| (19) |
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(11) |
EP 3 199 794 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
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02.08.2017 Patentblatt 2017/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Benannte Validierungsstaaten: |
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MA MD |
| (71) |
Anmelder: TI Automotive (Heidelberg) GmbH |
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69123 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Fiedler, Uwe
68804 Altlußheim (DE)
- Kambakhsh, Manouchehr
Michigan, 48306 (US)
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| (74) |
Vertreter: Rohmann, Michael |
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Andrejewski - Honke
Patent- und Rechtsanwälte
An der Reichsbank 8 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
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| (54) |
KRAFTSTOFFVERTEILERLEISTE SOWIE VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DERSELBEN |
(57) Kraftstoffverteilerleiste für eine Kraftstoffeinspritzung für Brennkraftmaschinen
in Kraftfahrzeugen, insbesondere für Ottomotoren. Die Kraftstoffverteilerleiste umfasst
ein Basisrohr, wobei das Basisrohr einen sich in Längsrichtung des Basisrohres erstreckenden
Kraftstoffkanal aufweist. Das Basisrohr umfasst wenigstens zwei Austrittsöffnungen,
wobei die Austrittsöffnungen von dem Kraftstoffkanal abzweigen. Ein Anschlusselement
ist an dem Basisrohr angeordnet, wobei das Anschlusselement eine an dem Basisrohr
anliegende Anlagewand aufweist. Das Anschlusselement ist stoffschlüssig mit dem Basisrohr
verbunden und umfasst wenigstens zwei Anschlussstutzen. Die Anschlussstutzen weisen
je einen Anschlusskanal zur fluidischen Verbindung je einer Austrittsöffnung mit je
einer Einspritzdüse auf.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffverteilerleiste für eine Kraftstoffeinspritzung
für Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen, insbesondere für Ottomotoren. Die Erfindung
betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der Kraftstoffverteilerleiste.
[0002] Kraftstoffverteilerleisten für die Direkteinspritzung von Benzin sind grundsätzlich
aus der Praxis bekannt. Sie umfassen ein rohrartiges Element mit einem Kraftstoffkanal,
von welchem Kraftstoffkanal üblicherweise drei, vier oder noch mehr Austrittsöffnungen
abzweigen. Die Austrittsöffnungen sind fluidisch mit jeweils einer Einspritzdüse verbunden.
Die Kraftstoffverteilerleiste umfasst ferner einen Eintrittskanal zwecks Zuführung
von Kraftstoff in die Kraftstoffverteilerleiste.
[0003] Hierbei gestaltet sich die fluidische Verbindung der Austrittsöffnungen mit der jeweiligen
Einspritzdüse als aufwendig. So ist es in der Praxis zunächst bekannt, ein Basisrohr
bereitzustellen, welches den Kraftstoffkanal bildet und sodann mittels Bohrungen entlang
des Basisrohres die Austrittsöffnungen herzustellen. An diese Austrittsöffnungen werden
dann einzelne Anschlussstutzen mit jeweils einem Anschlusskanal angeschlossen, welcher
Anschlusskanal der fluidischen Verbindung der Einspritzdüse dient. Sowohl das Basisrohr
als auch die Anschlussstutzen bestehen gemäß diesem aus der Praxis bekannten Stand
der Technik aus Stahl.
[0004] Gemäß einer anderen Ausführungsform des aus der Praxis bekannten Standes der Technik
ist die Kraftstoffverteilerleiste ein Schmiedeteil. Dies aber bedingt im Herstellungsprozess
wenigstens eine Bohrung je Anschlussstutzen zur Erzeugung des Anschlusskanals. Auf
Grund der erforderlichen Mindestlänge der Anschlussstutzen sind dadurch Tiefbohrungen
erforderlich, welche aufwendig sind. Diese Tiefbohrungen sind vor allem auf Grund
der hohen Toleranzanforderungen hinsichtlich Position und Durchmesser aufwendig, was
den Herstellungsprozess entsprechend kostspieliger macht.
