[0001] Die Erfindung betrifft einen Teilkettbaum mit einem Kern, zwei Seitenscheiben an
beiden Enden des Kernes und einer Kluppe.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Gatter einer Assembliervorrichtung mit mindestens
einer Kettbaumlagerung zur Aufnahme eines derartigen Teilkettbaums und einem Gatterausgang.
[0003] In einer Assembliervorrichtung werden Fadenscharen, die von mindestens zwei, in der
Regel aber mehr Teilkettbäumen abgezogen werden, zu einem Kettbaum vereinigt. Im Zuge
dieser Vereinigung ist es auch möglich, die Fadenscharen noch zu bearbeiten, beispielsweise
mit einem Schlichteauftrag zu versehen.
[0004] Um die Fadenscharen vereinigen zu können, müssen die Teilkettbäume in einem Gatter
angeordnet werden, das vor dem Einlauf der Assembliervorrichtung angeordnet ist. Zur
Vorbereitung des Assemblierprozesses muss dann von jedem Teilkettbaum die Fadenschar
abgezogen und zum Einlauf der Assembliervorrichtung gezogen werden. Üblicherweise
erfolgt dies dadurch, dass eine Bedienungsperson aus den Fäden, die auf einem Teilkettbaum
angeordnet sind, zwei Bündel bildet, so dass alle Fäden des entsprechenden Teilkettbaums
mit zwei Händen erfasst werden können. Diese Fadenbündel werden dann von der Bedienungsperson
bis zum Einlauf der Assembliervorrichtung gezogen. Dabei lässt es sich praktisch nicht
vermeiden, dass die Fäden mit einer seitlichen Zugkomponente beaufschlagt werden,
also einer Zugkraftkomponente, die quer zu ihrer Längserstreckung verläuft. Das bedeutet,
dass man eine gewisse Länge der Fäden eines jeden Teilkettbaums nicht verwerten kann.
[0005] Darüber hinaus ist diese Vorbereitung relativ kraft- und zeitaufwändig. Auch wenn
der Teilkettbaum nicht gebremst ist, benötigt ein Mensch eine erhebliche Zugkraft,
um die Fäden von dem Teilkettbaum abzuziehen und bis zum Einlauf der Assembliervorrichtung
zu verbringen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorbereitung von Fadenscharen zum Assemblieren
zu erleichtern.
[0007] Diese Aufgabe wird mit Hilfe eines Teilkettbaums der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass der Teilkettbaum eine Kluppe aufweist und eine Befestigungseinrichtung
vorgesehen ist, mit der die Kluppe zwischen den beiden Scheiben festlegbar ist.
[0008] Eine Kluppe ist ein Hilfsmittel, mit dem die Fadenschar des Teilkettbaumes über ihre
gesamte Breite erfasst und festgelegt werden kann. Mit der Kluppe steht also ein Hilfsmittel
zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Fadenschar ohne Bildung von Bündeln abgezogen
werden kann, so dass sich keine Querkräfte auf die Fäden ergeben. Die Fadenschar kann
an der Kluppe beispielsweise durch Festklemmen festgelegt sein. Andere Möglichkeiten
sind denkbar. Die Kluppe ist zwischen den Seitenscheiben mit Hilfe der Befestigungseinrichtung
festlegbar. Dies hat den Vorteil, dass die Kluppe bereits am Ende der Erzeugung des
Teilkettbaums mit der Fadenschar verbunden werden kann und dann sozusagen im Teilkettbaum
verbleiben kann, ohne dass sie bei der weiteren Handhabung des Teilkettbaumes stört.
Dies gilt auch dann, wenn der Teilkettbaum auf den Seitenscheiben abgerollt wird,
was häufig der Fall ist. Die Kluppe befindet sich innerhalb des Umfangs der Seitenscheiben,
steht also nicht nach außen vor. Wenn der Teilkettbaum dann in das Gatter eingelegt
worden ist, muss lediglich die Befestigungseinrichtung gelöst werden und die Fadenschar
kann in ihrer vollen Breite abgezogen werden.
