[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerstäuberdüse, die an Sprüheinrichtungen zum Versprühen
von Flüssigkeiten verwendet werden kann. Die Zerstäuberdüse kann an mobilen oder stationären
Sprüheinrichtungen angeordnet sein.
[0002] Zerstäuberdüsen dienen zum feinen Zerstäuben einer der Zerstäuberdüse zugeführten
Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, bzw. einem Flüssigkeitsgemisch, das auch Zusatzstoffe,
wie Reinigungsmittel oder dergleichen aufweisen kann. Der Einfachheit halber wird
nachfolgend von einer Flüssigkeit gesprochen, wobei auch solche Flüssigkeitsgemische
umfasst sein sollen. Zur Zerstäubung der Flüssigkeit in feine Flüssigkeitspartikel
wird Druckgas verwendet, die der Flüssigkeit in einer Mischkammer beigemischt wird
und die Zerstäubung unterstützt. Die mit Hilfe des Druckgases zerstäubte Flüssigkeit
wird als zerstäubter Sprühstrahl an wenigstens einer Austrittsöffnung der Zerstäuberdüse
abgegeben.
[0003] Die Zerstäuberdüse kann in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden, beispielsweise
für das Versprühen von Düngemitteln, Pestiziden oder Fungiziden in der Landwirtschaft
oder zum Befeuchten oder Kühlen von Objekten bei der industriellen Produktion, zum
Versprühen von Wasser und/oder Reinigungsmitteln oder in der chemischen Industrie
um die Verdunstung der Flüssigkeit durch das Zerstäuben zu erleichtern. Im Prinzip
kann die Zerstäuberdüse überall dort eingesetzt werden, wo ein sehr feines Zerstäuben
einer Flüssigkeit benötigt wird.
[0004] Eine Zerstäuberdüse ist beispielsweise aus
EP 0 714 706 B1 bekannt. Die Zerstäuberdüse weist einen Flüssigkeitsanschluss sowie einen Gasanschluss
auf. Der Flüssigkeitsanschluss ist mit einem Flüssigkeitskanal fluidisch verbunden,
der sich entlang einer Düsenachse koaxial erstreckt und in eine Mischkammer einmündet.
Der Flüssigkeitsstrom strömt als Strahl entlang der Düsenachse in die Mischkammer
ein. Radial zu der Düsenachse münden in die Mischkammer mehrere Injektionskanäle,
die fluidisch mit dem Gasanschluss verbunden sind. In der Mischkammer wird die axiale
Flüssigkeitsströmung über die quer dazu strömendes Gas zerstäubt und stromabwärts
entlang der Düsenachse durch eine Austrittsöffnung nach außen abgegeben.
[0005] WO 2008/032088 A1 und
EP 0 458 685 A1 beschreiben jeweils Zerstäuberdüsen mit Merkmalen, die den Merkmalen des Oberbegriffs
des unabhängigen Anspruchs 1 entsprechen.
[0006] Ausgehend von diesen bekannten Zerstäuberdüsen kann es als Aufgabe der Erfindung
angesehen werden, eine verbesserte Zerstäubung der Flüssigkeit mit Hilfe von Gas zu
erreichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Zerstäuberdüse mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0008] Die Zerstäuberdüse weist einen Flüssigkeitsanschluss zum Zuführen einer Flüssigkeit
auf. Die Flüssigkeit kann eine einzige Flüssigkeit oder ein flüssiges Gemisch sein.
Der Flüssigkeitsanschluss ist mit einem Flüssigkeitskanal verbunden, durch den die
zugeführte Flüssigkeit strömt und der stromabwärts in eine Ringmischkammer mündet.
Die Ringmischkammer umschließt eine Düsenachse der Zerstäuberdüse ringförmig und ist
koaxial zu der Düsenachse angeordnet.
[0009] Ein unmittelbar in die Ringmischkammer einmündender Endabschnitt erweitert sich zur
Ringmischkammer hin. Der Außendurchmesser des Endabschnitts wird zur Ringmischkammer
hin größer. In diesem Endabschnitt kann vorzugsweise ein Zentralteil angeordnet sein.
Die Düsenachse kann das Zentralteil vorzugsweise mittig durchsetzen. Mithilfe eines
Mittels der Zerstäuberdüse, zu dem beispielsweise das Zentralteil gehört, wird aus
der durch den Endabschnitt strömenden Flüssigkeit eine Strömungsschicht gebildet,
die von der Düsenachse weg divergiert und vorzugsweise in Umfangsrichtung um die Düsenachse
vollständig ringförmig geschlossen ist. Die Strömungsschicht ist schräg von der Düsenachse
weg gerichtet. Vorzugsweise bildet sich eine hohlkegelförmige, bzw. hohlkegelstumpfförmige
Strömungsschicht, die auch als Flüssigkeitsfilm bezeichnet werden kann. Das Mittel
zur Erzeugung der Strömungsschicht weist ein Drallerzeugungsmittel auf, das der der
in dem Flüssigkeitskanal strömenden Flüssigkeit einen Drall erteilt.
[0010] An den Endabschnitt des Flüssigkeitskanals schließt sich die Ringmischkammer an.
Die Flüssigkeit der Strömungsschicht strömt aus dem Endabschnitt in die Ringmischkammer
ein.
[0011] Über einen Gasanschluss wird einem Gasleitungssystem der Zerstäuberdüse Druckgas
zugeführt. Prinzipiell lässt sich als Druckgas jedes unter Druck stehende Gas oder
Gas-gemisch bei jeder Temperatur und/oder jedem Druck verwenden, unabhängig von dem
Sättigungsdampfdruck und/oder der kritischen Temperatur des Gases oder Gasgemischs.
Als Druckgas kann beispielsweise Druckluft und/oder Stickstoff und/oder Wasserstoff
verwendet werden. Als Druckgas kann in einigen Anwendungen auch Dampf verwendet werden,
beispielsweise Wasserdampf.
[0012] Zu dem Gasleitungssystem gehören wenigstens ein äußerer Injektionskanal und wenigstens
ein innerer Injektionskanal. Über die Injektionskanäle wird Druckgas in die Ringmischkammer
eingeleitet. Der äußere Injektionskanal mündet an einer äußeren Injektionsstelle und
der innere Injektionskanal mündet an einer inneren Injektionsstelle in die Ringmischkammer
ein. Die innere Injektionsstelle ist von der sich koaxial um die Düsenachse erstreckenden
Ringmischkammer umschlossen. Radial zu der Düsenachse betrachtet, befindet sich die
äußere Injektionsstelle an der radial äußeren Seite der Ringmischkammer und die innere
Injektionsstelle an der radial inneren Seite der Ringmischkammer.
[0013] Somit strömt das Gas von außen und innen in die Ringmischkammer ein und trifft dort
auf die Strömungsschicht auf. Das Druckgas ist von radial außen und radial innen gegen
die hohlkegelstumpfförmige Strömungsschicht gerichtet. Durch das Erzeugen einer filmartigen
Flüssigkeitsschicht und das Injizieren von Druckgas über die beiden Injektionsstellen
in die Ringmischkammer von gegenüberliegenden Seiten ist eine deutlich verbesserte
Zerstäubung der Flüssigkeit erreicht. Es lassen sich sehr kleine Flüssigkeitspartikel
erzeugen, die stromabwärts durch die Zerstäuberdüse abgegeben werden. Außerdem kann
durch das Injizieren des Druckgases in die vergleichsweise dünne, hohlkegelstumpfförmige
Strömungsschicht der für die Zerstäubung notwendige Druckgasverbrauch gering gehalten
werden. Der Druckgasverbrauch sinkt also durch die Verwendung der Zerstäuberdüse,
was die Betriebskosten einer mit der Zerstäuberdüse ausgerüsteten Sprüheinrichtung
verringert.
