[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verlegeeinheit für ein Segmentbogenpflaster
mit einer kreisbogenförmigen konkaven Innenseite, einer kreisbogenförmigen konvexen
Außenseite und Endseiten.
[0002] Das Naturstein-Segmentbogenpflaster bestimmt heute noch in vielen Städten wichtige
Wohnquartiere, die sich durch besonders hohe städtebauliche Qualität auszeichnen.
Das bei der Segmentbogen-Bauweise eingesetzte mittel- bis kleinformatige Natursteinpflaster
ist den heutigen Verkehrsbelastungen allerdings nicht mehr gewachsen. Stadtplaner
kämpfen daher oft vergeblich um die Erhaltung des stadtbildprägenden Segmentbogenpflasters,
da ihnen die geringe Belastbarkeit dieses Pflasters entgegengehalten wird.
[0003] Ein Beton-Segmentbogenpflaster mit einer technischen Ausformung, die den heutigen
Verkehrsbelastungen standhält, kann daher ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung des
Charakters historischer Stadtquartiere sein. Voraussetzung ist allerdings, dass das
Pflaster auch die stadtgestalterische Aufgabenstellung erfüllt und nicht auf den ersten
Blick als unschöne Betonimitation erkennbar ist.
[0004] Es ist bereits eine Vielzahl von Steinelementen aus Beton für Segmentbogenpflaster
entwickelt worden. Diese zeigen jedoch deutlich immer ein aus der Fertigteilherstellung
resultierendes schematisches Pflasterbild. Insbesondere in Richtung des Straßenverlaufes
durchlaufend in Zickzacklinien geführte Fugen und in Flächen auftretende Kreuzfugen
machen das Pflaster als Imitat erkennbar, das nicht für den Einsatz in städtebaulich
anspruchsvollen Bereichen in Frage kommt. Des Weiteren lassen die bisher entwickelten
Segmentbogenpflaster aus Beton in Bezug auf ihre Belastungsfähigkeit Wünschen offen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verlegeeinheit für ein
Segmentbogenpflaster zu schaffen, mit der sich ein besonders belastungsfähiges und
gestalterisch anspruchsvolles Segmentbogenpflaster erstellen lässt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verlegeeinheit für ein Segmentbogenpflaster
mit einer kreisbogenförmigen konkaven Innenseite, einer kreisbogenförmigen konvexen
Außenseite und Endseiten gelöst, wobei die Verlegeeinheit in mehrere voneinander getrennte
Steinelemente unterteilt ist, die jeweils einen gemeinsamen Sockel und hierauf angeordnete,
durch Scheinfugen voneinander getrennte Steinköpfe besitzen, wobei auf der Innenseite
der Verlegeeinheit in gleichen Abständen voneinander vorstehende Verbundabschnitte
angeordnet sind, denen auf der Außenseite in gleichen Abständen voneinander angeordnete
vorstehende Verbundabschnitte zugeordnet sind, wobei im zusammengesetzten Zustand
von Verlegeeinheiten die Verbundabschnitte auf der konvexen Außenseite einer Verlegeeinheit
zwischen die Verbundabschnitte auf der konkaven Innenseite einer anderen Verlegeeinheit
eingreifen.
[0007] Auf der Innenseite und der Außenseite der Verlegeeinheit sind vorstehende Verbundabschnitte
angeordnet, die mit entsprechenden Verbundabschnitten von benachbarten Verlegeeinheiten
zusammenwirken, so dass zwischen einzelnen aneinandergesetzten Verlegeeinheiten ein
entsprechender Verzahnungseffekt erreicht wird, der eine Verschiebesicherung der einzelnen
Steinelemente gegeneinander bildet. Diese Verbundabschnitte sind jeweils in gleichen
Abständen voneinander angeordnet, so dass benachbarte Verlegeeinheiten beim Erstellen
eines Segmentbogenpflasters gegeneinander versetzt werden können. Dies bringt den
wesentlichen Vorteil mit sich, dass beim Aneinandersetzen der Verlegeeinheiten durchlaufende
Zickzacklinien vermieden werden können, so dass sich ein gestalterisch anspruchsvolles
Pflasterbild ergibt.
