[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Türsystem für ein Fahrzeug des öffentlichen
Personenverkehrs mit mindestens einer Türöffnung und einer die Türöffnung verschließenden
Tür. Weiterhin betrifft die Anmeldung ein Verfahren zur Überwachung und Steuerung
eines solchen Türsystems.
[0002] Türsysteme werden insbesondere in Schienen- und Straßenfahrzeugen, aber auch auf
Booten und in Flugzeugen eingesetzt. Derartige Türsysteme werden in vieler Hinsicht
überwacht und in Abhängigkeit unterschiedlichster Bedingungen gesteuert. Zum einen
muss die Sicherheit der ein- und aussteigenden Fahrgäste stets gewährleistet sein,
zum anderen sollen Türen oder Türflügel zuverlässig und nur unter bestimmten Bedingungen
öffnen und schließen. Auch muss verhindert werden, dass Personen oder Gegenstände
zwischen zwei Türflügeln oder einem Türflügel und einem Türrahmen eingeklemmt werden.
[0003] Hinzu kommt, dass Ein- und Aussteigevorgänge oftmals verzögert werden, weil Fahrgäste
oder Gegenstände ein Öffnen oder Schließen der Türen verhindern.
[0004] Der Begriff Türsysteme umfasst im Sinne der Erfindung auch Zustiegshilfen, wie Schiebetritte
oder Trittstufen. Auch deren Funktion und Benutzung muss überwacht und gesteuert werden,
da sich zum Beispiel Hindernisse auf diesen befinden, die eine Gefahr für die Fahrgäste
darstellen. Auch muss auch sichergestellt sein, dass zwischen der Zustiegshilfe und
dem Bahnsteig keine Personen oder Gegenstände eingeklemmt werden und die Zustiegshilfe
nicht gegen Personen stößt.
[0005] Für diese zahlreichen Überwachungs- und Steuerungsaufgaben sind verschiedene Sensoriken
in Türsystemen im Einsatz. Diese sind u.a.:
- 1. Verschiedene Taster für die Bedienung der Tür.
- 2. Druckwellen/Schaltleisten zur Hinderniserkennung. Diese werden meist in einer Hauptschließkante,
vereinzelt aber auch zusätzlich in Nebenschließkanten der Türen oder Türflügeln eingesetzt.
- 3. Lichtgitter im Fahrzeuginnenraum zur Offenhaltung gerade verwendeter Türen (zur
Steuerung automatisch schließender Türen).
- 4. Trittsensoren (Schaltmatten, Dehnungsmessstreifen oder ähnliches) zur Erkennung
von Lasten auf Trittsystem und Zustiegshilfen.
- 5. Schaltleisten an Trittsystemen zur Erkennung von Kollisionen beim Ausfahren mit
dem Bahnsteig oder Fahrgästen.
- 6. Ultraschallsensoren in Trittsystemen zur Vermessung des Abstands zum Bahnsteig
und dessen Höhe.
[0006] Die genannten Sensoriken erfordern zahlreiche Bauteile, aufwendige Verkabelungen
und eine sorgfältige Wartung und Instandhaltung. Somit ist die Realisierung einer
vollständigen und zufriedenstellenden Überwachung und Steuerung eines Türsystems aufwendig
und mit relativ hohen Kosten verbunden.
[0007] Aus der
US 6 341 563 B1 ist eine Kontrollvorrichtung für ein Türsystem bekannt, die mit Hilfe von Sensoren
einen Türbereich überwacht. Dabei werden insbesondere Informationen zum an das Türsystem
angrenzenden Bereich genutzt, beispielsweise die Höhe des Bahnsteigs im Verhältnis
zur Tür oder auch der Abstand des Bahnsteigs von der Tür.
[0008] Die
US 2013/0125468 A1 beschreibt ebenfalls ein solches System, bei dem mit Hilfe von aktuellen Kameraaufnahmen
vom Türbereich und einem Vergleich der Bilddaten mit gespeicherten Bilddaten Gefahrsituationen
erkannt werden.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einerseits ein Türsystem bereitzustellen,
bei dem die oben genannten Überwachungs- und Steuerungsaufgaben mit möglichst geringem
Aufwand gelöst werden können. Die Installation, Wartung und Instandhaltung soll einfach
und zu geringen Kosten möglich sein. Insbesondere soll die Anzahl der benötigten Bauteile
reduziert werden. Andererseits soll sich das Türsystem dazu eignen, Ein- und Aussteigevorgänge
zu optimieren und Gefahren für Fahrgäste frühzeitig abzuwenden.
[0010] Weiterhin betrifft die Aufgabe der Erfindung die Bereitstellung eines entsprechenden
Verfahrens zur Überwachung und Steuerung eines solchen Türsystems.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Türsystem mit den Merkmalen des unabhängigen
Vorrichtungsanspruchs und ein Verfahren mit den Verfahrensschritten des unabhängigen
Verfahrensanspruchs gelöst.
[0012] Demnach weist ein erfindungsgemäßes Türsystem zumindest ein Kommunikationselement
für eine kontextbasierte Kommunikation in Form von Anweisungen oder Informationen
an Fahrgäste auf Basis von Messergebnissen einer Sensoreinheit auf, wobei die Anweisungen
oder Informationen vom Türsystem stammen und dann erzeugt werden, wenn bestimmte Messergebnisse
vorliegen und die Kommunikation durch das Türsystem selbst automatisch erfolgt. Die
Sensoreinheit ist derart ausgeführt und eingerichtet, dass sie einen Fahrgastraum
im Bereich der Türöffnung zum Ermitteln von Abständen, Formen innerhalb des Fahrgastraums
dreidimensional berührungslos abtastet. Die Sensoreinheit ist zur Ermittlung der
- Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung von Fahrgästen,
- der Position und Geschwindigkeit von Extremitäten der Fahrgäste,
- der Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung zusätzlicher Objekte,
ausgeführt und eingerichtet, wobei die Sensoreinheit zur Überwachung eines Raums zwischen
den Türflügeln oder des Bereichs unmittelbar innerhalb eines Türrahmens zwischen einer
Hauptschließkante der Tür und dem Türrahmen, an die Steuerung der Tür oder der Türflügel
gekoppelt und derart ausgeführt und eingerichtet ist, dass sie in der Lage ist, jeweils
die aktuelle Türposition oder die Türflügelposition auszulesen.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren weist die folgenden Verfahrensschritte aus:
- Berührungsloses dreidimensionales Abtasten eines Fahrgastraumes im Bereich einer Türöffnung
(44) mit einer Sensoreinheit (26),
- Ermitteln
- von Abständen, Formen sowie Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung von Fahrgästen,
- der Position und Geschwindigkeit von Extremitäten der Fahrgäste,
- der Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung zusätzlicher Objekte
durch Auswertung der Ergebnisse der berührungslosen dreidimensionalen Abtastung,
- Auslesen einer aktuellen Türposition oder Türflügelposition aus der Steuerung der
Tür oder der Türflügel durch die die Sensoreinheit zur Überwachung eines Raums zwischen
den Türflügeln oder des Bereichs unmittelbar innerhalb eines Türrahmens zwischen einer
Hauptschließkante der Tür und dem Türrahmen,
- Ausgabe zumindest einer kontextbasierten Information aus der nachfolgenden Gruppe
durch das Türsystem selbst in Form von Anweisungen oder Informationen an die Fahrgäste,
wobei die Information auf Messergebnissen der Sensoreinheit und der aktuellen Türposition
oder Türflügelposition basiert, und
- aus- und einsteigende Fahrgäste ermittelt und gezählt werden und eine Information
an Fahrgäste erfolgt, die auf dem Füllungsgrad des Fahrzeugs basiert, oder
- die Sensoreinheit die Zustiegshilfe abtastet, wobei dann, wenn Hindernisse wie beispielsweise
eine Schnee- oder Eisdecke ermittelt werden, eine entsprechende Information an die
Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit ermittelt, ob ein Objekt, insbesondere ein Fahrgast, an der Tür
oder an einem Türflügel lehnt, während diese geöffnet werden soll und falls notwendig
eine entsprechende Information an die Fahrgäste erfolgt, wobei die Tür solange für
die Öffnung gesperrt bleibt, bis die potentielle Gefahr beseitigt ist, oder
- die Sensoreinheit ermittelt, ob sich ein Objekt, insbesondere ein Fahrgast von außen
zu dicht an einer ausschwenkenden Tür steht ein Objekt, insbesondere ein Fahrgast,
an der Tür oder an einem Türflügel lehnt, während diese geöffnet werden soll und falls
notwendig eine entsprechende Information an die Fahrgäste erfolgt, wobei die Tür solange
für die Öffnung gesperrt bleibt, bis die potentielle Gefahr beseitigt ist, oder
- die Sensoreinheit ermittelt, ob sich Fahrgäste auf eine Tür zubewegen, die als defekt
markiert ist, und falls notwendig eine entsprechende Information an die Fahrgäste
erfolgt, oder
- die Sensoreinheit ermittelt, ob Fahrgäste das Schließen einer Tür dadurch verhindern,
dass sie zu nah an dieser Tür stehen, und falls notwendig eine entsprechende Information
bereits vor dem Schließen der Tür an die Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit ermittelt, ob Fahrgäste ein Fahrrad mitführen, ein Abgleich mit
Informationen über das jeweilige Fahrzeug in Hinblick darauf erfolgt, ob in diesem
Fahrzeug ein Fahrradstellplatz zur Verfügung steht, und falls dies nicht der Fall
ist, eine entsprechende Information an die Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit (26) die Position und Geschwindigkeit von Extremitäten ermittelt
und daraus Rückschlüsse auf die Absicht eines Fahrgastes zieht.
