[0001] Die Erfindung betrifft eine Baugruppe, welche zwei auf Gehrung aneinander anliegende
Profile und diese verbindende Klemmteile aufweist.
[0002] Die Schriften
EP 2479373 A2,
BE 1018055 A3 und
CN 104153690 A zeigen jeweils eine Baugruppe, welche zwei auf Gehrung aneinander anliegende Profile
und diese verbindende Klemmteile aufweist, wobei jeweils ein winkelförmiger Klemmteil
mit zwei einfachen Klemmteilen zusammenwirkt. Jeweils ein Schenkel des winkelförmigen
Klemmteils bildet gemeinsam mit jeweils einem einfachen Klemmteil ein Keilpaar, bei
dem der einfache Klemmteil entlang der Berührungsfläche der beiden Keile in einem
sehr spitzen Winkel gegenüber dem besagten Schenkel angetrieben verschiebbar ist,
wodurch das Keilpaar zwischen zwei Flächen des zu klemmenden Profils verklemmt wird.
Indem die Verschiebung des einfachen Klemmteils auf die Symmetrieebene der Gehrung
zwischen den beiden Profilen hin ausgerichtet ist, wird auch das durch diesen Klemmteil
geklemmte Profil etwas zu dieser Symmetriefläche hin verschoben, womit erreichbar
ist, dass die beiden Profile an der gemeinsamen Gehrungsfläche satt aneinander anliegen.
[0003] Die
AT 515184 B1 zeigt ein Rahmenprofil beispielsweise eines Türblattes oder Türstockes, welches einen
zur Falzfläche hin offene Profilhohlraum aufweist, welcher durch zwei Seitenflächen
begrenzt wird, wobei aus jeder der beiden Seitenflächen eine Profilwand in Richtung
auf die jeweils andere Seitenfläche zu hervorspringt und wobei an diesen vorspringenden
Profilwänden ein als Stulpblech bezeichneter Klemmteil und ein weiterer Klemmteil
befestigt sind, welche den Abstand zwischen den vorspringenden Profilwänden überbrücken,
und durch eine oder mehrere Schrauben unter Zwischenlage der vorspringenden Profilwände
aneinander gezogen sind. In den meisten Fällen ist an dem als Stulpblech bezeichneten
Klemmteil ein Beschlag der Tür montiert. Gemäß der Fig. 5 der
AT 515184 B1 und der zugehörigen Beschreibung kann das Stulpblech aber auch als zweischenkeliger
Winkel ausgebildet sein, welcher sich um den Gehrungsstoß zweier Rahmenprofile herum,
mit jeweils einem Schenkel entlang jeweils einem Rahmenprofil erstreckt. Dabei wird
jeder der beiden Schenkel mit jeweils einem einfachen Klemmteil unter Zwischenlage
von Profilwänden des jeweiligen Rahmenprofils verbunden, womit die Eckverbindung zwischen
den beiden Rahmenprofilen fixiert wird. Gemäß einer bezüglich Festigkeit und Dauerhaftigkeit
der Verbindung sehr vorteilhaften Variante ist die bestimmungsgemäße Berührungsfläche
des Klemmteils mit dem jeweiligen Rahmenprofil verzahnt ausgeführt, sodass sie beim
Herstellen der Verbindung unter plastischer Verformung des Rahmenprofils etwas in
dieses hineingedrückt wird. Nachteilig ist, dass bei der Montage die beiden Rahmenprofile
durch eine Zusatzvorrichtung stark aneinandergepresst werden müssen, damit sie an
der Gehrungsfläche wirklich satt aneinander anliegen. Auch wenn die Montage gelingt,
bildet sich dennoch im Lauf der Zeit oftmals an der Gehrungsfläche ein Spalt zwischen
den beiden Rahmenprofilen; um diesen Spalt wieder zu schließen sind aufwändige Reparaturarbeiten
nötig.
