[0001] Die Erfindung betrifft einen Querverbinder für Reihenklemmen mit einem Querverbindungsabschnitt
und mindestens zwei von dem Querverbindungsabschnitt abragenden Steckzungen, wobei
die Steckzungen einstückig mit dem Querverbindungsabschnitt aus einem Metallelement
gebildet sind.
[0002] Derartige Querverbinder werden eingesetzt, um eine elektrisch leitende Querverbindung
zwischen benachbart auf einer Tragschiene angeordneten Reihenklemmen herzustellen.
EP 1 347 535 A2 zeigt einen solchen Querverbinder für Reihenklemmen mit einer Schienenleiste und
mindestens zwei kammzinkenartig daran angeordneten Steckern, die mit dem Querverbinderabschnitt
einteilig aus einem Blech ausgestanzt sind.
DE 102 55 674 A1 offenbart eine Reihenklemme mit einem steckbaren Querbrücker, bei dem der Kopfsteg
und die Steckzungen des Querbrückers einstückig realisiert sind und die Steckzungen
einen U-förmig zurückgebogenen Formfederabschnitt aufweisen. Die Herstellung des Querbrückers
ist durch einen einzigen Stanzschritt mit einem darauffolgenden Biegevorgang zum Umbiegen
der Steckzungen möglich.
DE 10 2011 053 899 A1 offenbart einen Querverbinder mit mehreren als Stecker federnd ausgebildeten, separaten
Kontaktanschlüssen, die mit dem Querverbinder beispielsweise durch Crimpen verbunden
werden.
DE 33 112 002 C1 beschreibt einen Querverbinder für Reihenklemmen, bei dem einstückig an einer Querleiste
kammzinkenartig eine Vielzahl von Flachsteckern abragen. Diese Flachstecker sind etwa
um 90 Grad zur Querleiste verdreht, so dass ihre Flachebene etwa senkrecht zur Längsebene
der Querleiste steht. Der Querverbinder ist dabei als einfaches Stanz- und Biegeteil
ausgeführt.
DE 10 2009 030 645 B4 offenbart ein Brückerelement mit mindestens zwei Brückerzinken und einem mit dem
Brückerzinken elektrisch leitend verbundenen Brückenabschnitt. Die Brückerzinken haben
einen Querschnitt L-förmiges Profil. Der Querbrücker ist mittels gängiger Umformtechniken
herstellbar.
[0003] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Querverbinder
für einen optimierten Stromfluss zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird mit dem Querverbinder mit dem Merkmal des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Die Steckzungen des Querverbinders sind von dem Querverbindungsabschnitt abgebogen.
Der Querverbindungsabschnitt geht dabei jeweils mit einem Innenradius und einem diesen
gegenüberliegenden Außenradius in eine Steckzunge über.
[0006] Die Steckzungen werden mit diesem Querverbindungsabschnitt somit nicht einfach aus
einem Metallblech ausgestanzt. Vielmehr wird vorgeschlagen, dass die Steckzungen von
dem Querverbindungsabschnitt in einen Biegevorgang abgebogen werden. Damit werden
die stromleitenden Querschnitte insbesondere im Übergang des Querverbindungsabschnitts
zu den Steckzungen und damit der Stromfluss verbessert.
[0007] So können die Steckzungen von einem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt in etwa
rechtwinklig mit einem Bogen abgewinkelt sein, so dass ein gleichbleibend großer stromtragender
Querschnitt gewährleistet ist.
[0008] An den diametral einander gegenüberliegenden Enden des Querverbindungsabschnitts
kann jeweils eine Steckzunge abgebogen sein. Der Querverbindungsabschnitt geht dann
in einander gegenüberliegenden Biegeabschnitten in eine jeweilige endseitige Steckzunge
über.
[0009] Denkbar ist, dass quer zur Erstreckungsrichtung des Querverbindungsabschnitts (mindestens)
eine Steckzunge aus dem Material des Querverbindungsabschnitts abgebogen ist. Auch
diese mindestens eine weitere Steckzunge ist nicht einfach aus einem Metallblech ausgestanzt,
sondern durch Umbiegung über einen Biegeabschnitt mit dem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt
verbunden. Hierzu kann zunächst eine Vorverarbeitung eines Metallelementes, wie beispielsweise
eines Metallblechs durch Ausstanzen des Querverbindungsabschnitts mit den daran angrenzende
Steckzungen erfolgen. Die Ausrichtung der Steckzungen relativ zueinander und zum Querverbindungsabschnitt
ist aber dann für den Querverbinder durch Umbiegungen realisiert.