[0009] Vorzugsweise ist die Befestigungseinrichtung als Teil der Kluppe ausgebildet. Damit
kann der Teilkettbaum mit seinen Seitenscheiben und dem Kern einen herkömmlichen Aufbau
haben, der relativ einfach ist. Die Kluppe kann, wenn sie nicht mehr benötigt wird,
mitsamt der Befestigungseinrichtung vom Teilkettbaum entfernt werden. Die Befestigungseinrichtung
stört dann auch nicht beim Abziehen der Fäden vom Teilkettbaum.
[0010] Vorzugsweise weist die Befestigungseinrichtung eine Längenveränderungseinrichtung
der Kluppe auf. Wenn die Kluppe im Teilkettbaum befestigt werden soll, dann wird ihre
Länge einfach so ausgedehnt, dass sie zwischen den Seitenscheiben festgeklemmt werden
kann.
[0011] Bevorzugterweise ist die Befestigungseinrichtung als Klemmkrafterzeugungseinrichtung
ausgebildet, die eine Klemmkraft zwischen der Kluppe und den Seitenscheiben erzeugt.
Die Kluppe wird dann mit Hilfe der Klemmkraft zwischen den Seitenscheiben gehalten,
also durch Reibung. Damit wird die Handhabung einfach gestaltet.
[0012] Hierbei ist bevorzugt, dass die Klemmkrafterzeugung eine Federanordnung aufweist.
Die Federanordnung kann beispielsweise in Längsrichtung der Kluppe, also in Breitenrichtung
der Fadenschar des Teilkettbaums, vorgespannt sein. Wenn die Kluppe in dem Teilkettbaum
befestigt werden soll, wird sie in ihrer Längsrichtung etwas zusammengedrückt, zwischen
die Seitenscheiben verbracht und dann entspannt. Damit ist die Kluppe mit ausreichender
Sicherheit im Teilkettbaum festgelegt.
[0013] Bevorzugterweise ist die Kluppe an ihren beiden Enden mit jeweils einem Endstück
aus einem gummielastischen Material versehen. Ein derartiges Endstück vergrößert die
Reibung zwischen der Kluppe und den Seitenscheiben, ohne dass ein größerer Aufwand
erforderlich wäre.
[0014] Die Aufgabe wird mit einem Gatter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
zwischen der Kettbaumlagerung und dem Gatterausgang eine Transportvorrichtung angeordnet
ist, die mindestens eine Kluppenaufnahme aufweist.
[0015] Mit der Transportvorrichtung wird dann auch der Transport des Anfangs der Fadenschar
vom Teilkettbaum zum Einlauf der Assembliervorrichtung erleichtert. Hierzu muss die
Kluppe lediglich in die Kluppenaufnahme der Transportvorrichtung eingesetzt oder eingelegt
werden und die Transportvorrichtung muss betätigt werden. Die Transportvorrichtung
fördert dann die Kluppe mit der darin befestigten Fadenschar von dem Teilkettbaum
zum Einlass der Assembliervorrichtung.
[0016] Hierbei ist bevorzugt, dass die Kluppenaufnahme zwei gegenüberliegende und sich aufeinander
zu öffnende Taschenelemente aufweist. Die Kluppe wird dadurch an ihren beiden Enden
in Längsrichtung und damit an den beiden Längskanten der Fadenschar gehalten. Die
Transportvorrichtung übt dann einen Zug auf die Kluppe auf, bei der die Kluppe in
der gewünschten Ausrichtung eine Fadenschar gehalten werden kann. Diese Ausrichtung
ist vorzugsweise senkrecht zum Verlauf der Fäden der Fadenschar. Damit werden alle
Fäden der Fadenschar gleichmäßig belastet und es entstehen keine störenden Spannungen
in den Fäden.
[0017] Vorzugsweise sind die Taschenelemente an Zugelementen, insbesondere an Ketten, angeordnet,
die jeweils einen Abschnitt aufweisen, der in eine Richtung von der Kettbaumlagerung
zum Gatterausgang bewegbar ist. Die Abschnitte der Zugelemente fördern also die Taschenelemente
von dem Teilkettbaum zum Gatterausgang und damit zum Einlass der Assembliervorrichtung.
