlichen
quaderförmig ausgebildet. Er weist demnach ebene sich in Längsrichtung erstreckende
Seitenwände auf. Des Weiteren weist der Schallleitkanal 8 über seine gesamte Länge
eine konstante Höhe und/oder Breite auf.
[0033] Die MEMS-Lautsprecher 3 sind längs des Schallleitkanals 8 hintereinander angeordnet.
Die Membranauslenkungsachsen 6 der MEMS-Lautsprecher 3 erstrecken sich demnach quer
zum gemeinsamen Schallleitkanal 8.
[0034] Wie aus dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ersichtlich ist, weisen
die MEMS-Lautsprecher 3 eine gemeinsame Kavität 9 auf. Die Kavität 9 ist auf der dem
Schallleitkanal 8 abgewandten Seite der MEMS-Lautsprecher 3 angeordnet. Sie ist zumindest
teilweise durch einen Gehäusehohlraum ausgebildet. Die gemeinsame Kavität 9, insbesondere
der Gehäusehohlraum, ist vorzugsweise als Quader ausgebildet und/oder erstreckt sich
in Längsrichtung des Gehäuses 2 über alle MEMS-Lautsprecher 3 hinweg. Die Kavität
9 ist parallel zum Schallleitkanal 8 ausgerichtet.
[0035] Das Gehäuse 2 weist eine Schallaustrittsöffnung 10 auf. Sie ist am Ende des gemeinsamen
Schallleitkanals 8 angeordnet, so dass alle MEMS-Lautsprecher 3 eine einzige Schallaustrittsöffnung
10 teilen. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die gemeinsame Schallaustrittsöffnung
10 an einer Stirnseite 11 des im Wesentlichen quaderförmigen Gehäuses angeordnet.
[0036] Gemäß der vorangegangenen Beschreibung sind die MEMS-Lautsprecher 3 somit derart
über die Länge des gemeinsamen Schallleitkanals 8 verteilt angeordnet, dass diese
zur gemeinsamen Schallaustrittsöffnung 10 unterschiedlich lange Schallleitkanalabschnitte
aufweisen. So ist die Länge des Abschnitts des Schallleitkanals 8 zwischen dem abbildungsgemäßen
linken MEMS-Lautsprecher 3 und der Schallaustrittsöffnung 10 größer als der Abschnitt
des Schallleitkanals 8 zwischen dem mittleren und/oder rechten MEMS-Lautsprecher 3
und der gemeinsamen Schallaustrittsöffnung 10. Die vom linken MEMS-Lautsprecher 3
erzeugten Schallwellen müssen demnach im Vergleich zu den anderen MEMS-Lautsprechern
3 eine längere Strecke im Schallleitkanal 8 zurücklegen, um zur gemeinsamen Schallaustrittsöffnung
10 zu gelangen.
[0037] Die MEMS-Lautsprecher 3 sind über eine hier nicht dargestellte Steuereinheit derart
ansteuerbar, dass eine vom ersten, insbesondere am weitesten von der Schallaustrittsöffnung
10 entfernten, MEMS-Lautsprecher 3 erzeugte Schallwelle durch die ihm nachgelagerten
MEMS-Lautsprecher 3 verstärkt wird. Infolgedessen weist die MEMS-Lautsprecheranordnung
1 zumindest einen als Schallerzeuger 12 und Schallverstärker 13, 14 ausgebildeten
MEMS-Lautsprecher 3 auf. Gemäß dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
der den längsten Schallleitkanalabschnitt aufweisende MEMS-Lautsprecher 3 - d.h. abbildungsgemäßen
der linke MEMS-Lautsprecher 3 - als Schallerzeuger 12 ausgebildet. Die diesen Schallerzeuger
12 nachgeschalteten MEMS-Lautsprecher 3 sind folglich als Schallverstärker 13, 14
ausgebildet. Im Folgenden wird der dem Schallerzeuger 12 benachbarte MEMS-Lautsprecher
3 als erster Schallverstärker 13 und der dem ersten Schallverstärker 13 nachgeschaltete
MEMS-Lautsprecher 3 als zweiter Schallverstärker 14 bezeichnet.
