[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugtürschloss mit einem Schlossgehäuse, einem
Schlossdeckel, einer drehbar im Schlossgehäuse aufgenommenen Schaltnuss, wobei die
Schaltnuss derart im Gehäuse aufgenommen ist, dass die Schaltnuss mittels eines von
außerhalb des Schlossgehäuses auf die Schaltnuss einwirkenden Stellmittels drehbar
ist, einem mit der Schaltnuss zusammenwirkenden Übertragungshebel und einem Verriegelungshebel,
wobei mittels einer Drehbewegung der Schaltnuss der Verriegelungshebel durch den Übertragungshebel
verstellbar ist.
[0003] In den heutigen Kraftfahrzeugen, zum Beispiel in den Seitentüren, sind zumeist Schließzylinder
vorgesehen, die mittels eines Schlüssels betätigt werden können. Diese mechanische
Betätigung dient dabei dazu, das verriegelte Fahrzeug zu entriegeln bzw. umgekehrt
das entriegelte Fahrzeug zu verriegeln. Das mechanische Ver- und/oder Entriegeln erfolgt
hierbei mittels eines Verdrehens des Schließzylinders. Zur Übertragung der Drehbewegung
des Schließzylinders auf das Kraftfahrzeugtürschloss ist es bekannt, Verbindungswellen
einzusetzen oder aber mittels eines Stellmittels, zum Beispiel in Form eines Kontaktschwertes
die Drehbewegung zu übertragen. Verbindungswelle und/oder Kontaktschwert ermöglichen
hierbei einen Spielausgleich zwischen dem Schließzylinder und dem Kraftfahrzeugtürschloss.
[0004] Zur Aufnahme der Drehbewegung bzw. des Drehmomentes im Kraftfahrzeugtürschloss werden
dann drehbeweglich gelagerte Bauteile eingesetzt, die auch als Schaltnuss bezeichenbar
sind. In die Schaltnuss greift die Verbindungswelle oder das Stellmittel ein. Die
Schaltnuss ist dann vorzugsweise drehfest im Gehäuse des Türschlosses aufgenommen.
[0005] Aus der
DE 197 20 476 A1 ist ein Verbindungsteil für eine Verbindung zwischen einem Schließzylinder und einem
Kraftfahrzeugtürschloss bekannt. Das Verbindungsteil ist in Form eines Paddels mit
einem Kranz ausgebildet. An jedem Ende dieses Verbindungsteils sitzen Vorsprünge,
die einen Formschluss zur Kraftübertragung zwischen dem Schließzylinder und dem Türschloss
ermöglichen. Dabei wird das Verbindungsteil formschlüssig in einen Zylinderkern des
Schließzylinders eingeführt und mittels eines Sicherungsteils fixiert und positioniert.
Neben den Vorsprüngen an den Enden weisen die Ende Kugelköpfe auf, die einen Toleranz-
und Spielausgleich zwischen dem Schließzylinder und dem Türschloss ermöglichen.
[0006] Aus der
DE 195 27 837 A1 ist ein Kraftfahrzeugtürverschlusssystem mit Schlossaggregat und Schließzylinderaggregat
bekannt. Zur Übertragung des in das Türschloss einzuleitenden Drehmoments ist eine
Verbindungswelle zwischen Schließzylinder und Türschloss angeordnet. An den Enden
der Verbindungswelle sind kugelköpfförmige Elemente als Flügel ausgebildet, die beidseitig
formschlüssig in Nüsse eingesetzt sind. Zur Übertragung der Drehbewegung weisen die
Schaltnüsse Mitnehmerelemente auf, die mit den Flügeln der Verbindungswelle zusammenwirken.
Somit ist einerseits ein Toleranzausgleich möglich und andererseits kann ein Drehmoment
übertragen werden. Türschlossseitig ist die Schaltnuss drehfest zwischen einem Schlossgehäuse
und einem Schlossdeckel gehalten. Die Schaltnuss weist dabei eine Verlängerung mit
einer Ausnehmung auf, so dass bei einer Drehbewegung der Schaltnuss über die Ausnehmung
ein Verriegelungshebel im Türschloss betätigbar ist.
[0007] Ein Problem, das sich stets bei der Auslegung von Schließsystemen stellt, ist das,
dass sich Toleranzen über die Betätigungskette hinweg addieren. Angestrebt wird eine
möglichst spielfreie Übertragungskette, wobei die Spielfreiheit dadurch begrenzt wird,
dass ein leichtes Betätigen des Türschlosses gewünscht ist und die Bauteile zueinander
bewegbar ausgestaltet sein müssen. Ein weiteres Problem, das sich bei der Auslegung
und insbesondere der Anordnung der Schließzylinder bzw. Türschlossbauteile ergibt,
ist das, dass Bewegungen im oder zum Türschloss hin umgelenkt werden müssen. Umlenk-
und/oder Lagerpunkte reduzieren die Leichtgängigkeit, erschweren den Zusammenbau und
können die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Kraftfahrzeugtürschloss zu verbessern
und insbesondere ein Umlenken einer Drehbewegung sowie eine leichte Montage einer
Schaltnuss zu ermöglichen. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, ein konstruktiv
einfaches und kostengünstiges Türschloss bereitzustellen.
[0009] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen
Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele
nicht beschränkend sind, es sind vielmehr beliebige Variationsmöglichkeiten der in
den Unteransprüchen beschriebenen Merkmale möglich.
