[0001] Die Erfindung betrifft ein Nockenwelleneinstellwerkzeug zur Ausrichtung einer Nockenwelle
gegenüber einem Nockenwellenrad.
[0002] Zum Betätigen, bzw. zum Steuern von u. a. Ein- und Auslassventilen eines Kraftfahrzeugmotors
dienen üblicherweise Nockenwellen, die bspw. im Zylinderkopfgehäuse des Kraftfahrzeugmotors
angeordnet sind. In Abhängigkeit von ihrer Winkelposition bestimmt die Nockenwelle
die Position der Ein- und Auslassventile. Bekanntlich ist es bei Kraftfahrzeugmotoren
erforderlich, die von der Kurbelwelle über ein Riemengetriebe angetriebene Nockenwelle
bezüglich ihrer Drehlage in einem ganz bestimmen Verhältnis zur Drehlage der Kurbelwelle
einzustellen, damit die Betätigung der Ein- und Auslassventile durch die Nockenwelle
in Bezug auf die oszillierenden, mit der Kurbelwelle verbundenen Kolben jeweils im
richtigen Zeitpunkt erfolgt.
[0003] Zur Durchführung der Einstellung ist es bekannt, die auf der Kurbelwelle sitzende
Riemenscheibe, sowie das auf der Nockenwelle angeordnete Nockenwellenrad, bevor diese
über einen gemeinsamen Riemen getrieblich miteinander verbunden werden, jeweils einzeln
in vorbestimmten Positionen gegenüber dem Motorgehäuse zu fixieren. In der fixierten
Position können dann die Riemenscheibe und das Nockenwellenrad über einen gemeinsamen
Riemen miteinander verbunden werden. Zur Fixierung dienen bspw. Sperrbolzen, die durch
vorbestimmte Öffnungen von Riemenscheibe oder Nockenwellenrad ragen und in entsprechende
Öffnungen am Motorgehäuse eingreifen. Optische Markierungen unterstützen die Ausrichtung
von Kurbelwelle und Nockenwelle.
[0004] Im Falle einer Trennung des Nockenwellenrads von der Nockenwelle muss vor einer Ausrichtung
der Nockenwelle gegenüber der Kurbelwelle zunächst das Nockenwellenrad gegenüber der
Kurbelwelle ausgerichtet werden. Hierzu wird die Nockenwelle gegenüber dem Nockenwellenrad
in einer vorbestimmten Position angeordnet und dann das Nockenwellenrad auf der Nockenwelle
festgezogen. Die an dem Motorgehäuse arretierte Nockenwelle sollte sich dann in der
korrekten Drehlage gegenüber der Kurbelwelle befinden, die ebenfalls über die auf
ihr sitzende Riemenscheibe in der vorgegebenen Position an dem Motor fixiert ist.
[0005] Toleranzen, Verspannungen und manuelle Fehleinstellungen führen bei der Montage zu
Abweichungen der Winkellagen. Durch Ungenauigkeiten der Winkellagen der Motorwellen,
d. h. der Kurbelwelle sowie der Nockenwelle zueinander, verändern sich aber die Steuerzeiten,
worunter man versteht, wann sich die Einlass- und Auslassventile, bezogen auf den
Kurbelwellenwinkel öffnen und wieder schließen. Dies kann neben einer verschlechterten
Motorleistung u. U. auch zu einem Motorversagen führen.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Einstellwerkzeug bereitzustellen,
welches eine Prüfung sowie ggf. exakte Positionierung der Nockenwelle gegenüber der
Kurbelwelle ermöglicht.
[0007] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Nockenwelleneinstellwerkzeug mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie ein Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug mit den Merkmalen des
Anspruchs 15. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Nockenwelleneinstellwerkzeug zur Ausrichtung der Nockenwelle
gegenüber dem Nockenwellenrad weist ein verdrehfest mit der Nockenwelle verbindbares
Nockenwellenanschlusselement, einen zur verdrehbaren Aufnahme des Nockenwellenanschlusselements
ausgebildeten Grundkörper, eine Befestigungsvorrichtung zur Festlegung des Grundkörpers
gegenüber der mit dem Nockenwellenanschlusselement verbindbaren Nockenwelle in deren
axialen und radialen Richtung und eine Drehwinkelerfassungseinheit zur Ermittlung
des Verdrehwinkels des mit der Nockenwelle verbindbaren Nockenwellenanschlusselement
auf.
[0009] Bei dem Nockenwellenanschlusselement handelt es sich um ein zur verdrehfesten Verbindung
mit einer einzustellenden Nockenwelle ausgebildetes Bauteil, das im mit der Nockenwelle
verbundenen Zustand entsprechend der Verdrehung der Nockenwelle um seine Längsachse
an dem Grundkörper verdreht wird. Die Drehwinkelerfassungseinheit zur Ermittlung des
Verdrehwinkels des Nockenwellenanschlusselements erlaubt somit unmittelbar eine Erfassung
der Drehlage bzw. Verdrehung der mit dem Nockenwellenanschlusselement verbundenen
Nockenwelle.
[0010] Zur Nutzung des Nockenwelleneinstellwerkzeugs, d. h. vor der Prüfung bzw. Einstellung
der Drehwinkellage der Nockenwelle gegenüber der Kurbelwelle wird der Grundkörper,
an dem das Nockenwellenanschlusselement drehbar gelagert ist, gegenüber der Nockenwelle
in deren axialen und radialen Richtung festgelegt. D.h. die Nockenwelle ist dann nur
noch gegenüber dem Grundkörper verdrehbar. Zur Festlegung des Nockenwelleneinstellwerkzeugs
ist an dem Grundkörper eine Befestigungsvorrichtung angeordnet, die bevorzugt derart
ausgebildet ist, dass eine Festlegung des Grundkörpers an dem Motorgehäuse, insbesondere
dem Zylinderkopf, in einer vorbestimmten Position erfolgt.
[0011] Eine Verdrehung bzw. die Drehlage der Nockenwelle kann dann über die Drehwinkelerfassungseinheit
ermittelt werden, die die entsprechend der Nockenwelle erfolgende Verdrehung bzw.
Drehlage des Nockenwellenanschlusselements ermittelt.
[0012] Die Nutzung des erfindungsgemäßen Nockenwelleneinstellwerkzeugs erfolgt bevorzugt
nach einer ersten Ausrichtung der Nockenwelle an dem Nockenwellenrad und anschließender
Positionierung der Nockenwelle sowie entsprechender Ausrichtung der Kurbelwelle zueinander.
In dieser Position wird das Nockenwelleneinstellwerkzeug mit der Nockenwelle verdrehfest
verbunden und bevorzugt an dem Motorgehäuse arretiert. Ausgehend von dieser Ausgangsdrehlage
wird die über einen Riemen mit der Nockenwelle verbundene Kurbelwelle zur Kontrolle
der Steuerzeiten per Hand um zwei Umdrehungen verdreht, was einer einfachen Umdrehung
der Nockenwelle entspricht. Nach erneuter Ausrichtung der Kurbelwelle an den entsprechenden
Markierungen ist an der Drehwinkelerfassungseinheit ablesbar, ob die Nockenwelle wieder
in der Ausgangsdrehlage angeordnet ist oder Abweichungen von der Ausgangsdrehlage
vorliegen.
[0013] Ggf. vorhandene Abweichungen sind unmittelbar an der Drehwinkelerfassungseinheit
ablesbar, wobei diese Abweichungen bspw. aus Verspannungen beim Festlegen der Nockenwelle
an dem Nockenwellenrad resultieren können. Zur Kompensation einer eventuellen Abweichung
wird die Verbindung von Nockenwelle und Nockenwellenrad gelockert und dann die Nockenwelle
um den entsprechenden Winkelbetrag der Abweichung in entgegengesetzter Richtung verdreht.
D.h. bei einer positiven Abweichung von der Ausgangsdrehalge wird die Nockenwelle
um den Betrag in negativer Richtung verdreht und umgekehrt. Anschließend wird die
Nockenwelle wieder mit dem Nockenwellenrad verbunden. Hierdurch wird die bekannte
Abweichung bereits bei der Festlegung der Nockenwelle an dem Nockenwellenrad kompensiert.
Nach erneuter Ausrichtung von Nockenwelle und Kurbelwelle erfolgt eine erneute Überprüfung,
wozu die Kurbelwelle erneut um 720° verdreht wird. Nach Ausrichtung der Kurbelwelle
an entsprechenden Markierungen kann an der Drehwinkelerfassungseinheit abgelesen werden,
ob die Nockenwelle nun in der zu erreichenden Ausgangsdrehlage angeordnet ist.
