[0001] Die Erfindung betrifft einen winkelförmigen Beschlag nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Beschläge dieser Art sind bereits bekannt. Die
EP 1918498 A1 offenbart einen Beschlag, der zur Montage in der hinterschnittenen Profilnut des
Rahmens verankert werden soll. Der Beschlag ist dabei ein verdecktliegendes Scharnier.
Dazu ist ein Lagerwinkel vorgesehen, der einen vertikalen und einen horizontalen Schenkel
aufweist. Diese sind bei der Montage des Beschlags dem Eckbereich des Rahmens zuzuordnen.
Der horizontalen Schenkel des Lagerwinkels ist als Klemmteil ausgeführt und ist mit
einer gegenüber den sonstigen Abmessungen des Schenkels verjüngt ausgeführten Randleiste
versehen. Diese hintergeift zur Befestigung den Hinterschneidungsbereich des inneren
Schenkels der Profilnut und überdeckt mit einem Kragen den äußeren Schenkel der Profilnut.
Mittels in Gewindebohrungen des horizontalen Schenkels gelagerten Klemmschrauben,
die in Richtung des äußeren Schenkels der Profilnut verstellbar sind, wird der Schenkel
festgeklemmt. Der orthogonal zum Klemmteil verlaufende Schenkel des Beschlags hat
keine Befestigungsaufgabe und dient nur der Anlage und Ausrichtung am vertikalen Rahmenholm.
[0002] Zur Montage des Fensters im Gebäude sind Flügel und Rahmen zunächst getrennt. Zuerst
wird der Rahmen in der Gebäudeöffnung ausgerichtet, befestigt und abgedichtet. Anschließend
wird der Flügel im Rahmen befestigt. Bedingt durch die vorgenannte Ausgestaltung ist
es erforderlich, dass zur Montage der bereits am Flügel befestigte Beschlag zusammen
mit dem Flügel an den Rahmen herangeführt wird und zunächst die untere Scharnieranordnung
am Rahmen befestigt wird. Dann wird der Flügel so ausgerichtet, dass der eingangs
beschriebene Beschlag mit dem Klemmteil in die Profilnut eintaucht. Schließlich muss
der Flügel soweit horizontal verlagert werden, dass der vertikale Schenkel des Beschlages
am vertikalen Rahmenholm anliegt und die Klemmschrauben festgezogen werden können.
[0003] Die Montage des Flügels erfordert daher zwei Personen, wobei eine Person den Flügel
überwiegend in der jeweils gewünschten Lage halten muss, während die zweite Person
die Kopplung der Beschlagteile mit dem Rahmen vornimmt und die Klemmschrauben festzieht.
Bei größeren Flügeln ist es sogar erforderlich, dass drei Personen mitarbeiten. Wünschenswert
wäre daher eine vereinfachte Montage des Flügels im Rahmen.
[0004] Aus der
EP 0379866 B1 ist es daher bereits bekannt, den Flügel und den Rahmen über eine Entlastungseinrichtung
in Form eines Seils miteinander zu verbinden. Der Flügel kann durch Heranführung und
Einhängen des Seils mit dem Rahmen gekoppelt werden. Das Flügelgewicht kann nun schon
weitgehend über das Seil abgetragen werden, so dass ein Ausrichten des unteren Ecklagers
analog zur
DE 3919970 A1 erfolgen kann. Das Seil zieht den Flügel in Richtung des Rahmens, wenn das Flügelgewicht
wirksam wird. Ist die Befestigung am unteren Ecklager erfolgt, kann das obere Scharnier
mit dem Rahmen verbunden werden. Zur Vereinfachung des Montagevorgangs sieht die
EP 1301676 B1 dabei noch vor, dass das Seil in eine vom Rahmen wegweisende Lage abgespreizt wird.
[0005] Diese Ausgestaltungen sind nicht für die Montage an Rahmen mit hinterschnittenen
Profilnuten ausgelegt und daher nicht klemmbar.
