[0001] Die zu Grunde liegende Erfindung betrifft insbesondere ein Kontaktierungssystem für
Energiespeicherzellen, insbesondere Sekundärspeicherzellen, eines elektrischen Energiespeichers.
[0002] Derartige Kontaktierungssysteme kommen beispielsweise auf dem Gebiet der Elektromobilität
zum Einsatz, und können bei der Herstellung von Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge,
insbesondere Elektroautos, dazu verwendet, mehrere Batteriezellen der Traktionsbatterie
miteinander in Reihe zu schalten.
[0003] Beispielhafte Kontaktierungssysteme sind aus der
EP 2 639 857 A1, der
DE 10 2011 079 895 A1 oder der
DE 10 2011 076 624 A1 bekannt. Die genannten Dokumente zeigen bzw. beschreiben jeweils spezifische Lösungen
für Kontaktierungssysteme bei Traktionsbatterien, lassen im Hinblick auf Herstellungsaufwand,
Montageaufwand und/oder Herstellungskosten jedoch durchaus Potential für Verbesserungen.
[0004] Insoweit kann es als eine Aufgabe der Erfindung angesehen werden, ein Kontaktierungssystem
für Energiespeicherzellen, insbesondere für Traktionsbatterien, sowie einen Energiespeicher,
insbesondere eine Traktionsbatterie, anzugeben, mit welchem/welcher insbesondere ein
verringerter Herstellungsaufwand, Montageaufwand und/oder verringerte Herstellungskosten
erreicht werden kann/können. Ferner soll ein Kontaktierungssystem bzw. ein Energiespeicher
angegeben werden, welches/welcher beispielsweise eine zuverlässige Kontaktierung und/oder
einen zuverlässigen Betrieb des Energiespeichers ermöglicht bzw. ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird insbesondere gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche.
Ausgestaltungen zur Lösung dieser Aufgabe ergeben sich insbesondere aus den abhängigen
Patentansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung.
[0006] Die hierin beschriebenen Merkmale und Merkmalskombinationen gemäß der zu Grunde liegenden
Erfindung sind nicht durch die in den Patentansprüchen gewählte(n) Merkmalskombination(en)
und die gewählten Rückbeziehungen beschränkt. Jedes Merkmal einer Anspruchskategorie,
beispielsweise einer Vorrichtung, kann beispielsweise auch in einer anderen Anspruchskategorie,
beispielsweise einem Verfahren beansprucht werden. Ferner kann jedes Merkmal in den
Patentansprüchen, auch unabhängig von der jeweiligen patentanspruchsgemäßen Rückbeziehung,
beispielsweise in einer beliebigen Kombination mit einem oder mehreren anderen Merkmal(en)
der Patentansprüche oder der nachfolgenden Beschreibung beansprucht werden. Ferner
kann jedes Merkmal, das in der nachfolgenden Beschreibung und/oder den anhängenden
Zeichnungen beschrieben oder offenbart ist, für sich, unabhängig oder losgelöst von
dem Zusammenhang, in dem es steht, allein oder in jeglicher Kombination mit einem
oder mehreren anderen Merkmalen, das oder die in den Patentansprüchen, der Beschreibung
und/oder in den Zeichnungen beschrieben oder offenbart ist oder sind, beansprucht
werden.
[0007] In einer Ausgestaltung der Erfindung gemäß Patentanspruch 1 ist ein Kontaktierungssystem
zur elektrischen Verschaltung mehrerer Energiespeicherzellen eines elektrischen, beispielsweise
elektrochemischen, Energiespeichers vorgesehen. Bei den Speicherzellen kann es sich
beispielsweise um Sekundärbatterien bzw. Sekundärbatteriezellen handeln. Der Energiespeicher
kann beispielsweise als Traktionsbatterie für Elektrofahrzeuge, insbesondere Elektroautos,
ausgebildet bzw. eingerichtet sein.
[0008] Entsprechend der Ausgestaltung nach Patentanspruch 1 kann ein entsprechendes Kontaktierungssystem
mehrere, zur elektrischen Verschaltung jeweils zumindest zweier Zellpole der Energiespeicherzellen
ausgebildete Zellpolverbinder umfassen.
[0009] Beispielsweise kann das Kontaktierungssystem derart ausgebildet sein, dass die Energiespeicherzellen
des Energiespeichers durch die Zellpolverbinder in Reihe geschaltet werden bzw. sind.
Die Zellpolverbinder können derart ausgebildet und angeordnet sein, dass jeder Zellpolverbinder
jeweils insbesondere zwei, zu verschiedenen Energiespeicherzellen gehörende Zellpole
entgegengesetzter Polarität verbindet. Jedoch ist es auch möglich, dass ein, mehrere,
insbesondere alle, der Zellpolverbinder zur Parallelschaltung von zwei oder mehreren
Energiespeicherzellen ausgebildet bzw. eingesetzt sind.
[0010] Gemäß der Ausgestaltung nach Patentanspruch 1 weist jeder zur Verschaltung zweier
Zellpole ausgebildete Zellpolverbinder jeweils zumindest zwei Zellpolkontaktelemente
bzw. Zellpolkontaktabschnitte auf.
[0011] Unter einem Zellpolkontaktelement soll insbesondere ein Abschnitt oder Element eines
Zellpolverbinders verstanden werden, welcher/s dazu ausgebildet und eingerichtet ist,
mit einem Zellpol einer Energiespeicherzelle, insbesondere unmittelbar, beispielsweise
durch Löten und/oder Schweißen und/oder eine mechanische Verbindung, verbunden zu
werden.
[0012] Zumindest einer der Zellpolverbinder umfasst zumindest ein Platinenkontaktelement,
welches ausgebildet und eingerichtet ist zur Kontaktierung einer elektronischen Schaltung.
[0013] Bei der elektronischen Schaltung kann es sich beispielsweise um eine auf einer Schaltungsplatine
ausgebildete elektronische Schaltung zur Steuerung und/oder Überwachung der Ladung/Entladung
und/oder zur Überwachung von Betriebszuständen und/oder des Betriebs und/oder von
Betriebsparametern der Energiespeicherzelle/n bzw. des gesamten Energiespeichers handeln.
[0014] In Ausgestaltungen können alle Zellpolverbinder, insbesondere diejenigen Zellpolverbinder,
welche jeweils zwei Zellpole elektrisch miteinander verbinden, jeweils zumindest ein
Platinenkontaktelement umfassen, so dass eine Steuerung, Ansteuerung und/oder Überwachung
des jeweiligen Zellpols bzw. Zellpolpaars über das Platinenkontaktelement möglich
ist. In Varianten ist es möglich, dass jedes Zellpolkontaktelement eines Zellpolverbinders
ein Platinenkontaktelement umfasst, so dass beispielsweise jeder mit einem entsprechenden
Zellpolkontaktelement verbundene Zellpol mit der/einer Schaltung zur Steuerung und/oder
Überwachung usw. verbunden werden kann. Jedem Zellpol kann z.B. eine separate Schaltung
zugeordnet sein.
[0015] Das Platinenkontaktelement, ist mit einem, beispielsweise genau einem, der Zellpolkontaktelemente
des Zellpolverbinders über einen Kontaktierungssteg elektrisch leitend verbunden.
Insbesondere kann das Platinenkontaktelement über einen sich zumindest teilweise zwischen
Platinenkontaktelement und Zellpolverbinder erstreckenden Kontaktierungssteg mit dem/den
Zellpolkontaktelement/en elektrisch leitend verbunden sein.
[0016] Der Kontaktierungssteg und/oder das Platinenkontaktelement kann/können beispielsweise
flachprofiliert ausgebildet sein, und insbesondere aus einem flachprofilierten Halbzeug,
insbesondere einem Flacherzeugnis, hergestellt sein. Der Kontaktierungssteg kann z.B.
bandartig, und das Platinenkontaktelement kann z.B. als flächiges Plättchen ausgebildet
sein. Abgesehen davon kann bzw. können auch die Zellpolkontaktelemente aus einem flachprofilierten
Halbzeug, insbesondere einem Flacherzeugnis, beispielsweise durch Stanzen und/oder
Umformen, hergestellt sein.
[0017] Der Kontaktierungssteg gemäß der Ausgestaltung nach Patentanspruch 1 umfasst zumindest
ein schräg zu einer Zellpolkontaktierungsebene des Zellpolkontaktelements verlaufendes
Stegsegment.
[0018] Der schräge Verlauf kann beispielsweise entsprechend eines vorgegebenen Neigungswinkels
erfolgen. Der Neigungswinkel kann beispielsweise definiert sein zwischen einer Längsachse
des Stegsegments und dem in Richtung des Stegsegments verlaufenden Normalenvektor
der Zellpolkontaktierungsebene.
[0019] Das schräg verlaufende Stegsegment kann in Ausgestaltungen beispielsweise derart
eingerichtet und ausgerichtet sein, dass die Längsachse des Stegsegments um einen
spitzen Winkel, d.h. um einen Winkel kleiner als 90 Grad, gegenüber dem Normalenvektor
der Zellpolkontaktierungsebene geneigt ist. Der spitze Winkel kann beispielsweise
im Bereich von 20 bis 80 Grad, im Bereich von 30 bis 60 Grad, oder bei weniger als
oder bei etwa 45 Grad liegen. Insbesondere derartige Winkel haben sich im Hinblick
auf Kompensation von Zug-, Druck-, und/oder Torsionsbeanspruchungen zwischen Zellpolkontaktelement
und Platinenkontaktelement als besonders vorteilhaft erwiesen, insbesondere für die
bei Traktionsbatterien während des Betriebs gewöhnlich auftretenden Betriebsbelastungen.
[0020] Das Stegsegment des Kontaktierungsstegs kann, wie beschrieben, derart ausgebildet
und ausgerichtet sein, dass dieses, oder dessen Verlängerung in Längsrichtung, eine
durch das Zellpolkontaktelement, insbesondere eine durch eine Zellpolkontaktierungsfläche
des Zellpolkontaktelements, definierte Zellpolkontaktierungsebene, unter einem stumpfen
Winkel schneidet und insoweit gemäß der obigen Beschreibung schräg zur Zellpolkontaktierungsebene
verläuft. Ein schräger Verlauf soll insbesondere bedeuten, dass das Stegsegment weder
gänzlich parallel noch gänzlich senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene verläuft.
[0021] Im Rahmen dieser Erfindung soll unter dem Begriff "Zellpolkontaktierungsfläche" eines
Zellpolkontaktelements insbesondere eine Kontaktfläche verstanden werden, welche bei
ordnungsgemäßer Kontaktierung mit einem Zellpol elektrisch kontaktiert ist, bzw. über
welche eine, insbesondere unmittelbare elektrische, Kontaktierung mit einem Zellpol
hergestellt ist bzw. werden kann. Eine Zellpolkontaktierungsfläche kann beispielsweise
auf einer entsprechenden Gegenfläche des Zellpols aufliegen und mit dieser elektrisch
verbunden sein.