[0010] Die Steckzungen können sich parallel zueinander von dem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt
weg erstrecken. Sie können dabei auch auf einer gemeinsamen Ebene oder optional auch
auf mehreren Ebenen liegen. Der Anordnung der Steckzunge auf unterschiedlichen Ebenen
kann für das versetzte überlappende Stecken von Querverbindern auf Reihenklemmen in
mehreren Steckebenen vorteilhaft sein.
[0011] Der dem Querverbindungsabschnitt abgewandte freie Endabschnitt mindestens einer der
Steckzungen kann eine geprägte Steckkontur haben. Damit kann durch einen dem Biegevorgang
vorgelagerten Prägeprozess des Metallelements eine Steckkontur geschaffen werden,
die beispielsweise das überlappende Einstecken von Steckzungen in einen Querverbinder-Steckkontakt
einer Reihenklemme erlauben.
[0012] Die geprägte Steckkontur kann beispielsweise ein L-förmiges Profil mit einem sich
quer zur Brückerrichtung erstreckenden inneren Kontaktabschnitt und einem sich quer
hierzu erstreckenden äußeren Kontaktabschnitt haben. Die geprägten Steckkonturen von
am Querverbindungsabschnitt einander gegenüberliegenden Steckzungen können gleichgerichtet
oder spiegelverkehrt zueinander ausgerichtet sein.
[0013] Durch eine spiegelverkehrte Ausrichtung der Steckzungen zueinander an dem Querverbindungsabschnitt
ist ein von der Lage bzw. der Ausrichtung des Querverbinders unabhängiges Stecken
des Querverbinders ermöglicht.
[0014] Der Querverbindungsabschnitt kann eine Steckkontaktöffnung haben, wobei eine Steckzunge
in die Steckkontaktöffnung einsteckbar oder eingesteckt ist. Damit lässt sich insbesondere
für Steckzungen, die zwischen den endseitigen Steckzungen des am Querverbindungsabschnitt
positioniert werden sollen, eine auswählbare Konfiguration des Querverbinders erreichen.
So können eine Anzahl von ausgewählten, nebeneinander auf einer Tragschiene in einem
festgelegten Teilungsabstand angeordnete Reihenklemmen elektrisch leitend mit einem
gemeinsamen Querverbinder verbunden werden. Die Auswahl der mit dem Querverbinder
zu kontaktierenden Reihenklemmen erfolgt dann mit Hilfe der separaten Steckzungen,
die in die gewünschten Steckkontaktöffnungen teilweise eingesteckt werden.
[0015] Die Steckzunge kann dabei ein federelastisches Steckende zur elektrisch leitenden
Steckkontaktierung des Querverbindungsabschnitts haben, wenn das Steckende in die
Steckkontaktöffnung eingesteckt ist. Damit wird ein Kontaktdruck von dem Steckende
auf den Querverbindungsabschnitt ausgeübt, mit dem der notwendige Stromübergang sichergestellt
wird.
[0016] Der Querverbindungsabschnitt kann von einem Isolierstoffmantel umhüllt sein. Damit
wird ein isolierter Griffabschnitt bereitgestellt. Zudem werden die Luft- und Kriechstrecken
verbessert.
[0017] Der Isolierstoffmantel kann sich entlang eines sich an den Querverbindungsabschnitt
anschließenden Teilabschnitts der Steckzunge um diesen Teilabschnitt herum erstrecken.
Damit werden auch die Steckzungen zum Teil von einem Isolierstoffmantel umgeben.
[0018] Mindestens eine der Steckzungen kann eine Einschnürung haben, um auf diese Weise
eine Sollbruchstelle zu bilden. Damit können Steckzungen wahlweise von dem Querbrücker
entfernt werden, um eine Querbrückung ausgewählter Reihenklemmen einer Anzahl von
nebeneinander auf einer Tragschiene angeordneten Reihenklemmen zu ermöglichen.