[0005] Der Erfindung liegt damit das technische Problem zugrunde, eine Kraftstoffverteilerleiste
anzugeben, bei welcher der vorstehend genannte Nachteil vermieden wird. Insbesondere
liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Kraftstoffverteilerleiste
anzugeben, bei welcher der Herstellungsaufwand verringert wird.
[0006] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Kraftstoffverteilerleiste
für eine Kraftstoffeinspritzung für Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen, insbesondere
für Ottomotoren, umfassend ein Basisrohr, wobei das Basisrohr einen sich in Längsrichtung
des Basisrohres erstreckenden Kraftstoffkanal aufweist, wobei das Basisrohr wenigstens
zwei Austrittsöffnungen umfasst, wobei die Austrittsöffnungen von dem Kraftstoffkanal
abzweigen, wobei ein Anschlusselement an dem Basisrohr angeordnet ist, wobei das Anschlusselement
eine an dem Basisrohr anliegende Anlagewand aufweist, wobei das Anschlusselement stoffschlüssig
mit dem Basisrohr verbunden ist, wobei das Anschlusselement wenigstens zwei Anschlussstutzen
aufweist, wobei die Anschlussstutzen je einen Anschlusskanal zur fluidischen Verbindung
je einer Austrittsöffnung mit je einer Einspritzdüse aufweisen.
[0007] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine Entkopplung des Kraftstoffkanals
und der Anschlussstutzen zu Beginn des Herstellungsprozesses sehr vorteilhaft ist.
Die Entkopplung wird dadurch bewerkstelligt, dass der Kraftstoffkanal durch das Basisrohr
gebildet wird und die Anschlussstutzen erst in einem späteren Herstellungsschritt
an dem Basisrohr befestigt werden. Die Anschlussstutzen sind an dem Anschlusselement
angeordnet, welches Anschlusselement stoffschlüssig und vorzugsweise mittels Löten
an dem Basisrohr befestigt wird. Diese Entkopplung hat den Vorteil, dass zunächst
nur die Austrittsöffnungen mittels Bohrungen an dem Basisrohr hergestellt werden.
Diese Bohrungen müssen lediglich die Wandstärke des Basisrohres durchdringen, so dass
hier ein Tiefbohrprozess nicht erforderlich ist. In der Folge sind auch sehr hohe
Toleranzanforderungen hinsichtlich Position und Durchmesser der Austrittsöffnungen
deutlich weniger kostspielig. Die Anschlusskanäle können z. B. mittels Tiefbohren
hergestellt werden, wobei dann aber zweckmäßigerweise die Anschlusskanäle einen entsprechend
großen Durchmesser aufweisen, so dass diesbezüglich nur geringe Toleranzanforderungen
erfüllt werden müssen. Der Herstellungsaufwand wird somit deutlich verringert.
[0008] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst das Anschlusselement Stahl
und vorteilhafterweise einen austenitischen Stahl. Der Stahl des Anschlusselementes
weist vorzugsweise einen austenitischen Gefügebestandteil auf und ist vorteilhafterweise
ein Duplex-Stahl. Zweckmäßigerweise umfasst das Anschlusselement und/oder das Basisrohr
einen gegen Kraftstoff korrosionsresistenten Stahl. Das Basisrohr kann nahtlos oder
doppel- bzw. mehrwandig ausgebildet sein.
[0009] Besonders vorzugsweise ist das Anschlusselement stoffschlüssig und bevorzugt mittels
Löten, besonders bevorzugt mittels Hartlöten und ganz besonders bevorzugt mittels
Hochtemperatur-Hartlöten an dem Basisrohr befestigt. Es ist möglich, dass das Anschlusselement
mittels Schweißen an dem Basisrohr befestigt ist.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Anschlusselement ein Schmiedeteil
und vorteilhafterweise ein Gesenkschmiedeteil. Zweckmäßigerweise weist das Anschlusselement
einen Grat bzw. Grate bzw. entgratete Stellen auf. Es ist bevorzugt, dass das Anschlusselement
wenigstens überwiegend und vorzugsweise vollständig integral ausgebildet ist. Der
Ausdruck "integral" meint insbesondere die Herstellung aus einem Schmiedeteil oder
aus einem Guss. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Anschlussstutzen
integral mit der Anlagewand verbunden. Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Anschlusselement
ein und vorzugsweise lediglich ein Gussteil. Das Gussteil umfasst vorzugsweise Gusseisen.
