[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Plombe zur Sicherung von Waren sowie ein
Verfahren zur Sicherung einer Ware. Die erfindungsgemäße Plombe sowie das erfindungsgemäße
Verfahren sollen insbesondere dem Schutz gegen Umtauschbetrug von Waren dienen, die
telefonisch oder über das Internet bestellt werden.
[0002] Warensicherungsetiketten fanden Mitte der 80er Jahre Einzug in deutsche Warenhäuser
zur Verhinderung von Ladendiebstählen. Diese bestehen in der Regel aus einem Transponder
am Gebäudeausgang und einer Senderspule, die an der Ware befestigt wird. Um die Senderspule
von der Ware zu entfernen, werden spezielle Vorrichtungen an der Kasse benötigt, die
beispielsweise magnetisch das Etikett von der Ware lösen. Typischerweise befinden
sich in einem solchem EAS-Schutzsystem (Electronic Article Surveillance) ein Transmitter
und ein Receiver innerhalb einer definierten Schutzzone.
[0003] Transpondersysteme zur Detektion befinden sich meist zwischen Ladenkasse und Ausgang
des Geschäfts. Derzeit sind vier verschiedene elektronische Warensicherungssysteme
auf dem Markt: Es gibt radiofrequente, elektromagnetische, hochfrequente und akustomagnetische
Warensicherungssysteme mit jeweils unterschiedlichen EAS-Elementen. Je nach Typ der
Sicherungen kann das an der Ware befindliche Etikett durch messbare Magnetfelder,
Resonanzfrequenzen und/oder Schwingungen erkannt werden. Im Falle eines Diebstahles
verlässt ein geschützter Artikel die Schutzzone und das EAS-Element löst in der Nähe
der Transponder einen Alarm aus.
[0004] Alternativ gibt es Gehäuse, die bei unerlaubtem Entfernen die Ware, etwa mit Farbe,
unbrauchbar machen. Gemeinsam ist allen bisherigen Warensicherungsetiketten die ausschließlich
passive Funktion, d.h. sie sind ausschließlich vom Kassenpersonal mit Hilfe spezieller
Gerätschaften aktivierbar und deaktivierbar.
[0005] US 2007/205902 A1 offenbart eine Plombe zur Sicherung von Waren, welche die Merkmale des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 umfasst.
[0006] Aus der
EP 0 978 812 A2 ist eine elektronische Plombe mit einer Alarmschaltung offenbart.
[0007] EP 2 568 443 A1 beschreibt eine RFID-basierte Plombe, welche ein unbefugtes Öffnen verhindert bzw.
aufzeichnet.
[0008] In der
DE 10 2012 112 240 A1 wird eine kombinierte RFID-Plombe dargestellt, die gleichzeitig die Funktion der
passiven und aktiven RFID-Plombe besitzt.
[0009] US 2002/171550 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Sicherung von Waren, wobei das Verbindungselement
der Vorrichtung ein Kabel aufweist.
[0010] Im Distanzhandel, d.h. bei Bestellung per Telefon oder Internet und der Zusendung
der bestellten Ware per Post oder Lieferdienst, werden bislang keine Warensicherungen
eingesetzt. Allerdings leidet gerade der Distanzhandel unter dem zunehmenden Phänomen
des sogenannten "Wardrobing". Bei Fernabsatzverträgen steht dem Verbraucher in Deutschland
grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu. Mit anderen Worten kann der Verbraucher innerhalb
einer Frist von zwei Wochen einen z.B. über das Internet abgeschlossenen Kaufvertrag
ohne Angabe von Gründen widerrufen und die bereits erhaltene Ware zurücksenden. Von
diesem Widerrufsrecht wird teilweise massiv Gebrauch gemacht. So werden beispielsweise
zwischen 30 % und 50 % der Waren im Segment Kleidung und Schuhe retourniert.
[0011] Solange das Widerrufsrecht lediglich dafür ausgenutzt wird, die erhaltene Ware zu
begutachten und ggf. anzuprobieren, ist dies nicht weiter problematisch. Tatsächlich
werden aber oftmals in betrügerischer Absicht die Waren gar nicht zum Zweck eines
Kaufes bestellt, sondern lediglich vom Händler "ausgeliehen". Mit anderen Worten wird
beispielsweise ein bestimmtes Kleidungsstück oder ein Paar Schuhe bestellt, zu einem
bestimmten Anlass oder für eine Woche getragen und anschließend unter Hinweis auf
das Widerrufsrecht zurückgesandt. Aufgrund der dadurch entstehenden Gebrauchsspuren
sind in bestimmten Segmenten 10% der retournierten Ware nicht mehr wiederverkäuflich.
[0012] Um diesem zunehmenden Problem Rechnung zu tragen, stellt sich die vorliegende Erfindung
die Aufgabe, eine Plombe bzw. ein Verfahren zur Sicherung von Waren bereitzustellen,
die bzw. das Wardrobing effektiv verhindern kann.
[0013] Herkömmliche Warensicherungsetiketten sind hierfür unter anderem deshalb nicht geeignet,
weil diese lediglich händlerseitig mithilfe spezieller Vorrichtungen im Geschäft oder
Kaufhaus entfernt werden können und keine Kundeninteraktion, wie das Bereitstellen
von Wareninformationen oder die kundenseitige Öffnung, zulassen. Es stellt sich deswegen
ferner die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Warensicherungsvorrichtung bereitzustellen,
welche die Verletzungsgefahr effektiv vermeiden kann.
[0014] Die Aufgaben werden gelöst durch eine Warensicherungsvorrichtung nach Anspruch 1
und ein Verfahren nach Anspruch 5.
[0015] Die Erfindung beruht unter anderem auf der Idee, eine Plombe bzw. ein Warensicherungsetikett
bereitzustellen, das sich nur dann von der gesicherten Ware lösen lässt, wenn eine
Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit der Plombe bzw. des Warensicherungsetiketts
ein vorbestimmtes Datensignal erhält, das der Händler erst dann bereitstellt, wenn
der Kunde auf sein Widerrufsrecht verzichtet hat, die Zwei- Wochen-Frist abgelaufen
ist oder der Kunde die Ware im stationären Handel bezahlt hat. Hierfür wird die Plombe
an einer prominenten Stelle der Ware (z.B. auf der Vorderseite eines Kleidungsstücks)
angebracht, sodass die Ware nur beschränkt genutzt werden kann. Beispielsweise würden
wohl die meisten Betrüger davor zurückschrecken, ein mit einer solchen Plombe versehenes
Kleidungsstück öffentlich oder zu einem bestimmten Anlass zu
tragen. Nichtsdestotrotz erlaubt die Plombe das uneingeschränkte Prüfen der Kleidung,
damit dem Widerrufsrecht Genüge getan wird. Hat der Kunde die Ware hinreichend getestet
und ist sich sicher, dass er diese kaufen und behalten möchte, informiert er den Händler
entsprechend. Der Händler stellt dann einen Code oder ein Datensignal bereit, das
der Kunde in die Dateneingabeeinheit der Plombe eingibt oder das direkt von der Datenempfangseinheit
der Plombe empfangen wird. Anschließend lässt sich die Plombe schadlos von der Ware
entfernen und die Ware vollumfänglich nutzen.
