| (19) |
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(11) |
EP 3 197 606 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.12.2019 Patentblatt 2019/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.09.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/071510 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/046097 (31.03.2016 Gazette 2016/13) |
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| (54) |
APPLIKATIONSVORRICHTUNG
APPLICATION DEVICE
DISPOSITIF D'APPLICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.09.2014 EP 14186036
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.08.2017 Patentblatt 2017/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Sika Technology AG |
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6340 Baar (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TANNER, Pascal
CH-8716 Schmerikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Sika Patent Attorneys |
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c/o Sika Technology AG
Corp. IP Dept.
Tüffenwies 16
Postfach 8048 Zürich 8048 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 072 323
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DE-A1- 3 237 353
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Applikationsvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe, insbesondere
Mehrkomponenten-Klebstoffe oder Mehrkomponenten-Dichtstoffe.
Stand der Technik
[0002] EP 1 072 323 A1 beschreibt ein Kartuschen-Austraggerät mit einem dynamischen Mischer. Ausführungsgemäß
wird die Mischer-Antriebswelle beim Einlegen von Doppelkartuschen mit unterschiedlichen
Verhältnissen der Querschnitte jeweils automatisch in eine "richtige" Position geschwenkt.
Konkret erfolgt eine Verlagerung durch eine Schwenkung parallel zu Behälter-Längsachsen,
wobei die beiden Endlagen eines Mitnehmers, entsprechend einer Mittelachse des Mischers
auf einer Verbindungsgeraden der Behälterauslässe liegen. Insgesamt kann durch die
EP 1 072 323 A1 eine Anpassung an verschiedene Doppelkartuschen erfolgen. Diese Anpassung wird jedoch
als aufwendig empfunden.
[0003] DE 32 37 353 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Mischen von Dentalmassen. In einer Ausführungsform
treibt ein Motor über eine Zapfwelle einen Rührer an. Die Zapfwelle ist federnd teleskopierbar
ausgebildet und formschlüssig steckbar mit einem Kopf gekuppelt. Die Feder ist von
einem Gehäuse umschlossen. Insgesamt ist die Vorrichtung gem.
DE 32 37 353 A1 für eine Applikationsvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe weniger geeignet. In jedem
Fall wird die Lösung gem. diesem Stand der Technik hinsichtlich der Robustheit und
der Variabilität als verbesserungswürdig angesehen.
[0004] Eine Applikationsvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe ist beispielsweise aus
EP 2 606 985 A1 bekannt. Dort wird eine Antriebseinheit beschrieben, die eine Getriebeeinheit umfasst.
Über eine rotierende Antriebswelle wird ein Rotationsmischer angetrieben. Die Zuverlässigkeit
sowie die Robustheit einer derartigen Applikationsvorrichtung wird jedoch als verbesserungswürdig
angesehen. Insbesondere hat es sich gezeigt, dass es mitunter zu Getriebeschäden kommen
kann, die bevorzugtermaßen verhindert werden sollen. Weiterhin wird die Variabilität
der Applikationsvorrichtung gemäß dem Stand der Technik als verbesserungswürdig angesehen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zuverlässige und robuste Rotationsvorrichtung
bereitzustellen, bei der insbesondere Getriebeschäden vermieden werden können und
die vorzugsweise variabel angepasst werden kann.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Diese Aufgabe wird insbesondere durch eine Applikationsvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch eine Applikationsvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe,
insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe oder Mehrkomponenten-Dichtstoffe, aufweisend
mindestens zwei Kartuschenaufnahmevorrichtungen zur Aufnahme von auswechselbaren Kartuschen
mit zu vermischenden Stoffkomponenten, eine Austriebsvorrichtung zum Austreiben der
Stoffkomponenten aus den Kartuschen, eine Mischvorrichtung, die die Stoffkomponenten
mischt, wobei die Mischvorrichtung einen Rotationsmischer umfasst, der über eine Antriebswelle
angetrieben wird, die zumindest einen flexiblen Abschnitt mit einem ersten Ende und
einem zweiten Ende aufweist.
[0008] Ein Kerngedanke der Erfindung besteht darin, eine flexible Antriebswelle vorzuschlagen.