[0010] Gemäß dem Patentanspruch 1 wird die Aufgabe der Erfindung dadurch gelöst, dass ein
Kraftfahrzeugtürschloss mit einem Schlossgehäuse, einem Schlossdeckel, einer drehbar
im Schlossgehäuse aufgenommene Schaltnuss, einen Übertragungshebel, wobei die Schaltnuss
mit dem Übertragungshebel zusammenwirkt und wobei die Schaltnuss derart im Gehäuse
aufgenommen ist, dass die Schaltnuss mittels eines von außen auf die Schaltnuss einwirkbaren
Stellmittels drehbar ist und einem Verriegelungshebel, wobei mittels einer Drehbewegung
der Schaltnuss der Verriegelungshebel durch den Übertragungshebel verstellbar ist
und wobei der Schlossdeckel Positioniermittel aufweist, mit denen der Übertragungshebel
aus einer vorherigen Montagelage mit Spiel in seine endgültige Lage im Schlossgehäuse
gefügt ist, bereitgestellt wird. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung eines Kraftfahrzeugtürschlosses
ist nun die Möglichkeit gegeben, den Übertragungshebel leicht im Kraftfahrzeugtürschloss
zu positionieren und zu montieren. Wird der Übertragungshebel mittels des Schlossdeckels
positioniert, das heißt in ihre endgültige Lage gefügt, besteht die Möglichkeit, die
Schaltnuss mit dem Übertragungshebel während der Montage mit Spiel in das Schlossgehäuse
einzusetzen. Hierdurch ergeben sich Freiheitsgrade bei der Montage, die sich wiederum
positiv auf die Anzahl der auszubildenden Lagerstellen auswirkt. Können die Schaltnuss
und der Übertragungshebel mit Spiel und sogar großem Spiel in das Schlossgehäuse eingefügt
werden, so kann mit lediglich einer Lagerstelle im Gehäuse gearbeitet werden. Nach
einem Fügen in die Lagerstelle können die Schaltnuss und der Übertragungshebel dann
in zum Beispiel eine Öffnung des Schlossgehäuses eingeschoben werden, so dass die
Schaltnuss und der Übertragungshebel erst nach dem Fügen in die Lagerstelle und dem
anschließenden Verschieben ihre endgültige Position erreicht. Das Positionieren erfolgt
über Positioniermittel am Schlossdeckel.
[0011] Ein Kraftfahrzeugtürschloss besteht aus einem Schlossgehäuse und einem Schlossdeckel.
Üblicherweise sind im Schlossgehäuse wesentliche Bestandteile des Kraftfahrzeugtürschlosses
wie beispielsweise Verriegelungselemente und/oder Antriebsmotoren und/oder Leiterbahnen
angeordnet. Das Schlossgehäuse wird dann mittels eines Schlossdeckels verschlossen,
so dass eine Wasserdichtheit und/oder Staubdichtheit erzielbar ist. Die Schaltnuss
dient zur Verriegelung bzw. Entriegelung des Türschlosses und ist derart im Schlossgehäuse
aufgenommen, dass ein Stellmittel und/oder eine Verbindungswelle in die Schaltnuss
eingreifen kann. Mittels des Stellmittels ist die Schaltnuss verdrehbar, wobei mittels
der Drehbewegung über den Übertragungshebel ein Verriegelungshebel verstellbar ist.
Ein Verriegelungshebel dient hierbei dazu, eine Innenbetätigung und/oder eine Außenbetätigung
des Türschlosses außer Eingriff zu bringen.
[0012] Die Schaltnuss und der Übertragungshebel wirken derart zusammen, dass eine Drehbewegung
der Schaltnuss in eine um einen Winkel versetzte Drehbewegung umlenkbar ist. Vielfach
kommt es aufgrund von vorgegebenen Platzverhältnissen im Kraftfahrzeug bzw. in der
Kraftfahrzeugtür oder Heckklappe dazu, dass die Schaltnuss nicht unmittelbar mit einem
Verriegelungshebel zusammenwirken kann, sondern mittelbar mit dem Verriegelungshebel
zusammenwirkt.
[0013] Dabei kann es auch vorkommen, dass die Schaltnuss um einen Winkel versetzt zu einem
Verriegelungshebel im Schlossgehäuse angeordnet ist. Ein Winkelversatz zwischen der
Schaltnuss und einem Angriffspunkt des Verriegelungshebels muss dann ausgeglichen
werden. Dazu wirkt die Schaltnuss erfindungsgemäß mit einem Übertragungshebel zusammen
und zwar derart, dass die Drehbewegung der Schaltnuss in eine um einen Winkel versetzte
Drehbewegung umgewandelt wird. Durch den Übertragungshebel ist es somit möglich einerseits
Abstände zwischen der Schaltnuss und dem Eingriffspunkt am Verriegelungshebel zu überbrücken
und andererseits Winkelunterschiede in der Ausrichtung von Übertragungshebel und Schaltnuss
auszugleichen.
[0014] Sind die Schaltnuss und der Umlenkhebel mittels einer Kugelgelenkverbindung miteinander
verbunden, so ergibt sich eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Die Schaltnuss
ist unmittelbar im Schlossgehäuse aufgenommen. Aufgenommen heißt in Bezug auf das
Schlossgehäuse, dass beispielsweise im Schlossgehäuse eine Öffnung enthalten ist,
in die die Schaltnuss zumindest bereichsweise eingeführt und gehalten ist. Dabei wird
die Schaltnuss drehfest im Schlossgehäuse aufgenommen. Wird nun eine Verbindung zwischen
der Schaltnuss und dem Umlenkhebel in Form einer Kugelgelenkverbindung hergestellt,
so kann eine äußerst toleranzfreie Übertragung einer Drehbewegung der Schaltnuss und
dem Umlenkhebel erzielt werden. Darüber hinaus sind mittels einer Kugelgelenkverbindung
unterschiedliche Winkel überbrückbar, so dass auch Fertigungstoleranzen ausgleichbar
sind. Darüber hinaus ist eine Kugelgelenkverbindung kostengünstig herstellbar.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform ist der Übertragungshebel im Schlossgehäuse gelagert.