[0014] Vorzugsweise sind die äußere Injektionsstelle und die innere Injektionsstelle in
Erstreckungsrichtung der Ringmischkammer versetzt zueinander angeordnet. Unter der
Erstreckungsrichtung der Ringmischkammer ist der Verlauf der Mittelebene durch die
Ringmischkammer beginnend am Endabschnitt des Flüssigkeitskanals bis zu dem äußeren
Ende der Ringmischkammer vor der wenigstens einen Austrittsöffnung zu verstehen. Die
Erstreckungsrichtung der Ringmischkammer bezieht sich demnach nicht auf deren Verlauf
in Umfangsrichtung um die Düsenachse, sondern rechtwinkelig hierzu entlang der Mittelebene.
Die äußere und die innere Injektionsstelle können auch in Erstreckungsrichtung der
Ringmischkammer einander gegenüberliegend angeordnet sein.
[0015] Bei einem Ausführungsbeispiel ist die innere Injektionsstelle in Erstreckungsrichtung
der Ringmischkammer stromaufwärts zur äußeren Injektionsstelle angeordnet. Die über
die innere Injektionsstelle zugeführte Druckgas erteilt der Flüssigkeitsströmung eine
Radialkomponente bzw. eine Strömungskomponente zur äußeren Injektionsstelle hin. Dort
wird ebenfalls Druckgas zugeführt, wobei durch die Anregung bzw. die radial nach außen
gerichtete Strömungskomponente eine weiter verbesserte Zerstäubung in kleine Flüssigkeitspartikel
erzeugt wird. Durch die aus den unterschiedlichen Richtungen an den beiden Injektionsstellen
eintretenden Gasströme kann zudem eine Scherwirkung auf die Strömungsschicht einwirken,
was insbesondere dann der Fall ist, wenn die äußere und die innere Injektionsstelle
in Erstreckungsrichtung der Ringmischkammer versetzt, aber nahe beieinander angeordnet
sind. Unter einer räumlich nahen Anordnung der beiden Injektionsstellen ist zu verstehen,
dass die aus einer der beiden Injektionsstellen einströmende Druckgas zumindest teilweise
direkt auf die jeweils andere Injektionsstelle oder einen an die jeweils andere Injektionsstelle
unmittelbar angrenzenden Wandabschnitt auftrifft.
[0016] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel gibt die innere Injektionsstelle eine Hauptausströmrichtung
vor, die die Mittelebene der Ringmischkammer, unter einem ersten Winkel schneidet.
Entsprechend kann die äußere Injektionsstelle eine Hauptausströmrichtung vorgeben,
die die Mittelebene der Ringmischkammer unter einem zweiten Winkel schneidet. Vorzugsweise
ist der Betrag des zweiten Winkels kleiner als der Betrag des ersten Winkels. Der
erste Winkel kann beispielsweise in einem Bereich von 45° bis 90°, vorzugsweise zwischen
60° und 90°, liegen. Der zweite Winkel ist beispielsweise kleiner als 70° und vorzugsweise
kleiner als 45°.
[0017] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel verbindet das Gasleitungssystem den inneren
Injektionskanal und den äußeren Injektionskanal jeweils fluidisch mit dem Gasanschluss.
Die am Gasanschluss bereitgestellte Druckgas strömt somit in beide Injektionskanäle.
Dabei ist das Gasleitungssystem derart ausgeführt, dass der Gas-Volumenstrom, der
über den äußeren Injektionskanal in die Ringmischkammer einströmt größer ist als der
Gas-Volumenstrom, der über den inneren Injektionskanal in die Ringmischkammer einströmt.
Der über den äußeren Injektionskanal in die Ringmischkammer einströmende Gas-Volumenstrom
kann mehr als 50% und vorzugsweise bis zu 80% des gesamten Gas-Volumenstroms betragen,
der über die beiden Injektionskanäle in die Ringmischkammer einströmt. Durch diese
Aufteilung lässt sich eine gute Zerstäubung bei weiter verringertem Druckgasverbrauch
erreichen. Je nach Gegebenheiten und Anforderungen können gegebenenfalls auch Gas-Volumenstromanteile
von weniger als 50% oder mehr als 80% gewählt werden.
[0018] Stromabwärts der Ringmischkammer ist wenigstens eine Austrittsöffnung vorhanden.
Aus der wenigstens einen Austrittsöffnung tritt der Sprühstrahl aus, der die durch
Gas zerstäubte Flüssigkeit enthält. Vorzugsweise sind in Umfangsrichtung um die Düsenachse
verteilt und beispielsgemäß mit gleichem Umfangsabschnitt verteilt mehrere Austrittsöffnungen
vorhanden. Die Austrittsöffnungen haben vorzugsweise jeweils eine rotationssymmetrische
Gestalt und können beispielsweise zylindrisch und/oder sich erweiternd und/ oder als
Lavaldüse ausgeführt sein.
[0019] Eine weitere Verbesserung der Zerstäubung der Flüssigkeit ist bei einem Ausführungsbeispiel
dadurch erreicht, dass die Ringmischkammer zwischen den Injektionsstellen und der
wenigstens einen Austrittsöffnung einen in Richtung der Düsenachse einmal oder mehrmals
gekrümmten Verlauf aufweist. In diesem Bereich kann sich die Ringmischkammer entlang
der Düsenachse betrachtet zur Düsenachse hin und/oder von der Düsenachse weg krümmen.
[0020] Die Ringmischkammer ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel rotationssymmetrisch
zur Düsenachse ausgeführt.
[0021] Die Zerstäuberdüse weist das Drallerzeugungsmittel auf, das dazu eingerichtet ist,
der in dem Flüssigkeitskanal und insbesondere in den Endabschnitt des Flüssigkeitskanals
einströmenden Flüssigkeit einen Drall zu erteilen. Das Drallerzeugungsmittel kann
beispielsweise dadurch gebildet sein, dass eine Einströmmündung zum Zuführen der Flüssigkeit
in den Flüssigkeitskanal gegenüber der Düsenachse radial versetzt und schräg ausgerichtet
ist. Dadurch wird bereits die in den Flüssigkeitskanal einströmende Flüssigkeit schraubenförmig
mit einem Drall entlang des Flüssigkeitskanals strömen.
[0022] Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Drallerzeugungsmittel einen Drallerzeuger
aufweisen, der in dem Flüssigkeitskanal und insbesondere stromaufwärts des Endabschnitts
des Flüssigkeitskanals angeordnet ist. Der Drallerzeuger wird durch die Flüssigkeit
angeströmt und erteilt dem Flüssigkeitsstrom einen Drall. Dies kann durch geneigt
und/oder schraubenförmig verlaufende Leitflächen und/oder Leitkanäle und/oder durch
einen Rotor des Drallerzeugers, z.B. ein Flügelrad, bewirkt werden. Grundsätzlich
können alle bekannten Drallerzeugungsmittel allein oder in Kombination verwendet werden.