[0016] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf den Distanzhandel beschränkt, sondern
ermöglicht auch einen Einsatz im stationären Handel, um beispielsweise den Kaufprozess
zu beschleunigen, Wareninformationen zur Verfügung zu stellen und das Shoppingerlebnis
zu verbessern. Eine Digitalisierung des Handels scheiterte bisher an entsprechenden
Konzepten mit einem Kundenmehrwert. Auch dadurch stagniert das Wachstum im stationären
Handel, während der Distanzhandel jährlich wächst. Die vorliegende Erfindung soll
diese Diskrepanz lösen.
[0017] So lässt sich die Ware alternativ im Ladengeschäft des Händlers präsentieren und
vom Kunden mittels Mobile- oder Online Payments bezahlen. Die Plombe lässt sich dann
nach erfolgter Bezahlung vor Ort entfernen und der Diebstahlschutz ist damit aufgehoben.
Die Ware ist in den Besitz des Kunden übergegangen. Eine Freischaltung der Plombe
kann beispielsweise mittels des (Kunden-)Smartphones oder an einem SB-Terminal durchgeführt
werden. Auf dem Smartphone könnte eine Applikation (App) installiert sein, die mit
der Plombe kommuniziert. Mit dieser Software könnten sich Wareninformationen auslesen
lassen, Transaktionen ausgelöst und der Freischaltcode übermittelt werden. Kunden
ohne entsprechendes Mobilgerät könnten an speziellen SB-Terminals die Plombe freischalten,
hier übernimmt der Terminal die Codeübermittlung. Anschließend kann der Kunde zusammen
mit der gekauften Ware das Geschäft verlassen. Dies hat den Vorteil, dass der Kunde
sich nicht an einer herkömmlichen Kasse anstellen oder das Händlerpersonal in Anspruch
nehmen muss. Er spart auf diese Weise Zeit ein. Der Händler wiederum kann Kassenpersonal
gegen Verkaufspersonal tauschen und sich auf die Kundenberatung konzentrieren. Durch
die personalisierte Ansprache über das Endgerät des Kunden lassen sich auch Kundenbindungsprogramme
und Rabattaktionen mit dem Kaufprozess und der Plombenentfernung verbinden. Die Kommunikation
zwischen der Plombe und dem Smartphone oder SB-Terminal erfolgt dabei bevorzugt mittels
Nahfeldkommunikation (near field communication, NFC), d.h. nach ISO 18000 -2, -3 und
22536, da diese unter anderem eine sichere Datenübertragung ermöglicht.
[0018] Ist die Plombe einmal von der Ware entfernt, so lässt sich diese nicht mehr durch
den Kunden an der Ware anbringen. Ohne (oder mit beschädigter bzw. manipulierter)
Plombe jedoch wird der Händler die Ware nicht mehr vom Kunden zurücknehmen oder Schadensersatz
verlangen. Reklamationen oder Umtausch nach gesetzlichen Bedingungen oder individuellen
Geschäftsbedingungen sind weiterhin möglich. Eine an der Ware befestigte Plombe hält
im stationären Handel weiterhin den Diebstahlschutz aufrecht.
[0019] Die Erfindung betrifft unter anderem eine Plombe zur Sicherung von Waren, wobei die
Plombe einen ersten Abschnitt mit einem Verbindungselement, einen zweiten Abschnitt
mit einem Aufnahmeelement zur Aufnahme mindestens eines Teils des Verbindungselements
und eine Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit aufweist. Der erste und
zweite Abschnitt können durch Einbringen mindestens eines Teils des Verbindungselements
in das Aufnahmeelement miteinander verbunden werden. Der erste und zweite Abschnitt
können nur dann zerstörungsfrei wieder voneinander getrennt werden, wenn die Dateneingabeeinheit
und/oder Datenempfangseinheit ein vorbestimmtes Datensignal erhält, und wobei das
Verbindungselement eine Nadel aufweist.
[0020] Unter dem Begriff" Nadel" ist im Kontext der vorliegenden Erfindung ein längliches,
dünnes Werkzeug aus hartem Material mit einer Spitze an einem Ende zu verstehen und
umfasst auch beispielsweise die Termini "Nagel" und "Dorn". Bevorzugt ist die Nadel
derart ausgebildet, dass sie den Stoff üblicher Kleidungsstücke durchstechen kann.
Die Dicke der Nadel ist dabei bevorzugt so gewählt, dass ein Herausziehen der Nadel
aus dem Stoff keine wesentlichen sichtbaren Spuren hinterlässt.
[0021] Die beiden Abschnitte der Plombe bestehen bevorzugt aus einem stabilen, harten Material,
beispielsweise aus Hartplastik. Mindestens einer der beiden Abschnitte ist dabei bevorzugt
so groß ausgebildet, dass die an der Ware angebrachte Plombe die Ware sichtbar verunstaltet.
Bevorzugt hat die äußere Oberfläche eines der beiden Abschnitte eine Fläche von mindestens
25 cm<2>, besonders bevorzugt von mindestens 50 cm<2>. Die Plombe kann auch durch
auffällige Farben und/oder Muster oder durch eine entsprechende Beschriftung ("Eigentum
von...") entsprechend auffällig markiert sein.
[0022] Mit einem "zerstörungsfreien" Trennen der beiden Abschnitte ist ein Trennen derart
gemeint, dass für den Händler keine sichtbaren Spuren verbleiben. Mit diesem Merkmal
soll lediglich sichergestellt werden, dass der Händler anhand der zurückgesandten
Ware und der daran befestigten Plombe feststellen kann, ob die Plombe vormals entfernt
wurde. Eine entfernte Plombe deutet im stationären Handel auf einen Kauf hin, um diesen
Kauf nachzuweisen sind zusätzlich Kassen-/ Kaufbelege in physischer oder elektronischer
Form möglich. Eine nicht entfernte Plombe löst beim Verlassen des Überwachungsbereiches
den beschriebenen Diebstahlalarm aus.