Flexible Antriebswellen sind grundsätzlich (jedoch in völlig anderen Zusammenhängen)
bekannt. Generell soll unter einer flexiblen Antriebswelle eine Antriebswelle verstanden
werden, die hinsichtlich einer Biegebelastung und/oder einer Torsionsbelastung flexibel
ist (also bis zu einem gewissen Grad nachgibt, ohne zerstört zu werden). Durch eine
derartige flexible Antriebswelle ist es insbesondere möglich, kurzzeitige Drehmomentlastspitzen
aufzufangen. Grundsätzlich können (zumindest teilweise) zwar kurzzeitige Drehmomentlastspitzen
auch durch eine (Sechskant-) Spindel in Zusammenwirken mit einem weicheren Kunststoffkolben
aufgefangen werden. In der Praxis hat sich ein derartiges Auffangen von kurzzeitigen
Drehmomentlastspitzen jedoch als nicht immer ausreichend erwiesen. Insbesondere kann
es zu Beschädigungen (beispielsweise am Getriebe) kommen, wenn der Rotationsmischer
blockiert. Weiterhin wird es durch eine flexible Antriebswelle insbesondere ermöglicht,
eine variable Positionierung des Getriebes für den Antrieb zu ermöglichen. Das Getriebe
kann also versetzt angeordnet werden. Dadurch werden verschiedene Applikationsvorrichtungs-Varianten
ermöglicht, die nur geringfügig modifiziert werden müssen, so dass verschieden dimensionierte
Kartuschen bzw. Gebinde auf einfache Weise aufgenommen werden können, wobei ggf. nur
die Position der Antriebsspindel angepasst werden muss (durch Versatz).
[0009] Dies setzt insbesondere voraus, dass die Antriebswelle so angeordnet ist, dass diese
überhaupt gebogen oder tordiert werden kann. Die Antriebswelle soll sich also in diesem
Sinne bis zu einem gewissen Grad frei bewegen können, so dass sich mindestens zwei
Abschnitte der Antriebswelle in ihrer Relativposition (oder Relativrotation) zueinander
verändern können.
[0010] Im Stand der Technik ist der Aufbau von Applikationsvorrichtungen mit Rotationsmischer
üblicherweise durch die Position einer Mischerantriebsspindel definiert. Eine Position
des Rotationsmischers im Gerät wird also durch die Anordnung des Getriebes (bzw. eines
letzten Ritzels des Getriebes) definiert (abgesehen von der Längsrichtung). Wenn das
Getriebe jedoch konstruktiv definiert ist, kann auch die Position des Rotationsmischers
nicht mehr verändert werden. Diese Einschränkungen werden durch die Erfindung auf
einfache Weise überwunden, so dass die Variabilität der Applikationsvorrichtung erhöht
wird. Während im Stand der Technik eine Adaption der Applikationsvorrichtung z.B.
auf eine größere Kartusche ("B-Kartusche") nur durch Umkonstruktion des Getriebes
möglich ist (bzw. in manchen Fällen abhängig von den Platzverhältnissen unmöglich
ist), kann gemäß der vorliegenden Erfindung eine einfache und schnelle Adaption erfolgen.
Dadurch kann auf verschiedene Anforderungen, wie beispielsweise verschiedene benötigte
Mischungsverhältnisse und somit Kartuschengrößen, schnell und einfach reagiert werden.
[0011] Insgesamt kann mittels der flexiblen Antriebswelle für den Rotationsmischer der Abtrieb
(z.B. das letzte Ritzel) des Getriebes variabel positioniert und auf eine Variation
der Getriebeübersetzung angepasst werden. Die Achspositionierung des Getriebes ist
aufgrund der flexiblen Antriebswelle vergleichsweise variabel. Das Weglassen einer
Getriebestufe oder Anpassungen an einen höherdrehenden Motor sind wesentlich einfacher
zu realisieren. Insbesondere kann die Position des (dynamischen) Rotationsmischers
außerhalb einer Achse liegen, die durch einen Kolben, der einer ersten Stoffkomponente
zugeordnet ist, und einem Kolben, der einer zweiten Stoffkomponente zugeordnet ist,
definiert ist. Entsprechend kann die Applikationsvorrichtung vergleichsweise einfach
auf verschiedene Mischverhältnisse oder Gebindegrößen (Kartuschengrößen) angepasst
werden.
[0012] Der flexible Abschnitt ist rotationselastisch und vorzugsweise biegeelastisch. Durch
eine rotationselastische Ausbildung kann besonders effektiv Drehmomentlastspitzen
entgegengewirkt werden. Über die biegeelastische Ausbildung wird die Variabilität
der Applikationsvorrichtung auf einfache Art und Weise erhöht.
[0013] Der flexible Abschnitt kann derart ausgebildet sein, dass eine Mitte des flexiblen
Abschnitts um mindestens 10 % seiner Länge verlagert wird (durchbiegt), wenn seine
beiden Enden aufliegen und auf die Mitte eine Kraft von 10 N oder weniger, vorzugsweise
5 N oder weniger, weiter vorzugsweise 2 N oder weniger, noch weiter vorzugsweise 1
N oder weniger, noch weiter vorzugsweise 0,5 N oder weniger anliegt. Bei dieser Betrachtungsweise
soll die Kraft in radialer Richtung wirken. Unter einer "Verlagerung" wird vorzugsweise
eine Strecke verstanden, die dem Abstand einer ursprünglichen Position der Mitte des
flexiblen Abschnitts entspricht (Ruheposition) sowie der Position, bei der die Kraft
anliegt. In der Ruheposition ist der flexible Abschnitt vorzugsweise gerade. In der
verlagerten (durchgebogenen) Position ist der Abschnitt zumindest teilweise gebogen
oder geknickt.