[0023] Es ist vorteilhaft, wenn der Drallerzeuger in einem sich stromaufwärts an den Endabschnitt
des Flüssigkeitskanals anschließenden Drallerzeugungsabschnitt des Flüssigkeitskanals
angeordnet ist. Der Drallerzeugungsabschnitt kann bspw. stromaufwärts von und in unmittelbarer
Nähe zu einem Übergangsabschnitt des Flüssigkeitskanals angeordnet sein, der zu dem
Endabschnitt führt und dessen Querschnitt bzw. Durchmesser sich zum Endabschnitt hin
verjüngt. Der für die Flüssigkeit zur Verfügung stehende Strömungsquerabschnitt im
Drallerzeugungsabschnitt kann dabei in Strömungsrichtung im Wesentlichen konstant
sein.
[0024] Es ist außerdem vorteilhaft, wenn das Gasleitungssystem einen Zentralkanal aufweist,
der sich entlang der Düsenachse im Zentralteil erstreckt. Der Zentralkanal mündet
im Zentralteil in den Flüssigkeitskanal ein. Aus dem Zentralkanal kann Druckgas im
Wesentlichen entgegen der axialen Strömungsrichtungskomponente der Flüssigkeit unmittelbar
stromaufwärts des Endabschnitts des Flüssigkeitskanals einströmen und dort zu einer
verbesserten Ausbildung der hohlkegelstupfförmigen Strömungsschicht beitragen.
[0025] Die Zerstäuberdüse weist bei einem Ausführungsbeispiel einen Düsenkörper auf, in
dem der Flüssigkeitskanal und die Ringmischkammer ausgebildet sind. Der Düsenkörper
ist vorzugsweise integral aus einem Material ohne Naht- und Fügestelle hergestellt.
Vorzugsweise lässt er sich durch sogenannte additive Herstellungsverfahren herstellen,
wie etwa 3D-Druckverfahren. Es ist außerdem bevorzugt, wenn in diesem Düsenkörper
sämtliche ein Fluid führenden Leitungen und Kanäle ausgebildet sind. Vorzugsweise
ist das Zentralteil integraler Bestandteil dieses Düsenkörpers.
[0026] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung. Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Zerstäuberdüse,
Figur 2 einen Längsschnitt entlang der Düsenachse durch das Ausführungsbeispiel der
Zerstäuberdüse aus Figur 1 und
Figur 3 eine schematische, blockschaltbildähnliche Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen
Zerstäuberdüse.
[0027] In der Zeichnung ist eine Zerstäuberdüse 10 veranschaulicht. Die Figuren 1 und 2
zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel, während Figur 3 das Funktionsprinzip veranschaulicht.
[0028] Die Zerstäuberdüse 10 wird an einer mobilen oder stationären Sprüheinrichtung verwendet
und dient dazu, eine zugeführte Flüssigkeit F unter Verwendung von Druckgas L zu zerstäuben
und die fein zerstäubten Flüssigkeitspartikel als Sprühstrahl S bzw. Sprühnebel abzugeben.
In dem Blockschaltbild gemäß Figur 3 ist die strömende Flüssigkeit F durch Blockpfeile
und das Druckgas L durch einfache Pfeile schematisch veranschaulicht. Durch die Punktdichte
ist schematisch das feine Zerstäuben der Flüssigkeit F in Figur 3 illustriert, wobei
eine geringere Punktdichte ein feineres Zerstäuben darstellt.
[0029] Die Zerstäuberdüse 10 hat ein Düsengehäuse 11. An dem Düsengehäuse ist ein Flüssigkeitsanschluss
12 zum Zuführen der Flüssigkeit F und ein Gasanschluss 13 zum Zuführen des Druckgases
L vorhanden. Der Flüssigkeitsanschluss 12 ist an einem hohlzylindrischen Anschlussstutzen
14 des Düsengehäuses 11 angeordnet. Der Anschlussstutzen 14 ist koaxial zu einer Düsenachse
A angeordnet. Der Gasanschluss 13 ist beispielsgemäß ringförmig um den Anschlussstutzen
14 koaxial zur Düsenachse A angeordnet. Die Anzahl und die Anordnung des Gasanschlusses
13 bzw. des Flüssigkeitsanschlusses 12 können abhängig von der Sprüheinrichtung, an
der die Zerstäuberdüse 10 verwendet wird, auch in anderer Anordnung und Ausrichtung
am Düsengehäuse 11 vorgesehen sein.
[0030] Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel hat das Düsengehäuse 11 einen in etwa
zylindrisch konturierten Gehäuseteil 11a, von dem der Anschlussstutzen 14 des Düsengehäuses
11 wegragt. Der Gehäuseteil 11a ist koaxial zur Düsenachse A angeordnet. Der Gasanschluss
13 ist koaxial um den Anschlussstutzen 14 in einer Stirnwand des Gehäuseteils 11a
angeordnet. Am Gehäuseteil 11a kann ein Werkzeugangriffsabschnitt 11b mit einer oder
mehreren Angriffsflächen für ein Werkzeug vorgesehen sein, beispielsweise um die Zerstäuberdüse
10 bei deren Befestigung an einer Sprüheinrichtung in Umfangsrichtung U um die Düsenachse
A zu drehen und mechanisch und fluidisch mit der Sprüheinrichtung zu verbinden.
[0031] Das Düsengehäuse 11 ist beispielsgemäß als einstückiger, integraler Düsenkörper 15
ausgeführt und kann beispielsweise als 3D-Druck oder durch ein anderes additives Herstellungsverfahren
hergestellt werden. Der Düsenkörper 15 ist frei von Naht- und Fügestellen und ist
aus einem einheitlichen Material hergestellt.
[0032] Der Flüssigkeitsanschluss 12 ist fluidisch mit einem Flüssigkeitskanal 19 verbunden.
Ein sich an den Flüssigkeitsanschluss 12 anschließender erster Abschnitt 19a des Flüssigkeitskanals
19 hat eine zylindrische Form und erstreckt sich koaxial zur Düsenachse A. Unmittelbar
an den ersten Abschnitt 19a schließt sich ein Drallerzeugungsabschnitt 19b des Flüssigkeitskanals
19 an. In diesem Drallerzeugungsabschnitt 19b ist ein Drallerzeuger 20 angeordnet,
der der Flüssigkeit F, die vom ersten Abschnitt 19a in den Drallerzeugungsabschnitt
19b strömt, einen Drall erteilt. Durch die Erteilung des Dralls strömt die Flüssigkeit
F in bzw. nach dem Drallerzeugerabschnitt 19b nicht mehr nur axial entlang des Flüssigkeitskanals
19, sondern es entsteht ein hohlkegelförmiger Strahlverlauf oder gegebenenfalls ein
spiralförmiger bzw. schraubenförmiger Strömungsverlauf.
[0033] Der Drallerzeuger 20 ist beim Ausführungsbeispiel durch einen Drallkörper 21 gebildet,
der koaxial zur Düsenachse A im Drallerzeugerabschnitt 19b angeordnet ist. Der Drallkörper
21 kann Leitflächen oder Leitkanäle aufweisen, um der Flüssigkeit F einen Drall zu
erteilen. Es ist auch möglich, einen Drallerzeuger 20 mit einem Schaufelrad zu verwenden.