[0023] Die Nadel weist ein spitzes Ende und ein stumpfes Ende auf, wobei das spitze Ende
beim Einbringen in das Aufnahmeelement irreversibel mit dem Aufnahmeelement verbunden
wird. Dies hat den Vorteil, dass der Kunde nicht mit dem spitzen Ende der Nadel in
Kontakt gerät und somit eine potentielle Verletzungsgefahr effektiv vermieden werden
kann. Wenn der erste und zweite Abschnitt kundenseitig voneinander getrennt werden,
erfolgt dies dann über eine Freigabe des stumpfen Endes der Nadel. Das stumpfe Ende
der Nadel lässt sich vom ersten Abschnitt dann und nur dann trennen, wenn die Dateneingabeeinheit
und/oder Datenempfangseinheit das vorbestimmte Datensignal erhält. Der erste Abschnitt
der Plombe weist einen Sicherungsmechanismus auf, der das stumpfe Ende der Nadel im
ersten Abschnitt fixiert und der dazu geeignet ist, das stumpfe Ende der Nadel freizugeben,
wenn die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit das vorbestimmte Datensignal
erhält. Hierfür weist das stumpfe Ende der Nadel bevorzugt eine Öffnung und/oder Nut
auf, die mit einem Bolzen und/oder Vorsprung des Sicherungsmechanismus in Eingriff
tritt. Alternativ kann eine Klemme, Klammer oder Feder die Nadel fixieren, wie dies
beispielsweise in der
US 5,426,419 A beschrieben ist. Wenn die Ware zusammen mit der Plombe an den Kunden versandt wird,
kann beispielsweise ein Bolzen des Sicherungsmechanismus derart in eine Öffnung des
stumpfen Endes der Nadel eingeführt sein, dass sich die Nadel nicht aus dem ersten
Abschnitt der Plombe entfernen lässt. Sobald die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit
das vorbestimmte Datensignal erhält, wird der Bolzen entweder aktiv zurückgezogen
oder aber freigegeben, sodass er sich beispielsweise händisch vom Kunden zurückziehen
lässt. Dadurch wiederum wird die Nadel freigegeben, die sich dann gemeinsam mit dem
zweiten Abschnitt der Plombe vom ersten Abschnitt der Plombe lösen lässt. Das spitze
Ende der Nadel verbleibt dabei im zweiten Abschnitt der Plombe.
[0024] Bevorzugt weist das spitze Ende der Nadel eine Nut auf, die beim Einbringen der Nadel
in das Aufnahmeelement irreversibel mit einem Rastmechanismus des Aufnahmeelements
verrastet. Soll die erfindungsgemäße Plombe im stationären Handel für den Diebstahlschutz
eingesetzt werden, so weist die Plombe bevorzugt ein EAS-Element auf. Ein solches
EAS-Element kann z.B. ein akustisch resonantes Magnetelement aufweisen, wie es beispielsweise
in der
US 4,510,489 und der
US 4,510,490 beschrieben ist. Auch die in
US 4,686,516 und
US 4,797,658 beschriebenen Elemente können erfindungsgemäß als EAS-Elemente zum Einsatz kommen.
Die hier beschriebene bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäße Plombe, bei
der das Verbindungselement eine Nadel aufweist, kann besonders vorteilhaft zur Sicherung
von Kleidungsstücken, Schuhen und anderen Waren, die sich zumindest abschnittsweise
leicht mit einer Nadel durchstechen lassen (wie z.B. Ledertaschen, Teppichen, Vorhängen
und dergleichen), einsetzen. Da das Problem des Wardrobing oder Diebstahls jedoch
nicht auf diese Waren beschränkt ist, sondern beispielsweise auch im Bereich von Accessoires
wie Handtaschen, Sonnenbrillen und dergleichen auftritt, ist die vorliegende Erfindung
nicht auf Plomben mit Verbindungselementen beschränkt, die eine Nadel aufweisen. Vielmehr
kann das Verbindungselement auch einen Bolzen, einen Stift, ein Kabel, einen Draht,
ein Seil oder einen Bügel aufweisen.
[0025] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Sicherung einer Ware.
Zunächst werden eine Plombe und eine Ware bereitgestellt. Die Plombe weist einen ersten
Abschnitt mit einem Verbindungselement, einen zweiten Abschnitt mit einem Aufnahmeelement
zur Aufnahme mindestens eines Teils des Verbindungselements und eine Dateneingabeeinheit
und/oder Datenempfangseinheit auf. Erfindungsgemäß handelt es sich bei der Plombe
um eine Plombe, wie sie oben beschrieben wurde. Der erste und zweite Abschnitt der
Plombe werden durch Einbringen mindestens eines Teils des Verbindungselements in das
Aufnahmeelement derart miteinander verbunden, dass die Plombe mit der Ware verbunden
ist und nicht wieder von der Ware entfernt werden kann, ohne dass der erste und zweite
Abschnitt der Plombe voneinander getrennt werden. Dabei sollen der erste und zweite
Abschnitt nur dann zerstörungsfrei wieder voneinander getrennt werden können, wenn
die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit ein vorbestimmtes Datensignal
erhält. Die Ware mit der daran befestigten Plombe wird dann an einen Kunden übermittelt,
beispielsweise per Post oder Lieferdienst an diesen versandt oder der Kunde holt sie
in einer Filiale des Händlers ab. Sobald sich der Kunde dazu entschieden hat, die
Ware endgültig zu behalten und zu bezahlen und auf das Widerrufsrecht verzichten möchte
(oder aber nach Ablauf der zwei Wochen), wird das vorbestimmte Datensignal an die
Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit übertragen. Der erste und zweite
Abschnitt der Plombe können dann voneinander getrennt werden, um die Ware freizugeben.
[0026] Alternativ liegt die Ware im Ladengeschäft des Händler aus. Hier kann der Kunde die
Ware wie gewohnt testen und probieren. Sobald sich der Kunde dazu entschieden hat,
die Ware zu kaufen und zu bezahlen (beispielsweise mittels Smartphone durch Mobile
Payment oder mit Internetverbindung durch ePayment, an einem SB-Kassenterminal oder
klassischem Kassenterminal durch herkömmliche Bezahlmethoden) wird das vorbestimmte
Datensignal an die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit übertragen. Der
erste und zweite Abschnitt der Plombe können dann voneinander getrennt werden, um
die Ware freizugeben. In diesem Fall wird beim Verlassen des Überwachungsbereiches
kein Diebstahlalarm ausgelöst.
[0027] Beiden Alternativen gemein ist unter anderem die Öffnung der Sicherung direkt durch
den Endkunden. Bisherige Lösungen benötigen hierfür immer geschultes Personal und
spezielle Öffnungssysteme, die meist stationär am Point of Sale verbaut sind, was
nicht den flexiblen Einsatz ermöglicht, den die Erfindung erlaubt.
[0028] Die Freigabe der beiden Plombenabschnitte voneinander kann beispielsweise dadurch
erfolgen, dass das vorbestimmte Datensignal zunächst (z.B. auf Anfrage hin) an den
Kunden übermittelt wird und dieser das erhaltene Datensignal dann in die Dateneingabeeinheit
eingibt. Alternativ kann das vorbestimmte Datensignal auch direkt vom Händler an die
Datenempfangseinheit, beispielsweise via Internet, übertragen werden.