[0018] Hierbei ist bevorzugt, dass die Zugelemente als umlaufende Zugelemente ausgebildet
sind. Damit reicht ein Antrieb für die Zugelemente aus, der in eine Richtung wirkt.
Bei Verwendung von Ketten als Zugelemente kann man die Ketten beispielsweise über
zwei Kettenräder führen, die durch eine gemeinsame Achse miteinander verbunden sind.
Diese Achse kann durch einen Motor, beispielsweise einen Elektromotor, angetrieben
werden.
[0019] Vorzugsweise sind in einer Richtung zwischen der Kettbaumlagerung und dem Gatterausgang
mehrere Taschenelemente hintereinander angeordnet und die Zugelemente sind zwischen
hintereinander angeordneten Taschenelementen durch Querriegel miteinander verbunden.
Mehrere Taschenelemente bieten sich insbesondere dann an, wenn das Gatter eine Mehrzahl
von Kettbaumlagerungen aufweist, so dass die Transportvorrichtung in der Lage ist,
mehr als eine Kluppe gleichzeitig zu erfassen und von der Kettbaumlagerung zum Gatterausgang
zu ziehen. Aber auch bei nur einer einzigen Kettbaumlagerung sind mehrere Taschenelemente
von Vorteil, weil man dann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Taschenelemente in
der Nähe der jeweiligen Kettbaumlagerung hat. Die Querriegel sorgen für eine seitliche
Stabilisierung der Transportelemente auf beiden Seiten der Kluppen.
[0020] Vorzugsweise ist die Transportvorrichtung in Schwerkraftrichtung unterhalb der Kettbaumlagerung
angeordnet. Dies hat mehrere Vorteile. Zum einen muss die Bedienungsperson die Kluppen
mit den daran befestigen Fadenscharen nicht anheben, um sie in die Transportvorrichtung
einzulegen. Zum anderen kann man die Fadenschar oder die Fadenscharen im Bereich eines
Fußbodens führen, wo sie gut einsehbar sind, so dass der Zugprozess und später der
Abwickelprozess gut überwacht werden kann.
[0021] Vorzugsweise weist die Transportvorrichtung im Bereich des Gatterausgangs einen vertikal
verlaufenden Abschnitt auf. Am Gatterausgang ist vielfach eine Kontrolle der Fadenscharen
notwendig. In vielen Fällen ist auch eine Handhabung der Fäden der Fadenscharen erwünscht.
Wenn die Transportvorrichtung vertikal verläuft, dann werden auch die Kluppen mit
den darin befestigten Fadenscharen vertikal gezogen, so dass die Fadenscharabschnitte
in dem vertikal verlaufenden Abschnitt der Transportvorrichtung ebenfalls vertikal
verlaufen.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- einen Teilkettbaum,
- Fig. 2
- eine Fadenschar mit einer daran befestigten Kluppe,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Endes einer Kluppe,
- Fig. 4
- den Teilkettbaum in einer Kettbaumlagerung,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Gatters mit mehreren Teilkettbäumen,
- Fig. 6
- eine Teilansicht einer Transportvorrichtung und
- Fig. 7
- mehrere Fadenscharen am Gatterausgang.
[0023] Fig. 1 zeigt einen Teilkettbaum 1 mit einem Kern 2 und zwei Seitenscheiben 3, 4 an
den beiden Enden des Kerns 2. Auf dem Kern 2 ist eine Fadenschar 5 aufgewickelt. Die
Fadenschar besteht aus einer Vielzahl von in Längsrichtung des Kerns 2 nebeneinander
angeordneter und parallel verlaufender Fäden.