[0011] Es wird bevorzugt, dass das Anschlusselement das Basisrohr wenigstens längenabschnittsweise
und bevorzugt entlang der ganzen Länge des Basisrohres lediglich teilweise, bevorzugt
höchstens um 350°, vorzugsweise höchstens um 270° und besonders vorzugsweise höchstens
um 190° umschließt. In einer speziellen Ausführungsform sind das Basisrohr und das
Anschlusselement so ausgebildet, dass das Basisrohr aufgrund des nur teilweisen Umschließens
des Anschlusselementes in das Anschlusselement einlegbar ist. Sehr vorteilhafterweise
weist das Anschlusselement zwei Kanten auf, welche parallel zur Längsachse des Basisrohres
verlaufen und in Umfangsrichtung hier ein Ende des Anschlusselementes bilden und welche
Kanten vorzugsweise einen Teil der Anlagewand bilden. Es ist bevorzugt, dass sich
die beiden Kanten wenigstens entlang von 50 % bzw. 75 % bzw. 100 % der von den Austrittsöffnungen
aufgespannten Länge erstrecken. Vorteilhafterweise ist entlang der beiden Kanten je
eine Schweißnaht angeordnet. Es ist zweckmäßig, dass das Anschlusselement an seinen
den Basisrohrenden zugewandten eigenen Enden jeweils eine bogenförmig verlaufende
Kante aufweist, entlang welcher bogenförmigen Kanten zweckmäßigerweise jeweils eine
Schweißnaht angeordnet ist.
[0012] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass eine Längsachse wenigstens eines Anschlussstutzens
bzw. eines Anschlusskanals die Längsachse des Kraftstoffkanals schneidet. Mit anderen
Worten ist es zweckmäßig, dass eine Längsachse wenigstens eines Anschlusskanals bzw.
Anschlussstutzens in einer Ebene mit der Längsachse des Kraftstoffkanals liegt. Diese
Bedingung gilt als erfüllt, wenn die Längsachse des Anschlusskanals bzw. Anschlussstutzens
um nicht mehr als +/- 10% vom Innendurchmesser des Basisrohres an der Längsachse des
Kraftstoffkanals vorbeiläuft. Es ist besonders bevorzugt, wenn die Längssachse des
Kraftstoffkanals und die Längsachse wenigstens eines Anschlussstutzens bzw. Anschlusskanals
in einer Ebene liegen und zueinander einen im Wesentlichen rechtwinkligen Winkel einschließen.
[0013] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass wenigstens einer der Anschlussstutzen eine
Innenwand aufweist, welche Innenwand den Anschlusskanal bildet, wobei die Innenwand
integral mit dem wenigstens einen Anschlussstutzen ausgebildet ist und wobei die Innenwand
die innerste Wand ist. Es ist bevorzugt, dass die Innenwand in Berührung mit dem Kraftstoff
bringbar ist. Zweckmäßigerweise ist der Anschlussstutzen integral ausgebildet. Insbesondere
ist der Anschlussstutzen so ausgebildet, dass er keine innenliegende Hülse aufweist.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens einem Anschlussstutzen wenigstens
ein Verbindungsstutzen zugeordnet, welcher Verbindungsstutzen wenigstens abschnittsweise
parallel zu dem wenigstens einen Anschlussstutzen verläuft. Bevorzugt verläuft der
Verbindungsstutzen entlang seiner überwiegenden Länge parallel zu dem Anschlussstutzen.