[0006] Aus der
EP 292882 A1 ist ein Beschlag bekannt, der zur Verwendung an Rahmen mit hinterschnittenen Nuten
(Fig. 1) ausgelegt ist. Dabei soll das untere, verdeckt liegende Flügelscharnier an
einem der Gelenkarme mit einem Schiebestück ausgestattet sein, welches in eine hinterschnittene
Nut des Flügels einschiebbar ist. Am Rahmen wird eine Platte mittels Schrauben befestigt,
welche die Drehpunkte der Gelenkarme hat. Zur Kopplung des Flügels mit dem Rahmen
müssen die Gelenkstellen einander zugeordnet werden.
[0007] Auch diese Ausgestaltung setzt voraus, dass der Flügel in einer definierten Lage
relativ zum Flügel gehalten wird, wobei sich die Komplexität des Kopplungsvorgangs
mit der Anzahl der zu bildenden Kopplungsstellen vervielfacht.
[0008] In der
DE 102007054476 A1 wird eine Kulissenanordnung eines Eckbeschlags eines Fensters oder einer Tür offenbart.
Hierbei ist der verdeckt im Falzbereich zwischen Flügel und Rahmen liegende Beschlag
mit einer Befestigungsplatte versehen, auf dem ein Ausstellarm schwenkbar gelagert
ist. Ein Tragarm ist schwenkbar an dem Ausstellarm gelagert und bildet mit dem Ausstellarm
eine X-förmige Ausstellvorrichtung. Das ein freies Ende des Tragarms ist dem Flügel
zugeordnete und lagert diesen. Das andere freie Ende des Tragarms weist eine Kulisse
mit rechteckigem Umriss auf, die in einer hinterschnittenen Rahmennut des Rahmens
verschiebbar geführt ist. Beim Öffnen des Flügels wird die Kulisse in der Rahmennut
verlagert. Zur Montage ist die Kulisse mit einem Fuß versehen, der entlang einer Diagonalen
mit parallel dazu beschnittenen Kanten hat. Dieser Fuß lässt sich bei paralleler Ausrichtlage
der Diagonalen zu einer Nutlängsachse in den Freiraum der Rahmennut einführen und
mittels einer Drehung des Eckbeschlags hintergreift der Fuß den Hinterschnitt und
verhindert ein Entweichen aus der Rahmennut. Mit der Befestigung des Eckbeschlages
ist die Befestigung abgeschlossen und die Lage der Kulisse ist gesichert. Diese Ausgestaltung
sieht eine ausschließliche Befestigung des Eckbeschlages vor. Eine Montage des Eckbeschlages
zusammen mit dem Flügel ist nicht möglich oder vorgesehen.
[0009] Klemmbefestigungen in hinterschnittenen Nuten sind an sich aus verschiedenen Anwendungen
bekannt. Die
DE 2516411 A1 zeigt eine Befestigung eines Schließteils am Rahmen. Das Schließteil ist dabei mit
einem der Profilnut zuzuordnenden T- förmigen Fuß versehen, dessen Längsabmessung
an die Breite der Profilnut angepasst ist, während die Breite geringer als der lichte
Abstand der Schenkel der Profilnut bemessen sein soll. Dadurch kann der Fuß in einer
zur Gebrauchslage 90° geschwenkten Ausrichtung in die Profilnut eintauchen und greift
durch Verschwenken mit den T-Flügeln hinter die Profilnut.
[0010] Die
DE 20204175 U1 offenbart ein Scharnier zur Montage an einem Rahmen mit hinterschnittener Profilnut,
bei dem ein die Profilnut übergreifender Steg eine Bohrung für eine Spannschraube
eines Spannelements hat. Das Spannelement hintergreift den inneren Schenkel der Profilnut
und ragt in dessen Hinterschneidungsbereich hinein. Dazu trägt bei, dass die Spannschrauben
mit einer konusförmigen Anlagefläche einer Senkung in dem Steg zugeordnet ist, deren
Lage so gewählt ist, dass das Spannelement in Richtung des Hinterschneidungsbereiches
gedrängt wird.