[0022] Unter dem Begriff "Platinenkontaktelement" soll im Rahmen der hierin beschriebenen
Erfindung insbesondere ein Kontaktelement verstanden werden, welches ermöglicht, dass
das jeweilige Zellpolkontaktelement mit einem elektrischen Kontakt oder Kontaktelement
einer Überwachungs- und/oder Steuerungsplatine elektrisch leitend verbunden werden
kann, wobei die Platine mit dem Kontaktierungssystem verbunden, bzw. Bestandteil desselben
sein kann.
[0023] Die Platine kann insbesondere integriert, d.h. über die Platinenkontaktelemente fest
verlötet, mit dem Kontaktierungssystem verbunden sein.
[0024] Ferner kann die Platine mit dem Tragrahmen durch, insbesondere kraft- oder formschlüssige,
Verbindungselemente mechanisch verbunden sein.
[0025] Der Begriff "integriert" soll insbesondere bedeuten, dass das Zellkontaktierungssystem
einschließlich der Platine als einheitliches Bauteil dem Herstellungsprozess für einen
Energiespeicher, beispielsweise einer Traktionsbatterie, zur Verfügung gestellt werden
kann bzw. im Herstellungsprozess als einheitliches Bauteil verarbeitet bzw. verwendet
werden kann.
[0026] Insbesondere kann die Platine mit den Zellpolverbindern elektrisch leitend verbunden
sein, indem elektrische Kontakte der Platine, d.h. indem Platinenkontakte, mit korrespondierenden,
insbesondere deckungsgleich angeordneten, Platinenkontaktelementen elektrisch miteinander
verbunden sind.
[0027] Zusätzlich zur elektrischen Integration der Platine, kann diese, wie erwähnt, des
Weiteren durch mechanische Kontaktelemente, d.h. Befestigungselemente, mit dem Tragrahmen
mechanisch verbunden sein.
[0028] Elektrische Kontakte zwischen Zellpolen und Zellpolkontaktelementen bzw. zwischen
entsprechenden Kontaktflächen, bzw. zwischen Platinenkontaktelement und elektrischen
Kontakten der Platine, d.h. Platinenkontakten, bzw. entsprechenden Kontaktflächen,
können beispielsweise durch stoffschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindungen
wie Löten, Schweißen usw. hergestellt, zumindest jedoch darauf basierend ausgebildet
sein.
[0029] Unter einer Kontaktierungsebene soll im Rahmen der hierin beschriebenen Erfindung
insbesondere eine Ebene verstanden werden, welche definiert ist durch eine zugeordnete
Kontaktierungsfläche, welche zum Zwecke der elektrischen Kontaktierung einer weiteren
Kontaktierungsfläche oder mit einem Kontaktelement ausgebildet oder vorgesehen ist.
[0030] Der Kontaktierungssteg kann beispielsweise als ein, z.B. im Querschnitt flach ausgebildetes,
Kontaktband umgesetzt sein, wobei deren quer zur Längsachse gemessene Breite, d.h.
die quer zur Erstreckung in Richtung vom Zellpolkontaktelement zum Platinenkontaktelement
gemessene Breite, kleiner ist als eine in einer entsprechenden, parallelen Richtung
gemessene Breite des Zellpolkontaktelements und/oder des Platinenkontaktelements.
Auf diese Weise kann einerseits durch die vergrößerte Breite des Platinenkontaktelements
erreicht werden, dass diese vergleichsweise einfach elektrisch kontaktiert werden
kann, und eine Positionierung relativ zu elektrischen Kontakten der Platine, d.h.
relativ zu den Platinenkontakten, vergleichsweise einfach ist. Andererseits kann durch
die verringerte Breite des Kontaktierungsstegs erreicht werden, dass der Kontaktierungssteg
ausreichend federnde bzw. federelastische Eigenschaften aufweist, durch welche beispielsweise
ein ausreichender Ausgleich von Druck-, Zug-, und/oder Torsionsbeanspruchungen erreicht
werden kann.
[0031] Der Kontaktierungssteg kann in Ausgestaltungen in dessen Längsrichtung eine oder
mehrere, insbesondere zueinander entgegengesetzte Krümmungen oder Biegungen aufweisen,
und kann beispielsweise einen gewellten und/oder mäanderartigen Verlauf aufweisen.
Der Kontaktierungssteg kann insbesondere derart ausgebildet sein, dass das Platinenkontaktelement
bei Zug-, Biege- oder Torsionsbeanspruchungen relativ zum Zellpolkontaktelement federelastisch
bewegbar und/oder verwindbar ist, um so insbesondere Relativbewegungen und/oder (Maß-)Toleranzen
ausgleichen zu können.
[0032] Es zeigt sich insbesondere, dass durch das vorgeschlagene Stegsegment des Kontaktierungsstegs
einerseits eine federelastische elektrische Anbindung des Platinenkontaktelements
am Zellpolkontaktelement möglich ist, so dass beim Betrieb und/oder bei der Montage
eines entsprechenden Energiespeichers ggf. auftretende mechanische Spannungs- , Verspannungs-
und/oder Verwindungsbeanspruchungen ausgeglichen werden können. Ferner kann, wie auch
weiter unten noch genauer beschrieben wird, das Stegsegment andererseits auch dazu
verwendet werden, die über die Platinenkontaktelemente zu kontaktierende Platine abzustützen
und/oder zu positionieren, wobei das Stegsegment beispielsweise als eine Art Anschlag
und/oder Auflager für die Platine ausgebildet sein kann.
[0033] Es zeigt sich mithin, dass durch den vorgeschlagenen Aufbau einerseits ein sicherer
Betrieb eines entsprechenden Energiespeichers, und andererseits eine vereinfachte
Montage, zumindest im Hinblick auf die zu montierende und kontaktierende Platine des
Kontaktierungssystems, erreicht werden können. Insbesondere soll in diesem Zusammenhang
darauf hingewiesen werden, dass bei dem hierin vorgeschlagenen Kontaktierungssystem
eine zugeordnete Steuer- und/oder Überwachungsplatine, d.h. eine Platine mit einer
darauf implementierten Steuer- und/oder Überwachungselektronik, vergleichsweise einfach
integriert werden kann. Die Platine kann im fertig hergestellten Kontaktierungssystem,
insbesondere im Hinblick auf die elektrische und/oder mechanische Anbindung, integraler
Bestandteil sein, so dass die Montage des gesamten Kontaktierungssystems an Energiespeicherzellen
in vergleichsweise einfacher Weise durchgeführt werden kann.
[0034] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass das Platinenkontaktelement plättchenförmig
ausgebildet ist, wobei das Platinenkontaktelement beispielsweise eine ebene, planare,
oder gekrümmte, insbesondere konische Geometrie oder Form aufweisen kann. In Varianten
kann das Platinenkontaktelement eine rechteckige, quadratische oder ovale Platinenkontaktierungsfläche
bzw. Grundfläche aufweisen.
[0035] In Ausgestaltungen kann das Platinenkontaktelement, insbesondere die oder eine Platinenkontaktierungsfläche
des Platinenkontaktelements, zumindest teilweise bzw. abschnittsweise von der Zellpolkontaktierungsebene,
insbesondere mit einem vorgegebenen Abstand, beabstandet sein.
[0036] Zumindest ein Abschnitt des Platinenkontaktelements kann derart ausgebildet und angeordnet
sein, dass dieser von der Zellpolkontaktierungsebene, insbesondere mit einem vorgegebenen
Abstand, beabstandet ist.
[0037] Insbesondere kann das Platinenkontaktelement derart ausgebildet und eingerichtet
sein, dass dieses im Wesentlichen parallel, insbesondere echt parallel, zur Zellpolkontaktierungsebene
ausgerichtet bzw. gelegen ist. Beispielsweise kann das Platinenkontaktelement auf
einem von der Zellpolkontaktebene der Zellpole der Energiezellen beabstandeten, insbesondere
einem in Richtung der Normalen der Zellpolkontaktebene beabstandeten, Niveau liegen.
[0038] Durch eine geeignete Anordnung und Ausbildung der Kontaktebenen kann u.U. eine vergleichswiese
kompakte Bauweise erreicht werden. Beispielsweise können bei ausreichend vorgegebener
Beabstandung der Platinenkontaktebene von der Zellpolkontaktebene auf der Platine
befindliche elektronische Bauelemente auf einer dem Platinenkontaktelement zugewandten
Seite angeordnet sein, so dass die Bauelemente in einem zwischen Platine und Energiespeicherzellen
ausgebildeten Zwischenraum liegend angeordnet, und, von außen betrachtet, durch Platine
überdeckt werden können.
[0039] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass das Platinenkontaktelement und der
Kontaktierungssteg, zumindest jedoch wesentliche Teile davon, an einer von einer Zellpolkontaktierungsfläche
des Zellpolkontaktelements abgewandten Seite ausgebildet sind, oder sich in Richtung
dieser Seite erstrecken. Die genannte Seite kann bei einem fertig montierten Energiespeicher,
beispielsweise in Form einer Traktionsbatterie, z.B. die Oberseite ausbilden, wobei
die Platinenkontaktelemente derart ausgebildet sein können, dass die zu kontaktierende
und montierende Platine an der Oberseite gelegen ist. Insbesondere kann mit einer
derartigen Anordnung eine vergleichsweise einfache Herstellung erreicht werden, indem
z.B. die Platine von der Oberseite her auf die, beispielsweise in einem Halterahmen
positionierten, Platinenkontaktelemente gesetzt und mit diesen verbunden wird, und
das Kontaktierungssystem mit den an der Unterseite gelegenen Zellpolkontaktierungsflächen
der Zellpolkontaktelemente auf die Zellpole der Energiespeicherzellen gesetzt wird.
[0040] In weiteren Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass das Platinenkontaktelement
und der Kontaktierungssteg, bzw. zumindest ein Teil des Kontaktierungsstegs und/oder
des Platinenkontaktelements, in Draufsicht, d.h. in Draufsicht bezüglich der Zellpolkontaktierungsebene,
betrachtet außerhalb des Zellpolkontaktelements verlaufen. Mit anderen Worten bedeutet
das, dass sich in Projektion bezüglich der Zellpolkontaktierungsebene betrachtet,
der Kontaktierungssteg und/oder das Platinenkontaktelement allenfalls teilweise, in
Ausgestaltungen gar nicht, überlappen. Insbesondere in solchen Ausgestaltungen kann
erreicht werden, dass die an oder mit den Platinenkontaktelementen zu verbindende
Platine in lateraler Richtung ausreichend weit von den Zellpolkontaktelementen entfernt
ist, so dass das jeweilige Zellpolkontaktelement gut zugänglich angeordnet ist, um
dieses beispielsweise in einem jeweiligen Schweiß- oder Lötvorgang vergleichsweise
einfach mit einem zugeordneten Zellpol verbinden zu können, und/oder um die Platine
beim Löt- und/oder Schweißvorgang vor abträglicher, beim Verbindungsvorgang entstehender
thermischer Belastung zu schützen.
