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(11) |
EP 3 204 992 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.06.2018 Patentblatt 2018/26 |
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Anmeldetag: 06.10.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/073044 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/055474 (14.04.2016 Gazette 2016/15) |
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| (54) |
ELEKTRISCHE STECKVERBINDERANORDNUNG
ELECTRIC PLUG CONNECTOR ARRANGEMENT
SYSTÈME DE CONNECTEUR ÉLECTRIQUE ENFICHABLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
09.10.2014 DE 102014015027
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.2017 Patentblatt 2017/33 |
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Patentinhaber: Kostal Kontakt Systeme GmbH |
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58513 Lüdenscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHERER, Thomas
58515 Lüdenscheid (DE)
- BÜTHE, Rainer
58540 Meinerzhagen (DE)
- SPUNAR, Petr
26705 Nizbor (CZ)
- KECLIK, Jiri
26301 Dobris (CZ)
- LEOPOLD, Vojtech
26703 Dobris (CZ)
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| (74) |
Vertreter: Kerkmann, Detlef |
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Leopold Kostal GmbH & Co. KG
An der Bellmerei 10 58513 Lüdenscheid 58513 Lüdenscheid (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 917 250 WO-A2-2012/023042 US-A- 5 088 931
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EP-A1- 1 775 801 DE-A1- 19 600 542
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Steckverbinderanordnung mit zusammenfügbaren
ersten und zweiten Steckverbinderteilen, die erste und zweite Steckkontaktelemente
aufweisen, und die eine elektrische Verbindungsnachweiseinrichtung aufweist, die bei
zusammengefügten Steckverbinderteilen eine elektrische Verbindung zwischen mindestens
einer Kontaktfeder und einem Kontaktstreifen herstellt, wobei zu der Verbindungsnachweiseinrichtung
am ersten Steckverbinderteil mindestens eine Kontaktfeder mit einem angeformten Federkontakt
gehört, und wobei zu der Verbindungsnachweiseinrichtung mindestens ein Kontaktstreifen
am zweiten Steckverbinderteil gehört, der durch eine Wand des zweiten Steckverbinderteils
hindurchgeführt ist.
[0002] Ein derartiger Steckverbinder ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 196 00 542 A1 bekannt. Hierbei weist ein erstes Steckverbinderteil einen Kurzschluss-Kontaktgeber
auf, der nach dem Zusammenfügen der Steckverbinder zwei Verbindungsnachweisanschlüsse
an dem zweiten Steckverbinderteil elektrisch miteinander verbindet.
[0003] Die Steckverbinderteile einer elektrischen Steckverbinderanordnung weisen bestimmungsgemäß
erste und zweite Steckkontaktelemente auf, über die nach dem Zusammenfügen der Steckverbinderteile
Lastströme oder Nutzsignale zwischen den mit den Steckkontaktelementen verbundenen
Zuleitungen übertragen werden. Darüber hinaus weisen manche Steckverbinderanordnungen
noch eine elektrische Verbindungsnachweiseinrichtung auf.
[0004] Eine elektrische Verbindungsnachweiseinrichtung hat die Funktion, bei korrekt und
vollständig zusammengefügten Steckverbinderteilen ein elektrisches Signal zu erzeugen,
welches die korrekte hergestellte Steckverbindung anzeigt. Das Signal kann auch dazu
verwendet werden, den Stromfluss durch die Zuleitungen der Steckverbinderteile zu
steuern, so dass beispielsweise die Steckverbinderteile stromlos miteinander verbunden
werden können.
[0005] Bei vielpoligen Steckverbinderanordnungen können nicht anderweitig benötigte Steckkontaktelemente
als Verbindungsnachweiseinrichtung verwendet werden. Dieses führt allerdings zu nachteiligen
Eigenschaften, und zwar insbesondere dadurch, dass axial zusammengeführte Steckverbinder
immer einen gewissen Steckweg aufweisen, und so die Kontakte der Verbindungsnachweiseinrichtung
einander berühren und ein Signal generieren können, bevor der Steckvorgang vollständig
abgeschlossen und eine sichere Verbindung aller Steckkontaktelemente gewährleistet
ist.