[0014] Das erste Ende des flexiblen Abschnitts kann um mindestens 1°, vorzugsweise um mindestens
2°, weiter vorzugsweise um mindestens 4° gegenüber dem zweiten Ende des flexiblen
Abschnitts rotieren, wenn das zweite Ende drehfest gelagert ist und an dem ersten
Ende ein Drehmoment von 1.000 Nm oder weniger, vorzugsweise 500 Nm oder weniger, weiter
vorzugsweise 100 Nm oder weniger, weiter vorzugsweise 50 Nm oder weniger, noch weiter
vorzugsweise 20 Nm oder weniger, noch weiter vorzugsweise 5 Nm oder weniger, noch
weiter vorzugsweise 1 Nm oder weniger, noch weiter vorzugsweise 0,5 Nm oder weniger
anliegt. Dadurch kann effektiv Drehmomentlastspitzen entgegengewirkt werden. Die Rotation
ergibt sich auch hier ausgehend von einer Ruheposition (in der kein Drehmoment anliegt)
und einer rotierten Position (in der das Drehmoment anliegt).
[0015] Ein E-Modul eines Materials des flexiblen Abschnitts kann ≤ 10 kN/mm
2, vorzugsweise ≤ 5 kN/mm
2, weiter vorzugsweise ≤ 1 kN/mm
2, noch weiter vorzugsweise ≤ 0,5 kN/mm
2 sein. Alternativ oder zusätzlich kann ein Schubmodul eines Materials des flexiblen
Abschnitts ≤ 5 kN/mm
2, vorzugsweise ≤ 1 kN/mm
2, noch weiter vorzugsweise ≤ 0,5 kN/mm
2, noch weiter vorzugsweise ≤ 0,1 kN/mm
2 sein.
[0016] Grundsätzlich kann der flexible Abschnitt aus nur einem Material gebildet sein oder
mehrere Materialien. Wenn der flexible Abschnitt aus mehreren Materialien gebildet
ist, liegt das E-Modul bzw. das Schubmodul vorzugsweise für mindestens ein Material
unter den oben genannten Werten, weiter vorzugsweise für sämtliche Materialien. In
jedem Fall ist es vorteilhaft, wenn wenigstens ein Material (oder sämtliche Materialien)
ein E-Modul bzw. Schubmodul aufweist, das deutlich unter demjenigen von Stahl liegt,
der üblicherweise für Antriebswellen verwendet wird. Dadurch wird gegenüber dem Stand
der Technik eine deutlich verbesserte Robustheit bzw. Variabilität der Applikationsvorrichtung
erreicht.
[0017] Die Welle (bzw. der flexible Abschnitt) ist vorzugsweise zumindest abschnittsweise
als (Schrauben-) Feder ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich kann die Welle (bzw.
der flexible Abschnitt) mehrere voneinander abgegrenzte Segmente aufweisen. Die Segmente
können gegeneinander verkippt (verkippbar) sein und/oder gegenüber einem jeweils benachbarten
Segment rotiert (rotierbar) sein. In einer konkreten Ausführungsform kann die Welle
(bzw. der flexible Abschnitt) mindestens ein, vorzugsweise mindestens zwei, Kardangelenke
aufweisen (bevorzugt ein Doppel-Kardan). Insgesamt wird durch derartige Maßnahmen
die Flexibilität, insbesondere Variabilität, der Applikationsvorrichtung verbessert.
[0018] Die Antriebswelle kann (zumindest abschnittsweise) aus Kunststoff gebildet sein.
Besonders bevorzugt weist die Welle (zumindest abschnittsweise) eine Kunststoffumhüllung
auf, die weiter vorzugsweise die (Schrauben-) Feder zumindest abschnittsweise umhüllt.
Insbesodere durch die eine (Schrauben-) Feder, die durch eine Kunststoffhülle umhüllt
wird, wird eine konstruktiv einfache und dennoch effektive flexible Antriebswelle
realisiert.
[0019] Der flexible Abschnitt kann mindestens 1 cm, vorzugsweise mindestens 3 cm, noch weiter
vorzugsweise mindestens 5 cm, noch weiter vorzugsweise mindestens 8 cm, noch weiter
vorzugsweise mindestens 10 cm lang sein. Der flexible Abschnitt kann höchstens 20
cm, vorzugsweise höchstens 15 cm, noch weiter vorzugsweise höchstens 10 cm lang sein.
[0020] Die Welle kann zumindest abschnittsweise gekrümmt sein oder krümmbar sein. Ein (minimaler)
Krümmungsradius kann 20 cm oder weniger, vorzugsweise 15 cm oder weniger, weiter vorzugsweise
10 cm oder weniger, noch weiter vorzugsweise 5 cm oder weniger betragen. Unter einem
"minimalen" Krümmungsradius soll ein solcher Krümmungsradius verstanden werden, bis
zu dem die Antriebswelle mindestens gekrümmt werden kann, ohne dass Materialschäden
auftreten und/oder der Antrieb des Rotationsmischers über das Getriebe nicht mehr
möglich ist. Beim Stand der Technik sind die starren Wellen nicht krümmbar insbesondere
nicht so krümmbar, dass die Applikationsvorrichtung überhaupt noch funktionieren würde
(es sich also dann überhaupt nicht mehr um eine Applikationsvorrichtung handeln würde).