[0008] Ein Verbundabschnitt kann aus einer Verbundeinheit oder mehreren Verbundeinheiten
bestehen, die beispielsweise als Verbundleisten ausgebildet sein können.
[0009] Trotz der vorgesehenen Verbundabschnitte sieht daher die Erfindung die Möglichkeit
eines Gegeneinanderversetzens von aneinandergesetzten Verlegeeinheiten vor. Dies wird
dadurch erreicht, dass die Verbundabschnitte über die gesamte Länge einer Verlegeeinheit,
sowohl auf deren Innenseite als auch auf der Außenseite, in gleichen Abständen voneinander
angeordnet sind, so dass sich entsprechende Verlegeeinheiten im Raster dieser Abstände
gegeneinander versetzen lassen. Dies wäre bei verschiedenen Abständen der Verbundabschnitte
voneinander nicht der Fall, auch nicht bei einer auf das einzelne Steinelement bezogenen
Anordnung von Verbundabschnitten.
[0010] Bei der Erstellung eines Segmentbogenpflasters werden entsprechende Verlegeeinheiten
aneinandergereiht. Dabei werden die Verlegeeinheiten in seitlicher Richtung zueinander
versetzt, so dass sich keine durchlaufenden Zickzacklinien im verlegten Pflaster ergeben.
[0011] Die einzelnen Steinelemente einer Verlegeeinheit können verschieden groß ausgebildet
sein. Auch benachbarte Verlegeeinheiten können verschieden große Steinelemente aufweisen.
Wesentlich ist jedoch bei der Erfindung, dass die Verbundabschnitte über die gesamte
Länge der Verlegeeinheit in jeweils gleichen Abständen voneinander angeordnet sind,
d.h. unabhängig von der Länge der einzelnen Steinelemente. Erst hierdurch ergibt sich
nämlich die Möglichkeit, die Verlegeeinheiten seitlich gegeneinander zu versetzen,
um die entsprechende Annäherung an ein Naturstein-Segmentbogenpflaster zu erreichen
(keine schematische Verlegung mehr).
[0012] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Verlegeeinheit
vier Steinelemente auf. Keineswegs ist die Erfindung jedoch auf diese Ausführungsform
beschränkt.
[0013] Bei der vorliegenden Erfindung sind die Verbundabschnitte vorzugsweise in der Form
von sich vertikal erstreckenden Leisten ausgebildet. Die sich vertikal erstreckenden
Verbundleisten müssen sich dabei nicht über die gesamte Höhe eines Steinelementes
der Verlegeeinheit erstrecken. Beispielsweise können sie sich nur über die Höhe oder
einen Teil der Höhe des Sockels erstrecken, während an den Seitenflächen der Steinköpfe
keine Verbundabschnitte mehr vorhanden sind.
[0014] Die Verbundabschnitte sind vorzugsweise etwa halbrund in der Draufsicht ausgebildet,
so dass sich mit dem Steinelement einer benachbarten Verlegeeinheit vorzugsweise ein
linearer oder punktförmiger Kontakt ergibt.
[0015] Es wird bevorzugt, dass sich die Verbundabschnitte der Verlegeeinheiten im zusammengesetzten
Zustand nicht oder nur geringfügig berühren, so dass entsprechende mit Fugenmaterial
verfüllbare Fugen verbleiben.
[0016] Bei einer speziellen Ausführungsform sind die Verbundabschnitte jeweils aus Paaren
von Verbundeinheiten gebildet, die im aneinandergesetzten Zustand der Verlegeeinheiten
ineinandergreifen.
[0017] Bei noch einer anderen Ausführungsform sind zwischen benachbarten Verbundabschnitten
vorstehende Abschnitte angeordnet, die nicht so weit vorstehen wie die Verbundabschnitte.