[0014] Der Fahrgast- bzw. Einstiegsraum wird demnach mit Hilfe einer Sensoreinheit innerhalb
und/oder außerhalb des Fahrzeugs dreidimensional erfasst bzw. abgetastet. Diese dreidimensionale
Abtastung kann dabei auf Basis bekannter optischer Systeme wie Infrarotsensoren, Infrarot-Laserscannern
oder geeigneter Kamerasysteme mit optischer Bilddatenauswertung erfolgen, denkbar
ist auch eine Abtastung mit Ultraschall. Mit Hilfe der ermittelten Daten können dann
Prüfungen auf mögliche Kollisionen der Tür- und Trittsysteme mit der Umgebung oder
Fahrgästen durchgeführt werden. Auch können vorher definierte Punkte im Raum als virtuelle
Taster für die Steuerung der Tür- und Trittsysteme verwendet werden.
[0015] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht also darin, dass die kontextbasierten
Informationen erfindungsgemäß unmittelbar an den betroffenen Benutzer ausgegeben werden.
Informationen werden also dort ausgegeben, wo sie benötigt werden, beispielsweise
an einer bestimmten Tür an einen bestimmten Fahrgast. Hierdurch wird vermieden, dass
sich der betroffene Fahrgast aufgrund einer allgemein formulierten Information, die
an allen Türen ausgegeben wird, nicht angesprochen fühlt. Insbesondere ist die kontextbasierte
Kommunikation dann vorteilhaft, wenn bestimmtes Gefahrenpotenzial durch die Sensoren
erkannt wurde. Befindet sich beispielsweise Schnee auf einem Schiebetritt oder ist
ein Spalt zwischen Schiebetritt und Bahnsteig vorhanden, werden erfindungsgemäß genau
diejenigen Fahrgäste im Bereich der entsprechenden Tür informiert, die durch die von
der Gefahr betroffen sind. Die Kommunikation kann in Form einer Durchsage oder einer
Anzeige auf einem Display an der entsprechenden Tür erfolgen. Dabei kann die Kommunikation
durch den Fahrer selbst, der durch das System zuvor auf die Gefahr aufmerksam gemacht
wurde, erfolgen, erfindungsgemäß ist aber auch eine automatisierte Ansage oder Anzeige
im Bereich der entsprechenden Tür möglich.
[0016] Die Sensoreinheit ermittelt also einen bestimmten relevanten Zustand bzw. entsprechende
Daten, gibt diese an eine Rechnereinheit weiter, die dann eine kontextbasierte, lokal
relevante Information ausgibt.
[0017] Der Begriff "kontextbasierte Information" bedeutet, dass diese nicht automatisiert
und pauschal überall ausgegeben wird, sondern das diese auf den durch die Sensoreinheit
ermittelten Daten basiert und spezifisch an die Gegebenheiten vor Ort angepasst ist.
Die erfindungsgemäße kontextbasierte Information beinhaltet also zum einen den sachlichen
Informationsgehalt, beispielsweise eine spezifische Gefahr an einem spezifischen Ort
oder einer spezifischen Stelle, zum anderen entscheidet der Kontext darüber, welcher
Fahrgast oder welche Fahrgäste betroffen sind, wen die Information erreichen soll.
Letzteres enthält wiederum darüber, an welcher Tür oder welchen Türen die Information
relevant ist und ausgegeben wird. Die Kommunikation findet also nicht pauschal an
allen Türen statt.
[0018] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante ist die Sensoreinheit durch
eine Laserscannereinheit gebildet, die im Bereich der Türöffnung angeordnet ist. Die
Laserscannereinheit erzeugt eine Art Punktwolke, über die eine Abtastung des Fahrgastraumes
bezogen in allen drei Dimensionen erfolgt, also in x-Richtung, y-Richtung und Z-Richtung.
Vorzugsweise verwendet die Laserscannereinheit Infrarotlicht, das für das menschliche
Auge nicht sichtbar ist. Mit Hilfe der ausgesendeten Punktwolke wird eine Abstandsmessung
durchgeführt, die auf dem sogenannten Time-Of-Flight (ToF) Prinzip basiert. Dies bedeutet,
dass der Laserscanner Lichtimpulse abgibt und die Verzögerung bis zum Eingang der
Reflektion des entsprechenden Lichtimpulses misst. Über die gemessene Verzögerung
der Reflektion kann auf den Abstand des abgetasteten Punktes zur Sensoreinheit geschlossen
werden. Die Abstandsmessung bzw. Überwachung des Fahrgastraums ist je genauer, je
mehr Abtastungen pro Zeiteinheit erfolgen.
[0019] Die Auflösung der Abtastung sollte groß genug sein um auch die kleinsten Objekte,
die detektiert werden sollen, sicher zu erkennen. Für eine Auswertung der Ergebnisse
beinhaltet die Sensoreinheit eine Auswerteeinheit mit einem Rechner/Prozessor und
einer geeigneten Software. Die Auswerteeinheit kann alternativ auch extern von der
Sensoreinheit angeordnet sein, beispielsweise bei einem Zug im Fahrerraum.
[0020] Die Anordnung der Sensoreinheit sollte derart erfolgen, dass der Fahrgastraum optimal
abgetastet werden kann, also keine unerwünschten Elemente in die Strahlengänge hineinragen.
Diese können zwar von der Sensoreinheit ignoriert werden, werfen aber einen Schatten.