[0024] Eine Kluppe 6 verläuft parallel zum Kern 2. Die Kluppe 6, die in Fig. 2 näher dargestellt
ist, hält die in Breitenrichtung des Teilkettbaums 1 nebeneinander liegenden Fäden
an einem Ende fest und wirkt auf alle Fäden gleichartig. Hierzu weist die Kluppe 6
einen Kluppenkern 7 und eine Klemme 8 auf. Die Fäden der Fadenschar 5 werden U-förmig
um den Kluppenkern 7 herumgeführt und dann mit der Klemme 8 am Kluppenkern 7 festgelegt.
Diese Befestigung reicht aus, um die Fäden der Fadenschar 5 zuverlässig an der Kluppe
6 festzuhalten.
[0025] Wie man in Fig. 1 erkennen kann, ist die Kluppe 6 zwischen den Seitenscheiben 3,
4 des Teilkettbaums festgelegt. Hierzu wird eine in Fig. 3 näher dargestellte Befestigungseinrichtung
9 verwendet, die Bestandteil der Kluppe 6, genauer gesagt Bestandteil des Kluppenkerns
7 ist. Mit der Befestigungseinrichtung lässt sich eine Längenveränderung der Kluppe
6, zumindest des Kluppenkerns 7, erzielen. Hierzu weist der Kluppenkern eine Feder
10 auf, die ein Schiebestück 11, das verschiebbar im Kluppenkern 7 aufgenommen ist,
parallel zur Längsrichtung der Kluppe 6 nach außen belastet. Das Schiebestück 11 trägt
an seinem Ende ein Endstück 12 aus einem gummielastischen Material. Das andere Ende
der Kluppe 6 kann ebenfalls mit einem derartigen Endstück versehen sein.
[0026] Wenn die Fadenschar 5 an der Kluppe 6 festgelegt worden ist, wie dies in Fig. 2 dargestellt
ist, dann wird das Schiebestück 11 gegen die Kraft der Feder 10 in den Kluppenkern
7 hineingedrückt, so dass die Kluppe zwischen die Seitenscheiben 4 verbracht werden
kann. Danach kann das Schiebestück 11 durch die Kraft der Feder 10 wieder etwas aus
dem Kluppenkern 7 herausgedrückt werden, so dass die Kluppe 6 dann sicher zwischen
den Seitenscheiben 3, 4 festgehalten ist. Die Endstücke 12 aus gummielastischem Material
sorgen für eine ausreichende Reibung zwischen der Kluppe 6 und den Seitenscheiben
3, 4, so dass die Kluppen 6 sicher im Teilkettbaum 1 gehalten ist.
[0027] Die Kluppe 6 befindet sich innerhalb des Durchmessers der Seitenscheiben 3, 4, so
dass der Teilkettbaum 1 auf den Seitenscheiben 3, 4 abgerollt werden kann, wenn dies
erforderlich ist. Die Kluppe 6 stört also die weitere Handhabung des Teilkettbaums
1 nicht.
[0028] Wenn der Teilkettbaum 1, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, in einer Kettbaumlagerung
13 angeordnet ist, dann wird das Schiebestück 11 gegen die Kraft der Feder 10 wieder
etwas in den Kluppenkern 7 hineingedrückt und die Kluppe 6 kann zwischen den Seitenscheiben
3, 4 gelöst werden und die Fadenschar 5 kann in voller Breite vom Teilkettbaum 1 abgezogen
werden. Seitliche Beanspruchungen der Fadenschar, also Kräfte, die quer zur Längserstreckung
der Fäden der Fadenschar 5 verlaufen, können damit vermieden werden. Eine Bedienungsperson
kann die Fadenschar 5 dann mit Hilfe der Kluppe weiter handhaben und an eine Transportvorrichtung
übergeben, die nachfolgend erläutert werden wird.
[0029] Fig. 5 zeigt schematisch ein Gatter 14, in dem viele Teilkettbäume angeordnet sind.
Das Gatter weist quer zu seiner Längsrichtung, also quer zu der Richtung, in der die
Fadenscharen abgezogen werden, zwei Reihen von Kettbaumlagerungen auf. Das Gatter
14 ist auch quer zu seiner Längsrichtung verschiebbar, so dass in einer Reihe von
Kettbaumlagerpositionen Teilkettbäume angeordnet sein können, die aktuell verarbeitet
werden, von denen also die Fadenscharen abgezogen werden, während in der anderen Reihe
von Kettbaumlagerpositionen Teilkettbäume angeordnet und vorbereitet werden können.