Mit diesen vorstehenden Abschnitten treten daher Verbundabschnitte eines benachbarten
Steinelementes in Kontakt, so dass sich der erwähnte lineare oder punktförmige Kontakt
ergibt.
[0018] Ebenfalls können die vorgesehenen Verbundabschnitte sowohl als Verschiebesicherung
dienen, um das verlegte Segmentbogenpflaster belastungsfähiger zu machen, als auch
eine gewisse Verlegehilfe bilden.
[0019] Vorstehend wurde ausgeführt, dass sowohl auf der Innenseite als auch auf der Außenseite
einer Verlegeeinheit die Verbundabschnitte in gleichen Abständen voneinander angeordnet
sind. Um die Abstände zwischen den Verbundabschnitten festzulegen, wird dabei beispielsweise
so vorgegangen, dass der Öffnungswinkel des entsprechenden Kreissegmentbogens einer
Verlegeeinheit in eine Vielzahl von gleichen Teilwinkeln aufgeteilt wird und dass
in der Mitte eines jeden Teilwinkels auf der konkaven Innenseite der Verlegeeinheit
ein entsprechender Referenzpunkt für das Verbundsystem festgelegt wird. Durch Ziehen
einer parallelen Linie zur Mittelachse dieses Kreissegmentbogens durch den entsprechenden
Referenzpunkt wird daher der zughörige Referenzpunkt auf der konvexen Außenseite gefunden.
Diese Referenzpunkte können dann zur Anordnung der Verbundabschnitte benutzt werden.
Als Referenzpunkte können hierbei auch die Schnittpunkte der Mittelachsenparallele
mit den Fugenmittelachsen anstelle der Innenseite und Außenseite der Verlegeeinheit
dienen.
[0020] Generell kann auch der Schnittpunkt der Fugenmittelachse mit der jeweiliegen Teilwinkelmittelachse
als Referenzpunkt für die Anwendung der Verbundabschnitte auf der konkaven Innenseite
und der konvexen Außenseite benutzt werden.
[0021] Vorzugsweise sind die Abstände der Verbundabschnitte voneinander auf der konkaven
Innenseite und der konvexen Außenseite gleich groß.
[0022] Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung sind die Verbundabschnitte auf
der konvexen Außenseite einer Verlegeeinheit an Stellen angeordnet, die den Schnittpunkten
der konvexen Außenseite mit sich durch die Verbundabschnitte auf der konkaven Innenseite
und parallel zur Kreissegment-Mittelachse der Verlegeeinheit erstreckenden Geraden
entsprechen.
[0023] Insbesondere entspricht der Abstand der Verbundabschnitte auf der konkaven Innenseite
der Länge der Endseiten der Verlegeeinheit.
[0024] Ferner können sowohl auf den Endseiten der Verlegeeinheit als auch auf den Endseiten
der jeweiligen Steinelemente Verbundabschnitte vorgesehen sein.
[0025] Die erfindungsgemäß ausgebildete Verlegeeinheit kann sich aus Steinelementen zusammensetzen,
die nur eine einzige Reihe von Steinköpfen besitzen. Bevorzugt wird jedoch eine Verlegeeinheit,
bei der die Steinelemente mehrere durch Scheinfugen voneinander getrennte Steinkopfreihen
besitzen, wobei von der Innenseite zur Außenseite mindestens zwei Steinkopfreihen
vorgesehen sind.
[0026] Weiter bevorzugt wird eine Ausführungsform, bei der die Verlegeeinheit in mehrere
treppenartig voneinander getrennte Steinelemente unterteilt ist und treppenartig ausgebildete
Endseiten aufweist. Bei dieser Ausführungsform kommen somit zwei Verbundsysteme zur
Anwendung: Zum einen das Verbundsystem, das durch die Verbundabschnitte auf der konkaven
Innenseite und der konvexen Außenseite gebildet ist, und zum anderen das durch die
treppenartigen Abstufungen ausgebildete Verbundsystem.
