[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Nagelpflege, insbesondere zum Abschleifen
eines Finger- oder Zehennagels mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
[0002] Derartige Vorrichtungen zählen in zahlreichen Konstruktionsvarianten zum Stand der
Technik. Allerdings ist allen diesen bekannten Konstruktionen gemeinsam, dass sie
entweder kompliziert in der Anwendung sind oder nur unzureichend funktionieren. Dies
gilt sowohl für Geräte des kosmetischen Bereichs als auch für medizinische Geräte,
wie sie beispielsweise in der Altenpflege Verwendung finden.
[0003] Im Bereich professioneller Maniküren werden typischerweise Geräte mit rotierendem
Schleifkörper verwendet, die freihändig am Nagel entlanggeführt werden. Diese Geräte
erfordern ein hohes Maß an manueller Geschicklichkeit und sind sowohl im Bereich der
Pflege als auch für die Selbstbehandlung wegen Verletzungsgefahr und schwieriger Handhabung
nicht geeignet.
[0004] Für Geräte mit rotierenden Schleifkörpern wurden diverse Abstützvorrichtungen erfunden,
um die Fingerspitze beim Schleifen ruhig zu stellen oder das Gerät zu führen. So wird
in der
DE3709929A1 vorgeschlagen, U-förmige Drahtbügel vorzusehen, deren Abstand zum Schleifkörper in
Abhängigkeit von der Fingernagellänge variabel eingerichtet werden kann. In der
DE1832122 ist vorgesehen, um den Schleifkörper seitlich vorspringende Fingernagelauflagen anzubringen
und in der
DE10157125C1 stehen dem rotierenden Schleifkörper auswechselbare Konturschablonen gegenüber.
[0005] Alle Vorrichtungen vorbekannter Art konnten sich nicht durchsetzen. Rotierende Schleifkörper
haben gravierende grundsätzliche Nachteile, unter anderen kann Hitze aufgrund hoher
Drehzahlen zu Verbrennungen führen, und es können unbeabsichtigt Segmente aus der
Nagelkante herausgefräst werden. Dabei ist das so genannte Hyponychium, das am vorderen
Ende des Nagelbetts liegt und den Spalt unter dem Nagel versiegelt, besonders empfindlich
gegenüber Verletzungen. Auch müssen die vorbekannten Vorrichtungen umgerüstet oder
gewechselt werden, um mit unterschiedlichen Größen der Finger und Zehen umzugehen.
Für den normalen Verbraucher ist es jedoch zu umständlich, innerhalb einer Nagelpflege
mehrfach die Vorrichtung umzurüsten.
[0006] Zur Vermeidung der Nachteile rotierender Werkzeuge wurde vorgeschlagen, die Vor-
und Zurück-bewegung von Handfeilen elektromotorisch nachzuahmen, u. a. in der
DE202004017084U1,
US 5759093A und
US2239870. Eine Vor- und Zurückbewegung gewährleistet aufgrund der flexiblen Anatomie der Fingerspitzen
jedoch nicht ohne weiteres, dass die Nägel effektiv gefeilt werden. Auch die bisher
bekannten zusätzlichen Stütz- oder Haltevorrichtungen wie u. a. in der
US2880737 konnten nicht das Problem lösen, dass die Übertragung der Kräfte vom Werkzeug auf
die Fingerspitze primär eine zitternde Bewegung des Nagels erzeugt, wodurch effizientes
Feilen verhindert wird. Außerdem haben die vorbekannten oszillierenden Feilen mit
planer Vor- und Zurückbewegung den Nachteil, dass sie die Nagelkante sehnenförmig
feilen. Um eine harmonisch abgerundete Nagelkante zu erzeugen, muss der Anwender die
Feile permanent neu ausrichten.
[0007] In einer weiteren Phase, funktionierende elektrische Nagelfeilen zu entwickeln, wurden
Geräte erfunden, bei denen das Schleifmittel in einem Winkelbereich auf einer Kreisbahn
schwingt. Mehrere dieser Vorschläge basierten auf der Idee, elektrische Zahnbürsten
umzurüsten. In der DT1918603 ist in der Mitte der Kreisbahn eine Auflage vorgesehen,
die gegenüber der Arbeitsfläche des Werkzeuges so viel tiefer angeordnet ist, dass
der Nagel des aufgelegten Fingers auf der Höhe des Schleifmittels steht. In der
DE102004013254A1 wurde als Weiterentwicklung vorgeschlagen, den Schleifkörper in unterschiedlichen
Höhen zu befestigen, um unterschiedlich dicken Fingern Rechnung tragen zu können.
Nachteil dieser "Zahnbürstenlösungen" ist, dass die Kreisbahn der Schleifkörper radial
zur Rotationsachse der Antriebswelle angeordnet ist und der Radius mit ca. 20 mm eng
verläuft. Dadurch entsteht ein ergonomisch ungünstiger Rotationskäfig, wodurch beim
Feilen der Nagelseitenkanten der Nagelwall mitgeschliffen oder sogar verletzt wird.
Auch lässt sich mit den bekannten Vorrichtungen zum Auflegen oder Abstützen der Finger
nicht verhindern, dass die mechanische Energie des Schleifmittels vorrangig in Zitterbewegungen
des Nagels umgesetzt wird, insbesondere wenn die distale Nagelkante geschliffen wird.