[0019] Mindestens einer der Biegeabschnitte im gebogenen Übergang einer Steckzunge zum gemeinsamen
Querverbindungsabschnitt kann ein L-förmiges Profil haben. Damit kann die Knicksteifigkeit
ohne störenden Einfluss auf den Stromleitungsquerschnitt verbessert werden. Dann ist
denkbar, dass die an den diametral einander gegenüberliegenden Enden des Querverbindungsabschnitts
angeordneten Biegeabschnitte jeweils im Querschnitt ein L-förmiges Profil haben, die
spiegelverkehrt zueinander ausgerichtet sind. Damit kann die Biegesteifigkeit des
Querverbinders weiter verbessert werden.
[0020] Das Metallelement kann in eine Vorzugs-Prägerichtung zunächst geprägt sein. Die Steckzungen
sind dann quer zur Prägerichtung von dem Querverbindungsabschnitt abgebogen. Durch
die Prägung des zunächst umgebogenen Metallelements in eine Vorzugs-Prägerichtung
wird die Belastung im Prägewerkzeug vergleichmäßigt. Zudem können an den Abständen
der Steckzungen dann gezielt größere Materialstärken für einen verbesserten Stromfluss
realisiert werden. Durch das nachfolgende Abbiegen der Steckzungen quer zur Prägerichtung
kann der aus der Prägung resultierende Materialverlust bestmöglich ausgenutzt werden,
um stabile Biegeradien mit großen stromleitenden Querschnitten zu realisieren.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit den beigefügten
Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- perspektivische Ansicht eines Querverbinders;
- Figur 2 -
- Frontansicht des Querverbinders aus Figur 1 mit der Schnittlinie C-C;
- Figur 3 -
- Schnittdarstellung des Querverbinders aus Figur 2 im Schnitt C-C;
- Figur 4 -
- Seitenansicht des Querverbinders aus Figuren 1 bis 3;
- Figur 5 -
- Draufsicht auf ein geprägtes Metallelement zur Bildung des Querverbinders aus Figuren
1 bis 4;
- Figur 6 -
- Querverbinder aus Figur 1 in perspektivischer Ansicht mit Isolierstoffgehäuse;
- Figur 7 -
- Frontansicht des Querverbinders aus Figur 6;
- Figur 8 -
- Schnittansicht des Querverbinders aus Figur 7 im Schnitt A-A;
- Figur 9 -
- Querschnittsansicht des Querverbinders im Schnitt B-B durch die Steckzungen;
- Figur 10 -
- perspektivische Ansicht einer Reihenklemmenanordnung mit darin eingesteckten Querverbindern;
- Figur 11 -
- Seitenansicht einer Reihenklemme mit eingesteckten Querverbindern;
- Figur 12 -
- Querschnittsansicht durch die Reihenklemmenanordnung aus Figur 10 im Bereich der Steckzungen
der Querverbinder;
- Figur 13 -
- perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Querverbinders mit steckbaren
Steckzungen.
[0022] Figur 1 lässt eine perspektivische Ansicht eines Querverbinders 1 für Reihenklemmen
erkennen, der einstückig aus einem Metallelement in Form eines Metallblechs oder Metallbandes
ausgeformt ist. Der Querverbinder 1 hat einen Querverbindungsabschnitt 2, von dem
drei Steckzungen 3a, 3b, 3c abgebogen sind. Die Steckzungen 3a, 3b, 3c gehen dabei
jeweils in einem Biegeabschnitt 4a, 4b, 4c in den gemeinsamen Querverbindungsabschnitt
2 über. Die Biegeabschnitte 4a, 4b, 4c haben jeweils einen gekrümmten Innenradius
5 und einen gekrümmten Außenradius 6.
[0023] Deutlich wird, dass die Steckzungen 3a, 3b, 3c mit eben diesem Querverbindungsabschnitt
2 nicht einfach aus einem Metallblech ausgestanzt und auf derselben Ebene belassen
sind. Vielmehr sind die Biegeradien 4a, 4b, 4c vorhanden, in denen die Steckzungen
3a, 3b, 3c von dem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt 2 abgebogen sind. Damit sind
relativ große stromleitende Querschnitte zwischen dem Querverbindungsabschnitt 2 und
den Steckzungen 3a, 3b, 3c realisierbar.