[0004] Von diesem Stand der Technik ausgehend hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt,
die an Hand der
AT 515184 B1 beschriebene Gehrungsverbindung zwischen zwei Profilen, bei welcher Profilwände zwischen
zwei Klemmteilen die aneinander gezogen werden, eingeklemmt werden, und wobei ein
Klemmteil als Winkel ausgebildet ist, der sich am Stoßbereich der beiden Profile entlang
beider Profile erstreckt, dahingehend zu verbessern, dass ein sattes aneinander Anliegen
der beiden Profile an der Gehrungsfläche leichter hergestellt werden kann, besser
aufrecht erhalten bleibt und ggf. auch leichter wiederherzustellen ist.
[0005] Für das Lösen der Aufgabe wird von der besprochen Bauweise übernommen, dass Profilwände
der beiden zu verbindenden Profile zwischen zwei Klemmteilen, die durch eine Schraube
aneinander gezogen werden, eingeklemmt werden, wobei zumindest ein Klemmteil als Winkel
mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, welcher sich um den Gehrungsstoß der beiden Profile
herum mit jeweils einem Schenkel entlang jeweils eines Profils erstreckt. Weiters
wird übernommen, dass an jedem Rahmenprofil die Berührungsfläche eines daran anliegenden
Klemmteils verzahnt ausgebildet ist, sodass sie beim Herstellen der Verbindung unter
plastischer Verformung des Rahmenprofils etwas in dieses hineingedrückt wird.
[0006] Als erfindungsgemäße Verbesserung dazu wird vorgeschlagen, jene Relativbewegung zwischen
zwei Klemmteilen, die beim Herstellen der Verbindung durch Aneinanderziehen dieser
Klemmteile zwecks Einklemmens einer Profilwand eines Profils entsteht, normal zur
Profilrichtung des Profils ausgerichtet ist, und ermöglicht ist, weil eine verzahnte
Berührungsfläche eines der Klemmteile in das Material des Profils eindringt, unter
Anwendung einer schiefen Ebene in eine Relativbewegung des Profils auf jene Ebene
hin zu übersetzen, welche den Winkel zwischen den beiden Schenkel des als Winkel ausgebildeten
Klemmteils symmetrisch teilt.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Ausführung wird erreicht, dass durch das Fixieren der
Profile aneinander mittels Anziehen der die Klemmteile verbindenden Schrauben, sattes
aneinander Anliegen der beiden Profile an der Gehrungsfläche automatisch herbeigeführt
wird.
[0008] Die Erfindung wird an Hand von - teilweise stilisierten - Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. 1: zeigt eine beispielhafte erfindungsgemäße Baugruppe in Teilschnittansicht.
Die Blickrichtung ist dabei parallel zum Profil 1 in Richtung auf die Gehrung mit
dem Profil 2 zu.
Fig. 2: zeigt die Baugruppe von Fig. 1 in der in Fig. 1 markierten, seitlichen Schnittansicht.
Fig. 3, Fig.4, Fig. 5 und Fig. 6 sind stark stilisierte Prinzipskizzen die zur Veranschaulichung
von weiteren Variationen des Erfindungsgedankens dienen.
[0009] Die Baugruppe von Fig. 1 und Fig. 2 besteht aus zwei Profilen 1 2, einem winkelförmigen
Klemmteil 3, zwei "einfachen" Klemmteilen 4, 5 sowie zwei Schrauben 6, 7.
[0010] Die beiden Profile 1, 2 haben gleiche Querschnittsform; sie sind rechtwinkelig zueinander
ausgerichtet und liegen unter Bildung einer Gehrung aneinander an.
[0011] Der winkelförmige Klemmteil 3 weist zwei rechtwinkelig zueinander ausgerichtete,
jeweils etwa rechteckige Schenkel 8, 9 auf. In jener Symmetrieebene 10, welche den
Winkel zwischen den Ebenen der beiden Schenkel 8, 9 symmetrisch teilt, liegen die
beiden Profile 1, 2 mit ihren auf Gehrung zugeschnittenen Stirnflächen aneinander
an.
[0012] Jeder Schenkel 8, 9 ist durch eine angesenkte Durchgangsbohrung durchbrochen, welche
jeweils normal zur Ebene des Schenkels 8, 9 ausgerichtet ist und durch welche hindurch
jeweils eine Schraube 6, 7 verläuft.