[0014] Das erfindungsgemäße Nockenwelleneinstellwerkzeug ermöglicht somit in komfortabler
Weise eine Überprüfung sowie Ausrichtung der Nockenwelle gegenüber der Kurbelwelle.
Eine Verdrehung der Nockenwelle zur Kompensation ggf. vorhandener Abweichungen kann
grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen, bspw. durch geeignete Werkzeuge, welche
mit der Nockenwelle verbindbar sind. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, dass das Nockenwellenanschlusselement einen Anschlussabschnitt zur Aufnahme
eines zur Verdrehung des Nockenwellenanschlusselements ausgebildeten Betätigungselements
aufweist.
[0015] Bei einem mit der Nockenwelle verbundenen Nockenwellenanschlusselement werden auf
das Nockenwellenanschlusselement wirkende Drehmomente unmittelbar auf die Nockenwelle
und umgekehrt übertragen. Somit besteht die Möglichkeit, über das mit dem Anschlussabschnitt
verbundene bzw. verbindbare Betätigungselement durch eine Verdrehung des Nockenwellenanschlusselements
eine Verdrehung und damit Justierung der Nockenwelle zu bewirken. Der Anschlussabschnitt
kann dabei grundsätzlich beliebig ausgebildet sein, bspw. eine Bohrung zur Aufnahme
eines Stiftes eines Betätigungswerkzeuges aufweisen, mittels dem das Nockenwellenanschlusselement
verdreht werden kann. Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
weist der Anschlussabschnitt eine im Querschnitt sechseckige Form auf, die es ermöglicht,
mit herkömmlichen Sechskantschlüsseln eine Verdrehung des Nockenwellenanschlusselements
und damit der mit diesem verbundenen Nockenwelle zu bewirken. Eine Verdrehung der
Nockenwelle kann somit in komfortabler Weise über das Betätigungselement erfolgen,
welches eine exakte Justierung der Nockenwelle erlaubt.
[0016] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Nockenwelleneinstellwerkzeug
eine Rasteinheit zur in Umfangsrichtung formschlüssigen Arretierung des Nockenwellenanschlusselements
an dem Grundkörper auf. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung besteht die Möglichkeit,
das Nockenwellenanschlusselement in einer vorbestimmten Position an dem Grundkörper
zu arretieren. In Kombination mit einem Nockenwellenanschlusselement, das vorzugsweise
derart ausgestaltet ist, dass es nur in einer festgelegten Drehlage mit der Nockenwelle
verbunden werden kann, wenn das Nockenwelleneinstellwerkzeug am Kraftfahrzeugmotor
festgelegt ist, besteht die Möglichkeit, über das Nockenwelleneinstellwerkzeug die
Nockenwelle in einer Ausrichtposition festzulegen, so dass auf die Ausrichtung der
Nockenwelle an entsprechenden Markierungen von Nockenwelle und bspw. Motorgehäuse
verzichtet werden kann.
[0017] Wesentlich ist dabei, dass das Nockenwelleneinstellwerkzeug über die Befestigungsvorrichtung
gegenüber der Nockenwelle verdrehsicher an bspw. dem Motorgehäuse festlegbar ist,
so dass eine Verbindung des Nockenwellenanschlusselements in einer durch die Rasteinheit
festgelegten Position nur in der Ausrichtposition erfolgen kann. Besonders bevorzugt
ist hierfür, das Nockenwellenanschlusselement in Verbindungsbereich mit der Nockenwelle
mit einer Anschlusskontur versehen, die derart ausgebildet ist, dass das Nockenwellenanschlusselement
bei einem gegenüber der Nockenwelle über die Befestigungsvorrichtung festgelegten
Grundkörper nur in einer vorgegebenen Drehlage mit der Nockenwelle verbindbar ist.
Durch diese Ausgestaltung der Erfindung wird eine fehlerbehaftete optische Ausrichtung
der Nockenwelle an entsprechenden Markierungen durch einen Nutzer überflüssig. Die
Ausrichtung der Nockenwelle erfolgt allein über das in einer vorbestimmten Position
über die Befestigungsvorrichtung festgelegte Nockenwelleneinstellwerkzeug, welches
über den Grundkörper in seiner Position gesichert ist.
[0018] Ausgehend von der durch die Rasteinheit festgelegten Position des Drehwinkelanschlusselements
kann dann an der Drehwinkelerfassungseinheit nach Lösen der Rasteinheit und erfolgender
Verdrehung der Kurbelwelle um zwei Umdrehungen in komfortabler Weise an der Drehwinkelerfassungseinheit
festgestellt werden, ob die Nockenwelle in der Ausgangsdrehlage angeordnet ist. Bevorzugt
wird hierzu an der Drehwinkelerfassungseinheit die Skalierung bspw. auf 0° gesetzt,
um so eine einfache Ablesung zu ermöglichen.
[0019] Die Ausgestaltung der Rasteinheit ist grundsätzlich frei wählbar. Nach einer besonders
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass die Rasteinheit
einen Rastkörper aufweist, der korrespondierend zu einer an dem Nockenwellenanschlusselement
angeordneten Rastmarke ausgebildet ist. Eine entsprechende Ausgestaltung der Rasteinheit
ermöglicht eine besonders einfache und zuverlässige Arretierung des Nockenwellenanschlusselements
an dem Grundkörper in einer vorbestimmten Position, wobei der dadurch hergestellte
Formschluss in Umfangsrichtung eine besonders zuverlässige Lagesicherung bewirkt.
[0020] Besonders vorteilhafter Weise ist dabei zudem vorgesehen, dass der Rastkörper, bevorzugt
ein Raststift, in Richtung auf das Nockenwellenanschlusselement vorgespannt ist, so
dass gewährleistet wird, dass in der eingestellten Position das Nockenwellenanschlusselement
zuverlässig an dem Grundkörper fixiert ist. Zur Herstellung der Vorspannung können
dabei grundsätzlich beliebige Elemente verwendet werden, bspw. eine Schraubendruckfeder,
welche einenends an dem Rastkörper und anderenends an einem Widerlager anliegt. Bei
einer Vorspannung des Raststifts besteht zudem die Möglichkeit, die Rasteinheit derart
auszugestalten, dass der Rastkörper, bevorzugt ein Raststift, in einer Außereingriffslage
entgegen der Vorspannung fixiert ist, so dass das Nockenwellenanschlusselement dann
unbeeinflusst durch den Rastkörper gegenüber dem Grundkörper verdreht werden kann.
[0021] Das weitergebildete Nockenwelleneinstellwerkzeug erlaubt es über den Anschlussabschnitt
und das damit verbindbare Betätigungselement die Nockenwelle ggf. gegenüber dem Nockenwellenrad
auszurichten bzw. festgestellte Toleranzen zu kompensieren. Im Falle einer festgestellten
Abweichung der Nockenwelle von der Soll-Drehlage kann - wie vorstehend dargestellt
- die Nockenwelle entgegen der festgestellten Winkelabweichung von dem Sollwert verdreht
und in dieser Position dann wieder mit dem Nockenwellenrad verbunden werden. Die Arretierung
der Nockenwelle in der Kompensationsposition vor deren Verbindung mit dem Nockenwellenrad
kann dabei ebenfalls manuell über das Betätigungswerkzeug erfolgen.
[0022] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch vorgesehen,
dass das Nockenwelleneinstellwerkzeug eine Blockiereinheit aufweist, die zur Festlegung
des Nockenwellenanschlusselements gegenüber dem Grundkörper in Umfangsrichtung des
Nockenwellenanschlusselements ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist die Blockiereinheit
dabei zur kraftschlüssigen Arretierung des Nockenwellenanschlusselements ausgebildet.
Die Blockiereinheit ermöglicht es, die Nockenwelle in ihrer eingestellten Position
an dem Grundkörper zu fixieren, so dass hieran anschließend die Nockenwelle in komfortabler
Weise mit dem Nockenwellenrad fest verbunden werden kann. Auf eine fehlerbehaftete
manuelle Fixierung der Nockenwelle über bspw. das Betätigungselement kann in diesem
Fall verzichtet werden, so dass mit besonders hoher Genauigkeit eine exakte Positionierung
der Nockenwelle erfolgen kann.
[0023] Die Ausgestaltung der Blockiereinheit kann dabei grundsätzlich in beliebiger Weise
erfolgen im Falle einer vorteilhafterweise vorgesehenen kraftschlüssigen Arretierung
kann dies bspw. durch ein in Richtung auf das Nockenwellenanschlusselement verlagerbares
Bremselement erfolgen. Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist jedoch vorgesehen, dass die Blockiereinheit einen koaxial zum Nockenwellenanschlusselement
angeordneten Klemmring aufweist, dessen auf das Nockenwellenanschlusselement wirkende
Klemmkraft mittels eines mit dem Klemmring in Eingriff befindlichen Spannbolzen einstellbar
ist, der an dem Grundkörper verstellbar gelagert ist.