[0029] Erfindungsgemäß weist das Verbindungselement eine Nadel auf. Das Verbinden des ersten
und zweiten Abschnitts der Plombe derart, dass die Plombe mit der Ware verbunden wird,
umfasst dann bevorzugt das Durchstechen eines Abschnitts der Ware mithilfe der Nadel,
sodass dieser Abschnitt der Ware zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der Plombe
fixiert ist. Bevorzugt sind der erste und zweite Abschnitt der Plombe zusätzlich über
ein Kabel, einen Draht oder einen Bügel miteinander verbunden, sodass die Fixierung
der Ware nicht über ein Durchstechen mit einer Nadel erfolgen muss, sondern beispielsweise
dadurch, dass das Kabel, der Draht oder der Bügel um einen Abschnitt der Ware, beispielsweise
einen Handtaschenhenkel, geschlungen wird und die Ware so mit der Plombe verbunden
wird.
[0030] Besonders bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend
mit Bezug auf die Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Draufsicht auf einen ersten Abschnitt einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Plombe;
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht des ersten Abschnitts gemäß Figur 1a;
- Fig. 2
- eine seitliche Schnittansicht des ersten Abschnitts der Figur 1a;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung elektronischer Komponenten der erfindungsgemäßen Plombe;
- Fig. 4a-4g
- bevorzugte Merkmale des erfindungsgemäßen Verbindungselements;
- Fig. 5
- eine seitliche Schnittansicht des zweiten Abschnitts einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Plombe;
- Fig. 6
- eine seitliche Teilschnittansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Plombe;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der Plombe gemäß Figur 6;
- Fig. 8a
- einen ersten Abschnitt einer Plombe gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform;
- Fig. 8b
- eine Seitenansicht des ersten Abschnitts gemäß Figur 8a;
- Fig. 9a
- einen ersten Abschnitt einer Plombe gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
in Draufsicht;
- Fig. 9b
- eine Seitenansicht des ersten Abschnitts gemäß Figur 9a;
- Fig. 10a
- eine Draufsicht auf einen ersten Abschnitt einer Plombe gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform;
- Fig. 10b
- eine Seitenansicht des ersten Abschnitts gemäß Figur 10a; und
- Fig. 11
- eine Plombe gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.
[0031] In den Figuren 6 und 7 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Plombe 1 zur Sicherung einer Ware 19 in einer seitlichen Teilschnittansicht und einer
perspektivischen Ansicht dargestellt. Die Plombe 1 weist einen ersten Abschnitt 2
mit einem Verbindungselement 4 und einem zweiten Abschnitt 3 mit einem Aufnahmeelement
5 zur Aufnahme mindestens eines Teils der Verbindungselements 4 auf. Der erste Abschnitt
2 und der zweite Abschnitt 3 können durch Einbringen mindestens eines Teils des Verbindungselements
4 in das Aufnahmeelement 5 derart miteinander verbunden werden, dass die Plombe 1
mit der Ware 19 verbunden wird. Hierbei wird ein Abschnitt der Ware 19 von dem Verbindungselement
4 durchstochen, sodass dieser Abschnitt der Ware 19 zwischen dem ersten Abschnitt
2 und dem zweiten Abschnitt 3 der Plombe 1 fixiert ist.
[0032] Figur 5 zeigt eine detaillierte Schnittansicht des zweiten Abschnitts 3 der Plombe
gemäß den Figuren 6 und 7. Bei der hier dargestellten bevorzugten Ausführungsform
weist das Verbindungselement 4 ein Nadel mit einem spitzen Ende 7 auf, das von dem
Aufnahmeelement 5 des zweiten Abschnitts 3 aufgenommen werden kann. Dabei verrastet
eine Nut 12 des spitzen Endes der Nadel 4 mit einem Rastmechanismus 13 des Aufnahmeelements
5 irreversibel. Der Rastmechanismus 13 kann beispielsweise durch eine Klammer oder
Feder gebildet werden, die beim Einführen der Nadel 4 in das Aufnahmeelement 5 über
das spitze Ende 2 der Nadel gleitet und dann mit der Nut 12 der Nadel verrastet. Ein
Zurückziehen der Nadel 4 aus dem Aufnahmeelement 5 ist nun nicht mehr möglich. Auf
diese Weise sind der erste Abschnitt der Plombe 1 und der zweite Abschnitt 3 der Plombe
1 über die Nadel bzw. das Verbindungselement 4 miteinander verbunden und können nur
dann wieder zerstörungsfrei voneinander getrennt werden, wenn die Dateneingabe- bzw.
Datenempfangseinheit 6 ein vorbestimmtes Datensignal erhält. Eine beispielhafte Ausführungsform
eines entsprechenden Freigabemechanismus ist in der Schnittansicht gemäß Figur 2 dargestellt.
Der dort abgebildete erste Abschnitt 2 einer Plombe 1 ist in Draufsicht und Seitenansicht
auch in den Figuren 1a und 1b zu sehen.
[0033] Der erste Abschnitt 2 der Plombe weist einen Hohlraum bzw. eine Öffnung 22 auf, in
die das stumpfe Ende 8 einer Nadel 4 (vgl. auch Figur 4a) aufgenommen werden kann.
Wie in Figur 4a im Detail dargestellt, kann die Nadel 4 an ihrem stumpfen Ende 8 eine
Öffnung bzw. einen Schlitz 9 aufweisen. Der Sicherungsmechanismus 17 des ersten Abschnitts
2 der Plombe weist einen Bolzen oder Stift 11 auf, der mittels eines Motors des Sicherheitsmechanismus
17 derart nach links und rechts bewegt werden kann, dass der Bolzen 11 mit der Öffnung
9 der Nadel 4 in Eingriff tritt. Wird der Bolzen 11 von der in Figur 2 dargestellten
Position mithilfe des Motors nach links durch die Öffnung 9 der Nadel 4 hindurchbewegt,
bis das linke Ende des Bolzens 11 in die Nut 23 aufgenommen wird, so ist die Nadel
4 gegen ein Herausziehen aus der Öffnung 22 gesichert. Mit anderen Worten ist das
stumpfe Ende 8 der Nadel 4 im ersten Abschnitt 2 der Plombe 1 fixiert. Da zugleich,
wie oben erläutert, das spitze Ende 7 der Nadel 4 mit dem Rastmechanismus 13 des Aufnahmeelements
5 des zweiten Abschnitts 3 der Plombe 1 irreversibel verrastet, kann die Plombe nicht
von der Ware 19 entfernt werden, ohne entweder die Plombe oder die Ware zu beschädigen.
Außerdem kann sich in der Plombe ein erfassbares EAS-Element befinden, wenn diese
im stationären Handel zum Einsatz kommen soll. Dabei handelt es sich bevorzugt um
ein akustomagnetisches Element mit mehreren hartmagnetischen Metallstreifen.