[0013] Die Profile 1, 2 umfassen in Querschnittsansicht jeweils einen Hohlraum auf drei
Seiten; die vierte, offene Seite des Hohlraums liegt normal zu der durch die Profile
1, 2 aufgespannten Ebene und zwar an der Außenseite des durch die Profile 1, 2 gebildeten
Eckes. Aus zwei den Hohlraum im Profil 1, 2 seitlich begrenzenden Profilflächen springt
jeweils eine Profilwand 11 in Richtung auf die jeweils andere Seitenfläche zu hervor.
Zur Fixierung der Klemmteile 3, 4, 5 an den Profilen 1, 2 und damit auch der Profile
1, 2 aneinander, werden die beiden Profile 1, 2 erst in die gewünschte Relativposition
aneinander gebracht (auf Gehrung aneinander anliegend) und dann werden die jeweils
zwei Profilwände 11 eines Profils 1, 2 zwischen jeweils einem Schenkel 8, 9 des winkelförmigen
Klemmteils 3 einerseits und einem einfachen Klemmteil 4, 5 andererseits eingeklemmt.
Für dieses Einklemmen wird jeweils die Schraube 6, 7, welche durch das Durchgangsloch
am Schenkel 8, 9 hindurch verläuft, und mit einem Mutterngewinde in der Flächenmitte
des einfachen Klemmteils 4, 5 in Gewindeeingriff ist, angezogen.
[0014] Die beiden Berührungsbereiche eines einfachen Klemmteils 4, 5 mit dem Profil 1, 2
sind jeweils als Verzahnung 12 ausgeführt, sodass entlang der Richtung des Profils
1, 2 Zahnspitzen und Zahntäler abwechseln und beim Andrücken des einfachen Klemmteils
4, 5 an das Profil 1, 2 zufolge Anziehens der Schraube 6, 7 die Zahnspitzen in das
Material des Profils 1, 2 eindringen und dieses teilweise auch plastisch verformen.
[0015] Erfindungsgemäß wesentlich ist, dass die in Richtung des Profils 1, 2 abwechselnd
hintereinander liegenden linken und rechten Zahnflanken der Verzahnung 12 nicht spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildet sind, sondern so, dass die der Symmetrieebene 10 zugewandt
liegenden Zahnflanken 13 rampenartig ansteigen und die von der Symmetrieebene 10 abgewandt
liegenden Zahnflanken 14 von den Zahntälern aus senkrecht oder noch besser überhängend
ansteigen. Weiters ist dabei wichtig, dass der rampenartige Anstieg der Zahnflanken
13 zu der von der Symmetrieebene 10 abgewandt (!) liegenden Stirnseite jenes Profils
1, 2 hin geneigt ist, in dessen Material die Spitzen der Zähne bei der Montage eindringen.
Durch diese Ausrichtung der Zahnflanken 13 wird erreicht, dass der einfache Klemmteil
4, 5 beim Anziehen der Schraube 6, 7 relativ zu dem Profil 1, 2 mit dem er in Eingriff
ist, nicht nur normal zur Profilrichtung bewegt wird, sondern auch in Profilrichtung
etwas von der Symmetrieebene 10 weg.
[0016] Wie in Fig. 2 erkennbar ist, liegen der Schenkel 8 des winkelförmigen Klemmteils
3 und der einfache Klemmteil 4 an Vorsprüngen 15, 16 an einer zur Richtung des Profils
1 normal ausgerichteten Ebene aneinander an, sodass der Klemmteil 4 dagegen gehalten
ist, relativ zum winkelförmigen Klemmteil 3 von der Fläche 10 weg bewegt zu werden.