[0034] Grundsätzlich können ein oder mehrere geeignete Drallerzeugungsmittel eingesetzt
werden, um der Flüssigkeit beim Einströmen in den Flüssigkeitskanal 19 oder während
des Strömens im Flüssigkeitskanal 19 einen Drall zu erteilen. Es können auch Strömungseffekte,
wie beispielsweise der Coanda-Effekt zur Drallerteilung genutzt werden. Es ist außerdem
möglich, die Einströmung der Flüssigkeit F in den Flüssigkeitskanal 19 radial versetzt
zur Düsenachse A, tangential zu einer Kanalwand 22 des Flüssigkeitskanals 19 und schräg
geneigt zur Düsenachse A auszuführen, so dass bereits dadurch eine drallbehaftete
Flüssigkeitsströmung erreicht wird.
[0035] Als weitere Möglichkeit könnte auch ein Prallkörper in dem Flüssigkeitskanal 19 angeordnet
werden (nicht veranschaulicht), der geeignet, bspw. im Wesentlicher plattenförmig
gestaltet ist, so dass beim Aufprall einer Flüssigkeit F auf den Prallkörper eine
dünne, im Wesentlichen tellerförmige Flüssigkeitsschicht erzeugt wird, die auch als
Prallstrahl bezeichnet wird.
[0036] Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Drallerzeugung im Drallerzeugungsabschnitt
19b dadurch unterstützt, dass sich der Kanalquerschnitt des Drallerzeugungsabschnitts
19b oder eines dem Drallerzeugungsabschnitt 19b stromabwärts unmittelbar nachfolgenden,
hier nicht näher bezeichneten Übergangsabschnitts in Strömungsrichtung verringert.
Dies ist dadurch erreicht, dass der Durchmesser des Drallerzeugungsabschnitts 19b
bzw. Übergangsabschnitts ausgehend vom ersten Abschnitt 19a abnimmt. Bevorzugterweise
ist die Drallerzeugung unmittelbar vor dem Übergangsabschnitt abgeschlossen.
[0037] Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel kann der Durchmesser des Flüssigkeitskanals
19 im Drallerzeugungsabschnitt 19b konstant und der verjüngte Übergangsabschnitt weggelassen
sein, was beispielhaft schematisch in der Prinzipdarstellung gemäß Figur 3 veranschaulicht
ist.
[0038] An den Drallerzeugungsabschnitt 19b schließt sich gegebenenfalls über den Übergangsabschnitt
ein Endabschnitt 19c des Flüssigkeitskanals 19 an. In dem Endabschnitt 19c des Flüssigkeitskanals
19 nimmt der Durchmesser der Kanalwand 22 vom Drallerzeugungsabschnitt 19b weg zu.
Die an der Kanalwand 22 entlang strömende Flüssigkeit hat ausgehend von dem kleinsten
Kanalwanddurchmesser an der Übergangsstelle zwischen dem Drallerzeugungsabschnitt
19b und dem Endabschnitt 19c die Tendenz, weiter entlang der Kanalwand 22 zu strömen.
Dadurch bildet sich im Endabschnitt eine Strömungsschicht FH der Flüssigkeit F aus,
die die Gestalt eines Hohlkegelstumpfes hat. Die Strömungsschicht FH ist koaxial zur
Düsenachse A in der Zerstäuberdüse 10 gebildet. Die Strömungsschicht FH ist stark
schematisiert in Figur 3 durch die Blockpfeile und Punkte im Endabschnitt 19c veranschaulicht.
[0039] Zur weiteren Unterstützung der Ausbildung der hohlkegelförmigen Strömungsschicht
FH ist im Endabschnitt 19c des Flüssigkeitskanals ein Zentralteil 25 angeordnet, dessen
Durchmesser sich zu einer Ringmischkammer 26 hin erweitert, in die der Flüssigkeitskanal
19 einmündet. Beispielsgemäß schließt sich die Ringmischkammer 26 unmittelbar an den
Endabschnitt 19c des Flüssigkeitskanals 19 an.
[0040] Das Zentralteil 25 wird mittig von der Düsenachse A durchsetzt. Durch die Anordnung
des Zentralteils 25 und den sich erweiternden Kanalquerschnitt des Endabschnitts 19c
ist der Endabschnitt 19c als koaxial zur Düsenachse A, in Umfangsrichtung U um die
Düsenachse A ringförmig geschlossener, hohlkegelstumpfähnlicher Kanal ausgeführt.
[0041] Die Kanalwand 22 des Flüssigkeitskanals 19 verläuft in dem Drallerzeugungsabschnitt
19b und dem Endabschnitt 19c entlang der Düsenachse A gekrümmt. Im Drallerzeugungsabschnitt
19b wird dadurch der Kanalquerschnitt verringert und im Endabschnitt 19c wieder vergrößert.
Angepasst hierzu ist die Außenfläche 27 des Zentralteils 25 entlang der Düsenachse
A ebenfalls gekrümmt und beispielsgemäß konkav gekrümmt. Die Außenfläche 27 des Zentralteils
25 liegt der Kanalwand 22 gegenüber und ist vorzugsweise derart an den Verlauf der
Kanalwand angepasst, dass der zur Düsenachse A senkrechte, radiale Wandabstand zwischen
der Außenfläche 27 des Zentralteils 25 zu der außenliegenden Innenwand des Endabschnitts
19c im Wesentlichen konstant bleibt, wobei sich die ringförmige Strömungsquerschnittsfläche
in stromabwärtiger Richtung mit zunehmender Entfernung zu der Düsenachse A vergrößert.
[0042] In der Zerstäuberdüse 10 wird somit vor der Ringmischkammer 26 eine hohlkegelstumpfförmige
Strömungsschicht FH erzeugt, die in die Ringmischkammer 26 einströmt. Dazu kann ein
Drallerzeugungsmittel und/oder der sich erweiternde Endabschnitt 19c mit dem darin
angeordneten Zentralteil 25 verwendet werden. Beispielsgemäß sind beide Maßnahmen
gemeinsam verwirklicht.
[0043] In der sich an den Endabschnitt 19c anschließenden Ringmischkammer 26 wird Druckgas
L zugeführt, um die Flüssigkeit F in kleine Flüssigkeitspartikel zu zerstäuben. Hierzu
ist der Gasanschluss 13 an ein Gasleitungssystem 28 der Zerstäuberdüse 10 angeschlossen.
Zu dem Gasleitungssystem 28 können Gasschläuche gehören, die außerhalb des Düsengehäuses
11 angeordnet sind, wobei - wie bei dem hier veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiel
- vorzugsweise ausschließlich Gaskanäle verwendet werden, die im Düsengehäuse 11 und
beispielsgemäß im Gehäuseteil 11a angeordnet bzw. ausgebildet sind. Beim Ausführungsbeispiel
werden alle Gaskanäle des Gasleitungssystems 28 bei der Herstellung des Düsenkörpers
15 gebildet.