[0024] Die beiden äußeren Steckzungen 3a, 3c sind an den diametral einander gegenüberliegenden
Enden des Querverbindungsabschnitts 2 abgebogen. Im mittleren Bereich ist dann seitlich
quer zur Längserstreckungsrichtung des Querverbindungsabschnitts 2 mindestens eine
weitere Steckzunge 3b abgebogen, deren Biegeradius 4b quer zu den Biegeradien 4a,
4c der beiden äußeren Steckzungen 3a, 3c verläuft.
[0025] Deutlich wird weiterhin, dass der Querverbinder 1 eine geprägte Kontur hat. An der
rechten Steckzunge 3c wird deutlich, dass der freie Endabschnitt 7, der dem Querverbindungsabschnitt
2 abgewandt ist, ein L-förmiges Profil mit einem sich quer zur Brückerrichtung erstreckenden
inneren Kontaktabschnitt 8 und einem sich quer hierzu erstreckenden äußeren Kontaktabschnitt
9 hat.
[0026] Zudem haben die äußeren Biegeabschnitte 4a, 4c ebenfalls eine geprägte Kontur mit
L-förmigen Profil.
[0027] Deutlich wird weiterhin, dass der Querverbindungsabschnitt 2 und die sich daran anschließenden
Biegeabschnitte 4a, 4c und sich an diese Biegeabschnitte 4a, 4c anschließenden Teilabschnitte
der Steckzungen 3a, 3c in Dickenrichtung des Querverbinders 1 breiter als in die Dickenrichtung
des Querverbindungsabschnitts 2 ist. Die Dickenrichtung verläuft dabei quer zur Längserstreckungsrichtung
des Querverbindungsabschnitts 2 sowie quer zur Längserstreckungsrichtung der Steckzungen
3a, 3c.
[0028] Die Dickenrichtung der Steckzungen 3a, 3c verläuft quer zur Längserstreckungsrichtung
der Steckzungen 3a, 3c sowie quer zur Längserstreckungsrichtung des Querverbindungsabschnitts
2.
[0029] Die Breite der Steckzungen 3a, 3c ist durch die Breite quer zur Längserstreckungsrichtung
der Steckzungen 3a, 3c sowie in Längserstreckungsrichtung des Querverbindungsabschnitts
2 definiert.
[0030] Deutlich wird weiterhin, dass die L-förmigen Profile in den Biegeabschnitten 4a,
4c an den diametral einander gegenüberliegenden Enden des Querverbindungsabschnitts
2 spiegelverkehrt zueinander ausgerichtet sind.
[0031] Deutlich wird weiterhin, dass die freien Endabschnitte 7 der Steckzungen 3a, 3b,
3c im Vergleich zu den sich daran anschließenden und in den Querverbindungsabschnitt
2 übergehenden Teilabschnitten verjüngt sind und damit einen geringeren Querschnitt
als die sich an die Biegeabschnitte 4a, 4b, 4c anschließenden Teilabschnitte der Steckzungen
3a, 3b, 3c haben.
[0032] Der Querverbindungsabschnitt 2 weist an seiner den Steckzungen 3a, 3b, 3c abgewandten
Oberseite entlang seinen Längskanten jeweils eine geprägte oder gefräste Fase 2a auf.
[0033] Figur 2 lässt eine Frontansicht des Querverbinders 1 aus Figur 1 erkennen. Hier wird
nochmals deutlich, dass die Steckzungen 3a, 3c an den Biegeabschnitten 4a, 4c jeweils
mit einem gebogenen Innenradius und einem diesem gegenüberliegenden gebogenen Außenradius
6 in den gemeinsamen Querverbindungsabschnitt 2 übergehen. Der Querverbindungsabschnitt
2 erstreckt sich dabei quer zu den von diesem abragenden Steckzungen 3a, 3b, 3c.
[0034] Deutlich wird weiterhin, dass mit einem weiteren Biegeradius 4b im mittleren Bereich
des Querverbindungsabschnitts 2 eine weitere Steckzunge 3b abgebogen ist, die zwischen
den äußeren Steckzungen 3a, 3c positioniert ist. Der Biegeradius 4b ist dabei um 90°
gedreht bzw. quer zu den Biegeradien 4a, 4c ausgebildet.