Gleiches gilt für den Schenkel 9 des winkelförmigen Klemmteils 3 und den einfachen
Klemmteil 5. Die zuvor beschriebene Relativbewegung zwischen dem Klemmteil 4, 5 und
dem Profil 1, 2 beim Anziehen der Schraube 6, 7 bewirkt damit, dass die beiden Profile
1, 2 jeweils zu jener Symmetrieebene 10 hin, welche den Winkel zwischen den Ebenen
der beiden Schenkel 8, 9 symmetrisch teilt, verschoben werden, bis sie dort satt und
auf Druck aneinander anliegen. Somit ist der erfindungsgemäße Zweck erreicht.
[0017] Die Bewegungsführung der Klemmteile 3 und 4 bzw. 3 und 5 aneinander könnte beispielweise
auch durch die verbindende Schraube erfolgen, wenn diese großen Durchmesser hat, in
der Schraubendurchgangsbohrung streng geführt wird und der Abstand der beiden damit
zu verbindenden Klemmteile sehr klein gehalten wird.
[0018] In den Prinzipskizzen Fig. 3 bis Fig. 6 sind von den jeweiligen erfindungsgemäßen
Baugruppen jeweils nur die Klemmteile und die durch diese eingeklemmte jeweilige Profilwand
11 der beiden miteinander zu verbindenden Profile skizziert. Jeweils jene Schraube,
welche Klemmteile paarweise verbindet, ist als vertikale, bzw. horizontale strichpunktierte
Linie angedeutet. Die Skizzen Fig. 3 bis Fig. 6 sollen mehrere beispielhafte Varianten
veranschaulichen, an Hand derer das erfindungsgemäße Prinzip alternativ zur Variante
von Fig. 1 und Fig. 2 ebenso realisiert werden kann.
[0019] Gemäß Fig. 3 liegt der winkelförmige Klemmteil 17 an den Innenseiten der Profilwände
11 und die gezahnten einfachen Klemmteile 18 an den Außenseiten. ("Innenseite" bedeutet
"an der Innenseite des durch die Profile eingeschlossenen rechten Winkels"; "Außenseite"
bedeutet "an der Seite des erhabenen Winkelbereichs zwischen den beiden Profilen".)
Unter der Annahme, dass die beiden einfachen Klemmteile 18 so geführt sind, dass sie
nur normal zur Ebene jenes Schenkels des winkelförmigen Klemmteils 17 bewegbar sind,
mit welchem sie gemeinsam die jeweilige Profilwand 11 einklemmen, wird die besagte
Profilwand immer dann etwas auf die Symmetrieebene 10 zu verschoben, wenn der einfache
Klemmteil 18 auf den zugehörigen Schenkel des winkelförmigen Klemmteils 17 zu bewegt
wird.
[0020] Auch bei dieser Ausführung trifft dabei zu, dass die der Symmetrieebene 10 zugewandt
liegenden Zahnflanken der Verzahnung rampenartig von den Zahntälern zu den Zahnspitzen
ansteigen, wobei der rampenartige Anstieg zu der von der Symmetrieebene 10 abgewandt
liegenden Stirnseite jenes Profils 1, 2 hin geneigt ist, in dessen Material - an der
Profilwand 11 - die Spitzen der Zähne bei der Montage eindringen.
[0021] Die Bauweise gemäß Fig. 4 unterscheidet sich von jener von Fig. 3 dadurch, dass nicht
nur die einfachen Klemmteil 18 sondern auch der winkelförmige Klemmteil 19 eine erfindungsgemäß
wirkende Verzahnung mit wie beschrieben unterschiedlichen linken und rechten Zahnflanken
aufweist.
[0022] An Hand von Fig. 3 und Fig. 4 ist es auch einfach zu erkennen, dass auch Bauweisen
erfindungsgemäß funktionieren, bei denen nur der winkelförmige Klemmteil eine Verzahnung
wie beschrieben aufweist, und die einfachen Klemmteile ohne Verzahnung an den Profilwänden
11 anliegen.