Eine Lagerung des Übertragungshebels im Schlossgehäuse bietet den Vorteil, dass lediglich
eine Lagerstelle im Schlossgehäuse ausgebildet sein muss. Wird die Schaltnuss mit
zum Beispiel einem zylindrischen Ende in einer Bohrung des Schlossgehäuses aufgenommen,
so reicht eine Lagerung des Übertragungshebels in Kombination mit der Schaltnuss zur
Positionierung im Schlossgehäuse aus. Wird dazu der Übertragungshebel beispielsweise
bereichsweise zylindrisch ausgebildet, so kann eine U-förmige Lagerstelle im Schlossgehäuse
dazu dienen, den Übertragungshebel im zylindrischen Bereich aufzunehmen. Dabei kann
die U-förmige Lagerstelle in ihrer axialen Erstreckung entlang der Zylinderachse des
Übertragungshebels kürzer ausgebildet sein als der zylindrische Bereich des Übertragungshebels.
Somit ragt der zylindrische Bereich des Übertragungshebels über die Lagerstelle hinaus.
Greift nun ein Teil eines Schlossdeckels, insbesondere ein Positioniermittel, zwischen
die Lagerstelle und neben den zylindrischen Bereich des Übertragungshebels, so kann
mit einfachsten Mitteln ein Positionieren des Übertragungshebels im Kraftfahrzeugschloss
erzielt werden.
[0016] Durch die Ausbildung der Lagerstelle in der Form, dass die Lagerstelle kürzer als
der zylindrische Bereich des Übertragungshebels ausgebildet ist, ist eine Montage
des Übertragungshebels einschließlich der Schaltnuss sehr leicht möglich, da der Übertragungshebel
mit Spiel in die Lagerstelle einfügbar ist. Das Spiel zwischen der Lagerstelle und
dem Übertragungshebel kann dabei derart gewählt sein, dass das Spiel dem Hub entspricht,
den die Schaltnuss in das Schlossgehäuse hineinragt. Dadurch kann der Übertragungshebel
mit der Schaltnuss in das Schlossgehäuse eingefügt werden und die Schaltnuss drehfest
und formschlüssig im Schlossgehäuse gehalten sein. In Kombination mit dem Schlossdeckel,
zur Positionierung des Übertragungshebels reicht dann lediglich eine Lagerstelle aus,
um die Schaltnuss im Kraftfahrzeugtürschloss drehfest zu positionieren.
[0017] Ist die Schaltnuss formschlüssig im Schlossgehäuse aufgenommen, so ergibt sich eine
weitere Ausführungsform der Erfindung. Die Schaltnuss kann nach einem Fügen in das
Schlossgehäuse hinein formschlüssig im Schlossgehäuse aufgenommen werden. Dazu weist
die Schaltnuss mindestens zwei unterschiedliche Durchmesser im Bereich der Aufnahme
im Schlossgehäuse auf. Ein geringerer Durchmesser ist am äußeren Ende der Schaltnuss
ausgebildet und zwar an dem Ende, das durch das Schlossgehäuse hindurch geführt wird,
zur Aufnahme eines Stellmittels des Schließzylinders. Weist die Schaltnuss darüber
hinaus mindestens einen weiteren größeren Durchmesser auf, der sich an den geringeren
Durchmesser anschließt, so kann die Schaltnuss einerseits sicher positioniert und
andererseits verdrehsicher im Schlossgehäuse geführt werden. Die beiden unterschiedlichen
Durchmesser bzw. Radien bilden dann gemeinsam mit dem Schlossgehäuse eine schlossgehäuseseitige
Lagerstelle für die Schaltnuss.
[0018] Das Schlossgehäuse weist eine Öffnung und vorzugsweise eine zylindrische Öffnung
zum Beispiel in Form einer Bohrung auf, in die die Schaltnuss einschiebbar ist, so
dass die Schaltnuss bündig mit einer äußeren Oberfläche des Schlossgehäuses zur Anlage
kommt. Formschluss bedeutet, dass die Schaltnuss einerseits drehbar im Schlossgehäuse
aufgenommen ist und andererseits, dass mittels der Form der Schaltnuss und des korrespondierenden
Schlossgehäuses eine Lagerstelle für die Schaltnuss gebildet ist. So kann das Schlossgehäuse
beispielsweise eine Öffnung in Form einer Bohrung und insbesondere einer Bohrung mit
einem einheitlichen Durchmesser aufweisen, in die ein zylindrisches Ende der Schaltnuss
einfügbar ist. Weist die Schaltnuss über das zylindrische Ende hinaus einen sich an
das zylindrische Ende anschließenden weiteren zylindrischen Abschnitt auf, der größer
ist als der sich durch das Schlossgehäuse hindurch erstreckende Teil, so kann dieser
weitere Teil als Anschlag und Führung für die Schaltnuss dienen.
[0019] Sind die Schaltnuss und der Übertragungshebel mittels eines kardanischen Gelenks
miteinander verbunden, so ergibt sich eine weitere vorteilhafte Ausgestaltungsform
der Erfindung. Eine kardanische Verbindung bietet den Vorteil einer hohen Führungsgenauigkeit,
das heißt eine Drehbewegung der Schaltnuss kann nahezu spielfrei übertragen werden.
Darüber hinaus bietet die kardanische Verbindung den Vorteil einer hohen Positioniersicherheit
für die Verbindung zwischen Schaltnuss und Übertragungshebel. Positioniersicherheit
bedeutet hierbei, dass mittels des kardanischen Gelenks eine Führung für die Schaltnuss
erzielbar ist, insbesondere für eine Führung in der Lagerstelle des Schlossgehäuses.
[0020] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dann, wenn der Übertragungshebel als Kugelpfanne
ausgebildet ist. Wird der Übertragungshebel mit einer Kugelpfanne des kardanischen
Gelenks ausgebildet, kann die Kugelpfanne zur Stützung, Positionierung und Führung
der Schaltnuss dienen. Ist die Schaltnuss dann als Kugel ausgebildet, so bildet der
Übertragungshebel mit der Kugelpfanne eine Lagerstelle für die Schaltnuss. Durch die
kugelpfannenförmige Aufnahme der Schaltnuss im Übertragungshebel ist eine sichere
Positionierung und Fixierung der Bauteile zueinander gewährleistet. Dies bietet den
Vorteil, dass der Übertragungshebel und die im Übertragungshebel gelagerte Schaltnuss
leicht montiert werden können. Wird die Schaltnuss in die Kugelpfanne des Übertragungshebels
vor der Montage eingefügt, so können die Bauteile gemeinsam in das Schlossgehäuse
gefügt werden, was die Montage des Kraftfahrzeugtürschlosses wesentlich erleichtert.