[0008] Ein Gerät mit besserer Ergonomie ist durch die DT1557330 bekannt. Dieses Gerät weist
eine konkave Schleiffläche auf, die eine hin- und hergehende bogenförmige Schwingbewegung
ausführt, wobei der Schwingungsmittelpunkt außerhalb des Gerätes liegt. Die Erfindung
besteht im Wesentlichen darin, dass sich der Schwingungsmittelpunkt des Arbeitswerkzeuges
mit nach außen konkaver Arbeitsfläche auf der Seite des zu bearbeitenden Fingernagels
befindet, so dass sowohl Fingernagel als auch die Bewegung des Arbeitswerkzeuges gleichsinnige
Krümmung mit auf gleicher Seite liegenden Mittelpunkten haben. Da diese zugleich im
freien Raum außerhalb des Gerätes liegen, hat der Finger, dessen Nagel bearbeitet
werden soll, unbehinderte Bewegungsfreiheit.
[0009] Mit diesem Vorteil unbehinderter Bewegungsfreiheit des zu bearbeitenden Fingers unterscheidet
sich die Vorrichtung gemäß DT1557330 von anderen Geräten mit einem um eine Achse hin-
und her schwingenden Werkzeug, u. a. DT-PS1025592, US-PS1719 063, FR-PS857 595, US-PS1719063,
bei denen der Schwingungsbogen des Werkzeuges entgegengesetzt zum Krümmungsradius
des Nagels verläuft. Trotz verbesserter Bewegungsfreiheit ist die aus DT1557330 bekannte
Vorrichtung nicht bzw. nur bedingt funktionsfähig. Dies liegt an der komplexen Anatomie
des Nagelorgans, das von der Natur flexibel gestaltet wurde, so dass der Nagel selbst
dann noch ausweichen kann, wenn die Fingerbeere auf einer Auflage liegt. Andererseits
ist es wenig praktikabel sie einzuspannen, da Finger und Zehen unterschiedliche Größen
aufweisen und somit zumindest erhebliche Einstellarbeiten von Finger zu Finger erforderlich
machen, was aufwendig ist.
[0010] Aus FR857595 ist eine Vorrichtung zum Polieren eines Nagels bekannt, die eine Auflage
zum Auflegen eines Fingers oder Zehs sowie eine gekrümmte Schleif- bzw. Polierfläche
aufweist, die über einen Antrieb entlang einer Kurve oszillierend bewegt wird. Zum
Schleifen von Finger- oder Zehennägeln ist diese Vorrichtung nicht geeignet, zum einen
weil die Bewegungsrichtung der Schleiffläche auf einer zum Nagel konvexen Bahn verläuft
und zum anderen weil der Finger- oder Zehennagel nur unzureichend gehaltert werden
kann.
[0011] Ausgehend von letztgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine gattungsgemäße Vorrichtung auszubilden, welche die vor erwähnten Nachteile weitgehend
vermeidet und mit der in einfacher und zugleich effektiver Weise das Abschleifen von
Finger- und/oder Zehennägeln möglich ist, ohne das es hierzu besonderer Geschicklichkeit
oder Einstellungen bedarf. Die Vorrichtung sollte dabei so ausgebildet sein, dass
der jeweilige Nagel über den gesamten zu feilenden Bereich ohne gesonderte Einstellung
der Vorrichtung feilbar ist und dass unterschiedliche Finger-/Zehendicken und Finger-/Zehenanatomien
ohne Umrüstung der Vorrichtung bearbeitbar sind.
[0012] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Vorrichtung mit den in Anspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen,
wobei die in den Unteransprüchen und der Beschreibung angegebenen Merkmale jeweils
für sich aber auch in geeigneter Kombination anwendbar sind.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Nagelpflege, insbesondere zum Abschleifen eines
Finger- oder Zehennagels, weist eine Auflage zum Auflegen eines Fingers oder Zehs
auf sowie eine in mindestens eine Richtung gekrümmte Schleiffläche und einen Antrieb,
welcher die Schleiffläche entlang einer Kurve oszillierend bewegt. Gemäß der Erfindung
ist die Auflage so ausgebildet, dass sie den aufliegenden Finger oder Zeh auch in
Richtung zur Schleiffläche hin abstützt. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
somit der Finger oder Zeh nicht nur durch eine Auflagefläche, sondern darüber hinaus
durch eine Stützfläche in Richtung zur Schleiffläche hin abgestützt. Durch diese Maßnahme
hat sich überraschenderweise gezeigt, dass die sonst für den Schleifvorgang ungünstige
Elastizität, insbesondere der Fingerbeere, - auch Fingerkuppe genannt - praktisch
ausgeschaltet werden kann, wenn der Finger einerseits durch die Auflagefläche, also
eine Fläche etwa parallel zum Fingernagel, und andererseits durch die Stützfläche
in Richtung zur Schleiffläche hin abgestützt werden kann. Erstaunlicherweise kann
bei dieser Anordnung auf eine seitliche Fixierung oder Abstützung des Fingers grundsätzlich
verzichtet werden, ohne dass das Schleifergebnis dadurch, wie bei bekannten Vorrichtungen,
negativ beeinflusst wird. Dadurch, dass der Finger nach vorne hin, also zur Schleiffläche
hin und zur Auflagefläche hin abgestützt wird, kann dieser unter Anwendung nur geringer
Kraft für den Schleifvorgang ausreichend fixiert werden.