[0011] Diese letztgenannten Lösungen sind nicht für alle Beschlagbauteile geeignet, da die
Beanspruchungsarten variieren.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Beschlagteil dahingehend weiterzuentwickeln, dass
die Kopplung des Flügels am Rahmen auf vereinfachte Weise erfolgen kann.
[0013] Dazu sieht die Erfindung die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 vor.
[0014] Das Vorsehen einer am Winkelschenkel (18) der Verankerungsplatte (16) angeordneten
und einem benachbarten Rahmenschenkel zuordnenbare Drehkralle (22), die einen U-förmig
profilierten Rand (30) zum Umgreifen des ersten Schenkels (23) der Profilnut (14)
besitzt, während dem zweiten Schenkel (46) der Profilnut (14) ein in der Drehkralle
verstellbar gelagertes Sicherungselement zugeordnet ist, sodass die Drehkralle (22)
beim Einschwenken der Verankerungsplatte (16) zur Anlage an den ersten Schenkel (23)
der Profilnut (20) des zweiten Rahmenschenkels (17) gelangt und diesen entgegen der
Einschwenkbewegung hintergreift, führt zu einem Verspannen der Verankerungsplatte,
die dadurch bereits in horizontaler und vertikaler Richtung ortsfest fixiert ist.
Es ist dadurch exakt die Lage sichergestellt, die zur Funktion des Beschlagteils erforderlich
ist. Zudem kann das Flügelgewicht bereits in einem frühen Montagezustand in den Rahmen
eingeleitet werden, was die Montagekräfte entlastet.
[0015] Um die Variantenvielfalt der benötigten Bauteile zu reduzieren ist vorgesehen, dass
die Drehkralle dem Beschlag über eine Renkverbindung zugeordnet ist und dazu die Drehkralle
mit einem Vorsprung in eine Öffnung schwenkbar eingreift und eine radial zur Schwenkachse
verlaufende Nase in einen Hinterschneidungsbereich der Drehkralle eingreift. Diese
Weiterbildung ermöglicht es, die Drehkralle möglichen Profilabmessungen unabhängig
von der Verankerungsplatte anzupassen. Die Drehkralle kann beim Montieren drehbar
hinter den Schenkel der Profilnut verschwenkt werden.
[0016] Zur einfachen Formgebung der Drehkralle trägt bei, dass der Vorsprung einen kreissegmentförmigen
Querschnitt besitzt.
[0017] Die Montage in der Profilnut wird dadurch vereinfacht, dass die Drehkralle in ihrer
Quer-Abmessung kleiner bemessen ist als die Profilnut. Die Drehkralle lässt sich dadurch
In die Profilnut eintauchen und geringfügig verschwenken, bis der innenseitige Schenkel
untergriffen wird.
[0018] Zur korrekten Ausrichtung der Drehkralle in Bezug auf die Verankerungsplatte trägt
bei, dass die Drehkralle eine Platte ausbildet, die bei gekoppelter Drehkralle mit
der Kante auf einer Höhe liegt und so drehbegrenzt ist.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Figuren. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Fenster bestehend aus einem Rahmen und einem Flügel in einer Teil- Montagestellung,
- Fig. 2
- ein unteres Ecklager des Fensters in einer Montagesituation.
- Fig. 3
- eine Ansicht in den oberen waagerechten Falzbereich eines Fensters nach Fig.1 mit
einer ersten Ausführung einer Drehkralle,
- Fig. 4
- eine dreidimensionale Darstellung des oberen Eckbereiches nach Fig. 3 von der Gebäudeaußenseite,
- Fig. 5
- eine Ansicht einer weiteren Ausführung der Drehkralle,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Drehkralle nach Fig. 5,
- Fig. 7
- den Endbereich der Verankerungsplatte und die Drehkralle nach Fig. 5 oder 6 in nicht
gefügtem Zustand,
- Fig. 8
- die Verankerungsplatte und die Drehkralle in einer Teilmontagestellung,
- Fig. 9
- die Verankerungsplatte und die Drehkralle in montierter Lage,
- Fig. 10
- die Verankerungsplatte mit der Drehkralle in montierter Position in einer Profilnut,
- Fig. 11
- die Verankerungsplatte und die Drehkralle nach Fig. 10 mit eingedrehter Klemmschraube,
und
- Fig. 12
- die Verankerungsplatte und die Drehkralle in einer Ansicht von innen.