Bei zweiflügligen Türen hat sich auf der Außenseite des Fahrzeugs die mittige Position
über den beiden Türflügeln, also im Bereich der aneinanderstoßenden Hauptschließkanten
als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Punktwolke wird von dieser oberen Position
nach unten ausgestrahlt.
[0021] Erfindungsgemäß ist die Montage der Sensoreinheit mittig oberhalb der Tür besonders
günstig, da dann der Fahrgastraum optimal abgetastet werden kann. Bei zweiflügligen
Türen im Innenraum hat sich eine Anordnung seitlich neben und oberhalb der Tür als
besonders günstig erwiesen, weil bei der mittigen Anordnung die Tragarme der Tür die
Sicht des Laserscanners einschränken würden.
[0022] Erfindungsgemäß ist es möglich, unter Nutzung der erfindungsgemäßen Sensoreinheit
virtuelle Taster zu erzeugen. Dies bedeutet, dass an beliebiger Stelle ein Bereich
definiert werden kann, in dem zum Beispiel eine Handbewegung eines Fahrgastes als
Drücken eines Tasters ausgewertet werden kann. Bewegt sich die Hand eines Fahrgastes
an der Stelle des virtuellen Tasters in Richtung beispielsweise eines Aufklebers oder
einer Markierung auf oder neben der Tür eines Türflügels, erkennt die Sensoreinheit
diese und löst ein Öffnungs- oder Schließsignal für die Türen aus.
[0023] Bei einer Kalibrierung eines solchen virtuellen Tasters wird ein Gegenstand an die
gewünschte Stelle, an der der virtuelle Taster entstehen soll, in die Punktwolke gehalten.
Wird dieser lange genug ruhig gehalten und es ist nur dieser eine Gegenstand für den
Laserscanner erkennbar, wird der Mittelpunkt des Gegenstands ermittelt, dessen Position
dann als Mittelpunkt für den virtuellen Taster verwendet wird. Da bei dieser Kalibrierung
auch die Geschwindigkeit von Elementen gemessen wird, werden zu schnelle Objekte in
diesem Bereich nicht akzeptiert. In einem nächsten Schritt wird ein Radius um diesen
Mittelpunkt definiert, wodurch die Größe des virtuellen Tasters bestimmbar ist. Ist
dieser virtuelle Taster aktiviert, wird der Abstand sämtlicher abgetasteter Objekte,
welche innerhalb des Fahrgastraums erkannt werden, zum Mittelpunkt des virtuellen
Tasters bestimmt. Ist der Abstand eines Objekts, beispielsweise einer Hand eines Fahrgastes
zum Mittelpunkt des virtuellen Tasters kleiner als der zuvor bestimmte Radius, so
gilt der virtuelle Taster als aktiviert. Vorzugsweise wird für die Erkennung und Aktivierung
insbesondere der Bereich der Punktwolke genutzt, der der Türöffnung am nächsten ist.
Dadurch wird erreicht, dass nur Bewegungen berücksichtigt werden, die bis sehr nah
an die Tür- oder Fahrzeugwand heranreichen. Idealerweise müssen die Fahrgäste den
Aufkleber oder die Markierung berühren, um den Taster zu aktivieren.
[0024] Der wesentliche Vorteil solcher virtuellen Taster besteht darin, dass diese an beliebiger
Stelle positioniert und eingerichtet werden können. Es ist keine zusätzliche Verkabelung
notwendig und es können jederzeit Änderungen am Fahrzeug bzw. an der Position vorgenommen
werden. Es ist weiterhin problemlos möglich und mit nur unwesentlichen zusätzlichen
Kosten verbunden, mehrere Taster in einem Türsystem vorzusehen. Denkbar ist beispielsweise
die zusätzliche Einrichtung von Tastern für Kinder oder Rollstuhlfahrer.
[0025] Bei der Kalibrierung der Sensoreinheit und des Sensorumfelds wird das gesamte für
die Lasereinheit bzw. dem Laserscanner sichtbare Umfeld abgetastet und unter Berücksichtigung
von Toleranzen gespeichert. Zusätzlich wird die Dimension des Türportals in die Kalibrierung
integriert um relevante Objekte jenseits der Tür ausblenden zu können. Durch die Kalibrierung
ist es dann möglich, sich an verschiedene Umgebungen wie verschiedene Plattformhöhen
oder gegebene Hindernisse, anzupassen. Die Sensoreinheit erkennt problemlos zusätzliche
Objekte oder Elemente innerhalb des überwachten Fahrgastraums.
[0026] Erfindungsgemäß ist die Sensoreinheit an die Steuerung der Tür oder Türflügel gekoppelt
und ist in der Lage, jeweils die aktuelle Tür oder Türflügelposition auszulesen. Die
Information wird genutzt um den Raum zwischen den Türflügeln zu überwachen, das weitere
Umfeld kann für diese Anwendung ignoriert werden. Bei nur einer Tür wird der Bereich
unmittelbar innerhalb des Türrahmens bzw. der Spalt zwischen der Hauptschließkante
und dem Türrahmen überwacht.
[0027] Erfindungsgemäß ist es auch möglich, den Raum zwischen den Türflügeln unabhängig
von der Steuerung der Tür oder Türflügel bzw. der daraus abgeleiteten Tür oder Türflügelposition
ausschließlich mit Hilfe der Sensoreinheit zu überwachen.
[0028] Es hat sich gezeigt, dass insbesondere dann, wenn auf die Daten der Steuerung der
Tür oder Türflügel zurückgegriffen wird, erfindungsgemäß auch ein Bereich vor der
Türöffnung abgetastet werden sollte. Dies ist deshalb notwendig, weil die Ermittlung
der Tür oder Türflügel Position auf Basis der Türsteuerung oftmals ungenau und fehleranfällig
ist, es kann von einer vom Encoder des Antriebsmotors der Tür ausgegebenen Position
Abweichungen zur realen Position der Hauptschließkanten der Türflügel geben. Hinzu
kommt, dass eine Verformung der Türgummis im Bereich der Hauptschließkante dann Spalte
freigeben kann, die für schmale Gegenstände, wie Hundeleinen oder auch Finger ausreichend
groß sind, aber nicht überwacht werden. Diese Spalte oder Öffnungen werden dann mit
überwacht, wenn auch der Bereich unmittelbar davor, also vor der Tür oder den Türflügeln
abgetastet wird. Diese Punktwolke vor der Türöffnung überlappt sich vorzugsweise mit
den Türflügeln.
[0029] Der wesentliche Aspekt der Erfindung besteht aber auch darin, dass stets eine Kommunikation
mit Fahrgästen möglich ist. Die Sensoreinheit nutzt die Messergebnisse nicht nur für
die Steuerung der Türen, sondern die Messergebnisse können erfindungsgemäß auch für
eine unmittelbare Kommunikation mit den Fahrgästen genutzt werden. Beispielsweise
können Fahrgäste aufgefordert werden, ihre Position zu ändern, einen anderen Wagen
bzw. ein anderes Fahrzeug aufzusuchen oder auch Gegenstände aus Gefahrenbereichen
zu nehmen. Entsprechende Anweisungen oder Informationen an die Fahrgäste können automatisch
vom Türsystem selbst ausgegeben werden, sie können aber auch von einem Fahrer des
Fahrzeugs oder einer externen Leitstelle erfolgen. Im ersten Fall wird erfindungsgemäß
automatisch eine Information erzeugt, wenn bestimmte Messergebnisse vorliegen. Befindet
sich beispielsweise eine Person im Schließ- oder Öffnungsbereich einer Tür oder eines
Türflügels, kann erfindungsgemäß automatisch eine Information, beispielsweise in Form
einer Ansage über einen Lautsprecher, erfolgen, über die die Person aufgefordert wird,
den Gefahrenbereich zu verlassen.