[0034] Wenn nun die Dateneingabe- bzw. Datenempfangseinheit 6 ein vorbestimmtes Datensignal
erhält, so wird mithilfe des Motors des Sicherungsmechanismus 17 der Bolzen 11 aus
der Nut 23 und der Öffnung 9 der Nadel herausgezogen und in die in Figur 2 dargestellte
Position bewegt. Alternativ kann die Nadel indirekt freigegeben werden, etwa indem
eine Klammer, Klemme oder Feder, welche mit der Nadel verrastet ist, durch eine mechanische
Bewegung, beispielsweise durch den Bolzen, einen Motor oder Magnet, gelöst wird. Nun
ist das stumpfe Ende 8 der Nadel 4 freigegeben und die Nadel 4 kann im Wesentlichen
widerstandsfrei aus der Öffnung 22 des ersten Abschnitts 2 der Plombe herausgezogen
werden. Dabei verbleibt das spitze Ende 7 der Nadel 4 in dem Aufnahmeelement 5 des
zweiten Abschnitts 3, sodass das stumpfe Ende 8 der Nadel 4 durch die Ware 19 hindurch
gezogen werden muss, um diese freizugeben.
[0035] Der Sicherungsmechanismus 17 bzw. dessen Motor zur Bewegung des Stifts oder Bolzens
11 wird von einem Mikroprozessor 18 gesteuert und von einer Stromversorgung 15, beispielsweise
einer Batterie, mit Leistung versorgt. Die elektronischen Komponenten sind schematisch
in Figur 3 dargestellt. Um die Batterie 15 zu schonen, kann ein Ein-/Ausschalter 14
vorgesehen sein, der vom Kunden betätigt werden muss, bevor das vorbestimmte Datensignal
in die Dateneingabeeinheit 6 eingegeben bzw. an die Datenempfangseinheit 6 übertragen
wird. In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform weist die Datenempfangseinheit
6 mehrere Fototransistoren oder Fotodioden 16 auf, die dazu geeignet sind, ein optisches
Signal zu empfangen. Ein solches kann beispielsweise wie beim Online-Banking auf einem
Monitor oder Display bereitgestellt werden, dargestellt mittels mehrerer flackernder
Schwarz-Weiß-Flächen. Mithilfe des sogenannten "flickering" lassen sich so Daten,
wie beispielweise der Code zur Bewegung des Bolzens 11 auf die Fotodioden bzw. Fototransistoren
16 der Datenempfangseinheit 6 übertragen, die dann im Mikroprozessor 18 weiterverarbeitet
und/oder entschlüsselt werden, um dann gegebenenfalls den Bolzen 11 in Bewegung zu
setzen. Anstelle dieser Technologie kann beispielsweise auch eine Datenübertragung
mittels NFC oder Bluetooth Low Energy (BLE) zum Einsatz kommen.
[0036] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung weder auf die in Figur 2 dargestellte
Datenempfangseinheit 6 noch auf den speziellen Sicherungsmechanismus 17 beschränkt.
Insbesondere kann anstelle des Motors, der den Bolzen 11 bewegt, auch ein magnetischer
Mechanismus oder dergleichen Verwendung finden. In einer besonders einfachen Ausführungsform
ist der Bolzen metallisch und wird mithilfe einer Spule durch Anlegen von Strom bewegt.
Auch eine indirekte Bewegung ist vorstellbar, etwa indem eine eingerastete Klammer,
Klemme oder Feder gelöst wird und diese dann die Nadel 4 freigibt. Anstelle einer
Datenempfangseinheit 6 mit Fototransistoren 16 kann auch eine Datenempfangseinheit
6 mit einer seriellen Datenschnittstelle wie z.B. einem USB-Anschluss Verwendung finden,
wie dies schematisch in den Figuren 9a und 9b dargestellt ist. Anstelle einer Datenempfangseinheit
kann auch eine Dateneingabeeinheit vorgesehen sein, in die der Kunde aktiv beispielsweise
einen Zahlencode eingeben muss. Diese Dateneingabeeinheit 6 kann beispielsweise eine
Tastatur (vgl. Figuren 10a und 10b) oder ein mechanisches Zahlenschloss (vgl. Figuren
8a und 8b) aufweisen. Zusätzlich kann auch ein Display 20 (vgl. Figuren 10a und 10b)
zur Anzeige von Informationen vorhanden sein.
[0037] Die Nadel 4 der bevorzugten Ausführungsform der Figur 2 ist nochmals im Detail in
Figur 4a abgebildet. Die Öffnung 9 des stumpfen Endes 8 der Nadel 4 kann, wie dies
in Figuren 4a und 4c dargestellt ist, ein länglicher Schlitz sein. In diesen kann
ein entsprechend geformter Bolzen bzw. Stift 11 eingeführt werden, wie dies in den
Figuren 4e und 4g in perspektivischer Seitenansicht und Draufsicht skizziert ist.
Selbstverständlich kann die Öffnung 9 auch eine andere Form aufweisen und insbesondere
quadratisch, rund, elliptisch oder dreieckig sein. Der Querschnitt des Bolzens bzw.
Stifts 11 ist dabei bevorzugt an den Querschnitt der Öffnung 9 angepasst. Anstelle
einer Öffnung 9 kann das stumpfe Ende 8 der Nadel 4 auch beispielsweise eine Nut 10
aufweisen, wie dies in Figur 4b dargestellt ist. Der Bolzen oder Stift 11 weist dann
bevorzugt eine Einkerbung oder Öffnung 11a auf, die mit der Nut 10 in Eingriff treten
kann, wie dies in den Figuren 4d und 4f in Seitenansicht und Draufsicht schematisch
dargestellt ist.
[0038] Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Plombe auch in weiteren Merkmalen
von den hier dargestellten bevorzugten Ausführungsformen abweichen kann. Insbesondere
können der erste und zweite Abschnitt der Plombe eine andere Form und Größe haben.
Desweiteren können der erste Abschnitt 2 und der zweite Abschnitt 3 der Plombe 1 zusätzlich
über beispielsweise ein Kabel 21 miteinander verbunden sein, wie dies in Figur 11
angedeutet ist. Anstelle des Kabels kann auch ein Draht oder ein Bügel zum Einsatz
kommen. Diese Ausführungsform eignet sich besonders gut, um andere Waren als Kleidungsstücke
wie z.B. Handtaschen, Sonnenbrillen oder andere Accessoires vor Wardrobing zu schützen.
Hierfür wird der zweite Abschnitt 3 zusammen mit dem Kabel 21 beispielsweise durch
den Henkel einer Handtasche geführt und mithilfe der Nadel 4 mit dem ersten Abschnitt
2 der Plombe 1 verbunden. Dadurch ist die Plombe 1 an der Handtasche fixiert und kann,
wie oben beschrieben wurde, nur nach dem Empfang des vorbestimmten Datensignals wieder
von dieser gelöst werden.