[0014] Dabei ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung den Schleifvorgang optimierend vorteilhaft
dahingehend ausgelegt, dass die Schleiffläche auf einer bogenförmigen zum Finger hin
konkaven Kurve oszillierend bewegt wird, wobei der Mittelpunkt oder die Mittelachse
dieses Bogens außerhalb der Vorrichtung liegt, typischerweise etwa dort, wo bei aufgelegtem
Finger der Finger in die Hand übergeht oder im Handbereich selbst. Wenn die oszillierende
Bewegung der Schleiffläche beispielsweise auf einer Kreisbahn erfolgt, dann ist es
vorteilhaft, wenn dieser Kreis einen Durchmesser zwischen 15 und 20 cm aufweist. Hierdurch
wird erreicht, dass die Schleiffläche auf einer Bahn etwa parallel zur distalen Nagelkante
geführt wird, wodurch weitgehend unabhängig von Finger- oder Zehengröße, ohne weitere
Einstellungen am Gerät, eine natürliche Nagelform gefeilt wird, und dies bei entsprechender
Drehung auf der Auflagefläche nicht nur in den distalen Bereichen der Nagelkante,
sondern auch in den Randbereichen des Nagels, also den Nagelseitenkanten.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Auflage eine zumindest
einachsig gekrümmte Stütz- und Auflagefläche auf, welche sich etwa von parallel zur
Oszillationsebene bis senkrecht dazu erstreckt. Eine solche Ausgestaltung hat den
Vorteil, dass Auflage- und Stützfläche vorzugsweise stetig ineinander übergehen und
somit eine der Fingerbeere entsprechende Kontur aufweisen und dieser somit flächigen
Halt geben können.
[0016] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Stütz- und Auflagefläche ist gemäß der Erfindung
dadurch gegeben, dass diese auch um eine zweite Achse gekrümmt ist, und zwar derart,
dass sie der Krümmung der Schleiffläche in der Oszillationsebene folgt. Dabei kann
sich die Stütz- und Auflagefläche vorteilhaft über die gesamte Länge der Schleiffläche
zuzüglich des Schleifhubes erstrecken, so dass sichergestellt ist, dass unabhängig
davon, an welcher Stelle ein Finger oder Zeh mit der Kuppe aufgelegt wird, dieser
stets gegenüber der Schleiffläche und zur Auflagefläche hin abgestützt ist, es also
nicht möglich ist, dass der Nagel geschliffen wird, ohne dass die Kuppe aufliegt.
[0017] Vorteilhaft ist dabei die Krümmung der Stütz- und Auflagefläche in einer Ebene quer
zur Oszillationsebene der Kuppenkontur von Finger und Zeh angepasst, so dass die Kuppe
stets möglichst vollflächig aufliegt und somit abgestützt wird. Dabei ist der Krümmungsradius
der Stütz- und Auflagefläche um die zweite Achse in der Ebene quer zur Oszillationsebene
vorteilhaft rampenförmig ansteigend ausgebildet. Diese rampenförmige Ausgestaltung
ist besonders vorteilhaft, da damit eine Stütz- und Auflagefläche für Finger und Zehen
unterschiedlicher Größe gegeben wird. Wenn die Fingerkuppe klein ist, wird in dem
Bereich des kleinen Radius angelegt, wenn die Fingerkuppe groß ist, im Bereich des
großen Radius und entsprechend dazwischen. So können nicht nur die unterschiedlich
großen Finger einer Hand oder Zehen eines Fußes, sondern auch Finger von großen und
kleinen Händen unter Verwendung ein und derselben Auflage- und Stützfläche von der
Vorrichtung bearbeitet werden, ohne dass irgendwelche individuellen Einstellungen
erforderlich sind.
[0018] Um die Stützwirkung der Auflagefläche in seitlicher Richtung, also in Richtung und
Gegenrichtung zur Schleifbewegung, zu erhöhen, können entweder gemäß der Erfindung
reibungserhöhende Oberflächen vorgesehen sein oder aber Stützkörper angeordnet sein,
welche in Richtung der Krümmung um die zweite Achse quer zur Oszillationsebene mit
Abstand zueinander angeordnet sind. Der Abstand wird zweckmäßigerweise so gewählt,
dass ein Finger stets von zwei Stützkörpern abgestützt ist. Daraus folgt, dass im
Bereich des kleinen Krümmungsradius der Abstand der Stützkörper vorteilhaft kleiner
gewählt wird als im Bereich des großen.
[0019] Die Schleiffläche kann gemäß der Erfindung aus Teilflächen bestehen, vorteilhaft
ist sie als zusammenhängende Fläche ausgebildet und Teil eines Schleifkörpers, welcher
an der Vorrichtung bewegbar geführt ist. Die Schleiffläche ist dabei vorzugsweise
um eine Achse gekrümmt ausgebildet, sie folgt vorteilhaft der Bewegungsrichtung der
Bewegungskurve, ist also vorzugsweise einer kreisförmigen, ellipsenförmigen oder einer
ähnlichen Kurve folgend ausgebildet. Die Schleiffläche kann darüber hinaus auch in
einer Richtung quer zur Oszillationsrichtung gekrümmt sein, um die Nagelkante selbsttätig
in die Mitte der Schleiffläche zu führen.