[0041] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass sich der Kontaktierungssteg und das
damit verbundene Platinenkontaktelement in einer Richtung quer, insbesondere senkrecht,
zur Verbindungslinie zweier benachbarter Zellpolkontaktelemente, insbesondere quer
bzw. senkrecht zur Verbindungslinie der Flächenschwerpunkte zweier benachbarter Zellpolkontaktelemente
des jeweiligen Zellpolverbinders erstrecken. Eine Orientierung des Kontaktierungsstegs
und des damit endseitig verbundenen Platinenkontaktelements, bzw. des sich vom Kontaktierungssteg
endseitig erstreckenden Platinenkontaktelements, in eine Richtung quer zur genannten
Verbindungslinie, entlang derer oder parallel zu welcher beispielsweise die zu verbindenden
Zellpole angeordnet sein können, ermöglicht insbesondere einen vorteilhaften Aufbau
des Kontaktierungssystems. Ferner kann durch die vorgeschlagene Anordnung beispielsweise
vermieden werden, dass bei der Herstellung der elektrischen Verbindungen, z.B. durch
Löten oder Schweißen, benachbarte Kontaktelemente oder bereits hergestellte elektrische
Kontakte über Maßen mit thermischer Energie beaufschlagt werden.
[0042] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass der Kontaktierungssteg einstückig mit
zumindest einem Zellpolkontaktelement des jeweiligen Zellpolverbinders ausgebildet
ist. In weiteren Ausgestaltungen kann der Kontaktierungssteg einstückig mit dem jeweiligen
Platinenkontaktelement ausgebildet sein. Insbesondere können ein jeweiliges Zellpolkontaktelement,
bzw. der Zellpolverbinder, der jeweils zugeordnete Kontaktierungssteg, sowie das jeweilige
Platinenkontaktelement in einstückiger, insbesondere integrierter, Bauart ausgeführt
sein. Beispielsweise können die genannten drei Komponenten, d.h. Kontaktierungssteg,
Platinenkontaktelement und Zellpolkontaktelement aus einem Flacherzeugnis, insbesondere
Blech, in einstückiger Bauweise hergestellt, z.B. herausgestanzt, sein.
[0043] Die Form des Kontaktierungsstegs, insbesondere der Verlauf des schräg zur Zellpolkontaktierungsebene
verlaufenden Stegabschnitts, und/oder die endgültige Form des Zellpolverbinders kann
z.B. in einem Umformschritt hergestellt bzw. erzeugt werden.
[0044] Durch eine einstückige Ausbildung des Zellpolverbinders kann insbesondere die Anzahl
der jeweils erforderlichen und herzustellenden elektrischen Verbindungen, beispielsweise
Löt- oder Schweißverbindungen, reduziert werden, wodurch beispielsweise der Herstellungsaufwand
verringert und die Funktionszuverlässigkeit des Kontaktierungssystems verbessert werden
können.
[0045] In Ausgestaltungen kann der Kontaktierungssteg zwei oder mehr, d.h. zumindest zwei,
schräg zur Zellpolkontaktierungsebene, beispielsweise etwa parallel zueinander ausgerichtete
bzw. verlaufende, Stegsegmente umfassen oder aufweisen. Die beiden Stegsegmente können
in Schnitten senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene beispielsweise ein U-förmiges
Profil aufweisen, ausbilden oder Bestandteil eines solchen sein. Im Falle eines U-förmigen
Profils kann der Boden des Profils beispielsweise gerade oder gekrümmt, insbesondere
gewellt, ausgebildet sein. Die schräg zur Zellpolkontaktierungsebene verlaufenden
Stegsegmente können beispielsweise die Schenkel des U-förmigen Profils ausbilden,
und können über einen geraden oder gekrümmten, insbesondere gewellten Boden miteinander
verbunden sein. Eine solche Geometrie des Kontaktierungsstegs ist insbesondere von
Vorteil für einen ausreichenden Ausgleich von Zug- oder Druckspannungen und/oder Torsionsbeanspruchungen,
die zwischen Platinenkontaktelement und Zellpolkontaktelement im montierten Zustand
während des Gebrauchs eines entsprechenden Energiespeichers auftreten können.
[0046] In weiteren Ausgestaltungen kann der Kontaktierungssteg beispielsweise wellenförmig
ausgebildet sein, mit z.B. zumindest einem Wellenberg und/oder zumindest einem Wellental.
[0047] Das Stegsegment kann im Wesentlichen S-förmig ausgebildet sein oder einen entsprechenden
S-förmigen Abschnitt aufweisen oder Bestandteil eines solchen sein.
[0048] Insbesondere mit den vorweg beschriebenen, jedoch auch mit den weiteren hierin beschriebenen
Ausgestaltungen des Kontaktierungsstegs können mechanische Beanspruchungen wie Zug-,
Druck-, und/oder Torsionsbelastungen, die beispielsweise gleichermaßen in mehreren
Dimensionen auftreten können, in vorteilhafter Weise ausgeglichen werden, so dass
mechanische Belastungen und Beeinträchtigungen zwischen Zellpolen und Zellpolkontaktierungselementen
und/oder zwischen Platinenkontaktelementen und den Kontaktelementen der Platine, d.h.
zwischen Platine und Zellpolkontaktelementen, ausgebildete elektrische Verbindungen,
beispielsweise Löt- oder Schweißverbindungen, zumindest weitgehend kompensiert bzw.
ausgeglichen oder abgefangen werden können.
[0049] In Ausgestaltungen kann das zumindest eine Stegsegment, insbesondere in Schnitten
senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene, einen im Wesentlichen geradlinigen Verlauf
aufweisen, und/oder das zumindest eine Stegsegment kann Bestandteil eines S-förmig
gekrümmten oder gewellten Stegabschnitts des Kontaktierungsstegs sein. Beispielsweise
kann das Stegsegment an beiderseitigen längsseitigen Enden mit gegenläufig gekrümmten
Übergangsabschnitten verbunden sein. Ein entsprechend ausgebildeter Kontaktierungssteg
hat sich insbesondere im Hinblick auf die Kompensation von Torsions-, Zug- oder Druckspannungen
als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0050] In Ausgestaltungen kann das Kontaktierungssystem derart ausgebildet sein, dass zwei,
insbesondere benachbarte, Zellpolkontaktelemente zumindest eines Zellpolverbinders,
optional oder bevorzugt aller Zellpolverbinder des Kontaktierungssystems, in jeweils
einstückiger Ausbildung über einen zum Ausgleich von Zug- und/oder Biege- und/oder
Torsionsbeanspruchungen des Zellpolverbinders ausgebildeten Wellenabschnitt miteinander
verbunden sind. Mit anderen Worten kann der Übergang zwischen den Zellpolkontaktelementen
wellenförmig, mit zumindest einer Welle, ausgebildet sein. Zumindest ein Zellpolverbinder,
vorzugsweise alle Zellpolverbinder, können so eingerichtet sein, dass dieser/s in
einstückiger Ausbildung jeweils zwei Zellpolkontaktelemente und einen die Zellpolkontaktelemente
verbindenden Wellenabschnitt umfasst.
[0051] Der Wellenabschnitt kann in Ausgestaltungen beispielsweise zumindest einen Wellenberg
und/oder zumindest ein Wellental umfassen. Der Wellenabschnitt kann in Ausgestaltungen
derart geformt sein, dass dieser im Wesentlichen vollständig auf einer von den Zellpolkontaktierungsflächen
der Zellpolkontaktelemente abgewandten Seite des Zellpolverbinders ausgebildet ist.
Insbesondere auf diese Weise können die Zellpolverbinder ungehindert auf die Zellpole
aufgelegt und mit diesen verbunden werden.
[0052] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass Zellpolkontaktierungsflächen oder korrespondierende
Zellpolkontaktierungsebenen der Zellpolkontaktelemente zumindest eines Zellpolverbinders,
optional aller Zellpolverbinder, in einer gemeinsamen Zellpolkontaktierungsebene gelegen
sind. Mit anderen Worten können die Zellpolkontaktelemente derart ausgebildet sein,
dass deren Zellpolkontaktierungsflächen, d.h. diejenigen Flächen, die mit den Zellpolen
elektrisch verbunden werden/sind, im Wesentlichen in einer Ebene, d.h. koplanar, liegen.
[0053] Insbesondere die hierin vorgeschlagenen Anordnungen können umgesetzt werden, wenn
z.B. alle Zellpolkontaktelemente des Kontaktierungssystems, welche z.B. zwei Zellpole
miteinander in Reihe verbinden, gleiche Geometrie aufweisen.
[0054] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass Platinenkontaktierungsflächen, d.h.
insbesondere elektrische Kontaktflächen der Platinenkontaktelemente, welche mit korrespondierenden
elektrischen Kontaktflächen einer Platine elektrisch leitend verbunden werden können
bzw. sind, von zumindest zwei Platinenkontaktelementen in einer gemeinsamen Platinenkontaktierungsebene
gelegen sind.
[0055] Insbesondere können die Platinenkontaktierungsflächen aller Platinenkontaktelemente,
in einer gemeinsamen Platinenkontaktierungsebene gelegen sein. Auf diese Weise kann
beispielsweise eine vergleichsweise einfache Anbindung und Kontaktierung der Platine
erreicht werden.
[0056] In Ausgestaltungen können die Zellpolkontaktierungsebene und die Platinenkontaktierungsebene,
bzw. korrespondierende Flächen, echt parallel zueinander verlaufen. Durch eine, insbesondere
wie beschrieben, ausgebildete Anordnung der Kontaktierungsebenen zueinander können
insbesondere Vorteile im Hinblick auf die Herstellung der elektrischen Kontakte zwischen
miteinander zu kontaktierenden Flächen erreicht werden.
[0057] In Ausgestaltungen kann das Kontaktierungssystem derart ausgebildet sein, dass das
Stegsegment eine, insbesondere dem jeweiligen Zellpolkontaktelement abgewandte, Anschlagfläche
zur Anlage einer mit dem Platinenkontaktelement verbundenen Platine, beispielsweise
einer Seitenkante der Platine, oder eines Halterahmens der Platine, oder einer anderen
Komponente des Kontaktierungssystems aufweist. Das Stegsegment kann bei solchen Ausgestaltungen
als Montagehilfe und/oder als Positionier- und/oder Halteelement oder -hilfe verwendet
werden, wobei gleichzeitig ein zufriedenstellender Ausgleich von mechanischen Zug-,
Druck- und/oder Torsionsspannungen möglich ist.