[0039] Mit der Erfindung ist es möglich, ein Schutzetikett bzw. eine Plombe bereitzustellen,
welche(s) es dem Kunden ermöglicht, selbstständig die zuvor gekaufte beziehungsweise
bezahlte Ware von diesem zu befreien und so einem Umtauschbetrug vorzubeugen oder
den Check-Out Prozess im stationären Handel zu beschleunigen.
[0040] Das Gehäuse des Schutzetikettes, d.h. der erste und zweite Abschnitt, ist bevorzugt
aus stabilem Kunststoff gefertigt. Der erste Abschnitt ist bevorzugt zweiteilig ausgebildet
und enthält einen Verschluss, der mit einer mechanischen oder magnetischen Verriegelung
den Nadelkopf bzw. das stumpfe Ende der Nadel im zweiten Abschnitt oder Gehäuseoberteil
festhält und bevorzugt aus Metall gefertigt ist. Der Verschluss hat die Aufgabe, die
Nadel temporär zu halten, etwa mittels eines Bolzens, der in ein Nadelöhr oder eine
Kerbe der Nadel eingreift und sie so im Oberteil sicher verriegelt. Bewegt wird der
Verschluss bevorzugt durch einen (elektro-)mechanischen Antrieb. Nach dem Entriegeln
lässt sich die Nadel entfernen und die Ausgangsstellung nicht von Kundenseite wiederherstellen.
Erst händlerseitig lässt sich das Etikett bzw. die Plombe mit einer neuen Nadel wieder
in den Auslieferungszustand versetzen.
[0041] Diese Verriegelung wird durch eine individuelle Dateneingabe, bspw. einen Code, geöffnet.
Dazu befindet sich im ersten Abschnitt eine Technik zur Dateneingabe bzw. zum Datenempfang
(Freischalttechnik). Diese kann elektronisch, digital, etwa mittels RFID, Bluetooth
oder NFC Chip oder eine SIM-Karte sein. Hier wird der Code mittels der entsprechenden
Übertragungstechnik empfangen. Ebenso kann sie über eine optische Komponente, wie
einen Laser, eine Kamera, eine Foto- oder Infrarot-Diode erfolgen. Hier liest die
optische Komponente den Code mittels Datenerfassung. Oder es kann eine externe Steckverbindung
wie USB sein. Hier wird der Code mittels einer speziellen Software übertragen. Alternativ
kann die Dateneingabe magnetisch oder mechanisch erfolgen, etwa über ein Zahlenschloss,
einen Schlüssel oder eine Drehkombination. Hier wird der Code mechanisch eingegeben.
Ebenfalls möglich ist die direkte Dateneingabe des Codes über ein integriertes Tastenfeld
mit Display.
[0042] Zentrale Idee jeder Form der Dateneingabe ist die eindeutige Identifizierung des
Schutzetikettes bzw. der Plombe und der damit verbundenen Ware zur anschließenden
Freischaltung des Verschlusses. So soll verhindert werden, dass sich mehrere ähnliche
Warenartikel mit dem gleichen Code entsperren lassen. Auch ist es so möglich, mit
entsprechender Software produktspezifische Informationen auszulesen und diese dem
Kunden bereitzustellen.
[0043] Mit Ausnahme der magnetischen oder mechanischen Dateneingabe sowie der externen Steckverbindung
mit Software verfügt die Technik weiterhin bevorzugt über eine eigene Stromversorgung.
Diese kann z. B. über eine auswechselbare Batterie gewährleistet werden. Um die Batteriespannung
im Nichtgebrauch zu schonen, bietet es sich an, das Schutzetikett mit einem Powerschalter
auszustatten. Weiterhin wird die interne Datenverarbeitung und Steuerung der Verschlussmechanik
bevorzugt durch einen Mikroprozessor sichergestellt.
[0044] Jedes Schutzetikett weist eine ihm zugewiesene Seriennummer auf. Vorteilhafterweise
wird ein Code aus Artikelnummer der zu schützenden Ware und Seriennummer des Schutzetikettes
erzeugt. Einzig dieser Code öffnet den Verschluss. Der Code kann dauerhaft im Mikroprozessor
hinterlegt sein oder bei jeder neuen Warenanbringung über die Freischalttechnik auf
das Gerät gespeichert werden.
[0045] Die Nadel, deren Nadelkopf mit der Öse im Verschluss temporär befestigt ist, lässt
sich mit der Nadelspitze in das Gehäuseunterteil einführen wo sie irreversibel mechanisch
oder magnetisch einklemmt oder alternativ dauerhaft verklebt ist. Dazu weist die Nadel
bevorzugt eine glatte, gekerbte oder gewellte Oberfläche auf, welche im Zusammenspiel
mit einer in dem Unterteil befestigten Klammer oder Sprengscheibe eine dauerhafte
Verbindung eingeht. Anstelle einer Nadel ist auch ein (Draht-)Seil oder eine (Draht-)Schlaufe
mit gleicher Befestigung vorstellbar, welche(s) die Ware nicht perforiert sondern
potenzielle Öffnungen der Ware durchläuft. Dieses Seil könnte zusätzlich auch mit
dem Ober- und Unterteil (bzw. ersten und zweiten Abschnitt) fest verbunden sein. Eine
weitere Alternative sind zwei Magnete, jeweils einer in Ober- und Unterteil, wobei
der Magnet im Oberteil bzw. ersten Abschnitt sich durch den Code deaktivieren bzw.
umpolen lässt und so die Verbindung aufhebt. Dabei ist die Ware im geschlossen Zustand
zwischen den Magneten des Gehäuses bis zur Verschlussöffnung eingeklemmt und geschützt.
[0046] Das Unterteil bzw. der zweite Abschnitt ist bevorzugt zweiteilig ausgebildet und
hat die Aufgabe die Nadel dauerhaft zu greifen, um so zum einen den Endkunden vor
Verletzungen durch die Nadelspitze zu schützen und zum anderen in Verbindung mit dem
Oberteil sicher und bis zur Öffnung dauerhaft an der Ware befestigt zu werden. Die
Nadel kann durch eine Klammer, eine Sprungscheibe oder einen Magneten innerhalb des
Unterteils gehalten werden. Alternativ kann eine Klebverbindung die gewünschte Befestigung
sicherstellen.
[0047] Im an der Ware angebrachten Zustand ist im idealen Anwendungsfall das Unterteil verdeckt
und das Oberteil sichtbar an der Ware befestigt.
[0048] Weiterhin lässt sich das Oberteil mit einer neuen Nadel ausstatten und so mehrfach
wiederverwenden, während sich die mit dem Unterteil verbundene Nadel nur durch Zerstörung
entfernen lässt und so das Unterteil nicht nochmals verwendbar ist. Alternativ ist
das Unterteil so zu konstruieren das die Nadel entfern- und so wiederverwendbar ist.