[0030] Als Kommunikationselemente eignen sich insbesondere Lautsprecher, Monitore oder Leuchtmittel.
Es kann nur ein einziges Kommunikationselement vorgesehen sein, alternativ können
aber auch unterschiedliche oder mehrere gleiche Kommunikationsmittel genutzt werden.
In einer besonders einfachen Variante kann beispielsweise ein Leuchtmittel über die
Farben rot und grün signalisieren, ob eine Tür geöffnet werden wird oder nicht. Bei
umfangreicheren Informationen eignen sich eher Lautsprecher oder Monitore. Die Kommunikationselemente
sind vorzugsweise unmittelbar im Bereich der Türöffnung angeordnet.
[0031] In einer erfindungsgemäßen Weiterentwicklung wird berücksichtigt, dass der virtuelle
Taster insbesondere auf stark frequentierten Bahnhöfen von größeren Objekten verdeckt
sein, und deshalb nicht verwendet werden kann. Die Sensoreinheit berücksichtigt diesen
Fall und es wird erfindungsgemäß eine Warnung über das Kommunikationselement ausgegeben.
Diese Warnung kann an den unmittelbar betroffenen Fahrgast an der entsprechenden Tür
erfolgen, beispielsweise über Lautsprecher, oder zunächst an den Zug- oder Fahrzeugführer,
der diese Information dann ggf. an den Fahrgast weitergibt.
[0032] Um die Verletzung von vor dem Fahrzeug stehenden Fahrgästen durch sich öffnende Türen
oder Türflügeln zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, auch den relevanten
Bereich innerhalb der sich bewegenden Tür durch die Sensoreinheit zu überwachen. Bei
Erkennung von Objekten innerhalb dieses Bereichs wird ein Signal generiert, welches
z.B. zum Stoppen oder Reversieren der Tür oder Türflügel verwendet werden kann. Vorteilhafterweise
ist es auch möglich, bereits vor der Öffnung der Tür ein Signal zu generieren, welches
zur Ausgabe einer Warnung an die Fahrgäste verwendet werden kann. Insbesondere kann
das Signal nur diejenigen Fahrgäste informieren, die auch betroffen sind. Beispielsweise
kann eine Lautsprecherdurchsage an derjenigen Tür erfolgen, die gestoppt oder reversiert
wird. An den anderen Türen erfolgen keine Durchsagen oder Hinweise.
[0033] Das erfindungsgemäße Türsystem und Verfahren wird erfindungsgemäß auch zur Erkennung
von Extremitäten und deren Position und Geschwindigkeit genutzt. Durch die Verwendung
einer oder mehrerer Punktwolken ist eine Bewegungsgeschwindigkeit in Richtung der
Türöffnung bzw. von der Türöffnung weg ermittelbar. Aus diesen Daten lassen sich unmittelbar
Rückschlüsse auf die Absicht eines Fahrgastes ziehen, beispielsweise einen Öffnungs-
oder Zugangswunsch.
[0034] Erfindungsgemäß können sogar Bewegungsflüsse von Fahrgästen im Bereich der Türen
ermittelt und genutzt werden. In der Praxis ist es häufig üblich, bestimmte Türen
entweder nur zum Aussteigen oder nur zum Einsteigen zu verwenden. Durch Erkennung
der Bewegungsrichtung eines Fahrgastes kann eine Tür gesperrt oder geöffnet werden,
um so den Bewegungsfluss der Fahrgäste in eine Richtung zu leiten. Hat ein Fahrgast
beispielsweise in der erlaubten Bewegungsrichtung die Tür passiert und kommt kein
weiterer Fahrgast hinterher, kann die Tür direkt geschlossen werden, um ein Passieren
der Tür in die umgekehrte, falsche Richtung zu erschweren. Bewegt sich ein Fahrgast
in der falschen Richtung auf die Tür zu, kann diese, wenn sich niemand im Bereich
der sich bewegenden Tür befindet oder aussteigen möchte, bei Bedarf und vorteilhafterweise
abhängig von dem Abstand und der Geschwindigkeit des Fahrgastes schneller geschlossen
werden, um eine Benutzung in der falschen Richtung zu verhindern. Für diese Anwendungsfälle
wird vorteilhafterweise eine Raum vor der Türöffnung mit überwacht, der sich beispielsweise
bis zu 10 m, vorzugsweise 2 bis 5 m ausgehend von der Tür in Richtung des Bahnsteigs
oder der Straße erstrecken kann. Fahrgäste werden somit bereits früh erkannt und es
kann rechtzeitig reagiert werden.
[0035] Es ist möglich, vordem Schließen einzelner Türen Fahrgäste, die sich im Einstiegsbereich
genau dieser Tür befinden, darüber zu informieren, dass sich diese schließen wird.
Diese Information wird nur an denjenigen Türen ausgegeben, vor denen sich Fahrgäste
befinden.
[0036] Die Abtastung des Fahrgastraums ermöglicht es, den Fahrgast mit kontextbasierten
Informationen zu versorgen oder ihn vor potentiellen Gefahrsituationen zu warnen.
Lehnt ein Fahrgast beispielsweise von innen an der Tür oder an einem Türflügel, während
diese geöffnet werden soll, kann dieser Fahrgast zuvor gewarnt werden. Das Gleiche
gilt für einen störenden Gegenstand, der gegen die Tür gelehnt ist. Die Tür kann solange
für die Öffnung gesperrt bleiben, bis die potentielle Gefahr beseitigt ist. Auch hier
kann eine spezifische Information an die Fahrgäste im Bereich dieser Tür bzw. dieses
Gegenstandes erfolgen.
[0037] Ähnliches gilt für den Fall, dass ein Fahrgast einen virtuellen Taster verdeckt.
In diesem Fall kann er über den Lautsprecher oder Monitor oder alternative Signale
angehalten werden, seine Position zu ändern, damit der Taster wieder benutzbar ist.
Diese Information wird ebenfalls nur an diesem Fahrgast gerichtet, an den übrigen
Türen erfolgt kein Hinweis.
[0038] Auch wenn sich ein Fahrgast oder ein Objekt von außen zu dicht an einer ausschwenkenden
Tür befindet, kann vor der Gefahr gewarnt werden und mit der Türöffnung gewartet werden,
bis der Ausschwenkbereich frei von Hindernissen ist. Vorteilhafterweise können Personen
ermittelt werden, die sich auf einer Zustiegshilfe befinden, so dass ein Einfahrvorgang
verhindert oder gestoppt werden kann. Entsprechend werden genau diese Fahrgäste gebeten,
ihre Position zu ändern.
[0039] Ein wesentlicher Vorteil besteht für die genannten Anwendungsfälle insbesondere darin,
dass ein Fahrgast keinen Kontakt mit einer sich bewegenden Tür haben muss, um den
Öffnungs- oder Schließvorgang zu unterbrechen und/oder eine reversierende Tür einzuleiten.
Bei üblichen Sensoren, die in der Hauptschließkante angeordnet sind, muss die Hauptschließkante
vom Fahrgast berührt, ggf. sogar eingedrückt werden, damit ein Signal erzeugt wird.