[0021] Die Welle ist zumindest abschnittsweise tordiert und/oder tordierbar. Ein (maximaler)
Torsionswinkel beträgt mindestens 4°, vorzugsweise mindestens 10°. Weiterhin kann
der (maximale) Torsionswinkel höchstens 20°, vorzugsweise höchstens 10°, noch weiter
vorzugsweise höchstens 5° betragen. Unter einem "maximalen" Torsionswinkel soll ein
solcher Torsionswinkel verstanden werden, bis zu dem die Antriebswelle (mindestens)
tordiert werden kann, ohne dass die Antriebswelle zerstört wird bzw. bis zu dem die
Applikationsvorrichtung (mindestens) noch funktioniert.
[0022] Die Antriebswelle kann (mindestens einmal) geknickt sein und/oder knickbar sein.
Ein durch den Knick definierter Winkel kann 5° oder mehr, vorzugsweise 10° oder mehr,
noch weiter vorzugsweise 20° oder mehr betragen. Alternativ oder zusätzlich kann ein
durch den Knick definierter Winkel 45° oder weniger betragen. Unter einem "maximalen"
Winkel soll ein solcher Winkel verstanden werden, bis zu dem die Welle ausgehend von
einer (knicklosen) Ausbildung (Position) geknickt werden kann, ohne die Welle zu zerstören.
[0023] Die Antriebswelle kann zumindest einen zweiten Abschnitt aufweisen, der gegenüber
einem ersten Abschnitt versetzt verläuft (und/oder versetzt werden kann), insbesondere
um mindestens einen halben Durchmesser der Welle. Unter einer "Versetzung" soll insbesondere
verstanden werden, dass mindestens ein Querschnitt des zweiten Abschnitts in einer
Projektion auf eine Ebene, die senkrecht auf die Längsrichtung des ersten Abschnitts
steht, gegenüber mindestens einem Querschnitt des ersten Abschnitts versetzt ist.
[0024] Eine Biegefestigkeit des flexiblen Abschnitts (insbesondere in der Mitte des flexiblen
Abschnitts) kann ≤ 50.000 Nmm
2, weiter vorzugsweise 5.000 Nmm
2, weiter vorzugsweise ≤ 1.000 Nmm
2, weiter vorzugsweise ≤ 500 Nmm
2 sein. Eine Torsionssteifigkeit (insbesondere in der Mitte) des flexiblen Abschnitts
kann ≤ 40.000 Nmm
2, vorzugsweise ≤ 4.000 Nmm
2, noch weiter vorzugsweise ≤ 800 Nmm
2, noch weiter vorzugsweise ≤ 400 Nmm
2, noch weiter vorzugsweise ≤ 100 Nmm
2 sein.
[0025] Die Antriebswelle kann mindestens einen starren Abschnitt aufweisen. Dieser starre
Abschnitt grenzt vorzugsweise (unmittelbar) an die Mischvorrichtung an. Der flexible
Abschnitt kann weiterhin (unmittelbar) an den starren Abschnitt und/oder das Getriebe
angrenzen. Insgesamt kann bei dieser Ausgestaltung der Rotationsmischer effektiv angetrieben
werden, wobei dennoch eine vergleichsweise hohe Variabilität und Robustheit realisiert
werden kann.
[0026] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Applikationssystem umfassend eine Applikationsvorrichtung
der oben beschriebenen Art und mindestens eine erste Kartusche und/oder zweite Kartusche,
wobei die erste Kartusche vorzusweise als Schlauchbeutel ausgeformt ist und/oder die
zweite Kartusche vorzugsweise als starre, sich selbst tragende, Kartusche ausgebildet
ist. Weiterhin wird die Aufgabe gelöst durch ein Set aus einer Applikationsvorrichtung
der oben beschriebenen Art und mindestens zwei erste Kartuschen und/oder mindestens
zwei zweite Kartuschen, wobei die mindestens zwei ersten Kartuschen und/oder die mindestens
zwei zweiten Kartuschen hinsichtlich ihrer Größe, insbesondere ihrer Länge und/oder
ihres Durchmessers, unterschiedlich sind, wobei die Unterschiede vorzugsweise durch
einen angepassten Verlauf der Antriebswelle ausgeglichen werden können.
[0027] Die mindestens zwei ersten Kartuschen innerhalb des Sets sind ausgebildet und vorgesehen,
um eine erste Stoffkomponente durch denselben ersten Mischereingang einzuleiten. Die
mindestens zwei zweiten Kartuschen sind vorgesehen und ausgebildet, um mindestens
eine zweite Stoffkomponente durch denselben zweiten Mischereingang einzuleiten. Eine
größere erste (zweite) Kartusche kann einen Durchmesser aufweisen, der um mindestens
10 %, vorzgusweise mindestens 30 % größer ist als der Durchmesser einer kleineren
ersten (zweiten) Kartusche. Eine Länge einer größeren ersten (zweiten) Kartusche kann
mindestens 10 % oder mindestens 30 % länger sein als eine Länge einer kleineren ersten
(zweiten) Kartusche.