[0024] Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung umgreift ein Klemmring das Nockenwellenanschlusselement
koaxial, wobei durch die Öffnungsweite des Klemmrings die Klemmkraft in komfortabler
Weise eingestellt werden kann. Hierzu dient der Spannbolzen, welcher mit dem Klemmring
in Eingriff befindlich ist und verdrehbar an dem Grundkörper gelagert ist.
[0025] Die Drehwinkelerfassungseinheit dient zur exakten Feststellung des Verdrehwinkels/der
Drehlage des Nockenwellenanschlusselements gegenüber dem Grundkörper, so dass eine
exakte Prüfung bzw. Ausrichtung der Nockenwelle gegenüber der Kurbelwellenposition
vorgenommen werden kann. Die Ausgestaltung der Drehwinkelerfassungseinheit ist dabei
grundsätzlich frei wählbar. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist diese lösbar mit dem Nockenwellenanschlusselement bzw. Grundkörper verbunden.
Eine lösbare Verbindung ermöglicht die Verwendung einer einzigen Drehwinkelerfassungseinheit
an unterschiedlichen Nockenwelleneinstellwerkzeugen, welche an unterschiedliche Motoren
und Motorentypen angepasst sind. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung kann somit
das Nockenwelleneinstellwerkzeug besonders kostengünstig hergestellt werden bzw. eine
einzige Drehwinkelerfassungseinheit mit unterschiedlichen Grundkörpern kombiniert
werden, so dass auf die Anschaffung von teuren Drehwinkelerfassungseinheiten für die
fahrzeugspezifischen Nockenwelleneinstellwerkzeuge, welche jeweils an die Nockenwellen
angepasste Nockenwellenanschlusselemente und entsprechende Grundkörper zur Ausrichtung
des Grundkörpers aufweisen, verzichtet werden kann.
[0026] Die Ausgestaltung der Verbindung der Drehwinkelerfassungseinheit mit dem Nockenwellenanschlusselement
bzw. dem Grundkörper kann dabei grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. Nach einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Drehwinkelerfassungseinheit
einen Grundträger aufweist, der zwischen einer Entnahmeposition und einer Betriebsposition
verstellbar, bevorzugt verdrehbar mit dem Grundkörper, insbesondere mit einem an dem
Grundkörper angeordneten Aufnahmeelement verbunden ist. Gemäß dieser Ausgestaltung
der Erfindung wird die Drehwinkelerfassungseinheit an dem Grundkörper bzw. an dem
an dem Grundkörper angeordneten Aufnahmeelement festgelegt, wobei eine Festlegung
durch eine Verstellung eines Grundträgers der Drehwinkelerfassungseinheit in die Betriebsposition
erfolgt. Bei einer bevorzugten Verdrehung zwischen der Entnahme- und Betriebsposition
erfolgt die Verstellung nach Art eines Bajonettverschlusses. Diese Ausgestaltung der
Erfindung ermöglicht eine zuverlässige Fixierung der Drehwinkelerfassungseinheit an
dem Grundkörper, so dass in zuverlässiger Weise eine Prüfung bzw. Einstellung des
Verdrehwinkels der Nockenwelle vorgenommen werden kann. Gleichzeitig kann im Bedarfsfall
die Drehwinkelerfassungseinheit in einfacher und komfortabler Weise von dem Grundkörper
entfernt werden, wobei hierzu der Grundträger aus der Betriebsposition in die Entnahmeposition
verdreht und dann von dem Grundkörper bzw. von dem an dem Grundkörper angeordneten
Aufnahmeelement abgehoben werden kann.
[0027] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper
eine Aufnahmeöffnung aufweist, die zur verdrehsicheren und lösbaren Anordnung der
Drehwinkelerfassungseinheit ausgebildet ist.
[0028] Die Verwendung einer Aufnahmeöffnung an dem Grundkörper gemäß dieser Ausgestaltung
der Erfindung hat eine koaxiale Anordnung des Grundkörpers gegenüber der Drehwinkelerfassungseinheit
zur Folge. Diese lässt sich somit in einfacher Weise mit dem Grundkörper verbinden
und auch wieder von dem Grundkörper entfernen, sodass die Drehwinkelerfassungseinheit
an unterschiedlichen Grundkörpern, welche an unterschiedliche Motoren angepasst sind,
verwendet werden kann. Die Anordnung der Drehwinkelerfassungseinheit in einer Aufnahmeöffnung
des Grundkörpers zeichnet sich dabei durch ihre besonders hohe Lagesicherung und somit
durch eine besonders hohe Einstellgenauigkeit aus.
[0029] Die Lagesicherung der Drehwinkelerfassungseinheit in der Aufnahmeöffnung des Grundkörpers
kann dabei grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen, sodass eine zuverlässige Erfassung
der Drehwinkel erfolgen kann. Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass die Drehwinkelerfassungseinheit einen radial
vorstehenden Vorsprung und die Aufnahmeöffnung an ihrem Umfang eine korrespondierend
ausgebildete Aussparung aufweist. Diese Ausgestaltung der Erfindung gewährleistet
eine einfache und zuverlässige Anordnung der austauschbaren Drehwinkelerfassungseinheit
an dem Grundkörper. Durch die Verwendung der Vorsprünge an der Drehwinkelerfassungseinheit
und korrespondierenden Aussparung an der Aufnahmeöffnung wird eine wiederholbare Positioniergenauigkeit
der Drehwinkelerfassungseinheit an dem Grundkörper gewährleistet, wobei die Aussparungen
und die Vorsprünge bspw. auch in Einschubrichtung konisch ausgestaltet sein können,
um eine besonders exakte Positionierung zu gewährleisten. Die wiederholbare Positionierung
der Drehwinkelerfassungseinheit an den Grundkörper in immer der gleichen Lage, gewährleistet
auch, dass eine einmal an den Grundkörper ausgerichtete und kalibrierte Drehwinkelerfassungseinheit
hier auch keiner erneuten Kalibrierung - bspw. Festlegung der Position der Nockenwellenanschlusselemente
- unterzogen werden muss. Nach der erneuten Montage der Drehwinkelerfassungseinheit
ist diese einschließlich des Nockenwellenanschlusselements immer gleichbleibend ausgerichtet.
[0030] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper
eine in die Aufnahmeöffnung hineinreichende Arretierungsvorrichtung und/oder die Aufnahmeöffnung
ein Innengewinde zur Aufnahme eines Lagesicherungselements aufweist.
[0031] Alternativ oder zusätzlich zu der vorstehend beschriebenen verdrehsicheren Anordnung
der Drehwinkelerfassungseinheit über radial vorstehende Vorsprünge, welche in korrespondierend
ausgebildeten Aussparungen an dem Grundkörper eingreifen, ist nach dieser Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, dass an dem Grundkörper eine Arretierungsvorrichtung vorgesehen
ist, welche in die Aufnahmeöffnung hineinreicht und dort in der angeordneten Position
der Drehwinkelerfassungseinheit in der Aufnahmeöffnung diese an dem Grundkörper arretiert.
Die Arretierungsvorrichtung kann dabei derart ausgestaltet sein, dass sie sowohl eine
Lagesicherung der Drehwinkelerfassungseinheit in Umfangsrichtung als auch in Längsachsenrichtung
bewirkt. Alternativ oder zusätzlich kann gemäß dieser Weiterbildung der Erfindung
die Aufnahmeöffnung auch ein Innengewinde zur Aufnahme eines Lagesicherungselements
aufweisen, wobei dieses bspw. durch eine ringförmige Scheibe gebildet sein kann, welche
in die Aufnahmeöffnung eingeschraubt wird, wenn die Drehwinkelerfassungseinheit in
der Aufnahmeöffnung angeordnet ist, sodass durch die Sicherungsscheibe eine axiale
Sicherung der Drehwinkelerfassungseinheit in der Aufnahmeöffnung erfolgt.