1. Plombe (1) zur Sicherung von Waren, wobei die Plombe einen ersten Abschnitt (2) mit
einem Verbindungselement (4), einen zweiten Abschnitt (3) mit einem Aufnahmeelement
(5) zur Aufnahme mindestens eines Teils des Verbindungselements (4) und eine Dateneingabeeinheit
(6) und/oder Datenempfangseinheit (6) aufweist, wobei der erste und zweite Abschnitt
durch Einbringen mindestens eines Teils des Verbindungselements (4) in das Aufnahmeelement
(5) miteinander verbunden werden können, wobei der erste und zweite Abschnitt nur
dann zerstörungsfrei wieder voneinander getrennt werden können, wenn die Dateneingabeeinheit
(6) und/oder Datenempfangseinheit (6) ein vorbestimmtes Datensignal erhält, und wobei
das Verbindungselement (4) eine Nadel aufweist,
wobei die Nadel ein spitzes Ende (7) und ein stumpfes Ende (8) aufweist und wobei
das spitze Ende (7) beim Einbringen in das Aufnahmeelement (5) irreversibel mit dem
Aufnahmeelement verbunden wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich das stumpfe Ende (8) der Nadel vom ersten Abschnitt trennen lässt, wenn die Dateneingabeeinheit
und/oder
Datenempfangseinheit das vorbestimmte Datensignal erhält,
wobei der erste Abschnitt einen Sicherungsmechanismus (17) aufweist, der das stumpfe
Ende (8) der Nadel im ersten Abschnitt fixiert und der dazu geeignet ist, das stumpfe
Ende der Nadel freizugeben, wenn die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit
das vorbestimmte Datensignal erhält.
2. Plombe nach Anspruch 1, wobei das stumpfe Ende (8) der Nadel eine Öffnung (9) und/oder
Nut (10) aufweist und wobei der Sicherungsmechanismus (17) einen Bolzen (11) und/oder
Vorsprung aufweist, der mit der Öffnung (9) und/oder Nut (10) in Eingriff tritt.
3. Plombe nach Anspruch 1 oder 2, wobei das spitze Ende (7) der Nadel eine Nut (12) aufweist,
die beim Einbringen der Nadel in das Aufnahmeelement irreversibel mit einem Rastmechanismus
(13) des Aufnahmeelements (5) verrastet.
4. Plombe nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der erste Abschnitt ein EAS- Element
aufweist.
5. Verfahren zur Sicherung einer Ware, mit den folgenden Schritten:
a) Bereitstellen einer Plombe (1) nach einem der vorigen Ansprüche mit einem ersten
Abschnitt (2) mit einem Verbindungselement (4), einem zweiten Abschnitt (3) mit einem
Aufnahmeelement (5) zur Aufnahme mindestens eines Teils des Verbindungselements (4)
und einer Dateneingabeeinheit (6) und/oder Datenempfangseinheit (6);
b) Bereitstellen einer Ware (19);
c) Verbinden des ersten und zweiten Abschnitts (2, 3) der Plombe (1) durch Einbringen
mindestens eines Teils des Verbindungselements (4) in das Aufnahmeelement (5) derart,
dass die Plombe (1) mit der Ware (19) verbunden ist, wobei der erste und zweite Abschnitt
(2, 3) nur dann zerstörungsfrei wieder voneinander getrennt werden können, wenn die
Dateneingabeeinheit (6) und/oder Datenempfangseinheit (6) ein vorbestimmtes Datensignal
erhält;
d) Übermitteln oder Bereitstellen, durch Versenden der per Telefon oder Internet bestellten
Ware (19) per Post oder Lieferdienst, zusammen mit der Plombe (1) an einen Kunden;
e) Übertragen des vorbestimmten Datensignals an die Dateneingabeeinheit (6) und/oder
Datenempfangseinheit (6); und
f) Trennen des ersten und zweiten Abschnitts (2, 3) voneinander zum Freigeben der
Ware (19).
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Schritt des Übertragens des vorbestimmten Datensignals
an die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit die folgenden Schritte aufweist:
Übermitteln des vorbestimmten Datensignals an den Kunden und Eingeben des übermittelten
Datensignals in die Dateneingabeeinheit oder Übertragen des übermittelten Datensignals
an die Datenempfangseinheit.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Schritt des Übertragens des vorbestimmten
Datensignals an die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit erfolgt und/oder
von einem externen Gerät autorisiert wird, sobald eine Bezahlung, bevorzugt durch
Mobile- oder E-Payment, erfolgt ist.
8. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, wobei der Schritt des Übertragens des vorbestimmten
Datensignals an die Dateneingabeeinheit und/oder Datenempfangseinheit ein direktes
oder indirektes Übertragen des vorbestimmten Datensignals an die Datenempfangseinheit
aufweist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei der erste und zweite Abschnitt (2,
3) der Plombe (1) zusätzlich über ein Kabel (21), einen Draht (21) oder einen Bügel
miteinander verbunden sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei das Verbindungselement (4) eine
Nadel aufweist und wobei Schritt c) das Durchstechen eines Abschnitts der Ware (19)
umfasst, so dass dieser Abschnitt der Ware zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt
(2, 3) der Plombe (1) fixiert ist.
1. Seal (1) for securing goods, the seal comprising a first portion (2) having a connecting
element (4), a second portion (3) having a receiving element (5) for receiving at
least one part of the connecting element (4), and a data input unit (6) and/or data
receiving unit (6), it being possible to interconnect the first and second portion
by introducing at least one part of the connecting element (4) into the receiving
element (5), it being possible to non-destructively separate the first and second
portion from one another again only when the data input unit (6) and/or data receiving
unit (6) receives a predetermined data signal, and the connecting element (4) comprising
a needle, said needle having a pointed end (7) and a blunt end (8) and the pointed
end (7), upon introduction into the receiving element (5), being irreversibly connected
to the receiving element, characterised in that the blunt end (8) of the needle can be separated from the first portion when the
data input unit and/or data receiving unit receives the predetermined data signal,
the first portion having a securing mechanism (17), which fixes the blunt end (8)
of the needle in the first portion and is suitable for releasing the blunt end of
the needle when the data input unit and/or data receiving unit receives the predetermined
data signal.
2. Seal according to claim 1, wherein the blunt end (8) of the needle has an opening
(9) and/or groove (10) and wherein the securing mechanism (17) has a bolt (11) and/or
projection, which engages with the opening (9) and/or groove (10).
3. Seal according to either claim 1 or claim 2, wherein the pointed end (7) of the needle
has a groove (12), which, upon introduction of the needle into the receiving element,
irreversibly latches with a latching mechanism (13) of the receiving element (5).
4. Seal according to any of the preceding claims, wherein the first portion has an EAS
element.