[0020] Um zu verhindern, dass die Schleiffläche mit der Finger- oder Zehenkuppe in Kontakt
kommt und nur den Nagel schleift, ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung im Bereich zwischen Stütz- und Auflagefläche einerseits und Schleiffläche
andererseits eine Schutzlippe vorgesehen. Diese Schutzlippe liegt im Betrieb zwischen
Fingernagel und Finger und wird möglichst dicht an das Hyponychium herangeführt, wodurch
nicht nur eine Verletzung der Fingerkuppe durch die Schleiffläche wirksam verhindert
wird, sondern auch das Hyponychium selbst geschützt wird. Beim Vorsehen dieser Schutzlippe
ist die letztgenannte Krümmung der Schleiffläche um eine zweite Achse entbehrlich,
was den Vorteil hat, dass bei nur einachsiger Krümmung der Schleiffläche der Abtrag
höher sein kann, da die Abfuhr des abgeschliffenen Materials besser ist.
[0021] Über den Abstand der Schutzlippe zur Schleiffläche wird letztlich bestimmt, wie weit
der Nagel abgeschliffen werden kann. Insoweit ist es vorteilhaft, diese Schutzlippe
in Richtung parallel zur Oszillationsebene zum Finger oder Zeh hin und davon weg verstellbar
anzuordnen. Die Schutzlippe kann beispielsweise durch eine Platte gebildet werden,
welche zwischen Schleiffläche und Stützfläche angeordnet ist und gegenüber diesen
Flächen zum Finger hin vorspringt. Diese Platte sollte verstellbar sein, um einstellen
zu können, wie weit der Nagel abgeschliffen wird. Da dann zweckmäßigerweise auch die
Auflage mit verstellt werden sollte, ist es besonders vorteilhaft, Schutzlippe und
Auflage einstückig auszubilden und dieses Bauteil verstellbar zur Schleiffläche anzuordnen.
[0022] Vorteilhaft ist die Stützfläche so ausgebildet und angeordnet, dass sich ihr Abstand
zur Schleiffläche längs der Schleiffläche, also in Bewegungsrichtung ändert. Diese
Anordnung trägt zum einen den anatomischen Gegebenheiten unterschiedlicher Fingergrößen
Rechnung, zum anderen kann hierüber die Länge, auf die ein Nagel in der Vorrichtung
abgefeilt wird, in gewissen Grenzen variiert werden, ohne hierzu den die Auflage-
und Schutzlippe bildenden Körper zu verstellen.
[0023] Vorteilhaft ist der Antrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung so angeordnet, dass
Stütz- und Auflagefläche zur einer Seite der Schleiffläche und der Antrieb zur anderen
Seite, also hinter der Schleiffläche, angeordnet ist. Besonders vorteilhaft ist es,
wenn der Antrieb rückseitig unterhalb der Schleiffläche angeordnet ist, wobei auch
die Auflage unterhalb der Schleiffläche angeordnet ist. Hierdurch wird eine kompakte
Bauweise erzielt und erreicht, dass die Schleiffläche bzw. der diese aufweisende Schleifkörper
frei zugänglich an der Oberseite der Vorrichtung angeordnet sein kann, was zum einen
hinsichtlich der Abfuhr derart abgeschliffener Nagelteile vorteilhaft ist, zum anderen
ein leichtes Auswechseln des Schleifkörpers ermöglicht.
[0024] Dabei kann gemäß der Erfindung die Schleiffläche auswechselbar am Schleifkörper angeordnet
sein, bevorzugt ist sie jedoch Teil des Schleifkörpers, so dass zum Auswechseln der
Schleiffläche stets der Schleifkörper ausgewechselt wird. Der Schleifkörper ist vorteilhaft
an der Vorrichtung bahngeführt und wird durch den Antrieb oszillierend bewegt.
[0025] Die Bahnführung kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung durch mindestens eine
die Bahn bestimmende Ausnehmung im Schleifkörper und mindestens einen in die Ausnehmung
eingreifenden Zapfen der Vorrichtung oder umgekehrt gebildet sein. Vorteilhaft ist
die Bahnführung durch zwei Ausnehmungen im Schleifkörper geführt, in die jeweils ein
vorrichtungsseitig festgelegter Zapfen eingreift. Die Ausnehmungen folgen dabei typischerweise
dem Krümmungsradius der Schleiffläche, um somit sicherzustellen, dass sich der Schleifkörper
nur in Richtung der Krümmung der Schleiffläche bewegen kann. Alternativ kann auch
eine entsprechende Bahnführung zwischen Schleifkörper und Vorrichtung vorgesehen sein.
[0026] Dabei weist der Schleifkörper vorteilhaft eine Gleitfläche auf, die in einer Ebene
quer oder schräg zur Schleiffläche liegt und mit der er gleitend an der entsprechenden
Gegengleitfläche der Vorrichtung anliegt.
[0027] Zum Antrieb selbst ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ein Elektromotor an
der Vorrichtung vorgesehen, welcher einen Exzenter antreibt, der mit dem Schleifkörper
bewegungsgekoppelt ist. Die Exzenterachse steht dabei senkrecht zur Bewegungsebene
des Schleifkörpers, wobei die Bewegung des Schleifkörpers selbst durch die Bahnführung
bestimmt ist.