[0058] In Ausgestaltungen kann das Stegsegment zumindest an einer vom jeweiligen Zellpolkontaktelement
abgewandten Seite zumindest ein Rastelement zur Verrastung einer bzw. der mit dem
Platinenkontaktelement verbundenen Platine umfassen. Das Rastelement kann beispielsweise
derart ausgebildet und eingerichtet sein, dass dessen Rastwirkung in einer Richtung
parallel zum Stegsegment erfolgt. Mithin kann das Stegsegment als Montagehilfe und/oder
zur Befestigung der Platine verwendet werden. Die Rastwirkung bzw. das Rastelement
kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass die Platine, genauer das elektrische
Kontaktelement der Platine in Richtung und auf das Platinenkontaktelement gedrückt
wird.
[0059] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass das Platinenkontaktelement und/oder
das Stegsegment als Tragelement/e für eine bzw. die mit dem Platinenkontaktelement
verbundene Platine eingerichtet und ausgebildet sind. Insbesondere können die genannten
Bestandteile dazu verwendet werden, die Platine zu positionieren und/oder zu haltern.
[0060] In Ausgestaltungen kann der Zellpolverbinder mehrlagig ausgebildet sein, und beispielsweise
zumindest zwei, insbesondere im Wesentlichen parallele bzw. parallel ausgerichtete,
Materiallagen umfassen. Entsprechend können die Zellpolkontaktelemente des Zellpolverbinders
mehrlagig ausgebildet sein, und entsprechend zumindest zwei Materiallagen umfassen.
Die Materiallagen können z.B. unmittelbar aneinander anliegen.
[0061] In Ausgestaltungen, insbesondere mit mehrlagiger Ausbildung von Zellpolverbinder
bzw. Zellpolkontaktelement, kann der Kontaktierungssteg mit derjenigen Materiallage,
z.B. einstückig, verbunden sein, welche bei ordnungsgemäßer elektrischer Verbindung
des Zellpolverbinders mit den Zellpolen der Energiespeicherzellen unmittelbar verbunden
ist. Insbesondere kann der Kontaktierungssteg an derjenigen Materiallage ausgebildet
sein, welche unmittelbar auf den Kontaktflächen der Zellpole aufliegt. Die entsprechende
Materiallage kann beispielsweise die Zellpolkontaktierungsfläche umfassen bzw. diese
definieren.
[0062] Durch Ausbildung des Kontaktierungsstegs an der unmittelbar mit dem Zellpol verbundenen
Materiallage kann erreicht werden, dass Betriebsparameter der jeweiligen Zellpole
bzw. miteinander verbundenen Zellpole zuverlässig erfasst werden können.
[0063] Ein mehrlagiger Aufbau kann insbesondere verwendet werden um die jeweils erforderliche
Biege- und/oder Verwindungsfähigkeit bei gleichzeitiger, z.B. hoher, Spannungs- und
Stromfestigkeit der Zellpolkontaktelemente zu erreichen. Mehrlagige Zellpolkontaktelemente
können beispielsweise bei Kontaktierungssystemen für Energiespeicher im Hochvoltbereich
von beispielsweise bis zu 400V verwendet werden. Solche Energiespeicher können beispielsweise
im Bereich der Elektromobilität für Traktionsbatterien und dgl. verwendet werden.
[0064] Der Zellpolverbinder kann beispielsweise aus Kupfer, Aluminium, einer Legierung,
insbesondere der genannten Metalle, oder einem Kompositmaterial umfassend mehrere
Leitermaterialien, hergestellt sein. Sofern erforderlich kann der Zellpolverbinder
zumindest an elektrischen Kontaktierungsflächen beschichtet sein, beispielsweise zur
Verbesserung der Haltbarkeit und/oder Qualität und/oder AlterungsBeständigkeit von
Löt- und/oder Schweißverbindungen usw.
[0065] In Ausgestaltungen des Kontaktierungssystems kann dieses des Weiteren einen Tragrahmen
umfassen an welchem der zumindest eine Zellpolverbinder, und ggf. die Platine, mechanisch
befestigt ist.
[0066] Der Tragrahmen kann beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial oder einem Kunststoff-Metall-Komposit
hergestellt sein, und kann z.B. einen äußeren Rahmen und einen inneren Rahmen, mit
z.B. gitterartig angeordneten Stegen und dgl., zur Montage der Zellpolverbinder und/oder
der Platine umfassen.
[0067] Der Zellpolverbinder kann in Ausgestaltungen eine zur Befestigung mit dem Tragrahmen
ausgebildete Befestigungskomponente umfassen. Die Befestigungskomponente kann beispielsweise
ausgebildet sein zur form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit dem Tragrahmen.
[0068] Die Befestigungskomponente kann einstückig mit dem Zellpolverbinder und/oder zumindest
einem Zellpolkontaktelement des Zellpolverbinders ausgebildet sein.
[0069] Die Befestigungskomponente kann als integrierter Bestandteil des Zellpolverbinders,
insbesondere eines Zellpolkontaktelements, ausgebildet sein. In Varianten kann jedes
der Zellpolkontaktelemente eines Zellpolverbinders zumindest eine Befestigungskomponente
bzw. ein Befestigungselement umfassen.
[0070] Die Befestigungskomponente, bzw. das Befestigungselement kann in Ausgestaltungen
zumindest ein, insbesondere senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene bzw. senkrecht
zur Zellpolkontaktierungsfläche, ausgerichtetes Durchgangsloch aufweisen. Mittels
des Durchgangslochs kann der Zellpolverbinder beispielsweise durch eine Nietverbindung
und/oder eine Verstemmung, insbesondere bei einem aus Kunststoff hergestellten Tragrahmen,
mit dem Tragrahmen verbunden sein.
[0071] Das Durchgangsloch bzw. die Befestigungskomponente können beispielsweise im Zellpolkontaktelement
ausgebildet sein, insbesondere an oder in der Nähe einer dem Kontaktierungssteg zugewandten
Seitenkante oder Eckkante des Zellpolkontaktierungselements.
[0072] Vorzugsweise ist die Befestigungskomponente, insbesondere das Durchgangsloch, derart
angeordnet, dass diese im Übergangsbereich von Kontaktierungssteg und Zellpolkontaktelement
einen vorgegebenen, insbesondere in Richtung der Längserstreckung des Kontaktierungsstegs
betrachtet lateralen, Abstand zum Übergangsbereich aufweist, so dass trotz der Befestigungskomponente
eine ausreichende mechanische Stabilität für das Zellpolkontaktelement erreicht werden
kann und/oder trotz der Befestigungskomponente vorteilhafte Übergangswiderstände zwischen
Zellpolkontaktelement und Kontaktierungssteg erreicht werden können.
[0073] In Ausgestaltungen kann der Zellpolverbinder an einer von der Befestigungskomponente,
insbesondere dem Durchgangsloch, abgewandten Seite oder Seitenkante mittels zumindest
eines am Tragrahmen ausgebildeten Rastelements, beispielsweise einer Rastlasche oder
Rastnut, im Eingriff sein. Auf diese Weise können die Zellpolkontaktelemente z.B.
in vergleichsweise einfacher Weise montiert werden, indem die Zellpolkontaktelemente
zuerst in das Rastelement eingesetzt, und dann anhand der Befestigungskomponente fest,
insbesondere integral, mit dem Tragrahmen verbunden werden.
[0074] In Ausgestaltungen kann der Tragrahmen für zumindest ein Platinenkontaktelement,
bevorzugt für jedes Platinenkontaktelement, ein, d.h. zumindest ein, Stützelement,
aufweisen. Das Stützelement kann beispielsweise zumindest einen Stützvorsprung umfassen,
der vom Tragrahmen in Richtung des montierten Platinenkontaktelements vorspringt,
und insoweit als eine Art Auflager für das Platinenkontaktelement und ggf. eine darauf
montierte Platine wirken kann.
[0075] Insbesondere kann ein/das Stützelement derart ausgebildet sein, und das Platinenkontaktelement
kann derart ausgerichtet und positioniert sein, dass das Platinenkontaktelement mit
einer von der Platinenkontaktierungsfläche des Platinenkontaktelements abgewandten
Seite auf dem Stützelement abgestützt ist bzw. aufliegt.
[0076] Beispielsweise kann das Platinenkontaktelement im montierten Zustand mit einer dem
Tragrahmen zugewandten Fläche auf einem/dem Stützelement abgestützt sein, wobei die
Platinenkontaktierungsfläche auf der vom Tragrahmen abgewandten Seite angeordnet bzw.
ausgebildet sein kann.
[0077] Insbesondere bei Ausgestaltungen mit Stützelement ist es möglich, die Zellpolverbinder
zunächst am Tragrahmen zu montieren, und sodann die Platine aufzusetzen so dass elektrische
Kontaktflächen der Platine auf den Platinenkontaktierungsflächen aufliegen und in
elektrischem Kontakt mit diesen sind. Bei den beschriebenen Ausgestaltungen kann beispielsweise
für die Montage der Zellpolkontaktelemente und der Platine am Tragrahmen eine einheitliche
Montagerichtung, beispielsweise etwa parallel zur Normalenrichtung der vom Tragrahmen
aufgespannten Fläche, erreicht werden.
[0078] In Ausgestaltungen des Kontaktierungssystems kann vorgesehen sein, dass das Kontaktierungssystem
zumindest eine Zellpolverbinderreihe umfasst, welche jeweils mehrere, parallel zu
einer Längsachse des Kontaktierungssystems hintereinander gelegen angeordnete Zellpolverbinder
aufweist. Die Zellpolverbinder einer Zellpolverbinderreihe können beispielsweise derart
ausgerichtet sein, dass Verbindungslinien der Zellpolkontaktelemente der Zellpolverbinder
jeweils parallel zur Längsachse der Zellpolverbinderreihe, insbesondere parallel zur
Längsachse des Kontaktierungssystems, orientiert sind. Insbesondere in solchen Ausgestaltungen
können mehrere Energiespeicherzellen beispielsweise einer Fahrzeugtraktionsbatterie
in Reihe geschaltet werden.
[0079] In Ausgestaltungen können die Zellpolverbinder einer Zellpolverbinderreihe derart
ausgerichtet sein, dass sich die aus Kontaktierungssteg und Platinenkontaktelement
gebildete Einheit quer, insbesondere senkrecht zur Längsachse der Zellpolverbinderreihe
und/oder des Kontaktierungssystems erstreckt.
[0080] In Ausgestaltungen können beispielsweise Zellpolverbinderreihen paarweise ausgebildet
sein, wobei jedem Zellpolverbinderreihenpaar beispielsweise eine Steuer- und/oder
Überwachungsplatine zugeordnet sein kann. Beispielsweise können die Zellpolverbinder
eines Zellpolverbinderreihenpaars derart ausgerichtet sein, dass die Platinenkontaktelemente
der einen Zellpolverbinderreihe den Platinenkontaktelementen der jeweils anderen Zellpolverbinderreihe
zugewandt sind. Insbesondere bei einer solchen Anordnung und Ausrichtung der Platinenkontaktelemente
kann die Platine zwischen den Zellpolverbinderreihen eines Zellpolverbinderreihenpaars
angeordnet werden. Bei den genannten Ausgestaltungen kann insbesondere im Hinblick
auf den mechanischen Aufbau und die elektrische Kontaktierung eine vergleichsweise
kompakte Bauform erreicht werden.