[0020] In der Fig. 1 ist der Rahmen mit 1 und der Flügel mit 2 bezeichnet. Der Flügel 2
und der Rahmen 1 sollen über ein Ecklager 3 und ein oberes Scharnier 4 verbunden sein.
Das obere Scharnier 4 ist Teil einer Ausstellvorrichtung 5, welche eine Schwenkbewegung
um eine untere horizontale Achse - hier nicht dargestellt - begrenzt.
[0021] Im dargestellten Teilmontageschritt ist der Flügel 2 um einen Winkel 6 gegenüber
dem Rahmen 1 verschwenkt. Das zumindest aus einer Befestigungsplatte 7 und Lenkern
8, 9 bestehende Ecklager 3 wird zur Montage an den Rahmen 1 herangeführt und mittels
einer Absenkbewegung werden die Lenker 8, 9 der Befestigungsplatte 7 zugeordnet. Anschließend
wird der Flügel 2 um das untere Ecklager verschwenkt wobei sich das Scharnier 4 der
Rahmenkante 10 annähert.
[0022] In einem weiteren Montageteilschritt wird der in Fig. 4 erkennbare erste Schenkel
11 an den vertikalen Rahmenschenkel 12 herangeführt. An dem Schenkel 11 ist ein Klemmstück
13 angebracht, welches mit einer Halteleiste in die vertikale Profilnut 14 eingreift.
Die Halteleiste bildet in dem hinterschnittenen Bereich des inneren ersten Schenkels
15 eine scharnierartige Verbindung, so dass die Verankerungsplatte 16 durch Verschwenken
um eine parallel zum Rahmenschenkel 12 gelagerte Achse und nachfolgendem Parallelverschieben
in Richtung des horizontalen Rahmenschenkels 17 an dem zweiten Winkelschenkel 18 zur
Anlage an die vertikale Falzfläche 19 mit der Profilnut 20 gelangt. Am freien Ende
21 ist der Winkelschenkel 18 der Verankerungsplatte 16 mit einer Drehkralle 22 gekoppelt.
Diese greift im Wesentlichen unter die Verankerungsplatte 16 und in die Profilnut
20 ein. Dadurch gelangt der zweite Winkelschenkel 18 beim Einschwenken der Verankerungsplatte
16 zur Anlage an einen inneren Schenkel 23 der Profilnut 20 des Rahmenschenkels 17
und hintergreift diesen entgegen der Einschwenkbewegung. Da der Flügel 2 aufgrund
seines Gewichtes und der bereits erfolgten Kopplung am Ecklager 3 ein Moment in Richtung
Gebäudeinnenseite erfährt, wird die Drehkralle 22 an den Schenkel 23 angepresst und
legt sich an diesen an. Die endgültige Befestigung kann durch Anziehen der Klemmschrauben
24 am ersten Schenkel 11 und der Klemmschraube 25 am Winkelschenkel 18 bzw. der Drehkralle
22 erfolgen.
[0023] Das Montageverfahren des Flügels 2 am Rahmen 1 umfasst daher zumindest die Montageschritte
- a) Koppeln des Ecklagers 3 mit dem Rahmen,
- b) Einschwenken des Flügels 2 zur Annäherung der Verankerungsplatte 16 an die obere
Rahmenecke,
- c) Einschwenken des Schenkels 11 mit dem Klemmstück 13 in die Profilnut 14,
- d) vertikales Verschieben des Winkelschenkels 18 mit Eingreifen der Drehkralle 22
in die Profilnut 20 und
- e) abschließend werden die Klemmschrauben 24, 25 festgezogen.