[0027] Wie bereits erwähnt, können entsprechende Verbundabschnitte auch auf den Endseiten
der Verlegeeinheiten vorgesehen sein. Dies betrifft auch die Endseiten der einzelnen
Steinelemente, so dass auch zwischen benachbarten Steinelementen Verbundabschnitte
zusammenwirken können. Auch wenn die Endseiten der Verlegeeinheiten und Steinelemente
treppenartig ausgebildet sind, können auf allen Flächen der Abtreppungen Verbundabschnitte
vorgesehen sein. Bei diesen treppenartigen Abstufungen ist vorzugsweise jeweils ein
Treppenabschnitt der Steinelemente den Endseiten einer Steinkopfreihe zugeordnet.
[0028] Noch eine andere Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Verlegeeinheit, die
durch Auffächerung von zwei oder mehr Verlegeeinheiten auf gegenüberliegenden Seiten
Endseiten aufweist, die einer unterschiedlichen Zahl von Verlegeeinheiten entsprechen.
Mit einer derartigen unsymmetrisch ausgebildeten Verlegeeinheit können bogenförmige
Pflaster nach links oder rechts verlegt werden, wobei "normale" Verlegeeinheiten und
unsymmetrisch ausgebildete Verlegeeinheiten auch abwechselnd verlegt werden können.
Besonders bevorzugt wird hierbei eine Verlegeeinheit, die auf einer Seite eine doppelt
so lange Endseite wie auf der anderen Seite aufweist.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit
der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer aus vier Steinelementen bestehenden
Verlegeeinheit für ein Segmentbogenpflaster;
- Figur 2
- eine schematische Draufsicht auf zwei aneinandergesetzte Verlegeeinheiten mit entsprechenden
Kreisdarstellungen der kreisbogenförmigen Verlegeeinheiten;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform einer aus vier Steinelementen bestehenden
Verlegeeinheit für ein Segmentbogenpflaster;
- Figur 4
- die Verlegeeinheit der Figur 3 in räumlicher Ansicht mit Darstellung der einzelnen
Steinköpfe;
- Figur 5
- eine schematische Draufsicht auf mehrere aneinandergesetzte Verlegeeinheiten der Figur
3, wobei entsprechende Kreisdarstellungen der kreisbogenförmigen Verlegeeinheiten
dargestellt sind;
- Figur 6
- eine Draufsicht auf ein aus den Verlegeeinheiten der Figur 3 gebildetes Segmentbogenpflaster;
- Figur 7
- eine schematische Draufsicht auf zwei parallele Reihen von aneinandergesetzten Verlegeeinheiten
der Figur 3;
- Figur 8
- eine schematische Draufsicht auf Verbundabschnitte der einzelnen Steinelemente;
- Figur 9
- eine Draufsicht auf noch eine Ausführungsform einer Verlegeeinheit; und
- Figur 10
- eine Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform einer Verlegeeinheit.
[0030] Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Verlegeeinheit für ein Segmentbogenpflaster.
Die Verlegeeinheit 1 besitzt eine kreisbogenförmige konkave Innenseite, eine kreisbogenförmige
konvexe Außenseite, eine Oberseite, eine Unterseite und zwei etwa senkrecht zur Innenseite
und Außenseite verlaufende Endseiten 3.
[0031] Die Verlegeeinehit 1 setzt sich aus vier Steinelementen 2 zusammen. Jedes Steinelement
2 ist auf seiner Innenseite und seiner Außenseite mit Verbundabschnitten 10 versehen,
die in der Form von vertikalen Verbundleisten ausgebildet sind. Hier sind jeweils
zwei Verbundleisten nebeneinander angeordnet. Jeweils zwei Verbundleisten bilden hierbei
einen Verbundabschnitt 10.