Zweckmäßigerweise ist der wenigstens eine Verbindungsstutzen ein Teil des Anschlusselementes
und bevorzugt ein Abschnitt des Schmiede- bzw. Gussteiles. Besonders bevorzugt ist
der Verbindungsstutzen integral mit dem Anschlusselement ausgebildet. Es ist zweckmäßig,
dass sich der Anschlussstutzen und der Verbindungsstutzen wenigstens eine gemeinsame
Wand teilen. Zweckmäßigerweise fluchtet das dem Basisrohr abgewandte Ende des wenigstens
einen Verbindungsstutzens mit einem dem Basisrohr abgewandten Ende des Anschlussstutzens.
Es ist zweckmäßig, dass eine Längsachse des Verbindungsstutzens das Basisrohr nicht
schneidet. Es ist bevorzugt, dass ein dem Basisrohr zugewandtes Ende des Verbindungsstutzens
mit einer zur Längsachse des Kraftstoffkanals parallel verlaufenden Kante des Anschlusselementes
fluchtet. Der Verbindungsstutzen weist praktischerweise eine Durchgangsöffnung entlang
seiner Längsachse auf.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn das Basisrohr eine Wandstärke von wenigstens 1,0 mm, bevorzugt
von wenigstens 1,5 mm und besonders bevorzugt von wenigstens 2 mm aufweist. Zweckmäßigerweise
beträgt eine Wandstärke des Basisrohres höchstens 15 mm, vorzugsweise höchstens 10
mm und besonders vorzugsweise höchstens 7 mm. Der Innendurchmesser des Basisrohres
beträgt vorteilhafterweise wenigstens 8 mm, vorzugsweise wenigstens 12 mm und besonders
vorzugsweise wenigstens 15 mm. Das Basisrohr weist bevorzugt einen Innendurchmesser
von höchstens 60 mm, vorzugsweise von höchstens 50 mm und besonders vorzugsweise von
höchstens 40 mm auf.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Anlagewand wenigstens eine fensterartige
Öffnung. Zweckmäßigerweise weist das Anschlusselement zwischen den wenigstens zwei
Anschlussstutzen einen Zwischenbereich auf. Der Zwischenbereich umfasst vorzugsweise
lediglich einen Teil der Anlagewand. Der Zwischenbereich ist besonders bevorzugt teilschalenartig
ausgebildet und verbindet zweckmäßigerweise die zwei Anschlussstutzen. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform umfasst der Zwischenbereich wenigstens zwei fensterartige
Öffnungen, wobei die fensterartigen Öffnungen zweckmäßigerweise durch einen Steg voneinander
getrennt sind.
[0017] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens einer der Durchmesser
der Anschlusskanäle wenigstens um den Faktor 1,2, bevorzugt 1,5 und besonders bevorzugt
2,0 größer gegenüber dem Durchmesser der zugeordneten Austrittsöffnung. Ein Durchmesser
wenigstens einer der bzw. aller Austrittsöffnungen beträgt zweckmäßigerweise wenigstens
1,0 mm, bevorzugt wenigstens 1,5 mm und besonders bevorzugt wenigstens 2,0 mm. Wenigstens
eine der bzw. alle Austrittsöffnungen weisen zweckmäßigerweise einen Durchmesser von
höchstens 20 mm, bevorzugt von höchstens 15 mm und besonders bevorzugt von höchstens
10 mm auf. Ein Durchmesser der Anschlusskanäle beträgt zweckmäßigerweise wenigstens
4 mm, vorzugsweise wenigstens 6 mm und besonders vorzugsweise wenigstens 8 mm. Die
Anschlusskanäle weisen zweckmäßigerweise einen Durchmesser von höchstens 50 mm, bevorzugt
von höchstens 35 mm und besonders bevorzugt von höchstens 25 mm auf.