Zur Verbindung der Drehwinkelerfassungseinheit mit dem Nockenwellenanschlusselement
sind grundsätzlich beliebige Ausgestaltungen möglich, welche eine exakte Erfassung
des Verdrehwinkels/ der Drehlage des Nockenwellenanschlusselements ermöglichen. Nach
einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass
das Nockenwellenanschlusselement eine Anschlussstiftaufnahme zur koaxialen Anordnung
an einem Anschlussstift der Drehwinkelerfassungseinheit aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung
der Erfindung weist das Nockenwellenanschlusselement eine zentrale Öffnung auf, welche
zur verdrehsicheren Anordnung eines Anschlussstifts der Drehwinkelerfassungseinheit
ausgebildet ist, so dass Verdrehbewegungen des Nockenwellenanschlusselements eine
Verdrehung des Anschlussstifts bewirken. Eine Übertragung des Drehmoments kann dabei
bspw. durch eine vieleckige Ausgestaltung des Anschlussstifts und der Anschlussstiftaufnahme
erfolgen. Alternativ kann die Anschlussstiftaufnahme auch mit einer Federhülse versehen
sein, welche eine kraftschlüssige Verbindung des in der Anschlussöffnung angeordneten
Anschlussstifts gewährleistet.
[0032] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Anschlusselement
der Drehwinkelerfassungseinheit zur axialen Aufnahme des Nockenwellenanschlusselements
eine Anschlussöffnung aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung weist die
Drehwinkelerfassungseinheit ein Anschlusselement mit einer Anschlussöffnung auf. Die
Anschlussöffnung erlaubt eine axiale Aufnahme des Nockenwellenanschlusselements, sodass
die Anschlussöffnung sowie die das Anschlusselement mit der Anschlussöffnung umgebene
Drehwinkelerfassungseinheit koaxial zu dem Anschlusselement angeordnet ist. Diese
Ausgestaltung der Erfindung erlaubt einen einfachen Austausch des Nockenwellenanschlusselements,
wobei dieses lediglich aus der Anschlussöffnung heraus- bzw. in diese hineingeschoben
werden muss.
[0033] Eine Lagesicherung des Nockenwellenanschlusselements in der Anschlussöffnung kann
dabei grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. Nach einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass das Nockenwellenanschlusselement
einen konischen Verlauf und die Anschlussöffnung einen korrespondierenden Verlauf
aufweist. Eine entsprechende Ausgestaltung von Nockenwellenanschlusselement und Anschlussöffnung
erlaubt eine spielfreie Anordnung des Nockenwellenanschlusselements in der Anschlussöffnung
und damit an der Drehwinkelerfassungseinheit. Messungenauigkeiten aufgrund von Winkelabweichungen,
die durch ein mögliches Spiel zwischen der Anschlussöffnung und den Nockenwellenanschlusselementen
entstehen können, wird durch diese Ausgestaltung in besonders zuverlässiger Weise
vorgebeugt.
[0034] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass die Blockiereinheit
in die Drehwinkelerfassungseinheit integriert ist. Die Blockiereinheit, welche eine
Festlegung einer mit dem Nockenwellenanschlusselement verbundenen Nockenwelle in jeder
beliebigen Winkellage erlaubt, ist gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung in die
Drehwinkelerfassungseinheit integriert, sodass der Grundkörper in seiner Ausgestaltung
weiter vereinfacht wird. Gleichzeitig wird die Drehwinkelerfassungseinheit so ausgestaltet,
dass diese sämtliche für die Einstellung der Nockenwelle notwendigen Funktion besitzt.
Dies ermöglicht die einfache Verwendung der Drehwinkelerfassungseinheit in verschiedenen
an unterschiedliche Motortypen angepasste Grundkörper, welche die Drehwinkelerfassungseinheit
in vorgegebener Weise gegenüber der Nockenwelle ausrichtet.
[0035] Die Drehwinkelerfassungseinheiten sind dabei vorteilhafterweise so ausgestaltet,
dass diese einmalig an dem Grundträger kalibriert werden, sodass bei einer erneuten
Anordnung der Drehwinkelerfassungseinheit an dem Grundträger das Nockenwellenanschlusselement
bspw. in immer der gleichen Position in der 0°-Position befindlich ist. Auf eine weitere
manuelle Ausrichtung des Nockenwellenanschlusselements gegenüber dem Grundträger kann
bei einer wiederholbaren, gleichbleibenden Ausrichtung der Drehwinkelerfassungseinheit
an dem Grundträger somit verzichtet werden.
[0036] Die Ausgestaltung der Drehwinkelerfassungseinheit zur Anzeige des Verdrehwinkels
des Nockenwellenanschlusselements bzw. der mit dem Nockenwellenanschlusselement verbundenen
Nockenwelle kann grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. Nach einer besonders
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Drehwinkelerfassungseinheit
mit einer Digitalanzeige gekoppelt ist. Die Verwendung einer Digitalanzeige ermöglicht
eine sehr exakte Darstellung des Verdrehwinkels des Nockenwellenanschlusselements
gegenüber dem Grundkörper und somit zur Feststellung und Festlegung der Drehlage der
mit dem Nockenwellenanschlusselement verbundenen Nockenwelle. Auch ermöglicht die
gemäß dieser Weiterbildung der Erfindung vorgesehene Ausgestaltung eine einfache Rückstellung
der Winkelposition auf einen Ausgangswinkel, bevorzugt 0°, so dass eine besonders
einfache und komfortable Nutzung des Nockenwelleneinstellwerkzeugs möglich ist.
[0037] Eine Verbindung der Nockenwelle mit dem Nockenwellenanschlusselement erfolgt über
entsprechende Konturen, die eine verdrehfeste Verbindung von Nockenwelle und Nockenwellenanschlusselement
ermöglichen. Bevorzugt sind diese Konturen an den Stirnseiten von Nockenwelle und
Nockenwellenanschlusselement angeordnet, sodass diese durch eine einfache axiale Verlagerung
miteinander in Eingriff gebracht werden können.
[0038] Im Falle von Nockenwellen, welche bspw. keine stirnseitige Anschlusskontur aufweisen,
ist nach einer Weiterbildung der Erfindung ein Anschlussadapter vorgesehen, welcher
einerseits an der Nockenwelle und andererseits an dem Nockenwellenanschlusselement
verdrehfest anordbar ist. Die Verwendung eines Anschlussadapters ermöglicht es, ohne
den Austausch bzw. die Herstellung spezieller Nockenwellenanschlusselemente standardisierte
Nockenwellenanschlusselemente zu verwenden, wobei der Adapter aufgrund seiner Anpassung
an einen Anschlussabschnitt der Nockenwelle eine verdrehfeste Verbindung mit dem Nockenwellenanschlusselement
herstellt. Die Verwendung eines Anschlussadapters zeichnet sich dabei durch die geringeren
Herstellungskosten aus, sodass insgesamt das Nockenwelleneinstellwerkzeug kostengünstig
vielfältig einsetzbar ist.
[0039] Die Ausgestaltung der Verbindung des Anschlussadapters mit der Nockenwelle ist grundsätzlich
frei wählbar. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, dass der Anschlussadapter eine einstellbare Keilverbindung zur verdrehfesten
Verbindung mit der Nockenwelle aufweist.
[0040] Die Verwendung einer Keilverbindung zeichnet sich dabei dadurch aus, dass durch eine
Verlagerung zweier Keilflächen zueinander in einfacher sowie zuverlässiger Weise eine
verdrehfeste Verbindung zwischen dem Anschlussadapter und der Nockenwelle hergestellt
werden kann. Gleichzeitig ermöglicht die Keilverbindung auch ein einfaches Lösen,
sodass der Anschlussadapter im Bedarfsfall auch wieder einfach von einem Nockenwellenanschlussabschnitt
der Nockenwelle entfernt werden kann. Unter einer Keilverbindung wird dabei im Rahmen
der Erfindung eine solche Verbindung verstanden, bei der zwei Keilfläche zweier Keile
zueinander verlagerbar sind, wodurch eine radial auf die Nockenwelle wirkende Klemmkraft
erzeugt werden kann.
[0041] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass der Anschlussadapter
an seiner der Nockenwelle zugewandten Seite Haltemagnete aufweist. Die Verwendung
eines oder mehrerer Haltemagnete gemäß dieser Weiterbildung der Erfindung ermöglicht
eine einfache Vorjustierung bzw. Anordnung des Anschlussadapters an der Nockenwelle.
Durch die Vorjustierung wird eine anschließende Festlegung des Anschlussadapters erleichtert,
wobei die Haltemagnete ein Abrutschen des Nockenwelleneinstellwerkzeugs von der Nockenwelle
in besonders zuverlässiger Weise verhindern.