[0081] Wie bereits erwähnt, kann das Kontaktierungssystem in Ausgestaltungen des Weiteren
eine Platine, beispielsweise mit einer Steuer- und/oder Überwachungselektronik, aufweisen.
Die Platine kann beispielsweise eine Mehrzahl an elektrischen Kontakten, d.h. an einem
Platinengrundkörper angebrachte bzw. vorhandene Kontakte umfassen, die dazu vorgesehen
sind, mit den Platinenkontaktelementen des Zellpolverbinders elektrisch verbunden
zu werden. Die Anzahl der entsprechenden elektrischen Kontakte der Platine kann dabei
der Anzahl der Platinenkontaktelemente der Zellpolverbinder entsprechen, wobei für
jedes Platinenkontaktelement vorzugsweise genau ein elektrischer Kontakt auf der Platine,
d.h. genau ein Platinenkontakt, vorgesehen ist. Jeder entsprechende elektrische Kontakt
der Platine ist bevorzugt mit einem Platinenkontaktelement unmittelbar elektrisch
leitend verbunden, beispielsweise mittels einer stoffschlüssigen Verbindung, insbesondere
Lötverbindung.
[0082] In Ausgestaltungen kann, wie bereits angedeutet, vorgesehen sein, dass die Platine
parallel zur Längsachse der Zellverbinderreihe und/oder des Kontaktierungssystems
verläuft. Die Platine kann sich beispielsweise im Wesentlichen über die Längserstreckung
der Zellverbinderreihen erstrecken. Ferner kann die Platine zwischen, insbesondere
vollständig zwischen, zwei Zellpolverbinderreihen angeordnet bzw. positioniert sein,
wobei der Platine zugewandte Platinenkontaktelemente mit korrespondierenden elektrischen
Kontakten der Platine elektrisch kontaktiert sind. Die Kontakte der Platine, d.h.
im Sinne der Anmeldung die Platinenkontakte, können randseitig an den Platinen, z.B.
in Längsrichtung der Platine, hintereinander liegend, z.B. in einer Reihe, angeordnet
sein. Insbesondere solche Ausgestaltungen ermöglichen insbesondere einen kompakten,
beispielsweise flach bauenden, Aufbau des Kontaktierungssystems.
[0083] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass die Platine mit zumindest einer längsseitigen
Kante an die Stegsegmente der jeweiligen Kontaktierungsstege angeschlagen ist, und/oder
dass die Platine anhand der mit den Platinenkontaktelementen verbundenen elektrischen
Kontakte zumindest teilweise auf den Platinenkontaktelementen des Zellpolverbinders
abgestützt ist.
[0084] Insbesondere wenn die Stegsegmente als Anschlagflächen und/oder die Platinenkontaktelemente
neben ihrer elektrischen Kontaktierungsfunktion auch als Auflager für die Platine
genutzt werden, kann ein vergleichswiese mechanisch stabiler Aufbau erreicht werden,
wobei durch Positionierung der Platine an den Anschlagflächen und an Auflagern auch
Vorteile im Hinblick auf die Montage erreicht werden können.
[0085] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass an einem längsseitigen Ende des Kontaktierungssystems
zumindest eine elektrische Schnittstelle ausgebildet, bzw. vorhanden ist. Die Schnittstelle
kann beispielsweise zumindest ein Steckkontaktelement umfassen, beispielsweise zur
Herstellung einer leistungsseitigen Verbindung oder zur Verbindung mit einer elektronischen
Steuer- und/oder Überwachungsschaltung, z.B. der Platine.
[0086] Entsprechend kann die zumindest eine Schnittstelle zumindest einen Leistungs- und/oder
Steuerabgriff umfassen, wobei die Schnittstelle derart ausgebildet sein kann, dass
eine durch die Schnittstelle definierte Steckrichtung zur elektrisch leitenden Verbindung
mit einem Gegensteckkontaktelement parallel zur Längsachse es Kontaktierungssystems
verläuft.
[0087] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung, beispielsweise gemäß Patentanspruch 10, wird
ein Energiespeicher, insbesondere eine Traktionsbatterie für Elektrofahrzeuge, beispielsweise
Elektroautos, vorgeschlagen.
[0088] Der vorgeschlagene Energiespeicher umfasst eine Mehrzahl an Energiespeicherzellen,
bei welchen es sich beispielsweise bzw. bevorzugt um elektrochemische Speicherzellen,
insbesondere Sekundärbatteriespeicherzellen, handeln kann. Die Energiespeicherzellen
umfassen jeweils Zellpole entgegengesetzter Polarität.
[0089] Der Energiespeicher umfasst ferner zumindest ein Kontaktierungssystem entsprechend
einer der hierin beschriebenen Ausgestaltungen nach der Erfindung, wobei die Zellpole
zumindest einer Teilmenge der Energiespeicherzellen mittels der Zellpolverbinder des
Kontaktierungssystems elektrisch verschaltet, insbesondere in Reihe geschaltet, sind.
[0090] Beispielsweise können n Speicherzellen mit einem Kontaktierungssystem unter Einsatz
von n-1 Zellpolverbindern miteinander verbunden sein, wobei n eine natürliche Zahl
größer 1 ist. Entsprechend eines konkreten Beispiels können 16 Speicherzellen mit
15 Zellpolverbindern in Reihe geschaltet sein. Nicht mit Zellpolverbindern verbundene,
schaltungstechnisch endstellige Zellpole der Speicherzellen können beispielsweise
als/für Leistungsabgriffe verwendet werden, oder mit entsprechenden Leistungsabgriffen
verbunden sein.
[0091] In Ausgestaltungen des Energiespeichers können elektrische Kontaktflächen der mit
einem Kontaktierungssystem verschalteten Zellpole in einer gemeinsamen Kontaktierungsebene
gelegen sein. Ferner kann in Ausgestaltungen vorgesehen sein, dass Platinenkontaktierungsflächen
der Platinenkontaktelemente in einer gemeinsamen Platinenkontaktierungsebene liegen.
Insbesondere bei solchen Ausgestaltungen kann die Kontaktierungsebene der Zellpole
beispielsweise echt parallel zur Platinenkontaktierungsebene gelegen sein, wobei die
Platinenkontaktierungsebene beispielsweise in Richtung der Zellpolnormalen der Zellpole,
insbesondere mit einem vorgegebenen Abstand, beabstandet zur Kontaktierungsebene der
Zellpole gelegen sein kann.
[0092] Insbesondere die vorweg beschriebenen Ausgestaltungen ermöglichen einen vergleichsweise
einfachen Zusammenbau des Energiespeichers, bzw. erlauben eine vergleichsweise einfache
elektrische Kontaktierung der Zellpole und der Platinenkontakte.
[0093] In weiteren Ausgestaltungen des Kontaktierungssystems und des Energiespeichers kann
vorgesehen sein, dass sämtliche Zellpolverbinder, die dazu vorgesehen sind mehrere,
insbesondere zwei, Zellpole in Reihe zu schalten, gleiche Geometrie aufweisen. Insbesondere
ist es damit möglich, zur Herstellung des Kontaktierungssystems eine einzige Art von
Zellpolverbindern im Sinne der Erfindung zu verwenden, wodurch insbesondere Zeit-
und Kostenvorteile bei Herstellung und Montage erreicht werden können.
[0094] Insgesamt zeigt sich, dass das hierin vorgeschlagene Kontaktierungssystem und der
vorgeschlagene Energiespeicher und deren Ausgestaltungen die zu Grunde liegende Aufgabe
lösen.
[0095] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der anhängenden Figuren
beschrieben. Es zeigen:
FIG. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Energiespeichers gemäß der Erfindung, umfassend
ein nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ausgebildetes Kontaktierungssystem;
FIG. 2 einen Ausschnitt des Energiespeichers der FIG. 1 in teilweise aufgebrochener
Darstellung;
FIG. 3 das Kontaktierungssystem der FIG. 1 in Draufsicht;
FIG. 4 das Kontaktierungssystem der FIG. 1 in Frontansicht;
FIG. 5 eine perspektivische Darstellung eines Zellpolverbinders;
FIG. 6 eine Seitenansicht des Zellpolverbinders der FIG. 5; und
FIG. 7 eine Teilquerschnittsdarstellung entlang der Linie A-A der FIG. 3.
[0096] FIG. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Energiespeichers 1 gemäß der Erfindung,
umfassend ein nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ausgebildetes Kontaktierungssystem
2.
[0097] Der Energiespeicher 1 umfasst in einem Gehäuse 3 aufgenommene Energiespeicherzellen
4, deren Lage und Position in FIG. 1 durch strichlinierte Linien angedeutet ist.
[0098] Jede Energiespeicherzelle 4 umfasst, wie in FIG. 2 zu sehen ist, zwei entgegengesetzt
polarisierte Zellpole 5. Die Energiespeicherzellen 4 sind so angeordnet, dass zwei
Reihen Zellpole mit jeweils alternierender Polarität vorhanden sind. Benachbarte Zellpole
entgegengesetzter Polarität einer Reihe sind paarweise durch je einen Zellpolverbinder
6 verbunden, beispielsweise derart dass die zugehörigen Energiespeicherzellen 4 elektrisch
in Reihe geschalten sind, und verbindungstechnisch endstellige Zellpole der Energiespeicherzellen
4 zur Leistungsentnahme bzw. zum Leistungsabgriff kontaktiert werden können.
[0099] An dem in FIG. 2 gezeigten endseitigen Zellpol 5.1 ist ein Spannungsabgriff 7 vorhanden,
über welchen der Energiespeicher 1 zur Leistungsentnahme bzw. zur Aufladung elektrisch
kontaktiert werden kann.
[0100] Wie insbesondere in FIG. 1 sowie auch in FIG. 3 zu sehen ist, umfasst das Kontaktierungssystem
2 einen Tragrahmen 8, an bzw. auf welchen im Wesentlichen sämtliche Komponenten des
Kontaktierungssystems 2 montiert sind.
[0101] Der Tragrahmen 8 spannt einen im Wesentlichen rechteckigen äußeren Rahmen auf, innerhalb
dessen im Wesentlichen sämtliche Komponenten und Bauteile montiert sind.
[0102] Innerhalb des äußeren Rahmens kann/können sich ein innerer Rahmen und/oder korrespondierende
Verbindungs- und/oder Befestigungsstege oder -traversen erstrecken, an welchen beispielsweise
die Zellpolverbinder 6 usw. befestigt oder festgelegt sein können.