[0044] Zu dem Gasleitungssystem 28 gehört ein äußerer Injektionskanal 29, der sich in Umfangsrichtung
U um die Düsenachse A ringförmig um zumindest einen Abschnitt des Flüssigkeitskanals
19 herum erstreckt und an einer äußeren Injektionsstelle 30 in die Ringmischkammer
26 einmündet. Die äußere Injektionsstelle 30 ist als kreisringförmiger Spalt ausgeführt
und koaxial zur Düsenachse A angeordnet.
[0045] Radial außen gegenüber der Ringmischkammer 26 und beispielsgemäß koaxial zur Ringmischkammer
26 ist ein beim Ausführungsbeispiel ringförmiger Verbindungskanal 31 des Gasleitungssystems
28 im Düsengehäuse 11 angeordnet, der fluidisch über eine oder mehrere Durchgangsöffnungen
32 mit einem zentralen Gaskanal 33 des Gasleitungssystem 28 verbunden ist. Der zentrale
Gaskanal 33 erstreckt sich entlang der Düsenachse A und ist von der Ringmischkammer
26 in Umfangsrichtung U umschlossen. Ein Teil des Druckgases L, die dem zentralen
Gaskanal 33 zugeführt wird, mündet in einen inneren Injektionskanal 34 an der radial
inneren Seite der Ringmischkammer 26. Der innere Injektionskanal 34 kann durch einen
Abschnitt des zentralen Gaskanals 33 gebildet sein oder durch Trennwände getrennt
vom zentralen Gaskanal 33 abzweigen. Der innere Injektionskanal 34 mündet an einer
inneren Injektionsstelle 35 in die Ringmischkammer 26 ein. Die innere Injektionsstelle
35 ist als ein in Umfangsrichtung U um die Düsenachse A vorzugsweise geschlossener,
möglichst ununterbrochener Kreisringspalt ausgeführt.
[0046] Neben dem inneren Injektionskanal 34 ist mit dem zentralen Gaskanal 33 ein Zentralkanal
36 fluidisch verbunden, der vom zentralen Gaskanal 33 abzweigen oder durch einen Abschnitt
des zentralen Gaskanals 33 gebildet sein kann. Der Zentralkanal 36 mündet stromaufwärts
des Endabschnitts 19c in den Flüssigkeitskanal 19a ein. Die Mündung 37 des Zentralkanals
36 ist koaxial zur Düsenachse A angeordnet und in Richtung der Düsenachse A vom Endabschnitt
19c bzw. der Ringmischkammer 26 weg orientiert. Die dort ausströmende Druckgas L strömt
somit in etwa entgegen der Flüssigkeit F und unterstützt die Ausbildung der Strömungsschicht
FH in dem Endabschnitt 19c des Flüssigkeitskanals 19.
[0047] An dem Ende der Zerstäuberdüse 10, an dem wenigstens ein Sprühstrahl S abgegeben
wird, ist wenigstens eine Austrittsöffnung 40 vorhanden. Bei dem hier in den Figuren
1 und 2 veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Zerstäuberdüse
10 mehrere, beispielsweise 8 in Umfangsrichtung U um die Düsenachse A verteilt angeordnete
Austrittsöffnungen 40 auf. Die wenigstens eine Austrittsöffnung 40 kann als zylindrische
Bohrung, als Schlitz oder vorzugsweise in Form einer Lavaldüse ausgeführt sein. Beispielsgemäß
hat die wenigstens eine Austrittsöffnung 40 einen sich in Strömungsrichtung konisch
erweiternden Querschnitt. Die Längsachse jeder Austrittsöffnung 40 ist gegenüber der
Düsenachse A geneigt. Der Neigungswinkel der Bohrungsachse der Austrittsöffnung 40
zu der Düsenachse A liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 10° und 30°. Durch die
mehreren Austrittsöffnungen 40, wird jeweils ein Sprühstrahl S erzeugt, der von der
Düsenachse A weg gerichtet ist (Figuren 1 und 3).
[0048] Die Austrittsöffnungen 40 sind in Rohrstücken 41 angeordnet, die fluidisch mit der
Ringmischkammer 26 verbunden sind. Zwischen den Rohrstücken 41 sind die Durchgangsöffnungen
32 dadurch gebildet, dass in Umfangsrichtung U unmittelbar benachbarte Rohrstücke
41 mit Abstand zueinander angeordnet sind. Dadurch wird zwischen den Rohrstücken 41
eine fluidische Verbindung zwischen dem Verbindungskanal 31 und dem zentralen Gaskanal
33 gebildet.
[0049] Zwischen dem Verbindungskanal 31 und dem äußeren Injektionskanal 29 ist eine Trennwand
45 vorhanden, die die Gasströmung im äußeren Injektionskanal 29 zur äußeren Injektionsstelle
30 hin leitet. In Richtung der Strömung des Druckgases L ist mit Abstand zu der äußeren
Injektionsstelle 30 wenigstens eine Kommunikationsöffnung 46 in der Trennwand 45 vorhanden,
durch das Druckgas L ausgehend vom Gasanschluss 13 in den Verbindungskanal 31 strömen
kann. Somit wird sowohl der äußere Injektionskanal 29 als auch der innere Injektionskanal
34 über den Gasanschluss 13 mit Druckgas L versorgt.
[0050] Über die Kommunikationsöffnung 46 werden die Volumenströme in dem Verbindungskanal
31 bis zu dem zentralen Gaskanal 33 und der inneren Injektionsstelle 35 einerseits
und durch den äußeren Injektionskanal 29 und die äußere Injektionsstelle 30 andererseits
je nach Anforderungen bestimmt. In bevorzugten Ausführungsformen liegt das Verhältnis
der Querschnittsfläche der Kommunikationsöffnung 46 zu derjenigen der äußeren Injektionsstelle
30 beispielsweise im Bereich von etwa 20% bis 40%, vorzugsweise bei etwa 30%.
[0051] Dabei können die Querschnitte im Gasleitungssystem 28 bedarfsweise derart gewählt
sein, dass über den äußeren Injektionskanal 29 und die äußere Injektionsstelle 30
ein größerer Gas-Volumenstrom in die Ringmischkammer 26 einströmt als über den inneren
Injektionskanal 34 bzw. die innere Injektionsstelle 35. Beispielsgemäß ist das Flächenverhältnis
zwischen der äußeren Injektionsstelle 30 gegenüber der inneren Injektionsstelle 35
in einem Verhältnis von 1,5:1 bis 2,5:1 vorgegeben. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
beträgt das Flächenverhältnis in etwa 2:1. Dann können beispielsgemäß zumindest etwa
zwei Drittel der in die Ringmischkammer 26 einströmenden Gas über die äußere Injektionsstelle
30 einströmen.
[0052] Das Flächenverhältnis zwischen der inneren Injektionsstelle 35 und der Mündung 37
des Zentralkanals 36 beträgt beim Ausführungsbeispiel etwa 1:10 bis 1:15.