[0018] Es ist bevorzugt, dass die Anschlussstutzen bzw. Anschlusskanäle lediglich je eine
Längsachse aufweisen. Es ist bevorzugt, dass keiner der Anschlusskanäle gebogen oder
gewinkelt ausgeführt ist. Wenn die Anschlussstutzen bzw. Anschlusskanäle lediglich
je eine Längsachse aufweisen, so werden hiermit jegliche Anschlussstutzen bzw. Anschlusskanäle
ausgeschlossen, welche gebogen oder gewinkelt ausgeführt sind.
[0019] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Kraftstoffverteilerleiste so ausgebildet ist,
dass sie mit Drücken bis höchstens 1.500 bar, vorzugsweise bis höchstens 1.000 bar
und besonders vorzugsweise bis höchstens 700 bar beaufschlagt werden kann. Zweckmäßigerweise
ist die Kraftstoffverteilerleiste so ausgebildet, dass sie lediglich für Ottomotoren
verwendbar ist. Es ist bevorzugt, dass die Kraftstoffverteilerleiste den in Ottomotoren
üblichen Drücken problemlos widerstehen kann, nicht aber den in Dieselmotoren üblichen
Drücken.
[0020] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Kraftstoffverteilerleiste,
insbesondere einer erfindungsgemäßen Kraftstoffverteilerleiste, wobei ein Basisrohr
mit einem sich in Längsrichtung des Basisrohres erstreckenden Kraftstoffkanal bereitgestellt
wird, wobei in das Basisrohr wenigstens zwei Austrittsöffnungen gebohrt werden, so
dass die Austrittsöffnungen von dem Kraftstoffkanal abzweigen, wobei ein Anschlusselement
an dem Basisrohr angeordnet wird, so dass eine Anlagewand des Anschlusselementes an
dem Basisrohr anliegt, wobei das Anschlusselement stoffschlüssig mit dem Basisrohr
verbunden wird, wobei das Anschlusselement wenigstens zwei Anschlussstutzen aufweist,
wobei die Anschlussstutzen je einen Anschlusskanal zur fluidischen Verbindung je einer
Austrittsöffnung mit je einer Einspritzdüse aufweisen.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird das Anschlusselement durch Schmieden
und besonders bevorzugt durch Gesenkschmieden hergestellt. Gemäß einer Ausführungsform
wird das Anschlusselement mittels Gießen erzeugt. Besonders vorzugsweise wird das
Anschlusselement mittels Löten stoffschlüssig mit dem Basisrohr verbunden. Vorzugsweise
wird das Anschlusselement mittels Hartlöten und besonders vorzugsweise mittels Hochtemperatur-Hartlöten
mit dem Basisrohr verbunden. Das Anschlusselement kann aber auch mittels Schweißen
an dem Basisrohr befestigt werden.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Basisrohres einer erfindungsgemäßen Kraftstoffverteilerleiste,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Anschlusselementes der Kraftstoffverteilerleiste
und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der zusammengebauten Kraftstoffverteilerleiste, umfassend
das Basisrohr aus Fig. 1 und das Anschlusselement aus Fig. 2.
[0023] In Fig. 1 ist ein Basisrohr 1 einer erfindungsgemäßen Kraftstoffverteilerleiste abgebildet.
Das Basisrohr 1 weist einen sich in Längsrichtung des Basisrohres 1 erstreckenden
Kraftstoffkanal 2 auf. Von diesem Kraftstoffkanal 2 zweigen insgesamt vier Austrittsöffnungen
3 mit einem Durchmesser von beispielsweise 4 mm ab. Aufgrund der perspektivischen
Darstellung ist nicht zu sehen, dass sich auf der Rückseite des Basisrohres 1 noch
eine Eintrittsöffnung befindet. Das Basisrohr 1 besteht aus einem austenitischen Stahl,
weist eine Wandstärke von z. B. 3 mm und einen beispielhaften Innendurchmesser von
20 mm auf.