[0035] Erkennbar ist weiterhin, dass die freien Endabschnitte 7 nach einem Versatz 10 aufeinander
zu gebogen sind, sodass der Abstand der Biegeradien 4a, 4c voneinander geringer als
der Abstand der freien Enden 7 der äußeren Steckzungen 3a, 3c ist.
[0036] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Steckzunge 3b länger als die beiden
äußeren Steckzungen 3a, 3c ausgeführt, sodass das freie Ende 7 dieser mittleren Steckzunge
3b über die von den freien Enden 7 der äußeren Steckzungen 3a, 3c aufgespannten Ebene
hinausragt. Eine solche Ausführungsform ist aber nur optional und kann genutzt werden,
um einen voreilenden Kontakt für den Querverbinder 1 bereitzustellen.
[0037] Figur 3 lässt eine Schnittansicht des Querverbinders 1 im Schnitt C-C erkennen. Dieser
Schnitt verläuft durch die mittlere Steckzunge 3b. Hierbei wird der Biegeabschnitt
4b im Übergang zu dem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt 2 deutlich, der ebenfalls
einen Innenradius 5 und einen diesbezüglich größeren Außenradius 6 hat. Die Steckzunge
3b geht in diesem Biegeradius 4b zunächst mit einem nach außen von dem Querverbindungsabschnitt
2 weg gerichteten Abschnitt in den quer zum Querverbindungsabschnitt 2 gerichteten
Abschnitt des Biegeabschnitts 4b über. Der Biegeabschnitt 4b verläuft sodann rückwärts
gerichtet, um anschließend in Ausrichtung der Steckzungen 3a, 3c zurückgebogen zu
werden. Der Biegeabschnitt 4b hat somit einen Winkel von etwa 120° +/- 20°. Die Steckzungen
3a, 3b, 3c liegen ferner in einer gemeinsamen Ebene bzw. befinden sich in einer Flucht
in Richtung des Querverbindungsabschnitts 2 gesehen.
[0038] Weiterhin wird deutlich, dass die Steckzunge 3b in einem an sich an den Biegeabschnitt
4b anschließenden Teilbereich eine Einschnürung 11 hat. Damit wird eine Sollbruchstelle
gebildet, an der die Steckzunge 3b durch Hin- und Herschwenken und/oder Verdrehen
von dem Biegeabschnitt 4b und dem Querverbindungsabschnitt 2 abgetrennt werden kann.
Damit kann der Querverbinder 1 wahlweise an gewünschte Teilungsabstände angepasst
werden.
[0039] Ein solcher Querverbinder 1 kann auch mit nur zwei vom Querverbindungsabschnitt 2
abragenden Steckzungen 3a, 3c oder auch mit vier, fünf, sechs, sieben, acht oder mehr
Steckzungen realisiert werden, wobei die zwischen den äußeren Steckzungen 3a, 3c liegenden
Steckzungen dann in der Art der mittleren Steckzunge 3b realisiert werden sollten.
[0040] Figur 4 lässt eine Seitenansicht des Querverbinders 1 aus Figuren 1 bis 3 erkennen.
Deutlich wird, dass das freie Ende 7 der Steckzunge 3c geprägt ist und ein L-förmiges
Profil mit einem inneren Kontaktabschnitt 8 und einem quer sich hierzu erstreckenden
äußeren Kontaktabschnitt 9 hat. Dieses L-förmige Profil setzt sich dann nach dem Absatz
oder Versatz 10 in dem Biegeabschnitt 4c und dem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt
2 fort.
[0041] Deutlich wird weiterhin, dass die freien Enden 7 der Steckzungen 3a, 3b, 3c schmaler
als die sich an den Querverbindungsabschnitt 2 anschließenden Teilbereiche der Steckzungen
3a, 3b, 3c sind. In Dickenrichtung verjüngen die freien Enden 7 der Steckzungen 3a,
3b, 3c sich somit.