[0053] Wie in den Figuren 2 und 3 veranschaulicht, wird der Flüssigkeit F in der Ringmischkammer
26 an den beiden Injektionsstellen 30, 35 Druckgas L zugeführt. In Figur 2 ist schematisch
eine Mittelebene E der Ringmischkammer 26 veranschaulicht, die im Wesentlichen auch
dem Zentrum des Flüssigkeitsstrahls in der Ringmischkammer 26 entspricht. Der aus
der dem Endabschnitt 19c in die Ringmischkammer 26 eintretende zentrale Flüssigkeitsstrahl
ist durch eine punktierte Linie angedeutet. In Erstreckungsrichtung der Ringmischkammer
26 entlang der Mittelebene E durch die Ringmischkammer 26 sind die beiden Injektionsstellen
30, 35 versetzt zueinander angeordnet. Beispielsgemäß trifft zunächst das Druckgas
L, die aus der inneren Injektionsstelle 35 ausströmt auf die vorbeiströmende Flüssigkeit
F bzw. die Strömungsschicht FH auf, während das Druckgas L aus der äußeren Injektionsstelle
30 weiter stromabwärts in die Ringmischkammer 26 einströmt. In Figur 2 ist durch den
ersten Pfeil schematisch die erste Hauptausströmrichtung P1 aus dem äußeren Injektionskanal
29 in die Ringmischkammer 26 veranschaulicht. Diese erste Hauptausströmrichtung P1,
die hier beispielsweise in etwa parallel zu der Düsenachse A verläuft, schneidet den
zentralen Flüssigkeitsstrahl unter einem ersten Winkel α. Entsprechend ist durch einen
zweiten Pfeil eine zweite Hauptausströmrichtung P2 für das Druckgas L aus dem inneren
Injektionskanal 34 eingezeichnet, die zu der Düsenachse A unter einem spitzen Winkel
angeordnet ist und mit dem zentralen Flüssigkeitsstrahl einen zweiten Winkel β einschließt.
Beispielsgemäß ist der zweite Winkel β betragsmäßig größer als der erste Winkel α.
Der erste Winkel α ist insbesondere kleiner als 45°, während der zweite Winkel β zwischen
70° und 90° liegt.
[0054] Die Zerstäuberdüse 10 gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet wie folgt:
Durch den Flüssigkeitskanal 19 strömt eine Flüssigkeit F. Über ein Drallerzeugungsmittel
und beispielsgemäß den Drallerzeuger 20 wird der Flüssigkeitsströmung im Drallerzeugungsabschnitt
19b ein Drall erteilt. Dadurch und/oder durch die aus dem Zentralkanal 26 über die
Mündung 27 durch das Zentralteil 25 einströmende Druckgas und/oder durch den sich
zur Ringmischkammer 26 hin erweiternden Durchmesser des Endabschnitts 19c des Flüssigkeitskanals
19 wird dort eine hohlkegelstumpfförmige Strömungsschicht FH erzeugt, die in die Ringmischkammer
26 einströmt.
[0055] In der Ringmischkammer 26 trifft zunächst Druckgas L an der inneren Injektionsstelle
35 auf die Strömungsschicht FH auf und beeinflusst deren Strömungsrichtung, in dem
sie der Flüssigkeitsströmung in der Strömungsschicht FH eine zusätzliche Querkomponente
von der Düsenachse A weg zur radial äußeren Seite der Ringmischkammer 26 hin erteilt.
Etwas stromabwärts wird Druckgas L an der äußeren Injektionsstelle 30 zugeführt. Dadurch
dass der Flüssigkeitsströmung bereits stromaufwärts an der inneren Injektionsstelle
35 eine Anregung erteilt wurde, kann durch das Einströmen des Druckgases L von der
äußeren Seite der Ringmischkammer her eine sehr feine Zerstäubung der Flüssigkeit
erreicht werden. Die von unterschiedlichen Seiten in die Ringmischkammer einströmende
Druckgas L erzeugt dabei sozusagen eine Scherwirkung.
[0056] Im weiteren Verlauf der Ringmischkammer 26 stromabwärts der beiden Injektionsstellen
30, 35, kann durch eine oder mehrere Krümmungen in Erstreckung der Ringmischkammer
26 zur Düsenachse A hin und/oder von der Düsenachse A weg eine weitere Zerstäubung
und gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeitspartikel in dem Flüssigkeits-Gas-Gemisch
erzielt werden, das anschließend durch die Austrittsöffnungen 40 in Form von Sprühstrahlen
S abgegeben wird. Beispielsgemäß krümmt sich die Ringmischkammer 26 stromabwärts der
beiden Injektionsstellen zunächst zur Düsenachse A hin und anschließend wieder von
der Düsenachse A weg.
[0057] Anstelle eines gekrümmten Verlaufs der Ringmischkammer 26 zwischen den Injektionsstellen
30, 35 und den Austrittsöffnungen 40 kann in Abwandlung zu dem hier veranschaulichten
Ausführungsbeispiel auch eine hohlzylindrische Ausführung der Ringmischkammer in diesem
Abschnitt vorgesehen sein.
[0058] Die Erfindung betrifft eine Zerstäuberdüse 10 mit einem Flüssigkeitskanal 19, an
den stromabwärts eine Ringmischkammer 26 fluidisch angeschlossen ist. Über einen Flüssigkeitsanschluss
12 wird dem Flüssigkeitskanal 19 eine Flüssigkeit F zugeführt. Die Zerstäuberdüse
10 weist außerdem einen Gasanschluss 13 auf, der an ein Gasleitungssystem 28 angeschlossen
ist. Darüber wird Druckgas L zu einem äußeren Injektionskanal 29 und einem inneren
Injektionskanal 34 geleitet. Die beiden Injektionskanäle 29, 34 münden an jeweils
einer Injektionsstelle 30, 35 in die Ringmischkammer 26 ein. Die äußere Injektionsstelle
30 ist bezüglich einer Düsenachse A, um die sich die Ringmischkammer 26 koaxial erstreckt,
an der radial äußeren Mischkammerwand und die innere Injektionsstelle 35 an der radial
inneren Mischkammerwand vorhanden. Die einströmende Flüssigkeit kann mit einem geringen
Druckgasverbrauch in der Ringmischkammer 26 fein zerstäubt und stromabwärts der Ringmischkammer
26 über wenigstens eine Austrittsöffnung 40 jeweils als Sprühstrahl S abgegeben werden.