[0103] Wie insbesondere aus FIG. 1 und FIG. 3 ersichtlich ist, sind die Zellpole 5, und
entsprechend die Zellpolverbinder 6 entlang zweier paralleler Linien angeordnet, welche
sich parallel zur Längsachse A des Kontaktierungssystems 2 erstrecken. Insbesondere
ist an beiden Längsseiten des Kontaktierungssystems 2 jeweils eine Zellpolverbinderreihe
ausgebildet, die in FIG. 3 durch die Bezugszeichen 9.1 und 9.2 gekennzeichnet sind.
[0104] Mittig zwischen den Zellpolverbinderreihen 9 ist eine Platine 10 angeordnet, deren
elektrische Anschlusskontakte mit weiter unten noch genauer beschriebenen Kontaktelementen
11, genauer Platinenkontaktelementen, der Zellpolverbinder 6 verbunden sind.
[0105] Die Platine 10 kann beispielsweise elektronische Schaltungen oder Komponenten zur
Steuerung, beispielsweise Ladesteuerung, Ladungsüberwachung, bzw. generell zur Überwachung
des Betriebs des Energiespeichers 1, insbesondere zur Überwachung von Betriebsparametern
des Energiespeichers 1, insbesondere der Energiespeicherzellen 4, umfassen.
[0106] Zwischen unmittelbar benachbarten Zellpolkontaktelementen 6 können jeweils Isolations-
und Haltestege 12 ausgebildet sein, welche Bestandteil des Tragrahmens 8 sein können.
[0107] An einem stirnseitigen Ende umfasst das Kontaktierungssystem 2 eine elektrische Schnittstelle
13, welche beispielsweise zumindest teilweise integral mit der Platine 10 ausgebildet
sein kann. Die Schnittstelle 13 kann beispielsweise einen positiven Spannungsabgriff
14.1 und einen negativen Spanungsabgriff 14.2 umfassen, welche über entsprechende
Leitungen mit den entsprechenden positiven bzw. negativen Spannungsabgriffen 7 verbunden
sein können. Die Schnittstelle 13 kann, wie aus FIG. 3 ersichtlich ist, über den Tragrahmen
8 hinausragen, bzw. durch einen stirnseitigen Vorsprung am Tragrahmen 8 gebildet sein,
oder aber im Wesentlichen bündig mit der Stirnseite abschließen.
[0108] Zwischen den Spannungsabgriffen 14 kann die Schnittstelle 13, wie beispielsweise
aus FIG. 4 ersichtlich ist, des Weiteren eine zusätzliche Steck- oder Verbindungskomponente
umfassen, welche beispielsweise mit elektronischen Komponenten der Platine 10 zum
Zwecke der Bereitstellung eines Signalabgriffs verbunden sein kann.
[0109] FIG. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Zellpolverbinders 6. Der Zellpolverbinder
6 ist, wie bereits ausgeführt, ausgelegt zwei, vorliegend entgegengesetzt polarisierte,
Zellpole 5, z.B. benachbarter Energiespeicherzellen 4, elektrisch miteinander zu verbinden.
[0110] Der Zellpolverbinder 6 umfasst zwei Zellpolkontaktelemente 15, die im vorliegenden
Fall flächig, mit rechteckiger Grundform ausgebildet sind. Die Zellpolkontaktelemente
15 sind im gezeigten Beispiel durch eine Ausgleichsstruktur 16, vorliegend in Form
einer sich über die Zellpolkontaktelemente 15 erhebende, eindimensional gebogene Welle,
verbunden. Die Welle 16 und die Zellpolkontaktelemente 15 sind im vorliegenden Fall
durch zwei parallele Materialschichten 17.1 und 17.2 ausgebildet, wobei jede der Materialschichten
17 als einstückiges Bauteil bzw. einstückige Komponente ausgebildet ist.
[0111] Die Welle bzw. Ausgleichsstruktur 16 dient im vorliegenden Beispiel dazu, Zug-, Druck-
und/oder Torsionsspannungen auszugleichen, die nach Verbindung der Zellpolverbinder
6 mit den jeweiligen Zellpolen 5 beim Betrieb und Einsatz des Energiespeichers 1 auftreten
können.
[0112] Die Ausgleichsstruktur 16 kann anderweitig wie in den Figuren gezeigt geformt sein,
und beispielsweise mehrere Wellen aufweisen, wobei sich gezeigt hat,- dass Zellpolverbinder
6 mit Ausgleichsstrukturen 16 mit lediglich einer einzigen Welle insbesondere bei
Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge zuverlässig eingesetzt werden können.
[0113] Der Zellpolverbinder 6 umfasst ferner ein zur Kontaktierung einer elektronischen
Schaltung, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel z.B. auf der Platine implementiert
sein kann, eingerichtetes und ausgebildetes Platinenkontaktelement 18. Das Platinenkontaktelement
18 ist mit einem der Zellpolkontaktelemente 15 des Zellpolverbinders 6 über einen
Kontaktierungssteg 19 elektrisch leitend verbunden.
[0114] Der Kontaktierungssteg 19 umfasst zumindest ein schräg zu einer Zellpolkontaktierungsebene
E des Zellpolkontaktelements 15 verlaufendes Stegsegment 20.
[0115] Die Zellpolkontaktierungsebene E ist vorliegend durch die an der von der Welle 16
abgewandten (Unter-)Seite des Zellpolkontaktelements 6 ausgebildete Zellpolkontaktierungsfläche
21 definiert, wobei die Zellpolkontaktierungsebene E und die Zellpolkontaktierungsfläche
21 beispielsweise im Wesentlichen koplanar zueinander gelegen sein können.
[0116] Das Platinenkontaktelement 18 ist im vorliegenden Beispiel plättchenförmig mit einer
quadratischen Grundfläche ausgebildet wobei jedoch auch andere Formen, insbesondere
ein- und zweifach gekrümmte Flächen mit beliebiger Grundflächenform in Betracht kommen.
[0117] Vorzugsweise weist das Platinenkontaktelement 18 jedoch eine parallel zur Zellpolkontaktierungsebene
E gemessene Breite auf, die größer ist als eine korrespondierende Breite des Kontaktierungsstegs
19, welcher wie im Beispiel der Figuren bandartig mit einer gekrümmten und/oder gewellten
Struktur ausgebildet sein kann. Insbesondere bei derartigen Ausgestaltungen kann einerseits
durch die vergrößerte Breite des Platinenkontaktelements 18 erreicht werden, dass
elektrische Kontakte zwischen den elektrischen Kontakten der Platine und den Platinenkontaktelementen
18 vergleichsweise einfach hergestellt werden können. Andererseits kann durch die
verringerte Breite des Kontaktierungsstegs 19 eine ausreichend federnde, insbesondere
elastisch federnde, Struktur erhalten werden, welche beispielsweise einen ausreichenden
Ausgleich von Druck-, Zug-, und/oder Torsionsbeanspruchungen zwischen Platine 10 und
Zellpolkontaktelementen 6 ermöglicht.
[0118] Das Platinenkontaktelement 18 weist eine Platinenkontaktierungsfläche 22 auf, welche
derart eingerichtet ist, dass diese mit korrespondierenden elektrischen Kontakten
der Platine 10, d.h. mit korrespondierenden Platinenkontakten, elektrisch verbunden
werden kann, beispielsweise mittels Löten, Schweißen, und/oder durch mechanische Verbindungen.
Im vorliegenden Beispiel liegen die Platinenkontaktierungsflächen 22 in einer gemeinsamen
Platinenkontaktierungsebene P, die von der Zellpolkontaktierungsebene E mit einem
vorgegebenen Abstand beabstandet ist.
[0119] Die Platinenkontaktierungsfläche 22 ist im Beispiel der Figuren von der Zellpolkontaktierungsfläche
21 abgewandt, d.h. deren Normalenvektoren zeigen in einander entgegengesetzte Richtungen.
[0120] Das Platinenkontaktelement 18, insbesondere die Platinenkontaktierungsfläche 22,
ist im vorliegenden Beispiel, was auch in Zusammensicht mit den FIG. 1 bis 4 deutlich
wird, von der Zellpolkontaktierungsebene E, insbesondere mit einem vorgegebenen Abstand,
beabstandet, wobei das Platinenkontaktelement 18 vorliegend im Wesentlichen parallel
zur Zellpolkontaktierungsebene E ausgerichtet ist. In Zusammensicht mit FIG. 1 ergibt
sich daraus, dass der Zwischenraum zwischen Energiespeicherzellen 4 und der den Energiespeicherzellen
4 zugewandten Seite der Platine 10 durch entsprechende Wahl des vorweg genannten Abstands
in geeigneter Weise eingestellt werden kann, so dass im Zwischenraum ausreichend Platz
für auf der Platine aufgenommene elektronische Bauteile zur Verfügung steht.
[0121] Im Übrigen sei erwähnt, dass, wie im vorliegenden Beispiel, im Wesentlichen sämtliche
auf der Platine 10 vorhandene Bauteile auf der den Energiespeicherzellen 4 zugewandten
Seite ausgebildet sind, so dass durch die Platinenrückseite zumindest ein mechanischer
Schutz für diese Bauteile erhalten werden kann.
[0122] Die mit den Platinenkontaktelementen 18 zu verbindenden elektrischen Kontakte der
Platine 10 können, wie im gezeigten Beispiel, auf der im montierten Zustand den Energiespeicherzellen
4 zugewandten Platinenseite angeordnet sein, so dass eine vergleichsweise einfache
Kontaktierung und Positionierung der Platine 10 auf den Platinenkontaktelementen 18
und dem Tragrahmen 8 möglich ist.
[0123] Im Beispiel der Figuren ist das Platinenkontaktelement 18 und der Kontaktierungssteg
19 an einer von einer Zellpolkontaktierungsfläche 21 des Zellpolkontaktelements 15
abgewandten Seite ausgebildet, so dass auch bei vergleichseiwese niedrig bauenden
Zellpolen eine komfortable Anbindung der Zellpolverbinder 6 an den Zellpolen 5 möglich
ist.
[0124] Wie insbesondere aus FIG. 6 ersichtlich ist, verlaufen das Platinenkontaktelement
18 und der Kontaktierungssteg 19 in Draufsicht betrachtet vollständig außerhalb des
Zellpolkontaktelements 15, so dass ausreichend Platz zur Montage der Zellpolkontaktelemente
15 auf den Zellpolen 5 verfügbar ist, und die Platine 10 ausreichend weit von den
Zellpolen 5 beabstandet ist, um ggf. abträgliche Einwirkungen beim Verbindungsprozess,
wie z.B. ein thermischer Eintrag usw., zu vermeiden.
[0125] Jedoch kann in Ausgestaltungen, beispielsweise je nach Ausführung und Anordnung der
Zellpole 5, auch vorgesehen sein, dass zwischen Zellpolkontaktelement 15 und Kontaktierungssteg
19 und/oder Platinenkontaktelement 18 ein mehr oder wenig großer Überlapp besteht.