[0028] Der Antrieb mittels des Exzenters erfolgt vorteilhaft der Gestalt, dass der Exzenter
eine rotierbare Scheibe aufweist, welche einen exzentrisch und senkrecht zur Oszillationsebene
angeordneten Zapfen aufweist, der in eine Querausnehmung im Schleifkörper eingreift,
deren Erstreckung im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung der Schleiffläche
verläuft. Dabei ist die rotierbare Scheibe unterhalb des Schleifkörpers angeordnet,
der in die Querausnehmung eingreifende Zapfen erstreckt sich senkrecht dazu. Diese
Anordnung in Verbindung mit den Bahnführungen ist zum einen einfach und kostengünstig
im Aufbau, zum anderen erlaubt sie das Auswechseln des Schleifkörpers ohne Eingriff
in den Antrieb. Der Schleifkörper kann nach oben von dem Zapfen der rotierbaren Scheibe
und den Zapfen, die in den Ausnehmungen für die Bahnführung liegen, einfach abgenommen
und durch Aufsetzen eines neuen Schleifkörpers ausgetauscht werden.
[0029] Die Anordnung von Bahnführung und Exzentertrieb ist so gewählt, dass sich ein vergleichsweise
großer Schleifhub von 4 bis 10 mm, vorzugsweise von 6 bis 8 mm, ergibt. Versuche haben
ergeben, dass insbesondere dieser große Schleifhub für einen schnellen und effektiven
Abtrag sorgt. Dabei ist die Motorgeschwindigkeit vorzugsweise so abzustimmen, dass
sich der Schleifkörper mit einer Frequenz zwischen 5 und 15 Herz bewegt, das heißt
zwischen 5 und 15 Schleifhübe pro Sekunde erfolgen. Die Körnung der Schleifmittel
der Schleiffläche entspricht dabei den bei Nagelfeilen üblichen von beispielsweise
100 bis 400.
[0030] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in vereinfachter schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Nagelschleifvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt längs der Schnittlinie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung entsprechend Fig. 2 mit abgenommener Deckelplatte,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung schräg von vorne und oben,
- Fig.. 6
- die Vorrichtung mit abgenommener Deckelplatte entsprechend Fig. 4 in Darstellung gemäß
Fig. 5,
- Fig. 7
- die Einzelheit VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung in zwei Varianten,
- Fig. 9
- die Vorrichtung gemäß Fig. 5 mit einem rückseitig angebrachten Handgriff,
- Fig. 10
- eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 3,
- Fig. 11
- die Einzelheit XI der Fig. 10 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 12
- die Antriebsanordnung in Darstellung entsprechend Fig. 10,
- Fig. 13
- eine weitere Variante der Vorrichtung in Darstellung entsprechend Fig. 6,
- Fig. 13a
- die Kontur der Auflage- und Stützfläche an einem Ende A in Fig. 13,
- Fig. 13b
- die Kontur der Auflage- und Stützfläche am anderen Ende B in Fig. 13 und
- Fig. 14
- die Einzelheit aus Fig. 13 in vergrößerter Darstellung entsprechend Fig. 6 und 7.
[0031] Bei der anhand der Figuren dargestellten Vorrichtung handelt es sich um ein Gerät
zur Nagelpflege, welches zum Kürzen von Fuß- und Fingernägeln durch Schleifen bestimmt
ist. Das Gerät weist ein Gehäuse bzw. Chassis 1 auf, welches einen weiter unten beschriebenen
Antrieb aufnimmt und an seiner Oberseite durch eine Deckelplatte 2 abgeschlossen ist.
Zwischen Deckelplatte 2 und Chassis 1 ist auf einer Gleitfläche 3 des Chassis 1 ein
Schleifkörper 4 beweglich gelagert. Der Schleifkörper 4 liegt mit seiner planen Unterseite
auf der Gleitfläche 3 auf und ist in der durch die Gleitfläche 3 aufgespannten Ebene,
die in Fig. 5 dargestellt ist, bewegbar. Diese Ebene 5, in der der Schleifkörper 4
bewegbar ist, ist in Fig. 5 dargestellt und im Folgenden als Oszillationsebene 5 bezeichnet.
[0032] Der Schleifkörper 4 weist an seiner Vorderseite (dies ist in Fig. 1 die rechte Seite)
eine Schleiffläche 6 auf, die mit Schleifmitteln belegt ist und um eine Achse 7 (siehe
Fig. 4) gekrümmt ausgebildet ist. Die Achse 7, die senkrecht zur Oszillationsebene
5 steht, liegt außerhalb des Geräts, und zwar an der Seite, wo die Nagelbearbeitung
erfolgt. Der Krümmungsradius, also der Abstand zwischen der Achse 7 und der Schleiffläche
6, beträgt hier 85 mm.
[0033] Die Achse 7 bildet zugleich den Mittelpunkt einer Kreisbahn, auf welcher der Schleifkörper
4 eine oszillierende Bewegung ausführt. Diese Bahnführung wird durch zwei Zapfen 8
erreicht, welche sich von der Gleitfläche 3 senkrecht nach oben erstrecken und in
Ausnehmungen 9 die Schleifkörper 4 eingreifen, deren Längsseiten etwa tangential zu
einem Kreisbogen um die Achse 7 angeordnet sind, derart, dass der Schleifkörper 4
auf einer Kreisbahn um die Achse 7 zwangsgeführt ist.