[0042] Figur 5 lässt eine Draufsicht auf ein Metallelement 12 zur Bildung des vorherbeschriebenen
Querverbinders 1 erkennen. Deutlich ist, dass das Metallelement 12 in einem ersten
Verfahrensschritt geprägt und ausgestanzt ist, sodass von einem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt
2 zwei äußere Steckzungen 3a, 3c mit ihren freien Enden 7 voneinander weg weisend
abragen. Quer zu dem Querverbindungsabschnitt 2 und den äußeren Steckzungen 3a, 3c
ragt mindestens eine weitere Steckzunge 3b ab. Durch Prägung ist bereits jeweils ein
Versatz 10 im Übergang der freien Enden 7 zu dem verbreiterten Teil der Steckzungen
3a, 3c ausgebildet. Weiterhin sind die Bereiche der Biegeabschnitte 4a, 4c bereits
vorgeprägt. Alternativ zum Prägen können die Konturen des Querverbinders 1 auch durch
Fräsen gebildet werden.
[0043] Um ein Fließen des verdrängten Materials beim Prägen zu ermöglichen sind Freischnitte
13 an den Steckzungen 3a, 3c und gegebenenfalls auch an den mittleren Steckzungen
3b vorgesehen. Denkbar ist aber auch ein nachträgliches Nachschneiden von überstehenden
Material.
[0044] Im weiteren Herstellungsschritt können dann von dem gemeinsamen Querverbindungsabschnitt
2 die äußeren Steckzungen 3a, 3c an den Biegeabschnitten 4a, 4c um 90° umgebogen werden.
Die Steckzunge 3b wird ebenfalls von dem Querverbindungsabschnitt 2 mit einem Biegeradius
so umgebogen, dass die Steckzunge 3b sich quer zur Längserstreckungsrichtung des Querverbindungsabschnitts
2 nach unten parallel zu den äußeren Steckzungen 3a, 3c erstreckt.
[0045] Figur 6 lässt eine perspektivische Ansicht des Querverbinders 1 aus Figur 1 mit einem
den Querverbindungsabschnitt 2 umgebenden Isolierstoffgehäuse 14 erkennen. Dieses
Isolierstoffgehäuse 14 umhüllt nicht nur den Querverbindungsabschnitt 2, sondern erstreckt
sich entlang der sich an den Querverbindungsabschnitt 2 anschließenden Teilabschnitte
der Steckzungen 3a, 3b, 3c um diese Teilabschnitte herum. Dabei ragen die freien Enden
7 der Steckzungen 3a, 3b, 3c aus dem Isolierstoffgehäuse 14 nach unten heraus. Das
Isolierstoffgehäuse 14 liegt dabei an den äußeren Steckzungen 3a, 3c an. Bei der mindestens
einen mittleren Steckzunge 3b ist hingegen ein Freiraum zwischen dem Isolierstoffgehäuse
14 und dem von diesem umgebenen Teilabschnitt vorhanden.
[0046] Figur 7 lässt eine Frontansicht des Querverbinders 1 aus Figur 6 erkennen. Dabei
wird nochmals deutlich, dass das Isolierstoffgehäuse 14 einen sich um den Abschnitt
und sich hiervon quer nach unten abragende Abschnitte hat, die sich um Teilabschnitte
der Steckzungen 3a, 3b, 3c herum erstrecken.
[0047] Weiterhin sind die Schnittlinien A-A im Längsschnitt durch die mittlere Steckzunge
3b und im Querschnitt B-B durch die Steckzungen 3a, 3b, 3c dargestellt.
[0048] Figur 8 lässt die Querschnittsansicht des Querverbinders 1 aus Figur 7 im Schnitt
A-A erkennen. Hierbei wird deutlich, dass zwischen der Steckzunge 3b und dem Isolierstoffgehäuse
14 ein Freiraum 15 vorhanden ist. Auf diese Weise kann die Steckzunge 3b durch Hin-
und Herschwenken und/oder Verdrehen an der Einschnürung 11 abgetrennt werden.
[0049] Deutlich wird weiterhin, dass das Isolierstoffgehäuse 14 in dem Bereich oberhalb
des Querverbindungsabschnitts 2 einen Griffabschnitt 16 mit Griffmulden 17 hat, an
dem der Querverbinder 1 von der Hand oder mit einem Werkzeug gehalten und geführt
werden kann.
[0050] Deutlich wird auch, dass bedingt durch die Fase 2a zwischen der Griffmulde 17 und
dem metallischen Querverbindungsabschnitt 2 genügend Isolierstoffmaterial des Isolierstoffgehäuses
14 vorhanden ist, um die erforderlichen Luft- und Kriechstrecken in diesem Bereich
einhalten zu können.