[0024] In Fig. 2 ist ein Anschlusselement 4 ersichtlich, welches auf das Basisrohr 1 aus
Fig. 1 aufgesetzt wird. Dabei ist jeder Austrittsöffnung 3 des Basisrohres 1 ein Anschlussstutzen
6 zugeordnet. Die Anschlussstutzen 6 verbinden die Austrittsöffnungen 3 und damit
den Kraftstoffkanal 2 fluidisch mit den jeweiligen nicht dargestellten Einspritzdüsen
über Anschlusskanäle 7. Den Anschlussstutzen 6 ist jeweils ein Verbindungsstutzen
8 zugeordnet, wobei sich die Längsachsen der Verbindungsstutzen 8 parallel zu den
Längsachsen der Anschlussstutzen 6 erstrecken. Jeder Verbindungsstutzen 8 berührt
den ihm zugeordneten Anschlussstutzen 6, so dass sie sich eine gemeinsame Wand teilen.
Ein Innendurchmesser der Anschlussstutzen 6 bzw. ein Durchmesser der Anschlusskanäle
7 beträgt beispielsweise 12 mm.
[0025] Das Anschlusselement 4 ist so ausgebildet, dass es an dem Basisrohr 1 anliegen kann,
wozu es eine Anlagewand 5 aufweist. Die Anlagewand 5 weist in diesem Ausführungsbeispiel
zwischen den vier Anschlussstutzen 6 jeweils einen Zwischenbereich 12 auf, welcher
verhältnismäßig dünn ausgebildet ist. Die Stärke der Anlagewand 5 in den Zwischenbereichen
12 beträgt z. B. 3 mm. Ferner weist jeder der drei Zwischenbereiche 12 zwei Fenster
9 auf, welche jeweils durch einen Steg 13 voneinander getrennt sind. Das Anschlusselement
4 besteht idealerweise vollständig aus einem austenitischen Stahl. Somit sind insbesondere
auch die Anschlussstutzen 6 und die Verbindungsstutzen 8 integral mit der Anlagewand
5 verbunden. Das Anschlusselement dieses Ausführungsbeispiels wurde durch Gesenkschmieden
hergestellt. In einem nachfolgenden Schritt werden die Anschlusskanäle 7 durch Bohren
bzw. Tiefbohren erzeugt.
[0026] Das Basisrohr 1 und das Anschlusselement 4 werden mittels Löten zusammengesetzt.
Eine derart hergestellte Kraftstoffverteilerleiste ist in Fig. 3 abgebildet. Das Basisrohr
1 ist an den Enden mittels Stopfen 10 verschlossen worden. Ferner ist ein Eintrittsstutzen
11 so an das Basisrohr 1 angelötet worden, so dass eine fluidische Verbindung der
Eintrittsöffnung mit einer nicht abgebildeten Kraftstoffleitung möglich ist.
1. Kraftstoffverteilerleiste für eine Kraftstoffeinspritzung für Brennkraftmaschinen
in Kraftfahrzeugen, insbesondere für Ottomotoren, umfassend ein Basisrohr (1), wobei
das Basisrohr (1) einen sich in Längsrichtung des Basisrohres (1) erstreckenden Kraftstoffkanal
(2) aufweist, wobei das Basisrohr (1) wenigstens zwei Austrittsöffnungen (3) umfasst,
wobei die Austrittsöffnungen (3) von dem Kraftstoffkanal (2) abzweigen, wobei ein
Anschlusselement (4) an dem Basisrohr (1) angeordnet ist, wobei das Anschlusselement
(4) eine an dem Basisrohr (1) anliegende Anlagewand (5) aufweist, wobei das Anschlusselement
(4) stoffschlüssig mit dem Basisrohr (1) verbunden ist, wobei das Anschlusselement
(4) wenigstens zwei Anschlussstutzen (6) aufweist, wobei die Anschlussstutzen (6)
je einen Anschlusskanal (7) zur fluidischen Verbindung je einer Austrittsöffnung (3)
mit je einer Einspritzdüse aufweisen.