[0042] Das erfindungsgemäße Nockenwelleneinstellwerkzeug ermöglicht in seiner durch die
Befestigungsvorrichtung festgelegten Position eine exakte Justierung einer Nockenwelle
gegenüber einer Kurbelwelle des Motors. Zur Ausrichtung von Motoren mit zwei achsparallel
zueinander angeordneten Nockenwellen wird nach einer Weiterbildung der Erfindung ein
Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug vorgeschlagen, das zur Ausrichtung zweier achsparallel
angeordneten Nockenwellen gegenüber jeweils einem Nockenrad mit zwei an einem gemeinsamen
Grundkörper ausgebildeten Nockenwelleneinstellwerkzeugen gemäß einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 14 ausgebildet ist, wobei die Nockenwellenanschlusselemente achsparallel
zueinander angeordnet sind und der Grundkörper eine gemeinsame Befestigungsvorrichtung
aufweist.
[0043] Das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug weist demgemäß zwei Nockenwelleneinstellwerkzeuge
auf, wobei die beiden achsparallel angeordneten Nockenwellenanschlusselemente an einem
gemeinsamen Grundkörper verdrehbar gelagert sind. Darüber hinaus weist das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug
eine einzige Befestigungsvorrichtung auf, mittels der der gemeinsame Grundkörper gegenüber
den mit den Nockenwellenanschlusselementen verbindbaren Nockenwellen in axialer und
radialer Richtung festgelegt ist. Das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug ermöglicht
somit auch die Einstellung von Kraftfahrzeugmotoren mit zwei Nockenwellen, wobei diese
zum Betrieb des Motors jeweils gegenüber der Kurbelwelle wie auch zueinander ausgerichtet
sein müssen. Das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug erlaubt deren Ausrichtung in komfortabler
Weise mit einem einzigen Werkzeug, das analog zu dem vorstehend beschriebenen Nockenwelleneinstellwerkzeug
aus- und weitergebildet sein kann.
[0044] Die Prüfung bzw. Ausrichtung der Nockenwellen erfolgt in analoger Weise zu dem Nockenwelleneinstellwerkzeug,
wobei nach einer Verdrehung der Kurbelwelle um 720° die jeweilige Drehlage der Nockenwellen
an den einzelnen, den Nockenwellenanschlusselementen zugeordneten Drehwinkelerfassungseinheiten
angezeigt werden.
[0045] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die achsparallel
zueinander angeordneten Nockenwellenanschlusselemente in ihren Verbindungsbereichen
voneinander abweichende Anschlusskonturen auf. Diese Ausgestaltung der Erfindung gewährleistet,
dass das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug in vorbestimmter Weise an den einzustellenden
Nockenwellen angeordnet wird. Ein Vertauschen der Anordnung kann aufgrund der abweichenden
Anschlusskonturen verhindert werden, wobei die Nockenwellen mit entsprechend den Anschlusskonturen
ausgebildeten Kopplungsbereichen versehen sind.
[0046] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen
erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines als Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug
ausgebildeten Nockeneinstellwerkzeugs;
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Ansicht des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs von Fig.
1;
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs von Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Nockenwellenanschlusselements des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs
von Fig. 1;
- Fig. 4a
- eine Explosionsdarstellung des ersten Nockenwellenanschlusselements von Fig. 4;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Nockenwellenanschlusselements des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs
von Fig. 1;
- Fig. 5a
- eine Explosionsdarstellung des zweiten Nockenwellenanschlusselements von Fig. 5;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht einer Drehwinkelerfassungseinheit des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs
von Fig. 1;
- Fig. 6a
- eine Explosionsdarstellung der Drehwinkelerfassungseinheit von Fig. 6;
- Fig. 7
- eine Rasteinheit des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs von Fig. 1;
- Fig. 7a
- eine Explosionsdarstellung der Rasteinheit von Fig. 7;
- Fig. 8a
- eine erste perspektive Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines als Doppelnockeneinstellwerkzeug
ausgebildeten Nockenwelleneinstellwerkzeugs;
- Fig. 8b
- eine zweite perspektivische Ansicht des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs von Fig.
8a;
- Fig. 8c
- eine Explosionsdarstellung des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs von Fig. 8a;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht einer Drehwinkelerfassungseinheit des Doppelnockeneinstellwerkzeugs
von Fig. 8a;
- Fig. 9a
- eine Explosionsdarstellung der Drehwinkelerfassungseinheit von Fig. 9;
- Fig. 10a
- eine erste perspektivische Ansicht eines Anschlussadapters;
- Fig. 10b
- eine zweite perspektivische Ansicht des Anschlussadapters von Fig. 10a und
- Fig. 10c
- eine Explosionsdarstellung des Anschlussadapters von Fig. 10a und 10b.
[0047] In den Figuren 1 und 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines als Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug
1a ausgebildetes Nockenwelleneinstellwerkzeug in perspektivischen Ansichten dargestellt.
Das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug 1a weist einen Grundkörper 2a auf, welcher
zur Aufnahme von zwei achsparallel angeordneten Nockenwellenanschlusselementen 3a,
3b ausgebildet ist.
[0048] Die Nockenwellenanschlusselemente 3a, 3b sind in zwei Aufnahmen 20a, 20b des Grundkörpers
2a um ihre Längsachse verdrehbar gelagert. Zur verdrehfesten Verbindung mit zwei achsparallel
angeordneten, hier nicht dargestellten Nockenwellen weisen die Nockenwellenanschlusselemente
3a, 3b stirnseitig angeordnete Anschlusskonturen 4a, 4b auf, welche mit entsprechend
ausgebildeten Stirnseiten der hier nicht dargestellten Nockenwellen in Eingriff bringbar
sind und somit eine verdrehfeste Verbindung der Nockenwellenanschlusselemente 3a,
3b mit den Nockenwellen ermöglichen.
[0049] Zur ortsfesten Anordnung des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1a relativ gegenüber
den einzustellenden Nockenwellen, so dass der Grundkörper 2a sowohl in axialer Richtung
der Nockenwellen als auch in deren radialer Richtung gegenüber den Nockenwellen fixiert
ist, ist an dem Grundkörper 2a ein Positionierzapfen 6 angeordnet. Dieser befindet
sich in der montierten Position des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1a an einem
Kraftfahrzeugmotor mit einer entsprechenden Aufnahme an einem hier nicht dargestellten
Motorgehäuse in Eingriff. Der Positionierzapfen 6 ist dabei über einen Spannstift
7, welcher in eine Spannstiftaufnahme 10 an dem Grundkörper 2a eingreift, verdrehfest
an dem Grundkörper 2a gelagert. Eine sich durch eine Durchgangsöffnung 9 an dem Grundkörper
2a erstreckende Befestigungsschraube 11 ist in eine Gewindebohrung 8 des Positionierzapfens
6 eingeschraubt und dient zu dessen Lagesicherung an dem Grundkörper 2a. Der Positionierzapfen
6 bildet damit eine Befestigungsvorrichtung 5 zur Lagesicherung des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs
1a an dem einzustellenden Kraftfahrzeugmotor. (vgl. Figur 3)
[0050] An ihren den Anschlusskonturen 4a, 4b abgewandten Enden weisen die Nockenwellenanschlusselemente
3a, 3b jeweils eine Anschlussstiftaufnahme 35 auf, innerhalb derer eine Toleranzhülse
44 mittels eines ringförmigen Deckels 45 gesichert ist. Die Anschlussstiftaufnahme
35 dient zur verdrehfesten Aufnahme eines Anschlussstifts 34 einer Drehwinkelerfassungseinheit
31a, mittels derer eine Verdrehung bzw. die Drehlage des Nockenwellenanschlusselements
3a, 3b und damit der mit den Nockenwellenanschlusselementen 3a, 3b verbundenen Nockenwellen
erfasst werden kann. (vgl. Figur 4, 4a, 5, 5a)
[0051] Die Drehwinkelerfassungseinheiten 31a sind dabei lösbar mit einem Aufnahmeelement
28 verbunden, welches über Bajonettstifte 30 und eine Innensechskantschraube 29 mit
dem Grundkörper 2a verschraubt ist. In der Verbindungsposition des Aufnahmeelements
28 an dem Grundkörper 2a stehen die Bajonettstifte 30 von der Oberfläche des Aufnahmeelements
28 in axialer Richtung vor und ermöglichen so eine bajonettartige Anordnung eines
Grundträgers 41 der Drehwinkelerfassungseinheit 31a, wobei der Grundträger 41 hierzu
langlochartige Aufnahmen 32 für die Bajonettstifte 30 aufweist, wobei aufgrund des
sich in Umfangsrichtung verändernden Durchmesser der Aufnahmen 32 durch eine Verdrehung
nach Art eines Bajonettverschlusses eine axiale Sicherung des Grundträgers 41 an dem
Aufnahmeelement 28 erfolgt. Der über Sechskantschrauben 46 mit dem Drehwinkelsensor
33a verschraubte Grundträger 41, wobei die Sechskantschrauben 46 in Gewindebohrungen
48 an dem Drehwinkelsensor 33a eingreifen, weist darüber hinaus in Richtung auf das
Aufnahmeelement 28 vorstehende Druckstücke 42 auf, welche in der montierten Lage der
Drehwinkelerfassungseinheit 31a den Grundträger 41 in axialer Richtung gegenüber dem
Aufnahmeelement 28 verspannen. Eine Übertragung des ermittelten Drehwinkels des Anschlussstifts
49 erfolgt über eine Signalleitung 43, die mit einer hier nicht dargestellten digitalen
Anzeige verbunden ist. (vgl. Figur 6, 6a)
[0052] Koaxial zu den Nockenwellenanschlusselementen 3a, 3b angeordnete Gleitlager 21, 23,
die an entsprechend ausgebildeten Gleitlageraufnahmeabschnitten 24a, 24b, 50a, 50b
angeordnet sind, gewährleisten eine zuverlässige Verdrehung der Nockenwellenanschlusselemente
3a, 3b in den Aufnahmen 20a, 20b. Zur Festlegung der Nockenwellenanschlusselemente
3a, 3b in einer vorbestimmten Drehlage gegenüber dem Grundkörper 2a sind an dem Grundkörper
2 zwei den Nockenwellenanschlusselementen 3a, 3b zugeordnete Rasteinheiten 16a, 16b
angeordnet. Die Rasteinheiten 16a, 16b weisen dabei eine in einer Rasteinheitaufnahme
18a, 18b des Grundkörpers 2a angeordnete Führungsbuchse 38 auf, innerhalb derer ein
Rastbolzen 36 axial verschiebbar angeordnet ist. Der Rastbolzen 36 ist dabei in Richtung
auf eine Rastierungsposition vorgespannt, wobei hierzu eine Schraubendruckfeder 37
vorgesehen ist, die einenends an dem Rastbolzen 36 und anderenends an der Führungsbuchse
38 abgestützt ist. Zur axialen Verlagerung des Rastbolzens 36 entgegen der durch die
Schraubendruckfeder 37 erzeugten Vorspannung dient ein mit dem Rastbolzen 36 an dem
dem rastierenden Ende gegenüberliegenden Ende verbundener Knauf 40, welcher an der
Führungsbuchse 38 über einen Zylinderstift 39 axial verlagerbar angeordnet ist. (vgl.