[0038] Die Funktionsweise der MEMS-Lautsprecheranordnung 1 zur Erhöhung der Maximallautstärke
ist in den Figuren 2a, 2b und 2c veranschaulicht. Demnach wird gemäß Figur 2a zu einem
ersten Zeitpunkt der Schallerzeuger 12 angesteuert, wodurch eine im Folgenden als
Anfangswelle 15 bezeichnete Schallwelle erzeugt wird. Zur Erzeugung der Anfangswelle
15 bewegt sich demnach die Membran 5 des Schallerzeugers 12 in den Schallleitkanal
8 hinein, wodurch ein bestimmtes Luftvolumen in Richtung der Schallaustrittsöffnung
10 verdrängt wird. Es versteht sich von selbst, dass die in den Figuren 2a bis 2c
schematisch dargestellten Schallwellen weder von ihrem Maßstab noch von ihrer Kontur
einer in der Realität erzeugten Schallwelle entsprechen.
[0039] Der hier nicht dargestellten Steuereinheit sind mehrere Parameter bezüglich der räumlichen
und/oder körperlichen Ausgestaltung des gemeinsamen Schallleitkanals 8 und/oder der
MEMS-Lautsprecher 3 bekannt. Die Steuereinheit ist somit in der Lage, insbesondere
in Abhängigkeit des ersten Zeitpunkts und/oder der Schallkanallänge zwischen Schallerzeuger
12 und erstem Schallverstärker 13, einen zweiten Zeitpunkt zum Ansteuern des dem Schallerzeuger
12 nachgeschalteten ersten Schallverstärkers 13 zu bestimmen.
[0040] Dieser zweite Zeitpunkt ist gemäß Figur 2b von der Steuereinheit derart gewählt,
dass sich eine vom ersten Schallverstärker 13 erzeugte erste Überlagerungswelle 16
der Anfangswelle 15 überlagert. Die Steuereinheit ist somit in der Lage den ersten
Schallverstärker 13 derart anzusteuern, dass eine konstruktive Interferenz erzeugt
wird. Infolgedessen wird die Amplitude der Anfangswelle 15 durch die erste Überlagerungswelle
16 erhöht. Hierdurch wird eine erste resultierende Welle 17 erzeugt, die im Vergleich
zur Anfangswelle 15 eine höhere Amplitude aufweist. Die Amplitude der ersten resultierenden
Welle 17 entspricht hierbei der Summe aus Anfangswelle 15 und erster Überlagerungswelle
16.
[0041] In Figur 2b ist zu erkennen, dass zumindest während der Auslenkungsphase des ersten
Schallverstärkers 13 auch noch der Schallerzeuger 12 ausgelenkt ist. Hierdurch kann
vermieden werden, dass die Luft beim Auslenken des Schallverstärkers 13 wieder in
Richtung des Schallerzeugers 12 gedrückt wird. Stattdessen bildet die Membran 5 des
noch angesteuerten Schallerzeugers 12 eine Raumblockade, wodurch sichergestellt ist,
dass beim Auslenken des ersten Schallverstärkers 13 möglichst viel Luft in Richtung
der gemeinsamen Schallaustrittsöffnung 10 gedrückt wird.
[0042] Gemäß Figur 2c kann diese erste resultierende Welle 17 ein weiteres Mal durch den
dem ersten Schallverstärker 13 nachgelagerten zweiten Schallverstärker 14 verstärkt
werden. Hierfür bestimmt die Steuereinheit in vergleichbarer Art und Weise einen dritten
Zeitpunkt, zu dem der zweite Schallverstärker 14 angesteuert werden soll. Zur Bestimmung
dieses dritten Zeitpunkts ist der Steuereinheit zumindest die Länge des Schallleitkanals
8 zwischen den beiden Schallverstärker 13, 14 bekannt. Zur zusätzlichen Verstärkung
der ersten resultierenden Welle 17 wird dieser gemäß Figur 2c eine zweite Überlagerungswelle
18 überlagert, wodurch eine zweite resultierende Welle 19 erzeugt wird.
[0043] Analog zur vorangegangenen Beschreibung bleibt auch bei dieser zweiten Verstärkung
während der Auslenkung des zweiten Schallverstärkers 14 der erste Schallverstärker
13 angesteuert, so dass dessen Membran als Blockade wirkt. Somit kann die Luft nicht
zurück in den Schallleitkanal 8 strömen, sondern wird in Richtung der Schallaustrittsöffnung
10 gedrückt.