[0028] Insgesamt wird es durch die flexible (rotationselastische) Antriebswelle ermöglicht,
größere Drehmomente abzufangen. Wenn also der Rotationsmischer blockiert (was sich
oft durch ein "Rattern" eines abgeschliffenen Sechskants akustisch vernehmen lässt),
kann eine Beschädigung von Bauteilen, insbesondere des Getriebes, vermieden werden.
Beschreibung der Zeichnungen
[0029] Vorteile und Zweckmäßigkeit der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Figuren deutlich.
[0030] Von diesen zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau einer Applikationsvorrichtung; und
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Antriebswelle.
[0031] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Applikationsvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe,
insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe oder Mehrkomponenten-Dichtstoffe. Die Applikationsvorrichtung
weist eine Dosier- und Mischvorrichtung 10, eine Antriebseinrichtung 11 sowie einen
Gerätekörper 12 auf. Die Dosier- und Mischvorrichtung 10 umfasst zwei Kartuschenaufnahmevorrichtungen
13 und 14 für je eine Kartusche 15 und 16. Die Kartusche 15 ist vorzugsweise als Schlauchbeutel
ausgebildet, die Kartusche 16 als feste (selbsttragende) Kartusche. Hinsichtlich des
Ausbringens und Vermischens der in den Kartuschen 15, 16 enthaltenen Stoffkomponenten
wird auf
EP 2 606 985 A1 verwiesen.
[0032] Die Antriebseinrichtung 11 umfasst ein Getriebe 17, das einerseits (wie in
EP 2 606 985 A1 im Detail beschrieben) ein Austreiben der Stoffkomponenten aus den Kartuschen 15,
16 bewirken kann und andererseits mit einer Antriebswelle 18 verbunden ist. Die Antriebswelle
18 ist (im Unterschied zum Stand der Technik, insbesondere
EP 2 606 985 A1) nicht starr, sondern flexibel ausgebildet. Über die flexible Antriebswelle 18 kann
ein Rotationsmischer 19 der Dosier- und Mischvorrichtung 10 angetrieben werden. Der
Rotationsmischer 19 verfügt über eine vorne angebrachte Austriebsspitze 20. Grundsätzlich
können sämtliche Elemente (abgesehen von der flexiblen Antriebswelle 18), wie in
EP 2 606 985 A1 beschrieben, ausgebildet sein. Dies betrifft insbesondere den Antrieb der Getriebeeinheit,
z.B. über einen Elektromotor oder Details des Getriebes.
[0033] In Fig. 2 ist die flexible Antriebswelle 18 schematisch (und mit weiteren Details)
dargestellt. Die flexible Antriebswelle 18 weist einen starren Abschnitt 21 und einen
flexiblen Abschnitt 22 mit einem ersten Ende 23 und einem zweiten Ende 24 auf. Abweichend
von Fig. 2 können auch mehr als nur ein starrer Abschnitt oder mehr als nur ein flexibler
Abschnitt vorgesehen sein. Im Allgemeinen kann der flexible Abschnitt die Welle ausbilden,
d.h. die gesamte Welle flexibel sein (ohne starren Abschnitt).
[0034] Ein erstes Ende 25 der flexiblen Welle 18 ist (siehe Fig. 1) mit dem Rotationsmischer
19 verbunden. Ein zweites Ende 26 der Antriebswelle 18 ist mit dem Getriebe 17 verbunden.
An das erste Ende 25 schließt sich (unmittelbar) der starre Abschnitt 21 an. An das
zweite Ende 26 schließt sich (unmittelbar) der flexible Abschnitt 22 an.
[0035] Der flexible Abschnitt 21 ist rotationselastisch sowie biegeelastisch. Dadurch können
sowohl Drehmomentspitzen abgefangen werden als auch eine variable Anpassung an verschiedene
Kartuschen bzw. Mischerpositionen erfolgen. In der Position des flexiblen Abschnitts
22 gemäß Figur 2 ist ein Querschnitt beim Bezugszeichen 27 gegenüber einem Querschnitt
28 des starren Abschnitts 21 versetzt angeordnet. Projiziert man also den Querschnitt
27 auf eine Ebene senkrecht zu der durch den starren Abschnitt 21 definierten Achse,
so ist der Querschnitt 27 gegenüber den Querschnitt 28 versetzt. In einer (nicht in
Fig. 2 gezeigten) Ruheposition bzw. Ausgangsposition kann auch der flexible Abschnitt
22 gerade verlaufen. Insgesamt kann durch eine Verlagerung (Verbiegung) des flexiblen
Abschnitts 22 eine Anpassung an verschiedene Relativ-Positionen zwischen Rotationsmischer
19 und Getriebe 17 erfolgen und/oder eine Anpassung an verschiedene Kartuschengrößen
erfolgen.