Figur 7, 7a)
[0053] Die Rastbolzen 36 greifen in einer vorbestimmten Drehlage der Nockenwellenanschlusselemente
3a, 3b in Rastmarken 22 an der Umfangsfläche der Nockenwellenanschlusselemente 3a,
3b ein und arretieren damit diese in deren Umfangsrichtung. Zur Verdrehung der Nockenwellenanschlusselemente
3a, 3b werden die Rastbolzen 36 über den Knauf 40 entgegen der durch die Schraubendruckfeder
37 aufgebrachten Federkraft axial verschoben, so dass der Rastbolzen 36 mit der Rastmarke
22 außer Eingriff gelangt.
[0054] Neben der Rasteinheit 16a, 16b weist das Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug 1a den
beiden Nockenwellenanschlusselementen 3a, 3b zugeordnete Blockiereinheiten auf, welche
jeweils einen Klemmring 27 aufweisen, der koaxial an einem Klemmringabschnitt 25a,
25b der Nockenwellenanschlusselemente 3a, 3b angeordnet ist. Die Klemmringe 27 sind
mit Spannbolzen 17 in Eingriff befindlich, die sich durch Spannbolzenaufnahmen 19a,
19b an dem Grundkörper 2a erstrecken. Über die Spannbolzen 17 kann die Öffnungsweite
der Klemmringe 27 und damit deren auf die Klemmringabschnitte 25a, 25b wirkende Klemmkraft
eingestellt werden.
[0055] Zur drehbaren Anordnung einer Hülse 12 achsparallel zum Positionierzapfen 6 weist
der Grundkörper 2a eine Durchgangsöffnung 15 auf, der zur Aufnahme einer Befestigungsschraube
14 dient, an der koaxial die Hülse 12a angeordnet und in axialer Richtung mittels
eines Sicherungsrings 13 gehalten ist.
[0056] Das Doppelnockeneinstellwerkzeug 1a wird in der Weise genutzt, dass es über die Anschlusskonturen
4a, 4b stirnseitig mit den einzustellenden bzw. zu überprüfenden Nockenwellen verdrehfest
verbunden wird. Eine Arretierung des Doppelnockeneinstellwerkzeugs 1a an dem Motor
erfolgt über den Positionierzapfen 6, welcher an einer entsprechenden, hier nicht
dargestellten Aufnahme am Motorgehäuse angeordnet ist und so die Position des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs
1a gegenüber den zu überprüfenden Nockenwellen in axialer und radialer Richtung sichert.
[0057] Der Position der Nockenwellen zugeordnet ist eine entsprechende Position der Kurbelwelle,
wobei die Nockenwellen über jeweils ein Nockenwellenrad und die Kurbelwelle über ein
Kurbelwellenrad über einen gemeinsamen Riemen miteinander verbunden sind. Nach Lösung
der durch die Rasteinheiten 16a, 16b und vorheriger Zurückstellung der Drehwinkelerfassungseinheiten
auf bspw. 0° erfolgt eine Verdrehung der Kurbelwelle per Hand, wobei diese um zwei
Umdrehungen verdreht wird, was einer Umdrehung der zu prüfenden Nockenwellen entspricht.
Nach erfolgter Verdrehung der Kurbelwelle kann an den Drehwinkelerfassungseinheiten
überprüft werden, ob die Nockenwellen um die zugeordneten 360° verdreht wurden und
wieder in der Ausgangsdrehlage angeordnet sind. Sollte dies nicht der Fall sein, so
kann an den Drehwinkelerfassungseinheiten 31a eine positive bzw. negative Winkelabweichung
abgelesen werden. Der Betrag der Winkelabweichung kann dann dadurch kompensiert werden,
dass die Nockenwelle um den entsprechenden Winkelbetrag in entgegengesetzter Richtung
gegenüber den jeweiligen Nockenwellenrädern verdreht wird, wobei hierzu die Verbindung
zwischen dem Nockenwellenrad und der Nockenwelle gelockert wird.
[0058] Eine Verdrehung der Nockenwelle um den entsprechend erforderlichen Betrag erfolgt
dabei über ein Betätigungswerkzeug, bspw. einen Sechskantschlüssel, welcher mit einem
entsprechend ausgebildeten Anschlussabschnitt 26a, 26b an den Nockenwellenanschlusselementen
3a, 3b in Eingriff gebracht werden kann. Durch eine Verdrehung der mit den Nockenwellen
verbundenen Nockenwellenanschlusselemente 3a, 3b kann dann die Nockenwelle um den
erforderlichen Betrag verdreht werden. Hiernach erfolgt eine Festlegung der eingestellten
Position der Nockenwelle über die Blockiereinheit, wobei hierzu durch die Spannbolzen
17 die Klemmringe 27 an den Klemmringabschnitten 25a, 25b festgeklemmt werden, so
dass die Nockenwellenanschlusselemente 3a, 3b gegenüber dem Grundkörper 2 arretiert
sind. In dieser Position erfolgt eine erneute Festlegung der Nockenwellenräder an
der Nockenwelle, so dass in deren Anschluss in analoger Weise eine erneute Überprüfung
der Verdrehung der Nockenwelle gegenüber der Kurbelwelle durchgeführt werden kann.
Dieser Einstellvorgang kann wiederholt werden, bis die Nockenwelle nach der zweifachen
Verdrehung der Kurbelwelle wieder in der Ausgangsdrehlage angeordnet ist, bzw. nur
eine tolerierbare Abweichung vorliegt.
[0059] Ein zweites Ausführungsbeispiel eines als Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug 1b ausgebildeten
Nockenwelleneinstellwerkzeugs ist in den Figuren 8a und 8b in einer perspektivischen
Ansicht sowie in der Figur 8c in einer Explosionsdarstellung abgebildet. Die grundsätzliche
Funktionsweise des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1b entspricht dabei der Funktionsweise
des vorstehend dargestellten Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1a. Ein wesentlicher
Unterschied des in den Figuren 8a bis 8c dargestellten Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs
1b gegenüber dem vorstehend beschriebenen Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug 1a besteht
in der Ausgestaltung und Anordnung der Drehwinkelerfassungseinheit 31b.