[0044] Zugleich wird, wie in Figur 2c ersichtlich ist, der Schallerzeuger 12 wieder in seine
Ausgangslage bewegt, wobei dies aufgrund der gemeinsamen Kavität 9 und den ausgelenkten
Schallverstärkern 13, 14, mit reduzierter Kraft erfolgen kann.
[0045] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- MEMS-Lautsprecheranordnung
- 2
- Gehäuse
- 3
- MEMS-Lautsprecher
- 4
- Trägerrahmen
- 5
- Membran
- 6
- Membranauslenkungsachse
- 7
- Längsachse
- 8
- Schallleitkanal
- 9
- Kavität
- 10
- Schallaustrittsöffnung
- 11
- Stirnseite
- 12
- Schallerzeuger
- 13
- erster Schallverstärker
- 14
- zweiter Schallverstärker
- 15
- Anfangswelle
- 16
- erste Überlagerungswelle
- 17
- erste resultierende Welle
- 18
- zweite Überlagerungswelle
- 19
- zweite resultierende Welle
1. MEMS-Lautsprecheranordnung (1) zum Erzeugen von Schallwellen im hörbaren Wellenlängenspektrum
mit einem Gehäuse (2), das einen Schallleitkanal (8) und eine am Ende des Schallleitkanals
(8) angeordnete Schallaustrittsöffnung (10) aufweist,
mit zumindest zwei MEMS-Lautsprechern (3),
die derart im Inneren des Gehäuses (2) angeordnet sind, dass die von den MEMS-Lautsprechern
(3) erzeugten Schallwellen über den gemeinsamen Schallleitkanal (8) zu der gemeinsamen
Schallaustrittsöffnung (10) führbar sind, und
mit einer Steuereinheit zum Ansteuern der MEMS-Lautsprecher (3),
dadurch gekennzeichnet,
dass einer der beiden MEMS-Lautsprecher (3) dem anderen in Richtung der Schallaustrittsöffnung
(10) nachgelagert ist und
dass die Steuereinheit derart ausgebildet ist, dass mittels dieser zur Erhöhung der Maximallautstärke
der MEMS-Lautsprecheranordnung (1) die beiden MEMS-Lautsprecher (3) derart ansteuerbar
sind, dass der erste der beiden MEMS-Lautsprecher (3) als Schallerzeuger (12) zum
Erzeugen einer Anfangswelle (15) und der diesem nachgelagerte zweite MEMS-Lautsprecher
(3) als Schallverstärker (13) zum Verstärken dieser Anfangswelle (15) ausgebildet
ist,
wobei der Schallerzeuger (12) mittels der Steuereinheit zu einem ersten Zeitpunkt
derart ansteuerbar ist, dass in den Schallleitkanal (8) diese Anfangswelle (15) einbringbar
ist,
mittels der Steuereinheit ein zweiter Zeitpunkt zum Ansteuern des nachgelagerten Schallverstärkers
(13) bestimmbar ist und
der Schallverstärker (13) zu diesem zweiten Zeitpunkt derart ansteuerbar ist, dass
mittels diesem eine Überlagerungswelle (16) erzeugbar ist, so dass aus der Anfangswelle
(15) und der Überlagerungswelle (16) eine resultierende Welle (17) mit im Vergleich
zur Anfangswelle (15) höherer Amplitude erzeugbar ist.
2. MEMS-Lautsprecheranordnung nach dem vorherigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Membranauslenkungsachse (6) zumindest eines MEMS-Lautsprechers (3) quer
zum Schallleitkanal (8) erstreckt.
3. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Schallleitkanals (8) vom Schallerzeuger (12) bis zur gemeinsamen Schallaustrittsöffnung
(10) größer ist als vom Schallverstärker (13) bis zur Schallaustrittsöffnung (10).
4. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schallleitkanal (8) in Längsrichtung der MEMS-Lautsprecheranordnung (1)
erstreckt und/oder
zumindest im Bereich der MEMS-Lautsprecher (3) geradlinig, insbesondere mit ebenen
und/oder zueinander parallelen Seitenwänden, ausgebildet ist.
5. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Schallaustrittsöffnung (10) an einem Ende, insbesondere an einer Stirnseite
(11), des Gehäuses (2) angeordnet ist.
6. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallerzeuger (12) und der Schallverstärker (13) nebeneinander angeordnet sind,
so dass sich ihre jeweiligen Membranauslenkungsachsen (6) zueinander parallel und/oder
lotrecht zur Längsachse (7) des Gehäuses (2) erstrecken.
7. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallerzeuger (12) und der zumindest eine Schallverstärker (13) auf ihrer dem
Schallleitkanal (8) abgewandten Seite eine gemeinsame Kavität (9) aufweisen, die vorzugsweise
zumindest teilweise durch einen Gehäusehohlraum ausgebildet ist und/oder sich über
die gemeinsame Breite der MEMS-Lautsprecher (3) erstreckt.
8. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallerzeuger (12) und der zumindest eine Schallverstärker (13) im selben Frequenzbereich
arbeiten und/oder zueinander eine unterschiedliche Membrangröße und/oder maximale
Membranauslenkbarkeit aufweisen.
9. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallerzeuger (12) und der Schallverstärker (13) als separate Bauteile mit jeweils
eigener Membran (5) ausgebildet sind oder
als ein einziges Bauteil mit einer gemeinsamen Membran ausgebildet sind, wobei vorzugsweise
jedem ein separat ansteuerbarer und/oder voneinander schwingungsentkoppelter Membranbereich
zugeordnet ist.
10. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinheit in Abhängigkeit des ersten Zeitpunktes und/oder der Schallleitkanallänge
zwischen Schallerzeuger (12) und Schallverstärker (13) der zweite Zeitpunkt zum Ansteuern
des nachgelagerten Schallverstärkers (13) bestimmbar ist.
11. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die MEMS-Lautsprecheranordnung (1) einen dritten MEMS-Lautsprecher (3) aufweist,
der als zweiter Schallverstärker (14) ausgebildet ist und/oder dem ersten Schallverstärker
(13) in Richtung der Schallaustrittsöffnung (10) nachgelagert ist.
12. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinheit zu einem dritten Zeitpunkt der Schallerzeuger (12) und/oder
der zweite Schallverstärker (14) derart ansteuerbar sind, dass die Membran (3) des
Schallerzeugers (12) wieder in die Ruhelage zurückbewegbar ist und/oder
dass die Membran (3) des zweiten Schallverstärkers (14) zum Erzeugen einer zweiten
Überlagerungswelle (18) in den Schallleitkanal (8) hineinbewegbar ist, so dass aus
der ersten resultierenden Welle (17) und der zweiten Überlagerungswelle (18) eine
zweite resultierende Welle (19) mit im Vergleich zur ersten resultierenden Welle (17)
höherer Amplitude erzeugbar ist.
13. MEMS-Lautsprecheranordnung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfangswelle (15), zumindest eine Überlagerungswelle (16, 18) und zumindest eine
resultierende Welle (17, 19) die gleiche Frequenz aufweisen.
14. Verfahren zum Betreiben einer MEMS-Lautsprecheranordnung (1) nach einem oder mehreren
der vorherigen Ansprüche.
1. MEMS loudspeaker arrangement (1) for generating sound waves in the audible wavelength
spectrum,
with a housing (2) that features a sound-conducting channel (8) and a sound outlet
(10) arranged at the end of the sound-conducting channel (8),
with at least two MEMS loudspeakers (3),
that are arranged in the interior of the housing (2) in such a manner that the sound
waves generated by the MEMS loudspeakers (3) can be conducted through the common sound-conducting
channel (8) to the common sound outlet (10), and
with a control unit for controlling the MEMS loudspeakers (3),
characterized in that
one of the two MEMS loudspeakers (3) is downstream of the other in the direction of
the sound outlet (10) and
that the control unit is formed in such a manner that, to increase the maximum loudness
of the MEMS loudspeaker arrangement (1), the two MEMS loudspeakers (3) can be controlled
by means of the control unit in such a manner that the first of the two MEMS loudspeakers
(3) is formed as a sound generator (12) for generating an initial wave (15) and the
second MEMS loudspeaker (3) downstream of this is formed as a sound amplifier (13)
for amplifying this initial wave (15),
wherein by means of the control unit, the sound generator (12) can be controlled at
a first point in time in such a manner that the initial wave (15) can be moved into
the sound-conducting channel (8),
by means of the control unit, a second point in time for controlling the downstream
sound amplifier (13) can be determined and
by means of the control unit, the sound amplifier (13) at such second point in time
can be controlled in such a manner that a superimposed wave (16) can be generated,
such that from the initial wave (15) and the superimposed wave (16), a resulting wave
(17) can be generated with an amplitude that is higher compared to the initial wave
(15).