[0032] Die Verbundabschnitte 10 sind sowohl auf der Außenseite als auch auf der Innenseite
in gleichen Abständen über die gesamte Verlegeeinheit 1 angeordnet, und zwar unabhängig
von der Länge der einzelnen Steinelemente, von Steinköpfen 6 und Scheinfugen 11.
[0033] Figur 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf zwei aneinandergesetzte Verlegeeinheiten
1 zur Ausbildung eines Segmentbogenpflasters. Dabei sind die entsprechenden Kreise
bzw. Kreisbögen mit der Mittelachse 21 dargestellt.
[0034] Figur 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine andere Ausführungsform einer
Verlegeeinheit 1 für ein Segmentbogenpflaster mit zwei Steinkopfreihen. Die Verlegeeinheit
1 besitzt ebenfalls eine kreisbogenförmige konkave Innenseite, eine kreisbogenförmige
konkave Außenseite, eine Oberseite und eine Unterseite. Hierbei sind jedoch die beiden
Endseiten 3 und die Enden der Steinelemente treppenförmig ausgebildet.
[0035] Sowohl auf der konvexen Außenseite als auch auf der konkaven Innenseite sind Verbundabschnitte
10 in Form von vertikalen Verbundleisten in gleichen Abständen voneinander angeordnet.
[0036] Figur 4 zeigt den Aufbau der in Figur 3 dargestellten Verlegeeinheit 1 im Einzelnen.
Wie erwähnt, besitzt die Verlegeeinheit 1 vier Steinelemente 2, die aneinandergefügt
sind. Jedes Steinelement 2 besitzt einen Sockel 5 sowie vom Sockel nach oben vorstehende
Steinköpfe 6, die über Scheinfugen 11 voneinander getrennt sind. Jedes Steinelement
2 hat zwei Reihen von Steinköpfen 6, wobei das in der Figur linke Steinelement 2 insgesamt
fünf Steinköpfe 6 besitzt, während die übrigen drei Steinelemente 2 jeweils sechs
Steinköpfe 6 aufweisen. Bei dieser Ausführungsform sind die Verbundabschnitte 10 nur
an den Steinköpfen 6 angeordnet.
[0037] Die in den Figuren 3 und 4 dargestellte Verlegeeinheit 1 ist lediglich beispielhafter
Natur. Es kann jede beliebige Aufteilung in Steinelemente erfolgen, wenn mindestens
zwei Steinelemente vorhanden sind. Auch die Größe der Steinelemente sowie die Anzahl
der Steinköpfe kann verschieden sein. Wichtig ist die treppenförmige Ausgestaltung
der Endseiten 3 und der gegeneinanderweisenden Flächen 4.
[0038] Figur 5 zeigt eine schematische Draufsicht auf mehrere aneinandergesetzte Verlegeeinheiten
1. Die Verlegeeinheiten 1 sind hierbei seitlich versetzt zueinander angeordnet, wie
durch β angedeutet. Man kann erkennen, dass sowohl die konkave Innenseite als auch
die konvexe Außenseite einer jeden Verlegeeinheit von einem Teil eines Kreisbogens
gebildet sind, der hier einen Radius R und einen Mittelpunkt M besitzt. Durch die
seitliche Verschiebungsmöglichkeit ergibt sich ein gestalterisch vorteilhaftes Pflasterbild.
[0039] Figur 6 zeigt eine Draufsicht auf ein hergestelltes Segmentbogenpflaster, das aus
drei nebeneinander angeordneten Reihen von Verlegeeinheiten gebildet ist. Wie erwähnt,
sind in jeder Reihe die Verlegeeinheiten um Beträge β versetzt zueinander angeordnet,
so dass sich keine durchlaufenden Zickzacklinien zwischen benachbarten Reihen von
Verlegeeinheiten bilden.
[0040] Figur 7 zeigt schematisch zwei Reihen von Verlegeeinheiten, wobei durch Pfeile der
entsprechende Versatz angedeutet ist.