5. Method for securing a goods item, said method comprising the following steps:
a) providing a seal (1) according to any of the previous claims which comprises a
first portion (2) having a connecting element (4), a second portion (3) having a receiving
element (5) for receiving at least one part of the connecting element (4), and a data
input unit (6) and/or data receiving unit (6);
b) providing a goods item (19);
c) connecting the first and second portion (2, 3) of the seal (1) by introducing at
least one part of the connecting element (4) into the receiving element (5) in such
a way that the seal (1) is connected to the goods item (19), wherein the first and
second portion (2, 3) can be non-destructively separated from one another again only
when the data input unit (6) and/or data receiving unit (6) receives a predetermined
data signal;
d) forwarding or providing, by sending the goods item (19), ordered by telephone or
via the internet, to a customer by post or a delivery service, together with the seal
(1);
e) transmitting the predetermined data signal to the data input unit (6) and/or data
receiving unit (6); and
f) separating the first and second portion (2, 3) from one another to release the
goods item (19).
6. Method according to claim 5, wherein the step of transmitting the predetermined data
signal to the data input unit and/or data receiving unit comprises the following steps:
forwarding the predetermined data signal to the customer, and
inputting the forwarded data signal into the data input unit, or
transmitting the forwarded data signal to the data receiving unit.
7. Method according to either claim 5 or claim 6, wherein the step of transmitting the
predetermined data signal to the data input unit and/or data receiving unit takes
place and/or is authorised by an external apparatus, as soon as a payment has been
made, preferably by mobile payment or e-payment.
8. Method according to claim 5, 6 or 7, wherein the step of transmitting the predetermined
data signal to the data input unit and/or data receiving unit comprises a direct or
indirect transmission of the predetermined data signal to the data receiving unit.
9. Method according to any of claims 5 to 8, wherein the first and second portion (2,
3) of the seal (1) are additionally interconnected via a cable (21), a wire (21) or
a bracket.
10. Method according to any of claims 5 to 9, wherein the connecting element (4) has a
needle and wherein step c) comprises piercing a portion of the goods item (19), so
that this portion of the goods item is fixed between the first and second portion
(2, 3) of the seal (1).
1. Plomb (1) servant à sécuriser des marchandises, dans lequel le plomb présente une
première portion (2) avec un élément de liaison (4), une deuxième portion (3) avec
un élément de logement (5) servant à loger au moins une partie de l'élément de liaison
(4) et une unité de saisie de données (6) et/ou une unité de réception de données
(6), dans lequel la première et la deuxième portion peuvent être reliées l'une à l'autre
par l'introduction d'au moins une partie de l'élément de liaison (4) dans l'élément
de logement (5), dans lequel la première et la deuxième portion peuvent à nouveau
être séparées l'une de l'autre sans destruction uniquement à condition que l'unité
de saisie de données (6) et/ou l'unité de réception de données (6) reçoive un signal
de données prédéfini, et dans lequel l'élément de liaison (4) présente une aiguille,
dans lequel l'aiguille présente une extrémité pointue (7) et une extrémité émoussée
(8) et dans lequel l'extrémité pointue (7) est reliée de manière irréversible à l'élément
de logement lors de l'introduction dans l'élément de logement (5),
caractérisé en ce que
l'extrémité émoussée (8) de l'aiguille peut se séparer de la première portion quand
l'unité de saisie de données et/ou l'unité de réception de données reçoit le signal
de données prédéfini,
dans lequel la première portion présente un mécanisme de sécurité (17), qui fixe l'extrémité
émoussée (8) de l'aiguille dans la première portion et qui est adapté pour libérer
l'extrémité émoussée de l'aiguille quand l'unité de saisie de données et/ou l'unité
de réception de données reçoit le signal de données prédéfini.
2. Plomb selon la revendication 1, dans lequel l'extrémité émoussée (8) de l'aiguille
présente une ouverture (9) et/ou une rainure (10) et dans lequel le mécanisme de sécurité
(17) présente un boulon (11) et/ou une partie faisant saillie, qui vient en prise
avec l'ouverture (9) et/ou la rainure (10).
3. Plomb selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'extrémité pointue (7) de l'aiguille
présente une rainure (12), qui s'enclenche de manière irréversible avec un mécanisme
d'enclenchement (13) de l'élément de logement (5) lors de l'introduction de l'aiguille
dans l'élément de logement.
4. Plomb selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la première
portion présente un élément de surveillance électronique d'articles.
5. Procédé servant à sécuriser une marchandise, avec les étapes suivantes :
a) fourniture d'un plomb (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
avec une première portion (2) avec un élément de liaison (4), une deuxième portion
(3) avec un élément de logement (5) servant à loger au moins une partie de l'élément
de liaison (4) et une unité de saisie de données (6) et/ou une unité de réception
de données (6) ;
b) fourniture d'une marchandise (19);
c) liaison de la première et de la deuxième portion (2, 3) du plomb (1) par l'introduction
d'au moins une partie de l'élément de liaison (4) dans l'élément de logement (5) de
telle manière que le plomb (1) est relié à la marchandise (19), dans lequel la première
et la deuxième portion (2, 3) peuvent à nouveau être séparées l'une de l'autre sans
destruction uniquement à condition que l'unité de saisie de données (6) et/ou l'unité
de réception de données (6) reçoive un signal de données prédéfini ;
d) transmission ou fourniture, par expédition de la marchandise (19) commandée par
téléphone ou sur Internet par voie postale ou par service de livraison, conjointement
avec le plomb (1) à un client ;
e) transfert du signal de données prédéfini à l'unité de saisie de données (6) et/ou
à l'unité de réception de données (6) ; et
f) séparation de la première et de la deuxième portion (2, 3) l'une de l'autre pour
libérer la marchandise (19).
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel l'étape du transfert du signal de données
prédéfini à l'unité de saisie de données et/ou à l'unité de réception de données présente
les étapes suivantes :
transmission du signal de données prédéfini au client et
saisie du signal de données transmis dans l'unité de saisie de données ou
transfert du signal de données transmis à l'unité de réception de données.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, dans lequel l'étape du transfert du signal
de données prédéfini à l'unité de saisie de données et/ou à l'unité de réception de
données est effectuée et/ou est autorisée par un appareil externe dès qu'un règlement,
de manière préférée par paiement par téléphone portable ou e-paiement, est effectué.
8. Procédé selon la revendication 5, 6 ou 7, dans lequel l'étape du transfert du signal
de données prédéfini à l'unité de saisie de données et/ou à l'unité de réception de
données présente un transfert direct ou indirect du signal de données prédéfini à
l'unité de réception de données.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, dans lequel la première et
la deuxième portion (2, 3) du plomb (1) sont en outre reliées l'une à l'autre par
l'intermédiaire d'un câble (21), d'un fil métallique (21) ou d'un arceau.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, dans lequel l'élément de
liaison (4) présente une aiguille, et dans lequel l'étape c) comprend le transpercement
d'une portion de la marchandise (19) de sorte que ladite portion de la marchandise
soit fixée entre la première et la deuxième portion (2, 3) du plomb (1).