2. Kraftstoffverteilerleiste nach Anspruch 1, wobei das Anschlusselement (4) Stahl aufweist.
3. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Basisrohr (1)
Stahl aufweist.
4. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Anschlusselement
(4) mittels Löten an dem Basisrohr (1) befestigt ist.
5. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Anschlusselement
(4) das Basisrohr (1) wenigstens längenabschnittsweise lediglich teilweise umschließt.
6. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Längsachse
wenigstens eines der Anschlussstutzen (6) in einer Ebene mit der Längsachse des Kraftstoffkanals
(2) liegt.
7. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei wenigstens einer
der Anschlussstutzen (6) eine Innenwand aufweist, welche Innenwand den Anschlusskanal
(7) bildet, wobei die Innenwand integral mit dem wenigstens einen Anschlussstutzen
(6) ausgebildet ist und wobei die Innenwand die innerste Wand ist.
8. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei wenigstens einem
Anschlussstutzen (6) wenigstens ein Verbindungsstutzen (8) zugeordnet ist, welcher
Verbindungsstutzen (8) wenigstens abschnittsweise parallel zu dem wenigstens einen
Anschlussstutzen (6) verläuft.
9. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Basisrohr (1)
eine Wandstärke von wenigstens 1,0 mm, bevorzugt von wenigstens 1,5 mm und besonders
bevorzugt von wenigstens 2,0 mm aufweist.
10. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Anschlusselement
(4) ein Schmiedeteil umfasst.
11. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Anlagewand
(5) wenigstens eine fensterartige Öffnung (9) umfasst.
12. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Innendurchmesser
eines der Anschlusskanäle (7) wenigstens um den Faktor 1,2, vorzugsweise 1,5 und besonders
vorzugsweise 2,0 größer gegenüber dem Durchmesser der zugeordneten Austrittsöffnung
(3) ist.
13. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Anschlussstutzen
(6) bzw. Anschlusskanäle (7) lediglich je eine Längsachse aufweisen.
14. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Kraftstoffverteilerleiste
so ausgebildet ist, dass sie mit Drücken bis höchstens 1.500 bar, vorzugsweise bis
höchstens 1.000 bar und besonders vorzugsweise bis höchstens 700 bar beaufschlagt
werden kann.
15. Verfahren zur Herstellung einer Kraftstoffverteilerleiste, insbesondere einer Kraftstoffverteilerleiste
gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei ein Basisrohr (1) mit einem sich
in Längsrichtung des Basisrohres (1) erstreckendem Kraftstoffkanal (2) bereitgestellt
wird, wobei in das Basisrohr (1) wenigstens zwei Austrittsöffnungen (3) gebohrt werden,
so dass die Austrittsöffnungen (3) von dem Kraftstoffkanal (2) abzweigen, wobei ein
Anschlusselement (4) an dem Basisrohr (1) angeordnet wird, so dass eine Anlagewand
(5) des Anschlusselementes (4) an dem Basisrohr (1) anliegt, wobei das Anschlusselement
(4) stoffschlüssig mit dem Basisrohr (1) verbunden wird, wobei das Anschlusselement
(4) wenigstens zwei Anschlussstutzen (6) aufweist, wobei die Anschlussstutzen (6)
je einen Anschlusskanal (7) zur fluidischen Verbindung je einer Austrittsöffnung (3)
mit je einer Einspritzdüse aufweisen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Kraftstoffverteilerleiste für eine Kraftstoffeinspritzung für Brennkraftmaschinen
in Kraftfahrzeugen, insbesondere für Ottomotoren, umfassend ein Basisrohr (1), wobei
das Basisrohr (1) einen sich in Längsrichtung des Basisrohres (1) erstreckenden Kraftstoffkanal
(2) aufweist, wobei das Basisrohr (1) wenigstens zwei Austrittsöffnungen (3) umfasst,
wobei die Austrittsöffnungen (3) von dem Kraftstoffkanal (2) abzweigen, wobei ein
Anschlusselement (4) an dem Basisrohr (1) angeordnet ist, wobei das Anschlusselement
(4) eine an dem Basisrohr (1) anliegende Anlagewand (5) aufweist, wobei das Anschlusselement
(4) stoffschlüssig mit dem Basisrohr (1) verbunden ist, wobei das Anschlusselement
(4) wenigstens zwei Anschlussstutzen (6) aufweist, wobei die Anschlussstutzen (6)
je einen Anschlusskanal (7) zur fluidischen Verbindung je einer Austrittsöffnung (3)
mit je einer Einspritzdüse aufweisen.