Im Schlossgehäuse selbst dient der im Schlossgehäuse aufgenommene Übertragungshebel
dann als Lagerstelle für die Schaltnuss, die in der Kugelpfanne des Übertragungshebels
aufgenommen bzw. gehalten ist.
[0021] Weist die Kugelpfanne einen Hinterschnitt auf, wobei der Hinterschnitt die Kugel
der Kugelgelenkverbindung übergreift, so ergibt sich eine weitere Ausführungsform
der Erfindung. Ein Hinterschnitt bedeutet hierbei, dass die Kugelpfanne sich über
eine Mitte der Kugel des kardanischen Gelenks hinweg erstreckt, so dass die Kugel
des kardanischen Gelenks in der Kugelpfanne bis über ihre Mitte hinweg gehalten ist.
Das Fügen des kardanischen Gelenks erfolgt dann hierbei dadurch, dass die Kugel in
die Kugelpfanne eingeschoben wird. Bevorzugt besteht der Übertragungshebel mit der
angeformten Kugelpfanne aus einem elastischen Kunststoff. Elastischer Kunststoff besagt,
dass der Kunststoff zwar derart ausgeführt ist, dass Momente und Drehbewegungen sicher
übertragbar sind, dass aber darüber hinaus die sich über die Mitte der Kugel hinaus
erstreckenden Bereiche der Kugelpfanne, die den Hinterschnitt bilden, elastisch verformen
lassen, so dass ein Formschluss zwischen der Kugel der Schaltnuss und der Kugelpfanne
des Übertragungshebels herstellbar ist. Mittels eines Hinterschnitts an der Kugelpfanne
kann eine zusätzliche Sicherheit bei der Lagerung der Schaltnuss im Schlossgehäuse
erzielt werden und gleichzeitig kann die Toleranzempfindlichkeit der Verbindung minimiert
werden.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird dann ein Vorteil erzielt, wenn
die Kugel der Kugelgelenkverbindung Zylinderstifte aufweist, die mit Ausnehmungen
in der Kugelpfanne zusammenwirken. Zylinderstiftförmige Verlängerungen an der Kugel
der Kugelgelenkverbindung bieten den Vorteil, dass die Verbindung zwischen Übertragungshebel
und Schaltnuss mit sehr geringem Kraftaufwand und somit in an sich günstiger Weise
realisiert werden kann. Die Zylinderstifte greifen in Ausnehmungen in der Kugelpfanne
ein, wodurch ein spielfreies Übertragen eines Drehmoments bzw. einer Drehbewegung
ermöglicht wird. Darüber hinaus kann durch die zylinderstiftförmige Ausbildung der
Verlängerungen an der Kugel ein günstiges Eingriffsverhältnis zwischen der Schaltnuss
und dem Übertragungshebel realisiert werden.
[0023] Die Zylinderstifte bilden mit der Kugelpfanne bzw. den Anlageflächen an den Ausnehmungen
der Kugelpfanne eine Punkt- oder in Bezug auf ihre Längserstreckung eine Linienberührung,
was sich günstig auf die Übertragung insbesondere von Bewegungen über einen Winkelversatz
hinaus auswirkt. Das heißt, wenn die Schaltnuss im Schlossgehäuse um einen Winkel
versetzt zur Mittelachse des Übertragungshebels angeordnet ist, so kann mittels der
zylinderstiftförmigen Verbindung zwischen Kugel und Kugelpfanne zu jedem Zeitpunkt
ein sicheres Übertragen einer Drehbewegung bzw. eines Drehmoments gewährleistet werden.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform sind vier Zylinderstifte umfänglich und in regelmäßigen
Abständen, insbesondere um 90° versetzt, zueinander angeordnet. Eine regelmäßige Anordnung
der Zylinderstifte am Umfang der Kugel der Schaltnuss ermöglicht ein sicheres Positionieren
der Schaltnuss im Schlossgehäuse und gleichzeitig ein sicheres Übertragen der durch
die Schaltnuss in das Übertragungsglied bzw. den Übertragungshebel. Ein regelmäßiger,
das heißt symmetrischer Aufbau der Kugelgelenkverbindung ermöglicht es hierbei, dass
zu jedem Zeitpunkt die gleichen Eingriffsverhältnisse erzielt werden können. Einerseits
können identische Eingriffsverhältnisse realisiert werden und andererseits dienen
die Zylinderstifte zur Positionierung und Führung der Schaltnuss mittels des Übertragungshebels,
so dass durch den symmetrischen, das heißt regelmäßigen Aufbau der Kugelgelenkverbindung
auch ein sicheres Führen während des Montierens der Bauteile ins Schlossgehäuse gewährleistet
wird.
[0025] Weisen die Ausnehmungen eine sich verändernde Öffnungsbreite auf, so ergibt sich
eine weitere Ausgestaltungsform der Erfindung. Eine sich verändernde Öffnungsbreite
kann dabei zum Beispiel dadurch realisiert werden, dass die Ausnehmungen in der Kugelpfanne
sich ausgehend von einem äußeren Ende zuerst vergrößern, und dann wieder verkleinern
und anschließend wieder eine größere Öffnungsbreite aufweisen. Hierdurch kann gewährleistet
werden, dass zu jedem Zeitpunkt die Zylinderstifte an den Ausnehmungen anliegen, und
zwar in der Art, dass sich insbesondere bei einem Winkelversatz stets mindestens drei
Zylinderstifte mit den Ausnehmungen im Eingriff befinden. Somit wird durch die Ausbildung
zylinderstiftförmiger Verlängerungen an der Kugel der Schaltnuss und den sich in der
Breite verändernden Ausnehmungen stets gewährleistet, dass ein spielfreies Übertragen
eines Drehmoments bzw. einer Drehbewegung gewährleistet werden kann. Vorzugsweise
werden die unterschiedlichen Öffnungsbreiten durch unterschiedliche Radien am Übertragungshebel
gebildet.