[0024] Der letzte Montageschritt befestigt die Verankerungsplatte 16 endgültig, wobei entsprechend
der Darstellung nach Fig. 4 vorgesehen ist, dass der Schenkel 11 unmittelbar eine
Randleiste zum Eingriff in die Profilnut 14 aufweist und diese am Schenkel 15 untergreift.
Mittels des ist Klemmstücks 13, welches dem Schenkel 15 gegenüberliegt wird durch
Abstützen und Verspannen an dem zweiten Schenkel 26 ein Anliegen an dem ersten Schenkel
15 sicherstellt.
[0025] Aus Fig. 5 und 6 sind in einer vergrößerten Darstellung Einzelheiten der Drehkralle
22 ersichtlich, wobei die Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel der Drehkralle
betrifft. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist eine symmetrische Ausgestaltung,
bezogen auf die Schraubachse 27 der Klemmschraube 25 vorgesehen (Fig. 3). Daher weist
diese Ausgestaltung zwei Befestigungsflügel 28, 29 auf. Hinsichtlich der Zuordnung
zu der Verankerungsplatte 16 sind die Ausführungsbeispiele dabei identisch. Ausweislich
der Fig. 5 und 6 weist die Drehkralle 22 einen U-förmig profilierten Rand 30 zum Umgreifen
des ersten Schenkels 23 auf. Eine Gewindebohrung 31 dient der Ausnahme der Klemmschraube
25, die hier nicht dargestellt ist. Die Klemmschraube 25 durchsetzt die Gewindebohrung
und erlaubt eine Abstützung an dem zweiten Schenkel 26 der Profilnut 14, so dass die
Klemmschraube 25 ein Sicherungselement bildet.
[0026] Die Drehkralle 22 ist entlang des Randes 30 mit einer Leiste 32 versehen, die in
Richtung zum Zentrum eine zunehmende Stärke hat. Dadurch verengt sich die Nut 33,
die sich zwischen der Leiste 32 und dem Kragen 34 bildet. Der Kragen 34 ist im Verlauf
der Gewindebohrung 31 unterbrochen. Die Leiste 32 mündet in dem Befestigungsflügel
29, der einen Hinterschneidungsbereich 35 und einen Vorsprung 36 aufweist. Der Hinterschneidungsbereich
35 und der Vorsprung 36 sind Teil einer Renkverbindung, die nachstehend noch ausführlicher
beschrieben werden wird. Ersichtlich ist noch, dass die Drehkralle 22 einen massiv
ausgeführten Kern aufweist, der die Schwächung durch die Klemmschraube kompensiert.
[0027] Die Renkverbindung ist anhand der Figuren 7 bis 12 deutlicher beschrieben. Der Winkelschenkel
18 ist an seinem freien Ende 21 mit einer Nase 37 im Bereich einer Platte 38 versehen.
Die Platte 38 weist einen aufgekröpften Bügel 39 und eine darin übergehende Führungsöffnung
40 auf. In der Platte 38 ist ferner eine kreissegmentförmige Öffnung 41. Das Kreissegment
der Öffnung 41 ist hinsichtlich des Vorsprungs 36, der ebenfalls einen kreissegmentförmigen
Querschnitt hat, abgestimmt. Dies erfolgt dergestalt, dass der Radius der Kreisbogenkontur
der Kreissegmente spielarm im Radius abgestimmt sind, der Mittelpunktswinkel 42 aber
im Schenkel so vergrößert ist, dass der Vorsprung 36 und damit die Drehkralle 22 beim
Eingriff des Vorsprungs 36 in die Öffnung 41 noch verschwenkt werden kann. Die Kopplung
erfolgt durch Heranführen der Drehkralle 22 an den Schenkel 18 (Fig. 7). Im zweiten
Schritt wird der Vorsprung 36 in die Öffnung 41 eingeführt. Dabei ragt die Nase 37
über die Kante 30 der Drehkralle 22 über und die Kante 43 des Schenkels 18 passiert
beim Schwenken die zurückweichende Kante 44. Liegt die Platte 38 am Befestigungsflügel
29 auf, erfolgt ein Verschwenken der Drehkralle 22 relativ zu dem Schenkel 18. Dadurch
greift die Nase 37 in den Hinterschneidungsbereich 35 ein, so dass eine, bezogen auf
die durch den Vorsprung 36 gebildete Achse, eine axiale Fixierung erreicht. Es stellt
sich die, in Fig. 9 dargestellte Kopplungsverbindung ein.