[0041] Auf der Innenseite einer jeden Verlegeeinheit 1 sind in gleichen Abständen voneinander
vorstehende Verbundabschnitte 10 angeordnet, denen auf der Außenseite in gleichen
Abständen voneinander angeordnete Verbundabschnitte 10 zugeordnet sind. Die Anordnung
der Verbundabschnitte ist gemäß Figur 9 hierbei wie folgt:
Der in Figur 5 dargestellte Öffnungswinkel eines Kreisbogensegmentes mit dem Radius
R wird in mehrere Teilwinkel 20 aufgeteilt, beispielsweise hier gleiche Teilwinkel
20. Der Schnittpunkt der Winkelhalbierenden eines jeden Teilwinkels mit der konkaven
Innenseite einer Verlegeeinheit bzw. der entsprechenden Fugenmittelachse bildet einen
Referenzpunkt für die Anordnung eines Verbundabschnittes, so dass bei dem hier gewählten
Beispiel diverse vorstehende Verbundabschnitte 10 auf der konkaven Innenseite einer
Verlegeeinheit bzw. eines Steinelementes 2 vorgesehen sind. Von diesem Referenzpunkt
aus wird eine Linie parallel zur Mittelachse des Kreisbogensegmentes gezogen. Dort,
wo diese Linie die konvexe Außenseite der Verlegeeinheit bzw. die entsprechende Fugenmittelachse
schneidet, befindet sich der zweite Referenzpunkt für einen Verbundabschnitt auf der
konvexen Außenseite der Verlegeeinheit.
[0042] Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sowohl auf der Innenseite als auch auf
der Außenseite einer jeden Verlegeeinheit in gleichen Abständen von den Endseiten
ausgehend Verbundabschnitte angeordnet sind. Aufgrund dieser Anordnung können die
einzelnen Verlegeeinheiten trotz der Anordnung der Verbundabschnitte in seitlicher
Richtung gegeneinander versetzt angeordnet werden, beispielsweise um den Betrag β,
so dass sich zwischen benachbarten Reihen von Verlegeeinheiten keine durchlaufenden
Zickzackfugen ergeben.
[0043] Die Verbundabschnitte können die in Figur 8 in der Draufsicht dargestellte Form besitzen.
In Figur 8 ist die Mittelachse eines Rasterfeldes (Teilwinkels 20) angedeutet, auf
der im Schnittpunkt mit der entsprechenden Fugenmittelachse ein Referenzpunkt für
das Verbundsystem angeordnet ist.
[0044] Mit den hier beschriebenen Verlegeeinheiten kann somit aufgrund des vorgesehenen
Verbundsystems ein besonders belastungsfähiges Segmentbogenpflaster hergestellt werden,
das auch gestalterisch sehr hohen Ansprüchen gerecht wird, da ein gegenseitiger seitlicher
Versatz der einzelnen Verlegeeinheiten möglich ist.
[0045] Figur 10 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform einer
Verlegeeinheit, wobei hier die einzelnen Verbundabschnitte nicht dargestellt sind.
Diese Verlegeeinheit 30 ist hierbei durch Auffächerung von zwei "normalen" Verlegeeinheiten
31 und 32 gebildet, so dass die entstandene unsymmetrische Verlegeeinheit 30 auf der
in der Figur linken Seite eine übliche abgetreppte Endseite 3 aufweist, während auf
der gegenüberliegenden Seite eine doppelt so lange Endseite 3 ausgebildet ist, die
sich aus zwei üblichen Endseiten der linken Seite zusammensetzt. Auch diese Endseite
3 ist abgetreppt.