[0026] Ist ein Mitnehmer vorhanden, wobei mittels des Umlenkhebels der Mitnehmer verstellbar
ist und der Mitnehmer mit dem Verriegelungshebel zusammenwirkt, so ergibt sich eine
weitere Ausführungsform der Erfindung. Ein Mitnehmer wirkt mit dem Übertragungshebel
zusammen und bildet ein weiteres Verbindungsglied zur Übertragung der Drehbewegung
des Schließzylinders, der daraus resultierenden Drehbewegung der Schaltnuss und der
darauf folgenden Drehbewegung des Übertragungshebels, der dann wiederum den Mitnehmer
bewegt. Die vorstehend beschriebene Betätigungskette durch das Schloss hindurch ermöglicht
es, die Verriegelungseinheit auch an einem nicht unmittelbar für die Schaltnuss zugängigen
Bereich im Türschloss zu betätigen. Der Mitnehmer ist vorzugsweise als linear beweglicher
Schieber im Kraftfahrzeugtürschloss ausgebildet.
[0027] Zur Betätigung des Mitnehmers kann der Übertragungshebel zwei beabstandete Verlängerungen
aufweisen, die wiederum zumindest ein an den Mitnehmer angeformtes Stellmittel umgreifen.
Mittels des Übergreifens der an den Übertragungshebel angeformten Verlängerungen kann
somit eine Drehbewegung des Übertragungshebels in eine Linearbewegung des Mitnehmers
überführt werden. Der Mitnehmer ist als lineares Schiebeelement im Kraftfahrzeugtürschloss
ausgebildet und linear beweglich aufgenommen. Zumindest ein Stellmittel, wirkt mit
dem Übertragungshebel zusammen oder reicht in den Bewegungsbereich des Übertragungshebels
hinein, so dass eine Drehbewegung des Übertragungshebels mittels der angeformten Verlängerungen
auf den Mitnehmer übertragen werden kann. Die kreisförmige Bewegung der Verlängerungen
am Übertragungshebel wird mittels des Stellmittels am Mitnehmer in eine Linearbewegung
des Mitnehmers überführt.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Mitnehmer eine Aufnahme für eine Feder,
und insbesondere eine Druckfeder auf. Der Übertragungshebel führt eine Drehbewegung
aus, die über die Verlängerungen und an dem Mitnehmer angeformte Stellmittel in eine
Linearbewegung des Mitnehmers überführbar ist. Um den Mitnehmer stets wieder in seine
Ausgangslage zu überführen, wird erfindungsgemäß ein Federelement eingesetzt, das
den Mitnehmer in eine Nullposition zurückbewegt. Mittels der Schaltnuss und folglich
des Übertragungshebels kann das Kraftfahrzeugtürschloss von einem Zustand verriegelt
in einen Zustand entriegelt überführt werden bzw. von einem Zustand entriegelt in
den Zustand verriegelt gebracht werden. Für jede Stellung des Kraftfahrzeugschlosses,
das heißt entriegelt oder verriegelt, muss der Mitnehmer in eine unterschiedliche
Richtung bewegt werden. Die Ausgangsstellung und Nullstellung des Mitnehmers bildet
die Stellung, in der weder der entriegelte noch der verriegelte Zustand vorliegt,
sondern der Mitnehmer bewegt sich in eine Null-stellung, von der aus er die Betätigungszustände
des Kraftfahrzeugschlosses ausführbar sind.
[0029] In einer Ausführungsform wirkt die Feder mit Anschlägen am Schlossdeckel zusammen.
In dieser bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, die Feder, die bevorzugt eine
Druckfeder ist, als Mitte-Null-Feder zu nutzen. Eine Mitte-Null-Feder beschreibt eine
Feder, die ein Stellmittel in einer Mittellage hält, wobei eine Auslenkung aus dieser
Mitte-Null-Stellung heraus ein Spannen der Feder bewirkt, so dass nach einer Betätigung
des Stellmittels, wie beispielsweise den Mitnehmer, das Stellmittel wieder in die
Mitte-Null-Stellung zurückgeführt wird. Weist der Mitnehmer eine Aufnahme auf, die
Öffnungen beinhaltet, in die Anschläge des Schlossdeckels hinein bewegt werden können,
so kann mittels der Druckfeder eine Mitte-Null-Feder simuliert werden. Dies bietet
einerseits einen Kostenvorteil und bietet darüber hinaus eine kostengünstige konstruktive
Lösung zur Auslegung eines Stellmittels zur Betätigung einer Verriegelung eines Kraftfahrzeugschlosses.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert. Es gilt jedoch der Grundsatz, dass
das Ausführungsbeispiel die Erfindung nicht beschränkt, sondern lediglich eine vorteilhafte
Ausführungsform darstellt. Die dargestellten Merkmale können einzeln oder in Kombination
mit weiteren Merkmalen der Beschreibung wie auch den Patentansprüchen einzeln oder
in Kombination ausgeführt werden.
[0031] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein Schlossgehäuse mit integrierter Betätigungskette ausgehend
von einer Schaltnuss über einen Übertragungshebel, einen Mitnehmer zum Verriegelungshebel,
wobei das Kraftfahrzeugtürschloss ohne einen Schlossdeckel dargestellt ist,
- Figur 2
- eine Ansicht auf einen Schlossdeckel mit der Betätigungskette Schaltnuss, Übertragungshebel,
Mitnehmer, und
- Figur 3
- eine weitere Ansicht auf den Schlossdeckel mit der Betätigungskette Schaltnuss, Übertragungshebel
und Mitnehmer in der Einbauposition.