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussstutzen (6) integral mit der Anlagewand (5) verbunden sind.
2. Kraftstoffverteilerleiste nach Anspruch 1, wobei das Anschlusselement (4) Stahl aufweist.
3. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Basisrohr (1)
Stahl aufweist.
4. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Anschlusselement
(4) mittels Löten an dem Basisrohr (1) befestigt ist.
5. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Anschlusselement
(4) das Basisrohr (1) wenigstens längenabschnittsweise lediglich teilweise umschließt.
6. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Längsachse
wenigstens eines der Anschlussstutzen (6) in einer Ebene mit der Längsachse des Kraftstoffkanals
(2) liegt.
7. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei wenigstens einer
der Anschlussstutzen (6) eine Innenwand aufweist, welche Innenwand den Anschlusskanal
(7) bildet, wobei die Innenwand integral mit dem wenigstens einen Anschlussstutzen
(6) ausgebildet ist und wobei die Innenwand die innerste Wand ist.
8. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei wenigstens einem
Anschlussstutzen (6) wenigstens ein Verbindungsstutzen (8) zugeordnet ist, welcher
Verbindungsstutzen (8) wenigstens abschnittsweise parallel zu dem wenigstens einen
Anschlussstutzen (6) verläuft.
9. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Basisrohr (1)
eine Wandstärke von wenigstens 1,0 mm, bevorzugt von wenigstens 1,5 mm und besonders
bevorzugt von wenigstens 2,0 mm aufweist.
10. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Anschlusselement
(4) ein Schmiedeteil umfasst.
11. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Anlagewand
(5) wenigstens eine fensterartige Öffnung (9) umfasst.
12. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Innendurchmesser
eines der Anschlusskanäle (7) wenigstens um den Faktor 1,2, vorzugsweise 1,5 und besonders
vorzugsweise 2,0 größer gegenüber dem Durchmesser der zugeordneten Austrittsöffnung
(3) ist.
13. Kraftstoffverteilerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Anschlussstutzen
(6) bzw. Anschlusskanäle (7) lediglich je eine Längsachse aufweisen.
14. Verfahren zur Herstellung einer Kraftstoffverteilerleiste, insbesondere einer Kraftstoffverteilerleiste
gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei ein Basisrohr (1) mit einem sich
in Längsrichtung des Basisrohres (1) erstreckendem Kraftstoffkanal (2) bereitgestellt
wird, wobei in das Basisrohr (1) wenigstens zwei Austrittsöffnungen (3) gebohrt werden,
so dass die Austrittsöffnungen (3) von dem Kraftstoffkanal (2) abzweigen, wobei ein
Anschlusselement (4) an dem Basisrohr (1) angeordnet wird, so dass eine Anlagewand
(5) des Anschlusselementes (4) an dem Basisrohr (1) anliegt, wobei das Anschlusselement
(4) stoffschlüssig mit dem Basisrohr (1) verbunden wird, wobei das Anschlusselement
(4) wenigstens zwei Anschlussstutzen (6) aufweist, wobei die Anschlussstutzen (6)
je einen Anschlusskanal (7) zur fluidischen Verbindung je einer Austrittsöffnung (3)
mit je einer Einspritzdüse aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussstutzen (6) integral mit der Anlagewand (5) verbunden werden.