[0051] Figur 9 lässt eine Querschnittsansicht des Querverbinders 1 im Schnitt B-B durch
die Steckzungen 3a, 3b und 3c erkennen. Deutlich wird, dass die äußeren Steckzungen
3a, 3c punktsymmetrisch zueinander mit einem L-förmigen Profil geprägt sind. Die mittlere
Steckzunge 3b hingegen hat ein im Querschnitt rechteckförmiges Profil mit abgerundeten
Kanten. Hier wird nochmals der die Steckzunge 3b vollumfänglich umgebende Freiraum
15 zwischen der Steckzunge 3b und dem diesen im Teilabschnitt umgebenden Isolierstoffgehäuse
14 erkennbar.
[0052] Deutlich wird weiterhin, dass die beiden äußeren Steckzungen 3a, 3c in einem Teilabschnitt
entlang ihrer Länge des Teilabschnitts direkt ohne wesentlichen bzw. vollständig ohne
Abstand von dem Isolierstoffgehäuse 14 umhüllt sind.
[0053] Figur 10 lässt eine Reihenklemmenanordnung 16 erkennen, bei der eine Anzahl von Reihenklemmen
30 direkt nebeneinander auf einer nicht dargestellten Tragschiene aufgerastet sind.
Die Reihenklemmen 30 haben in an sich bekannter Weise mindestens eine Stromschiene
18 mit Leiteranschlussklemmen 19 sowie Brückerschächte 20. In die Brückerschächte
20 von Reihenklemmen 30 können dann Querverbinder 1 auf mindestens einer Steckebene
eingesteckt werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei nebeneinander
angeordnete Steckebenen für Querverbinder vorhanden. Denkbar ist aber auch ein ineinander
verschachteltes versetztes Einstecken von Querverbindern (nicht dargestellt).
[0054] Die Querverbinder werden dabei mit ihren Steckzungen 3a, 3b, 3c in den zugeordneten
Brückerschacht 20 einer ausgewählten Reihenklemme 30 eingesteckt, um dort an einem
Steckanschluss 21 in elektrisch leitende Verbindungen mit der Stromschiene 18 zu treten.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Steckanschluss 21 für die Querverbinder
1 eine U-förmig gebogene Klemmfeder 22, die in Stecköffnungen der Stromschiene 18
eingehängt ist.
[0055] Figur 11 lässt eine Seitenansicht einer Reihenklemme 30 erkennen. Dabei werden die
in die Brückerschächte 20 von oben eingesteckten Querverbinder 1 deutlicher, deren
Steckzungen 3 durch eine Öffnung in der Stromschiene 18 im Steckzustand hindurchragen.
Diese U-förmig gebogene Klemmfeder 22 übt dabei einen Kontaktdruck auf die Steckzunge
3 auf, um diese gegen die Stromschiene 18 zu drücken und damit einen sicheren elektrisch
leitenden Kontakt herzustellen.
[0056] Figur 12 lässt eine Schnittansicht durch die Reihenklemmenanordnung 16 aus Figur
10 im Schnitt A-A (siehe Figur 11) im Bereich der Querverbinder 1 erkennen. Hierbei
wird deutlich, dass die mittlere Steckbrücke 3b mit der Klemmfeder 22 in einer Stecköffnung
der Stromschiene 18 an diese angeklemmt ist. Die beiden äußeren Steckzungen 3a, 3c
zweier benachbarter Querverbinder sind zusammen in eine gemeinsame Stecköffnung der
Stromschiene 18 eingesteckt und dort zusammen mit der Klemmfeder 22 an die Stromschiene
18 angeklemmt. Durch ihr gegeneinander verschränktes, punktsymmetrisch zueinander
ausgerichtetes L-förmiges Profil werden diese mit der Klemmfeder 22 gegeneinander
und gemeinsam an die Randkante der Stromschiene 18 gedrückt, welche die Stecköffnung
für den Querverbinder 1 begrenzt.
[0057] Figur 13 lässt eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Querverbinders
1 erkennen. Dabei hat der Querverbindungsabschnitt 2 mindestens eine Stecköffnung
23 zur Aufnahme eines Steckkontaktabschnitts 24 einer Steckzunge 3d. Der Steckkontaktabschnitt
24 ist dabei als Federkontakt mit einem federelastischen Teil ausgebildet, welcher
eine Klemmkraft auf den Querverbindungsabschnitt 2 ausübt, wenn der Steckkontaktabschnitt
24 in die Stecköffnung 23 eingesteckt ist.