[0030] Wie man in Fig. 5 erkennen kann, werden die Fadenscharen 5 nach unten von den Teilkettbäumen
1 abgezogen und in Schwerkraftrichtung unterhalb der Teilkettbäume 1 zum Gatterausgang
gezogen. Hierbei verlaufen sie unter Brücken 15, die die Fadenscharen 5 abdecken.
[0031] In Schwerkraftrichtung unterhalb der Kettbaumlagerungen 13, also auch unterhalb der
Brücken 15, ist eine Transportvorrichtung 16 angeordnet, die anhand von Fig. 6 näher
erläutert werden soll.
[0032] Die Transportvorrichtung 16 weist an ihren beiden Längsrändern jeweils eine Kette
17 auf, die umlaufend ausgebildet sein kann. Jede Kette 17 ist über ein Kettenrad
18 geführt, das angetrieben sein kann. Die Ketten 17 sind durch Querriegel 19 miteinander
verbunden.
[0033] Zwischen jeweils zwei benachbarten Querriegeln ist jeweils eine Kluppenaufnahme angeordnet,
die hier als Taschenelement 20 ausgebildet ist. Jedes Taschenelement weist eine Aufnahmeöffnung
21 auf. Die Aufnahmeöffnungen 21 von gegenüberliegenden Taschenelementen weisen aufeinander
zu. Die Taschenelemente öffnen sich also aufeinander zu.
[0034] In jedes Paar der Taschenelemente 20 kann man nun eine Kluppe 6 einlegen. Hierzu
kann man wiederum das Schiebestück 11 in den Kluppenkern 7 eindrücken, so dass die
Kluppe oder jedenfalls der Kluppenkern eine Länge aufweist, die kleiner ist als der
Abstand zwischen den Taschenelementen 20 eines Paares von Taschenelementen. Wenn sich
dann die Feder wieder entspannen kann und sich der Kluppenkern 7 verlängert, ist die
Kluppe 6 sicher in der Transportvorrichtung 16 aufgenommen. Wenn das Kettenrad 18
angetrieben wird, dann können die Kluppen 6 mit den daran befestigten Fadenscharen
5 und den jeweiligen Teilkettbäumen 1 zum Gatterausgang 22 gezogen werden. Die Zugkraft
wird dabei durch einen Antrieb (nicht dargestellt) aufgebracht, der mit dem Kettenrad
18 verbunden ist. Menschliche Zugkraft ist nicht erforderlich. Unterhalb der Brücken
15 können Umlenkelemente angeordnet sein, um die Fadenscharen 5 entsprechend umlenken
zu können.
[0035] Anstelle der dargestellten Kette 17 kann man natürlich auch andere Zugelemente verwenden,
beispielsweise Riemen, Bänder oder dergleichen.
[0036] Am Gatterausgang 22, der in Fig. 7 dargestellt ist, weist die Transportvorrichtung
16, die hier nur schematisch durch Ständer dargestellt ist, einen vertikal verlaufenden
Abschnitt auf, also einen Abschnitt, der in Schwerkraftrichtung verläuft. Der Begriff
"vertikal" ist hier nicht im mathematisch strengen Sinn zu verstehen. Die Fadenscharen
5 werden hier jedoch durch die Kluppen 6 von unten nach oben bewegt, so dass die Fadenscharen
5 durch eine Bedienungsperson gut einsehbar und auch, falls erforderlich, gut handhabbar
sind.
[0037] Hinter dem Gatterausgang 22 ist eine Assembliervorrichtung angeordnet, in der die
Fadenscharen 5 von allen Teilkettbäumen 1 vereinigt werden. Mit dem Assemblieren kann
auch noch eine weitere Bearbeitung der Fadenscharen verbunden sein, beispielsweise
ein Auftrag einer Schlichte. Mit dem dargestellten Gatter kann ein Partiewechsel in
relativ kurzer Zeit durchgeführt werden, ohne dass größere körperliche Anstrengungen
erforderlich wären. Die mit Kluppe 6 vorbereiteten Teilkettbäume 1 müssen in die Kettbaumlagerungen
13 eingelegt werden. Die Kluppen mit den daran befestigten Fadenscharen 5 müssen lediglich
nach unten gezogen werden, bis sie die Transportvorrichtung 16 erreichen. Dort werden
sie in die Taschenelemente 20 eingelegt werden. Sobald alle Kluppen in die entsprechenden
Taschenelemente 20 eingelegt worden sind, kann die Transportvorrichtung 16 betätigt
werden und zieht dann alle Fadenscharen 5 ohne Notwendigkeit menschlicher Kraft zum
Gatterausgang 22 und dort nach oben, so dass die Fadenscharen 5 hier zur Verfügung
stehen.
[0038] Die Teilkettbäume können dabei bereits in die Reihe von Kettbaumlagerungen 13 eingelegt
werden, von denen gerade keine Fadenscharen abgezogen werden. Dort können sie auch
vorbereitet werden, indem die Kluppen 6 in die Transportvorrichtung 16 eingelegt werden.
Wenn ein Partiewechsel erforderlich ist, dann wird einfach das komplette Gatter seitlich
verschoben.
1. Teilkettbaum (1) mit einem Kern (2) und zwei Seitenscheiben (3, 4) an beiden Enden
des Kernes (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Teilkettbaum (1) eine Kluppe (6) aufweist und eine Befestigungseinrichtung (9)
vorgesehen ist, mit der die Kluppe (6) zwischen den Seitenscheiben (3, 4) festlegbar
ist.
2. Teilkettbaum nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (9) als Teil der Kluppe (6) ausgebildet ist.
3. Teilkettbaum nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (9) eine Längenveränderungseinrichtung (10, 11) der Kluppe
(6) aufweist.
4. Teilkettbaum nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (10, 11) als Klemmkrafterzeugungseinrichtung ausgebildet
ist, die eine Klemmkraft zwischen der Kluppe (6) und den Seitenscheiben (3, 4) erzeugt.
5. Teilkettbaum nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmkrafterzeugungseinrichtung eine Federanordnung (10) aufweist.
6. Teilkettbaum nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kluppe (6) an ihren beiden Enden mit jeweils einem Endstück (12) aus einem gummielastischen
Material versehen ist.
7. Gatter (14) einer Assembliervorrichtung mit mindestens einer Kettbaumlagerung (13)
zur Aufnahme eines Teilkettbaums(1) nach einem der Ansprüche der 1 bis 6 und einem
Gatterausgang (22), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kettbaumlagerung (13) und dem Gatterausgang (22) eine Transportvorrichtung
(16) angeordnet ist, die mindestens eine Kluppenaufnahme aufweist.
8. Gatter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kluppenaufnahme zwei gegenüberliegende und sich aufeinander zu öffnende Taschenelemente
(20) aufweist.
9. Gatter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenelemente (20) an Zugelementen (17), insbesondere an Ketten, angeordnet
sind, die jeweils einen Abschnitt aufweisen, der in eine Richtung von der Kettbaumlagerung
(13) zum Gatterausgang (22) bewegbar ist.
10. Gatter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugelemente als umlaufende Zugelemente (17) ausgebildet sind.
11. Gatter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Richtung zwischen der Kettbaumlagerung (13) und dem Gatterausgang (22) mehrere
Taschenelemente (20) hintereinander angeordnet sind und die Zugelemente (17) zwischen
hintereinander angeordneten Taschenelementen (20) durch Querriegel(19) miteinander
verbunden sind.
12. Gatter nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung (16) in Schwerkraftrichtung unterhalb der Kettbaumlagerung
(13) angeordnet ist.
13. Gatter nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung i(16) m Bereich des Gatterausgangs (22) einen vertikal verlaufenden
Abschnitt aufweist.