[0126] Wie z.B. aus FIG. 6 ersichtlich ist verläuft das Stegsegment 20, und im Übrigen auch
das weitere Stegelement 20.1, schräg zur Zellpolkontaktierungsebene, E, wobei die
Steglängsachse S um einen spitzen Winkel α, beispielsweise kleiner als 45 Grad oder
kleiner als 30 Grad, zum Normalenvektor N der Zellpolkontaktierungsebene E geneigt
ist. Das weitere Stegelement 20.1 kann entsprechend oder aber mit anderem Winkel zum
Normalenvektor N geneigt sein.
[0127] Das Platinenkontaktelement 18 und der Kontaktierungssteg 19 erstrecken sich, in Draufsicht
betrachtet, wie in den gezeigten Beispielen, im Wesentlichen senkrecht von einer Seitenkante
der Zellpolverbinder 6, wobei die Seitenkante senkrecht zur Welle 16 verläuft, d.h.
im vorliegenden Fall parallel zur Verbindungslinie L zweier benachbarter Zellpolkontaktelemente
15, bzw. parallel zur Verbindungslinie L der Flächenschwerpunkte der Zellpolkontaktelemente
15, bzw. der Zellpolkontaktierungsfläche 21 (siehe FIG. 5).
[0128] Die vorbeschriebene Geometrie betreffend insbesondere relative Lage des Platinenkontaktelements
18 zum Zellpolkontaktelement 15 bzw. den Winkel α, ist insbesondere von Vorteil wenn,
wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, mehrere parallele Reihen von Zellpolverbindern
6 mit zwischenliegender Platine 10 vorhanden sind.
[0129] Der Kontaktierungssteg 19 kann wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel einstückig
mit dem Zellpolkontaktelement 15 und ferner einstückig mit dem jeweiligen Platinenkontaktelement
18 ausgebildet sein. Beispielsweise kann ein solcher Zellpolverbinder 6 als einstückiges
Bauteil aus einem Flachprodukt, z.B. durch Stanzen, hergestellt werden, wobei der
Kontaktierungssteg 19 in einem Umformschritt entsprechend der jeweils gewünschten
Form und Schräg-Ausrichtung des Stegsegments 20 umgeformt werden kann.
[0130] Der Kontaktierungssteg 19 kann, wie im Ausführungsbeispiel der Figuren gezeigt, zwei
schräg zur Zellpolkontaktierungsebene E verlaufende, beispielsweise etwa parallel
zueinander ausgerichtete, Stegsegmente umfassen, wobei neben dem bereits genannten
Stegsegment 20 das weitere Stegsegment 20.1 vorhanden sein kann.
[0131] Die beiden Stegsegmente 20, 20.1 sind über ein vorliegend gekrümmt ausgebildetes
Verbindungselement miteinander verbunden und bilden eine insgesamt etwa U-förmige
Struktur aus, die einerseits ausreichend robust ist, und sich andererseits zur Kompensation
von Druck-, Zug-, und/oder Torsionsbeanspruchungen oder -belastungen zwischen Platinenkontaktelement
18 und Zellpolkontaktelement 15 als vorteilhaft erwiesen hat.
[0132] Die Krümmung des Kontaktierungsstegs 19 kann auch anders als in den Figuren gezeigt
ausgebildet sein. Jedoch hat sich ein Verlauf des Kontaktierungsstegs 19 insbesondere
für Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge im Hinblick auf die Montage, den möglichen
Ausgleich von mechanischen Belastungen, und im Hinblick auf die Herstellung als besonders
vorteilhaft erwiesen, insbesondere bei Ausgestaltungen, bei welchen das Stegsegment
20, und ggf. das weitere Stegsegment 20.1 einen im Wesentlichen geradlinigen Verlauf
aufweisen, und über ein zwischenliegendes Verbindungselement eine U-förmige Struktur
ausbilden. Die Stegsegmente 20, 20.1 können Bestandteil eines S-förmig gekrümmten
Stegabschnitts sein.
[0133] FIG. 7 zeigt eine Teilquerschnittsdarstellung entlang der Linie A-A der FIG. 3. Aus
einer Zusammenschau der FIG. 1 bis FIG. 7 ergibt sich, dass der Zellpolverbinder 6
anhand der Zellpolkontaktelemente 15 auf dem Tragrahmen 8 abgestützt und befestigt
ist.
[0134] Insbesondere kann der Zellpolverbinder 6 an einer vom Kontaktierungssteg 19 abgewandten
Seitenkante in ein Rastelement 23, z.B. eine Rastnut, des Tragrahmens 8, eingerastet
sein, und an einer davon abgewandten Seitenkante beispielsweise mittels zwei in den
Zellpolkontaktelementen 15 vorgesehenen Durchgangslöchern 24 mit dem Tragrahmen 8
unter Verwendung einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung verbunden sein.
Die Durchgangslöcher 24 können beispielsweise zur Herstellung einer durch Heißverstemmung
25 erzeugten form- und kraftschlüssigen Verbindung verwendet werden. Die Platine 10
kann ebenfalls über geeignete Verbindungen am Tragrahmen 8 befestigt sein.
[0135] Wie aus FIG. 7 ersichtlich ist, kann der Tragrahmen 8 ein oder mehrere erste Stützelemente
26.1 und ein oder mehrere zweite Stützelemente 26.2 umfassen, wobei die Zellpolkontaktelemente
15 auf den zweiten Stützelementen 26.2 abgestützt sein können, beispielsweise an einer
von den Rastelementen 23 abgewandten Seite. Die Platinenkontaktelemente 18 können
an einer von der Platinenkontaktierungsfläche 22 abgewandten Seite auf den ersten
Stützelementen 26.1 abgestützt sein, wobei die ersten Stützelemente 26.1 damit als
Auflager für die Platinenkontaktelemente 18 und ggf. für die, in der Ansicht der FIG.
7 betrachtet darüber gelegene, Platine 10 dienen können.
[0136] Der Tragrahmen 8 kann ferner geeignete Anschlag- und Positionierungselemente 27 oder
-vorsprünge aufweisen, an welchen die Platine 10 in einer Richtung senkrecht zu den
Zellpolverbinderreihen 9.1 bzw. 9.2 angeschlagen werden kann, so dass eine geeignete
Positionierung der Platine 10 relativ zum Tragrahmen 8 erreicht werden kann.
[0137] Alternativ oder zusätzlich kann das Stegsegment 20 eine z.B. dem jeweiligen Zellpolkontaktelement
15 abgewandte Anschlagfläche 28 aufweisen, die beispielsweise zum Anschlagen der Platine
10 oder anderer Komponenten in Richtung senkrecht zu den Zellpolverbinderreihen 9
dient, beispielsweise im Rahmen der Herstellung, der Montage und/oder zur Positionierung
der Platine 10.
[0138] Die Stegsegmente 20 und/oder die Anschlag- und Positionierungselemente 27 können
ferner Rastelemente zur Verrastung der Platine 10 oder anderer Komponenten umfassen.
[0139] Wie insbesondere auch aus der Darstellung der FIG. 7 ersichtlich ist, sind die Zellpolkontaktelemente
15 mehrlagig ausgebildet und umfassen vorliegend zwei Materiallagen, wobei der Kontaktierungssteg
19 mit derjenigen Materiallage 29 einstückig verbunden ist, welche bei ordnungsgemäßer
Montage mit den Zellpolen 5 verbunden ist, d.h. welche die Zellpolkontaktierungsfläche
21 umfasst, mit welcher das Zellpolkontaktelement 15 unmittelbar mit dem jeweiligen
Zellpol 5 verbunden werden kann.
[0140] Insgesamt zeigt sich, dass durch das hierin vorgeschlagene Kontaktierungssystem und
den vorgeschlagenen Energiespeicher die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe gelöst
werden kann.
Bezugszeichenliste
[0141]
- 1
- Energiespeicher
- 2
- Kontaktierungssystem
- 3
- Gehäuse
- 4
- Energiespeicherzelle
- 5, 5.1
- Zellpol
- 6
- Zellpolverbinder
- 7
- Spannungsabgriff
- 8
- Tragrahmen
- 9.1, 9.2
- Zellpolverbinderreihe
- 10
- Platine
- 11
- Kontaktelement
- 12
- Haltesteg
- 13
- Schnittstelle
- 14.1, 14.2
- Spannungsabgriff
- 15
- Zellpolkontaktelement
- 16
- Ausgleichsstruktur
- 17
- Materialschicht
- 18
- Platinenkontaktelement
- 19
- Kontaktierungssteg
- 20
- Stegsegment
- 20.1
- weiteres Stegsegment
- 21
- Zellpolkontaktierungsfläche
- 22
- Platinenkontaktierungsfläche
- 23
- Rastelement
- 24
- Durchgangsloch
- 25
- Heißverstemmung
- 26
- Stützelement
- 27
- Anschlag- und Positionierelement
- 28
- Anschlagfläche
- 29
- Materiallage
- A
- Längsachse
- E
- Zellpolkontaktierungsebene
- L
- Verbindungslinie
- N
- Normalenvektor
- P
- Platinenkontaktierungsebene
- S
- Steglängsachse
- α
- Winkel
1. Kontaktierungssystem (2) zur elektrischen Verschaltung mehrerer Energiespeicherzellen
(4) eines elektrischen Energiespeichers (1), umfassend mehrere, zur elektrischen Verschaltung
jeweils zumindest zweier Zellpole (5) der Energiespeicherzellen (4) ausgebildete Zellpolverbinder
(6) mit jeweils zumindest zwei Zellpolkontaktelementen (15), wobei zumindest einer
der Zellpolverbinder (6) zumindest ein zur Kontaktierung einer elektronischen Schaltung
(10) ausgebildetes Platinenkontaktelement (18) umfasst, welches mit einem der Zellpolkontaktelemente
(15) des Zellpolverbinders (6) über einen Kontaktierungssteg (19) elektrisch leitend
verbunden ist, und der Kontaktierungssteg (19) zumindest ein schräg zu einer Zellpolkontaktierungsebene
(E) des Zellpolkontaktelements (15) verlaufendes Stegsegment (20, 20.1) umfasst.
2. Kontaktierungssystem (2) nach Anspruch 1, wobei das Platinenkontaktelement (18) plättchenförmig,
optional mit rechteckiger, quadratischer, oder ovaler Platinenkontaktierungsfläche
(22), ausgebildet ist, und/oder
wobei das Platinenkontaktelement (18), insbesondere die oder eine Platinenkontaktierungsfläche
(22) des Platinenkontaktelements (18), zumindest teilweise von der Zellpolkontaktierungsebene
(E) beabstandet ist, und/oder wobei das Platinenkontaktelement (18) im Wesentlichen
parallel zur Zellpolkontaktierungsebene (E) ausgerichtet ist, und/oder
wobei das Platinenkontaktelement (18) und der Kontaktierungssteg (19) an einer von
einer Zellpolkontaktierungsfläche (21) des Zellpolkontaktelements (15) abgewandten
Seite ausgebildet sind und/oder
wobei das Platinenkontaktelement (18) und der Kontaktierungssteg (19) in Draufsicht
betrachtet zumindest teilweise außerhalb des Zellpolkontaktelements (15) verlaufen,
und/oder
wobei sich der Kontaktierungssteg (19) und das damit verbundene Platinenkontaktelement
(18) quer, insbesondere senkrecht, zur Verbindungslinie (L) zweier benachbarter Zellpolkontaktelemente
(15) des jeweiligen Zellpolverbinders (6) erstrecken.