[0058] Damit können Steckzungen 3d wahlweise an dieser Position in ausgewählte Stecköffnungen
23 des Querverbinders 1 eingesteckt werden, um eine ausgewählte Anzahl von Reihenklemmen
30 in den durch den Abstand der Steckzungen 3a, 3d, 3c vorgegebenen Teilungsabstand
elektrisch leitend miteinander zu verbinden.
1. Querverbinder (1) für Reihenklemmen (17) mit einem Querverbindungsabschnitt (2) und
mindestens zwei von dem Querverbindungsabschnitt (2) abragenden Steckzungen (3, 3a,
3b, 3c, 3d), wobei die Steckzungen (3, 3a, 3b, 3c, 3d) einstückig mit dem Querverbindungsabschnitt
(2) aus einem Metallelement (12) gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckzungen (3, 3a, 3b, 3c, 3d) von dem Querverbindungsabschnitt (2) abgebogen
sind, wobei der Querverbindungsabschnitt (2) jeweils mit einem Innenradius (5) und
einem diesem gegenüberliegenden Außenradius (6) in eine Steckzunge (3, 3a, 3b, 3c,
3d) übergeht.
2. Querverbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem diametral einander gegenüberliegenden Enden des Querverbindungsabschnitts
(2) jeweils eine Steckzunge (3a, 3c) abgebogen ist.
3. Querverbinder (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass quer zur Erstreckungsrichtung des Querverbindungsabschnitts (2) eine Steckzunge (3b,
3d) aus dem Material des Querverbindungsabschnitts (2) abgebogen ist.
4. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Steckzungen (3, 3a, 3b, 3c, 3d) parallel zueinander von dem gemeinsamen
Querverbindungsabschnitt (2) weg erstrecken.
5. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Querverbindungsabschnitt (2) abgewandte freie Endabschnitt (7) mindestens
einer der Steckbrücken (3, 3a, 3c) eine geprägte oder gefräste Steckkontur hat.
6. Querverbinder (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die geprägte Steckkontur ein L-förmiges Profil mit einem sich quer zur Längserstreckungsrichtung
des Querverbindungsabschnitts (2) erstreckenden inneren Kontaktabschnitt (8) und einem
sich quer hierzu erstreckenden äußeren Kontaktabschnitt (9) hat.
7. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querverbindungsabschnitt (2) eine Steckkontaktöffnung (23) hat und eine Steckzunge
(3d) in jede Steckkontaktöffnung (23) einsteckbar ist.
8. Querverbinder (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckzunge (3d) ein federelastisches Steckende (24) zur elektrisch leitenden
Steckkontaktierung des Querverbindungsabschnitts (2) hat, wenn das Steckende (24)
in die Steckkontaktöffnung (23) eingesteckt ist.
9. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querverbindungsabschnitt (2) von einem Isolierstoffmantel (14) umhüllt ist.
10. Querverbinder (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Isolierstoffmantel (14) entlang eines sich an dem Querverbindungsabschnitt
(2) anschließenden Teilabschnitts der Steckzunge (3, 3a, 3b, 3c, 3d) um diesen Teilabschnitt
herum erstreckt.
11. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine in der Abbiegung einer Steckzunge (3a, 3c) vom Querverbindungsabschnitt
(2) zur Steckzunge (3a, 3c) verlaufender Biegeabschnitt (4a, 4b) im Querschnitt ein
L-förmiges Profil hat.
12. Querverbinder (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die diametral einander gegenüberliegenden Enden des Querverbindungsabschnitts (2)
angeordneten Biegeabschnitte (4a, 4c) jeweils im Querschnitt ein L-förmiges Profil
haben, wobei die L-förmigen Profile spiegelverkehrt zueinander sind.
13. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallelement (12) in eine Prägerichtung geprägt und die Steckzungen (3a, 3b,
3c) quer zur Prägerichtung von dem Querverbindungsabschnitt (2) abgebogen sind.
14. Querverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Steckzungen (3b, 3d) eine Einschnürung zur Ausbildung einer Sollbruchstelle
hat.