Bezugszeichenliste:
[0059]
- 10
- Zerstäuberdüse
- 11
- Düsengehäuse
- 11a
- Gehäuseteil
- 11b
- Werkzeugangriffsabschnitt
- 12
- Flüssigkeitsanschluss
- 13
- Gasanschluss
- 14
- Anschlussstutzen
- 15
- Düsenkörper
- 19
- Flüssigkeitskanal
- 19a
- erster Abschnitt des Flüssigkeitskanals
- 19b
- Drallerzeugungsabschnitt
- 19c
- Endabschnitt
- 20
- Drallerzeuger
- 21
- Drallkörper
- 22
- Kanalwand des Flüssigkeitskanals
- 25
- Zentralteil
- 26
- Ringmischkammer
- 27
- Außenfläche des Zentralteils
- 28
- Gasleitungssystem
- 29
- äußerer Injektionskanal
- 30
- äußere Injektionsstelle
- 31
- Verbindungskanal
- 32
- Durchgangsöffnung
- 33
- zentraler Gaskanal
- 34
- innerer Injektionskanal
- 35
- inneren Injektionsstelle
- 36
- Zentralkanal
- 37
- Mündung des Zentralkanals
- 40
- Austrittsöffnung
- 41
- Rohrstück
- 45
- Trennwand
- 46
- Kommunikationsöffnung
- α
- erster Winkel
- β
- zweiter Winkel
- A
- Düsenachse
- E
- Mittelebene
- F
- Flüssigkeit
- FH
- Strömungsschicht
- L
- Druckgas
- P1
- erste Ausströmrichtung
- P2
- zweite Ausströmrichtung
- S
- Sprühstrahl
- U
- Umfangsrichtung
1. Zerstäuberdüse (10)
mit einem Flüssigkeitsanschluss (12) zum Zuführen einer Flüssigkeit (F) zu einem Flüssigkeitskanal
(19), der stromabwärts mit einer Ringmischkammer (26) verbunden ist, die eine Düsenachse
(A) koaxial umschließt,
mit einem Mittel (20, 25), das in einem sich zur Ringmischkammer (26) erweiternden
Endabschnitt (19c) des Flüssigkeitskanals (19) eine sich aufweitende, schräg von der
Düsenachse (A) weg gerichtete Strömungsschicht (FH) bildet, die in die sich an den
Endabschnitt (19c) des Flüssigkeitskanals (19) anschließende Ringmischkammer (26)
strömt,
mit wenigstens einem Gasanschluss (13) zum Zuführen von Druckgas (L) zu einem Gasleitungssystem
(28), das wenigstens einen äußeren Injektionskanal (29) und wenigstens einen inneren
Injektionskanal (34) aufweist,
wobei der äußere Injektionskanal (29) an einer äußeren Injektionsstelle (30) bezogen
auf die Düsenachse (A) radial außen in die Ringmischkammer (26) einmündet,
und wobei der innere Injektionskanal (34) an einer inneren Injektionsstelle (35) bezogen
auf die Düsenachse (A) radial innen in die Ringmischkammer (26) einmündet,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel (20, 25) zur Erzeugung der Strömungsschicht (FH) ein Drallerzeugungsmittel
(20, 21) aufweist, das der in dem Flüssigkeitskanal (19) strömenden Flüssigkeit (F)
einen Drall erteilt.
2. Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Injektionsstelle (30) und die innere Injektionsstelle (35) in Erstreckungsrichtung
der Ringmischkammer (26) versetzt zueinander angeordnet sind.
3. Zerstäuberdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Injektionsstelle (30) in Erstreckungsrichtung der Ringmischkammer (26)
stromabwärts zur inneren Injektionsstelle (35) angeordnet ist.
4. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasleitungssystem (28) den inneren Injektionskanal (34) und den äußeren Injektionskanal
(30) fluidisch mit dem Gasanschluss (13) verbindet und derart ausgebildet ist, das
der Gas-Volumenstrom, der über den äußeren Injektionskanal (29) in die Ringmischkammer
(26) einströmt, größer ist als der Gas-Volumenstrom, der über den inneren Injektionskanal
(34) in die Ringmischkammer (26) einströmt und/oder dass die Querschnittsfläche der
äußeren Injektionsstelle (30) größer ist als diejenige der inneren Injektionsstelle
(35).
5. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringmischkammer (26) stromabwärts mit wenigstens einer Austrittsöffnung (40)
verbunden ist, aus der der zerstäubte Sprühstrahl (S) austritt.
6. Zerstäuberdüse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringmischkammer (26) zwischen den Injektionsstellen (30, 35) und der wenigstens
einen Austrittsöffnung (40) einen in Richtung der Düsenachse (A) einfach oder mehrfach
gekrümmten Verlauf aufweist.
7. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (20, 25) zur Erzeugung der Strömungsschicht (FH) dazu eingerichtet ist,
eine in Umfangsrichtung (U) um die Düsenachse (A) geschlossene Strömungsschicht (FH)
zu erzeugen.
8. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (20, 25) zur Erzeugung der Strömungsschicht (FH) ein in oder vor dem Endabschnitt
(19c) des Flüssigkeitskanals (19) angeordnetes Zentralteil (25) aufweist, das von
der Strömungsschicht (FH) umströmt wird, wobei die Düsenachse (A) durch das Zentralteil
(25) hindurch verläuft.
9. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Drallerzeugungsmittel ein Drallerzeuger (20) gehört, der in dem Flüssigkeitskanal
(19) angeordnet ist und von der einströmenden Flüssigkeit (F) angeströmt wird und
diesem Flüssigkeitsstrom einen Drall erteilt.
10. Zerstäuberdüse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Drallerzeuger (20) in einem sich stromaufwärts an den Endabschnitt (19c) des
Flüssigkeitskanals (19) anschließenden Drallerzeugungsabschnitt (19b) des Flüssigkeitskanals
(19) angeordnet ist.
11. Zerstäuberdüse nach einem der Ansprüche 9 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Drallerzeugungsmittel einen sich stromaufwärts an den Endabschnitt (19c) des
Flüssigkeitskanals (19) anschließenden Drallerzeugungsabschnitt (19b) des Flüssigkeitskanals
(19) aufweist, der einen Abschnitt bildet oder unmittelbar stromaufwärts von einem
Abschnitt angeordnet ist, der einen sich zum Endabschnitt (19c) hin abnehmenden Querschnitt
oder Durchmesser aufweist.
12. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasleitungssystem (28) einen Zentralkanal (33) aufweist, der sich entlang der
Düsenachse (A) im Zentralteil (25) erstreckt und in den Flüssigkeitskanal (19) einmündet.
13. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerstäuberdüse (10) einen Düsenkörper (15) aufweist, in dem der Flüssigkeitskanal
(19) und die Ringmischkammer (26) vorhanden ist, der integral hergestellt ist.
14. Zerstäuberdüse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentralteil (25) integraler Bestandteil des Düsenkörpers (15) ist.
1. Atomizer nozzle (10) comprising
a liquid connection (12) for supplying a liquid (F) to a liquid channel (19) that
is connected downstream to an annular mixing chamber (26) that coaxially encloses
a nozzle axis (A),
a means (20, 25) that forms, in an end section (19c) of the liquid channel (19) widening
to the annular mixing chamber (26), a widening flow layer (FH) directed obliquely
away from the nozzle axis (A), said flow layer flowing into the annular mixing chamber
(26) adjoining the end section (19c) of the liquid channel (19),
at least one gas connection (13) for supplying pressurized gas (L) to a gas line system
(28) that comprises at least one outer injection channel (29) and at least one inner
injection channel (34),
wherein the outer injection channel (29) opens into the annular mixing chamber (26)
at an outer injection point (30) at a radially outside location relative to the nozzle
axis (A),
and wherein the inner injection channel (34) opens into the annular mixing chamber
(26) at an inner injection point (35) at a radially inside location relative to the
nozzle axis (A),
characterized in that
the means (20, 25) for generating the flow layer (FH) comprises a swirl-generating
means (20, 21) that imparts a swirl to the liquid (F) flowing in the liquid channel
(19) .
2. Atomizer nozzle according to Claim 1, characterized in that the outer injection point (30) and the inner injection point (35) are arranged so
as to be offset relative to each other in an extension direction of the annular mixing
chamber (26).
3. Atomizer nozzle according to Claim 2, characterized in that the outer injection point (30) is arranged in the extension direction of the annular
mixing chamber (26) downstream relative to the inner injection point (35).
4. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the gas line system (28) fluidically connects the inner injection channel (34) and
the outer injection channel (30) to the gas connection (13) and is configured such
that the gas volume flow flowing into the annular mixing chamber (26) via the outer
injection channel (29) is greater than the gas volume flow flowing into the annular
mixing chamber (26) via the inner injection channel (34), and/or that the cross-sectional
area of the outer injection point (30) is larger than that of the inner injection
point (35).
5. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the annular mixing chamber (26) is connected downstream to at least one outlet opening
(40) from which the atomized spray jet (S) is discharged.
6. Atomizer nozzle according to Claim 5, characterized in that the annular mixing chamber (26) has a shape that is curved in the direction of the
nozzle axis (A) one or more times between the injection points (30, 35) and the at
least one outlet opening (4).
7. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the means (20, 25) for generating the flow layer (FH) is arranged to generate a flow
layer (FH) that is closed in circumferential direction (U) around the nozzle axis
(A).
8. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the means (20, 25) for generating the flow layer (FH) has a central part (25) arranged
in or upstream of the end section (19c) of the liquid channel (19), said flow layer
(FH) flowing around said central part, wherein the nozzle axis (A) extends through
the central part (25).
9. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the swirl-generating means comprises a swirl generator (20) which is arranged in
the fluid channel (19) and which is acted upon by the inflowing liquid (F) and imparts
a swirl to said liquid flow.
10. Atomizer nozzle according to Claim 9, characterized in that the swirl generator (20) is arranged in a swirl-generating section (19b) of the liquid
channel (19) adjoining the end section (19c) of the liquid channel (19) upstream thereof.
11. Atomizer nozzle according to anyone of the Claims 9 to 10, characterized in that the swirl-generating means comprises a swirl-generating section (19c) of the liquid
channel (19) adjoining the end section (19c) of the liquid channel (19) upstream thereof,
said end section (19c) forming a section, or being arranged directly upstream of a
section, that has a cross-section or diameter that decreases toward the end section
(19c).
12. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the gas line system (28) comprises a central channel (33) that extends in the central
part (25) along the nozzle axis (A) and opens into the liquid channel (19).
13. Atomizer nozzle according to anyone of the preceding claims, characterized in that the atomizer nozzle (10) comprises a nozzle body (15) in which the liquid channel
(19) and the annular mixing chamber (26) are provided, said nozzle body being integrally
formed.
14. Atomizer nozzle according to Claim 13, characterized in that the central part (25) is an integral part of the nozzle body (15).
1. Buse de pulvérisation (10),
comprenant un raccord de liquide (12) destiné à acheminer un liquide (F) à un canal
de liquide (19) qui est relié en aval à une chambre de mélange annulaire (26) qui
entoure de façon coaxiale un axe de buse (A),
comprenant un moyen (20, 25) qui, dans une portion d'extrémité (19c) du canal de liquide
(19) s'évasant en direction de la chambre de mélange annulaire (26), forme une couche
d'écoulement (FH) qui s'élargit et est orientée en biais à partir de l'axe de buse
(A) et qui s'écoule dans la chambre de mélange annulaire (26) se raccordant à la portion
d'extrémité (19c) du canal de liquide (19),
comprenant au moins un raccord de gaz (13) destiné à acheminer du gaz comprimé (L)
à un système de canalisations de gaz (28) qui présente au moins un canal d'injection
extérieur (29) et au moins un canal d'injection intérieur (34),
le canal d'injection extérieur (29) débouchant radialement à l'extérieur dans la chambre
de mélange annulaire (26), en un point d'injection extérieur (30), rapporté à l'axe
de buse (A),
et le canal d'injection intérieur (34) débouchant radialement à l'intérieur dans la
chambre de mélange annulaire (26), en un point d'injection intérieur (350), rapporté
à l'axe de buse (A),
caractérisée en ce que le moyen (20, 25) destiné à générer la couche d'écoulement (FH) présente un moyen
de génération de tourbillon (20, 21) qui applique un moment angulaire cinétique au
liquide (F) s'écoulant dans le canal de liquide (19).
2. Buse de pulvérisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le point d'injection extérieur (30) et le point d'injection intérieur (35) sont disposés
de façon décalée dans le sens de la longueur de la chambre de mélange annulaire (26).
3. Buse de pulvérisation selon la revendication 2, caractérisée en ce que le point d'injection extérieur (30) est disposé en aval du point d'injection intérieur
(35), dans le sens de la longueur de la chambre de mélange annulaire (26).
4. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le système de canalisations de gaz (28) relie le canal d'injection intérieur (34)
et le canal d'injection extérieur (29) sur le plan fluidique au raccord de gaz (13)
et est agencé de manière à ce que le débit volumique de gaz, qui entre dans la chambre
de mélange annulaire (26) en passant par le canal d'injection extérieur (29), soit
plus grand que le débit volumique de gaz qui entre dans la chambre de mélange annulaire
(26) en passant par le canal d'injection intérieur (34), et/ou que l'aire de section
du point d'injection extérieur (30) soit plus grande que celle du point d'injection
intérieur (35).
5. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la chambre de mélange annulaire (26) est reliée en aval à au moins une ouverture
de sortie (40) par laquelle sort le jet de pulvérisation (S) projeté.
6. Buse de pulvérisation selon la revendication 5, caractérisée en ce que la chambre de mélange annulaire (26) présente une forme à une ou plusieurs courbures
dans le sens de l'axe de buse (A), entre les points d'injection (30, 35) et l'ouverture
de sortie (40), au nombre d'au moins une.
7. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moyen (20, 25) destiné à générer la couche d'écoulement (FH) est conçu pour générer
une couche d'écoulement (FH) qui est fermée dans le sens périphérique (U) autour de
l'axe de buse (A).
8. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moyen (20, 25) destiné à générer la couche d'écoulement (FH) présente un élément
central (25) qui est disposé dans ou devant la portion d'extrémité (19c) du canal
de liquide (19) et autour duquel s'écoule la couche d'écoulement (FH), l'axe de buse
(A) passant par l'élément central (25).
9. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moyen de génération de tourbillon comprend un générateur de tourbillon (20) qui
est disposé dans le canal de liquide (19) et sur lequel arrive le liquide (F) entrant
et qui applique un moment angulaire cinétique à ce flux de liquide.
10. Buse de pulvérisation selon la revendication 9, caractérisée en ce que le générateur de tourbillon (20) est disposé dans une portion de génération de tourbillon
(19b) du canal de liquide (19), qui se raccorde en amont à la portion d'extrémité
(19c) du canal de liquide (19).
11. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications 9 à 10, caractérisée en ce que le moyen de génération de tourbillon comprend une portion de génération de tourbillon
(19b) du canal de liquide (19) qui se raccorde en amont à la portion d'extrémité (19c)
du canal de liquide (19) et qui constitue une portion ou est disposée directement
en amont d'une portion présentant une section transversale ou un diamètre qui diminue
en direction de la portion d'extrémité (19c).
12. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le système de canalisations de gaz (28) présente un canal central (33) qui s'étend
le long de l'axe de buse (A) dans l'élément central (25) et débouche dans le canal
de liquide (19).
13. Buse de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la buse de pulvérisation (10) présente un corps de buse (15) dans lequel sont prévus
le canal de liquide (19) et la chambre de mélange annulaire (26) et qui est réalisé
d'une seule pièce.
14. Buse de pulvérisation selon la revendication 13, caractérisée en ce que l'élément central (25) fait partie intégrante du corps de buse (15).