2. MEMS loudspeaker arrangement according to the preceding claim, characterized in that a membrane deflection axis (6) of at least one MEMS loudspeaker (3) extends transversely
to the sound-conducting channel (8).
3. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the length of the sound-conducting channel (8) from the sound generator (12) to the
common sound outlet (10) is greater than the length from the sound amplifier (13)
to the sound outlet (10).
4. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the sound-conducting channel (8) extends in the longitudinal direction of the MEMS
loudspeaker arrangement (1) and/or
is formed at least in the area of the MEMS loudspeakers (3) in a straight line, in
particular with side walls that are even and/or parallel to each other.
5. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the common sound outlet (10) is formed at one end, in particular at a front side
(11), of the housing (2).
6. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the sound generator (12) and the sound amplifier (13) are arranged next to each other,
such that their membrane deflection axes (6) extend parallel to each other and/or
perpendicular to a longitudinal axis (7) of the housing (2).
7. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the sound generator (12) and the at least one sound amplifier (13) have a common
cavity (9), on its side turned away from the sound-conducting channel (8), which is
preferably formed at least partially by a housing cavity and/or extends across the
common width of all MEMS loudspeakers (3).
8. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the sound generator (12) and the at least one sound amplifier (13) operate in the
same frequency range and/or have membrane sizes and/or maximum membrane deflections
that are different from each other.
9. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the sound generator (12) and the sound amplifier (13) are formed as separate components
with their own membranes (5) or
are formed as a single component with a common membrane, whereas, preferably, each
is assigned with a membrane area that is separately controllable and/or vibration-isolated.
10. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that, by means of the control unit, as a function of the first point in time and/or of
the sound-conducting channel length between the sound generator (12) and the sound
amplifier (13), a second point in time for controlling the downstream sound amplifier
(13) can be determined.
11. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that the MEMS loudspeaker arrangement (1) features a third MEMS loudspeaker (3), which
is formed as a second sound amplifier (14) and/or is downstream of the first sound
amplifier (13) in the direction of the sound outlet (10).
12. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that, by means of the control unit, at a third point in time, the sound generator (12)
and/or the second sound amplifier (14) can be controlled in such a manner that the
membrane (3) of the sound generator (12) can be moved back into its resting position,
and/or
that the membrane (3) of the second sound amplifier (14) can be moved into the sound-conducting
channel (8) in order to generate a second superimposed wave (18), such that, from
the first resulting wave (17) and the second superimposed wave (18), a second resulting
wave (19) can be generated with an amplitude that is higher compared to the first
resulting wave (17).
13. MEMS loudspeaker arrangement according to one or more of the preceding claims, characterized in that, the initial wave (15), at least one superimposed wave (16, 18) and at least one
resulting wave (17, 19) have the same frequency.
14. Method for operating a MEMS loudspeaker arrangement (1) according to one or more of
the preceding claims.
1. Arrangement de haut-parleurs MEMS (1) destiné à générer des ondes acoustiques dans
le spectre des longueurs d'onde audible comprenant une caisse (2), qui possède un
canal de conduction acoustique (8) et une ouverture de sortie acoustique (10) disposée
à l'extrémité du canal de conduction acoustique (8),
comprenant au moins deux haut-parleurs MEMS (3),
qui sont disposés à l'intérieur de la caisse (2) de telle sorte que les ondes acoustiques
générées par les haut-parleurs MEMS (3) peuvent être guidées sur le canal de conduction
acoustique (8) commun vers l'ouverture de sortie acoustique (10) commune, et
comprenant une unité de commande destinée à exciter les haut-parleurs MEMS (3),
caractérisé en ce.
que l'un des deux haut-parleurs MEMS (3) est disposé en aval de l'autre en direction
de l'ouverture de sortie acoustique (10) et en ce que l'unité de commande est configurée
de telle sorte qu'elle permet d'exciter les deux haut-parleurs MEMS (3) en vue d'augmenter
le volume sonore maximal de l'arrangement de haut-parleurs MEMS (1) de manière à ce
que le premier des deux haut-parleurs MEMS (3) soit configuré en tant que générateur
de son (12) en vue de générer une onde initiale (15) et le deuxième haut-parleur MEMS
(3) disposé en aval de celui-ci en tant qu'amplificateur acoustique (13) servant à
amplifier cette onde initiale (15),
le générateur de son (12) pouvant être excité au moyen de l'unité de commande à un
premier instant de telle sorte que cette onde initiale (15) peut être introduite dans
le canal de conduction acoustique (8), un deuxième instant pour l'excitation de l'amplificateur
acoustique (13) disposé en aval peut être déterminé au moyen de l'unité de commande
et l'amplificateur acoustique (13) peut être excité à cet instant de telle sorte qu'une
onde superposée (16) peut être générée par celui-ci, ce qui permet de générer, à partir
de l'onde initiale (15) et de l'onde superposée (16), une onde résultante (17) ayant
une amplitude supérieure en comparaison de l'onde initiale (15).
2. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'axe de déviation de membrane (6) d'au moins un haut-parleur MEMS (3) s'étend transversalement
par rapport au canal de conduction acoustique (8).
3. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la longueur du canal de conduction acoustique (8) depuis le générateur de son (12)
jusqu'à l'ouverture de sortie acoustique (10) commune est supérieure à celle depuis
l'amplificateur acoustique (13) jusqu'à l'ouverture de sortie acoustique (10).
4. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le canal de conduction acoustique (8) s'étend dans la direction longitudinale de
l'arrangement de haut-parleurs MEMS (1) et/ou est configurée rectiligne au moins dans
la zone des haut-parleurs MEMS (3), notamment avec des parois latérales planes et/ou
parallèles les unes aux autres.
5. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'ouverture de sortie acoustique (10) commune est disposée à une extrémité, notamment
à un côté frontal (11) de la caisse (2).
6. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le générateur de son (12) et l'amplificateur acoustique (13) sont disposés l'un à
côté de l'autre, de sorte que leurs axes de déviation de membrane (6) respectifs s'étendent
parallèlement l'un à l'autre et/ou perpendiculairement à l'axe longitudinal (7) de
la caisse (2).
7. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le générateur de son (12) et l'au moins un amplificateur acoustique (13) possèdent
une cavité (9) commune sur leur côté à l'opposé du canal de conduction acoustique
(8), laquelle est de préférence au moins partiellement formée par un espace creux
de la caisse et/ou s'étend sur la largeur commune des haut-parleurs MEMS (3).
8. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le générateur de son (12) et l'au moins un amplificateur acoustique (13) fonctionnent
dans la même plage de fréquences et/ou possèdent des tailles de membrane et/ou des
déviabilités de membrane maximales différentes.
9. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le générateur de son (12) et l'amplificateur acoustique (13) sont réalisés sous la
forme d'éléments structuraux différents ayant chacun une membrane (5) propre ou
sont réalisés sous la forme d'un élément structural unique avec une membrane commune,
une zone de membrane excitable séparément et/ou découplée en vibrations étant de préférence
associée à chacun.
10. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le deuxième instant pour exciter l'amplificateur acoustique (13) disposé en aval
peut être déterminé au moyen de l'unité de commande en fonction du premier instant
et/ou de la longueur du canal de conduction acoustique entre le générateur de son
(12) et l'amplificateur acoustique (13).
11. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'arrangement de haut-parleurs MEMS (1) possède un troisième haut-parleur MEMS (3),
lequel est réalisé sous la forme d'un deuxième amplificateur acoustique (14) et/ou
est disposé en aval du premier amplificateur acoustique (13) en direction de l'ouverture
de sortie acoustique (10).
12. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le générateur de son (12) et/ou le deuxième amplificateur acoustique (14) peuvent
être excités à un troisième instant au moyen de l'unité de commande de telle sorte
que la membrane (3) du générateur de son (12) peut être ramenée en position de repos
et/ou
en ce que la membrane (3) du deuxième amplificateur acoustique (14) peut être déplacée à l'intérieur
du canal de conduction acoustique (8) en vue de générer une deuxième onde superposée
(18), de sorte qu'une deuxième onde résultante (19) ayant une amplitude supérieure
à celle de la première onde résultante (17) peut être générée à partir de la première
onde résultante (17) et de la deuxième onde superposés (18).
13. Arrangement de haut-parleurs MEMS selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'onde initiale (15), au moins une onde superposée (16, 18) et au moins une onde
résultante (17, 19) possèdent la même fréquence.
14. Procédé pour faire fonctionner un arrangement de haut-parleurs MEMS (1) selon l'une
ou plusieurs des revendications précédentes.


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