[0036] Der flexible Abschnitt 22 kann durch einen (metallischen) Schraubenfederkern gebildet
werden, der von einer Kunststoffumhüllung umgeben ist.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 10
- Dosier- und Mischvorrichtung
- 11
- Antriebseinrichtung
- 12
- Gerätekörper
- 13
- Kartuschenaufnahmevorrichtung
- 14
- Kartuschenaufnahmevorrichtung
- 15
- Kartusche
- 16
- Kartusche
- 17
- Getriebe
- 18
- flexible Antriebswelle
- 19
- Rotationsmischer
- 20
- Austriebsspitze
- 21
- starrer Abschnitt
- 22
- flexibler Abschnitt
- 23
- erstes Ende
- 24
- zweites Ende
- 25
- erstes Ende
- 26
- zweites Ende
- 27
- Querschnitt
- 28
- Querschnitt
1. Applikationsvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe, insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe
oder Mehrkomponenten-Dichtstoffe, aufweisend:
mindestens zwei Kartuschenaufnahmevorrichtungen (13, 14) zur Aufnahme von auswechselbaren
Kartuschen (15, 16) mit zu vermischenden Stoffkomponenten;
eine Austriebsvorrichtung zum Austreiben der Stoffkomponenten aus den Kartuschen (15,
16);
eine Mischvorrichtung (19), die die Stoffkomponenten mischt, wobei die Mischvorrichtung
(19) einen Rotationsmischer umfasst, der über eine Antriebswelle (18) angetrieben
wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (18) zumindest einen flexiblen Abschnitt (22) mit einem ersten
Ende (23) und einem zweiten Ende (24) aufweist, wobei der flexible Abschnitt (22)
rotationselastisch ist, und dass die Antriebswelle (22) zumindest abschnittsweise
tordiert ist und/oder tordierbar ist, wobei ein maximaler Torsionswinkel mindestens
4° beträgt.
2. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mitte des flexiblen Abschnitts (22) um mindestens 10 % der Länge des flexiblen
Abschnitts (22) verlagert wird, insbesondere durchbiegt, wenn die beiden Enden (23,
24) des elastischen Abschnitts (22) aufliegen und an der Mitte eine Kraft von 10 N
oder weniger, insbesondere 1 N oder weniger anliegt und/oder dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (23) des flexiblen Abschnitts um mindestens 2° gegenüber dem zweiten
Ende (24) des flexiblen Abschnitts (22) rotiert, wenn das zweite Ende (24) drehfest
gelagert ist und am ersten Ende (23) ein Drehmoment von 100 Nm oder weniger, vorzugsweise
20 Nm oder weniger, weiter vorzugsweise 5 Nm oder weniger anliegt.
3. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein E-Modul eines Materials des flexiblen Abschnitts (22) ≤ 10 kN/mm2, vorzugsweise ≤ 1 kN/mm2, ist und/oder ein Schubmodul eines Materials des flexiblen Abschnitts (22) ≤ 5 kN/mm2, vorzugsweise ≤ 0,5 kN/mm2 ist.
4. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (18) zumindest abschnittsweise als Feder, insbesondere Schraubenfeder,
ausgebildet ist und/oder
in mehrere voneinander abgegrenzte, vorzugsweise verkippbare und/oder gegeneinander
rotierbare Segmente unterteilt ist, wobei die Antriebswelle vorzugsweise mindestens
ein Kardangelenk aufweist, weiter vorzugsweise mindestens zwei oder genau zwei Kardangelenke
aufweist.
5. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (18) zumindest abschnittsweise aus Kunststoff gebildet ist, insbesondere
abschnittsweise eine Kunststoffumhüllung aufweist, die vorzugsweise um eine Feder,
insbesondere Schraubenfeder herum angeordnet ist.
6. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Abschnitt (22) mindestens 3 cm, vorzugsweise mindestens 5 cm, noch weiter
vorzugsweise mindestens 8 cm lang ist.
7. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (18) zumindest abschnittsweise gekrümmt ist oder krümmbar ist,
wobei ein minimaler Krümmungsradius vorzugsweise 20 cm oder weniger, insbesondere
10 cm oder weniger beträgt.
8. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (22) geknickt ist und/oder knickbar ist, wobei ein durch den Knick
definierter maximaler Winkel vorzugsweise 5° oder mehr, weiter vorzugsweise 10° oder
mehr, weiter vorzugsweise 20° oder mehr und/oder 45° oder weniger beträgt.
9. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (18) zumindest einen zweiten Abschnitt aufweist, der gegenüber
einem ersten Abschnitt versetzt verläuft und/oder versetzt werden kann, insbesondere
um mindestens einen halben Durchmesser der Welle.
10. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Biegesteifigkeit in der Mitte des flexiblen Abschnitts ≤ 50.000 Nmm2, vorzugsweise ≤ 5.000 Nmm2, noch weiter vorzugsweise ≤ 1.000 Nmm2 ist und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass eine Torsionssteifigkeit (in der Mitte) des flexiblen Abschnitts ≤ 40.000 Nmm2, weiter vorzugsweise ≤ 4.000 Nmm2, noch weiter vorzugsweise ≤ 800 Nmm2 ist.
11. Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (18) mindestens einen starren Abschnitt (21) aufweist, wobei der
starre Abschnitt (21) vorzugsweise an die Mischvorrichtung (19) angrenzt.
12. Applikationssystem umfassend eine Applikationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und mindestens eine erste Kartusche (15) und/oder zweite Kartusche (16),
wobei die erste Kartusche vorzusweise als Schlauchbeutel ausgeformt ist und/oder die
zweite Kartusche (16) vorzugsweise als starre, sich selbst tragende, Kartusche ausgebildet
ist.
13. Set aus einer Applikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 umfassend
mindestens zwei erste Kartuschen (15) und/oder mindestens zwei zweite Kartuschen (16),
wobei die mindestens zwei ersten Kartuschen und/oder die mindestens zwei zweiten Kartuschen
hinsichtlich ihrer Größe, insbesondere Länge oder ihres Durchmessers, unterschiedlich
sind, wobei die Unterschiede vorzugsweise durch einen angepassten Verlauf der Antriebswelle
(18) ausgeglichen werden können.
1. Application device for multicomponent materials, in particular multicomponent adhesives
or multicomponent sealants, having:
at least two cartridge receiving devices (13, 14) for receiving exchangeable cartridges
(15, 16) containing material components to be mixed;
an expulsion device for expelling the material components from the cartridges (15,
16);
a mixing device (19) which mixes the material components, wherein the mixing device
(19) comprises a rotary mixer which is driven via a drive shaft (18), characterized in that the drive shaft (18) comprises at least one flexible portion (22) having a first
end (23) and a second end (24), wherein the flexible portion (22) is rotationally
elastic, and in that the drive shaft (22) is, at least in some sections, twisted and/or is twistable,
wherein a maximum torsion angle measures at least 4°.
2. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that a middle of the flexible portion (22) is displaced, in particular sags, by at least
10% of the length of the flexible portion (22) if the two ends (23, 24) of the elastic
portion (22) are supported and a force of 10 N or less, in particular 1 N or less,
is applied to the middle, and/or characterized in that the first end (23) of the flexible portion rotates through at least 2° in relation
to the second end (24) of the flexible portion (22) if the second end (24) is mounted
in a rotationally secure manner and at the first end (23) a torque of 100 Nm or less,
preferably 20 Nm or less, further preferably 5 Nm or less, is applied.
3. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that an elastic modulus of a material of the flexible portion (22) is ≤ 10 kN/mm2, preferably ≤ 1 kN/mm2, and/or a shear modulus of a material of the flexible portion (22) is ≤ 5 kN/mm2, preferably ≤ 0.5 kN/mm2.
4. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (18) is configured, at least in some sections, as a spring, in particular
a helical spring, and/or
is divided into a plurality of mutually distinct, preferably tiltable and/or mutually
rotatable segments, wherein the drive shaft preferably has at least one cardan joint,
further preferably has at least two or precisely two cardan joints.
5. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (18) is formed, at least in some sections, of plastic, in particular
has in some sections a plastics sheath, which is preferably arranged around a spring,
in particular a helical spring.
6. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the flexible portion (22) is at least 3 cm, preferably at least 5 cm, still further
preferably at least 8 cm long.
7. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (18) is, at least in some sections, curved or curvable, wherein a
minimum radius of curvature preferably measures 20 cm or less, in particular 10 cm
or less.
8. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (22) is kinked and/or is kinkable, wherein a maximum angle defined
by the kink preferably measures 5° or more, further preferably 10° or more, further
preferably 20° or more and/or 45° or less.
9. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (18) has at least a second portion, which runs offset and/or can
be offset from a first portion, in particular by at least half the diameter of the
shaft.
10. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that a flexural rigidity in the middle of the flexible portion is ≤ 50,000 Nmm2, preferably ≤ 5,000 Nmm2, still further preferably ≤ 1,000 Nmm2, and/or characterized in that a torsional rigidity (in the middle) of the flexible portion is ≤ 40,000 Nmm2, further preferably ≤ 4,000 Nmm2, still further preferably ≤ 800 Nmm2.
11. Application device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (18) has at least one rigid portion (21), wherein the rigid portion
(21) preferably adjoins the mixing device (19).
12. Application system comprising an application device according to one of the preceding
claims and at least one first cartridge (15) and/or second cartridge (16), wherein
the first cartridge is preferably configured as a tubular bag and/or the second cartridge
(16) is preferably configured as a rigid, self-supporting, cartridge.