3. Kontaktierungssystem (2) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Kontaktierungssteg
(19) einstückig mit zumindest einem Zellpolkontaktelement (15) des jeweiligen Zellpolverbinders
(6) ausgebildet ist, und/oder wobei der Kontaktierungssteg (19) einstückig mit dem
jeweiligen Platinenkontaktelement (18) ausgebildet ist, und/oder
wobei der Kontaktierungssteg (19) zwei schräg zur Zellpolkontaktierungsebene (E),
optional etwa parallel zueinander ausgerichtete, Stegsegmente (20, 20.1) umfasst,
welche, in Schnitten senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene (E) optional ein U-förmiges
Profil, insbesondere mit geradem, gekrümmten oder gewellten Boden, aufweisen, und/oder
wobei das zumindest eine Stegsegment (20, 20.1) in Schnitten senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene
(E) einen im Wesentlichen geradlinigen Verlauf aufweist, und/oder Bestandteil eines
S-förmig gekrümmten Stegabschnitts des Kontaktierungsstegs (19) ist, und/oder
wobei der Kontaktierungssteg (19) als ein, insbesondere im Querschnitt, flach ausgebildetes,
insbesondere gekrümmtes oder gewelltes, Kontaktband umgesetzt ist,
wobei optional die in Längsrichtung des Kontaktbands gemessene Breite kleiner ist,
als eine entsprechend gemessene Breite des Zellpolkontaktelements (15) und/oder des
Platinenkontaktelements (18).
4. Kontaktierungssystem (2) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zwei Zellpolkontaktelemente
(15) zumindest eines Zellpolverbinders (6) des Kontaktierungssystems (2), in jeweils
einstückiger Ausbildung über einen zum Ausgleich von Zug- und/oder Biege- und/oder
Torsionsbeanspruchungen des Zellpolverbinders (6) ausgebildeten Wellenabschnitt (16),
mit zumindest einem Wellenberg (16) und/oder zumindest einem Wellental, miteinander
verbunden sind, und/oder
wobei Zellpolkontaktierungsflächen (21) der Zellpolkontaktelemente (15) zumindest
eines Zellpolverbinders (6) in einer gemeinsamen Zellpolkontaktierungsebene (E) gelegen
sind, wobei Platinenkontaktierungsflächen (22) zumindest zweier Platinenkontaktelemente
(18) in einer gemeinsamen Platinenkontaktierungsebene gelegen sind, wobei optional
die Zellpolkontaktierungsebene (E) und die Platinenkontaktierungsebene (P) echt parallel
zueinander verlaufen.
5. Kontaktierungssystem (2) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Stegsegment
(20, 20.1) eine, insbesondere dem jeweiligen Zellpolkontaktelement (15) abgewandte,
Anschlagfläche (28) zur Anlage einer mit dem Platinenkontaktelement (18) verbundenen
Platine (10) oder einer anderen Komponente des Kontaktierungssystems (2) umfasst,
und/oder wobei das Stegsegment (20, 20.1) zumindest an einer vom jeweiligen Zellpolkontaktelement
(15) abgewandten Seite zumindest ein Rastelement zur Verrastung einer bzw. der mit
dem Platinenkontaktelement (18) verbundenen Platine (10) umfasst, und/oder
wobei das Platinenkontaktelement (18) und/oder das Stegsegment (20, 20.1) des Weiteren
ausgebildet und eingerichtet sind als Tragelement/e für eine bzw. die mit dem Platinenkontaktelement
(18) verbundene Platine (10).
6. Kontaktierungssystem (2) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Zellpolverbinder
(6), insbesondere die Zellpolkontaktelemente (15), mehrlagig mit zumindest zwei Materiallagen
(29), ausgebildet ist/sind,
wobei optional der Kontaktierungssteg (19) mit derjenigen Materiallage (29) einstückig
verbunden ist, welche bei ordnungsgemäßer elektrischer Verbindung unmittelbar mit
den Zellpolen (5) verbunden ist.
7. Kontaktierungssystem (2) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend des
Weiteren einen Tragrahmen (8) an welchem der zumindest eine Zellpolverbinder (6) mechanisch
befestigt ist,
wobei der Zellpolverbinder (6) optional eine zur Befestigung mit dem Tragrahmen (8)
ausgebildete Befestigungskomponente (24) umfasst, welche ausgebildet ist zur form-
und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit dem Tragrahmen (8), wobei die Befestigungskomponente
(24) optional zumindest ein senkrecht zur Zellpolkontaktierungsebene (E) ausgerichtetes
Durchgangsloch (24) aufweist, wobei der Zellpolverbinder (6) mittels des Durchgangslochs
(24) optional durch eine Nietverbindung und/oder Verstemmung (25) mit dem Tragrahmen
(8) verbunden ist, und wobei der Zellpolverbinder (6) an einer von der Befestigungskomponente
(24), insbesondere dem Durchgangsloch (24), abgewandten Seite weiter optional mittels
zumindest eines am Tragrahmen (8) ausgebildeten Rastelements (23) im Eingriff ist,
wobei optional der Tragrahmen (8) für zumindest ein Platinenkontaktelement (18), bevorzugt
für jedes Platinenkontaktelement (18), ein Stützelement (26) aufweist, optional umfassend
jeweils zumindest einen Stützvorsprung (26), wobei das Platinenkontaktelement (18)
mit einer von der Platinenkontaktierungsfläche (22) des Platinenkontaktelements (18)
abgewandten Seite auf dem Stützelement (26) abgestützt ist.
8. Kontaktierungssystem (2) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7, umfassend zumindest
eine Zellpolverbinderreihe (9.1, 9.2) mit jeweils mehreren, parallel zur Längsachse
(A) des Kontaktierungssystems (2) hintereinander gelegen angeordneten Zellpolverbindern
(6), wobei die Zellpolverbinder (6) einer Zellpolverbinderreihe (9.1, 9.2) bevorzugt
derart ausgerichtet sind, dass Verbindungslinien (L) der Zellpolkontaktelemente (15)
der Zellpolverbinder (6) jeweils parallel zur Längsachse der Zellpolverbinderreihe,
insbesondere parallel zu einer Längsachse (A) des Kontaktierungssystems (2), orientiert
sind, und/oder wobei Zellpolverbinder (6) einer Zellpolverbinderreihe (9.1, 9.2) derart
ausgerichtet sind, dass sich die aus Kontaktierungssteg (19) und Platinenkontaktelement
(18) gebildete Einheit quer, insbesondere senkrecht zur Längsachse (A) der Zellpolverbinderreihe
(9.1, 9.2) und/oder des Kontaktierungssystems (2) erstreckt, wobei die Zellpolverbinderreihen
(9.1, 9,.2) optional paarweise ausgebildet sind, und wobei die Zellpolverbinder (6)
eines Zellpolverbinderreihenpaars (9.1, 9.2) derart ausgerichtet sind, dass die Platinenkontaktelemente
(18) der einen Zellpolverbinderreihe (9.1) den Platinenkontaktelementen (18) der jeweils
anderen Zellpolverbinderreihe (9.2) zugewandt sind,
wobei die Platine (10) parallel zur Längsachse der Zellpolverbinderreihe (9.1, 9.2)
und/oder des Kontaktierungssystems (2) verläuft, und sich optional im Wesentlichen
über die gesamte Längserstreckung der und/oder parallel zu den Zellpolverbinderreihen
(9.1, 9.2) erstreckt, und/oder
wobei das Kontaktierungssystem (2) optional des Weiteren eine Platine (10) mit einer
Mehrzahl an Platinenkontakten umfasst, wobei die Anzahl der Platinenkontakte optional
der Anzahl der Platinenkontaktelemente (18) entspricht, und wobei jeder Platinenkontakt
mit einem Platinenkontaktelement (18) unmittelbar elektrisch leitend verbunden ist,
insbesondere durch eine stoffschlüssige Verbindung,
wobei optional die Platine (10) zwischen zwei Zellpolverbinderreihen (9.1, 9.2) angeordnet
ist und der Platine (10) zugewandte Platinenkontaktelemente (18) mit korrespondierenden
Platinenkontakten elektrisch kontaktiert sind, und optional die Platine (10) mit zumindest
einer längsseitigen Kante an die Stegsegmente (20) der jeweiligen Kontaktierungsstege
(19) angeschlagen ist, und/oder die Platine (10) optional über die Platinenkontakte
zumindest teilweise auf den Platinenkontaktelementen (18) abgestützt ist.
9. Kontaktierungssystem (2) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend des
Weiteren zumindest eine an einem längsseitigen Ende des Kontaktierungssystems (2)
ausgebildete elektrische Schnittstelle (13), insbesondere umfassend zumindest ein
Steckkontaktelement (14), wobei die zumindest eine elektrische Schnittstelle (13)
optional zumindest einen Leistungs- (14) und/oder Steuerabgriff umfasst,
wobei die Schnittstelle (13) weiter optional derart ausgebildet ist, dass die Steckrichtung
der Schnittstelle (13) parallel zur Längsachse (A) des Kontaktierungssystems (2) verläuft.
10. Energiespeicher (1), insbesondere Traktionsbatterie (1) für Elektrofahrzeuge, umfassend
eine Mehrzahl an Energiespeicherzellen (4), insbesondere elektrochemischen Speicherzellen,
insbesondere Sekundärbatteriespeicherzellen, umfassend jeweils Zellpole (5) entgegengesetzter
Polarität, und umfassend des Weiteren zumindest ein Kontaktierungssystem (2) nach
einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei die Zellpole (5) zumindest einer Teilmenge der Energiespeicherzellen (4) mittels
der Zellpolverbinder (6) des Kontaktierungssystems (2) elektrisch verschaltet, insbesondere
in Reihe geschaltet, sind,
wobei elektrische Kontaktflächen der mit einem Kontaktierungssystem (2) verschalteten
Zellpole (5) optional in einer gemeinsamen Zellpolkontaktierungsebene (E) gelegen
sind, und/oder
weiter optional Platinenkontaktierungsflächen (22) der Platinenkontaktelemente (18)
in einer gemeinsamen Platinenkontaktierungsebene (P) gelegen sind,
wobei optional Zellpolkontaktierungsebene (E) und Platinenkontaktierungsebene (P)
echt parallel zueinander angeordnet sind, und wobei optional die Platinenkontaktierungsebene
(P) in Richtung der Zellpolnormalen (N) der Zellpole (5) betrachtet oberhalb der Zellpolkontaktierungsebene
(E) gelegen ist.