[0028] Die Fig. 10 bis 12 zeigen noch einmal in vergrößertem Maßstab und in verschiedenen
Montagephasen das Zusammenwirken der Drehkralle 22 mit der Profilnut 20. Die Profilnut
20 ist - wie aus der Fig.10 in Verbindung mit der Fig. 4 deutlich wird - Teil einer
Falzfläche des Rahmens 1. Ein innerer Schenkel 23 der Profilnut 20 ist C-förmig und
bildet einen Hinterschneidungsbereich 45 aus. Dem Schenkel 23 liegt ein äußerer Schenkel
46 gegenüber, der T-förmig ausgebildet ist und dadurch einen Hinterschneidungsbereich
47 in der Profilnut 20 bildet. Wird der Beschlag mit dem Schenkel 18 an die Profilnut
20 herangeführt (Fig. 10), kann der Fuß 48 der Drehkralle 22, der in seinen Querabmessungen
geringer bemessen ist als der lichte Abstand der Profilleisten 49, 50 zwischen diese
treten (Fig. 11). Dabei stützt sich der Kragen 34 auf dem Schenkel 23 auf. Die Drehkralle
22 wird im Weiteren, wie bereits beschrieben, in Richtung des Schenkels 23 bewegt,
so dass die Nut 33 die Leiste 49 umgreift. Schließlich wird durch die Klemmschraube
25 die Drehkralle gegen den Schenkel 46 abgestützt und in Richtung des Schenkels 23
gedrängt. Dabei wird durch die Klemmschraube 25 auch ein Drehmoment bewirkt, welches
in seiner Richtung der Einschwenkbewegung bei der Kopplung der Drehkralle 22 mit dem
Schenkel 18 entspricht. Die Renkverbindung zwischen der Drehkralle und dem Schenkel
18 wird dadurch zusätzlich sichergestellt.
[0029] Die vorstehend beschriebene Ausgestaltung ist aufgrund der geringen Bauteilanzahl
von Vorteil. Die Drehkralle 22 kann unter Beibehaltung des grundsätzlichen Befestigungsprinzips
durch maßliche Anpassungen der Nut 33 leicht an Maßänderungen der Profilnut 20 angepasst
werden. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 erlaubt eine Verwendung bei rechten und
linken Scharnieren.
[0030] Um eine korrekt fluchtende Ausrichtung der Drehkralle 22, bezogen auf die Verankerungsplatte
16 zu erreichen ist vorgesehen, dass die Drehkralle 22 eine Platte 51 ausbildet, die
bei gekoppelter Drehkralle 22 mit der Kante 43 auf einer Höhe liegt und so drehbegrenzt
ist. Die Drehkralle 22 kann dadurch nicht ohne weiteres zurückschwenken. Es kann alternativ
auch vorgesehen werden, dass bei vormontierter Drehkralle 22 an der Verankerungsplatte
16 die Öffnung 41 durch plastische Verformung teilweise verschlossen wird, so dass
der Bewegungsradius der Drehkralle 22 begrenzt ist.