[0032] In der Figur 1 ist ein Kraftfahrzeugtürschloss 1 in einer Ansicht auf das Schlossgehäuse
2 wiedergegeben. Im Schlossgehäuse 2 ist eine Schaltnuss 3 drehfest gelagert aufgenommen,
wobei die Schaltnuss 3 mit einem Übertragungshebel 4 zusammenwirkt und der Übertragungshebel
4 mit einem Mitnehmer 5 im Eingriff steht. Der Mitnehmer 5 ist linear verschieblich
im Schlossgehäuse 2 gelagert. An einem Ende des Mitnehmers 5 wirkt der Mitnehmer 5
mit einem Verriegelungshebel 7 zusammen, wobei der Verriegelungshebel 7 auf einer
Achse 8 im Schlossgehäuse 2 drehbar gelagert ist. Der Verriegelungshebel 7 wird über
ein Federelement 9 vorgespannt. Der Verriegelungshebel 7 weist darüber hinaus ein
Zahnradsegment 10 auf, in das eine Schnecke 11 eines Motors 12 eingreift. Der Motor
12 dient dabei dazu, das Entriegeln bzw. Verriegeln elektromechanisch auszuführen.
[0033] Die Schaltnuss 3 ist bündig im Schlossgehäuse 2 gehalten und formschlüssig und drehfest
vom Schlossgehäuse 2 aufgenommen. Ein axiales Ende der Schaltnuss 3 schließt dabei
bündig mit dem Schlossgehäuse 2 ab. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Schaltnuss
3, insbesondere das axiale Ende 13, zylindrisch ausgeführt. Die Schaltnuss 3 weist
eine rechteckförmige Ausnehmung 14 auf, in die ein nicht gezeigtes Stellmittel eines
Schließzylinders eingreifen kann. An den Durchmesser des axialen Endes 13 der Schaltnuss
2 schließt sich ein größerer Durchmesser an, der am Schlossgehäuse 2 anliegt und somit
in der Lage ist, die Schaltnuss 3 zu führen, so dass die Schaltnuss 3 mit dem Schlossgehäuse
2 eine Lagerstelle bildet.
[0034] Einstückig an den größeren Durchmesser der Schaltnuss 3 ist ein Kugelkopf 15 angeformt,
der Zylinderstifte 16 aufweist. Der Kugelkopf 15 sowie die Zylinderstifte 16 sind
in einer Kugelpfanne 17 mit Ausnehmungen 18 aufgenommen. An die Kugelpfanne 17 schließt
sich ein zylinderförmiger Abschnitt 19 an. Der Übertragungshebel 4 weist darüber hinaus
einen Zylinder 20 auf, der in einer Lagerstelle 21 des Schlossgehäuses 2 aufgenommen
ist. An den Zylinder 20 des Übertragungshebels 4 sind ferner Verlängerungen 22 angeformt.
[0035] Wirkt nun ein Stellmittel auf die Schaltnuss 3, wobei insbesondere ein Stellmittel
in die Ausnehmung 14 der Schaltnuss 2 eingreift, so wird die Drehbewegung der Schaltnuss
3 mittels der Kugelgelenkverbindung 23 an den Übertragungshebel 4 übertragen. Die
Verlängerungen 22 am Übertragungshebel 4 führen dann eine Kreisbewegung aus, wodurch
der Mitnehmer 5 linear verschoben wird. Eine Linearbewegung des Mitnehmers 5 führt
dazu, dass der Verriegelungshebel 7 verstellt wird, so dass ein Entriegeln bzw. Verriegeln
des Kraftfahrzeugtürschlosses 1 ermöglicht wird.
[0036] Deutlich zu erkennen ist in der Figur 1, dass der zylindrische Abschnitt 19 in beabstandet
zur Lagerstelle 21 im Schlossgehäuse 2 gehalten ist. Die Lagerstelle 21 lagert den
Übertragungshebel 4 positioniert aber nicht die Schaltnuss 3 im Schlossgehäuse 2.
Zur Positionierung der Schaltnuss ist zwingend eine Abstützung des zylinderförmigen
Abschnitts 19 des Übertragungshebels erforderlich.
[0037] Der zylindrische Abschnitt 19 des Übertragungshebels 4 wird wie in der Figur 2 dargestellt
mittels Positioniermittel 24 abgestützt, die in diesem Ausführungsbeispiel einstückig
mit einem Schlossdeckel 25 ausgebildet sind. Die Positioniermittel 24 sind als Verlängerungen
des Schlossdeckels 25 ausgebildet und greifen zwischen den zylinderförmigen Abschnitt
19 des Übertragungshebels 4 und die Lagerstelle 21 im Schlossgehäuse 2. Die Positioniermittel
24 positionieren die Schaltnuss 3 und den Übertragungshebel 4 lagesicher im Kraftfahrzeugtürschloss
1. Erst durch die Positioniermittel 24 ist somit eine drehfeste Lagerung der Schaltnuss
3 im Kraftfahrzeugtürschloss 1 ermöglicht.
[0038] Wie aus der Figur 2 weiterhin zu erkennen, weist der Übertragungshebel 4 eine Längsachse
L1 auf, die um einen Winkel W versetzt zu einer Längsachse L2 der Schaltnuss 3 ausgerichtet
ist. Durch die kardanische Kugelgelenkverbindung 23 wird erfindungsgemäß ermöglicht,
den Winkelversatz W zwischen der Schaltnuss 3 und dem Übertragungshebel 4 auszugleichen.
[0039] In der Figur 3 ist eine weitere dreidimensionale Ansicht auf die Schaltnuss 3 und
den Übertragungshebel 4 dargestellt. Dargestellt ist die Schaltnuss 3 ohne das Schlossgehäuse
2 aber in einer eingebauten Lage im Kraftfahrzeugtürschloss 1, wobei die Positioniermittel
24 deutlich zu erkennen sind. Die Positioniermittel 24 weisen Schrägen 26 auf, die
ein Positionieren des Übertragungshebels 4 und somit der Schaltnuss 3 im Kraftfahrzeugtürschloss
1 erleichtern.