13. Set consisting of an application device according to one of Claims 1 to 11, comprising
at least two first cartridges (15) and/or at least two second cartridges (16), wherein
the at least two first cartridges and/or the at least two second cartridges are different
in terms of their size, in particular length, or their diameter, wherein the differences
can preferably be compensated by an adapted path of the drive shaft (18).
1. Dispositif d'application de matériaux multi-composants, notamment d'adhésifs multi-composants
ou de matériaux d'étanchéité multi-composants, ledit dispositif comprenant :
au moins deux dispositifs de réception de cartouche (13, 14) destinés à recevoir des
cartouches remplaçables (15, 16) comportant des composants de matériau à mélanger
;
un dispositif d'expulsion destiné à expulser les composants de matériau des cartouches
(15, 16) ;
un dispositif de mélange (19) qui mélange les composants de matériau,
le dispositif de mélange (19) comprenant un mélangeur rotatif entraîné par un arbre
d'entraînement (18),
caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (18) comprend au moins une partie flexible (22) ayant une
première extrémité (23) et une deuxième extrémité (24),
la partie flexible (22) étant élastique en rotation, et en ce que l'arbre d'entraînement (22) est tordu et/ou peut être tordu au moins par endroits,
l'angle de torsion maximal étant d'au moins 4°.
2. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le centre de la partie flexible (22) est déplacé, en particulier fléchi, d'au moins
10 % de la longueur de la partie flexible (22)lorsque les deux extrémités (23, 24)
de la partie élastique (22) sont en appui et qu'une force inférieure ou égale à 10
N, en particulier à 1 N ou moins, est appliquée sur le centre et/ou caractérisé en ce que la première extrémité (23) de la partie flexible est tournée d'au moins 2° par rapport
à la deuxième extrémité (24) de la partie flexible (22) lorsque la deuxième extrémité
(24) est montée solidairement en rotation et qu'un couple de 100 Nm ou moins, de préférence
de 20 Nm ou moins, plus préférablement de 5 Nm ou moins, est appliqué à la première
extrémité (23).
3. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module d'élasticité du matériau de la partie flexible (22) est ≤ 10 kN/mm2, de préférence ≤ 1 kN/mm2, et/ou le module de cisaillement du matériau de la partie flexible (22) est ≤ 5 kN/mm2, de préférence ≤ 0,5 kN/mm2.
4. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (18) est conçu au moins par endroits comme un ressort, notamment
un ressort hélicoïdal, et/ou est divisé en une pluralité de segments délimités les
uns des autres, de préférence de manière inclinable et/ou rotatifs les uns par rapport
aux autres, l'arbre d'entraînement comportant de préférence au moins une joint universel,
plus préférablement au moins deux ou exactement deux joints universels.
5. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (18) est au moins partiellement formé à partir d'une matière
synthétique, notamment comporte par endroits une gaine en matière synthétique qui
est de préférence disposée autour d'un ressort, notamment d'un ressort hélicoïdal.
6. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie flexible (22) a une longueur d'au moins 3 cm, de préférence d'au moins
5 cm, encore plus préférablement d'au moins 8 cm.
7. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (18) est incurvé ou peut être incurvé au moins en partie,
un rayon de courbure minimum étant de préférence de 20 cm ou moins, notamment de 10
cm ou moins.
8. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (22) est coudé et/ou peut être coudé, un angle maximum défini
par le coude étant de préférence de 5° ou plus, de préférence de 10° ou plus, plus
préférablement de 20° ou plus et/ou de 45° ou moins.
9. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (18) comporte au moins une deuxième partie décalée et/ou pouvant
être décalée par rapport à une première partie, notamment d'au moins un demi-diamètre
de l'arbre.
10. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rigidité en flexion au milieu de la partie flexible est ≤ 50 000 Nmm2, de préférence ≤ 5 000 Nmm2, plus préférablement ≤ 1 000 Nmm2 et/ou caractérisé en ce que la rigidité en torsion (au milieu) de la partie flexible est ≤ 40 000 Nmm2, plus préférablement ≤ 4 000 Nmm2, encore plus préférablement ≤ 800 Nmm2.
11. Dispositif d'application selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (18) comporte au moins une partie rigide (21), la partie rigide
(21) étant de préférence adjacente au dispositif de mélange (19).
12. Système d'application comprenant un dispositif d'application selon l'une des revendications
précédentes et au moins une première cartouche (15) et/ou une deuxième cartouche (16),
la première cartouche étant réalisée de préférence sous la forme d'un sac tubulaire
et/ou la deuxième cartouche (16) étant réalisée de préférence sous la forme d'une
cartouche rigide autoportante.
13. Ensemble d'un dispositif d'application selon l'une des revendications 1 à 11 comprenant
au moins deux premières cartouches (15) et/ou au moins deux deuxièmes cartouches (16),
les au moins deux premières cartouches et/ou les au moins deux deuxièmes cartouches
étant différentes en taille, en longueur ou en diamètre, les différences pouvant de
préférence être compensées par une allure adaptée de l'arbre d'entraînement (18).


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