[0023] Fig. 5 zeigt eine Bauweise bei welcher die einfachen Klemmteile 20 mit einer Verzahnung
mit symmetrisch aufgebauten Zähnen ausgestattet sind, sodass sie durch Eindringen
in die Profilwand 11 allein, keine Relativbewegung zwischen Profilwand 11 und Klemmteil
20 in Längsrichtung des Profils antreiben. Allerdings liegen die Klemmteile 20 an
jeweils einem Schenkel des winkelförmigen Klemmteils 21 an einer schiefen Ebene 22
an, die derart gegenüber der Profilrichtung des zu fixierenden Profils geneigt ist,
dass auf ihr Bewegung normal zur Profilrichtung vom einfachen Klemmteil 20 auf den
zugehörigen Schenkel des winkelförmigen Klemmteils 21 zu, mit Bewegung in Profilrichtung
auf die Symmetrieebene 10 zu, einhergeht. Die beim Herstellen der Verbindung mittels
einer Schraube erzwungene Bewegung des einfachen Klemmteils 20 auf den zugehörigen
Schenkel des winkelförmigen Klemmteils 21 zu bewirkt daher auch eine Verschiebung
des einfachen Klemmteils 20 auf die Symmetrieebene 10 zu. Da der einfache Klemmteil
20 dabei mit seiner Verzahnung mit der Profilwand 11 in Eingriff ist, nimmt er das
Profil in seiner Bewegung zur Symmetrieebene 10 hin (etwas) mit.
[0024] Fig. 6 zeigt das Prinzip von Fig. 5 mit dem Unterschied, dass der winkelförmige Klemmteil
23 an der Innenseite der Profilwände 11 liegt.
[0025] Bauweisen bei denen der winkelförmige Klemmteil innen liegt (Fig. 3, Fig. 4, Fig.
6), sollten nur angewendet werden, wenn die zu verbindenden Profile in der gemeinsam
aufgespannten Ebene sehr gut biegesteif sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die
Profile im Bereich zwischen den einfachen Klemmteilen und der Symmetrieebene 10 nach
außen aufgebogen werden.
[0026] Bei der in Fig. 1 und Fig. 2 skizzierten Bauweise liegt der mit einer Verzahnung
ausgestattete Klemmteil 4 an den beiden vorspringenden Profilwänden 11 des Profils
1, 2 jeweils an den Flanken einer Nut an, deren Öffnungsfläche parallel zur Verbindungsfläche
zwischen den beiden Profilwänden 11 liegt. Diese Bauweise gibt extreme Festigkeit
der hergestellten Klemmverbindung und sie bewirkt auch, dass beim Herstellen der Verklemmung
(also beim Anziehen der Schraube 6, 7) die Relativbewegung zwischen Klemmteil 4, 5
und Profilen 1, 2 und winkelförmigem Klemmteil 3 relativ groß ist. Damit wird die
Verlässlichkeit der erfindungsgemäßen Funktionsweise erhöht.
[0027] Es ist vorteilhaft, Vorrichtungen für das Verschließen einer Gebäudeöffnung mittels
eines beweglichen flächigen Elementes - also Türen und Fenster - mit erfindungsgemäßen
Baugruppen auszustatten. Dabei kann der ortsfeste Rahmen der Gebäudeöffnung (also
der Türstock bzw. der Fensterstock) durch erfindungsgemäß verbundene Profile 1, 2
gebildet sein, wobei die Öffnungsfläche der Profile 1, 2 zur Falzfläche hin, also
zum Türblatt bzw. Fensterflügel in geschlossenem Zustand hin, ausgerichtet ist. Ebenso
kann dabei das flächige Element - also das Türblatt oder der Fensterflügeleinen Rahmen
aufweisen der aus erfindungsgemäß ausgebildeten und verbundenen Profilen 1, 2 besteht,
wobei die Öffnungsfläche der Profile 1, 2 bei geschlossener Gebäudeöffnung zur Falzfläche
hin, also zum ortsfesten Rahmen hin ausgerichtet ist. Die beschriebenen Klemmteile
können dabei über das Verbinden von Profilen 1, 2 hinaus nach Art von Stulpblechen,
Tragefunktion für Beschläge erfüllen.