[0040] Verlängerungen 22 wirken auf ein Stellmittel 27, das aus einer angeformten Verlängerung
des Mitnehmers 5 gebildet ist. Aus einer Drehbewegung des Übertragungshebels 4 wird
unter dem Zusammenspiel des Übertragungshebels 4 bzw. der Verlängerungen 22 und dem
Stellmittel 27 eine Linearbewegung des Mitnehmers 5. Die Rückstellung des Mitnehmers
5 erfolgt über die Feder 28, die als Druckfeder ausgeführt ist, und die über Öffnungen
29 mit Anschlägen 30, siehe insbesondere Figuren 1 und 2, zusammenwirkt. Es sind zwei
Öffnungen 29 im Mitnehmer 5 angeordnet, die mit korrespondierenden Anschlägen 30,
die am Schlossdeckel 25 ausgebildet sind, zusammenwirken.
Bezugszeichenliste
| Kraftfahrzeugtürschloss |
1 |
| Schlossgehäuse |
2 |
| Schaltnuss |
3 |
| Übertragungshebel |
4 |
| Mitnehmer |
5 |
| Ende des Mitnehmers |
6 |
| Verriegelungshebel |
7 |
| Achse |
8 |
| Federelement |
9 |
| Zahnradsegment |
10 |
| Schnecke |
11 |
| Motor |
12 |
| axiales Ende der Schaltnuss |
13 |
| Ausnehmung |
14 |
| Kugelkopf |
15 |
| Zylinderstifte |
16 |
| Kugelpfanne |
17 |
| Ausnehmungen |
18 |
| zylinderförmiger Abschnitt |
19 |
| Zylinder |
20 |
| Lagerstelle |
21 |
| Verlängerungen |
22 |
| Kugelgelenkverbindung |
23 |
| Positioniermittel |
24 |
| Schlossdeckel |
25 |
| Schrägen |
26 |
| Stellmittel |
27 |
| Feder |
28 |
| Öffnungen |
29 |
| Anschläge |
30 |
| |
|
| Winkel, Winkelversatz |
W |
| Längsachse-Übertragungshebel |
L1 |
| Längsachse-Schaltnuss |
L2 |
1. Kraftfahrzeugtürschloss (1) mit einem Schlossgehäuse (2), einem Schlossdeckel (25),
einer drehbar im Schlossgehäuse (2) aufgenommenen Schaltnuss (3), einem Übertragungshebel
(4), wobei die Schaltnuss (3) mit dem Übertragungshebel (4) zusammenwirkt und wobei
die Schaltnuss (3) derart im Schlossgehäuse (2) aufgenommen ist, dass die Schaltnuss
(3) mittels eines von außerhalb des Schlossgehäuses (2) auf die Schaltnuss (3) einwirkenden
Stellmittels drehbar ist und einem Verriegelungshebel (7), wobei mittels einer Drehbewegung
der Schaltnuss (3) der Verriegelungshebel (7) durch den Übertragungshebel (4) verstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlossdeckel (25) Positioniermittel (24) aufweist, mit denen der Übertragungshebel
(4) aus einer vorherigen Montagelage mit Spiel in seine endgültige Lage im Schlossgehäuse
(2) gefügt ist.
2. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltnuss (3) und der Übertragungshebel (4) derart zusammenwirken, dass eine
Drehbewegung der Schaltnuss (3) in eine um einen Winkel (W) versetzte Drehbewegung
umlenkbar ist.
3. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltnuss (3) und der Übertragungshebel (4) mittels einer Kugelgelenkverbindung
(23) miteinander verbunden sind.
4. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungshebel (4) im Schlossgehäuse (2) gelagert ist.
5. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungshebel (4) mit Spiel im Schlossgehäuse (2) gelagert ist und mittels
der Positioniermittel (24) des Schlossdeckels (25) in seine endgültige Lage gefügt
ist.
6. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltnuss (3) formschlüssig im Schlossgehäuse (2) aufgenommen ist.
7. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltnuss (3) und der Übertragungshebel (4) mittels eines kardanischen Gelenks
miteinander verbunden sind.
8. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungshebel (4) als Kugelpfanne (17) ausgebildet ist.
9. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach Anspruch 4 und Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelpfanne (17) einen Hinterschnitt aufweist, wobei der Hinterschnitt eine Kugel
(15) der Kugelgelenkverbindung (23) übergreift.
10. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugel (15) der Kugelgelenkverbindung (23) Zylinderstifte (16) aufweist, die mit
Ausnehmungen (18) in der Kugelpfanne (17) zusammenwirken.
11. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vier Zylinderstifte (16) umfänglich und in regelmäßigen Abständen, insbesondere um
90° versetzt, zueinander angeordnet sind.
12. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (18) eine sich verändernde Öffnungsbreite aufweisen.
13. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mitnehmer (5) vorhanden ist, wobei mittels des Umlenkhebels (4) der Mitnehmer
(5) verstellbar ist und der Mitnehmer (5) mit dem Verriegelungshebel (7) zusammenwirkt.
14. Kraftfahrzeugtürschloss (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (5) eine Aufnahme für eine Feder (28), insbesondere eine Druckfeder,
aufweist.
15. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (28) mit Anschlägen (30) am Schlossdeckel (25) zusammenwirkt.
1. A motor vehicle door lock (1) having a lock housing (2), a lock cover (25) of a switching
nut (3) rotatably accommodated in the lock housing (2), a transfer lever (4), wherein
the switching nut (3) interacts with the transfer lever (4) and wherein the switching
nut (3) is accommodated in the lock housing (2) such that the switching nut (3) is
rotatable by means of an actuator acting on the switching nut (3) outside the lock
housing (2) and a locking lever (7), whereby by means of a rotary movement the switching
nut (3) of the locking lever (7) is adjustable by the transfer lever (4), characterized in that the lock cover (25) has positioning means (24) with which the transfer lever (4)
from a previous mounting position is placed with play in its final position in the
lock housing (2).