[0034] Die Bewegung des Schleifkörpers 4 in Bahnrichtung ist durch die Länge der Ausnehmungen
9 begrenzt. Hierdurch ist auch der Schleifhub des Schleifkörpers 4 und damit die oszillierende
Bewegung der Schleiffläche 6 begrenzt. Der Hub des Schleifkörpers 4 wird bestimmt
durch einen Exzentertrieb, der einen abtriebseitigen Zapfen 10 aufweist, der auf einer
innerhalb des Chassis 1 gelagerten außenverzahnten Scheibe 11 exzentrisch angeordnet
ist und von unten die Gleitfläche 3 durchsetzend in eine rückseitig offene Querausnehmung
in dem Schleifkörper 4 eingreift. Diese Scheibe 11 ist, wie insbesondere anhand von
Fig. 12 zu erkennen ist, mit einem Zahnrad 13 in Eingriff, welches auf einer Welle
14 eines Elektromotors 15, der von der Unterseite in das Chassis 1 eingegliedert ist,
angetrieben ist. Das Zahnrad 13 mit der außenverzahnten Scheibe 11 bilden ein Untersetzungsgetriebe,
der in der Querausnehmung 12 sitzende Zapfen 10 bewegt bei jeder Drehung der Scheibe
11 den Schleifkörper 4 auf seiner durch die Ausnehmungen 9 bestimmten Teilkreisbahn
oszillierend, in Darstellung gemäß Fig. 4 einmal nach links und einmal nach rechts.
Dabei ist der der Bewegungshub zu jeder Seite durch den Abstand des Zapfens 10 von
der Drehachse der Scheibe 11 bestimmt ist. Anstelle eines einstufigen Untersetzungsgetriebes
kann auch ein mehrstufiges vorgesehen sein, um bei vorgegebener Motordrehzahl die
gewünschte Hubfrequenz zu erreichen.
[0035] Der Antrieb sorgt somit dafür, dass der Schleifkörper 4 und damit die nach vorne,
das heißt zur Achse 7 gerichtete Schleiffläche 6 oszillierend auf einer Teilkreisbahn
um die Achse 7 bewegt wird. Der Schleifhub beträgt bei dieser Ausführungsform 7 mm,
das heißt 3,5 mm zu jeder Seite ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten Mittelstellung.
Dieser Hub in Verbindung mit einer Oszillationsfrequenz zwischen 5 und 15 Herz hat
sich als besonders effektiv zum Schleifen von Nägeln erwiesen.
[0036] Um den Finger bzw. den Zeh, dessen Nagel zu feilen ist, an die oszillierenden Schleiffläche
6 heranzubringen und in dieser Stellung zu fixieren, dafür ist ein Formteil 16 vorgesehen,
dessen Oberseite die Gleitfläche 3 bildet und welches in das Chassis 1 zwischen Schleifkörper
4 und dem Unterteil des Chassis 1 eingegliedert ist. Dieses Formteil 16 weist an der
zur Achse 7 gerichteten Seite eine Auflage mit einer Auflagefläche 17 auf, die in
eine Stützfläche 18 stetig übergeht. Die Auflagefläche 17, die im Wesentlichen parallel
zur Gleitfläche 3 angeordnet ist, geht, wie in Fig. 13 besonders gut sichtbar ist,
bogenförmig in eine etwa senkrecht dazu gerichtete Stützfläche 18 über, welche etwa
parallel und versetzt zur Schleiffläche 6 angeordnet ist.
[0037] Die Auflage- und Stützfläche 17, 18 ist um eine Raumachse gekrümmt, die etwa parallel
zur Schleiffläche 6 liegt. Dabei ändert sich der Krümmungsradius von einem Ende A
bis zum anderen Ende B (Fig. 13), wie die anhand der Fig. 13a und 13b dargestellten
Konturen verdeutlichen. Die Flächen 17, 18 haben eine Kontur die Teil einer Ellipse
bildet, deren lange Achse 19a an dem in Fig. 13 linken Ende A der Auflage- und Stützfläche
17, 18 10 mm lang ist und deren kurze Achse 20a dort 6 mm lang ist. Am anderen in
Fig.13 rechten Ende B weist die lange Achse 19b eine Länge von 18 mm und die kurze
Achse 20b eine Länge von 14 mm auf. Die Auflage- und Stützfläche 17, 18 ist somit
in Richtung der Bahn um die Achse 7 rampenförmig ausgestaltet, damit sowohl kleine
als auch große Finger gleichermaßen gut dort aufgelegt und fixiert werden können.
[0038] Die Stützfläche 18 geht nach oben, also zum Schleifkörper 4 hin, stetig in eine gegenüber
der Stützfläche 18 vorspringende Schutzlippe 21 über, die einstückig mit dem Formteil
16 ausgebildet ist und über die Schleiffläche 6 in Richtung zur Achse 7 hin übersteht.
Diese Lippe 21 dient zum Schutz der auf der Auflage- und Stützfläche 17, 18 aufliegenden
Kuppe und liegt beim Schleifen nahe an dem ebenfalls von dieser Schutzlippe 21 geschützten
Hyponychium, welches mit geringem Abstand an dieser Lippe 21 liegt. Auch diese Schutzlippe
21 folgt der Krümmung der Schleiffläche 6 bzw. der Auflage- und Stützflächen 17 und
18, die sie abschließt. In den dargestellten Ausführungsformen ist die Schutzlippe
21 einstückig mit den Auflage- und Stützflächen 17, 18 als Formteil 16 ausgebildet,
es kann jedoch alternativ vorgesehen sein, die Schutzlippe 21 durch eine Platte entsprechender
Dicke vorzusehen, die verstellbar in Richtung zur Achse 7 angeordnet sein kann.