[0031] Abweichend davon kann auch an der Kante 43 eine plastische Verformung vorgesehen
werden, so dass diese Kante 43 stets an die Platte 51 anschlägt.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Rahmen
- 2
- Flügel
- 3
- Ecklager
- 4
- Scharnier
- 5
- Ausstellvorrichtung
- 6
- Winkel
- 7
- Befestigungsplatte
- 8
- Lenker
- 9
- Lenker
- 10
- Rahmenkante
- 11
- Schenkel
- 12
- Rahmenschenkel
- 13
- Klemmstück
- 14
- Profilnut
- 15
- Innerer Schenkel der Profilnut 14
- 16
- Verankerungsplatte
- 17
- Rahmenschenkel
- 18
- Winkelschenkel
- 19
- Falzfläche
- 20
- Profilnut
- 21
- Ende
- 22
- Drehkralle
- 23
- innerer Schenkel von Profilnut 20
- 24
- Klemmschraube
- 25
- Klemmschraube
- 26
- äußerer Schenkel der Profilnut 14
- 27
- Schraubachse von Klemmschraube 25
- 28
- Befestigungsflügel
- 29
- Befestigungsflügel
- 30
- Rand
- 31
- Gewindebohrung
- 32
- Leiste
- 33
- Nut
- 34
- Kragen
- 35
- Hinterschneidungsbereich
- 36
- Vorsprung
- 37
- Nase
- 38
- Platte
- 39
- Bügel
- 40
- Führungsöffnung
- 41
- Öffnung
- 42
- Mittelpunktswinkel
- 43
- Kante
- 44
- Kante
- 45
- Hinterschneidungsbereich
- 46
- äußerer Schenkel von 20
- 47
- Hinterschneidungsbereich
- 48
- Fuß
- 49
- Profilleiste
- 50
- Profilleiste
1. Winkelförmiger Beschlag zur Befestigung in einer beiderseits hinterschnittenen Profilnut
(14,20) eines Rahmens (1), umfassend eine Verankerungsplatte (16) an einem Eckwinkel
des Rahmens (1) und zur Anlage an der hinterschnittenen Profilnut (20), wobei die
Verankerungsplatte (16) zumindest einen ersten Schenkel (15) der Profilnut (14) untergreift,
und mittels eines Klemmstücks (13), welches dem ersten Schenkel (15) gegenüberliegt
und durch Abstützen an einem Schenkel (26) der Profilnut (14) ein Anliegen an dem
ersten Schenkel (15) der Profilnut (14) sicherstellt, gekennzeichnet durch eine an einem Winkelschenkel (18) der Verankerungsplatte (16) angeordnete und einem
benachbarten Rahmenschenkel (17) zuordnenbare Drehkralle (22), die einen U-förmig
profilierten Rand (30) zum Umgreifen des ersten Schenkels (23) der Profilnut (20)
besitzt, während dem zweiten Schenkel (46) der Profilnut (20) ein in der Drehkralle
verstellbar gelagertes Sicherungselement zugeordnet ist, sodass die Drehkralle (22)
beim Einschwenken der Verankerungsplatte (16) zur Anlage an den ersten Schenkel (23)
der Profilnut (20) des zweiten Rahmenschenkels (17) gelangt und diesen entgegen der
Einschwenkbewegung hintergreift.
2. Winkelförmiger Beschlag nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehkralle (22) dem Beschlag über eine Renkverbindung zugeordnet ist und dazu
die Drehkralle (22) mit einem Vorsprung (36) in eine Öffnung (41) schwenkbar eingreift
und eine radial zur Schwenkachse (S) verlaufende Nase (37) in einen Hinterschneidungsbereich
der Drehkralle (22) eingreift.
3. Winkelförmiger Beschlag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (36) einen kreis-segmentförmigen Querschnitt besitzt.
4. Winkelförmiger Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehkralle (22) in ihrer Quer-Abmessung kleiner bemessen ist als die Profilnut.
5. Winkelförmiger Beschlag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehkralle (22) eine Platte (51) ausbildet, die bei gekoppelter Drehkralle (22)
mit der Kante (43) auf einer Höhe liegt und so drehbegrenzt ist.
1. An angular fitting for fastening in a profile groove (14, 20) of a frame (1), the
groove being undercut on both sides, comprising an anchoring plate (16) at a corner
angle of the frame (1), and for abutment against the undercut profile groove (20),
wherein the anchoring plate (16) engages beneath at least one first leg (15) of the
profile groove (14) and ensures abutment against the first leg (15) of the profile
groove (14) by means of a clamping piece (13), which lies opposite the first leg (15),
and by being supported on a leg (26) of the profile groove (14),
characterized by
a retaining clamp (22), arranged at an angle leg (18) of the anchoring plate (16)
and allocatable to an adjacent frame leg (17), which has a U-shaped profiled rim (30)
for encompassing the first leg (23) of the profile groove (20), while a securing element,
adjustably mounted in the retaining clamp, is allocated to the second leg (46) of
the profile groove (20), so that the retaining clamp (22), upon pivoting in the anchoring
plate (16), reaches abutment against the first leg (23) of the profile groove (20)
of the second frame leg (17) and engages behind the same in the opposite direction
of the pivoting-in movement.
2. The angular fitting according to claim 1,
characterized in that
the retaining clamp (22) is allocated to the fitting via a bayonet connection and,
for that, the retaining clamp (22) pivotably engages into an opening (41) with a projection
(36) and a nose (37), radially extending to the pivot axis (S), engages into an undercut
area of the retaining clamp 22.
3. The angular fitting according to claim 2,
characterized in that
the projection (36) has a circular segment-shaped cross-section.
4. The angular fitting according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
the retaining clamp (22) is dimensioned smaller in its transverse dimension than the
profile groove.
5. The angular fitting according to claim 2,
characterized in that
the retaining clamp (22) forms a plate (51), which, with the retaining clamp (22)
coupled, is at a level with the edge (43), and thus is rotationally limited.
1. Ferrure angulaire pour la fixation dans une rainure profilée (14, 20) en contre-dépouille
des deux côtés d'un cadre (1), comprenant une plaque d'ancrage (16) sur une cornière
d'angle du cadre (1) et pour le contact avec la rainure profilée en contre-dépouille
(20), la plaque d'ancrage (16) s'engageant sous au moins une première branche (15)
de la rainure profilée (14), et assurant un contact avec la première branche (15)
de la rainure profilée (14) au moyen d'une pièce de serrage (13) qui est placée en
face de a première branche (15) et en s'appuyant sur une branche (26) de la rainure
profilée (14), caractérisée par
une griffe rotative (22) qui est disposée sur une branche en équerre (18) de la plaque
d'ancrage (16) et qui peut être associée à une branche de cadre adjacente (17), et
présente un bord profilé en U (30) pour s'engager autour de la première branche (23)
de la rainure profilée (20), tandis que la deuxième branche (46) de la rainure profilée
(20) est associée à un élément de fixation monté de manière réglable dans la griffe
rotative, de sorte que lorsque la plaque d'ancrage (16) est pivotée, la griffe rotative
(22) repose contre le premier pied (23) de la rainure profilée (20) du deuxième pied
de cadre (17) et s'engage derrière lui pour s'opposer au mouvement de pivotement.
2. Ferrure angulaire selon la revendication 1,
caractérisée en ce
que la griffe rotative (22) est associée à la ferrure par l'intermédiaire d'une fermeture
à baïonnette et à cet effet, la griffe rotative (22) s'engage de manière pivotante
avec une saillie (36) dans une ouverture (41) et un nez (37) s'étendant radialement
vers l'axe pivotant (S) dans une zone de contre-dépouille sur laquelle la griffe rotative
22 vient en prise.
3. Ferrure angulaire selon la revendication 2,
caractérisée en ce
que la saillie (36) a une section transversale en forme de segment circulaire.
4. Ferrure angulaire selon l'une des revendications 1 à -e 3,
caractérisée en ce
que la dimension transversale de la griffe rotative (22) est inférieure à celle de la
rainure profilée.
5. Ferrure angulaire selon la revendication 2,
caractérisée en ce
que la griffe rotative (22) forme une plaque (51) qui,se trouve au même niveau que le
bord (43) lorsque la griffe rotative (22) est accouplée, et qui est ainsi limitée
en rotation.