[0028] Im Fall, dass Vorrichtungen für das Verschließen einer Gebäudeöffnung mittels eines
beweglichen flächigen Elementes erfindungsgemäß ausgebildet werden, ist es besonders
wichtig, dass Klemmteile an einer Nut der Profile anliegen, da der damit erreichbare
hohe Festigkeitsgewinn der Verbindung bei diesem Anwendungsfall extrem wichtig ist.
1. Baugruppe, welche zwei auf Gehrung aneinander anliegende Profile (1, 2), einen zweischenkeligen
winkelförmigen Klemmteil (3, 17, 19, 21, 23) und zwei einfache Klemmteile (4, 5, 18,
20) umfasst, wobei sich ein Schenkel (8) des winkelförmigen Klemmteils (3, 17, 19,
21, 23) am ersten Profil (1) entlang erstreckt und der zweite Schenkel (9) am zweiten
Profil (2), und wobei jeweils ein einfacher Klemmteil (4, 5, 18, 20) mit jeweils einem
Schenkel (8, 9) zusammenwirkt um mit diesem an jeweils einem Profil (1, 2) zu klemmen,
wobei die Berührungsfläche mindestens jeweils eines Klemmteils (4, 5, 18, 19, 20)
jedes Paares von einfachem Klemmteil (4, 5, 18, 20) und Schenkel (8, 9) des winkelförmigen
Klemmteils (3, 17, 19, 21, 23) als Verzahnung (12) ausgebildet ist, deren Zahnspitzen
bei hergestellter Verbindung unter plastischer Verformung desselben in das Material
des Profils (1, 2) eingedrungen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Komponenten des Paares von einfachem Klemmteil (4, 5, 18, 20) und Schenkel
(8, 9) des winkelförmigen Klemmteils (3, 17, 19, 21, 23) durch eine Schraube (6, 7)
normal zur Profilrichtung des Profils (1, 2) aneinander gezogen sind und eine Profilwand
(11) des Profils (1, 2) zwischen sich einklemmen, wobei die beim Herstellen der Verklemmung
stattgefundene Relativbewegung des Profils (1, 2) normal zu dessen Profilrichtung
gegenüber dem mit einer Verzahnung (12) ausgestatteten Klemmteil (4, 5, 18, 19, 20),
durch Abgleiten an einer schiefen Ebene (22) in eine profilparallele Relativbewegung
des Profils (1, 2) gegenüber dem winkelförmigen Klemmteil (3, 17, 19, 21, 23) umgeleitet
ist, welche in Richtung auf jene Symmetrieebene (10) hin ausgerichtet ist, die den
Winkel zwischen den beiden Schenkeln (8, 9) des winkelförmigen Klemmteil (3, 17, 19,
21, 23) symmetrisch teilt.
2. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schiefe Ebene durch eine rampenartig von einem Zahntal zu einer Zahnspitze ansteigende
Flanke (13) eines Zahnes der Verzahnung (12) eines Klemmteils (4, 5, 18, 19) gebildet
ist, welche sich an der der Symmetrieebene (10) zugewandt liegenden Seite des Zahnes
befindet, wobei der rampenartige Anstieg zu jenem Stirnende des Profils (1, 2) hin
geneigt ist, welches von der Symmetrieebene (10) abgewandt liegt.
3. Baugruppe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahn zu einem einfachen Klemmteil (4, 5, 18) gehört und dass dieser gegenüber
dem winkelförmigen Klemmteil (3, 17, 19) gegen Bewegung von der Symmetrieebene (10)
weg geführt gehalten ist.
4. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schiefe Ebene (22) am winkelförmigen Klemmteil (21, 23) ausgebildet ist und der
mit einer Verzahnung versehene einfache Klemmteil (20) daran abgleitet.
5. Baugruppe nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (12) des Klemmteils (4, 5) am Profil (1, 2) an den Flanken einer Nut
des Profils (1, 2) anliegt.
6. Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (1, 2) Teil eines Profilrahmens sind, welcher eine verschließbare Gebäudeöffnung
einfasst.
7. Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (1, 2) Teil eines Profilrahmens sind, welcher ein Flächenelement das
für das Verschließen einer Gebäudeöffnung vorgesehen ist, einfasst.