[0046] Die gebildete Verlegeeinheit 30 ist somit auf der in der Figur rechten Seite breiter
ausgebildet als auf der in der Figur linken Seite. Durch Aneinandersetzen dieser Verlegeeinheiten
kann hierdurch ein bogenförmig verlaufendes Segmentbogenpflaster verlegt werden. Mit
der in Figur 10 gezeigten Verlegeeinheit kann ein Linksbogen gebildet werden. Es versteht
sich, dass die Erfindung auch entsprechende Verlegeeinheiten abdeckt, mit denen Rechtsbögen
erstellt werden können. Auch können beim Verlegen abwechselnd "normale" Verlegeeinheiten
und Verlegeeinheiten der Figur 10 zur Anwendung gelangen.
1. Verlegeeinheit (1) für ein Segmentbogenpflaster mit einer kreisbogenförmigen konkaven
Innenseite, einer kreisbogenförmigen konvexen Außenseite und Endseiten (3), wobei
die Verlegeeinheit in mehrere voneinander getrennte Steinelemente (2) unterteilt ist,
die jeweils einen gemeinsamen Sockel (5) und hierauf angeordnete, durch Scheinfugen
(11) voneinander getrennte Steinköpfe (6) besitzen, wobei auf der konkaven Innenseite
der Verlegeeinheit (1) in gleichen Abständen voneinander vorstehende Verbundabschnitte
(10) angeordnet sind, denen auf der konvexen Außenseite in gleichen Abständen voneinander
angeordnete vorstehende Verbundabschnitte (10) zugeordnet sind, wobei im zusammengesetzten
Zustand von Verlegeeinheiten die Verbundabschnitte (10) auf der konvexen Außenseite
einer Verlegeeinheit (1) zwischen die Verbundabschnitte (10) auf der konkaven Innenseite
einer anderen Verlegeeinheit (1) eingreifen.
2. Verlegeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie vier Steinelemente (2) aufweist.
3. Verlegeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundabschnitte (10) in der Form von sich vertikal erstreckenden vorstehenden
Leisten ausgebildet sind.
4. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verbundabschnitte (10) der Verlegeeinheiten (1) im zusammengesetzten Zustand
nicht oder nur minimal berühren.
5. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Verbundabschnitten vorstehende Abschnitte angeordnet sind,
die nicht so weit vorstehen wie die Verbundabschnitte.
6. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie vorstehende Verbundabschnitte auf ihren Endseiten (3) aufweist.
7. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände der Verbundabschnitte (10) voneinander auf der konkaven Innenseite und
der konvexen Außenseite gleich groß sind.
8. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundabschnitte (10) auf der konvexen Außenseite einer Verlegeeinheit an Stellen
angeordnet sind, die den Schnittpunkten der konvexen Außenseite mit sich durch die
Verbundabschnitte (10) auf der konkaven Innenseite und parallel zur Kreissegment-Mittelachse
(21) der Verlegeeinheit erstreckenden Geraden entsprechen.
9. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Verbundabschnitte (10) auf der konkaven Innenseite der Länge der
Endseiten (3) der Verlegeeinheit entspricht.
10. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinelemente (2) mehrere durch Scheinfugen (4) voneinander getrennte Steinkopfreihen
besitzen, wobei von der Innenseite zur Außenseite mindestens zwei Steinkopfreihen
vorgesehen sind.
11. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlegeeinheit in mehrere treppenartig voneinander getrennte Steinelemente (2)
unterteilt ist und treppenartig ausgebildete Endseiten (3) aufweist.
12. Verlegeeinheit nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Treppenabschnitt der Steinelemente (2) den Endseiten (3) einer Steinkopfreihe
zugeordnet ist.
13. Verlegeeinheit nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass auf den treppenartigen Abstufungen ebenfalls Verbundabschnitte vorgesehen sind.
14. Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Auffächerung von zwei oder mehr Verlegeeinheiten auf gegenüberliegenden
Seiten Endseiten (3) aufweist, die einer unterschiedlichen Zahl von Verlegeeinheiten
entsprechen.
15. Verlegeeinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf einer Seite eine doppelt so lange Endseite (3) wie auf der anderen Seite
aufweist.
16. Steinelement (2) für eine Verlegeeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche.