[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten,
insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette
zum Erspinnen der Filamente sowie eine Kühleinrichtung zur Kühlung der Filamente vorgesehen
ist und wobei zwischen Spinnerette und Kühleinrichtung zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung
zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist. Die Erfindung
betrifft fernerhin ein Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten.
- Endlosfilamente unterscheiden sich bekanntlich aufgrund ihrer quasi endlosen Länge
von Stapelfasern, die viel geringere Längen von beispielsweise 10 bis 60 mm aufweisen.
- Mit der Monomerabsaugungsvorrichtung wird Luft bzw. Gas aus dem Filamentbildungsraum
direkt unterhalb der Spinnerette abgesaugt. Dadurch wird erreicht, dass die neben
den Polymerfilamenten austretenden Gase in Form von Monomeren, Oligomeren, Zersetzungsprodukten
und dergleichen aus dem Filamentbildungsraum bzw. aus der Vorrichtung zumindest teilweise
entfernt werden können.
[0002] Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind aus der Praxis grundsätzlich in verschiedenen
Ausführungsformen bekannt. Bei diesen Vorrichtungen werden die Filamente mittels einer
Spinnerette ersponnen, anschließend in einer Kühleinrichtung gekühlt und daraufhin
durch eine Verstreckeinheit geleitet und letztendlich auf einer Ablage zum Spinnvlies
abgelegt. Eine solche Vorrichtung wird auch als spunbond-Vorrichtung bezeichnet. Viele
dieser bekannten Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass die Filamente häufig
nicht fehlerfrei zum Spinnvlies abgelegt werden können. Bei der Filamentablage resultieren
Unregelmäßigkeiten in Form von Fehlstellen bzw. Defekten im Spinnvlies. Die Homogenität
der Spinnvliese wird durch diese Defekte bzw. Störungen mehr oder weniger stark beeinträchtigt.
Eine Ursache für die Fehlstellen im Spinnvlies sind sogenannte Tropfen, die durch
den Abriss einer oder mehrerer Filamente sowie sich dabei bildender Schmelzeansammlungen
resultieren. Diese Tropfen erzeugen Fehlstellen bzw. Dickstellen im Spinnvlies und/oder
bleiben auf der Ablage für das Spinnvlies kleben. In der Regel sind solche Tropfen
bzw. Fehlstellen größer als 2 x 2 mm. Defekte im Spinnvlies resultieren auch aus sogenannten
"hard pieces", die wie folgt entstehen: Durch Spannungsverlust kann ein ersponnenes
Filament relaxieren, zurückschnellen und auf diese Weise ein Knäul bilden, das aufgrund
des schmelzflüssigen Zustandes des Filamentes zusammenklebt. Dabei findet in der Regel
kein Abriss des Filamentes statt. Die hierdurch resultierenden Fehlstellen im Spinnvlies
haben in der Regel Größen kleiner 2 x 2 mm und sind normalerweise fühlbar und/oder
sichtbar. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass derartige Defekte bzw.
Fehlstellen in den Spinnvliesen insbesondere bei höheren Filamentgeschwindigkeiten
und/oder bei höheren Durchsätzen ab 120 kg/h/m und vor allem ab 150 kg/h/m auftreten.
Solche Unregelmäßigkeiten in den Spinnvliesen sind vor allem auch bei größeren Spinnfeldtiefen
zu beobachten.
[0003] Bislang hat man versucht die vorstehend geschilderten Probleme zu reduzieren, indem
beispielsweise die Filamente in der Kühleinrichtung gleichmäßiger behandelt bzw. gleichmäßiger
mit Kühlluft gekühlt wurden. Auch hat man versucht die Abdichtungen der Vorrichtung
zu verbessern, um eine gleichmäßigere Filamentströmung bzw. eine gleichmäßigere Filamentbehandlung
zu erreichen. Diese Maßnahmen haben vor allem bei höheren Durchsätzen nur eingeschränkt
zum Erfolg geführt. Deshalb sind die aus der Praxis bekannten Vorrichtungen verbesserungsbedürftig.
[0004] Dementsprechend liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, mit der Spinnvliese mit einer hohen Homogenität
ohne nennenswerte Fehlstellen erzeugt werden können und zwar auch bei hohen Filamentgeschwindigkeiten
und/oder hohen Durchsätzen sowie auch bei breiten bzw. tiefen Spinnfeldern. Fernerhin
liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein entsprechendes Verfahren
zur Herstellung solcher Spinnvliese anzugeben.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung
von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem
Kunststoff, wobei eine Spinnerette zum Erspinnen der Filamente sowie eine Kühleinrichtung
zur Kühlung der Filamente vorgesehen ist, wobei im Bereich der Spinnerette, bevorzugt
zwischen Spinnerette und Kühleinrichtung zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung
zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist,
wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander
angeordnete, sich jeweils quer - vorzugsweise senkrecht - zur Maschinenrichtung (CD)
erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
aufweist und wobei die beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche und/oder wobei zumindest
zwei gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
mit der Maßgabe eingerichtet sind, dass über einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche ein höherer Volumenstrom an Gasen absaugbar
ist als über den anderen gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich und/oder
CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich.
[0006] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung eine spunbond-Vorrichtung
zur Herstellung von spunbond-Vliesen ist, wobei die Vorrichtung eine Spinnerette,
eine Monomerabsaugungsvorrichtung, eine Kühleinrichtung, eine daran anschließende
Verstreckeinheit zur Verstreckung der Filamente sowie eine Ablageeinrichtung zur Ablage
der Filamente zur spunbond-Vliesbahn aufweist.
[0007] Maschinenrichtung (MD) meint im Rahmen der Erfindung insbesondere die Förderrichtung
der abgelegten Spinnvliesbahn. In der Regel wird die Spinnvliesbahn mit einem Förderband
bzw. Endlos-Förderband abgefördert. - CD-Richtung meint im Rahmen der Erfindung insbesondere
die Richtung quervorzugsweise senkrecht - zur Förderrichtung der Spinnvliesban bzw.
zur MD-Richtung.
[0008] Die CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche bzw. die CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche sind
zweckmäßigerweise in zwei gegenüberliegenden, sich quer zur Maschinenrichtung erstreckenden
Seitenwänden vorgesehen, welche Seitenwände den Filamentbildungsraum unterhalb der
Spinnerette begrenzen. - Ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich und/oder ein CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich
kann entweder von lediglich einer Absaugungsöffnung bzw. einem Absaugungsspalt oder
von einer Mehrzahl von Absaugungsöffnungen bzw. Absaugungsspalten gebildet werden.
So kann ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich und/oder ein CD-Absaugungs-Teilbereich auch
jeweils von einer Mehrzahl von Absaugungsbohrungen gebildet sein. - Dass über einen
der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche
ein höherer Volumenstrom absaugbar ist, meint im Rahmen der Erfindung auch, dass über
den einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche
kein Gas bzw. im Wesentlichen kein Gas absaugbar ist bzw. abgesaugt wird und lediglich
über den anderen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche
ein Volumenstrom an Gas absaugbar ist bzw. abgesaugt wird. Die genannte Formulierung
aus dem Patentanspruch 1 umfasst auch den Fall, dass über einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche ein Volumenstrom an Gas zugeführt wird
und über den anderen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche
ein Volumenstrom an Gas abgesaugt wird. In diesem Fall wird ebenfalls über den letztgenannten
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich bzw. CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich ein höherer Volumenstrom
an Gas abgesaugt als über den anderen Bereich.
[0009] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der in der Monomerabsaugungsvorrichtung abgesaugte
Volumenstrom bzw. die abgesaugten Volumenströme in zumindest eine Sammelkammer und
vorzugsweise in zumindest ein an die Sammelkammer angeschlossenes Sammelrohr eintritt/eintreten.
Zweckmäßigerweise ist für jeden von zwei bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereichen zumindest eine Sammelkammer und bevorzugt zumindest
ein an die bzw. an jede Sammelkammer angeschlossenes Sammelrohr für die Aufnahme des
abgesaugten Gases vorgesehen. Es können auch für jede dieser Seiten mehrere Sammelkammern
bzw. mehrere Sammelrohre vorhanden sein. An eine Sammelkammer ist zumindest eine Saugleitung,
vorzugsweise jeweils eine Mehrzahl von Saugleitungen zur Absaugung des Gases angeschlossen
und empfohlenermaßen verbindet die zumindest eine Saugleitung bzw. verbinden die Saugleitungen
die Sammelkammer mit einem Sammelrohr. Im Anschluss an zumindest eine Sammelkammer
und zweckmäßigerweise in zumindest einer angeschlossenen Saugleitung kann der Volumenstrom
durch zumindest ein Absperrelement - beispielsweise durch einen Absperrschieber mit
Linearführung zur Einstellung des offenen Querschnittes - eingestellt werden. Die
Einstellung bzw. Drosselung erfolgt im Rahmen der Erfindung mit der Maßgabe, dass
über den einen der bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
ein höherer Volumenstrom absaugbar ist als über den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich.
[0010] Grundsätzlich kann im Rahmen der Erfindung die Absaugung eines höheren Volumenstroms
auf einer Seite der Monomerabsaugung bzw. über einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich verwirklicht werden,
- indem die Öffnungsweiten bzw. die Öffnungsflächen der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche entsprechend ausgelegt und/oder entsprechend
einstellbar sind
- und/oder indem die Absaugung des Volumenstromes - insbesondere in oder an der zumindest
einen Sammelkammer und/oder in bzw. an der Saugleitung/den Saugleitungen zur Absaugung
des Gases und/oder in oder an dem zumindest einen Sammelrohr - einstellbar bzw. drosselbar
ist.
[0011] Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass bezüglich der Absaugung des höheren
Volumenstroms auch ein Wechsel zwischen den beiden Seiten der Monomerabsaugung bzw.
ein Wechsel zwischen den beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereichen bzw. CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereichen
stattfinden kann. So kann im Wechsel - insbesondere im kontinuierlichen Betrieb der
Vorrichtung - zunächst über den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich und dann über
den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich ein höherer Volumenstrom abgesaugt werden.
[0012] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin eine Vorrichtung
zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten
aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette zum Erspinnen der Filamente
sowie eine Kühleinrichtung zur Kühlung der Filamente vorgesehen ist, wobei im Bereich
der Spinnerette, bevorzugt zwischen Spinnerette und Kühleinrichtung zumindest eine
Monomerabsaugungsvorrichtung zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen
angeordnet ist,
wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung Absaugungsöffnungs-Bereiche aufweist und vorzugsweise
zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander angeordnete, sich jeweils
quer - vorzugsweise senkrecht - zur Maschinenrichtung (CD) erstreckende und bezüglich
des Spinnfeldes gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche aufweist,
wobei die Öffnungsfläche der Absaugungsöffnungs-Bereiche - insbesondere der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
- über 11.000 mm
2/m, insbesondere über 12.000 mm
2/m Spinnfeld (quer zur Maschinenrichtung bzw. in CD-Richtung gemessen) beträgt bzw.
einstellbar ist, zweckmäßigerweise über 20.000 mm
2/m Spinnfeld, bevorzugt über 30.000 mm
2/m Spinnfeld, sehr bevorzugt über 40.000 mm
2 Spinnfeld und besonders bevorzugt über 50.000 mm
2/m Spinnfeld beträgt bzw. einstellbar ist. Gemäß sehr empfohlener Ausführungsform
der Erfindung ist eine Öffnungsfläche der Absaugungsöffnungs-Bereiche - insbesondere
der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche - über 60.000 mm
2/m Spinnfeld und bevorzugt über 65.000 mm
2/m Spinnfeld vorhanden bzw. einstellbar. Zweckmäßigerweise beträgt die Öffnungsfläche
bzw. die einstellbare Öffnungsfläche der Absaugungsöffnungs-Bereiche - insbesondere
der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche bis zu 100.000 mm
2/m Spinnfeld, bevorzugt bis zu 90.000 mm
2/m Spinnfeld und besonders bevorzugt bis zu 85.000 mm
2/m Spinnfeld.
[0013] Vorzugsweise sind die jeweiligen Öffnungsflächen der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
mit der Maßgabe ausgelegt bzw. einstellbar, dass durch einen der beiden gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche ein höherer Volumenstrom absaugbar ist als durch den
anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich. Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass
die Öffnungsfläche eines CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches größer ist bzw. größer einstellbar
ist als die Öffnungsfläche eines zweiten bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches. So kann beispielsweise die Öffnungsfläche eines in
Maschinenrichtung (MD) hinteren CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches größer sein bzw. größer
einstellbar sein als die Öffnungsfläche eines in Maschinenrichtung vorderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches
oder umgekehrt. Die Öffnungsfläche der gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
kann auch alternierend unterschiedlich groß eingestellt werden, so dass zunächst über
den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich ein größerer Volumenstrom absaugbar ist und
dann über den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich.
[0014] Eine bewährte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Monomerabsaugungsvorrichtung
zeichnet sich dadurch aus, dass sich ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich, vorzugsweise
zwei bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche über
die gesamte Breite des Spinnfeldes bzw. im Wesentlichen über die gesamte Breite des
Spinnfeldes erstrecken. Dabei empfiehlt es sich, dass jeweils über die gesamte Breite
bzw. im Wesentlichen über die gesamte Breite der beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
unterschiedliche Volumenströme absaugbar sind. Wie bereits oben angedeutet meint die
Absaugung unterschiedlicher Volumenströme auch, dass über einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
kein Volumenstrom bzw. im Wesentlichen kein Volumenstrom an Gas abgesaugt wird und
dass lediglich in dem bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
ein Volumenstrom an Gas abgesaugt wird. Fernerhin meint unterschiedliche Absaugung
von Volumenströmen hier auch, dass über einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich ein Volumenstrom
von Gas zugeführt wird und in dem anderen bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich Gas abgesaugt wird.
[0015] Eine bewährte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Monomerabsaugungsvorrichtung
zeichnet sich dadurch aus, dass in einem CD-Absaugungsöffnungs-Bereich durchgängig
über seine gesamte Länge quer zur Maschinenrichtung ein größerer Volumenstrom abziehbar
ist bzw. abgezogen wird als in dem bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich.
- Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass auf jeder Seite des Spinnfeldes
quer zur Maschinenrichtung hintereinander angeordnete CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche
vorgesehen sind und dass durch zumindest einen CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich auf
der ersten Seite des Spinnfeldes ein höherer Volumenstrom abgesaugt wird als durch
einen gegenüberliegenden bzw. unmittelbar gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich
auf der zweiten Seite des Spinnfeldes. Durch zumindest einen weiteren CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich
auf der ersten Seite des Spinnfeldes kann dagegen auch ein geringerer Volumenstrom
abgesaugt werden als durch einen gegenüberliegenden bzw. unmittelbar gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich auf der zweiten Seite des Spinnfeldes. Dabei können
die auf einer Seite des Spinnfeldes vorgesehenen CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche
mit unterschiedlicher Gasströmungsrichtung direkt nebeneinander quer zur Maschinenrichtung
angeordnet sein oder auch mit Abstand zueinander. So kann eine Mehrzahl von Paaren
von gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereichen quer zur Maschinenrichtung
über die Breite des Spinnfeldes verteilt angeordnet sein, so dass zweckmäßigerweise
für jedes Paar von CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereichen auf gegenüberliegenden Seiten
des Spinnfeldes die Maßgabe gilt, dass durch einen CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich
ein größerer Volumenstrom an Gas absaugbar ist als durch den anderen unmittelbar gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich.
[0016] Eine sehr empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das Verhältnis des durch einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich abgesaugten Volumenstromes
V
1 zu dem durch den anderen, bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
abgesaugten Volumenstrom V
2 6:1 bis 1,1:1, vorzugsweise 5,5:1 bis 1,3:1, bevorzugt 5,5:1 bis 1,5:1 und besonders
bevorzugt 5:1 bis 1,75:1 beträgt. Nach einer Ausführungsform können die vorgenannten
Volumenstrom-Verhältnisse auch für gegenüberliegende Teilbereiche der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche) realisiert werden. Vorzugsweise
sind mehrere Paare von CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereichen dann gleichmäßig in CD-Richtung
verteilt angeordnet.
[0017] Eine empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich als zumindest ein - nach einer bevorzugten Ausführungsform
als ein - sich in CD-Richtung erstreckender CD-Absaugungsspalt ausgebildet ist. Nach
einer Ausführungsvariante ist der CD-Absaugungsspalt in eine Mehrzahl von CD-Absaugungsspaltabschnitten
unterteilt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind in CD-Richtung 4 bis 40,
vorzugsweise 6 bis 35 und bevorzugt 8 bis 30 CD-Absaugungs-spaltabschnitte vorzugsweise
auf der gleichen vertikalen Höhe nebeneinander angeordnet. Die Länge dieser CD-Absaugungsspaltabschnitte
in CD-Richtung beträgt zweckmäßigerweise jeweils 10 bis 70 cm, vorzugsweise 10 bis
60 cm und bevorzugt 15 bis 40 cm. Die nebeneinander angeordneten CD-Absaugungsspaltabschnitte
ergänzen sich zu dem in CD-Richtung sich erstreckenden CD-Absaugungsspalt. Grundsätzlich
können auf jeder Seite des Spinnfeldes auch zwei oder mehr - CD-Absaugungsspalte bzw.
CD-Absaugungsspaltabschnitte in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sein.
[0018] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Öffnungsquerschnittsfläche des zumindest
einen - vorzugsweise des einen - auf einer Seite des Spinnfeldes angeordneten CD-Absaugungsspaltes
größer ist als die Öffnungsquerschnittsfläche des zumindest einen - vorzugsweise des
einen - auf der anderen Seite des Spinnfeldes angeordneten CD-Absaugungsspaltes. So
kann beispielsweise die Öffnungsquerschnittsfläche des zumindest einen bzw. einen
in Maschinenrichtung gesehen hinteren CD-Absaugungsspaltes (Auslaufseite der Spinnvliesbahn)
größer als die Öffnungsquerschnittsfläche des einen bzw. zumindest einen in Maschinenrichtung
gesehen vorderen CD-Absaugungsspaltes (Einlaufseite der Spinnvliesbahn) oder auch
umgekehrt.
[0019] Gemäß einer empfohlenen Ausführungsform ist die Spalthöhe h bzw. die vertikale Spalthöhe
h der beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsspalte unterschiedlich, wobei zum Beispiel
die Spalthöhe h
A des in Maschinenrichtung hinteren CD-Absaugungsspaltes (Auslaufseite der Spinnvliesbahn)
größer ist als die Spalthöhe h
E des in Maschinenrichtung vorderen CD-Absaugungsspaltes (Einlaufseite der Spinnvliesbahn).
- Zweckmäßigerweise ist die Spalthöhe h des einen CD-Absaugungsspaltes mehr als doppelt
so groß, bevorzugt mehr als dreimal so groß wie die Spalthöhe h des anderen CD-Absaugungsspaltes.
Die CD-Absaugungsspalte haben empfohlenermaßen eine Spalthöhe bzw. eine vertikale
Spalthöhe h von 2 bis 50 mm, vorzugsweise von 4 bis 40 mm und bevorzugt von 4 bis
35 mm. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Spalthöhe
h des höheren CD-Absaugungsspaltes 20 bis 50 mm, zweckmäßigerweise 25 bis 45 mm und
die Spalthöhe h des niedrigeren CD-Absaugungsspaltes beträgt bevorzugt 2 bis 12 mm,
insbesondere 2 bis 10 mm. Grundsätzlich können die beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsspalte
aber auch die gleiche Höhe aufweisen und der an den beiden CD-Absaugungsspalten unterschiedlich
abgesaugte Volumenstrom wird dann durch Einstellungen - vor allem Querschnittseinstellungen,
insbesondere an der zumindest einen Sammelkammer bzw. an den Sammelkammern und/oder
an der Saugleitung bzw. an den Saugleitungen - realisiert. Wie oben bereits dargelegt,
liegt es auch im Rahmen der Erfindung, dass die Absaugung des höheren Volumenstromes
kontinuierlich von der einen Seite der Monomerabsaugungsvorrichtung zur anderen Seite
der Monomerabsaugungsvorrichtung bzw. kontinuierlich zwischen dem einen CD-Absaugungsspalt
und dem anderen CD-Absaugungsspalt wechselt. Prinzipiell könnte dabei auch wechselweise
die Spalthöhe der CD-Absaugungsspalte entsprechend eingestellt werden.
[0020] Die im Rahmen der erfindungsgemäßen Monomerabsaugung durch zumindest zwei bezüglich
des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche abgesaugten unterschiedlichen
Volumenströme können durch die geometrischen Parameter der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
bzw. CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche und insbesondere der CD-Absaugungsspalte bzw.
CD-Absaugungsspaltabschnitte eingestellt werden. Alternativ oder zusätzlich können
diese unterschiedlichen Volumenströme auch durch die Ausgestaltung bzw. Auslegung
der jedem CD-Absaugungsöffnungs-Bereich zugeordneten Sammelkammer/Sammelkammern und/oder
Saugleitung/Saugleitungen und/oder Sammelrohr/Sammelrohre eingestellt werden. Wie
oben bereits dargelegt, ist zweckmäßigerweise einem CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
zumindest eine bzw. eine Sammelkammer zugeordnet, an die/das zumindest eine Saugleitung,
zweckmäßigerweise mehrere Saugleitungen angeschlossen ist/sind. Durch die Anzahl und/oder
die Größe bzw. den Querschnitt der Saugleitungen lässt sich der an dem jeweiligen
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich abgesaugte Volumenstrom einstellen. Es empfiehlt sich,
dass an eine, einem CD-Absaugungsöffnungs-Bereich zugeordnete Sammelkammer zwei bis
zwölf Saugleitungen pro m Spinnfeld, bevorzugt vier bis zehn Saugleitungen pro m Spinnfeld
angeschlossen sind, über die Gas aus der Sammelkammer abgesaugt wird. Es liegt im
Rahmen der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung mindestens zwei Sammelkammern
und vorzugsweise jeweils ein an jede Sammelkammer angeschlossenes Sammelrohr aufweist.
[0021] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Monomerabsaugungsvorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Monomerabsaugungsvorrichtung zumindest zwei sich
in Maschinenrichtung (MD) erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegende
MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche aufweist. Die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche sind dabei
im Bereich der Spinnerette und vorzugsweise in - den Filamentbildungsraum unterhalb
der Spinnerette begrenzenden - Stirnwänden vorgesehen, die sich in MD-Richtung erstrecken.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Stirnwände und somit auch die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
kürzer bzw. deutlich kürzer ausgebildet sind als die sich in CD-Richtung erstreckenden
Seitenwände des Filamentbildungsraumes und somit auch als die CD-Absaugungsöffnung-Bereiche.
Die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche sind zweckmäßigerweise quer, bevorzugt senkrecht
zu den CD-Absaugungsöffnungs-Bereichen angeordnet. Auch über die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
werden wie über die CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche Gase abgesaugt bzw. aus dem Filamentbildungsraum
unterhalb der Spinnerette abgesaugt. - Zweckmäßigerweise ist ein MD-Absaugungsöffnungs-Bereich
als zumindest ein bzw. als ein sich in MD-Richtung erstreckender MD-Absaugungsspalt
ausgebildet. Nach einer Ausführungsform ist ein solcher MD-Absaugungsspalt in eine
Mehrzahl von MD-Absaugungsspaltabschnitten unterteilt, insbesondere in zwei bis fünf
MD-Absaugungsspaltabschnitte, bevorzugt in zwei bis drei MD-Absaugungsspaltabschnitte.
Die MD-Absaugungsspaltabschnitte sind vorzugsweise in MD-Richtung hintereinander angeordnet
und befinden sich zweckmäßigerweise auf der gleichen vertikalen Höhe bzw. im Wesentlichen
auf der gleichen vertikalen Höhe. Die Länge der MD-Absaugungsspaltabschnitte beträgt
vorzugsweise jeweils 10 bis 70 cm, bevorzugt 10 bis 60 cm, besonders bevorzugt 15
bis 40 cm und insbesondere 10 bis 20 cm. Die Länge wird dabei in MD-Richtung gemessen.
Die vertikale Spalthöhe h eines MD-Absaugungsspaltes bzw. MD-Absaugungsspaltabschnittes
beträgt empfohlenermaßen 2 bis 50 mm, bevorzugt 25 bis 45 mm und sehr bevorzugt 2
bis 12 mm. Gemäß einer Ausführungsvariante kann die Absaugung durch die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
separat bzw. unabhängig von der Absaugung durch die CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
geregelt werden. Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
an die Sammelkammern bzw. Sammelrohre der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche angeschlossen.
So kann jeweils ein MD-Absaugungsöffnungs-Bereich an mindestens eine Sammelkammer
bzw. an mindestens ein Sammelrohr eines CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches angeschlossen
werden. Dann erfolgt zweckmäßigerweise jeweils eine gemeinsame Absaugung durch einen
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich und einen zugeordneten MD-Absaugungsöffnungs-Bereich.
[0022] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass zwei gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
- vorzugsweise zwei gegenüberliegende CD-Absaugungsspalte - auf gleicher vertikaler
Höhe bzw. im Wesentlichen auf gleicher vertikaler Höhe wie zwei gegenüberliegende
MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche - vorzugsweise wie zwei gegenüberliegende MD-Absaugungsspalte
- liegen. Grundsätzlich könnte ein durchgehender Absaugungsspalt über den Umfang des
Spinnfeldes umlaufen. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind aber sowohl
die gegenüberliegenden CD-Absaugungsspalte als auch die gegenüberliegenden MD-Absaugungsspalte
in - zweckmäßigerweise auf gleicher bzw. im Wesentlichen auf gleicher vertikaler Höhe
liegende - nebeneinander angeordnete CD-Absaugungsspaltabschnitte und MD-Absaugungsspaltabschnitte
unterteilt.
[0023] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
bzw. ein CD-Absaugungsspalt länger bzw. wesentlich länger ist als ein MD-Absaugungsöffnungs-Bereich
bzw. MD-Absaugungsspalt. Vorzugsweise ist ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich bzw. CD-Absaugungsspalt
mindestens doppelt so lang, bevorzugt mindestens 2,5 mal so lang, sehr bevorzugt mindestens
3 mal so lang und insbesondere mindestens 4 mal so lang wie ein MD-Absaugungsöffnungs-Bereich
bzw. MD-Absaugungsspalt. Die vorgenannten Längen werden dabei quer bzw. bevorzugt
senkrecht zur Maschinenrichtung (CD-Richtung) und in Maschinenrichtung (MD-Richtung)
gemessen.
[0024] Der durch die CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche und vorzugsweise die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
insgesamt abgesaugte Volumenstrom an Gas beträgt nach bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung 35 bis 1.200 m
3/h pro m Spinnfeld, vorzugsweise 40 bis 1.100m
3/h pro m Spinnfeld und bevorzugt 50 bis 1.000 m
3/h pro m Spinnfeld. Dabei wird erfindungsgemäß über einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
ein höherer Volumenstrom abgesaugt als über den bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich.
[0025] Es ist möglich, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einer Absaugungsseite
(insbesondere im Bereich eines CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches) aufgrund des gedrosselten
Volumenstromes Verschmutzungen bzw. Verunreinigungen der Oberflächen - insbesondere
durch Kondensatbildung - auftreten. Diese Verschmutzungen können durch geeignete Gasführung
reduziert werden. Nach einer Ausführungsform der Erfindung werden verschmutzungsgefährdete
Flächen im Bereich zumindest eines Absaugungsöffnungs-Bereiches bzw. CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches
durch Verschmutzungen bzw. Kondensat aufnehmende, insbesondere absorbierende, adsorbierende
und/oder isolierende Abdeckmaterialien bzw. Abdeckbahnen abgedeckt. Dabei werden die
Abdeckmaterialien bzw. Abdeckbahnen auf eine geeignete Weise an den gefährdeten Flächen
fixiert. Zur Abdeckung können beispielsweise Meltblown-Vliese oder dergleichen dienen.
Alternativ oder zusätzlich werden nach einer empfohlenen Ausführungsvariante die verschmutzungsgefährdeten
Flächen zur Vermeidung der Verschmutzung bzw. Kondensatbildung temperiert, insbesondere
erwärmt.
[0026] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das erfindungsgemäße technische
Problem besonders effektiv gelöst werden kann, wenn einerseits die vorstehend erläuterten
Merkmale der Monomerabsaugung realisiert werden und wenn andererseits bestimmte Maßgaben
bei der Ausgestaltung der Spinnerette bzw. bezüglich der Kapillaren der Spinnerette
eingehalten werden. Kapillare der Spinnerette meint dabei die Kanäle, durch die die
Kunststoffschmelze für die mit der Spinnerette ersponnenen Filamente geführt wird.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
weist die Spinnerette eine Kapillardichte von 1 bis 6 Kapillaren/cm
2, vorzugsweise von 2 bis 5 Kapillaren/cm
2, bevorzugt von 2 bis 4,5 Kapillaren/cm
2, insbesondere von 2 bis 4 Kapillaren/cm
2 und sehr bevorzugt von 2,2 bis 3,2 Kapillaren/cm
2 auf. Es empfiehlt sich, dass die Kapillardichte der Spinnerette im mittleren Bereich
der Spinnerette geringer ist als in den äußeren Bereichen der Spinnerette und dass
bevorzugt die Kapillardichte im mittleren Bereich der Spinnerette 0 bis 1 Kapillaren/cm
2 beträgt. Der Innendurchmesser der Kapillaren beträgt empfohlenermaßen 0,2 bis 0,9
mm, insbesondere 0,3 bis 0,8 mm. - Diese bevorzugten Merkmale der Spinnerette haben
sich im Rahmen der Erfindung im Zusammenhang mit der unterschiedlichen Absaugung der
Volumenströme bei der erfindungsgemäßen Monomerabsaugung besonders bewährt.
[0027] Die Spinnfeldtiefe beträgt zweckmäßigerweise 120 bis 400 mm, bevorzugt 150 bis 350
mm, sehr bevorzugt 170 bis 300 mm und besonders bevorzugt 185 bis 270 mm. Spinnfeldtiefe
meint dabei insbesondere die Erstreckung des ersponnenen Filamentbündels in Maschinenrichtung
(MD). Nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung beträgt die Spinnfeldtiefe
195 bis 260 mm. Bei den vorgenannten Spinnfeldtiefen kann das erfindungsgemäße technische
Problem ohne Schwierigkeiten gelöst werden und Defekte bzw. Fehlstellen in der abgelegten
Spinnvliesbahn können vermieden werden bzw. im Vergleich zu den bekannten Maßnahmen
beachtlich reduziert werden. Bei den aus der Praxis bekannten Maßnahmen traten unerwünschte
Inhomogenitäten bzw. Fehlstellen in der abgelegten Spinnvliesbahn vor allem bei größeren
Spinnfeldtiefen auf. Dieser Nachteil kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung effektiv
vermieden werden.
[0028] Eine besonders empfohlene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet
sich dadurch aus, dass in Filamentströmungsrichtung hinter der Monomerabsaugungsvorrichtung
eine Kühleinrichtung sowie eine daran anschließende Verstreckeinheit vorgesehen ist.
Es empfiehlt sich, dass die Verstreckeinheit einen in Filamentströmungsrichtung konvergierenden
Zwischenkanal sowie einen daran angeschlossenen Verstreckkanal aufweist. - Nach besonders
bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist der Zwischenkanal zumindest zwei in
Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende
Kanalabschnitte auf. Empfohlenermaßen weist der in Strömungsrichtung der Filamente
erste bzw. obere Kanalabschnitt eine geringere Länge auf als der in Strömungsrichtung
der Filamente zweite bzw. untere Kanalabschnitt. Vorzugsweise ist der Öffnungswinkel
des ersten bzw. oberen konvergierenden Kanalabschnittes des Zwischenkanals größer
als der Öffnungswinkel des zweiten bzw. unteren konvergierenden Kanalabschnittes des
Zwischenkanals. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Zwischenkanal bzw. der
untere konvergierende Kanalabschnitt des Zwischenkanals in den Verstreckkanal bzw.
Unterziehkanal der Verstreckeinheit gleichsam übergeht. Der Zwischenkanal bzw. der
untere Kanalabschnitt des Zwischenkanals und der Verstreckkanal bzw. Unterziehkanal
können dabei grundsätzlich die gleiche Konvergenz aufweisen.
[0029] Zweckmäßigerweise ist in Filamentströmungsrichtung hinter der Verstreckeinheit zumindest
ein Diffusor vorgesehen sowie eine daran anschließende Ablageeinrichtung zur Ablage
der Filamente zum Spinnvlies. Besonders bevorzugt ist im Rahmen der Erfindung, dass
in Filamentströmungsrichtung hinter der Verstreckeinheit zumindest zwei Diffusoren,
insbesondere zwei Diffusoren vorgesehen sind und es hat sich dabei bewährt, dass zwischen
den beiden Diffusoren zumindest ein Umgebungslufteintrittsspalt bzw. ein Umgebungslufteintrittsspalt
für den Eintritt von Umgebungsluft vorgesehen ist. - Eine ganz besonders empfohlene
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das Aggregat aus Kühleinrichtung und Verstreckeinheit als geschlossenes System ausgebildet
ist, in das außer der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung keine weitere Luftzufuhr
erfolgt. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die erfindungsgemäße Monomerabsaugungsvorrichtung
vor allem in Kombination mit einem solchen geschlossenen System optimal arbeitet.
[0030] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin ein Verfahren zur
Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten
aus thermoplastischem Kunststoff, wobei die Filamente mittels einer Spinnerette ersponnen
werden, wobei im Filamentbildungsraum im Bereich der Spinnerette, insbesondere unterhalb
der Spinnerette beim Spinnprozess entstehende Gase abgesaugt werden (Monomerabsaugung),
wobei durch zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander angeordnete CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
jeweils zumindest ein Volumenstrom der entstehenden Gase abgesaugt wird, wobei der
durch einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich abgesaugte Volumenstrom größer ist als der
durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich abgesaugte Volumenstrom, wobei die
Filamente anschließend gekühlt und verstreckt werden und schließlich auf einer Ablageeinrichtung
zum Spinnvlies abgelegt werden.
[0031] Eine besonders bewährte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Filamente mit einem Durchsatz von 100 bis 350 kg/h/m, vorzugsweise
mit einem Durchsatz von 150 bis 320 kg/h/m, bevorzugt mit einem Durchsatz von 180
bis 300 kg/h/m und sehr bevorzugt mit einem Durchsatz von 200 bis 300 kg/h/m hergestellt
werden. Der Erfindung liegt insoweit die Erkenntnis zugrunde, dass das erfindungsgemäße
technische Problem - insbesondere der Vermeidung von Inhomogenitäten und Defekten
in der Spinnvliesbahn - vor allem auch bei höheren Durchsätzen problemlos gelöst werden
kann. - Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Filamente mit einer Fadengeschwindigkeit
von 2.000 bis 4.200 m/min, bevorzugt 2.200 bis 4.000 m/min und insbesondere 2.300
bis 3.900 m/min hergestellt werden.
[0032] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Spinnvliese herstellbar sind, die sich durch
eine hervorragende Homogenität auszeichnen und Fehlstellen bzw. Defekte quasi nicht
aufweisen. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die eingangs beschriebenen
nachteilhaften Tropfen sowie hard pieces weitgehend vermieden werden bzw. auf ein
Minimum reduziert werden. Von besonderem Vorteil ist, dass eine quasi fehlerfreie
Vliesablage auch bei tiefen bzw. breiten Spinnfeldern sowie bei hohen Durchsätzen
und bei hohen Fadengeschwindigkeiten möglich ist. Neben der erfindungsgemäßen Monomerabsaugung
sind weitere aufwendige Maßnahmen zur Realisierung der erfindungsgemäßen Vorteile
grundsätzlich nicht erforderlich. Vor allem sind aufwendige zusätzliche Vorrichtungskomponenten
zur effektiven Lösung des technischen Problems nicht notwendig. Besondere Bedeutung
kommt im Rahmen der Erfindung der Kombination der Monomerabsaugungsmerkmale einerseits
und der Ausgestaltung der Spinnerette andererseits zu. Dazu wird auf die oben dargelegten
Kapillarmerkmale der Spinnerette verwiesen. Im Ergebnis kann mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bei relativ tiefen Spinnfeldern
und verhältnismäßig hohen Durchsätzen eine überraschend homogene und fehlerfreie Spinnvliesablage
erzielt werden. Dies ist insoweit überraschend, als bei bislang bekannten Vorrichtungen
und Verfahren bei höheren Durchsätzen die Defektrate in der Regel zunimmt. Im Hinblick
auf die erreichten beachtlichen Vorteile zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
durch Einfachheit und relativ geringe Kosten aus.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. 1 und zwar
- a) mit einer Monomerabsaugung gemäß dem Stand der Technik und
- b) mit einer erfindungsgemäßen Monomerabsaugung und
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Monomerabsaugungsvorrichtung.
[0034] Die Figuren zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen
22 aus Endlosfilamenten 23, wobei die Endlosfilamente 23 insbesondere aus thermoplastischem
Kunststoff bestehen bzw. im Wesentlichen bestehen. Die Filamente 23 werden mit einer
Spinnerette 1 ersponnen und werden in einem Filamentbildungsraum 29 unterhalb dieser
Spinnerette 1 durch eine Monomerabsaugungsvorrichtung 2 zur Absaugung von beim Spinnprozess
entstehenden Gasen geführt. In Strömungsrichtung der Filamente hinter bzw. unterhalb
der Monomerabsaugungsvorrichtung 2 ist eine Kühleinrichtung 3 zur Kühlung der Filamente
vorgesehen. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel weist diese Kühleinrichtung 3
eine Luftzufuhrkabine auf, die im Ausführungsbeispiel in zwei Kabinenabschnitte 13,
14 unterteilt ist. Aus diesen beiden Kabinenabschnitten 13, 14 kann bevorzugt und
im Ausführungsbeispiel jeweils Prozessluft bzw. Kühlluft unterschiedlicher Temperatur
in Richtung des Filamentbündels zugeführt werden. An die Kühleinrichtung 3 schließt
in Strömungsrichtung der Filamente eine Verstreckeinheit 15 an. Diese Verstreckeinheit
15 weist vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel einen in Strömungsrichtung der Filamente
konvergierenden Zwischenkanal 24 sowie einen daran anschließenden Verstreckkanal 25
auf. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel ist das Aggregat aus der Kühleinrichtung
3 und der Verstreckeinheit 15 als geschlossenes System ausgebildet. In diesem geschlossenen
System findet außer der Zuführung der Kühlluft bzw. Prozessluft in der Kühleinrichtung
3 keine weitere Luftzufuhr statt. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung schließt
in Strömungsrichtung der Filamente an die Verstreckeinheit 15 zumindest ein Diffusor
17, 18 an. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel sind zwei untereinander bzw.
hintereinander angeordnete Diffusoren 17, 18 vorgesehen. Es empfiehlt sich, dass zwischen
den beiden Diffusoren 17, 18 ein Umgebungslufteintrittsspalt 28 für den Eintritt von
Umgebungsluft vorgesehen ist. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel werden die Filamente
23 im Anschluss an die Diffusoren 17, 18 auf einer Ablageeinrichtung 16 zur Spinnvliesbahn
abgelegt. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel ist die Ablageeinrichtung 16 als
endlos umlaufendes Ablagesiebband ausgebildet.
[0035] Erfindungsgemäß ist im Bereich der Spinnerette 1 die Monomerabsaugungsvorrichtung
2 zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet. Vorzugsweise
und im Ausführungsbeispiel ist die Monomerabsaugungsvorrichtung 2 im Filamentbildungsraum
29 unterhalb der Spinnerette 1 angeordnet. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel
weist diese Monomerabsaugungsvorrichtung 2 zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander
angeordnete, sich jeweils quer zur Maschinenrichtung erstreckende und bezüglich des
Spinnfeldes 4 gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche 5, 6 auf. Die CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
5,6 sind vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel in gegenüberliegenden, sich in CD-Richtung
erstreckenden und den Filamentbildungsraum 29 begrenzenden Seitenwänden 26 vorgesehen.
Diese in Bezug auf das Spinnfeld 4 gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
5, 6 sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel jeweils als sich quer bzw. senkrecht
zur Maschinenrichtung erstreckender CD-Absaugungsspalt 7, 8 ausgebildet. Vorzugsweise
und im Ausführungsbeispiel sind die beiden CD-Absaugungsspalte 7, 8 jeweils in eine
Mehrzahl von CD-Absaugungsspaltabschnitten 7', 8' unterteilt. Diese CD-Absaugungsspaltabschnitte
7', 8' sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel nebeneinander sowie auf der gleichen
vertikalen Höhe angeordnet. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die beiden gegenüberliegenden
CD-Absaugungspalte 7, 8 mit der Maßgabe eingerichtet sind, dass über einen der beiden
CD-Absaugungsspalte 7, 8 ein höherer Volumenstrom an Gasen absaugbar ist als über
den anderen gegenüberliegenden CD-Absaugungsspalt 7, 8. Im Ausführungsbeispiel ist
durch den in Maschinenrichtung gesehen hinteren CD-Absaugungsspalt 8 (Auslaufseite
der Spinnvliesbahn) ein höherer Volumenstrom V
A absaugbar als durch den in Maschinenrichtung vorderen CD-Absaugungsspalt 7 (Einlaufseite
der Spinnvliesbahn). Dabei mag das Verhältnis der Volumenströme V
A/V
E im Ausführungsbeispiel 3:1 betragen. Im Ausführungsbeispiel ist die vertikale Spalthöhe
h
A des in Maschinenrichtung gesehen hinteren CD-Absaugungsspaltes 8 (Auslaufseite) größer
als die vertikale Spalthöhe h
E des in Maschinenrichtung gesehen vorderen CD-Absaugungsspaltes 7 (Einlaufseite).