Eine solche Berührung wird oftmals als unangenehm empfunden und kann insbesondere
auch die Kleidung des Fahrgastes verschmutzen. Durch die erfindungsgemäße berührungslose
Abtastung des relevanten Fahrgastraums können diese Nachteile wirksam vermeiden werden.
[0040] Die erfindungsgemäße Ausführung des Türsystems bzw. die erfindungsgemäße Verfahrung
zur Überwachung des Fahrgastraums ermöglichen weitere vorteilhafte Überwachungs- und
Steuerungsmöglichkeiten. Ist beispielsweise eine Tür als "defekt" markiert und ein
Fahrgast nähert sich einer solchen Tür, kann er auf den Status der Tür über das Kommunikationsmittel,
beispielsweise dem Lautsprecher, hingewiesen werden. Dies ist deshalb vorteilhaft,
weil Fahrgäste bekanntermaßen Defekthinweise in Form von Aufklebern oftmals übersehen
bzw. diese erst dann bemerken, wenn die Tür nicht funktioniert. Auch kann der Fahrbetrieb
dadurch beschleunigt und erleichtert werden, dass Fahrgäste, die das Schließen einer
Tür dadurch verhindern, dass sie zu nah an dieser Tür stehen bereits vor dem Schlie-ßen
der Tür zum Zurücktreten aufgefordert werden. Bei Sensoriksystemen nach dem Stand
der Technik werden die Fahrgäste erst dann vom Fahrer des Fahrzeugs aufgefordert,
wenn dieser eine Fehlfunktion der Tür, also wenn sich diese beispielsweise nicht schließen
lässt, bemerkt. Ein solcher Fehlversuch kann durch zuvoriges Erkennen der Position
der Fahrgäste eingespart werden.
[0041] Erfindungsgemäß ist es sogar möglich, ein Fahrrad an einer Seite eines Fahrgastes
zu erkennen und unmittelbar zu prüfen, ob an den vom Fahrgast gewählten Einstieg ein
Stellplatz für Fahrräder zur Verfügung steht. Der Fahrgast kann über das Kommunikationsmittel
über das Ergebnis unterrichtet werden und z.B. einen Hinweis erhalten, welchen Einstieg
er alternativ wählen kann.
[0042] Weiterhin ist es möglich, einsteigende Fahrgäste über den Füllungsgrad, insbesondere
über Sitzauslastungen eines bestimmten Wagens zu informieren und ihnen über die Kommunikationselemente
mitzuteilen, in welchem Wagen noch freie Sitzplätze zur Verfügung stehen.
[0043] Grundsätzlich ist es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Türsystems und des erfindungsgemäßen
Verfahrens möglich, den Fahrer des Fahrzeugs über die Bewegung und Nutzung von Türen
zu informieren, um diese optimal steuern zu können. Insbesondere können nichtbenutzte
Türen früher geschlossen werden oder Automatiktüren freigegeben werden, vor denen
Fahrgäste zum Aussteigen warten. Das möglichst zügige Schließen von Türen ist insbesondere
bei klimatisierten oder beheizten Wagen vorteilhaft. Die Kontrolle der Fahrgäste,
beispielsweise auf einem Bahnsteig oder an einer Haltestelle erfolgt im Stand der
Technik ausschließlich über den Rückspiegel des Fahrers und ist daher abhängig von
dessen Konzentration und Aufmerksamkeit.
[0044] Die Nutzung der dreidimensionalen Abtastung auf der Außenseite des Fahrzeugs kann
erfindungsgemäß dazu genutzt werden, eine entstandene Schneedecke beispielsweise auf
einem Tritt zu erkennen und zu melden. Fahrgäste können über die Kommunikationselemente
unmittelbar auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht werden.
[0045] Erfindungsgemäß ist es auch möglich, den Abstand der Türöffnung zu einem Bahnsteig
zu ermitteln, um somit die Trittstufe oder Zustiegshilfe optimal auszufahren. Diese
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn sich die Abstände zwischen der Türöffnung
und dem Bahnsteig von Bahnhof zu Bahnhof unterscheiden. Auf entsprechende Sensoren
an den Zustiegshilfen selbst kann somit verzichtet werden. Sollte beispielsweise zwischen
der Zustiegshilfe und dem Bahnsteig trotz vollständig ausgefahrenem Schiebetritt ein
Spalt verbleiben, können die Fahrgäste über die Kommunikationselemente unmittelbar
darauf hingewiesen werden. Auch diese Informationen kann automatisch vom System selbst
ausgegeben werden, wenn entsprechende Messergebnisse vorliegen.
[0046] Durch die Nutzung der dreidimensionalen Abtastung kann nicht nur die Geschwindigkeit,
sondern auch die Anzahl passierender Fahrgäste ermittelt werden, eine Fahrgastzählung
ist problemlos möglich.
[0047] Weiterhin kann mit Hilfe geeigneter Algorithmen auch auf die Form und Bewegung von
Fahrgästen und Objekten geschlossen werden. Somit können Gegenstände, wie z.B. Koffer
von Fahrgästen unterschieden werden. Diese Information kann für eine exakte und leicht
verständliche Information an die Fahrgäste Kommunikationsmittel genutzt werden.
[0048] Das erfindungsgemäße Türsystem wird in den nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Diese sind lediglich als erste Ausführungsbeispiele zu verstehen und sollen die Erfindung
nicht auf diese beschränken. Die Zeichnungen sind nicht maßstabsgetreu. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Ein erfindungsgemäßes Türsystem von außen in vereinfachter Prinzipdarstellung,
- Fig. 2:
- ein erfindungsgemäßes Türsystem von innen in vereinfachter Prinzipdarstellung,
- Fig. 3:
- eine Prinzipskizze zur Funktion eines virtuellen Tasters,
- Fig. 4:
- eine Prinzipskizze zur Hindernisüberwachung zwischen zwei Türflügeln.
[0049] Die Figuren 1 und 2 zeigen in einer stark vereinfachten Prinzipdarstellung ein Türsystem
20 für ein Fahrzeug 42 (vgl. Figur 5) des öffentlichen Personenverkehrs. Dieses weist
eine in den Figuren 1 und 2 nicht erkennbare Türöffnung 44 auf, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch eine Tür, gebildet aus zwei Türflügeln 22 verschließbar ist. Unterhalb der Tür
ist eine Zustiegshilfe 24 angeordnet, die das Ein- und Aussteigen aus dem Fahrzeug
42 erleichtern soll. Diese Zustiegshilfe 24 kann beispielsweise als ausfahrbare Trittstufe
oder Trittplatte ausgebildet sein.
[0050] Beide Figuren zeigen weiterhin eine Sensoreinheit 26. Diese ist auf der Außenseite
des Fahrzeugs 42 zentral mittig oberhalb der Türflügel 22 angeordnet. Auf der Innenseite
des Fahrzeugs 42 ist die Sensoreinheit 26 dagegen seitlich oberhalb der beiden Türflügel
22 positioniert, da ansonsten nicht gezeigte Tragarme möglicherweise die Sicht der
Sensoreinheit 26 einschränken würden. Grundsätzlich kann die Sensoreinheit 26 je nach
Art des Sensors an jeder geeigneten Position angeordnet sein.
[0051] Die Sensoreinheit 26 erzeugt eine Punktwolke innerhalb des zu überwachenden Fahrgastraumes,
über die der Fahrgastraum abgetastet wird. Die Sensoreinheit 26 kann hierfür beispielsweise
einen optischen Sensor, vorzugsweise einen Laser, insbesondere einen Infrarotlaser
aufweisen.
[0052] Die Sensoreinheit 26 weist weiterhin eine nicht gezeigte Auswerteeinheit zur Auswertung
der gemessenen Daten auf. Diese kann in die Sensoreinheit integriert oder extern angeordnet
sein.
[0053] Weiterhin zeigen die Figuren 1 und 2 symbolisch verschiedene Varianten von Kommunikationsmitteln,
nämlich einen Lautsprecher 50, einen Monitor 52 und ein Leuchtmittel 54, die alle
im Bereich der Türöffnung 44 angeordnet sind.
[0054] Figur 3 verdeutlicht die Nutzung des erfindungsgemäßen Türsystems 20 zur Schaffung
eines virtuellen Tasters 36. Ein virtueller Taster 36 simuliert einen ansonsten verdrahteten,
realen Taster. Um einem Fahrgast zu verdeutlichen, wo dieser virtuelle Taster 36 positioniert
ist, kann ein Aufkleber oder eine entsprechende Symbollackierung im Türbereich vorgesehen
sein.
[0055] Bei der Kalibrierung bzw. Einrichtung eines solchen virtuellen Tasters 36 wird ein
Gegenstand an der gewünschten Position des virtuellen Tasters 36 in die Punktwolke
gehalten. Wird dieser lange genug ruhig gehalten, kann dessen Position als Mittelpunkt
38 für den virtuellen Taster 36 verwendet werden. Zusätzlich wird ein Radius 40 festgelegt
und in der zugehörigen Auswertesoftware hinterlegt. Nähert sich nun beispielsweise
eine Hand eines Fahrgastes durch die Punktwolke dem virtuellen Taster 36 innerhalb
des definierten Radiusses 40, wird diese Bewegung als Auslösewunsch des Fahrgastes
interpretiert. Alternativ zur Hand des Fahrgastes wird jedes beliebige Objekt in diesem
Bereich entsprechend erkannt und berücksichtigt.
[0056] Figur 4 verdeutlicht ein weiteres Beispiel der Nutzung des erfindungsgemäßen Türsystems
20. Erkennbar ist ein angedeutetes Fahrzeug 42 mit einer Türöffnung 44. Davor befinden
sich zwei Türflügel 22 in leicht geöffneter Position. Ein erster Punktwolkenbereich
P1 überwacht einen Raum zwischen den beiden Türflügeln 22 und ist auf diesen begrenzt,
er ignoriert das weitere Umfeld. Ein zweiter Punktwolkenbereich P2 tastet dagegen
den Raum unmittelbar vor den beiden Türflügeln 22 ab und ist etwas weiter aufgespannt,
so dass er sich mit den Türflügeln 22 in der Ausdehnung überlappt. Befindet sich nun
ein Hindernis in den überwachten bzw. abgetasteten Räumen, wird dieses sicher erkannt
und ein Schließen bzw. Bewegen der Tür kann unterbrochen werden, ggf. wird die Tür
automatisch reversiert. Der Punktwolkenbereich P1 überwacht somit einen Raum zwischen
Hauptschließkanten 46 der beiden Türflügel 22. Bei einer einflügligen Tür kann das
gleiche Prinzip verwendet werden, es wird der Raum zwischen der Hauptschließkante
46 der einzigen Tür und dem Türrahmen überwacht.
[0057] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und gezeigten Ausführungsbeispiele
beschränkt, vielmehr sind auch weitere Nutzungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen
Türsystems 20 möglich. Die Kommunikation mit den Fahrgästen kann nicht nur über Lautsprecher,
sondern auch über Monitore oder andere optischen Signale, wie beispielsweise Warnleuchten
erfolgen. Anstelle von Türöffnungen 44 können selbstverständlich auch Durchgänge oder
Fenster mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens überwacht werden. Die Erfindung eignet
sich auch in Verbindung mit weiteren Sensorelementen, beispielsweise Ultraschallsensoren.
Weiterhin kann die Sensoreinheit 26 derart ausgeführt und ausgerichtet sein, dass
nicht nur der Fahrgastraum unmittelbar im Bereich der Türöffnung überwacht wird, sondern
beispielsweise auf der Außenseite des Fahrzeugs 42 ein deutlich größerer Raum in die
Überwachung einbezogen wird. Hierdurch ist es möglich, Menschenströme und deren Richtung
frühzeitig zu erkennen und durch Türöffnung oder -schließung darauf zu reagieren.
Die Überwachung des Fahrgastraums kann nur außen, nur innen und vorzugsweise beidseitig
der Tür erfolgen.
[0058] Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass die Sensoreinheit 26 bzw. die zugeordnete
Auswerteeinheit mit einem externen Anzeigegerät in Verbindung steht. Dieses kann beispielsweise
beim Fahrer oder in einer Leitstelle, vorzugsweise im Bahnhof oder in der Nähe einer
Haltestelle vorgesehen sein. Die Ergebnisse der Abtastung durch die Sensoreinheit
26 können dann dort ausgewertet und weiterverarbeitet werden.
1. Türsystem (20) für ein Fahrzeug (42) des öffentlichen Personenverkehrs mit einer Sensoreinheit
(26), mindestens einer Türöffnung (44) und einer die Türöffnung (44) verschließenden
Tür und zumindest einem Kommunikationselement für eine kontextbasierte Kommunikation
in Form von Anweisungen oder Informationen an Fahrgäste auf Basis von Messergebnissen
der Sensoreinheit (26), wobei die Anweisungen oder Informationen vom Türsystem stammen
und dann erzeugt werden, wenn bestimmte Messergebnisse vorliegen, wobei die Kommunikation
durch das Türsystem (20) selbst automatisch erfolgt, und die Sensoreinheit (26) derart
ausgeführt und eingerichtet ist, dass sie einen Fahrgastraum im Bereich der Türöffnung
(44) zum Ermitteln von Abständen, Formen innerhalb des Fahrgastraums dreidimensional
berührungslos abtastet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (26) zur Ermittlung der
- Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung von Fahrgästen,
- der Position und Geschwindigkeit von Extremitäten der Fahrgäste,
- der Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung zusätzlicher Objekte,
ausgeführt und eingerichtet ist, wobei die Sensoreinheit (26) zur Überwachung eines
Raums zwischen den Türflügeln (22) oder des Bereichs unmittelbar innerhalb eines Türrahmens
zwischen einer Hauptschließkante der Tür und dem Türrahmen, an die Steuerung der Tür
oder der Türflügel (22) gekoppelt und derart ausgeführt und eingerichtet ist, dass
sie in der Lage ist, jeweils die aktuelle Türposition oder die Türflügelposition auszulesen.
2. Türsystem (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (26) Abstandsmessungen auf Basis einer ausgesendeten Punktwolke
durchführt, bei dem die Verzögerung einer Reflektion eines Impulses ausgewertet wird.
3. Türsystem (20) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (26) einen optischen Sensor beinhaltet.
4. Türsystem (20) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (26) eine Auswerteeinheit aufweist.
5. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (26) eine Laserscannereinheit aufweist.
6. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrgastraum einen Innenraum des Fahrzeugs (42) und/oder einen Außenraum außerhalb
des Fahrzeugs (42) umfasst.
7. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (26) derart aufgebaut und ausgerichtet ist, dass außerhalb des
Fahrzeugs zusätzlich ein Raum abgetastet wird, der sich ausgehend von der Türöffnung
(44) bis zu 5 m, vorzugsweise 2 m von dieser weg erstreckt.
8. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raum, durch den sich die Tür oder die Türflügel (22) bewegen, zur Verletzungsprävention
durch die Sensoreinheit (26) überwacht wird, wobei ein Öffnen der Tür oder der Türflügel
(22) dann unterbrochen wird, wenn sich ein Hindernis in diesem Raum befindet.
9. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationselement als Lautsprecher (50) im Bereich der Tür ausgeführt ist.
10. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationselement als Monitor (52) im Bereich der Tür ausgeführt ist.
11. Türsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationselement als Leuchtmittel (54) im Bereich der Tür ausgeführt ist.
12. Verfahren zur Überwachung und Steuerung eines Türsystems (20) eines Fahrzeugs (42)
des öffentlichen Personenverkehrs mit den Verfahrensschritten:
- Berührungsloses dreidimensionales Abtasten eines Fahrgastraumes im Bereich einer
Türöffnung (44) mit einer Sensoreinheit (26),
- Ermitteln
- von Abständen, Formen sowie Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung von Fahrgästen,
- der Position und Geschwindigkeit von Extremitäten der Fahrgäste,
- der Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung zusätzlicher Objekte
durch Auswertung der Ergebnisse der berührungslosen dreidimensionalen Abtastung,
- Auslesen einer aktuellen Türposition oder Türflügelposition aus der Steuerung der
Tür oder der Türflügel (22) durch die die Sensoreinheit (26) zur Überwachung eines
Raums zwischen den Türflügeln (22) oder des Bereichs unmittelbar innerhalb eines Türrahmens
zwischen einer Hauptschließkante der Tür und dem Türrahmen,
- Ausgabe zumindest einer kontextbasierten Information aus der nachfolgenden Gruppe
durch das Türsystem selbst in Form von Anweisungen oder Informationen an die Fahrgäste,
wobei die Information auf Messergebnissen der Sensoreinheit (26) und der aktuellen
Türposition oder Türflügelposition basiert, und
- aus- und einsteigende Fahrgäste ermittelt und gezählt werden und eine Information
an Fahrgäste erfolgt, die auf dem Füllungsgrad des Fahrzeugs basiert, oder
- die Sensoreinheit (26) die Zustiegshilfe (24) abtastet, wobei dann, wenn Hindernisse
wie beispielsweise eine Schnee- oder Eisdecke ermittelt werden, eine entsprechende
Information an die Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit (26) ermittelt, ob ein Objekt, insbesondere ein Fahrgast, an der
Tür oder an einem Türflügel lehnt, während diese geöffnet werden soll und falls notwendig
eine entsprechende Information an die Fahrgäste erfolgt, wobei die Tür solange für
die Öffnung gesperrt bleibt, bis die potentielle Gefahr beseitigt ist, oder
- die Sensoreinheit (26) ermittelt, ob sich ein Objekt, insbesondere ein Fahrgast
von außen zu dicht an einer ausschwenkenden Tür steht ein Objekt, insbesondere ein
Fahrgast, an der Tür oder an einem Türflügel lehnt, während diese geöffnet werden
soll und falls notwendig eine entsprechende Information an die Fahrgäste erfolgt,
wobei die Tür solange für die Öffnung gesperrt bleibt, bis die potentielle Gefahr
beseitigt ist, oder
- die Sensoreinheit (26) ermittelt, ob sich Fahrgäste auf eine Tür zubewegen, die
als defekt markiert ist, und falls notwendig eine entsprechende Information an die
Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit (26) ermittelt, ob Fahrgäste das Schließen einer Tür dadurch verhindern,
dass sie zu nah an dieser Tür stehen, und falls notwendig eine entsprechende Information
bereits vor dem Schließen der Tür an die Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit (26) ermittelt, ob Fahrgäste ein Fahrrad mitführen, ein Abgleich
mit Informationen über das jeweilige Fahrzeug in Hinblick darauf erfolgt, ob in diesem
Fahrzeug ein Fahrradstellplatz zur Verfügung steht, und falls dies nicht der Fall
ist, eine entsprechende Information an die Fahrgäste erfolgt, oder
- die Sensoreinheit (26) die Position und Geschwindigkeit von Extremitäten ermittelt
und daraus Rückschlüsse auf die Absicht eines Fahrgastes zieht.
1. A door system (20) for a public transport vehicle (42) with a sensor unit (26), at
least one door opening (44) and a door closing the door opening (44) and at least
one communication element for a context-based communication in the form of instructions
or information to passengers on the basis of measurement results of the sensor unit
(26), wherein the instructions or information originate from the door system and are
generated when specific measurement results are present, wherein the communication
automatically takes place by the door system (20) itself, and the sensor unit (26)
is constituted and designed such that it scans a passenger compartment in the region
of the door opening (44) a three-dimensional non-contact manner to determine distances
and shapes inside the passenger compartment,
characterised in that the sensor unit (26) is constituted and designed to determine
- movement speed and movement direction of passengers,
- the position and speed of extremities of the passengers,
- the movement speed and movement direction of additional objects,
wherein the sensor unit (26) is coupled to the control of the door or the door leaves
(22) in order to monitor a space between the door leaves (22) or the region directly
inside a door frame between the main closing edge of the door and the door frame,
and is constituted and designed such that it can read out respectively the current
door position or the current door leaf position.
2. The door system (20) according to claim 1, characterised in that the sensor unit (26) performs distance measurements on the basis of an emitted point
cloud in which the delay of a reflection of a pulse is evaluated.
3. The door system (20) according to claim 1 or claim 2, characterised in that the sensor unit (26) contains an optical sensor.
4. The door system (20) according to claim 1 or claim 2, characterised in that the sensor unit (26) comprises an evaluation unit.
5. The door system (20) according to any one of claims 2 to 4, characterised in that the sensor unit (26) comprises a laser scanner unit.
6. The door system (20) according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the passenger compartment comprises an interior space of the vehicle (42) and/or
an exterior space outside the vehicle (42).
7. The door system (20) according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the sensor unit (26) is constituted and designed such that a space outside the vehicle
is also scanned, which extends from the door opening (44) up to 5 m, preferably 2
m from the latter.
8. The door system (20) according to any one of claims 1 to 7, characterised in that a space, through which the door or the door leaves (22) move, is monitored by the
sensor unit (26) for the prevention of injury, wherein opening of the door or the
door leaves (22) is interrupted if an obstruction is present in this area.
9. The door system (20) according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the communication element is constituted as a loudspeaker (50) in the region of the
door.
10. The door system (20) according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the communication element is constituted as a monitor (52) in the region of the door.
11. The door system (20) according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the communication element is constituted as a light source (54) in the region of
the door.