[0006] Aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung von Schaltfunken ist es wünschenswert,
dass die Kontakte der Verbindungsnachweiseinrichtung beim Verbinden der Steckverbinderteile
erst dann schließen, wenn alle anderen elektrischen Verbindungen bereits hergestellt
sind. Umgekehrt sollen beim Trennen der Steckverbinderteile die Kontakte der Verbindungsnachweiseinrichtung
als erstes getrennt werden, um die Unterbrechung der Steckverbindung möglichst frühzeitig
zu signalisieren und gegebenenfalls ein stromloses Trennen der Steckkontaktelemente
zu ermöglichen.
[0007] Es stellte sich daher die Aufgabe, einen elektrischen Steckverbinder mit zusammenfügbaren
Steckverbinderteilen und mit einer elektrischen Verbindungsnachweiseinrichtung zu
schaffen, welche die vorgenannten Anforderungen auf einfache und kostengünstige Weise
sicher erfüllt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das zweite Steckverbinderteil
einen elektrisch isolierenden Vorsprung aufweist, der eine in Fügerichtung der Steckverbinderteile
ansteigende Führungsschräge ausbildet, dass der mindestens eine Federkontakt beim
Zusammenfügen der Steckverbinderteile über die Führungsschräge geführt wird und am
Ende des Fügevorgangs hinter dem Vorsprung an dem mindestens einen Kontaktstreifen
anliegt.
[0009] Erfindungsgemäß ist somit ein rampenartiger Vorsprung vorgesehen, über den der mindestens
eine Federkontakt beim Zusammenfügen der Steckverbinderteile geführt wird. Wie nachfolgend
dargelegt wird, kann hierdurch ein sehr schnelles und positionsgenaues Verbinden und
auch Trennen der Verbindungsnachweiskontakte erreicht werden. Die Steckverbinderanordnung
kann dabei auf einfache Weise so ausgeführt werden, dass der elektrische Verbindungszustand
der Verbindungsnachweiskontakte empfindlich von einer genauen Positionierung der Steckverbinderteile
relativ zueinander abhängt. Unvollständig hergestellte Steckverbindungen werden dadurch
mit hoher Zuverlässigkeit erkannt.
[0010] Im Folgenden sollen zwei vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung dargestellt und näher erläutert werden. Es zeigen
- Figur 1 Figuren 2 bis 4
- die Schnittansicht einer ersten Steckverbinderanordnung, drei Phasen des Verbindens
der Steckverbinderteile der ersten Steckverbinderanordnung, dargestellt anhand von
Ausschnittsvergrößerungen,
- Figur 5 Figuren 6 bis 8
- die Schnittansicht einer zweiten Steckverbinderanordnung, drei Phasen des Verbindens
der Steckverbinderteile der zweiten Steckverbinderanordnung, dargestellt anhand von
Ausschnittsvergrößerungen,
- Figur 9
- die Verbindungsnachweiskontakte der ersten Steckverbinderanordnung,
- Figur 10
- die Verbindungsnachweiskontakte der zweiten Steckverbinderanordnung.
[0011] In der Figur 1 ist eine elektrische Steckverbinderanordnung dargestellt, wie sie
insbesondere in Kraftfahrzeugen vorteilhaft verwendet werden kann. Die Steckverbinderanordnung
besteht aus zwei miteinander verbundenen Steckverbinderteilen 1, 2, welche zusammenfügbare
steckhülsenartige erste Steckkontaktelemente 12 und steckerartige zweite Steckkontaktelemente
13 aufweisen, die insbesondere für hohe Spannungen und/oder hohe Lastströme ausgelegt
sein können.
[0012] Am ersten Steckverbinderteil 1 ist eine Durchführung 14 mit einer davor angeordneten
Radialdichtung 15 erkennbar, durch die hindurch eine nicht dargestellte Anschlussleitung
in das Innere des ersten Steckverbinderteils 1 geführt wird, deren Leitungsadern elektrische
Verbindungen zu den ersten Steckkontaktelementen 12 herstellen. Die aus dem zweiten
Steckverbinderteil 2 herausgeführten Endabschnitte der zweiten Steckkontaktelemente
13 dienen ebenfalls zum Anschluss elektrischer Zuleitungen. Die konkrete Ausgestaltung
der elektrische Anbindungen der Steckkontaktelemente 12, 13 ist für die Erläuterung
der Erfindung von untergeordneter Bedeutung und ist daher in der Zeichnung nicht darstellt.
Die elektrischen Anbindungen können auf bekannte Weise beispielsweise als Crimp-,
Schraub- oder Steckverbindungen ausgeführt sein.
[0013] Für viele Anwendungen ist es wichtig, den mechanischen und elektrischen Verbindungszustand
der Steckverbinderanordnung genau ermitteln zu können. Die Information über den Verbindungszustand
kann beispielsweise verwendet werden, um über elektrisch steuerbare Schaltelemente
den Stromfluss über die Steckkontaktelemente 12, 13 der Steckverbinderanordnung freizugeben
oder zu unterbrechen.
[0014] Vorteilhaft ist hierzu eine elektrische Verbindungsnachweiseinrichtung, die eine
geringe Ansprechhysterese aufweist, die also erst bei einer vollständig hergestellten
Steckverbindung, das heißt, sichergestellter elektrischer Verbindung, eine hergestellte
Verbindung signalisiert und beim Trennen der Steckverbindung das nicht mehr Vorliegen
einer vollständigen Steckverbindung durch Wegfall des Verbindungssignals möglichst
schnell erkennbar macht.
[0015] Eine erste Ausführung einer erfindungsgemäßen Steckverbinderanordnung ist in den
Figuren 1 bis 4 dargestellt, wobei die Figuren 2 bis 4 jeweils eine Vergrößerung des
in der Figur 1 kreisförmig umrandeten Bereichs zeigt. In der Figur 2 erkennbar ist
ein Abschnitt einer Kontaktfeder 3a, die an ihrem Endabschnitt einen abgerundeten
Federkontakt 4a ausbildet. Der abgerundete Federkontakt 4a liegt mit seiner konvex
geformten Seite an einem Kontaktstreifen 5a an, welcher zum zweiten Steckverbinderteil
2 gehört.
[0016] Die Kontaktfeder 3a ist Teil eines Kontaktfederelements 3, welches perspektivisch
in der Figur 9 dargestellt ist. Das Kontaktfederelement 3 bildet zwei parallel zueinander
angeordnete Kontaktfedern 3a, 3b aus, die über einen Verbindungsabschnitt 16 einstückig
miteinander verbunden sind. Am Verbindungsabschnitt 16 ist eine Rastfeder 17 ausgestellt,
welche zur Befestigung des Kontaktfederelements 3 am ersten Steckverbinderteil 1 vorgesehen
ist.
[0017] Als Teil der erfindungsgemäß ausgeführten Verbindungsnachweiseinrichtung übernimmt
das vollständig aus Metall bestehende Kontaktfederelement 3 die Funktion einer Kurzschlussbrücke,
welche zwei am zweiten Steckverbinderteil 2 angeordnete metallene Kontaktstreifen
5a, 5b elektrisch miteinander verbindet, sobald die mechanische Verbindung der beiden
Steckverbinderteile 1, 2 vollständig hergestellt ist. In den Schnittansichten der
Figuren 1 bis 4 ist jeweils nur eine Kontaktfeder 3a und ein Kontaktstreifen 5a erkennbar;
deren Funktionsbeschreibung trifft aber analog auch auf die dort nicht dargestellte
Kontaktfeder 3b und den zugehörigen Kontaktstreifen 5b zu.
[0018] Die Figur 2 zeigt die Endposition beim Verbinden der Steckverbinderteile 1, 2, in
der die Kontaktfeder 3a am Kontaktstreifen 5a anliegt und so zu diesem eine elektrische
Verbindung herstellt. Da dies gleichermaßen für Kontaktfeder 3b und den Kontaktstreifen
5b gilt, überbrückt somit das Kontaktfederelement 3 elektrisch die beiden Kontaktstreifen
5a, 5b am zweiten Steckverbinderteil 2. Die elektrische Verbindung der Kontaktstreifen
5a, 5b kann durch eine hier nicht näher beschriebene Elektronik, die an die Kontaktstreifen
5a, 5b angeschlossen ist, leicht erfasst und für Steuerungs- oder Überwachungszwecke
verwendet werden.
[0019] Zwei vorhergehende Verbindungsphasen der Steckverbinderteile 1, 2 werden durch die
Darstellungen der Figuren 3 und 4 verdeutlicht. In der ersten Phase des Zusammenfügens
(Figur 3) der beiden Steckverbinderteile 1, 2 trifft der abgerundete Abschnitt der
Federkontakte 4a auf einen aus einem Isoliermaterial bestehenden Vorsprung 6. Der
Vorsprung 6 bildet eine Führungsschräge 7 in Form einer in der Steckrichtung ansteigenden
schiefen Ebene aus. Entlang dieser Führungsschräge 7 gleitet der Federkontakt 4a den
Vorsprung 6 hinauf, wodurch die Kontaktfeder 3a senkrecht zur Fügerichtung der Steckverbinderteile
1, 2 gespannt wird. Nach Überschreiten eines höchstens Punkts der Führungsschräge
7, dargestellt in der Figur 4, und Überfahren eines kurzen, leicht abfallenden Bereiches
18 rastet der Federkontakt 4a schließlich hinter dem Vorsprung 6 ein und kommt am
Kontaktstreifen 5a zur Anlage, wie in Figur 2 dargestellt wurde.
[0020] Besonders vorteilhaft an der erfindungsgemäßen Ausführung ist, dass die mechanische
und elektrische Verbindung zwischen den Federkontakten 4a, 4b und den Kontaktstreifen
5a, 5b durch den vorgelagerten Vorsprung 6 sehr schnell und durch die mechanisch vorgespannten
Kontaktfedern 3a, 3b quasi sprunghaft erfolgt.
[0021] Vorteilhafterweise können an den Kontaktstreifen 5a, 5b relativ kleine Anlageflächen
8 für die Federkontakte 4a, 4b vorgegeben werden, so dass die Positionen, an denen
die Federkontakte 4a, 4b elektrische Verbindungen zu den Kontaktstreifen 5a, 5b herstellen
können genau definiert sind. Hierzu kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass ein die
Kontaktstreifen 5a, 5b umgebendes Isoliermaterial lediglich kleinflächige Anlageflächen
8 als Kontaktfenster freilässt, an denen elektrische Verbindungen zu den Federkontakten
4a, 4b hergestellt werden können. Dadurch ist sichergestellt, dass die Verbindungsnachweiseinrichtung
das Verbindungssignal nur dann generiert, wenn sich die beiden Steckverbinderteile
1, 2 sehr präzise in ihrer Verbindungsendposition befinden, in der auch die ersten
und zweiten Steckkontaktelemente 12, 13 korrekt zueinander positioniert sind.
[0022] Wie die Figur 2 weiter zeigt, weist die Kontaktfeder 3a oberhalb des Federkontakts
4a eine gegenläufige Krümmung auf, wodurch die Kontaktfeder eng an dem Bereich 18
des Vorsprungs 6 anliegt. Der in Verbindungsrichtung der Steckverbinderteile 1, 2
abfallenden Bereich 18 bildet bei einer gegenläufigen Bewegung einen entsprechend
ansteigenden Bereich aus, so dass bei einer Trennbewegung der Steckverbinderteile
1, 2 der Federkontakt 4a schon nach einem kurzen Weg von dem Kontaktstreifen 5a abgehoben
wird. Eine Trennung der Steckverbinderteile 1, 2 wird somit durch die Verbindungsnachweiseinrichtung
schnell erkannt, und zwar insbesondere bevor elektrische Verbindungen zwischen ersten
und zweiten Steckkontaktelementen 12, 13 unterbrochen werden.
[0023] Eine weitere und ebenfalls vorteilhafte Ausführung einer erfindungsgemäßen Steckverbinderanordnung
ist in den Figuren 5 bis 8 dargestellt. Diese zweite Ausführung unterscheidet sich
von der zuvor beschriebenen ersten Ausführung durch die Ausgestaltung der elektrischen
Kontaktelemente seiner Verbindungsnachweisvorrichtung.
[0024] Speziell bilden diese Kontaktelemente hier keine Kurzschlussbrücke am ersten Steckverbinderteil
1 aus, welche Kontaktstreifen 5a, 5b am zweiten Steckverbinderteil 2 überbrücken,
sondern es wird bei korrekt verbundenen Steckverbinderteilen 1, 2 eine zusätzliche
elektrische Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Steckverbinderteil 1, 2
hergestellt. Abhängig davon, wo eine elektrische Schaltungsanordnung angeordnet ist,
welche die Signale der Verbindungsnachweisvorrichtung verwendet, und welche Funktionen
diese Schaltungsanordnung konkret vorsieht, kann entweder die zuvor oder die nachfolgend
beschriebene Ausführung einer Verbindungsnachweisvorrichtung besonders vorteilhaft
einsetzbar sein.
[0025] Die Verbindungsnachweiskontakte des zweiten Ausführungsbeispiels sind als Einzelteile
in der Figur 10 abgebildet. Im Unterschied zu der Kontaktanordnung nach Figur 9 werden
hier für einen Verbindungsnachweis nicht parallele Kontaktstreifen 5a, 5b am zweiten
Steckverbinderteil 2 miteinander verbunden, sondern es wird statt dessen eine elektrische
Verbindung zwischen einem Kontaktstift 10 am ersten Steckverbinderteil 1 zu einem
Kontaktstreifen 5 am zweiten Steckverbinderteil 2 hergestellt. Die in der Figur 10
dargestellte Kontaktanordnung kann auch mehrfach in einer Steckverbinderanordnung
zur Anwendung kommen, um etwa eine mehrpolige oder redundant wirkende Verbindungsnachweisvorrichtung
auszubilden.
[0026] Die elektrische Verbindung zwischen dem Kontaktstift 10 und dem Kontaktstreifen 5
wird über ein Kontaktfederelement 3' vermittelt, welches einen u-förmig gebogenen
Abschnitt 9 aufweist, der einstückig zwei Kontaktfedern 3a', 3b' miteinander verbindet.
Die Kontaktfedern 3a', 3b' bilden an ihren äußeren Endabschnitten jeweils einen Federkontakt
4a', 4b' aus.
[0027] Wie die Figur 5 zeigt, liegt der Federkontakt 4b' an dem im ersten Steckverbinderteil
1' angeordneten Kontaktstift 10 an, wodurch dieser mit dem Kontaktfederelement 3'
elektrisch verbunden ist. Im Gegensatz zu dem Federkontakt 4a' und dem Kontaktstreifen
5 wird der Federkontakt 4b' nicht gegen den Kontaktstift 10 bewegt und bildet somit
mit diesem eine feststehende elektrische Verbindung aus. Eine aus dem ersten Steckverbinderteil
1' herausführende Anschlussleitung kann an dem Crimpabschnitt 11 des Kontaktstifts
10 befestigt werden.
[0028] Grundsätzlich könnte der Kontaktstift 10 auch einstückig mit dem Kontaktfederelement
3' ausgeführt werden. Dieses würde aber zu einem relativ komplex geformten Gegenstand
führen, der aufwendig herzustellen und zu montieren wäre. Auch müsste man auf die
Möglichkeit, unterschiedliche Materialien für das Kontaktfederelement 3' und den Kontaktstift
10 zu wählen, verzichten. Aus diesen Gründen ist es vorteilhaft, den Kontaktstift
10, wie hier dargestellt, über den Federkontakt 4b' elektrisch anzubinden.
Der Federkontakt 4a' wird, vollkommen analog zum ersten Ausführungsbeispiel auch hier
beim Verbinden der beiden Steckverbinderteile 1', 2 über einen Vorsprung 6 geführt
und liegt hinter dem Vorsprung 6 an dem Kontaktstreifen 5 an, wodurch die elektrische
Kontakte der Verbindungsnachweiseinrichtung geschlossen sind. Die Aufbauten und Abläufe
der in den Figuren 6 bis 8 dargestellten Verbindungsphasen entsprechen vollständig
den bereits anhand der Figuren 2 bis 4 beschriebenen Abläufen, so dass auf eine weitere
Erläuterung an dieser Stelle verzichtet werden kann.
Bezugszeichen
[0029]
- 1, 1'
- (erstes) Steckverbinderteil
- 2
- (zweites) Steckverbinderteil
- 3, 3'
- Kontaktfederelement
- 3a, 3b, 3a', 3b'
- Kontaktfedern
- 4a, 4b, 4a', 4b'
- Federkontakte
- 5, 5a, 5b
- Kontaktstreifen
- 6
- Vorsprung
- 7
- Führungsschräge
- 8
- Anlageflächen
- 9
- u-förmig gebogener Abschnitt
- 10
- Kontaktstifte
- 11
- Crimpabschnitt
- 12
- erste Steckkontaktelemente
- 13
- zweite Steckkontaktelemente
- 14
- Durchführung
- 15
- Radialdichtung
- 16
- Verbindungsabschnitt
- 17
- Rastfeder
- 18
- abfallender Bereich
1. Elektrische Steckverbinderanordnung mit zusammenfügbaren ersten und zweiten Steckverbinderteilen
(1, 2; 1', 2), die erste und zweite Steckkontaktelemente (12, 13) aufweisen,
und die eine elektrische Verbindungsnachweiseinrichtung aufweist, die bei zusammengefügten
Steckverbinderteilen (1, 2; 1', 2) eine elektrische Verbindung zwischen mindestens
einem Federkontakt (4a, 4b, 4a') und einem Kontaktstreifen (5a, 5b, 5) herstellt,
wobei zu der Verbindungsnachweiseinrichtung am ersten Steckverbinderteil (1) mindestens
eine Kontaktfeder (3a, 3b; 3a') mit einem angeformten Federkontakt (4a, 4b; 4a') gehört,
und
wobei zu der Verbindungsnachweiseinrichtung mindestens ein Kontaktstreifen (5a, 5b)
am zweiten Steckverbinderteil (2) gehört, der durch eine Wand des zweiten Steckverbinderteils
(2) hindurchgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Steckverbinderteil (2) einen elektrisch isolierenden Vorsprung (6) aufweist,
der eine in Fügerichtung der Steckverbinderteile (1, 2) ansteigende Führungsschräge
(7) ausbildet,
dass der mindestens eine Federkontakt (4a, 4b; 4a') beim Zusammenfügen der Steckverbinderteile
(1, 2; 1', 2) über die Führungsschräge (7) geführt wird und am Ende des Fügevorgangs
hinter dem Vorsprung (6) an dem mindestens einen Kontaktstreifen (5a, 5b; 5) anliegt.
2. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein metallenes Kontaktfederelement (3; 3') einstückig zwei Kontaktfedern (3a, 3b;
3a', 3b') aufweist.
3. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Kontaktfeder (3a, 3b) parallel nebeneinander angeordnet sind und einstückig
über einen Verbindungsabschnitt (16) miteinander verbunden sind.
4. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (16) eine Rastfeder (17) aufweist.
5. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktfedern (3a, 3b) Federkontakte (4a, 4b) aufweisen, die an jeweils
einen Kontaktstreifen (5a, 5b) am zweiten Steckverbinderteil (2) anfügbar sind und
im angefügten Zustand die Kontaktstreifen (5a, 5b) elektrisch miteinander verbinden.
6. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktfedern (3a', 3b') über einen u-förmig gebogenen Abschnitt (9) miteinander
verbunden sind, und der Federkontakt (4a') der einen Kontaktfeder (3a') an einen Kontaktstreifen
(5) am zweiten Steckverbinderteil (2) anfügbar ist und der Federkontakt (4b') der
anderen Kontaktfeder (3b') an einem zum ersten Steckverbinderteil (1) gehörenden Kontaktstift
(10) anliegt.
7. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (6) in Fügerichtung der Steckverbinderteile (1, 2) auf die ansteigende
Führungsschräge (7) folgend einen abfallenden Bereich (18) aufweist, wobei der abfallende
Bereich (18) kürzer ist als die Führungsschräge (7).
8. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkontakte (4a, 4b, 4a', 4b') einen abgerundeten und vorzugsweise halbkreisförmigen
Querschnitt aufweisen.
1. Electrical plug connector configuration having first and second plug connector constituents
(1, 2; 1', 2) which can be joined together and have first and second male contact
elements (12, 13)
and which have an electrical connection verification feature which establishes an
electrical connection between at least one spring contact (4a, 4b, 4a') and a contact
strip (5a, 5b, 5) when the plug connector constituents (1, 2; 1', 2) are joined together,
whereby at least one contact spring (3a, 3b; 3a') having an integral spring contact
(4a, 4b; 4a') is part of the connection verification feature on the first plug connector
constituent (1), and
whereby at least one contact strip (5a, 5b) on the second plug connector constituent
(2) is part of the connection verification feature and is led through one wall of
the second plug connector constituent (2),
characterised in that
the second plug connector constituent (2) has an electrically insulating projection
(6) which forms a guiding slope (7) ascending in the direction of assembling the plug
connector constituents (1, 2),
that the at least one spring contact (4a, 4b; 4a') is guided over the guiding slope
(7) when the plug connector constituents (1, 2; 1', 2) are assembled and at the end
of the assembly process comes to rest behind the projection (6) on the at least one
contact strip (5a, 5b; 5).
2. Electrical plug connector configuration according to Claim 1, characterised in that a metal contact spring element (3; 3') has two integral contact springs (3a, 3b;
3a', 3b').
3. Electrical plug connector configuration according to Claim 2, characterised in that two contact springs (3a, 3b) are located parallel adjacent to each other and are
connected to each other in an integral manner by way of a connection segment (16).
4. Electrical plug connector configuration according to Claim 3, characterised in that the connection segment (16) has a latching spring (17).
5. Electrical plug connector configuration according to Claim 3, characterised in that the two contact springs (3a, 3b) have spring contacts (4a, 4b), each of which can
be attached to a contact strip (5a, 5b) on the second plug connector constituent (2)
and in their attached state connect the contact strips (5a, 5b) electrically to each
other.
6. Electrical plug connector configuration according to Claim 2, characterised in that the two contact springs (3a', 3b') are connected to each other by way of a U-shaped
bent section (9), and the spring contact (4a') of the one contact spring (3a') can
be attached to a contact strip (5) on the second plug connector constituent (2), and
the spring contact (4b') of the other contact spring (3b') comes to lie on a contact
pin belonging to the first plug connector constituent (1).
7. Electrical plug connector configuration according to Claim 1, characterised in that, following the ascending guide slope (7), the projection (6) has a descending segment
(18) in the direction of assembling the plug connector constituents (1, 2), whereby
the descending segment (18) is shorter than the guide slope (7).
8. Electrical plug connector configuration according to Claim 1, characterised in that the spring contacts (4a, 4b, 4a', 4b') have a rounded and preferably semicircular
cross-section.
1. Ensemble de connecteurs électriques enfichables, qui comprend des premiers et des
deuxièmes parties de connecteur enfichable (1, 2 ; 1', 2), qui présentent des premiers
et des deuxièmes éléments de connecteur enfichable (12, 13),
et qui présente un premier arrangement témoin de connexion électrique, qui, lorsque
les premières et des deuxièmes parties de connecteur enfichable (1, 2 ; 1', 2) sont
assemblées, établit une connexion électrique entre au moins un contact faisant ressort
(4a, 4b, 4a') et une bande de contact (5a, 5b, 5),
sachant que, sur la première partie de connecteur enfichable (1), est associé à l'arrangement
témoin de connexion électrique au moins un ressort de contact (3a, 3b ; 3a'), formé
d'une pièce avec un contact faisant ressort (4a, 4b, 4a'), et
sachant que, sur la deuxième partie de connecteur enfichable (2), est associée à l'arrangement
témoin de connexion électrique au moins une bande de contact (5a, 5b), qui traverse
une paroi de la deuxième partie de connecteur enfichable (2),
caractérisé en ce que
la deuxième partie de connecteur enfichable (2) présente une saillie d'isolation électrique
(6), qui forme un guidage oblique (7), ascendant dans la direction de jointoiement
des parties de connecteur enfichable (1, 2),
que, lorsque les parties de connecteur enfichable (1, 2 ; 1', 2) sont assemblées,
l'au moins un contact faisant ressort (4a, 4b, 4a') est conduit sur le guidage oblique
(7) et porte, derrière la saillie (6), contre l'au moins une bande de contact (5a,
5b ; 5), lorsque le processus d'assemblage est terminé.
2. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément de ressort de contact métallique (3 ; 3') présente deux ressorts de contact
(3a, 3b ; 3a', 3b') qui forment un monobloc.
3. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 2, caractérisé en ce que deux ressorts de contact (3a, 3b) sont disposés parallèlement l'un à côté de l'autre
et reliés d'une pièce l'un à l'autre par l'intermédiaire d'une section de liaison
(16).
4. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 3, caractérisé en ce que.la section de liaison (16) présente un ressort d'encliquetage (17).
5. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 3, caractérisé en ce que les deux ressorts de contact (3a, 3b) présentent des contacts faisant ressort (4a,
4b), qui peuvent être associés chacun à une bande de contact (5a, 5b) sur la deuxième
partie de connecteur enfichable (2), et qui, à l'état assemblés, relient électriquement
les bandes de contact (5a, 5b) ensemble.
6. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deux ressorts de contact (3a', 3b') sont reliés ensemble par l'intermédiaire
d'une section coudée en U (9), et que la contact faisant ressort (4a') du l'un des
ressorts de contact (3a') peut être associé à une bande de contact (5), sur la deuxième
partie de connecteur enfichable (2) et que le contact faisant ressort (4b') de l'autre
ressort de contact (3b') porte contre un contact mâle (10) appartenant à la première
parti de connecteur électrique (1).
7. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 1, caractérisé en ce que la saillie (6) présente une section en pente descendante (18), qui fait suite au
guidage oblique, ascendant (7), dans la direction d'assemblage des parties de connecteurs
enfichables (1, 2), sachant que la section en pente descendante (18) est plus courte
que le guidage oblique (7).
8. Ensemble de connecteurs électriques enfichables selon la revendication 1, caractérisé en ce que les ressorts de contact (4a, 4b, 4a', 4b') présentent une section transversale arrondie,
de préférence en forme de demi-cercle..
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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