[0039] Bei der dargestellten Ausführungsform ist das gesamte Formteil 16 in Richtung der
Achse 22 in Bezug auf die Schleiffläche 6 verstellbar ausgebildet. Hierdurch kann
der senkrechte Abstand zwischen der Schleiffläche 6 der Stützfläche 18 bzw. dem Ende
der Schutzlippe 21 eingestellt werden, wodurch eingestellt wird, bis auf welche Länge
der Nagel abgefeilt werden kann. Hierzu ist das Formteil 16 rückseitig mit einem Gewindezapfen
23 versehen, auf dem eine Rändelmutter 24 sitzt, die einer entsprechenden Ausnehmung
25 innerhalb des Gehäuses/Chassis 1 drehbar aber axial unbeweglich geführt ist. Durch
Drehen der Rändelmutter 24 wird der Gewindezapfen 23 in Richtung der Achse 22 vor
oder zurück bewegt, je nach Drehrichtung, wodurch die Schutzlippe 21 mit der Stützfläche
18 von einer Schleifebene weg oder zu dieser hin bewegt wird. Da die Gewindeverbindung
zwischen Gewindezapfen 22 und Rändelmutter 24 in Achsrichtung 22 selbsthemmend ist,
kann die Verstellung erfolgen, ohne dass danach eine weitere Fixierung erforderlich
ist.
[0040] Die Auflage- und Stützfläche 17, 18 ist entweder, wie anhand der Fig. 13 und 14 dargestellt,
durchgehend von einem Ende A bis zum anderen Ende B ausgestaltet und weist dann vorzugsweise
eine Oberfläche mit guter Haftreibung zur Haut auf. Bei der anhand der Fig. 1 bis
12 dargestellten Ausführungsvariante ist die Auflage- und Stützfläche 17, 18 durch
senkrecht zur Oszillationsebene 5 angeordnete Stützkörper 26 unterbrochen, deren Abstand
etwa der Breite einer Fingerkuppe entspricht und deren Abstand zueinander, wie insbesondere
aus Fig. 5 ersichtlich ist, in analoger Weise zunimmt, wie die Kontur der Flächen
17, 18 größer wird. Diese Stützkörper 26 geben beim Schleifen einen zusätzlichen seitlichen
Halt einer auf der Auflagefläche 17 und an der Stützfläche 18 anliegenden Finger-
oder Zehenkuppe, deren Nagel zu schleifen ist. Wie die Fig. 8 zeigt, in der beide
Varianten dargestellt sind, und die ein Formteil 16a mit Auflage- und Stützflächen
17, 18 ohne Stützkörper in montierter Stellung zeigt und ein Formteil 16 mit Stützkörpern
26 darüber dargestellt, kann das Gerät wahlweise mit einem Formteil 16 oder 16a ausgestattet
werden.
[0041] Die Darstellungen des Gerätes anhand der Fig. 1 bis 8 und 10 bis 14 betreffen den
Antriebsteil des Gerätes. Das, das Gehäuse 1 nach unten abschließende und den Elektromotor
15 überdeckende Gehäuseteil kann als Fuß ausgebildet sein, wenn das Gerät ein Tischgerät
sein soll. Wenn dieses, wie anhand von Fig. 9 dargestellt ist, als Handgerät insbesondere
zur Behandlung Dritter vorgesehen ist, dann kann beispielsweise rückseitig ein Handgriff
27 angebracht sein, in dem die Akkus oder Batterien für die Stromversorgung vorgesehen
sind. Wie dort dargestellt, wird die Unterseite dann durch ein Verkleidungsteil 28
geschlossen. Ist das Gerät eher zur Selbstbehandlung vorgesehen, dann ist dieser Handgriff
27 verzichtbar, in diesem Fall kann die Stromversorgung durch Akkus an der Unterseite
innerhalb des Verkleidungsteils 28 gebildet sein.
[0042] Zum Schleifen eines Nagels wird zunächst der zugehörige Finger mit der Fingerbeere/-kuppe
auf der Auflagefläche 17 aufgelegt, und zwar entsprechend der Fingergröße dort, wo
die Flächenkontur am besten mit der Fingerbeerenkontur übereinstimmt. Dabei wird der
Finger soweit zur Schleiffläche 6 hin geschoben, dass die Fingerbeere fest auf der
Auflagefläche 17 und an der Stützfläche 18 anliegt und die Schutzlippe 21 zwischen
Fingernagel und Fingerbeere zur Anlage kommt. Dabei ist die Fingerkuppe entweder zwischen
zwei Stützkörpern 26 seitlich fixiert oder aber durch Reibschluss, wenn es sich um
eine Ausführung 16a ohne Stützkörper 26 handelt. Dabei kann mittels der Rändelmutter
24 der Abstand zur Schleiffläche 6 eingestellt werden und damit definiert werden,
wie weit der Nagel abgeschliffen wird. Der oszillierende Schleifkörper 4 mit seiner
Schleiffläche 6 schleift nun den Nagel ab, wobei in dieser Stellung zunächst die vordere
distale Nagelkante geschliffen wird. Durch Drehen der Fingerkuppe auf der Auflagefläche
17 kann der Anwender den Nagel asymptotisch an die Schleiffläche 6 anlegen und somit
auch die Ränder schleifen. Dabei sorgt die Auflage- und Stützfläche 17, 18 in Verbindung
mit der Schutzlippe 21 und den gegebenenfalls vorhandenen Stützkörpern 26 dafür, dass
der Finger derart fest gehalten ist, dass das sonst beim Schleifvorgang zu beobachtende
Zittern des Nagels weitgehend eliminiert wird. Erst hierdurch wird es möglich, mit
hoher Effizienz den Nagel zu beschleifen. Die Schleiffläche 6 weist eine Körnung auf,
wie sie bei Handnagelfeilen üblich ist, also im Bereich zwischen 100 und 400.