12. A method for the monitoring and control of a door system (20) of the public transport
vehicle (42) with the method steps:
- contactless three-dimensional scanning of a passenger compartment in the region
of a door opening (44) with a sensor unit (26),
- determining
- the distances, shapes and movement speed and movement direction of passengers,
- the position and speed of extremities of passengers,
- the movement speed and movement direction of additional objects by evaluation of
the results of the contactless three-dimensional scanning,
- reading out of a current door position or current door leaf position from the control
of the door or the door leaf (22) by the sensor unit (26) for monitoring a space between
the door leaves (22) or the region immediately inside a door frame between a main
closing edge of the door and the door frame,
- outputting of the at least one context-based piece of information from the following
group by the door system itself in the form of instructions or information to the
passengers, wherein the information is based on measurement results of the sensor
unit (26) and the current door position or current door leaf position, and
- alighting and boarding passengers are determined and counted and information is
communicated to the passengers, which is based on the level of occupancy of the vehicle,
or
- the sensor unit (26) scans the boarding aid (24), wherein when obstacles such as
a snow or an ice covering for example is determined, corresponding information is
communicated to the passengers, or
- the sensor unit (26) determines whether an object, in particular a passenger, is
leaning against the door or against a door leaf when the latter is to be opened and
if need be corresponding information is communicated to the passengers, wherein the
door remains blocked for opening until the potential hazard is removed, or
- the sensor unit (26) determines whether an object, in particular a passenger from
outside is standing too close to an outswinging door, an object, in particular a passenger,
is leaning against the door or against the door leaf, whereas the latter should be
opened and if need be corresponding information is communicated to the passengers,
wherein the door remains blocked from opening until the potential hazard is removed,
or
- the sensor unit (26) determines whether passengers are moving towards a door which
is marked as defective, and if need be corresponding information is communicated to
the passengers, or
- the sensor unit (26) determines whether passengers are preventing the closing of
a door due to the fact that they are standing too close to the door, and if need be
corresponding information is communicated to the passengers before the closing of
the door, or
- the sensor unit (26) determines whether passengers are carrying along a bicycle,
a comparison takes place with information concerning the vehicle in question with
regard to whether a bicycle parking place is available in this vehicle, and if this
is not the case, corresponding information is communicated to the passengers, or
- the sensor unit (26) determines the position and speed of extremities and draws
conclusions therefrom regarding the passenger's intention.
1. Système de portière (20) pour un véhicule (42) du transport public de passagers, pourvu
d'une unité de capteurs (26), d'au moins une ouverture (44) de portière et d'une portière
fermant l'ouverture (44) de portière et d'au moins un élément de communication pour
une communication contextuelle sous la forme d'instructions ou d'informations adressées
aux passagers sur la base de résultats de mesure de l'unité de capteurs (26), les
instructions ou informations provenant du système de portière et étant générées en
présence de certains résultats de mesure, la communication étant effectuée automatiquement
par le système de portière (20) proprement dit et l'unité de capteurs (26) étant réalisée
et configurée de sorte à balayer sans contact, de manière tridimensionnelle un espace
passagers dans la zone de l'ouverture (44) de portière, pour déterminer des distances,
des formes à l'intérieur de l'espace passagers,
caractérisé en ce que l'unité de capteurs (26) est réalisée et configurée pour déterminer
- la vitesse de déplacement et la direction de déplacement de passagers,
- la position et la vitesse d'extrémités des passagers,
- la vitesse de déplacement et la direction de déplacement d'objets supplémentaires,
pour superviser un espace entre les battants de portière (22) ou la zone directement
intérieure à un cadre de portière, entre une arête de fermeture principale de la portière
et le cadre de portière, l'unité de capteurs (26) étant connectée avec le système
de commande de la portière ou des battants de portière (22) et réalisée et configurée
de sorte à être en mesure de lire chaque fois la position actuelle de la portière
ou la position actuelle des battants de portière.
2. Système de portière (20) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de capteurs (26) procède à des mesures de la distance sur la base d'un nuage
de points émis, consistant à évaluer la temporisation d'une réflexion d'une impulsion.
3. Système de portière (20) selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité de capteurs (26) comprend un capteur optique.
4. Système de portière (20) selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité de capteurs (26) comporte une unité d'évaluation.
5. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que l'unité de capteurs (26) comporte une unité de scanner laser.
6. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'espace passagers comprend un espace intérieur du véhicule (42) et/ou un espace
extérieur hors du véhicule (42).
7. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'unité de capteurs (26) est constituée et orientée de telle sorte qu'à l'extérieur
du véhicule soit balayé additionnellement un espace qui, à partir de l'ouverture (44)
de portière s'étend jusqu'à 5 m, de préférence 2 m en éloignement de celle-ci.
8. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un espace à travers lequel la portière ou les battants (22) de portière se déplacent
est supervisé par l'unité de capteurs (26), pour la prévention de blessures, une ouverture
de la portière ou des battants (22) de portière étant interrompue lorsqu'un obstacle
se trouve dans ledit espace.
9. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de communication est réalisé sous la forme d'un haut-parleur (50) dans
la zone de la portière.
10. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de communication est réalisé sous la forme d'un moniteur (52) dans la zone
de la portière.
11. Système de portière (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément de communication est réalisé sous la forme d'un moyen lumineux (54) dans
la zone de la portière.
12. Procédé, destiné à superviser et à commander un système de portières (20) d'un véhicule
(42) du transport public de passagers, comprenant les étapes de procédé consistant
dans :
- le balayage tridimensionnel sans contact d'un espace passagers dans la zone d'une
ouverture (44) de portière à l'aide d'une unité de capteurs (26),
- la détermination
- de distances, de formes, ainsi que de la vitesse de déplacement et de la direction
de déplacement de passagers,
- de la position et de la vitesse d'extrémités des passagers,
- de la vitesse de déplacement et de la direction de déplacement d'objets additionnels
par évaluation des résultats du balayage tridimensionnel sans contact,
- la lecture d'une position actuelle de la portière ou d'une position actuelle des
battants de portière à partir du système de commande de la portière ou des battants
(22) de portière par l'unité de capteurs (26), pour superviser un espace entre les
battants de portière (22) ou de la zone directement intérieure à un cadre de portière,
entre une arête de fermeture principale de la portière et le cadre de portière,
- l'édition d'au moins une information contextuelle du groupe suivant par le système
de portière proprement dit sous la forme d'instructions ou d'informations adressées
aux passagers, l'information étant basée sur des résultats de mesure de l'unité de
capteurs (26) et sur la position actuelle de la portière ou des battants de portière
et
- des passagers entrants et sortants étant déterminés et comptés et une information
étant donnée aux passagers, qui est basée sur le taux de remplissage du véhicule,
ou
- l'unité de capteurs (26) balayant l'équipement d'accessibilité (24), lorsque des
obstacles, comme par exemple une couche de neige ou de glace sont déterminés, une
information correspondante étant donnée aux passagers ou
- l'unité de capteurs (26) déterminant si un objet, notamment un passager s'adosse
à la portière ou à un battant de portière, alors que celle-ci ou celui-ci devrait
être ouvert(e) et si nécessaire, une information correspondante étant donnée aux passagers,
la portière restant bloquée à l'ouverture jusqu'à ce qu'il soit remédié au danger
potentiel ou
- l'unité de capteurs (26) déterminant si un objet, notamment un passager à l'extérieur
est trop proche d'une portière pivotante, un objet, notamment un passager s'adosse
à la portière ou à un battant de portière, alors que celle-ci ou celui-ci devrait
être ouvert(e) et si nécessaire, une information correspondante étant donnée aux passagers,
la portière restant bloquée à l'ouverture jusqu'à ce qu'il soit remédié au danger
potentiel ou
- l'unité de capteurs (26) déterminant si des passagers se rapprochent d'une portière
qui est identifiée comme étant défectueuse et si nécessaire, une information correspondante
étant donnée aux passagers ou
- l'unité de capteurs (26) déterminant si des passagers empêchent la fermeture d'une
portière en étant trop proches de ladite portière et si nécessaire, une information
correspondante étant donnée aux passagers, déjà avant la fermeture de la portière
ou
- l'unité de capteurs (26) déterminant si des passagers transportent une bicyclette,
un rapprochement avec des informations sur le véhicule concerné ayant lieu pour rechercher
si une place de dépose de bicyclette est disponible dans ledit véhicule et si ce n'est
pas le cas, une information correspondante étant donnée aux passagers, ou
- l'unité de capteurs (26) déterminant la position et la vitesse d'extrémités et en
tirant des conclusions sur les intentions d'un passager.