Es kann aber auch durch den in Maschinenrichtung gesehen vorderen CD-Absaugungsspalt
7 (Einlaufseite der Spinnvliesbahn) ein höherer Volumenstrom V
E absaugbar sein als durch den in Maschinenrichtung gesehen hinteren CD-Absaugungsspalt
8 (Auslaufseite der Spinnvliesbahn). Das Verhältnis der Volumenströme und die vertikalen
Spalthöhen können dann entsprechend den obigen Angaben gleichsam umgekehrt vorgesehen
sein.
[0036] Die Tiefe t des Spinnfeldes 4 mag im Ausführungsbeispiel 200 mm betragen und im Ausführungsbeispiel
mag mit einem Durchsatz von 230 kg/h/m gearbeitet werden sowie mit einer Fadengeschwindigkeit
von 3.300 m/min.
[0037] Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel weist die Monomerabsaugungsvorrichtung
2 weiterhin zwei sich in Maschinenrichtung (MD) erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes
4 gegenüberliegende MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche 9, 10 auf. Die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
9, 10 sind vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel in gegenüberliegenden, sich in
MD-Richtung erstreckenden und den Filamentbildungsraum begrenzenden Stirnwänden 27
vorgesehen. Die Stirnwände 27 schließen zweckmäßigerweise an die sich in CD-Richtung
erstreckenden Seitenwände 26 an. Die Seitenwände 26 (in CD-Richtung) sind dabei empfohlenermaßen
und im Ausführungsbeispiel länger bzw. deutlich länger als die Seitenwände 27 (in
MD-Richtung). Die MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche 9, 10 sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel
als zwei gegenüberliegende und sich in MD-Richtung erstreckende MD-Absaugungsspalte
11, 12 ausgebildet. Die MD-Absaugungsspalte 11, 12 sind fernerhin zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel auf der gleichen vertikalen Höhe angeordnet sowie auch
auf der gleichen vertikalen Höhe wie die CD-Absaugungsspalte 7, 8 angeordnet. Auch
die MD-Absaugungsspalte 11, 12, sind vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel jeweils
in MD-Absaugungsspaltabschnitte 11', 12' unterteilt und zwar empfohlenermaßen und
im Ausführungsbeispiel jeweils in zwei MD-Absaugungsspaltabschnitte 11', 12'.
[0038] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist jedem CD-Absaugungsspalt 7, 8 eine
Sammelkammer 19, 20 für die über die CD-Absaugungsspalte 7, 8 abgesaugten Gase zugeordnet.
Dabei ist an jede Sammelkammer 19, 20 eine Mehrzahl von Saugleitungen 21 zur Absaugung
der Gase im Rahmen der Monomerabsaugung angeschlossen. Über die Saugleitungen 21 ist
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel jede Sammelkammer 19, 20 mit jeweils einem Sammelrohr
32, 33 verbunden. Zweckmäßigerweise ist an die Sammelrohr 32, 33 zumindest ein nicht
dargestelltes Absaugungsaggregat - beispielsweise in Form einer Pumpe - zum Absaugen
der Gase angeschlossen. Fernerhin können die Saugleitungen 21 Absperrelemente - beispielsweise
in Form von Absperrschiebern - aufweisen und auch mit diesen Absperrelementen kann
der über die gegenüberliegenden CD-Absaugungsspalte 7, 8 jeweils abgesaugte Volumenstrom
eingestellt werden. - Bevorzugt sind die Sammelrohre 32, 33 außer den CD-Absaugungsspalten
7, 8 auch den beiden gegenüberliegenden MD-Absaugungsspalten 11, 12 zugeordnet. Auch
die über diese MD-Absaugungsspalte 11, 12 abgesaugten Gase werden somit in den Sammelrohren
32, 33 aufgefangen. - In der Fig. 3 ist im Übrigen erkennbar, dass in den Sammelkammern
19, 20 Leitbleche 30, 31 für die abgesaugten Gase vorgesehen sind.
[0039] Eine vergleichende Betrachtung der Fig. 2a und 2b zeigt die Gasströmungen bei der
Monomerabsaugung nach dem Stand der Technik (Fig. 2a) und die Gasströmungen bei der
erfindungsgemäßen Monomerabsaugung (Fig. 2b). Bei der in Fig. 2a dargestellten Monomerabsaugungsvorrichtung
2 nach dem Stand der Technik wird über zwei bezüglich des Spinnfeldes 4 gegenüberliegende
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche 5, 6 jeweils der gleiche Volumenstrom an Gasen abgesaugt.
Es ist hier erkennbar, dass das mittels der Spinnerette 1 ersponnene Filamentbündel
in seiner Mitte nicht von den Gasströmungen beaufschlagt wird. Der Erfindung liegt
insoweit die Erkenntnis zugrunde, dass es bei dieser Ausgestaltung zur Tropfenbildung
und/oder hard piece-Bildung an den Filamenten kommen kann, wodurch - wie eingangs
beschrieben - Fehlstellen bzw. Defekte in der abgelegten Spinnvliesbahn resultieren.
- Dagegen wird bei der erfindungsgemäßen Monomerabsaugung - wie in der Fig. 2b erkennbar
- auf der einen Seite des Spinnfeldes 4 ein höherer Volumenstrom abgesaugt. Im Ausführungsbeispiel
wird über den in Maschinenrichtung (MD) gesehen hinteren CD-Absaugungsspalt 8 (Auslaufseite
der Spinnvliesbahn) ein höherer Volumenstrom V
A abgesaugt als durch den in Maschinenrichtung gesehen vorderen CD-Absaugungsspalt
7 (Einlaufseite der Spinnvliesbahn). Wie in Fig. 2b weiterhin erkennbar führt dies
dazu, dass durch die Gasströmungen auch die in der Mitte des ersponnenen Filamentbündels
angeordneten Filamente von der Gasströmung beaufschlagt werden. Der Erfindung liegt
die Erkenntnis zugrunde, dass hierdurch effektiv die Bildung von Tropfen und hard
pieces an den Filamenten vermieden werden kann und somit auch Fehlstellen bzw. Defekte
in der abgelegten Spinnvliesbahn vermieden werden können. In den Fig. 2a und 2b ist
im Übrigen auch die Einleitung von Kühlluft in der Kühleinrichtung 3 dargestellt.
Die einströmende Kühlluft wird hier durch die nach unten gerichteten Pfeile symbolisiert.
1. Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen (22) aus Endlosfilamenten (23), insbesondere
Endlosfilamenten (23) aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette (1)
zum Erspinnen der Filamente sowie eine Kühleinrichtung (3) zur Kühlung der Filamente
vorgesehen ist, wobei im Bereich der Spinette (1), insbesondere zwischen Spinnerette
(1) und Kühleinrichtung (3) zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung (2) zur Absaugung
von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist,
wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung (2) zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD)
hintereinander angeordnete, sich jeweils quer zur Maschinenrichtung erstreckende und
bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5,
6) aufweist und wobei die beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5, 6) und/oder wobei
zumindest zwei gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche (5', 6') der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) mit der Maßgabe eingerichtet sind, dass über einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche (5', 6') ein höherer Volumenstrom
an Gas bzw. Gasen absaugbar ist als über den anderen gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich (5', 6').
2. Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen (22) aus Endlosfilamenten (23), insbesondere
Endlosfilamenten (23) aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette (1)
zum Erspinnen der Filamente sowie eine Kühleinrichtung (3) zur Kühlung der Filamente
vorgesehen ist, wobei im Bereich der Spinnerette (1), insbesondere zwischen Spinnerette
(1) und Kühleinrichtung (3) zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung (2) zur Absaugung
von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist,
wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung (2) zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD)
hintereinander angeordnete, sich jeweils quer zur Maschinenrichtung erstreckende und
bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5,
6) aufweist,
wobei die Öffnungsfläche A der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5, 6) über 11.000 mm2/m Spinnfeld (4) (quer zur Maschinenrichtung bzw. in CD-Richtung gemessen) beträgt
bzw. einstellbar ist, vorzugsweise über 12.000 mm2/m Spinnfeld (4) zweckmäßigerweise über 20.000 mm2/m Spinnfeld (4), bevorzugt über 30.000 mm2/m Spinnfeld (4), sehr bevorzugt über 40.000 mm2/m Spinnfeld (4) und besonders bevorzugt über 50.000 mm2/m Spinnfeld (4) beträgt bzw. einstellbar ist,
und wobei vorzugsweise die jeweiligen Öffnungsflächen der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) mit der Maßgabe ausgelegt sind bzw. einstellbar sind, dass durch einen der
beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5, 6) ein höherer Volumenstrom
absaugbar ist als durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6).
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Öffnungsfläche eines CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches
(5, 6) größer ist bzw. größer einstellbar ist als die Öffnungsfläche eines zweiten
bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches (5, 6).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei sich ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6), vorzugsweise zwei bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) über die gesamte Breite des Spinnfeldes (4) bzw. im Wesentlichen über die gesamte
Breite des Spinnfeldes (4) erstrecken.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei jeweils über die gesamte Breite
bzw. im Wesentlichen über die gesamte Breite der beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) unterschiedliche Volumenströme absaugbar sind und wobei vorzugsweise in einem
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) durchgängig über seine gesamte Breite quer zur
Maschinenrichtung ein größerer Volumenstrom abziehbar ist als in dem gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Verhältnis des durch einen
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) abgesaugten Volumenstromes V zu dem durch den
anderen, bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) abgesaugten Volumenstrom V 6:1 bis 1,1:1, vorzugsweise 5,5:1 bis 1,3:1, bevorzugt
5,5:1 bis 1,5:1 und besonders bevorzugt 5:1 bis 1,75:1 beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) als zumindest ein sich in CD-Richtung erstreckender CD-Absaugungsspalt (7,
8) ausgebildet ist und wobei vorzugsweise der CD-Absaugungsspalt (7, 8) in eine Mehrzahl
von CD-Absaugungsspaltabschnitten (7', 8') unterteilt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Spalthöhe h eines CD-Absaugungsspaltes (7,
8) größer ist als die Spalthöhe h bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsspaltes
(7, 8) und wobei vorzugsweise die Spalthöhe h des einen CD-Absaugungsspaltes (7, 8)
mehr als doppelt so groß, bevorzugt mehr als dreimal so groß wie die Spalthöhe h des
anderen CD-Absaugungsspaltes (7, 8) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei jedem CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) zumindest eine Sammelkammer (19, 20) für die abgesaugten Gase zugeordnet ist
und wobei die unterschiedlichen abgesaugten Volumenströme der Gase durch zumindest
ein Drosselelement einstellbar sind, das vorzugsweise in bzw. an einer Sammelkammer
(19, 20) oder in bzw. an einer an die Sammelkammer (19, 20) angeschlossenen Saugleitung
(21) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei im Wechsel durch den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5) und durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (6) ein höherer Volumenstrom
absaugbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung
(2) zumindest zwei sich in Maschinenrichtung (MD) erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes
(4) gegenüberliegende MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (9, 10) aufweist, wobei bevorzugt
ein MD-Absaugungsöffnungs-Bereich (9, 10) als zumindest ein sich in MD-Richtung erstreckender
MD-Absaugungsspalt (11, 12) ausgebildet ist und wobei gemäß einer Ausführungsform
ein MD-Absaugungsspalt (11, 12) in eine Mehrzahl von MD-Absaugungsspaltabschnitten
(11', 12') unterteilt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei verschmutzungsgefährdete Flächen
im Bereich der Absaugungsöffnungs-Bereiche, insbesondere im Bereich zumindest eines
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches (5, 6) durch Verschmutzungen aufnehmende, insbesondere
absorbierende, adsorbierende und/oder isolierende Abdeckmaterialien bzw. Abdeckbahnen
abgedeckt sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei verschmutzungsgefährdete Flächen
im Bereich der Absaugungsöffnungs-Bereiche, insbesondere im Bereich zumindest eines
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches (5, 6) zur Vermeidung der Verschmutzungen bzw. zur
Vermeidung einer Kondensatbildung temperierbar sind, insbesondere erwärmbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Spinnerette (1) eine Kapillardichte
von 1 bis 6 Kapillaren/cm2, vorzugsweise von 2 bis 5 Kapillaren/cm2, insbesondere von 2 bis 4,5 Kapillaren/cm2 und bevorzugt von 2 bis 4 Kapillaren/cm2 aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Kapillardichte der Spinnerette
(1) im mittleren Bereich der Spinnerette (1) geringer ist als in den äußeren Bereichen
der Spinnerette (1) und wobei bevorzugt die Kapillardichte im mittleren Bereich der
Spinnerette (1) 0 bis 1 Kapillaren/cm2 beträgt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Tiefe t des Spinnfeldes 120
bis 350 mm, bevorzugt 150 bis 300 mm und besonders bevorzugt 185 bis 270 mm beträgt
und wobei empfohlenermaßen die Tiefe t des Spinnfeldes (4) mehr als 140 mm, bevorzugt
mehr als 160 mm, sehr bevorzugt mehr als 200 mm und besonderes bevorzugt mehr als
210 mm beträgt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei die Kühleinrichtung (3) zumindest
zwei übereinander bzw. hintereinander angeordnete Kabinenabschnitte (13, 14) aufweist,
aus denen Luft bzw. Kühlluft unterschiedlicher Temperatur eintreten kann.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei in Filamentströmungsrichtung
hinter der Monomerabsaugungsvorrichtung (2) eine Kühleinrichtung (3) sowie eine daran
anschließende Verstreckeinheit (15) vorgesehen ist und wobei in Filamentströmungsrichtung
hinter der Verstreckeinheit (15) eine Ablageeinrichtung (16) zur Ablage der Filamente
zum Spinnvlies angeordnet ist und wobei das Aggregat aus Kühleinrichtung (3) und Verstreckeinheit
(15) als geschlossenes System ausgebildet ist, in welches geschlossene System außer
der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung (3) keine weitere Luftzufuhr erfolgt.
19. Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen (22) aus Endlosfilamenten (23), insbesondere
aus Endlosfilamenten (23) aus thermoplastischem Kunststoff, wobei die Filamente mittels
einer Spinnerette (1) ersponnen werden, wobei im Filamentbildungsraum unterhalb der
Spinnerette (1) beim Spinnprozess entstehende Gase abgesaugt werden (Monomerabsaugung),
wobei durch zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander angeordnete CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) jeweils zumindest ein Volumenstrom der entstehenden Gase abgesaugt wird, wobei
der durch den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) abgesaugte Volumenstrom größer
ist als der durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) abgesaugte Volumenstrom.
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Filamente mit einem Durchsatz von 100 bis 350
kg/h/m, vorzugsweise mit einem Durchsatz von 150 bis 320 kg/h/m, bevorzugt mit einem
Durchsatz von 180 bis 300 kg/h/m und sehr bevorzugt mit einem Durchsatz von 200 bis
300 kg/h/m hergestellt werden.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 oder 20, wobei die Filamente mit einer Fadengeschwindigkeit
von 2.000 bis 4.200 m/min, vorzugsweise mit einer Fadengeschwindigkeit von 2.200 bis
4.000 m/min und insbesondere mit einer Fadengeschwindigkeit von 2.300 bis 3.900 m/min
hergestellt werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen (22) aus Endlosfilamenten (23), insbesondere
Endlosfilamenten (23) aus thermoplastischem Kunststoff,
wobei eine Spinnerette (1) zum Erspinnen der Filamente sowie eine Kühleinrichtung
(3) zur Kühlung der Filamente vorgesehen ist, wobei im Bereich der Spinnerette (1),
insbesondere zwischen Spinnerette (1) und Kühleinrichtung (3) zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung
(2) zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist,
wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung (2) zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD)
hintereinander angeordnete, sich jeweils quer zur Maschinenrichtung erstreckende und
bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5,
6) aufweist und wobei die beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5, 6) und/oder wobei
zumindest zwei gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche (5', 6') der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) mit der Maßgabe eingerichtet sind, dass über einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereiche (5', 6') ein höherer Volumenstrom
an Gas bzw. Gasen absaugbar ist als über den anderen gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich (5', 6'),
so dass das Verhältnis des durch einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) und/oder
CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich (5', 6') abgesaugten Volumenstromes V zu dem durch
den anderen, bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) und/oder CD-Absaugungsöffnungs-Teilbereich (5', 6')abgesaugten Volumenstrom
V 6:1 bis 1,1:1, vorzugsweise 5,5:1 bis 1,3:1, bevorzugt 5,5:1 bis 1,5:1 und besonders
bevorzugt 5:1 bis 1,75:1 beträgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Öffnungsfläche A der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) über 11.000 mm2/m Spinnfeld (4) (quer zur Maschinenrichtung bzw. in CD-Richtung gemessen) beträgt
bzw. einstellbar ist, vorzugsweise über 12.000 mm2/m Spinnfeld (4) zweckmäßigerweise über 20.000 mm2/m Spinnfeld (4), bevorzugt über 30.000 mm2/m Spinnfeld (4), sehr bevorzugt über 40.000 mm2/m Spinnfeld (4) und besonders bevorzugt über 50.000 mm2/m Spinnfeld (4) beträgt bzw. einstellbar ist,
und wobei vorzugsweise die jeweiligen Öffnungsflächen der CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) mit der Maßgabe ausgelegt sind bzw. einstellbar sind, dass durch einen der
beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5, 6) ein höherer Volumenstrom
absaugbar ist als durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6).