2. Motor vehicle door lock (1) according to claim 1, characterized in that the switching nut (3) and the transfer lever (4) interact in such a way that a rotational
movement of the switching nut (3) is deflectable into a rotational movement displaced
at an angle (W).
3. Motor vehicle door lock (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the switching nut (3) and the transfer lever (4) are connected by means of a ball
joint connection (23).
4. Motor vehicle door lock (1) according to one of the previous claims, characterized in that the transfer lever (4) is accommodated in the lock housing (2).
5. Motor vehicle door lock (1) according to one of the previous claims, characterized in that the transfer lever (4) is mounted with play in the lock housing (2) and is installed
by means of the positioning means (24) of the lock cover (25) in its final position.
6. Motor vehicle door lock (1) according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the switching nut (3) is incorporated in the lock housing (2) in a form-fitting manner.
7. Motor vehicle door lock (1) according to one of the claims 2 to 6, characterized in that the switching nut (3) and the transfer lever (4) are connected by means of a cardanic
joint.
8. Motor vehicle door lock (1) according to one of the claims 2 to 7, characterized in that the transfer lever (4) is shaped like a ball socket (17).
9. Motor vehicle door lock (1) according to claims 4 and 8, characterized in that the ball socket (17) features an indentation, whereby the indentation overlaps a
ball (15) of the ball joint connection (23).
10. Motor vehicle door lock (1) according to one of the claims 8 to 9, characterized in that the ball (15) of the ball joint connection (23) demonstrates cylindrical pins (16)
which interact with recesses (18) in the ball socket (17).
11. Motor vehicle door lock (1) according to claim 10, characterized in that four cylindrical pins (16) are arranged circumferentially and at regular intervals,
in particular displaced by 90°.
12. Motor vehicle door lock according to one of the claims 10 to 11, characterized in that the recesses (18) features a changing opening breadth.
13. Motor vehicle door lock (1) according to one of the claims 2 to 12, characterized in that a tappet (5) is present, whereby the tappet (5) is adjustable by means of the deflection
lever (4) and the tappet (5) interacts with the locking lever (7).
14. Motor vehicle door lock (1) according to claim 13, characterized in that the tappet (5) features a recess for a spring (28), in particular a compression spring.
15. Motor vehicle door lock according to claim 14, characterized in that the spring (28) interacts with stops (30) on the lock cover (25).
1. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur, comprenant un boîtier (2) de serrure, un
couvercle (25) de serrure, une noix de contact (3) logée dans le boîtier (2) de serrure
de manière à pouvoir tourner, un levier de transmission (4), sachant que la noix de
contact (3) interagit avec le levier de transmission (4) et sachant que la noix de
transmission (3) est reçue dans le boîtier (2) de serrure de telle manière que la
noix de transmission (3) peut tourner à l'aide d'un moyen d'ajustage agissant depuis
l'extérieur du boîtier (2) de serrure sur la noix de transmission (3), et comprenant
un levier de verrouillage (7), sachant qu'au moyen d'un mouvement tournant de la noix
de contact (3) le levier de verrouillage (7) se laisse déplacer par le levier de transmission
(4), caractérisée en ce que le couvercle (25) de serrure présente des moyens de positionnement (24) avec lesquels
le levier de transmission (4) est inséré, avec du jeu, de sa position de montage précédente
dans sa position définitive dans le boîtier (2) de serrure.
2. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon la revendication 1, caractérisée en ce que la noix de contact (3) et le levier de transmission (4) interagissent de telle manière
qu'un mouvement rotatif de la noix de contact (3) est transformable en mouvement rotatif
décalé d'un angle (W).
3. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la noix de contact (3) et le levier de transmission (4) sont reliés entre eux à l'aide
d'une jonction (23) articulée à bille.
4. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le levier de transmission (4) est en appui dans le boîtier (2) de serrure.
5. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le levier de transmission (4) est en appui avec du jeu dans le boîtier (2) de serrure
et qu'il est inséré sur sa position définitive à l'aide des moyens de positionnement
(24) du couvercle (25) de serrure.
6. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la noix de commutation (3) est logée avec adhérence de formes dans le boîtier (2)
de la serrure.
7. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que la noix de contact (3) et le levier de transmission (4) sont reliés entre eux à l'aide
d'une articulation à cardan.
8. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que le levier de transmission (4) est configuré en coussinet sphérique (17).
9. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon la revendication 4 et la revendication
8, caractérisée en ce que le coussinet sphérique (17) présente une contre-dépouille, sachant que cette contre-dépouille
chevauche une bille (15) de la jonction (23) articulée à bille.
10. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications 8 à 9, caractérisée en ce que la bille (15) de la jonction (23) articulée à bille présente des tiges cylindriques
(16) qui interagissent avec des évidements (18) dans le coussinet sphérique (17).
11. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon la revendication 10, caractérisée en ce que quatre tiges cylindriques (16) sont disposées de manière périphérique et à des distances
régulières les unes par rapport aux autres, notamment espacées de 90°.
12. Serrure de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications 10 et 11, caractérisée en ce que les évidements (18) présentent une largeur d'ouverture changeante.
13. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications 2 à 12, caractérisée en ce qu'un taquet entraîneur (5) est présent, sachant que le taquet entraîneur (5) est ajustable
à l'aide du levier de renvoi (4) et que le taquet entraîneur (5) interagit avec le
levier de verrouillage (7).
14. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon la revendication 13, caractérisée en ce que le taquet entraîneur (5) présente un logement recevant un ressort (28), notamment
un ressort de compression.
15. Serrure (1) de porte de véhicule à moteur selon la revendication 14, caractérisée en ce que le ressort (28) interagit avec des butées (30) sur le couvercle (25) de serrure.