[0060] Die zweite Ausführungsform des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1b weist einen
Grundkörper 2b auf, welcher zwei achsparallel zu einander angeordnete Aufnahmeöffnungen
54 zur Anordnung der Drehwinkelerfassungseinheiten 31b aufweist. Die Aufnahmeöffnungen
54 sind dabei zur lösbaren und spielfreien Aufnahme der Drehwinkelerfassungseinheiten
31b ausgebildet, wobei die Drehwinkelerfassungseinheiten 31b zur verdrehsicheren Anordnung
in den Aufnahmeöffnungen 54 von einem Gehäuse 51 der Drehwinkelerfassungseinrichtungen
31b radial vorstehende Vorsprünge 55 aufweisen, welche in ihrer Einbaulage an dem
Grundkörper 2b in entsprechenden Aussparungen 56 angeordnet sind.
[0061] Über die Positionierung der Drehwinkelerfassungseinheiten 31b in den Aufnahmeöffnungen
54 erfolgt eine Ausrichtung der Drehwinkelerfassungseinheiten 31b sowie der an diesen
auswechselbar anordbaren Nockenwellenanschlusselementen 3c gegenüber dem an den jeweiligen
Motortyp angepassten Grundkörper 2b. Hierdurch ist auch das Nockenwellenanschlusselement
3c mit seiner an die Nockenwelle angepassten Anschlusskontur 4c gegenüber dem Grundkörper
2b in seiner Winkelposition exakt ausgerichtet, d.h. eine vorgegebene Null-Grad-Position
wird durch die immer gleiche Position des Nockenwellenanschlusselements 3c gegenüber
dem Grundkörper 2d gewährleistet.
[0062] Zur verdrehsicheren Anordnung des Nockenwellenanschlusselements 3c in einer Anschlussöffnung
58 eines drehbaren Anschlusselements 57 der Drehwinkelerfassungseinheit 31b weist
das Nockenwellenanschlusselement 3c einen radial vorstehenden Bolzen 63 auf, welcher
in entsprechend ausgebildete Nuten 64 des Anschlusselements 57 eingreift. Das Nockenwellenanschlusselement
3c kann dabei, ebenso wie der Verlauf der Nuten, konisch ausgebildet sein, um so zuverlässig
eine spielfreie und verdrehsichere Anordnung des Nockenwellenanschlusselements 3c
in der Anschlussöffnung 58 zu gewährleisten. Zur axialen Lagesicherung der Nockenwellenanschlusselemente
3c kann ferner ein Querstift 59 verwendet werden, welcher in eine Querstiftaufnahme
62 an dem Nockenwellenanschlusselement 3c einschiebbar ist.
[0063] Zur Lagesicherung der Drehwinkelerfassungseinheit 31b in der Aufnahmeöffnung 54 an
dem Grundkörper 2b dient zum einen eine Arretierungseinheit 52, die über einen Knauf
53 betätigbar ist, wobei ein an dem Knauf 53 angeordneter, in die Aufnahmeöffnung
54 vorstehender Vorsprung mit einer Rastmarke an dem Gehäuse 51 der Drehwinkelerfassungseinheit
lösbar in Eingriff bringbar ist, wodurch die Drehwinkelerfassungseinheit ergänzend
in Umfangsrichtung und insbesondere in axialer Richtung an dem Grundkörper 2b festgelegt
ist.
[0064] Eine ergänzende Lagesicherung der Drehwinkelerfassungseinheiten 31b in der Aufnahmeöffnung
54 erfolgt über eine Sicherungsscheibe 16, welche unter Zwischenschaltung eines Gleitrings
61, welcher koaxial zum Nockenwellenanschlusselement 3c angeordnet ist, in ein Innengewinde
in die Aufnahmeöffnung 54 einschraubbar ist.
[0065] Die in Figur 9 in einer perspektivischen und in Figur 9a in einer Explosionsdarstellung
dargestellte Drehwinkelerfassungseinheit 31a weist neben dem Gehäuse 51 mit seinen
seitlichen Vorsprüngen 55 vor allem eine Drehwinkelsensoreinheit 33b auf, in welcher
das die Anschlussöffnung 58 aufweisende Anschlusselement 57 drehbar gelagert ist.
Die Drehwinkelsensoreinheit 33b ist durch eine Schraubverbindung verdrehfest mit dem
Gehäuse 51 verbunden.
[0066] Darüber hinaus weist das Gehäuse 51 einen Lagerungsabschnitt 68 zur Aufnahme eines
Klemmrings 27b auf. Der Lagerungsabschnitt 68 weist dabei einen nach Innen vorstehenden
Vorsprung 69 auf, welcher korrespondierend zu einer Ausnehmung 70 an dem Klemmring
27b ausgebildet ist. Über die Verbindung des Vorsprungs 69 in der Ausnehmung 70 erfolgt
eine verdrehfeste Lagerung des Klemmrings 27b in dem Lagerungsabschnitt 68 des Gehäuses
51. Der Klemmring 27b weist eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme eines Endabschnitts
des Nockenwellenanschlusselements 3c auf. Über den in eine Öffnung 66 an dem Klemmring
27b einschraubbaren Spannbolzen 17, welcher mit einem oberen Abschnitt in einer Spannbolzenaufnahme
65 an dem Gehäuse 51 gelagert ist, kann das Nockenwellenanschlusselement 3c klemmend
fixiert und somit gegen Verdrehen gesichert werden. Über den Spannbolzen 17 kann somit
eine über das Nockenwellenanschlusselement 3c vorgenommene Einstellung der Nockenwelle
fixiert werden.
[0067] Eine Kalibrierung der Drehwinkelerfassungseinheit 31b erfolgt einmalig an dem Grundkörper,
sodass nach anschließender Demontage und einer späteren erneuten Montage der Drehwinkelerfassungseinheit
31b an dem Grundkörper 2b das Nockenwellenanschlusselement in gleicher Weise gegenüber
dem Grundkörper 2b ausgerichtet ist, d.h. die durch die Drehwinkelsensoreinheit 33b
angezeigte Winkelposition des Nockenwellenanschlusselements 3c entspricht auch nach
einer Demontage und einer erneuten Montage der Drehwinkelposition, die sie bei gleicher
Position vorher angezeigt hatte. Eine Leitungsdurchführung 67 dient zur elektrischen
Versorgung der Drehwinkelsensoreinheit 33b.
[0068] Eine Verbindung des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1b erfolgt analog zu dem
ersten Ausführungsbeispiel des Doppelnockenwelleneinstellwerkzeugs 1a über die Anschlusskonturen
4c der Nockenwellenanschlusselemente 3c. In Figur 10a, 10b und 10c ist ein Anschlussadapter
72 dargestellt, welcher die Möglichkeit bietet, die Anschlusskonturen 4a, 4b, 4c der
Nockenwellenanschlusselemente 3a, 3b, 3c verdrehfest mit solchen Nockenwellen zu verbinden,
welche keine entsprechend den Anschlusskonturen 4a, 4b, 4c ausgebildete Anschlussflächen
aufweisen. Der Anschlussadapter 72 weist hierzu einen Aufnahmering 79 auf, welcher
einerseits mit seiner dem Nockenwellenanschlusselement 3a, 3b, 3c zugewandten Seite
eine der Anschlusskontur 4a, 4b, 4c entsprechende Gestalt aufweist, sodass der Anschlussadapter
diesseits verdrehfest mit dem Nockenwellenanschlusselement 3a, 3b, 3c verbunden werden
kann.
[0069] An seiner dem Nockenwellenanschlusselement 3a, 3b, 3c abgewandten Seite weist der
Aufnahmering 79 an seinem Umfang eine Keilverbindung 73 auf, welche durch einen Druckkeil
75 und einem Stellkeil 76 gebildet ist, die an dem Aufnahmering 7a gegeneinander verschiebbar
gelagert sind. Zur Verstellung von Druckkeil 75 und Stellkeil 76 zueinander dient
eine Zapfenschraube 80, welche in eine Gewindeöffnung 82 an dem Aufnahmering 79 gelagert
ist und mit einer Kerbe 84 in eine Ausnehmung 83 an dem Stellkeil 76 eingreift. Durch
eine Verstellung der Zapfenschraube 80 wird der Stellkeil 76 gegenüber dem Druckkeil
75 verschoben, sodass dieser aus einem Überwurfring 77 mit einem Klemmabschnitt nach
Innen vorsteht und auf eine innerhalb des Überwurfrings 77 angeordnete Nockenwelle
eine Klemmkraft ausübt.