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Öffnungsfläche eines CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches
(5, 6) größer ist bzw. größer einstellbar ist als die Öffnungsfläche eines zweiten
bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches (5, 6).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei sich ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6), vorzugsweise zwei bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) über die gesamte Breite des Spinnfeldes (4) bzw. im Wesentlichen über die gesamte
Breite des Spinnfeldes (4) erstrecken.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei jeweils über die gesamte Breite
bzw. im Wesentlichen über die gesamte Breite der beiden gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche
(5, 6) unterschiedliche Volumenströme absaugbar sind und wobei vorzugsweise in einem
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) durchgängig über seine gesamte Breite quer zur
Maschinenrichtung ein größerer Volumenstrom abziehbar ist als in dem gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei ein CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) als zumindest ein sich in CD-Richtung erstreckender CD-Absaugungsspalt (7,
8) ausgebildet ist und wobei vorzugsweise der CD-Absaugungsspalt (7, 8) in eine Mehrzahl
von CD-Absaugungsspaltabschnitten (7', 8') unterteilt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Spalthöhe h eines CD-Absaugungsspaltes (7,
8) größer ist als die Spalthöhe h bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungsspaltes
(7, 8) und wobei vorzugsweise die Spalthöhe h des einen CD-Absaugungsspaltes (7, 8)
mehr als doppelt so groß, bevorzugt mehr als dreimal so groß wie die Spalthöhe h des
anderen CD-Absaugungsspaltes (7, 8) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei jedem CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) zumindest eine Sammelkammer (19, 20) für die abgesaugten Gase zugeordnet ist
und wobei die unterschiedlichen abgesaugten Volumenströme der Gase durch zumindest
ein Drosselelement einstellbar sind, das vorzugsweise in bzw. an einer Sammelkammer
(19, 20) oder in bzw. an einer an die Sammelkammer (19, 20) angeschlossenen Saugleitung
(21) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei im Wechsel durch den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5) und durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (6) ein höherer Volumenstrom
absaugbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung
(2) zumindest zwei sich in Maschinenrichtung (MD) erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes
(4) gegenüberliegende MD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (9, 10) aufweist, wobei bevorzugt
ein MD-Absaugungsöffnungs-Bereich (9, 10) als zumindest ein sich in MD-Richtung erstreckender
MD-Absaugungsspalt (11, 12) ausgebildet ist und wobei gemäß einer Ausführungsform
ein MD-Absaugungsspalt (11, 12) in eine Mehrzahl von MD-Absaugungsspaltabschnitten
(11', 12') unterteilt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei verschmutzungsgefährdete Flächen
im Bereich der Absaugungsöffnungs-Bereiche, insbesondere im Bereich zumindest eines
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches (5, 6) durch Verschmutzungen aufnehmende, insbesondere
absorbierende, adsorbierende und/oder isolierende Abdeckmaterialien bzw. Abdeckbahnen
abgedeckt sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei verschmutzungsgefährdete Flächen
im Bereich der Absaugungsöffnungs-Bereiche, insbesondere im Bereich zumindest eines
CD-Absaugungsöffnungs-Bereiches (5, 6) zur Vermeidung der Verschmutzungen bzw. zur
Vermeidung einer Kondensatbildung temperierbar sind, insbesondere erwärmbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Spinnerette (1) eine Kapillardichte
von 1 bis 6 Kapillaren/cm2, vorzugsweise von 2 bis 5 Kapillaren/cm2, insbesondere von 2 bis 4,5 Kapillaren/cm2 und bevorzugt von 2 bis 4 Kapillaren/cm2 aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Kapillardichte der Spinnerette
(1) im mittleren Bereich der Spinnerette (1) geringer ist als in den äußeren Bereichen
der Spinnerette (1) und wobei bevorzugt die Kapillardichte im mittleren Bereich der
Spinnerette (1) 0 bis 1 Kapillaren/cm2 beträgt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Tiefe t des Spinnfeldes 120
bis 350 mm, bevorzugt 150 bis 300 mm und besonders bevorzugt 185 bis 270 mm beträgt
und wobei empfohlenermaßen die Tiefe t des Spinnfeldes (4) mehr als 140 mm, bevorzugt
mehr als 160 mm, sehr bevorzugt mehr als 200 mm und besonderes bevorzugt mehr als
210 mm beträgt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Kühleinrichtung (3) zumindest
zwei übereinander bzw. hintereinander angeordnete Kabinenabschnitte (13, 14) aufweist,
aus denen Luft bzw. Kühlluft unterschiedlicher Temperatur eintreten kann.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei in Filamentströmungsrichtung
hinter der Monomerabsaugungsvorrichtung (2) eine Kühleinrichtung (3) sowie eine daran
anschließende Verstreckeinheit (15) vorgesehen ist und wobei in Filamentströmungsrichtung
hinter der Verstreckeinheit (15) eine Ablageeinrichtung (16) zur Ablage der Filamente
zum Spinnvlies angeordnet ist und wobei das Aggregat aus Kühleinrichtung (3) und Verstreckeinheit
(15) als geschlossenes System ausgebildet ist, in welches geschlossene System außer
der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung (3) keine weitere Luftzufuhr erfolgt.
18. Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen (22) aus Endlosfilamenten (23), insbesondere
aus Endlosfilamenten (23) aus thermoplastischem Kunststoff,
wobei die Filamente mittels einer Spinnerette (1) ersponnen werden, wobei im Filamentbildungsraum
unterhalb der Spinnerette (1) beim Spinnprozess entstehende Gase abgesaugt werden
(Monomerabsaugung), wobei durch zumindest zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander
angeordnete CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche (5, 6) jeweils zumindest ein Volumenstrom
der entstehenden Gase abgesaugt wird, wobei der durch den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) abgesaugte Volumenstrom größer ist als der durch den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich
(5, 6) abgesaugte Volumenstrom,
wobei das Verhältnis des durch einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) abgesaugten
Volumenstromes V zu dem durch den anderen, bezüglich des Spinnfeldes (4) gegenüberliegenden
CD-Absaugungsöffnungs-Bereich (5, 6) abgesaugten Volumenstrom V 6:1 bis 1,1:1, vorzugsweise
5,5:1 bis 1,3:1, bevorzugt 5,5:1 bis 1,5:1 und besonders bevorzugt 5:1 bis 1,75:1
beträgt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei die Filamente mit einem Durchsatz von 100 bis 350
kg/h/m, vorzugsweise mit einem Durchsatz von 150 bis 320 kg/h/m, bevorzugt mit einem
Durchsatz von 180 bis 300 kg/h/m und sehr bevorzugt mit einem Durchsatz von 200 bis
300 kg/h/m hergestellt werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 oder 19, wobei die Filamente mit einer Fadengeschwindigkeit
von 2.000 bis 4.200 m/min, vorzugsweise mit einer Fadengeschwindigkeit von 2.200 bis
4.000 m/min und insbesondere mit einer Fadengeschwindigkeit von 2.300 bis 3.900 m/min
hergestellt werden.