[0043] Wenn die Schleiffläche 6 verbraucht ist, kann nach Entfernen der Deckelplatte 2 der
Schleifkörper 4 durch einfaches Abnehmen nach oben entfernt und durch einen neuen
oder einen mit einer neuen Schleiffläche 6 versehenen ersetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Gehäuse/Chassis
- 2
- Deckelplatte
- 3
- Gleitfläche
- 4
- Schleifkörper
- 5
- Oszillationsebene
- 6
- Schleiffläche
- 7
- Achse
- 8
- Zapfen
- 9
- Ausnehmungen
- 10
- Zapfen
- 11
- Scheibe mit Stirnverzahnung
- 12
- Querausnehmung
- 13
- Zahnrad
- 14
- Welle
- 15
- Elektromotor
- 16
- Formteil mit Stützkörpern
- 16a
- Formteil ohne Stützkörper
- 17
- Auflagefläche
- 18
- Stützfläche
- 19a
- lange Achse
- 19b
- lange Achse
- 20a
- kurze Achse
- 20b
- kurze Achse
- 21
- Schutzlippe
- 22
- Achse
- 23
- Gewindezapfen
- 24
- Rändelmutter
- 25
- Ausnehmung
- 26
- Stützkörper
- 27
- Handgriff
- 28
- Verkleidungsteil
1. Vorrichtung zur Nagelpflege, insbesondere zum Abschleifen eines Finger- oder Zehennagels,
mit einer Auflage zum Auflegen eines Fingers oder Zehs, mit einer in mindestens einer
Richtung gekrümmten Schleiffläche (6), mit einem Antrieb (15), welcher die Schleiffläche
(6) entlang einer Kurve oszillierend bewegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage so ausgebildet ist, dass sie den aufliegenden Finger oder Zeh auch in
Richtung zur Schleiffläche (6) hin abstützt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiffläche (6) zum Nagel hin entsprechend der distalen Nagelkontur gekrümmt
ausgebildet ist und dass ein Mittelpunkt (7) der Kurve auflagenseitig, vorzugsweise
außerhalb der Vorrichtung liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage eine mindestens einachsig gekrümmte Stütz- und Auflagefläche (17, 18)
aufweist, welche sich von parallel zur Oszillationsebene (5) bis senkrecht dazu erstreckt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütz- und Auflagefläche (17, 18) auch um eine zweite Achse gekrümmt ist, derart,
dass sie der Krümmung der Schleiffläche (6) in der Oszillationsebene (5) folgt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der Stütz- und Auflagefläche (17, 18) in einer Ebene quer zur der Oszillationsebene
(5) der Kuppenkontur von Finger oder Zeh angepasst ist, wobei der Krümmungsradius
in Richtung der Krümmung um die zweite Achse rampenförmig ansteigend ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütz- und Auflagefläche (17, 18) in Richtung der Krümmung um die zweite Achse
quer zur Oszillationsebene (5) angeordnete Stützkörper (26) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zwischen Stütz- und Auflagefläche (17, 18) und Schleiffläche (6) eine
Schutzlippe (21) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzlippe (21) an ihrem zum Finger oder Zeh hin weisenden Ende entsprechend
der Krümmung von Schleiffläche (6) und/oder Stütz- und Auflagefläche (17, 18) ausgebildet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzlippe (21) in Richtung parallel zur Oszillationsebene (5) zum Finger oder
Zeh hin und davon weg verstellbar angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzlippe (21) und Auflage einstückig ausgebildet und vorzugsweise verstellbar
zur Schleiffläche (6) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (15) rückseitig und unterhalb der Schleiffläche (6) angeordnet ist, wobei
auch die Auflage unterhalb der Schleiffläche (6) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiffläche (6) Teil eines Schleifkörpers (4) ist, welcher an der Vorrichtung
bahngeführt ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnführung durch mindestens eine die Bahn bestimmende Ausnehmung (9) im Schleifkörper
(4) und mindestens einen in die Ausnehmung (9) eingreifenden Zapfen (8) der Vorrichtung
oder umgekehrt gebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifkörper (4) eine Gleitfläche in einer Ebene quer oder schräg zur Schleiffläche
(6) aufweist, mit der er gleitend an der Vorrichtung anliegt.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb einen Elektromotor (15) aufweist, welcher einen Exzenter (10, 11) antreibt,
der mit dem Schleifkörper (4) bewegungsgekoppelt ist, wobei die Exzenterachse senkrecht
zur Bewegungsebene (5) des Schleifkörpers (4) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter eine rotierbare Scheibe (11) aufweist, welche einen exzentrisch und
senkrecht zur Oszillationsebene (5) angeordneten Zapfen (10) aufweist, der in eine
Querausnehmung (12) im Schleifkörper (4) eingreift, deren Längserstreckung im Wesentlichen
senkrecht zur Bewegungsrichtung der Schleiffläche (6) verläuft.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (15) zur Erzeugung eines Schleifhubs von 4 bis 10 mm ausgebildet ist,
vorzugsweise bei einer Frequenz von 5 bis 15 Hz.