[0070] Zur Lagesicherung des Überwurfrings 77 an dem Aufnahmering 79 dient ein Spannstift
78, welcher in geeignete Öffnungen an dem Überwurfring 77 und dem Aufnahmering 79
einschiebbar ist. Eine Vorbefestigung des Anschlussadapters 72 an der Nockenwelle
wird dabei durch Haltemagnete 74 erleichtert, welche in den der Nockenwellen zugewandten
Stirnseiten des Aufnahmerings 79 eingesetzt sind. Ein Markierungsstopfen 81 dient
zur Markierung der Anschlussadapter.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 1a, 1b
- Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug
- 2a, 2b
- Grundkörper (Gehäuse)
- 3a, 3b, 3c
- Nockenwellenanschlusselement
- 4a, 4b, 4c
- Anschlusskontur
- 5
- Befestigungsvorrichtung
- 6
- Positionierzapfen
- 7
- Spannstift
- 8
- Gewindebohrung
- 9
- Durchgangsöffnung
- 10
- Spannstiftaufnahme
- 11
- Befestigungsschraube (Positionierzapfen)
- 12a, 12b
- Hülse
- 13
- Sicherungsring
- 14
- Befestigungsschraube (Hülse)
- 15
- Durchgangsöffnung
- 16a, 16b
- Rasteinheit
- 17
- Spannbolzen
- 18a, 18b
- Rasteinheitaufnahme
- 19a, 19b
- Spannbolzenaufnahme
- 20a, 20b
- Aufnahme (Nockenwellenanschlusselement)
- 21
- Gleitlager
- 22
- Rastmarke
- 23
- Gleitlager
- 24a, 24b
- Gleitlageraufnahmeabschnitt
- 25a, 25b
- Klemmringabschnitt
- 26a, 26b
- Anschlussabschnitt (Sechskant)
- 27a, 27b
- Klemmring
- 28
- Aufnahmeelement (für Drehwinkelerfassungseinheit)
- 29
- Innensechskantschraube
- 30
- Bajonettstifte
- 31a, 31b
- Drehwinkelerfassungseinheit
- 32
- Aufnahme (Bajonettstifte)
- 33a, 33b
- Drehwinkelsensoreinheit
- 34
- Anschlussstift
- 35
- Anschlussstiftaufnahme
- 36
- Rastbolzen
- 37
- Schraubendruckfeder
- 38
- Führungsbuchse
- 39
- Zylinderstift
- 40
- Knauf
- 41
- Grundträger (Drehwinkelerfassungseinheit)
- 42
- Druckstück (federnd)
- 43
- Signalleitung
- 44
- Toleranzhülse
- 45
- Deckel
- 46
- Sechskantschraube
- 47
- Durchgangsbohrung
- 48
- Gewindebohrung
- 49
- Anschlussstift (Drehwinkelsensor)
- 50a, 50b
- Gleitlageraufnahmeabschnitt
- 51
- Gehäuse (Drehwinkelerfassungseinheit)
- 52
- Arretierungseinheit
- 53
- Knauf
- 54
- Aufnahmeöffnung (für Drehwinkelerfassungseinheit)
- 55
- Vorsprung
- 56
- Aussparung
- 57
- Anschlusselement
- 58
- Anschlussöffnung
- 59
- Querstift
- 60
- Sicherungsscheibe
- 61
- Gleitring
- 62
- Querstiftaufnahme
- 63
- Bolzen
- 64
- Nut
- 65
- Spannbolzenaufnahme
- 66
- Öffnung
- 67
- Leitungsdurchführung
- 68
- Lagerungsabschnitt
- 69
- Vorsprung
- 70
- Ausnehmung
- 71
- Durchgangsöffnung
- 72
- Anschlussadapter
- 73
- Keilverbindung
- 74
- Haltemagnete
- 75
- Druckkeil
- 76
- Stellkeil
- 77
- Überwurfring
- 78
- Spannstift
- 79
- Aufnahmering
- 80
- Zapfenschraube
- 81
- Markierungsstopfen
- 82
- Öffnung
- 83
- Ausnehmung
- 84
- Kerbe
1. Nockenwelleneinstellwerkzeug zur Ausrichtung einer Nockenwelle gegenüber einem Nockenwellenrad,
mit
- einem verdrehfest mit der Nockenwelle verbindbaren Nockenwellenanschlusselement
(3a, 3b),
- einem zur verdrehbaren Aufnahme des Nockenwellenanschlusselements (3a, 3b) ausgebildeten
Grundkörper (2),
- einer Befestigungsvorrichtung (5) zur Festlegung des Grundkörpers (2) gegenüber
der mit dem Nockenwellenanschlusselement (3a, 3b) verbindbaren Nockenwelle in deren
axialen und radialen Richtung und
- einer Drehwinkelerfassungseinheit (33) zur Ermittlung des Verdrehwinkels des mit
der Nockenwelle verbindbaren Nockenwellenanschlusselements (3a, 3b).
2. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Nockenwellenanschlusselement (3a, 3b, 3c) einen Anschlussabschnitt (26a, 26b)
zur Aufnahme eines zur Verdrehung des Nockenwellenanschlusselements (3a, 3b, 3c) ausgebildeten
Betätigungselements aufweist.
3. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Rasteinheit (16a ,16b) zur in Umfangsrichtung formschlüssigen Arretierung des
Nockenwellenanschlusselements (3a, 3b) an dem Grundkörper (2).
4. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Blockiereinheit zur Festlegung des Nockenwellenanschlusselements (3a, 3b, 3c)
gegenüber dem Grundkörper (2a, 2b) in Umfangsrichtung des Nockenwellenanschlusselements
(3a, 3b, 3c).
5. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit einen koaxial zum Nockenwellenanschlusselement (3a, 3b) angeordneten
Klemmring (27) aufweist, dessen auf das Nockenwellenanschlusselement (3a, 3b) wirkende
Klemmkraft mittels eines mit dem Klemmring (27) in Eingriff befindlichen Spannbolzens
(17) einstellbar ist, der an dem Grundkörper (2) verstellbar gelagert ist.
6. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwinkelerfassungseinheit (31) lösbar mit dem Nockenwellenanschlusselement
(3a, 3b) verbunden ist.
7. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwinkelerfassungseinheit (31) einen Grundträger (41) aufweist, der zwischen
einer Entnahmeposition und einer Betriebsposition verstellbar mit dem Grundkörper
(2), insbesondere mit einem an dem Grundkörper (2) angeordneten Aufnahmeelement (28)
verbunden ist.
8. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2b) eine Aufnahmeöffnung (54) aufweist, die zur verdrehsicheren
und lösbaren Anordnung der Drehwinkelerfassungseinheit (31b) ausgebildet ist.
9. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwinkelerfassungseinheit (31b) einen radial vorstehenden Vorsprung (55) und
die Aufnahmeöffnung (54) an ihrem Umfang eine korrespondierend ausgebildete Aussparung
(56) aufweist.
10. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Nockenwellenanschlusselement (3a, 3b) eine Anschlussstiftaufnahme (35) zur koaxialen
Anordnung an einem Anschlussstift (34) der Drehwinkelerfassungseinheit (31) aufweist.
11. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlusselement (57) der Drehwinkelerfassungseinheit (31b) zur axialen Aufnahme
des Nockenwellenanschlusselements (3c) eine Anschlussöffnung (58) aufweist.
12. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Nockenwellenanschlusselement (3a, 3b) im Verbindungsbereich mit der Nockenwelle
eine Anschlusskontur (4a, 4b) aufweist, die derart ausgebildet ist, dass das Nockenwellenanschlusselement
(3a, 3b) bei einem gegenüber der Nockenwelle über die Befestigungsvorrichtung festgelegtem
Grundkörper (2) nur in einer vorgegebenen Drehwinkelposition mit der Nockenwelle verbindbar
ist.
13. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen einerseits an der Nockenwelle und andererseits an dem Nockenwellenanschlusselement
(3a, 3b, 3c) verdrehfest anordbaren Anschlussadapter (72).
14. Nockenwelleneinstellwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussadapter (72) eine einstellbare Keilverbindung (73) zur verdrehfesten
Verbindung mit der Nockenwelle aufweist.
15. Doppelnockenwelleneinstellwerkzeug zur Ausrichtung zweier achsparallel angeordneten
Nockenwellen gegenüber jeweils einem Nockenwellenrad, mit zwei an einem gemeinsamen
Grundkörper (2) ausgebildeten Nockenwelleneinstellwerkzeugen (1) gemäß einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Nockenwellenanschlusselemente (3a, 3b)
achsparallel zueinander angeordnet sind und an dem Grundkörper (2) eine gemeinsame
Befestigungsvorrichtung (5) angeordnet ist.